Monday, May 23, 2016

Ein spannender Nachmittag in Tweets

das war heute ein spannender Tag bei uns im Büro und sonst überall - deswegen gibt's heute hierblogs mal meine Lieblings-Tweets des heutigen Nachmittags ;-) (P.S. ist nicht chronologisch, wird bei weiteren Funden erweitert)

Thursday, May 19, 2016

"Wissenschaftliches Terzett" zu E-Books

Das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte lädt zur Teilnahme an der unter dem Motto Streitkultur-Wissenschaftliches Terzett stattfindenden Diskussionsrunde mit dem Thema: E-BOOKS: Bibliotheken ohne Bücher.

Begrüßung: Mag. Brigitte Neichl

DiskussionsteilnehmerInnen:

Moderation: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Christoph Augustynowicz (Institut für Osteuropäische Geschichte, Universität Wien)

Zeit: Montag, 6. Juni 2016, 18 bis 20 Uhr
Ort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1, Dachsaal, 1010 Wien

Treffen der MedizinbibliothekarInnen in Wien

Am 13. Juni 2016 findet ein Treffen des Arbeitskreises österreichischer Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare (AGMB.AT) an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien statt. Das vorläufige Programm für das geplante Treffen umfasst folgende Tagesordnungspunkte:
  • Kurzberichte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuelle Situation an ihren Bibliotheken
  • Berichte von besuchten Veranstaltungen
  • Praxisberichte über den Einsatz von E-Books
  • Klinische Informationstools UpToDate und Dynamed
  • Open Access Entwicklung in Österreich 2016
  • Mobile Bibliotheksanwendungen
  • Qualitätsmanagement an Bibliotheken
  • AGMB-Jahrestagung 2017 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Ort: Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien (AKH)
Währinger Gürtel 18–20, 1097 Wien
Termin: 13. Juni 2016, 10.00-15.00 Uhr

Das Treffen steht für alle interessierten Medizinbibliothekarinnen und -bibliothekare offen. Zur besseren Planung der Veranstaltung wird die Anmeldung bei: bibliothek@meduniwien.ac.at erbeten.

Saturday, May 14, 2016

Exkommunikation für Bücherdiebe

Friday, May 06, 2016

Buch und Bar

bei mir wären ja Bücher in der Hausbar...

Workshop "Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen"

Workshop: Bereitstellung, Präsentation, Nutzung. Digitale Kartografie in historisch-geografischen Informationssystemen. 21. Juni 2016, Generallandesarchiv Karlsruhe.

Waren Kartenwerke in der Vergangenheit auf Papier oder Leinwand zu finden, so wundert es nicht, dass sie angesichts des 'digital turn' zunehmend in online verfügbaren Geoinformationssystemen (GIS) bereitgestellt werden. Damit verbessern sich die Zugriffsmöglichkeiten auf Kartenmaterialien eklatant, die so breiter rezipiert werden können. Zudem eröffnen die verfügbaren GIS-Funktionalitäten ein weites Spektrum gänzlich neuer Nutzungsmöglichkeiten. Der Historische Atlas von Baden-Württemberg, herausgegeben von der Kommission für geschichtliche Landeskunde, ist die zentrale geografische Grundlage für Forschungen zum deutschen Südwesten. Im vergangenen Jahr wurde auch er digitalisiert und über LEO-BW, dem vom Landesarchiv Baden-Württemberg federführend entwickelten Landeskundeportal für Baden-Württemberg, als GIS-Anwendung zur Verfügung gestellt. Dies zum Anlass nehmend möchte der Workshop mit praxisnahen Beiträgen aus ganz Deutschland und den benachbarten Regionen die Frage stellen und diskutieren, wie digitale Karten und Atlanten Wissenschaft, Forschung und Lehre unterstützen und im Rahmen der Digital Humanities ganz neue Zugänge schaffen können.

Programm

Organisation

Veranstalter: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Landesarchiv Baden-Württemberg. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins des Generallandesarchivs Karlsruhe.

Veranstaltungsort: Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe

Anmeldung bitte bis 15.6. unter poststelle@kgl-bw.de.

Wednesday, May 04, 2016

Bibliotheken ohne Bücher, Kolumne 4/2015

2015 war meine Kolumne in den Büchereiperspektiven dem Thema "Bibliotheken ohne Bücher" gewidmet. Hier die vierte und letzte Ausgabe.

Sie denken bei "Bibliothek" als erstes an eine nach bestimmten Kriterien aufgebaute und geordnete Sammlung von Büchern und anderen Medien? Ich (trotz dieser Kolumne) jedenfalls schon. Der Begriff kann dennoch auch ganz anders verwendet werden. Was haben die folgenden Beispiele gemeinsam? Da ist einmal die Molekularbiologie mit der "Genbibliothek" oder "DNA-Bibliothek“: Das gesamte Genom (Erbgut) eines Organismus wird in Teilstücke aufgeteilt, in Träger-Organismen gespeichert und vervielfältigt, um so besser untersucht werden zu können. Vielleicht wie ein Wörterbuch, das man zerschneidet und so aufklebt, dass jedes Wort auf einem eigenen Stück Papier geschrieben steht?

Von "Programmbibliotheken" spricht die Informatik bei einer Sammlung von Unterprogrammen und Routinen, die Lösungen für wiederkehrende Problemstellungen beinhalten. Man muss also gängige Programmteile nicht jedes Mal neu erfinden. Das erinnert mich an die Vorlagensammlungen für Geschäftskorrespondenz oder einige Bewerbungsratgeber.

Selbst die Sammlung von abgespeicherten Webadressen in meinem Browser nennt sich "Bibliothek" – aber das sind ja schließlich auch "Bookmarks" (Lesezeichen).

Double Basses@Silent Stage.
Photo: Vienna Symphonic Library
Man kann aber auch Töne und Klänge "bibliothekisieren". Im Jahr 2000 gründete Herbert Tucmandl die Vienna Symphonic Library: Professionelle MusikerInnen nehmen in einem Tonstudio alle möglichen Tonfolgen in verschiedensten Besetzungen auf, die als Basis für neue Musik dienen können. Statt zum Beispiel für einen Werbejingle ein eigenes Symphonieorchester zu engagieren, kauft man also hier die fertigen Klangteile und setzt sie neu zusammen. "In gut einer Million kosiger Dateikojen [mittlerweile zwei Millionen, Anm.] dösen ebenso viele makellose, perfekt adjustierte Töne und Klänge aller Art in elektronischem Halbschlaf und warten darauf, von qualifizierten computerisierten Helfern zu klingendem Leben erweckt und dann von fachkundiger Hand und Sample für Sample zu etwas Größerem und vielleicht sogar etwas Großem vereint zu werden: zu einer Violinsonate etwa, einem Klaviertrio oder sogar einer kompletten Symphonie", so blumig beschrieb Stefan Ender diese Musikbibliothek in seinem "Standard"-Artikel aus dem Jahr 2004 (derstandard.at/1530476/). Als Bibliothekarin komme ich mir ja auch manchmal wie eine "qualifizierte computerisierte Helferin" vor.

Ist also eine Bibliothek einfach eine Ansammlung von Informationshäppchen jeglicher Art – ob Buchstabe, Gen, Melodie, Byte oder Code? Ist sie nicht immer mehr als die Summe ihrer Teile?


Die Ameisen ziehen um

Am Donnerstag und Freitag habe ich das zweite Modul der Ausbildung zur Ameisenhegerin in der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl besucht und verfüge damit über den "Befähigungsnachweis zur Rettungsumsiedelung von Waldameisen" - sobald der Ausweis von der Naturschutzabteilung der Steiermärkischen Landesregierung eingetroffen ist :-) Diesmal ging es mehr in die Praxis: Wir haben zwei Ameisennester (landläufig: Ameisenhaufen) übersiedelt, die zwar nur wenige Meter von einander entfernt waren, sich aber deutlich unterschieden haben. Beim einen waren die Ameisen praktisch in Kältestarre, beim anderen krabbelten sie lebhaft herum. Beim einen ging es sehr weit in den Boden und unter Fichtenwurzeln hinein, der andere befand sich hauptsächlich über der Erde. Einen kleinen Eindruck davon, wie so eine Übersiedlung von statten geht, gibt meine Flickr-Photogalerie mit Erklärung bei den einzelnen Bildern!


Blog-Eintrag zum ersten Modul: "Crazy Ant Lady".

Monday, April 18, 2016

68 Jahre nicht ausgeliehen

Ich lese gerade das spannende Buch "Shipwrecked on the top of the world. Four against the arctic" von David Roberts, das ich vor ein paar Jahren gekauft habe. Was mir sehr daran gefällt, ist, dass Roberts ausführlich schildert, wie er auf die Geschichte gekommen ist und in welchen Bibliotheken und Archiven er recherchiert hat. Eine Passage hat mich besonders angesprochen:

In Harvard's Widener Library, I found a copy of the 1928 French edition of Albanov's book (originally published in Russian in 1917). The old due date slip glued inside the back cover was blank: in the sixty-eight years the book had gathered dust in the stacks, it had never been checked out.

Das nenne ich vorausschauenden Bestandsaufbau! Man weiß doch wirklich nie, wann ein Buch gebraucht wird. Und ja, vielleicht liegt es nur daran, dass die dortigen Kolleg_innen schon seit Jahrzehnten elektronisch ausleihen, und das Buch war in Wirklichkeit immer der volle Renner, aber lasst mir bitte meine Illusion ;-)

Thursday, April 14, 2016

Wenn's zum Ende hin geht...

Friday, April 08, 2016

Begeisterung

Wednesday, April 06, 2016

Büchereiperspektiven: Neues Heft, neue Kolumne

Heft 1/2016 der Büchereiperspektiven ist gerade veröffentlicht worden (PDF). Themenschwerpunkt ist "A und O. Bibliotheken und Alphabetisierung": Was sind die Gründe dafür, dass Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben können? Wie sieht Basisbildung in der Bibliothek aus? Und was bedeutet Leichte Sprache? - Besonders interessant finde ich diesmal das Interview, das Simone Kremsberger mit der Bildungsforscherin Monika Kastner zu den Ursachen von schlechter Lesekompetenz bei Erwachsenen und möglichen Angeboten von öffentlichen Bibliotheken geführt hat (S. 4-7). Kastner hat sich im Fach Erziehungswissenschaft zum Thema Basisbildung habilitiert.

Die Bibliothek vor ... Jahren

Ich habe übrigens weiterhin eine Kolumne in den Büchereiperspektiven - ab diesem Heft heißt sie "Die Bibliothek vor ... Jahren". In der aktuellen Ausgabe ist sie auf Seite 63 zu finden :-) Ich freue mich über Rückmeldungen.

Monday, April 04, 2016

Crazy Ant Lady

Bilder vom Ameisenheger-Kurs: Ameisennester, Wald, Bäume
Am Freitag habe ich das erste Modul der Ausbildung zur Waldameisenhegerin an der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl besucht :-) Ende April schließe ich den Lehrgang mit dem zweiten Modul ab und verfüge damit über den "Befähigungsnachweis zur Rettungsumsiedelung von Waldameisen".

Worum geht es in dieser Ausbildung? "Waldameisenvölker sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald und bilden ein sehr komplexes Gefüge. In der Steiermark stehen alle hügelbauenden Waldameisen unter Schutz, eine Zerstörung oder Beschädigung von Ameisenvölkern, z.B. im Zuge von Straßenbauten, ist verboten. Umsiedelungen werden daher immer wieder nötig. Die Ausbildung zum Ameisenheger befähigt zur legalen Durchführung dieser Umsiedelungsmaßnahmen".

Die Entstehung des Kurses ist irgendwie typisch österreichisch: Der Initiator des Kurses stellte einmal den Antrag bei der steiermärkischen Landesregierung, im Zuge des Baus einer Forststraße einen Ameisenhaufen verlegen zu dürfen. Der Bescheid war aber negativ, weil er die nötigen Kenntnisse dafür nicht nachweisen konnte. Wie er diese Kenntnisse erfolgreich nachweisen sollte, stand aber nicht dabei - es gab ja keinerlei Ausbildung... Naja, und nun gibt es eine mit mittlerweile 71 AbsolventInnen!

Kursinhalte

  • Biologie, Ökologie und Bestimmung von Waldameisen
  • Kartierung und Schutz
  • rechtliche Grundlagen
  • praktische Anleitung in Form einer Rettungsumsiedelung in der Praxis
Mehr dazu auf http://www.fastpichl.at/waldameisenheger.html!

Bericht über Modul 2: "Die Ameisen ziehen um".

Sunday, March 20, 2016

Meditative Musik aus dem Iran


دو نوازی تنبک و هانگ
دو نوازی تنبک و هانگ تنبک:نغمه فرهمند هانگ:داویدکُکرمنDavid Kuckhermann - Hang Naghmeh Farahmand - Tonbakکوبه ای نوازان ایران:www.facebook.com/Iranian.percussionists
Posted by ‎شورای ملی ایران‎ on Tuesday, 7 April 2015

Tuesday, March 15, 2016

Warum Pizza gesund ist

Monday, February 29, 2016

IFLA Green Library Award: Bewerbung bis 1. April

ENSULIB, die Environmental Sustainability and Libraries Special Interest Group der IFLA, hat für 2016 den IFLA Green Library Award ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 1. April 2016. Alle Arten von Green-Library-Initiativen können als Paper, Essay, Video, Poster, Clip etc. für die Bewerbung eingereicht werden.
Aus den Richtlinien: "Any outstanding Green Library project, initiative or idea may apply for the IFLA Green Library Award. Please note that:
  • The project, initiative or idea may be presented in any suitable way, for example, through an essay, a video, a poster, an article or a set of slides
  • The presentation of the project, initiative or idea should be submitted to the ENSULIB award reviewing committee
  • The quality and relevance of the project, initiative or idea will be evaluated by the ENSULIB committee in terms of the applicability to the goals and the scope of ENSULIB, the relevant discussion of current issues in the topic field, the quality of the overall presentation, and the relevance to IFLA's goals and values".

- Hinweis von Petra Hauke in Inetbib.

Monday, February 15, 2016

Workshop Bibliotheken in der Bibliothek: Sammlungen erschließen – rekonstruieren – visualisieren

Am 11. und 12. April findet an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar der Workshop "Bibliotheken in der Bibliothek: Sammlungen erschließen – rekonstruieren – visualisieren" statt.

Zur Tagung

//Nicht wenige Bücher und Archivalien, die ursprünglich eigenständige Sammlungen bildeten, wurden im Lauf der Zeit zerstreut und/oder in den universalen Bestand von Bibliotheken, Archiven und Museen integriert. Auch konstituieren nicht nur physisch vorhandene Titel zusammenhängende Bestände, sondern ebenso Inventare und Kataloge, die einstige Korpora abbilden. Welche Aufgaben umfasst die Erschließung von (ehemals autonomen) Sondersammlungen und ab wann lässt sich bei dem Zugriff auf das historische Material von Rekonstruktion sprechen? Welche Möglichkeiten bieten sich an, erschlossene Bestände aufzubereiten und der Forschung wie der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Wie kann man die Innovationen der digitalen Geisteswissenschaften nutzen, um die gewonnenen Forschungsergebnisse auf ansprechende und erhellende Weise sichtbar zu machen? Erweitern die Digital Humanities dabei auch das Erkenntnisvermögen? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich durch die Anwendung der Digital Humanities?

Diese Grundsatzfragen ergeben sich aus der Beschäftigung mit drei eigenständigen Bestandszusammenhängen, die auch den Hintergrund des Workshops bilden: erstens Auktionskataloge aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die sich in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel befinden und Auskunft über den Buchbesitz von Gelehrten und Privatpersonen geben; zweitens die Privatbibliothek Johann Wolfgang v. Goethes in Weimar, in der ein großer Teil der vom Autor benutzten Exemplare noch vorhanden ist; drittens die zerstreute, aber durch Verzeichnisse und Provenienzspuren in zahlreichen Büchern rekonstruierbare Bibliothek des 1933 emigrierten jüdischen Schriftstellers, Gelehrten und Sammlers Karl Wolfskehl in Marbach.

Das Spektrum der Erschließung von Sammlungen, über das wir diskutieren wollen, betrifft also nicht nur in den Beständen des Forschungsverbundes MWW vorhandene, sondern auch virtuelle Titel, die physisch in anderen Institutionen überliefert oder noch über Kataloge nachweisbar sind. Wie lassen sich aus zum Teil sehr großen, schwer überschaubaren Bestandsmengen repräsentative Teilkorpora bilden? Wenn sich die Rekonstruktion frühneuzeitlicher Privatbibliotheken auf der Grundlage von Auktionskatalogen in der Regel auf den Titelnachweis beschränkt (Brigitte Klosterberg), sollte dann der Rekonstruktionsprozess noch vorhandener, konkreter Bibliotheken die ursprüngliche Topographie derselben wiederentdecken und wiederherstellen? Wie 'schlank' kann eine Datenbank gestaltet sein, um erschlossene Sammlungen auf Grundlage von Metadaten zu rekonstruieren und zu präsentieren? Welche Funktionen sollte sie aufweisen? Welche Such- und Darstellungsoptionen ergeben sich aus der Indizierung von Quellen, die einer OCR-/Volltexterkennung unterzogen wurden, und wie sind sie technisch umzusetzen? Welchen Mehrwert bieten quantifizierende Visualisierungswerkzeuge wie Wolken und Listen? Bis zu welchem Ausmaß ist es sinnvoll, Normdaten einzubinden, und wie steht es um die technische Machbarkeit, auf externe Ressourcen und Referenzen zu verlinken? Die Fragen sind heuristischer Art, sie markieren das Feld, auf dem sich die Diskussion bewegen soll.

Wir freuen uns über externe Teilnehmer. Um eine kurze Anmeldung unter den beiden Adressen stefan.hoeppner@klassik-stiftung.de und muenkner@hab.de wird gebeten.// Quelle: h-germanistik.

Programm Montag, 11. April 2016

  • 14:00 Uhr Grußwort: Dr. Michael Knoche, Leiter der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
  • 14:15 Uhr Zur Einführung: Dr. Jörn Münkner (Wolfenbüttel) und PD Dr. Stefan Höppner (Weimar)
I. Kurzvorstellung der Teilprojekte "Autorenbibliotheken": Aspekte der Provenienzerschließung
  • 14:30 Uhr Dr. Jörn Münkner und Katrin Schmidt (Wolfenbüttel): Frühneuzeitliche Gelehrtenbibliotheken
  • 15:00 Uhr PD Dr. Stefan Höppner und Ulrike Trenkmann (Weimar): Goethes Bibliotheken in Weimar
  • 15:30 Uhr Kaffeepause
  • 16:00 Uhr Caroline Jessen und Dr. Dietrich Hakelberg (Marbach): Bibliotheken jüdischer Schriftsteller im 20. Jahrhundert: Zur Erschließung von Beständen im Deutschen Literaturarchiv Marbach
  • 16:30 Uhr: Dr. Jürgen Weber (Weimar): Evidenz aus dem Kontext oder: Wie erkenne ich ein Provenienzmerkmal?
  • 18:00 Uhr Abendvortrag imGoethe-und-Schiller-Archiv: Prof. Dr. Marian Dörk (Potsdam): Visualisierung kultureller Daten: Experimentelle Zugänge zu digitalisierten Beständen

Programm Dienstag, 12. April 2016

II. Digital Humanities und Visualisierung

  • 09:30 Uhr Lydia Koglin (Weimar) und Timo Steyer (Wolfenbüttel): Mehr als Torten und Balken: Visualisierungsmethoden für geisteswissenschaftliche Forschungsdaten in den Digital Humanities
  • 10:15 Uhr Dr. Hartmut Beyer (Wolfenbüttel): Zwischen Bibliothekskatalog und digitaler Edition: Herausforderungen bei der Entwicklung eines Visualisierungstools für historische Sammlungen
  • 11:00 Uhr Kaffeepause
III. Erschließung im Online-Katalog

  • 11:30 Uhr Karin Schmidgall (Marbach): Kontext und Schnittmenge: Kann ein Onlinekatalog mehr sein als das Übliche?
  • 12:15 Uhr Laura Marie Pohlmann (Marbach): Aus einer Quelle schöpfen. Vom Nutzen der elektronischen Bestandsdaten für ein Online-Bibliographie-Projekt ↔ und umgekehrt
  • 13:00 Uhr Mittagspause
IV. Die Erschließung aufgelöster Bibliotheken – Zwei Fallbeispiele

  • 14:30 Uhr Prof. Dr. Brigitte Klosterberg (Halle): Die Privatbibliothek von August Hermann und Gotthilf August Francke: Erschließung auf der Grundlage des Auktionskatalogs von 1770
  • 15:15 Uhr Clara Innocenti und Robin Proks (Freiburg): Wielands virtuelle Bibliothek: Eine Rekonstruktion
  • 16:00 Uhr Abschlussdiskussion: Perspektiven für die drei Forschungsprojekte

Sunday, February 14, 2016

Lesetagebuch: Krimis mit verarmten Adeligen, burgenländischer Natur und magischen Katzen

In den letzten zwei Wochen hab ich vier Bücher verschlungen, alles Krimis, aber doch recht unterschiedlich.

Das Buch mit Burgenland-Bezug habe ich bei der Weihnachtsfeier der GBW Burgenland gekauft - Beate Wendelin las daraus vor, und es hat mich gleich angesprochen. Ich bin ja mit der Gegend des Neusiedler Sees nicht so vertraut, aber mir wurde versichert, dass sie den Menschenschlag sehr gut getroffen hat ;-) Mir gefällt einfach die Geschichte, die Seitenhiebe auf den (Nicht-)Naturschutz und die drei verschiedenen Enden.
Die Reihe "Royal Spyness Mysteries" von Rhys Bowen habe ich Anglophile schon vor einigen Jahren entdeckt und finde sie reizend. Die Hauptfigur, Georgiana Rannoch, ist eine Adelige, die gerade so nahe mit seiner Majestät verwandt ist, um nichts Nützliches gelernt zu haben, aber weit genug entfernt, um ihr Leben selbst finanzieren zu müssen. Nun habe ich mir mein sechstes Buch aus der Reihe gegönnt :-)
Eine Bibliothekarin steht im Mittelpunkt der "Magical Cats Mysteries" von Sofie Kelly. Kathleen Paulson verlässt nach privaten Turbulenzen Boston und nimmt die Leitung einer Bibliothek in einer kleinen Stadt in Minnesota an. Dort laufen ihr zwei Katzen zu, die über mehr magische Fähigkeiten als die meisten Katzen verfügen. Sie wird in diverse Morde verwickelt und - tatarata, Überraschung - kommt dadurch dem örtlichen Polizisten menschlich näher (über diese Kombination sollte ich wirklich mal einen Artikel schreiben). Nachdem ich aus einem nicht mehr nachvollziehbaren Grund den zweiten Band zuerst gelesen habe, hab ich nun brav von vorne angefangen.
Und Band 3 der "Magical Cats Mysteries" folgte sogleich.

Saturday, February 13, 2016

Ernährungstipps für den Winter

Sunday, February 07, 2016

Salzburg: "Kurrentgruppen" in Seniorenheimen

Im Lokalteil der Salzburger Nachrichten vom 29. Jänner und 5. Februar hab ich von einer reizenden Initiative gelesen: In den städtischen Seniorenheimen wurden "Kurrentgruppen" initiiert, bei denen die Bewohner_innen den Bürger_innen beim Entziffern der Kurrentschrift helfen: Seit einer Woche gibt es das Angebot, und "bereits 60 Salzburger haben sich im Magistrat gemeldet, um einen Termin bei den Senioren zu vereinbaren" (5. Februar, S. 12, noch nicht online). Die Idee stammt aus Hamburg und wurde von der Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer aufgegriffen.

"Interesse an privaten Texten zeigte auch das Stadtarchiv. Sie seien eine wichtige historische Quelle. Von den Senioren transkribierte Schriftstücke können mit Einverständnis der Besitzer in den Bestand 'Privatarchivalien' aufgenommen werden (29. Jänner, o.P., PDF).

Friday, February 05, 2016

Über Tippfehler

Wednesday, February 03, 2016

Wie sich die Zeiten ändern

Monday, January 18, 2016

oh yes, I know that, I was/am a student myself ;-)

Sunday, January 10, 2016

Bibliotheken ohne Bücher, Kolumne 3/2015

Dass Bibliotheken schon seit einiger Zeit neben dem gedruckten Buch auch elektronische Bücher, Online-Zeitschriften und digitale Spiele anbieten, ist nichts Außergewöhnliches mehr. Aber eine Bibliothek ganz ohne gedruckte Bücher? Ist das denn noch eine Bibliothek? "Bibliotheken ohne Bücher, das klingt wie Pommes ohne Ketchup/Majonäse", schrieb Wolfgang Kaiser 2014 in der Bibliothekszeitschrift "Libreas". Oder wie Würstel ohne Senf, Cevapcici ohne Ajvar, Fischstäbchen ohne Sauce Tartare – Sie verstehen.

The flagship library on Pleasanton Road
in San Antonio. Foto (c): Public Library San Antonio
Papierlose Bibliotheken haben heute jedenfalls nichts Utopisches mehr. Im September 2013 wurde nämlich die erste rein digitale Öffentliche Bibliothek der USA eröffnet (siehe Büchereiperspektiven 4/2013). Die Zweigstelle BiblioTech wurde bewusst in einem wirtschaftlich benachteiligten Stadtteil der texanischen Hauptstadt San Antonio angesiedelt, in dem 40 Prozent der Haushalte nicht über einen Computer verfügen. Seit Juli 2015 gibt es eine zweite BiblioTech-Zweigstelle in einem Stadtteil mit tendenziell niedrigem Bildungsniveau. Das Angebot umfasst derzeit rund 30.000 E-Books, 100.000 Hörbücher, 70 laufende Zeitschriften, eine Datenbank mit 350 Millionen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, 7.000 Comics, Sprachlernmaterialien und mehr. Büchereien dieser Art kommen mit viel weniger Platz aus, das Gebäude muss keine besonderen statischen Anforderungen erfüllen. Die 450 Quadratmeter der BiblioTech-Zweigstelle werden nicht für Regalfläche, sondern für Kurse, Vorlesestunden, Nachhilfe, Projekträume und Leseplätze genutzt. Die MitarbeiterInnen können sich auf die 1:1-Betreuung der BenutzerInnen konzentrieren, physische Ausleihe und Rückstellarbeiten fallen weg.

Auch in der 2014 gegründeten Polytechnischen Universität in Florida, die nur naturwissenschaftliche und technische Studien anbietet, ist die Bibliothek rein digital. Die Studierenden haben Zugang zu 135.000 E-Books. Papierbücher könnten zwar aus anderen Bibliotheken ferngeliehen werden, davon wird aber abgeraten – ebenso wie von der großzügigen Verwendung der Drucker. Für künftige Hightech-ArbeiterInnen ist eben nur Digitales Wahres. Als Anlaufstelle, als Treffpunkt, als Gemeinschaftszentrum, als "dritter Ort" sind wohl auch die papierlosen Zweigstellen unschlagbar. Die Bibliothekswissenschafterin Kathleen McCook ist aber skeptisch: "Das bringt die Leute einfach um die Erfahrung, beim Wandern durch die Regale unerwartete Entdeckungen zu machen – ein ungemein großer Schritt ins Erwachsenwerden." [im Original: "It's just not going to give people the serendipitous experience of walking though shelves of books – a tremendous rite of passage" – Quelle].

Sunday, January 03, 2016

My year in first lines, 2015

Auf die nette Idee "The first line of the first post for each month of the last year" bin ich ursprünglich bei Kathryn Greenhill von Librarians matter gestoßen, und die hat sie von Ruminations (Seite nicht mehr online). Vgl. die Jahre 2003, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011.

Im vergangenen Jahr habe ich mit 84 Posts einen neuen quantitativen Tiefpunkt erreicht. 2014 waren es noch 85!! ;-) Wenn ich dran denke, dass es 2005 satte 693 Beiträge waren! Aber während meiner Zeit auf der FH konnte auch vieles als Teil meines Jobs entstehen. Die Kategorie der Blogposts, in denen man beklagt, zu wenig zu bloggen, wäre einmal eine eigene Untersuchung wert - und dass ich mir "weniger Facebook, mehr Blog" vornehme, hab ich auch schon öfters geschrieben. Im nächsten Jahr aber gaaanz wirklich ;-)


Jänner: "In meiner Projektarbeit für den Lehrgang Forst & Kultur beschäftige ich mich mit der Geschichte der Holzwirtschaft in der Buckligen Welt" - im Heimatbuch der Marktgemeinde Lanzenkirchen hab ich in den Satzungen des Frohsdorfer Taidings (1527) folgende Passage gefunden: "Wann ainem lust aines weinpers zu essen, der soll dem hueter dreimal ruefen. kumbt er nit, so soll er drei weinper nemen, in jede hand ains und in das maul das dritt weinper und nit mer, nimbt er aber mer, so soll man ine anfallen als als ain schedlichen man".
Februar: "If my life were a book, I would have masking tape holding my hinges together" - ein Zitat aus: "If Books Could Kill" von Kate Carlisle, einem Band der Krimireihe um die Buchrestauratorin und ausgebildete Bibliothekarin Brooklyn Wainwright.
März: "Ich liebe solche Zufälle: Beim Müllraustragen in unserem neuen Büro sind mir Bücher im Altpapiercontainer aufgefallen" - das hat mir den Roman "Beim nächsten Mann wird alles anders" von Eva Heller beschert, mit einer Figur, die Bibliothekarin ist - "ansonsten sitze sie zu Hause und warte darauf, daß der Mann ihrer Träume ab ein Fenster ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung im dritten Stock klopft".
April: "Bei McFarland ist gerade das Buch 'Progressive Library Organizations. A Worldwide History' von Alfred Kagan erschienen".
Mai: "My cat is sad because he had thought he was being really original by standing on a manuscript, but he wasn't" - Tweet und Bild von Why my cat is sad.
Juni: "Mist, hab den Skulpturenwettbewerb der Kunstakademie gewonnen" - Beginn eines Tweets von Ray in der Tube.
Juli: "Philipp Maass hat in Inetbib sein sehr interessantes Projekt vorgestellt" - und zwar eine WikiProjekt-Seite zum Thema "Bibliothekarinnen, Bibliothekare und Bibliotheken im Nationalsozialismus".
August: "Join our cataloging detective as she attempts to solve the mystery of the seductive double bound book" - Link zum YouTube-Video "Bound with trouble".
September: "Wir laden ein zum Tag der offenen Tür im Kreisky-Archiv am 18. September 2015, 9–18 Uhr".
Oktober: "Seit Beginn 2015 habe ich ja eine neue Kolumne in den Büchereiperspektiven, die 'Bibliotheken ohne Bücher' heißt" - ich habe begonnen, meine Kolumnen auch im Blog zu veröffentlichen.
November: "Im Rahmen des DFG-Koordinierungsprojekts zur Weiterentwicklung von Verfahren der Optical Character Recognition (OCR) werden verlässliche Abschriften in elektronischer Form (sogen. Ground Truth) von historischen Drucken aus dem deutschen Sprachraum gesucht".
Dezember: "Chef, ich kann heute nicht zur Arbeit kommen, ich bin liegen geblieben!" - Beginn eines Tweets von Coco-Lores.

Nachwuchsprobleme

Saturday, January 02, 2016

Gender & Sexuality in Information Studies Colloquium 2016 in Vancouver

//zitat// Gender and sexuality organize much of social life. How we understand ourselves and each other often begins--or, when we interact with institutions, even requires--checking off binary boxes: man or woman, gay or straight. Of course, lives and selves are more complicated than this, and these complications are what we wish to explore at the Gender and Sexuality in Information Studies Colloquium in April 2016. We are particularly interested in the ways that gender and sexuality intersect with other social categories. Too often, when we talk about women we only talk about white women, cisgender women, wealthy women, or women with access to other forms of power. //zitatende// Registration now open.

Committee: Emily Drabinski, Baharak Yousefi, Tara Robertson

Monday, December 21, 2015

Weiter VÖB-Kritik an zunehmenden prekären Arbeitsverhältnissen im österreichischen Bibliothekswesen

Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) unterstützt Forderung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst nach kollektivvertraglichen Regelungen

Lena: DSC_9968. Flickr, CC-BY-SA
//zitat// Graz/Wien/Bregenz - Schon auf dem Österreichischen Bibliothekartag im Herbst 2015 in Wien wurden die verstärkt negativen Auswirkungen prekärer und atypischer Arbeitsverhältnisse an österreichischen Bibliotheken kritisiert, gravierende Missstände anhand konkreter Beispiele besprochen und die Notwendigkeit von Maßnahmen seitens der Berufsvereinigung diskutiert. Denn anhaltende prekäre Dienstverhältnisse bieten keinerlei Perspektive auf eine berufliche Weiterentwicklung und ein existenzsicherndes Einkommen und sind daher aus Sicht der VÖB sowohl im Hinblick auf die persönlich Betroffenen als auch aus volkswirtschaftlichen Gründen abzulehnen. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit Arbeitssituation und Berufsbild hat sich die VÖB daher nunmehr auch in die Diskussion um den Abschluss eines von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst vorgelegten Kollektivvertrags eingeschaltet.

Brief an Bundesminister Josef Ostermayer

In einem Brief an den zuständigen Bundesminister Josef Ostermayer erkundigt sich VÖB-Präsident Werner Schlacher nach der Entwicklung der Verhandlungen und tritt namens des VÖB-Präsidiums für einen raschen positiven Abschluss des von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst vorgelegten Kollektivvertrags für die Bediensteten der Österreichischen Nationalbibliothek und der Bundesmuseen ein. Da die Situation auf dem Arbeitsmarkt vermehrt Arbeitsuchende nach Absolvierung ihres Studiums und nach Abschluss einer bibliothekarischen Ausbildung in prekäre oder atypische Dienstverhältnisse zwingt, sollte der rasche Abschluss eines Kollektivvertrags einen wichtigen Beitrag dazu leisten, insbesondere dieser Personengruppe eine größere Sicherheit bei ihrer persönlichen Karriere- und Lebensplanung zu geben. Ein Kollektivvertrag für Nationalbibliothek und Bundesmuseen hätte wiederum eine grundsätzlich positive Aus- und Beispielwirkung gegen prekäre Beschäftigung für das gesamte Bibliothekswesen.

VÖB-Arbeitsgruppe konstituiert sich im Jänner

Im Auftrag der Jahreshauptversammlung der VÖB wird im Jänner 2016 auch eine Arbeitsgruppe zur Beschäftigung mit allen mit Berufsbild und Arbeitsverhältnissen verbundenen Themen und Problemstellungen gebildet. Diese wird die Grundlagen für weitere konkrete Verhandlungen und Aktionen der VÖB erstellen und eine langfristige Auseinandersetzung mit dem Thema gewährleisten. //zitatende//

Quelle: APA OTS.

Thursday, December 17, 2015

Hugo Hayn - Bibliograph der Liebe

Hayn war ein deutscher Bibliograph erotischer und kurioser Literatur, unter anderem - gemeinsam mit dem Sammler Alfred N. Gotendorf - Kompilator und Herausgeber der bedeutenden Bibliographie "Bibliotheca Germanorum erotica". Im Jahr 2008 habe ich mich für die Tagung "Giftschrank oder Freihand? Über 'Schmutz und Schund' in Bibliotheken" mit Hayn beschäftigt. Er war mir bei meiner Lektüre des "Centralblatt für Bibliothekswesen" aufgefallen, in dem seine Werke öfters rezensiert wurden - es wurde ihm zwar "bienenartiger" Sammelfleiß attestiert, gleichzeitig wurde aber seine Arbeit wegen ihrer thematischen Ausrichtung mit recht herablassenden Bemerkungen bedacht.

Mein Beitrag bei der Kribibi-Tagung konnte dann erfreulicherweise gedruckt erscheinen, und zwar in Ausgabe 58 (2008) 2 von "Biblos. Beiträge zu Buch, Bibliothek und Schrift", die sich dem Thema "Liebe - Leidenschaft" widmet. Sieben Jahre später habe ich den Artikel nun in E-LIS eingestellt und freue mich über Rückmeldungen. Mir ist gerade auch aufgefallen, dass Hugo Hayn keinen Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia hat und der französischsprachige Eintrag etwas ungenau ist - das nehm ich mir als nächstes vor! Ich würde mich sehr gerne weiter mit Hayn beschäftigen - soll ich doch noch den Germanistik-Master inskribieren? ;-)

Zum Nachlesen: der Tagungsbericht (PDF) von Heimo Gruber aus den Büchereiperspektiven.

Sunday, December 13, 2015

CfP: Emerging Trends in Agricultural Information Systems Worldwide

Hinweis auf den Call for papers: Special Session on Emerging Trends in Agricultural Information Systems Worldwide sus der AGRILIBS IFLA mailing list for Agricultural Libraries.

//zitat// It is our pleasure to invite you to London (24-27 May 2016, Senate House, University of London, UK) for the 8th Qualitative and Quantitative Methods in Libraries International Conference QQML2016, http://www.isast.org which is organized under the umbrella of ISAST (International Society for the Advancement of Science and Technology).
You are invited to submit your structured abstract, not exceeding 500 words, on any of the topics listed below for consideration.
Over the years enough of discussion on major agricultural information systems such as AGRIS, Agricola, CRIS of USDA, and CARIS of FAO has taken place. it is noticed that several commodity/mission/product oriented information systems as well as other internet-based systems are in vogue.
This special session is aimed at focusing on:

  • Fertilizer information systems
  • Pesticide information systems
  • Irrigation information systems
  • Soil information systems
  • Seed information systems
Other possible topics for consideration include: Important dates:
Deadline of abstracts submitted: 30 December 2015
Reviewer's response: in 3 weeks after submission
Early registration: 30th of March 2016
Full papers (not exceeding 7,000 words.
Paper and Presentation Slides: 1st of May 2016
Conference dates: 24-27 May 2016
Looking forward to welcoming you in London, The QQML2016 Conference Poster is available at: http://www.isast.org/images/Poster_QQML2016.pdf

Please send the abstract to: Deva E. Reddy, PhD, dereddy@tamu.edu. //zitatende//

Wednesday, December 09, 2015

My private little Hinterholzacht

Ich bin gerade über einen Artikel auf meiner Festplatte gestolpert, den ich 2011 für die Zeitschrift topIQ geschrieben habe und den ich nun auch hier teilen möchte - es ist alles wahr :-)

My private little Hinterholzacht. Über die Haus-Arbeit

Seit einigen Monaten bin ich stolze Besitzerin eines 35 Jahre alten Hauses. Seitdem bin ich in meiner Freizeit mit Haus-Arbeit beschäftigt. Demnächst muss ich sogar einen Meldezettel im Baumarkt ausfüllen. Der Tragödie erster Teil.
B wie Bodenverlegen. Bodenverlegen ist eine besondere Herausforderung, wenn der Raum bei jeder einzelnen Reihe unterschiedlich breit ist. Meine Großeltern dürften anscheinend einen ausgesuchten Profi als Maurer beschäftigt haben.
D wie Dampfbremsfolie. Man lernt beim Umbauen ständig neue Wörter. Und als angehender Germanistin fällt mir natürlich gleich auf, dass "Dampfbremsfolie" fünf Konsonanten hintereinander aufzuweisen hat. Den netten Herrn im Baumarkt hat das nicht so interessiert. Versteh ich nicht.
G wie Geschlechterrollen. Wenn die Alternative darin besteht, mit Schleifpapier Farbe von der Wand zu kratzen, gewinne selbst ich plötzlich Gefallen an klassischer Aufgabenteilung und verbringe liebend gerne Zeit in der Küche.
H wie Handwerker. Nicht nur wenn ich mein Auto von der Werkstatt abhole und über die Rechnung weine, gewinne ich den Eindruck, dass ich doch was Sinnvolleres hätte lernen sollen. Ich bin mittlerweile auch überzeugt, dass das Handwerk von der Wirtschaftskrise nicht betroffen gewesen sein kann. Beispiel Spengler: Ich habe über mehrere Tage x-mal angerufen, bis überhaupt jemand abgehoben hat, dann insgesamt drei Nachrichten bei der Sekretärin deponiert und habe den versprochenen Rückruf "vom Chef" noch immer nicht erhalten. Verständlich, dass ein kleiner Handwerksbetrieb keine Ganztagssekretärin beschäftigen kann, aber wie wär's mit einem Band, auf dem die Handynummer angesagt wird, oder einem Anrufbeantworter? Beispiel Fensterfirma: Eine Freundin von mir wartet seit Monaten auf ein Angebot für Jalousien. Beispiel Maler: Auf eMails wird anscheinend überhaupt nicht reagiert. - Ich wäre ja schon dankbar, wenn man mir – wie der Zimmermann – zumindest mitteilt, dass man im Moment keine neuen Aufträge mehr bewältigen kann.
K wie Kosmetik. Sie leiden unter fettem Haar? Dann empfehlen wir Ihnen die erprobte und besonders wirksame "Baustellen-Kur"! Unser einzigartiger Staub setzt sich tief im Inneren der Haare fest und verhindert zuverlässig rasches Nachfetten. Außerdem sorgt er durch seine besondere Klebrigkeit für außergewöhnlichen Schwung im Haar (wenn unsere Mitbewerber behaupten, dass die Haare nach dem Aufstehen einfach zu Berge stehen, haben sie eben keinen Geschmack). Für die innere Anwendung in Nase und Lunge empfehlen wir zusätzlich unser spezielles Leimfarben-Inhalationsgerät. Jetzt probieren in Monikas Baustellen-Beauty Parlour - Sie erhalten bei einem Besuch bis 28. Februar 2011 kostenlos eine Spachtel Ihrer Wahl dazu!

L wie Leimfarbe. Könnte ich in der Zeit zurückreisen, würde ich die Erfindung der Leimfarbe verhindern - oder zumindest meine Großeltern davon abhalten, sie in meinem nachmaligen Haus aufzutragen. Tausende HausbesitzerInnen, die in Unkenntnis ihrer Tücke ahnungslos über Leimfarbe drübermalen, würden mir ersteres danken. Beim ersten Kontakt von Disper-sionsfarbe mit Leimfarbe fiel mir ahnungsloser Ausmalerin zunächst gar nichts auf. Nach einer Stunde bildeten sich erste Risse, und über Nacht fiel die neue Farbe in langen Streifen ab. Der Ratschlag "Leimfarbe einfach abwaschen" kostet mich nur ein müdes Lachen. Da half nur Abspachteln und Abkratzen. Da der händische Gebrauch von Schleifpapier auf Dauer ziemlich anstrengend für Armmuskeln und Fingerkuppen ist, wollten wir zur elektrischen Variante greifen und liehen uns Vatterns Bandschleifer aus. Der schleift sehr gut (fast schon zu gut - ein bisschen länger und ich hätte eine zweite Durchreiche gehabt). Leider riss nach fünf Minuten der Antriebsriemen.

P wie Palatschinkenteig. Spachtelmasse ist wie Palatschinkenteig. Zu dick. Zu dünn. Zu dick. Zu dünn. Zu dick. Zu dünn. Wird schon passen.
S wie Skisport. Skisport im Fernsehen ist leicht hinderlich bei der Haus-Arbeit, vor allem wenn sich alle Beteiligten dafür interessieren. Da hört man ständig Sätze wie "Gut, den einen Nagel schlag ich ein, aber nachher läuft das Dreikönigsspringen" oder "Schauen wir doch noch den zweiten Durchgang an, bevor wir die Leiste montieren" oder "Biathlon ist so faszinierend, da vergesse ich ganz darauf, dass ich die Tapete ablösen wollte".
V wie Vorher und Nachher. Eigentlich ist die Sache klar: Vorher = altes Haus = schlecht. Nachher = renoviertes Haus = gut. Leider wird bei dieser grob vereinfachten Perspektive das lange "Zwischendurch" vergessen. Ich hatte anfänglich eigentlich ein funktionsfähiges Haus. Es gab Bodenbeläge und Farbe auf den Wänden und Möbel. Jetzt habe ich blanken Putz und blanken Estrich und tonnenweise Staub. Aber die gehören immerhin mir...


Tuesday, December 08, 2015

Hölderlin über seine Zeit als Twitterer

Dezember: Science Fiction im Radiokolleg

Von 28. bis 31. Dezember 2015 ist das "Radiokolleg" (9:05 Uhr, Ö1) dem Thema "Science Fiction in Österreich" gewidmet. In der von Ulrike Schmitzer gestalteten Sendereihe gibt es folgende Schwerpunkte:

  • 28.12. Franz Rottensteiner über seine Literaturzeitschrift QUARBER MERKUR und seine Herausgeberschaft im Insel- und im Suhrkamp-Verlag.
  • 29.12. Helmuth W. Mommers, Hermann Urbanek, Hans Langsteiner und Alexander Dolezal über Science Fiction, Gründerzeit und die VILLA FANTASTICA.
  • 30.12. Frauen und ihre Bedeutung in der Science Fiction, am Beispiel von Alice B. Sheldon alias James Tiptree jr. im Septime Verlag, Wien.
  • 31.12. Franz Rottensteiner über die polnische SF-Ikone Stanislaw Lem und dessen Zeit in Wien.

Thursday, December 03, 2015

Wenn man die Augenlider von innen auf Löcher kontrolliert

Sunday, November 29, 2015

Bibliothekar_innen: Vogelscheuchen am Feldesrand?

Durch einen Edlef Stabenau bin ich an Heinz Marloth erinnert worden (da sieht man, wie lange ich schon Inetbib lese - Marloth ist 2004 verstorben) und auf ein Marloth'sches Zitat zum bibliothekarischen Berufsbild aufmerksam geworden:

//zitat// was kann getan werden, um fehleinschätzungen und klischees (z.b. bibliothekare sind die geborenen informationsvermittler oder bibliothekare sind die navigatoren auf der datenautobahn, waehrend sie in wirklichkeit allenfalls vogelscheuchen am feldesrand sind) abzubauen. //zitatende// (Quelle: Inetbib-Listenarchiv, 6. März 1997.

Friday, November 27, 2015

Über verständliche Sprache in der Politik

Die grüne Sommerakademie widmete sich heuer dem Thema "Politik, wie sag ich's?" Nun ist die Dokumentation online abrufbar (PDF 2,7 MB) bzw. kann gedruckt in der Grünen Bildungswerkstatt bestellt werden.
Meine Lieblingspassage gibt einen Redebeitrag von Thomas Waitz, grüner Landwirtschaftskammerrat in der Steiermark, wieder:

//zitat// Ich bin auf einer Landwirtschaftsveranstaltung in der Oststeiermark. Hier im Umfeld der Grünen Bildungswerkstatt könnte ich nun sagen: Die Hegemonie der derzeitigen Herrschaftsverhältnisse impliziert die Degradierung des Bewirtschafters zum Maschinenführer. Wenn ich das dort so sage werde ich erstens nicht verstanden und zweitens habe ich mords einen Grant auf mir hocken, denn wer lässt sich schon gerne als Idiot von mir vorführen. Also – und das ist jetzt eine Frage von Sprache! –sagte ich: Schau, du fährst wie ein Trottel den ganzen Tag am Acker hin und her (für den "Trottel" habe ich mich danach entschuldigt) und der einzige, der am Ende des Tages was verdient hat, ist das Lagerhaus. Und damit habe ich nichts vereinfacht, aber der Schweinebauer sitzt da und sagt: Joh eh! Und die Botschaft ist angekommen. //zitatende//

Ein weiteres Highlight war der Poetry Slam als Ergebnis eines Workshops mit Mieze Medusa. Victoria Vorraber hat sich in ihrem Beitrag ganz besonders der grünen Kommunikationsstrategie angenommen ;-) Auf YouTube nachzusehen.

//zitat// Komm, komm, kommunizier mit mir! / Und sag mir wie! / Wie erreich ich dich, du normaler Mensch! / Du Hakler, du Prolet! / Jeden Abend beim Gebet, / frag ich mich, wann kommt jener Prophet, / der mir jene Gabe gibt / und mich zu dir sprechen lässt. / Ich kann es nicht, ich stecke fest //zitatende//

Erwartungen an Websites von Verlagen

Ich bewege mich jobbedingt in letzter Zeit noch mehr als sonst auf Verlagswebsites und ärgere mich oft über die schlechte Bedienbarkeit. Ich habe ein paar Erwartungen und Wünsche zusammengetragen und freue mich über Ergänzungen:

* jedes Buch braucht eine eigene verlinkbare, stabile Seite, nicht nur einen Eintrag auf der Seite "Neuerscheinungen", die sich immer ändert

* ich möchte das Coverbild druckfähig (oder zumindest "besser-als-Thumbnail") downloaden können, ohne mich zuerst als Pressemitarbeiterin registrieren oder ein Mail schreiben zu müssen

* das Erscheinungsjahr/-datum soll dabeistehen (eh klar? ha!)

* Wunsch der Bibliothekarin: ISBN bitte _mit_ Bindestrichen

* noch ein Wunsch als Bibliothekarin: Vergriffene Bücher sollten weiterhin angeführt werden. Die Frage ist, ob das Buchkäufer_innen tendentiell verärgert, wenn sie solche Bücher noch finden...

* Wunsch an die SEOs der Verlage (nochmal ha!) und ans Google-Ranking: Bei der Suche nach einem Buch ist die eigentliche Verlagsseite oft gar nicht so leicht zu finden - stattdessen blättert man sich durch Seiten um Seiten von Online-Shops. Fast immer muss man den Verlag suchen und dann auf der Verlagsseite das Buch.

me and the sysop / pyxopotamus: "134", Flickr, 12. August 2008, CC-BY-ND

Was sagt Ihr dazu - was nervt Euch, was gefällt Euch auf Verlagswebsites, was erwartet Ihr?
edit: Ich will nicht nur jammern, sondern auch ein Positivbeispiel nennen: Böhlau und Mandelbaum.

Wednesday, November 25, 2015

Voller Mistkübel - volles Boot?

Tuesday, November 24, 2015

Bibliotheken, der Bundeskongress und ich #buko15

Am Wochenende war ich zum ersten Mal Delegierte zum Grünen Bundeskongress, dem höchsten Gremium der Grünen. Zur Info: Der Bundeskongress setzt sich zusammen aus den Delegierten der neun Bundesländer und des "zehnten Bundeslandes", den Abgeordneten des Europaparlaments, des Nationalrats, des Bundesrats, der Landtage, den Regierungsmitgliedern, dem Bundesvorstand der Grünen und dem Bundesvorstand der Grünen Bildungswerkstatt.​ Eigentlich war ich ja dort, um am Stand des Grünen Archivs Werbung für unser Projekt 366xgrün zu machen (dazu demnächst mehr), aber ich sprang dann auch als Ersatzdelegierte für das Burgenland ein, da viele andere verhindert waren. Ich wohne zwar wieder in Niederösterreich, bin aber immer noch im Burgenland politisch engagiert. Was nebenbei bemerkt schon mehrmals zu Dialogen wie diesem geführt hat: Und wo arbeitest Du im Burgenland? - Ich arbeite in Wien. - Ach so, Du wohnst nur im Burgenland. - Nein, in Niederösterreich ;-)

Stand des Grünen Archivs und der Grünen Bildungswerkstatt am Bundeskongress in Villach

Leitantrag Bildung

Eine größere Gruppe brachte den Leitantrag "Bildungsgerechtigkeit schaffen, Chancen eröffnen" ein. Dieses elfseitige Grundsatzpapier wurde zuvor auch in allen Bundesländern diskutiert. Mir ist natürlich sofort aufgefallen, dass das Wort "Bibliothek" völlig fehlte (sagt das mehr über die Grünen oder mehr über den Status des Bibliothekswesens aus?) und der Schwerpunkt - wie auch im Grünen Bildungsprogramm - auf der Schule liegt. Meine Rückmeldung floss in die Stellungnahme der Grünen Bildungswerkstatt ein, und so wurde dann in der überarbeiteten Version im Abschnitt "Bildungsgerechtigkeit" als eine der angestrebten Maßnahmen "flächendeckende, dezentrale Versorgung mit Erwachsenenbildungseinrichtungen und Bibliotheken für den freien und gleichen Zugang zu Bildung" angeführt. Nicht wirklich prickelnd, aber ok, dachte ich zunächst. Aber mit der Zeit wurde ich zunehmend unzufriedener damit. Ich finde, dass EIN Absätzchen von ELF Seiten der Bedeutung, die das öffentliche Bibliothekswesen hat bzw. haben könnte, nicht gerecht wird. Ermuntert von einer Delegationskollegin, habe ich mich dann am BuKo als eine von achtzehn Personen zu diesem Antrag zu Wort gemeldet. Ich möchte meinen Redebeitrag hier gerne wiedergeben (100%ig genau hab ich ihn wahrscheinlich nicht mehr im Kopf).

Wortmeldung

//anfang// Was mir im Leitantrag fehlt: In dem elfseitigen Dokument wird die wichtigste und größte außerschulische Bildungseinrichtung gerade mal so nebenbei erwähnt: die öffentliche Bibliothek. 2014 waren in Österreich fast 900.000 Menschen in einer öffentlichen Bibliothek eingeschrieben, davon 45 Prozent Kinder und Jugendliche1. Sie haben 2014 22 Millionen Medien ausgeliehen (ob sie sie auch gelesen haben, weiß ich nicht, aber ich bin Optimistin)2.
Bibliotheken sind die wichtigsten Bündnispartnerinnen der Schulen bei der Leseförderung. PISA-Gewinner-Länder haben immer auch ein professionelles und gut ausgebautes Bibliothekswesen. Sie leisten soziale und integrative Bibliotheksarbeit. Sie stehen allen Bevölkerungsgruppen offen - unabhängig vom sozialen und ökonomischen Status, von Alter, Geschlecht und Herkunft. Bibliotheken sind einer der letzten Gemeinschaftsorte ohne Konsumzwang3.
Diese wichtige Arbeit beruht aber zu 80 Prozent auf Ehrenamt - das hauptsächlich von Frauen geleistet wird - und hängt vom Wohlwollen der Gemeinde ab. So kam es etwa in einer burgenländischen Gemeinde dazu, dass das Ankaufsbudget der Bücherei aus dem Donauland-Abo des Bürgermeisters bestand: vier Bücher pro Jahr4. Es gibt keinerlei gesetzliche Vorgaben - die einzigen Bibliotheken, deren Existenz gesetzlich vorgeschrieben ist, sind Gefängnisbibliotheken5.
Ich wünsche mir von uns Grünen, dass wir auch hier die Themenführerschaft übernehmen - Bildung ist auch außerschulische Bildung. //ende//

Fußnoten

1: Büchereiverband Österreichs, Statistik Öffentlicher Bibliotheken in Österreich 2014
2: Das bezieht sich auf eine launige Bemerkung von Harald Walser, der bei der Vorstellung des Antrags sinngemäß meinte, als Schuldirektor gehe er davon aus, dass nicht alle Delegierten den Leitantrag gelesen hätten.
3: Büchereiverband Österreichs: Öffentliche Bibliotheken als Menschenrecht; Kribibi: Ziele
4: Was einige offensichtlich als Scherz oder griffige Formulierung verstanden, basiert auf Tatsachen: Ein studentisches Projekt am Fachhochschulstudiengang Informationsberufe hat vor einigen Jahren den Status Quo des burgenländischen Bibliothekswesen erfasst und dabei tatsächlich eine Bücherei gefunden, deren Ankaufsbudget so gestaltet war. Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, welche es war, und es spielt auch keine Rolle. Ich hätte auch von der Bibliothek in der Aufbahrungshalle erzählen können ;-)
5: Ich habe 2007 die Diplomarbeit "Bibliotheken in österreichischen Justizanstalten" von Verena Kern betreut, die erfreulicherweise auch online nachzulesen ist. Dabei habe ich viel gelernt. Die Gefangenenbibliotheken sind in §59 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: "In jeder Anstalt zum Vollzug von Freiheitsstrafen ist eine Bücherei einzurichten, aus der die Strafgefangenen Bücher und Zeitschriften entlehnen können. Bei der Ausstattung der Büchereien ist auf den Standard öffentlicher Büchereien Bedacht zu nehmen". - Und in den European Prison Rules heißt es: "28.5 Jede Anstalt hat eine angemessen ausgestattete Bibliothek einzurichten, die allen Gefangenen zur Verfügung steht. Sie soll über eine Vielfalt an Büchern und sonstigen Medien verfügen, die sowohl für Unterhaltungs- als auch für Bildungszwecke geeignet sind. 28.6 Die Anstaltsbibliothek soll wenn immer möglich in Zusammenarbeit mit öffentlichen Bibliotheken geführt werden".

Rückmeldungen

Erfreulicherweise habe ich von verschiedensten Leuten sehr positive Rückmeldungen bekommen und - viel wichtiger - auch das Versprechen, sich des Themas bei der Weiterentwicklung des Papiers anzunehmen, da die Arbeitsgruppe "erfolgreich anlobbyiert" worden sei ;-) In einem Mail heißt es zum Beispiel: "die sache mit den büchereien hast du richtigerweise vorgebracht, noch dazu sehr klar und sehr sympathisch für unsere bibliotheken!" Besonders gefreut hat mich, dass mich der frühere Leiter der Stadtbücherei Mürzzuschlag angesprochen hat, der - wie sich rasch herausgestellt hat - bis zu seiner Pensionierung bei Kribibi aktiv war. Er meinte, er habe im Laufe seines politischen Engagements (damals noch SPÖ) schon viele "Brandreden" dieser Art gehalten ;-)

Rückmeldungen auf Twitter

Monday, November 23, 2015

Der neue Generationenvertrag

Thursday, November 19, 2015

Flugbegleiterin oder Bibliothekarin?

Neulich bei der Episode "Phoenix rising" aus der Serie "Rizzoli &, Isles":

"Wieso bist Du angezogen wie eine Flugbegleiterin?" - "Bibliothekarin, Mum!"

"Ich sehe aus wie eine Bibliothekarin. Ich trage eine Brille an einer Kette. Warst Du noch nie in einer Bücherei?"

Was man hat...

Bibliotheken ohne Bücher, Kolumne 2/2015: Xylotheken

Seit Beginn 2015 habe ich ja eine neue Kolumne in den Büchereiperspektiven, die "Bibliotheken ohne Bücher" heißt. Hier die zweite Ausgabe.

Dass Bibliotheken und Bücher mit Bäumen zu tun haben, ist bekannt – nicht nur wegen des Wortes „Buch(en)stabe“, sondern auch weil Papier ja aus Holzschliff beziehungsweise Zellstoff hergestellt wird. Es gibt aber Bücher, die einfach holziger sind als andere – diese sollen hier vorgestellt werden.
Es gibt wohl kaum Bibliotheken, bei denen die äußere Form so sehr mit dem Inhalt korrespondiert wie bei den "Xylotheken".

Reinhard Stiksel: Ein Stück aus der "Xylothek" - Aus der Sammlung der Sternwarte im Stift Kremsmünster, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0.

Die Bände dieser Holzbibliotheken bestehen nämlich aus jenen Materialien, mit denen sie sich beschäftigen: Jeder Holzkasten ist aus einer anderen Baumart gefertigt. Vorder- und Rückdeckel der Kästen sind aus Holz, der Buchrücken wird mit Rinde, Moos, Schwämmen oder Flechten verziert. Im Inneren verbergen sich übersichtlich arrangierte Zweige desselben Baumes mit Blättern oder Nadeln, Blüten und Früchten, teilweise auch mit Holzwürfeln und Sägespänen. In kleinen Döschen können Blütenstaub, Samen oder Holzasche aufbewahrt werden. Manchmal wurden sogar die für den jeweiligen Baum typischen Forstschädlinge beigegeben – als Beispiel seien die so passend benannten Käferarten "Buchdrucker" und "Kupferstecher" genannt, die Fichten bevorzugen. Abgerundet wird der Inhalt der "Buchattrappen" durch die lateinische und deutschsprachige Bezeichnung der dargestellten Pflanze und eine Kurzbeschreibung. Diese Holzbücher richten sich vor allem an Menschen, die in der Forstwirtschaft und der Holzverarbeitung tätig sind, und zeigen ihnen anschaulich die wichtigsten Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten von Baum und Holz. Gleichzeitig ist jeder Band in einer Xylothek ein kleines Kunstwerk, dessen sorgfältige und detailreiche Verarbeitung auch Nicht-Forstleute beeindruckt.
Xylotheken sind ein Phänomen der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Da die Herstellung aufwendig und der Preis hoch war, wurden die meisten Exemplare von großen Forstbetrieben und forstlichen Ausbildungsstätten erworben. Umfangreiche Beispiele sind unter anderem im Biologiezentrum des Oberösterreichischen Landesmuseums, in der Botanik-Abteilung des steirischen Landesmuseums Joanneum, in der Sternwarte im Stift Kremsmünster, im Naturhistorischen Museum des Stifts Admont und im Museum für das forstliche Versuchswesen in Wien-Mariabrunn erhalten.

Links

Verzeichnis von Holzbibliotheken: www.specula.at/adv/monat_9712.htm
Aufbau eines Holzbuches: www.naturkundemuseum-kassel.de/museum/wissenswert/holzbuch/index.php
Hohenheimer Xylothek digital: www.uni-hohenheim.de/uniarch/Xylothek%20_%20Seite/Xylothek_index.html

Wednesday, November 18, 2015

Tagung "Integration durch Bildung", 3.12.2015, Eisenstadt

//zitat//Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht, zu dem eine moderne, demokratische Gesellschaft allen ihren Mitgliedern bestmöglichen Zugang schaffen muss. Integration bedeutet, dass Menschen, die in einer Gesellschaft leben oder neu ankommen, die Möglichkeit der Teilhabe an Bildung nicht aufgrund individueller Merkmale oder ihrer Herkunft verwehrt werden darf. Im Gegenteil - Bildung, Weiterbildung und Ausbildung vermitteln ein Gefühl der Zugehörigkeit, ermöglichen Reflexion und Verständnis für die Lage anderer und erweitern die Möglichkeit der Teilhabe.
Bildung und Integration sind also entscheidend für unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft. Bei der diesjährigen Tagung beschäftigen wir uns mit dieser Thematik und gehen der Frage nach, wie Bildung Integration fördern kann.//zitatende//

Ort und Zeit


Termin: Do. 03.12.2015, 9:30 – 16:00 Uhr. Tagungsort: Haus der Begegnung, Kalvarienbergplatz 11, 7000 Eisenstadt.

Programm

9:00 - 9:30 Anmeldung

9:30 – 9:45 Eröffnung

9:45 – 10.45 Vortrag Bernhard Heinzlmaier, Institut für Jugendkulturforschung: Was Jugendliche von Bildung halten. Die Einstellung zu Schule und Ausbildung in unterschiedlichen Jugendmilieus.

11:00 – 12:30 Inputs:

  • Eva Haubner-Hufnagl, Industriellenvereinigung: Bildung und Integration. Der Beitrag von Bildung zu erfolgreicher Integration im Übergang von Schule zu Beruf.
  • Ursula Sagmeister, Österreichischer Integrationsfonds: Integration von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten. Prioritäre Maßnahmenempfehlungen für den Bildungsbereich des Expertenrats für Integration.
12:30 - 13:30 Mittagspause (Buffet)

13:30 - 14:00 Norbert Darabos, Landesrat für Soziales, Integration und Asyl: Aspekte der Integration im Burgenland

14:00 - 16:00 Gespräche über Erfahrungen und Chancen. Wie kann Integration gelingen? Beispiele aus der Praxis

  • Heribert Strobl, Jasin Mohammadi, Melanie Lustig, David/Reza Ahmadi, TeilnehmerInnen und AbsolventInnen von Pflichtschulabschluss-Lehrgängen der Burgenländischen Volkshochschulen
  • VertreterIn von Diakonie Flüchtlingsdienst/ Haus der Jugend in Rechnitz, Edith Ivancsits, Caritas/ Haus Sarah Neudörfl
  • Andrea Triebl, Krisztina Wolf, Margit Poandl, Manuela Frey, TrainerInnen und LehrgangsleiterInnen der Burgenländischen Volkshochschulen
  • Wolfgang Hauptmann, Flüchtlingskoordinator Land Burgenland
  • Christine Teuschler, Burgenländische Volkshochschulen

Anmeldung

Burgenländische Volkshochschulen, Pfarrgasse 10, 7000 Eisenstadt, Tel.: +43 2682 61363, eMail: info@vhs-burgenland.at.

Tuesday, November 17, 2015

gute Idee: Webcast-Serie mit abgelehnten Bibliothekartagsvorträgen

Felix Lohmeier hat eine interessante Initiative gestartet: eine Webcast-Serie mit Beiträgen, die am Deutschen Bibliothekartag abgelehnt wurden. Noch bis 30. November können sich die interessierten Abgelehnten auf pad.okfn.org/p/bibtag16-reject eintragen. Was steckt dahinter?

//zitat//Für die AutorInnen ist es oft nicht nachvollziehbar, warum der Beitrag abgelehnt wurde. Die Auswahlkriterien sind allgemein gehalten und die kurzen Abstracts reichen für die GutachterInnen nicht immer aus, um fair urteilen zu können. Jedes Jahr gibt es dazu kritische Kommentare bei Twitter & Co. Sind unter den abgelehnten Beiträgen vielleicht gerade diejenigen Perlen, die abseits des Mainstreams schwimmen? Um dieser Hypothese nachzugehen, könnten wir eine Serie von Webcasts machen, in denen die Vortragenden selbst Ihren Beitrag streamen.//zitatende//

-- Hinweis von Adrian Pohl in Inetbib.


Sean McEntee: rejected, 5. April 2010, CC-BY

Monday, November 16, 2015

Was tun mit Zettelkatalogen?

Zettelkatalog mit vielen Laden in einer Bibliothek
Monika Bargmann: "Alphabetischer Katalog bis 1961", aufgenommen in der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover, 5. Mai 2010, CC-BY-SA