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Wednesday, January 02, 2019

Horizonterweiterung durch SantaThing

SantaThing ist das jährliche Buch-Wichteln für LibraryThing-Mitglieder. Meine Wünsche habe ich heuer so formuliert:
I like science fiction and social fiction; british "classics" (Austen, Brontë, Shelley, Wilde, Maugham and the like); books with librarians as characters or in a library setting (I already have a lot, e.g. cozy mysteries); books about forests/forestry/wood; LGBTIQ literature; language dictionaries - and any combination of these, e.g. an utopian novel with a lesbian lumberjack-turned-librarian ;-) - I would like to expand my library with steampunk and satire, but I am also happy to be surprised by my secret santa with something completely different - maybe you think I should definitely read your personal favourite book? :-)
Und bekommen habe ich folgende Bücher (*):

(*) Man bezahlt einen selbstgewählten Betrag - das Geschenk besteht also in der Auswahl und der Überraschung, nicht in den Büchern selbst.

Friday, July 28, 2017

Neu: Blog des Büchereiverbandes (BVÖ) u.a. mit Berichten von Auslandsaufenthalten

//zitat// Wir freuen uns, Ihnen unseren neuen Blog vorstellen zu können: http://blog.bvoe.at/. Hier werden Kolleginnen und Kollegen von Kongressen und bibliothekarischen Reisen, wie etwa unseren Auslands- und Kongressstipendien, berichten. Aktuell können Sie mitverfolgen, wie Sonja Teufel-Müller von ihrer Tour mit dem Bücherbus durch die schottischen Highlands bloggt. In Texten und Bildern bringt sie uns das spannende Konzept der High Life Highland Libraries näher. Frau Teufel-Müller macht ihre Reise im Rahmen des BVÖ-Auslandsstipendiums für ehrenamtliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare.
Im August können Sie bereits die nächsten Beiträge erwarten: Von 19. bis 25. August macht sich als nächstes Astrid Neureiter mit dem Bücherbus durch Schottland auf den Weg. Im selben Zeitraum wird Markus Jäger live vom IFLA World Library and Information Congress 2017 aus Wrocław berichten.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besuche und Kommentare auf unserem Blog! //zitatende//

Quelle: Bibmail.

Monday, July 10, 2017

Gewinner*innen des Marianne-Englert-Preises publizieren ausgezeichnete Beiträge in info7

//Im aktuellen Heft der Fachzeitschrift Info7 stellen die diesjährigen Gewinner*innen des Marianne-Englert-Preises ihre Arbeiten vor. Ab sofort sind die drei Beiträge auch online verfügbar.
Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation (vfm) zeichnete zum fünften Mal zukunftsweisende Nachwuchsarbeiten von Studierenden oder Absolventen aus den Bereichen Information, Dokumentation, Archiv und Bibliothek aus. Der Preis wurde am 25. April 2017 in Mainz während der Frühjahrstagung der Medienarchivare verliehen. In diesem Jahr gingen die mit jeweils 500 Euro dotierten Preise an ein Team von fünf Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts Potsdam, an Catharina Boss (Technische Hochschule Köln/infoNetwork GmbH) sowie an Dr. Julia Lorke (Imperial College London).
In Vertretung der Gesamtgruppe präsentierten Moritz Finke und Julian Risch unter dem Titel "match me if you can" die semantische Aufbereitung von Fußball-Daten. Die jungen Medienwissenschafter zeigten, dass Fakten aus 60 Jahre Fußballgeschichte mit über 500 Mannschaften und 40.000 Spielern der Champions League sowie der 1. und 2. Bundesliga, auch mit einfachen Mitteln innovativ verknüpft und visualisiert werden können. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 37-43.
Catharina Boss wurde für eine Arbeit ausgezeichnet, die sich mit kuratierten Twitterlisten beschäftigt. Social Media Content gewinnt für die mediale Berichterstattung zunehmend an Bedeutung – und stellt Journalisten wie Mediendokumentare vor die Herausforderung, relevante Inhalte aus vertrauenswürdigen Quellen zügig auffindbar zu machen. Um Struktur in die Datenflut sozialer Netzwerke zu bringen, gibt es eine Vielzahl an Werkzeugen und Methoden, die Boss verglichen und bewertet hat. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 44-47.
Dr. Julia Lorke beschäftigte sich ebenfalls mit einem Thema aus dem Bereich Social Media. Sie untersuchte das Potential sozialer Netzwerke zur Interaktion zwischen Radiomachern und Hörern. Ob Radioprogramme Facebook, Twitter & Co bereits für einen echten Austausch zwischen Produzenten und Publikum nutzen, oder lediglich als kostengünstiges Marketinginstrument hat Lorke am Beispiel ausgewählter Wissenschaftssendungen geprüft. Siehe auch Info7 (2017), Nr. 2, S. 48-51.// Quelle: medoc.

P.S. Und wer war Marianne Englert? Englert leitete 42 Jahre lang das Archiv der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Vorsitzende der Fachgruppe der Medienarchivare im Verein Deutscher Archivare und Mitbegründerin des vfm Verein für Medieninformation und Mediendokumentation. Mehr dazu in einem Artikel zu ihrem 90. Geburtstag.

Monday, July 03, 2017

Die Bibliothek vor ... Jahren. Kolumne 4/2016: Bildschirmtext

Ausgabe 4 meiner Kolumne "Die Bibliothek vor ... Jahren" in den Büchereiperspektiven befasste sich mit dem Bildschirmtext.

"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen", sagte – je nach Quelle – Mark Twain, Karl Valentin, Niels Bohr oder Winston Churchill. Und natürlich ist es leicht, rückblickend über nicht eingetretene Prophezeiungen zu schmunzeln. Die Welt ist noch immer nicht untergegangen, die kalte Fusion liefert uns auch heute keine Energie, der weltweite Bedarf an Computern hat fünf Stück bei Weitem überschritten – und Bildschirmtext in Bibliotheken setzte sich nie wirklich durch.

Bildschirmtext oder BTX war vor 35 Jahren "the next big thing". Für diese Anwendung – nicht zu verwechseln mit Teletext oder Telex – waren eine Telefonleitung, ein Fernseher und ein Computer erforderlich. Über die Telefonleitung wurden Texte oder einfache Bildsymbole von einem Computer der Senderin auf einen Fernsehschirm beziehungsweise Computermonitor der Empfängerin übertragen. Die Kosten wurden pro abgerufene Seite über die Telefonrechnung verrechnet. Sogar Chats, Online-Shopping und Online-Banking waren möglich. Wie konnten Bibliotheken BTX nutzen? "Wer ein besonders für Gelegenheits- oder Laien-Nutzer geeignetes 'Fenster' zur fachlich-sachlichen Information und Kommunikation benötigt, für den wird Bildschirmtext ein attraktives Instrument moderner Informationsvermittlung darstellen", schrieb Harald H. Zimmermann im Juni 1982. Clemens Deider beschrieb im Band 17 des "Bibliotheksdienst" vom Februar 1983 die speziellen Anwendungsmöglichkeiten für Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken: "Die augenfälligste Zielgruppe ist der Bibliotheksbenutzer, der über den Medien- oder Titelbestand einer Bibliothek, über seinen Standort und seinen augenblicklichen administrativen Zustand (z.B. ausgelehen, vorbestellt usw.) informiert sein möchte". Außerdem könnten die Bibliotheken das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) über BTX abrufen und hätten somit eine "schnellere und bequemere Erwerbungsart" zur Verfügung. "Nicht zuletzt dürfte die schlichte Information der Bibliothek über ihre Anschrift, Öffnungszeiten, besondere Schwerpunktsammelgebiete, Haltestellen und Zeiten von Bücherbussen, aktuelle Information über kurzfristige Schließungen, Terminänderungen usw. für den Bibliotheksbenutzer von Interesse sein". Es böte sich für die BenutzerInnen auch an, Ankaufsvorschläge, "die sonst aus Bequemlichkeit unterbleiben", so zu übermitteln.

In Österreich gab es Bildschirmtext von 1981 bis 2001, dann wurde der Dienst endgültig eingestellt. Das Internet und später das World Wide Web hatten dem BTX schon lange den Rang abgelaufen.

Klaus Nahr: Museum für Kommunikation - Depot Heusenstamm - Btx 03. Unser Btx - ruf doch mal ab. Flickr, 2010, CC-BY-SA

Quellen:

Saturday, February 25, 2017

Stellenausschreibung Wienbibliothek im Rathaus: Referent_in Digitale Services

Aufgaben:
  • Betreuung, Weiterentwicklung und organisatorische Umsetzung der Website der Wienbibliothek
  • Content-Erstellung und Redaktion des Social Media-Auftrittes (Facebook)in Zusammenarbeit mit der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit
  • Redaktionelle Betreuung und Entwicklung von "Virtuellen Ausstellungen"
  • Mitarbeit in der Stabstelle IKT: First Level Support
  • Bereitstellung von Information und Mitwirkung im Benützungsbereich der Wienbibliothek
  • Beratungs- und Recherchetätigkeit
  • Beantwortung von Anfragen an die Stabstelle Digitale Services / Reproduktion in Abstimmung mit der Stabstellenleitung
  • Verfassen von Biographien und Gutachten

Gesamter Text: http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=42879. Frist: 3. März 2017.

Friday, February 10, 2017

MusErMeKu: Wenn Bildrechte Museen in den Wahnsinn treiben (@musermeku)

Im Blog "MusErMeKu. Museum – Erinnerung – Medien – Kultur" ist am 8. Februar 2017 ein sehr interessantes Interview zum Thema Bildrechte und Museen erschienen. Angelika Schoder hat für den Beitrag "Wenn Bildrechte Museen in den Wahnsinn treiben" mit Roland Nachtigäller, dem Direktor des Museums Marta Herford, gesprochen. Nachtigäller schildert den Aufwand, den seine MitarbeiterInnen und er damit haben, mit den Verwertungsgesellschaften alles rechtlich sauber abzuklären, z.B. bei der Dokumentation der Ausstellungen auf der Website oder bei kleinen Änderungen am Format in einem Ausstellungskatalog etc. etc., und dann kommt der schöne Satz:
Ungeachtet all dessen läuft parallel daneben her eine fortwährende Urheberrechtsverletzung durch die "normalen" Kunstinteressierten, indem sie Werke fotografieren, teilen, auf Plattformen hochladen, kommentieren, collagieren oder individuell verändern etc. Diese "Anarchie der Rezipientenpraxis" hat auch etwas Hoffnungsvolles, denn die Flut ist schon längst nicht mehr einzudämmen und wird es auch hoffentlich nie sein.

Toilettenschüssel "Vindobona" im Wiener Sanitärmuseum (wo ich für einen Beitrag in den AKMB-News problemlos photographieren durfte). Photo: Monika Bargmann, Flickr, CC-BY-SA

Ich selber ärgere mich in Museen dann, wenn Photographieren von eindeutig urheberrechtsfreien Werken ohne Blitz verboten ist, aber keine einfache Möglichkeit geboten wird, z.B. eine Postkarte, ein Photo oder einen Ausdruck davon zu erwerben. Mancherorts wird ja eine kostenpflichtige Lizenz zum Photographieren angeboten, wie ich im Urlaub in Görlitz gesehen habe - das finde ich auch ok, so dicke haben es ja die meisten Museen oder Kirchen nicht.

Tuesday, November 15, 2016

Der Unterschied zwischen Facebook und Twitter

Friday, June 03, 2016

Familienbeurteilung

Monday, May 23, 2016

Ein spannender Nachmittag in Tweets

das war heute ein spannender Tag bei uns im Büro und sonst überall - deswegen gibt's heute hierblogs mal meine Lieblings-Tweets des heutigen Nachmittags ;-) (P.S. ist nicht chronologisch, wird bei weiteren Funden erweitert)

Sunday, January 03, 2016

My year in first lines, 2015

Auf die nette Idee "The first line of the first post for each month of the last year" bin ich ursprünglich bei Kathryn Greenhill von Librarians matter gestoßen, und die hat sie von Ruminations (Seite nicht mehr online). Vgl. die Jahre 2003, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011.

Im vergangenen Jahr habe ich mit 84 Posts einen neuen quantitativen Tiefpunkt erreicht. 2014 waren es noch 85!! ;-) Wenn ich dran denke, dass es 2005 satte 693 Beiträge waren! Aber während meiner Zeit auf der FH konnte auch vieles als Teil meines Jobs entstehen. Die Kategorie der Blogposts, in denen man beklagt, zu wenig zu bloggen, wäre einmal eine eigene Untersuchung wert - und dass ich mir "weniger Facebook, mehr Blog" vornehme, hab ich auch schon öfters geschrieben. Im nächsten Jahr aber gaaanz wirklich ;-)


Jänner: "In meiner Projektarbeit für den Lehrgang Forst & Kultur beschäftige ich mich mit der Geschichte der Holzwirtschaft in der Buckligen Welt" - im Heimatbuch der Marktgemeinde Lanzenkirchen hab ich in den Satzungen des Frohsdorfer Taidings (1527) folgende Passage gefunden: "Wann ainem lust aines weinpers zu essen, der soll dem hueter dreimal ruefen. kumbt er nit, so soll er drei weinper nemen, in jede hand ains und in das maul das dritt weinper und nit mer, nimbt er aber mer, so soll man ine anfallen als als ain schedlichen man".
Februar: "If my life were a book, I would have masking tape holding my hinges together" - ein Zitat aus: "If Books Could Kill" von Kate Carlisle, einem Band der Krimireihe um die Buchrestauratorin und ausgebildete Bibliothekarin Brooklyn Wainwright.
März: "Ich liebe solche Zufälle: Beim Müllraustragen in unserem neuen Büro sind mir Bücher im Altpapiercontainer aufgefallen" - das hat mir den Roman "Beim nächsten Mann wird alles anders" von Eva Heller beschert, mit einer Figur, die Bibliothekarin ist - "ansonsten sitze sie zu Hause und warte darauf, daß der Mann ihrer Träume ab ein Fenster ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung im dritten Stock klopft".
April: "Bei McFarland ist gerade das Buch 'Progressive Library Organizations. A Worldwide History' von Alfred Kagan erschienen".
Mai: "My cat is sad because he had thought he was being really original by standing on a manuscript, but he wasn't" - Tweet und Bild von Why my cat is sad.
Juni: "Mist, hab den Skulpturenwettbewerb der Kunstakademie gewonnen" - Beginn eines Tweets von Ray in der Tube.
Juli: "Philipp Maass hat in Inetbib sein sehr interessantes Projekt vorgestellt" - und zwar eine WikiProjekt-Seite zum Thema "Bibliothekarinnen, Bibliothekare und Bibliotheken im Nationalsozialismus".
August: "Join our cataloging detective as she attempts to solve the mystery of the seductive double bound book" - Link zum YouTube-Video "Bound with trouble".
September: "Wir laden ein zum Tag der offenen Tür im Kreisky-Archiv am 18. September 2015, 9–18 Uhr".
Oktober: "Seit Beginn 2015 habe ich ja eine neue Kolumne in den Büchereiperspektiven, die 'Bibliotheken ohne Bücher' heißt" - ich habe begonnen, meine Kolumnen auch im Blog zu veröffentlichen.
November: "Im Rahmen des DFG-Koordinierungsprojekts zur Weiterentwicklung von Verfahren der Optical Character Recognition (OCR) werden verlässliche Abschriften in elektronischer Form (sogen. Ground Truth) von historischen Drucken aus dem deutschen Sprachraum gesucht".
Dezember: "Chef, ich kann heute nicht zur Arbeit kommen, ich bin liegen geblieben!" - Beginn eines Tweets von Coco-Lores.

Tuesday, November 17, 2015

gute Idee: Webcast-Serie mit abgelehnten Bibliothekartagsvorträgen

Felix Lohmeier hat eine interessante Initiative gestartet: eine Webcast-Serie mit Beiträgen, die am Deutschen Bibliothekartag abgelehnt wurden. Noch bis 30. November können sich die interessierten Abgelehnten auf pad.okfn.org/p/bibtag16-reject eintragen. Was steckt dahinter?

//zitat//Für die AutorInnen ist es oft nicht nachvollziehbar, warum der Beitrag abgelehnt wurde. Die Auswahlkriterien sind allgemein gehalten und die kurzen Abstracts reichen für die GutachterInnen nicht immer aus, um fair urteilen zu können. Jedes Jahr gibt es dazu kritische Kommentare bei Twitter & Co. Sind unter den abgelehnten Beiträgen vielleicht gerade diejenigen Perlen, die abseits des Mainstreams schwimmen? Um dieser Hypothese nachzugehen, könnten wir eine Serie von Webcasts machen, in denen die Vortragenden selbst Ihren Beitrag streamen.//zitatende//

-- Hinweis von Adrian Pohl in Inetbib.


Sean McEntee: rejected, 5. April 2010, CC-BY

Friday, September 11, 2015

Mein erfolgreichster Facebook-Eintrag ever

Vorgeschichte: Wer die letzten Monate nicht völlig medienlos gelebt hat, wird mitbekommen haben, welche Hetze gegen Flüchtlinge da abgesondert wurde und wird. Eine Freundin von mir wollte dem etwas entgegensetzen und hat beschlossen, nur mehr positive Meldungen, zum Beispiel über gelungene Hilfsprojekte, zu posten. Dem wollte ich mich anschließen. Ich hatte irgendwo gelesen, dass es bei dm um 5, 10 und 20 Euro sogenannte Flüchtlingspakete mit den notwendigsten Hygieneartikeln zu kaufen gibt. Als ich am 3. August in einer dm-Filiale war, hab ich drei Beispielkörbe an der Kassa stehen sehen, mich an die Aktion erinnert und ein solches Paket gekauft. Dann habe ich einfach die Rechnung auf Facebook gepostet.
Es ging mir nicht darum, zu zeigen, wie supersozial ich selber bin. Es war als Tipp gedacht für Menschen, die etwas tun wollten, aber nicht recht wussten, wie sie das anstellen sollen, oder die nicht so leicht nach Traiskirchen fahren konnten/wollten. Diese Pakete werden in Kooperation mit der Diakonie und der Caritas direkt an die Flüchtlinge verteilt. Weniger Aufwand geht fast nicht! Ein Lob für dm sollte natürlich auch dabei sein.

Von der Reichweite, die dieser Beitrag erreicht hat, bin ich immer noch überwältigt: Er wurde bisher unfassbare 2488 Mal ge-like-t und 2081 Mal ge-share-t :-) Hilfreich war sicher, dass ich dm getaggt habe und der Beitrag auf der dm-Facebookseite (mit ihren über 445.000 Fans) unter "visitor posts" aufschien. Außerdem habe ich doch viele Menschen in meinem Umfeld, die sich allgemein im Sozialbereich bzw. spezieller in der Flüchtlingsbetreuung und -versorgung engagieren - oder einfach keine Ungustln sind ;-) Es gab jedenfalls praktisch keine negativen Rückmeldungen, von der obligaten "wieso gibt es das nicht für Österreicher / Obdachlose / mich"-Meldung abgesehen. Ein paar Beispiele, wie der Post in den Shares kommentiert wurde: "super aktion!", "Darf gerne geteilt werden", "Ist total umkompliziert das Wichtige zu spenden! So ein Paket bei DM drogerie kaufen, und es ist sicher die 3fache Menge im Paket, als wenn wir es um den Ladenpreis in der Drogerie kaufen", "DM Deutschland und andere: Bitte nachmachen!", "done:) do it (too) guyz!!! die paar Euros tun echt nicht weh aber machen einiges aus!".

Wenn ich jetzt in einer Presseaussendung von dm lese, dass in den ersten vier Wochen dieser Aktion bereits 350.000 Euro gespendet wurden, hab ich ja vielleicht einen kleinen Beitrag dazu geleistet ;-)

Witzigerweise hab ich mich ein paar Tage später mit einer Frau getroffen, die ich kurz vorher auf der Plattform fragnebenan kennengelernt hatte, und als das Gespräch irgendwann auf den Eintrag kam, sagte sie sinngemäß: "Was, Du warst das? Ich hab den Eintrag auf Facebook gesehen und gleich geschaut, was Du noch gekauft hast, und dachte, aha - Mitzi Blue!". Für alle, die es interessiert: Den Alnatura-Linseneintopf hab ich von der Rechnung weggeschnitten ;-)


P.S. Wenn wir gerade dabei sind: Der Arbeiter-Samariterbund (allgemeine Informationen über das Projekt) und die Post (Informationen über den aktuellen Bedarf - bitte beachten!) starten heute die Aktion "Willkommenspakete für Flüchtlinge": "Bis einschließlich 31. Oktober kann eine Sachspende für Flüchtlinge kostenlos in jeder Postfiliale und bei jedem Post Partner in ganz Österreich aufgegeben werden".

Thursday, August 27, 2015

witziger Twitter-Hashtag: #AccurateLibraryPorno ;-)

Sunday, August 02, 2015

Zufallsfund: "Nur Ruhe!"

Im letzten Jahr ging das Wien Geschichte Wiki online, ein Projekt der Wienbibliothek im Rathaus und des Wiener Stadt- und Landesarchivs gemeinsam mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung. Das Wiki basiert auf dem sechsbändigen Werk "Historisches Lexikon Wien" herausgegeben von Felix Czeike, dessen Einträge digitalisiert, OCR-gelesen und manuell in die entsprechenden Formularfelder der auf Semantic MediaWiki beruhenden Datenbank eingegeben wurden. Die teilweise sehr kurz gefassten bzw. veralteten Artikel werden sukzessive überarbeitet und mit Bildern angereichert. Außerdem werden Inhalte aus verschiedenen internen Datenbanken, wie unserem "Gedenktageindex", eingearbeitet. So umfasst das Wiki mittlerweile 34.734 Beiträge und 2890 Bilder. Was hat das jetzt mit "Zufallsfund" zu tun? Ich bin selber von Anfang an in der Wiki-Redaktion dabei - ich kontrolliere beispielsweise Einträge, die von extern kommen, schreibe selbst neue Beiträge und arbeite Biographien ein, die in der Bibliothek im Rahmen von Straßenbenennungen oder Ehrungen erarbeitet wurden. Dabei komme ich oft von einer Person zu einem Bauwerk zu einem Sachbegriff zu einer anderen Person - Ihr kennt das sicher. Letztens kam mir der extern angelegte Eintrag zum Wiener Pädagogen Peter Bleich unter. Und da las ich: "Sein meist beachtetes Buch war aber das pädagogische Bändchen 'Nur Ruhe!' (1846), in dem er seinen Berufskollegen 300 Hilfsmittel zur Hand gibt, wie mit gewaltfreien Mitteln die Ruhe im Klassenzimmer aufrecht erhalten werden könne". Ich dachte, meine Stiefmutter - pensionierte Volksschullehrerin - würde das Buch sicher interessant finden, habe es mir ausheben lassen und habe mich bei der Lektüre sehr amüsiert.

Einerseits mutet das Buch sehr modern an. Es wird zum Beispiel in der Nachbemerkung hervorgestrichen, dass der Lehrer durch "ein freundliches, wohlwollendes, liebreiches Benehmen die Liebe und das Zutrauen der Kleinen in einem hohen Grade" gewinnen solle und dass der Lehrer "die Ursache der Unruhe und Unaufmerksamkeit in sich selbst und nicht in seinen Schülern" suche, denn "er wird finden, daß üble Laune, Unwohlseyn u.s.w. die Veranlassung sind, daß er diesen Tag nicht mit der gehörigen Heiterkeit in der Schule war". Körperliche Züchtigung wird nicht im geringsten angeraten, ja sogar vor übermäßiger Strenge gewarnt. Viele Mittel appellieren an das Ehrgefühl der Kinder. Andererseits dürfte von den 310 enthaltenen Mitteln heutzutage kein einziges mehr funktionieren ;-) oder was meint Ihr zu diesen Beispielen?

212. Mittel: (Zu einem Schüler, der schwätzt:) Was glaubst Du, was wird jeder Mensch lieber thun: arbeiten oder ruhen? Richtig, ruhen. Nun sieh, dein Mund will auch lieber ruhen als arbeiten oder schwätzen. Laß ihn also ruhen! Und solches will der Mund eines jeden Schülers.
86. Mittel: Jeder Schüler, der in der Schule unruhig ist, schließt sich von dem Kreise der Braven aus. Ich glaube, daß nicht Ein Kind diese Schande fühlen will.
18. Mittel: Heute befehle ich, daß jede Kind sehr ruhig und aufmerksam seyn soll. Ich will sehen, ob nur Ein Kind hier ist, welches diesen Befehl nicht mit Freuden befolgt.
24. Mittel: Liebe Kinder! In der Schule muß man lernen, ruhig sitzen, aufmerksam und fleißig lernen, wenn man von dem Lehrer will geliebet werden. Ich glaube, daß jedes Kind wird haben wollen, daß ich es liebe. - Daher wird heute jedes Kind das gerne thun, was ich so eben gesagt habe.
92. Mittel: (Zu einem Schwätzer:) Geh! trage deine Schulsachen nach Hause, und wenn dich deine Aeltern fragen, warum du dieses thust, so sage nur: Liebe Aeltern, zu dem, was ich in der Schule mache, ist kein Buch u.s.w. nöthig.
163. Mittel: Es gibt ein Geboth Gottes, welches heißt; Du sollst nicht tödten! - Wer in der Schule unaufmerksam ist, der tödtet die Zeit, und übertritt das Geboth Gottes, wodurch er eine große Sünde begeht.

Peter Bleich: Nur Ruhe! oder 300 einfache Mittel, Ruhe in der Schule zu erhalten. Ein Noth- und Hülfsbüchlein für angehende Schulmänner, denen es darum zu thun ist, die Ruhe in der Schule auf zweckmäßige Weise, ohne irgend einer Strenge, herzustellen. Wien: Mayer 1846. Wienbibliothek im Rathaus, Druckschriftensammlung, Signatur A-2323.

Neue Einträge in der Berufsbild-Bibliographie

Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

Lynn Walker / Philip Calvert: "'So what made you decide to become a school librarian?' Reasons people currently working in New Zealand school libraries give for their choice of employment". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (10. März 2015)

Alireza Peyvand Robati / Byabazaire Yusuf: "Coverage of the competencies required by special librarians at three different levels of Library and Information Science curricula". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (9. Oktober 2014)

Bernadette Chanetsa / Patrick Ngulube: "The changing roles, responsibilities and skills of subject and learning support librarians in the Southern African Customs Union region". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (1. Oktober 2014)

Irene Lopatovska / Ellie Ransom: "The state of L-Schools: Intellectual diversity and faculty composition". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (12. Mai 2014)

Younghee Noh / Inja Ahn: "A study of the differences between students' and librarians' expectation of the Korean library and information science job market". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (8. Mai 2014)

Zahra Tahavori: "Teleworking in the National Library and Archives of Iran: Teleworkers' attitudes". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (2. Mai 2014)

Biddy Casselden / Alison J. Pickard / Julie McLeod: "The challenges facing public libraries in the Big Society: The role of volunteers, and the issues that surround their use in England". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (5. Februar 2014)

Hadewijch Vanwynsberghe / Ruben Vanderlinde / Annabel Georges / Pieter Verdegem: "The librarian 2.0: Identifying a typology of librarians' social media literacy". In: Journal of Librarianship and Information Science, OnlineFirst (28. Jänner 2014)

Saturday, July 04, 2015

WikiProjekt "Bibliotheken und BibliothekarInnen im Nationalsozialismus"

Philipp Maass hat in Inetbib sein sehr interessantes Projekt vorgestellt:

<zitat>
"Im Rahmen eines Praxisprojekts des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft "MALIS" an der Fachhochschule Köln habe ich eine WikiProjekt-Seite zum Thema "Bibliothekarinnen, Bibliothekare und Bibliotheken im Nationalsozialismus" erstellt. (...) WikiProjekte sind "themenbezogene Initiativen zu Ausbau und Verbesserung von Artikeln eines Themenkomplexes innerhalb der Wikipedia". (...) Auf meiner Benutzerseite sammle ich zur Zeit Ideen zur Kooperation von Wikipedia und Bibliotheken. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf".
<zitat>

Auf der Projekt-Seite wird noch genauer ausgeführt, worum es geht: "Diese WikiProjekt soll einen zentralen Zugriff zu Ressourcen, Personen und Institutionen im Bibliothekswesen während der NS-Zeit ermöglichen. Da die Informationen innerhalb der Wikipedia nicht zentral recherchierbar sind, soll mit dieser Seite Interessierten ein Überblick gegeben werden, welche Informationen zum Bibliothekswesen im Nationalsozialismus innerhalb der Wikipedia verfügbar sind und welche nicht. Hinzu kommt eine Bibliographie zur Thematik und eine Übersicht welche Artikel noch überarbeitet werden müssen oder neu angelegt werden sollten". In der Übersicht werden jedenfalls auch Personen aus Österreich angeführt: z.B. Hans Ankwicz-Kleehoven, Josef Bick, Paul Heigl und Victor Kraft. In Österreich gab es auf diesem Gebiet in den letzten Jahren etliche Publikationen, zum Beispiel durch die AG NS-Provenienzforschung. Dem Projekt gutes Gelingen!


Volksbibliothekare im Nationalsozialismus
Dazu passend: Kollege Heimo Gruber hat mich soeben darauf hingewiesen, dass die Jahrestagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte dem Thema "Volksbibliothekare im Nationalsozialismus – Handlungsspielräume, Kontinuitäten, Deutungsmuster" gewidmet ist. Die Tagung findet von 28. bis 30. September 2015 in Wolfenbüttel statt. Das Programm ist online (PDF).

Friday, May 29, 2015

Online diaries: "A sense of belonging"

"There was a time when girls used to keep little diaries and they would have a lock and key on them and write their most intimate thoughts in them. Now they put them on the internet and many, many other people from all round the world identify. That gives you a sense of belonging". - Gabriel Byrne in an interview with the "Guardian".

Source: Catherine Shoard: "Gabriel Byrne on romance, privacy and the end of the world". In: The Guardian, May 28, 2015.

Philippa Willitts: "Dear Diary. The beginning of a child's diary entry". Flickr, May 5, 2008, CC-BY-NC

Wednesday, September 03, 2014

Präsentation des WienGeschichteWiki am 11. September :-)

Am 11. September wird ein Projekt präsentiert, an dem ich die letzten Monate mitgearbeitet habe: das WienGeschichteWiki, ein vom Wiener Stadt- und Landesarchiv und der Wienbibliothek im Rathaus entwickeltes Online-Lexikon zu Geschichte und Kultur der Stadt Wien.

PRESSETEXT
Das "Wien Geschichte Wiki" ist eine georeferenzierte Wissensplattform der Stadt Wien, die das Ziel verfolgt, historisches Wissen über Wien von Expertinnen und Experten aus Stadtverwaltung und Öffentlichkeit zusammen zu führen. Grundlage des Wikis sind die mehr als 31.000 Einträge des sechsbändigen Werks "Historisches Lexikon Wien" herausgegeben von Felix Czeike [in der Urform gescannt in unserer Digitalen Bibliothek abrufbar, Anm.], das nun zu einer umfassenden digitalen Wien-Enzyklopädie ausgebaut werden soll. "Wien Geschichte Wiki" hat den Anspruch, erste Adresse in Sachen "historisches Wien-Wissen" zu sein.

Bei der Medienpräsentation sprechen:

  • Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft: Einleitende Worte
  • Dr.in Brigitte Rigele, Direktorin des Wiener Stadt- und Landesarchivs: Entstehung des Wien Geschichte Wiki
  • Dr. Alfred Pfoser, stellvertretender Direktor der Wienbibliothek im Rathaus: Perspektiven für das Wien Geschichte Wiki
  • Dr.in Anita Eichinger, Wienbibliothek im Rathaus und Dr. Christoph Sonnlechner, Wiener Stadt- und Landesarchiv: Präsentation des Wien Geschichte Wiki
  • Ort und Zeit:
    11. September 2014, 10 Uhr, MUSA Museum Startgalerie Artothek, Felderstraße 6-8, 1010 Wien.