Monday, September 19, 2011

Freie Software für Videodigitalisierung

Die Österreichische Mediathek hat eine Software zur Digitalisierung und Archivierung von Videomaterial entwickelt: "DVA-Profession ist eine Gesamtlösung für die Digitalisierung von Video-Material für den Archivgebrauch. Sie verwaltet den gesamten Workflow von der Digitalisierung über Analyse, Erstellen von Vorschaubildern und einer Sichtungskopie (MPEG), manueller Qualitätsüberprüfung, Dokumentation aller anfallenden Metadaten bis hin zum Ablegen in einen digitalen Massenspeicher. Die Arbeitsschritte sind auf ökonomischen Betrieb und Vorbereitung für die Langzeit-Archivierung hin entworfen und optimiert".

Erfreulicherweise steht das Produkt unter einer freien Softwarelizenz (GPLv3) und kann auf www.dva-profession.mediathek.at herunter geladen werden.

Friday, September 16, 2011

Blick aufs Dachsteinmassiv

Farbphoto Blick aufs Dachsteinmassiv

Mein diesjähriges Lieblings-Urlaubsphoto kommt aus der Steiermark: ein Blick auf den Dachstein vom Hauser Kaibling aus, bei sonnenbrandverursachendem Bilderbuchwetter ;-)

Friday, September 09, 2011

Die beideaugenzudrückende Frau Katalog

"[...] während des letzten Jahres hatte ich mir nach Lust und Laune Bücher aus der Schulbibliothek ausgeliehen (üblicherweise aus der Sonderabteilung, über der stand: "Nur für Lehrpersonal"). Die Bibliothekarin, Frau Katalog, drückte bei mir immer beide Augen zu. Sie trug ebenfalls eine Brille, machte immer ein ernstes Gesicht und war sehr ordnungsliebend, was die Leute dazu veranlasste, sich über sie lustig zu machen. Mir hatten meine Freunde und Freundinnen dementsprechend den Spitznamen 'Katalog junior' gegeben"".

Aus: Abha Dawesar: Die Physik des Vergnügens. Zaglossus 2011, S. 157 - 158 [Orig.: Babyji. Anchor Books 2005]

reading diary

in Arbeit:
Cover von Babyji, Quelle: WorldcatAbha Dawesar: Die Physik des Vergnügens. Zaglossus 2011 [Orig.: Babyji. Anchor Books 2005] - Durch einen glücklichen Zufall kam ich zu diesem Buch: Bei meinem Dienst am Infoschalter wurde das Pflichtexemplar abgegeben, und weil mich der Titel interessiert hat, hab ich reingeblättert. Nach zwei Seiten hab ich meinen Kollegen gebeten, mir das Buch gleich nach dem Katalogisieren zur Seite zu legen :-)

"Babyji" wurde 2005 mit dem Lambda Literary Award (Kategorie "Lesbian Fiction") and 2006 mit dem Stonewall Book Award (Kategorie "Barbara Gittings Literature Award") der ALA ausgezeichnet.

kürzlich fertiggelesen:

  • Jo Dereske: Farewell Miss Zukas. June Creek Books 2011 - ich werde sie vermissen, die unterschrockene Bibliothekarin und Hobbydetektivin Wilhelmina Zukas. Das ist der zwölfte und letzte Teil der Krimiserie. Dereske gelingt es, die Geschichten, die sich über Jahre entwickelt haben, zu einem Ende zu bringen, ohne dass wie bei einer billigen Komödie in den letzten fünf Minuten alle mit plötzlich auftretenden potentiellen Ehemännern/-frauen versorgt werden ;-)
  • Paul Ladewig: Katechismus der Bücherei. Simon Verlag für Bibliothekswissen 2011
  • May Sarton: The Education of Harriet Hatfield. Norton 1993 - Geschichte einer Frau, die nach dem Tod ihrer langjährigen Lebensgefährtin plötzlich auf eigenen Beinen stehen muss. Sie entschließt sich, eine Frauenbuchhandlung zu eröffnen, sorgt damit in der konservativen Nachbarschaft für Aufregung und wird sogar bedroht und attackiert. Sie lässt sich aber nicht unterkriegen und bekommt von unerwarteter Seite Hilfe.
  • Daniela Boremski, Kerstin Morgenstern, Renate Zimmermann (Hrsg.): Heiteres aus dem Bibliotheksalltag: Leserwünsche und Leseraussprüche. Simon Verlag für Bibliothekswissen 2010 - zum Schmunzeln. Vielleicht gut geeignet als Weihnachtsgeschenk!
  • Thursday, September 08, 2011

    Look up

    Photographie: Blick auf Baumkronen von unten

    eines meiner Lieblingsphotos, aufgenommen bei einem Spaziergang im niederösterreichischen Wöllersdorf.

    Tuesday, September 06, 2011

    Neu: Jobbörse des Bundes

    "Die (neue) Jobbörse des Bundes kann seit Mai 2011 über das Internet (www.jobboerse.gv.at) aufgerufen werden und bietet für externe BewerberInnen Transparenz und einen einheitlichen Außenauftritt des Bundes bei öffentlichen Stellenausschreibungen". - Quelle: Newsletter des Bundeskanzleramts, Bereich IKT-Strategie des Bundes, August 2011.

    Einschränkung: Leitungsfunktionen, Richter- und Richterinnenstellen und Lehrer- und Lehrerinnenstellen sind nicht über die Anwendung zu finden. Diese werden gemäß dem Ausschreibungsgesetz im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht und können unter Stellenausschreibungen im Amtsblatt abgerufen werden.

    Ich beobachte gerne den "Markt", auch in Hinblick auf unsere AbsolventInnen-Mailingliste, und habe mich gleich registriert. Was mir daran nicht gefällt, ist die Auswahlmöglichkeit bei den "Branchen" und den "Funktionsbereichen". Bei den Branchen fehlt alles, was irgendwie mit Bildung und Forschung zu tun hat, es gibt nur das allgemeine "öffentlicher Dienst". Hauptsächlich gibt es Branchen der Industrie in der Liste (von "Bergbau und Energiegewinnung" bis "Erzeugung / Verarbeitung von Materialien und Metallen").

    Friday, September 02, 2011

    20h-Stelle bei Ariadne/ONB

    Die Österreichische Nationalbibliothek sucht eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Abteilung Ariadne - frauenspezifische Information und Dokumentation, und zwar für zwanzig Wochenstunden vormittags.

    Anforderungen:
    * Abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Studium, vorzugsweise mit Schwerpunkt Gender Studies
    * Abgeschlossene bibliothekarische Ausbildung mit Dokumentationserfahrung
    * Ausgezeichnete Englischkenntnisse
    * Erfahrung mit Content Management Systemen
    * Bereitschaft zu Vortragstätigkeiten und zur Erstellung fachspezifischer Artikel
    * Interesse an internationalen Vernetzungs- und Projektarbeiten

    Bewerbungen vorzugsweise per Email unter dem Kennwort: "Ariadne" an bewerbung@onb.ac.at bis spätestens 23. September 2011.

    Wednesday, August 31, 2011

    Neues Evangelium entdeckt

    In den Salzburger Nachrichten vom 29. August ist eine nette Kolumne erschienen, die einen jungen Mann in der U-Bahn beschreibt: "Ein flüchtiger Blick auf das Display – nein, das kann nicht sein. Paulus Evangelium steht da. Der Junge liest die Bibel. Mit der praktischen Bibel-App auf seinem Handy hat er die Heilige Schrift immer dabei. Gott ist definitiv im 21. Jahrhundert angekommen". - Problem: Es gibt zwar wirklich Bibel-Apps, aber es gibt kein Paulus-Evangelium in der Bibel. Es handelt sich vielmehr um einen Roman von Wolfgang Hohlbein ;-)

    Monday, August 29, 2011

    Neuerwerbungen

    Erzählungen: Zerbin. Der Waldbruder. Der Landprediger - Jakob Michael Reinhold Lenz

    Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte - Kurt Tucholsky [✓]

    Die Unterrichtsstunde: Komisches Drama in einem Akt - Eugène Ionesco

    Sämtliche Erzählungen und andere Prosa - Heinrich von Kleist

    Farewell, Miss Zukas - Jo Dereske

    Gespräche unter den Fabrikschornsteinen. Roman - Lev Detela

    Leichtfüßig - Jeannie Ebner [✓]

    Am Ort der Handlung. Schauplätze der Weltliteratur - Otto Brusatti und Walter Obermaier

    Hans Weigel, Leben und Werk. Zum 80. Geburtstag - Walter Obermaier [✓]

    Karl Emil Franzos 1848 - 1904. Der Dichter Galiziens. Zum 150. Geburtstag - Hermann Böhm

    Kleist in meiner Küche: Eine moderne Novelle - Miriam Sachs [✓]

    schädelmagie: Ausgewählte Gedichte - Thomas Kling

    Harald Schmidt: Eine Biografie - Miriam Lau [✓]

    Tuesday, August 23, 2011

    Ich kann nix. Nur spielen.

    Wohl mein Lieblingsdialog diverser Sommergespräche, die ich in verschiedenen Printmedien verfolgt habe, ist jener zwischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Schauspieler Gregor Seberg in einem der gelungenen 2+1-Interviews im "Standard":

    zitat
    STANDARD: Herr Seberg, Sie spielen in "Soko Donau" einen Polizisten. Wäre...
    Mikl-Leitner: Was haben Sie gelernt? Schauspielerei?
    Seberg: Ja. Polizist hab ich nicht gelernt.
    Mikl-Leitner: Aber haben Sie sonst noch einen Beruf gelernt?
    Seberg: Das ist ein richtiger Beruf! Haben Sie Innenministerin gelernt?
    Mikl-Leitner: Es gibt Schauspieler, die haben einen anderen Beruf gelernt.
    Seberg: Ich nicht. Ich kann nix. Nur spielen".
    zitatende

    Quelle - Sascha Jungnikl [Interviewer]: "'Haben Sie Innenministerin gelernt?'". In: Der Standard, Inland, 13./14./15. August 2011, S. 15

    Wertschätzungsbeitrag

    Kosten? Pah, Kosten. Man nennt das jetzt "Wertschätzungsbeitrag" oder gar "Energieausgleich".

    Monday, August 22, 2011

    Wiederholter Wikipedia-Eintrag

    "Es gibt Journalisten, die, im Gegensatz zu Ihnen, extrem schlecht vorbereitet sind. Da wiederholt man in Prinzip seinen eigenen Wikipedia-Eintrag und fragt sich nachher, was eigentlich der Sinn des Gesprächs war. Es hätte auch gereicht, wenn dieser Mensch sich diesen Eintrag einfach ausdruckt" - Hape Kerkeling in einem Interview mit Thomas Joppig für den Weser-Kurier.

    Tuesday, August 16, 2011

    Archivsuche bei "Tatort"

    Im Konstanzer Tatort "Seenot" sucht Klara Blum Akten im Archiv der Staatsanwaltschaft Thurgau. Man sieht auch einen Archivar, bepackt mit Kartons, vorbeigehen. Blum kann unbeaufsichtigt blättern und klatscht die Akten einfach auf den Kopierer, der sich praktischerweise direkt im Magazin befindet.

    Merksätzchen gesucht

    Vor kurzem bin ich über den Spruch "Feldspat, Quarz und Glimmer, / die drei vergess ich nimmer" (für die Zusammensetzung von Granit) gestoßen und hab mich an andere Merksätzchen aus meiner Schulzeit erinnert, hauptsächlich aus dem Lateinunterricht. Beispiele: "Im Ablativ stehen ab, ex, de, / cum und sine, pro und prae" ; "cadaver, iter, ver / sind Neutra auf -er" ; "os, oris Mund, os ossis Bein / müssen immer sächlich sein" oder auch "in die Semmel biss der Kater" (zum Merken von "semel bis ter quater"). Fallen Euch auch spontan solche Sprüche aus Schul- oder Studienzeit ein? Ohne in der Wikipedia-Liste von Merksprüchen nachzuschauen? ;-)

    Bibliotheksgedicht

    John G. Marr wies in ngc4lib darauf hin, dass im Buch "Some times" des walisischen Autors Harry Guest ein Gedicht mit dem Titel "An open letter to librarians with closed minds" enthalten ist. Hat das Buch zufällig jemand?

    Friday, August 12, 2011

    Bibliothekarin und Country-Star

    "Seit acht Jahren arbeitete meine Mutter in der Buchausgabe der Stadtbücherei von Milwaukee", heißt es in Pauls Toutonghis Roman "Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war", Rowohlt 2009, ISBN 978-3-87134-634-7 [im Original "Red Weather", erschienen 2006 bei Shaye Areheart Books und 2007 bei Three Rivers Press]. - Danke, Nina, für den Hinweis!

    Wednesday, August 03, 2011

    Falter kein "linkes Hetzblatt"

    Geniale Presseaussendung "FPÖ irrt in Bezug auf Falter" der Falter Zeitschriften GmbH (Hinweis von danimrich):

    "Der Falter ist kein 'linkes Hetzblatt', wie die FPÖ behauptet, sondern ein 'Bolschewiken-Blattl', wie die Kronen Zeitung wiederholt festgestellt hat (zuletzt am 21. Juli). Herr Strache möge sich an die Vorgaben halten".

    dauertwitternde Werkstudenten

    "Zu Beginn feiern die ersten Unternehmen fantastische Erfolge mit ihrer Präsenz in Twitter, Facebook oder Second Life – bis die Unternehmensberater mit PowerPoints schweres Geld verdienen, auf denen sie allen Unternehmen suggerieren, sie könnten mit ein paar dauertwitternden Werkstudenten den Shareholder-Value steigern". - Gunter Dueck in Daily Dueck 145, Juli 2011)

    Tuesday, August 02, 2011

    Bücherflohmarkt in der UBTUW

    Das ist ja schon ein bisschen gemein, wenn man einfach nur Bücher zurückbringen will und dann gleich beim Eingang die Flohmarkt-Regale sieht, wie in der UB der TU Wien im Moment. Es gibt ältere Bücher, natürlich mit dem Schwerpunkt auf das Ingenieurwesen, und jüngere, aber trotzdem veraltete Bücher wie "So funktioniert das Internet" und "ISDN - das Einsteigerhandbuch" ;-) Leider war die Auswahl an Physikbüchern sehr bescheiden, aber vielleicht wird da nach Fachgebieten sortiert nachgefüllt, und ich sollte nächste Woche nochmal hingehen. Nett finde ich den Zettel "Handeln ist erlaubt", der mir nur gar nichts hilft, weil ich Handeln hasse. Ich bin da auf jeder Art Flohmarkt ein willkommenes Opfer. Ich möchte einen fairen Preis genannt bekommen und den bezahlen statt herumzudiskutieren. Sogar bei meinem Hausumbau hab ich die Skonto-Aushandlung meinem Vater überlassen (wobei man wirklich blöd ist, wenn man da nicht handelt - bei 30.000 Euro für den Baumeister sind zwei Prozent Skonto auch ein hübsches Sümmchen, und das kriegt man schon mit einfachem Fragen).
    Außerdem gibt es thematisch sortierte "Überraschungssäckchen" zu einem sehr günstigen Preis - ich hab eines zu den Themen Umwelt, Abwasser, Recycling mit gefühlten zehn Kilo um drei Euro erworben.

    Monday, August 01, 2011

    VöB goes ÖB

    Innerhalb der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) wurde eine Arbeitsgruppe für öffentliche Büchereien gegründet. Damit wird weiter versucht, die Abgrenzungen zwischen ÖB und WB aufzuweichen, die ja sogar auf Ministerienebene bestehen (im wesentlichen ÖB: Bildung; WB: Wissenschaft), aber auch im Selbstverständnis, in der Ausbildung, in Beschäftigungsart und -ausmaß. Erste Annäherungen gibt es ja bereits durch die Kongresse, die von VÖB und Büchereiverband (BVÖ) gemeinsam veranstaltet werden. Wieviele Leute aus ÖBs sich dann aber tatsächlich in die WB-Sektionen setzen und umgekehrt, kann ich nicht beurteilen. Im Jahr 2005 veranstaltete der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (Kribibi) eine Tagung mit dem Titel "Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Österreich – Netzwerk als Ziel?" (Bericht von Heimo Gruber, pdf). Es gibt in Österreich keinen eigenen Personenverband für ÖB-MitarbeiterInnen (der Büchereiverband vertritt die Trägerorganisationen), deswegen ist eine der Aufgaben der Arbeitsgruppe, die VÖB als eine solche Vertretung zu etablieren.

    Mehr dazu auf www.univie.ac.at/voeb/kommissionen/ag-oeffentliche-buechereien/. Kontaktperson ist Nikolaus Hamann (nikolaus.hamann@gmx.at), MitarbeiterInnen aus beiden Bibliothekstypen werden gesucht!