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Monday, June 24, 2024

Nominierungen für Memory of Austria gesucht

Das Österreichische Memory of the World-Nationalkomitee schreibt die Nominierungen für das Register "Memory of Austria" aus. Die Frist ist der 15. Juli 2024.

Das UNESCO Memory of the World-Programm wurde 1992 ins Leben gerufen und hat die Bewahrung und den Schutz von Dokumenten aller Art – Bücher, Manuskripte, audiovisuelle und digitale Medien – sowie den Zugang zu dem auf ihnen gespeicherten Wissen für möglichst viele Menschen zum Ziel. Das nationale österreichische Memory of the World-Register "Memory of Austria" soll dabei stellvertretend für die Vielfalt und Gesamtheit des zu bewahrenden Dokumentenerbes und die Bedeutung und Notwendigkeit des Dokumentenerhalts aufmerksam machen. Es listet bedeutende Dokumente und Dokumentenbestände zur Österreichischen Geschichte.

Der aktuelle Call for Nominations richtet sich primär an Institutionen, die bedeutende Dokumente zur österreichischen Geschichte bewahren und diese der Öffentlichkeit zugänglich machen. Aktuell umfasst das nationale Register "Memory of Austria" 70 Einträge aus verschiedenen Jahrhunderten. Beispiele: Tonaufnahmen österreichischer Dialekte 1951-1983; Nachlass Ingeborg Bachmanns; Georgenberger Handfeste; Nitrooriginale des Spielfilmes "Die Stadt ohne Juden"; Archiv der Wiener Zeitung; Josephinische Landesaufnahme; Photographien des Oberingenieurs Albert Stächelin zum Bau der Wiener Stadtbahn.

Alle zwei Jahre wird das Register durch das Österreichische Memory of the World Nationalkomitee, das als Fachbeirat der Österreichischen UNESCO-Kommission fungiert, erweitert. Richtlinien und Formular finden sich auf dieser Seite rechts unten.

Tuesday, May 30, 2023

Kritisches Podium: Rassismuskritische Arbeit in Bibliotheken, Archiven und Museen, 6.6.2023

Das 3. Kritische Podium mit anschließender Vernetzungsmöglichkeit und Austausch findet am 6. Juni 2023 in der C3-Bibliothek statt. Es ist eine Diskussionsveranstaltung mit Gürsoy Doğtaş (Kunsthistoriker und Kritiker), Lisa Tackie (Aktivistin, Anti-Rassismus-Trainerin, Forscherin im Bereich Afrikawissenschaften und Internationale Entwicklung) und André Raatzsch (Leiter Referat Dokumentation des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg und Kurator). Moderation: Vanessa Spanbauer (Historikerin, Kuratorin und Journalistin)


Zum Inhalt

Bibliotheken, Archive und Museen sind Orte, die Wissen kuratieren: sie sammeln, konservieren, ordnen, stellen aus. Historische Kontexte sowie damit einhergehende Ideologien werden dabei oft reproduziert. Der Erwerb, die Art der Auswahl, der Anordnung und der Darstellung prägen, welches Wissen tradiert wird, welche Identitäten historisch legitimiert und welche ausgeschlossen werden.

Sammlungen und Bestände im deutschsprachigen Raum exkludieren, diskriminieren und dehumanisieren. Es bedarf einer kritischen, diskriminierungssensiblen wie auch aktivistischen Reflexion dieser Wissensbestände, um der systematisch unkommentierten Wiederholung von Diskriminierung vorzubeugen.

Bibliothekar*innen, Archivar*innen und Kurator*innen setzen sich aus verschiedenen Perspektiven mit den Problematiken ihrer jeweiligen Bestände auseinander. Als Nutzer*innen dieser Wissensräume möchte das 3. Kritische Podium an bereits existierende Diskurse anknüpfen und darin rassismuskritische Fragenstellungen weiter thematisieren.

Es geht um Fragen des Umgangs mit rassistischen und diskriminierenden Materialien, der Restitutionen und der aktiven (Neu-)Gestaltung von Archivmaterial und Exponaten. Wie können fehlende und diffamierende Geschichtsnarrative von rassifizierten Gruppen, wie BIPoC, Jüd*innen, Rom*nja und Sinti*zze, korrigiert werden? Wie können bestehende Sammlungen zugänglich(er) gemacht werden? Welche Interventionen gibt es, um neue Möglichkeitsräume zu eröffnen und sogar Machtverhältnisse zu verschieben?

Die Podiumsdiskussion will notwendige diskriminierungskritische Veränderungen diskutieren und anstoßen. Sie richtet sich an alle Menschen, die in Bibliotheken, Archiven und Museen arbeiten sowie an alle Interessierten – insbesondere an Jüd*innen, Rom*nja und Sinti*zze, Schwarze Menschen, People of Color, Migrant*innen und Personen mit Fluchterfahrung.


Ort, Zeit, Anmeldung

Hybride Veranstaltung: Alois Wagner Saal in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien, und online
Dienstag, 6. Juni 2023 um 18-20 Uhr
Anmeldung für Präsenz oder online-Teilnahme erforderlich - beschränkte Teilnehmer*innenzahl für die Präsenzveranstaltung. Der Link zum Live-Stream wird zeitnah ausgeschickt.

Organisation

Die Veranstaltung wird von Katharina Wiedlack (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Wien), Eva Schörgenhuber und Christina Schuster (freie Wissenschaftler*innen) in Zusammenarbeit mit Lisa Appiano und Nina Krebs (Abteilung Organisationskultur und Gleichstellung, Universität Wien) organisiert. Die Veranstaltung findet in freundlicher Kooperation mit der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik statt.

Sponsor*innen

Sponsor*innen: Die Veranstaltung wird mitfinanziert von Alexandra Ganser, Sylvia Mieszkowski und Mathilde Eveline Keizer (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Wien).


Den Veranstalter*innen ist bewusst, dass angesichts der Hürden und Erschwernisse, die aufgrund von Rassismus diskriminierte Menschen erleben, eine Podiumsdiskussion nicht ausreichend ist, um Veränderungen nachhaltig einzuleiten. Dennoch möchte diese Diskussionsreihe zu einer Sensibilisierung für rassistische Strukturen beitragen, Vernetzungsmöglichkeiten bieten und zu weiterem solidarischen Handeln anregen.

Wednesday, August 03, 2022

Gedächtnisausstellung über Bibliotheksdirektorin Magda Strebl in Klosterneuburg

Im Stadtmuseum Klosterneuburg ist noch bis 23. Oktober 2022 eine Gedächtnisausstellung für Dr.in Magda Strebl zu sehen. Strebl war die erste Generaldirektorin (oder wie es damals hieß: der erste weibliche Generaldirektor) der Österreichischen Nationalbibliothek. Außerdem fungierte sie von 1988 bis 1992 als erste weibliche Präsidentin der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Nach ihrer Pensionierung zog sie mit ihrem Mann nach Klosterneuburg und prägte dort das Kulturleben.

Ort und Zeit: Stadtmuseum Klosterneuburg, Kardinal-Piffl-Platz 8, 3400 Klosterneuburg, geöffnet Samstag 14 bis 18 Uhr sowie Sonn- und Feiertage 10 bis 18 Uhr.

Monday, November 26, 2018

A library fit for a king - Ausstellung im British Museum über #Ashurbanipal

Bis 24. Februar ist die Ausstellung "I am Ashurbanipal. King of the world, king of Assyria" im British Museum zu sehen. Der Kurator Jonathan Taylor schreibt dazu im Museums-Blog über die Bibliothek von Ashurbanipal (auch Assurbanipal oder Aššur-bāni-apli), "a library fit for a king".

Ich habe ja letztes Jahr eine meiner Kolumnen in den "Büchereiperspektiven" dieser Sammlung an Tontafeln mit Keilschrift gewidmet. Zitat:

Ein interessanter Aspekt: Während die Bibliothek von Alexandria der Legende nach durch ein Feuer vernichtet wurde, wurde die Bibliothek von Ninive vermutlich durch einen Brand erhalten – bei der Zerstörung der Stadt 612 v. Chr. wurden die Tontafeln gebrannt und überdauerten so die Jahrtausende.
Das Thema kommt auch bei der Ausstellung vor:

Monday, July 24, 2017

Call: 4. Digital Humanities Austria Conference, Dezember 2017, Innsbruck

Call for Contributions

D Das Forschungszentrum Digital Humanities der Universität Innsbruck, das Austrian Centre for Digital Humanities, sowie Digital Humanities Austria, DARIAH und CLARIN, möchte Sie herzlich einladen für die Digital Humanities Austria Konferenz in Innsbruck vom 4. Dezember bis 6. Dezember 2017 ihre Beiträge einzureichen! http://uibk.ac.at/congress/dha2017/

Willkommen sind Einreichungen aus allen Bereichen der Geisteswissenschaften sowie verwandter Gebiete, die auf digitale Methoden, Ressourcen oder Daten zurückgreifen. Abgabetermin für Einreichungen ist der 15. August 2017.

Besondere Aufmerksamkeit möchten wir auf das Thema der Konferenz lenken: Data First!? Der "Digital Turn" führt in den Geisteswissenschaften auch zu einer verstärkten Hinwendung zu "Daten". Diese werden oftmals automatisiert erzeugt oder gewonnen, man denke an Methoden der Texterkennung und des Textmining. Der Umgang mit diesen Daten stellt den Geisteswissenschaften sowohl von ihrer Quantität - oftmals liegen einer Recherche Millionen Seiten zugrunde (Stichwort: Big Data) - als auch von ihrer Qualität (die gewonnenen Daten enthalten mitunter ein nicht unerhebliches Fehlerpotential) neue Herausforderungen. Umgekehrt ergeben sich daraus wiederum neue reizvolle Fragestellungen und Ansätze. Einreichungen, die sich diesem Thema widmen, werden daher bevorzugt behandelt.
Einreichungen können für Präsentationen, Panels, Workshops, Posters und Software-Demonstrationen ("Tools Gallery") erfolgen. Als Einreichungen werden Abstracts, die über ConfTool eingereicht werden gesehen.

Thema 1: Data First!?

Die digitale Welt der Geisteswissenschaften umfasst sowohl die Entstehung und Gewinnung sowie Archivierung digitaler Corpora, als auch deren quellenkritische Kontrolle, ihre Analyse oder angemessene Interpretation und letztlich ihre Visualisierung. Für all diese Schritte sind Methoden, Techniken und Workflows im Entstehen. Die Vielfältigkeit derselben steht also als Konferenzthema im Zentrum des Calls.
  • Definitionen
  • Produktion
  • Qualität
  • Analyse
  • Visualisierung
  • Archivierung

Thema 2: DH & akademische Disziplinen

Wir verstehen Digital Humanities nicht so sehr als akademische Disziplin, sondern viel mehr als ein Label, das den Umgang mit digitalen Daten und Methoden beschreibt, die dem Bereich der Geisteswissenschaften zuzuordnen sind. Deshalb sind Einreichungen aus allen Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Bereichen willkommen. Dazu gehören u.a.:
  • Archäologie
  • Klassische Philologie
  • Kodikologie
  • Computer Science
  • Wirtschaft
  • Gender studies
  • Geschichte
  • Sprachwissenschaft
  • Recht
  • Lexikologie
  • Literatur
  • Musikwissenschaft
  • Pädagogik
  • Darstellende Künste
  • Politikwissenschaften
  • Philosophie
  • Theologie
  • Bildende Kunst

Thema 3: DH & Forschungsinfrastruktur

Digital Humanities ohne eine enge Zusammenarbeit mit Forschungsinfrastrukturen ist schwer vorstellbar. Deshalb sind Beiträge, die diese Bereiche thematisieren, ebenfalls besonders willkommen.
  • Archive, Bibliotheken, Museen
  • Citizen Science
  • Crowd-Sourcing
  • Förderstellen
  • Open Access
  • Aufbewahrung
  • Wissenschaftliches Daten Management
  • Universitätscurricula
  • Virtuelle Forschungsumgebungen

Thema 4: DH & Wissenschaftliche Herausforderungen und Anwendbarkeit

Im engeren Feld der Digital Humanities geht es um vielfältige Methoden und Anwendungen, die für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit entwickelt werden müssen. Dazu gehören u.a.:
  • Automatische Texterkennung
  • Authorship attribution
  • eLearning
  • Netzwerkanalyse
  • (Big) Data analysis
  • Named Entities Recognition
  • Named Entities Linking
  • Machine learning
  • Visualisierung
  • Stilometrie
  • Textannotation
  • Topic modelling
  • Post correction

Thema 5: DH & Digitalisierung kulturellen Erbes/Forschungsdaten

Die Digitalisierung der für geistes- und sozialwissenschaftliches Arbeiten relevanten Quellen ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale geisteswissenschaftliche Forschung. Die Besonderheiten der jeweiligen Quellen, der verwendeten Geräte und Methoden stellt dabei eine ganz besondere Herausforderung dar.
  • Datengewinnung
  • Noisy data
  • Linked Open Data
  • GIS-Systeme
  • Best practise projects
  • Archivierung Sozialer Netzwerk-Corpora
  • Quellentypen (3-D, Handschriften, Multimediales Material etc.)

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge! Reichen Sie Ihre Abstracts bitte über ConfTool ein: https://webapp.uibk.ac.at/congress/dha2017/index.php?page=newPaper

Alle weiteren Informationen auf http://uibk.ac.at/congress/dha2017/!


Hinweis aus der Digital Humanities Austria-Liste.

Tuesday, May 30, 2017

Natur und Kultur vermessen. Heimat zur Schau stellen #museum

Ich hab ja für heuer schon ausreichend einem "oh, das will ich machen" oder "oh, da würde ich gerne teilnehmen" nachgegeben, und sowohl Zeit und Geld als auch geistige Aufnahmefähigkeit sind begrenzt, aber das würde mich auch interessieren (wie praktisch alle Weiterbildungs-Veranstaltungen der Museumsakademie):

Ob Heimatmuseum, historisches Spezialmuseum oder Landesausstellung: (Kultur)historische Museen und Ausstellungen bewegen sich in einer bestimmten Tradition des Zeigens und Vermittelns, wenn es um die Aufbereitung vergangener Ereignisse und Entwicklungen geht: Im Zentrum der Präsentation stehen im Regelfall die verfügbaren, mehr oder weniger zufällig erhaltenen und anmutigen Objekte. Die ihnen zugedachte Rolle ist es dann, eine lineare, im Vorfeld bereits festgeschriebene Geschichte mit Anfang und Endpunkt sowie sinnfälligen kausalen Verknüpfungen zu belegen.

Wir möchten im Rahmen unserer Veranstaltung der Frage nachgehen, ob eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Geschichte des Lokalen und Regionalen auch anders aussehen kann. Wie können lokale Museen dem Besonderen im Naheliegenden und dem vermeintlich Unspektakulären in seiner Vielfältigkeit gerecht werden? Welche Rechercheansätze und Strategien erlauben es, Geschichten jenseits der großen Erzählstränge überhaupt zu entdecken? Wie kann sich ein Museum auf den Weg machen und das Gestern aus Dörfern und Landschaften herauslesen? Welches Wissen tragen Menschen als lokale Partner/innen mit bzw. in sich und welche Themen beschäftigen sie aktuell? Wie lässt sich Geschichte schließlich als vielfältiges Bild verschiedener Standpunkte im Spannungsfeld von Heimatmuseum, Musée sentimental, partizipativen Prozessen und künstlerischen Konzepten in den Raum und zurück an die Menschen bringen?

Mit: Sonja Enz, Projektmitarbeiterin Stapferhaus Lenzburg (CH), Kurt Farasin, Künstlerischer Leiter Schallaburg und Niederösterreichische Landesausstellungen (A), Andreas Rudigier, Kunsthistoriker und Direktor vorarlberg museum Bregenz (A), Till Velten, freischaffender Künstler, Freiburg im Breisgau (D) und Bruno Winkler, Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck (A). Veranstaltungsleitung: Beat Gugger, Ausstellungskurator, Burgdorf (CH), und Christoph Pietrucha, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Museumsakademie Joanneum, Graz (A).

librarymistress: Knöpfe, aufgenommen im Heimathaus Viechtau in Oberösterreich, Flickr, CC-BY-SA

wann, wo, wieviel: 29. und 30. Juni 2017, Bregenz; Kosten 180 EUR, ermäßigt 150 EUR; Anmeldung und Informationen: Museumsakademie Joanneum, +43 316 8017-9805, Fax -9808, museumsakademie@museum-joanneum.at. Bitte melden Sie sich schriftlich per Mail oder Fax an.

Friday, February 10, 2017

MusErMeKu: Wenn Bildrechte Museen in den Wahnsinn treiben (@musermeku)

Im Blog "MusErMeKu. Museum – Erinnerung – Medien – Kultur" ist am 8. Februar 2017 ein sehr interessantes Interview zum Thema Bildrechte und Museen erschienen. Angelika Schoder hat für den Beitrag "Wenn Bildrechte Museen in den Wahnsinn treiben" mit Roland Nachtigäller, dem Direktor des Museums Marta Herford, gesprochen. Nachtigäller schildert den Aufwand, den seine MitarbeiterInnen und er damit haben, mit den Verwertungsgesellschaften alles rechtlich sauber abzuklären, z.B. bei der Dokumentation der Ausstellungen auf der Website oder bei kleinen Änderungen am Format in einem Ausstellungskatalog etc. etc., und dann kommt der schöne Satz:
Ungeachtet all dessen läuft parallel daneben her eine fortwährende Urheberrechtsverletzung durch die "normalen" Kunstinteressierten, indem sie Werke fotografieren, teilen, auf Plattformen hochladen, kommentieren, collagieren oder individuell verändern etc. Diese "Anarchie der Rezipientenpraxis" hat auch etwas Hoffnungsvolles, denn die Flut ist schon längst nicht mehr einzudämmen und wird es auch hoffentlich nie sein.

Toilettenschüssel "Vindobona" im Wiener Sanitärmuseum (wo ich für einen Beitrag in den AKMB-News problemlos photographieren durfte). Photo: Monika Bargmann, Flickr, CC-BY-SA

Ich selber ärgere mich in Museen dann, wenn Photographieren von eindeutig urheberrechtsfreien Werken ohne Blitz verboten ist, aber keine einfache Möglichkeit geboten wird, z.B. eine Postkarte, ein Photo oder einen Ausdruck davon zu erwerben. Mancherorts wird ja eine kostenpflichtige Lizenz zum Photographieren angeboten, wie ich im Urlaub in Görlitz gesehen habe - das finde ich auch ok, so dicke haben es ja die meisten Museen oder Kirchen nicht.

Friday, February 03, 2017

Lausige Digitalisierung

Tuesday, November 25, 2014

Bibliothek des Jüdischen Museums feiert 20-Jahr-Jubiläum

"Die Bibliothek wurde am 24. November 1994 in der Seitenstettengasse 4 feierlich eröffnet. Der Bestand der Bibliothek setzte sich aus den Resten des Altbestandes der Gemeindebibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde und den Sammlungen des Museums (Sammlung Schlaff, Sammlung Stern, Sammlung Burg, diversen Buchspenden, Neuankäufe des Museums, Legat Trude Berger) zusammen. Zahlreiche Werke hatten die Zeit des Nationalsozialismus nicht überstanden. Die ehemalige Gemeindebibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde begann 1947 mit dem Wiederaufbau, konnte jedoch nicht an die umfangreichen Bestände vor der NS-Herrschaft anknüpfen. 1992 wurden alle Bestände der Kultusgemeinde inklusive deren Neuankäufe aus den 60er- und 70er-Jahren als Dauerleihgabe an das Museum überantwortet. Ab Jänner 1994 wurde der komplette Bestand neu gesichtet, sortiert und geordnet. Die Bibliothek des Jüdischen Museums nahm bei der elektronischen Katalogisierung der Bestände eine Vorreiterrolle ein. Ab 2003 wurde der Buchbestand auf bedenkliche Provenienz durchforstet und eine eigene Datenbank dafür angelegt. Heute umfasst die Bibliothek etwas mehr als 45.000 Bücher und Zeitschriften und ist damit die größte Fachbibliothek zum Thema Judentum in Österreich.

Entlehnkarten der Bücherei des Ältestenrates in Wien. Quelle: Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, via Stalzer und Partner

Die Schau im Extrazimmer des Museums in der Dorotheergasse gibt Einblicke in den bedeutenden Buchbestand der Bibliothek des Jüdischen Museums Wien, deren Raritäten-Sammlung mehr als 200 Bücher enthält. Neben einer Reihe von wertvollen Erstdrucken, wie das für die Kabbalah wichtige 'Sefer yetsirah' (Mantua 1562) werden auch prachtvoll illustrierte Ausgaben aus der Sammlung präsentiert. Ein herausragendes Beispiel der Rara-Sammlung des Museums ist auch die erste 'Rabbinerbibel' aus der venezianischen Druckerpresse Daniel Bombergs (gest. 1549 o. 1553)".

Quelle und weitere Informationen zur Entstehung der Bibliothek: APA OTS des Presse- und Informationsdienstes vom 25. November 2014 und Bibliothekswebsite.

Noch ein interessanter bibliothekarischer Aspekt: "Im April 2004 schloss sich die Bibliothek dem österreichischen Bibliotheksverbund an. Durch diesen Schritt ist die Recherche in den Bibliotheksbeständen auch über das Internet möglich. Eigens für das Jüdische Museum richtete der Bibliotheksverbund die Möglichkeit ein, nach den hebräischen Werken auch in der Originalsprache zu suchen".

Friday, March 14, 2014

John Rylands Library: Photographieren erwünscht

Letzte Woche war ich in Manchester bei der i2c2-Konferenz (dazu später mehr). Dabei habe ich auch die historische John Rylands Library besucht. Die Bibliothek wurde von Enriqueta Rylands zum Gedenken an ihren Mann John Rylands gestiftet und nach zehnjähriger Bauzeit am 1. Jänner 1900 eröffnet. Seit 1972 gehört die Bibliothek zur Universität Manchester, dort sind die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek untergebracht.

Monika Bargmann: John Rylands Library, 8. März 2014, CC-BY-SA

Was mir dort - abgesehen vom freien Eintritt zu den Ausstellungen und zum historischen Lesesaal - positiv aufgefallen ist: Beim Eingang stand ein Schild, auf dem das Photographieren ausdrücklich erlaubt wurde und zusätzlich eingeladen wurde, die Photos in der Flickr-Gruppe der Bibliothek zu teilen. Leider hat meine kleine Kamera nicht ausgereicht, um wirklich schöne Bilder vom gesamten Lesesaal zu machen, also habe ich dann doch den "souvenir guide" gekauft (gut, das hätte ich auf jeden Fall). Und leider hab ich im ansonsten gut ausgestatteten Shop weder ein Poster noch eine größere Postkarte mit dem Lesesaal drauf entdeckt. Ich habe mich jedenfalls schon oft in Museen geärgert, wo das Photographieren - auch ohne Blitz! - verboten ist, aber es dann auch von den bekannteren Bildern keine Postkarten gibt. Ich wäre gern bereit, für schöne Reproduktionen zu bezahlen. Aber vielleicht ist da der Aufwand zu groß und der Ertrag zu gering?

Monday, April 29, 2013

Professorentitel für Stiftsbibliothekar

"Der Theologe Dr. Johann Tomaschek wird für seine Verdienste im Bereich Kirchen-, Landes- und Kulturgeschichte mit dem Professorentitel geehrt. Er ist Archivar und Bibliothekar und seit 1981 mit der Leitung der Stiftsbibliothek des Benediktinerstifts Admont in der Steiermark betraut. Darüber hinaus war er bis 1995 auch für die Museen und die touristischen Belange des Stiftes zuständig und ist Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Ordensarchive Österreich. Hervorzuheben ist seine volksbildnerische Tätigkeit in Form von historischen Vorträgen und Aufsätzen sowie seine Mitarbeit bei der fachlichen Vorbereitung steirischer Landesausstellungen. Geschätzt werden auch seine Publikationen zu überwiegend historischen Themen".

Photo Eingang Stift AdmontQuelle: Presseaussendung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur vom 29. April 2013. - Photo: librarymistress, Flickr, aufgenommen am 18. Juli 2008, CC-BY-SA

Friday, April 19, 2013

MAK-Hauszeitschriften online

Seit kurzem bietet die Bibliothek und Kunstblättersammlung des Museums für Angewandte Kunst eine Zeitschriftendatenbank mit den Hauszeitschriften des MAK. Rund dreißigtausend Seiten der "Mittheilungen des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie" (1863 – 1897) und der Folgezeitschrift "Kunst und Kunsthandwerk" (1898 - 1921) können im Volltext durchsucht werden. Suche über www.mak.at/suchergebnis. - Verwendet wird übrigens der Intranda-Viewer.

Friday, April 12, 2013

Bücherei im Schubhaftzentrum

In einer Presseaussendung des Innenministeriums über das neue Schubhaftzentrum (in Neusprech "Zentrum für Rückführungen") im steirischen Vordernberg steht zu lesen: "Der Gemeinde werden alle Leistungen übertragen, die über die hoheitlichen Kernaufgaben der Polizei hinausgehen. Dazu zählen unter anderem das gesamte Betreuungsmanagement, die Gesundheitsversorgung, Teile des Gebäudemanagements, Verwaltungstätigkeiten, der Betrieb des Warenkiosks und der Bücherei sowie die Wäschereinigung".

Im Ort selbst, der wie viele Industrieorte in der Steiermark von starker Abwanderung betroffen ist, gibt es übrigens anscheinend keine Bücherei. Apropos Vordernberg - ein Besichtigungstipp, zum Beispiel im Rahmen der Langen Nacht der Museen: das Montanhistorisches Museumsensemble Radwerk IV.

Tuesday, March 05, 2013

Workshop "Identifizierung und Datierung von illustrierten Postkarten"

Von 22. bis 24. April 2013 findet in der Reihe "Im Fokus: Archiv und Fotografie" des Steiermärkischen Landesarchivs ein dreitägiger Workshop zum Thema "Identifizierung und Datierung von illustrierten Postkarten" statt. Die vier Module des Workshops greifen die unterschiedlichen medialen Ebenen der illustrierten Postkarte auf und bieten Anleitungen und Hilfestellungen bei deren Identifizierung und Datierung. Erlernt werden sollen die Identifizierung und Bestimmung von Bildformen und Bildinhalten (Timm Starl), gängigen Reproduktionsverfahren (Andreas Gruber), Texten, Vordrucken und Schrift (Eva Tropper) sowie der auf Postkarten verwendeten Wertzeichen und Stempel (Herbert Nessler).
Der von Eva Tropper und Timm Starl konzipierte Workshop ist Teil des vom Photoinstitut Bonartes getragenen und in Zusammenarbeit mit dem GrazMuseum durchgeführten Projekts "Mehr als Bilder. Illustrierte Postkarten in Sammlungen, Archiven, Museen". - Hinweis aus dem VÖA-Newsletter.

Thursday, November 01, 2012

Als der Ofen kalt blieb

Eine frühere Kollegin von mir hat an der neuen Ausstellung im Brennpunkt° Museum der Heizkultur mitgearbeitet. Sie widmet sich dem Thema Als der Ofen kalt blieb. Improvisierter Haushalt um 1945" und wird bis 29. Mai 2013 gezeigt.

Aussenaufnahme Museum der Heizkultur Wien
Bild: Brennpunkt° Museum der Heizkultur

"Die Ausstellung setzt ein mit dem Krieg, der Versorgungslogistik und der nationalsozialistischen Propaganda rund um den Kohlenklau, der vor Energieverschwendung warnte. Sie reicht bis in die 1950er-Jahre, als sich die Energieversorgung stabilisierte und Zuwachs an Energieverbrauch als positives Zeichen des Wachstums verstanden wurde".

Friday, July 22, 2011

Interviewreihe mit "Führungsfrauen" im Kulturbereich

Wien International hat eine Interviewreihe mit weiblichen Führungskräften im Kulturbereich gestartet, wo u.a. die Leiterinnen der Nationalbibliothek, UB Wien und Wienbibliothek befragt wurden. Jeweils unten finden sich die Links zu den anderen Interviews.

Saturday, April 16, 2011

Hamlet und Faust

Photo aus dem Theatermuseum: Schädel, Krone, Spiegel, Buch auf einem Tisch

Photo aus dem Düsseldorfer Theatermuseum, aufgenommen am 20. Jänner 2011.

Thursday, February 24, 2011

Was wissen Aliens von unserer Alltagskultur?

Gestern habe ich auf Einsfestival den Dokumentarfilm "Was wird bleiben" von Knut Karger (Kamera: Diana Weilepp) gesehen. Wenn die Menschheit ausstirbt und irgendwann Außerirdische unseren Planeten entdecken, was würden sie vorfinden und (wie) könnten sie das deuten? Karger sprach zum Beispiel mit einem Mitarbeiter der International Time Capsule Society, die eine auf mehrere tausend Jahre angelegte Zeitkapsel verwahren und auf ihrer Website auch nützliche Tipps bereitstellen, wenn Ihr selbst mal eine bauen wollt. Interessant waren auch die Kulturpflanzen, deren Samen in einer Genbank gelagert werden, zum Teil in flüssigem Stickstoff eingelegt und jederzeit wieder verwendbar. Sie würden ohne Zutun des Menschen von ihren robusteren Ur-Verwandten überwachsen. Auch das Bayerische Hauptstaatsarchiv mit seinen Akten und Mikrofilmen und der Barbarastollen waren Thema. Natürlich wurde auch über die Voyager- und Pioneer-Sonden berichtet, die, wenn alles gut geht, unser Sonnensystem verlassen.
Es wurde angesprochen, dass die Aliens keinen Einblick in unsere Alltagskultur bekämen. Das trifft auf das Staatsarchiv wahrscheinlich zu, aber wie ist das mit den gesammelten Plakaten, Photos, Weblogs und Tweets? Ich denke, da kann man schon einiges über unseren Alltag ablesen.

Voyager Uranus, Photo einer Sonde im Orbit des Uranus
Bruce "FlyingSinger" Irving: "Voyager Uranus", 27. Dezember 2005, CC-BY-Lizenz

Ein interessanter Aspekt war auch, dass diese Aliens nicht nur die Möglichkeit haben müssten, unsere Schrift, Bilder, Videos etc. wahrzunehmen und als solche zu identifizieren, sondern dass sie überhaupt etwas wie "Vergangenheit" in ihrer Kultur kennen und die entsprechende Neugier dafür haben müssten.

Monday, December 20, 2010

Bücherflohmarkt im Jüdischen Museum

"Wir räumen nicht nur unser ganzes Museum aus, sondern auch unser Buchlager. Versäumen Sie also nicht unseren Bücherflohmarkt! Morgen, am 16. Dezember, startet im Jüdischen Museum Wien, Dorotheergasse 11, eine große Bücheraktion. Die Kataloge und Publikationen des Museums sind um € 3,- , Plakate um € 1,- zu erwerben". 16. Dezember 2010 bis 10. Jänner 2011, Jüdisches Museum Wien, Auditorium, Dorotheergasse 11, 1010 Wien. Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag, 10:00 bis 18:00 Uhr, Samstag geschlossen. - Quelle: Newsletter.

Friday, November 26, 2010

Gedenkraum für Frankfurter Bibliothekar

Im neuen Sammler- und Stiftermuseum, das 2012 in Frankfurt eröffnet werden soll, wird der Bibliothekar Martin Johann Waldschmidt einen eigenen Raum bekommen, berichten die Frankfurter Neue Presse und die Frankfurter Rundschau. Waldschmidt (1650 – 1706) war sozusagen der erste Stadtbibliothekar und später auch der Leiter des Stadtarchivs. Die Patenschaft für den Raum - sprich die Finanzierung der Ausstattung - übernimmt das Kuratorium Kulturelles Frankfurt. - Mehr dazu kann man auf der Website des Historischen Museums erfahren.