Wednesday, January 19, 2022

Veranstaltung zu geschlechtergerechter Sacherschließung im Mai 2022 - Interessenserhebung

frida, der Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich, feiert heuer sein 30jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass plant frida in Kooperation mit der VÖB-Kommission für Genderfragen eine Veranstaltung zu geschlechtergerechter Sacherschließung. Themen sind u.a. Beschlagwortung, universale Normdateien (etwa: GND), feministische Fachthesauri, Klassifikationen & Co in Theorie und Praxis.

Ort und Zeit wurden bereits fixiert: Mittwoch, 11. Mai 2022, 10 bis 17 Uhr; C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien.

Dazu erheben wir Interesse und Teilnahmemöglichkeiten und bitten um Beantwortung unserer Fragen auf umfrage.frida.at/index.php/569792?lang=de (geschätzte Dauer: 2-3 Min) bis Freitag, 27. Jänner 2022.

Alternativ freuen wir uns über kurze Rückmeldung per eMail an frida (at) frida.at oder monika.bargmann (at) zamg.ac.at:

  • Interesse an einer Veranstaltung zu geschlechtergerechter Sacherschließung
  • Möglichkeiten der Teilnahme (vor Ort oder virtuell)
  • Ev. Erfahrungen mit geschlechtergerechter Sacherschließung
  • Ev. Themen, Fragen oder Wünsche im thematischen Zusammenhang

Die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach der Veranstaltung wieder gelöscht.

Herzlichen Dank und liebe Grüße,
Monika Bargmann für die VÖB-Kommission für Genderfragen
Susanne Blumesberger, Andrea Gruber und Evelyne Luef für frida

Wednesday, January 05, 2022

Termin für Blaubeurener Symposium "Handschriften und Alte Drucke" fixiert: 16.–18. November 2022

Zum Vormerken: Das 14. Blaubeurener Symposium "Handschriften und Alte Drucke" wird vom 16. bis 18. November 2022 in Fulda stattfinden. Nähere Informationen zum Programm und den Anmeldungsmodalitäten folgen. Das Symposion findet alle zwei Jahre statt, musste allerdings 2020 coronabedingt entfallen. Quelle: Inetbib.

Tuesday, December 07, 2021

Virtuelle Vortragsreihe "Schulbibliothek und Deutschunterricht"

Im Rahmen der Eichstätt-Würzburger Themenwochen "Bildungslandschaften gestalten: (Schul-)Bibliotheksarbeit und Fachunterricht Deutsch" gibt es eine spannende Vortragsreihe zum Thema "Voneinander & miteinander lernen: Schulbibliothek und Deutschunterricht".

Lust am Lesen wecken, FakeNews erkennen, Wirkungsweisen neuer Medien verstehen – (Schul-)Bibliotheken sind ein wichtiger Bildungspartner von Schulen, um Lernenden basale Kompetenzen zu vermitteln. Wie sehen erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulbibliothek, öffentlicher Bibliothek und Schule aus, von denen alle Seiten profitieren können? Die virtuelle Vortragsreihe stellt nationale und internationale Best-Practice-Schulbibliotheken vor und geht darauf ein, inwiefern Versatzstücke dieser Bibliothekskonzepte auch im Kleinen auf andere Schulen übertragbar sind. Der Schwerpunkt der Vorstellung liegt dabei auf Angeboten für den Deutschunterricht, zeigt aber zugleich Perspektiven für die fächerübergreifende Nutzung von Schulbibliotheken auf.
Die Vortragsreihe gibt Antworten darauf und stellt nationale und internationale Best-Practice-Schulbibliotheken an folgenden Donnerstagen jeweils von 16-18 Uhr (c.t.) vor:

  • 09.12.2021: Irina Nehme Dipl.-Bib. (FH), "Schulbibliotheken sind unersetzlich" – aus der internationalen Perspektive der Lehrenden: "Wie gelingt es in Deutschland, die internationalen Standards und Richtlinien für Schulbibliotheken zu implementieren und damit wesentlich zur Bildungsqualität beizutragen, wenn die Schulbibliotheken weder gesetzlich noch im Bildungsbewusstsein verankert sind? Nach dem IFLA-Motto »Think global and act local« zeigt die Teaching Librarian Irina Nehme am Beispiel der Schulbibliothek des Hölty-Gymnasiums und an einigen ausgewählten Best-Practice-Beispielen, wie es mit Glück und Engagement gelingen kann
  • 16.12.2021: StD Jochen Diel, So geht Schulbibliothek. Gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Schulen und öffentlichen Bibliotheken: "Der Vortrag skizziert, wie sich die medialen Angebote von Schulbibliotheken und öffentlichen Bibliotheken enger miteinander verzahnen lassen. Am Beispiel des „Lernateliers“ des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt wird aufgezeigt, wie Schulen Ressourcen öffentlicher Bibliotheken für die Förderung von Lesekompetenz und Informationskompetenz gewinnbringend nutzen und mit ihrem schulbibliothekarischen Angebot zusammenführen können."
  • 13.01.2022: Bettina Braun B.A., Der Lesekeller – ein handlungsoffener Begegnungs- und Bildungsraum: "Der Lesekeller mit Wort-Labor befindet sich im Freizeitbereich der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Seit der Eröffnung 2009 hat sich der Lesekeller von einer Schulbibliothek zu einem Medienzentrum entwickelt, das verlässlich geöffnet ist und professionell betreut wird. Über unsere Schule hinaus wird er als „Best Practice“ Beispiel häufig besucht und ist beratend tätig. Bekannt und aktiv als Initiator vielfältiger Projekte, ist es unser Bestreben, den Lesekeller zum Zentrum des fächer- und projektübergreifenden Wissenserwerbs für Schule, Hort und Netzwerk zu machen. Das ist auch das Thema des Vortrages, in dem es um die Bedeutung des Lesekellers an der Schnittstelle zwischen Freizeitbereich und Schule geht. Beispielhaft werden der handlungsorientierte Literaturunterricht und die Geschichtenwerkstätten vorgestellt".
  • 20.01.2022: OStR Tina Künzel, Lehrplanbrücke Schulbibliothek: "Der Vortrag skizziert Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen einer fachbezogenen sowie fächerübergreifenden Lehrplanvernetzung in Schulbibliotheken mit Fokus auf das Fach Deutsch. Die Bibliothek am Gymnasium Ottobrunn wurde im Zuge des Neubaus im Jahr 2016 mit dem Anliegen konzipiert, eine offene und vielseitige Nutzung auf über 300 m2 zu ermöglichen. Hierbei sollen bewusst Anreize für kompetenzorientiertes, projektbasiertes und fächerübergreifendes Lernen geschaffen werden. Wie genau diese Anreize im Unterrichtsalltag verankert bzw. realisierbar sind, ist das zentrale Thema des Vortrags".
  • 27.01.2022: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Bayern (ISB) / StRin Irina Schiller-Mehling, StRin (RS) Sabine Hrach, OStR Reimar Dietz, Das Bayerische Gütesiegel für Schulbibliotheken als Instrument der Schulentwicklung und systematischen Leseförderung: "Das Anforderungsprofil der Schulbibliothek wandelt sich massiv – vielfach wird die Existenz einer Schulbibliothek im digitalen Zeitalter in Frage gestellt. Doch die Schulbibliothek ist im Zuge von neuen Lehrplänen, Lehr- und Unterrichtsmethoden, Medienkonzepten, Mediencurricula oder der fächerübergreifenden Leseförderungsinitiative #lesen.bayern als Vermittlungsort analoger und digitaler Medien wichtiger denn je geworden. Der offene, möglichst barrierefreie Zugang zu Medien für Schülerinnen und Schüler zeigte sich aktuell mit der Corona-Pandemie. Sowohl jüngere Schülerinnen und Schüler als auch die ältere Schülerschaft benötigen Leseförderung oder Lesemotivation ebenso wie Informationsgewinnung, -verarbeitung und -beurteilung aus analogen und digitalen Medien. Das im Herbst 2021 erstmalig verliehene Bayerische Gütesiegel für Schulbibliotheken „Treffpunkt Schulbibliothek – Fit in Medien“ würdigt Schulbibliotheken für ihre hervorragende Arbeit bei der Förderung der Lese-, Medien-, und Informationskompetenz sowie für die gelungene Verankerung der Schulbibliothek in Unterricht und Schule".

Zoom-Zugang: Meeting-ID: 933 7943 3656, Kenncode: 901595. Anmeldung an anna.gruber[at]ku.de erbeten.

Quelle: h-germanistik.

Wednesday, November 17, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/7

Übersicht über die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(ern), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifischen Unterschieden, beruflicher Zufriedenheit, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Sarah B. Watstein: "Disturbances in the Field: Sexual Harassment and Libraries: Stories from the Front". In: Wilson Library Bulletin 68 (1993) 3, S. 43-45

Pedro Lázaro-Rodríguez: "Lethe and alétheia: a study on cases of sexual harassment towards public library staff in Spain". In: Profesional de la información 30 (2021) 3, e300319 [Lethe y alétheia: estudio sobre casos de acoso sexual hacia el personal bibliotecario de las bibliotecas públicas de España]

Jennifer Campbell-Meier / Anne Goulding: "Evaluating librarian continuing professional development: Merging Guskey's framework and Vygotsky Space to explore transfer of learning". In: Library & Information Science Research 43 (2021) 4, 101119

Cameron M. Pierson / Anne Goulding / Jennifer Campbell-Meier: "Professional Identity as Gateway to Critical Practices: Identity Negotiations of Public Librarians in New Zealand with Implications for LIS Education and Practice". In: Journal of the Australian Library and Information Association 69 (2020) 3, S. 286-301

Allyson Ard / Susan Clemmons / Nathan Morgan / Patrick Sessions / Brett Spencer / Tracy Tidwell / Patricia West: "Library and Information Science? The Results of a Career Survey of MLIS Students Along with Implications for Reference Librarians and Recruitment". In: Reference & User Services Quarterly 45 (2006), S. 236-248

Christina Baum: Feminist Thought in American Librarianship. Jefferson, NC: McFarland 1992

Michael H. Harris: "No Love Lost: Library Women vs. Women Who Use Libraries". In: Progressive Librarian 5 (1992), S. 1-18

Kacy Lundstrom / Britt Fagerheim / Stephen Van Geem: "Library Teaching Anxiety: Understanding and Supporting a Persistent Issue in Librarianship". In: College & Research Libraries 82 (2021) 3S, 389-409

Jody Condit Fagan / Hillary Ostermiller / Elizabeth Price / Lara Sapp: "Librarian, Faculty, and Student Perceptions of Academic Librarians: Study Introduction and Literature Review". In: New Review of Academic Librarianship 27 (2021) 1, S. 38-75

Yumi Shin / Kaye Shelton: "The Perceptions of Academic Librarians in Texas Regarding Library Leadership". In: portal: Libraries and the Academy 21 (2021) 3, S. 455-464

Erin Burns / Kristin E.C. Green: "Academic Librarians' Experiences and Perceptions on Mental Illness Stigma and the Workplace". In: College & Research Libraries 80 (2019) 5, S. 638-657

Saturday, November 13, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/6

Übersicht über die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(ern), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifischen Unterschieden, beruflicher Zufriedenheit, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Kimberly Y. Franklin: "Becoming a Black Woman Librarian and Doctorate Recipient in the Academy: A Reflection on Pathways, Intentions, and Transitions". In: Women, Gender, and Families of Color, 4. Juni 2021

Murtaza Ashiq / Shafiq Ur Rehman / Muhammad Safdar / Haider Ali: "Academic library leadership in the dawn of the new millennium: a systematic literature review". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 3

Kasım Binici: "What are the information technology skills needed in information institutions? The case of 'code4lib' job listings". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 3

Kwame Kodua-Ntim / Harry Akussah / Emmanuel Adjei: "Managing stress among library staff in public university libraries in Ghana". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 3

Dustin Fife / Mary Naylor Stephens / Asia Lyons / Melissa Huang: "Leader responsibility for diversity, equity, inclusion & justice in academic libraries: An exploratory study". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 4

Sharon Holderman: "A perspective on librarians as unexpected teaching faculty: The imperative of clear policy". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 4

Robert Perret / Nancy J. Young: "Economic Status of Academic Librarians". In: portal: Libraries and the Academy 11 (2011) 2, S. 703-715

Stephanie A. Jones: "The Occupational Choice Of School Librarians". In: Library Trends 59 (2010) 1, S. 166-187

Husain Ahmed Alansari: "Career choice, satisfaction, and perceptions about their professional image: A study of Kuwaiti librarians". In: Library Review 60 (2011) 7, S. 575–587

V.E. Ikolo / E.F. Ogbomo: "A survey of career intentions and entrepreneurial competencies needs of library and Information Science (LIS) students in Delta and Edo States, Nigeria". In: African Journal of Library, Archives and Information Science 29 (2019) 2

Friday, November 12, 2021

H. C. Artmann - Kein Archivar seiner selbst

Marcel Atze und Gerhard Hubmann, wissenschaftliche Mitarbeiter in der Wienbibliothek im Rathaus und Kuratoren der dort laufenden Artmann-Ausstellung, sprechen am 18. November 2021 über "H. C. Artmann - Kein Archivar seiner selbst".

H. C. Artmann war schon zu Lebzeiten berühmt für seine so aparten wie eigenwilligen Manuskripte. Aber er ging äußerst nachlässig mit ihnen um. Sie blieben an ungezählten Schreiborten liegen, sie wurden verloren, von übereifrigen Hausmeistern beseitigt, gerne verschenkt oder geschäftstüchtigen Händlern überlassen.
Dass der Poet aus Wien-Breitensee kein Archivar seiner selbst war, blieb auch für biographische und editorische Projekte nicht ohne Folgen. Darüber sprechen die beiden Kuratoren und städtischen Archivare, die sich der Pflege der überlieferten und dem Sammeln von unvermutet auftauchenden Papieren aus Artmanns Feder verschrieben haben.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 18. November 2021, um 17 Uhr statt und wird über die Website der Wienbibliothek gestreamt.

Thursday, November 11, 2021

Strategien zur Archivvermeidung - Veranstaltung in Wien

Im FWF-Newsletter wurde ich auf folgende spannend klingende Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Dismantling the Archive - The Art of Disappearing" aufmerksam: Strategien zur Archivvermeidung.

Kommen Sie vorbei in unserem neueröffneten, großzügigen Ladenlokal und konfrontieren Sie sich mit dem Desaster des Archivs. Wie entkomme ich dem Archiv? Wie übe ich mich ein in die Kunst des Verschwindens? Was tun gegen den Aufbewahrungsfuror? Wie werde ich Archivtekt, Archivtektin? Lassen Sie sich beraten, besuchen Sie den AGFU-Shop, bestaunen oder erwerben Sie Artefakte des Verschwindens: Briketts aus der Emailschredder-Manufaktur, in Epoxydharz eingegossene Arbeitsnotizen, Zeitteppiche, Portraits automatiques, Handbücher des Vergessens und einiges mehr. Schmökern Sie in unserer Archivbibliothek, surfen Sie auf www.aufhebekunst.net und betätigen sich dort als Handlanger des Verschwindens. Betrachten Sie in der Werkstatt einschlägige Apparaturen oder Sie legen gleich selbst Hand an die Maschinen, schauen kurz ins Archiv-Lager oder pausieren im Live-Lösch-Kino.
Gewöhnen Sie sich an den Gedanken, dass Aufbewahren auch eine Form des Vergessens sein könnte. Und Verschwindenlassen eine starke Form von Erinnerung.
The archive is present. Und Sie sind gefragt.

zu sehen: 8. bis 15. November, täglich 14-22 Uhr, Bräunerstraße 5, 1010 Wien (U3 Stephansplatz). Das Projekt wird von meinem Diplomarbeitsbetreuer, Roland Innerhofer, geleitet, sehe ich gerade :-)

Wednesday, November 03, 2021

CfP von Libreas: Big Scholarly Data

Die Redaktion der Zeitschrift LIBREAS. Library Ideas hat gerade den Call for Papers zum Thema "Big Scholarly Data – Große Datenmengen über wissenschaftliche Informationsprozesse" veröffentlicht:
Am 4. Mai 2021 verkündete Microsoft Research, eine Forschungsabteilung von Microsoft, das Ende von Microsoft Academics Services, ihrer Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur. Sie wurde gegründet, um, nach eigener Aussage, der Forschung den Zugriff auf große Datenmengen über wissenschaftliche Literatur und deren automatisierte Nachnutzung zu ermöglichen. Nun möchte sich Microsoft Research anderen Geschäftsfeldern widmen und verweist auf eine Vielzahl an Alternativen wie Crossref, Semantic Scholar oder Dimensions.

"We remain confident in open and community-driven alternatives to MAS and are pleased to see the recent momentum across the academic ecosystem."

Dem Echo auf diese Entscheidung nach zu urteilen, sind nicht alle ebenso von diesem Schritt überzeugt. Insbesondere der Service, der die Datengrundlage als Graph technisch verfügbar machte, wurde in den letzten Jahren sowohl in der Forschung, etwa in der quantitativen Wissenschaftsforschung, als auch durch Discovery- und Analysedienste breit nachgenutzt. Forschende, die ihre Arbeit darauf ausgerichtet haben, sehen nun vor allem, dass ihnen ihr Bezugspunkt aufgrund einer Unternehmungsentscheidung mit knapper Frist verloren geht.

Wir möchten das Ende der Microsoft Academics Services zum Anlass nehmen, über den Stand und Perspektiven von so genannten Big Scholarly Data an Bibliotheken und weiteren Informationseinrichtungen zu reflektieren. Mit Big Scholarly Data sind Metadaten über das Gesamtaufkommen wissenschaftlicher Aktivität und ihrer Informationsprozesse gemeint. Sie umfassen bibliographische Informationen, Angaben über Autor*innenschaften oder Zitationsdaten und die Inhalte wissenschaftlicher Publikationen selbst.

In praktischer Hinsicht fragen wir nach der gegenwärtigen Rolle von Big Scholarly Data bei der Weiterentwicklung von Informationsangeboten und Dienstleistungen. Welche Angebote werden wie eingesetzt und wie gelingt die Auswertung großer Datenmengen sowohl technisch als auch inhaltlich-organisatorisch? Wo an welchen Einrichtungen wird Big Scholarly Data angewandt und welche Kompetenzen bedarf es? Welche Fragestellungen lassen sich mit Rückgriff auf Big Scholarly Data wie beantworten?

Neben dem Bekanntmachen und Teilen praktischer Erfahrungen möchten wir Big Scholarly Data verstärkt als sozio-kulturelles Phänomen verstehen. Was bedeutet die Abhängigkeit von wenigen Anbietern, deren Daten in Informations- und Monitoringangeboten breit nachgenutzt werden? Entsteht eine Pfadabhängigkeit, die dazu führt, dass unterrepräsentierte Publikationspraxen noch stärker marginalisiert werden? Welchen Einfluss spielen Indexierungs- und Typologisierungsentscheidungen der Anbieter bei der Analyse von wissenschaftlichen Informationsressourcen im erweiterten Kontext des Wissenschaftsmanagements, etwa bei der Planung der Transformation des Zeitschriftenetats einer Bibliothek ins Open Access? Ist Big Scholarly Data die Lösung oder der Katalysator der gegenwärtigen “Auffindbarkeitskrise”?

Die Einreichfrist ist der 31. März 2022.

Tuesday, October 26, 2021

Klischee eines verstaubten Lesesaals

"Auch die neben der Oper gelegene gläserne Stadtbibliothek, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde, entspricht nicht dem Klischee eines verstaubten Lesesaals mit meterhohen Bücherregalen und gedämpfter Atmosphäre".

Quelle: ""kulturMontag Spezial aus Oslo": Vorzeige-Architektur in Europas Umwelthauptstadt, Eröffnung Munch-Museum, neuer Jo Nesbø", APA OTS, 22. Oktober 2021

Thursday, October 21, 2021

Tagung "Von der öffentlichen zur offenen Bibliothek"

Was heißt offene Bibliothek? Was bedeutet Bibliothek für alle? Wer kommt in die Öffentliche Bibliothek? Wer kommt (noch) nicht? Können wir die Bedürfnisse der Zielgruppen überhaupt zufriedenstellen? Außerdem: Wie erreichen wir die Menschen, die wir uns als BibliotheksnutzerInnen wünschen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Herbsttagung des Lesezentrums Steiermark. Die Online-Tagung findet am Samstag, 13. November 2021,von 9 bis 14 Uhr statt. Monika Aistleitner, Vorsitzende des Bibliothekar*innenverbands Salzburg, wird als Hauptreferentin, mit Ihrer Hilfe und interaktiv, ausgehend vom Diversity-Ansatz ("Vielfalt als Gewinn für alle") den Versuch unternehmen, Zielgruppenarbeit von mehreren Seiten zu beleuchten. Diesen und alle weiteren Programmpunkte finden Sie unter lesezentrum.at/herbsttagung-21 zum Nachlesen.

Nach der Anmeldung unter office@lesezentrum.at wird der Zugangslink übermittelt.