Saturday, March 29, 2014

Ein bisschen was zum Tanzen und Mitsingen :-)

Meine burgenlandkroatische Herkunft (über meine Großmutter väterlicherseits) hat leider in meinem Leben keine große Rolle gespielt, so haben meine Schwester und ich zum Beispiel nie Burgenlandkroatisch gelernt, wohl auch weil der Rest der Verwandtschaft davon nix verstanden hätte, aber bei dieser "Hymne des Krowodnrock" von Bruji geht mir schon ein bissi das Herz auf ;-)

Friday, March 28, 2014

Was trägt die Bibliothekarin unter der Strickjacke?

"The average librarian's cardigan conceals two pencils, one flask & one emergency kitten" --- Fake Library Stats auf Twitter

Moira Clunie: day 281: librarian camouflage, Flickr, 7. Oktober 2008, CC-BY-NC-SA

Von den Schwierigkeiten des Formulars

Ich hab so ein bisschen geschaut, wer in meiner Umgebung die Petition für den Hypo-Untersuchungsausschuss unterschrieben hat. Und da kommen die Korrekturleserin und die bibliothekarische Daten-in-Form-Bringerin bei mir durch: Ich musste nämlich schmunzeln, wieviele Leute es nicht schaffen, dieses simple Formular richtig auszufüllen.

Nachname und Vorname vertauscht, bei Titel "Herr" oder "Frau" ausgefüllt (ok, vielleicht dachten die, es ist ein Pflichtfeld), bei "Ort" die Straße reingeschrieben ;-) Dabei sollte ein Formular eigentlich eine Hilfe sein... Vielleicht waren die Leute aber einfach auch nur genervt, weil der Server des Parlaments ob des Ansturms so lange darnieder lag ;-)

Ich kenn das auch von dem Formular, das man bei uns ausfüllen muss, um einen Bibliotheksausweis zu bekommen. Zuerst hatten wir nur "Adresse" stehen, da vergaßen viele Benutzer_innen (immer nur die die Wiener_innen) Postleitzahl und Ort. Jetzt haben wir das geändert auf "Adresse, Postleitzahl, Ort", das hilft aber auch nur bedingt. Schmunzeln muss ich auch immer bei den Leuten, die ihre Angaben bei unserem zweispaltigen Formular nicht in die rechte, vollkommen leere, offensichtlich dafür gedachte Spalte schreiben, sondern in die linke Spalte dazuquetschen. Manche beschweren sich dann sogar noch, dass zuwenig Platz ist *headdesk*

Saturday, March 15, 2014

Lehrgang "Wirtschaft ist politisch!" ab 11. April

Die Grüne Bildungswerkstatt bietet einen Lehrgang "Wirtschaft ist politisch! Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut??" für alle an Wirtschaft und Politik Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse, an.

Ort und Zeit: Jedes der drei Module beinhaltet eine Abendeinheit am Freitag (17-21 Uhr) und eine ganztägige Einheit am Samstag (9-17 Uhr). Modul 1: 11. und 12. April 2014. Modul 2: 16. und 17. Mai 2014. Modul 3: 13. und 14. Juni 2014. Dieser Lehrgang findet im Grünen Haus (Lindengasse 40, 1070 Wien) statt.

Inhalt: Die Art und Weise wie Wirtschaft funktioniert, ist nicht naturgegeben sondern von Menschen gemacht und durch Menschen veränderbar. Was Banken tun dürfen, wer unter welchen Bedingungen Produkte und Dienstleistungen herstellt oder wer welchen Teil des gemeinsam erwirtschafteten Kuchens erhält - all das wird politisch entschieden. Der Lehrgang öffnet die Blackbox "Wirtschaft" und vermittelt Wissen und Verständnis über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Wir gehen vom Erfahrungswissen der TeilnehmerInnen aus und setzen keine speziellen Vorkenntnisse voraus. Wir machen Mut, sich einzumischen, Alternativen anzudenken und umzusetzen - denn es geht um unser aller Lebensgrundlagen. Politisch handeln heißt daher wesentlich Wirtschaft gestalten. Denn wenn wir uns nicht für Wirtschaft interessieren, dann entscheiden andere für uns.

Lehrgangsleitung: Alexandra Strickner (Attac) und Markus Hafner-Auinger (GBW)

Kosten: Die Teilnahmegebühren für den gesamten Lehrgang betragen 100 Euro und beinhalten alle Arbeitsmaterialien vor Ort sowie die Verpflegung. Anmeldung online.

LendingMemo / Simon Cunningham: Wall Street, Flickr, 3. Jänner 2014, CC-BY

Modul 1 (11. und 12. April 2014): Let's Make Money: Einblicke in die Eurokrise.
2008 führt die US-Immobilienkrise zum Finanzcrash. Weltweit retten Staaten Banken mit dem Geld der SteuerzahlerInnen, um die Weltwirtschaft vor dem Totalkollaps zu retten. Die Folge: die Staatsschulden steigen massiv an. So wird aus der Finanzkrise v.a. in Europa eine Staatsschuldenkrise, als deren Ursache jedoch bald überbordende Ausgaben für den Sozialstaat benannt werden. Massive Kürzungsprogramme werden verordnet und Schuldenbremsen eingeführt. Für Bildung, Gesundheit, Pensionen oder gute Löhne, ist immer weniger Geld da, für Banken gilt das nicht. Für Österreich könnte dies nicht aktueller sein, wie etwa das Hypo-Alpe-Adria Desaster zeigt.
Gäste: Karin Küblböck (ÖFSE), Martin Margulies, Wirtschaftssprecher und Ltg. Abgeordneter Grüne Wien

Modul 2 (16. und 17. Mai 2014): Climate Crimes – Der Kampf um Energiewende und Ressourcen
Die natürlichen Vorkommen von Erdöl und anderen fossilen Energieträgern neigen sich dem Ende. "Peak Everything" bedeutet aber nicht, dass sich unser Energiesystem von selbst verändern wird. Der Zugang zu den letzten vorhandenen fossilen Reserven steht bereits seit längerem im Fokus geopolitischer und militärischer Interessen. Der Aufbau eines zukunftsfähigen Energiesystems bringt ebenfalls Konflikte um politischen und ökonomischen Einfluss mit sich. Aus ökologischen und nicht zuletzt aus demokratie- und verteilungspolitischen Gründen ist eine sozial gerechte Grüne Energiewende unumgänglich. Bleibt zu klären, wie diese Energiewende ermöglicht werden kann und welche Interessensgruppen sie zu verhindern versuchen.
Gäste: Rene Schindler (ProGe), Christiane Brunner, Grüne NR-Abg. und Energiesprecherin

Modul 3 (13. und 14. Juni 2014): Inequality for all – Ungleichheit für alle!
Unsere Gesellschaften werden immer reicher. Trotz des steigenden Gesamtwohlstands sind immer mehr Menschen von Armut betroffen. Das trifft nicht nur Arbeitslose sondern auch neue Selbständige, LeiharbeiterInnen oder Teilzeitbeschäftigte. Ihre Einkommen sind zu gering, um damit bis zum Ende des Monats durchzukommen. Auf der anderen Seite gibt es eine zunehmende Konzentration von Vermögen. Allein in Österreich besitzen 5% der Menschen mehr als die Hälfte des Vermögens. Anstatt in dieser Situation Vermögende zu besteuern und für eine bessere Verteilung zu sorgen, soll beim Staat gespart werden, Löhne und Pensionen weitergekürzt werden. Das sei notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird gesagt.
Gäste: Christoph Sykora (GPA-djp), Birgit Hebein, Grüne Gemeinderätin und Sozialsprecherin.

Friday, March 14, 2014

Tweet zur Tieranatomie ;-)

Staatsarchiv Hamburg: Urkunden-Crowdsourcing

"1919/1920 erwarb das Staatsarchiv Hamburg neben ca. 40.000 Siegeln und einer dazugehörigen Fachbibliothek Urkunden und Wappenbriefe von den Erben des Hamburger Kaufmanns Paul Trummer. Die Sammlung, deren Schwerpunkt auf den Siegeln liegt, entstand Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts. Da das Interesse Paul Trummers beim käuflichen Erwerb den Siegeln galt, fehlt der Urkundensammlung eine innere Systematik. Die Urkunden stammen aus ganz Deutschland und aus weiten Teilen Europas; u.a. aus England, Spanien, Frankreich, Russland und den Niederlanden. Auch Papsturkunden werden in der Sammlung aufbewahrt. Bereits beim Erwerb der Urkunden durch das Staatsarchiv Hamburg waren sich die Archivare im Klaren, dass den Urkunden der Zusammenhang zu den Beständen des Staatsarchivs fehlt; die Stadt Hamburg hatte allerdings ein testamentarisch verfügtes Vorkaufsrecht und die Urkunden sollten bei den Siegeln der Siegelsammlung bleiben. Die Urkunden blieben ein Fremdkörper im Staatsarchiv Hamburg: Bis heute steht die Erschließung der Urkunden aus, der Forschung sind die Urkunden kaum bekannt.


Staatsarchiv Hamburg: "trummer0151", 28. Februar 2014, Flickr, CC-BY-SA

Das Staatsarchiv Hamburg möchte nun in einem Crowdsourcing-Projekt die Provenienz der Urkunden klären und stellt Arbeitsdigitalisate der Urkunden auf Flickr (www.flickr.com/photos/staatsarchiv_hamburg) zur Verfügung. Interessierte sind eingeladen, mit Hilfe der Kommentarfunktion Angaben zu den Urkunden beizusteuern, die sie zu identifizieren helfen. Vorbehaltlich der Klärung rechtlicher Voraussetzungen wird eine Rückführung auf der Grundlage des Provenienzprinzips in Betracht gezogen. Der Sammlungszusammenhang bliebe durch das Staatsarchiv Hamburg dokumentiert.
In einer ersten Phase wurden zunächst 150 Urkunden digitalisiert und online gestellt, die Online-Stellung der übrigen Urkunden ist geplant".

Quelle: Mail von Christine Axer, Staatsarchiv Hamburg, an die Archivliste. Siehe auch Website.

John Rylands Library: Photographieren erwünscht

Letzte Woche war ich in Manchester bei der i2c2-Konferenz (dazu später mehr). Dabei habe ich auch die historische John Rylands Library besucht. Die Bibliothek wurde von Enriqueta Rylands zum Gedenken an ihren Mann John Rylands gestiftet und nach zehnjähriger Bauzeit am 1. Jänner 1900 eröffnet. Seit 1972 gehört die Bibliothek zur Universität Manchester, dort sind die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek untergebracht.

Monika Bargmann: John Rylands Library, 8. März 2014, CC-BY-SA

Was mir dort - abgesehen vom freien Eintritt zu den Ausstellungen und zum historischen Lesesaal - positiv aufgefallen ist: Beim Eingang stand ein Schild, auf dem das Photographieren ausdrücklich erlaubt wurde und zusätzlich eingeladen wurde, die Photos in der Flickr-Gruppe der Bibliothek zu teilen. Leider hat meine kleine Kamera nicht ausgereicht, um wirklich schöne Bilder vom gesamten Lesesaal zu machen, also habe ich dann doch den "souvenir guide" gekauft (gut, das hätte ich auf jeden Fall). Und leider hab ich im ansonsten gut ausgestatteten Shop weder ein Poster noch eine größere Postkarte mit dem Lesesaal drauf entdeckt. Ich habe mich jedenfalls schon oft in Museen geärgert, wo das Photographieren - auch ohne Blitz! - verboten ist, aber es dann auch von den bekannteren Bildern keine Postkarten gibt. Ich wäre gern bereit, für schöne Reproduktionen zu bezahlen. Aber vielleicht ist da der Aufwand zu groß und der Ertrag zu gering?

Thursday, March 13, 2014

Vom Fichteneichen ;-)

Förster Franz war früher im Eichamt tätig. Heute normt er alle Bäume. Waldbesitzer können ihn zum Fichten eichen buchen.

— Textchaot (@textchaot), Twitter, 13. März 2014

Wednesday, March 12, 2014

Ausstellung: Wie das Lesen zum Buch wird

Die Ausstellung "DAS BUCH. Wie das Lesen zum Buch wird – eine Literaturausstellung zwischen zwei Buchdeckeln" wird am Donnerstag, dem 13. März 2014 um 19 Uhr in der Fachbereichsbibliothek Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft eröffnet.
Museen und Bücher haben vieles gemeinsam. Beide bewahren Vergangenes, beide dienen als Quelle des Wissens. Aber kann ein Buch auch ein Museum, und ein Museum ein Buch sein? Diese Frage hat eine Gruppe Studierender der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft wörtlich genommen. Im Rahmen eines Projekts des Konversatoriums "Literatur und Museum" unter der Leitung von Dr. Christine Ivanovic haben sie im vergangenen Wintersemester ein Buch erstellt, das zugleich ein Literaturmuseum ist. Man kann es an einem beliebigen Ort aufschlagen oder der Reihe nach durchblättern und durchstreifen wie auf einem Rundgang durch ein Museum, bei dem man da und dort stehen bleibt – und schaut und liest. Man kann aber noch mehr tun.

DAS BUCH lädt die BesucherInnen/LeserInnen ausdrücklich zur Interaktion ein. Als "lebendes Objekt" für Lesende soll es von den Besuchern in die Hand genommen und weiterentwickelt werden, so dass am Ende der Ausstellung ein anderes BUCH stehen wird als zu Beginn. DAS BUCH ist vom 14. März bis zum 12. Juni 2014 während der regulären Öffnungszeiten allen Interessierten zugänglich.
Quelle: UB Wien

Friday, March 07, 2014

Kinderbücher und politische Bildung - Hochgatterer und Nöstlinger im Gespräch

Die Grüne Bildungswerkstatt, das Renner-Institut, die Politische Akademie der ÖVP und die Büchereien Wien laden ein zu: Kinderbücher und politische Bildung - Paulus Hochgatterer, Kinderpsychiater, im Gespräch mit Christine Nöstlinger, Schriftstellerin.
Termin: Mittwoch, 26. März 2014, 19.00 Uhr. Ort: Hauptbücherei Wien, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien.

Harry Potters Kampf gegen rassistische Zauberer, Pippi Langstrumpfs Aufstand gegen frühkindliche Disziplinierung, Karl Mays Erlebnisse des guten Weißen und seiner zivilisierenden Aufgabe im Wilden Westen und im rauen Osten – immer erzählen Kinderbücher auch über Politik und die Ohnmacht der kleinen Leute. Mit Geschichten geht Geschichte und politische Bildung einher – bewusst oder unbewusst. Paulus Hochgatterer diskutiert mit Christine Nöstlinger die Bedeutung von Kinderbüchern für politische Bildung, die Rolle von Political Correctness und den Umgang mit Widersprüchen.

Paulus Hochgatterer, geboren 1961 in Amstetten/Niederösterreich, lebt als Schriftsteller und Kinderpsychiater in Wien. Diverse Preise und Auszeichnungen, u. a. Literaturpreis der Europäischen Union (2009), Österreichischer Kunstpreis (2010). Zuletzt erschien 2012 Katzen, Körper, Krieg der Knöpfe. Eine Poetik der Kindheit (Zsolnay).
Christine Nöstlinger, geboren 1936 in Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Wien und im Waldviertel. Sie schreibt für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Ihre Kinder- und Jugendbücher sind weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Ihr Werk wurde international vielfach ausgezeichnet, sie erhielt den Andersen Award und war die erste Trägerin des Astrid-Lindgren-Preises. 2011 erhielt sie den CORINE Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für ihr Lebenswerk, 2012 den Bruno-Kreisky-Preis für ihr publizistisches Gesamtwerk. Ihre Bücher wirkten stets sowohl polarisierend als auch inhaltlich und sprachlich prägend. Generationen von LeserInnen hat sie mit ihren Büchern bereichert, erfreut, hat sie nachdenklich und mutiger gemacht – eine Kunst, die sie ungebrochen beherrscht.

Friday, February 28, 2014

Büchereien ressortmäßig nun bei Bundeskanzleramt

Gerald Leitner, der Geschäftsführer des Büchereiverbandes, informierte in Bibmail:
"Mit In-Kraft-Treten des Bundesministeriengesetzes am 1. März 2014 wechseln die Kunstsektion und die Kultursektion(und damit auch die Öffentlichen Bibliotheken) in die Zuständigkeit des Bundeskanzleramts.
Die Sektion V des BMUKK (Kunstsektion) wird als Sektion II – Kunst in das Bundeskanzleramt eingegliedert. Web: www.kunstkultur.bka.gv.at/kunst (erreichbar ab 1. März 2014)
Die Sektion IV des BMUKK (Kultursektion) wird zur Sektion VI – Kultur des Bundeskanzleramts. Hier ist das Referat für Öffentliche Büchereien angesiedelt. Web: www.kunstkultur.bka.gv.at/kultur (erreichbar ab 1. März 2014)".

Nicolas Nova: "404 not found", 9. Oktober 2010, Flickr, CC-BY-NC

Ich frage mich, wieviele Informationen bei jeder Regierungsbildung verloren gehen, weil die Ressorts verschoben, die Ministerien umbenannt und die Websites komplett neu gestaltet werden. Die Links funktionieren nicht mehr, die alten URLs leiten irgendwann nicht mehr um, Texte von den Vorgängerinnen sind plötzlich pfui...

Thursday, February 27, 2014

Verlinkung von Einheitssachtitel zu GND in ACC01 möglich

Ich glaub, der Titel dieses Posts hat Chancen auf den "bibliothekarischsten Titel aller Zeiten" hierblogs ;-) Zitat aus der Verbundliste: "Ein langgehegter Wunsch geht nun in Erfüllung. Ab März wird es möglich sein die Einheitssachtitel von Werken der Musik (EST) im bibliografischen Datensatz der ACC01 mit der GND zu verlinken und damit sämtliche Verweisungsformen, Besetzungs-, Gattungs-, und sonstige Informationen mit suchbar zu machen. Um diese neue Möglichkeit der Musikalienbearbeitung vorzustellen und die damit verbundenen Workflows zu diskutieren, findet im März eine Informationsveranstaltung für alle im Verbund tätigen MusikalienerschließerInnen (FormalerschließerInnen) statt.

Zeit: Mittwoch, 12. März 2014, 11-16 Uhr
Ort: OBVSG, 1020 Wien, Raimundgasse 1/3, Vortragssaal
Präsentation: Josef Labner
Bitte geben Sie bis zum 7.3. per mail an staudinger (at)mdw.ac.at bekannt, ob Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen".

Ich bin davon ja nicht im geringsten betroffen, es klingt aber wichtig. Ich erinnere mich auch gerne daran, wie mein Kollege aus der Musiksammlung bei unserer Aleph-Schulung erzählt hat, wie diese Einheitssachtitel bei Musikwerken angesetzt werden. Das ist ganz und gar keine triviale Angelegenheit und war spannend anzuhören - was ich nicht geglaubt hätte, hätte mir das vorher jemand prophezeit ;-)

Saturday, February 22, 2014

eBook oder Buch: Was ist umweltfreundlicher?

Neulich kam in einem Gespräch die Rede auf die Frage, ob gedruckte oder elektronische Bücher umweltfreundlicher seien. Spontan habe ich gesagt "gebrauchte gedruckte Bücher". Jetzt hab ich da nachrecherchiert und anscheinend liege ich da nicht ganz falsch. Hier einige Artikel zu diesem Thema. Interessanterweise wird häufig die Bücherei als umweltschonende Alternative erwähnt :-)
Die Frage ist aber nicht leicht und eindeutig zu beantworten, da gibt es ja wirklich viele Faktoren zu berücksichtigen: Abbau der Rohstoffe für die elektronischen Geräte; Wasserverbrauch bei der Papiererzeugung; Umweltschädlichkeit der Druckerschwärze; Transport; Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit der Geräte...

Felix Ehrenfried: "Frage der Woche: E-Book oder Papierbuch - was ist umweltfreundlicher?" (Wirtschaftswoche): "Ein E-Bookreader zum Schutz der Umwelt rentiert sich meist nur für Vielleser. Wer es ganz nachhaltig will, nutzt die öffentliche Bibliothek mit Anfahrt via Fahrrad. Umweltfreundlicher gehts nicht".

Cliff Weathers: "8 Products You Should Think Twice About Before Buying New" (AlterNet): "E-books may be a greener — and often less expensive — option to buying paper books, but buying those paper books used is even less expensive and probably better for the environment".

Leo and Lucy: "Are ebooks greener than paper books?" (NY Times) // Joe Hutsko: "Are E-Readers Greener Than Books?" (NY Times): "Casey Harrell, an international campaign coordinator for Greenpeace, which monitors the environmental impact of consumer electronics, said e-readers remain something of an unknown variable. (...) Mr. Harrell suggested another option for those concerned about the environmental footprint of books: 'There's always the public library,' he said".

Richard Maxwell / Toby Miller: "Don't Be Misled about Paper Versus Electronic Books Debating paper vs electronic reading ignores problems that affect everyone" (Psychology Today): "In the UK, government cuts have forced restricted hours and closures of libraries, leading to spirited resistance movements by citizens opposed to the loss of public culture.7 If privatization wins out, you might find a toll booth or a demolition crew at the door of your local library. Along with fighting to save our environment, we must recognize that what and how we read is best understood in social rather than market terms".

Green Press Initiative: Environmental Impacts of E-Books

Die Umweltberatung: "Papierverbrauch steigt weiter an": "Die papierlose Zukunft durch digitale Medien war nur eine kurzfristige Illusion".

Umweltbundesamt: "Umweltauswirkungen der Papier- und Zellstoffindustrie": "Die Papierindustrie zählt zu den fünf energieintensivsten Branchen in Deutschland".


Die folgenden Artikel bzw. Sendungen beziehen sich alle auf Aussagen des Ökoinstituts Freiburg. Link zur Studie "E-Book-Reader. Entwicklung der Vergabekriterien für ein klimaschutzbezogenes Umweltzeichen" und zur Presseaussendung dazu aus dem Jahr 2011.

Alexander Dallmus: "Wie umweltfreundlich sind E-Books?" (Bayern 1): "Unterm Strich gilt: Wer mehr als zehn Bücher pro Jahr liest, kann sich mit grünem Gewissen einen E-Book-Reader kaufen. Damit schlägt er die Ökobilanz der gedruckten Bücher deutlich. Je länger der Reader im Einsatz ist und desto mehr Bücher darauf geladen sind, desto besser für die Umweltbilanz. (...) Wer aber lieber ein richtiges Buch in der Hand hat und sich gar nicht mit E-Book-Readern anfreunden kann, kann trotzdem ökologisch punkten: Das Leihen von Büchern in Bibliotheken ist umweltmäßig unschlagbar!"

Andreas Manhart: "Sind E-Books umweltfreundlicher als Papier?" (Handelsblatt): "Wer dann neben Büchern auch noch Zeitungen auf seinem E-Book-Reader liest, schützt Klima und Wälder nachhaltig".

Dominik Bartoschek: "Das Öko-Duell für alle Leseratten" (SWR): "Wer mehr als zehn Bücher im Jahr liest, ist mit dem E-Book-Reader auf der ökologisch korrekten Seite. Voraussetzung ist allerdings, dass das Gerät länger als drei Jahre hält. In diesem Zeitraum spart der E-Book-Leser so viel Papier, Energie und Treibhausgase ein, dass die Ökobilanz des vergleichbaren Stapels gedruckter Bücher wesentlich schlechter ausfallen würde".

Wednesday, February 19, 2014

Unfallfreies Essen

Dass auf meiner Packung Putenspieße wahrscheinlich nicht ohne Grund "Produkt enthält Holzspieß, dieser ist nicht zum Verzehr geeignet" steht, stimmt mich nicht gerade hoffnungsfroh, was die Zukunft der Menschheit betrifft.

David Tan: "Skewers", 30. September 2013, Flickr, CC-BY-NC-ND

Im Dienste der Forschung

Ich lese gerade zu meinem Vergnügen das populärwissenschaftliche Buch "Bonk: The Curious Coupling Of Sex And Science" von Mary Roach. Ja, es geht um Sex, aber eben aus einem wissenschaftshistorischen Blickwinkel. Roach beschreibt auf sehr unterhaltsame Art, wie SexualforscherInnen im Laufe der Jahrhunderte zu ihren Erkenntnissen kamen. Angesichts so mancher gruselig klingender Experimente kann man wirklich nur froh sein, dass so vergleichsweise harmlose Verfahren wie Ultraschall und Röntgen erfunden wurden... Überraschend war für mich auch, wie lange es dauerte, bis WissenschaftlerInnen halbwegs wussten, was sich bei dieser alltäglichen und für den Fortbestand der Menschheit nicht unwesentlichen Aktivität eigentlich im menschlichen Körper abspielt. Ganz genau weiß man es anscheinend eh immer noch nicht ;-) Das liegt laut Roach auch daran, dass Forschungsmittel nur schwierig aufgestellt werden konnten, unter anderem, weil viele immer das Gefühl haben, "that people study sex because they are perverts". Faszinierend ist auch die Vielzahl der Patente für Gerätschaften, die bei verschiedensten (vermeintlichen) Problemen helfen sollen - z.B. die wenig eindeutig formulierte "Appliance for assisting anatomical organs", der "Therapeutic Apparatus for relieving sexual frustrations in women without sex partners" oder der "Decorative Penile Wrap", mit dem das beste Stück als Geist verkleidet werden kann.

Quelle: Das interessante Blatt, 18. Februar 1926, via ANNO. Der Hinweis auf eine andere Annonce auf dieser Seite kommt von Seinerzeitung.


Roach schildert auch, wie sie zu ihren Informationen kommt, und dabei ist auch eine witzige Gegebenheit in einer Bibliothek: "Last summer, I was in a medical school library xeroxing a journal article called 'Vacuum Cleaner Use in Autoerotic Death' when the paper jammed. I could not bring myself to ask the copy room attendant to help me, but quietly moved over to the adjacent machine and began again" ;-)

Friday, February 14, 2014

Winterliche Buchnutzung

"This winter 64% of librarians have used a library book to remove snow from their car"

Fake Library Stats (@FakeLibStats) February 5, 2014

Leslie Jones: "Snow covered cars, Boston", 18. Februar 1952. Boston Public Library, Leslie Jones Collection, Flickr, CC-BY-NC-ND
Also, für dieses Auto tät man definitiv ein Hardcover brauchen... Und mit welchem Buch bekommt man die Vignette runter?

Thursday, February 13, 2014

Über junge LeserInnen ;-)

Kolumne "Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren" wird fortgesetzt :-)

Seit 2012 habe ich eine Kolumne in der Zeitschrift "Büchereiperspektiven", die vom Büchereiverband Österreich herausgegeben wird. "Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren" beschäftigt sich mit der Darstellung von Bibliotheken, Bibliothekarinnen und Bibliothekaren in Belletristik und Film/Fernsehen. Mich freut sehr, dass die Kolumne im heurigen Jahr fortgesetzt wird. Bisher hat sich jede Kolumne mit einem bestimmten literarischen oder filmischen Genre befasst, aber für heuer wollen wir das neu ausrichten. Ideen oder Wünsche?

Ausgabe 4/2013 der Büchereiperspektiven. Die Zeitschrift hat im Jahr 2012 ein ganz neues Layout bekommen, Gelungener Relaunch, finde ich.

Hier die bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:

  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).

P.S. Ich möchte noch lobend erwähnen, dass der BVÖ doch tatsächlich seine Autorinnen und Autoren bezahlt. Das ist für mich - abgesehen von einem Artikel in "Buch & Bibliothek" - ungewohnt. Bei Menschen, die einen fixen Job haben und die Texte in ihrer Dienstzeit schreiben, finde ich das ja auch in Ordnung, aber als Mitglied einer Zeitschriftenredaktion würde ich manchen prekär beschäftigten KollegInnen schon gerne etwas bezahlen können...

Tuesday, February 11, 2014

Buchpräsentation: Die Verben des Altalbanischen

Das Buch "Die Verben des Altalbanischen" wird am 6. März 2014 um 19 Uhr in der Fachbereichsbibliothek Bildungswissenschaft, Sprachwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft präsentiert. Die Autoren Stefan Schumacher und Joachim Matzinger legen mit dem Band ein Grundlagenwerk vor, das eine seit Jahrzehnten bestehende Forschungslücke füllt.
Das Albanische ist sowohl für die Historische als auch für die Allgemeine Sprachwissenschaft ein sehr interessantes Studienobjekt. Umso bedauerlicher ist es, dass diese Sprache meist wenig beachtet wird und dass ihre ältesten Quellen, umfangreiche Werke aus der Zeit vom 16.–18. Jh., von der Forschung meist ignoriert werden. Das Buch soll dazu beitragen, diesen Missstand zu beheben. Die beiden Autoren haben in einem mehrjährigen FWF-Projekt sämtliche Verbalformen aus den Quellen des Altalbanischen exzerpiert, analysiert und in Wörterbuchform geordnet. Neben dem Wörterbuch enthält das Werk noch umfangreiche Kapitel zum Verbalsystem des Altalbanischen und zu dessen Vorgeschichte und zur Etymologie ausgewählter Verben.
Nicht zuletzt wird mit diesem Buch auch eine alte Wiener Forschungstradition wieder aufgenommen: An der Universität Wien wirkte ab 1912 als Bibliothekar und Albanologe der Gelehrte Norbert Jokl, der 1938 als Jude seines Dienstes enthoben wurde und 1942 bei der Deportation in das Vernichtungslager Maly Trostinec unter ungeklärten Umständen ums Leben kam.

Quelle: Einladung.

Schumacher, Stefan / Matzinger, Joachim: Die Verben des Altalbanischen. Belegwörterbuch, Vorgeschichte und Etymologie. Harrassowitz 2014 (Albanische Forschungen 33), ISBN 978-3-447-06448-4. - Photo: Verlag

Monday, February 10, 2014

Wertvolle Archivbestände in Bosnien zerstört bzw. beschädigt

Aus der Mailingliste des International Council on Archives:

"During the demonstrations that took place in Sarajevo on February 6th 2014, the building of the Presidency of Bosnia and Herzegovina was damaged. Great damage was especially suffered by the Archive of Bosnia and Herzegovina which is located there since its inception in 1947. Windows were broken and destroyed as well as the inventory that is used for daily operations. The real tragedy was caused when the fire spread to room of the Depot 1 which holds the oldest and most important archival material - from the Ottoman period to the end of World War II.
Funds that were spared by the flames were doused with water, so the true extent of this tragedy will be known in the following days.
Part of the archival material that is located in the basement of the Presidency of BiH was also destroyed during the attempts of firefighters of Sarajevo to extinguish the flames, other Depots of Archive of B&H are held in the basement. While putting the fire out a large amount of water penetrated into the basement.
After a precise estimation of the damage, activities will follow to renew materials as much as possible , conserve and physical protect. We in Bosnia and Herzegovina, from all the archives, are organizing to help.
We hope that the International Council on Archives express understanding and solidarity with the archivists of Bosnia and Herzegovina who care about cultural and historical treasures of B&H that is an important part of the overall World Heritage Site".

Mehr dazu: