Sunday, February 17, 2013

Bibliothekarin im Bann geheimer Wünsche

Beim Stöbern im Bücherregal des hiesigen Spar-Marktes hab ich ein neues Buch von Portia da Costa entdeckt: "'Ich gehöre ganz Ihnen, mit meinem Körper und meiner Seele'. Das und mehr steht in einem Liebesbrief, den die Bibliothekarin Gwendolynne in ihrer Inbox findet. Und: 'Kommen Sie für mich'. Wer ist der mysteriöse Schreiber? Und wie kann er von ihren geheimsten Fantasien wissen und Wort für Wort niederschreiben?".
Der Roman erschien ursprünglich unter dem Titel "Komm für mich", im Original lautet der Titel "In too deep". Von da Costa besitze ich außerdem den ebenfalls erotischen Roman "Die Lektion" ("The tutor").

Monday, February 11, 2013

zum Thema #pontifexit

Friday, February 08, 2013

Today's flea market acquisitions

I bought some books at the flea market in the university library today:

  • Heinrich Hempel: Gotisches Elementarbuch. Grammatik, Texte mit Übersetzung und Erläuterungen. Berlin: de Gruyter 1966 (= Sammlung Göschen 79/79a)
  • Martin Hutter, Wolfgang R. Langenbucher: Buchgemeinschaften und Lesekultur. Studie zum Programmangebot von sechs Buchgemeinschaften (1972 - 1977). Berlin: Verlag Volker Spiess 1980 (= AfK-Studien 16)
  • Mary Flanagan: The blue woman and other stories. New York, London: W. W. Norton 1995
  • Ed Krol: The whole Internet. User's guide & catalog. Sebastopol: O'Reilly 1993. The book is available at the Internet archive where it is described as follows: "he first comprehensive user guide to the Internet, this book sold over 1,000,000 copies and was named one of 100 Books of the 20th Century by the New York Public Library".
  • Wolfram D. Sexauer: Frühneuhochdeutsche Schriften in Kartäuserbibliotheken. Untersuchungen zur Pflege der volkssprachlichen Literatur in Kartäuserklöstern des oberdeutschen Raums bis zum Einsetzen der Reformation. Bern u.a.: Peter Lang 1978 (= Europäische Hochschulschriften 247) [already promised to my former boss who is interested in monastic libraries)
  • Sunday, February 03, 2013

    I don't hate you...

    Saturday, February 02, 2013

    Goethe und die Frauen

    "Ich weiß noch, wie wir, eine Mädchenklasse, im Deutschunterricht Missfallen an Goethes herrischem Frauen­konsum äußerten, worauf die Deutschlehrerin mit bebender Stimme erklärte, jede Frau, die von einem Genie (wahr)genommen würde, könne sich geadelt fühlen".

    Elfriede Hammerl: "Mädchen, Profil, 2. Februar 2013

    librarymistress: Reading Goethe in front of his home, Weimar, 16. August 2008 (Flickr, CC-BY-SA)

    Tuesday, January 22, 2013

    Connotea wird am 12. März eingestellt

    Nachdem Connotea, das Social Bookmarking-Tool von Nature, seit mindestens zwei Jahren extrem unzuverlässig war (*) und das Connotea-Blog plötzlich verschwand, wundert es nicht wirklich, dass nun auf der Website zu lesen ist: "Connotea will discontinue service on March 12, 2013. Please export your bookmarks before that date". Mir tut das leid, weil Connotea eindeutig mein liebstes System war. Ich werde jetzt wohl auf CiteULike wechseln. Dort hab ich ohnedies einen Account, weil ich ja Social Bookmarking bei Brainpool unterrichte. Gut, dass Connotea eine gute Exportfunktion hat. Was mich nun aber zusätzlich irritiert, ist die Meldung "Please note that your export file is a snapshot and can only be generated once. You will not be able to export any new bookmarks added to your Library once you have exported your previous bookmarks collection".

    (*) Ich schrieb im Mai 2011 an den Nature-Support: "after having tested several bookmark systems, I decided for Connotea and haven't regret it as I still prefer the interface, the handling and the Nature background to other tools. But for several months, Connotea works erraticly for me. In about a third of all attempts to bookmark, I receive extremely long loading times, timeouts, maintenance messages (e.g. three minute ago), 503 errors with 'heavy traffic exceeding the server's capacity' (e.g. four and two minutes ago) and so on. Users are referred to the blog, but there is never any information about it, even when the error message is 'maintenance'. I also commented on the post http://blogs.nature.com/connotea/2011/01/19/connotea-status-update a few weeks ago but the comment seems to have disappeared. Is there really maintenance going on or is the user load to heavy or could there be something wrong with my Firefox options or...?"

    Am 21. September 2012 schrieb ich: "I'd like to ask if there is something wrong with Connotea. It has become quite difficult to bookmark something because the number of 'server downs' and 'capacity overloads' (really?) are constantly increasing. I didn't receive any answer when mailing to the Connotea team or commenting on the Connotea blog which obviously has now completely disappeared from the web. Are there plans to discontinue the service? I just want to know so I could export my bookmarks on time. I really like the functionalities which distinguish Connotea from other bookmarking services and hope it will be still available in the future".

    Ich habe nie eine Antwort erhalten. Auf einen Tweet an Nature hin bekam ich von dort zumindest die Antwort, sich an das Connotea-Team zu wenden, was aber anscheinend auch nie geschah. Als langjährige Nutzerin - mein erstes Bookmark hab ich auf den Tag genau vor sieben Jahren abgelegt - fühle ich mich gelinde gesagt im Stich gelassen, nicht einmal eine Erklärung zu bekommen.

    Preisträgerinnen des VFI-Preises stehen fest

    Wie Martin Hekele gerade in Inetbib geschrieben hat, hat die Vergabekommission des Vereins zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) entschieden, in diesem Jahr in der Kategorie "Dissertations-Preis" einen Anerkennungspreis und in der Kategorie "Master-Preis" drei Anerkennungspreise zu vergeben.

    Dissertations-Preis (500 Euro)

  • Elke Greifeneder. Does it matter where we test? Online user studies in digital libraries in natural environments. Doktorarbeit, Humboldt-Universität zu Berlin, 2012. (Überzeugende empirische Untersuchung des Einflusses des Faktors Ablenkung bei der Erforschung des Benutzerverhaltens in natürlichen Situationen, mit methodischem Wert für die künftige Forschung auf diesem Sektor.) [Volltext/pdf]
  • Master-Preise (je 300 Euro)

  • Gabriele Pätsch. Frustration im Information Seeking. Explorative Studie zu negativ wahrgenommenen Situationen bei der Internetsuche. Magisterarbeit, Universität Hildesheim, 2011. (Gut gelungene qualitative Studie zu negativen Gefühlen bei der Webrecherche, angesiedelt im Schnittbereich von Informationswissenschaft und Psychologie.) [Volltext/pdf]
  • Petra Heidenkummer. Schwankungen des Impact Factors: Untersuchung der Ursachen und Hintergründe. Masterarbeit, Universität Graz, 2012. (Untersuchung zu einem bibliometrischen Thema, das üblicherweise nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, dennoch aber von hoher Aktualität und Bedeutung ist.)
  • Verena Maria Schaffner. FRBR in MAB2 und Primo – ein kafkaesker Prozess? Möglichkeit der FRBRisierung von MAB2-Datensätzen in Primo, exemplarisch dargestellt an Datensätzen zu Franz Kafkas "Der Process". Masterarbeit, Universität Wien, 2011. (Gut gelungene Aufarbeitung des State-of-the-art, hohe Praxisrelevanz des Themenbereichs.) [Volltext/pdf]
  • Friday, January 18, 2013

    Ausschreibung: Marianne-Englert-Preis

    Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation – vfm schreibt den Marianne-Englert-Preis für drei qualitativ hochwertige und damit auszuzeichnende studentische Beiträge aus (Quelle: medienarchive.at-Newsletter). Studierende oder AbsolventInnen einer Ausbildung in den Bereichen Information, Dokumentation, Archiv oder Bibliothek können (als Team oder alleine) die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte vor einem interessierten Fachpublikum präsentieren: Im newcomer-forum der Frühjahrstagung des vfm am 23. April 2013 in Ravensburg.
    Wir suchen Vorschläge von Studierenden, die in ihrem Studium vorzeigenswerte Projektberichte oder Abschlussarbeiten fertig gestellt haben und darüber in einer Präsentation von bis zu 20 Minuten Dauer berichten möchten. Etwas Besonderes sollten die geplanten Beiträge schon sein. Aber wer monatelang geforscht, geschuftet, gesucht, gesammelt und geschrieben hat, der sollte auch darüber berichten dürfen.

    Wir bieten

  • die Möglichkeit einer Präsentation im Rahmen der kommenden Jahrestagung der vfm vor interessiertem Fachpublikum
  • die Übernahme der Reisekosten inkl. einer Übernachtung am Tagungsort Ravensburg für die drei ausgewählten Studierenden
  • eine Veröffentlichung des Beitrags in der Fachzeitschrift info 7
  • Jury: Ute Essegern (Sächsische Zeitung Dresden, Dokumentation/Redaktionsarchiv), Frank Dürr (WDR Funkhaus Düsseldorf, Dokumentation und Archive), Heiko Linnemann (Greenpeace Deutschland, Film- und Fernseh-Dokumentation). Der Marianne-Englert-Preis ist mit je 500 Euro Preisgeld dotiert.

    Teilnahmebedingungen: Senden Sie bitte ein Exposé des Beitrags (maximal eine DIN A4-Seite als PDF-Datei) mit der Angabe von Autorennamen, Hochschule / Studiengang, Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie ein kurzes persönliches Profil per E-Mail an: heiko.linnemann@greenpeace.de. Einsendeschluss 1. März 2013.

    Tuesday, January 15, 2013

    Hamburger Abendblatt: Bibliothekare schauen nicht dauernd aufs Smartphone

    "Bibliothekare, zumal wenn sie in einem Museum arbeiten, haben gemeinhin ein anderes Tempo als die überwiegende Mehrheit. Im Gegensatz zu ihren gehetzten Mitmenschen sind sie nicht ständig online oder blicken auf ihr stets eingeschaltetes Smartphone, sie sehen dem Besucher in die Augen, um sich dann wieder ohne Hast ihren Lieblingen, den Büchern, zuzuwenden", schreibt Katja Engler in ihrem Artikel "Buchkunst als Kontrast zur digitalen Welt" über die Bibliothek des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe, der am 9. Jänner 2013 im Hamburger Abendblatt erschienen ist.

    Regale. librarymistress, Museumsbibliothek Duesseldorf, 20. Jaenner 2011, Flickr, CC-BY-SA  Der Artikel ist jedenfalls lesenswert, auch wenn der Anfang ein wenig zu sehr auf einen vermeintlich beschaulichen Beruf hinweist ;-)

    Bild aus der Bibliothek des Theatermuseums in Düsseldorf - aufgenommen am 20. Jänner 2011 (Flickr, CC-BY-SA)

    Monday, January 14, 2013

    Bibliothekar bei "Agentin mit Herz"

    In der Episode "Das Syndikat" ("Promises to keep") der 80er-Serie "Agentin mit Herz" kommt eine Art Bibliothekar vor: T. P. Aquinas (was für ein Name!), arbeitet im Innendienst, und zwar bei der Library of Congress. Was genau er dort tut, hat sich mir nicht erschlossen, einmal hieß es: "Er ist kein Agent, er ist Antiquar". Zwischendurch sieht man ihn Pasteten für ein Mittelalterfest backen, und zwar 29 Stück, von denen jedes für eine bestimmte Person aus den "Canterbury Tales" steht.
    Aquinas steht im Verdacht, für einen Drogenboss zu arbeiten, mit dem er regelmäßigen Kontakt hat und der ihn "Professor" nennt. Lee Stetson und Amanda King müssen herausfinden, ob das wirklich stimmt. Wie sich herausstellt, wurden seine Frau und sein Sohn aus Versehen bei einem Bandenkrieg erschossen. Um sich zu rächen, hat er sich bei dem Drogenboss eingeschlichen und sein Vertrauen gewonnen. Stetson rät ihm: "Du bist ein Bücherwurm, überlass das den Profis". Letztlich arbeiten sie aber doch zusammen und können den Bösen überführen.

    Thursday, January 10, 2013

    Was Apoll mit YouTube zu tun hat

    Rob Bricken fragte am 8. Jänner in io9: "Can we bring the Greek Gods back, please?". Und er führt einige überzeugende Argumente dafür an. Zitat:

       
    Jacqueline Poggi: "Tête d'Apollon lauré, musée archéologique de Vaison-la-Romaine", Flickr, 28. Dezember 2012,
    CC-BY-NC-ND
    "They're easily adaptable to modern life. Most major religions haven't had a serious update for at least a millennium or so. As such, it can be hard to truly integrate these religions into modern times. But thanks to their diversity, the Greek gods would snap right into place. Hermes is obviously the god of cellphones, emails and text messages. As a craftsman, Hephaestus would probably handle all computers and network issues, while Demeter would watch over restaurants. Apollo, the god of YouTube videos. You can't tell me that life wouldn't be at least a little bit easier if we had a god specifically handling YouTube videos".

    Sunday, January 06, 2013

    Hörbuch über Jugend im Widerstand

    Cover, Hoerbuch 'Nicht nur in Worten, auch in der Tat', Suppose-VerlagMorgen wird in der Wiener Hauptbücherei das Hörbuch "Nicht nur in Worten, auch in der Tat" von Käthe Sasso präsentiert (erschienen im Berliner Verlag supposé Berlin - Cover links vom Verlag).

    Als 16-jährige Widerstandskämpferin wurde Käthe Sasso 1942 von der Gestapo verhaftet; ihr Leidensweg führte sie durch Gefängnisse und Arbeitserziehungslager bis in das KZ Ravensbrück. Angeklagt wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", bewahrte nur das jugendliche Alter Käthe Sasso vor der Todesstrafe. Nach der Räumung des KZ Ravensbrück rettete sich Sasso 1945 durch Flucht aus dem Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen und konnte nach Wien zurückkehren. Anschaulich und lebendig erzählt Käthe Sasso im Hörbuch von einer glücklichen Kindheit in einem burgenländischen Dorf, der Schulzeit in Wien und der politischen Prägung durch das familiäre Umfeld. Nach dem frühen Verlust der Mutter hielt sie die Verbindungen zum Widerstand aufrecht; durch einen Spitzel wurde die Gruppe verraten. Es ist auch dem Einsatz Sassos zu danken, dass der Begräbnisstätte der hingerichteten WiderstandskämpferInnen am Wiener Zentralfriedhof ("Gruppe 40") die angemessene und würdige Pflege zuteil wird. Mit enormem Engagement nimmt Sasso bei vielen Veranstaltungen die Verpflichtung zur Zeitzeugenschaft wahr und beindruckt vor allem durch ihre Authentizität, mit der sie den schlichten Heroismus der Solidarität im Lebensalltag unter barbarischen Bedingungen vermitteln kann. Im Oktober 2011 wurde sie mit dem Bundesverdienstzeichen in Gold ausgezeichnet. Die Burgenlandkroatin stammt ursprünglich aus Nebersdorf/Šuševo, einem Ortsteil von Groß Warasdorf / Veliki Borištof, und wohnt mittlerweile in Winzendorf.

    Programm: Einleitung: Hannah Lessing (Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus). Evelyn Steinthaler: Zur Entstehungsgeschichte des Hörbuchs. Käthe Sasso im Gespräch mit Rudolf Gelbard.
    Ort und Zeit: Montag, 7. Jänner, 19 Uhr, Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz (U6 Burggasse Stadthalle, 49 Urban-Loritz-Platz).

    Wednesday, January 02, 2013

    Meine SantaThing-Bücher 2013 :-)

    Heuer habe ich wieder am SantaThing-Wichtelspiel von LibraryThing teilgenommen und habe von meinem Secret Santa folgende Bücher (rechtzeitig vor Weihnachten) bekommen:

  • Susanna Clarke: Jonathan Strange & Mr Norrell. London: Bloomsbury 2005 - den tausend-Seiten-Ziegel heb ich mir für die Zeit nach dem Studium auf ;-)
  • Alberto Manguel: The library at night. New Haven / London: Yale University Press 2006 - wunderte mich selbst, dass ich das noch nicht habe, ich habe es nämlich für die AKMB-News 13 (2007) 2 rezensiert und auch wirklich gelesen ;-) Anscheinend hab ich es mir damals von der FH-Bibliothek ausgeliehen.
  • Edward O. Wilson: Consilience. The Unity of Knowledge. New York: Vintage Books 1998
  • Sunday, December 23, 2012

    Library Juice Academy offers online instruction online course in January

    In January, the Library Juice Academy (LJA) offers a course about Online Instruction (online, of course) with John Doherty, an instructional designer with the Northern Arizona University's e-Learning Center. I attended another LJA online course in November and enjoyed it :-)
    "This four-week online seminar will help instructors new to online learning develop content, assessments, and activities that are aligned to particular standards, expectations, or outcomes. Participants will work on developing their own unit of learning through five phases of instructional design and teaching: analysis, design, development, implementation, and evaluation. The emphasis will be on technological agnostic units, but the focus will be on delivery through Moodle. The seminar will be highly interactive, with an expectation of peer mentoring and frequent interactions".

    Friday, December 21, 2012

    Rudolf Brunngraber - der vergessene Superstar

    "Brunngraber war während der Nachkriegsjahre der ›meistgelesene deutsche Autor in den öffentlichen Büchereien. Seine Romane wurden in 18 Sprachen übersetzt und in Millionenauflagen gedruckt. Dennoch gilt er heute als nahezu vergessen". Anlässlich der Neuauflage von zwei seiner bekanntesten Romane, "Karl und das Zwanzigste Jahrhundert" und "Prozess auf Tod und Leben" (beide Milena Verlag), sprechen Klaus Kastberger und Peter Zimmermann über den Autor und lesen aus seinen Texten. Moderation: Manfred Müller.

    Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien, Donnerstag, 17. Jänner 2013, 19 Uhr.

     
    Cover: Milena Verlag

    Thursday, December 20, 2012

    Do you TEI? Survey in libraries

    Michelle Dalmau and Kevin Hawkins wrote in TEI-L: "Following on papers, presentations and discussions that resulted from the theme of the 2009 Conference and Members' Meeting of the TEI Consortium, 'Text Encoding in the Era of Mass Digitization,' the launch of the AccessTEI program in 2010, and the recent release of the 'Best Practices for TEI in Libraries' in 2011, it behooves us—stewards of text encoding initiatives in academic libraries—to better understand if and how text encoding practices have changed as a result of mass digitization by Google, declining budgets, and an increased emphasis on streamlined digital library services in support of speedier and more voluminous online content production and publishing.
    If you work in a library, and have worked or currently work with text encoding projects, please take our survey: http://www.surveymonkey.com/s/tei_in_libraries. We are hoping for at least 200 responses and are about half way there. We definitely want to hear from folks who work in libraries big and small, and here, there and everywhere. It's not about a singular institutional perspective. We want to hear from *every one who has worked or currently works with text encoding projects in ANY capacity* (i.e., web development, project management, etc.). Please reach out to your colleagues across your library and colleagues at other libraries, and encourage them to also take the survey.
    The survey closes on January 31, 2013. I hear this is a great-time of year for survey-taking".

    Wednesday, December 19, 2012

    CfP Elektronische Publikationen: Sammlung, Erschließung, technische Umgebung, Nutzung

    Im Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung wird momentan eine Fachtagung zum Thema "Elektronische Publikationen: Sammlung, Erschließung, technische Umgebung, Nutzung" vorbereitet. Die Tagung findet am 05. Juli 2013 in Berlin statt, Einreichungen für Vorträge sind bis zum 15.02.2013 möglich.
    Das Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung archiviert seit 2004 die Internetseiten von Bündnis 90/Die Grünen, der Heinrich-Böll-Stiftung und anderer Aktengeber/innen. Internetseiten sind eine relativ neue Form von Publikation, sie dienen aber auch als Plattform für einzelne Publikationen. 2004 waren die politischen Stiftungen Vorreiter bei der Archivierung von Internetseiten - heute ist die Webarchivierung eine anerkannte Aufgabe von Bibliotheken und Archiven. Die formale und sachliche Erschließung der Web-Contente steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.
    Die über das Internet veröffentlichten Publikationen sind eine weitere Form von elektronischen Publikationen, von denen es bereits unterschiedliche gibt (z.B. die bekannten E-Books). Sie müssen wie alle anderen Publikationen gesammelt und bibliothekarisch erschlossen werden. Das Thema wurde bereits viel besprochen, doch noch immer gibt es besonders technische Probleme, für die es zum Teil noch keine Lösungen gibt. Auf Bibliotheken sind durch den Umgang mit elektronischen Publikationen neue Aufgaben zugekommen, die in ihrer gesamten Breite Gegenstand der Fachtagung sein sollen: von der Sammlung über den technischen Kontext bis zur Zugänglichkeit und Nutzung. Dabei sollen Lösungen besprochen werden, die bisher gefunden worden sind und Probleme, deren praktische Lösung noch ansteht.

    Es wird zu jedem der vorgesehenen Themen Sammlung, Erschließung, technische Umgebung und Nutzung von elektronische Publikationen eine Sektion mit maximal drei Inputs geben, so dass genügend Zeit für Diskussionen bleibt. Interessierte Bibliotheken sind dazu eingeladen, ihre Praxiserfahrungen in diesem Rahmen vorzustellen.

    Folgende Themen aus dem Bereich "elektronische Publikationen" sind vorgesehen:

  • Sammlung: Welche Arten von elektronischen Publikationen gehören zum Sammelauftrag Ihrer Bibliothek und wie wird dieser im elektronischen Bereich umgesetzt? Auf welche Art werden die Publikationen bezogen (gekauft, "abgeliefert" , kostenfrei heruntergeladen)? Gibt es eine Lizenzproblematik?
  • Erschließung: Welche Besonderheiten gibt es bei der Erschließung von elektronischen Publikationen? Welche Regelwerke werden genutzt - gibt es Alternativen zu RAK-WB und RAK-NBM? Welche Erfahrungen bestehen mit Ihrer Bibliothekssoftware? Konnten die besonderen Anforderungen zur Katalogisierung elektronischer Publikationen erfüllt werden?
  • Technische Umgebung: In welchen Dateiformaten werden elektronische Publikationen bezogen und was für Formate kommen für die dauerhafte Sammlung und Bereitstellung in Frage? Unterscheiden sich Speicher- und Nutzungsformate? Welche Anforderungen ergeben sich aus dem Anspruch, dass die elektronischen Publikationen eindeutig zitierbar sein sollten und die Authentizität digitaler Objekte gewährleistet sein sollte? Ist dieser Anspruch umsetzbar?
  • Nutzung: Wie werden die Publikationen in Ihrer Bibliothek angeboten? Kann die Nutzung nur vor Ort erfolgen oder auch von zu Hause aus? Werden die elektronischen Publikationen im OPAC nachgewiesen und können sie von dort aus aufgerufen werden? Wie ist die Resonanz bei den Nutzern und Nutzerinnen?
  • Die Veranstaltung richtet sich an alle Bibliotheken und Informationseinrichtungen, die mit digitalen Ressourcen zu tun haben oder in Zukunft zu tun haben werden. Ausdrücklich sind auch kleinere Bibliotheken dazu eingeladen, sich als Gast oder Referent/in an der Tagung zu beteiligen. Für Verpflegung vor Ort wird gesorgt, Fahrtkosten und Unterkunft können leider nicht übernommen werden.
    Vorschläge für Inputs von ca. 10 Minuten können zu allen genannten Themenschwerpunkten bis zum 15.02.2013 eingereicht werden. Die organisatorische Vorbereitung der Tagung liegt in den Händen von Eva Sander. Bitte senden Sie bis zu 15.02.2013 ein kurzes Abstract Ihres Beitrags an folgende E-Mail-Adresse: sander@boell.de.

    Monday, December 17, 2012

    CfP: TA13 - Sicherheit als Technik

    Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften lädt herzlich zur internationalen Konferenz "TA13 - Sicherheit als Technik" am 3. Juni 2013 in Wien (ÖAW-Hauptgebäude, 1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2) ein. Die TA13 widmet sich vor allem den Chancen und Grenzen von Sicherheitskonzepten entlang der im Call for Papers (siehe unten) angeführten Themenbereiche.
    Das ITA lädt ausdrücklich nicht nur die TA-Community, sondern auch alle Kolleginnen und Kollegen aus angrenzenden Bereichen der Forschung und Entwicklung zur Einreichung von Abstracts im Ausmaß von 500-1000 Wörtern ein! Einreichungen (bis 1. März 2013) senden Sie bitte an: tamail@oeaw.ac.at.

    "Wir leben in einer Sicherheitsgesellschaft. Einerseits haben wir uns daran gewöhnt, dass unsere Lebenswelt sicher ist; andererseits fürchten wir die Unsicherheit komplexer Systeme. Hier zeigt sich, dass Sicherheit nicht absolut besteht, sondern erst geschaffen und immer wieder neu ausverhandelt werden muss. Technik spielt in der Produktion von Sicherheit traditionell eine große Rolle. Hier ist Technikfolgen- abschätzung (TA) gefragt, unabhängig von Partikularinteressen mögliche Konsequen- zen für die Gesellschaft und deren Sicherheit aufzuzeigen.
    Die widersprüchlichen Sichtweisen, die Sicherheit als prädominantes gesellschaftliches Gut darstellen, tun dies, ohne ihren Sicherheitsbegriff gegen andere gesellschaftliche Werte (Recht auf Privatsphäre, soziale Gerechtigkeit, demokratische Freiheitsrechte etc.) abzuwägen. In solchen Problematisierungsweisen wird Sicherheit auf militärische, politische oder ökonomische Aspekte reduziert. Andere ebenso wichtige Aspekte von Sicherheit (z.B. soziale Sicherheit, Versorgungssicherheit etc.) genießen weniger Beachtung.
    Die TA13 widmet sich vor allem den Chancen und Grenzen von Sicherheitskonzepten entlang der unten angeführten Themenbereiche, wobei insbesondere die Rolle der TA zu erörtern ist:

  • 1. Sicherheit und Freiheit: Im Zuge verstärkter Sicherheitsbemühungen ist es in den letzten Jahren zunehmend zu Einschränkungen demokratischer Freiheitsrechte gekommen. Als Beispiele dienen die auffälligen Versuche, gesellschaftliche Sicherheit durch Technik herzustellen. Welche Folgen kann das für die Entwicklung einer Gesellschaft haben? Sind Sicherheit und Freiheit tatsächlich als Trade-off zu denken oder sind beide vielmehr auch gemeinsam zu verwirklichen?
  • 2. Sicherheit und die Utopie vom Null-Risiko: Viele technische Neuentwicklungen werden von deren Protagonisten als technische Allheilmittel angepriesen. Sie unterstellen damit, in Zukunft einen höheren Grad an Sicherheit garantieren zu können. Können die Versprechungen, Sicherheit schaffen bzw. für Sicherheit sorgen zu können, einer kritischen Überprüfung standhalten?
  • 3. Sicherheit als Quelle von Gefahr: Oft stellen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit (z.B. Versorgungssicherheit durch AKW oder präventive Maßnahmen in der Kriminalitätsbekämpfung) selbst ein Sicherheitsrisiko dar. Inwieweit können Sicherheitssysteme selbst zur Bedrohung werden? Wie müssen Sicherheitssysteme konzipiert werden, um nicht-beabsichtigte Folgen zu vermeiden?
  • 4. Sicherheit und Vertrauen: BürgerInnen moderner Gesellschaften vertrauen auch in der Frage der Herstellung von Sicherheit auf ExpertInnen. Welche Rolle nehmen die verschiedenen Akteure in der Sicherheitsdebatte ein? Welche Funktionen erfüllen Vertrauen und besonders Misstrauen im Zusammenhang mit Sicherheit in demokratischen Gesellschaften?
  • 5. Sicherheit und Interdisziplinarität bzw. Transdisziplinarität: Sicherheit ist als gesellschaftliches Gut eine Querschnittsmaterie. Sie kann daher nicht auf die Logik von Einzeldisziplinen reduziert werden. Wie können TA und Sicherheitsforschung hier zu einer ganzheitlichen Sichtweise beitragen? In welchen akademischen Disziplinen und Bereichen des praktischen Wissens ist sicherheitsrelevantes Wissen vorhanden, das bislang nicht genutzt wurde? Wie können herkömmliche Sicherheitsverfahren von Beiträgen anderer Bereiche profitieren?"
  • Sunday, December 16, 2012

    Ausschreibung: Karenzvertretung Bregenzerwald-Archiv

    Für die Betreuung des Bregenzerwald Archivs in Egg (Vorarlberg/Österreich) suchen wir in Karenzvertretung eine/n Archivar/in. Das Bregenzerwald Archiv ist im Auftrag seines Trägers, der REGIO Bregenzerwald, für die Übernahme von Registratur- und historischem Schriftgut der 24 Kommunen des Bregenzerwaldes zuständig. Zur Bewahrung der Überlieferung berät das Archiv die kommunalen Verwaltungen in Fragen der analogen und digitalen Ablage. Neben kommunalem Schriftgut sammelt das Archiv private Foto- und Aktenbestände, um die regionale, historische Überlieferung zu ergänzen. Das Archiv bietet Benutzern professionelle Beratung an und wendet sich mit Ausstellungen, Vorträgen und Kulturprojekten an die interessierte Öffentlichkeit.

    Aufgaben:
  • Interimistische Leitung des Bregenzerwald Archivs
  • Bearbeitung der Archivbestände der Bregenzerwälder Kommunen
  • Weiterführender Ausbau der Sammlung regionaler Quellenbestände
  • Benutzerservice
  • Vernetzung in der Vorarlberger Archivlandschaft und mit den regionalen Kulturanbietern
  • Organisation von Kultur-, Forschungs- und Vermittlungsprojekten
  • Anforderungen:
  • Fachhistorische und hilfswissenschaftliche Ausbildung
  • Erfahrung im Umgang mit regionalgeschichtlichem Quellenmaterial
  • Interesse an der Bregenzerwälder Geschichte
  • Kooperatives Wesen mit sicherem Auftreten
  • Rahmenbedingungen:
  • Stundenausmaß bis zu 80%
  • Anstellungszeitraum: ehest möglicher Eintritt bis Ende Dezember 2014

  • Die Entlohnung erfolgt gemäß Vorarlberger Gemeindeangestelltengesetz. Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Email oder per Post bis 10. Jänner 2013 an die Regionalentwicklung Bregenzerwald GmbH, z.H. Mag. Katrin Netter, Impulszentrum 1135, 6863 Egg oder an regio@bregenzerwald.at.

    Photo von Dominik Bartenstein, Blick ins Tal, Nebel, Berge, Wiese
    Dominik Bartenstein: imgp2056.jpg, aufgenommen am 12. August 2007, Flickr, CC-BY-NC-ND