Thursday, May 31, 2007

Buch über Hertha Kräftner

Das Buch "Hertha Kräftner. Leben und Werk" von Gerhard Altmann wird am Mittwoch, dem 13. Juni 2007, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Mattersburg vorgestellt: "Gerhard Altmann gibt im vorliegenden Band einen Überblick über die Biographie und das Gesamtwerk Hertha Kräftners". Erschienen bei edition lex liszt (978-3-901757-58-7, 17 €).

Tuesday, May 29, 2007

Diplomarbeitsideen: OpenLC

Letzte Woche ging wieder die Bibliothekarin in mir mit mir durch - ich gebar folgende zwei Ideen für meine Diplomarbeit (Arbeitstitel "Frauenfiguren und Frauenrolle(n) bei Jeannie Ebner"):
  • beschlagworteter Briefwechsel: Es würde mir gefallen, den Briefwechsel nicht nur mit AdressatIn und VerfasserIn zu gliedern, sondern auch inhaltlich zu beschlagworten. Das könnten verschiedene Facetten sein, z.B. Werke, über die gesprochen wird; Personen, über die gesprochen wird; Themen, die angeschnitten werden (für letztere müsste man vorher allerdings eine Schlagwortliste definieren).
  • semantisches Netz: Ich habe mir ja mit Visio eine Art Mindmap gezeichnet, damit ich die vielen Aspekte von Jeannie Ebners Leben und Werk besser im Überblick bewahren und Zusammenhänge herstellen kann. Nun schwebt mir eine Art semantisches Netz vor, das die Kontakte und Beziehungen genau definiert. Beispiel: "Jeannie Ebner - Mentee von - Hilde Spiel". Wenn man auf Hilde Spiel klickt, sieht man "Mentorin von - Jeannie Ebner" und entsprechende andere Beziehungen, wie "Ehefrau von" oder "Korrespondenzpartnerin von". Eine Möglichkeit wäre auch, einfach Verbindungslinien zwischen zwei Personen zu ziehen, und wenn man auf die Linie klickt, öffnet sich ein Artikel, der die Beziehung beschreibt, bzw. Literatur verzeichnet, die sich mit dem Verhältnis der beiden befasst etc. Das zahlt sich natürlich nicht für meine Diplomarbeit aus, wäre aber doch schön beispielsweise für die österreichische Literatur nach 1945 o.Ä. Man könnte sich dann auch weiterhanteln - Beispiel: wenn man sich fragt, ob A eigentlich B gekannt haben kann. Im Netz könnte ich dann erkennen, dass beide C gut gekannt haben und darüber eine Verbindung besteht. Ich könnte das OpenLC nennen - eine Art OpenBC für den Literaturbetrieb (in meinem Kopf ist das alles übrigens wesentlich klarer). Gibt mir jemand dafür Geld, fange ich morgen damit an ;-)
  • Hinweis: Aktuelle Entwicklungen gibt es in meinem Jeannie Ebner-Weblog nachzulesen.

    A little television show

    In ihrem Artikel "From 'Spock': The beauty of big women" über Leonard Nimoys Photographien, der am 16. Mai in der International Herald Tribune erschien, schreibt Abby Ellin: "In 1966, he landed a gig on a little television show called 'Star Trek,' which ran for only three seasons but would resonate for decades".

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Gerhard Reichmann / Margit Sommersguter-Reichmann: "Die Entwicklung des Arbeitsmarktes für Informationswissenschaftler in Österreich (Eine Untersuchung für Absolventen des betriebswirtschaftlichen Studiums mit informationswissenschaftlichem Schwerpunkt)". In: R. Schmidt (Hg.): Aufbruch ins Wissensmanagement, Proceedings zur 21. Online-Tagung der DGI. Frankfurt: DGI 1999, S. 439 - 450
  • Todd Gilman: "The Four Habits of Highly Effective Librarians". In: Chronicle of Higher Education, Chronicle Careers, 23. Mai 2007
  • Terry L. Weech, Alison M. Konieczny. "Alternative careers for graduates of LIS schools: The North American perspective. An analysis of the literature". In: Journal of Librarianship and Information Science 39 (2007), S. 67 - 78
  • Georgina Hardy, Sheila Corrall: "Revisiting the subject librarian: A study of English, Law and Chemistry". In: Journal of Librarianship and Information Science 39 (2007), S. 79 - 91
  • Todd Gilman: "Show your librarian some love". In: Chronicle of Higher Education, Chronicle Careers, 3. Oktober 2006
  • Beruf: Wissenschafterin

    Elisabeth Grabenweger spricht im IFK am über "Beruf: Wissenschafterin. Die ersten Privatdozentinnen der Wiener Germanistik in der Ersten Republik". Ort und Zeit: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien; 4. Juni 2007, 18 Uhr c.t.
    Zum Inhalt: "'Die im politischen Leben durchgeführte Gleichstellung der Frau mit dem Manne kann nicht ohne weiteres auf akademische Verhältnisse übertragen werden', da 'erfahrungsgemäß Unterschiede zwischen der durchschnittlichen Begabung der beiden Geschlechter bestehen'. Mit dieser Stellungnahme rechtfertigt das Professorenkollegium der Philosophischen Fakultät der Universität Graz am 2. Dezember 1919 seine Weigerung, das Habilitationsgesuch der Germanistin Christine Touaillon zu verhandeln. (...) In Wien jedoch, wo Touaillon daraufhin ihr zweites Gesuch einreicht, verhält sich das Professorenkollegium der Philosophischen Fakultät anders: In den 1920er-Jahren wird nicht nur ihr, sondern noch zwei weiteren Germanistinnen die Venia Legendi verliehen – der Romantikforscherin Marianne Thalmann und der Volkskundlerin Elisabeth Weiser. (...) Mit Blick auf die spezifische Verfasstheit der Wiener Germanistik sowie auf Bedingungen der Inklusion und Exklusion dieses wissenschaftlichen Feldes untersucht Elisabeth Grabenweger Möglichkeiten der institutionellen Etablierung und wissenschaftlichen Anerkennung.".

    Thursday, May 24, 2007

    New: Medical Librarian 2.0

    Medical Librarian 2.0 is the title of a forthcoming special issue of "Medical Reference Services Quarterly" dealing with the "Use of Web 2.0 Technologies in Reference Services" and edited by M. Sandra Wood. - Source: Krafty librarian.
    Contents: "Contributors to Medical Librarian 2.0 discuss: the tools and applications shaping Web 2.0; extending these vibrant technologies into librarianship with Library 2.0; virtual reference services in academic health science libraries; e-mail, chat, and web forms in the changing landscape of reference services; syndicated information delivery via RSS and its integration; producing, using, organizing, and distributing podcasts; challenges to and successes of streaming video in health sciences libraries; social networking, social media sharing, and social bookmarking tools; tagging, peer production, blogs, and folksonomy; open source software and content management systems like Drupal; wikis and the organizational knowledgebase; creating and utilizing blended applications and mashups; current concerns over data and security" (Haworth Press).

    Preliminary tagging results

    So far I have assigned the following number of tags to this weblog's 1787 posts: libraries (485), profession (330), humanities (141), science fiction (128), women (87), acquisitions (77), weblogs (75), books and reading (72), archives (68), miscellanea (61), government information (56), social software (48; other than weblogs), reading diary (39), my studies (34), open access (29), museums (25), education (9; fairly new tag).

    Neuerwerbungen

  • Nivessa Rovedo Hatsley: The lively life of Camilla Delibris, the librarian. A novel. New York: iUniverse 2005 ("funny and poignant this story about a historic public library as told by the newly-hired librarian, Camilla Delibris")
  • Kirsten Dinnall Hoyte: Black marks. A novel. New York: Akashic Books 2006 ("Georgette attempts to reconstruct her splintered past: from her Jamaican childhood to her teenage immersion in Boston and New York nightlife, and, more recently, into the reclusive silence of a library")
  • Wednesday, May 23, 2007

    "Standing up for open access"

    Auf Inside Higher Ed ist der interessante Artikel "Standing up for open access" von Elia Powers nachzulesen: "Professors at the Massachusetts Institute of Technology were perplexed: How could a membership organization that gladly accepts and archives their scholarly work turn around and limit transmission of the material?" Es geht um die Datenbank der Society of Automotive Engineers, zu der das MIT-Personal in den letzten Jahren rund 350 Papers beigesteuert hat. Aber dann gab es eine technische Änderung beim Zugriff: "The group began requiring users to download a plug-in that prevented sharing encrypted documents over a network. Users could only view a paper on a single desktop computer and were allowed one printed copy per access code. No saving a copy to the computer. No photocopying".
    Mit dem Einverständnis der ProfessorInnen bestellte die Bibliothek die Datenbank ab und erläterte die Gründe dafür in ihrem Weblog "MIT Libraries News": "SAE's DRM technology severely limits use of SAE papers and imposes unnecessary burdens on readers". Ein Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Faculty und Library. SAE gründete mittlerweile eine Task Force, die eine neue Lösung erarbeiten soll. Die MIT Libraries erstellten in der Zwischenzeit einen Katalog für die auf CD-ROM erworbenen pdf-Artikel...

    Tuesday, May 22, 2007

    Orte des Okkulten

    Die Ausgabe 14 (2003) 4 der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG), herausgegeben von Alexander C.T. Geppert und Andrea B. Braidt, trägt den Titel "Orte des Okkulten". Die Ausgabe ist online abzurufen. Inhalt:
  • Alexander C.T. Geppert, Andrea B. Braidt: Moderne Magie: Orte des Okkulten und die Epistemologie des Übersinnlichen, 1880 - 1930
  • Thomas Laqueur: Cemeteries and the Decline of the Occult: From Ghosts to Memory in the Modern Age
  • Diethard Sawicki: Spiritismus und das Okkulte in Deutschland, 1880 - 1930
  • Albert Kümmel, Justyna Steckiewicz: Leipzig 1877: Medienepistemologische Zugänge zu Karl Friedrich Zöllners Experimenten mit Henry Slade
  • Logie Barrow: Plebeian Spiritualism: Some Ambiguities of England's Enlightenment, Reformation, and Urbanisation
  • Helmut Zander: Theosophische Orte: Über Versuche, ein Geheimnis zu wahren und öffentlich zu wirken
  • Gespräch / Peter Mulacz, Manfred Omahna, Ulrike Spring: Rationalisierung des Außersinnlichen? Zur Wissenschaftlichkeit der Parapsychologie
  • Zu Gast in anderen Blogs

    In den letzten Wochen war ich zweimal "zu Gast" bei anderen Blogs: Laurie the Librarian hat für Zeiten ihrer Abwesenheit vom Computer featured visitors eingeladen, um Antworten auf mindestens fünf von zehn Fragen rund um Bibliothek(swes)en zu geben. Zum Beispiel "What's the strangest, funniest, or most unusual question you've ever had while working in a library?" und "What do you think is the most important issues affecting librarians today?". - Und im Weblog Duftender Doppelpunkt wurden Beiträge zum 1. Mai gesucht. Dafür habe ich eine kleine Erinnerung an diesen Tag aus jener Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin, beigesteuert. Es gibt aber auch Gedichte und theoretische Beiträge rund um den "Tag der Arbeit".

    Gefährlicher Beruf

    "Nach einer Veranstaltung im Leseraum der Bücherei wollte sie die Lampe wieder nach oben hängen, kletterte auf das Möbelstück. Doch dieses kippelte, die Büchereileiterin stürzte und verletzte sich schwer an Knie und Schulter", schreibt der Nordschleswiger am 19. Mai über die Leiterin der Deutschen Bücherei Tingleff. Der Sturz, der sie seit über einem Jahr außer Gefecht setzt, hat aber in gewisser Weise auch sein Gutes gehabt: Die Bibliothekarin hat ihr malerisches Talent entdeckt.
    Es gibt übrigens einen 1949 gegründeten Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig: "Die deutschen Büchereien in Nordschleswig entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunächst in den Städten, später auch im ländlichen Bereich meist in Verbindung mit den örtlichen Schulen. Nach 1920 baute die Deutsche Volksgruppe unter dem Dach des Wohlfahrts- und Schulvereins ihr eigenes Bibliothekswesen auf und brachte es bis zum Ende des 2. Weltkrieges auf insgesamt 71 Büchereien. Nach Ende des 2. Weltkrieges musste das Büchereiwesen völlig neu aufgebaut werden".

    Monday, May 21, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Thea S. Allen: Transformation of the Cataloging Profession Over the Past Thirty Years, 1976 to 2006. University of North Carolina at Chapel Hill, School of Information and Library Science, 2007
  • Kathleen de la Peña McCook / Kate Lippincott: "Library schools and diversity: who makes the grade?". in: Library Journal 122 (1997), S. 30 - 32
  • Katerine Feinstein: "La formation des bibliothécaires pour la jeunesse". in: Bulletin des Bibliothèques de France 44 (1999) 3, S. 80 - 84
  • VT Jean-Philippe Accart: "Bibliothécaire, documentaliste - même métier?". In: Bulletin des Bibliothèques de France 45 (2000) 1
  • Buch - mehrsprachig

    Auf der Website www.buch-mehrsprachig.at des Bildungsministeriums kann man mehrsprachige Kinder- und Jugendbücher "nach Sprache, Inhalt und Alterseignung auswählen und suchen", hat aber auch die Möglichkeit, "diese Bücher zu kommentieren, einen Buchtipp auszudrucken oder selbst ein Buch zu empfehlen". Es gibt die Rubriken Bilderbuch, Lieder & Reime, Märchen & Sagen, Roman, Sachbuch, Serie, Wörterbuch, Zum Vorlesen. - Hinweis von Werner Schöggl.

    "Männermythos vom arischen Gralsritter"

    Brigitte Borchhardt-Birbaumer spricht am 24. Mai um 19 Uhr im Wiener Jüdischen Museum über "Antifeminismus und Antisemitismus. Der Männermythos vom arischen Gralsritter und seinem Kampf gegen die vertierte Frau". Der Vortrag ergänzt die bis 11. November laufende Ausstellung "Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen des Judentums".
    Aus der Ankündigung: "Die Kunstwissenschaft hat erst zaghaft begonnen, die best vermarkteten Avantgarde-Künstler und ihr Werk einer genaueren ikonologischen Beobachtung zu unterziehen. Dabei stellt sich heraus, dass Antifeminismus und Antisemitismus sich wie zwei parallele rote Fäden durch die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts ziehen. Neben Richard Wagners Text zu Beethovens 9. Symphonie bestimmten den Inhalt des Frieses von Gustav Klimt 1902 auch ariosophische Theorien voll Rassismus und Frauenhass mit, die sich im goldenen Ritter manifestieren. Wie Arnold Böcklins und Franz von Stucks Gemälde, ist auch die Secession mit Alfred Roller und Gustav Klimt wichtig für die Ästhetik der Nationalsozialisten. Da sich solche dunklen inhaltlichen Vorboten aber in Ausstellungsevents schlecht vermarkten lassen, wird das Weißwaschen die Oberhand behalten".

    Suggestions instead of rules?

    Miss Information ist verärgert über die ihrer Meinung nach zu laxe Handhabung der Verhaltensregeln in ihrer Bibliothek: "The library where she works is very friendly and wants everyone to be happy. (...) Instead of rules there are suggestions. The library encourages you to not get into fist fights with other patrons. The library recommends that you not eat near the computers. The library thinks it would be nice if you turned your cell phones off while you were in the library, but whatever".

    Friday, May 18, 2007

    Rate your students

    "Welcome to Rate Your Students, a public forum where faculty and students can work out the tricky dynamic of the modern classroom. Students can tell us why they won't take the iPod out during a lecture, and professors can tell us why their clothes are so frumpy". - Ein witziges, seit 2006 bestehendes Weblog für alle, die an Hochschulen unterrichten oder sonst mit Studierenden zu tun haben.

    Wettbewerb "schönster erster Satz"

    "Im Anfang war das Wort! Und dann folgte gleich der erste Satz. Eine Jury sucht den schönsten Beginn eines deutschsprachigen Romans, Leser können Vorschläge übers Internet machen", schreibt die Welt. Dankenswerterweise ist gleich darunter ein Photo von zwei Frauen, die in Bibliotheksregalen stöbern, und der Bildtext "Liebe Leser, bitte suchen sie sofort ihren Lieblingssatz aus der Bibliothek heraus". - Eine kleine Auswahl der "Welt": "Lauter schöne erste Sätze" und "Noch viel mehr schöne erste Sätze". - Bis 21. September werden Einreichungen entgegengenommen; die Jury besteht aus Jutta Limbach, Elke Heidenreich, Marietta Slomka, Thomas Brussig, Paul Maar und Heiner Brand.
    Über meinen liebsten ersten Satz habe ich mir hierorts schon einmal Gedanken gemacht.

    Wikis in der Lehre

    Das Podcampus-Weblog verzeichnet Podcasts aus verschiedensten Fachgebieten, die für die Lehre an Hochschulen angefertigt wurden. Betrieben wird Podcampus vom Multimedia Kontor Hamburg. - Einer der aktuellen Podcasts beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wikis in der Lehre.

    Tuesday, May 15, 2007

    Bibliothek bittet Kunden um Abstand...

    ...berichtet das Solinger Tagblatt: Die Stadtbibliothek Solingen hat nämlich seit kurzem eine Wartelinie am Ausleihschalter gezogen - zu oft kam es zu Verwechslungen von Ausweisen oder vertauschten Büchern, weil sich die BenutzerInnen so an die Theke drängten... Außerdem sei Lesen Vertrauenssache.
    Die Bibliothek betreibt übrigens auch ein Weblog für Jugendliche unter dem Titel "Lesen, gucken, hören", bei dem die jungen LeserInnen selbst Bücher bewerten und rezensieren können. Es gibt Kategorien wie "lange her" und "erwachsen werden", "Vorurteile" und "Manga".