Tuesday, October 12, 2021

Ausstellung "Alles wird Buch" des Universitätslehrgangs Buchgestaltung

"Alles wird Buch - nicht nicht, sondern mehr!", die Ausstellung der Abschlussarbeiten der Jahrgänge 2019/20 und 2020/21 des berufsbegleitenden Universitätslehrgangs Buchgestaltung an der New Design University St. Pölten, wird am 14. Oktober eröffnet.

"Verschiedene Buchgenres sind zu sehen: Fotobücher nehmen uns auf ungewöhnliche Streifzüge mit oder zeigen uns radikale (Selbst)porträts; Kochbücher machen Lust auf "gsunden" Genuss; Kinderbücher entfalten Geschichten für Sehende und Blinde oder auch für kleine Insektenforscher*innen; Nachschlagewerke laden uns zur Zeitreise durch die Weltgeschichte oder zur Erkundung der Literatur ein – Alle ca. 25 Bücher eint die Auseinandersetzung mit Material und Inhalt. Die analoge "Lesemaschine" lebt: individueller, vielfältiger und üppiger in der Gestaltung denn je".

Ort und Zeit
Ort: STARTraum im Löwenhof – Eintritt frei!
geöffnet von Donnerstag, 14. Oktober 2021, bis Sonntag, 24. Oktober 21, täglich 16:00 bis 20:00 Uhr

Eröffnung
Donnerstag, 14. Oktober 2021, 18:00 Uhr

Begleitveranstaltungen
Themennachmittag: Vom Konzept zur Form, Samstag, 16. Oktober 2021, 15:00 Uhr
Themennachmittag: Erzählungen mal anders, Sonntag, 17. Oktober 2021, 15:00 Uhr
Themenabend: Aus Blatt wird Buch, Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19:00 Uhr


Programm für das gesamte Lesefest "Blätterwirbel 2021" (PDF).

Wien: Gedenksteinlegung für den in der Shoa ermordeten Bibliothekar Julius Mehrer

Am 13. Oktober 2021 wird in der Zirkusgasse 23 in Wien-Leopoldstadt ein Gedenkstein für den in der Shoa ermordeten Bibliothekar Julius Mehrer und seine Familie gelegt. In Zusammenarbeit mit dem Verein "Steine des Gedenkens" gedenken die Büchereien Wien in Anwesenheit des Enkels von Julius Mehrer, Amos Russak, und dessen Familie sowie Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr der Ermordeten (Quelle: Rathauskorrespondenz).

Julius Mehrer war Jude und arbeitete als Bibliothekar bei den damals so genannten Arbeiterbüchereien der Stadt Wien. Im März 1938 wurde er aufgrund seiner Herkunft aus dem Dienst entlassen. Er flüchtete mit seiner Frau Stella nach Belgien, wurde dort aber 1942 verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo er 1943 ermordet wurde. Stella Mehrer überlebte im Untergrund und wanderte später nach Israel aus (mehr auf erinnern.at)

Friday, September 10, 2021

Annotated Bibliography of Gay and Queer Males in Mystery

Der Bibliothekar und Forscher Matt Lubbers-Moore verzeichnet in der annotierten Bibliographie "Murder and Mayhem" schwule und queere männliche Figuren in englischsprachigen Krimis von 1909 bis 2018. Er "collects and examines every mystery novel to include a gay or queer male in the English language starting with the 1909 Arthur Conan Doyle short story 'The Man with the Watches,' which is included in its entirety. Authors, titles, dates published, publishers, book series, short blurbs, and a description of how involved the gay or queer male character is with the mystery are all included for a full bibliographic background".

ReQueered Tales

Lubbers-Moore ist - gemeinsam mit Justene Adamec und Alexander Inglis - Mitbegründer des Verlags ReQueered Tales. Der Verlag hat sich zur Aufgabe gesetzt, schwule und lesbische Literatur aus den 1960ern bis 1990ern wiederaufzulegen: "Perhaps forty years of gay fiction – and notably gay and lesbian mystery, detective and suspense fiction – has been teetering on the brink of obscurity. Orphaned works, orphaned authors, many living and some having passed away – with no one to make the case for their creations to be returned to print (and e-print!)."

Hinweis auf den Verlag aus dem Blog Meg Perry Books. Siehe auch Beitrag auf der Seite von Lambda Literary.

Tuesday, July 13, 2021

geschlechterspezifische Artikel abgekürzt

Die Paris-Lodron-Universität geht bei der Formulierung ihrer Stellenausschreibungen so vor:
"Um eine geschlechtsneutrale Formulierung zu gewährleisten, werden geschlechterspezifische Artikel, Pronomen und Adjektive im Text abgekürzt dargestellt".
Das liest sich dann beispielsweise so: "An der AB Universitätsbibliothek gelangt die Stelle e. Referent*in gemäß Angestelltengesetz, Verwendungsgruppe IIIb des Kollektivvertrages der Universitäten zur Besetzung".

Gegenbeispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog.

Bibliothekar im Bann von Hexen?

Über einen Bericht auf JazzEcho.de habe ich einen weiteren Eintrag für meine Sammlung von Filmen mit Bibliothekar*innen entdeckt, "La Strega in Amore". Der Film basiert auf der Erzählung "Aura" des mexikanischen Schriftstellers Carlos Fuentes:
"La Strega in Amore" (Die verliebte Hexe) ist ein Film aus dem Jahr 1966, in dem ein schüchterner Bibliothekar in den Bann einer alten Dame und ihrer atemberaubend schönen Tochter gerät. Sind es Hexen?
Laut Internet Movie Database kommt ein Historiker in eine Schlossbibliothek, um antike erotische Literatur zu übersetzen. Dabei gewinnt er den Eindruck, dass hier übernatürliche Kräfte am Werk sind. Im Blog "Giallo fever" schreibt K.H. Brown: "Somewhat disturbed by these coincidences and the old woman's eagerness to have him take the job, despite his not being a librarian, Sergio attempts to leave". Jetzt müsste ich das Buch lesen oder den Film anschauen, um zu entscheiden, ob die männliche Hauptfigur wirklich ausreichend Bibliothekar oder bibliothekarisch tätig ist und somit eine Aufnahme in meine Bibliographie verdient...

Monday, July 12, 2021

Neuerwerbungen

Ich habe wieder ein paar Bücher auf dem Bibliotheks- bzw. Wörterbuch-/Sprachsektor erworben :-) Außerdem habe ich meinen Bestand an Kinderbüchern etwas aktualisiert und erweitert.

Alison Donald / Alex Willmore [Ill.]: The new liBEARian. Maverick Books 2016

Werner Boschmann [Hrsg.]: Lexikon der Alltagssprache des Ruhrgebiets mit zahlreichen Abbildungen. 1000 Worte Bottropisch. 3. Aufl. Essen: Verlag Rainer Henselowsky 1984

Friedhelm Hinze: Die deutschen Lehnwörter im Pomoranischen (Kaschubischen). Berlin: Akademie-Verlag 1963 (Sitzungsberichte der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin; Klasse für Sprachen, Literatur und Kunst; Jahrgang 1963, Nr. 2)

Julian Meyer [Ill.] / Timon Meyer: Heute nicht. Diogenes 2020

Frederic Vester: Ein Baum ist mehr als ein Baum. Ein Fensterbuch. Kösel-Verlag 1985

Laura Cowan / Sam Baer / Wesley Robins [Ill.]: Mein Geschichts-Bilderbuch: Rückwärts durch die Zeit. Von den Goldenen Zwanzigern bis in die Steinzeit. Usborne-Verlag 2020

Silke Trojahn, Andreas Wittenberg: Die Prinzessinnenbibliothek. Die Bücher der Sofia Albertina von Schweden. Insel-Verlag 2019

Diana Amft / Martina Matos [Ill.]: Die kleine Spinne Widerlich. Baumhaus Verlag 2011

Anita Bijsterbosch [Ill.] / Maria Höck [Übers.]: Alle müssen gähnen. Das besondere Gute-Nacht-Buch mit großen Klappen. arsEdition 2015

Karen Wallace / Barbara Firth [Ill.]: Bears in the forest. Candlewick Press 2009

Thorsten Saleina: Oho, wem gehört der Tierpopo? arsEdition 2015

Chris Hadfield / Eric and Terry Fan [Ill.]: The darkest dark. Tundra Books 2018

Monday, June 28, 2021

Eine typische Nacht im Hause Bargmann

Eine typische Nacht im Hause Bargmann oder Warum ich derzeit tagsüber nicht immer so jugendlich-frisch aussehe wie man es von mir gewöhnt ist 😛
03:30 Kater mauzt. Ich stehe auf und öffne ihm das Küchenkastl unter der Abwasch. Keine Maus. (*)

03:45 Kater mauzt erneut. Ich sage [not suitable for Blog].

04:00 Amsel beginnt direkt vor meinem Fenster zu zwitschern. Ich überlege mir ein Marketingkonzept für die Etablierung gegrillter Amsel als regionale Delikatesse.

04:15 Kater mauzt erneut - da es schon egal ist, steh ich wieder auf und entdecke, dass ich beim letzten Mal das Kastl offen stehen hab lassen. Er erwartet also tatsächlich, dass ich ihm eine Maus herzaubere.

04:30 Krähen tun, was ihr Name schon sagt, direkt vor meinem Fenster. Marketingkonzept wird ausgebaut.

04:45 Kater mauzt. Ich plane eine Annonce "Tausche Haus mit Garten und Kater gegen Dachgeschoßwohnung in Wien-Neubau".

05:00 Da ich immer noch wach bin, könnte ich doch gleich aufstehen und was arbei... 😴


(*) für Uneingeweihte: Mäuse kommen aus dem Heizkeller über die Verrohrung in die Küche und bedienen sich im Mistkübel. Kater weiß das und fängt in letzter Zeit dort regelmäßig Mäuse. Dazu muss ich ihm das Kastl aufmachen. In letzter Zeit sind aber oft keine 🐭 da (ich: 🙆‍♀️, Kater: 😾)

Wednesday, June 23, 2021

Petition: zeitgemäßer Name für den deutschen Bibliothekartag

Die Petition "Zeitgemäßer Name für den Bibliothekartag" zielt auf einen diverseren Namen für die große Konferenz ab:
Die Bezeichnung "Bibliothekar"tag bildet einen Kontrast zur Aktualität und Vielfalt der Themen, für die diese Veranstaltung mittlerweile steht. Tradition sollte im Jahr 2021 nicht mehr als ausreichender Grund gelten, das generische Maskulinum beizubehalten. Unsere Welt war schon immer diverser. Während wir also auf der Konferenz gemeinsam fachliche Vorträge zu Diversität halten und hören, verweigern wir uns bisher einer inklusiveren Bezeichnung unserer größten Konferenz.
Der Austausch auf dieser Konferenz hat darüber hinaus eine große fachliche und personelle Bandbreite erreicht. Unterschiedlichste Menschen aus Bibliotheken, pädagogischen Bereichen und vielen anderen Fachrichtungen finden sich jedes Jahr zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in bibliothekarischen Einrichtungen zu sprechen und Projekte vorzustellen. Dabei treffen sich Menschen mit unterschiedlichsten Abschlüssen, Berufswegen und Aufgaben, eben alle, die in Bibliotheken und allen angrenzenden Bereichen arbeiten oder arbeiten wollen.

Hinweis aus Inetbib.

Friday, June 11, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/5

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Heute hab ich wieder das großartige "In the library with the lead pipe" durchgeschaut.


Bridgette Comanda / Jaci Wilkinson / Faith Bradham / Amanda Koziura / Maura Seale: "Service Ceiling: The High Cost of Professional Development for Academic Librarians". In: In the Library with the Lead Pipe, 9. Juni 2021

Danya Leebaw / Alexis Logsdon: "Power and Status (and Lack Thereof) in Academe: Academic Freedom and Academic Librarians". In: In the Library with the Lead Pipe, 16. September 2020

Natalia Fernández / Beth Filar Williams: "Creating a Library Wide Culture and Environment to Support MLIS Students of Color: The Diversity Scholars Program at Oregon State University Libraries". In: In the Library with the Lead Pipe, 24. Juni 2020

Nicola Andrews: "It's Not Imposter Syndrome: Resisting Self-Doubt as Normal For Library Workers". In: In the Library with the Lead Pipe, 10. Juni 2020

Ania Dymarz / Marni Harrington: "Consultants in Canadian Academic Libraries: Adding New Voices to the Story". In: In the Library with the Lead Pipe, 30. Oktober 2019

Jade Geary / Brittany Hickey: "When Does Burnout Begin? The Relationship Between Graduate School Employment and Burnout Amongst Librarians". In: In the Library with the Lead Pipe, 16. Oktober 2019

Ashley Rosener / Emily Frigo / Susan Ponischil / Annie Bélanger / Jacklyn Rander / Elisa Salazar: "Leading from the Center: Reimagining Feedback Conversations at an Academic Library". In: In the Library with the Lead Pipe, 18. September 2019

Monday, June 07, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/4

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Bände der Magical Cats Mysteries (Sofie Kelly): Two Tall Tails; A Tale of Two Kitties; The Cats Came Back; A Night's Tail; A Case of Cat and Mouse; Hooked on a Feline

Lesley S.J. Farmer / Alan M. Safer: "Trends in school library programs 2007–2012: Analysis of AASL’s School Libraries Count! data sets". In: Journal of Librarianship and Information Science 51 (2019) 2, S. 497-510

Qurat Ul Ain Saleem / Murtaza Ashiq: "The facts of continuing professional development for LIS professionals in Pakistan: a literature review". In: The Bottom Line 33 (2020) 3, S. 263-271

Olivia Matthews: Murder by Page One: A Peach Coast Library Mystery. Hallmark Publishing 2021

Jonathan Swartz: "School Library Media Specialist Programs". In: LIScareer, Februar 2006

Maureen Garvie: A Distant Disturbance: A Librarian Mystery. Woodpecker Lane 2020

Cecily J. Surace: The Human Side of Libraries. Rand Corporation Report P-4005, 1969

Bände der Witchy Librarian Mysteries (E.M. Moore): Wicked Witchcraft; One Wicked Sister; Wicked Cool

Alexandre Ribas Semeler / Adilson Luiz Pinto / Helen Beatriz Frota Rozados: "Data Science in Data Librarianship: Core Competencies of a Data Librarian". In: Journal of Librarianship and Information Science 51 (2017) 3, S. 771–780

Victoria Lynn Osborne / Steve William Laible: The Student Librarian. The Kodel Group 2014 (Jason & Mortyiene Mystery, 1)

Francisco-Carlos Paletta / Juan-Antonio Pastor-Sánchez / José-Antonio Moreiro-González: "Competências e habilidades digitais requeridas aos profissionais da informação nos anúncios brasileiros de emprego na web". In: Profesional de la Información 30 (2021) 1

Bände der Witch Way Librarian Mysteries Series (Angela M. Sanders): Bait and Witch; Seven-Year Witch

Jesús Tramullas: "Hannibal ad portas, o los futuros perfiles profesionales de la información". In: Profesional de la Información 25 (2016) 2, S. 157-162

Jorge Morato / Sandra Sánchez-Cuadrado / María-Teresa Fernández-Bajón: "Tendencias en el perfil tecnológico del profesional de la información". In: Profesional de la Información 25 (2016) 2, S. 168-178

Bände der Village Library Mysteries (Elizabeth Spann Craig): Borrowed time; Hush-hush; Where There's a Will

Band der Portland Bookmobile Mysteries (B.B. Cantwell): Ice, with sprinkles

Wednesday, June 02, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/3

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Steve Sherman: "Casanova Was a Librarian?". In: RQ 9 (1969) 2, S. 142-144 (Casanova, Mao, Papst Pius XI, MacLeish, Strindberg, Hume, Leibniz, Auerbach, Foss, Braine)

Nurit Roitberg: "Reflections on library management in the advanced computer age". In: Proceedings of the IATUL Conferences, 1993, Paper 11, S. 105-112

Zana Hart: Bad Weather, Bad Man. 2. ed. Hartworks 2018 (The curious librarian cozy mystery, 2)

Camilla Chafer: Jeopardy in January (Neuauflage unter dem Titel "Murder in the Library"). Selbstverlag 2021 (A Calendar Mystery, 1)

Andreas Vårheim, Eisaku Ide, Moriano Iju: "The library profession under pressure in Japan: Change in the construction state". In: Journal of Librarianship and Information Science 45 (2013) 3, S. 248-253, 10. Oktober 2012

Laurie Cass: Checking out Crime. Berkley Prime Crime 2021 (A bookmobile cat mystery, 9)

Michael Campeta: The late Mr. Cary. A 1920s Mystery. Eigenverlag 2021 (Hauptfigur ist "young and stylish librarian")

Matt Haig: The midnight Library. Canongate 2021

Heather Kapanka: "School library media specialists: An evolving profession in a pandemic". In: IFLA Journal, 11. Mai 2021

Nima Soltani-Nejad / Marzieh Jahanshahi / Mohammad Karim Saberi / Nasim Ansari / Nayereh Zarei-Maram: "The relationship between social responsibility and public libraries accountability: The mediating role of professional ethics and conscientiousness". In: Journal of Librarianship and Information Science, 17. Mai 2021

Arif Khan: "Towards developing library and information science practicum supervision competency framework". In: Journal of Librarianship and Information Science, 11. März 2021

Monday, May 31, 2021

Neuerwerbungen

Marina Abramović (with James Kaplan): Walk through walls. A memoir. Penguin Book 2017

Zana Hart: Bad Weather, Bad Man. 2. ed. Hartworks 2018 (The curious librarian cozy mystery, 2)

Camilla Chafer: Jeopardy in January (Neuauflage unter dem Titel "Murder in the Library"). Selbstverlag 2021 (A Calendar Mystery, 1)

Laurie Cass: Checking out Crime. Berkley Prime Crime 2021 (A bookmobile cat mystery, 9)

Michael Campeta: The late Mr. Cary. A 1920s Mystery. Eigenverlag 2021 (Hauptfigur ist "young and stylish librarian")

Matt Haig: The midnight Library. Canongate 2021

Editors of the New York Times Magazine: The Decameron Project. 29 new Stories from the Pandemic. Scribner 2020

Tuesday, May 18, 2021

Sex appeal in dictionaries

Diese "Perle" aus dem Jahr 1969 habe ich gerade in der Zeitschrift Reference Quarterly (RQ) entdeckt. Ich frag mich, wie das heute aufgenommen würde :-D

Objective criticism of a new dictionary is difficult, because a dictionary is secretive, like a woman. At first glance she may look beautiful, smell good, and have tremendous sex appeal. And then her apparent virtues may peel like the skin of a Spanish onion. Only after months or even years of living with her can we discover the intrinsic good points; and bad. And balance them out. What we see at first glance may be the hairdo, the length of the skirt, and the essential dimensions. Whether or not the lexicographic love affair ends happily or in bookswitching depends a great deal on complicated editorial factors.

Quelle: Edward R. Brace: "Sex Appeal in Dictionaries". In: RQ 9 (1969) 2, S. 168-170

Friday, April 30, 2021

"coach-painter and would-be assassin". Homonymenzusätze in der British Library

Das Digital scholarship blog der British Library lenkt den Blick auf einen Aspekt des Bibliothekswesen, dessen Humorfaktor bisher unterschätzt wurde: den Homonymenzusatz. Mit diesem Zusatz werden u.a. Personen mit dem gleichen Namen oder gleichlautende Begriffe in den Normdaten unterschieden. So wird zum Beispiel klar, dass "Mayer, Peter (Abgeordneter 1774 – 1848)" ein anderer ist als "Mayer, Peter (Bildhauer, Künstler 1938 – 2009) oder dass es Tau <Niederschlag> und Tau <Seil> gibt.

Ein paar weitaus außergewöhnlichere Beispiele aus dem Handschriftenkatalog der British Library werden in den Beiträgen "The Butcher, the Baker, but not the Candlestick Maker" und "What did you call me?!" beschrieben.

Wednesday, April 28, 2021

ALA-Webinar Bridging the Gap: In Support of Female Librarianship, 8.5.

The ALA Committee on the Status of Women in Librarianship (COSWL), the Association of College and Research Libraries Women and Gender Studies Section, and the Social Responsibilities Round Table (SRRT) Feminist Task Force will host a complimentary webinar titled "Bridging the Gap: In Support of Female Librarianship" on Tuesday, May 4, 2021, 2:00 pm (ET) / 1:00 pm (CT) / 8:00 p.m. (CEST). Register in advance for this webinar. After registering, you will receive a confirmation email containing information about joining the session.

Despite the widespread number of women working in libraries today many of us, particularly women of color, regularly experience instances where our contributions, opinions, and suggestions are undermined when at work. Over time this results in poor morale, loss of individual confidence, and, in extreme cases, a hostile work environment. What are the factors that contribute to the demeaning of women's contributions? While studies support the anecdotal evidence women regularly share about the gender inequities still at play in the general workforce, how do these inequities play out in the library workforce?
What are effective strategies that women can employ to combat being undermined in the workplace? What can employers do to assure that the contributions of women are not regularly devalued? What can women do to make sure we are not contributing to demeaning or undervaluing our female colleagues - and how can we better lift-up and support female colleagues?
Join us in a lively discussion as we seek to better understand the factors that contribute to undermining and undervaluing women in the library workplace and identifying strategies that can be used to make the library work place an environment where women's many contributions are valued.

Saturday, March 27, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/2

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Ye Tian / Jingbei Zhang: "Employment discrimination analysis of Library and Information Science based on entity recognition". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 2

Yin Zhang / Fangli Su / Brenna Hubschman: "A content analysis of job advertisements for digital humanities-related positions in academic libraries". in: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 1

Rayla E. Tokarz: "Creative, innovative, and collaborative librarians wanted: The use of personality traits in librarian job advertisements". In: Library Philosophy and Practice (2019), S. 1-21

Claudene Sproles / Angel Clemons: "The migration of government documents duties to public services: An analysis of recent trends in government documents librarian job advertisements". In: The Reference Librarian, 60 (2019) 2, S. 83-92

Jeonghyun Kim / Edward Warga / William Moen: "Competencies required for digital curation: An analysis of job advertisements". In: International Journal of Digital Curation 8 (2013) 1, S. 66-83

Kellee E. Warren / Jung Mi Scoulas: "Excessive Workload in Special Collections Public Services Librarianship: Challenges, Feelings, and Impact". In: Journal of Library Administration, 22. Februar 2021

Kathy M. Irwin: "Characteristics Influencing Academic Librarians' Political Skills: Keys to Organizational Effectiveness and Career Success". In: Journal of Library Administration 61 (2021) 2, S. 207-230

Jody Condit Fagan / Hillary Ostermiller / Elizabeth Price / Lara Sapp: "Faculty Perceptions of Academic Librarians: Experts, Connectors, and Resource Stewards". In: New Review of Academic Librarianship, 22. Oktober 2020

Lijuan Xu / Ana Ramirez Luhrs: "From coloring the academic landscape to integral players of the community: Underrepresented minority librarians flexing their service muscles". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 6

Kaetrena Davis Kendrick / Ione T. Damasco: "Low Morale in Ethnic and Racial Minority Academic Librarians: An Experiential Study". In: Library Trends 68 (2019) 2, S. 174-212

Teresa Y. Neely / Lorna Peterson: "Achieving racial and ethnic diversity among academic and research librarians: The recruitment, retention, and advancement of librarians of color. A white paper". In: ACRL News 68 (2007) 9

April Hathcock: "White Librarianship in Blackface: Diversity Initiatives in LIS". In: In the library with the lead pipe, 7. Oktober 2015

Mary Kandiuk: "Promoting racial and ethnic diversity among Canadian academic librarians". In: College and Research Libraries 75 (2014) 4, S. 492-556

Danya Leebaw / Alexis Logsdon: "Power and Status (and Lack Thereof) in Academe: Academic Freedom and Academic Librarians". In: In the library with the lead pipe, 16. September 2020

Monday, March 22, 2021

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar:in, 2021/1

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Ying Zhang / Susan Xue / Zhaohui Xue: "From collection curation to knowledge creation: Exploring new roles of academic librarians in digital humanities research". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 2

R. Olorunsola, I.J. Ibegbulam: "Flexible working hours for academic librarians in Nigeria". In: Library Review 52 (2003) 2, S. 70-75

Shiekuma Felix Tor: "Probing the effect of library staff' discussions at duty posts on graduate students' research activities: Evidence from a Nigerian university library". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 2

Oluwatobi I. Omotunde / Gabriel O. Alegbeleye: "Talent management practices and job performance of librarians in university libraries in Nigeria". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 2

Ann Ritchie / P. Genoni: "Mentoring in professional associations: Continuing professional development for librarians". In: Health Libraries Review 16 (1999) 4, S. 216-225

Michelle Gill / Meerabai Gosine-Boodoo: "A case for purposeful mentorship in research and publishing at a Caribbean academic library". In: The Journal of Academic Librarianship 47 (2021) 2

K.M. Ross: "Purposeful mentoring in academic libraries". In: Journal of Library Administration 53 (2013) 7–8, S. 412-428

Friday, March 05, 2021

Neuerwerbungen

endlich wieder was für die Wörterbuchsammlung:
  • Paul Kwauka / Richard Pietsch: Kurisches Wörterbuch. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk 1987 ("Wortschatz der Bewohner, insbesondere der Haff-Fischer der Kurischen Nehrung")
SantaThing (Buchwichtelspiel von LibraryThing):
  • Susan Cooper: Over Sea, Under Stone (The Dark is Rising Sequence)
  • Gail Carriger: Soulless
  • Douglas Adams: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy
  • Sarah Monette: The Bone Key: The Necromantic Mysteries of Kyle Murchison Booth
Weihnachtsgeschenke:
  • Ursus Wehrli: Kunst aufräumen
  • Ursus Wehrli: Noch mehr Kunst aufräumen
  • Stanislaw Lem: Test. Phantastische Erzählungen
  • Stanislaw Lem: Sterntagebücher
  • Florian Schiel: Bastard Assistant from Hell: Roman
  • Kai Kupferschmidt: Blau: Wie die Schönheit in die Welt kommt
  • William Hope Hodgson: Geisterpiraten und andere schauerliche Seegeschichten
Sonstiges:
  • Ted Chiang: Exhalation
  • Abidemi Sanusi: Looking for Bono
  • Adam Kay: This is Going to Hurt: Secret Diaries of a Junior Doctor
  • Wolfgang Herrndorf: Tschick

Wednesday, February 10, 2021

Call for Papers: Sammelband Akademisches Lesen. Medien, Praktiken, Bibliotheken

In der Reihe "Bibliothek im Kontext" soll der Band "Akademisches Lesen. Medien, Praktiken, Bibliotheken" erscheinen. Dafür werden nun Beiträge gesucht:
"Lesen, verstanden als das visuelle Aufnehmen und kognitive Verarbeiten schriftlicher Informationen durch ein Individuum, ist die Grundlage akademischer Wissenserzeugung. Neben dem sequenziellen Lesen von kontinuierlichen Texten spielen in akademischen Kontexten auch andere Lesepraktiken eine entscheidende Rolle: Suchendes, orientierendes, überfliegendes und punktuelles Lesen zählen ebenso dazu wie das Erfassen und Verarbeiten diskontinuierlicher Textsorten wie Tabellen, Kataloge, Indizes oder Register. Dazu kommen zu lesende Ergebnisseiten von Suchmaschinen oder Datenbanken sowie die Anordnung von Buchaufstellungen in Bibliotheken. Diskontinuierliche Lesestrategien zur schnellen Erfassung von Informationen dienen der Identifizierung von relevanten Texten und Textabschnitten und bilden dadurch häufig die Vorstufe eines kontinuierlichen Tiefenlesens, welches erst ein ganzheitliches Verstehen und Analysieren von schriftlich codierten Wissenskomplexen ermöglicht.

Akademisches Tiefenlesen zeichnet sich wiederum durch spezifische Leistungen und Anforderungen aus. Erstens müssen Aussagen in Texten identifiziert und zusammengeführt wer-den. Dabei müssen Leistungen der Beschreibung, des Exzerpierens und des Referenzierens von Informationen erbracht werden. Zweitens müssen die extrahierten Aussagen zu vorhandenen Wissensbeständen aus anderen Texten in Beziehung gesetzt werden, um größere Zusammenhänge zu erschließen und assoziative Wissensbestände zu erzeugen. Dabei sind Leistungen der Kategorisierung, Systematisierung, Kontrastierung und Kombination von Informationen zu erbringen. Drittens müssen gelesene Aussagen und ihre Verknüpfungen in ihrer Bedeutung bewertet werden. Hierzu müssen Aussagen als bedeutend markiert, durch eigenes Wissen ergänzt, in Kontexte eingeordnet und kommentiert werden. Und viertens müssen die gewonnenen Erkenntnisse in sich logisch strukturiert als neuer Wissensbestand zusammengestellt und erinnert werden.

Wissenschaftliche Bibliotheken nehmen als Informationsversorger der Wissenschaft nachhaltigen Einfluss auf die Möglichkeiten, Praktiken und Medien des akademischen Lesens. Gleichzeitig stehen bibliothekarische Angebote in Abhängigkeit zu den dynamischen Entwicklungen des Publikations- und Informationsmarkts.

All die genannten Dimensionen des akademischen Lesens sind von dem Digitalisierungsschub der letzten Jahre tiefgreifend betroffen, dessen konkrete Konsequenzen für Studierende, Lehrende und Forschende erst noch zu analysieren sind."

Weitere Informationen zu Deadlines und möglichen Themen im Call for Papers.

Thursday, February 04, 2021

CfP Workshop "Besitz und Gebrauch – Bücher in bürgerlicher Hand"

Der Workshop "Besitz und Gebrauch – Bücher in bürgerlicher Hand" wird am 2. und 3. Dezember 2021 an der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek Wittenberg (oder online) stattfinden. Der CfP läuft bis 15. Mai 2021. Zur Ausrichtung:

Die Frage nach der Erschließung von Büchern in ihrem Benutzungskontext in der Frühen Neuzeit wird gegenwärtig intensiv diskutiert. Unter anderem richtet sich der Blick auf Kulturen des Sammelns (etwa private Bibliotheken oder Archive), auf Praktiken des Lesens und Annotierens sowie auf methodische Wege der Erschließung und Analyse von textlichen Artefakten im Sinne von "Buchbiographien". Der Workshop knüpft an eine Tagung des Jahres 2019 im Stadtmuseum Berlin an, die dem ursprünglich aus Mainz stammenden, viele Jahre in Halle (Saale) lebenden Seidensticker Hans Plock (ca. 1490-1570) und dessen Buchbesitz gewidmet war. Der Luxushandwerker Plock setzte sich insbesondere in der von ihm annotierten und collagenhaft bebilderten Lutherbibel (1541) intensiv mit theologischen, politischen und anderen Aspekten der Reformationszeit auseinander. Aber auch in einer Sensenschmidt-Bibel und einem Sammelband mit reformatorischen Flugschriften hat Plock Spuren hinterlassen. Der Wittenberger Workshop weitet nun die Perspektive, indem bürgerlicher Buchbesitz und Buchgebrauch vom 15. bis 17. Jahrhundert systematischer und vergleichend in den Blick genommen werden soll.

Neben kirchlichen Institutionen und Angehörigen des Adels waren es insbesondere wohlhabende und gebildete Bürgerinnen und Bürger, die Bücher erwarben, einige von ihnen bauten sogar größere Büchersammlungen auf. Das Spektrum reicht hier von Gelehrten über städtische Führungsgruppen bis hin zu Handwerkern, Händlern und Gewerbetreibende. Funktion und Stellenwert des Buchbesitzes in bürgerlicher Hand variierten allerdings in den unterschiedlichen sozialen, politischen und kulturellen Kontexten. Die Vermutung liegt nah, dass dies auch Auswirkungen auf den Umgang mit Büchern zeitigte. Wie wurde mit dem Objekt "Buch" umgegangen? Bedeutete Buchbesitz auch Buchlektüre? Wie sah die Praxis des Lesens in den verschiedenen bürgerlichen Milieus aus? Was war wichtig, was wurde wie verstanden und vielleicht auch weitergegeben? Lassen sich Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Buchbesitz und Buchgebrauch bestimmen, wie kann bürgerlicher von adeligem oder geistlichem Umgang mit Büchern abgegrenzt werden?

Diesen Fragen geht der Workshop in einem interdisziplinären Zugriff nach, wobei insbesondere den Gebrauchsspuren Aufmerksamkeit zukommen soll: Randnotizen, Zeichen und Zeichnungen, hinzugefügte Bilder und Wappen, An- und Unterstreichungen gelten als Formen der Aneignung von Büchern und deren Inhalten, aber auch als Austausch, in dem Besitzerinnen und Besitzer in den Dialog sowohl mit Autorinnen und Autoren als auch mit den Büchern als Objekte treten. Für den Workshop sind gleichermaßen Beiträge willkommen, die Einzelpersonen oder bestimmte Sammlungen untersuchen wie auch solche, die übergeordnete Fragen oder methodische Probleme behandeln.

Mehr dazu auf h-germanistik.

Sunday, January 24, 2021

Neuerwerbungen

nach langem wieder mal eine ganze Ladung von Bibliothekskrimis gekauft :-)
Kate Carlisle: The book supremacy. Berkley Prime Crime 2019 (A Bibliophile mystery, 13)

Sofie Kelly: A night's tail. Berkley Prime Crime 2019 (A magical cats mystery, 11)

Laurie Cass: Booking the crook. Berkley Prime Crime 2019 (A bookmobile cat mystery, 7)

Meg Perry: Resigned to death. Selbstverlag 2021 (A Jamie Brodie mystery, 21)

Meg Perry: Obsessed to death. Selbstverlag 2019 (A Jamie Brodie mystery, 18)

librarian & shrink

"Lizzie Benson slid into her job as a librarian without a traditional degree. But this gives her a vantage point from which to practise her other calling: as an unofficial shrink".

Jenny Offill: Weather. Granta Books 2020

Thursday, January 14, 2021

Online-Austauschtreffen Decolonize the Library, 27. Jänner 2021

Ein Online-Austauschtreffen zum Thema "Decolonize the Library" findet am 27. Jänner 2021 von 15 bis 17 Uhr auf Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung beleuchtet in mehreren Kurzvorträgen verschiedene Aspekte der bibliothekarischen Praxis, um den fachlichen Austausch zu den Themen Kolonialismus und Rassismus in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken zu fördern. Programm:

15:00 Begrüßung und Einleitung

15:15 – 16:15 Inputs in Form von Kurzvorträgen mit Diskussion:

  • Archiving the Afro-German Cultural Movement. Philipp Khabo Koepsell (EOTO), angefragt
  • Kolonialität im Wissenschaftssystem und die Rolle der Bibliotheken im Globalen Norden. Nora Schmidt (mdw)
  • Vorurteilsbewusste Auswahl von Kinderbüchern. Magdalena Emprechtinger (BAOBAB)
  • Strategien für den Umgang mit rassistischen Beständen: Praxisbericht aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Dani Baumgartner (Frauen*solidarität), Sarah Schmelzer (ÖFSE)

16:15 – 16:45 Diskussion, Austausch und Vernetzung

16:45 – 17:00 Gemeinsamer Abschluss

Thursday, September 03, 2020

CFP: Queering Information: LGBTQ+ Memory, Interpretation, Dissemination

Submissions for a Special Issue of The International Journal of Information, Diversity, and Inclusion with the topic of LGBTQ+ Memory, Interpretation, Dissemination are sought. Here is the call:
In the twenty-first century, LGBTQ+ people, cultures, and histories worldwide have become more visible in the public sphere, the media, and in cultural heritage institutions such as libraries, archives, and museums. At the same time, multiple barriers exist in making information resources and cultural artifacts for the LGBTQ+ community accessible. Traditional academic notions of "notability", "peer review", "scholarly work", and "credible source" also impact representation of diverse voices, communities, and forms of cultural production and collection of such works among LGBTQ+ peoples around the world.

LGBTQ+ populations in countries currently experiencing their "Stonewall moments" are discovering, documenting, archiving, and disseminating their existences in innovative ways that may contradict "best practices" defined by English speaking and western European countries. While a movement exists to provide global access to LGBTQ+ information, barriers such as physical safety, language, digital divide, and government surveillance impacts the broader dissemination of LGBTQ+ information and cultural artifacts from the Balkans, the former Soviet Union, the MENA region and the Global South.

For this special issue, we invite librarians, archivists, record keepers, knowledge keepers, critical theorists, educators, scholars, students, computer scientists, data specialists, and creative individuals to consider how the tools and traditions of the information professions—often perceived by LGBTQ+ people as safe, inclusive professions—may lift up or diminish LGBTQ+ populations and their cultural output. We invite work that offers critical reflections on access to LGBTQ+ information, LGBTQ+ collection development in the broadest sense of the term, queering open culture, and decentering whiteness in LGBTQ+ resources, services, programming, and spaces in libraries, archives, museums, and online information professions. We are interested in work that suggests critical interventions into tools and traditions that oppress LGBTQ+ people and LGBTQ+ information resources.

We seek contributions that describe diverse practices that challenge entrenched ideas about the LGBTQ+ community, their cultural output, their information seeking behavior and reading preferences; the types of LGBTQ+ information resources sought after by cisgender heterosexual populations; the roles of information professions and information professionals in regard to supporting LGBTQ+ visibility and civil rights; the definition of scholarly information as it applies to LGBTQ+ cultural output; cataloging and metadata, digital repositories and library systems. We are particularly interested in hearing perspectives on queering information from Black, Indigenous, People of Color, the disabled, and people from non-English speaking, non-Western European countries. We welcome a broad spectrum of submissions that touch on the following themes:

  • LGBTQ+ people as collectors and archivists
  • LGBTQ+ populations as librarians, archivists, museum professionals
  • Presentation of LGBTQ+ information / diversity of information resources
  • Inclusion of LGBTQ+ information resources in all collections
  • Diversity of LGBTQ+ voices / representation in LGBTQ+ history and culture
  • Formal or informal LGBTQ+ civil rights demonstrations or movements analogous to the Stonewall Rebellion in the United States.
  • LGBTQ+ existence in social media, Web 2.0 and Wikimedia spaces
  • Marginalized / criminalized LGBTQ+ populations and their access to LGBTQ+ information
  • The impact of language on LGBTQ+ information access and representation in information resources
  • Whose stories are we preserving, and why? What stories and experiences do we end up telling?
  • Metadata and LGBTQ+ information access
  • Algorithms and LGBTQ+ information access
  • Intersection between LGBTQ+ collection building, archives, and LGBTQ+ rights activism
  • Do LGBTQ+ collections in libraries and archives have a diversity problem?
The issue will be guest edited by Rachel Wexelbaum. Abstracts are due on October 1 via eMail to rswexelbaum (at) gmail.com. Author guidelines of the journal.

Friday, July 24, 2020

CfP: Black Women Librarians

Spannende Ausschreibung:

In Spring 2022, the Library History Round Table will devote volume 6, number 1 of Libraries: Culture, History, and Society, and significant space in LHRT News and Notes, to scholarship, book reviews, and blog posts on Black women librarians. This issue will be guest-edited by Dr. Nicole A. Cooke, the Augusta Baker Endowed Chair and Associate Professor at the University of South Carolina. [...]

Dr. Cooke will accept proposals for scholarly articles and select 4-6 research studies for publication in LCHS. She will collaborate with additional authors and with Brett Spencer, LCHS book editor, and LHRT blog editor, to publish additional material in News and Notes. We are particularly interested in material on Black women librarians who have not yet been covered adequately by the scholarly or professional literature (please see the linked list). Proposals concerning other pathbreaking librarians are also welcomed. Thus, there will be various opportunities for all types of writers within the library history community to contribute toward raising awareness about the experiences of Black women within our field.

To submit a proposal, please contact Dr. Cooke via this signup form by November 16, 2020. https://forms.gle/QA5QggLHfU8NHUwM8 Full CFP can be found here: https://drive.google.com/file/d/1lFFga_cdu1stWAnnF0gk8_KwjYe2MfUd/view?usp=sharing.

Quelle: StanleyK.

Tuesday, July 21, 2020

"schüchtern, bescheiden und höflich, vom Typ her eher Bibliothekar"

"Attila Krasznahorkay ist ein zurückhaltender Mann, schüchtern, bescheiden und höflich, 66 Jahre alt, vom Typ her eher Bibliothekar als Geisterjäger".
Gelesen in: Robert Gast: "Die fünfte Kraft. Ungarische Forscher wollen ein neues Elementarteilchen aufgespürt haben. Die Geschichte einer umstrittenen Entdeckung". In: spektrum.de, 15. Juli 2020

AG Universitätsverlage: Open Access als Voraussetzung für Mitgliedschaft

Die AG Universitätsverlage, die Mitglieder aus dem deutschsprachigen Raum hat, hat ihre Kriterien für eine Mitgliedschaft überarbeitet und legt dabei einen Schwerpunkt auf Open Access und Open Science:
1. Bekenntnis zu Open Access und Open Science
a) Autor:innen und Herausgeber:innen wird sichtbar die Möglichkeit angeboten, Open Access im Sinne der Berliner Erklärung zu publizieren.
b) Die jeweilige Open-Access-Version der Veröffentlichungen ist über die Seite des Verlags zugänglich. Dies ist unabhängig davon, ob die Publikationsplattform in der Verantwortung des Verlags selbst liegt oder durch eine andere Einrichtung betrieben wird.
c) Die langfristige Verfügbarkeit solcher Open-Access-Versionen und ihrer Metadaten ist durch eine anerkannte Plattform zur Sicherung der Langzeitverfügbarkeit und/oder eine wissenschaftliche/öffentliche Einrichtung gesichert.
d) Der Verlag ist offen gegenüber neuen oder experimentellen Formen des Publizierens, die Open Science unterstützen (Verknüpfung mit Forschungsdaten, enhanced publications, Annotationen, Maschinenlesbarkeit etc.).

2. Wissenschaftsfreundliche Rechtepolitik
Eine wissenschaftsfreundliche Rechtepolitik ermöglicht es, dass Forschungsergebnisse möglichst breit rezipiert und nachgenutzt werden können. Das bedeutet, dass wissenschaftliche Urheber*innen die Kontrolle über ihre eigenen Publikationen behalten und den Verwertern nur die Rechte einräumen, die diese für ihre Dienstleistung benötigen.
a) Der Verlag bietet klare Informationen zu den urheberrechtlichen Aspekten seiner Services.
b) Der Verlag lässt sich von den Urheber:innen für die zentralen Verbreitungsformate einfache, also keine ausschließlichen Nutzungsrechte einräumen.
c) Der Verlag lässt sich von den Urheber:innen nur die Nutzungsrechte einräumen, die er auch ausüben wird (z.B. Online-Veröffentlichung, Verbreitung von Printexemplaren, ggf. Übersetzungen).
d) Um der Allgemeinheit größtmögliche Nutzungsrechte einzuräumen, werden die Open-Access-Publikationen unter anerkannten Lizenzen zur freien Nachnutzung veröffentlicht. Empfohlen wird die Creative-Commons-Lizenz CC BY.

Quelle: Inetbib, 21. Juli 2020.

Thursday, July 16, 2020

Why did you become a librarian?

Claire Warren stellte auf Twitter die Frage: "Why did you become a librarian? WRONG answers only". Ein paar Antworten:
I figured any job requiring a Masters degree but paying squat must be really fulfilling and respected. ("Essential" Librarian to the Man)
Because spending my day showing people how to connect the printer, refilling the printer, unjamming the printer, calling tech about the printer, toggling power on the printer, and silently swearing at the printer is what I live for. #paperlesssocietyisamyth (Michelle)
Und warum wurdet Ihr (nicht) Bibliothekar*innen? ;-)

Monday, June 29, 2020

ALA "accepts and acknowledges its role in upholding unjust systems"

Die American Library Association übernimmt in einer Presseaussendung vom 26. Juni 2020 Verantwortung für Rassismus und Ungleichbehandlung innerhalb des Verbandes und des Berufs:

"The American Library Association (ALA) accepts and acknowledges its role in upholding unjust systems of racism and discrimination against Black, Indigenous, and People of Color (BIPOC) within the association and the profession.

We recognize that the founding of our Association was not built on inclusion and equity, but instead was built on systemic racism and discrimination in many forms. We also recognize the hurt and harm done to BIPOC library workers and communities due to these racist structures.

We commit to our core values, particularly equity, diversity, and inclusion, and will demonstrate this commitment by reassessing and reevaluating our role in continuing to uphold unjust, harmful systems throughout the Association and the profession. We will include ALA members, ALA staff, and the profession in our movement forward, and we are developing a plan toward becoming the inclusive association we aspire to be. Going forward we commit to the following:

  • To engage in dialogue with our members to inform our path forward,
  • To continue assessing our governance structure such as through the Forward Together recommendations,
  • To address the disparities in access to information for BIPOC.

We take responsibility for our past, and pledge to build a more equitable association and library community for future generations of library workers and supporters".

Es gibt auch weitere Statements zu Themen wie Blacklivesmatter, u.a. in Zusammenarbeit mit dem Black Caucus of the American Library Association.

Saturday, June 27, 2020

Fühl Dich angesprochen!

Die Website der Moststraße will nicht alle ansprechen, aber alle sollen sich angesprochen fühlen:
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit gendern wir unsere Texte nicht. Dies impliziert keine Geschlechterdiskriminierung, alle Personen sollen sich gleichermaßen von unseren Inhalten angesprochen fühlen. Danke für Ihr Verständnis.

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog. Gegenbeispiel hier, anderes Beispiel für "mitgemeint" hier.

Friday, June 26, 2020

info7 sucht Berichte aus dem Homeoffice

Aus medoc vom 26. Juni 2020:
die Fachzeitschrift info7 möchte aus gegebenem Anlass in den kommenden Heften das Thema Homeoffice und deren Auswirkungen auf den dokumentarischen und archivischen Arbeitsalltag thematisieren.

Dafür benötigen wir dringend Ihre Mithilfe. Wenn Sie Interesse haben, Ihre Erfahrungen mit den anderen Kolleginnen und Kollegen zu teilen, melden Sie sich bitte kurzfristig bei redaktion@info7.de. Redaktionsschluss ist der 15. Juli.

Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen in kurzen Statements mit, die wir dann gesammelt abdrucken möchten. Es reicht eine Manuskriptseite, kann gerne aber auch mehr sein. Insbesondere interessieren uns dabei die folgenden Themenbereiche: Wie haben Sie in Ihren Dokumentationen und Archiven in den letzten Wochen die Arbeit organisiert? Auf welche technischen Lösungen konnten Sie dabei zurückgreifen? Wie war der Anteil zwischen Homeoffice und Präsenz? Welche Arbeiten lassen sich problemlos in das Homeoffice verlegen, welche nicht? Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie mit Arbeit im Homeoffice gesammelt? Wie war und ist die Resonanz bei den Kolleginnen und Kollegen? Welche Schlussfolgerungen haben Sie aus den ersten Wochen für die zukünftige Arbeit gezogen?

info7, das Magazin für Medien, Archive und Information, widmet sich seit über 30 Jahren dem Bereich Mediendokumentation und Medienarchive.

nordburgenlandplus verzichtet auf geschlechtersensible Schreibweise

Aus der Lokalen Entwicklungsstrategie nordburgenlandplus 2014 - 2020:
Dieses Dokument verzichtet aus Gründen der Lesbarkeit auf die geschlechtersensible Schreibweise. Die männliche Form wird sowohl für die weibliche wie auch für die männliche Form verwendet.

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog. Gegenbeispiel hier, anderes Beispiel für "mitgemeint" hier.

Wednesday, June 24, 2020

Neuerwerbungen - von Osternacht bis New Guinea Pidgin

Philippe Jaroussky: Seule compte la musique. Conversations avec Vincent Agrech. Papier Musique 2019 (Via Appia)

Norbert Gstrein: Als ich jung war. 3. Aufl. Hanser 2019

Olga Tokarczuk: Die Jakobsbücher. Übersetzt von Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. Kampa Verlag 2019 [Księgi Jakubowe]

Mathias Nordvig: Norse mythology for kids. Tales of gods, creatures, and quests. With Norse glossary. Illustrations by Meel Tamphanon. Rockridge Press 2020

Friedrich Steinbauer (Compiler): Concise dictionary of New Guinea Pidgin (Neo-Melanesian) with translations in English and German [Titel am Cover: Neo-Melanesian Dictionary]. Madang: Kristen Pres 1969 [Geschenk einer Freundin für meine Wörterbuchsammlung - gefunden bei Carla Nord]

Radek Knapp: Reise nach Kalino. München: Piper 2014 [ein Volltreffer aus dem offenen Bücherschrank in Föhrenau - sehr zu empfehlen]

Michael Bünker / Peter Karner: Der Gestank des Todes und der Duft der Auferstehung: 10 Visionen zur Osternacht. Styria 2009

Tuesday, May 26, 2020

Soziale Aspekte der Nachhaltigkeit im Bibliothekswesen

Ich besuche derzeit den Zertifikatskurs "Kooperative Stadt- und Regionalentwicklung: Die nachhaltige Region" an der Universität Wien. Für die Lehrveranstaltung "Climate justice and social implications" sollten wir das Thema soziale Nachhaltigkeit aus unserem professionellen Blickwinkel reflektieren. Ich habe mich Bibliotheken gewidmet und möchte den Text hier gerne wiedergeben (letzter Satz tongue-in-cheek):

Reflections on social aspects of sustainability as seen from my own profession

My own professional background is library and information science. When reading my notes from our lecture again, I was surprised how many of the concepts and topics apply to public libraries: sharing economy, public space, access to resources, education, employability, personal well-being, limiting consumption...

The consideration of the role of humanity in climate change and the notion of sustainable development are core concerns of society, and consequently of libraries (Source: IFLA, Environment, Sustainability and Libraries Special Interest Group).

Sharing economy and access to resources are concepts inherent to public libraries: Lend instead of own, share and re-use instead of keep to yourself. Increasingly, "libraries of things" enable limiting consumption. Example: In one branch of the Vienna Public Libraries, library card owners can lend tools, technical devices, musical instruments, toys, and sports equipment without an extra fee. Other libraries provide "seed libraries" where seeds from traditional plants can be borrowed.

Libraries as public spaces are considered a "third place" apart from home and work. In many areas, they are the only places without pressure to buy/consume. They are open to private persons, but also to one-person companies without an own office. In libraries, people can read, work, relax, think, meet, listen, be silent, search, find. A related role could be climate change adaption: Public libraries in big cities have a history of constituting "warm rooms" for homeless people or people who cannot afford to heat their homes. In the future, "cool rooms" will be needed. In Vienna, the Red Cross started offering so-called cooling centres in malls – air-conditioned rooms where people can recover from the heat, especially in times where the night temperatures stay high. These could also be provided by – or in cooperation with – libraries.

Libraries offer a range of media that can be used for education (and resulting employability) as well as for personal well-being, e.g. for entertainment, distraction, or relaxation. Libraries could align their collection development policies to include media about the wide field of social, ecological, and economic sustainability. Library buildings can be built or adapted following green building standards.

Recapitulating, libraries are an epitome of social sustainability :-)

Thursday, April 16, 2020

USA und Covid-19: Initiative "Protect library workers"

In den USA hat sich die Initiative "Protect library workers" (Hashtag #closethelibraries) gebildet, die sich für die Gesundheit von Bibliotheksmitarbeiter*innen in der Corona-Krise einsetzt.
The American Library Association, state library associations, and state/regional library agencies have all advocated for keeping library staff at home. "We are grieving alongside our colleagues as libraries are forced to close in the face of COVID-19," EveryLibrary's March 18 statement reads. "But the threats to our communities’ health are too significant not to close, and we do not want to see a single library worker fall ill because of their job."

However, even in extreme circumstances — the Houston (TX) Public Library has a confirmed COVID-19 case on staff and its workers are still expected to come in to work in the building, using paper towels and rubber bands to fashion protective masks — these organizations have largely not stepped up to defend workers.

As of March 28, 2020, there are still hundreds of libraries, both academic and public, in the United States that are sending employees to work despite stay-at-home and shelter-in-place orders enacted at the local or state level.

Viele Bibliotheksmitarbeiter*innen müssten zwischen der eigenen Gesundheit und der Gesundheit ihres Umfelds auf der einen Seite und ihrem Gehalt und Lebensunterhalt auf der anderen Seite wählen, so die Initiative.

Thursday, April 09, 2020

Diversitätsorientierte Personalgewinnung & -entwicklung im Bibliothekssektor

"Diversitätsorientierte Personalgewinnung und Personalentwicklung im Bibliothekssektor" steht am Fachtag am 24./25. September 2020 in der Stadtbibliothek Bremen im Vordergrund. Die Veranstaltung kombiniert Fachvorträge und Best Practice-Beispiele rund um das Thema diversitätsorientierte Personalgewinnung und -entwicklung in Bibliotheken.
  • Dr. Nicola Byok, Rechtsanwältin, Diversity-Expertin und Business Coach aus Hamburg wird über die Notwendigkeit und den wirtschaftlichen Nutzen einer divers aufgestellten Institution sprechen.
  • Hildegard Guderian von der Universität Duisburg-Essen stellt ihren Leitfaden zu strukturierter diversitätsorientierter Personalauswahl vor und gibt Anregungen, wie dies auf den Bibliothekssektor übertragen werden kann.
  • Anhand ausgewählter Kurzvorträge (sog. Lightning Talks) sollen Best Practice-Beispiele aus der Bibliothekswelt vorgestellt und diskutiert werden.
  • Zwei Workshop-Sequenzen beschäftigen sich mit konkreten Fragestellungen rund um das Thema Diversität, wie z.B. altersdurchmischte Teams, Anti-Diskriminierung am Arbeitsplatz oder auch der Entwicklung partizipativer Formate zur besseren Nutzung von Wissen und Kompetenzen der Mitarbeitenden.
  • Neben Vorträgen und Workshops bietet der Fachtag auch ausreichend Gelegenheit zum Austauschen, Diskutieren und Vernetzen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, das genaue Programm und die Anmeldemodalitäten werden noch bekanntgegeben.

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2020/2

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Junli Dao: "Are we represented as who we are? An assessment of library faculty online profiles within the City University of New York". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 2

Serie "Förster Horn", Folge "Die Entscheidung". Elisabeth Horn möchte ihren Bruder, den verwitweten Förster Albert Horn, gerne mit einer Jugendfreundin verkuppeln. Die beiden sind einander sehr sympathisch, aber die Bibliothekarin kann sich nicht vorstellen, auf das kulturelle Angebot der Stadt zu verzichten und ins Forsthaus zu ziehen, und der Förster möchte eigentlich nicht noch einmal heiraten.

Heather Kelley / Quinn Galbraith / Jessica Strong: "Working moms: Motherhood penalty or motherhood return?". In: The Journal of Academic Librarianship 46 (2020) 1

Maike Lücht: "Wichtige Kompetenzanforderungen und Tätigkeitsfelder im Berufsfeld Bibliothek und Information. Ergebnisse einer Absolventenstudie". In: API Ausbilden | Publizieren | Informieren 1 (2020) 1

Neue Bibliothekszeitschrift: API Ausbilden | Publizieren | Informieren

In Inetbib habe ich gerade von einer neuen Open Access-Zeitschrift gelesen:
API (Ausbilden | Publizieren | Informieren – Studentisches Magazin der HAW Hamburg) wurde im Studienprojekt "Open Access" von Bachelorstudierenden am Department Information unter der Leitung von Prof. Christine Gläser und Prof. Dr. Ulrike Verch geplant und entwickelt. Es handelt sich um eine digitale Open-Access-Zeitschrift, die in Kooperation mit der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg im Januar 2020 erstmalig erschienen ist.
...
API ist ein Magazin für Studium, Lehre und Weiterbildung, in dem von Studierenden, Lehrenden und Praktiker*innen erstellte Texte und Anschauungsbeispiele publiziert werden. In vier Rubriken sind u. a. Best Practices, Praxiseindrücke, Exkursionsberichte, thematische Einführungen und Lerntipps für das Studium zu finden. Das API Magazin soll insbesondere jüngeren Semestern im Bereich Information, Bibliothek und Medien den Studieneinstieg erleichtern und einen vielfältigen Einblick in Studium und Praxis bieten. Alle Beiträge sind auch für die Nutzung auf dem Smartphone optimiert.
Die erste Ausgabe ist unter www.api-magazin.de abrufbar, die nächste erscheint voraussichtlich im Juni 2020.

Bibliothekskongress in Innsbruck auf 2022 verschoben

VÖB und BVÖ werden den für 2021 geplanten gemeinsamen Bibliothekskongress verschieben:
"Aufgrund der gegenwärtigen Entwicklungen sehen wir uns veranlasst, auch die Planungen zum Bibliothekskongress 2021 in Innsbruck zu überdenken. Dabei spielen weniger die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie eine Rolle, sondern – trotz des noch recht entfernt scheinenden Termins im April nächsten Jahres – auch die mittelfristig möglicherweise auf uns zukommenden wirtschaftlichen Konsequenzen, die sich in unserer Fach-Community niederschlagen könnten".
Der Kongress soll von April 2021 auf voraussichtlich Mai 2022 verschoben werden. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.

Monday, March 30, 2020

Neuerscheinung: Entwicklung des archivarischen Berufsstandes nach 1945

In der Reihe "Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte" ist soeben der Band "Was von Preußen blieb. Das Ringen um die Ausbildung und Organisation des archivarischen Berufsstandes nach 1945" von Philip Haas und Martin Schürrer erschienen.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte die preußische Archivverwaltung für die Archivistik im deutschsprachigen Raum und phasenweise europaweit Maßstäbe. Doch endete in Folge des Zweiten Weltkriegs mit der Auflösung des Staates Preußen auch das Bestehen seiner Archivverwaltung. Zwischen den verbliebenen Archivleitern setzte unter Beteiligung der Besatzungsmächte ein Ringen um Macht und Einfluss auf das sich neu konstituierende Archivwesen ein. Ausgefochten wurde dieser Kampf über die Fragen: Wie und wo sollte in Zukunft die Ausbildung der jungen Archivare stattfinden? Was bleibt von der preußischen Archivtradition – was bleibt von Preußen? Vorliegende Monografie untersucht erstmals vergleichend die widerstreitenden Pläne und Bemühungen der unmittelbaren Nachkriegszeit um die Gründung von Archivausbildungsstätten in Berlin, Münster, Marburg, Hannover, Bonn und München. Das Ringen um die Ausbildung verband sich mit grundsätzlichen Fragen nach der Organisation und zukünftigen Ausrichtung des Berufsstandes der Archivare. Zugleich wies der weitgehend homogene und elitäre Berufsstand der Staatsarchivare eine enge Verflechtung zur universitären Geschichtswissenschaft auf, die ebenso Gegenstand der Untersuchung ist wie die damaligen Ansätze zur Herausbildung einer Archivwissenschaft. Die zwischen 1945 und 1949 getroffenen Weichenstellungen prägen bis heute das deutsche Archivwesen.

ISBN 978-3-88443-338-6, erhältlich im Buchhandel oder bei der Historischen Kommission für Hessen.

Friday, March 20, 2020

Little Free Library mit neuer Aufgabe

Thursday, February 27, 2020

Weiterbildung: Universitätskurs One Person Libraries

An der Universität Innsbruck findet im Mai 2020 geblockt an vier Tagen ein Universitätskurs One Person Libraries statt. Der Kurs umfasst 4 ECTS und kann als Wahlmodul im ULG Library and Information Studies angerechnet werden. Die Teilnehmenden sind nach Abschluss des Universitätskurses in der Lage
  • ein OPL-Bibliothekskonzept zu erstellen und umzusetzen
  • Arbeitsabläufe zu definieren und zu optimieren
  • eine OPL selbstständig zu organisieren und zu verwalten
  • zielgruppenspezifische Services zu entwickeln und zu etablieren
Der Universitätskurs wird vom Land Tirol mit 30% der Kurskosten über Update+ gefördert.

Die Kurstage sind auf 7. und 8. sowie 28. und 29. Mai 2020 gelegt. Der Kurs kann als Wahlmodul für den Universitätslehrgang Library and Information Studies an den Universitäten Wien, Graz oder Innsbruck angerechnet werden.

Informationsfolder (PDF). Anmeldung und weitere Details.

Wednesday, February 19, 2020

Alf und das Bibliozid-Ritual

Ich schaue gerade die "Alf"-Folge "Der Pechvogel". Alf hat Brians Geschichtsbuch ins Aquarium fallen lassen, und beim Besuch, es im Backrohr zu trocknen, geht es in Flammen auf. Alf ist stark verunsichert, denn auf Melmac bringt es vierzehn Jahre Unglück, wenn man ein Geschichtsbuch zerstört. Abhilfe bringt nur das Bibliozid-Ritual, aber dabei müssen die Teilnehmenden in Fleisch gekleidet sein. Willy hält davon natürlich nicht viel. Als aber Alfs Unglückssträhne sich auf alle anderen ausdehnt, stimmt die Familie dem Ritual zu :-D

Thursday, January 16, 2020

Erfreuliche Auswahl bei SantaThing

Heuer war das Buchwichteln bei LibraryThing AKA SantaThing besonders erfolgreich: meine Wichtelin hat vier Volltreffer ausgesucht! :-)
Powers, Richard: The Overstory - "about nine Americans whose unique life experiences with trees bring them together to address the destruction of forests" (Wikipedia)

Miller, Madeline: Circe - "told from the perspective of Circe, a character in the Odyssey" (Wikipedia)

Sullivan, Matthew: Midnight at the Bright Ideas Bookstore - "When a bookshop patron commits suicide, his favorite store clerk must unravel the puzzle he left behind" (GoodReads)

Deakin, Roger: Wildwood: A Journey Through Trees - "In Deakin's glorious meditation on wood, the 'fifth element' as it exists in nature, in our culture, and in our souls the reader accompanies Deakin through the woods of Britain, Europe, Kazakhstan, and Australia in search of what lies behind man's profound and enduring connection with trees" (GoodReads)

Ich hoffe, mein Bewichtelter ist mit meiner Auswahl auch zufrieden.

BBB news: Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in, 2020/1

Die neuesten Einträge in der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in. Die gesamte Bibliographie findet sich auf library-mistress.net/berufsbild. - Für alle, die nicht wissen, was das ist: Seit meiner Studienzeit befasse ich mich mit Berufsbild, Tätigkeiten, Image von und Klischees über Bibliothekar_innen und andere Informationsarbeiter_innen. In der Bibliographie Berufsbild Bibliothekar_in verzeichne ich Publikationen zu Ausbildung, Außenwahrnehmung, Bezahlung, Berufsbezeichnungen, Berufsbild(er), (Auto-)Biographien, Darstellung in Literatur und Film, geschlechtsspezifische Unterschiede, Image, Jobaussichten, Karrierechancen, Klischees, Minderheiten, Lebensverläufen, Recruiting, Selbstverständnis, Tätigkeiten, Zertifizierung etc.

Stefan Kramer / Wolfram Horstmann: "Perceptions and beliefs of academic librarians in Germany and the USA: a comparative study". In: LIBER Quarterly 29 (2020) 1, S. 1–18

Felicity Hayes-McCoy: The library at the edge of the world. Hachette Ireland 2016 (Finfarran Peninsula, 1)

Felicity Hayes-McCoy: Summer at the Garden Café. Hachette Ireland 2017 (Finfarran Peninsula, 2)

Felicity Hayes-McCoy: The Mistletoe Matchmaker. Hachette Ireland 2017 (Finfarran Peninsula, 3)

Felicity Hayes-McCoy: The Month of Borrowed Dreams. Hachette Ireland 2018 (Finfarran Peninsula, 4)

Felicity Hayes-McCoy: The Transatlantic Book Club. Hachette Ireland 2019 (Finfarran Peninsula, 5)

Bundesheer verzichtet auf "geschlechterdifferenzierende Schreibweise"

Ein weiteres Beispiel für meine Sammlung von Erklärungen, warum auf geschlechtergerechte Sprache verzichtet wird, diesmal aus der Publikation "Sicher. Und Morgen? Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2020" des Verteidigungsministeriums (2019):
"Zum Zweck der besseren Lesbarkeit dieser Publikation wird auf eine geschlechterdifferenzierende Schreibweise verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen".

Bisherige Beispiele hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier in diesem Blog. Gegenbeispiel hier, anderes Beispiel für "mitgemeint" hier.

Friday, January 10, 2020

Bibliotheken, Archive und offene Daten im Regierungsprogramm

Im Regierungsübereinkommen zwischen der ÖVP und den Grünen betreffen einige Abschnitte öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, Archive, Dokumentationsstellen und auch den Bereich Open Data, Open Access, Open Source. Hier eine Übersicht (in der Reihenfolge, wie ich sie gefunden habe, mit der jeweiligen Kapitelüberschrift):
Flächendeckende Grundversorgung mit öffentlichen Bibliotheken
Bekenntnis zur Bedeutung von öffentlichen Bibliotheken: Entwicklung eines Masterplanes -- Unterstützung der Weiterbildung von (ehrenamtlichen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern -- Koordinierung der Bibliotheken bei der Anschaffung von Lizenzen. -- Erweiterung der Öffnungszeiten (Sonntagsöffnung) der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB).

Verwertungsgesellschaften: Umfassende Evaluierung der Verwertungsgesellschaften vor allem hinsichtlich wirtschaftlicher Synergien und Transparenz im Interesse der Urheberinnen und Urheber -- Stärkung der Aufsichtsbehörde. -- Vereinfachte Verfahren bei Lizenzvergaben. -- Kulturpass für Menschen mit finanziellen Engpässen in Anlehnung an das Konzept "Hunger auf Kunst und Kultur".


Universitätsfinanzierung, Governance und Karriereentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Die Bundesregierung unterstützt aktiv den Plan S zur Implementierung von Open Access. In weiterer Folge sollen die Prinzipien des Plan S auch von allen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Österreich umgesetzt werden.
Lebensbegleitendes Lernen: Gute Bildungsangebote für Erwachsene
Bibliotheksentwicklungskonzept nach internationalen Best-Practice-Beispielen, in dem der öffentliche Auftrag an die Bibliotheken formuliert wird unter Einbeziehung der Länder, Gemeinden und Trägerorganisationen
Innovative Forschung wird möglich, wenn Datenbestände kombiniert und analysiert werden können, die für die Wissenschaft bisher verschlossen sind. Auch evidenzbasierte Politik und wissenschaftliche Evaluierungen werden dadurch in einer deutlich verbesserten Qualität möglich. Daher soll in Österreich ein "Austrian Micro Data Center" und Datenzugänge für die Wissenschaft geschaffen werden: Der Datenzugang ist auf wissenschaftliche Zwecke beschränkt und erfüllt die (europarechtlichen) Vorgaben des Statistik- und Datenschutzrechts. -- Akkreditierte Wissenschafterinnen und Wissenschafter erhalten aufgrund eines geregelten Verfahrens (AVG) Zugang zu den Datenbeständen der Statistik Austria, die so anonymisiert wurden, dass keine Rückführung auf den Einzelfall möglich ist.
Open Data: Offene Daten als Chance für Transparenz
Die Bundesregierung bekennt sich zur umfassenden und rechtzeitigen Umsetzung der Public-Sector-Information (PSI)/Open Data-Richtlinie der Europäischen Union und wird die PSI-Taskforce tatkräftig unterstützen und im kontinuierlichen Austausch sein: Eine Öffnung der Verkehrsauskunft Österreich als Open Service und Open Data soll koordiniert durch den Bund ermöglicht werden.

Entwicklung einer Umsetzungsstrategie, um das Prinzip Open by Default für nicht personalisierte Daten des Bundes zu etablieren. Ausnahmen zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern sowie unternehmensspezifischen Daten sind zu definieren.

Basierend auf dem Open Data Screening 2017 erstellt die Bundesregierung einen Maßnahmenplan, um die Verwaltungstransparenz anzuheben: Unterstützungsangebote für Bundesinstitutionen, Länder und Gemeinden sollen erarbeitet werden. -- Ziel ist die Zurverfügungstellung der veröffentlichten Daten zum Budget in einer maschinenlesbaren Form.

Eine Teilnahme an Open Government Partnership wird geprüft.

Erstellung eines Masterplans (inklusive Machbarkeitsstudie), um eine Strategie zur Nutzung von Open Source Software im Bund zu entwickeln.

Prüfung der Digitalisierung/Erschließung von Archiven des Bundes

Aufbau eines Digital Data Hubs innerhalb der Open Data Struktur des Bundes, der kuratierte, aufbereitete und anonymisierte Daten für gemeinwohlorientierte Forschung und Entwicklung zur Verfügung stellt: Möglichkeit schaffen, dass Unternehmen hierzu ihre Daten (anonymisiert) miteinander auf freiwilliger Basis teilen können; -- Kriterien zur wirkungsvollen Anonymisierung von personenbezogenen Daten sind zu entwickeln.


Eine staatliche Verwaltung für das 21. Jahrhundert mit den Bürgerinnen und Bürgern im Mittelpunkt
Digitalisierung von Kunstschätzen: Durch virtuelle Darstellung von Sehenswürdigkeiten auf nationalen und europäischen Plattformen sollen in den nächsten Jahren die wertvollsten Teile unseres kulturellen Erbes weiter digitalisiert und so weltweit barrierefrei zugänglich gemacht werden.

Bug-Bounty-Programme für mögliche vom Bund eingesetzte Open Source Software


Forcierung eines wettbewerbsfähigen und verantwortungsvollen Tourismusstandorts
Sicherstellung des Zugangs der Wissenschaft zu verknüpfbaren anonymisierten Registerdaten durch eine Novellierung des Bundesstatistikgesetzes

Verstärkt Datenallianzen bilden zwischen Einrichtungen im Einfluss des Bundes zur strategischen Weiterentwicklung und gemeinsamen Problemlösung im Rahmen der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen

Tourismus-Open Data-Leuchtturmprojekt der ÖW

Sonderbudgets in Zukunft vorranging für nachhaltigen Tourismus, im Sinne von Klima- und Umweltschutz sowie Digitalisierung (Data Hub)


Forschungspolitik für zukünftige Herausforderungen gestalten und FTI-Strategie erstellen
Aktive Beteiligung an Plattformen und Netzwerken im Bereich des gesellschaftlichen Wandels, beispielsweise Beteiligung an europäischer Time Machine Organisation im Bereich Artificial Intelligence und Kulturerbe, Consortium of European Social Science Data Archives (CESSDA) und European Holocaust Research Infrastructure (EHRI)
Kulturelles Erbe sichern und weiterentwickeln
Die Einrichtung eines Film Preservation Centers umsetzen und Anpassung im Bundesarchivgesetz

Digitalisierungsoffensive zum Kulturerbe vorantreiben

Prüfung einer neuen Organisationsform des Österreichischen Staatsarchivs in eine wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts des Bundes

Verantwortung gegenüber den durch Gewalt und illegalen Handel bedrohten Kulturgütern verstärkt wahrnehmen


Gedenkkultur
Entwicklung einer Gedenkstrategie mit dem Ziel, die unterschiedlichen Rechtsträger der österreichischen Gedenkstätten, Sammlungen und Museen zusammenzuführen unter dem Dach des Parlaments und die dauerhafte Finanzierung sicherzustellen

Stärkung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) und Schaffung einer Forschungs- und Dokumentationsstelle für Antisemitismus, für den religiös motivierter politischer Extremismus (politischer Islam) und für den Rassismus im 21. Jahrhundert


Bundeskunst- und -kultureinrichtungen
Bundesmuseen: Stärkung der Bundesmuseums-Direktorenkonferenz durch gesetzliche Verankerung mit klar definierter Zielsetzung und Geschäftsordnung – mit dem Ziel, die inhaltliche Autonomie der einzelnen Häuser sicherzustellen. -- Schaffung einer Bundesmuseums-Holding mit klar definierten wirtschaftlichen Aufgaben (z.B. Übertragung des Gebäudemanagements, Ticketing, IT in der Verwaltung, Kollektivvertragsfähigkeit, Stärkung der Digitalisierung, umfassende Barrierefreiheit in Museen und bei Museumswebsites) -- Stärkung der Eigentümervertreterverantwortung durch Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit kompetitiven Anteilen und durch transparente, nach inhaltlichen Kriterien zu erfolgende Kuratoriumsbesetzungen (Frauen-Männer-Quote 50:50) -- Digitalisat der Bestände vervollständigen -- Verstärkte Kooperationen zwischen Bundesmuseen, Ländern und Privaten (u.a. ein abgestimmter Kulturkalender und gemeinsame Schwerpunktsetzungen).

Weiterführung und Ausbau Provenienzforschung: Provenienzforschung und Kunstrückgabe sind ein weltweites Erfolgsmodell und sollen jedenfalls aufgrund des Kunstrückgabegesetzes auch in der Stiftung Leopold weitergeführt werden. Die Provenienzforschung sollte jedenfalls auch bei Dauerleihgaben stattfinden. -- Ein zusätzlicher Bereich soll für die postkoloniale Provenienzforschung und den Umgang mit human remains etabliert werden. -- Die Provenienzforschung sollte in Zukunft im BDA angesiedelt sein.


Wenn ich etwas übersehen haben sollte, bitte um Mitteilung!