Thursday, July 28, 2005

Wieder einmal eine Bibliothekarin mit Doppelleben, diesmal im Film - ich zitiere den Münchner Merkur: "Tagsüber arbeitet Maria als Bibliothekarin. Wenn es dunkel wird, sucht sie sich Männer, jede Nacht einen anderen. Sex ist für sie eine Droge wie für andere Heroin, und längst geht es nicht mehr darum, dass sie diese verschiedenen, meist wildfremden Männer irgendwie glücklich machen würden. Sie braucht einfach ihre Dosis".
"Allein" (Deutschland 2004). Regie: Thomas Durchschlag. Kamera: Michael Wiesweg. Musik: Maciej Sledziecki. DarstellerInnen: Lavinia Wilson, Maximilian Brückner, Richy Müller.
In der Sächsischen Landesbibliothek fand der Musikwissenschaftler Oliver Rosteck eine Abschrift der bisher verschollen geglaubten ersten Oper zu Goethes "Faust", meldet der "Zürcher Oberländer" entdeckt. Die Originalpartitur von Ignaz Walter war 1944 bei einem Brand in der Bremer Stadtbibliothek vernichtet worden. Die Meldung stammt anscheinend schon von Ende Juni, kam aber gerade über den Google News Alert.
Nachdem wir heute bei uns "Sommer-FH" und dadurch auch Kinder verschiedener Altersstufen in der Bibliothek haben, möchte ich auf die "International Children's Digital Library" verweisen. Besonders die simple search finde ich wirklich gut gemacht: durch einfaches Klicken auf bunte Buttons kann man die Bücher nach Alter der Zielgruppe, Sprache, Länge, true/make believe, Neuheiten, "award winning", Figuren (Kinder, Tiere, Phantasiewesen) anzeigen lassen. Man kann aber auch durch Klicken auf einen Globus nach "Location" oder in der advanced search nach fein gegliederten Inhaltskategorien suchen, oder man kann browsen.
Bei der Kombination der Kategorien fairy tales & folktales, real animal characters, award winning, English kommt zum Beispiel genau ein Buch heraus: "The hunterman and the crocodile. A West African folktale" von Baba Wagué Diakité. Die Bücher können online gelesen werden, und Kinder können Kommentare dazu abgeben.

Wednesday, July 27, 2005

Soeben wurde gemeldet, dass die ISPA (Internet Service Providers Austria) und der VIW (Verband für Informationswirtschaft eBusiness Austria) fusionieren: Die ehemaligen Mitglieder des VIW werden den Kern einer neuen Arbeitsgruppe "Informationswirtschaft und e-Government" bilden. ISPA-Präsident Georg Chytil erklärte, das Zusammengehen der ISPA und des VIW stelle einen logischen Schritt in Richtung Bündelung der Interessen der österreichischen Informationsanbieter - in technischer und in inhaltlicher - Hinsicht dar. Quelle: OTS.
Kleine Literaturliste zum Thema Information Professionals und Haftung (kein Anspruch auf Vollständigkeit):
  • Ajaye Bloomstone et al.: Are you liable to be liable? Personal liability risks of librarians : a bibliography of selected resources. Chicago : American Library Association 1989
  • Elyse H. Fox: Liability in the provision of information. Contractual and tort liability of librarians (including law librarians) and information brokers. Newton Highlands: Legal Information Services 1994
  • Warren Freedman: A guide to malpractice liability for legal and law-related professions. Westport: Quorum 1995 (inkl. law librarians)
  • T. R. Halvorson: Selected aspects of potential legal liabilities of independent information professionals, based on a paper delivered at the Seventh Annual Conference of the Association of Independent Information Professionals, Shelter Island, San Diego, California, May 26, 1993. 2. Aufl. Houston: Burwell Enterprises 1995
  • T. R. Halvorson: How to avoid liability. The information professional's guide to negligence and warranty risks. 3. Aufl. Houston: Burwell Enterprises 1998
  • Hans-Burkard Meyer: Die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Bibliothekars; das Verbot der Verbreitung verfassungsfeindlicher Schriften (Paragraph 86 StGB), unzüchtiger Schriften (Paragraph 184 StGB) und jugendgefährdender Schriften (Paragraphen 1,3,6,21, GjS). Köln: Greven 1972
  • Mary Mowat: Legal liability for information provision. London: Aslib 1998
  • SLA: Malpractice issues in librarianship: an SLA information kit. Washington: Special Libraries Association 1992
  • In der Jugendbeilage kult der Tageszeitung Kurier vom vergangenen Sonntag ist ein Artikel über die anstrengendsten Ferienjobs: am Bau, bei der Müllabfuhr und als Keilerin für Non-Profit-Organisationen. Der Artikel schließt mit dem Satz: "Aber was tut man nicht alles, damit man nicht in irgendeinem Archiv versauert"... Kaum zu glauben, dass manche Leute ganz freiwillig in einem Archiv arbeiten, oder?
    Ralph Gerstenberg schrieb für das Deutschland-Radio über die "Literatur-Ladies". Dabei handelt es um eine Gruppe von Männern und Frauen, die auf Bestellung in Privatwohnungen Lesungen veranstaltet. Gerstenberg: "Die VorleserInnen sind vorwiegen leseambitionierte Laien, die ihre Leidenschaft für Literatur mit anderen teilen möchten (...). Vor allem kleine und relativ unbekannte Verlage möchte Katharina Schäfer unterstützen, Verlage, die sich nicht scheuen, Literatur zu gesellschaftlich relevanten Themen zu publizieren. Aus deren Programmen stellt die ehemalige Hörfunkjournalistin Katharina Schäfer so genannte 'Literaturkoffer' zusammen, mit denen ihre Literaturladies dann ... unterwegs sind, um daraus vorzulesen". Die Koffer tragen Namen wie "Liebes Leben...!", "mammas & more" und "Wort/Kunst". Quelle: Volltext.

    Tuesday, July 26, 2005

    Musik, die ich gerne einmal als Filmmusik hören möchte: die Minuten 3 bis 5 der Ouverture zu Rossinis "Guglielmo Tell". Die Stelle baut die Spannung so gut auf... leider kann ich mich bei meinem Autoradio nicht innerhalb eines Stückes bewegen, sondern muss immer bei Sekunde 1 beginnen. Deswegen kenne ich die ersten fünf Minuten schon recht gut ;-)
    Vorliegende Aufnahme: Boston Pops Orchestra unter Arthur Fiedler, Gesamtdauer 11:47, aufgenommen zwischen 1954 und 1960 (genau steht das nicht dabei). Quelle: CD "The Living Stereo Story. Der Sampler", BMG 1995.
    The Log of a librarian berichtet über Änderungen in der Universal Decimal Classification, wo unter anderem Bezeichnungen wie "Primitive races and peoples", "Colonial races and peoples" und "Mixed race. Hybrid. Half-caste. Mulatto" überarbeitet wurden.
    Wie die Frankfurter Rundschau und das Westfalen-Blatt berichten, hat Sonja Siebers, Bibliothekarin der Bezirksregierung Detmold, vier seit 1867 vergessene Gedichte Hoffmanns von Fallersleben entdeckt. In dem damals nur in einer Forstzeitschrift erschienenen Zyklus wendet sich der Dichter gegen das Fällen alter Bäume.

    Thursday, July 21, 2005

    Unser Bibliotheksbudget* geht langsam dem Ende zu. Vom letzten Geld könnte ich noch das Buch "When Your Library Budget Is Almost Zero" (erschienen 1993 bei Libraries Unlimited) kaufen ;-)
    *geht bei uns nach Studienjahr, nicht nach Kalenderjahr!
    Ich habe gerade meine erste dreizehnstellige ISBN katalogisiert: "978-0-521-52400-1". Das Buch ("Language links" von Adrian Doff und Christopher Jones) hat außerdem noch "0-521-52400-8" und "3-12-534144-2" zu bieten.
    R. R. Bowker als "U.S. ISBN agency" bietet übrigens einen "ISBN Online Converter" auf der Website an, aber der Converter von der International ISBN Agency bietet mehr Möglichkeiten, unter anderem was das Output-Format betrifft.
    Die University of California at Riverside meldete am 15. Juli, dass ihre J. Lloyd Eaton Collection die weltgrößte Science Fiction-Sammlung sei, und die Beschreibung klingt in der Tat beeindruckend: "It contains over 80,000 volumes, and many thousands of titles of science fiction and fantasy magazines, thousands of comic books, graphic novels, approximately 200,000 fanzines, as well as the literary papers of some of the worlds great science fiction writers". Vor allem die Aufnahme von Fanzines finde ich bemerkenswert. Man gebe mir dort einen Job.
    Scotty-Darsteller James "Ich kenne dieses Schiff wie meine Westentasche" Doohan ist gestern im Alter von 85 Jahren gestorben, melden unter anderem die Trek News. Wie der Standard berichtet, soll die Asche des verstorbenen Schauspielers ins All geschickt werden. Die texanische Firma Space Services hat anscheinend das gleiche schon mit Gene Roddenberrys Asche getan.

    Tuesday, July 19, 2005

    In Kenia gibt es seit 1996 das "Camel Library Service". Damit werden mehrere Ziele verfolgt: die Bekämpfung des Analphabetismus, der in einigen Regionen bei 85 Prozent liegt; Versorgung mit Literatur zum Wissensgewinn und zur Freizeitgestaltung; Unterstützung formaler Bildung... Das Kenya National Library Service betreibt die mobile Bibliothek von Montag bis Donnerstag; von Freitag bis Sonntag ruhen die Kamele aus, werden medizinisch betreut, wenn nötig, und gefüttert.
    Wie's funktioniert: "A day starts with the loading of books and other library materials into 4 boxes, which carry about a total of 300 books. They are then loaded on to the 3 camels together with a tent, 2 chairs, a table and umbrellas. Once loaded, the camels move out in a caravan to designated stations such as village centres and settlement schemes. A Librarian in charge, two assistants and a skilled camel herdsman leads the caravan".
    Dazu erschienen: Richard Masaranga Atuti / J.R. Ikoja-Odongo: "Private camel library brings hope to pastoralists: the Kenyan experience". In: Library Review 48 (1999) 1, S. 36 - 42
    Die Begründung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels für die Entfernung der ISBN im VLB: Viele professionelle AnwenderInnen hätten das frei zugängliche buchhandel.de benutzt, deswegen seien die VLB-Abonnements zurückgegangen, und man hätte dieser teurer machen müssen: "Der kostenfreie endkundenorientierte Zugang auf buchhandel.de wird in zunehmendem Maße von Profi-Nutzern gewählt, um Bestellvorgänge über die hauseigenen Warenwirtschaftssysteme vorzunehmen. Dies führt zu einem Rückgang der VLB-Abos. Diese Rückgänge gehen zu Lasten der verbleibenden Abonnenten und der Verlage. Das macht eine Erhöhung der Titelmelde- wie Nutzungsgebühren für die Kunden unumgänglich", heißt es in einer Presseaussendung vom 15. Juli. Mittlerweile ist die ISBN aber anscheinend wieder drinnen!?
    Schon in weniger als zwei Wochen werden die ersten Kapitel von Joanne K. Rowlings "Harry Potter and the half-blood prince" in Blindenschrift erhältlich sein. Die Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte übersetzt, druckt und liefert nämlich in Fortsetzungen. Das 672 Seiten starke Buch umfasst in Blindenschrift rund zweitausend Seiten, weil das verwendete Spezialpapier dicker ist und die Schriftzeichen größer sind.

    Monday, July 18, 2005

    In der taz vom 18. Juli 2005 schreibt Wiglaf Droste kritisch über den Harry Potter-Boom. Dabei fällt der Satz: "Fantasy ist das Gegenteil von Fantasie, das braucht kein Kind und kein Erwachsener". Ich kontere mit Louis Vax: "Der Leser einer Utopie gleicht einem philosophischen Reisenden: durch die Konfrontation mit anderen Denk- und Existenzmöglichkeiten befreit er sich von seinen Vorurteilen und erlernt jene gütige Ironie, die wir Intelligenz nennen".
    Die Furche brachte einen Hinweis auf eine interessante Neuerscheinung: Die phantastischen Romane "Reise zum Mond und zur Sonne" von Cyrano de Bergerac wurden zum 350. Todestag des Autors neu aufgelegt, und zwar bei Eichborn, herausgegeben von Wolfgang Tschöke: "Da Bergerac seine Romane im All ansiedelte, war es ihm möglich, mit Lust und Laune auch Gedanken zu äußern, die von der Kirche zu dieser Zeit noch nicht akzeptiert wurden. Es war ja nur ein Roman. Es ging ja nicht um die Erde, sondern um Mond und Sonne". Laut der finnischen Quelle Pegasos war Bergerac der erste, der Raketen und Strahltriebwerke beschrieb.
    Die Ausgabe der österreichischen Wochen-Zeitschrift "Die Furche" vom 14. Juli war BID-mäßig sehr ergiebig:
  • Ernst Pohn schreibt über den beschränkten Zugang zu den ORF-Archiven: "Für eine 'Audiovisuelle Nationalbibliothek' fehlte bislang der politische Wille".
  • Evelyne Polt-Heinzl rezensiert das Buch "Im Brunnen der Manuskripte" des walisischen Autors Jasper Fforde.
  • Robert K. Dengscherz schreibt über ein neues Buch, in dem dreihundert ausgesuchte Photos von Oberösterreich aus dem Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek vereint werden.
  • Neuerwerbungen:
  • Joanne K. Rowling: Harry Potter and the half-blood prince. London: Bloomsbury 2005
  • Lacrimosa: "Live" (Hall of Sermon 1998) - hör grad zum dritten Mal hintereinander "Ich bin der brennende Komet"...
  • Kate Bush: "Hounds of Love". Digitally remastered + sechs bonus tracks (EMI 1985/1997)
  • Subway to Sally: "Schrei!" (BMG 2000)
  • Christian Thielemann / Wiener Philharmoniker: "German Overtures" (Deutsche Grammophon 2004) - enthält Werke von Mendelssohn, Weber, Nicolai, Marschner und Wagner
  • In der Zeitung "Express" werden Bibliotheken als "Flirt-Hotspots des Sommers" genannt. Studentin Gabi (24) sagt: "Wenn man gelangweilt vor den Büchern sitzt und hochguckt, entsteht da schon mal ein etwas intensiverer Blickkontakt! Und beim Stöbern zwischen den Bücherregalen geht das auch gut. Einmal hat's sogar geklappt und wir sind dann 'nen Kaffee trinken gegangen". Wäre auf jeden Fall eine neue Werbeschiene ;-) Hinweis aus Netbib.
    Man soll ja keine Vorhersagen über die Qualität des Fernsehprogramms machen, aber ich wage doch zu behaupten, dass "Ruf der Vergangenheit" - eine Pilcher-Verfilmung, die gestern auf ORF2 zu sehen war - Anspruch auf Titel "Haarsträubendster Plot des Jahres" haben wird... (ich geniere mich eh, das angeschaut zu haben - britische Kulisse mit deutschen SchauspielerInnen *bäh* aber wenn die Alternative "Big Mamas Haus" ist...)
    Philipp und Charlotte (ausgesprochen wie Tscharlótt) sind seit langem verlobt - sie wünscht sich Heirat und Kinder, er nicht. Da trifft Charlotte gaaaanz zufällig Henry, den neuen Schuldirektor. Bumm, die Liebe schlägt ein, sie wird schwanger. Henry freut sich sehr. Charlotte verlässt Philipp. Philipp und Henry streiten, dabei löst sich aus Versehen ein Schuss aus Philipps Gewehr, der Henry genau so trifft, dass eine Niere völlig zerstört und die andere stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine Spenderniere muss dringend her. Da stellt sich - was für ein Zufall - heraus, dass Henry der Halbbruder von Philipp ist (aufgrund eines Fehltritts des Vaters vor vielen Jahren). Charlotte penzt Philipp an, er solle doch seinem Bruder helfen. Der lehnt ab - nach Erbe und Frau soll er jetzt auch noch eine Niere verlieren? Als er sich doch dazu überwindet und ins Spital fährt, wurde mittlerweile schon eine andere Niere für Henry gefunden. Zum Schluss sind alle versöhnt, und Philipp sieht ein, dass seine Ex-Freundin mit seinem Bruder viel glücklicher ist...

    Friday, July 15, 2005

    archive.org wurde geklagt, berichtet Jens Steiner bei Politik Digital, "die Klage stützt sich auf die Behauptung, eine Anwaltskanzlei namens Follmer & Frailey aus Philadelphia habe die Suchmaschine des Archivs ("Wayback Machine") gehackt. Somit hätte sie Zugang Geschäftsgeheimnissen und urheberrechtlich geschützten Daten gehabt". Siehe auch law.com, Star Ledger, NY Times und Slashdot. Besser nachlesen, die Geschichte ist etwas komplizierter als sie auf den ersten Blick klingt!

    Thursday, July 14, 2005

    Gestern habe ich im Zentralblatt für Bibliothekswesen wieder zwei schöne Textstellen über Frauen im Bibliotheksdienst gefunden:
  • "Der Verkehr mit den entleihenden Studenten ist gleich weit entfernt von dem Amtsdünkel eingewöhnter subalterner Kräfte wie von etwa zu vermutenden Auswüchsen galanter Art" (Längin: "Schweiz. Frauen an wissenschaftlichen Bibliotheken". ZfB 21 (1904), Rubrik Umschau und neue Nachrichten, S. 134)
  • "Redner ... hebt besonders ihre Verwendbarkeit für den mittleren Dienst hervor, zugleich betonend, daß Damen auch in pekuniärer Beziehung viel leichter zufrieden gestellt werden können als männliche Arbeitskräfte" (Wiedergabe der Debatte nach dem Vortrag "Die Vorbildung zum bibliothekarischen Beruf" von Gerhard und Schnorr-v. Carolsfeld bei der 4. Jahresversammlung des VDB, ZfB 21 (1904), S. 21)
  • Bei der Wahl zur "Miss Ohne Bedenken", die jedes Jahr in einer Leipziger Gosenschenke gekürt wird, trat auch eine 61jährige Bibliothekarin an: Sie trug ein Gedicht von Erich Kästner vor, berichtete die Leipziger Volkszeitung am Montag. Gewonnen hat aber eine 21jährige.
    Wie in Inetbib gerade berichtet, kann man sich beim "Uni-Spiegel" verschiedene Pisa-Aufgaben herunterladen. Im Bereich Problemlösen hat gleich die erste Aufgabe mit Bibliotheken zu tun: Geschildert werden die nicht ganz triviale Ausleihregeln der Schulbibliothek am Goethe-Gymnasium*. Dazu müssen die Getesteten einen Entscheidungsbaum malen und wissen, wie lange sie als SchülerInnen ein Buch ausleihen dürfen.
    *Ich wollte herausfinden, wo das ist, aber es gibt in Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe, Hildesheim, Dortmund, Wien etc. Gymnasien dieses Namens. Dasselbe gilt übrigens für Schiller: Marbach, Ludwigsburg, Münster, Witten, Offenburg...

    Tuesday, July 12, 2005

    Helmut Peschinas Hörspiel "Die Blendung" nach dem Roman von Elias Canetti ist in zwei Teilen am 25. Juli um 19.30 Uhr und am 2. August um 20.31 Uhr auf Ö1 zu hören. In dieser Koproduktion von NDR/DLR-Berlin/BR und ORF sind - in der Regie von Robert Matejka - Felix von Manteuffel (Peter Kien), Libgart Schwarz (Therese), Fritz Karl, Wolfgang Böck (Hausbesorger), Robert Meyer, Karl Ferdinand Kratzl, Brigitte Swoboda, Peter Strauß, Karl Menrad, Alexander Bernard und Radovan Grahovac zu hören. "Die Blendung" wurde 2002 zum "Hörspiel des Jahres" gewählt.
    Passende Links: die Datenbank "Hörspiel in Österreich", betreut von Konrad Zobel. - Veronika Doblhammers Rezension der Hörspielfassung vom 14. Juli 2003. - Internationale Elias Canetti-Gesellschaft.
    "Die Blendung" ist übrigens das bisher einzige Buch, das ich zwischendurch weglegen musste, weil ich eine Pause brauchte. Nicht wegen der Schilderung, sondern wegen des Geschilderten.
    Letzten Freitag war ich bei Carpe Noctem, dem angeblich "ersten Gothic-Wave-Festival Österreichs", in Wiesen. Wir lauschten Subway to Sally (D), Lacrimosa (D) und Apocalyptica (SF), vorher haben wir noch den letzten Teil der 69 Eyes (SF) gehört. Wetter und Gewand gingen eine wunderbare Symbiose ein...

    Monday, July 11, 2005

    In der Süddeutschen Zeitung erschien am 8. Juli ein Interview mit dem Science Fiction-Autor Arthur C. Clarke - Titel: "Vielleicht sind die Extraterrestren schon unterwegs". Das Gespräch wurde von Werner Bloch geführt. Quelle: Volltext Newsletter.

    Friday, July 08, 2005

    Bibliothekarisches in der Serienwelt:
  • In der Folge "Gewissensbisse" ("Sunny, Like Sunshine") der Serie Third Watch, die am Dienstag zu sehen war, wurde eine junge Frau von einem Mann entführt, der bereits mehrere Frauen auf der Straße angesprochen hatte. Die Polizisten forschten dann in einer Bibliothek nach. Die Bibliothekarin berichtete, dieser Mann habe sich häufig gynäkologische Werke ausgeliehen, und sie hätten die Bücher immer am liebsten verbrannt, nachdem er sie zurückgegeben hatte.
  • Und gestern spielte es wieder die CSI-Folge "Ein zweifelhafter Zeuge" ("Caged") aus dem Jahr 2001, bei der eine Bibliothekarin/Restauratorin der Western State Historical Society tot aufgefunden wird. Sie starb, wie später festgestellt wird, an dem hochwirksamen Biotoxin Rizin, das anscheinend auch oral aufgenommen wurde (eifrige LeserInnen denken natürlich sofort an den "Namen der Rose", aber ganz so ist es nicht). Die Bibliothekarin hatte ganzseitige Illustrationen aus jenen Büchern, die sie restaurieren sollte, durch Kopien ersetzt und verkauft.
    Einem Kollegen ("hochfunktionaler Autist" mit einem Magistertitel in Literaturwissenschaft & einem Englisch-Diplom, der eine geniale Auffassungsgabe und Wahrnehmung hat) war aufgefallen, dass sich diese Seiten anders anfühlten als vorher, und er wandte sich an den Kurator. Als dieser die Bibliothekarin darauf ansprach, wollte sie ihn mit Rizin töten. Bei der Herstellung des Giftes fiel ihr aber nicht auf, dass etwas auf ihren Kuli bröselte, an dem sie immer zu kauen pflegte... (Die Frau ist abgebrüht genug, um ihren Liebhaber zu vergiften, und dann checkt sie nicht, dass ihr was von dem hochgiftigen Zeug auf den Stift bröselt??) Nettes Zitat: Der Kurator der Sammlung sagt nachdenklich: "Das ist eigentlich kein gefährlicher Beruf"...
  • Kurd Laßwitz, der "Vater der deutschen Science Fiction", hat 1904 eine Erzählung namens "Die Universalbibliothek" geschrieben, die beim Projekt Gutenberg online zu lesen und beim Wehrhahn-Verlag in einer Auflage von 333 numerierten Exemplaren erschienen ist.
    Die PreisträgerInnen des Wittgenstein-Preises haben als Verbindungsglied zwischen Wissenschaft, Politik, Öffentlichkeit und Medien den Wittgenstein-Klub gegründet und wollen "als Gegenleistung zur großzügigen Unterstützung durch die öffentliche Hand ... ihre Expertisen zum Wohle der Wissenschaft zur Verfügung stellen". Für die Bedienbarkeit und Navigation der Website bekommen sie jedenfalls keinen Preis...

    Thursday, July 07, 2005

    Bezahlen für ISBN? Ich habe heute bei der Erwerbung mehrmals das VLB benutzt und habe bei mindestens drei neuen Büchern keine ISBN angezeigt bekommen. Dafür den Link "Vollständiger bibliographischer Datensatz". Auf der verlinkten Seite heißt es: "Der vollständige bibliographische Datensatz enthält weitergehende Informationen zu diesem Titel, wie beispielsweise die ISBN, aber auch Angaben zur Verfügbarkeit des Titels bei Barsortimenten und Verlagsauslieferungen. Die Anzeige dieser Informationen setzt ein Abonnement des 'Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)' voraus". - Gerade als ich dieses Posting schrieb, meldete sich auch ein deutscher Kollege in Inetbib zu diesem Thema zu Wort. Er fragt sich: "moechte der Boersenverein, bzw. seine fuer das VLB zustaendigen Gesellschaften tatsaechlich alle Kunden zu Amazon und den anderen Internet-Buchhandlungen vergraulen?"
    Die Bücherei der Landes-Frauen- und Kinderklinik Linz bringt seit zwanzig Jahren "Bücher auf Rädern". Dieses Jubiläum wird am 5. Oktober 2005 um 14 Uhr gefeiert. Über die PatientInnenbücherei wird regelmäßig im Magazin "Visite" der gespag berichtet. In der Ausgabe 8 (2004) wird ein typischer Arbeitstag der Bibliothekarin Eva-Maria Woblistin geschildert. Neben allgemeinen bibliothekarischen Arbeiten fährt die ausgebildete Lesetherapeutin mit einem Bücherwagen auf die einzelnen Stationen, wird selbst von Kindern in der Bibliothek besucht und sendet Geschichten auf dem hausinternen "Radio Ohrwurm".
    Ulrike Michalowsky hat ein deutsch-französisches Wörterbuch mit über viertausend Einträgen zum Buch- und Bibliothekswesen zusammengestellt. Man kann nach Begriffen suchen oder sich eine Liste anzeigen lassen. Bei der Liste finden sich übrigens gleich auf der ersten Seite die Begriffe "Abbau (Stellen, Personal)" und "abbestellen (e. Zeitschrift)". Klar ist das alphabetisch bedingt, aber irgendwie steckt da auch mehr dahinter, finde ich...
    Habe gerade ein neues Wort entdeckt, das die englische Sprache von der deutschen übernommen hat, und zwar "abseiling" :-)

    Tuesday, July 05, 2005

    Neues aus der Welt der Behördenbibliotheken: Das Center for Democracy and Technology betreut eine neue Website namens Open CRS, die den Zugriff auf Berichte des "Think Tanks" Congressional Research Service (angesiedelt an der Library of Congress) erleichtern und an zentraler Stelle zusammenfassen soll.
    Dazu schreibt Steven Clift in do-wire: "The whole idea that taxpayer funded expert advice to our elected officials would not be shared freely on the Internet by Congress itself probably won't stand for many more years. It just doesn't make sense that in a representative democracy, the fear of political influence over research service advice caused by broad public access is somehow more influential than existing attempts by paid lobbyists to scrub or influence every sentence in just about any government document produced in Washington, DC".
    Derzeit sind bereits an die neuntausend Reports enthalten, zum Beispiel auch "How to Find Information in a Library and on the Internet" (97-76), "Libraries and the USA PATRIOT Act" (RS21441) und "Federal Aid to Libraries: The Library Services and Technology Act" (RL31320).

    Monday, July 04, 2005

    Die Österreichische Computer-Gesellschaft plant für November 2005 das erste österreichische Wikiposium über Wiki-Systeme und ihre Anwendung.

    Friday, July 01, 2005

    Aus der Cold Case-Folge "Greed" ("Gier"): Als ein junger Börsenmakler Gewissensbisse äußert, weil ein Mann durch einen Betrug das Geld für die Ausbildung seiner Kinder an der Börse verloren hat, rät ihm sein skrupelloser Mentor Charles Danville: "Mach was mit Büchern oder so, irgendwas, was Dir liegt". Der junge Mann weint sich dann bei seiner Mutter aus: "Er hat gesagt, ich wäre nicht für den Job geeignet und ich sollte Bibliothekar werden oder so was". Das will die Mutter lieber nicht riskieren ;-) sie erschießt Danville.
    An der University of Illinois at Urbana-Champaign findet von 27. bis 30. Oktober 2005 die Konferenz "Libraries in Times of War, Revolution & Social Change" statt. Zur Aktualität des Themas: "Events such as the pillage and burning of Iraq's National Library in Spring of 2003 have sent cultural shock waves around the world. The apparent contradictions of libraries, traditionally taken to represent stability and continuity, and wars and revolutions, which involve rapid and disruptive change, suggest a number of urgent historical questions". Hinweis aus Inetbib.

    Thursday, June 30, 2005

    Zweihunderttausend Artikel des Innsbrucker Zeitungsarchivs (IZA) sind in der ersten Version des digitalisierten Archivs online. Bis Sommer 2006 soll das Archiv mit einer Million Artikel zu den Themen Literatur, Sprache, Theater, vertonte und verfilmte Literatur vollständig online sein, berichtete Günter Mühlberger vor kurzem in voeb-l. Einschränkung: "Die Umsetzung gleicht weitgehend dem digitalisierter Kärtchenkataloge, allerdings mit einigen Besonderheiten, die sich daraus ergeben, dass die Artikel aus urheberrechtlichen Gründen nicht der Öffentlichkeit vollständig gezeigt werden dürfen".
    Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat einen "Legal Guide for Bloggers" herausgegeben. Dieser soll eine "basic roadmap to the legal issues you may confront as a blogger, to let you know you have rights, and to encourage you to blog freely with the knowledge that your legitimate speech is protected" darstellen. Quelle: do-wire.

    Wednesday, June 29, 2005

    reading diary
  • recently finished: "Das Orakel vom Berge" (The man from the high castle), an alternative reality classic by Philip K. Dick, depicting a world where the Nazis and the Japanese have won World War II.
  • Heutige Neuerwerbungen:
  • Kläre Warnecke: Christian Thielemann. Ein Porträt. Berlin: Henschel 2003
  • Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte. Roman. München: dtv 2005
  • Markus Orths: Lehrerzimmer. Roman. München: dtv 2004
  • Mary E. Bradley Lane: Mizora. A world of women. Lincoln/London: University of Nebraska Press 1999 ["the first known feminist utopian novel written by a woman", erschien 1880/1881 anonym in einer amerikanischen Zeitung]
  • Charlotte Perkins Gilman: Herland and selected stories. New York: Signet Classic 1992
  • Katherine V. Forrest: Daughters of an emerald dusk. Los Angeles: alyson books 2005 [brandneuer dritter Teil zu Daughters of a coral dawn und Daughters of an amber noon]
  • Den Titel "Wort des Tages" verdient, denke ich, "Positivprädikatisierung". Das BMSG bereitet derzeit nämlich die Einrichtung der "BuPP - Bundesstelle für Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen" vor. Gute Computerspiele - "die Spaß machen, deren Gestaltung und Technik dem Stand der Zeit entsprechen und bei denen auf Grundlage klar definierter Kriterien und dem Fachwissen sowie der praktischen Erfahrung der GutachterInnen, keine pädagogischen Bedenken zu erheben sind" - sollen gekennzeichnet werden.

    Tuesday, June 28, 2005

    In nexgenlib-l wurde heute gemeldet, dass Brad Pitt bei der Verfilmung von Audrey Niffeneggers "The time traveler's wife" den Bibliothekar Henry spielen wird :-)
    Gemeinsam mit Studentinnen der Vertiefungsrichtung BID am FHS Informationsberufe habe ich eine Liste von Datenbanken und Informationsangeboten des öffentlichen Sektors in Österreich zusammengestellt, kurz "Public Sector Information in Österreich". Die Liste ist einerseits alphabetisch geordnet, andererseits nach den AnbieterInnen gruppiert. Ich möchte die Liste laufend aktualisieren und ergänzen.

    Monday, June 27, 2005

    Danke an Ingmar für den Hinweis: Bibliothekscartoon aus der Reihe "Pearls before Swine" von Stephan Pastis.
    Vergangenen Donnerstag war ich nach langem wieder in der Oper, weil mein Vater, Abonnementinhaber, beruflich verhindert war. Auf dem Spielplan stand "Parsifal" von Richard Wagner. Dirigent: Christian Thielemann. Inszenierung: Christine Mielitz. Besetzung: Plácido Domingo (Parsifal), Falk Struckmann (Amfortas), Waltraud Meier (Kundry), Franz-Josef Selig (Gurnemanz), Wolfgang Bankl (Klingsor).
    Bei mir ist es bisher immer so gewesen, dass mir die Oper, die ich zuletzt gesehen habe, am besten gefällt. Diese Aufführung war aber wirklich etwas Besonderes. Ich habe noch nie etwas so Berührendes, Bewegendes und Spannendes gesehen. Wilhelm Sinkovicz spricht in seiner Kritik "Zum Traum wird hier die Zeit" in der Presse gar von einer "Wagner-Sternstunde". Auch wenn in Medienberichten (wie in der ZIB am Freitag) Domingo immer im Vordergrund steht, finde ich doch die Rolle des Amfortas eigentlich die bedeutendste. Sinkovicz dazu: "Falk Struckmann dazu, ein Amfortas von geradezu niederschmetterndem Leidenspotenzial. Seine Stimme vermittelt die Klagerufe des gequälten Gralskönigs mit seltener Intensität, ganz im Einklang mit den glühenden Klangbotschaften, die aus dem Orchester kommen". Wie Amfortas hin und her gerissen ist, weil er nach Jahren der Schmerzen und Qualen einfach genug hat und nur mehr sterben will, andererseits darunter leidet, dass er durch das Verschlossenhalten des Grals den Tod seines Vaters Titurel verursacht hat, wurde von Struckmann wirklich brillant und beeindruckend dargestellt. Bei Kundrys Auftritten hatte ich - nicht als einzige Opernbesucherin - eine Gänsehaut.
    Zwei "Wermutstropfen": Ich hatte trotz ausreichend Phantasie gewisse Schwierigkeiten, in dem 64jährigen Domingo den jungen Knaben Parsifal zu sehen; und die Erläuterungen der Vorgeschichte durch Gurnemanz, die Wagner wohl als für das Verständnis nötig erachtete, weisen doch oft eine gewisse "epische Breite" auf.
    Christian Thielemann hat eine ganz eigene Art zu dirigieren, die aus der Nähe zu beobachten wesentlich zum Vergnügen des Abends beigetragen hat. Ich wusste oft nicht, ob ich auf die Bühne oder in den Orchestergraben schauen soll. Hab mir gleich das Buch "Christian Thielemann - ein Portrait" von Kläre Warnecke (2003) bestellt... Ich glaube ja mittlerweile, dass die Oper die höchste Kunstform überhaupt ist, da sie Text, Bild und Melodie vereint.
    Parsifal begleitet mich irgendwie schon länger: Das zugrundeliegende Epos "Parzival" Wolframs von Eschenbach (den Wagner aber anscheinend gründlich missverstanden hat) ist wohl mein liebster mittelhochdeutscher Text (zugegebenermaßen nicht besonders originell - meine Vorliebe, nicht der Text); und eine der faszinierendsten Germanistik-Lehrveranstaltungen "ever" war, als Alfred Ebenbauer uns in einem Einführungsproseminar die Szene schilderte, in der Parzival durch Blutstropfen im Schnee an seine Frau Condwiramurs erinnert wird. Das ist schon zehn Jahre her, aber ich seh es immer noch vor mir.
    Haft 6 (2005) der Zeitschrift "Die Vitrine - Fachblatt für linke Bibliomanie" widmet sich dem Thema "Bibliographische und andere Hilfsmittel für linke BibliomanInnen", zusammengestellt von Norbert Koch. Verzeichnet werden Allgemeine Bibliographien zu Sozialismus/Arbeiterbewegung, Arbeiterbibliotheken und Archive, Themen-Bibliographien, Organisationen, Presse und Periodika, Buchgemeinschaften, Verlage und Verleger, Personen, Verkaufs- und Ausstellungskataloge, Fachzeitschriften und Reihen.
    eine der genialsten Stimmungsbeschreibungen, die ich jemals gelesen habe: "feeling like the only pickled onion in a fruitsalad" (Terry Pratchett: Guards! Guards! London: Collancz 1997, S. 144)

    Friday, June 24, 2005

    Zweite Meldung des Tages aus dem Außenministerium: "Wir planen den Wiederaufbau von Museen und Bibliotheken zu unterstützen, um damit zur Erhaltung des irakischen Kulturerbes beizutragen", sagt Außenministerin Ursula Plassnik.
    Suomi & Itävalta sollen kooperieren: "Das auf österreichischer Seite vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten zusammen mit Vertretern des Bundeskanzleramtes / Kunstsektion und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit Finnland ausgearbeitete und neue Arbeitsprogramm für den Zeitraum 2005 - 2009 sieht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Hochschulwesen, allgemein bildendes und berufsbildendes Schulwesen, Erwachsenenbildung und LehrerInnenfortbildung, des Sprachunterrichtes sowohl für Deutsch als auch für die finnische Sprache, auf den Gebieten der Literatur, des Bibliotheks- und Archivwesens, der bildenden Kunst, der Denkmalpflege, des Theaters, der Musik, des Tanzes, der Volkskultur und des Films vor", meldet das BMAA.
    "Eine Mehrheit der Abgeordneten hat sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, den Zugang der Geheimdienste zu den Lese- und Leihgewohnheiten der Bibliotheksbenutzer einzuschränken. Die Regierung Bush hofft indes darauf, daß die Entscheidung rückgängig gemacht wird. Wenn nicht, will der Präsident sein Veto einlegen. Er muß sich jetzt allerdings damit abfinden, daß die von ihm behauptete und wohl auch gepriesene Bibliotheksabstinenz seiner Investigatoren nur noch als Ammenmärchen weiterleben kann", schreibt Jordan Mejias in seinem interessanten Artikel "Wer hat was gelesen?", der am Mittwoch in der FAZ erschienen ist.
    neu entdeckte Kinderbücher, wo Bibliotheken und BibliothekarInnen vorkommen: Georgia Byng: "Molly Moon und das Auge der Zeit", Hanser 2004, und Wieland Freund: "Lisas Buch", Rowohlt 2003.
    Preis für Thomas Maurer: Für eine der originellsten Literatursendungen im deutschsprachigen Fernsehen, "Lesen mit Thomas Maurer", erhielt der Kabarettist in der Sparte Sendereihe den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung. Ich hab's zwar erst einmal gesehen, fand es aber auch wirklich gut.
    Wieder ein Beitrag von Spam-Poesie: "probation to the judge and a small fine. Probation and a fine are not bad be the guinea pig? The Bundespost Ministry in Bonn? A single quote suffices. A LION entered a farmyard. The Farmer, wishing to catch him,echelons as to whether they should simply inform the people of the problem or" (gerade auf gmx angekommen)

    Tuesday, June 21, 2005

    Was ich sooo gern wieder mal sehen würde: Caroline in the City, Das Haus am Eaton Place (Upstairs Downstairs), Die Onedin-Linie (The Onedin Line), Cagney & Lacey, Die Zwei (The Persuaders).
    In der Charmed-Folge "Ex Libris" wird die Studentin Charlene (Rebecca Cross) in der Evans Hill Library von einem Dämon namens Libris (Scott Lincoln) getötet, als sie gerade die "Encyclopedia of Demons" aus dem Regal nehmen wollte - anscheinend weil sie drauf und dran war, als "Nicht-Eingeweihte" in ihrer Diplomarbeit die Existenz von Dämonen zu beweisen. Die Folge war gelungen, aber natürlich konnte auf eine psst!-Bibliothekarin nicht verzichtet werden.

    Monday, June 20, 2005

    Bin gerade auf interessanten Text gestoßen: "Cataloging the Whedonverse: Potential Roles for Librarians in Online Fan Fiction" von Jessica F. Kem, SILS Master's Papers (Abstract). Ich hab ja kurz überlegt, ob ich meine Diplomarbeit über deutschsprachige Star Trek-Fan Fiction schreiben soll. Ganz gelöst habe ich mich davon noch nicht, auch wenn ich mittlerweile ein sehr verlockendes Angebot für ein Diplomarbeitsthema bekommen habe...
    "The fundamental idea of the library must change. The nineteenth-century idea of the library as the embalming of dead genius and the twentieth-century idea of the library as the repository for second-hand knowledge must give way to the idea of the library as the owner and the librarian as the manager of first-hand knowledge".
    Quelle: Nina W. Matheson: "The idea of the library in the twenty-first century". In: Bulletin of the Medical Library Association 83 (1995) 1, S. 1 – 7 [online bei Pubmed]
    Pflichttermin am Sonntag, dem 31. Juli: M. A. Numminen & das Neorustikale Tangoorchester beim Glatt&Verkehrt-Festival in Krems.
    Ich bastle gerade an einem Artikel über "Medizinethische Fragestellungen bei Star Trek". Hab den gestrigen Tag damit verbracht, entsprechende Folgen wieder anzusehen. Dabei werden sehr unterschiedliche Fragen gestellt:
  • Inwieweit ist ein Wissenschaftler für die praktische Anwendung seiner Ergebnisse verantwortlich (VOY: Jetrel)?
  • Rechtfertigt die Aussicht auf ein Heilmittel für viele riskante Experimente an einzelnen (TNG: Ethics, VOY: Scientific method)?
  • Sollen unethisch erworbene Forschungsergebnisse angewandt oder vernichtet werden (VOY: Nothing human)?
  • Wie lange und mit welchen Mitteln darf ein Arzt den sicheren Tod eines Patienten hinauszögern, wenn dieser noch eine wichtige Aufgabe für die Allgemeinheit zu erfüllen hat (DS9: Life support)?
  • Gentechnik (TOS: Spaceseed; Film: The Wrath of Khan; TNG: Unnatural selection; TNG: Up the long ladder; TNG: Masterpiece Society; DS9: Dr. Bashir, I presume; DS9: Statistical Probabilities; ENT: The Augments)
    Siehe auch den Artikel "Medical Ethics through the Star Trek Lens" von James J. Hughes und John Lantos, erschienen in Literature and Medicine 20 (2001) 1, S. 26 – 38 (pdf)
  • Das Webangebot "Digitalisierte historische Kinderbücher aus Beständen der Universitätsbibliotheken Oldenburg und Braunschweig" wird in h-soz-u-kult von Monika Wicki rezensiert. Das Projekt umfasst an die vierhundert ¨berwiegend farbig illustrierte historische Kinderbücher vor allem aus dem 19. Jahrhundert. Siehe auch das von der EU geförderte Projekt "Children's Historical Literature Disseminated throughout Europe" (CHILDE).
    In "Six feet under" kritisierte Lisa, dass Nate zuviel Geld in der Buchhandlung ausgegeben habe, obwohl sie knapp bei Kasse seien: "Schon mal von Büchereien gehört?" Nate antwortet ablehnend: "Büchereien sind deprimierend".

    Friday, June 17, 2005

    Einer der besten Sätze ever: "Ich kann nicht ausdrücken, warum. Irgendwie geht Ordnung in das Bedürfnis nach Totschlag über" (Robert Musil)
    Im Laborjournal schreibt Siegfried Bär: "Ich bin nämlich ein Freund von Bibliotheken und Bibliothekarinnen, jenen sanften, leisen, freundlichen Wesen mit dem Hauch von Bücherstaub auf dem Rouge". Quelle: Netbib.
    Das Volkskundliche Seminar der Universität Bonn führt gerade eine Online-Befragung von Star Trek-Fans durch. Zitat: "Wir sind eine Gruppe von Forschern, die sich mit dem Star Trek-Fandom beschäftigt. Uns interessiert, was Sie an Star Trek fasziniert und in welcher Form dies Auswirkungen auf Ihre Persönlichkeit und Ihr alltägliches Leben hat".
    In einem Interview mit der Direktorin der Schweizer Landesbibliothek, Marie-Christine Doffey, antwortet sie auf die Frage, werd die "wirkliche Konkurrenz" der Landesbibliothek sei: "Google. Google verfügt über enorme Mittel. Es ist ein Konkurrent in Bezug auf Finanzen, Technologie, Reaktionsschnelligkeit und Vorwegnahme neuer Gewohnheiten. Es ist ein Konkurrent, ganz einfach, weil wir nie solch umfangreiche innovative Projekte so schnell lancieren können. Hingegen können wir uns durch Google inspirieren lassen, ohne uns anzuschließen. Und wir können sehen, wo wir es aufgrund anderer Interessen besser machen können".

    Thursday, June 16, 2005

    GSLIST, das International Discussion Forum for German Studies, wurde mangels Enthusiasmus und Beteiligung der TeilnehmerInnen eingestellt. "The flood has dwindled to a trickle. Several attempts at innovation were met with indifference. This is truly disquieting, as there is no shortage of worthy topics and people working on them", schreiben Cary Nathenson und Rob Bledsoe als Herausgeber. Als Alternative wurde auf die Listen H-Germanistik, H-German und German Studies (Research and teaching in academic German Studies) verwiesen.
    Über den Sinn einer Einführung der Dewey Decimal Classification wurde schon vor hundert Jahren heftig diskutiert, wie man in alten CfB-Ausgaben nachvollziehen kann. Folgende Sequenz hat mir dabei besonders gut gefallen: "Quant à la classification décimale, il faut s'en abstenir. La complication et son manque de logique sont contraires à l'esprit même de la bibliographie et au bon fonctionnement des bibliothèques". Quelle: L. Polain: "Le système decimal en bibliographie...". In: Revue des bibliothèques, mars 1896, zitiert nach: CfB XIII (1896)
    Das Centralblatt für Bibliothekswesen berichtete 1902, dass es in der Hof- und Staatsbibliothek in München eine obligatorische kostenlose Garderobe gab, und "den abwechselnden Dienern ist die Annahme einer Trinkgeldes bei Strafe der Entlassung verboten". Den am schlechtesten bezahlten Bibliotheksmitarbeitern wurde es also untersagt, ein paar Gröschchen dazuzuverdienen...
    "Der bibliothekarische Beruf ist noch sehr jung, und das Bewußtsein von seiner Existenz ist kaum in weite Kreise, selbst der Gebildeten, gedrungen. Noch ist weit verbreitet die alte Anschauung, daß die bibliothekarische Beschäftigung eine Unterkunft sei für Verunglückte und Gescheiterte aller Art".
    (Rudolf Ehwald: Begrüßung zur VDB-Versammlung 1901 in Gotha)
    Die UB Wien hat seit Montag die Ausleihe und die Rückgabe räumlich getrennt. Die Rückgabe ist auch nicht gerade im Nebenraum, sondern doch etwas entfernt (durch die Glastür, langen Gang entlang, Stiege runter, im Prinzip hinter der Garderobe). Ich bin noch im Zweifel - ich finde es eigentlich ziemlich nervig, allerdings waren die Wartezeiten bei der Ausleihe auch immer recht lang, und das scheint sich nun gebessert zu haben. Leute, die nur ausleihen oder nur zurückgeben wollen, haben es nun wohl besser - für die anderen ist es eben mühsamer.
    Bibliothekarin aus dem Nachbarland wird IFLA-Chefin: Claudia Lux, Director General, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Germany, has been voted President-elect by IFLA members. She will begin her two-year term as President-elect during the IFLA conference in Oslo this August. She will succeed Alex Byrne as President in August 2007 for a two-year term.

    Tuesday, June 14, 2005

    Am 4. Juli findet im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart der Workshop "Emulieren, Migrieren, Normieren" statt. Dieser Workshop will über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Langzeitarchivierung informieren und dabei KollegInnen aus den unterschiedlichen dokumentierenden Institutionen Museum - Archiv - Bibliothek zusammenbringen.
    Die Geschichte von 25 Jahre Allegro - von den Anfängen in Basic bis zum heutigen Programmpaket - kann man nun in einer Chronik nachlesen. Quelle: Inetbib.

    Monday, June 13, 2005

    Michaela Putz, Michael Katzmayr (beide UBWW) und ich sind seit kurzem editors für Beiträge aus Österreich bei E-LIS, einem "international open access archive for eprints on Library, Information Science and related disciplines". Unsere Aufgabe ist es, Einreichungen aus Österreich zu überprüfen und freizuschalten und Werbung für E-LIS und den Open Access-Gedanken allgemein zu machen. Dazu passend der Link zum Directory of Open Access Journals.
    Über das Improbable Research Weblog gefunden: der patentierte "User-operated amusement apparatus for kicking the user's buttocks", eingereicht am 4. Jänner 2000 von Joe W. Armstrong. Leider ist kein Bild dabei.
    Derzeit ausgeschrieben: der DIXI Kinderliteraturpreis 2005. Dieser Preis ist ein vom Institut für Jugendliteratur initiierter Förderpreis für alle Nachwuchstalente, die Texte für junge Menschen schreiben oder Bilderbücher illustrieren. Einreichberechtigt sind in Österreich lebende AutorInnen und IllustratorInnen, die zwischen 16 und 35 Jahre alt sind und noch nie ein Kinder- oder Jugendbuch veröffentlicht haben. Einsendeschluss: 31. Juli 2005. Ich würde eigentlich gerne einen Text einreichen - eine Bibliotheksgeschichte und/oder eine Science Fiction-Geschichte. *startideensuche*

    Friday, June 10, 2005

    Neues zum Thema Berufsbild: Die Diplomarbeit "Informationsberufe im Wandel der Zeit. Eine Querschnittsbetrachtung vom 19. bis ins 21. Jahrhundert mit Österreich-Fokus" von Martin Frühwirt ist als pdf abzurufen.

    "Fregatte Frauenliteratur"

    Die schottische Schriftstellerin A.L. Kennedy schreibt in ihrem Artikel "Fregatte Frauenliteratur" in der FAZ vom 9. Juni über das Etikett "Frauenliteratur", das ihrer Ansicht nach oft als das definiert wird, "was die betreffenden Journalisten, Kommentatoren, Akademiker oder Autoren an den letzten paar Büchern von Frauen gestört hat, die sie gelesen haben".

    Thursday, June 09, 2005

    reading diary
  • currently reading: "Yin. Die Welt der Frauen" by Akif Pirinçci; "Die Reise nach Yandrala" by Claudia Rath
  • currently browsing through: "Theorizing fandom: fans, subculture and identity" edited by Cheryl Harris
  • recently finished: "Ausgejodelt" by Eva Rossmann, a quite funny mystery settled in the Austrian folksy music scene, the first victim being called "Downhill-Sepp"
  • diverse Star Trek-Links:
  • Starships at the Battle of Wolf 359 (Liste mit zerstörten und verschonten Schiffen, deren Schiffsklasse und Nummer)
  • Chronology of the Star Trek Universe (erster Eintrag: "8000 BC Ferengi codify capitalist practices in the Rules of Acquisition")
  • List of Star Trek episodes, alphabetical
  • Star Trek Devices bei der englischsprachigen Wikipedia (von agonizer bis warp drive)
  • Definition von Canon, Semi-Canon und Non-Canon bei der englischsprachigen Wikipedia
  • Der Lise Meitner-Literaturpreis geht heuer an Lisa Mandelartz für ihren Text "Die Wartung des Kessels darf nur zuverlässigen, gut ausgebildeten männlichen Personen über 18 Jahren übertragen werden". Die Auszeichnung wird am Donnerstag, dem 16. Juni, um 18.30 Uhr im Festsaal der TU Wien überreicht. Die Festrede hält Johanna Dohnal.
    In der Bibliothèque publique d'information findet am 27. Juni 2005 eine Diskussion über Google Print statt: Le projet de numérisation des collections de quelques-unes des plus importantes bibliothèques anglo-saxonnes par le moteur de recherche "Google" suscite de nombreuses interrogations au sein de l'opinion publique fran¸aise et européenne. La Bibliothèque publique d'information propose une rencontre autour des enjeux professionnels et économiques de ce projet de très grande bibliothèque numérique mondiale. Le débat s'articulera autour de deux axes principaux, répondant à la fois aux préoccupations du grand public et des professionnels de l'information et de la culture.
    Avec: Michel Fingerhut, directeur de la médiathèque de l'IRCAM; Gilles Le Blanc, professeur d'économie à l'École des Mines de Paris, directeur du CERNA ; Matts Carduner, directeur général Google France ; Bernard Bachman, directeur de la Médiathèque de la Cité des Sciences et de l'Industrie. Modérateur : Olivier Duhamel, professeur des universités à la FNSP, chroniqueur à France Culture.
    Gerade entdeckt über die IG-Noble Prizes: die britische Apostrophe Protection Society", gegründet von John Richards. Mit deren Zielen, "preserving the correct use of this currently much abused punctuation mark in all forms of text written in the English language", kann ich mich vollinhaltlich identifizieren und hoffe, dass sie ihre segensreiche Tätigkeit bis zum österreichischen Verkaufspersonal erstreckt (nie wieder legging's).
    Spezielle Spezialbibliotheken, Kapitel 1: Die "American Nudist Research Library" wurde 1979 gegründet, "to preserve the history of the social nudist movement in North America and throughout the world". Die Bibliothek befindet sich im "Cypress Cove Nudist Resort" in Florida. Hier ist der Ausgleich zwischen der Temperatur, die für die Bestände gut ist, und jener, die für die BenutzerInnen und BibliothekarInnen angenehm ist, wohl noch größer als normalerweise (" The Library is a clothing optional facility; however, to maintain the integrity of our aging documentation, it is air conditioned to a temperature in the lower 70's F")...

    Tuesday, June 07, 2005

    Yippie, meine hierorts schon mehrfach erwähnte Seminararbeit über den Briefwechsel von Otto Basil und Carl Julius Haidvogel (pdf) wurde mit Sehr Gut bewertet. Die Arbeit daran, das "Zusammensetzen der Puzzleteile" und viele Recherchieren hat mir viel Spaß gemacht. Ich könnte mir gut vorstellen, in diese Richtung etwas weiterzumachen - langsam wird es ja auch an der Zeit, mir ein Diplomarbeitsthema zu suchen. Und vielleicht arbeite ich ja doch irgendwann in einem Literaturarchiv...
    Im Rahmen des X-Art Frauenkunstfestivals entsteht derzeit der erste burgenländische Internet-Frauenroman. Der erste Abschnitt stammt von Karin Ivancsics und heißt "Über Nacht". Bis zum 12. Juni 2005 besteht die Möglichkeit für jede Interessierte, sich literarisch einzubringen.
    In der Bayerischen Staatsbibliothek wurde eine Handschrift von Georg Friedrich Händel entdeckt. Dabei handle es sich um die vollständige Solokantate "Crudel tiranno Amor" in der bisher unbekannten Aufführungsfassung für Sopran und Cembalo. Das Manuskript, dessen Echtheit von Händel-ExpertInnen inzwischen bestätigt worden sei, habe deshalb für die Aufführungspraxis von Händels Musik höchsten Wert. Quelle: APA WIBI. Auf der BSB-Website erfährt man noch nichts darüber.
    Praktisch: beim typischen Vertipper www.google.az kommt man jetzt auf Google Aserbaidschan.

    Monday, June 06, 2005

    In einer bibliothekarischen Mailingliste berichtete eine Kollegin aus Amerika, dass ein Student nach dem Buch "The House of the Shusher Fell Down" suchte. Was er wirklich meinte, war Poes "The Fall of the House of Usher"...
    Neuer Film: "The Hollywood Librarian: Librarians in Cinema and Society, now in production, will be the first full-length film to focus on the work and lives of librarians in the entertaining and appealing context of American movies. American film contains hundreds of examples of librarians and libraries on screen -- some positive, some negative, some laughable and some dead wrong. Films such as Sophie's Choice, Philadelphia and It's a Wonderful Life show librarians as negative stereotypes. The librarians in Lorenzo's Oil, Desk Set and The Shawshank Redemption, on the other hand, are competent and professional. Dozens of interviews of real librarians will be interwoven with movie clips of cinematic librarians and serve as transitions between the themes of censorship, intellectual freedom, children and librarians, pay equity and funding issues, and the value of reading".
    "Gehen Sie mit einem guten Buch ins Bett. Oder zumindest mit jemandem, der kürzlich eines gelesen hat". Quelle: unbekannt

    Saturday, June 04, 2005

    Interessant, was Fans in Texte hineininterpretieren... Bei einem Band der Midlandsaga von Claudia Rath kommt eine Figur namens "Feif von Siebenen" vor. Eine Studienkollegin und ich waren der Ansicht, eine originelle Anspielung auf Star Trek:Voyagers Seven of Nine vorzufinden, von wegen Intertextualität und so ;-) Bei der Lesung von Claudia Rath gestern im Stichwort versicherte die Autorin aber glaubhaft, die Serie bzw. die Figur nicht gekannt zu haben und sehr irritiert gewesen zu sein, als sie das erste Mal bei einer Lesung darauf angesprochen wurde...
    Neues für Harry Potter-Fans: "Kürzlich waren Spekulationen genährt worden, dass in dem neuen Roman der Direktor der Zauberschule Hogwarts, Albus Dumbledore, sterben wird. Denn im Umkreis des englischen Ortes Bungay, in dem das neue Buch gedruckt wird, hatten auffallend viele Leute Geld auf den Tod von Dumbledore gesetzt. Das ließ bei Buchmachern den Verdacht aufkommen, dass Insiderwissen im Spiel sei. Möglicherweise habe jemand eines der Bücher lesen können und wisse nun Bescheid, hieß es. Die entsprechende Wette war daraufhin ausgesetzt worden", schreibt Der Standard heute.
    Passend dazu der interessante Artikel "Understanding the power of fan fiction for young authors" von Diane Lewis, den ich vor kurzem entdeckt habe.

    Thursday, June 02, 2005

    Fünfzehn konservative US-amerikanische Wissenschaftler haben eine Liste der "Ten Most Harmful Books of the 19th and 20th Centuries" erstellt. "Gewonnen" hat Marx' und Engels' "Kommunistisches Manifest", immerhin an zweiter Stelle kommt "Mein Kampf" und dann gleich das kleine rote Mao-Buch. Weiter geht es unter anderem mit Alfred Kinsey, John Maynard Keynes, John Dewey, Auguste Comte und Friedrich Nietzsche. Bei letzterem darf natürlich der Hinweis "The Nazis loved Nietzsche" nicht fehlen. Überrascht war ich auch, dass es von "Mein Kampf" gleich einen Link zu Amazon gibt, wo man das Buch kaufen oder auf die Hochzeitsliste setzen lassen kann. Ich wäre gespannt, ob Amazon das Buch nach Österreich liefern würde.
    Wieder eine Anekdote aus dem Reich der Beschlagwortung: Das Buch "Über Gott und die Welt" von Umberto Eco ist mit "Gott (Motiv)" und "Welt (Motiv)" beschlagwortet... *schmunzel*