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Tuesday, December 13, 2022

Interview mit Bibliothekar Adalbert Melichar zum 80er

In den Niederösterreichischen Nachrichten ist am 7. Dezember ein spannendes Interview mit dem Bibliothekar und Erwachsenenbildner Adalbert Melichar erschienen. Melichar war u.a. Stadtbibliothekar in Fischamend, bildete viele Generationen an Bibliothekar*innen aus öffentlichen Bibliotheken aus, wirkte an der Gestaltung von Lehrplänen für die Bibliotheksausbildung mit, war im Vorstand der NÖ Volkshochschulen und vieles mehr. Das Lernen hat er nie aufgegeben:
"Diese [Philosophie des lebenslangen Lernens] habe ich natürlich auch gelebt und mich immer wieder getestet. Vor 4 Jahren beispielsweise an der Donauuniversität Krems, wo ich an 11 Wochenenden einen Universitätslehrgang abgeschlossen habe. (...) Ein Sozialleben ist sehr wichtig, um im Alter fit zu bleiben. Ich nehme beispielsweise an Literatur-Preisausschreiben teil und habe neulich ein Essay an der Akademie der Wissenschaften eingereicht, wobei ich noch auf die Bewertung warte. Das tagtägliche Arbeiten am Computer hält mich zusätzlich jung. Mit 70 Jahren habe ich beim BFI den ECDL gemacht."

Mario Pichler: "Fischamender Urgestein Adalbert Melichar ist 80". In: Niederösterreichische Nachrichten, Ausgabe Bruck/Leitha, 7. Dezember 2022

Thursday, July 14, 2022

"Lernpause mit Pfötchen": Therapiehund in der SLUB Dresden

Gerade in Inetbib gelesen: Die SLUB Dresden bietet Lernpausen mit einem ausgebildeten Therapiehund an. Das Projekt "Aktive Lernpause mit Pfötchen" wird in Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe Mensch-Tier-Beziehung der TU Dresden umgesetzt. Hintergrund:
"Denkt man den Lernraum Bibliothek als Service und ganzheitlich, geht es dann nicht nur um vielfältige Nutzerarbeitsplatzsettings, sondern auch um den Lernprozess, den es zu stimulieren gilt, zum Beispiel durch aktive Lernpausenangebote. Eine Variante davon ist, Studierenden in der Prüfungszeit dabei zu unterstützen, Lernstress mental zu reduzieren. Die SLUB Dresden bietet (testweise) ein solches Angebot an, und zwar mit Hilfe einer dafür ausgebildeten vierbeinigen Fachkraft, einem Therapiehund, der wiederum in Begleitung einer Fachperson zur Verfügung steht für (kurzzeitige) Berührungs-, Spiel- oder andere Interaktionsangebote. Unter dem Titel "Lernpause mit Pfötchen" werden Studierenden zwanzig Zeitslots angeboten (in der Prüfungszeit Sommersemester 2022), die sie für eine solche etwa 15minütige Auszeit buchen können. Der entspannende und lernförderliche Effekt ist inzwischen auch speziell für Studierende empirisch nachgewiesen worden, zum Beispiel hier: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/2332858419852592 (*)". (Quelle)

Die Wirkung dieser Lernpausen wird wissenschaftlich evaluiert. Die Fachperson ist immer anwesend, "um Belastungssignale des Hundes oder Unsicherheiten bei Nutzenden zu erkennen und sofort intervenieren zu können".

Zusätzlich wurde in der Zweigbibliothek August-Bebel-Straße ein Themen-Cube zum Thema "Tiergestützte Intervention und Stressabbau" eingerichtet, und auf der Website gibt es eine entsprechende Literaturliste.


(*) Patricia Pendry, Jaymie L. Vandagriff: "Animal Visitation Program (AVP) Reduces Cortisol Levels of University Students: A Randomized Controlled Trial". In: AERA Open, 12. Juni 2019.

Tuesday, April 19, 2022

UC Santa Barbara: Keyword Cultures

Gerade auf Twitter entdeckt: Leila Stegemoeller bietet bei den Summer Sessions der UC Santa Barbara einen Kurs zum Thema "Keyword Cultures" an. Ich kann daran ja nicht teilnehmen, aber ich finde den Blickwinkel sehr spannend:
"There is a popular joke among digital marketers – that the best place to hide a dead body is on page two of Google. One of the many techniques Search Engine Optimization (SEO) experts employ to save their own pages from obscurity is keyword strategy: determining what search terms or phrases to associate with their brand, and adjusting pages or purchasing Google ads accordingly. On platforms like Twitter, Facebook, TikTok, and Instagram, keyword search and hashtags function similarly for advertisers, companies, and individuals. Whenever we google something, organize files, or search through a book's index, we are using keywords. In disciplines like literary study, when we follow the repetition of a term through a work to unlock a hidden meaning, we are treating it as a keyword. And following cultural critic and literature professor Raymond Williams, when we refer to "democracy," or "the media" at all, we are employing a socially complex keyword. This course teaches students to think of the keyword in several ways: first, as a cornerstone of traditional literary or rhetorical analysis; second, as a central concept in digital humanities methods for analyzing texts; and finally, as a cultural unit that shapes our thinking in search engines, on social media, and in our larger social world."

Vielleicht könnten wir Frau Stegemoeller einmal für einen Gastvortrag gewinnen...

Tuesday, April 12, 2022

Einladung zum Online-Workshop "Geschlechtergerechte Sacherschließung" am 11. Mai 2022

Im Jahr 2012 habe ich den Beitrag "Österreich: Der Gender-Marsch durch die Institutionen für die Interessengruppe Wissenschaftliche BibliothekarInnen Schweiz geschrieben. Darin heißt es "Wir planen einen Workshop zum Thema Sacherschließung". Zum Zehn-Jahres-Jubiläum dieser Absichtserklärung ist es nun endlich soweit - dank des Nachdrucks und Engagements meiner lieben Kolleginnen von der "Neigungsgruppe Sacherschließung" Susanne Blumesberger, Andrea Gruber & Evelyne Luef. Hier also - endlich! - die Einladung.

Der Online-Workshop "Geschlechtergerechte Sacherschließung" wird durchgeführt im Rahmen von "30 Jahre frida" in Kooperation mit der Kommission für Genderfragen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB).

Zeit und Ort: 11. Mai 2022, 10.00-17.00 Uhr, virtuell

Ausrichtung des Workshops

Gemeinsames Anliegen aller fridas war und ist es, feministisches/frauen*bezogenes Wissen zu sammeln, zu bewahren und so aufzubereiten, dass es der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und für verschiedene Fragestellungen abgerufen werden kann. Im Bibliothekswesen dafür entwickelte Werkzeuge wie etwa kontrollierte Vokabulare wie die GND oder die von der Library of Congress in Washington gepflegten "Subject Headings" (LCSH), verschiedene Klassifikationen, Systematiken und (Fach-)Thesauri leisten unschätzbare Dienste bei der Erschließung und somit der Wiederauffindbarkeit von Informationen sowie der Vernetzung unterschiedlicher Ressourcen.

Aus einer feministischen bzw. frauen*bezogenen Perspektive sind diese verdienstvollen Werkzeuge allerdings auch kritisch zu hinterfragen, da sie gesellschaftliche Macht- und Ungleichverhältnisse widerspiegeln und festigen. Feministische Bibliothekar*innen benennen seit Ende der 1970er Jahre die androzentristische und sexistische Prägung konventioneller Normdateien, Klassifikationen, Thesauri etc. Fehlende Begriffe, diskriminierende Bezeichnungen oder Nicht-Nennungen generieren sprachliche Ausschlüsse, Geschlechterstereotypisierungen und Diskriminierungen – die zudem intersektional sind und sich in wirkmächtiger Verschränkung der Kategorien Geschlecht, Rassismus und Ableismus manifestieren. Und sie tragen dazu bei, dass diese – etwa durch die Recherchefunktion "Relevanz" – fortgeschrieben werden.

Im Online-Workshop zu geschlechtergerechter Sacherschließung stellen wir die Frage, was eine feministische Perspektive dem entgegenhalten kann. Wie können Grundlagen einer feministischen und geschlechtergerechten Sacherschließung aussehen? Was können feministische Fach-Thesauri oder geschlechtergerechte kontrollierte Vokabulare diesbezüglich leisten? Und (wie) können sie für Änderungen in konventionellen Dokumentationssprachen, universalen Normdateien und Klassifikationen genutzt werden?

Informationen zur Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Mitgliedschaft bei frida oder der VÖB ist nicht Bedingung. Die Workshop-Sprache ist Deutsch. Der Workshop findet online über Zoom statt. Eine Registrierung bis 10. Mai 2022 ist erforderlich.

Programmüberblick

Vormittag 10:00-13:00 Uhr: Begrüßung | Keynote | Inputs | Diskussion
10:00-10:15 Uhr: Begrüßung (Susanne Blumesberger & Evelyne Luef für das Organisationsteam, Grußworte von frida-Obfrau Li Gerhalter)
10:15-11:00 Uhr: Keynote Karin Aleksander (ehem. Leiterin der Genderbibliothek des ZtG der HU Berlin): Was ist und zu welchem Ende brauchen wir eine geschlechtersensible Beschlagwortung?
kurze Pause
11:10-11:55 Uhr: Inputs zu je 15 Minuten
  • Rainer Steltzer (UB Innsbruck): G(e)ND(er) Trouble? Aspekte von Gender in der Gemeinsamen Normdatei
  • Andrea Gruber (Ariadne an der ÖNB): Feministische Wortschätze: Bedeutung und Potentiale
  • Monika Bargmann (Kommission für Genderfragen der VÖB): Lernen über Gender. Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus in der bibliothekarischen Ausbildung
kurze Pause
12:10-13:00 Uhr: gemeinsame Diskussion und Bildung der Gruppen für den Nachmittag
13:00-14:00 Uhr: Mittagspause

Nachmittag: 14.00-17.00 Uhr: Arbeits- und Diskussionsgruppen | Schlussdiskussion und Ausblick
14:00-15:30 Uhr: Diskussionen in drei Gruppen (Pausengestaltung nach Wünschen der jeweiligen Gruppe)
15:30-16:00 Uhr: Kurzberichte der Gruppen
16:00-17:00 Uhr: gemeinsame Schlussdiskussion und Ausblick

Abstracts

Karin Aleksander: Was ist und zu welchem Ende brauchen wir eine geschlechtersensible Beschlagwortung?

Die Frage, warum geschlechtersensible/-gerechte Beschlagwortung notwendig ist, behandle ich mit bibliotheks- und sprachwissenschaftlichen Aspekten, eingeordnet in historische und philosophische Überlegungen. Dafür stelle ich Erreichtes und Rückschritte als einen Zusammenhang dar, wobei auch Offenes für die Zukunft problematisiert wird.

Kontakt: Dr.in Karin Aleksander, Mitglied der Fachkommission im Digitalen Deutschen Frauenarchiv und in i.d.a.; Leiterin der Genderbibliothek am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt-Universität zu Berlin (1990-2019), karin.aleksander@hu-berlin.de

Rainer Steltzer: G(e)ND(er) Trouble? Aspekte von Gender in der Gemeinsamen Normdatei

Die Gemeinsame Normdatei (GND) wird von Bibliotheken im gesamten deutschen Sprachraum zur verbalen inhaltlichen Erschließung von Ressourcen genutzt. Der Vortrag soll einen kurzen Überblick über die Repräsentation von Gender in der GND selbst und in den Regeln für die Schlagwortkatalogisierung (RSWK) bieten.

Kontakt: Dr. Rainer Steltzer MSc., Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, VÖB-Kommission für Sacherschließung, rainer.steltzer@uibk.ac.at

Moderation des Workshops am Nachmittag: MMag.a Dr.in Evelyne Luef, Wienbibliothek im Rathaus, , frida – Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich, evelyne.luef@wien.gv.at

Andrea Gruber: Feministische Wortschätze: Bedeutung und Potentiale

Feministische Vokabulare sind grundlegende Werkzeuge der Sacherschließung in frauen*- und genderspezifischen Bibliotheken, Archiven und Dokumentationsstellen. Der Input widmet sich feministischen Thesauri und Schlagwortlisten, die diese seit Ende der 1970ern entwickeln. Skizziert werden Potentiale ihrer Vernetzung und Weiterentwicklung sowie ihrer Interaktion mit allgemeinen Normdaten wie der GND vor dem Hintergrund von Linked Open Data und Semantic Web.
Der Workshop am Nachmittag bietet die Möglichkeit zu Vertiefung und Austausch sowie zur Diskussion kooperativer Strategien; Marius Zierold (Deutsches Digitales Frauenarchiv) gibt hierzu spannende Einblicke in konkrete Projekte.

Kontakt: Mag.a Andrea Gruber MSc, Österreichische Nationalbibliothek, Ariadne – frauen*-/genderspezifische Information und Dokumentation, frida – Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich, andrea.gruber@onb.ac.at

Monika Bargmann: Lernen über Gender. Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus in der bibliothekarischen Ausbildung

Die Beschäftigung mit geschlechterspezifischen Ausschlussmechanismen hat einen Platz in der bibliothekarischen Berufsethik. Informationsfachleute "opponieren gegen Diskriminierung aufgrund (...) der Genderidentität (...) oder der sexuellen Orientierung", heißt es beispielsweise im Ethik-Kodex der IFLA, der internationalen Föderation der Bibliotheksverbände. Aber wird das auch in der bibliothekarischen Ausbildung berücksichtigt? Der Input am Vormittag wirft Blitzlichter auf Curricula verschiedener Ausbildungsgänge. Am Nachmittag reflektieren wir gemeinsam, wie (und ob) Gender in unseren unterschiedlichen Ausbildungswegen von Lehre bis Hochschulstudium thematisiert wurde - auf dem Gebiet der Inhaltserschließung und darüber hinaus.

Kontakt: Mag.a (FH) Mag.a Monika Bargmann, ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, frida – Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich, Leiterin der Kommission für Genderfragen in der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB), monika.bargmann@zamg.ac.at

Datenschutzhinweise

Der Workshop findet online über Zoom statt. Ihr Name und Ihre Mailadresse werden ausschließlich zur Abwicklung der Veranstaltung (Bestätigung der Registrierung, notwendige Informationen zum Workshop...) verwendet.

Sie können Zoom über gängige Browser verwenden bzw. einen Desktop-Client oder eine mobile App installieren. Deutschsprachige Informationen über Zoom und die DSGVO finden Sie hier.

Tuesday, December 07, 2021

Virtuelle Vortragsreihe "Schulbibliothek und Deutschunterricht"

Im Rahmen der Eichstätt-Würzburger Themenwochen "Bildungslandschaften gestalten: (Schul-)Bibliotheksarbeit und Fachunterricht Deutsch" gibt es eine spannende Vortragsreihe zum Thema "Voneinander & miteinander lernen: Schulbibliothek und Deutschunterricht".

Lust am Lesen wecken, FakeNews erkennen, Wirkungsweisen neuer Medien verstehen – (Schul-)Bibliotheken sind ein wichtiger Bildungspartner von Schulen, um Lernenden basale Kompetenzen zu vermitteln. Wie sehen erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulbibliothek, öffentlicher Bibliothek und Schule aus, von denen alle Seiten profitieren können? Die virtuelle Vortragsreihe stellt nationale und internationale Best-Practice-Schulbibliotheken vor und geht darauf ein, inwiefern Versatzstücke dieser Bibliothekskonzepte auch im Kleinen auf andere Schulen übertragbar sind. Der Schwerpunkt der Vorstellung liegt dabei auf Angeboten für den Deutschunterricht, zeigt aber zugleich Perspektiven für die fächerübergreifende Nutzung von Schulbibliotheken auf.
Die Vortragsreihe gibt Antworten darauf und stellt nationale und internationale Best-Practice-Schulbibliotheken an folgenden Donnerstagen jeweils von 16-18 Uhr (c.t.) vor:

  • 09.12.2021: Irina Nehme Dipl.-Bib. (FH), "Schulbibliotheken sind unersetzlich" – aus der internationalen Perspektive der Lehrenden: "Wie gelingt es in Deutschland, die internationalen Standards und Richtlinien für Schulbibliotheken zu implementieren und damit wesentlich zur Bildungsqualität beizutragen, wenn die Schulbibliotheken weder gesetzlich noch im Bildungsbewusstsein verankert sind? Nach dem IFLA-Motto »Think global and act local« zeigt die Teaching Librarian Irina Nehme am Beispiel der Schulbibliothek des Hölty-Gymnasiums und an einigen ausgewählten Best-Practice-Beispielen, wie es mit Glück und Engagement gelingen kann
  • 16.12.2021: StD Jochen Diel, So geht Schulbibliothek. Gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Schulen und öffentlichen Bibliotheken: "Der Vortrag skizziert, wie sich die medialen Angebote von Schulbibliotheken und öffentlichen Bibliotheken enger miteinander verzahnen lassen. Am Beispiel des „Lernateliers“ des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt wird aufgezeigt, wie Schulen Ressourcen öffentlicher Bibliotheken für die Förderung von Lesekompetenz und Informationskompetenz gewinnbringend nutzen und mit ihrem schulbibliothekarischen Angebot zusammenführen können."
  • 13.01.2022: Bettina Braun B.A., Der Lesekeller – ein handlungsoffener Begegnungs- und Bildungsraum: "Der Lesekeller mit Wort-Labor befindet sich im Freizeitbereich der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule in Berlin-Kreuzberg. Seit der Eröffnung 2009 hat sich der Lesekeller von einer Schulbibliothek zu einem Medienzentrum entwickelt, das verlässlich geöffnet ist und professionell betreut wird. Über unsere Schule hinaus wird er als „Best Practice“ Beispiel häufig besucht und ist beratend tätig. Bekannt und aktiv als Initiator vielfältiger Projekte, ist es unser Bestreben, den Lesekeller zum Zentrum des fächer- und projektübergreifenden Wissenserwerbs für Schule, Hort und Netzwerk zu machen. Das ist auch das Thema des Vortrages, in dem es um die Bedeutung des Lesekellers an der Schnittstelle zwischen Freizeitbereich und Schule geht. Beispielhaft werden der handlungsorientierte Literaturunterricht und die Geschichtenwerkstätten vorgestellt".
  • 20.01.2022: OStR Tina Künzel, Lehrplanbrücke Schulbibliothek: "Der Vortrag skizziert Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen einer fachbezogenen sowie fächerübergreifenden Lehrplanvernetzung in Schulbibliotheken mit Fokus auf das Fach Deutsch. Die Bibliothek am Gymnasium Ottobrunn wurde im Zuge des Neubaus im Jahr 2016 mit dem Anliegen konzipiert, eine offene und vielseitige Nutzung auf über 300 m2 zu ermöglichen. Hierbei sollen bewusst Anreize für kompetenzorientiertes, projektbasiertes und fächerübergreifendes Lernen geschaffen werden. Wie genau diese Anreize im Unterrichtsalltag verankert bzw. realisierbar sind, ist das zentrale Thema des Vortrags".
  • 27.01.2022: Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung Bayern (ISB) / StRin Irina Schiller-Mehling, StRin (RS) Sabine Hrach, OStR Reimar Dietz, Das Bayerische Gütesiegel für Schulbibliotheken als Instrument der Schulentwicklung und systematischen Leseförderung: "Das Anforderungsprofil der Schulbibliothek wandelt sich massiv – vielfach wird die Existenz einer Schulbibliothek im digitalen Zeitalter in Frage gestellt. Doch die Schulbibliothek ist im Zuge von neuen Lehrplänen, Lehr- und Unterrichtsmethoden, Medienkonzepten, Mediencurricula oder der fächerübergreifenden Leseförderungsinitiative #lesen.bayern als Vermittlungsort analoger und digitaler Medien wichtiger denn je geworden. Der offene, möglichst barrierefreie Zugang zu Medien für Schülerinnen und Schüler zeigte sich aktuell mit der Corona-Pandemie. Sowohl jüngere Schülerinnen und Schüler als auch die ältere Schülerschaft benötigen Leseförderung oder Lesemotivation ebenso wie Informationsgewinnung, -verarbeitung und -beurteilung aus analogen und digitalen Medien. Das im Herbst 2021 erstmalig verliehene Bayerische Gütesiegel für Schulbibliotheken „Treffpunkt Schulbibliothek – Fit in Medien“ würdigt Schulbibliotheken für ihre hervorragende Arbeit bei der Förderung der Lese-, Medien-, und Informationskompetenz sowie für die gelungene Verankerung der Schulbibliothek in Unterricht und Schule".

Zoom-Zugang: Meeting-ID: 933 7943 3656, Kenncode: 901595. Anmeldung an anna.gruber[at]ku.de erbeten.

Quelle: h-germanistik.

Tuesday, October 12, 2021

Ausstellung "Alles wird Buch" des Universitätslehrgangs Buchgestaltung

"Alles wird Buch - nicht nicht, sondern mehr!", die Ausstellung der Abschlussarbeiten der Jahrgänge 2019/20 und 2020/21 des berufsbegleitenden Universitätslehrgangs Buchgestaltung an der New Design University St. Pölten, wird am 14. Oktober eröffnet.

"Verschiedene Buchgenres sind zu sehen: Fotobücher nehmen uns auf ungewöhnliche Streifzüge mit oder zeigen uns radikale (Selbst)porträts; Kochbücher machen Lust auf "gsunden" Genuss; Kinderbücher entfalten Geschichten für Sehende und Blinde oder auch für kleine Insektenforscher*innen; Nachschlagewerke laden uns zur Zeitreise durch die Weltgeschichte oder zur Erkundung der Literatur ein – Alle ca. 25 Bücher eint die Auseinandersetzung mit Material und Inhalt. Die analoge "Lesemaschine" lebt: individueller, vielfältiger und üppiger in der Gestaltung denn je".

Ort und Zeit
Ort: STARTraum im Löwenhof – Eintritt frei!
geöffnet von Donnerstag, 14. Oktober 2021, bis Sonntag, 24. Oktober 21, täglich 16:00 bis 20:00 Uhr

Eröffnung
Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18:00 Uhr

Begleitveranstaltungen
Themennachmittag: Vom Konzept zur Form, Samstag, 16. Oktober 2021, 15:00 Uhr
Themennachmittag: Erzählungen mal anders, Sonntag, 17. Oktober 2021, 15:00 Uhr
Themenabend: Aus Blatt wird Buch, Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19:00 Uhr


Programm für das gesamte Lesefest "Blätterwirbel 2021" (PDF).

Thursday, April 09, 2020

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2020/2

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Junli Dao: "Are we represented as who we are? An assessment of library faculty online profiles within the City University of New York". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 2

Serie "Förster Horn", Folge "Die Entscheidung". Elisabeth Horn möchte ihren Bruder, den verwitweten Förster Albert Horn, gerne mit einer Jugendfreundin verkuppeln. Die beiden sind einander sehr sympathisch, aber die Bibliothekarin kann sich nicht vorstellen, auf das kulturelle Angebot der Stadt zu verzichten und ins Forsthaus zu ziehen, und der Förster möchte eigentlich nicht noch einmal heiraten.

Heather Kelley / Quinn Galbraith / Jessica Strong: "Working moms: Motherhood penalty or motherhood return?". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 1

Maike Lücht: "Wichtige Kompetenzanforderungen und Tätigkeitsfelder im Berufsfeld Bibliothek und Information. Ergebnisse einer Absolventenstudie". In: API Ausbilden | Publizieren | Informieren 1 (2020) 1

Neue Bibliothekszeitschrift: API Ausbilden | Publizieren | Informieren

In Inetbib habe ich gerade von einer neuen Open Access-Zeitschrift gelesen:
API (Ausbilden | Publizieren | Informieren – Studentisches Magazin der HAW Hamburg) wurde im Studienprojekt "Open Access" von Bachelorstudierenden am Department Information unter der Leitung von Prof. Christine Gläser und Prof. Dr. Ulrike Verch geplant und entwickelt. Es handelt sich um eine digitale Open-Access-Zeitschrift, die in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Januar 2020 erstmalig erschienen ist.
...
API ist ein Magazin für Studium, Lehre und Weiterbildung, in dem von Studierenden, Lehrenden und Praktiker*innen erstellte Texte und Anschauungsbeispiele publiziert werden. In vier Rubriken sind u. a. Best Practices, Praxiseindrücke, Exkursionsberichte, thematische Einführungen und Lerntipps für das Studium zu finden. Das API Magazin soll insbesondere jüngeren Semestern im Bereich Information, Bibliothek und Medien den Studieneinstieg erleichtern und einen vielfältigen Einblick in Studium und Praxis bieten. Alle Beiträge sind auch für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert.
Die erste Ausgabe ist unter www.api-magazin.de abrufbar, die nächste erscheint voraussichtlich im Juni 2020.

Thursday, February 27, 2020

Weiterbildung: Universitätskurs One Person Libraries

An der Universität Innsbruck findet im Mai 2020 geblockt an vier Tagen ein Universitätskurs One Person Libraries statt. Der Kurs umfasst 4 ECTS und kann als Wahlmodul im ULG Library and Information Studies angerechnet werden. Die Teilnehmenden sind nach Abschluss des Universitätskurses in der Lage
  • ein OPL-Bibliothekskonzept zu erstellen und umzusetzen
  • Arbeitsabläufe zu definieren und zu optimieren
  • eine OPL selbstständig zu organisieren und zu verwalten
  • zielgruppenspezifische Services zu entwickeln und zu etablieren
Der Universitätskurs wird vom Land Tirol mit 30% der Kurskosten über Update+ gefördert.

Die Kurstage sind auf 7. und 8. sowie 28. und 29. Mai 2020 gelegt. Der Kurs kann als Wahlmodul für den Universitätslehrgang Library and Information Studies an den Universitäten Wien, Graz oder Innsbruck angerechnet werden.

Informationsfolder (PDF). Anmeldung und weitere Details.

Wednesday, August 21, 2019

Library Mistress und Frau von Wald

2019 wird das Jahr mit den wenigsten Einträgen in diesem Blog. Das hat viele Gründe - einer davon ist ein neues Projekt: "Frau von Wald" gibt es mittlerweile als Blog, auf Instagram, Facebook und Twitter.

Frau von Wald ist eine Wortspielerei mit Frau von Welt. Unter diesem Label bündle ich meine Aktivitäten rund um Wald, Forst und Holz. Wie ist es dazu gekommen? Meine Großeltern haben ein Sägewerk betrieben – wer weiß, vielleicht ist mein Interesse erblich bedingt? Und als Bibliothekarin möchte ich natürlich wissen, wo das Papier herkommt. Ich versuche, mich vielseitig auf diesem Gebiet fortzubilden. Die Liste der absolvierten Kurse und Lehrgänge reicht von der Waldwirtschaft für Einsteiger_innen über Wald als Therapeutikum in der Gerontologie bis zur Waldameisenhegerin, von der Forstkultur über die Heilkraft von Wildtierfett bis zur Speisekammer Natur. Seit heuer habe ich auch Forstwirtschaft auf der BOKU inskribiert und schon zwei Prüfungen absolviert. Außerdem werde ich im Herbst meine Ausbildungen zur Waldpädagogin und zur Waldbaden-Trainerin abschließen.

Der Vorläufer von Frau von Wald, das Weblog "Buckelholz. Wald, Forst, Holz in der Buckligen Welt" war im Jahr 2015 Teil meiner Projektarbeit zum Zertifikatslehrgang Forst+Kultur. Buckelholz begleitete die Konzeptionierung und Recherche für eine Wanderausstellung, die die Bedeutung von Wald und Forst(wirtschaft) und die vielseitige Verwendung des Werkstoffs Holz in der ehemaligen "Waldmark" zum Thema hat. Mit der Zeit hatte ich den Wunsch, das Blog thematisch und geographisch weiterzuentwickeln. Frau von Wald war geboren – zunächst als Instagram-Account, seit Oktober 2017 auch als Blog, mittlerweile auch auf Twitter und Facebook. Das Logo hat mir Christoph Gratzer entworfen.

Mein Interesse erstreckt sich von der Forstwirtschaft über Bäume und den Holzhandel bis zur Holzverarbeitung – beispielhaft: historische und moderne Handwerksberufe wie Fassbinderei, Wagnerei, Zimmerei und Tischlerei; sozialgeschichtliche Aspekte wie das Leben der Holzknechte; bäuerliche Nutzungen wie Waldweide; Köhlerei und Pecherei; energetische Nutzung von Holz; Industriezweige wie Papiererzeugung und Sägewerke; künstlerische und volkskulturelle Ausdrucksformen wie Holzschnitte, Holzschnitzerei und Drechselarbeiten; Jagd und Sammeln von Kräutern, Wurzeln und Schwammerln.

Wednesday, January 23, 2019

Befragung von Teaching Librarians in Österreich

Michaela Zemanek, Leiterin der Fachbereichsbibliothek Psychologie, hat über die VÖB-Liste eine Befragung für schulende/unterrichtende BibliothekarInnen, sogenannte "Teaching Librarians", in Österreich ausgeschickt:
>> Wie wichtig finden "Teaching Librarians" in Österreich ihr Tätigkeitsfeld im Gesamtspektrum der Aufgaben einer Bibliothek? Welche Inhalte unterrichten sie? Welche Unterstützung und welche Aus- und Fortbildungsangebote wünschen sie sich, welche Probleme erleben sie bei ihrer Tätigkeit? Meine Umfrage möchte diesen Fragen nachgehen.
Wenn Sie regelmäßig Schulungen/Kurse/Unterricht zur Vermittlung von Bibliotheks- bzw. Informationskompetenz abhalten, bitte ich Sie, sich für die Beantwortung dieses Online-Fragebogens etwas Zeit zu nehmen; die Beantwortung dauert ca. 10 Minuten. Die Umfrage ist anonym.
Wenn Sie an einer Universitätsbibliothek oder Fachhochschulbibliothek beschäftigt sind, führt dieser Link zur Umfrage: http://bibliothek.univie.ac.at/limesurvey/index.php/727741/lang-de
Für alle anderen Bibliotheken (öffentliche Bibliotheken, öffentliche wissenschaftliche Spezialbibliotheken, ...) bitte diesem Link folgen: http://bibliothek.univie.ac.at/limesurvey/index.php/635381/lang-de<<
Die Umfrage ist bis 15. Februar zugänglich.

Tuesday, October 16, 2018

Einladung: Entdeckungen im Keller des Bildungsministeriums

Entdeckungen im Keller des Bildungsministeriums. Ein bildungshistorischer Schatz mit ungewisser Zukunft?
  • Begrüßung. Das BMBWF als Standort des bildungshistorischen Buchbestandes - Peter Fuchs
  • Die Administrative Bibliothek des Bundes als Verwalterin des Buchbestandes - Ernst Chorherr
  • Warum zwei Semester Arbeit mit alten Büchern im Ministeriumskeller? - Walter Kissling
  • 5.146 erfasste Schriften, hier in ihrer Bedeutung für studentische Abschlussarbeiten - Caroline Agy, Katharina Hofbauer, Maria Eckmayr, Ines Konrad
  • Vorführung am Screen: Literatursuche im österreichischen Bibliothekenverbund – unter Nutzung der studentischen Bestandsliste bildungshistorischer Literatur - Ernst Chorherr
  • Diskussion über die Zukunft des bildungshistorischen Buchbestandes
  • Besichtigung des Kellers und seiner Bücher
  • Small Talk und Schmökern bei Brot und Wein
Ort: BMBWF, Minoritenplatz 5, Parterre: Raum E35. Zeit: Donnerstag 25. Oktober 2018, 16 Uhr. Der Raum ist bedingt barrierefrei erreichbar, bitte wenden Sie sich an Peter Fuchs, Peter.Fuchs@bmbwf.gv.at. Rückfragen: Walter Kissling, walter.kissling@univie.ac.at.

Wednesday, August 01, 2018

"weiblichen und männlichen Benutzern gleichermaßen gerecht"

Ein weiteres Beispiel für meine Sammlung von Erklärungen, warum auf geschlechtergerechte Sprache verzichtet wird, diesmal aus den AGB des WIFI Burgenland:
Im Sinne einer leichtern Lesbarkeit sind die verwendeten Begriffe, Bezeichnungen und Funktionstitel häufig nur in einer geschlechtsspezifischen Form angeführt. Wir legen jedoch Wert auf die Feststel­lung, dass unser Kursbuch weiblichen und männlichen Benutzern gleichermaßen gerecht wird.

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog. Gegenbeispiel hier, anderes Beispiel für "mitgemeint" hier.

Tuesday, March 13, 2018

"Über willfährige Wissenschaft und Erinnerungskultur" - lesenswerter Twitter-Thread

klicken, um ganzen Thread zu lesen

Tuesday, February 20, 2018

BBB news. Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in

Übersicht über die neuen Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Dieses Mal habe ich unter anderem das "SLIS Student Research Journal" (nunmehr "School of Information Student Research Journal") ausgewertet.
Michael L. Maciel / Wendi Arant Kaspar / Wyoma vanDuinkerken: "(Desperately) Seeking Service Leadership in Academic Libraries: An Analysis of Dean and Director Position Advertisements". In: Journal of Library Administration 58 (2018) 1, S. 18-53

Jo Henry / Joe Eshleman / Rebecca Croxton / Richard Moniz: "Incivility and Dysfunction in the Library Workplace: Perceptions and Feedback from the Field". In: Journal of Library Administration, S. 1-25

Julia A. Wells: "The female librarian in film: Has the image changed in 60 years?". In: SLIS Student Research Journal 3 (2013) 2, Article 2

Maria Micle: "Stereotypes Regarding Libraries and Librarians: An Approach of Romanian School and Academic Libraries". In: Procedia - Social and Behavioral Sciences 163 (2014) S. 92-98

Julia B. Chambers: "Library cartoons: A literature review of library-themed cartoons, caricatures, and comics". In: SLIS Student Research Journal 3 (2013) 1

Debra L. Hansen: "First class: Pioneering students at San José State University's School of Library and Information Science, 1928-1940". In: SLIS Student Research Journal 4 (2014) 1

Jonathan Pacheco Bell: "Certification of librarians: An unproven demand". In: SLIS Student Research Journal, 2 (2012) 1

Brighid Mooney Gonzales: "Preparing LIS students for a career in metadata librarianship". In: SLIS Student Research Journal 4 (2014) 1

Farbphotographie, gruene Lampen im Lesesaal einer Bibliothek
Lesesaal im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt / Main (2008)

Die gesamte Sammlung an berufsbildrelevanten Literaturnachweisen ist auf library-mistress.net/berufsbild/ zu finden.

Tuesday, November 14, 2017

Schulbibliothek als Baustein der Drogenprävention

Im thüringischen Landkreis Altenburger Land wurde eine Studie zum Suchtverhalten von Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Die Ergebnisse führten zu verstärkten Bemühungen um Prävention und Früherkennung. In einem Bericht der Ostthüringer Zeitung fordert der Amtsarzt Stefan Dhein, der die Studie initiiert hatte, nicht nur den weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit, "auch plädiert der studierte Humanmediziner, Pharmakologe und Toxikologe für mehr Bindung zwischen Schüler und Lehrer sowie für mehr Leben vor allem an den Schulen auf dem Land. Sport, Spiel, Wissensvermittlung in Arbeitsgemeinschaften, eine Schulbibliothek, ein Bibliothekar als festen Ansprechpartner".

Weiterlesen auf otz.de.

Wednesday, July 05, 2017

Seminar "Im Wald sind viele Worte – Waldpädagogische Textwerkstatt für Kinder und Jugendliche"

Seminar "Im Wald sind viele Worte – Waldpädagogische Textwerkstatt für Kinder und Jugendliche"

Mit dem Wald lernen Kinder und Jugendliche einen neuen Lebens- und Erfahrungsraum kennen. Die schriftliche Schilderung des Erlebten ist sinnstiftend für das einzelne Kind und gemeinschaftsbildend, wenn in einer Gruppe ein Text gemeinsam erarbeitet wird. Dabei entwickelt sich vor allem auch eines: der emotionale Bezug der Kinder und Jugendlichen zum Wald. In diesem waldpädagogischen Seminar wollen wir unter besonderer Berücksichtigung des Lebens- und Erfahrungsraums Wald Möglichkeiten kennenlernen, mit Kindern Wörter zu finden, Ideen zu haben und Geschichten zu schreiben.

Programm

9.00 bis 9.10 Uhr Begrüßung. DI Martin Krondorfer, Forstliche Ausbildungsstätte Pichl
9.10 bis 12.30 Uhr Impulsreferate:

  • Ein kurzer Überblick über die Grundlagen der Sprach- und Schreibförderung bei Kindern
  • Mögliche Inhalte und Themen zum Wortefinden, Dichten und Schreiben mit Kindern im Wald.
  • Kreative Dicht-, Schreib- und Arbeitstechniken im waldpädagogischen Umfeld.
13.30 bis 17.30 Uhr Praxis im Forstgut Pichl:
  • Erproben von verschiedenen für waldpädagogische Führungen geeignete Wort- Schreib- und Zeichenübungen.
  • Im Austausch mit den anderen Kursteilnehmer/innen konkrete, für die eigenen Interessen geeignete Spiel- und Schreibsituationen entwickeln.
ReferentInnen

  • Dr. Susanna Harringer, Lektorin und Übersetzerin
  • Wolf Peterson, Verlag Guthmann- Peterson, Wien
  • Julia Pfeiffer, BA, Skandinavistin und Übersetzerin von Kinderbüchern
Organisatorisches:

  • Seminarbeitrag*: € 60,00 (gefördert), € 100,00 (ungefördert).
  • Verpflegung: € 16,30 (inkl. Getränke)
  • Termin: Freitag, 4. August 2017
  • Ort: Forstliche Ausbildungsstätte Pichl, St. Barbara im Mürztal
  • Dieses Seminar ist auch Bestandteil der Waldpädagogikausbildung und wird als Modul D (10 Stunden) anerkannt.

Tuesday, May 30, 2017

Natur und Kultur vermessen. Heimat zur Schau stellen #museum

Ich hab ja für heuer schon ausreichend einem "oh, das will ich machen" oder "oh, da würde ich gerne teilnehmen" nachgegeben, und sowohl Zeit und Geld als auch geistige Aufnahmefähigkeit sind begrenzt, aber das würde mich auch interessieren (wie praktisch alle Weiterbildungs-Veranstaltungen der Museumsakademie):

Ob Heimatmuseum, historisches Spezialmuseum oder Landesausstellung: (Kultur)historische Museen und Ausstellungen bewegen sich in einer bestimmten Tradition des Zeigens und Vermittelns, wenn es um die Aufbereitung vergangener Ereignisse und Entwicklungen geht: Im Zentrum der Präsentation stehen im Regelfall die verfügbaren, mehr oder weniger zufällig erhaltenen und anmutigen Objekte. Die ihnen zugedachte Rolle ist es dann, eine lineare, im Vorfeld bereits festgeschriebene Geschichte mit Anfang und Endpunkt sowie sinnfälligen kausalen Verknüpfungen zu belegen.

Wir möchten im Rahmen unserer Veranstaltung der Frage nachgehen, ob eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit der Geschichte des Lokalen und Regionalen auch anders aussehen kann. Wie können lokale Museen dem Besonderen im Naheliegenden und dem vermeintlich Unspektakulären in seiner Vielfältigkeit gerecht werden? Welche Rechercheansätze und Strategien erlauben es, Geschichten jenseits der großen Erzählstränge überhaupt zu entdecken? Wie kann sich ein Museum auf den Weg machen und das Gestern aus Dörfern und Landschaften herauslesen? Welches Wissen tragen Menschen als lokale Partner/innen mit bzw. in sich und welche Themen beschäftigen sie aktuell? Wie lässt sich Geschichte schließlich als vielfältiges Bild verschiedener Standpunkte im Spannungsfeld von Heimatmuseum, Musée sentimental, partizipativen Prozessen und künstlerischen Konzepten in den Raum und zurück an die Menschen bringen?

Mit: Sonja Enz, Projektmitarbeiterin Stapferhaus Lenzburg (CH), Kurt Farasin, Künstlerischer Leiter Schallaburg und Niederösterreichische Landesausstellungen (A), Andreas Rudigier, Kunsthistoriker und Direktor vorarlberg museum Bregenz (A), Till Velten, freischaffender Künstler, Freiburg im Breisgau (D) und Bruno Winkler, Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck (A). Veranstaltungsleitung: Beat Gugger, Ausstellungskurator, Burgdorf (CH), und Christoph Pietrucha, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Museumsakademie Joanneum, Graz (A).

librarymistress: Knöpfe, aufgenommen im Heimathaus Viechtau in Oberösterreich, Flickr, CC-BY-SA

wann, wo, wieviel: 29. und 30. Juni 2017, Bregenz; Kosten 180 EUR, ermäßigt 150 EUR; Anmeldung und Informationen: Museumsakademie Joanneum, +43 316 8017-9805, Fax -9808, museumsakademie@museum-joanneum.at. Bitte melden Sie sich schriftlich per Mail oder Fax an.

Tuesday, May 23, 2017

Bibliothekar*tag: World Café für wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare in Ausbildung

//World Café für wissenschaftliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare in Ausbildung

Sie studieren Bibliotheks- und Informationsmanagement, sind im Bibliotheksreferendariat oder -volontariat und möchten sich mit anderen Studierenden und Assessor/innen austauschen? Vielleicht haben Sie auch im Verlauf Ihrer Ausbildung festgestellt, dass es einige Kompetenzen gibt, die in den Curricula und Ausbildungsplänen stärker berücksichtigt werden sollten oder die zwar in der Theorie vermittelt werden, in der Praxis aber doch eher sekundär sind? Was wünschen Sie sich für Ihre Ausbildung zur wissenschaftlichen Bibliothekarin/zum wissenschaftlichen Bibliothekar?

Für diese Anliegen, Fragen und Wünsche organisiert die Kommission für berufliche Qualifikation des VDB auf dem Bibliothekartag ein World-Café, das unter dem Motto "Welche Kompetenzen brauchen wir wirklich?" steht. Geplante Themenfelder sind: Die "Must-haves" für eine Leitungstätigkeit, eine Abwägung der Vor- und Nachteile von Referendariat und Volontariat, eine Diskussion über das weite Feld der IT-Kompetenzen, ein Austausch über den Stand der Umsetzung von Lernzielen und Kompetenzorientierung in den Curricula sowie die Frage, was Öffentliche Bibliotheken von Wissenschaftlichen Bibliotheken lernen können (sollten).

Wir freuen uns auf Sie am 31.05.2017 von 13.30 – 15.30 Uhr im Raum Conclusio 1 auf dem Bibliothekartag in Frankfurt!

Für Rückfragen stehen Ihnen die Kommissionsmitglieder jederzeit zur Verfügung. //


Anmerkung: Interessant wäre auch, was Leute zehn Jahre nach abgeschlossener Ausbildung für nötig erachten (da kann man das erst wirklich abschätzen, finde ich) und was wissenschaftliche Bibliotheken von öffentlichen Bibliotheken lernen können ;-)

Monday, March 20, 2017

CfP 11th International Conference on Metadata and Semantics Research

MTSR is an annual international inter-disciplinary conference which brings together academics, researchers and practitioners in the specialized fields of metadata, ontologies and semantics research. The conference provides an opportunity for participants to share knowledge and novel approaches in the implementation of semantic technologies across diverse types of information environments and applications. These include Open Access Repositories and Digital Libraries, Cultural Informatics, Digital Humanities, E-learning applications, Search Engine Optimization and Information Retrieval, Research Information Systems and Infrastructures, e-Science and e-Social Science applications, Agriculture, Food and Environment, Bio-Health & Medical Information Systems.
Following up on previous successful MTSR conferences, the 11th International Conference on Metadata and Semantics Research (MTSR'17) focuses on an emerging theme of "Internet of Things (IoT) in Library and Information Science Research" and the practical implementation of ontologies and linked data in various applications. The conference focuses on:
  • Theoretical and foundational principles of metadata, ontologies and information organization
  • The emergence and application of the Internet of Things (IoT) in libraries and cultural heritage institutions (such as RFID technologies, smart libraries and virtual museums)
  • The applications of Linked Data, Open Data, Big Data and user-generated metadata
  • Digital Interconnectedness – the what, why and how of Linked Open Data and the Semantic Web
  • Metadata standardization, authority control and interoperability in digital libraries and research data repositories
  • Emerging issues in RDF, OWL,SKOS, schema.org, BIBFRAME, metadata and ontology design
  • Linked data applications for e-books, digital publishing and Content Management Systems (CMSs)
  • Content discovery services, search, information retrieval and data visualization applications.

The conference will take place at Tallinn University from November 28th – December 1st 2017. Here is the Call for Papers.