Monday, November 10, 2008

"Die Lehrerin ist billiger"

"Und was ist der Grund der schnellen Zunahme der weiblichen Lehrkräfte? Es ist vornehmlich das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die Lehrerin ist billiger, und die Manneskraft auf anderen Gebieten menschlicher Thätigkeit werthvoller. (...) Welches von beiden Geschlechtern den Vorzug der grössern Leistungsfähigkeit in der Schule für sich beanspruchen kann, darüber sind die einsichtsvollen Köpfe schon längst im Klaren. Man sage, was man wolle: es ist unmöglich, dass das schwächere Weib den Wirkungskreis des Mannes ganz und voll ausfülle, und so bleibt seine Thätigkeit auf dem Gebiete der öffentlichen Erziehung immer nur ein minderwerthiges Surrogat der männlichen Arbeitskraft".

Ludwig Richard Klemm: "Das Schulwesen in den Vereinigten Staaten". In: Armin Tenner (Hrsg.): Amerika. Der heutige Standpunkt der Kultur in den Vereinigten Staaten. Monographieen aus der Feder hervorragender deutsch-amerikanischer Schriftsteller. Berlin: Stuhr / New York: Westermann 1886, S. 53. Ersetze "Lehrerin" durch "Bibliothekarin" - die Diskurse ähneln einander...

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