Tuesday, September 18, 2018

Bibliothek: "beige gekleidete Angestellte in hässlichen Gebäuden"

"Das Klischee der öffentlichen Bibliotheken ist in Deutschland miserabel: beige gekleidete Angestellte in hässlichen Gebäuden, die in muffigen Räumen abgegriffene Bücher bewachen, für die sich in Zeiten blitzblanker Smartphones und hochpolierter Tablets sowieso kein Mensch interessiert. Wie können unter diesen Bedingungen Bürger, insbesondere Kinder und Jugendliche, die eine Welt ohne digitalisierte Umgebung gar nicht mehr kennen, in die öffentlichen Bibliotheken gelockt werden?"

Zitat aus: Hannah Bethke: "Ein Spray, das nach Lesen riecht". In: FAZ, 17. September 2018 (Bericht über die Next Library Conference in Berlin)

Saturday, September 15, 2018

Wichtige Kenngröße für Prokrastiniererinnen

Ich rechne lieber nicht aus, welche Omissi-Zahl mein letzter Artikel hatte...

Wednesday, September 12, 2018

12 von 12: Blog-Photoprojekt, September-Ausgabe

Inspiriert von der "12 von 12"-Idee aus dem Blog Draußen nur Kännchen...

Ihr macht am 12. eines Monats ganz, ganz viele Fotos. Am schönsten ist es, wenn ihr euren Tagesablauf dokumentiert. Abends wählt ihr dann 12 Bilder aus und postet sie in eurem blog. Ab 17 Uhr findet ihr unter meinem Posting eine Liste, in die ihr euch eintragen könnt.

...poste ich heute, am 12. September, 12 Bilder von meinem Alltag :-)


In der Früh trinke ich gerne einen Kaffee im Speisewagen. Heute musste ich stehen. Gelesen habe ich das Buch "Erotic stories for Punjabi widows", das im Oktober beim Girly Book Club auf dem Programm steht. Empfehlenswert!

Da ich mit den "Erotic Stories" schon im Zug fertig wurde, hab ich in der U-Bahn mit Terry Pratchetts "Feet of Clay" begonnen. In dem neunzehnten Roman aus der Discworld-Reihe stehen Golems im Mittelpunkt. Im abgebildeten Abschnitt geht es um Meteorologie, was ich witzig finde, da ich bei einem Wetterdienst arbeite.

Ein Kollege hat mir heute Äpfel aus seinem Garten mitgebracht. Ich habe auch ein kleines Apfelbäumchen, aber mit Klaräpfeln, die schon lange geerntet wurden.

Im Büro habe ich einen Papp-Spock :-) Es ist lustig, dass meine Kollegen immer noch beim Hereinkommen erschrecken, obwohl ich ihn jetzt schon ganz ins Eck gestellt habe.

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Lektüre in der Arbeit - Datenmanagement und Datenschutz.

Auf dem Heimweg: Ich photographiere gerne Bäume, Wald und Holz.

Noch ein Döblinger Baum vom Heimweg - im Sonnenlicht.

In der U-Bahn-Linie, die ich fast täglich benutze, wurde vor kurzem ein Essverbot erlassen. Seitdem werden wir mit halblustigen Durchsagen, riesigen Aufklebern und übertriebenen Plakaten genervt.

Als ich nach Hause komme, entdecke ich, dass meine Katzen sich zwei Beutel aufgebissen und halb leergefressen haben. Es ist ja nicht so, dass sie nichts im Napf gehabt hätten...

Mein Kater freut sich, wenn ich zuhause bin, weil er dann auf die Terrasse kann, um zum Beispiel Nachtfalter zu fangen, Vögel zu beobachten, mit seiner Schwester Minerva zu raufen...

Beim Abendspaziergang sehe ich immer einige Katzen in meiner Siedlung :-)

Straßenlaterne beim Abendspaziergang.

Is Siri a librarian?

Wenn aus Bibliotheksbestand Musik wird

"For me, it was a real discovery project". Die russische Sopranistin Julija Leschnewa (meist als Julia Lezhneva transkribiert) hat in der Staatsbibliothek zu Berlin die Werke des barocken bzw. frühklassischen Komponisten Carl Heinrich Graun eingesehen. Die Arien sind (bis auf eine) weltweit erstmals eingespielt worden, und zwar mit Concerto Köln unter der Leitung von Mikhail Antonenko.

Obwohl Carl Heinrich Graun heutzutage nicht vielen ein Begriff ist, war der deutsche Komponist seinerzeit ein Pionier und zählte zu den bedeutendsten deutschen Vertretern der italienischen Barockoper. 1735 wurde Graun gemeinsam mit seinem Bruder Vizekapellmeister der Kapelle des späteren Königs Friedrich des Großen. (...) Nachdem seine Werke lange Zeit in Vergessenheit geraten waren, macht die russische Sopranistin Julia Lezhneva ausgewählte Arien aus Grauns Werken nun der Öffentlichkeit zugänglich. Lezhneva verbrachte ganze Tage damit, Archivmaterial in einer Berliner Bibliothek [man könnte schon erwähnen, welche... Anm.] zu erforschen und entwickelte eine leidenschaftliche Beziehung zu Grauns teilweise beschwingten und tragischen Arien. [Quelle: Website von Concerto Köln]
Das Album ist 2017 bei Decca erschienen. Im Werbevideo wird auch die Bibliothek genannt/gezeigt. Ich finde schön, wenn ein Bibliotheksbestand so genutzt wird.

Tuesday, September 11, 2018

PartnerInnensuche in der Bibliothek

"Ich suche eine Freundin.. Ist eine Bibliothek ein guter Ort dafür? Und wie kann ich sie ansprechen?", fragte jemand auf gutefrage.net. Eine der Antworten: "finde schon, dass es ein guter Ort ist, jedenfalls laufen in einer Bibliothek normalerweise keine völligen Dumpfbacken rum". :-)

Friday, September 07, 2018

Tolle Idee für die nächste Konferenz...

Tuesday, September 04, 2018

Über die Arbeit der Zeitungsarchivarinnen

Die britische Tageszeitung "The Guardian" stellt im Artikel "Best kept secrets: how the Guardian archive tells the story behind the stories" die Arbeit der Archivarinnen Emma Golding und Philippa Mole vor. Ein willkommener Einblick in die Zeitungsarbeit. Auf die Frage, was das beste an ihrem Job sei, antwortet Emma Golding:
I feel very fortunate as there are loads of aspects to my job that I enjoy but one of things that I get most excited about is delving into new or rarely seen collections and discovering the stories within them. For example, we recently acquired the papers of the Guardian's first Africa correspondent, Clyde Sanger. I'm currently in the process of surveying the collection, but so far I've unearthed fascinating notebooks, correspondence and political campaign material from late 1950s and early 1960s Africa, when many nations were gaining independence.
Außerdem werden diese Fragen beantwortet: How do you decide what goes in to the archive? Do you have any favourite pieces? How did you come to work in the Guardian archives? How does it compare with other jobs you've had? What does your average day look like? Which teams do you work with around the building? How much of the archive is digitised? Can you tell us what's coming up for the archives? Which present day news stories do you think will feature most prominently in the archives?

Zitat von Philippa Mole zum Abschluss:

Archivists in books and films always seem to be found cloistered in dusty basements, often wearing tweed or giant cardigans. In reality, though, we need to be out in the business, working with colleagues from different areas to get the job done.