Friday, December 29, 2006

NYPL im Standard-Karriereteil

Ein Artikel im Karriere-Teil des Standard beschreibt anschaulich, was die New York Public Library - um genauer zu sein, die Zweigstelle "Science, Industry and Business Library" (SIBL) - für die Wirtschaft leistet: "Die New York Public Library ist weit mehr als eine Bibliothek mit 1,2 Millionen Business-Büchern. Sie hat sich zu einem interaktiven Recherchezentrum für Unternehmer, Investoren und Firmengründer auf der Suche nach Nischen entwickelt". Ein Erfinder: "'Das Design stammt von mir, aber ohne die Hilfe der New York Public Library hätte ich mein Konzept nie in die Tat umsetzen können', sagt der Detail-Devils-Erfinder Sean Sabol. 'Die Bibliothekare haben mir geholfen, alle Patentrechte zu klären, einen Businessplan aufzustellen und die richtigen Finanzgeber ausfindig zu machen'."
Eines der Services der SIBL ist zum Beispiel "SCORE", das "Service Corps of Retired Executives", einer ehrenamtlichen Organisation, bei der pensionierte ManagerInnen potentiellen UnternehmensgründerInnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Außerdem gibt es ein Ausbildungsangebot, das von den Einführungen wie "Basic Library Skills" und "Internet and World Wide Web Skills" bis zu spezialisierten Kursen über "Business & Industry Information" und "Science & Technology Information" reicht.
Quellen: Beatrice Uerlings: "Wo Neugierde und Innovation ihre Nahrung finden". In: derStandard.at, Karriere | Leitung & Management, 28. Dezember 2006 / Websites der New York Public Library bzw. der SIBL.

Thursday, December 28, 2006

Haltestelle Bibliothek


Ein nettes Feature auf der Website von Martin Thaller gestattet es, Haltestellenschilder bzw. Ortstafeln für jeden beliebigen Text zu generieren.

Ich glaube, ich poste

Zu Weihnachten habe ich viel über drei Aussagen zum Thema Glaube nachgedacht, mit denen ich in den letzten Wochen konfrontiert wurde. Zunächst zwei Einträge in einem Online-Forum für Hochbegabte, die ich hier zusammenfassend wiedergebe: "Ist es nicht schäbig [wörtlich], die eigenen Kinder anzulügen und ihnen Ammenmärchen von Weihnachtsmann oder Christkind zu erzählen?" und "Ist Glaube nicht ein Widerspruch zu Intelligenz und Mündigkeit?" Und dann eine Szene aus der Serie "Boston Legal", bei der eine Anwältin zur anderen sagte (sinngemäß): "Ich weiß etwas über Dich, was Du niemandem sagst, weil Du Angst hast, dass Du dann nicht mehr als Intellektuelle giltst: Du gehst regelmäßig zur Kirche".
Ich habe auch immer öfter den Eindruck, dass man sich als Nicht-Kirchenfeindin oder gar als - horribile dictu - überzeugte Christin zunehmend rechtfertigen muss, nämlich auch wenn man aus der aufgeschlossenen und "nicht-missionarischen" Ecke kommt. Anscheinend bedeutet "Glaube" für einige, dass man unmündig einfach alles nachsagt, was einem vorgebetet wird - davon, dass man sich selbst intensiv mit den Glaubensinhalten auseinandersetzt, einiges ganz bewusst für sich annimmt, mit anderem auch kämpft, ist nur selten die Rede. Dazu noch ein Zitat aus dem erwähnten Online-Forum: "Manchmal habe ich das Gefühl, seit die Christen nicht mehr so brachial missionieren, haben die Atheisten damit angefangen" ;-)

Neuerwerbungen

  • Pierre Magnan: La maison assassinée. Éditions Denoël 1984 (folio policier)
  • Leslie Silbert: The intelligencer. Washington Square Press 2004 ("Renaissance scholar turned private eye Kate Morgan investigates a shocking heist and murder involving a mysterious, antique manuscript recently unearthed in central London. What secret lurks in those yellowed, ciphered pages... and how, centuries later, could it drive someone to kill?")
  • Jon Fasman: The geographer's library. Hamish Hamilton 2005
  • reading diary

  • recently finished (private): David Lodge: Scenes of academic life. Selected from his novels. Pocket Penguin 2005 (if you work in an academic environment, you will easily recognise the types of academics Lodge portraits in a amusing way - I'm prone to read more books by Lodge)
  • currently reading (university): Bruno Schimetschek: Vergangene Zeiten. Geschichtliche Bilder aus der Buckligen Welt. Kirchschlag: Verein Kulturförderung für den Bezirk Kirchschlag [1978]
  • Wednesday, December 20, 2006

    Web 3.0

    Netter Cartoon über Web 3.0 bei Userfriendly vom 1. Dezember 2006. Bin gespannt, ob der mal mit Web 4.0 wiederholt wird...

    Tuesday, December 19, 2006

    Show your readers you love them...



    ...give e-prints this Christmas! Hinweis u.a. in OA Librarian.

    Aichingers Vorlass nach Marbach

    WIe unter anderem die Eßlinger Zeitung und Tirol online melden, geht der Vorlass der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. "Aus dem Besitz der heute in Wien lebenden Ilse Aichinger gelangten als Vorlass Manuskripte, Typoskripte, Durchschlage und Entwürfe nach Marbach. Unkonventionelle Zettel, Fetzen und aus anderen Zusammenhängen herausgerissene Schriftträger entpuppen sich bei näherem Hinsehen als wertvolle Quellen für das literarische Schaffen der Autorin", so heißt es in einer Aussendung des Archivs.

    Monday, December 18, 2006

    Wissen in Aktion

    Heute bin ich wieder darübergestolpert, aber es beschäftigt mich schon länger: Rainer Kuhlen sagt ja, dass Information Wissen in Aktion sei. Was ich mich frage: Könnte man nicht auch umgekehrt Wissen als Information in Aktion sehen?

    reading diary

  • just finished: Portia da Costa: Die Lektion (somewhat amusing, but also stupid and stereotype), Marlene Faro: Frauen, die den Bauch einziehen (somewhat funny, but also stupid and trivial)
  • currently reading (for university): Roswitha Karpellus: Siedlungsgeschichte der ehemaligen Grafschaft Pitten auf namenkundlicher Grundlage, PhD Thesis, 1959 (I'm deeply impressed. It is sheer impossible to estimate the load of work that must have been put into this thesis - Karpellus lists and etymologically explains names of settlements, watercourses and detached farm houses in the lower Austrian area "Waldmark", which comprises today's Piestingtal, Semmering/Rax-Gebiet, Wechsel, Pittental, Steinfeld, and Bucklige Welt)
  • Wirtschaftsprüfung bei Wikimedia

    Wer sich mit den Finanzen der Wikimedia Foundation auseinandersetzen will, kann nun den Bericht der Wirtschaftsprüfer-Kanzlei Gregory, Sharer & Stuart online nachlesen. Ihr Schluss: "In our opinion, the financial statements referred to above present fairly, in all material respects, the financial position of Wikimedia Foundation, Inc. as of June 30, 2006, 2005, and 2004, and the changes in its net assets and its cash flows for the years then ended, in conformity with accounting principles generally accepted in the United States of America".

    Friday, December 15, 2006

    Moose content

    Guess Where In The World?
    Guess Where In The World?,
    originally uploaded by martin97uk.
    aus der sehr amüsanten flickr-Gruppe "Guess where in the world"

    STFC

    Statt RTFM würde ich in der Bibliothek oft gerne sagen: STFC - search the fucking catalogue! Ich meine nicht die Leute, die fragen, ob ich ihnen erklären kann, wie der Katalog funktioniert oder wo welche Fachgebiete stehen. Ich meine jene, die kommen und mich fragen: "Haben Sie Bücher über Balanced Scorecard?" Ich bringe es nicht übers Herz, einfach nur "ja" zu sagen, und "STFC" sag ich natürlich auch nicht - hier kämpfe ich sehr mit meiner den Bibliothekarinnen im Regelfall eigenen Hilfsbereitschaft ;-)

    Thursday, December 14, 2006

    Neuerwerbungen

    Neuerwerbungen mit Bibliothekarinnen
  • Catherine Coulter: Wo niemand dich sieht. Blanvalet 2002
  • Portia da Costa: Die Lektion. 3. Aufl. Heyne 2005 ("Die Bibliothekarin Rosalind Howard soll die Sammlung des faszinierenden Julian Hadey ordnen. Doch Julian und seine Frau haben noch einen anderen Plan mit ihr. Sie soll ihren Neffen in die Kunst der Liebe einführen")
  • Marlene Faro: Frauen, die den Bauch einziehen. Bastei-Lübbe 2004 ("[Bibliothekarin] Annalena, 34, liebt Pasta und kämpft um ihre Taille. Tagsüber verfolgen sie die lüsternen Blicke ihres Chefs, nachts plagen sie Träume von Mann, Mutterglück und Eigenheim")

  • Diverse Neuerwerbungen
  • Dubravka Ugrešić: My American Fictionary. Suhrkamp 1994 (Zufallstreffer in Wühlkiste - sehr empfehlenswert. In die USA emigrierte Kroatin schreibt über Dinge und Ansichten, die ihr in Amiland begegnen - von "couch-potato" über "organizer" bis "bagel")
  • Hauke Trinks: Leben im Eis. Tagebuch einer Forschungsreise in die Polarnacht. Frederking & Thaler / National Geographic 2004
  • Björn Klauer: Expedition Polarlicht. Mit Huskies durch Spitzbergen. Frederking & Thaler / National Geographic 2005
  • Lu Wenfu: Der Gourmet. Leben und Leidenschaft eines chinesischen Feinschmeckers. Diogenes 1995
  • Arbeitsgruppe RDA

    Im Rahmen der Kommission für Nominalkatalogisierung wird eine Arbeitsgruppe Resource Description and Access eingerichtet, deren Aufgabe "eine intensive Auseinandersetzung mit den bereits existierenden Teilen dieses Regelwerkes und in Folge eine aktive Teilnahme an der Diskussion der weiteren Entstehung der RDA". Interesse an einer Mitarbeit bitte unter Angabe von Name, Dienststelle, Telephon und eMailadresse an die Vorsitzende der Kommission, Dr. Inge Neuböck, signalisieren (inge.neuboeck@akwien.at). Mitgliedschaft bei der Kommission ist nicht Voraussetzung.

    Tuesday, December 12, 2006

    Darbende Schöngeister

    Ach, tatsächlich? Wer hätte das gedacht? Das würde ich zu der folgenden Presseaussendung sagen: "Die Wahl der akademischen Ausbildung ist ein entscheidender Faktor für den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben geworden. Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte, Elektrotechniker oder Mathematiker finden nach Ende ihres Studiums meist problemlos einen gut bezahlten Vollzeit-Job. Geisteswissenschafter hingegen suchen länger nach Arbeit und verdienen in häufig befristeten Jobs im Vergleich zu Naturwissenschaftern und Technikern deutlich weniger". Diese überraschende Erkenntnis liefert eine Studie von "Der Spiegel" und McKinsey. - Quelle: APA-OnlineJournal aktuell via ots.at.
    Der Spiegel selbst schreibt dazu: "Schöngeister müssen darben", was wieder eine nette Formulierung ist. Weniger gefällt mir der Titel des Berichtes: "Am Leben vorbei studiert".

    E-LIS: 100. Beitrag aus Österreich

    E-LIS, das internationale Open Access-Archiv für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, hat vor kurzem einen Meilenstein erreicht: den 100. Beitrag aus Österreich. Somit stammt ein nicht unerheblicher Teil des internationalen und vielsprachigen Bestandes (Stand heute: 4724 Dokumente) von österreichischen BibliothekarInnen und InformationswissenschafterInnen.
    Das nicht-kommerzielle Projekt E-LIS verfolgt eine Strategie der Selbstarchivierung durch die AutorInnen und wird von 63 EditorInnen aus 45 Ländern betreut, die ehrenamtlich für die Qualitätsüberprüfung der Metadaten sorgen. Damit wir den österreichischen Bestand weiter ausbauen können, möchten wir alle AutorInnen wissenschaftlicher und praxisrelevanter Texte aus dem BID-Bereich aufrufen, ihre elektronischen Dokumente in E-LIS verfügbar zu machen. Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • die Texte werden dauerhaft elektronisch verfügbar gemacht
  • das Werknutzungsrecht verbleibt dabei bei den AutorInnen
  • es besteht ein einheitlicher und leichter Zugriff auf die Texte
  • die elektronische Verfügbarkeit erhöht die Verbreitung und damit die Wirkung der Arbeiten, was über Abrufstatistiken jederzeit nachvollzogen werden kann
  • jedes Dokument wird mit zweisprachigen Abstracts und weiteren Metadaten so aufbereitet, dass es mit Websuchmaschinen optimal erschlossen werden kann
  • schließlich können Sie mit Ihren Beiträgen mithelfen, den Erkenntnisstand der LIS voranzutreiben
  • Monday, December 11, 2006

    Catalogue of Death

    Laut Amazon wird bei Avon Books im April 2007 ein neuer Band (der zehnte!) aus der Miss Zukas-Reihe von Jo Dereske erscheinen, nämlich "Catalogue of Death". Auf der Website der Autorin ist folgendes darüber zu erfahren: "A sudden blizzard brings Bellehaven to its knees, but Helma Zukas is determined to keep the library open. Not only does she gather in a passel of stranded souls, but in the midst of the blizzard an explosion destroys the new library site AND Franklin Harrington, the billionaire who generously presented the site to the City of Bellehaven". - Es klingt auch durch, dass bereits ein elfter Band in Arbeit ist.
    Die bisher erschienenen Bände der Krimiserie mit der hobbydetektivischen Bibliothekarin Helma Zukas (Bookmarked to Die, Miss Zukas and the Island Murders, Miss Zukas in Death's Shadow, Miss Zukas and the Library Murders, Miss Zukas and the Stroke of Death, Final notice, Miss Zukas and the Raven's Dance, Miss Zukas Shelves the Evidence) zählen zu meinen Lieblingsbüchern. Leider fehlt mir der Band "Out of circulation" - vergriffen und antiquarisch zu teuer (56 Dollar Minimum für ein Taschenbuch, das neu 7 Dollar gekostet hat, ist selbst mir zu happig).

    Berufsbild ArchivarIn

    "As a profession, do archivists and records managers get the status and remuneration we deserve? We do seem to be well-respected by our colleagues, the public and academic researchers – but do we yet have the prerequisites that entitle us to call it a profession, on a par with that of doctors and solicitors?" - Mit solchen Fragen beschäftigt sich Margaret Crockett im Artikel "Continuing Professional Development: who needs it?", der in der jüngsten Ausgabe (pdf) der Zeitschrift Recordkeeping erschienen ist.

    Neuer Herausgeber bei Government Information Quarterly

    Neu im Editorial Board der Elsevier-Zeitschrift Government Information Quarterly: Hans Jochen Scholl. Aus seiner Vorstellung in Ausgabe 24 (2007) 1: "Scholl is an assistant professor in the University of Washington's Information School. He teaches and conducts research on information management, process change, and organizational transformation in government and other organizations. He employs both quantitative computer simulation techniques and qualitative research designs. Jochen has studied the strategies, motives, and focal areas of business and process change in digital government projects as well as the current practices employed in such projects. His special interests include integration, interoperability, organizational transformation, and the strategic choices in mobile technology diffusion in digital government".

    Österreich liest im Zug

    Wie der Geschäftsführer des Büchereiverbandes, Gerald Leitner, in bibmail ankündigt, wird von 10. Dezember 2006 bis 8. Dezember 2007 der IC 744 "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek" täglich von Wien nach Salzburg fahren: "Im Zugbegleiter informieren wir die Fahrgäste über die Kampagne und machen Werbung für die Bibliotheken" - noch besser würde ich es finden, wenn _der_ Zugbegleiter darüber informieren würde oder wenn BibliothekarInnen "radical reference" im Zug anbieten würden ;-)
    Zum Beispiel die Durchsage "nächster Halt: Salzburg Hauptbahnhof. Ihre nächste öffentliche Bibliothek befindet sich...". Oder eine kleine Bibliothek im Speisewagen (Motto "Bücherzug statt Bücherbus"). Oder mobile Auskunft am Sitzplatz.

    Thursday, December 07, 2006

    Ninja librarians

    Im spanischsprachigen Weblog La Imagen Social del Bibliotecario habe ich ein interessantes Bild der "Ninja librarians" gesehen - Bildunterschrift "you will never hear us coming"...

    Bibliothek des Integrationsfonds an Wien-Bibliothek

    Der Wiener Integrationsfonds wurde mit Gemeinderatsbeschluss von 2004 aufgelöst, "der Fonds hatte seit seiner Gründung eine beachtliche Fachbibliothek zu Themen von Migration über Integration bis zu Diversität aufgebaut". Dieser Bestand wird nun von der Wienbibliothek im Rathaus übernommen, dazu findet heute ein Pressegespräch statt. Quelle: Rathauskorrespondenz.
    Auf der Website der Bibliothek steht dagegen, dass die Bibliothek des Integrationsfonds bereits 2004 übernommen wurde, vielleicht ist nun einfach die Katalogisierung und Systematisierung abgeschlossen. Dort gibt es auch mehr Infos über die Bestände: "Seit seiner Gründung im März 1992 hat der Integrationsfonds kontinuierlich eine 190 Zeitschriften bzw. Reihen und 3967 Bücher umfassende Fachbibliothek aufgebaut, die schwerpunktmäßig Publikationen zu den Themen Migration, multikulturelle Gesellschaft, Integration, Minderheiten, Vorurteile, Rassismus, antirassistische und interkulturelle Arbeit, Rechtsradikalismus, interkulturelle Pädagogik und Sozialpädagogik, Ausländerrecht und -politik, enthält. Ergänzt wird diese Bibliothek durch eine umfangreiche Literaturdokumentation, die 160 themenrelevante Aufsätze bzw. 1217 Artikel in Büchern und Fachzeitschriften nachweist".

    50 most significant sf/f novels

    Im coffeebear-Weblog fand ich den Hinweis auf die Liste der bedeutendsten Science Fiction- und Fantasy-Romane der Jahre 1953 - 2002 (ausgesucht vom Science Fiction Book Club), verbunden mit der Aufforderung "Bold the ones you've read, strike-out the ones you hated, italicize those you started but never finished and put an asterisk beside the ones you loved". Das mach ich doch glatt (inklusive einem x für die Bücher, die ich besitze). Wie bei jedem Kanon kann man stundenlang über die Aufnahme bzw. Nicht-Aufnahme einzelner phantastischer Werke streiten.
    1. The Lord of the Rings, J.R.R. Tolkien
    2.x The Foundation Trilogy, Isaac Asimov
    3.x Dune, Frank Herbert
    4. Stranger in a Strange Land, Robert A. Heinlein
    5. A Wizard of Earthsea, Ursula K. Le Guin
    6. Neuromancer, William Gibson
    7. Childhood's End, Arthur C. Clarke
    8.x Do Androids Dream of Electric Sheep?, Philip K. Dick
    9.x The Mists of Avalon, Marion Zimmer Bradley (machte mich auch nicht gerade zum größeren Fantasy-Fan)
    10.x Fahrenheit 451, Ray Bradbury
    11. The Book of the New Sun, Gene Wolfe
    12. A Canticle for Leibowitz, Walter M. Miller, Jr.
    13. Caves of Steel, Isaac Asimov
    14. Children Of The Atom, Wilmar Shiras
    15. Cities in Flight, James Blish
    16.x The Colour Of Magic, Terry Pratchett
    17. Dangerous Visions, edited by Harlan Ellison
    18. Deathbird Stories, Harlan Ellison
    19.x The Demolished Man, Alfred Bester
    20. Dhalgren, Samuel R. Delany
    21. Dragonflight, Anne McCaffrey
    22. Ender's Game, Orson Scott Card
    23. The First Chronicles of Thomas Covenant the Unbeliever, Stephen R. Donaldson
    24. The Forever War, Joe Haldeman
    25. Gateway, Frederik Pohl
    26.x Harry Potter and the Philosopher's Stone, J.K. Rowling
    27. The Hitchhiker's Guide to the Galaxy, Douglas Adams
    28. I Am Legend, Richard Matheson
    29.x Interview With The Vampire, Anne Rice
    30. The Left Hand of Darkness, Ursula K. Le Guin
    31. Little, Big, John Crowley
    32. Lord of Light, Roger Zelazny
    33.x The Man in the High Castle, Philip K. Dick (gut, ließ mich aber etwas ratlos zurück)
    34. Mission of Gravity, Hal Clement
    35.x More Than Human, Theodore Sturgeon
    36. The Rediscovery of Man, Cordwainer Smith
    37. On the Beach, Nevil Shute
    38. Rendezvous with Rama, Arthur C. Clarke
    39. Ringworld, Larry Niven
    40. Rogue Moon, Algis Budrys
    41. The Silmarillion, J.R.R. Tolkien
    42.x Slaughterhouse-Five, Kurt Vonnegut
    43.x Snow Crash, Neal Stephenson (angeblich auch Pflichtlektüre für BibliothekarInnen!)
    44. Stand on Zanzibar, John Brunner
    45. The Stars My Destination, Alfred Bester
    46. Starship Troopers, Robert A. Heinlein (bei der Verfilmung von Paul Verhoeven haben mir schon die zufällig gesehenen letzten fünfzehn Minuten gereicht - ich hab mich immer noch nicht entscheiden können, ob das Satire oder einfach nur unglaublicher Schwachsinn ist)
    47. Stormbringer, Michael Moorcock
    48. The Sword of Shannara, Terry Brooks
    49. Timescape, Gregory Benford
    50. To Your Scattered Bodies Go, Philip Jose Farmer

    modern, cool nerd

    Ich habe gerade bei okcupid.com den "Nerd? Geek? Or Dork?"-Test gemacht - mein Ergebnis: "95% Nerd, 65% Geek, 39% Dork" = "modern, cool nerd". Ich kannte die Unterschiede vorher nicht so genau, deswegen zitiere ich: "A Nerd is someone who is passionate about learning/being smart/academia. - A Geek is someone who is passionate about some particular area or subject, often an obscure or difficult one. - A Dork is someone who has difficulty with common social expectations/interactions".
    Aber nun zur genaueren Beschreibung des "modern, cool nerd": "The Modern, Cool Nerd is intelligent, knowledgable and always the person to call in a crisis (needing computer advice/an arcane bit of trivia knowledge). They are the one you want as your lifeline in Who Wants to Be a Millionaire (or the one up there, winning the million bucks)!" Tja, auf die Million warte ich einstweilen noch.

    Tuesday, December 05, 2006

    neues Design

    RSS-LeserInnen werden es nicht sehen, aber ich habe mein Weblog auf ein neues Design umgestellt. Mich hat einfach gestört, dass die Kommentarfunktion so unsichtbar war, und ich mag die Farbe blau. - Ich bin aber noch nicht ganz glücklich damit, weil teilweise der Text so an den Rand gepickt wird und weil das eigentliche Textfeld doch ziemlich schmal ist. Ich wünschte, ich könnte mir mein eigenes Template basteln. Vielleicht sollte ich mich doch einmal mit Wordpress befassen.

    Toolkit für bessere Bezahlung

    "We must, here and now, dispel the myth prevalent in the world, and perpetuated in many of our lives — that we chose librarianship INSTEAD of choosing to be fairly compensated. My friends, we chose librarianship AND we want equitable compensation!"
    Maurice J. Freedman im "Advocating for Better Salaries and Pay Equity Toolkit" (pdf) der ALA Allied Professional Association (ALA-APA). - Hinweis von der Annoyed librarian.

    Auskunft gestern, heute, morgen

    gerade wieder entdeckt und viel geschmunzelt: "Auskunft gestern, heute, morgen", ein "illustrierter Vergleich von Auskunftsbibliothekarinnen und -bibliothekaren, sowie deren Arbeitsumfeld im Wandel der Zeit" von Sebastian Wolf.

    Wahl zum Wort / Unwort des Jahres

    Die Jury, bestehend aus SprachwissenschaftlerInnen der Universität Graz, lädt herzlich zur Wahl des österreichischen Worts/Unworts des Jahres 2006. Unter www.oewort.at kann man bis 12. Dezember 2006 aus jeweils zehn Kandidatenwörtern wählen, aber auch eigene Vorschläge einschicken.

    Hochbegabte in der Schule

    Was können LehrerInnen tun, um hochbegabte SchülerInnen zu fördern? Unter anderem mit der Bibliothek zusammenarbeiten:

    - "Offer students access to books that contain challenging vocabulary words and complex themes. Work with your school or community librarians to find challenging books with appropriate content"
    - "If a student has shown mastery of a concept before the rest of the class, give him permission to work independently on a more challenging project, either in the classroom, in the library or in the computer lab. Use distance-learning materials"

    Quelle: "Educators - what you can do!" auf geniusdenied.com, der Website zum gleichnamigen Buch von Jan Davidson, Bob Davidson und Laura Vanderkam

    Friday, December 01, 2006

    Breaking news: Text file paralysing library system



    Have you ever seen a 4 GB text file before? I'm sure today's was my first. This misled protocol file completely paralysed our library system today - the server hard disk was "working" to 99% capacity. Things like that just happen during a version change...

    Neuerwerbungen

  • M.R. James: Ghost stories of an antiquary. New York: Dover 1971 ("the landmark book that established the modern horror story")
  • Heather Brown: The librarian's naughty habit. 2. Aufl. Ophelia Press 2006 ("easily the finest account of sex and the circulation desk that we at the Olympia Press can legally do") - langsam nimmt die BüchermitBibliothekarinnen-Sammelwut ungeahnte Ausmaße an ;-)
  • Thursday, November 30, 2006

    Das Rad neu erfinden...

    Gesehen in der Mailingliste Internetz: "Considering the number of wheels Microsoft has found reason to invent, one never ceases to be baffled by the minuscule number whose shape even vaguely resembles a circle" (AutorIn unbekannt).

    Neu: The Changing face of government information

    Interessante Neuerscheinung bei Haworth Press: The Changing Face of Government Information. Providing Access in the Twenty-First Century, herausgegeben von Suhasini L. Kumar. - Soft Cover: 29.95 $ (ISBN 978-0-7890-3156-3); Hard Cover 49.95 $ (ISBN 978-0-7890-3155-6).
    Aus der Verlagsbeschreibung: "The Changing Face of Government Information comprehensively examines the way government documents' librarians acquire, provide access, and provide reference services in the new electronic environment. Noted experts discuss the impact electronic materials have had on the Government Printing Office (GPO), the reference services within the Federal Depository Library Program (FDLP), and the new opportunities in the transition from paper-based information policy to an electronic e-government. This source reveals the latest changes in the field of government documents librarianship and the knowledge and expertise needed to teach users how to access what they need from this enormous wealth of government information".

    Bibliotheks-Neuerwerbungen

  • Anneli Kinzel: So funktioniert eine Bibliothek. Erkundungen und Lernspiele. Verlag an der Ruhr 2005
  • Christian Woll: Bibliotheken als Dienstleister im Publikationsprozess. Herausforderungen und Chancen alternativer Formen des wissenschaftlichen Publizierens. VDM 2006
  • Rainer Hering, Jürgen Sarnowsky, Christoph Schäfer, Udo Schäfer (Hrsg.): Forschung in der digitalen Welt. Sicherung, Erschließung und Aufbereitung von Wissensbeständen. Hamburg University Press 2006
  • Wolfgang G. Stock: Information retrieval. Informationen suchen und finden. Oldenbourg 2007
  • Carol Tatian (Hrsg.): Careers in music librarianship: Perspectives of the field. Music library association 1990
  • Paula Elliot, Linda Blair (Hrsg.): Careers in music librarianship II: Traditions and transitions. Scarecrow 2004
  • Andreas Meier: Informationsmanagement für NPOs, NGOs et al. Strategie, Organisation und Realisierung. Springer 2006
  • Stephan Lambrecht: Wordpress 2.x kompakt. bomots 2006
  • Kirk McElhearn, Richard Giles, Jack D. Herrington: Podcasting Pocket Guide. Tips & Tools for finding, listening to, and creating podcasts. O'Reilly 2006
  • Jack D. Herrington: Podcasting Hacks. Tips & Tools for blogging out loud. O'Reilly 2006
  • Rolf Sachsse: Bildjournalismus heute. Beruf, Ausbildung, Praxis. List 2003
  • Wednesday, November 29, 2006

    Fische können lesen

    Bibliotheken werden sich bald auf eine neue Zielgruppe vorbereiten müssen, denn Fische können lesen, geht es nach einer Studie der australischen Macquarie University: "Die Fische identifizierten vom Menschen angefertigte Symbole, die für Essen oder andere Stimuli standen. (...) In einem Test wurden die Fische in einem Irrgarten ausgesetzt, der mit verschiedenen Symbolen, wie roten Dreiecken und blauen Kreisen versehen war. Wenn die Fische einem bestimmten Symbol folgten, wurden sie mit Essen belohnt. Alle Fische lernten letztendlich, dass ein bestimmtes Symbol bedeutet, gefüttert zu werden".
    Quelle: Presseaussendung "Fische können lesen" beim idw. - Zum Weiterlesen: Culum Brown, Kevin Laland, Jens Krause (Hrsg.): Fish Cognition and Behavior. Blackwell 2006 (= Fish and Aquatic Resources)

    Tuesday, November 28, 2006

    Blog als Buch

    Die besten Einträge des heurigen Jahres aus dem juristischen Weblog "Blawg Austria" werden nun beim Verlag Österreich als Buch veröffentlicht: "Juristisches Tagebuch", gebunden, 136 Seiten, ISBN: 3704649767, 19,90 €.

    OPAC mit Eigenleben

    Die neue Version unseres OPACs zeitigt originelle Fehler: Sucht man nach einer ISBN ohne Stricherl, werden die eingebauten Umschlagbilder nicht angezeigt. Gibt man die ISBN mit Stricherl ein, schon. - Sucht man nach meinem Namen und klickt meine Diplomarbeit an, wird die URL falsch angezeigt - mit Kasterl innerhalb der (sonderzeichenfreien) Adresse. Sucht man nach der AC-Nummer oder nach "bargmann recht*", wird sie richtig angezeigt. Hmm.

    OSI-Bibliothek wird geschlossen

    Wieder einmal eine Bibliotheksschließung: Die Bibliothek des österreichischen Ost- und Südosteuropa-Instituts wird mit Jahresende 2006 aufgelöst, die Buchbestände übersiedeln derzeit in die Außenpolitische Bibliothek des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten (BMAA).
    Auf der BMAA-Website herauszufinden, ob diese Bibliothek öffentlich zugänglich ist, war mir nicht möglich - immerhin steht zu lesen, dass sie der Sektion VI.8 - Dokumentation und Informationsvermittlung - zugeteilt ist. Einen OPAC gibt es auch, und diesem ist auch zu entnehmen, dass die Außenpolitische Bibliothek von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffnet und dass Voranmeldung erbeten ist. - Der Bestand ist so natürlich gesichert, aber eine Entlehnung wird nicht mehr möglich sein.

    Demo für Bibliothek

    21 BürgerInnen zwischen 40 und 81 Jahren demonstrierten gegen die Schließung der öffentlichen Bibliothek am Saseler Markt in Hamburg und wurden nach drei Stunden von der Polizei - vertreten mit vierzig Beamten - hinausgetragen. Wegen Hausfriedensbruch hatte nämlich just eine Bibliothekarin Anzeige erstattet - laut einem Bericht im Hamburger Abendblatt weil die DemonstrantInnen den Betrieb störten. Nun - an dieser Stelle wird ja bald kein Betrieb mehr sein, den man stören kann. Die aus zwei Zweigstellen zusammengelegte neue Bibliothek wird in einem Einkaufszentrum rund zwei Kilometer entfernt errichtet.
    Quelle: Diana Zinkler: "Saseler besetzten ihre Bücherhalle. Protest: Demonstranten wollen Zusammenlegung mit Poppenbütteler Bibliothek verhindern". In: Hamburger Abendblatt, 28. November 2006 [Link]

    Monday, November 27, 2006

    Bibliothekarin mit (Holz-)Stich


    Das Vorbestell-Unwesen

    Ich habe vor kurzem bei Amazon den siebenten Harry Potter-Band vorbestellt. Nun wird mir angezeigt: "Lieferung voraussichtlich: 1. Januar 2008 - 3. Januar 2008" :-|    Da muss ich noch lange warten, und bei jeder Bestellung sehe ich das Buch, wodurch mir die Zeit noch länger vorkommt... Irgendwie ist das sinnlos. Dafür ist das Buch auch unerschienen gleich auf Rang 1 der Buch-Verkaufsliste.

    Google Scholar & Bibliothekenverbund

    Seit Ende August gibt es eine Verlinkung von Google Scholar mit dem österreichischen Verbundkatalog, berichtet die Österreichische Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG): "Dazu wurde von der OBVSG im Juli ein erster Gesamtabzug des Verbundkataloges für die Google-Crawler bereitgestellt. Der Export ist relativ aufwendig, erfordert einige Zwischenschritte und dauert insgesamt fast 60 Stunden. Die Daten müssen zunächst in das DC-Format (Dublin Core) umgewandelt und dann in das Google-XML-Format konvertiert werden". Unterhalb der Trefferanzeige wird nun gegebenfalls "Austrian Union Catalog" angezeigt. Erfolgreich getestet mit meinem Chef.

    Friday, November 24, 2006

    What makes librarianship a profession

    What makes librarianship a profession? A tutorial, designed by the Texas State Library and Archives Commission, tries to answer this question. It includes an interesting self-check "How does one know he/she is a professional?".

    Thursday, November 23, 2006

    KOOP-POSTER

    Hinweis aus voeb-l: "Mit der Webseite KOOP-POSTER bietet die 'Arbeitsgruppe Plakatbearbeitung' ein Portal für alle Institutionen (Bibliotheken, Archive und Museen), die Plakate erwerben, erschließen, bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen". Auf KOOP-POSTER gibt es "kommentierte Links zu Institutionen, die Plakate verwalten; Links zu WWW-Katalogen und -Verzeichnissen mit Bestandsnachweisen; Regelwerke, Datenformate, Metadatenformate usw.; Ausstellungen ; Datenbanken zum Medium Plakat; Projekte; Termine von einschlägigen Veranstaltungen; Mailingliste".

    Neuerwerbungen mit Bibliothekarinnen

    Ellery Queen: Feigenblatt Kaliber .32. Goldmann 1970 "Die Frau hieß Ingrid Johns. Sie war fünfzig und arbeitete als Bibliothekarin bei einer chemischen Forschungsgesellschaft. (...) Ingrid Johns war tot. Sie war an einer Gasvergiftung gestorben. Die offizielle Version war Unfall, möglicherweise Selbstmord. Die Frau hatte allein gelebt, sie schien wenige Freunde und keine Familie zu haben. Es war nicht das erste Mal, daß eine solche Sache passierte")
    Markus Imboden [Regie], Simone Borowiak [Vorlage, Drehbuch], Iris Berben, Martina Gedeck, Jeanette Hain [Darst.]: Frau Rettich, die Czerni und ich. Video, Bavaria / Lunaris / ZDF 1998

    "A Step Shy of Book-Burning"

    "A Step Shy of Book-Burning", so betitelt Kelpie Wilson auf Alternet ihren Artikel über die Sperre der Bibliotheken bei der Environmental Protection Agency für die Öffentlichkeit und die eigenen MitarbeiterInnen: "In August, under the guise of fiscal responsibility, the Bush Environmental Protection Agency began closing most of its research libraries, both to the public and to its own staff. (...) While the official EPA line is that all of the documents will be eventually be digitized and made available online, this will cost money that the agency does not have, so for practical purposes, all of the thousands of reports and maps that now exist only on paper or microfiche will be lost to the public and to agency scientists. They might as well just burn them".
    Auf der Website der Bibliothek heißt es nun: "Beginning October 1, 2006, EPA is transitioning to the new National Framework for the Headquarters and Regional Libraries. This document describes the new model EPA will implement to ensure that the public continues to receive quality library services."

    Tuesday, November 21, 2006

    Buchpräsentation "Globalisierung der Ungerechtigkeit"

    Hinweis auf eine Veröffentlichung einer Kollegin: Das Buch "Globalisierung der Ungerechtigkeit. Zur Missachtung der Menschenrechte durch neoliberale Politik und globale Akteure" der Wiener Bibliothekarin Verena Brunner wird morgen um 19 Uhr im Amerlinghaus präsentiert. Am Podium sind neben der Autorin Lisa Sterzinger (Food First Information und Action Network) und Karin Lukas (Ludwig Boltzmann-Institut für Menschenrechte).
    Zum Buch: "Die Autorin zeigt in ihrem Buch die Diskrepanz zwischen Menschenrechten und bestimmten Aspekten der Globalisierung auf. Sie vertritt die These, dass die derzeitigen Entwicklungen unter dem Vorzeichen des Neoliberalismus mit seiner wirtschaftsliberalen Freihandelsdoktrin (vertreten durch globale Akteure wie WTO und IWF) eine systematische Missachtung von Menschenrechten darstellen. Betroffen sind elementare Rechte wie das Recht auf Leben, das Recht auf Nahrung und bürgerlich-politische Rechte. Es wird die Frage geklärt, welche Machtinteressen hinter dem Schlagwort 'There Is No Alternative' stecken und mit welchen Argumenten geltende Menschenrechte ausgehebelt werden". - Inhaltsverzeichnis/pdf.

    Rechtsfragen von Open Access

    Klaus Graf hat in Archivalia sehr übersichtlich und verständlich "Rechtsfragen von Open Access" behandelt. Archivalia hat übrigens auch eine eigene, wohl gefüllte Kategorie für Open Access, ebenso wie Netbib.

    Macht der Datenbanken

    In der Reihe "GAPS - Aktuelle und zukünftige Polarisierungstendenzen in der Gesellschaft" spricht heute die Medienkünstlerin und Netzforscherin Rena Tangens über "Die Macht der Datenbanken: Vom Privatproblem zur Gefahr für die Demokratie". Kommentatorin: Marie Ringler, Sprecherin der Wiener Grünen für Kultur und neue Technologien. Ort und Zeit: Institut für die Wissenschaften vom Menschen, Spittelauer Lände 3, 1090 Wien, heute, 18 Uhr.

    kleine slowenische Nationalbibliothek

    In Minimundus, der "kleinen Welt am Wörthersee", steht neben einem Modell der Universitätsbibliothek von Mexico City auch eine Kleinausgabe der slowenischen Nationalbibliothek.

    Monday, November 20, 2006

    Hofnamen in der Buckligen Welt

    Im Seminar "Namenkunde", das ich in diesem Semester besuche, befasse ich mich mit Vulgonamen in der Buckligen Welt. Bei zwei Ausflügen am 18. und 19. November 2006 habe ich alle Hofnamen photographiert, die mir untergekommen sind, um Beispiele zu sammeln, aber auch um zu illustrieren, welche Rolle sie im Ortsbild spielen. Im Bild ein Hinweisschild zum Dermerhof (der auch öfters als Dermahof auftritt) in Edlitz. Alle bisherigen Photos sind bei Flickr zu finden - es werden in den nächsten Wochen sicher noch mehr.

    Stealing our salary

    "When I was a little girl I thought the librarian in our public library just about stole her salary. I couldn't imagine getting paid for sitting around in a quiet environment, reading books and occasionally answering a few whispered questions - what a deal! (...) I envied the librarian's days spent in that enchanted place. I knew what I wanted to be when I grew up. Who knew that things would be so different when I began working in a library?"
    Yvonne Sligh: "Being a Librarian - Not as Quiet as I Thought". In: Mendocino College Eagle 25 (1998) 4

    mein 1500. Eintrag

    Jetzt hätte ich es beinahe übersehen: Vor kurzem habe ich den 1500. Eintrag in dieses Weblog geschrieben. Der erste stammt vom 18. Juli 2003.

    Libreas Call for Papers

    Für die achte Ausgabe der Zeitschrift "Libreas - Library Ideas" läuft bis 22. Jänner der Call for Papers: "Die Lesejahre sind vorbei? Die Öffentliche Bibliothek und die Stadtgesellschaft".
    Aus dem Ausschreibungstext: "Die nächste Ausgabe von LIBREAS wird sich mit der Fragestellung, welche Rolle Bibliotheken innerhalb einer Stadtgesellschaft übernehmen können und sollten und welche Herausforderungen dabei auf sie zukommen, befassen. Dabei interessieren uns neben Problemlagen besonders auch Erfolgsmodelle, Best-Practice-Erfahrungen und gelingende (und die Ursachen für misslingende) Wechselwirkungen zwischen Bibliothek und Stadtgesellschaft. - Neben konkreten Erfahrungen interessieren uns Betrachtungen der Bibliothek als soziale Institution und ihre Korrelation mit der Öffentlichkeit, der städtischen Öffentlichkeit und schließlich die architektonische Einbettung der Bibliothek in das Stadtbild".

    Friday, November 17, 2006

    Avoid working with the public

    Einer der lustigeren bibliothekarischen Posts in letzter Zeit - die annoyed librarian stellte unter dem Titel "Annoyed Librarian's Guide to Public Service" fest: "Obviously the goal of any public service librarian is to avoid working with the public. The public is annoying. We all know this to be true, no matter how we try to sugarcoat our feelings by pretending we really want to serve. We don't want to serve. We want to get paid and go home. Better yet, get paid without even having to come to work". - Mit den folgenden Regeln zum Umgang mit BibliotheksbenutzerInnen bezieht sie sich auf den Eintrag "20 points on excellent library customer service" aus dem Blog about Libraries.

    Thursday, November 16, 2006

    Psychopathin als Bibliothekarin

    In der Folge "Grow" ["Die Hormonfalle"] der Serie Criminal Intent kam erneut die Figur der mehrfachen Mörderin und Psychopathin Nicole Wallace vor, wieder dargestellt von Olivia D'Abo. Diesmal arbeitete sie in einer Bibliothek, und zwar in der Middleborough Community College Library - sie wurde erkannt an einem ausgeliehenen Buch.
    Detective Goren sah im Haushalt eines Verdächtigen ein Buch, das er zielgerichtet auf einen Bibliotheksstempel überprüfte, und ging in die Bibliothek, um nachzufragen, wer das Buch ausgeliehen habe. Allen bibliothekarischen Ethik-Codices zuwiderlaufend gab die Bibliothekarin am Schalter ohne Umschweife Auskunft und verwies die Polizisten gleich noch auf den Schreibtisch ihrer Kollegin Nicole Wallace. Nicoles Mutter sei auch Bibliothekarin gewesen, gab sie dann noch an.
    Zwei nette Sätze, beide von der Mörderin: "Bibliotheken waren immer eine Zuflucht für mich. Ich liebe Bücher!" und "Es überrascht mich, dass Sie einer Bibliothekarin nicht vertrauen".

    CfP: Sacred leaves

    Die Tagung "Sacred Leaves: The book between manuscript & print" findet im Februar 2007 in Tampa, Florida statt. Aus dem Call for papers: "The Special Collections Department of the Tampa Library, University of South Florida seeks papers from graduate students and recent MA or PhD recipients for its First Annual Graduate Symposium, Sacred Leaves. This year's theme is The Book Between Manuscript & Print".
    "We encourage interdisciplinary topics considering the history of the book, with particular emphasis on the shift from script to print. Subjects for proposals may include, but are not limited to: Readership, Production techniques, Word and image relations, The book as art, Methodologies in the history of the book. - Deadline: 5. Jänner 2007. - Abstracts mit maximal 250 Wörtern an den Koordinator des Symposions, Lesley T. Stone unter lstone@lib.usf.edu.

    Überraschung

    Heute näherte sich ein Student zögernd dem Infoschalter. "Gehörst Du zur Bibliothek?" fragte er. - Ich: "Ja". - Er: "Aha, ein neues Gesicht". Hm?! Ich sitze doch seit über drei Jahren an diesem Infoschalter in diesem Gebäude...

    Interessante Preisangabe

    Laut buchhandel.de kostet das Buch "SSH - kurz und gut" von Sven Riedel "19,90 Eur[D] / 12,45 Eur[A] / 12,00 sFr". Ich glaub, da nehm ich die Franken.

    Literarische Nachtwanderung

    Am Friedhof der Namenlosen findet morgen ab 20 Uhr eine "Literarische Nachtwanderung" statt, zu der die Autorengruppe "Literatur an anderen Orten" einlädt. "Auf Schleichwegen der schwarzen Fantasie, eine Literatour in vier Stationen: Ein nächtlicher Parkplatz an der Donau. Vorbeiziehende Lastkähne, die dunkle Wellen ans Ufer werfen. Ein Gasthaus am Friedhof und ein Wald mit 478 Toten". -- Über die Eignung dieser Gegend für den Hintergrund eines John Sinclair-Romans habe ich schon einmal geschrieben.

    Neuerwerbungen

  • Esmahan Aykol: Hotel Bosporus. Diogenes 2004 [Besitzerin einer Krimibuchhandlung in Istanbul als Hobbydetektivin, sehr amüsant]
  • Jules Verne: Fünf Wochen im Ballon. Diogenes 1976
  • Jules Verne: Zwei Jahre Ferien. Diogenes 1982
  • Mona Vara: Patricia. Der Kuss des Vampirs. Erotischer Vampir-Roman. Plaisir d'amour 2005 [Patricia Smith kommt ins Schloss von Maximilian Churtham, um dessen umfangreiche Bibliothek zu ordnen, und hat allen Grund anzunehmen, dass der Schlossherr ein Vampir ist]
  • Lisette Ashton: Der Marquis kehrt zurück. Passion Publishing 2006 [Die Bibliothekarin Justine erhält von ihrer Chefin, der strengen Mrs. Weiss, den Auftrag, eine bislang unveröffentlichte Erzählung des Marquis de Sade zu beschaffen]
  • Monday, November 13, 2006

    Wieder mal "entfessle die Bibliothekarin"

    "Aimee Bender takes a normally sedate librarian through a licentious afternoon". In: J.H. Blair (Hrsg.): "The Hot Spots: The Best Erotic Writing in Modern Fiction". New York: Berkley 2001
    Der genaue Titel des Textes ist noch zu eruieren, evtl. handelt es sich um einen Auszug aus dem Buch "The Girl in the Flammable Skirt", erschienen 1998 bei Doubleday bzw. 1999 bei Anchor Books. Zitat: "She has her hair back and the glasses on but everyone has a librarian fantasy, and she is truly a babe beneath. I have a fantasy, he says, of a librarian".

    Unser Land und keine Zeitung

    Auf der Website www.oesterreichistunserlandundkeinezeitung.at protestiert der Bad Vöslauer Hans Böck gegen die Bezeichnung der neuen Fellner-Tageszeitung als "Österreich" - er hat einen Markenlöschungsantrag beim Patentamt eingebracht. -- Laut WHOIS ist die Domain oesterreich.at übrigens von der Wiener Zeitung GmbH registriert, während österreich.at einer "Zeitungsprojekt Verlags GmbH" = Fellner-Zeitung gehört.

    Polaroid-Firmenarchiv geht an Harvard

    Karen M. Cheung berichtet am 7. November auf digitalcamerainfo.com, dass die Firma Polaroid ihr Firmenarchiv mit "1.5 million items" an die Baker Library der Harvard Business School spendet: "The Polaroid collection is the single largest collection at the Harvard Business School Library. If all the shelves that house the Polaroid archives were placed next to each other, the collection would measure 4000 linear feet, equivalent to over 13 football fields". -- Derzeit ist in der Baker Library übrigens die Ausstellung "The Human Factor - introducing the industrial life photograph collection" zu sehen.

    Bibliothekarin als Mordopfer

    Ellery Queen [i.e. Frederic Dannay / Manfred Bennington Lee]: "Feigenblatt Kaliber .32". Ullstein 1970
    "Sieben Opfer stehen auf der Abschussliste: das alte Ehepaar kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben - der Fahrer wird in den Hinterkopf geschossen - die Bibliothekarin stirbt an einer Gasvergiftung - der Lehrer wird zu Tode gefoltert - die Sekretärin ist in den Händen der Killer. Und das siebente Opfer soll die schöne und bezaubernde Fotografin werden. Oder scheint es nur so? Steht sie in Wirklichkeit auf der Seite der Jäger? Edward Tollman weiß es nicht. Er weiß nur eins: Diese Frau muss er retten - vor den Mördern. Oder vor sich selbst") - eh klar, dass nicht die Bibliothekarin gerettet wird, oder? ;-)

    Doderers Preinblicke

    Das Buch "Heimito von Doderers Preinblicke" ist soeben in der Österreichischen Verlagsgesellschaft erschienen. Aus der Presseaussendung: "Claudia und Michael Girardi kombinieren in diesem Doderer-Textband erstmals systematisch einschlägige Stellen aus dem Werk mit alten und neuen Bildern der realen Orte - darunter finden sich auch bisher unveröffentlichte Bilder aus Privatbesitz. So entsteht ein nicht nur für Doderer-Kenner reizvolles Vademecum, das zugleich in das Werk eines der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller und in einen der 'Quellgründe' dieses Werks, die Kulturlandschaft des Semmering-Rax-Gebietes, einführt". - Das Buch wird am Donnerstag, dem 23. November, um 20 Uhr im Wiener Literaturhaus vorgestellt. Es liest Martin Loew-Cadonna.

    Thursday, November 09, 2006

    Komik des Augenblicks

    Gestern, bei der Vorlesung über die Vorlesung: Der Vortragende spricht gerade über das Hören und Zuhören. In der zweiten Reihe sitzt eine Studentin und führt über mehrere Minuten ungerührt ein einige Reihen weit zu vernehmendes Gespräch am Handy.

    Lesetagebuch

    gestern fertiggelesen: Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt. Süddeutsche Zeitung | Junge Bibliothek Band 24, 2006 - eines jener Bücher, die ich zwischendurch aus der Hand lege, damit sie nicht so schnell vorbei sind, und die ich trotzdem an einem Tag beende. Übrigens: eine Bibliothekarin kommt auch vor ("meine Kollegin vom festgezurrten Haupthaar"), das war eigentlich der Grund, warum ich das Buch gekauft habe, aber das Buch bietet viel mehr als das.

    Isadore Gilbert Mudge R. R. Bowker Award

    "Do you know someone who has influenced reference significantly?" Dann gleich anmelden für den Preis mit dem etwas sperrigen Titel "Isadore Gilbert Mudge R. R. Bowker Award". - "An annual cash award of $5,000 and a citation to an individual who has made a distinguished contribution to reference librarianship may include programming in a particular library, authorship of a significant book or articles in the reference field. The award is presented by the Reference and User Services Association (RUSA). To nominate an individual, write a letter of nomination explaining why the individual is deserving of this recognition and citing specific achievements. Each nomination packet must include three to five letters of recommendation, a copy of the nominee's resume or curriculum vitae, and any other appropriate documentation".
    Nominierungen bis 15. Dezember an Donald J. Kenney, Chair des Isadore Gilbert Mudge R.R. Bowker Award Committee, p.A. University Libraries, Virginia Tech, P.O. 90001, Blacksburg, VA 24061-9001. - Quelle: nexgenlib-l.

    Tuesday, November 07, 2006

    OII Working Papers

    Das Oxford Internet Institute verweist auf zwei neue Working Papers von Gastprofessor Yorick Wilks:
  • What is the Semantic Web and what will it do for eScience? [pdf]
  • Artificial Companions as a new kind of interface to the future Internet [pdf]
  • BKA-Wiki

    Das österreichische Bundeskanzleramt betreibt ein Wiki, in dem Diskussionen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen Q-LA (digitale Langzeitarchivierung), EDIAKT II (elektronischer Aktenaustausch), Q-KA (Kommunikationsarchitektur) und Q-Reg (Register) festgehalten werden. Derzeit noch in Arbeit ist das eGovernment-Portal.

    Monday, November 06, 2006

    TEI bibliography

    Susan Schreibman, Bibliothekarin an der McKeldin Library der University of Maryland, stellt eine "Bibliography of Publications related to the Text Encoding Initiative" zusammen, die auf der TEI-Website veröffentlicht wird und Publikationen zur Theorie von XML und Markup und zur Praxis der TEI vereint.

    Geschlechtslos, reizlos, humorlos

    Herzliche Einladung: Der Eröffnungsabend der Tagung BücherFrauenBibliotheken widmet sich dem Thema "Geschlechtslos, reizlos, humorlos. Das Los der BibliothekarInnen in Buch und Film — ein trotz allem heiterer Abend" und wird von Martina Lammel und mir gestaltet. - Die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung zu besuchen. Ort und Zeit: Freitag, 10. November 2006, 19.30 Uhr, Kreisky-Saal im Gartenhotel Altmannsdorf.
    "Still und spröde. Arm und unscheinbar. Gewöhnlich und langweilig. Grau und freudlos - so werden Bibliothekarinnen häufig in Belletristik und Film beschrieben. Martina Lammel und Monika Bargmann laden die Zuseher- und ZuhörerInnen zu einer Reise durch die Welt der Stereotype und Klischees. Sie machen halt bei der Bibliothekarin als Kinderschreck und Monster, erklären den "Entfessle-die-Bibliothekarin"-Moment, sehen Bibliotheksmitarbeiterinnen aus den Augen ihrer Chefs, lassen Eltern und Kinder von Bibliothekarinnen zu Wort kommen, beschreiben die wesentlichen Attribute einer fiktionalen Bibliothekarin und verlieren bei alldem nicht den Humor".

    Friday, November 03, 2006

    Deutsche FRBR

    "Seit wenigen Tagen liegt die deutsche Übersetzung der FRBR (Functional Requirements for Bibliographic Records) vor" (pdf). - Hinweis von Margit Sandner in zrse-info.

    The gifted reader's bill of rights

  • The right to read at a pace and level appropriate to readiness without regard to grade placement
  • The right to discuss interpretations, issues, and insights with intellectual peers
  • The right to reread many books and not finish every book
  • The right to use reading to explore new and challenging information and grow intellectually
  • The right for time to pursue a self-selected topic in depth through reading and writing
  • The right to encounter and apply increasingly advanced vocabulary, word study, and concepts
  • The right to guidance rather than dictation of what is good literature and how to find the best
  • The right to read several books at the same time
  • The right to discuss but not have to defend reading choice and taste
  • The right to be excused from material already learned

  • Quelle: Bertie Kingore: "Reading Instruction for the Primary Gifted Learner". In: Understanding Our Gifted 15 (2002) 1, S. 12 - 15

    Drogentest für Ehrenamtliche

    Das Levy County Public Library System in Florida hat ein Problem, ehrenamtliche MitarbeiterInnen zu finden, seitdem das County Drogentests für alle MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche vorschreibt. Die Direktorin, Bonnie Tollefson, wird im Library Journal wie folgt zitiert: "'An 80-year-old woman is not about to pee in a cup,' Tollefson told the Williston Pioneer Sun News. 'It is an affront to her dignity'". - Quelle: Library Journal 131 (2006) 18, S. 15, via ABI/Inform.

    Thursday, November 02, 2006

    "stereotype of the buttoned-up librarian"

    "Colleen Harris doesn't fit the stereotype of the buttoned-up librarian. Her arms are covered with a pirate queen motif and black scrolling tattoos, which extend down the side of her body to her ankle. A black rose and the words 'Dangerous Magic' adorn the back of her left hand, and the words "Anam Cara" (old Gaelic for 'soul friend') letter her knuckles. The 27-year-old - who has multiple master's degrees and a job at the University of Kentucky's research library - feels no pressure to cover up. 'It's not really possible at this point, unless I wore gloves', Harris said, adding that she thinks academia has been more accepting of her body art than the corporate world would be. 'I think my qualifications should speak for themselves'."
    Der Artikel ""Workplace re-examines body art" aus den El Paso Times vom 29. Oktober berichtet auch, wie an anderen Arbeitsstätten mit Körperkunst umgegangen wird. - via topix.net.

    After Every War

    Titelbild After every warIn der Princeton University Press erschien soeben der Band "After Every War. Twentieth-Century Women Poets", eine Anthologie ins Englische übersetzter Texte von neun deutschsprachigen Autorinnen: "They are nine women with much in common - all German speaking, all poets, all personal witnesses to the horror and devastation that was World War II. Yet, in this deeply moving collection, each provides a singularly personal glimpse into the effects of war on language, place, poetry, and womanhood. After Every War is a book of translations of women poets living in Europe in the decades before and after World War II: Rose Ausländer, Elisabeth Langgässer, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Else Lasker-Schüler, Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz, Dagmar Nick, and Hilde Domin".

    Revolution in the stacks

    Neu bei E-LIS: Kevin Stranack: "Revolution in the Stacks: A Bibliography of Selected Multimedia Anarchist Resources in English". In: Collection Building 23 (2004) 3, S. 110 - 117 -- dazu noch den Hinweis auf die "Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus" und das wiki-basierte, im Aufbau begriffene "Lexikon der Anarchie".

    Monday, October 30, 2006

    Vorlesung zum Nachlesen

    Im Uni-Standard wird regelmäßig über die Ringvorlesung Vorlesung2 berichtet, die in diesem Semester immer mittwochs um 18 Uhr c.t. im jüngst renovierten AudiMax stattfindet.

    Bücher verleihen

    "Sie verleihen also Bücher?" fragte Papa Mathilde (...). -- "Ich verleihe sie und ordne sie wieder ein, wenn die Leute sie zurückbringen, das ist alles". -- "Und wenn die Leute sie nicht zurückbringen?" -- "Die Leute bringen sie immer zurück". -- "Verdammt noch mal!" rief er und richtete sich auf, das beeindruckte ihn am meisten. "Und ich muß mich auf dem Markt bloß umdrehen, schon lösen sich meine Tomaten in Luft auf".

    Aus: Jean-Marie Gourio: Die Bibliothekarin. München: List 2000, S. 184 - Mehr über Bibliothekarinnen in Literatur und Film gibt es am 10. November bei der Tagung "BücherFrauenBibliotheken" in Wien zu hören. Herzliche Einladung - zur Anmeldung ist noch nicht zu spät!

    Tuesday, October 24, 2006

    Neuerwerbungen

  • Jakob Michael Perschy / Hans-Günther Döring [Ill.]: Balthasar und die Bibliotheksfledermaus. Annette Betz 2006
  • Jessica Spanyol: Carlo and the really nice librarian. Walker Books 2005
  • Peter Butschkow, Gerlinde Heil: Lehrer sein ist cool! Das Anti-Vorurteils-Buch. 2. Aufl. Care-Line 2006
  • Unerkannte Minderheit?

    Die annoyed librarian hat eine sträflich unterrepräsentierte Minderheit beim Bibliothekspersonal identifiziert: "Aren't there any men, you ask? Sure, a handful. But they're all gay, even the married ones. Or they're really old and seedy looking. Or they suffer from the masculine variety of Librarian's Bottom. Or they haven't washed their hair in a week. Or they dress like hippies on laundry day". Also, ihr attraktiven, "freien", heterosexuellen Bibliothekare da draußen - meldet Euch bei annoyed librarian, um sie vom Gegenteil zu überzeugen!

    Monday, October 23, 2006

    Biographien von BibliothekarInnen

    (Auto-)biographische Texte von und über BibliothekarInnen - wie Nachrufe, Memoiren, Würdigungen in Festschriften, Portraits - liefern häufig aufschlussreiche Informationen über Karriereverläufe und Berufsbilder. Deshalb habe ich in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn einen eigenen Bereich für solche Texte eingerichtet. Es gibt natürlich zahllose solche Texte, deswegen möchte ich zunächst den Schwerpunkt auf weibliche Pionierinnen des Bibliothekswesens legen. Für jegliche Hinweise bin ich dankbar.

    Web-Montag in Wien

    Der Web Montag "bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Venture Capitalists, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0" zusammen. Der erste Web Montag fand am 7. November 2005 in Köln statt, die Organisation erfolgt dezentral über ein Wiki. -- Heute, am 23. Oktober, findet ein entsprechendes Treffen in Wien statt, und zwar um 19 Uhr im Metalab. Beim nächsten Mal würde ich als Library 2.0-Interessentin und Bloggerin gerne daran teilnehmen. -- Vergleiche dazu auch den Wiki Wednesday.

    Friday, October 20, 2006

    Goldenes Kleeblatt

    Das "Forum Gewaltfreies Burgenland" veranstaltet heuer einen Literaturwettbewerb rund um das Thema Gewalt, zu dem vor allem Burgenländerinnen und Burgenländer, grundsätzlich aber alle Menschen, die sich literarisch mit der Gewaltthematik auseinandersetzen möchten, eingeladen sind. "Der Gewaltbegriff ist im Rahmen dieses Literaturwettbewerbes sehr weit gefasst und reicht von direkten psychischen und physischen Gewalthandlungen an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis hin zu struktureller Gewalt. Das heißt, auch Themen wie Diskriminierung, Ausbeutung und Übervorteilung, also Handlungen, welche, egal ob sie von konkreten Personen, Institutionen oder der Gesellschaft gesetzt werden, zu einer umfassenden Form der Gewalt, nämlich der Armut, führen können, sind in dieser Begriffsdefinition von Gewalt enthalten". -- Einreichfrist: 15. Dezember 2006. Details (pdf).
    Dem 2002 gegründeten "Forum Gewaltfreies Burgenland" gehören verschiedene Organisationen - von der Katholischen und Evangelischen Kirche über den Landesschulrat bis zur Kriminalpolizei - an.

    Bibliotheks-McJob

    In einem deutschen Literaturarchiv werden "Fachkräfte für die EDV-Katalogisierung" von Nachlässen gesucht. Arbeitsbedingungen: Werkvertrag -- sechs Minuten = 0,80 € pro Datensatz (ergibt Stundenlohn von 8 €), Arbeitszeit vier Stunden pro Tag (keine Wochenend- oder Abendarbeit möglich). Und nun zu den Voraussetzungen: "Bereitschaft, diese Tätigkeit idealerweise zwei, drei Jahre ausüben zu können -- Fortgeschrittene Kenntnisse von Datenbanken im Allgemeinen -- Kenntnis der Sütterlinschrift bzw. Bereitschaft, sie lesen zu lernen -- Fremdsprachenkenntnisse -- Gute Allgemeinbildung -- Überdurchschnittliche Kenntnisse der Kultur- und Literaturgeschichte -- Gründliche, gewissenhafte Arbeitsweise und ein gewissenhafter Umgang mit den wertvollen Originalmaterialien -- Zuverlässigkeit -- Selbständige Arbeitsweise bei gleichzeitiger Anwendung der verbindlichen Regeln für das Katalogisierungsteam -- Flexibilität in der Arbeitszeit (vormittags/nachmittags)".
    Ein Praxisbeispiel für das Lehrbuch "McJobs für arbeitslose GeisteswissenschaftlerInnen" - anspruchsvolle Voraussetzungen, schlechte Bezahlung, keine soziale Absicherung, keine wirklich freie Arbeitszeitgestaltung - und sicher genügend BewerberInnen, sicher teilweise auch promoviert.

    Thursday, October 19, 2006

    academicblogs.net

    academicblogs.net ist ein wiki-basierendes Verzeichnis von Weblogs im akademischen Umfeld, dem hier sogenannten "invisible college". Es gibt eine Seite für Weblogs von university librarians und eine für LIS-Weblogs. Teilweise haben auch einzelne Weblogs eigene Seiten.

    Herbsttag

    Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
    und auf den Fluren laß die Winde los.

    Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
    gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.

    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
    Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    und wird in den Alleen hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    Rainer Maria Rilke: "Herbsttag". Aus: Hans Bender (Hrsg.): Herbstbuch. Gedichte und Prosa. 1. Aufl. Insel-Taschenbuch 1982, S. 9

    Bibliothekare als Ersatz für Spione?

    Bei der Tagung "IOP '07", der 15. internationalen Konferenz für Information Operations (IO), Open Source Intelligence (OSINT) und Peacekeeping Intelligence (PKI), werden unter anderem die Themen "Information Economy Meta Language" und "die Rolle von Bibliothekaren als Alternative zu Spionen" verhandelt. - Quelle: Presseaussendung vom 17. Oktober 2006.

    Monday, October 16, 2006

    Queer reading

    Die Tagung "Queer Reading in den Philologien – Modelle und Anwendungen" findet von 2. bis 5. November auf der Universität Wien statt. Die Konferenz wird von Susanne Hochreiter und Anna Babka geleitet und von Meri Disoski, Ursula Knoll, Renaud Lagabrielle, Julia Malle und Maria Katharina Wiedlack mitorganisiert.
    Zum Konzept: "Eröffnet wird die Tagung mit einer wissenschaftstheoretischen Einheit, die das wissenschaftliche Erkenntnispotenzial der Queer Studies, auch bezüglich ihrer inhärenten Wissenschaftskritik erörtert. Der zweite Block ist den 'Grundlagen' von Queer Reading gewidmet: Fragen der Repräsentation, der Performativität von Gender und Sexualitäten, von Sprache und Textstrukturen sind hier zentral. Der dritte Abschnitt stellt konkrete 'Anwendungen' vor. Wir laden Vortragende und Workshop-LeiterInnen ein, die eine queere Lektüre eines konkreten Textes vorstellen und mit den TeilnehmerInnen diskutieren. Im vierten Abschnitt werden die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert und Perspektiven für die weitere Kooperation und mögliche Forschungsprojekte entwickelt.

    VÖB-Arbeitsgruppe für Informationsethik

    Seit September 2006 gibt es im Rahmen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) eine Arbeitsgruppe für Informationsethik, die interessierte Kolleginnen und Kollegen herzlich einlädt, sich am Diskussionsprozess zu folgenden Themen zu beteiligen:
    Freier Zugang zu Information -- Copyright- und DRM-Fragen -- Datenschutz und Persönlichkeitsrechte -- Informationsethische Aspekte bei Erwerbung und Sacherschließung -- Soziale Aspekte, LeserInnenbetreuung und –schulung -- Digital divides -- Kulturelle Vielfalt -- Versteckte Zensur, Selbstzensur -- Internationale Verschiedenheiten der Library Ethics Codices -- Aktivitäten von IFLA und FAIFE zum Thema Informationsethik
    Die geplante Plattform auf der VÖB-Website soll "zu einem sich entwickelnden Dialog mit erwartungsgemäß positiven Ergebnissen für Österreichs Bibliotheken" führen. Die Arbeitsgruppe plant außerdem, "das Thema Informationsethik in Österreich durch Einladung international bekannter Fachleute zu Vorträgen, Podiums-Diskussionen und Interviews bekannter zu machen". Provisorische Website: www.nadaku.net/infoethik.htm -- Weblog: infoethic.blogspot.com.

    Friday, October 13, 2006

    Slowenischer Zentralkatalog für Public Sector Information

    "The Slovenian Ministry for Public Affairs has established a central on-line catalogue of public information. The catalogue provides rapid access to the information libraries of all public institutions, in accordance with the Act on Access to Public Information which requires all public information to be accessible centrally.
    The Central Catalogue of Public Information is available on www.ckijz.gov.si and also through the State e-Government Portal e-uprava.gov.si. It is designed to allow direct access to the information records of different state institutions. This information is made freely available both to citizens and companies. There are no particular restrictions on the access to this information or its further use. In addition, as all information is provided directly from the source, the highest possible level of authenticity is ensured.
    The Central Catalogue of Public Information is not only intended for people or companies seeking public information, but also for all bodies involved in providing public information, whether they be State bodies, local government offices, public agencies or public service contractors.
    The portal may be used to access important sector-specific legislation and the public information libraries of individual bodies. It monitors the performance of the Information Commissioner and provides links to a wide range of websites and news services that may be of public interest".
    Source: eGovernment News / European Communities, 11. September 2006. "Reproduction is authorised provided the source is acknowledged".

    Thursday, October 12, 2006

    Bibliotheksbeats für Kurzentschlossene

    Leider erst jetzt durch Zufall erfahren :-( In der Wienbibliothek im Rathaus findet heute um 19 Uhr die Veranstaltung "Word Up! Filme und Musik zum Lesen" mit DJ Drehli Robnik statt: "Beats zu Büchern und Lieder übers Lesen / Die ärgsten Bibliotheksszenen aus 70 Jahren Filmgeschichte". "Wir sehen, hören und entlehnen uns am 12. Oktober in der Wienbibliothek, denn: 'Libraries gave us power', wie die Manic Street Preachers sungen, oder aber: 'Treffen sich drei oide Bücher...' (Die Spitzbuben)" (Robnik). Die wirklich interessanten Dinge kommen wohl über keinen Verteiler...

    Maladies of the information age...

    ...von Jen Sorensen in der Comic-Serie Slowpoke vom März 2006: googlitis, archivaholism, compulsive news binging, metamania. Gelungener Comic!

    Bibliotheks-Manga

    Gerade entdeckt: den (das?) Manga "Kokoro Library". Beschreibung: "Das niedliche Mädchen Kokoro und ihre zwei älteren Schwestern Iina und Aruto arbeiten als Bibliothekarinnen in der Kokoro Library, die sie nach dem Tod ihrer Eltern weiterführen. Dort widmen sie sich hingebungsvoll ihren Büchern und den wenigen Buchliebhabern, die ab und an vorbeischauen".

    Zum Wachsen gebracht nach zweihundert Jahren

    Eine schöne Geschichte in der neuen Ausgabe der "National Archives News": Gastforscher Roelof van Gelder aus den Niederlanden hatte unter den Akten ein zweihundert Jahre altes Notizbuch gefunden, in dem vierzig kleine Pakete mit Samen verschiedener Pflanzenarten enthalten waren. ExpertInnen von der Millennium Seed Bank der Royal Botanic Gardens haben diese Samen wieder zum Leben erweckt: "The notebook was inscribed with the name Jan Teerlink, a Dutch merchant who is believed to have collected the seeds during a trip to the Cape of Good Hope in 1804".
    Das weltweit angelegte Millennium Seed Project "aims to safeguard 24,000 plant species from around the globe against extinction. It has already successfully secured the future of virtually all the UK's native flowering plants".

    Mein Semester

    Dieses Semester besuche ich drei Lehrveranstaltungen:
  • VO "Buchdruck und Textzirkulation zwischen Gutenberg und Goethe" bei Franz Eybl. Mir fehlt noch eine Vorlesung im Fach Neuere deutsche Literatur, und diese bietet sich an, da sie erstens viele Themen anschneidet, mit denen ich als Bibliothekarin durchwegs vertraut sein sollte, und ich zweitens beim selben Vortragenden bereits die Vorlesungen "Grundprobleme frühneuzeitlicher Textzirkulation" und "Das Buch als Gegenstand der Forschung" besucht habe - nebenbei bemerkt in den Jahren 1995 und 1997... *seufz*
  • SE "Namenkunde des Deutschen" bei Peter Ernst - mein letztes Seminar. Hier werde ich mich auf eigenen Vorschlag mit "Vulgonamen in der Buckligen Welt" befassen. Mich haben Vulgonamen schon länger interessiert, und als frühere Lokalzeitungsmitarbeiterin und Bucklige Welt-Bewohnerin bin ich mit den Namen und Gegebenheiten halbwegs vertraut. Flurnamen wären übrigens auch eine interessante Möglichkeit gewesen - würde gern einmal der Herkunft des Rottennamens "Hölle" in Wiesmath nachspüren (das Hinweisschild muss ich auch endlich mal photographieren).
  • Ringvorlesung "vorlesung2" (eigentlich Wurzel aus Vorlesung zum Quadrat, aber das kann ich hier nicht wiedergeben), aus Anlass der Neueröffnung des AudiMax, konzipiert von Arno Dusini und Lydia Miklautsch. Die graphische Darstellung lässt sowohl die Deutung zu, dass die Vorlesung zuerst quadriert und dann die Wurzel gezogen, als auch dass die Wurzel aus der Vorlesung gezogen wird und die dann quadriert wird. "Mathematisch" dasselbe Ergebnis, von den Interpretationsmöglichkeiten natürlich gaaanz anders ;-)
  • Tuesday, October 10, 2006

    Passionate librarian

    Soeben entdeckt: "Der Marquis kehrt zurück" von Lisette Ashton, erschienen 2006 bei Passion Publishing, ISBN 3-9809942-8-7. Zum Inhalt: "Die Bibliothekarin Justine erhält von ihrer Chefin, der strengen Mrs. Weiss, den Auftrag, eine bislang unveröffentlichte Erzählung des Marquis de Sade zu beschaffen. Das ist nicht so einfach - sie muss sich zuerst als würdig erweisen... Bald stellt sie fest, dass sie für 'La Coste' alles tun würde. Im Bann des Meisters gerät sie in einen Taumel von Macht, Bestrafung und Unterwerfung".

    "Zeitgeistsatire" mit Bibliothekarin

    Im Stadttheater Heidelberg wird noch am 13. und 28. Oktober Katharina Schmidts Theaterstück "Maxi Singles" gezeigt. "Jens Koch, Alexander Peutz, Annette Wunsch und Monika Wiedemer pointieren die flotte Typenkomödie als Psychiater und Bibliothekarin, Reptilienforscher und Heilsarmistin zwischen Speed-Dating und Baggerei an der Bar". - Quelle: Echo Online.

    Traurig, aber wahr

    Am Wochenende habe ich den satirischen Politthriller "The librarian" von Larry Beinhart gelesen - sehr spannend, aber auch - in diesem Fall leider - sehr realistisch. Kurz gesagt geht es darum, wie der mächtigste Politiker der Welt im Amt bleiben kann, ohne die Wahl zu gewinnen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht ganz zufällig. -- Auf der Website zum Buch, www.thelibrarian.biz, gibt es den Stummfilm "The Terrors of Tess the Librarian" als "special feature for librarians" zum Download. Außerdem kann man die ersten beiden Kapitel online lesen.-- Beinhart hat übrigens mit "American Hero" (1993) auch die Vorlage für den Film "Wag the Dog" geschrieben.
    Dazu passt ein Buch, das ich gerade entdeckt habe: "Was the 2004 Presidential Election Stolen? Exit Polls, Election Fraud, and the Official Count" von Joel Bleifuss und Steve Freeman, erschienen 2006 bei Seven Stories Press.

    What the Amish Are Teaching America

    Lesenswerter Artikel "What the Amish Are Teaching America" von Sally Kohn in AlterNet - über Vergebung statt Rache nach einer schrecklichen Tat.

    Monday, October 09, 2006

    BücherFrauenBibliotheken

    Der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (und ich als Mitorganisatorin) lädt herzlich zum Herbstseminar "BücherFrauenBibliotheken" ein, das vom 10. bis 12. November im Wiener Renner-Institut stattfinden wird. Das Programm:
    Freitag, 10. November 2006
  • Themenkreis Bibliothekarinnen in Buch und Film: Geschlechtslos, reizlos, humorlos. Das Los der BibliothekarInnen in Buch und Film — ein trotz allem heiterer Abend, gestaltet von Monika Bargmann und Martina Lammel (öffentliche Veranstaltung - keine Anmeldung erforderlich)
  • Samstag, 11. November 2006
  • Themenkreis Verfolgte Bibliothekarinnen: Renate Obadalek: "Frauen im Volks- und Arbeiterbüchereisystem — Ehre, Leidenschaft und Verfolgung" / Barbara Kintaert: "Vertrieben und vergessen — Bibliothekarinnen in der Arbeiter- und Kinderfreundebewegung" / Ilse Korotin: "'... vorbehaltlich eines jederzeit zulässigen Widerrufes genehmigt'. Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Bibliothekarinnen am Beispiel von Amalia Rosenblüth, Marianne Schmidl und anderen" / Susanne Blumesberger: "Schreibend Wurzeln finden. Am Beispiel der Bibliothekarin und (Tagebuch–)Autorin Inga Joseph"
  • Themenkreis Bibliothekarin als Frauenberuf: Christina Köstner: "Bibliothekarinnen in der Österreichischen Nationalbibliothek" / "Die Bücherei ist weiblich" (Kribibi-Seminar 1996) — Zehn Jahre danach: Entwicklung oder Enttäuschung?
  • Sonntag, 12. November 2006
  • Themenkreis Bibliothekarinnen auf dem Berg und auf der Ebene: Brigitte Weninger: "Bücher auf Litera-Tour. Die erste Gipfelbibliothek der Welt" / Irén Borbála Elekes: "Bibliothekarinnen in Ungarn"

  • Genaue Informationen über Ort, Zeit und Pausengestaltung des Seminars, Anmeldungsmodalitäten, Referentinnen, Organisatorinnen und Abstracts finden Sie auf der Kribibi-Website www.bvoe.at/~kribibi.