Source: Catherine Shoard: "Gabriel Byrne on romance, privacy and the end of the world". In: The Guardian, May 28, 2015.
Philippa Willitts: "Dear Diary. The beginning of a child's diary entry". Flickr, May 5, 2008, CC-BY-NC
Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Source: Catherine Shoard: "Gabriel Byrne on romance, privacy and the end of the world". In: The Guardian, May 28, 2015.
Philippa Willitts: "Dear Diary. The beginning of a child's diary entry". Flickr, May 5, 2008, CC-BY-NC
1100 Lehnwörter
Aus der Beschreibung: "Lexeme deutscher und österreichischer Herkunft sind ein fester Bestandteil des bosnischen Wortschatzes. Das Wörterbuch der Germanismen und Austriazismen im Bosnischen ist das erste Wörterbuch, das den Sprachkontakt zwischen dem Deutschen und Bosnischen grundlegend dokumentiert. Dieses Nachschlagewerk beinhaltet rund 1.100 Lehnwörter - jedes Lemma wurde mit detaillierten Angaben zur Prosodie, Morphologie, Herkunft aus der deutschen Sprache, zum soziolinguistischen Status, seinen Bedeutungsvarianten sowie Phraseologie versehen. Darüber hinaus wurde jede Bedeutungsvariante mit einem Beispiel aus dem Sprachkorpus des Gegenwartsbosnischen belegt. Damit gibt dieses Wörterbuch einen aktuellen Einblick in den Status der Germanismen und Austriazismen in der bosnischen Sprache".
Nedad Memić studierte Germanistik und Anglistik in Sarajevo und lebt seit 2002 in Wien. 2005 promovierte der Journalist an der Universität Wien zum deutsch-bosnischen Sprachkontakt. Moderation: Olivera Stajić, Journalistin bei derStandard.at und Autorin.
Ort und Zeit
Dienstag, 9. Juni 2015, 19 Uhr, Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a. Details im Veranstaltungskalender.
My cat is sad because he had thought he was being really original by standing on a manuscript, but he wasn't. pic.twitter.com/7WpXyvlmAj
— WHY MY CAT IS SAD (@MYSADCAT) April 22, 2015
![]() |
| Patricia Lakin, John Manders [Ill.]: Clarence the Copy Cat. Double Day 2002 |
Literatur: C. Meister/R. Davis: Tiny goes to the library (2000); J. Kottke: A day with a librarian (2000); S. Hill/L. Halverson: Stuart Little at the library (2001); D. Liebman: Quiero ser bibliotecario (2003); Jessica Spanyol: Carlo and the really nice librarian (2004); D. Gutman/J. Paillot: Mrs. Roopy is loopy! (2004); D. Melling: The ghost library (2005); J. M. Perschy/H.-G. Döring: Balthasar und die Bibliotheksfledermaus (2006); M. McGee/I. Beck: Winston der Bücherwolf (2006); C. Simon/R. Thornburgh: Lewis the librarian (2006); P. Lakin/J. Manders: Clarence the copy cat (2007).
"Nach Gründung der Universität Wien dauerte es etwa 85 Jahre bis zur Erfindung des Buchdrucks, etwa 185 Jahre bis zur Erfindung des Bleistifts und 243 Jahre bis zur Erfindung des Fernrohrs".
Sonntag, 3. Mai 2015
* 19.00 Uhr: Informelles Zusammentreffen der bereits angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Ort: Zur Steirerstub'n, Lendplatz 8, A- 8020 Graz)
Montag, 4.Mai 2015
* 12.00 – 13.30 Uhr: Tagungseröffnung
* Grußworte N.N., Universitätsleitung der Karl-Franzens-Universität Graz; Werner Schlacher, Universitätsbibliothek Graz; Jürgen Warmbrunn, ABDOS e.V.
* Festvortrag Florian Bieber, CSEES / Karl-Franzens-Universität Graz
* 13.30 – 15.00 Uhr: Mittagspause
* 15.00 – 16.00 Uhr: Session I: Stand und Perspektiven der Slavistik im deutschsprachigen Raum. Moderation: Gudrun Wirtz
** Sophia Manns-Süßbrich, Universitätsbibliothek Leipzig: "Polnisches Institut, ukrainische Botschaft, weißrussische Bibliothek: Schenkungen, E-Books, Datenbanken und Mickiewiczs "Dziady": aus dem Alltag einer Slawistik-Fachreferentin".
** Renate Hansen-Kokorus, Karl-Franzens-Universität Graz: "Die Slavistik in Österreich heute" (Arbeitstitel - angefragt)
** Marija Simasek, Zentralbibliothek Zürich: "Zur Situation der Slavistik in der Schweiz"
* 16.00 – 17.30 Uhr: Session II: Vernetzung: Wissenschaft- Wirtschaft- Politik – Information I. Moderation: Jürgen Warmbrunn
** Evelin Müller, Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig: "Vernetzte Geographen: Europa Regional – eine regionalgeographische wissenschaftliche Zeitschrift des IfL"
** Karl Kaser, Karl-Franzens-Universität Graz: "Virtuelles Archiv Südosteuropa"
** Jana Dreimane, Nationalbibliothek Lettlands Riga: "Die Burg des Lichts – das neue Gebäude der Nationalbibliothek Lettlands / Deutsch-baltische Bibliothekare fördern den deutsch-lettischen Kulturaustausch".
* Empfang der Stadt Graz für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ADBOS-Tagung 2015
Dienstag, 5. Mai 2015
* 09.00-10.00 Uhr: ABDOS-Mitgliederversammlung
* 10:00-12:00 Uhr: Session III: Südosteuropa – keine Zukunft ohne Geschichte. Moderation: Tillmann Tegeler.
** Hansjörg Brey, Geschäftsführer Südosteuropa-Gesellschaft, München: "Die Südosteuropa-Gesellschaft als Mittlerorganisation und Netzwerk – Bündelung von Expertenwissen, Information und Beratung".
** Peter Jordan, Institut für Stadt- und Regionalforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: "Die besondere Bedeutung der öffentlichen Präsenz ihrer geographischen Namen für sprachliche Minderheiten".
** Karmen Moissi, Österreichische Nationalbibliothek Wien: "'An meine Völker!' - Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Ost- und Südosteuropa im Fokus der Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek 2014"
** Marta Nadraha, Lviv: "Die derzeitige Situation in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf das ukrainische Bibliothekswesen – ein Zeitzeugenbericht".
* 12.00-13.30 Uhr: Mittagspause
* 13:30-15.00 Uhr: Session IV: Vernetzung : Wissenschaft- Wirtschaft- Politik - Information II. Moderation: Josef Steiner.
** Stefanie Lindstaedt, Technische Universität Graz: "Das KNOW-CENTER Graz"
** Nadine Berger / Alice Kristl, Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien: "4 Semester am neuen Campus– Planung und Praxis. Kurze Berichte aus dem Bibliothekszentrum und der Sprachenbibliothek"
** Mokhnacheva Yuliya, Beskaravaynaya Elena, Kharybina Tatiana, Library for National Sciences of the Russian Academy of Sciences: "ВОЗМОЖНОСТИ БИБЛИОМЕТРИИ, КАК НОВОЙ ФУНКЦИИ БИБЛИОТЕК, В ИНФОРМАЦИОННОМ ОБЕСПЕЧЕНИИ УЧЁНЫХ - The possibility of bibliometry as a new librarian function in information support of scientific research"
** Hans-Jakob Tebarth, Martin-Opitz-Bibliothek Herne: "Der 'elektronische Lesesaal' der MOB (Digi-96) und die Möglichkeit von Online-Publikationen"
* 15:00-15.30 Uhr: Kaffeepause
* 15.30-17.00 Uhr: Session V: Von Sondersammelgebieten zu Fachinformationsdiensten – Was ändert sich, was bleibt? Moderation: Elke Knappe
** Olaf Hamann, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz: "Zwischen Informationsvermittlung und Wissenschaftskooperation - Chancen und Risiken eines FID Slawistik"
** Gudrun Wirtz: Bayerische Staatsbibliothek München: "Der neue Fachinformationsdienst zu Osteuropa" (Arbeitstitel)
** Bea Klotz, CEEOL Frankfurt/Main: "CEEOL – ein Netzwerk im Wandel"
* Firmenpräsentationen
* ca. 17:30 Uhr: Franz Brunner, Karl- Franzens-Universität Graz: Stadtführung Graz. Treffpunkt: Haupteingang Resowi
** 20:00 Uhr: Hana Stojic, traduki Berlin: Das Übersetzernetzwerk traduki stellt sich mit einer Autorenlesung vor (wird noch präzisiert)
Mittwoch, 6.Mai 2014
* 9.00 – 11.00 Uhr: Session VI: Vernetzung durch Technik. Moderation: Hans-Jakob Tebarth
** Mag. Markus Lackner, Universitätsbibliothek Graz: "Vernetzung von Wissen – Semantic Web"
** Kalenov N., Varakin V., Library of Natural Sciences of the Russian Academy of Sciences: "Network Technology for Library Management"
** Kalenov N., Vlasova S., Library of Natural Sciences of the Russian Academy of Sciences: "Search possibilities of the summary Library for Natural Sciences of RAS centralised system Internet catalogue"
** 10:00-10:30 Uhr: Kaffeepause
** Astrid Schiemichen, Bibliothek der HTWK Leipzig: "Einführung des neuen Bibliotheksmanagementsystems Alma und erste Anwendungserfahrungen"
** Ivo Ulrich, Kubon & Sagner München-Berlin / Tillmann Tegeler, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg: "Möglichkeiten der Verwendung von Literaturverwaltungsprogrammen bei der bibliothekarischen Arbeit"
* Einladung zur 45. ABDOS-Tagung 2016 und Abschluss der Tagung
In der Episode "Mord im Kloster" der deutschen Fernsehserie "Agathe kann’s nicht lassen" wird gleich in den ersten Minuten ein Mönch von einem umstürzenden Bücherregal erschlagen – eine Todesart, über die wohl die meisten Bibliothekarinnen und Bibliothekare schon einmal nachgedacht haben. In Agatha Christies zweitem Miss-Marple-Roman, "Die Tote in der Bibliothek", wird eine junge Frau in einer Privatbibliothek erdrosselt aufgefunden.
![]() | Ian S.: Scene of the crime (novels) at Hay on Wye, 4. Mai 2013, Flickr, CC-BY-NC |
Der Hausmeister der Bücherei in "Miss Zukas and the library murders" von Jo Dereske stolpert eines Morgens in der Belletristikabteilung über einen erstochenen jungen Mann. Durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf nimmt ein Forscher und Bibliothekar in Margaret Trumans "Murder at the Library of Congress" ein vorzeitiges Ende; einen ähnlichen Tod erleidet ein Journalist in der Episode "Familiengeheimnisse" der Krimiserie "Mord ist ihr Hobby". Zyanid wird einem Mitglied des Bibliotheksfördervereins in Zana Harts E-Book "Dead in the Stacks" zum Verhängnis. Im "Buch des Todes" von Jørgen Brekke wird eine Frau in der Universitätsbibliothek Trondheim gar bei lebendigem Leib gehäutet und anschließend enthauptet.
Manche Krimis beruhen sogar auf realen Ereignissen: Am 28. November 1969 wurde die 22-jährige Studentin Betsy Aardsma in der Bibliothek der Staatlichen Universität von Pennsylvania erstochen aufgefunden. Bis heute ist der Mordfall ungeklärt. Das Doku-Drama "Betsy" von Tommy Davis, das noch heuer in die Kinos kommen soll, versucht, diese Geschichte aufzuarbeiten. Auch Künstler fühlen sich inspiriert: Vladimir Sitnikov verwandelte 2009 in seiner Kunstinstallation "Mord in der Bibliothek" die Universitätsbibliothek Kiel in einen fiktiven Tatort. Und der niederländische Musiker Phalangius veröffentlichte 2007 das Synthesizer-Album "The Cambridge library murders" mit dem gleichnamigen, Gänsehaut erzeugenden Instrumentalstück.
Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:
"World-Check - eine Datenbank über Personen und Organisationen, die auf Sanktionslisten stehen. Seit 2002 müssen Industriefirmen, Dienstleister und Banken in der EU und in den USA sicherstellen, dass sie Personen, die auf Anti-Terror-Listen stehen, weder ein Gehalt auszahlen, noch Geschäfte mit ihnen machen. Bewusste Verstöße gegen diese Vorschriften (Anti-Terror-Verordnung von 2002) werden als Straftat eingestuft, bei Fahrlässigkeit gelten sie als Ordnungswidrigkeit. Das soll verhindern, dass Terroristen über Lohnzahlungen von der Wirtschaft finanziert werden. Ebenfalls seit 2002 werden sogenannte Sanktionslisten veröffentlicht, in denen sich die Namen gesuchter Terroristen finden.
Die Datenbank World-Check konsolidiert die Inhalte aus Sanktionslisten, Strafverfolgungsbehörden und Regulatoren und ergänzt diese um Politisch Exponierte Personen (PEP) und staatseigene Betriebe. Den Großteil der Inhalte bestimmen jedoch eigene Recherchen des Unternehmens. Abgedeckt werden Bereiche wie z. B. organisierte Kriminalität, Terrorismus, Betrug, Korruption, Geldwäsche und Drogenkriminalität".
Auf der Website von Thomson-Reuters heißt es dazu:
"Wir beobachten mehr als 400 Sanktions-, Watch-, aufsichtsbehrdliche und vollstreckungsbehördliche Listen sowie Hunderttausende Informationsquellen und identifizieren Personen und Organisationen mit hohem Risiko oft Monate oder Jahre, bevor sie auf einer dieser Listen erscheinen. Allein im Jahr 2012 haben wir mehr als 180 Personen und/oder Organisationen identifiziert, bevor sie in der Liste des US-amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) vermerkt wurden".
Jordi Martorell: One nation under CCTV, 15. April 2008, London, CC-BY-NC-ND
Ich würde mir da eine ergänzende Diskussionsveranstaltung über solche Sanktionslisten und die Frage "wie kommt man wieder von der Liste, wenn man nicht raufgehört" wünschen...
![]() | Bei McFarland ist gerade das Buch "Progressive Library Organizations. A Worldwide History" von Alfred Kagan erschienen. |
Beschreibung des Verlages: "This work presents the history and impact of the seven most important progressive library organizations worldwide — in Austria, Germany, South Africa, Sweden, United Kingdom, and two in the United States. Each organization is considered within its national context, and in fact, the English word 'organization' does not quite fit the nature of all of the groups. The South African organization, LIWO, was transitional in that it helped bring South African librarianship from apartheid to majority rule and then disbanded. The other organizations or their successors are still working in one form or another. Some of the organizations have had or continue to have vibrant local chapters, though many of the original activists have recently retired or died. The author has interviewed many of them at a time when they were assessing their life work, and handing off to new generations".
Hinweis aus stanley-k.

Nach drei Jahren "Von Bücherfeen und Bibliotheksvampiren" habe ich eine neue Kolumne in den Büchereiperspektiven: Sie heißt "Bibliotheken ohne Bücher". Nein, ich wurde nicht plötzlich zur Apostelin des "es ist eh alles online"-Irrglaubens ;-) wer neugierig ist, kann die druckfrische Ausgabe 1/2015 online auf www.bvoe.at/epaper/1_15/ nachlesen :-)
Den "Entfessle die Bibliothekarin"-Moment in Romanen gibt es schon seit Jahren immer wieder: Die als zugeknöpft und prüde geltende Bibliothekarin legt den Stempel zur Seite, nimmt die Brille ab, löst den Dutt, öffnet die Bluse und entpuppt sich als Vamp – sobald endlich der richtige Mann (oder, seltener, die richtige Frau) die Bibliothek betreten hat.
Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:
Frauenzeitschrift:
➡ Seite 1 - 10
Akzeptiere dich so wie du bist
➡ Seite 11 - 20
Verliere 12 kg in 4 Wochen
➡ 21 - 30
Leckere Tortenrezepte
— Mrs. Dixon (@oOMrsDixonOo) March 23, 2015
1. Openness: Open Access, Open Data, Forschungsunterstützung (Publikationsdienste, Bibliometrie, Forschungsdokumentation usw.), Forschungsdaten, Urheberrecht, E-Science, Science 2.0, e-Infrastructures Austria
2. Zukunft gestalten: Bibliotheksmanagement, Bibliotheksmarketing, Qualitätsmanagement, Strategien und Visionen, Innovationsmanagement, Organisationsentwicklung, Produktmanagement, Entwicklung von Bibliothekssystemen
3. Offensive BibliothekarInnen: Berufsbild im Wandel, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Genderfragen, Learning Library - mein Bereich. Für Fragen stehe ich gerne unter monika.bargmann (at) wienbibliothek.at, auf Facebook und Twitter zur Verfügung.
4. Bewahren & präsentieren: Kooperationen und EU-Projekte, Bestandserhaltung, kulturelles Erbe bewahren, Buch- und Bibliotheksgeschichte, Sammlungen, Provenienzforschung (NS et al.), Digitalisierung, Langzeitarchivierung, neue Präsentationsformen
5. Erwerben & sichtbar machen: neue Erwerbungs- und Lizenzierungsmodelle, Erschließung analoge und digitale Bibliothek, Regelwerke und -formate, Search and Discovery, Suchmaschinentechnologie, Data Management Planning
6. Masse und Individualität: (neue) Services, Kundenorientierung und Servicepolitik, Nutzerforschung, Webauftritt, Social Networks, Tagging, Blogging, Teaching Library, Informationskompetenz, Vorwissenschaftliche Arbeiten
"Birgit ist in der Stadtbücherei zuständig für die Kontrolle der Ausleihe. Dauernd müsse sie Überstunden machen, klagte sie, die Leute würden zu viele Bücher ausleihen. Jeder würde zehn Bücher mitnehmen, aber sie könnte schwören, daß die Leute höchstens eins lesen, obwohl sie den Abgabetermin noch um drei Wochen überziehen. Man müßte ein System einführen, meinte Birgit, mit dessen Hilfe die sogenannten Leser von den Bibliotheksangestellten geprüft werden könnten, ob sie die ausgeliehenen Bücher nicht nur gelesen, sondern auch verstanden hätten. Nur wenn dies der Fall sei, dürfte der Leser wieder Bücher mitnehmen, und zwar nur so viele, wie er nachweisbar wirklich gelesen hätte" (S. 68).
Aus: "If Books Could Kill" von Kate Carlisle. Im Mittelpunkt der Reihe "Bibliophile Mysteries" steht die Buchrestauratorin Brooklyn Wainwright, die - ganz nebenbei bemerkt - Bibliothekswesen UND bildende Kunst studiert hat. Sie hat eine Gabe dafür, über Leichen zu stolpern und des öfteren auch eine naheliegende Verdächtige zu sein. Ich hab 2013 die ersten zwei Bände gelesen und in den letzten Tagen mehrere weitere Bände verschlungen.

Taylor Library: "Chewed Book", 28. Juli 2011, via Flickr, Lizenz CC-BY-NC-SA
Nehmen wir zwei der langlebigsten und erfolgreichsten Science-Fiction-Welten überhaupt – "Star Wars" und "Star Trek" – als Beispiele. 2002 kam der Film "Angriff der Klonkrieger" in die Kinos. In der inhaltlich zweiten, als fünfte gedrehten Episode der "Star Wars"-Saga wird die Bibliothek als (vermeintlich) universeller Speicher dargestellt. Der Jedi-Meister Obi Wan Kenobi sucht nach einem Planetensystem, das sich im Katalog als unauffindbar erweist. Als er Zweifel an der Vollständigkeit der Archive anmeldet, wird er von der leitenden Bibliothekarin Jocasta Nu belehrt: "If an item doesn't appear in our records, it does not exist!" – "Wenn etwas nicht in unseren Akten steht, existiert es nicht!" Später wird Nu allerdings zugeben müssen, dass die Welt doch einiges beinhaltet, was in ihrer Sammlung nicht vorkommt.
In der sechs Serien mit 726 Episoden und zwölf Kinofilme umfassenden "Star Trek"-Welt spielen Lesen, Bücher und Bibliotheken immer wieder eine Rolle. Noch im 24. Jahrhundert nennt Captain Jean-Luc Picard "richtige" Bücher sein eigen, auch wenn zu dieser Zeit im Alltag auf sogenannten "PADDs" gelesen wird, die mit unseren Tablets oder E-Book-Lesegeräten vergleichbar sind. In der
1969 gedrehten Folge "Portal in die Vergangenheit" landet die Raumschiffbesatzung auf einem entvölkerten Planeten, auf dem nur eine einzige Person zurückgeblieben ist: der Bibliothekar Atoz (welch passender Name: A-to-Z). Da der Planet in naher Zukunft durch eine Supernova zerstört werden wird, sind alle BewohnerInnen in die Vergangenheit zurückgereist. Atoz legt dafür Silberscheiben in das sogenannte Atavachron ein, auf denen die gewünschte Epoche gespeichert ist – und die sehen genauso aus wie unsere CDs. Fehlt also nur noch die Zeitmaschine, das Speichermedium hätten wir schon!
Weitere Empfehlungen: Fahrenheit 451 (1966); Zardoz (1974); Rollerball (1975); Logan's Run (1976); Computercide (1982); Die Zeitmaschine (2002). - Dank für einige Filmtipps und Anregungen gebührt Robert Buchschwenter, mit dem ich im Jahr 2009 einen "Lesen auf der Enterprise"-Abend in der Wienbibliothek gestaltete.
Jedi Archives Tour on Disney Video
Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen:
#Tatort-Trailer geben mir ja immer das blöde Gefühl, gerade die besten Szenen gesehen zu haben.
— Darth Lehrer (@Darth_Lehrer) January 25, 2015
Watching #Tatort now because I am apparently fully committed to the German lifestyle.
— Res Stecker (@APieceofRes) January 25, 2015
"Wir nehmen keine Drogen, wir sind ja nicht blöd." Der Meth-Dealer kennt sich aus. #Tatort
— Julia Ortner (@Julia_Ortner) January 25, 2015
Und ich dachte immer, ich wäre der schlechteste Tier-Imitator der Welt! #Tatort
— Len Mates (@FroileinLeni) January 25, 2015
In Büttenwarder ist mir das Landleben sympathischer. Denen bekommt der Schnaps wohl besser. #Tatort
— Peter Gunkel (@PeterGunkel) January 25, 2015
Demnächst aus der Landschlachterei Holstein: Bio-Methwurst direkt vom Erzeuger. #tatort
— Rasmus Henicz (@ramses101) January 25, 2015
Gleich nochmal Titanic reinziehen, damit ich besser drauf komme. #Tatort
— Frank Schmidt (@Knuddelpapst) January 25, 2015
Den Sommerurlaub auf dem Land in Schleswig-Holstein sage ich nach diesem #Tatort übrigens ab
— Ulrich Gelsen (@gelsen) January 25, 2015
Crystal Meth nehmen, aber bei Tränengas jammern. #diesejugendvonheute #Tatort
— Silke Sandkoetter (@siswords) January 25, 2015
#Tatort:
Beim Intro einschlafen, 15 min vor Ende aufwachen und sich beschweren, dass alles total unlogisch ist.
Kann ich!
— Der Fräger (@pfalzbacher25) January 25, 2015

librarymistress: Polizeibibliothek in Berlin, aufgenommen am 30. April 2010, CC-BY-SA
Seit 1970 ist die Krimi-Reihe "Tatort" ein wöchentlicher Fixpunkt für ein Millionenpublikum. Neben kleineren Szenen in Polizeiarchiven und Bibliotheken gibt es immer wieder auch bibliothekarische Charaktere, zum Beispiel arbeitet die Lebensgefährtin des Düsseldorfer "Tatort"-Kommissars Bernd Flemming als Bibliothekarin. In der Episode "Abschaum" spielt Monica Bleibtreu eine Bibliothekarin, die dem Bremer Ermittlerduo durch Informationen über die satanistische Szene wichtige Hinweise für die Aufklärung eines Mordfalls liefert. Dass ihre Auskünfte von der Polizei nicht, wie zugesichert, vertraulich behandelt werden, kostet sie das Leben. Die saarländische Folge "Kein Feuer so heiß" der ARD-Hörspielreihe "Radio-Tatort" widmet sich einem Bibliotheksbrand mit Todesfolge: Bei einem Feuer in der Stadtbücherei Nehdorn finden die Feuerwehrleute unter den Trümmern des Gebäudes eine Leiche. Der Verdacht auf Brandstiftung bestätigt sich bald, aber die Identität des Toten gibt den Ermittlern Rätsel auf. Den Büchereileiter interessiert allerdings nur, ob die wertvollen alten Briefe in der Bibliothek den Brand heil überstanden haben.
In der Episode "Nymphen und Don Juans" der Serie "Der letzte Bulle" wird eine Bibliothekarin ermordet. In Verdacht geraten der Ehemann und die Mitglieder einer Sexualtherapie-Gruppe – das als zurückhaltend und unscheinbar beschriebene Opfer hatte sich als Nymphomanin entpuppt.
In der Folge "Malen mit Vincent" der Serie "Der Bulle von Tölz" hält Maler Vincent Föhrenbacher in Bad Tölz Malkurse ab. Die teilnehmende Bibliothekarin echauffiert sich sehr darüber, dass sich eine Kollegin doch glatt an den Kursleiter heranmacht.
Von mörderisch bis sittenwächterisch – so sind sie, die fiktiven BibliothekarInnen...
Hier alle bisher erschienenen Kolumnen zum Nachlesen: