Monday, October 04, 2010

Einladung: Bibliothek 2.0-Stammtisch, 27. Oktober

Nach dem heiteren Treffen bei der Odok in Leoben geht es nun in Wien mit dem Bibliothek 2.0-Stammtisch weiter. Der nächste Termin wird – statt wie ursprünglich geplant am Montag, dem 25. Oktober – am Mittwoch, dem 27. Oktober, stattfinden: 18.30 – ca. 22 Uhr, Hollerei, Hollergasse 9, 1150 Wien, (erreichbar mit U4 Schönbrunn bzw. 57A Hollergasse). Für November ist ein Treffen in einem zentraler gelegenen Lokal geplant, und im Dezember gibt es wahrscheinlich Punsch 2.0 ;-)
Bitte um Anmeldung oder Interessensbekundung an Patrick Danowski (patrick.danowski @ web.de) oder Monika Bargmann (monika.bargmann @ gmail.com) bzw. über die Facebook-Event-Seite!
Der Wiener Bibliothek 2.0-Stammtisch soll der Vernetzung der Community von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren dienen, die an neuen Technologien interessiert sind und diese in ihren Einrichtungen oder persönlich einsetzen möchten.

Am 15. in den 15.: "Stadtbildverluste nach 1945"

"Der Zweite Weltkrieg hat die Gesichter deutscher und österreichischer Städte stärker verändert als die meisten früheren Ereignisse. Jedoch zeigen sich im Umgang mit Zerstörungen und Beschädigungen gravierende Unterschiede. Dieser Vortrag soll den Umgang der Stadt Wien mit dem Baubestand in der Zeit nach 1945 beleuchten und versuchen, Fakten für die Bildung einer unabhängigen Meinung zur Verfügung zu stellen. Einen Schwerpunkt bilden die verschwundenen historischen Bahnhöfe Wiens - darunter im Besonderen der Westbahnhof".

Wann? Fr, 15. Oktober 2010, 17.30 - 19 Uhr
Wer? DI Valentin Wille, Technische Universität Wien, Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege, Abt. Denkmalpflege und Industriearchäologie
Wo? Museum 15 – Bezirksmuseum Rudolfsheim-Fünfhaus, 1150 Wien, Rosinagasse 4 (Ecke Gasgasse)
Begrüßung: Mag. Brigitte Neichl, stv. Museumsleiterin
Anmeldung unter museum15@gmx.at oder 0699/191 353 28.

Saturday, October 02, 2010

reading diary

Ethan Coen, Joel Coen: A Serious Man. Faber & Faber 2009 - gelesen, bis ich das Buch im Zug liegen gelassen habe :-/

Lied mit glühender Sonne gesucht

Bei einem (Münchner?) Tatort lief beim Mordopfer ein Lied am Plattenspieler mit einem Text wie "Mag die Sonne glühen, mag der Regen sprühen" und dass die besungene Frau einen anderen küsst. Weckte Assoziationen wie Operette, Schlager, Kiepura... Mehr hab ich mir damals nicht notiert, weil ich in solchen Fällen normalerweise immer erfolgreich gegoogelt habe, aber diesmal bildet mein Tweet zu diesem Thema die Hälfte der Treffer ;-)

Aufrisszone Bibliothek, revisited

Hat eine Freundin in einem Partnervermittlungsforum entdeckt: "also ich bemerke immer nur schon vergebene Männer, egal wo ich hinkomme. Aber Uni/Bibliothek ist wirklich noch der beste Ort. Dort verstellen sich alle nicht so und das Beobachten fällt leichter" ;-) Siehe dazu auch 1, 2, 3, 4 ("Eine Bibliothek ist ein sehr guter Ort für dein Vorhaben, finde ich! Wie du sie ansprichst, kommt darauf an, was sie gerade macht... Stöbert sie in den Regalen, kannst du dir 'ne Frage ausdenken, die zu dieser Literatur passt, oder ein Buch, dass du (angeblich) nicht findest, oder du kommst mit der Sortierung nicht klar, ob sie dir mal kurz helfen kann oder so"), 5, 6.

reading diary

Cover des Buches The Technology of OrgasmRachel P. Maines: The Technology of Orgasm. 'Hysteria', the Vibrator, and Women's Sexual Satisfaction. Johns Hopkins University Press 2001 (Johns Hopkins Studies in the History of Technology) - ein großteils unterhaltsames, teilweise nachdenklich machendes, immer spannend geschriebenes Kapitel der Medizin- und Technikgeschichte!

Alpenmilch, wo sie hingehört ;-)

Photo einer Milkapackung in den Bergen

Alpenmilch in den Alpen - eines meiner Lieblingsphotos, aufgenommen am Hauseck in der Steiermark. Die Milka-Schoki wurde eigens im Wanderrucksack mitgeschleppt ;-)

Friday, October 01, 2010

Neuerwerbungen

Eine Kollegin hat mich auf den Abverkauf im Antiquariat Reichmann aufmerksam gemacht, wo ich mich heute darüber hinweggetröstet habe, dass ich im Zug "A serious man" von Ethan und Joel Coen liegen lassen habe. Und es hat sich ausgezahlt, dass ich in letzter Zeit mehrere kyrillische Plakate katalogisiert habe - so habe ich Хаймито фон Додерер gleich von der Ferne identifiziert ;-) Hier die Liste der Neuerwerbungen, die insgesamt nur acht Euro gekostet haben:

  • Heimito von Doderer: Слуньские водопады. Окольный путь. Повести и рассказы. Moskau: Progress 1981
  • Evelyn Waugh: Black Mischief. London: Penguin 1951
  • Today's English-Chinese Dictionary. New-Edition [der Rest ist auf Chinesisch]
  • Ludwig Lang (Hrsg.): Landschule und ländliche Erziehung in Österreich. 2., unveränd. Aufl. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1949 [enth. u.a. "Die Aufgaben der ländlichen Mädchenerziehung" von Gertrud Riccabona]
  • Leslie Charteris: The Saint Closes the Case. Reprint. London: Hodder & Stoughton 1953
  • Arthur Koestler: Arrival and departure. A novel of modern Europe. Austrian ed. Published for the British Publishers Guild by I.S.B. Political Division A.C.A., printed in Vienna by Waldheim-Eberle ca. 1943
  • La France d'aujourd'hui. 3. Aufl. Berlin-Schöneberg: Langenscheidt o.J. (Langenscheidts fremdsprachliche Lektüre 6)
  • Renate Marschalek, Peter Pelinka (Hrsg.): Rot-Grüner Anstoß. Wien: Jugend & Volk 1983
  • Thursday, September 30, 2010

    Ermitteln, Fahnden und Strafen

    Im Oktober wird ein Buch vorgestellt, das ein früherer Arbeitskollege von mir mitherausgegeben hat: Andrea Griesebner, Georg Tschannett (Hg.): Ermitteln, Fahnden und Strafen. Kriminalitätshistorische Studien vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Wien: Löcker 2010, 978-3-85409-553-8. Die Präsentation findet am Mittwoch, dem 20. Oktober um 20 Uhr im Seminarraum 1 am Institut für Geschichte der Universität Wien statt. Stephan Steiner liest Ausschnitte aus Quellen — z. B. Gerichtsprotokolle oder Selbstzeugnisse —, die von den AutorInnen kurz kommentiert werden.
    Zum Buch: "Die hier versammelten Mikrostudien geben Einblicke in das Leben und die Vorstellungswelten von Menschen, die von 'vormodernen' Kriminalgerichten im Gebiet des heutigen Österreichs steckbrieflich gesucht, angeklagt oder verurteilt wurden. Abgerundet werden diese Mikrostudien durch zwei Beiträge, welche die Ermittlungsarbeit der Polizei und den Alltag in Psychiatrien im ausgehenden 19. Jahrhundert in den Blick nehmen".

    Wednesday, September 29, 2010

    Wanderausstellung über Analphabetismus

    Die Burgenländischen Volkshochschulen laden zur Ausstellung "Erwischt war gestern! Basisbildung: die beste Entscheidung" und zur Vorführung des Films "Das Kreuz mit der Schrift". Die Ausstellung des Salzburger Netzwerkes Basisbildung macht auf Lese- und Schreibschwächen in Österreich aufmerksam. TeilnehmerInnen von Alphabetisierungskursen erzählen von ihren größten Hürden, besten Ausreden und schönsten Erfolgen. Zudem gibt es Informationen zum Thema Analphabetismus. Im Mittelpunkt des Films "Das Kreuz mit der Schrift" stehen Menschen, die vor allem zwei Dinge gemeinsam haben: Sie haben alle etwas mit Fußball zu tun und sie haben alle Probleme mit dem Lesen und Schreiben.

    Termine:

  • Güssing, Do. 30. September 2010, 19 Uhr, Kulturzentrum - Ausstellung bis 11. Oktober
  • Oberwart Di. 19. Oktober 2010, 19 Uhr, OHO - Ausstellung bis 24. Oktober
  • Großwarasdorf, Di. 2. November 2010, 19 Uhr, KUGA - Ausstellung bis 7. November
  • Gols, Di. 9. November 2010, 19 Uhr, Evangelisches Gemeindezentrum - Ausstellung bis 21. November
  • Eisenstadt, Do. 25. November 2010, 19 Uhr, Burgenländisches Landesmuseum - Ausstellung bis 19. Dezember
  • reading diary

    reading:
  • Philipp Felsch: Wie August Petermann den Nordpol erfand. Sammlung Luchterhand 2010 (ein neues Buch in meiner - leider noch zu kleinen - Pol-Sammlung, ist bisher sehr interessant und spannend geschrieben)
  • just finished:

  • Molly Harper: Nice Girls Don't Date Dead Men. Pocket Star 2009 ("Once a devoted children's librarian, Jane Jameson now works at a rundown occult bookstore. Once a regular gal, she's now a vampire")
  • Hannes Kerbl: Ganglmüllers Rache. Verl. Der Apfel 2005 ("Vom Schicksal und seinen Kollegen gedemütigt, von den Frauen betrogen und vom Leben enttäuscht, sucht ein kleiner Beamter privat und beruflich durch penible Genauigkeit und strikte Ordnung Sinn in seine kümmerliche Existenz zu bringen")
  • Monday, September 20, 2010

    Bibliotheksbestand des Tages: Hof- und Staats-Handbuch

    Heute habe ich für eine Benutzerin etwas im "Hof- und Staats-Handbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie" gesucht, und ich denke, wenn wir einfach die Monarchie wieder einführen, haben wir kein Problem mit Arbeitslosigkeit. Was es da alles für Ämter und Posten gab! Hier einige Beispiele aus den Ausgaben 1893 und 1906:

  • Edelknaben
  • Silberwäscherin
  • Pretiosenschätzer
  • Amts-Trabant und Gesandschafts-Anzeiger
  • Leib-Büchsenspanner
  • Leiblakai-Ansager
  • Stallübergeher
  • Reit-Scolar
  • Hof-Ober-Riemer
  • Kabinetts-Registraturs-Adjunkt
  • Wäscheverwahrerin
  • Park-Türwächter
  • Kurschmied
  • General-Genie-Inspector
  • Hof-Keller-Officiant I. Classe
  • Hoflogen-Thürhüter
  • Kindsfrau und Kinderfräulein
  • Versenkungsmeister
  • Hof-Tafeldecker II. Classe
  • Friday, September 17, 2010

    Die Holocaust-Opfer der Roma - Vortrag & Diskussion

    Die Holocaust-Opfer der Roma. Eine Spurensuche (O holocoust opfertscha le Romendar. Jek jomakero rodipe) - Vortrag und Diskussion mit dem Historiker Gerhard Baumgartner. Ort & Zeit: Literaturhaus Mattersburg, Wulkalände 2, 7210 Mattersburg, 22. September 2010, 19 Uhr. Eintritt Freie Spende.

    Von den 11.000 österreichischen Roma wurden über 9.000 in der NS-Zeit ermordet. Nun stellten Historiker Namen und Herkunft vieler Opfer fest und legten eine Archivdatenbank an, um möglichst viele vor dem Versinken in die Anonymität zu bewahren. Der burgenländische Historiker und Journalist Gerhard Baumgartner war führend an diesem vom Österreichischen Nationalfonds geförderten Projekt "Namentliche Erfassung der Holocaust-Opfer der Roma" beteiligt. In seinem Vortrag berichtet er über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Geschichte der Roma.

    In einem Standard-Interview mit dem Titel "Namensfindung für Holocaustopfer" vom 19. Dezember 2006 sagte Baumgartner über die Kooperation mit den SchülerInnen der HTL Ungargasse: "Es wird eine riesige Datenbank erstellt. Aber es ist mehr. Es ist eine Gesamtlösung für den Kulturverein österreichischer Roma - für ein Archiv plus eine riesige Datenbank plus eine Bibliothek plus eine Bilddatenbank. Das Hauptprojekt ist ein mögliches Dokumentationssystem. Das ist ein Nachfolgeprojekt der österreichischen Historikerkommission. Eine Namensdatenbank der niemals offiziell erhobenen österreichischen Roma- und Sinti-Holocaustopfer, die ungefähr 10.000 Personen umfasst".

    Wie können die Daten dazu eingesehen werden? Laut Website des Kulturvereins österreichischer Roma ist die Datenbank im Informationszentrum Roma-Doku zugänglich. Baumgartner arbeitet übrigens auch an dem verwandten Projekt "Opferdatenbank – Namentliche Erfassung der NS-Opfer des Burgenlandes" mit, und auf der Website des Projekts heißt es: "Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist eine Veröffentlichung der Opferdaten im Internet nicht möglich. Die Datenbank kann aber in der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 7 – Kultur, Wissenschaft und Archiv benutzt werden. Darüber hinaus sind Anfragen per E-Mail, telefonisch bzw. auf dem Postweg möglich. Die im Zuge der Anfragen erhobenen Daten sind, sofern sie die Daten der Opfergruppen der Roma/Sinti bzw. die Euthanasiedaten betreffen, in Veröffentlichungen zu anonymisieren".

    Thursday, September 16, 2010

    Lochkarten-Blasphemie

    Ich lese gerade "A Single Man" von Christopher Isherwood (Vintage Books 2010), Ein Buch, bei dem ich ganz langsam lese, weil ich nicht will, dass es aus ist, aber ich habe nur mehr zehn Seiten... Es gibt einige Passagen, die mir im Gedächtnis geblieben sind, aber die Szene über die Lochkarten (das Buch stammt aus dem Jahr 1961) finde ich besonders nett:

    "Carrying the card by its extreme corner, George brings it over to one of the secretaries, who will see that it gets back to Personnel. The secretary has a nail-file on her desk. George picks it up, saying, 'Let's see if that old robot'll know the difference' and pretends to be about to punch another slit in the card. The girl laughs, but only after a split-second look of sheer terror; and the laugh itself is forced. George has uttered blasphemy" (S. 31).

    Kann mir jemand weitere Bücher empfehlen, die im britischen oder amerikanischen Universitätsumfeld angesiedelt sind? Die David Lodge-Trilogie Changing Places / Small World / Nice Work hat mir auch gut gefallen.

    Tuesday, September 14, 2010

    Suchen mit Jewogle oder SeekFind

    Shelf Check greift heute humorvoll den Artikel "Religious Search Engines Yield Tailored Results" von Habiba Nosheen auf NPR auf. Suchmaschinen wie SeekFind, Jewogle und I'mHalal liefern nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit - aber tun das nicht letztlich alle Suchmaschinen? Shea Hoodman (SeekFind) sagt: "In a sense, I guess kind of what SeekFind does is a form of censorship, but I would more describe it as selective inclusion".

    Hier noch Zitate aus den Selbstbeschreibungen: SeekFind: "The mission of SeekFind.org is to provide God-honoring, biblically-based, and theologically-sound Christian search engine results in a highly accurate and well-organized format." - I'mHalal: "search algorithms should calculate the culture, mindset and lifestyle of the user in the determination process of relevancy".- Jewogle: "a site that celebrates the Jewish contribution to civilization and is well on its way to being a Jewish biographical encyclopedia", ist eben keine Suchmaschine durch jüdische Internetseiten.

    Bloglines wird eingestellt

    Heute habe ich auf Bloglines gelesen, dass der Dienst mit 1. Oktober eingestellt wird. Begründet wird dieser kurzfristige Schritt mit der Veränderung der Verwendung von RSS und der sinkenden Nutzung von Bloglines: "The real-time information RSS was so astute at delivering (primarily, blog feeds) is now gained through conversations, and consuming this information has become a social experience. As Steve Gillmor pointed out in TechCrunch last year , being locked in an RSS reader makes less and less sense to people as Twitter and Facebook dominate real-time information flow". Gillmors Artikel vom 5. Mai 2009 trägt den Titel "Rest in Peace, RSS".

    Dazu hat Krafty Librarian einen guten Kommentar geschrieben: "While I completely agree with Ask.com that the rise of Twitter and Facebook have led to more or different methods of information sharing, I still need my RSS feeds. I have developed quite a list of blogs, news feeds, and Internet search queries that I monitor. I do pay attention and monitor Twitter and Facebook, and I have noticed that I grab a lot of real time news and information from them but I have not figured out how to gather topical information to me using something other than my Bloglines feed". Meine Twitter-Gemeinde kann mir viele Informationen und nützliche Links bieten, aber meine gespeicherten Suchen in Datenbanken und Katalogen beispielsweise nicht.

    Und wohin ausweichen? Noch ein Google-Produkt? Mihai Parparita schreibt ja im Official Google Reader Blog: "We know that nothing will be quite like Bloglines in the hearts of its users, but if you're looking for another online feed reader, we encourage you to give Reader a shot". Ellyssa Kroski verweist auf "5 Tips for Getting the Most out of Google Reader". Jessamyn West empfiehlt das Firefox-Plugin "Sage" und für Mac, iPhone und iPad den Dienst Netnewswire. Was ist Eure Meinung?

    Monday, September 13, 2010

    Bibliotheksbestand des Tages

    Konvolut von Schriften des Wiener Schutz-Vereins für aus Straf- und Verwahrungsorten entlassene Personen [Fing.T.], Signatur C 149025

    Konvolut von Einladungen, Tafelkarten etc. des Wiener Buchhandlungs-Gehilfen-Vereins "Buchfink" aus den Jahren 1887-1894, Signatur E 77178

    Ich zeig Dir meine Briefmarken-Buch-Sammlung

    "Der 'Briefmarkensammler Verein Favoriten' (kurz: 'BSV Favoriten') feiert heuer das 80jährige Bestandsjubiläum. (...) Den BSV-Mitgliedern steht eine reichhaltig bestückte Bibliothek mit Fachliteratur zur Verfügung". - Quelle: Presse- und Informationsdienst.

    Thursday, September 09, 2010

    Der Freund um Mitternacht

    Heute hab ich meinem Vater geholfen, Bücher aus dem Keller auf den Dachboden zu transferieren. Dabei hab ich natürlich auch ein bisschen geblättert, weil ich mich an manche Bücher noch aus meiner Kindheit erinnern konnte, zum Beispiel in dem Buch "Manierlich - erfolgreich - beliebt" von Gertrud von Hilgendorff aus dem Jahr 1961. Darin gibt es ein Kapitel darüber, wie man Freunde gewinnt, erkennt und behält. Die folgende Passage finde ich besonders süß: "Ein FREUND, das ist ein Mensch, bei dem man um Mitternacht klingeln dürfte, ein Köfferchen mit den allernotwendigsten Dingen in der Hand; dem man sagen könnte: 'Ich habe mein Heim, meine Existenz, meine Wohnung verloren, nimmst du mich auf?' Kommt auf diese Frage ein freundliches, herzliches Ja zur Antwort, so handelt es sich um einen FREUND" (S. 161).

    Und in einem Kapitel über das berufliche Fortkommen schreibt Hilgendorff: "Denke, wenn du ERFOLGREICH sein möchtest, nicht zu viel an dein Vergnügen, gehe lieber in Abendkurse als zum Tanz. Besuche Bibliotheken und Ausstellungen anstatt mit dem Motorrad unter Getöse herumzubrausen. (...) Vorsicht im Umgang mit Radios und Fernsehern, sie haben den Fehler, charakterschwache Leute zum Nichtstun zu verführen (...). Lege weniger Wert auf eine Lohnerhöhung als auf eine Wissensbereicherung" (S. 154).

    In die Gefängnisbibliothek der Versicherung wegen

    Am 19. Oktober wird das Buch "Running the Books: The Adventures of an Accidental Prison Librarian" von Avi Steinberg bei Nan A. Talese erscheinen: "Avi Steinberg is stumped. After defecting from yeshiva to Harvard, he has only a senior thesis essay on Bugs Bunny to show for his effort. While his friends and classmates advance in the world, he remains stuck at a crossroads, unable to meet the lofty expectations of his Orthodox Jewish upbringing. And his romantic existence as a freelance obituary writer just isn't cutting it. Seeking direction — and dental insurance — Steinberg takes a job as a librarian in a tough Boston prison".