Library Mistress

Monika Bargmann aka library mistress posts stuff about librarians, libraries, books, reference books & databases, reading & writing - especially science fiction, fantasy & utopias - that she comes across in work hours & leisure time (mostly in German & English, sometimes also in other languages)

Thursday, November 26, 2009

Einladung: Führung in der Frauensolidarität

Die VÖB-Kommission für Genderfragen lädt alle interessierten Kolleginnen und Kollegen zu einer Führung durch die Bibliothek und Dokumentationsstelle des Vereins Frauensolidarität an ihrem neuen Standort. Die Frauensolidarität ist seit 1982 aktiv und betreut seit 1994 die im deutschsprachigen Raum einmalige Bibliothek und Dokumentationsstelle "Frauen und 'Dritte Welt'", die Fachliteratur, Graue Literatur und Belletristik, Zeitschriften, Presseausschnitte, eine Gruppendokumentation sowie Videos und Plakate zu Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie zum Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht umfasst. Bücher und Broschüren sowie Artikel aus Sammelbänden und Zeitschriften werden in einem Alephino-Katalog erfasst und inhaltlich mit dem Thesaurus für wirtschaftliche und soziale Entwicklung und mit einer frauenspezifischen Schlagwortliste erschlossen.

Seit September befindet sich die Bibliothek im neuen neuen "Centrum für Internationale Entwicklung" C3 in der Sensengasse 3, 1090 Wien (siehe dazu auch www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=2478), gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung und Baobab.

Termin: Donnerstag, 3. Dezember, 16.30 Uhr. Die Frauensolidarität ist mit den Straßenbahnlinien 37, 38, 40, 41 und 42 (Station Spitalgasse/Währingerstraße bzw. Sensengasse) sowie mit den Straßenbahnlinien 5 und 33 (Station Lazarettgasse) zu erreichen. Anmeldung - möglichst bis 1. Dezember - an monika.bargmann @ wien.gv.at oder 01/4000-84962 erwünscht, kurzfristig Entschlossene willkommen!

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Friday, November 20, 2009

Freiheit und Sicherheit - zwei Episoden

In meinem früheren Heimatort Katzelsdorf hat sich vor kurzem eine Bürgerliste gegründet, die neben guten Vorschlägen wie der Neugestaltung des Schlossplatzes auch die Schaffung einer privaten Sicherheitswache fordert, die des Nächtens auf einem "lautlosen Elektromotorrad" Einbrüche verhindern und "illegale Feste im Augebiet" überwachen soll. Ich habe meine halbe Jugend auf diesen "illegalen Aufesten" verbracht und würde eher von "nächtlicher Inbetriebnahme eines Grillplatzes ohne vorheriges Ansuchen bei der Gemeinde" sprechen ;-) Aber ich frage mich ja wirklich, wen das kratzt - abgesehen von den Eltern vielleicht, aber die müssen sich das mit ihren Kindern ja wohl selber ausmachen. Vom Lärm kann sich in der Au niemand gestört fühlen, und Müll wird auch keiner hinterlassen, soweit ich das beurteilen kann. Zu viel Spaß vielleicht?

Bei der Tagung Momentum09 haben wir nicht nur die Frage diskutiert, wie man die eigene Privatsphäre schützen kann - Alois Birklbauer hat die Frage aufgeworfen: "Wer schützt mich vor der Privatsphäre anderer?" Ich hätte mir vor kurzem einen solchen Schutz dringend gewunschen. Beim Essen mit meinen Eltern saßen ein junges Pärchen und vermutlich die Eltern am Nebentisch (ich glaube, es waren ihre Eltern, meine Stiefmutter meint, seine Eltern). Die junge Frau sprach zwei Stunden kein Wort, während der junge Mann sich bemüssigt fühlte, den Eltern in einem langen, lautstarken Monolog klarzumachen, was er für ein toller Kerl ist. Und das demonstrierte er unter anderem durch Schimpfen über das "arbeitsscheue Gesindel aus dem Kriegsspital" (abgesehen davon, dass ich Menschen überhaupt nie mit diesem Begriff beschreiben würde, wurde uns der Unterschied nicht ganz klar, abgesehen davon, dass Herr Angeber einen Job hat, in dem er natürlich spitzenmäßig ist, eh klar); durch Berichte, wie er zwei Polizisten gezeigt hat, wo's langgeht, und wie er den Käufer seines gebrauchten Autos ganz schön reingelegt hat; und durch Schilderungen wie "Na, wie die Tussi hertreten hat, hob i ihr glei a Watschn gebm, dass sie hoibert die Stiagn owigfoin is". Leider ist mir erst nachher eingefallen, ihn zu bitten, seine Gewalterfahrungen anderswo aufzuarbeiten. Die Stiege wäre auch zu nahe gewesen.

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Thursday, November 19, 2009

Abseits des Verbotsgesetzes: Neonazi-Propaganda im Internet

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ZARA Talk sprechen Willi Lasek (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands) und Hans Zeger (ARGE Daten) in der Hauptbücherei zum Thema "Abseits des Verbotsgesetzes: Neonazi-Propaganda im Internet". Termin: Dienstag, 24. November 2009, 19 Uhr. Moderation: Maria Sterkl (derStandard.at).
Zum Vortrag: "Die Freiheit des Informationsflusses und die Demokratisierung des Wissens sind wesentliche Aspekte der Netzkultur, die gewährleistet bleiben müssen, gleichzeitig darf das Netz aber nicht zum unkontrollierten Tummelplatz rassistischer Inhalte werden, die im nicht-virtuellen Raum vom Verbotsgesetz verurteilt würden. Denn das Internet ist auch für Neonazis und Rechtsextreme zum zentralen Kommunikationsmedium georden. Wie verbreiten Neonazis und Rechtsextreme ihre Propaganda im Netz? Ist diese immer sofort als solche erkennbar? Wie kann man Jugendliche dafür sensibilisieren?"

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Bibliotheken in der Rezession

Auf dem Microblogging-Dienst Twitter gibt es häufig Hashtags, die als Satzanfang dienen und von den UserInnen fortgesetzt werden. Beispiel: Eines der aktuellen "trending topics" ist der Hashtag #uknowitsarecession ("you know it's a recession" when...). Interessanterweise gibt es hier viele, in denen geschildert wird, was man in einer Rezession alles in der öffentlichen Bibliothek statt zuhause machen muss: "#uknowitsarecession when ya start rentin dvds from the library cause netflix is too pricy" (monawasser), "#uknowitsarecession when u go 2 the library n all the computers r gone;in their place, the musty, moldy card catalog" (deformedcoffee), "#uknowitsarecession when you live outside the library for wifi" (daafricanbarbie), "#uknowitsarecession when you only get to tweet once a week because your internet got cut off, and you gotta use library computers" (Dashtacular), "#uknowitsarecession when u have to steal library books" (OTee_Pockets). Dass Bibliotheken in wirtschaftlich schlechten Zeiten vermehrt in Anspruch genommen werden, haben wir auch bei der letzten Kribibi-Tagung "Bibliothek als kritischer Raum" besprochen. Hier noch einige Zeitungsberichte dazu:

  • Emily-Ann Elliott: "Sussex turns to libraries in the recession". In: The Argus, 6. November 2009
  • Derrick Z. Jackson: "The library - a recession sanctuary". In: Boston Globe, 3. Jänner 2009
  • Annie Gowen: "Business Brisk at Area Libraries. In Bad Times, Free Resources Are a Hot Commodity". In: Washington Post, 2. Februar 2009 (Hinweis aus Netbib)
  • Tracy McVeigh: "'You are two pay packets from the streets, they say. Well, it's true'". In: The Observer, 22. März 2009 (Hinweis aus Netbib)
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    Wednesday, November 18, 2009

    Was ein historischer Expatriate wissen musste

    Am 23. November um 18 Uhr hält Isabella Matauschek, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz der Universität Linz, einen sehr interessant klingenden Vortrag am IFK: "Business Talk: Was ein historischer Expatriate wissen musste": "Ironisch erzählt ein englischer Teilnehmer der ersten niederländischen Expedition ins maritime Südostasien davon, wie schnell die Niederländer waren, sich die Insignien südostasiatischer Herrschaft anzueignen: Ein Sklave trägt den Sonnenschirm über dem Herrscher. Und genau so sei auch der niederländische Leiter der Handelsexpedition seinen südostasiatischen Verhandlungspartnern gegenübergetreten – den Schirm freilich trug ein Mannschaftsmitglied. Der Business Talk niederländischer Händler setzte mehr als örtliche Sprachkenntnis voraus: Die gekonnte Vermittlung angewandten kulturellen Wissens über Südostasien in der Niederländischen Ostindienhandelskompanie war unverzichtbar".

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    Monday, November 16, 2009

    Ghost-Writer der anderen Art

    Peter Jacso schreibt im Library Journal über "Google Scholar's Ghost Authors": "Google's algorithms create phantom authors for millions of papers. They derive false names from options listed on the search menu, such as P Login (for Please Login)".

    Hab gerade selbst nach der Autorin "P Login" gesucht und dabei 2500 Treffer erhalten. Zahlreiche Artikel in der Liste stammen aus The Lancet, Co-AutorInnen von P. Login sind dabei A. Registered, P. Options und S.D. Access :-) nicht zu vergessen T. Workshops, M.P. Errors, R.T. Discussion und P. Infantile.

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    Sunday, November 15, 2009

    Ruhiger Schlaf

    Nette Episode bei meinem Gastvortrag über wissenschaftliche Redlichkeit und Zitieren, den ich am Freitag gehalten habe:

    Gruppe diskutiert über das Engagement eines Ghostwriters für die Diplomarbeit. Studentin: "Nein, ich könnte das nicht machen. Da würde ich ja jahrelang ständig Angst haben, dass da jemand draufkommt". Darauf ein Student trocken: "Also, ich könnte schon nach drei Tagen wieder ruhig schlafen"...

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    Friday, November 13, 2009

    Wochenend-Plan

    Samstag - Schlafen. Aufwachen. Umdrehen. Weiterschlafen. Im Kaffeehaus frühstücken. Einkaufen. Neue Bücher lesen. Schauen, was der Tag mit sich bringt.

    Sonntag - Schlafen. In den Wald gehen. Stapel alter Zeitungen auflesen. Mails an liebe Leute schreiben. Tatort schauen.

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