Monday, June 24, 2024

Nominierungen für Memory of Austria gesucht

Das Österreichische Memory of the World-Nationalkomitee schreibt die Nominierungen für das Register "Memory of Austria" aus. Die Frist ist der 15. Juli 2024.

Das UNESCO Memory of the World-Programm wurde 1992 ins Leben gerufen und hat die Bewahrung und den Schutz von Dokumenten aller Art – Bücher, Manuskripte, audiovisuelle und digitale Medien – sowie den Zugang zu dem auf ihnen gespeicherten Wissen für möglichst viele Menschen zum Ziel. Das nationale österreichische Memory of the World-Register "Memory of Austria" soll dabei stellvertretend für die Vielfalt und Gesamtheit des zu bewahrenden Dokumentenerbes und die Bedeutung und Notwendigkeit des Dokumentenerhalts aufmerksam machen. Es listet bedeutende Dokumente und Dokumentenbestände zur Österreichischen Geschichte.

Der aktuelle Call for Nominations richtet sich primär an Institutionen, die bedeutende Dokumente zur österreichischen Geschichte bewahren und diese der Öffentlichkeit zugänglich machen. Aktuell umfasst das nationale Register "Memory of Austria" 70 Einträge aus verschiedenen Jahrhunderten. Beispiele: Tonaufnahmen österreichischer Dialekte 1951-1983; Nachlass Ingeborg Bachmanns; Georgenberger Handfeste; Nitrooriginale des Spielfilmes "Die Stadt ohne Juden"; Archiv der Wiener Zeitung; Josephinische Landesaufnahme; Photographien des Oberingenieurs Albert Stächelin zum Bau der Wiener Stadtbahn.

Alle zwei Jahre wird das Register durch das Österreichische Memory of the World Nationalkomitee, das als Fachbeirat der Österreichischen UNESCO-Kommission fungiert, erweitert. Richtlinien und Formular finden sich auf dieser Seite rechts unten.

Thursday, August 17, 2023

Neuerwerbungen

Bettina Balàka: Die Tauben von Brünn. 3. Aufl. Wien: Deuticke 2020

Samantha Larsen: A novel disguise. New York: Crooked Lane 2023 (A Lady Librarian Mystery)

Anthony McCarten: Going zero. New York: HarperCollins 2023 ("unassuming Boston librarian")

Beata Lakeberg, Hans-Christian Pust (Hrsg.): Atom.Strom.Protest. 50 Jahre Wyhl und anderswo. Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2023 (Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung in der Württembergischen Landesbibliothek)

Cyndy Cypress: Librarians & Larceny. Twisted Hazel 2023 (A rebel librarian crime fighter mystery)

Friday, July 21, 2023

Gendern in Bibliothekszeitschriften

Aus gegebenem Anlass habe ich mir einmal die Regelungen verschiedener Bibliothekszeitschriften (*) zum Thema geschlechtergerechte Sprache (AKA "Gendern") angeschaut. Danke an alle, die mich via Twitter oder Mastodon auf weitere Policies aufmerksam gemacht haben - die alphabetische Liste hier wird gerne ergänzt.

027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur

Macht keine Angaben in den Richtlinien (Quelle), im aktuellen Editorial werden aber Formen wie "Kolleg:innenkreis" oder "Mitarbeitende" verwendet, also ist hier vermutlich eine geschlechtergerechte Ausdrucksweise Standard, der nicht betont werden muss.

ABI Technik

"Gendern: Nennung beider Formen oder neutrale Umschreibung wählen" (Quelle).

API Studentisches Magazin der HAW Hamburg

"Geschlechtergerechte Sprache ist erwünscht, z. B. Kommiliton*innen oder auch Studierende statt Studenten (siehe Grundsätze zum geschlechtergerechten Formulieren der HAW Hamburg)" (Quelle).

Bibliothek - Forschung und Praxis

"Die Zeitschrift macht keine Vorgaben, sondern überlässt die Wahl gendergerechter Formulierungen dem Autor bzw. der Autorin" (Quelle).

Bibliotheksdienst

In den Richtlinien steht gar nichts dazu, es heißt aber immer nur "der Autor", also dürfte es zumindest der Redaktion kein Anliegen sein (Quelle).

B.I.T. online

"In einigen Fällen verzichten wir und manche unserer Autoren im Interesse der Lesbarkeit auf geschlechtsbezogene Formulierungen. Selbstverständlich sind immer alle Geschlechter gemeint, auch wenn explizit nur eines angesprochen wird. Ebenso gilt für die geschlechtergerechten Personenbezeichnungen die Duden-Schreibweise (Kolleginnen und Kollegen oder Kolleginnen/Kollegen)" (Quelle).

Buch und Bibliothek

"Die BuB-Redaktion setzt sich in Eigenbeiträgen für eine gender- und gleichberechtigte Sprache ein und orientiert sich dabei an der vom Duden empfohlenen Schreibweise (Verwendung des Schrägstrichs wie im Beispiel »Nutzer/-innen«) (...) Autorinnen und Autoren können in ihren Texten sowohl das generische Maskulinum als auch eine gegenderte Schreibweise verwenden. Wer sich für eine gegenderte Schreibweise entscheidet, sollte ebenfalls die vom Duden empfohlene Variante (Schrägstrich) verwenden" (Quelle).

LIBREAS Library Ideas

"LIBREAS begrüßt nachdrücklich die Verwendung inklusiver Sprache; die Form ist den Autor*innen freigestellt, sollte im Text aber einheitlich sein" (Quelle).

o-bib. Das offene Bibliotheksjournal

"In o-bib wird grundsätzlich eine gendergerechte Sprache verwendet. Hinweise, dass immer auch die weibliche Form mitgemeint ist und nur aufgrund der besseren Lesbarkeit die männliche Form verwendet wird, werden nicht akzeptiert. Bitte gehen Sie folgendermaßen vor:
  • Möglichst geschlechtsunspezifische Begriffe oder neutrale Formulierungen verwenden (z.B. "Teilnehmende" statt "Teilnehmer", "Belegschaft" statt "Mitarbeiter")
    Beispiel: Informationskompetenz in diesem weit gefassten Verständnis sollte vom wissenschaftlichen Lehrpersonal, zumindest also in der Kooperation zwischen Teaching Librarians und den Lehrenden der Hochschule, vermittelt und gefördert werden.
  • Beide Formen ausschreiben, wenn der Satz dadurch nicht zu lang und geschachtelt wird
    Beispiel: Aus dem Blickwinkel deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare dürfte diese Anschauung für Irritation und Abwehrreflexe sorgen, denn sie folgen bislang einem deutlich reduzierteren Verständnis von Informationskompetenz.
  • Gender-Sternchen (ersetzt ab Quartal 2 2020 den Binnen-Schrägstrich, Erläuterung: In der Computersprache steht das Sternchen für eine beliebige Kombination von Buchstaben. Das Gender-Sternchen soll ebenfalls Raum für Personen geben, die sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht wiederfinden.)
    Beispiel: Der FID Pharmazie bietet Wissenschaftler*innen durch sog. FID-Lizenzen unmittelbaren Volltextzugriff auf elektronische pharmazeutische Fachzeitschriften. Die vom FID zur Verfügung gestellten Ressourcen sind auch für nicht-pharmazeutische Wissenschaftler*innen, wie z.B. für Pharmakolog*innen an medizinischen Fakultäten, interessant.
    Weitere Anwendungsbeispiele bei Pronomen, Artikeln, unterschiedlichen Wortstämmen, Genitiv (vgl. hierzu https://geschicktgendern.de/gendersternchen-anwenden/), sofern notwendig: der*die Dozent*in – sein*ihr Wissen oder ihr*sein Wissen – Er*sie ist teamfähig. – Ärztin*Arzt – Der Arbeitsplatz des*der Wissenschaftlers*Wissenschaftlerin.
  • Bei Komposita wird nicht gegendert (z.B. nicht: Nutzer*innenstatistik)"
  • (Quelle)

VÖB-Mitteilungen

"Die Redaktion legt besonderen Wert auf eine geschlechtergerechte Formulierung der eingereichten Beiträge und behält sich diesbezüglich eine etwaige Editierung vor" (Quelle).

ZfBB Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie

"Es wird um das Gendern des Textes mit Binnenstern (Autor*innen) und die Verwendung geschlechtsneutraler Formulierungen gebeten" (Quelle).

Archivzeitschriften

(*) Jetzt haben mich die Archivzeitschriften auch interessiert :-D

Arbido. Fachzeitschrift für Archiv, Bibliothek und Dokumentation

Bei dieser Zeitschrift erscheinen Artikel in allen Schweizer Sprachen. Ich habe nichts in den Richtlinien gefunden, in den Artikeln, die ich überflogen habe, finden sich allerdings verschiedene Formen wie "Mitarbeitende", "Anwältinnen und Anwälte", "Benutzer", "Archivare und Archivarinnen" und "Les habitant·e·s".

Scrinium

Für die Zeitschrift des Verbandes Österreichischer Archivarinnen und Archivare ist folgendes vorgesehen: "Die Scrinium-Redaktion legt Wert auf eine geschlechtergerechte Schreibweise. Mögliche Varianten sind Schreibungen nach stilistischen Strategien – Paarform, Ersatzformen, Vermeidung generischen Maskulinums – und grammatikalisch-syntaktischen Strategien – z. B. Passiv- und Infinitivformulierungen, Plural statt Singular. Als Verkürzungsform nur den Asterisk verwenden. (...)". Es wird auf das Duden-"Handbuch geschlechtergerechte Sprache. Wie Sie angemessen und verständlich gendern" von Gabriele Diewald und Anja Steinhauer verwiesen (Quelle).

Tuesday, May 30, 2023

"im Sinne der Gleichbehandlung geschlechtsneutral"

Damit die Texte leichter lesbar bleiben, verzichten wir auf eine Unterscheidung des Geschlechts. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung geschlechtsneutral.

...sagt die SVS.

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog.

Kritisches Podium: Rassismuskritische Arbeit in Bibliotheken, Archiven und Museen, 6.6.2023

Das 3. Kritische Podium mit anschließender Vernetzungsmöglichkeit und Austausch findet am 6. Juni 2023 in der C3-Bibliothek statt. Es ist eine Diskussionsveranstaltung mit Gürsoy Doğtaş (Kunsthistoriker und Kritiker), Lisa Tackie (Aktivistin, Anti-Rassismus-Trainerin, Forscherin im Bereich Afrikawissenschaften und Internationale Entwicklung) und André Raatzsch (Leiter Referat Dokumentation des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg und Kurator). Moderation: Vanessa Spanbauer (Historikerin, Kuratorin und Journalistin)


Zum Inhalt

Bibliotheken, Archive und Museen sind Orte, die Wissen kuratieren: sie sammeln, konservieren, ordnen, stellen aus. Historische Kontexte sowie damit einhergehende Ideologien werden dabei oft reproduziert. Der Erwerb, die Art der Auswahl, der Anordnung und der Darstellung prägen, welches Wissen tradiert wird, welche Identitäten historisch legitimiert und welche ausgeschlossen werden.

Sammlungen und Bestände im deutschsprachigen Raum exkludieren, diskriminieren und dehumanisieren. Es bedarf einer kritischen, diskriminierungssensiblen wie auch aktivistischen Reflexion dieser Wissensbestände, um der systematisch unkommentierten Wiederholung von Diskriminierung vorzubeugen.

Bibliothekar*innen, Archivar*innen und Kurator*innen setzen sich aus verschiedenen Perspektiven mit den Problematiken ihrer jeweiligen Bestände auseinander. Als Nutzer*innen dieser Wissensräume möchte das 3. Kritische Podium an bereits existierende Diskurse anknüpfen und darin rassismuskritische Fragenstellungen weiter thematisieren.

Es geht um Fragen des Umgangs mit rassistischen und diskriminierenden Materialien, der Restitutionen und der aktiven (Neu-)Gestaltung von Archivmaterial und Exponaten. Wie können fehlende und diffamierende Geschichtsnarrative von rassifizierten Gruppen, wie BIPoC, Jüd*innen, Rom*nja und Sinti*zze, korrigiert werden? Wie können bestehende Sammlungen zugänglich(er) gemacht werden? Welche Interventionen gibt es, um neue Möglichkeitsräume zu eröffnen und sogar Machtverhältnisse zu verschieben?

Die Podiumsdiskussion will notwendige diskriminierungskritische Veränderungen diskutieren und anstoßen. Sie richtet sich an alle Menschen, die in Bibliotheken, Archiven und Museen arbeiten sowie an alle Interessierten – insbesondere an Jüd*innen, Rom*nja und Sinti*zze, Schwarze Menschen, People of Color, Migrant*innen und Personen mit Fluchterfahrung.


Ort, Zeit, Anmeldung

Hybride Veranstaltung: Alois Wagner Saal in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien, und online
Dienstag, 6. Juni 2023 um 18-20 Uhr
Anmeldung für Präsenz oder online-Teilnahme erforderlich - beschränkte Teilnehmer*innenzahl für die Präsenzveranstaltung. Der Link zum Live-Stream wird zeitnah ausgeschickt.

Organisation

Die Veranstaltung wird von Katharina Wiedlack (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Wien), Eva Schörgenhuber und Christina Schuster (freie Wissenschaftler*innen) in Zusammenarbeit mit Lisa Appiano und Nina Krebs (Abteilung Organisationskultur und Gleichstellung, Universität Wien) organisiert. Die Veranstaltung findet in freundlicher Kooperation mit der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik statt.

Sponsor*innen

Sponsor*innen: Die Veranstaltung wird mitfinanziert von Alexandra Ganser, Sylvia Mieszkowski und Mathilde Eveline Keizer (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Wien).


Den Veranstalter*innen ist bewusst, dass angesichts der Hürden und Erschwernisse, die aufgrund von Rassismus diskriminierte Menschen erleben, eine Podiumsdiskussion nicht ausreichend ist, um Veränderungen nachhaltig einzuleiten. Dennoch möchte diese Diskussionsreihe zu einer Sensibilisierung für rassistische Strukturen beitragen, Vernetzungsmöglichkeiten bieten und zu weiterem solidarischen Handeln anregen.

Thursday, April 20, 2023

Filmpremiere: Die Bücher, die Hitler nicht verbrannte

Am 24. April findet die Österreich-Premiere des Dokumentarfilms "Die Bücher, die Hitler nicht verbrannte" im Historischen Lesesaal der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol statt.

Hintergrund des Films

Adolf Hitler, dessen Herrschaft 1933 mit einer Reihe von Bücherverbrennungen begann, besaß zum Ende seines Lebens selbst 16.000 Bände – verteilt auf Privatbibliotheken in Berlin, München und Berchtesgaden. Rund 1.300 dieser Bücher befinden sich heute in den USA, einige davon mit Hitlers Anmerkungen und Unterstreichungen. Der amerikanische Historiker Timothy Ryback gilt als kenntnisreichster Experte für Hitlers Privatbibliothek. Er reist für den Film zu den erhaltenen Teilen der Hitler-Bibliothek in Washington D.C. und Providence. Was erzählen diese Bücher über die Quellen nationalsozialistischen Denkens – und über das Fortwirken rechtsextremer Gewalt im Hier und Jetzt?

Trailer: https://vimeo.com/814355788/16f56a4a37

Organisatorisches

  • Montag, 24. April 2023, 18:00 Uhr
  • Historischer Lesesaal der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Innrain 50, Innsbruck
  • Anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Othmar Plöckinger (Salzburg) und Regisseur Claus Bredenbrock (Bochum), moderiert von Dr. Nikolaus Hagen (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck).
  • Eintritt frei!

Am 25. April um 20:15 Uhr wird der Dokumentarfilm auf arte ausgestrahlt.

Monday, April 17, 2023

"bewusst nicht vereinheitlicht"

Die Beiträge in diesem Sammelband, die einen Blick auf die Pädagogik im 21. Jahrhundert aus der Perspektive verschiedener Disziplinen richten, folgen jeweils in sich einheitlich den entsprechenden Gepflogenheiten bezüglich Sprachduktus, bibliografischer Normierung, geschlechtergerechter Sprache, Zitierweisen. Im Sinne der Freiheit von Wissenschaft und Lehre wurden sie bewusst nicht vereinheitlicht.
Quelle: "Die Verführung zur Güte. Beiträge zur Pädagogik im 21. Jahrhundert. Festschrift für Erwin Rauscher", herausgegeben von Christine Schörg und Carmen Sippl.

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog.

Tuesday, April 11, 2023

Stressfrei und gut bezahlt

Die Frankfurter Rundschau hat einen Artikel über "7 stressfreie Berufe, die ein gutes Gehalt versprechen" von Franziska Schuster online

Ein Berufsleben, in dem man ständig unter Strom steht, ist nicht gerade erstrebenswert. Glücklicherweise gibt es auch Jobs, in denen man es ruhiger angehen lassen kann. Und zudem gut verdient.

- ja, richtig geraten, Bibliothekar:in ist natürlich dabei - gleich als Nummer 1.

Bibliothekare haben im Allgemeinen einen ruhigen Arbeitsplatz und eine konsistente Routine. Auch schön: Es ist ein Job ohne Zeitdruck.

Archivar:in auf Platz 2 punktet unter anderem mit ruhigem und klimatisiertem Arbeitsumfeld...

Saturday, April 01, 2023

Krimi-Serien mit Bibliotheks-Folgen

Wenn ihr am Wochenende gerne was Bibliothekarisches fernsehen wollt, hier ein paar Tipps für YouTube und Mediathek. ...

Derrick: Folge "Der Schrei": Haftentlassener war sechs Jahre Leiter der Gefängnisbücherei
Folge "Eine Art Mord": Die Beute aus einem Bankraub soll im Garten des Bibliotheksdirektors vergraben sein.

SOKO Wismar: Folge "In Teufels Küche": Freundin des Mordopfers ist Leiterin der Stadtbibliothek

Weitere Beispiele findet Ihr in meiner Bibliographie Berufsbild Bibliothekar*in.

Bibliothekarische Neuerwerbungen

Nach langer Zeit habe ich endlich wieder einen ganzen Haufen von Bibliothekar:innen-Literatur gekauft :-)

Angela M. Sanders: Bait and Witch. Kensington Publishing 2021 (Witch Way Librarian Mysteries 1)

Pepper Basham: Authentically, Izzy. Thomas Nelson 2022

Stacy Russo: Stella Peabody's wild librarian bakery and bookstore. A novel-in-stories. Wild librarian 2021

J. New: Death at the duck pond. Eigenverlag 2019 (Finch & Fischer Mysteries 2)

J.A. Holder: Ghosts, alibis, and apple pies. Eigenverlag 2022 (Michelle Bishop Cozy Mysteries 1)

Rachel Rafferty: Urgently required. Rewriting the book of love. Eigenverlag 2023

Ellery Adams [= J.B. Stanley] / Rosemary Stevens: Pasta Mortem. Beyond the page 2018 (Supper Club Mysteries 7)

Ellery Adams: Murder in the storybook cottage. Kensington Books 2020 (Book Retreat Mysteries 6)

Elisabeth Waterfeld: Weinbergmond. Ein Kasselkrimi. tredition 2016

Thursday, March 16, 2023

Vortrag: Bedeutung von Listen in spätmittelalterlichen Pilgerberichten

Das 272. Institutsseminar des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung hat ein spannendes Thema, das mich dran erinnert, dass wir eine Lehrveranstaltung namens "Ordnungslehre" hatten und wie vielseitig dieses Thema ist: Sammelwut und Ordnungsdrang: Die Bedeutung von Listen in spätmittelalterlichen Pilgerberichten und methodische Überlegungen der "Listology" von Alicia Wolff,

Seit den frühen Hochkulturen sind Listen ein historisches und kulturelles Kontinuum in der Schriftverwendung. Die wahre Komplexität und die umfangreichen Prozesse, die bei der Erstellung, Verwaltung und dem Gebrauch von Listen vollzogen werden, bleiben meist verborgen, obwohl sie einer Betrachtung mehr als würdig sind. Dieser Vortrag möchte HistorikerInnen dazu anregen, sich auf die Ansätze der entstehenden Listenwissenschaft einzulassen, bestenfalls sogar an ihrer Genese mitzuwirken, und dadurch vermeintlich bereits erschöpfte Quellen mit anderen Augen zu sehen. Reisende, die zu den peregrinationes maiores – d.h. nach Jerusalem, Rom oder Santiago de Compostela – aufbrachen, pflegten viele Listen in ihre Pilgerberichte ein. Der Vortrag widmet sich verschiedenen Verwendungsarten von Listen in Pilgerberichten des 14. und 15. Jahrhunderts sowie methodischen Besonderheiten bei der Arbeit mit diesen.
Alicia Wolff studierte Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft und ist derzeit Akademische Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Heidelberg.

Montag, 27. März 2023, 17 Uhr c.t., Universität Wien, Hauptgebäude, Hörsaal 2 (Untergeschoss, rathausseitig)

Wednesday, March 01, 2023

Verein abiLehre: Umfrage zur Zufriedenheit mit der Ausbildung

Der Verein abiLehre führt bis zum 3. April 2023 zwei unterschiedliche Umfragen zum Thema "Zufriedenheit mit der Ausbildung" durch. Die Umfragen richten sich an aktuelle Lehrlinge sowie Absolvent:innen 2019-2022 des Lehrberufs Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent:in in Österreich.

Die Umfrage Zufriedenheit mit der Ausbildung (aktuelle Lehrlinge 2023) ist direkt über folgenden Link abrufbar: https://umfragen.abilehre.com/index.php/536149?lang=de-informal

Die Umfrage Zufriedenheit mit der Ausbildung (Absolvent:innen 2019-2022) ist direkt über folgenden Link abrufbar: https://umfragen.abilehre.com/index.php/438223?lang=de-informal