Saturday, February 22, 2014

eBook oder Buch: Was ist umweltfreundlicher?

Neulich kam in einem Gespräch die Rede auf die Frage, ob gedruckte oder elektronische Bücher umweltfreundlicher seien. Spontan habe ich gesagt "gebrauchte gedruckte Bücher". Jetzt hab ich da nachrecherchiert und anscheinend liege ich da nicht ganz falsch. Hier einige Artikel zu diesem Thema. Interessanterweise wird häufig die Bücherei als umweltschonende Alternative erwähnt :-)
Die Frage ist aber nicht leicht und eindeutig zu beantworten, da gibt es ja wirklich viele Faktoren zu berücksichtigen: Abbau der Rohstoffe für die elektronischen Geräte; Wasserverbrauch bei der Papiererzeugung; Umweltschädlichkeit der Druckerschwärze; Transport; Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit der Geräte...

Felix Ehrenfried: "Frage der Woche: E-Book oder Papierbuch - was ist umweltfreundlicher?" (Wirtschaftswoche): "Ein E-Bookreader zum Schutz der Umwelt rentiert sich meist nur für Vielleser. Wer es ganz nachhaltig will, nutzt die öffentliche Bibliothek mit Anfahrt via Fahrrad. Umweltfreundlicher gehts nicht".

Cliff Weathers: "8 Products You Should Think Twice About Before Buying New" (AlterNet): "E-books may be a greener — and often less expensive — option to buying paper books, but buying those paper books used is even less expensive and probably better for the environment".

Leo and Lucy: "Are ebooks greener than paper books?" (NY Times) // Joe Hutsko: "Are E-Readers Greener Than Books?" (NY Times): "Casey Harrell, an international campaign coordinator for Greenpeace, which monitors the environmental impact of consumer electronics, said e-readers remain something of an unknown variable. (...) Mr. Harrell suggested another option for those concerned about the environmental footprint of books: 'There's always the public library,' he said".

Richard Maxwell / Toby Miller: "Don't Be Misled about Paper Versus Electronic Books Debating paper vs electronic reading ignores problems that affect everyone" (Psychology Today): "In the UK, government cuts have forced restricted hours and closures of libraries, leading to spirited resistance movements by citizens opposed to the loss of public culture.7 If privatization wins out, you might find a toll booth or a demolition crew at the door of your local library. Along with fighting to save our environment, we must recognize that what and how we read is best understood in social rather than market terms".

Green Press Initiative: Environmental Impacts of E-Books

Die Umweltberatung: "Papierverbrauch steigt weiter an": "Die papierlose Zukunft durch digitale Medien war nur eine kurzfristige Illusion".

Umweltbundesamt: "Umweltauswirkungen der Papier- und Zellstoffindustrie": "Die Papierindustrie zählt zu den fünf energieintensivsten Branchen in Deutschland".


Die folgenden Artikel bzw. Sendungen beziehen sich alle auf Aussagen des Ökoinstituts Freiburg. Link zur Studie "E-Book-Reader. Entwicklung der Vergabekriterien für ein klimaschutzbezogenes Umweltzeichen" und zur Presseaussendung dazu aus dem Jahr 2011.

Alexander Dallmus: "Wie umweltfreundlich sind E-Books?" (Bayern 1): "Unterm Strich gilt: Wer mehr als zehn Bücher pro Jahr liest, kann sich mit grünem Gewissen einen E-Book-Reader kaufen. Damit schlägt er die Ökobilanz der gedruckten Bücher deutlich. Je länger der Reader im Einsatz ist und desto mehr Bücher darauf geladen sind, desto besser für die Umweltbilanz. (...) Wer aber lieber ein richtiges Buch in der Hand hat und sich gar nicht mit E-Book-Readern anfreunden kann, kann trotzdem ökologisch punkten: Das Leihen von Büchern in Bibliotheken ist umweltmäßig unschlagbar!"

Andreas Manhart: "Sind E-Books umweltfreundlicher als Papier?" (Handelsblatt): "Wer dann neben Büchern auch noch Zeitungen auf seinem E-Book-Reader liest, schützt Klima und Wälder nachhaltig".

Dominik Bartoschek: "Das Öko-Duell für alle Leseratten" (SWR): "Wer mehr als zehn Bücher im Jahr liest, ist mit dem E-Book-Reader auf der ökologisch korrekten Seite. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gerät länger als drei Jahre hält. In diesem Zeitraum spart der E-Book-Leser so viel Papier, Energie und Treibhausgase ein, dass die Ökobilanz des vergleichbaren Stapels gedruckter Bücher wesentlich schlechter ausfallen würde".

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