Friday, May 06, 2016

Workshop "Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen"

Workshop: Bereitstellung, Präsentation, Nutzung. Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen. 21. Juni 2016, Generallandesarchiv Karlsruhe.

Waren Kartenwerke in der Vergangenheit auf Papier oder Leinwand zu finden, so wundert es nicht, dass sie angesichts des 'digital turn' zunehmend in online verfügbaren Geoinformationssystemen (GIS) bereitgestellt werden. Damit verbessern sich die Zugriffsmöglichkeiten auf Kartenmaterialien eklatant, die so breiter rezipiert werden können. Zudem eröffnen die verfügbaren GIS-Funktionalitäten ein weites Spektrum gänzlich neuer Nutzungsmöglichkeiten. Der Historische Atlas von Baden-Württemberg, herausgegeben von der Kommission für geschichtliche Landeskunde, ist die zentrale geografische Grundlage für Forschungen zum deutschen Südwesten. Im vergangenen Jahr wurde auch er digitalisiert und über LEO-BW, dem vom Landesarchiv Baden-Württemberg federführend entwickelten Landeskundeportal für Baden-Württemberg, als GIS-Anwendung zur Verfügung gestellt. Dies zum Anlass nehmend möchte der Workshop mit praxisnahen Beiträgen aus ganz Deutschland und den benachbarten Regionen die Frage stellen und diskutieren, wie digitale Karten und Atlanten Wissenschaft, Forschung und Lehre unterstützen und im Rahmen der Digital Humanities ganz neue Zugänge schaffen können.

Programm

Organisation

Veranstalter: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Landesarchiv Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins des Generallandesarchivs Karlsruhe.

Veranstaltungsort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Anmeldung bitte bis 15.6. unter poststelle@kgl-bw.de.

Wednesday, May 04, 2016

Bibliotheken ohne Bücher, Kolumne 4/2015

2015 war meine Kolumne in den Büchereiperspektiven dem Thema "Bibliotheken ohne Bücher" gewidmet. Hier die vierte und letzte Ausgabe.

Sie denken bei "Bibliothek" als erstes an eine nach bestimmten Kriterien aufgebaute und geordnete Sammlung von Büchern und anderen Medien? Ich (trotz dieser Kolumne) jedenfalls schon. Der Begriff kann dennoch auch ganz anders verwendet werden. Was haben die folgenden Beispiele gemeinsam? Da ist einmal die Molekularbiologie mit der "Genbibliothek" oder "DNA-Bibliothek“: Das gesamte Genom (Erbgut) eines Organismus wird in Teilstücke aufgeteilt, in Träger-Organismen gespeichert und vervielfältigt, um so besser untersucht werden zu können. Vielleicht wie ein Wörterbuch, das man zerschneidet und so aufklebt, dass jedes Wort auf einem eigenen Stück Papier geschrieben steht?

Von "Programmbibliotheken" spricht die Informatik bei einer Sammlung von Unterprogrammen und Routinen, die Lösungen für wiederkehrende Problemstellungen beinhalten. Man muss also gängige Programmteile nicht jedes Mal neu erfinden. Das erinnert mich an die Vorlagensammlungen für Geschäftskorrespondenz oder einige Bewerbungsratgeber.

Selbst die Sammlung von abgespeicherten Webadressen in meinem Browser nennt sich "Bibliothek" – aber das sind ja schließlich auch "Bookmarks" (Lesezeichen).

Double Basses@Silent Stage.
Photo: Vienna Symphonic Library
Man kann aber auch Töne und Klänge "bibliothekisieren". Im Jahr 2000 gründete Herbert Tucmandl die Vienna Symphonic Library: Professionelle MusikerInnen nehmen in einem Tonstudio alle möglichen Tonfolgen in verschiedensten Besetzungen auf, die als Basis für neue Musik dienen können. Statt zum Beispiel für einen Werbejingle ein eigenes Symphonieorchester zu engagieren, kauft man also hier die fertigen Klangteile und setzt sie neu zusammen. "In gut einer Million kosiger Dateikojen [mittlerweile zwei Millionen, Anm.] dösen ebenso viele makellose, perfekt adjustierte Töne und Klänge aller Art in elektronischem Halbschlaf und warten darauf, von qualifizierten computerisierten Helfern zu klingendem Leben erweckt und dann von fachkundiger Hand und Sample für Sample zu etwas Größerem und vielleicht sogar etwas Großem vereint zu werden: zu einer Violinsonate etwa, einem Klaviertrio oder sogar einer kompletten Symphonie", so blumig beschrieb Stefan Ender diese Musikbibliothek in seinem "Standard"-Artikel aus dem Jahr 2004 (derstandard.at/1530476/). Als Bibliothekarin komme ich mir ja auch manchmal wie eine "qualifizierte computerisierte Helferin" vor.

Ist also eine Bibliothek einfach eine Ansammlung von Informationshäppchen jeglicher Art – ob Buchstabe, Gen, Melodie, Byte oder Code? Ist sie nicht immer mehr als die Summe ihrer Teile?


Die Ameisen ziehen um

Am Donnerstag und Freitag habe ich das zweite Modul der Ausbildung zur Ameisenhegerin in der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl besucht und verfüge damit über den "Befähigungsnachweis zur Rettungsumsiedelung von Waldameisen" - sobald der Ausweis von der Naturschutzabteilung der Steiermärkischen Landesregierung eingetroffen ist :-) Diesmal ging es mehr in die Praxis: Wir haben zwei Ameisennester (landläufig: Ameisenhaufen) übersiedelt, die zwar nur wenige Meter von einander entfernt waren, sich aber deutlich unterschieden haben. Beim einen waren die Ameisen praktisch in Kältestarre, beim anderen krabbelten sie lebhaft herum. Beim einen ging es sehr weit in den Boden und unter Fichtenwurzeln hinein, der andere befand sich hauptsächlich über der Erde. Einen kleinen Eindruck davon, wie so eine Übersiedlung von statten geht, gibt meine Flickr-Photogalerie mit Erklärung bei den einzelnen Bildern!


Blog-Eintrag zum ersten Modul: "Crazy Ant Lady".

Monday, April 18, 2016

68 Jahre nicht ausgeliehen

Ich lese gerade das spannende Buch "Shipwrecked on the top of the world. Four against the arctic" von David Roberts, das ich vor ein paar Jahren gekauft habe. Was mir sehr daran gefällt, ist, dass Roberts ausführlich schildert, wie er auf die Geschichte gekommen ist und in welchen Bibliotheken und Archiven er recherchiert hat. Eine Passage hat mich besonders angesprochen:

In Harvard's Widener Library, I found a copy of the 1928 French edition of Albanov's book (originally published in Russian in 1917). The old due date slip glued inside the back cover was blank: in the sixty-eight years the book had gathered dust in the stacks, it had never been checked out.

Das nenne ich vorausschauenden Bestandsaufbau! Man weiß doch wirklich nie, wann ein Buch gebraucht wird. Und ja, vielleicht liegt es nur daran, dass die dortigen Kolleg_innen schon seit Jahrzehnten elektronisch ausleihen, und das Buch war in Wirklichkeit immer der volle Renner, aber lasst mir bitte meine Illusion ;-)

Thursday, April 14, 2016

Wenn's zum Ende hin geht...

Friday, April 08, 2016

Begeisterung

Wednesday, April 06, 2016

Büchereiperspektiven: Neues Heft, neue Kolumne

Heft 1/2016 der Büchereiperspektiven ist gerade veröffentlicht worden (PDF). Themenschwerpunkt ist "A und O. Bibliotheken und Alphabetisierung": Was sind die Gründe dafür, dass Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben können? Wie sieht Basisbildung in der Bibliothek aus? Und was bedeutet Leichte Sprache? - Besonders interessant finde ich diesmal das Interview, das Simone Kremsberger mit der Bildungsforscherin Monika Kastner zu den Ursachen von schlechter Lesekompetenz bei Erwachsenen und möglichen Angeboten von öffentlichen Bibliotheken geführt hat (S. 4-7). Kastner hat sich im Fach Erziehungswissenschaft zum Thema Basisbildung habilitiert.

Die Bibliothek vor ... Jahren

Ich habe übrigens weiterhin eine Kolumne in den Büchereiperspektiven - ab diesem Heft heißt sie "Die Bibliothek vor ... Jahren". In der aktuellen Ausgabe ist sie auf Seite 63 zu finden :-) Ich freue mich über Rückmeldungen.

Monday, April 04, 2016

Crazy Ant Lady

Bilder vom Ameisenheger-Kurs: Ameisennester, Wald, Bäume
Am Freitag habe ich das erste Modul der Ausbildung zur Waldameisenhegerin an der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl besucht :-) Ende April schließe ich den Lehrgang mit dem zweiten Modul ab und verfüge damit über den "Befähigungsnachweis zur Rettungsumsiedelung von Waldameisen".

Worum geht es in dieser Ausbildung? "Waldameisenvölker sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald und bilden ein sehr komplexes Gefüge. In der Steiermark stehen alle hügelbauenden Waldameisen unter Schutz, eine Zerstörung oder Beschädigung von Ameisenvölkern, z.B. im Zuge von Straßenbauten, ist verboten. Umsiedelungen werden daher immer wieder nötig. Die Ausbildung zum Ameisenheger befähigt zur legalen Durchführung dieser Umsiedelungsmaßnahmen".

Die Entstehung des Kurses ist irgendwie typisch österreichisch: Der Initiator des Kurses stellte einmal den Antrag bei der steiermärkischen Landesregierung, im Zuge des Baus einer Forststraße einen Ameisenhaufen verlegen zu dürfen. Der Bescheid war aber negativ, weil er die nötigen Kenntnisse dafür nicht nachweisen konnte. Wie er diese Kenntnisse erfolgreich nachweisen sollte, stand aber nicht dabei - es gab ja keinerlei Ausbildung... Naja, und nun gibt es eine mit mittlerweile 71 AbsolventInnen!

Kursinhalte

  • Biologie, Ökologie und Bestimmung von Waldameisen
  • Kartierung und Schutz
  • rechtliche Grundlagen
  • praktische Anleitung in Form einer Rettungsumsiedelung in der Praxis
Mehr dazu auf http://www.fastpichl.at/waldameisenheger.html!

Bericht über Modul 2: "Die Ameisen ziehen um".

Sunday, March 20, 2016

Meditative Musik aus dem Iran


دو نوازی تنبک و هانگ
دو نوازی تنبک و هانگ تنبک:نغمه فرهمند هانگ:داویدکُکرمنDavid Kuckhermann - Hang Naghmeh Farahmand - Tonbakکوبه ای نوازان ایران:www.facebook.com/Iranian.percussionists
Posted by ‎شورای ملی ایران‎ on Tuesday, 7 April 2015

Tuesday, March 15, 2016

Warum Pizza gesund ist