Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Monday, November 08, 2004
Sprachführer für Klingonisch gibt es ja schon länger, etwas Ähnliches gibt es auch für Elbisch. Das Buch "Elbisch" von Helmut W. Pesch erläutert Grammatik und Schrift der von Tolkien erschaffenen und auch in den Kinofilmen streckenweise gesprochenen Elbensprachen Quenya und Sindarin. Ergänzt wird das Buch durch das Internet-Angebot des Autors www.elbisch.info. Bei Klett-Cotta war schon früher ein "Elbisches Wörterbuch" von Wolfgang Krege erschienen, das von den Fans aber völlig zerrissen wurde. Die Deutsche Tolkien-Gesellschaft nennt es gar "das bis jetzt schlechteste Produkt zu Mittelerde". Pesch wird dort dagegen als "Tolkien Experte par Excellence" tituliert.
Nachtrag: Einer meiner Lieblingsschriftsteller, Alan Hollinghurst, wurde Mitte Oktober für seinen Roman "The Line of Beauty" mit dem Booker Prize ausgezeichnet. Ich kenne bisher nur "The Swimming-Pool Library" und "The Spell".
Nachdem Rumänisch eine meiner Lieblingssprachen ist und mich Rumänien generell interessiert, verweise ich gerne auf den Rumänien-Schwerpunkt in der Alten Schmiede, in dessen Rahmen es von 12. bis 14. November einige Veranstaltungen zur rumänischen Gegenwartsliteratur geben wird. Die Presse bringt dazu einen interessanten Artikel über Mircea Dinescu, Eginald Schlattner und Mircea Cartarescu, der Standard auch.
"Das Verbindende der Kulturen" steht am Freitag, dem 12. November, im Zentrum einer Veranstaltung im Literaturhaus Mattersburg, die um 19 Uhr von MEP Christa Prets eröffnet wird. Das von Herbert Arlt zusammengestellte Programm beginnt mit einer der ältesten Darstellungsformen - dem Theater. Massud Rahnama, der große Komödiant, spielt im Stück "Heidelberg - Marrakesch, einfach" einen alten Mann in der Zerrissenheit zwischen zwei Welten. Die virtuelle Präsentation "Uhuru Peak/Kilimanjaro – die kulturelle Dimension", bringt anschließend Bilder von zwei INST-Expeditionen: auf den Kilimanjaro am Äquator und nach Nord-Norwegen bzw. Svalbard in die arktische Kälte. Der Film von Alex Grimm - "Das Verbindende der Kulturen" - zeigt Menschen aus Österreich, Südafrika, Kamerun, dem Kaukasus, Indien sowie anderen Ländern, die weg wollen von Konfrontationen, aber um die sozialen Widersprüche in dieser Welt wissen.
Friday, November 05, 2004
Der Inkunabelkatalog der Bayerischen Staatsbibliothek in München (BSB-Ink) ist seit einigen Wochen online erreichbar. Die BSB verfügt weltweit über den reichsten Bestand an Wiegendrucken: Rund ein Drittel aller heute noch nachweisbaren Inkunabeln sind an der Bayerischen Staatsbibliothek vorhanden, das sind fast zwanzigtausend Exemplare von etwa 9660 Ausgaben. Die Beschreibungen der Inkunabelausgaben im Online-Katalog enthalten neben den bibliographischen Informationen vollständige Listen aller in einem Druck enthaltenen Werke, Angaben zur Provenienz, zum Einband, zur buchmalerischen Ausstattung und zu handschriftlichen Beigaben. Als Images aufrufbar sind 6377 Seiten mit überwiegend schwarzweißen, aber auch zahlreichen kolorierten Holzschnittillustrationen aus 76 meist deutschsprachigen Inkunabelausgaben. Die Abbildungen sind ikonographisch erschlossen.
Thursday, November 04, 2004
Am Freitag, dem 5. November, ab 19 Uhr hält der Winter Einzug ins Literaturhaus Mattersburg. "Wintermärchen und Weihnachtsgeschichten" heißt das brandneue Buch von Shobha C. Hamann und Fini Zirkovich-Tury, das in einer Lesung mit musikalischer Begleitung vorgestellt wird. Weitere Beiträge darin stammen von den Schreibwerkstätten-TeilnehmerInnen Rosa Leitner, Astrid Staudenbauer, Gabriele Schlick und Anu Triendl. Das letzte gemeinsame Buch der beiden burgenländischen Autorinnen ist 2001 im Koenig-Verlag erschienen und heißt "Die goldenen Pferdeäpfel".
Heute hab ich über die schlechtesten Lieder meiner LieblingssängerInnen/-bands nachgedacht: Sind sie immer noch besser als die besten Lieder von Bands, die man nicht leiden kann, oder sind sie viel schlimmer, weil man ja weiß, was eigentlich möglich wäre? Hab mich noch nicht klar entschieden. Auf jeden Fall gehören "Kite" (nicht auszuhalten) von Kate Bush und "Friday I'm in love" (banales Gedudel) von The Cure dazu. Nicht, daß ich nicht mitsummen würde, wenn ich sie höre...
Heute ein paar Hinweise zum Thema "österreichischer Film": Der Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie Österreichs (FAFO) hat auf seiner Website ein Mitgliederverzeichnis und ein Verzeichnis der aktuellen geschützten Titel. Hier noch ein Link zu den Verzeichnissen österreichischer Filme bei zelluloid.de und bei filmdb.de; zur ADA, der austrian directors' association, ebenfalls mit Mitgliederverzeichnis; zum Verband Österreichischer Film- und Videoamateure (VÖFA); zum Drehbuchforum; zur Interessensgemeinschaft österreichischer Dokumentarfilmschaffender dok.at; zur Austrian Association of cinematographers AAC; und schließlich zum Dachverband von Berufsvereinigungen der Österreichischen Filmschaffenden (DVF).
Tuesday, November 02, 2004
Die Universitätsbibliothek der Kunstuni Linz, wo eine Freundin von mir arbeitet, hat auf ihrer Homepage eine "Lounge" als Erholungsareal eingerichtet, wo es unter anderem den Drink des Monats gibt. Die Zeitschrift des Monats ist auch eine gute Idee, die ich gerne für uns übernehmen würde.
Ask the librarian
Ganz dürfte Laura Bush ihren Beruf nicht vergessen haben, denn auf der First Lady-Website steht folgende Rede anlässlich eines Besuches in der Reginald Chavez Elementary School: "When I was a little girl, my favorite thing to do was to go to the library with my mother in the summer and we'd check out books and then we'd bring those books home and read them. (...) And in fact, I loved reading so much, I my love of reading into my job. I became a teacher and a librarian. Have you ever thought that something you love to do right now, you could grow up and do as an adult for a job? Well, that's what I got to do. (...) And don't forget that you can find many more great books at your library. All you have to do is ask the librarian, and your librarian will help you find books that you'll like and that you can read".
Jay Leno sagte laut AGWeb: "In an interview in USA Today, Teresa Heinz Kerry said she didn't think Laura Bush was a public school librarian for nine years. You know, Laura Bush was a public school librarian for nine years. And she said she didn't think Laura Bush ever held a real job. That's what she said. Let me tell you something. If you're a librarian and you're married to George W. Bush, there is no harder job on earth."
Friday, October 29, 2004
Die Ausstellung "Die Lust am Text" wird am 18. November um 19 Uhr in der Burgenländischen Landesgalerie (gegenüber dem Schloss Esterházy in Eisenstadt) eröffnet. Dabei wird das im November bei Peter Lang erscheinende Buch "Die Lust am Text in der bildenden Kunst" von Eva Maltrovsky - sie kuratiert auch die Ausstellung - vorgestellt. Mit dabei unter anderem Wolfgang Horwath, dessen Textbilder wirklich eine Zierde für jede Bibliothek wären: "Die Arbeiten von Wolfgang Horwath weisen malerische, abstrakte Flächen auf, in die sporadisch gegenständliche Zeichen oder Symbole gesetzt werden. Seine handschriftlichen Inskriptionen gehen zeitweilig in skripturale Gesten über", schreibt Maltrovksy über den südburgenländischen Künstler.
Auf der Website der Landesgalerie ist übrigens eine Vorschau auf das Jahr 2003 zu finden, aber immerhin sind die Preise schon in Euros angegeben.
Auf der Website der Landesgalerie ist übrigens eine Vorschau auf das Jahr 2003 zu finden, aber immerhin sind die Preise schon in Euros angegeben.
An der Ruhr-Universität Bochum gibt es das Projekt "feministisch theologischer online schlagwortkatalog", an dem die katholische und die evangelische theologische Fakultät gemeinsam arbeiten. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die "neben dem Schwerpunkt Feministische Theologie und Gender Studies u.a. auch Feministische Theorie, Philosophie, Soziologie und Medizinische Ethik umfasst. Verschlagwortet sind unter ca. 1000 Schlagwörtern, Bibelstellen, Schriften und Personennamen Aufsätze, Bücher und Zeitschriften der Bibliotheken der beiden theologischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum. Der Katalog wird laufend aktualisiert und enthält bisher ca. 13.000 Einträge".
Tuesday, October 26, 2004
Am Sonntag hab ich "Silentium" (grauslich, aber gut bzw. gut, aber grauslich) im Kino gesehen. Vorher wurde eine Vorschau auf Joseph Vilsmaiers Verfilmung von Adalbert Stifters Erzählung "Bergkristall" gezeigt. Die waren sich dabei doch nicht zu blöd, das "Buch zum Film" anzupreisen...
Thursday, October 21, 2004
Vor kurzem habe ich ein wenig Skepsis gegenüber dem Seminar im Literaturarchiv, das ich in diesem Semester besuche, geäußert. Nachdem ich nun aber weiß, was ich genau zu tun habe, bin ich sehr zufrieden. Ich habe einen Karton mit Briefen an Otto Basil bekommen, zu denen ich die Hintergründe herausfinden und einen Kommentar verfassen soll, also wer schreibt da wieso in welchem Zusammenhang an Basil. Das bedeutet teilweise knifflige, aufwendige Recherchen, also genau meine bibliothekarische Lieblingsbeschäftigung.
Bei der Recherche im Oxford English Dictionary, das ich heute bei einer Datenbankpräsentation der Oxford University Press im British Council benutzen konnte, fand ich den schönen Ausdruck "librarianess" für "a female librarian". Das British Council ist übrigens vor kurzem in die Siebensterngasse umgezogen und hat auch eine neue Website.
Tuesday, October 19, 2004
Bernhard Eversbergs Artikel "Paradigma heute schon gewechselt? Weltbild-Wandel in Bibliotheken" ist auf der Allegro-Website online zugänglich.
Die Leiterin der Grazer Stadtbücherei Roswitha Schipfer schrieb heute in der Mailingliste bibmail: "Dass die Grazer Stadtregierung in ihren Verhandlungen vom ursprünglichen Ziel, alle acht Zweigstellen zu schließen, abgekommen ist, verdanken wir zu einem großen Teil den vielen Initiativen, Eingaben, Unterstützungserklärungen und Unterschriftenaktionen, die von Ihnen aus ganz Österreich, von vielen Leserinnen und Lesern, von überparteilichen Komitees und der Grazer Bevölkerung gekommen sind. Meine Kolleginnen und ich waren überwältigt vom Engagement, mit dem Leserinnen und Leser für ihre, für unsere Bibliotheken gekämpft haben". Es sei nun erforderlich, dass die Bibliothek auf andere Weise einen Beitrag zum Sparprogramm der Stadt leiste - das sei eine Herausforderung, der man motiviert begegnen werde.
Ab 22. Oktober 2004 zeigt die Wiener Stadt- und Landesbibliothek die Schau "Weiche Welten" mit Arbeiten von Liesl Ujvary im Ausstellungskabinett. Die Schriftstellerin Liesl Ujvary zählt zu den wichtigen österreichischen Gegenwartsautorinnen. In ihrem Schaffen sind photographische Arbeiten ein integrativer Bestandteil des literarischen Werks. In den letzten Jahren hat sich Ujvary der elektronischen Bearbeitung von Klängen gewidmet und eine Reihe von Arbeiten für das ORF-Kunstradio gestaltet. Der Großteil der Exponate kommt aus der Handschriftensammlung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, die im Jahr 2003 Ujvarys literarisches Archiv übernommen hat.
Monday, October 18, 2004
Nachdem ich heuer ein Seminar im Österreichischen Literaturarchiv besuche, hier der Link zur "Bibliographie Editionswissenschaft", die von Frauke Mischke im Namen der Arbeitsgemeinschaft philosophischer Editionen zusammengestellt wird. Einstweilen bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich die Materialien nicht doch lieber katalogisieren als edieren würde, aber das Semester hat ja gerade erst begonnen. Ich werde mich wahrscheinlich mit Otto Basil befassen, einer sehr interessanten Figur der österreichischen Nachkriegsliteratur. Basil hat zum Beispiel den utopischen Roman "Wenn das der Führer wüsste" geschrieben.
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