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Thursday, August 11, 2022

librarians in charge

Wenn wir das Sagen hätten, würden wir natürlich niemandem verraten, dass es SciHub oder #icanhazpdf auf Twitter gibt ;-)

Tuesday, June 21, 2022

Workshop "Die Suche nach wissenschaftlichen Informationen dekolonialisieren" in Stuttgart

DIe Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen veranstaltet am 30. Juni 2022 im Rahmen des 2. Stuttgarter Wissenschaftsfestivals einen Workshop "Die Suche nach wissenschaftlichen Informationen dekolonialisieren".
Kultur- und Bildungseinrichtungen zu dekolonialisieren ist im D-A-CH-Raum mittlerweile ein verbreitetes Anliegen. In Sammlungen und Suchsystemen für wissenschaftliche Informationen steht die Dominanz von Autor:innen, Verlagen und Zeitschriften aus dem "Globalen Norden" in keinem adäquaten Verhältnis zur tatsächlichen globalen Wissensproduktion, die selbst unter sozial ungerechten Bedingungen stattfindet.

Dieser Workshop lädt alle Interessierten ein, eigene Erfahrungen bei der Suche nach wissenschaftlichen Informationen zu reflektieren und Ideen zur Dekolonialisierung mit Dr. Nora Schmidt (Expertin des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik") und Dr. Wolfram Seidler (Universitätsbibliothek Wien) zu diskutieren.

Der Workshop findet in Präsenz statt. Wir bitten um eine Anmeldung an research[at]ifa.de bis zum 24. Juni 2022.

Wann und wo: 30.06.2022, 17-18 Uhr, Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen, Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart.

Quelle: Inetbib.

Wednesday, June 08, 2022

Themenportal "Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts" (DE)

Neues Rechercheangebot in Deutschland:

--- Seit dem 1. Juni ist das vom Bundesministerium für Finanzen initiierte und finanzierte Themenportal "Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts" im Archivportal-D online. Es wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Landesarchiv Baden-Württemberg, dem Bundesarchiv, dem FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und der Deutschen Digitalen Bibliothek entwickelt. In einer ersten Stufe des Portals sind nun zunächst Bestände aus staatlichen Archiven erstmals unter einem Dach recherchierbar:

Die Webseite bietet Informationen zum Thema und eine Navigation durch rund 500 Bestände mit Millionen von Archivalien und Dokumenten – von Bundesministerien über Gerichte bis zu lokalen Entschädigungsämtern. Nutzerinnen und Nutzer können mit Hilfe des Portals direkt erfahren, welche Bestände einschlägig sind und auf welche Archive sie sich erstrecken.

Zwei Zugriffsmöglichkeiten – thematisch und gegliedert nach Archiven – stehen zur Verfügung. Im thematischen Bereich stehen vier Oberkategorien (Entschädigung, Rückerstattung, Internationales sowie SBZ und DDR), die sich an den Schwerpunkten der Wiedergutmachungspraxis orientieren, zur Auswahl bereit. Zu den einzelnen Ober- und Unterkategorien sind zusätzlich kurze Informationstexte hinterlegt. Die Ergebnisseite bietet eine Übersicht der thematisch einschlägigen Bestände. Ein rein provenienzbezogener Zugang erfolgt über den Reiter "Archive". Abgerundet wird das Angebot durch Hintergrundinformationen mit Seiten zu Geschichte der Wiedergutmachung und zu rechtlichen Voraussetzungen sowie Literaturhinweise, Kartenmaterial und ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen.

Das Themenportal wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter ausgebaut. Sehr viele weitere Datensätze und digitalisiertes Archivgut – auch von kommunalen und freien Archivträgern –, ein sachthematischer und personenbezogener Zugang zu einzelnen Unterlagenarten und Angebote zur historischen Bildung werden folgen."---

Quelle: archivliste (Archivschule Marburg).

Tuesday, April 19, 2022

UC Santa Barbara: Keyword Cultures

Gerade auf Twitter entdeckt: Leila Stegemoeller bietet bei den Summer Sessions der UC Santa Barbara einen Kurs zum Thema "Keyword Cultures" an. Ich kann daran ja nicht teilnehmen, aber ich finde den Blickwinkel sehr spannend:
"There is a popular joke among digital marketers – that the best place to hide a dead body is on page two of Google. One of the many techniques Search Engine Optimization (SEO) experts employ to save their own pages from obscurity is keyword strategy: determining what search terms or phrases to associate with their brand, and adjusting pages or purchasing Google ads accordingly. On platforms like Twitter, Facebook, TikTok, and Instagram, keyword search and hashtags function similarly for advertisers, companies, and individuals. Whenever we google something, organize files, or search through a book's index, we are using keywords. In disciplines like literary study, when we follow the repetition of a term through a work to unlock a hidden meaning, we are treating it as a keyword. And following cultural critic and literature professor Raymond Williams, when we refer to "democracy," or "the media" at all, we are employing a socially complex keyword. This course teaches students to think of the keyword in several ways: first, as a cornerstone of traditional literary or rhetorical analysis; second, as a central concept in digital humanities methods for analyzing texts; and finally, as a cultural unit that shapes our thinking in search engines, on social media, and in our larger social world."

Vielleicht könnten wir Frau Stegemoeller einmal für einen Gastvortrag gewinnen...

Thursday, December 22, 2016

Informationskompetenz-Tag in Innsbruck, Februar 2017: Programm steht fest

//Das Programm des 1. Informationskompetenz-Tags von 16. bis 17. 2. 2017 in Innsbruck ist nun auf der Tagungswebsite https://www.uibk.ac.at/ulb/informationskompetenz/ veröffentlicht. Wir freuen uns auf interessante Beiträge und Diskussionen.

Der Informationskompetenz-Tag wird von der Kommission Informationskompetenz der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie der Kommission Informationskompetenz des Deutschen Bibliotheksverbands und des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare veranstaltet. Er bietet Expertinnen und Experten aus Bibliotheken eine Plattform, um neue, innovative und kontroverse Ideen, Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Informationskompetenz zu präsentieren und zu diskutieren.

Die Tagung möchte den Austausch fördern und besteht neben Keynotes und Vorträgen vor allem aus Workshops und einer Unkonferenz. In der Unkonferenz können Sie sich noch über weitere Themen austauschen: Sie können Ideen und Inhalte einbringen, die Sie interessant finden und teilen möchten, aber auch Inhalte vorschlagen, für die Sie Hilfe bei der Umsetzung brauchen bzw. für die Sie eine Lösung suchen. Die Teilnehmenden entscheiden dann vor Ort, welche Sessions sie besuchen.//

Quelle: Mail von Michaela Zemanek und Fabian Franke an voeb-l

Wednesday, October 19, 2016

Call for Papers für den Informationskompetenz-Tag 16./17. Februar 2017

Die Kommission Informationskompetenz des Deutschen Bibliotheksverbands und des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare und die Kommission Informationskompetenz der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare laden ein zum 1. Informationskompetenz-Tag Deutschland/Österreich am 16. und 17. Februar 2017 in Innsbruck an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.

Der Informationskompetenz-Tag bietet Expertinnen und Experten aus Bibliotheken eine Plattform, um neue, innovative und kontroverse Ideen, Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Informationskompetenz zu präsentieren und zu diskutieren. Mögliche Themen sind z. B. der Einsatz von E-Learning, Assessment-Verfahren, innovative didaktische Methoden oder organisatorische und konzeptionelle Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht der Austausch, daher besteht die Tagung neben Keynotes und Vorträgen vor allem aus Workshops und einer Unkonferenz. Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme - bitte merken Sie den Termin vor. Die Website des Informationskompetenz-Tags finden Sie hier: www.uibk.ac.at/ulb/informationskompetenz.

Die Kommissionen bitten um Einreichungen für Workshops oder Vorträge.

Workshops: In Workshops werden in 90 oder 180 Minuten aktuelle Themen in kleineren Gruppen diskutiert und vertieft bearbeitet. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag mit Titel des Workshops, Name und Kurzbiografie der Moderatorinnen bzw. Moderatoren und Abstract (max. 2.000 Zeichen) bis zum 09.11.2016 an Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at. Bitte geben Sie zusätzlich Zielgruppe, Zeitbedarf, Gruppengröße und die benötigte technische Ausstattung an.

Vorträge: Vorträge stellen aktuelle Themen in 20 Minuten kurz vor. Daran schließt sich eine Diskussionsrunde an. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag mit Titel des Vortrags, Namen und Kurzbiographie des/der Vortragenden und Abstract (max. 2.000 Zeichen) bis zum 09.11.2016 an Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at.

Unkonferenz: Bitte bereiten Sie Themenvorschläge für eine Session vor. Sie können zu Themen, die Sie interessieren, Informationen anbieten, oder Inhalte vorschlagen, für die Sie Hilfe bei der Umsetzung bzw. eine Lösung suchen. Die Teilnehmenden entscheiden, welche Sessions sie besuchen. Für weitere Auskünfte können Sie sich gerne an Michaela Zemanek oder Fabian Franke wenden: Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at.

Hinweis aus Inetbib

Thursday, July 14, 2016

Ausstauben von Tüchern aus dem Fenster. Polizeiberichte im 19. Jahrhundert

Nationalität, Muttersprache, Sprachkenntnisse
der Polizeibeamten (1879)
Die Wienbibliothek im Rathaus legt bei der Digitalen Bibliothek einen Schwerpunkt auf Verwaltungsliteratur. So können z.B. das "Handbuch der Stadt Wien" und der "Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch" online nachgelesen werden. Im Herbst wird das Amtsblatt online gehen. "Verwaltungsliteratur" klingt zunächst vielleicht nicht so prickelnd. Aber alleine über die Freuden des Amtsblatts, das ich gerade mit einer Kollegin bearbeite, könnte ich stundenlang schreiben - und tue es auch immer wieder auf unserer Facebookseite.

Heute hab ich noch etwas Interessantes entdeckt. Ich habe zum ersten Mal in "Die Polizeiverwaltung Wiens im Jahre..." reingeschaut. Dieser Bericht wurde vom Präsidium der K.K. Polizei-Direction zusammengestellt und erschien von 1876 - 1892. Darin wird beispielsweise über die Anzahl von inspectionirenden Organen bei Circusvorführungen, Bicycle-Preisrennen, Productionen durch Gymnastiker, Tanzkränzchen, Mastviehausstellungen, Affentheater und anderen oeffentlichen Belustigungen berichtet.

Nichtsperrung des Hausthores

Man kann aber auch nachlesen, wie oft strafbare Handlungen wie unanständiges Benehmen im Amte, Theater- oder Circusbilleten-Agiotage, Betteln mit verstellten körperlichen Gebrechen, zu frühes Oeffnen der Kaffee- und Branntweinschenken, Curpfuscherei, Baden an verbotenem Orte, Nichtsperrung des Hausthores, Einmengung in den Vollzug öffentlicher Dienste, Ausstauben von Tüchern und dergleichen aus dem Fenster, Nichtfolgeleistung den behördlichen Anordnungen bei einem Auflaufe, Beleidigung der Mitglieder des kaiserlichen Hauses, unbefugtes Halten einer Winkelpresse oder Thierquälerei vorkamen. Wie oft gegen "arbeitsscheue Individuen" amtsgehandelt wurde, wie oft Menschen wegen Bettelns "der häuslichen Züchtigung" und Obdachlose "dem Gericht als Vagabunden übergeben" wurden. Inkludiert ist eine Aufstellung über "persönliche Verhältnisse und Provenienz der Arretirten".

Es sprechen Englisch: 2

Interessant finde ich auch die statistischen Daten zu den Polizei- und Verwaltungsbeamten. Da stoße ich zum Beispiel auf Bezeichnungen wie "Hilfsämterdirections-Adjuncten" oder "Diurnisten". Bei den Fremdsprachenkenntnissen (Bild) fällt auf, dass praktisch niemand Englisch konnte.

Friday, May 06, 2016

Workshop "Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen"

Workshop: Bereitstellung, Präsentation, Nutzung. Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen. 21. Juni 2016, Generallandesarchiv Karlsruhe.

Waren Kartenwerke in der Vergangenheit auf Papier oder Leinwand zu finden, so wundert es nicht, dass sie angesichts des 'digital turn' zunehmend in online verfügbaren Geoinformationssystemen (GIS) bereitgestellt werden. Damit verbessern sich die Zugriffsmöglichkeiten auf Kartenmaterialien eklatant, die so breiter rezipiert werden können. Zudem eröffnen die verfügbaren GIS-Funktionalitäten ein weites Spektrum gänzlich neuer Nutzungsmöglichkeiten. Der Historische Atlas von Baden-Württemberg, herausgegeben von der Kommission für geschichtliche Landeskunde, ist die zentrale geografische Grundlage für Forschungen zum deutschen Südwesten. Im vergangenen Jahr wurde auch er digitalisiert und über LEO-BW, dem vom Landesarchiv Baden-Württemberg federführend entwickelten Landeskundeportal für Baden-Württemberg, als GIS-Anwendung zur Verfügung gestellt. Dies zum Anlass nehmend möchte der Workshop mit praxisnahen Beiträgen aus ganz Deutschland und den benachbarten Regionen die Frage stellen und diskutieren, wie digitale Karten und Atlanten Wissenschaft, Forschung und Lehre unterstützen und im Rahmen der Digital Humanities ganz neue Zugänge schaffen können.

Programm

Organisation

Veranstalter: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Landesarchiv Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins des Generallandesarchivs Karlsruhe.

Veranstaltungsort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Anmeldung bitte bis 15.6. unter poststelle@kgl-bw.de.

Sunday, December 13, 2015

CfP: Emerging Trends in Agricultural Information Systems Worldwide

Hinweis auf den Call for papers: Special Session on Emerging Trends in Agricultural Information Systems Worldwide sus der AGRILIBS IFLA mailing list for Agricultural Libraries.

//zitat// It is our pleasure to invite you to London (24-27 May 2016, Senate House, University of London, UK) for the 8th Qualitative and Quantitative Methods in Libraries International Conference QQML2016, http://www.isast.org which is organized under the umbrella of ISAST (International Society for the Advancement of Science and Technology).
You are invited to submit your structured abstract, not exceeding 500 words, on any of the topics listed below for consideration.
Over the years enough of discussion on major agricultural information systems such as AGRIS, Agricola, CRIS of USDA, and CARIS of FAO has taken place. it is noticed that several commodity/mission/product oriented information systems as well as other internet-based systems are in vogue.
This special session is aimed at focusing on:

  • Fertilizer information systems
  • Pesticide information systems
  • Irrigation information systems
  • Soil information systems
  • Seed information systems
Other possible topics for consideration include: Important dates:
Deadline of abstracts submitted: 30 December 2015
Reviewer's response: in 3 weeks after submission
Early registration: 30th of March 2016
Full papers (not exceeding 7,000 words.
Paper and Presentation Slides: 1st of May 2016
Conference dates: 24-27 May 2016
Looking forward to welcoming you in London, The QQML2016 Conference Poster is available at: http://www.isast.org/images/Poster_QQML2016.pdf

Please send the abstract to: Deva E. Reddy, PhD, dereddy@tamu.edu. //zitatende//

Friday, November 27, 2015

Erwartungen an Websites von Verlagen

Ich bewege mich jobbedingt in letzter Zeit noch mehr als sonst auf Verlagswebsites und ärgere mich oft über die schlechte Bedienbarkeit. Ich habe ein paar Erwartungen und Wünsche zusammengetragen und freue mich über Ergänzungen:

* jedes Buch braucht eine eigene verlinkbare, stabile Seite, nicht nur einen Eintrag auf der Seite "Neuerscheinungen", die sich immer ändert

* ich möchte das Coverbild druckfähig (oder zumindest "besser-als-Thumbnail") downloaden können, ohne mich zuerst als Pressemitarbeiterin registrieren oder ein Mail schreiben zu müssen

* das Erscheinungsjahr/-datum soll dabeistehen (eh klar? ha!)

* Wunsch der Bibliothekarin: ISBN bitte _mit_ Bindestrichen

* noch ein Wunsch als Bibliothekarin: Vergriffene Bücher sollten weiterhin angeführt werden. Die Frage ist, ob das Buchkäufer_innen tendentiell verärgert, wenn sie solche Bücher noch finden...

* Wunsch an die SEOs der Verlage (nochmal ha!) und ans Google-Ranking: Bei der Suche nach einem Buch ist die eigentliche Verlagsseite oft gar nicht so leicht zu finden - stattdessen blättert man sich durch Seiten um Seiten von Online-Shops. Fast immer muss man den Verlag suchen und dann auf der Verlagsseite das Buch.

me and the sysop / pyxopotamus: "134", Flickr, 12. August 2008, CC-BY-ND

Was sagt Ihr dazu - was nervt Euch, was gefällt Euch auf Verlagswebsites, was erwartet Ihr?
edit: Ich will nicht nur jammern, sondern auch ein Positivbeispiel nennen: Böhlau und Mandelbaum.

Friday, October 02, 2015

Website: Was wollt Ihr zuerst wissen?

Wir möchten unsere Bibliothekswebsite in nächster Zeit neu gestalten, deswegen denke ich in letzter Zeit häufig darüber nach, was unsere Benutzer_innen als erstes wissen möchten, wenn sie auf unsere Website kommen. Mir geht es nämlich bei vielen Websites so, dass das, was ich persönlich für das Wichtigste hielte, am schwierigsten zu finden ist. Beispiele gefällig?

Wenn ich auf die Seite eines Speiselokals gehe, möchte ich vorrangig wissen, was es wann zu essen gibt – vor allem wenn ich unterwegs bin und mit dem Handy zugreife. Stattdessen blättere ich mich durch Abhandlungen zur Philosophie des Kochs, durch die reichlich illustrierte Geschichte des Gebäudes und Photos von der Eröffnung vor zehn Jahren. Die Öffnungszeiten verstecken sich im besten Fall unter "Kontakt" oder "Impressum". Auf keinen Fall dürfen sie gleich auf der Startseite oder unter einem Punkt "Öffnungszeiten" stehen.
Was ist auf der Website eines Fernsehsenders am schwersten zu finden? Natürlich das Programm! Nun ist mir klar, dass es sich bei diesen Seiten oft um umfassende Nachrichtenportale handelt, die vorrangig wegen der aktuellen Berichterstattung besucht werden. Aber es wäre schon schön, von der Startseite mit einem Klick zur Sendung, die gerade läuft, und zum Programm des heutigen Tages zu kommen. Mit ein Grund dafür, dass ich immer noch Geld für ein gedrucktes Fernsehprogramm ausgebe - da habe ich in zehn Sekunden einen perfekten Überblick, wie ich ihn im Web noch nirgends gefunden habe.

Julie K in Taiwan: NoodleGirl.
Flickr, 16. Juni 2006, CC-BY-NC
Was möchte ich auf der Packung lesen, wenn ich Nudeln kaufe? Im Geschäft die Zutaten und die Herkunft, ok. Aber zuhause? Was könnte das sein – hm, die Kochzeit vielleicht? Klar gibt es verschiedene Geschmäcker, was die Konsistenz von Pasta betrifft, aber ob es nun ungefähr drei oder ungefähr zehn Minuten sind, wäre doch gut zu wissen. Die Zutatenliste auf Ungarisch und Bulgarisch finde ich gleich, die Kochzeit ist irgendwo in dem ornamentartigen Firmenlogo gut versteckt und möglichst verschnörkelt. - Ich als experimentierfreudiger Getreidefan habe einmal "Pharaonenkorn" gekocht und gekocht und nach eineinhalb Stunden immer noch keine nennenswerte Erweichung feststellen können. Nachdem ich die Körner aus Trotz doch gegessen habe, habe ich auf der Website des Herstellers nachgelesen und herausgefunden, dass sie eigentlich gemahlen und für Brot verwendet werden sollen – davon stand aber nix auf der Packung ;-)

Geht es nur mir so? Wie könnten wir das auf die Bibliothekswelt und ihre Websites umlegen? Sind unsere FAQs wirklich die FAQs? Mich würde Eure Meinung dazu interessieren!

Friday, April 10, 2015

World-Check: Datenbank mit Menschen auf "Sanktionslisten"

Der Berliner Arbeitskreis Information (BAK) lädt am 23. April 2015 (17.30 Uhr, Hörsaal 14 der Universitätsbibliothek der TU Berlin) zu einer Informationsveranstaltung über die Datenbank "World-Check":

"World-Check - eine Datenbank über Personen und Organisationen, die auf Sanktionslisten stehen. Seit 2002 müssen Industriefirmen, Dienstleister und Banken in der EU und in den USA sicherstellen, dass sie Personen, die auf Anti-Terror-Listen stehen, weder ein Gehalt auszahlen, noch Geschäfte mit ihnen machen. Bewusste Verstöße gegen diese Vorschriften (Anti-Terror-Verordnung von 2002) werden als Straftat eingestuft, bei Fahrlässigkeit gelten sie als Ordnungswidrigkeit. Das soll verhindern, dass Terroristen über Lohnzahlungen von der Wirtschaft finanziert werden. Ebenfalls seit 2002 werden sogenannte Sanktionslisten veröffentlicht, in denen sich die Namen gesuchter Terroristen finden.
Die Datenbank World-Check konsolidiert die Inhalte aus Sanktionslisten, Strafverfolgungsbehörden und Regulatoren und ergänzt diese um Politisch Exponierte Personen (PEP) und staatseigene Betriebe. Den Großteil der Inhalte bestimmen jedoch eigene Recherchen des Unternehmens. Abgedeckt werden Bereiche wie z. B. organisierte Kriminalität, Terrorismus, Betrug, Korruption, Geldwäsche und Drogenkriminalität
".

Auf der Website von Thomson-Reuters heißt es dazu:
"Wir beobachten mehr als 400 Sanktions-, Watch-, aufsichtsbehrdliche und vollstreckungsbehördliche Listen sowie Hunderttausende Informationsquellen und identifizieren Personen und Organisationen mit hohem Risiko oft Monate oder Jahre, bevor sie auf einer dieser Listen erscheinen. Allein im Jahr 2012 haben wir mehr als 180 Personen und/oder Organisationen identifiziert, bevor sie in der Liste des US-amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) vermerkt wurden".

Jordi Martorell: One nation under CCTV, 15. April 2008, London, CC-BY-NC-ND

Ich würde mir da eine ergänzende Diskussionsveranstaltung über solche Sanktionslisten und die Frage "wie kommt man wieder von der Liste, wenn man nicht raufgehört" wünschen...

Sunday, November 23, 2014

Lieblings-Tweets zum heutigen #Tatort aus Stuttgart

Thursday, February 27, 2014

Verlinkung von Einheitssachtitel zu GND in ACC01 möglich

Ich glaub, der Titel dieses Posts hat Chancen auf den "bibliothekarischsten Titel aller Zeiten" hierblogs ;-) Zitat aus der Verbundliste: "Ein langgehegter Wunsch geht nun in Erfüllung. Ab März wird es möglich sein die Einheitssachtitel von Werken der Musik (EST) im bibliografischen Datensatz der ACC01 mit der GND zu verlinken und damit sämtliche Verweisungsformen, Besetzungs-, Gattungs-, und sonstige Informationen mit suchbar zu machen. Um diese neue Möglichkeit der Musikalienbearbeitung vorzustellen und die damit verbundenen Workflows zu diskutieren, findet im März eine Informationsveranstaltung für alle im Verbund tätigen MusikalienerschließerInnen (FormalerschließerInnen) statt.

Zeit: Mittwoch, 12. März 2014, 11-16 Uhr
Ort: OBVSG, 1020 Wien, Raimundgasse 1/3, Vortragssaal
Präsentation: Josef Labner
Bitte geben Sie bis zum 7.3. per mail an staudinger (at)mdw.ac.at bekannt, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen".

Ich bin davon ja nicht im geringsten betroffen, es klingt aber wichtig. Ich erinnere mich auch gerne daran, wie mein Kollege aus der Musiksammlung bei unserer Aleph-Schulung erzählt hat, wie diese Einheitssachtitel bei Musikwerken angesetzt werden. Das ist ganz und gar keine triviale Angelegenheit und war spannend anzuhören - was ich nicht geglaubt hätte, hätte mir das vorher jemand prophezeit ;-)

Friday, December 27, 2013

Über Strudelfaschismus und Strudelreligion ;-)

Ich habe kürzlich eine Anfrage nach dem ältesten Apfelstrudelrezept bekommen, das sich in einer gebundenen Handschrift aus dem Jahr 1696 in der Wienbibliothek befinden soll. Das anonym erschienene Kochbuch trägt den Titel "Ein Vortrefflich und Gerechtes Koch Puech, darinen bey 1350 Rahre und Kostbahre Speisen begreiffen Nemblichen vor aller Hand Pastetten und Dortten gebachenen Sulzen ... [!] Unterschudliche guete Suppen auch von Fischen Und dergleichen andrer Wahrmen Speisen mehr zu Kochen und zue Zurichten" und wird u.a. im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu Apple strudel zitiert (auch wenn sich kein Apfelstrudel-, sondern ein Millirahmstrudelrezept darin befinden soll, wie mir eine Kollegin verraten hat. Ich warte noch, bis die Handschrift ausgehoben wird, und hab daher selber noch nicht nachschauen können). Ich hab mich jedenfalls gerade bei der Lektüre der Diskussionsseite zu diesem Artikel köstlich amüsiert. Es geht um die Frage, ob Strudelteig mit Olivenöl gemacht werden kann bzw. in Österreich traditionell gemacht wird - meiner Ansicht nach nein, denn Olivenöl findet ja erst geschätzt in den letzten zwei Jahrzehnten weitere Verbreitung in Österreich, und das Rezept ist ja sehr alt. Allerdings hat eine serbische Bekannte meiner Eltern öfters einen unglaublich fetten (nach einer Annäherungsphase trotz des ungewöhnlichen Geschmacks allerdings auch köstlichen) Strudel mit Olivenöl gemacht, also ist vielleicht wie so oft die Frage, wie weit man den Begriff "Österreich" fasst ;-)

Hier einige Highlights aus der Diskussion:

"All I wanted to do was to state clearly that olive oil, light flavoured olive oil, is valid in this recipe. I've been making apfelstrudel since 1960, taught by my father who hailed from Wien, and we have never once used butter within the pastry mix, always a tablespoon of light olive oil per strudel".

"There are no absolutes in strudel making!"

"I understand that you and your father are baking your Apfelstrudel with olive oil, but the German and Austrian Apfelstrudel is not baked with olive oil. (...) The real Apfelstrudel is a culinary masterpiece and it is not made like the imitations around the world, with thick or broken dough layers or phyllo dough or olive oil. It is not a difference of opinions, it is a culinary tradition we are talking about".

"Culinary tradition is not absolute, despite your confidence in it. I've never heard of strudel fascism before".

"What you do with your own Apfelstrudel is not what the Austrian Apfelstrudel is. Austrian Apfelstrudel is an art and is an almost holy dish in Austria, and you can not just go on preparing it in any way like you want or do whatewer you wish. You may add a separate section In other countries and describe other countries picking up on this dish, their preparation picking up on the dish in US or Australia, but that is a copy of the dish and is not the original version. Please do that and you may write about olive oil and other blasfemous ingredients if you wish.".

Photo noch ungebackener Apfelstrudel
tschoerda: "Apfelstrudel", 12. April 2007, Flickr, CC-BY-NC-SA

Thursday, December 12, 2013

Suchmaschine MillionShort: neue Sichtweise durch Streichen der ersten Million Treffer

MillionShort ist eine Web-Suchmaschine im Experimentierstadium, bei der man auf Knopfdruck die ersten hundert, tausend, zehntausend, hunderttausend oder eine Million Treffer streichen kann: "Million Short makes it easy to discover sites that just don't make it to the top of the search engine results for whatever reason (poor SEO, new site, small marketing budget, competitive keyword(s) etc.). Most people don't look beyond page 1 when doing a search and now they don't have to". Ich habe das einmal mit "librarians profession" ausprobiert und bin durch die Streichung der ersten hunderttausend Treffer auf etliche interessante Blogeinträge gestoßen.

Für das schnelle Nachschauen ist wohl meistens die erste Seite ausreichend, aber wenn man sich mit einem Thema sehr intensiv beschäftigen will, ist MillionShort einen Versuch wert.

Hinweis aus basicthinking.de vom 11. Dezember.

Friday, April 19, 2013

MAK-Hauszeitschriften online

Seit kurzem bietet die Bibliothek und Kunstblättersammlung des Museums für Angewandte Kunst eine Zeitschriftendatenbank mit den Hauszeitschriften des MAK. Rund dreißigtausend Seiten der "Mittheilungen des k.k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie" (1863 – 1897) und der Folgezeitschrift "Kunst und Kunsthandwerk" (1898 - 1921) können im Volltext durchsucht werden. Suche über www.mak.at/suchergebnis. - Verwendet wird übrigens der Intranda-Viewer.

Wednesday, April 17, 2013

Der Kärntnerische Sumpf

Im Katalog des Kärntner Landesarchivs habe ich heute den Bestand "Entsumpfung von Klagenfurt" entdeckt. Dauerte eine Weile, bis ich gemerkt habe, dass es dabei gar nicht um Politik geht ;-)


Arkomas: The swamp bar sign - New Orleans, aufgenommen am 13. November 2011, Flickr, CC-BY-NC

Sunday, April 14, 2013

Literaturrecherche in den 1980ern

Otto Oberhauser hat einige seiner Beiträge zur computergestützten Literatursuche aus den 1980ern in E-LIS eingestellt - sehr interessant zur Erinnerung für die ZeitgeschichtlerInnen unter den BibliothekshistorikerInnen ;-) Beispiele:

Saturday, April 13, 2013

Literaturbeschaffung mittels Hashtag: #icanhazpdf

Ich bin heute über einen Tweet von Karen James bzw. den Retweet von Lambert Heller auf eine nützliche Twittersache gestoßen, die es anscheinend eh schon seit mindestens zwei Jahren gibt: #icanhazpdf. Mit dem Hashtag werden Tweets gekennzeichnet, in denen man nach wissenschaftlichen Aufsätzen sucht, zu denen die eigene Bibliothek bzw. Forschungseinrichtung keinen Zugang bietet. Als ich gerade reingeschaut habe, wurden u.a. die Aufsätze "Thioflavin-S staining coupled to flow cytometry" und "Searching for unconventional seismic signals on a subduction zone with a submerged forearc" gesucht.

Hier ist eine schöne Erklärung: "#icanhazpdf is a Twitter hashtag used to coordinate the exchange of scholarly papers. Suppose that Alice needs a certain journal article for her research, but neither Alice nor her employer have a subscription to the journal which contains it. (Alice could be a research scientist at a small nonprofit organization, or even a cancer patient trying to educate herself about her disease.) The article is not Open Access, nor is it available in an institutional repository, nor does a version exist on PubMed Central or the arXiv. Alice posts a link to the paper on her Twitter account, marking it with the "hashtag" #icanhazpdf. Anyone who notices checks to see if they have access, such as via their university's institutional subscriptions, and if they do, they download the article and send it to Alice. In February 2012, it is becoming standard practice to delete the request tweet after the request has been fulfilled" (Quelle: Eureka Journal Watch, CC-BY)

Eine ähnliche Sache gibt es auch auf Reddit: "This reddit is for requesting and sharing articles available in various databases, as well as discussion relating to the material".