Friday, May 29, 2015

Online diaries: "A sense of belonging"

"There was a time when girls used to keep little diaries and they would have a lock and key on them and write their most intimate thoughts in them. Now they put them on the internet and many, many other people from all round the world identify. That gives you a sense of belonging". - Gabriel Byrne in an interview with the "Guardian".

Source: Catherine Shoard: "Gabriel Byrne on romance, privacy and the end of the world". In: The Guardian, May 28, 2015.

Philippa Willitts: "Dear Diary. The beginning of a child's diary entry". Flickr, May 5, 2008, CC-BY-NC

Thursday, May 28, 2015

neu: Wörterbuch der Germanismen und Austriazismen im Bosnischen

Wie hier, hier und hier in diesem Blog schon beschrieben ist, sammle ich Wörterbücher. Demnächst wird in der Wiener Hauptbücherei am Gürtel ein Buch präsentiert, das mich besonders interessiert: "Rječnik germanizama i austrijacizama u bosanskome jeziku / Wörterbuch der Germanismen und Austriazismen im Bosnischen" von Nedad Memić.

1100 Lehnwörter

Aus der Beschreibung: "Lexeme deutscher und österreichischer Herkunft sind ein fester Bestandteil des bosnischen Wortschatzes. Das Wörterbuch der Germanismen und Austriazismen im Bosnischen ist das erste Wörterbuch, das den Sprachkontakt zwischen dem Deutschen und Bosnischen grundlegend dokumentiert. Dieses Nachschlagewerk beinhaltet rund 1.100 Lehnwörter - jedes Lemma wurde mit detaillierten Angaben zur Prosodie, Morphologie, Herkunft aus der deutschen Sprache, zum soziolinguistischen Status, seinen Bedeutungsvarianten sowie Phraseologie versehen. Darüber hinaus wurde jede Bedeutungsvariante mit einem Beispiel aus dem Sprachkorpus des Gegenwartsbosnischen belegt. Damit gibt dieses Wörterbuch einen aktuellen Einblick in den Status der Germanismen und Austriazismen in der bosnischen Sprache".
Nedad Memić studierte Germanistik und Anglistik in Sarajevo und lebt seit 2002 in Wien. 2005 promovierte der Journalist an der Universität Wien zum deutsch-bosnischen Sprachkontakt. Moderation: Olivera Stajić, Journalistin bei derStandard.at und Autorin.

Ort und Zeit

Dienstag, 9. Juni 2015, 19 Uhr, Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a. Details im Veranstaltungskalender.

Saturday, May 02, 2015

Katzen lieben alte Handschriften

Monday, April 20, 2015

Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren, Kolumne 3/2014

Wie sieht der Arbeitsplatz Bibliothek in Kinderbüchern aus? Antworten auf diese Frage suchen wir in elf zufällig ausgewählten Büchern deutscher, englischer und spanischer Sprache. Fast alle dieser Bücher haben Öffentliche oder Schulbibliotheken zum Thema – nur in einem werden auch Wissenschaftliche Bibliotheken erwähnt.
Patricia Lakin, John Manders [Ill.]:
Clarence the Copy Cat.
Double Day 2002
Gleich vorweg: In einem Kinderbuch kommen gar keine MitarbeiterInnen vor. Man kann nur aus der Tatsache, dass ein Bub aus einer Bücherei mit vielen Büchern bepackt und zufrieden herauskommt, schließen, dass sich zuvor jemand um Bestandsaufbau und Ausleihe gekümmert hatte (und irgendjemand hatte ein "Hunde verboten"-Schild aufgestellt). In einem Buch wird die private Schlossbibliothek nur von der Fledermaus Cölestine bewohnt. In einem anderen bevölkern nur Geister die Bibliothek, allerdings handelt es sich dabei nicht um verstorbenes Fachpersonal. Die Fernleihe wird kein einziges Mal erwähnt. Die Formalerschließung wird nur in einem Buch als Tätigkeit dargestellt, ansonsten spiegelt sie sich eher in der Katalogsuche wider. Dasselbe gilt für die inhaltliche Erschließung, die nur durch das Endprodukt Aufstellungssystematik vertreten ist. In sechs Büchern sind Beratung und Auskunft wichtig. In "A day with a librarian" heißt es zum Beispiel: „Ich helfe Menschen, das zu finden, was sie brauchen. Ich helfe Menschen, Antworten auf ihre Fragen zu finden". Sechs Mal werden Bücher zurückgestellt. Sieben Mal wird die Ausleihe erwähnt. Am wichtigsten sind aber die lesefördernden Maßnahmen wie Vorlesestunden, die in acht von elf Büchern den Kindern Freude bereiten.
Fazit: Die Arbeit im Hintergrund spielt in den Kinderbüchern eine untergeordnete Rolle – der Kontakt mit großen und kleinen BenutzerInnen steht im Vordergrund. Übrigens: Den höchsten Wert an Mitarbeiterzufriedenheit erreicht wohl der Bärenbibliothekar Lewis. Er liebt einfach alles an seinem Beruf: das Aufsperren in der Früh, den Geruch der Bücher, das Auswählen und Kaufen neuer Medien, das Reparieren, das Sortieren und Zurückstellen, die Beratung, sogar Menschen, die sich in der Bibliothek unterhalten – aber "was Lewis wirklich liebte, war, sich mit einem Stapel Bücher mit großartigen Geschichten und tollen Bildern auf einen Sessel zu setzen und den Kindern in der Bibliothek vorzulesen".

Literatur: C. Meister/R. Davis: Tiny goes to the library (2000); J. Kottke: A day with a librarian (2000); S. Hill/L. Halverson: Stuart Little at the library (2001); D. Liebman: Quiero ser bibliotecario (2003); Jessica Spanyol: Carlo and the really nice librarian (2004); D. Gutman/J. Paillot: Mrs. Roopy is loopy! (2004); D. Melling: The ghost library (2005); J. M. Perschy/H.-G. Döring: Balthasar und die Bibliotheksfledermaus (2006); M. McGee/I. Beck: Winston der Bücherwolf (2006); C. Simon/R. Thornburgh: Lewis the librarian (2006); P. Lakin/J. Manders: Clarence the copy cat (2007).


Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:
  • Bibliothek als...: 4/2014 (Bibliothek als Treffpunkt, S. 21), 3/2014 (Bibliothek als Arbeitsplatz, S. 59), 2/2014 (Bibliothek als Tatort, S. 61), 1/2014 (Bibliothek als Paradies, S. 63).
  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).

Thursday, April 16, 2015

Studieren ohne Bleistift und Fernrohr

Von der Feststellung der ÖH - "650 - Es gibt keinen Grund zu feiern" - lässt sich die Uni Wien nicht abhalten und feiert ihr Jubiläum ausgiebig. Ein netter Hinweis im aktuellen Alumni-Newsletter:

"Nach Gründung der Universität Wien dauerte es etwa 85 Jahre bis zur Erfindung des Buchdrucks, etwa 185 Jahre bis zur Erfindung des Bleistifts und 243 Jahre bis zur Erfindung des Fernrohrs".

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151411712698470.508598.734308469&type=1&l=9b873900aa
Uni-Ansichten. alle Bilder: Monika Bargmann, CC-BY

Tuesday, April 14, 2015

Bibliothekstagung für Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung im Mai in Graz

Die 44. Wissenschaftliche Arbeits- und Fortbildungstagung der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung (ABDOS) trägt den Titel "Zwischen Europäischer Integration und Nationalismus – Netzwerke(n) ohne Grenzen?" und findet von 4. bis 6. Mai 2015 in Graz statt. Die Tagung wird gemeinsam von ABDOS, dem Zentrum für Südosteuropastudien der Karl-Franzens-Universität Graz, der Universitätsbibliothek Graz, dem traduki-Projektverbund und der Südosteuropa-Gesellschaft München veranstaltet.

Sonntag, 3. Mai 2015
* 19.00 Uhr: Informelles Zusammentreffen der bereits angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Ort: Zur Steirerstub'n, Lendplatz 8, A- 8020 Graz)

Montag, 4.Mai 2015
* 12.00 – 13.30 Uhr: Tagungseröffnung
* Grußworte N.N., Universitätsleitung der Karl-Franzens-Universität Graz; Werner Schlacher, Universitätsbibliothek Graz; Jürgen Warmbrunn, ABDOS e.V.
* Festvortrag Florian Bieber, CSEES / Karl-Franzens-Universität Graz
* 13.30 – 15.00 Uhr: Mittagspause
* 15.00 – 16.00 Uhr: Session I: Stand und Perspektiven der Slavistik im deutschsprachigen Raum. Moderation: Gudrun Wirtz
** Sophia Manns-Süßbrich, Universitätsbibliothek Leipzig: "Polnisches Institut, ukrainische Botschaft, weißrussische Bibliothek: Schenkungen, E-Books, Datenbanken und Mickiewiczs "Dziady": aus dem Alltag einer Slawistik-Fachreferentin".
** Renate Hansen-Kokorus, Karl-Franzens-Universität Graz: "Die Slavistik in Österreich heute" (Arbeitstitel - angefragt)
** Marija Simasek, Zentralbibliothek Zürich: "Zur Situation der Slavistik in der Schweiz"
* 16.00 – 17.30 Uhr: Session II: Vernetzung: Wissenschaft- Wirtschaft- Politik – Information I. Moderation: Jürgen Warmbrunn
** Evelin Müller, Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig: "Vernetzte Geographen: Europa Regional – eine regionalgeographische wissenschaftliche Zeitschrift des IfL"
** Karl Kaser, Karl-Franzens-Universität Graz: "Virtuelles Archiv Südosteuropa"
** Jana Dreimane, Nationalbibliothek Lettlands Riga: "Die Burg des Lichts – das neue Gebäude der Nationalbibliothek Lettlands / Deutsch-baltische Bibliothekare fördern den deutsch-lettischen Kulturaustausch".
* Empfang der Stadt Graz für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ADBOS-Tagung 2015

Dienstag, 5. Mai 2015
* 09.00-10.00 Uhr: ABDOS-Mitgliederversammlung
* 10:00-12:00 Uhr: Session III: Südosteuropa – keine Zukunft ohne Geschichte. Moderation: Tillmann Tegeler.
** Hansjörg Brey, Geschäftsführer Südosteuropa-Gesellschaft, München: "Die Südosteuropa-Gesellschaft als Mittlerorganisation und Netzwerk – Bündelung von Expertenwissen, Information und Beratung".
** Peter Jordan, Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: "Die besondere Bedeutung der öffentlichen Präsenz ihrer geographischen Namen für sprachliche Minderheiten".
** Karmen Moissi, Österreichische Nationalbibliothek Wien: "'An meine Völker!' - Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Ost- und Südosteuropa im Fokus der Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek 2014"
** Marta Nadraha, Lviv: "Die derzeitige Situation in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf das ukrainische Bibliothekswesen – ein Zeitzeugenbericht".
* 12.00-13.30 Uhr: Mittagspause
* 13:30-15.00 Uhr: Session IV: Vernetzung : Wissenschaft- Wirtschaft- Politik - Information II. Moderation: Josef Steiner.
** Stefanie Lindstaedt, Technische Universität Graz: "Das KNOW-CENTER Graz"
** Nadine Berger / Alice Kristl, Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien: "4 Semester am neuen Campus– Planung und Praxis. Kurze Berichte aus dem Bibliothekszentrum und der Sprachenbibliothek"
** Mokhnacheva Yuliya, Beskaravaynaya Elena, Kharybina Tatiana, Library for National Sciences of the Russian Academy of Sciences: "ВОЗМОЖНОСТИ БИБЛИОМЕТРИИ, КАК НОВОЙ ФУНКЦИИ БИБЛИОТЕК, В ИНФОРМАЦИОННОМ ОБЕСПЕЧЕНИИ УЧЁНЫХ - The possibility of bibliometry as a new librarian function in information support of scientific research"
** Hans-Jakob Tebarth, Martin-Opitz-Bibliothek Herne: "Der 'elektronische Lesesaal' der MOB (Digi-96) und die Möglichkeit von Online-Publikationen"
* 15:00-15.30 Uhr: Kaffeepause
* 15.30-17.00 Uhr: Session V: Von Sondersammelgebieten zu Fachinformationsdiensten – Was ändert sich, was bleibt? Moderation: Elke Knappe
** Olaf Hamann, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: "Zwischen Informationsvermittlung und Wissenschaftskooperation - Chancen und Risiken eines FID Slawistik"
** Gudrun Wirtz: Bayerische Staatsbibliothek München: "Der neue Fachinformationsdienst zu Osteuropa" (Arbeitstitel)
** Bea Klotz, CEEOL Frankfurt/Main: "CEEOL – ein Netzwerk im Wandel"
* Firmenpräsentationen
* ca. 17:30 Uhr: Franz Brunner, Karl- Franzens-Universität Graz: Stadtführung Graz. Treffpunkt: Haupteingang Resowi
** 20:00 Uhr: Hana Stojic, traduki Berlin: Das Übersetzernetzwerk traduki stellt sich mit einer Autorenlesung vor (wird noch präzisiert)

Mittwoch, 6.Mai 2014
* 9.00 – 11.00 Uhr: Session VI: Vernetzung durch Technik. Moderation: Hans-Jakob Tebarth
** Mag. Markus Lackner, Universitätsbibliothek Graz: "Vernetzung von Wissen – Semantic Web"
** Kalenov N., Varakin V., Library of Natural Sciences of the Russian Academy of Sciences: "Network Technology for Library Management"
** Kalenov N., Vlasova S., Library of Natural Sciences of the Russian Academy of Sciences: "Search possibilities of the summary Library for Natural Sciences of RAS centralised system Internet catalogue"
** 10:00-10:30 Uhr: Kaffeepause
** Astrid Schiemichen, Bibliothek der HTWK Leipzig: "Einführung des neuen Bibliotheksmanagementsystems Alma und erste Anwendungserfahrungen"
** Ivo Ulrich, Kubon & Sagner München-Berlin / Tillmann Tegeler, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg: "Möglichkeiten der Verwendung von Literaturverwaltungsprogrammen bei der bibliothekarischen Arbeit"
* Einladung zur 45. ABDOS-Tagung 2016 und Abschluss der Tagung

Friday, April 10, 2015

Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren, Kolumne 2/2014

Bibliotheken sind in der Kriminalliteratur durchaus beliebte Tatorte. Ob es an den Regalen liegt, zwischen denen man sich hervorragend verstecken und anschleichen kann? An der leichten Zugänglichkeit der Leseräume? Der dunklen Abgeschiedenheit von Magazinen und Depots? Oder lässt der Ärger, wenn ein gesuchtes Buch gerade ausgeliehen oder das Abo der begehrten Zeit schrift ausgelaufen ist, alle Hemmungen schwinden und die Aggression steigen? Willkommen zu einem Streifzug durch "mörderische" Bibliotheken!

In der Episode "Mord im Kloster" der deutschen Fernsehserie "Agathe kann’s nicht lassen" wird gleich in den ersten Minuten ein Mönch von einem umstürzenden Bücherregal erschlagen – eine Todesart, über die wohl die meisten Bibliothekarinnen und Bibliothekare schon einmal nachgedacht haben. In Agatha Christies zweitem Miss-Marple-Roman, "Die Tote in der Bibliothek", wird eine junge Frau in einer Privatbibliothek erdrosselt aufgefunden.

Ian S.: Scene of the crime (novels) at Hay on Wye, 4. Mai 2013, Flickr, CC-BY-NC

Der Hausmeister der Bücherei in "Miss Zukas and the library murders" von Jo Dereske stolpert eines Morgens in der Belletristikabteilung über einen erstochenen jungen Mann. Durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf nimmt ein Forscher und Bibliothekar in Margaret Trumans "Murder at the Library of Congress" ein vorzeitiges Ende; einen ähnlichen Tod erleidet ein Journalist in der Episode "Familiengeheimnisse" der Krimiserie "Mord ist ihr Hobby". Zyanid wird einem Mitglied des Bibliotheksfördervereins in Zana Harts E-Book "Dead in the Stacks" zum Verhängnis. Im "Buch des Todes" von Jørgen Brekke wird eine Frau in der Universitätsbibliothek Trondheim gar bei lebendigem Leib gehäutet und anschließend enthauptet.

Manche Krimis beruhen sogar auf realen Ereignissen: Am 28. November 1969 wurde die 22-jährige Studentin Betsy Aardsma in der Bibliothek der Staatlichen Universität von Pennsylvania erstochen aufgefunden. Bis heute ist der Mordfall ungeklärt. Das Doku-Drama "Betsy" von Tommy Davis, das noch heuer in die Kinos kommen soll, versucht, diese Geschichte aufzuarbeiten. Auch Künstler fühlen sich inspiriert: Vladimir Sitnikov verwandelte 2009 in seiner Kunstinstallation "Mord in der Bibliothek" die Universitätsbibliothek Kiel in einen fiktiven Tatort. Und der niederländische Musiker Phalangius veröffentlichte 2007 das Synthesizer-Album "The Cambridge library murders" mit dem gleichnamigen, Gänsehaut erzeugenden Instrumentalstück.

Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:

  • Bibliothek als...: 4/2014 (Bibliothek als Treffpunkt, S. 21), 3/2014 (Bibliothek als Arbeitsplatz, S. 59), 2/2014 (Bibliothek als Tatort, S. 61), 1/2014 (Bibliothek als Paradies, S. 63).
  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).

World-Check: Datenbank mit Menschen auf "Sanktionslisten"

Der Berliner Arbeitskreis Information (BAK) lädt am 23. April 2015 (17.30 Uhr, Hörsaal 14 der Universitätsbibliothek der TU Berlin) zu einer Informationsveranstaltung über die Datenbank "World-Check":

"World-Check - eine Datenbank über Personen und Organisationen, die auf Sanktionslisten stehen. Seit 2002 müssen Industriefirmen, Dienstleister und Banken in der EU und in den USA sicherstellen, dass sie Personen, die auf Anti-Terror-Listen stehen, weder ein Gehalt auszahlen, noch Geschäfte mit ihnen machen. Bewusste Verstöße gegen diese Vorschriften (Anti-Terror-Verordnung von 2002) werden als Straftat eingestuft, bei Fahrlässigkeit gelten sie als Ordnungswidrigkeit. Das soll verhindern, dass Terroristen über Lohnzahlungen von der Wirtschaft finanziert werden. Ebenfalls seit 2002 werden sogenannte Sanktionslisten veröffentlicht, in denen sich die Namen gesuchter Terroristen finden.
Die Datenbank World-Check konsolidiert die Inhalte aus Sanktionslisten, Strafverfolgungsbehörden und Regulatoren und ergänzt diese um Politisch Exponierte Personen (PEP) und staatseigene Betriebe. Den Großteil der Inhalte bestimmen jedoch eigene Recherchen des Unternehmens. Abgedeckt werden Bereiche wie z. B. organisierte Kriminalität, Terrorismus, Betrug, Korruption, Geldwäsche und Drogenkriminalität
".

Auf der Website von Thomson-Reuters heißt es dazu:
"Wir beobachten mehr als 400 Sanktions-, Watch-, aufsichtsbehrdliche und vollstreckungsbehördliche Listen sowie Hunderttausende Informationsquellen und identifizieren Personen und Organisationen mit hohem Risiko oft Monate oder Jahre, bevor sie auf einer dieser Listen erscheinen. Allein im Jahr 2012 haben wir mehr als 180 Personen und/oder Organisationen identifiziert, bevor sie in der Liste des US-amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) vermerkt wurden".

Jordi Martorell: One nation under CCTV, 15. April 2008, London, CC-BY-NC-ND

Ich würde mir da eine ergänzende Diskussionsveranstaltung über solche Sanktionslisten und die Frage "wie kommt man wieder von der Liste, wenn man nicht raufgehört" wünschen...

Saturday, April 04, 2015

Neu: Buch über "Progressive Library Organizations", auch aus Österreich

Bei McFarland ist gerade das Buch "Progressive Library Organizations. A Worldwide History" von Alfred Kagan erschienen.

Beschreibung des Verlages: "This work presents the history and impact of the seven most important progressive library organizations worldwide — in Austria, Germany, South Africa, Sweden, United Kingdom, and two in the United States. Each organization is considered within its national context, and in fact, the English word 'organization' does not quite fit the nature of all of the groups. The South African organization, LIWO, was transitional in that it helped bring South African librarianship from apartheid to majority rule and then disbanded. The other organizations or their successors are still working in one form or another. Some of the organizations have had or continue to have vibrant local chapters, though many of the original activists have recently retired or died. The author has interviewed many of them at a time when they were assessing their life work, and handing off to new generations".

Hinweis aus stanley-k.

Monday, March 30, 2015

Neue Kolumne: Bibliotheken ohne Bücher

Cover der Buechereiperspektiven 1/2015

Nach drei Jahren "Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren" habe ich eine neue Kolumne in den Büchereiperspektiven: Sie heißt "Bibliotheken ohne Bücher". Nein, ich wurde nicht plötzlich zur Apostelin des "es ist eh alles online"-Irrglaubens ;-) wer neugierig ist, kann die druckfrische Ausgabe 1/2015 online auf www.bvoe.at/epaper/1_15/ nachlesen :-)

Friday, March 27, 2015

Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren, Kolumne 1/2014

"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt", lautet eine häufig zitierte Textpassage des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges. Ist umgekehrt die Bibliothek auch eine Art Paradies? Sicher, die Parallelen sind ja unübersehbar: Männlein und Weiblein laufen nackig herum und kommen einander auf der Suche nach Obst näher und näher... Sie meinen, das hätte doch gar nichts mit Bibliotheken zu tun? Falsch gedacht! Hätte die Vielzahl erotischer Geschichten, die in Bibliotheken und/oder mit Bibliothekspersonal spielen, einen wahren Kern, wäre es geradezu ein Wunder, dass bei uns überhaupt noch irgendeine richtige Arbeit erledigt wird.

Den "Entfessle die Bibliothekarin"-Moment in Romanen gibt es schon seit Jahren immer wieder: Die als zugeknöpft und prüde geltende Bibliothekarin legt den Stempel zur Seite, nimmt die Brille ab, löst den Dutt, öffnet die Bluse und entpuppt sich als Vamp – sobald endlich der richtige Mann (oder, seltener, die richtige Frau) die Bibliothek betreten hat.

Seit die zunehmende Verbreitung von E-Books es viel einfacher und billiger macht, im Selbstverlag zu veröffentlichen, komme ich aber als Bibliografin fiktiver Bibliothekarinnen kaum mehr nach. Paradiesische Zustände in Bibliotheken sind offenkundig ein Verkaufsschlager – zumindest hoffen die fleißigen Hobby-SchriftstellerInnen das.
Bei genauerer Schilderung der Inhalte würde diese Kolumne sicher mit einem Jugendverbot belegt. So setze ich auf die Fantasie meiner Leserinnen und Leser und beschränke mich auf einige (von mir übersetzte) Titel, die ich bei einem unaussprechlichen Online-Buchhändler gefunden habe: "Verführt von der Bibliothekarin", "Die wilde Sharon", "Geständnisse einer Kleinstadtbibliothekarin", "Die asiatische Bibliothekarin und die dämonischen Tentakel", "Die Beine der Bibliothekarin", "Unartige Bibliothekarinnen", "Die nymphomanische Bibliothekssklavin", "Die Bibliothekarin und die Cowboys", "Geheime bibliothekarische Fantasien", "Quickie mit der abartigen Bibliothekarin", "Perlen der Leidenschaft", "Jedermann liebte die Bibliothekarin", "Das geheime Leben der Bibliothekarinnen", "Das erste Mal der jungfräulichen Bibliothekarin", "Die sündhafte Bibliothekarin" und – mein Favorit – "Sie bezahlte ihre Strafe für überfällige Lust".

Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:

  • Bibliothek als...: 4/2014 (Bibliothek als Treffpunkt, S. 21), 3/2014 (Bibliothek als Arbeitsplatz, S. 59), 2/2014 (Bibliothek als Tatort, S. 61), 1/2014 (Bibliothek als Paradies, S. 63).
  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).

Wednesday, March 25, 2015

Treffende Beschreibung von Frauenzeitschriften

Thursday, March 19, 2015

CfP Bibliothekar*tag: Beiträge zu Berufsbild, Gender & Diversity gesucht

Im September 2015 findet an der Universität Wien der Österreichische Bibliothekar*tag statt. Ich bin im Programmkomitee für meine "Leib- und Magenthemen" wie Berufsbild, Ausbildung, Personalentwicklung und Genderfragen zuständig. Insgesamt gibt es sechs Themenbereiche (siehe unten). Bei allen läuft der Call for Papers noch bis 31. März. Bitte verbreiten! Die Posterausstellung im Arkadenhof der Uni Wien läuft unter "Junge Schiene" und richtet sich speziell an Menschen in Ausbildung. Also keine Scheu, Euer Abschlussarbeitsthema einzureichen. Die Einreichung selbst erfolgt online - das erspart uns und Euch bürokratischen Aufwand bei der Anmeldung zur Tagung, wenn das Paper einmal angenommen ist.

1. Openness: Open Access, Open Data, Forschungsunterstützung (Publikationsdienste, Bibliometrie, Forschungsdokumentation usw.), Forschungsdaten, Urheberrecht, E-Science, Science 2.0, e-Infrastructures Austria

2. Zukunft gestalten: Bibliotheksmanagement, Bibliotheksmarketing, Qualitätsmanagement, Strategien und Visionen, Innovationsmanagement, Organisationsentwicklung, Produktmanagement, Entwicklung von Bibliothekssystemen

3. Offensive BibliothekarInnen: Berufsbild im Wandel, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Genderfragen, Learning Library - mein Bereich. Für Fragen stehe ich gerne unter monika.bargmann (at) wienbibliothek.at, auf Facebook und Twitter zur Verfügung.

4. Bewahren & präsentieren: Kooperationen und EU-Projekte, Bestandserhaltung, kulturelles Erbe bewahren, Buch- und Bibliotheksgeschichte, Sammlungen, Provenienzforschung (NS et al.), Digitalisierung, Langzeitarchivierung, neue Präsentationsformen

5. Erwerben & sichtbar machen: neue Erwerbungs- und Lizenzierungsmodelle, Erschließung analoge und digitale Bibliothek, Regelwerke und -formate, Search and Discovery, Suchmaschinentechnologie, Data Management Planning

6. Masse und Individualität: (neue) Services, Kundenorientierung und Servicepolitik, Nutzerforschung, Webauftritt, Social Networks, Tagging, Blogging, Teaching Library, Informationskompetenz, Vorwissenschaftliche Arbeiten

Wednesday, March 04, 2015

Beim nächsten Mann wird alles anders ;-)

Ich liebe solche Zufälle: Beim Müllraustragen in unserem neuen Büro sind mir Bücher im Altpapiercontainer aufgefallen. Da konnte ich natürlich nicht NICHT hinschauen ;-) Ich hab mir unter anderem den Roman "Beim nächsten Mann wird alles anders" von Eva Heller herausgefischt, weil ich mit der Fischer-Reihe "Die Frau in der Gesellschaft" schon öfters gute Erfahrungen gemacht habe. Und was lese ich da? :-))
Coverbild des Romans Beim naechsten Mann wird alles anders von Eva Heller"Birgit sei Angestellte in der Stadtbücherei. Ansonsten sitze sie zu Hause und warte darauf, daß der Mann ihrer Träume ab ein Fenster ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung im dritten Stock klopft. Aber Birgit sei trotzdem sehr nett" (S. 67).

"Ich war überrascht von Birgit. Man sah ihr überhaupt nicht an, daß sie in der Stadtbücherei arbeitete" (S. 67/68).

"Birgit ist in der Stadtbücherei zuständig für die Kontrolle der Ausleihe. Dauernd müsse sie Überstunden machen, klagte sie, die Leute würden zu viele Bücher ausleihen. Jeder würde zehn Bücher mitnehmen, aber sie könnte schwören, daß die Leute höchstens eins lesen, obwohl sie den Abgabetermin noch um drei Wochen überziehen. Man müßte ein System einführen, meinte Birgit, mit dessen Hilfe die sogenannten Leser von den Bibliotheksangestellten geprüft werden könnten, ob sie die ausgeliehenen Bücher nicht nur gelesen, sondern auch verstanden hätten. Nur wenn dies der Fall sei, dürfte der Leser wieder Bücher mitnehmen, und zwar nur so viele, wie er nachweisbar wirklich gelesen hätte" (S. 68).

Friday, February 20, 2015

Fifty Shades of Secreta

Sunday, February 01, 2015

If my life were a book...

"If my life were a book, I would have masking tape holding my hinges together. My pages would be loose, my edges tattered and my boards exposed, the front flyleaf torn and the leather mottled and moth-eaten. I'd have to take myself apart and put myself back together, as any good book restoration expert would do".

Aus: "If Books Could Kill" von Kate Carlisle. Im Mittelpunkt der Reihe "Bibliophile Mysteries" steht die Buchrestauratorin Brooklyn Wainwright, die - ganz nebenbei bemerkt - Bibliothekswesen UND bildende Kunst studiert hat. Sie hat eine Gabe dafür, über Leichen zu stolpern und des öfteren auch eine naheliegende Verdächtige zu sein. Ich hab 2013 die ersten zwei Bände gelesen und in den letzten Tagen mehrere weitere Bände verschlungen.


Taylor Library: "Chewed Book", 28. Juli 2011, via Flickr, Lizenz CC-BY-NC-SA

Monday, January 26, 2015

Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren, Kolumne 4/2013

In "unendliche Weiten" begeben wir uns in dieser Ausgabe. Bibliotheken tauchen in Science-Fiction-Filmen unter anderem als Bedrohung für die Mächtigen, als Gedächtnis verschwundener Kulturen und als Übergang zwischen Wirklichkeit und Fiktion auf. Technische Entwicklungen wie Suchmaschinen und Computernetze werden vorweggenommen. BibliothekarInnen treten als Roboter, als Klone, als Hologramme auf, die sich allerdings zum Großteil gewisse Klischees aus der Gegenwart über die Jahrhunderte bewahren. Bleibt die Frage, welche der futuristischen Datenspeicher wir wirklich noch "Bibliothek" nennen können.

Nehmen wir zwei der langlebigsten und erfolgreichsten Science-Fiction-Welten überhaupt – "Star Wars" und "Star Trek" – als Beispiele. 2002 kam der Film "Angriff der Klonkrieger" in die Kinos. In der inhaltlich zweiten, als fünfte gedrehten Episode der "Star Wars"-Saga wird die Bibliothek als (vermeintlich) universeller Speicher dargestellt. Der Jedi-Meister Obi Wan Kenobi sucht nach einem Planetensystem, das sich im Katalog als unauffindbar erweist. Als er Zweifel an der Vollständigkeit der Archive anmeldet, wird er von der leitenden Bibliothekarin Jocasta Nu belehrt: "If an item doesn't appear in our records, it does not exist!" – "Wenn etwas nicht in unseren Akten steht, existiert es nicht!" Später wird Nu allerdings zugeben müssen, dass die Welt doch einiges beinhaltet, was in ihrer Sammlung nicht vorkommt.

In der sechs Serien mit 726 Episoden und zwölf Kinofilme umfassenden "Star Trek"-Welt spielen Lesen, Bücher und Bibliotheken immer wieder eine Rolle. Noch im 24. Jahrhundert nennt Captain Jean-Luc Picard "richtige" Bücher sein eigen, auch wenn zu dieser Zeit im Alltag auf sogenannten "PADDs" gelesen wird, die mit unseren Tablets oder E-Book-Lesegeräten vergleichbar sind. In der 1969 gedrehten Folge "Portal in die Vergangenheit" landet die Raumschiffbesatzung auf einem entvölkerten Planeten, auf dem nur eine einzige Person zurückgeblieben ist: der Bibliothekar Atoz (welch passender Name: A-to-Z). Da der Planet in naher Zukunft durch eine Supernova zerstört werden wird, sind alle BewohnerInnen in die Vergangenheit zurückgereist. Atoz legt dafür Silberscheiben in das sogenannte Atavachron ein, auf denen die gewünschte Epoche gespeichert ist – und die sehen genauso aus wie unsere CDs. Fehlt also nur noch die Zeitmaschine, das Speichermedium hätten wir schon!

Weitere Empfehlungen: Fahrenheit 451 (1966); Zardoz (1974); Rollerball (1975); Logan's Run (1976); Computercide (1982); Die Zeitmaschine (2002). - Dank für einige Filmtipps und Anregungen gebührt Robert Buchschwenter, mit dem ich im Jahr 2009 einen "Lesen auf der Enterprise"-Abend in der Wienbibliothek gestaltete.


Jedi Archives Tour on Disney Video

Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:

  • Bibliothek als...: 4/2014 (Bibliothek als Treffpunkt, S. 21), 3/2014 (Bibliothek als Arbeitsplatz, S. 59), 2/2014 (Bibliothek als Tatort, S. 61), 1/2014 (Bibliothek als Paradies, S. 63).
  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).

Sunday, January 25, 2015

Meine Lieblingstweets vom #Tatort in Kiel

Monday, January 19, 2015

Utopisch, universal, unendlich

Die neue Ausgabe der "Büchereiperspektiven" widmet sich dem Thema "Die imaginierte Bibliothek. Bücherwelten in Literatur und Film". Darin ist mein Beitrag "Utopisch, universal, unendlich" über Bibliotheken in der Science Fiction erschienen :-) Nachzulesen auf www.bvoe.at/epaper/4_14/!

Sunday, January 18, 2015

Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren, Kolumne 3/2013

Diese Kolumne sei den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren in Krimiserien gewidmet. Anlass: ein Zitat aus der US-amerikanischen Produktion "Criminal Intent". "Ich werde mein wichtigstes Ermittlungsinstrument einsetzen: meine Büchereikarte", sagt da der Ermittler Robert Goren, der Bibliotheken immer wieder zur Recherche nutzt. Eine größere Rolle spielt das bibliothekarische Umfeld in der Episode "Die Hormonfalle": Die mehrfache Mörderin und Betrügerin Nicole Wallace, der ihre Taten nie zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, arbeitet als Bibliothekarin in der Middleborough Community College Library. Zwei Sätze der gerissenen Verbrecherin sind mir dabei in Erinnerung geblieben: "Bibliotheken waren immer eine Zuflucht für mich. Ich liebe Bücher!" und "Es überrascht mich, dass Sie einer Bibliothekarin nicht vertrauen".


librarymistress: Polizeibibliothek in Berlin, aufgenommen am 30. April 2010, CC-BY-SA

Seit 1970 ist die Krimi-Reihe "Tatort" ein wöchentlicher Fixpunkt für ein Millionenpublikum. Neben kleineren Szenen in Polizeiarchiven und Bibliotheken gibt es immer wieder auch bibliothekarische Charaktere, zum Beispiel arbeitet die Lebensgefährtin des Düsseldorfer "Tatort"-Kommissars Bernd Flemming als Bibliothekarin. In der Episode "Abschaum" spielt Monica Bleibtreu eine Bibliothekarin, die dem Bremer Ermittlerduo durch Informationen über die satanistische Szene wichtige Hinweise für die Aufklärung eines Mordfalls liefert. Dass ihre Auskünfte von der Polizei nicht, wie zugesichert, vertraulich behandelt werden, kostet sie das Leben. Die saarländische Folge "Kein Feuer so heiß" der ARD-Hörspielreihe "Radio-Tatort" widmet sich einem Bibliotheksbrand mit Todesfolge: Bei einem Feuer in der Stadtbücherei Nehdorn finden die Feuerwehrleute unter den Trümmern des Gebäudes eine Leiche. Der Verdacht auf Brandstiftung bestätigt sich bald, aber die Identität des Toten gibt den Ermittlern Rätsel auf. Den Büchereileiter interessiert allerdings nur, ob die wertvollen alten Briefe in der Bibliothek den Brand heil überstanden haben.

In der Episode "Nymphen und Don Juans" der Serie "Der letzte Bulle" wird eine Bibliothekarin ermordet. In Verdacht geraten der Ehemann und die Mitglieder einer Sexualtherapie-Gruppe – das als zurückhaltend und unscheinbar beschriebene Opfer hatte sich als Nymphomanin entpuppt.

In der Folge "Malen mit Vincent" der Serie "Der Bulle von Tölz" hält Maler Vincent Föhrenbacher in Bad Tölz Malkurse ab. Die teilnehmende Bibliothekarin echauffiert sich sehr darüber, dass sich eine Kollegin doch glatt an den Kursleiter heranmacht.

Von mörderisch bis sittenwächterisch – so sind sie, die fiktiven BibliothekarInnen...

Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:

  • Bibliothek als...: 4/2014 (Bibliothek als Treffpunkt, S. 21), 3/2014 (Bibliothek als Arbeitsplatz, S. 59), 2/2014 (Bibliothek als Tatort, S. 61), 1/2014 (Bibliothek als Paradies, S. 63).
  • Film und Fernsehen: 4/2013 (Science Fiction, S. 45), 3/2013 (Krimiserien, S. 53), 2/2013 (Horror, S. 65), 1/2013 (Komödien, S. 59).
  • Belletristik: 4/2012 (Krimis, S. 59), 3/2012 (Comics, S. 57), 2/2012 (Horror, S. 71), 1/2012 (Liebesromane, S. 53).