Tuesday, May 26, 2020

Soziale Aspekte der Nachhaltigkeit im Bibliothekswesen

Ich besuche derzeit den Zertifikatskurs "Kooperative Stadt- und Regionalentwicklung: Die nachhaltige Region" an der Universität Wien. Für die Lehrveranstaltung "Climate justice and social implications" sollten wir das Thema soziale Nachhaltigkeit aus unserem professionellen Blickwinkel reflektieren. Ich habe mich Bibliotheken gewidmet und möchte den Text hier gerne wiedergeben (letzter Satz tongue-in-cheek):

Reflections on social aspects of sustainability as seen from my own profession

My own professional background is library and information science. When reading my notes from our lecture again, I was surprised how many of the concepts and topics apply to public libraries: sharing economy, public space, access to resources, education, employability, personal well-being, limiting consumption...

The consideration of the role of humanity in climate change and the notion of sustainable development are core concerns of society, and consequently of libraries (Source: IFLA, Environment, Sustainability and Libraries Special Interest Group).

Sharing economy and access to resources are concepts inherent to public libraries: Lend instead of own, share and re-use instead of keep to yourself. Increasingly, "libraries of things" enable limiting consumption. Example: In one branch of the Vienna Public Libraries, library card owners can lend tools, technical devices, musical instruments, toys, and sports equipment without an extra fee. Other libraries provide "seed libraries" where seeds from traditional plants can be borrowed.

Libraries as public spaces are considered a "third place" apart from home and work. In many areas, they are the only places without pressure to buy/consume. They are open to private persons, but also to one-person companies without an own office. In libraries, people can read, work, relax, think, meet, listen, be silent, search, find. A related role could be climate change adaption: Public libraries in big cities have a history of constituting "warm rooms" for homeless people or people who cannot afford to heat their homes. In the future, "cool rooms" will be needed. In Vienna, the Red Cross started offering so-called cooling centres in malls – air-conditioned rooms where people can recover from the heat, especially in times where the night temperatures stay high. These could also be provided by – or in cooperation with – libraries.

Libraries offer a range of media that can be used for education (and resulting employability) as well as for personal well-being, e.g. for entertainment, distraction, or relaxation. Libraries could align their collection development policies to include media about the wide field of social, ecological, and economic sustainability. Library buildings can be built or adapted following green building standards.

Recapitulating, libraries are an epitome of social sustainability :-)

Thursday, April 16, 2020

USA und Covid-19: Initiative "Protect library workers"

In den USA hat sich die Initiative "Protect library workers" (Hashtag #closethelibraries) gebildet, die sich für die Gesundheit von Bibliotheksmitarbeiter*innen in der Corona-Krise einsetzt.
The American Library Association, state library associations, and state/regional library agencies have all advocated for keeping library staff at home. "We are grieving alongside our colleagues as libraries are forced to close in the face of COVID-19," EveryLibrary's March 18 statement reads. "But the threats to our communities’ health are too significant not to close, and we do not want to see a single library worker fall ill because of their job."

However, even in extreme circumstances — the Houston (TX) Public Library has a confirmed COVID-19 case on staff and its workers are still expected to come in to work in the building, using paper towels and rubber bands to fashion protective masks — these organizations have largely not stepped up to defend workers.

As of March 28, 2020, there are still hundreds of libraries, both academic and public, in the United States that are sending employees to work despite stay-at-home and shelter-in-place orders enacted at the local or state level.

Viele Bibliotheksmitarbeiter*innen müssten zwischen der eigenen Gesundheit und der Gesundheit ihres Umfelds auf der einen Seite und ihrem Gehalt und Lebensunterhalt auf der anderen Seite wählen, so die Initiative.

Thursday, April 09, 2020

Diversitätsorientierte Personalgewinnung & -entwicklung im Bibliothekssektor

"Diversitätsorientierte Personalgewinnung und Personalentwicklung im Bibliothekssektor" steht am Fachtag am 24./25. September 2020 in der Stadtbibliothek Bremen im Vordergrund. Die Veranstaltung kombiniert Fachvorträge und Best Practice-Beispiele rund um das Thema diversitätsorientierte Personalgewinnung und -entwicklung in Bibliotheken.
  • Dr. Nicola Byok, Rechtsanwältin, Diversity-Expertin und Business Coach aus Hamburg wird über die Notwendigkeit und den wirtschaftlichen Nutzen einer divers aufgestellten Institution sprechen.
  • Hildegard Guderian von der Universität Duisburg-Essen stellt ihren Leitfaden zu strukturierter diversitätsorientierter Personalauswahl vor und gibt Anregungen, wie dies auf den Bibliothekssektor übertragen werden kann.
  • Anhand ausgewählter Kurzvorträge (sog. Lightning Talks) sollen Best Practice-Beispiele aus der Bibliothekswelt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Zwei Workshop-Sequenzen beschäftigen sich mit konkreten Fragestellungen rund um das Thema Diversität, wie z.B. altersdurchmischte Teams, Anti-Diskriminierung am Arbeitsplatz oder auch der Entwicklung partizipativer Formate zur besseren Nutzung von Wissen und Kompetenzen der Mitarbeitenden.
  • Neben Vorträgen und Workshops bietet der Fachtag auch ausreichend Gelegenheit zum Austauschen, Diskutieren und Vernetzen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, das genaue Programm und die Anmeldemodalitäten werden noch bekanntgegeben.

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2020/2

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Junli Dao: "Are we represented as who we are? An assessment of library faculty online profiles within the City University of New York". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 2

Serie "Förster Horn", Folge "Die Entscheidung". Elisabeth Horn möchte ihren Bruder, den verwitweten Förster Albert Horn, gerne mit einer Jugendfreundin verkuppeln. Die beiden sind einander sehr sympathisch, aber die Bibliothekarin kann sich nicht vorstellen, auf das kulturelle Angebot der Stadt zu verzichten und ins Forsthaus zu ziehen, und der Förster möchte eigentlich nicht noch einmal heiraten.

Heather Kelley / Quinn Galbraith / Jessica Strong: "Working moms: Motherhood penalty or motherhood return?". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 1

Maike Lücht: "Wichtige Kompetenzanforderungen und Tätigkeitsfelder im Berufsfeld Bibliothek und Information. Ergebnisse einer Absolventenstudie". In: API Ausbilden | Publizieren | Informieren 1 (2020) 1

Neue Bibliothekszeitschrift: API Ausbilden | Publizieren | Informieren

In Inetbib habe ich gerade von einer neuen Open Access-Zeitschrift gelesen:
API (Ausbilden | Publizieren | Informieren – Studentisches Magazin der HAW Hamburg) wurde im Studienprojekt "Open Access" von Bachelorstudierenden am Department Information unter der Leitung von Prof. Christine Gläser und Prof. Dr. Ulrike Verch geplant und entwickelt. Es handelt sich um eine digitale Open-Access-Zeitschrift, die in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Januar 2020 erstmalig erschienen ist.
...
API ist ein Magazin für Studium, Lehre und Weiterbildung, in dem von Studierenden, Lehrenden und Praktiker*innen erstellte Texte und Anschauungsbeispiele publiziert werden. In vier Rubriken sind u. a. Best Practices, Praxiseindrücke, Exkursionsberichte, thematische Einführungen und Lerntipps für das Studium zu finden. Das API Magazin soll insbesondere jüngeren Semestern im Bereich Information, Bibliothek und Medien den Studieneinstieg erleichtern und einen vielfältigen Einblick in Studium und Praxis bieten. Alle Beiträge sind auch für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert.
Die erste Ausgabe ist unter www.api-magazin.de abrufbar, die nächste erscheint voraussichtlich im Juni 2020.

Bibliothekskongress in Innsbruck auf 2022 verschoben

VÖB und BVÖ werden den für 2021 geplanten gemeinsamen Bibliothekskongress verschieben:
"Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen sehen wir uns veranlasst, auch die Planungen zum Bibliothekskongress 2021 in Innsbruck zu überdenken. Dabei spielen weniger die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Rolle, sondern – trotz des noch recht entfernt scheinenden Termins im April nächsten Jahres – auch die mittelfristig möglicherweise auf uns zukommenden wirtschaftlichen Konsequenzen, die sich in unserer Fach-Community niederschlagen könnten".
Der Kongress soll von April 2021 auf voraussichtlich Mai 2022 verschoben werden. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.

Monday, March 30, 2020

Neuerscheinung: Entwicklung des archivarischen Berufsstandes nach 1945

In der Reihe "Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte" ist soeben der Band "Was von Preußen blieb. Das Ringen um die Ausbildung und Organisation des archivarischen Berufsstandes nach 1945" von Philip Haas und Martin Schürrer erschienen.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte die preußische Archivverwaltung für die Archivistik im deutschsprachigen Raum und phasenweise europaweit Maßstäbe. Doch endete in Folge des Zweiten Weltkriegs mit der Auflösung des Staates Preußen auch das Bestehen seiner Archivverwaltung. Zwischen den verbliebenen Archivleitern setzte unter Beteiligung der Besatzungsmächte ein Ringen um Macht und Einfluss auf das sich neu konstituierende Archivwesen ein. Ausgefochten wurde dieser Kampf über die Fragen: Wie und wo sollte in Zukunft die Ausbildung der jungen Archivare stattfinden? Was bleibt von der preußischen Archivtradition – was bleibt von Preußen? Vorliegende Monografie untersucht erstmals vergleichend die widerstreitenden Pläne und Bemühungen der unmittelbaren Nachkriegszeit um die Gründung von Archivausbildungsstätten in Berlin, Münster, Marburg, Hannover, Bonn und München. Das Ringen um die Ausbildung verband sich mit grundsätzlichen Fragen nach der Organisation und zukünftigen Ausrichtung des Berufsstandes der Archivare. Zugleich wies der weitgehend homogene und elitäre Berufsstand der Staatsarchivare eine enge Verflechtung zur universitären Geschichtswissenschaft auf, die ebenso Gegenstand der Untersuchung ist wie die damaligen Ansätze zur Herausbildung einer Archivwissenschaft. Die zwischen 1945 und 1949 getroffenen Weichenstellungen prägen bis heute das deutsche Archivwesen.

ISBN 978-3-88443-338-6, erhältlich im Buchhandel oder bei der Historischen Kommission für Hessen.

Friday, March 20, 2020

Little Free Library mit neuer Aufgabe

Thursday, February 27, 2020

Weiterbildung: Universitätskurs One Person Libraries

An der Universität Innsbruck findet im Mai 2020 geblockt an vier Tagen ein Universitätskurs One Person Libraries statt. Der Kurs umfasst 4 ECTS und kann als Wahlmodul im ULG Library and Information Studies angerechnet werden. Die Teilnehmenden sind nach Abschluss des Universitätskurses in der Lage
  • ein OPL-Bibliothekskonzept zu erstellen und umzusetzen
  • Arbeitsabläufe zu definieren und zu optimieren
  • eine OPL selbstständig zu organisieren und zu verwalten
  • zielgruppenspezifische Services zu entwickeln und zu etablieren
Der Universitätskurs wird vom Land Tirol mit 30% der Kurskosten über Update+ gefördert.

Die Kurstage sind auf 7. und 8. sowie 28. und 29. Mai 2020 gelegt. Der Kurs kann als Wahlmodul für den Universitätslehrgang Library and Information Studies an den Universitäten Wien, Graz oder Innsbruck angerechnet werden.

Informationsfolder (PDF). Anmeldung und weitere Details.

Wednesday, February 19, 2020

Alf und das Bibliozid-Ritual

Ich schaue gerade die "Alf"-Folge "Der Pechvogel". Alf hat Brians Geschichtsbuch ins Aquarium fallen lassen, und beim Besuch, es im Backrohr zu trocknen, geht es in Flammen auf. Alf ist stark verunsichert, denn auf Melmac bringt es vierzehn Jahre Unglück, wenn man ein Geschichtsbuch zerstört. Abhilfe bringt nur das Bibliozid-Ritual, aber dabei müssen die Teilnehmenden in Fleisch gekleidet sein. Willy hält davon natürlich nicht viel. Als aber Alfs Unglückssträhne sich auf alle anderen ausdehnt, stimmt die Familie dem Ritual zu :-D

Thursday, January 16, 2020

Erfreuliche Auswahl bei SantaThing

Heuer war das Buchwichteln bei LibraryThing AKA SantaThing besonders erfolgreich: meine Wichtelin hat vier Volltreffer ausgesucht! :-)
Powers, Richard: The Overstory - "about nine Americans whose unique life experiences with trees bring them together to address the destruction of forests" (Wikipedia)

Miller, Madeline: Circe - "told from the perspective of Circe, a character in the Odyssey" (Wikipedia)

Sullivan, Matthew: Midnight at the Bright Ideas Bookstore - "When a bookshop patron commits suicide, his favorite store clerk must unravel the puzzle he left behind" (GoodReads)

Deakin, Roger: Wildwood: A Journey Through Trees - "In Deakin's glorious meditation on wood, the 'fifth element' as it exists in nature, in our culture, and in our souls the reader accompanies Deakin through the woods of Britain, Europe, Kazakhstan, and Australia in search of what lies behind man's profound and enduring connection with trees" (GoodReads)

Ich hoffe, mein Bewichtelter ist mit meiner Auswahl auch zufrieden.

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2020/1

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Stefan Kramer / Wolfram Horstmann: "Perceptions and beliefs of academic librarians in Germany and the USA: a comparative study". In: LIBER Quarterly 29 (2020) 1, S. 1–18

Felicity Hayes-McCoy: The library at the edge of the world. Hachette Ireland 2016 (Finfarran Peninsula, 1)

Felicity Hayes-McCoy: Summer at the Garden Café. Hachette Ireland 2017 (Finfarran Peninsula, 2)

Felicity Hayes-McCoy: The Mistletoe Matchmaker. Hachette Ireland 2017 (Finfarran Peninsula, 3)

Felicity Hayes-McCoy: The Month of Borrowed Dreams. Hachette Ireland 2018 (Finfarran Peninsula, 4)

Felicity Hayes-McCoy: The Transatlantic Book Club. Hachette Ireland 2019 (Finfarran Peninsula, 5)

Bundesheer verzichtet auf "geschlechterdifferenzierende Schreibweise"

Ein weiteres Beispiel für meine Sammlung von Erklärungen, warum auf geschlechtergerechte Sprache verzichtet wird, diesmal aus der Publikation "Sicher. Und Morgen? Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2020" des Verteidigungsministeriums (2019):
"Zum Zweck der besseren Lesbarkeit dieser Publikation wird auf eine geschlechterdifferenzierende Schreibweise verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen".

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog. Gegenbeispiel hier, anderes Beispiel für "mitgemeint" hier.

Friday, January 10, 2020

Bibliotheken, Archive und offene Daten im Regierungsprogramm

Im Regierungsübereinkommen zwischen der ÖVP und den Grünen betreffen einige Abschnitte öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, Archive, Dokumentationsstellen und auch den Bereich Open Data, Open Access, Open Source. Hier eine Übersicht (in der Reihenfolge, wie ich sie gefunden habe, mit der jeweiligen Kapitelüberschrift):
Flächendeckende Grundversorgung mit öffentlichen Bibliotheken
Bekenntnis zur Bedeutung von öffentlichen Bibliotheken: Entwicklung eines Masterplanes -- Unterstützung der Weiterbildung von (ehrenamtlichen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern -- Koordinierung der Bibliotheken bei der Anschaffung von Lizenzen. -- Erweiterung der Öffnungszeiten (Sonntagsöffnung) der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB).

Verwertungsgesellschaften: Umfassende Evaluierung der Verwertungsgesellschaften vor allem hinsichtlich wirtschaftlicher Synergien und Transparenz im Interesse der Urheberinnen und Urheber -- Stärkung der Aufsichtsbehörde. -- Vereinfachte Verfahren bei Lizenzvergaben. -- Kulturpass für Menschen mit finanziellen Engpässen in Anlehnung an das Konzept "Hunger auf Kunst und Kultur".


Universitätsfinanzierung, Governance und Karriereentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Die Bundesregierung unterstützt aktiv den Plan S zur Implementierung von Open Access. In weiterer Folge sollen die Prinzipien des Plan S auch von allen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich umgesetzt werden.
Lebensbegleitendes Lernen: Gute Bildungsangebote für Erwachsene
Bibliotheksentwicklungskonzept nach internationalen Best-Practice-Beispielen, in dem der öffentliche Auftrag an die Bibliotheken formuliert wird unter Einbeziehung der Länder, Gemeinden und Trägerorganisationen
Innovative Forschung wird möglich, wenn Datenbestände kombiniert und analysiert werden können, die für die Wissenschaft bisher verschlossen sind. Auch evidenzbasierte Politik und wissenschaftliche Evaluierungen werden dadurch in einer deutlich verbesserten Qualität möglich. Daher soll in Österreich ein "Austrian Micro Data Center" und Datenzugänge für die Wissenschaft geschaffen werden: Der Datenzugang ist auf wissenschaftliche Zwecke beschränkt und erfüllt die (europarechtlichen) Vorgaben des Statistik- und Datenschutzrechts. -- Akkreditierte Wissenschafterinnen und Wissenschafter erhalten aufgrund eines geregelten Verfahrens (AVG) Zugang zu den Datenbeständen der Statistik Austria, die so anonymisiert wurden, dass keine Rückführung auf den Einzelfall möglich ist.
Open Data: Offene Daten als Chance für Transparenz
Die Bundesregierung bekennt sich zur umfassenden und rechtzeitigen Umsetzung der Public-Sector-Information (PSI)/Open Data-Richtlinie der Europäischen Union und wird die PSI-Taskforce tatkräftig unterstützen und im kontinuierlichen Austausch sein: Eine Öffnung der Verkehrsauskunft Österreich als Open Service und Open Data soll koordiniert durch den Bund ermöglicht werden.

Entwicklung einer Umsetzungsstrategie, um das Prinzip Open by Default für nicht personalisierte Daten des Bundes zu etablieren. Ausnahmen zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern sowie unternehmensspezifischen Daten sind zu definieren.

Basierend auf dem Open Data Screening 2017 erstellt die Bundesregierung einen Maßnahmenplan, um die Verwaltungstransparenz anzuheben: Unterstützungsangebote für Bundesinstitutionen, Länder und Gemeinden sollen erarbeitet werden. -- Ziel ist die Zurverfügungstellung der veröffentlichten Daten zum Budget in einer maschinenlesbaren Form.

Eine Teilnahme an Open Government Partnership wird geprüft.

Erstellung eines Masterplans (inklusive Machbarkeitsstudie), um eine Strategie zur Nutzung von Open Source Software im Bund zu entwickeln.

Prüfung der Digitalisierung/Erschließung von Archiven des Bundes

Aufbau eines Digital Data Hubs innerhalb der Open Data Struktur des Bundes, der kuratierte, aufbereitete und anonymisierte Daten für gemeinwohlorientierte Forschung und Entwicklung zur Verfügung stellt: Möglichkeit schaffen, dass Unternehmen hierzu ihre Daten (anonymisiert) miteinander auf freiwilliger Basis teilen können; -- Kriterien zur wirkungsvollen Anonymisierung von personenbezogenen Daten sind zu entwickeln.


Eine staatliche Verwaltung für das 21. Jahrhundert mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt
Digitalisierung von Kunstschätzen: Durch virtuelle Darstellung von Sehenswürdigkeiten auf nationalen und europäischen Plattformen sollen in den nächsten Jahren die wertvollsten Teile unseres kulturellen Erbes weiter digitalisiert und so weltweit barrierefrei zugänglich gemacht werden.

Bug-Bounty-Programme für mögliche vom Bund eingesetzte Open Source Software


Forcierung eines wettbewerbsfähigen und verantwortungsvollen Tourismusstandorts
Sicherstellung des Zugangs der Wissenschaft zu verknüpfbaren anonymisierten Registerdaten durch eine Novellierung des Bundesstatistikgesetzes

Verstärkt Datenallianzen bilden zwischen Einrichtungen im Einfluss des Bundes zur strategischen Weiterentwicklung und gemeinsamen Problemlösung im Rahmen der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen

Tourismus-Open Data-Leuchtturmprojekt der ÖW

Sonderbudgets in Zukunft vorranging für nachhaltigen Tourismus, im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie Digitalisierung (Data Hub)


Forschungspolitik für zukünftige Herausforderungen gestalten und FTI-Strategie erstellen
Aktive Beteiligung an Plattformen und Netzwerken im Bereich des gesellschaftlichen Wandels, beispielsweise Beteiligung an europäischer Time Machine Organisation im Bereich Artificial Intelligence und Kulturerbe, Consortium of European Social Science Data Archives (CESSDA) und European Holocaust Research Infrastructure (EHRI)
Kulturelles Erbe sichern und weiterentwickeln
Die Einrichtung eines Film Preservation Centers umsetzen und Anpassung im Bundesarchivgesetz

Digitalisierungsoffensive zum Kulturerbe vorantreiben

Prüfung einer neuen Organisationsform des Österreichischen Staatsarchivs in eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes

Verantwortung gegenüber den durch Gewalt und illegalen Handel bedrohten Kulturgütern verstärkt wahrnehmen


Gedenkkultur
Entwicklung einer Gedenkstrategie mit dem Ziel, die unterschiedlichen Rechtsträger der österreichischen Gedenkstätten, Sammlungen und Museen zusammenzuführen unter dem Dach des Parlaments und die dauerhafte Finanzierung sicherzustellen

Stärkung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und Schaffung einer Forschungs- und Dokumentationsstelle für Antisemitismus, für den religiös motivierter politischer Extremismus (politischer Islam) und für den Rassismus im 21. Jahrhundert


Bundeskunst- und -kultureinrichtungen
Bundesmuseen: Stärkung der Bundesmuseums-Direktorenkonferenz durch gesetzliche Verankerung mit klar definierter Zielsetzung und Geschäftsordnung – mit dem Ziel, die inhaltliche Autonomie der einzelnen Häuser sicherzustellen. -- Schaffung einer Bundesmuseums-Holding mit klar definierten wirtschaftlichen Aufgaben (z.B. Übertragung des Gebäudemanagements, Ticketing, IT in der Verwaltung, Kollektivvertragsfähigkeit, Stärkung der Digitalisierung, umfassende Barrierefreiheit in Museen und bei Museumswebsites) -- Stärkung der Eigentümervertreterverantwortung durch Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit kompetitiven Anteilen und durch transparente, nach inhaltlichen Kriterien zu erfolgende Kuratoriumsbesetzungen (Frauen-Männer-Quote 50:50) -- Digitalisat der Bestände vervollständigen -- Verstärkte Kooperationen zwischen Bundesmuseen, Ländern und Privaten (u.a. ein abgestimmter Kulturkalender und gemeinsame Schwerpunktsetzungen).

Weiterführung und Ausbau Provenienzforschung: Provenienzforschung und Kunstrückgabe sind ein weltweites Erfolgsmodell und sollen jedenfalls aufgrund des Kunstrückgabegesetzes auch in der Stiftung Leopold weitergeführt werden. Die Provenienzforschung sollte jedenfalls auch bei Dauerleihgaben stattfinden. -- Ein zusätzlicher Bereich soll für die postkoloniale Provenienzforschung und den Umgang mit human remains etabliert werden. -- Die Provenienzforschung sollte in Zukunft im BDA angesiedelt sein.


Wenn ich etwas übersehen haben sollte, bitte um Mitteilung!

Friday, December 27, 2019

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2019/9

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Hat übrigens jemand einen Tipp, wie ich die Bibliographie sinnvoll in eine Datenbank bringen kann? Für mich wäre die Möglichkeit von Verweisformen wichtig, um Publikationen bei Pseudonymen oder Namensänderungen derselben Person zuordnen zu können.


Alina Rezniczek / Susanne Blumesberger / Monika Bargmann / Igor Eberhard / Christian Kaier: "Der Zertifikatskurs 'Data Librarian' und seine erstmalige Durchführung". In: Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare 72 (2019) 2

Victoria Gilbert: A Murder for the Books. Crooked Lane Books 2017 (Blue Ridge Library Mysteries, 1)

Victoria Gilbert: Shelved under murder. Crooked Lane Books 2018 (Blue Ridge Library Mysteries, 2)

Victoria Gilbert: Past due for murder. Crooked Lane Books 2019 (Blue Ridge Library Mysteries, 3)

Victoria Gilbert: Bound for murder. Crooked Lane Books 2020 (Blue Ridge Library Mysteries, 4)

Trevar Riley-Reid: "Breaking Down Barriers: Making it Easier for Academic Librarians of Color to Stay". In: The Journal of Academic Librarianship 43 (2017) 5, S. 392-396

Susanne Blumesberger: "Verlorenes Wissen. Ein gewaltsam abgebrochener Lebenslauf am Beispiel von Marianne Schmidl". In: Mirabilita Artium liborum Recreant Te tuosque Ebriant. Dona natalicia Ioanni Marte oblata. Festschrift zum 66. Geburtstag für Hans Marte. Wien: Phoibos 2001, S. 9-19 (Biblos-Schriften Band 177)

Mac-Anthony Cobblah / TB van der Walt: "Staff training and development programmes and work performance in the university libraries in Ghana". In: Information Development 33 (2017) 4, S. 375-392

Allison Brook: Buried in the Stacks. Crooked Lane Books 2019 (Haunted Library Mysteries)

Florence Parry Heide / Roxanne Heide Pierce: Mystery of the Bewitched Bookmobile. Illustrated by Sophie Escabasse and Seymour Fleishman.  Albert Whitman & Company 2013 (Spotlight Club Mysteries) 

Benjamin Merkler: "Paradigmenwechsel im Personalmanagement unter dem Vorzeichen von Generationswechsel: Wandel der Mitarbeiterführung in Zeiten der digitalen Gesellschaft". In: Perspektive Bibliothek 4 (2015) 2

Ellery Adams / Rosemary Stevens: Pasta Mortem. Beyond the Page 2018

Anja Jungbluth: "Diversity als Chance: Interkulturelle Kompetenz als Schlüssel erfolgreichen Managements in Bibliotheken". In: Perspektive Bibliothek 4 (2015) 2

Eva Gates: The spook in the stacks. Crooked Lane Books 2019 (Lighthouse Library Mysteries, 4)

Eva Gates: Something read something dead. Crooked Lane Books 2019 (Lighthouse Library Mysteries, 5)

Eva Gates: Read and buried. Crooked Lane Books 2019 (Lighthouse Library Mysteries, 6)

Maria Holzer: "Möglichkeiten und Grenzen von Personalentwicklungskonzepten im Bereich der Bibliothek". In: Perspektive Bibliothek 2 (2013) 1

Barbara Büchner: Die Weihnachtsbraut. Voodoo Press 2011

Camille Minichino: The Boric Acid Murder: A Gloria Lamerino Mystery. Minotaur Books 2007 (The Periodic Table Series, 5)

J. Raju: "Knowledge and skills for the digital era academic library". In: The Journal of Academic Librarianship 40 (2014) 2, S. 163-170

Nadine Bollendorf: "Management by objectives: Zielvorgaben und Zielvereinbarungen als Führungswerkzeug in der Bibliothek". In: Perspektive Bibliothek 7 (2018) 1

Camille Minichino: The Probability of Murder. Crossroad Press 2019 (The Professor Sophie Knowles Mysteries, 2)

Camille Minichino: The Quotient of Murder. Crossroad Press 2019 (The Professor Sophie Knowles Mysteries, 4)

Elizabeth Spann Craig: Checked out. 2019 (Village Library Mysteries, 1)

Elizabeth Spann Craig: Overdue. 2019 (Village Library Mysteries, 2)

Elizabeth Kane Buzzelli: She stopped for death. Crooked Lane Books 2017 (Little Library Mysteries, 2)

Elizabeth Kane Buzzelli: And then they were doomed. Crooked Lane Books 2019 (Little Library Mysteries, 3)