Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Monday, September 18, 2006
Jutta Treiber ganz neu entdecken
Die vielfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Jutta Treiber stellt am 21. September 2006 um 19 Uhr im Literaturhaus Mattersburg ihren neuen Roman für Erwachsene vor. "Die Zeit und Hannah" ist 2006 in der edition lex liszt 12 erschienen.
Friday, September 15, 2006
Was in Harvard besser ist
"Einer, den unter den gegebenen Bedingungen in Österreich keine zehn Pferde zurückbringen könnten, ist der Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger. (...) In Österreich, lautet seine Kritik, seien große Büros für Professoren wichtig. 'Dafür gibt Harvard kein Geld aus, sondern dafür, dass etwa Bibliotheken Samstag und Sonntag offen haben. Alles, was bei uns in Harvard als gut gilt, soll uns helfen, effizienter zu arbeiten. Ein großes Büro tut das nicht'."
Quelle: Christiane Stegfellner, Karin Zauner: "Jagd auf die besten Köpfe". In: Salzburger Nachrichten, Wirtschaft, 11. September 2006, S. 13
Quelle: Christiane Stegfellner, Karin Zauner: "Jagd auf die besten Köpfe". In: Salzburger Nachrichten, Wirtschaft, 11. September 2006, S. 13
Wahlbeobachtung
Man nenne mich Hellseherin: Ich denke, ich konnte bereits Wochen vor der Nationalratswahl den dümmlichsten Wahlslogan identifizieren: "Daham statt Islam" (Urheber-Partei leicht zu identifizieren). Aaaaaaaah! --- Interessante Beobachtung in Wien: Gut gekleideter Anzugträger mit riesigem SPÖ-Button steht vor dem Leitl-Schüssel-Plakat und diskutiert lautstark mit ihm. Dem Plakat.
me @ library thing
Zum Geburtstag habe ich ein Jahr LibraryThing geschenkt bekommen (merkt man, dass viele meiner Freundinnen Bibliothekarinnen sind?), und nun habe ich es endlich geschafft, gleichzeitig den Geschenkcode und einen Internetzugang parat zu haben und mich des Passworts wieder zu erinnern. Und nachdem ich bis 2001 meine Bücher in einer Access-Datenbank katalogisiert habe, habe ich gleich die praktische Import-Funktion von LibraryThing genutzt und eine Liste von ISBNs hochgeladen. Immerhin 884 Bücher wurden erkannt, und auch wenn ich noch die nicht erkannten und die nach 2001 erworbenen Bücher (und das sind viele) eintragen muss, kann ich nun mit Fug und Recht behaupten, dass ich einen eigenen Online-Katalog habe. - Übrigens gibt es bei LibraryThing auch Gruppen, und die mit 761 Mitgliedern weitaus größte ist "Librarians who LibraryThing". An nächster Stelle kommt mit 392 Mitgliedern die Gruppe der "Science Fiction Fans". Natürlich bin ich beiden sofort beigetreten ;-)
Monday, September 11, 2006
Madame Stephanè
"Madame Stephanè war zu der damaligen Zeit die Bibliothekarin. Sie wachte mit Argusaugen über ihre Bücher und es gab Gerüchte, dass sie in einem Hinterzimmer schlief, um ihre Schätze Tag und Nacht persönlich zu bewachen. (...) Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Bibliothekarin fast sechzig war? Sie trug immer ein Kostüm, das an ihr wie eine Rüstung wirkte, ihre Haare waren zu einem straffen Knoten am Hinterkopf zusammengefasst und eine Eule wäre stolz auf ihre Brille gewesen".
Aisling: "Evenings at Joe's – Mach mir den Tiger!" = Highlander Fan Fiction aus dem Jahr 2006
Aisling: "Evenings at Joe's – Mach mir den Tiger!" = Highlander Fan Fiction aus dem Jahr 2006
Das Wunder eines Augenblicks
Neues von den fiktionalen Bibliothekarinnen: Das Buch "True believer" von Nicholas Sparks ist nun auf Deutsch unter dem Titel "Das Wunder eines Augenblicks bei Heyne erschienen.
Zum Inhalt: "As a science journalist with a regular column in Scientific American, Jeremy Marsh specializes in debunking the supernatural and has a real nose for the strange and unusual. A born skeptic, he travels to the small town of Boone Creek, North Carolina, determined to find the real cause behind the ghostly apparitions that appear in the town cemetery. What he doesn't plan on, however, is meeting and falling hopelessly in love with Lexie Darnell, granddaughter of the town psychic [= Bibliothekarin, Anm.]. Now, if the young lovers are to have any kind of future at all, Jeremy must make a difficult choice: return to the life he knows, or do something he could never do before—take a giant leap of faith" (Verlag).
Zum Inhalt: "As a science journalist with a regular column in Scientific American, Jeremy Marsh specializes in debunking the supernatural and has a real nose for the strange and unusual. A born skeptic, he travels to the small town of Boone Creek, North Carolina, determined to find the real cause behind the ghostly apparitions that appear in the town cemetery. What he doesn't plan on, however, is meeting and falling hopelessly in love with Lexie Darnell, granddaughter of the town psychic [= Bibliothekarin, Anm.]. Now, if the young lovers are to have any kind of future at all, Jeremy must make a difficult choice: return to the life he knows, or do something he could never do before—take a giant leap of faith" (Verlag).
Information privacy
"Information privacy is so abstract. It doesn't have neat physical boundaries and it isn't buried like ideas in our head. Information about you doesn't even have to come from you. Most of the computerized information is just bits and pieces, which individually don't seem very important. Unless the loss of privacy does you some immediate harm or irritation, you’re likely to ignore it" - Aus: Nelson King: "Pursuit of Privacy", August 2001
Friday, September 08, 2006
reading diary
"Lesezeichen" für Christine Busta
Wie derStandard.at gestern berichtete, wird die Autorin Christine Busta, die von 1950 bis 1975 als Bibliothekarin in den Büchereien Wien arbeitete, ab morgen mit einer Säule im Margaretener Klieberpark geehrt.
Thursday, September 07, 2006
Grabstellensuche
Die Stadt Wien bietet auf ihrer Website eine Grabstellensuche an. Das ist recht nützlich, zum Beispiel wenn man wissen will, wie lange die Laufzeit des Familiengrabs noch ist, wann berühmte Leute gestorben sind und wo genau sie begraben liegen. - Mein Urgroßvater allerdings würde sich im Grabe umdrehen - hat er, norddeutscher Herkunft und namentlich leidgeprüft, doch Zeit seines Lebens in sämtlicher Korrespondenz angeführt: "Hinrich Bargmann, NICHT Heinrich Bergmann". Und was steht da bei der Grabauskunft? Natürlich Heinrich... Wundert mich irgendwie gar nicht, da ich selbst ausgiebige Erfahrungen als Wagner, Augmann, Sargmann, Bergmann, Bagmann, Bargman etc. habe ;-)
Update 7.11.2006: Nach einem eMail meines Vaters wurde der Name rasch und unbürokratisch richtiggestellt.
Update 7.11.2006: Nach einem eMail meines Vaters wurde der Name rasch und unbürokratisch richtiggestellt.
Obdach als Bibliothekar
"Der adelige Exzentriker scheint leider auszusterben. (...) Auch die großen Tage des Mäzenatentums sind vorüber, obgleich es hier und da noch Landhäuser gibt, die einem sanftmütigen Literaten Obdach als Bibliothekar gewähren".
Nancy Mitford: "Die englische Aristokratie". In: Reinhard Kaiser (Hrsg.): Böse Gedanken einer englischen Lady. Reinbek: rororo 1996, S. 32
Nancy Mitford: "Die englische Aristokratie". In: Reinhard Kaiser (Hrsg.): Böse Gedanken einer englischen Lady. Reinbek: rororo 1996, S. 32
Neuerwerbungen
Tuesday, September 05, 2006
Der Student, das unbekannte Wesen
"Er lebt in einem Durcheinander von Schule, Universität, Freundin, Eltern, Vorlesungen, Prüfungen, Seminarien, Ferienjobs und Ferienreisen, Geldmangel, 2 CV oder Käfer oder Uralt-Jaguar, Fahrrad oder Moped, Emotionen und Depressionen - und bei alledem muß er auch noch Bibliotheken besuchen und sich mit Bibliothekaren herumschlagen: Diese haben Mühe mit jenem, jener hat Mühe mit diesen. Im Lebensabschnitt Studium kann ein Brillant geschliffen werden, ein Professor, ein Nobelpreisträger, ein Wirtschaftskapitän, ja sogar ein Bibliothekar: Geschliffen wird der in mannigfacher Beziehung rohe(!) Diamant namens Student, einen Teil des Schleifmittels Diamantsand liefern die Bibliotheken in Form von Bibliothekaren. Keiner kennt sich da wirklich aus, was vorgeht, und wer sich auskennt, der kann's wenigstens nicht erklären".
Hermann Köstler: "Studenten aus der Sicht eines alten Bibliothekars. Der Student - das bekannte Wesen?". Vortrag beim 25. Österreichischen Bibliothekartag 1998 in St. Pölten 1998
Hermann Köstler: "Studenten aus der Sicht eines alten Bibliothekars. Der Student - das bekannte Wesen?". Vortrag beim 25. Österreichischen Bibliothekartag 1998 in St. Pölten 1998
Monday, September 04, 2006
Neues von Familie Katz
In Thomas Hürlimanns neuem Buch "Vierzig Rosen", erschienen im August bei Ammann, erfahren wir Neues über die Familie Katz, die wir in "Fräulein Stark" kennenlernen konnten. Im Mittelpunkt des Romans steht die Pianistin Marie Katz, jüngere Schwester des Stiftsbibliothekars, der sie, so Klaus Zeyringer im Freitags-"Standard", zu einem "strengen Katholizismus" verpflichten will.
Podcast-Blog
Melanie Cizmadia postet unter dem Titel "Hör mal zu" über Hörbücher und Podcasts - allerdings in Textform ;-) Das Blog gibt es seit 9. August. Frau Cizmadia schrieb übrigens ihre mit 1,7 bewertete Diplomarbeit über den "Bestandsaufbau von Worttonträgern in Öffentlichen Bibliotheken. Marktsichtung, Informationsquellen und Bewertungskriterien" - wenn das nicht zusammenpasst. Die Arbeit ist im genannten Blog im Volltext abzurufen.
Tagung der Österreich-Bibliotheken
"Das Österreichische Ost- und Südosteuropa-Institut veranstaltet vom 5. bis 15. September im Auftrag des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten und mit Unterstützung der NÖ Landesakademie im Stift Klosterneuburg ein Seminar für die Mitarbeiter der 51 Österreich-Bibliotheken", meldet die NÖ Landeskorrespondenz heute.
Die unsterbliche Welt der Bücher
"Wer sich in der unsterblichen Welt der Bücher etwas heimisch gemacht hat, der wird bald nicht nur zum Inhalt der Bücher, sondern zum Buch selbst in ein neues Verhältnis treten. - Man findet heute viele junge Menschen, denen es lächerlich und unwürdig scheint, statt lebendigen Lebens Bücher zu lieben, sie finden, dafür sei unser Leben allzu kurz und allzu wertvoll, und finden dennoch Zeit, sechsmal in der Woche viele Stunden bei Kaffeehausmusik und Tanz hinzubringen" (Hermann Hesse: Lektüre für Minuten. Gedanken aus seinen Büchern und Briefen. 1. Aufl. Suhrkamp 1971, S. 121)
Friday, September 01, 2006
Buchhändlerin Nikita
In der Nikita-Folge "No one lives forever" wird Nikita ihr Agentinstatus aberkannt, sie muss die Sektion verlassen und soll wieder ein "normales" Leben führen. Und wo arbeitet sie dann? Nein, leider nicht in einer Bibliothek, sondern in einer Buchhandlung (mit Brille, ohne Dutt).
"Inwastigation"
Detlef Guertler schreibt in seinem taz-Weblog "Wortistik" unter dem Titel "Müll-Marktforschung" über die Methode von Marktforschungsinstituten, mittels Durchsuchung von Mülltonnen Rückschlüsse auf das VerbraucherInnenverhalten zu ziehen, und schlägt für diese Tätigkeit unter anderem die Begriffe "waste mining" und "Inwastigation" vor :-)
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