Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Ich muss etwas gestehen: Bis zu Carrie Fishers frühem Tod am 27. Dezember 2016 dachte ich, sie sei halt eine Schauspielerin, die als Prinzessin Leia bekannt geworden ist und nachher nicht mehr viel zu sehen war. Erst in den Nachrufen habe ich mitbekommen, dass sie abgesehen von ihrer schauspielerischen Tätigkeit auch eine erfolgreiche Schriftstellerin und "Script Doctorin" war. Ich habe nun zwei Bücher von ihr gelesen:
den autobiographischen Text Wishful drinking, auf Deutsch als "Prinzessin Leia schlägt zurück. Mein verrücktes Leben zwischen Kokain, Elektroschocktherapie und einem schwulen Ehemann" erschienen (Anmerkung: der Person, die für den deutschen Titel verantwortlich ist, gehört die Lizenz für alles entzogen). Das Buch basiert auf einer One-Woman-Show, und während des Lesens sieht man sie auch richtig vor sich, wie ein Stand-Up-Comedy-Auftritt.
den empfehlenswerten Roman Postcards from the edge, auf Deutsch als "Grüße aus Hollywood" erschienen.
Fisher schreibt einfach sehr "witty", und vor allem in Postcards from the edge gab es viele Passagen, die ich gerne unterstrichen hätte (was ich nicht mache, und markieren konnte ich es nicht, weil ich das Buch nicht am Kindle gelesen habe). Da ich nicht genügend Lesezeichen mithatte, hier einmal zwei, die mir besonders gefallen haben:
"While she's been drying her hair, she'd come up with a new message for her answering machine - "I'm out, deliberately avoiding your call" - and that simple burst of creativity had raised her spirits a bit." (S. 186)
"She liked going to the gym, or rather, she liked having been to the gym, and the only way to have been was to go." (S.143)
Am 1. Februar war mein erster Arbeitstag als Datenmanagerin an der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Wer mich kennt, kennt mich als Hardcore-Bibliothekarin und Bibliotheksnerd und wird vielleicht etwas überrascht über meinen Wechsel sein - ganz weg von der Bibliothek...
Als ich meinen Noch-KollegInnen in der Bibliothek von meinem Wechsel erzählt habe, klang ein typisches Gespräch so:
Also, Du arbeitest dort dann in der Bibliothek.
Nein, in der IT-Abteilung.
OK, also mehr als Systembibliothekarin.
Nein, gar nicht in der Bibliothek.
Haben die etwa keine?
Oja, eine große mit 85.000 Bänden sogar, aber ich hab damit nichts zu tun.
Wie jetzt???
Panoramablick von unserer "Dachterrasse" neben meinem Büro - leider weiß ich noch nicht, welche Messgeräte das sind.
Ich höre jetzt häufig "ich wusste gar nicht, dass Du was anderes suchst". Das hab ich auch nicht aktiv, der Job hat mich einfach gefunden. Ich hatte mir zwar schon länger überlegt, dass ich mit 40 gerne etwas anderes machen würde. Da mich die Bundesforste nicht gefragt haben, ob ich ihnen die Social-Media-Betreuung mache, und mir für die Frühstückspension am Bauernhof doch irgendwie der Bauernhof fehlt, kam die Ausschreibung der ZAMG gerade recht ;-) Viele von Euch wissen, dass ich mich in den letzten Jahren aus privatem Interesse in den Bereichen Naturschutz, Forstwirtschaft, Klimaschutz, Energiewende etc. weitergebildet habe, und ich hatte die Möglichkeit, dieses Wissen auch einmal in irgendeiner Weise beruflich nutzen zu können, schon lange im Hinterkopf.
Das naturwissenschaftlich-technische Umfeld hier finde ich reizvoll. Die ZAMG macht sehr viel mehr als Wettervorhersagen - nur ein paar Beispiele: Die Abteilung für Angewandte Geophysik kartiert im Boden verborgene archäologische Spuren ohne Grabung. - Es gibt eine Stelle für historische Erdbebenforschung. - Es gibt ein Informationsportal zum Klimawandel.- In mehreren Citizen-Science-Projekten liefern Nicht-WissenschaftlerInnen Daten - das reicht vom 82jährigen Vorarlberger, der seit zwanzig Jahren mehrmals täglich das Wetter in seinem Tal durchgibt, bis zur Schulklasse, die Pflanzen, die sensibel auf Klimaveränderungen reagieren, regelmäßig photographiert.
Das Grüne Archiv habe ich mit Ende Jänner übergeben, in der Wienbibliothek werde ich noch bis ca. Mitte März sein. Ich bin jetzt über neun Jahre dort, und der Abschied fällt mir gar nicht leicht. Ich werde sogar schon sentimental, wenn ich die Essensmarkerl sehe... Und ich bedauere, nicht schon viel früher mit dem Paternoster gefahren zu sein! Meine Kündigung habe ich erst einmal eine Stunde lang angeschaut, bevor ich sie in die Kanzlei getragen habe.
Klarstellung
Zwei wichtige Anmerkungen zur Vorbeugung: 1. Ich kann nichts fürs Wetter - Beschwerden bitte an höhere Etagen! In den geheimen Standort der Wetterwunschabteilung wird man erst nach viiiielen Jahren eingeweiht. 2. Quaxi habe ich noch nicht gesehen, der ist noch in Winterstarre. (Auch auf die Gefahr hin, Illusionen zu zerstören, erlaube ich mir die Anmerkung, dass es sich vermutlich schon um Quaxis Urururenkel handelt).
Aufgaben
Für die besonders Interessierten meine künftigen Aufgaben laut der Stellenausschreibung: Erfassung von Daten und Datenbeständen an der ZAMG und zuliefernden Organisationen; Entwicklung von Metadatenstandards; Entwicklung von Datenstrategien; Entwicklung von Datenmanagementplänen; Mitarbeit bei der Inbetriebnahme und dem Monitoring von Datenportalen; Mitarbeit bei der Entwicklung von Lizenzen und Routinen; Mitarbeit bei der Entwicklung von Schnittstellen; Diskussion und Strategien zu den Themen: OGD, OD, PSI, INSPIRE, IWG...; Community Building; Dokumentation, Benutzerberatung, Troubleshooting. - Ich bin fürs erste im Rahmen des FFG-Projekts "Data Market Austria" angestellt. Vielleicht klingt es auf den ersten Blick nicht so, aber ich finde, das ist ein ur-bibliothekarischer Job :-) Ich habe aber trotzdem jetzt einen zweiten Twitter-Account unter dem Namen "metadata mistress" angelegt (gute Idee, Wolfgang!), der sich auf Datenmanagement, Wetter, Erdbeobachtung, Verwaltungsdaten, Open Data etc. fokussiert. Handle ist metadatamrs.
Wetterwitze
Wenn man bei einem Wetterdienst zu arbeiten beginnt, sind die Witze jedenfalls nicht weit. Mein bisheriger Favorit ist der Schüttelreim "Auf Wetterdaten / tät er warten". Auf den Plätzen landeten "In Deiner Branche bist Du ja den Umgang mit Unsicherheit gewöhnt" (pfff!) und der Vorschlag, die Ordner mit "Schnee von gestern" zu beschriften.
Im Blog "MusErMeKu. Museum – Erinnerung – Medien – Kultur" ist am 8. Februar 2017 ein sehr interessantes Interview zum Thema Bildrechte und Museen erschienen. Angelika Schoder hat für den Beitrag "Wenn Bildrechte Museen in den Wahnsinn treiben" mit Roland Nachtigäller, dem Direktor des Museums Marta Herford, gesprochen. Nachtigäller schildert den Aufwand, den seine MitarbeiterInnen und er damit haben, mit den Verwertungsgesellschaften alles rechtlich sauber abzuklären, z.B. bei der Dokumentation der Ausstellungen auf der Website oder bei kleinen Änderungen am Format in einem Ausstellungskatalog etc. etc., und dann kommt der schöne Satz:
Ungeachtet all dessen läuft parallel daneben her eine fortwährende Urheberrechtsverletzung durch die "normalen" Kunstinteressierten, indem sie Werke fotografieren, teilen, auf Plattformen hochladen, kommentieren, collagieren oder individuell verändern etc. Diese "Anarchie der Rezipientenpraxis" hat auch etwas Hoffnungsvolles, denn die Flut ist schon längst nicht mehr einzudämmen und wird es auch hoffentlich nie sein.
Toilettenschüssel "Vindobona" im Wiener Sanitärmuseum (wo ich für einen Beitrag in den AKMB-News problemlos photographieren durfte). Photo: Monika Bargmann, Flickr, CC-BY-SA
Ich selber ärgere mich in Museen dann, wenn Photographieren von eindeutig urheberrechtsfreien Werken ohne Blitz verboten ist, aber keine einfache Möglichkeit geboten wird, z.B. eine Postkarte, ein Photo oder einen Ausdruck davon zu erwerben. Mancherorts wird ja eine kostenpflichtige Lizenz zum Photographieren angeboten, wie ich im Urlaub in Görlitz gesehen habe - das finde ich auch ok, so dicke haben es ja die meisten Museen oder Kirchen nicht.
lokalkompass.de berichtet darüber, dass der Leiter der Halterner Stadtbücherei, Bernhard Köster, in den Ruhestand geht (Artikel ohne Datum, Hinweis von Google Alert). Zum Thema Berufsbild findet Köster dabei folgende Worte:
Legen Sie die Bibel einem Theologen, einem Philologen, einem Historiker und einem Bibliothekar vor. Der Theologe sucht in dem Buch die göttliche Wahrheit, der Philologe untersucht die Sprache und den literarischen Gehalt und der Historiker sucht nach geschichtlichen Wahrheiten. Der Bibliothekar aber untersucht Merkmale wie Papier, Druck, Handschrift, und Illustrationen. Das ist eine Wissenschaft für sich.
Jo Henry, Joe Eshleman, and Richard Moniz "are in the process of writing a book for ALA Editions that will explore a variety of concerns regarding civility and professionalism (or lack thereof) in the library workplace". They "would like your help assessing the needs and concerns of librarians in this regard. The survey will only take a few minutes to complete". Link to survey.
//We're looking for scholars to write reviews (1000(+/-) words) of books and films for publication in Feminist collections: A quarterly of women's studies resources. Feminist collections is a resource review journal published by the Office of the Gender & Women's Studies Librarian for the University of Wisconsin System. It features book, film, and other reviews written primarily by faculty, graduate students, librarians, and others in the field of gender & women's studies.
Our reviewers, who are not paid for their contributions, are individually selected based on such factors as area of specialty and academic background, demonstrated interest in a particular topic, and quality of previous writing. Prospective reviewers often supply us with a CV. We are most likely to select reviewers who have background/expertise related to the topics of the resources being reviewed, and who have thoroughly familiarized themselves with our journal.
Back issues of Feminist Collections are archived and free to browse at https://minds.wisconsin.edu/handle/1793/254.
All reviews are edited before publication, but reviewers have the opportunity to approve editing and make final changes. Book reviewers in most cases may keep the books reviewed. All reviewers receive two copies of the printed issue in which their review appears. Reviewers must assign copyright to us, but may freely use their own contributions elsewhere after publication in FC.
Please see the attached list of titles currently in hand in our office. Email JoAnne Lehman, senior editor (joanne.lehman@wisc.edu), about your interest and availability, listing the specific title(s) you would like to review and supplying information about your qualifications for reviewing in this area.//
Source: eMail by Karla J. Strand to feminist task force list. Can't publish the list here, so please ask the senior editor or subscribe to the list and read yourself ;-)
Die neue Ausgabe der "Büchereiperspektiven", diesmal mit dem Schwerpunkt "Ausgezeichnet! Neue österreichische Literatur", ist erschienen. Mit dabei wieder meine Kolumne "Die Bibliothek vor ... Jahren" - diesmal zum Thema Bildschirmtext. Ein Thema, das ich gerne in einem längeren Artikel aufarbeiten würde, vor allem als Vergleich der Erwartungen an das neue Medium Bildschirmtext und das neue Medium Internet/Web.
//Das Programm des 1. Informationskompetenz-Tags von 16. bis 17. 2. 2017 in Innsbruck ist nun auf der Tagungswebsite https://www.uibk.ac.at/ulb/informationskompetenz/ veröffentlicht. Wir freuen uns auf interessante Beiträge und Diskussionen.
Der Informationskompetenz-Tag wird von der Kommission Informationskompetenz der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie der Kommission Informationskompetenz des Deutschen Bibliotheksverbands und des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare veranstaltet. Er bietet Expertinnen und Experten aus Bibliotheken eine Plattform, um neue, innovative und kontroverse Ideen, Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Informationskompetenz zu präsentieren und zu diskutieren.
Die Tagung möchte den Austausch fördern und besteht neben Keynotes und Vorträgen vor allem aus Workshops und einer Unkonferenz. In der Unkonferenz können Sie sich noch über weitere Themen austauschen: Sie können Ideen und Inhalte einbringen, die Sie interessant finden und teilen möchten, aber auch Inhalte vorschlagen, für die Sie Hilfe bei der Umsetzung brauchen bzw. für die Sie eine Lösung suchen. Die Teilnehmenden entscheiden dann vor Ort, welche Sessions sie besuchen.//
Quelle: Mail von Michaela Zemanek und Fabian Franke an voeb-l
Auf der Seite beichthaus.com kann man "Sünden" beichten und die anderer lesen und kommentieren. Da gibt es tatsächlich auch Erlebnisse in Bibliotheken, wie in dieser Beichte, die wie einem Roman entsprungen wirkt:
"Heute ist was ganz Cooles passiert - ich habe mich etwas mit unserer Bibliothekarin unterhalten und danach ging es in der Toilette direkt weiter und das alles noch obwohl ich eine Freundin hab".
"Menschen, die TV-Serien schauen, haben Smalltalk-Munition. Romanleser nicht. Warum man sich mit einem Buch sehr einsam fühlen kann", beschreibt Hannes Vollmuth in der "Süddeutschen" vom 21. Juli 2016.
Vorbemerkung: gerade in Blogger bei den Entwürfen gefunden - die Angabe "vor ein paar Tagen" sollte also "vor zweieinhalb Jahren" heißen ;-) Ist aber immer noch aktuell.
Vor ein paar Tagen hatten wir unser zwanzigjähriges Maturajubiläum und besuchten unser altes Gymnasium, das sich baulich in der Zwischenzeit doch ziemlich verbessert hat. Dabei hatte ich mit einer Schulfreundin eine Meinungsverschiedenheit (in den Medien wird mit dem Begriff meistens der Ausgangspunkt für eine Wirtshausschlägerei bezeichnet, aber ich meine tatsächlich einfach die sachliche Feststellung, unterschiedlicher Meinung zu sein).
Ich hab eigentlich nichts gegen Sponsoring. Ich finde es gut, wenn Unternehmen etwas für die Gesellschaft tun. Ich habe zum Beispiel überhaupt nichts dagegen, dass die "Stopp! Falsch"-Schilder auf den Autobahnauffahrten hinten Werbung drauf haben. Ich verspüre aber ein gewisses Unbehagen, wenn sich eine Schule mit einem sportwissenschaftlichen Zweig eine Sporteinrichtung nur dank privater Sponsoren finanzieren kann (allerdings dürfte das eh ein "Luxusproblem" sein, wenn man liest, dass sich in manchen Schulen die SchülerInnen das Klopapier selber mitbringen müssen). Und mir gefällt nicht, wenn außen das Logo des Hauptsponsors größer ist als der Name der Schule. Was meint Ihr?
Am 16. November feiern wir "10 Jahre Wienbibliothek" (plus die 150 Jahre Stadtbibliothek bzw. Stadt- und Landesbibliothek davor) ;-) ich bin seit Februar 2008 dabei.
"Wunschtraum aller Bibliotheken. Das Dorado aller Materialsuchenden". (Hans Weigel)
2006 feierte die Wienbibliothek im Rathaus ihr 150-jähriges Bestehen – ein Jubiläum, das gleichzeitig zum Startschuss einer ganzen Reihe von Innovationen werden sollte. Mit einem Buch bietet die Wienbibliothek einen Einblick in die zahlreichen Projekte und Neuerungen der vergangenen 10 Jahre: den Bau und Bezug neuer Depots ebenso wie den Aufbau der digitalen Sammlungen und das Schaffen eines Online-Wien-Lexikons in Form des Wien Geschichte Wikis. Mehr als 40 Buchpublikationen brachte die Bibliothek heraus, rund 470 Veranstaltungen und 53 Ausstellungen zogen ein breites Publikum ins Rathaus.
Im Mittelpunkt aber steht, was die Wienbibliothek zum "Dorado aller Materialsuchenden" macht: die Sammlung, die mit spannenden, kostbaren und überraschenden Erwerbungen so vielfältig erweitert werden konnte und eine Fülle von Forschungsfeldern an der Wienbibliothek ermöglicht, aber auch allen Wienerinnen und Wienern Stolz auf ihr "kulturelles Gedächtnis" und Freude an diesem "Goldland" vermitteln soll.
Ort und Zeit
16. November 2016, 19 Uhr
Lesesaal der Wienbibliothek
Rathaus, Eingang Felderstraße, Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien
Programm
Begrüßung: Andreas Mailath-Pokorny, Amtsführender Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport
Zum Jubiläumsband: Sylvia Mattl-Wurm, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus
Von außen gesehen: Ulrich Hagenah, Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg
Meine zweite Kolumne in den Büchereiperspektiven zum Thema "Die Bibliothek vor ... Jahren" - dieses Mal geht es um Er-/Beleuchtung ;-)
5. Juli 1916
Liebes Tagebuch, heute war ein aufregender Tag in der Bibliothek. Wir haben in allen Arbeitsräumen und im Lesesaal elektrisches Licht bekommen, sogar im Magazin! Unsere Kollegen, vor allem die Herren Professoren, haben ja schon oft die mangelnde Helligkeit beklagt. Die Petroleumlampen in unseren Bureaus, die mir immer schon ungeheuerlich vorkamen, waren bei den vielen Büchern einfach zu gefährlich. Kollegen aus anderen Bibliotheken, die mit der Gasbeleuchtung Erfahrung gewonnen haben, äußerten sich dahingehend, dass sie die Luft verderbe. Einige unserer Custoden sind geradezu enerviert – sie fürchten, dass durch die neue Beleuchtung unsere Betriebszeiten stark erweitert werden, wir aber nicht mehr Personal bekommen. Ich bin aber froh, dass unsere Vorgesetzten diesen Schritt in die Zukunft gewagt haben.
2. September 1966
Liebes Tagebuch, heute habe ich wieder meine alte Bibliothek besucht. Ich bin ja schon seit ein paar Jahren in Pension, aber ich schaue immer noch gerne vorbei und fachsimple ein bisschen mit den Jungen. Heute habe ich deutlich gemerkt, dass ich doch schon vom alten Schlag bin. Im Lesesaal gibt es nämlich etwas Neues: Leuchtstoffröhren. Meine Kollegen sind ganz begeistert, sie seien so modern und ein schlichter Kontrapunkt zur üppigen Einrichtung, aber ich finde die neue Beleuchtung mit einem Wort: scheußlich. Der historische Raum wird in seiner Wirkung auf die Menschen ganz verdorben.
Liebes Tagebuch, was die Medizin doch für Fortschritte macht. Dass ich mit 150 Jahren noch die Geschehnisse in meinem Alltag aufzeichnen kann, hätte ich mir in meiner Jugend nie träumen lassen. Und schon gar nicht, dass ich dazu nicht Tinte und Papier brauche, sondern einfach einer kleinen Brosche an meinem Kragen diktiere... Die automatische Textanalyse hat ergeben, dass ich schon mehrmals über die Lichtverhältnisse in meiner Bibliothek geschrieben habe. So will ich es auch heute halten: Unsere Regierung hat mit den SomniluxianerInnen eine interstellare Vereinbarung getroffen. Diese haben kürzlich bei der Erdregierung um dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung angesucht. Sie schlafen 18 Stunden pro Tag und geben dabei Licht ab. Deswegen wurden ihnen Quartiere in allen öffentlichen Gebäuden angewiesen. Wie nannte man das in den 2010er Jahren? "Win-Win-Situation". Wenn im Lesesaal diese flauschigen Wesen herumschweben, ist das durchaus gewöhnungsbedürftig, das muss ich ehrlich zugeben. Die Frequenz des Lichtes ist aber äußerst angenehm und konzentrationsfördernd.
Ich konnte kein Buch sehen, ohne mich dessen zu bemächtigen. Mein Geburtstag erschien mir fade, wenn er mir keine Bücher brachte. Hatte ich die erhalten, so saß ich den ganzen Tag und las und vergaß die wirkliche Welt über die der Phantasie. Meine Leidenschaft für das Lesen verleitete mich sogar, heimlich Bücher aus der Bibliothek meiner Mutter zu nehmen. Glücklicherweise fand ich nur solche, die mir nicht schaden konnten, aber die Tatsache beunruhigte mein Gewissen sehr, und ich beschloß, ernstlich gegen die Versuchung anzukämpfen. Doch trug die Leidenschaft noch öfter den Sieg davon in diesem Kampf. Endlich blieb ich Siegerin. Es war mein erstes Begegnen mit der Schlange, meine erste Handlung als Tochter Evas; aber es war auch mein erster ernster Sieg.
Übrigens ein wirklich tolles Buch, in dem Mädchen- und Frauenbildung, Selbständigkeit von Frauen, die Revolution von 1848, Kirchen- und Religionskritik, familiäre Zwänge, Geschlechterverhältnisse, tief empfundene Liebe und vieles mehr eine Rolle spielen.
(*) Ich kann mir diesen Namen einfach nicht und nicht merken - einmal sag ich Mathilde, einmal Malwine ;-)
Die Kommission Informationskompetenz des Deutschen Bibliotheksverbands und des Vereins Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare und die Kommission Informationskompetenz der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare laden ein zum 1. Informationskompetenz-Tag Deutschland/Österreich am 16. und 17. Februar 2017 in Innsbruck an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.
Der Informationskompetenz-Tag bietet Expertinnen und Experten aus Bibliotheken eine Plattform, um neue, innovative und kontroverse Ideen, Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Informationskompetenz zu präsentieren und zu diskutieren. Mögliche Themen sind z. B. der Einsatz von E-Learning, Assessment-Verfahren, innovative didaktische Methoden oder organisatorische und konzeptionelle Rahmenbedingungen. Im Mittelpunkt steht der Austausch, daher besteht die Tagung neben Keynotes und Vorträgen vor allem aus Workshops und einer Unkonferenz. Wir freuen uns auf Ihre aktive Teilnahme - bitte merken Sie den Termin vor. Die Website des Informationskompetenz-Tags finden Sie hier: www.uibk.ac.at/ulb/informationskompetenz.
Die Kommissionen bitten um Einreichungen für Workshops oder Vorträge.
Workshops: In Workshops werden in 90 oder 180 Minuten aktuelle Themen in kleineren Gruppen diskutiert und vertieft bearbeitet. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag mit Titel des Workshops, Name und Kurzbiografie der Moderatorinnen bzw. Moderatoren und Abstract (max. 2.000 Zeichen) bis zum 09.11.2016 an Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at. Bitte geben Sie zusätzlich Zielgruppe, Zeitbedarf, Gruppengröße und die benötigte technische Ausstattung an.
Vorträge: Vorträge stellen aktuelle Themen in 20 Minuten kurz vor. Daran schließt sich eine Diskussionsrunde an. Bitte senden Sie Ihren Vorschlag mit Titel des Vortrags, Namen und Kurzbiographie des/der Vortragenden und Abstract (max. 2.000 Zeichen) bis zum 09.11.2016 an Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at.
Unkonferenz: Bitte bereiten Sie Themenvorschläge für eine Session vor. Sie können zu Themen, die Sie interessieren, Informationen anbieten, oder Inhalte vorschlagen, für die Sie Hilfe bei der Umsetzung bzw. eine Lösung suchen. Die Teilnehmenden entscheiden, welche Sessions sie besuchen. Für weitere Auskünfte können Sie sich gerne an Michaela Zemanek oder Fabian Franke wenden: Informationskompetenz-ULB@uibk.ac.at.
Was für ein tolles Werk! Ein Glück, dass ich gerade Twitter aufgedreht hatte, sonst wäre meine Wunschliste um ein Buch ärmer! Die englischsprachige Wikipedia schreibt dazu:
The Dictionary of Imaginary Places (1980, 1987, 1999) is a book written by Alberto Manguel and Gianni Guadalupi. It takes the form of a catalogue of fantasy lands, islands, cities, and other locations from world literature—"a Baedecker or traveller's guide...a nineteenth-century gazetteer" for mental travelling.
Und was ich bei der Suche nach dem Buch auch gleich entdeckt habe: "The Book of Legendary Lands" von Umberto Eco. Aus der Beschreibung:
A fascinating illustrated tour of the fabled places in literature and folklore that have awed, troubled, and eluded us through the ages. From the epic poets of antiquity to contemporary writers of science fiction, from the authors of the Holy Scriptures to modern raconteurs of fairy tales, writers and storytellers through the ages have invented imaginary and mythical lands, projecting onto them all of our human dreams, ideals, and fear.
Und dann fehlt noch der "Micro nations"-Führer von Lonely Planet:
a fully illustrated, humorous mock-guidebook to the nations people create in their own backyards ;-)
Vor kurzem habe ich den britischen Autor Robert Barnard für mich entdeckt. Ich lese ja sehr gerne Krimis, vor allem wenn sie mit Bibliotheks- oder Verlagswesen zu tun haben. Und so bin ich irgendwie über das Buch "Death in purple prose" (in der US-Ausgabe, die ich gelesen habe, "The cherry blossom corpse" benannt) aus dem Jahr 1987 gestolpert. Dieser Roman spielt auf einer Konferenz von LiebesromanschreiberInnen in Norwegen und ist sehr treffend in seiner Darstellung der Szene und unglaublich pointiert und auf seine Weise amüsant.
Als zweites Buch mit Literaturbezug habe ich "The missing Brontë" (1983) gelesen. Hier lernen der Ermittler, Superintendent Perry Trethowan, und seine Frau Jan zufällig in einem Pub eine ältere Dame kennen, die ihnen erzählt, dass sie im Nachlass einer Freundin ein Manuskript gefunden hat, das ein unbekanntes Werk einer Brontë-Schwester sein könnte. Mehr verrate ich dazu nicht. Nur so viel: Es kommen auch einige BibliothekarInnen und HandschriftensammlerInnen vor, und da möchte ich einige Zitate bringen:
"The librarian here's nothing but a sexy dwarf. He's only interested in grabbing his girls behind the desk. He wouldn't know a Brontë manuscript from a ship's log".
"The young ladies [in der Bibliothek] were rather drear pieces of respectability".
"Tetterfield. A stark raving librarian in a profession that tends towards the drab".
Im Moment lese ich schon das vierte Buch in Folge. Der "Guardian" schreibt in seinem Nachruf auf Barnard vom 25. September 2013: "He regularly described his detective stories as 'deliberately old-fashioned' yet they were often vehicles for sharp social satire, resulting in high social comedy. Among his favourite targets were the church, television soap operas, the class system, academic rivalries and politics and politicians". Außerdem gibt es immer wieder Formulierungen, die ich mir unbedingt merken möchte ;-)
Guten Abend, es ist der 4. April 2116, und hier spricht Robo-Mod BibX6FY, Ihre automatische Moderatorin am Spartensender "Bibliotheken einst und jetzt". Wie immer werden unsere Sendungen direkt in Ihren Gehirnchip übertragen - danke, dass Sie an uns denken! Heute beschäftigen wir uns mit dem Bibliothekspersonal - Sie sich vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der der bibliothekarische Beruf Frauen nicht offenstand? Ja, Sie haben richtig gehört.
Fragen wir doch jemanden, der es genau wissen muss. Wir sind über unsere Zeitleitung direkt mit Bibliotheksdirektor Hans Müller im Jahr 1916 verbunden.
BibX6FY: Herr Müller, gehen wir in medias res: Wie hoch ist denn der Anteil an Bibliotheksdirektorinnen in Ihrer Zeit? Müller (lacht): Direktorinnen? So weit wollen wir doch nicht gehen. Es gibt in den Bibliotheken aber eine Fülle von Arbeit, für die das weibliche Personal sich gut eignet: bei den Zugangsverzeichnissen, im Signierdienst, in der Ausgabe, beim Kollationieren antiquarischer Erwerbungen, beim Verzetteln etwa deutscher, englischer Schriften, überall ist es unter einigermaßen verständiger Leitung gut verwendbar. B1126FY: Ich verstehe nicht ganz — Sie unterscheiden bei der Postenvergabe nach Geschlecht? Müller: Natürlich! Was denken Sie denn? Ich möchte besonders die Verwendbarkeit da Frauen für den mittleren Dienst hervorheben und zugleich betonen, dass Damen auch in pekuniärer Beziehung viel leichter zufrieden gestellt werden können als männliche Arbeitskräfte; desgleichen sind ihre Kenntnisse auf dem Gebiete der modernen Sprachen und Literatur wie auch ihr Taktgefühl im Verkehr mit dem Publikum ein nicht geringer Vorzug. Gerade für den Dienst an den kleineren Bibliotheken mit beschränkter Selbstständiglceit sind in erster Linie Frauen berufen, die ihre Lebensarbeit ausschließlich dem bibliothekarischen Berufe widmen und nicht allzu hohe Gehaltsansprüche stellen. BibX6FY: Und die Frauen des 20. Jahrhun-derts beschweren sich nicht über diese Ungleichbehandlung?
Müller: Wenn Sie so fragen — die armen Damen klagen Stein und Bein über die jämmerliche Besoldung. BibX6FY: Sie lobten den Umgang mit den Benutzerinnen und Benutzern... Müller: Der Verkehr mit den entleihenden Studenten ist entfernt von etwa zu vermutenden Auswüchsen galanter Art.
BibX6FY: Herr Direldor, herzlichen Dank für diese Einblicke in die Vergangenheit, die uns nachdenklich zurücklassen.
Anmerkung: Die Antworten basieren auf Zitaten verschiedener Autoren aus der deutschen Bibliothekszeitschrift "Centralblatt für Bibliothekswesen" um 1900.
Das Themenheft "Gender & Diversity" ist als Ausgabe 2 (2016) der VÖB-Mitteilungen erschienen. Hier mein Editorial mit einer Übersicht über alle Beiträge.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
"[u]m Inklusion zu fördern und Diskriminierung zu beseitigen, setzen sich Bibliothekarinnen und andere im Informationssektor Beschäftigte dafür ein, dass das Recht auf Zugang zu Informationen nicht verweigert wird und dass identische Dienstleistungen für jeden zugänglich sind – unabhängig von Alter, Staatsangehörigkeit, politischer Überzeugung, körperlichem oder geistigem Vermögen, Geschlechtsidentität, Kulturzugehörigkeit, Bildung, Einkommen, Einwanderungs- oder Asylantragsstatus, Familienstand, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder sexueller Orientierung. Bibliothekarinnen und andere im Informationssektor Beschäftigte respektieren die sprachlichen Minderheiten eines Landes und ihr Recht auf Zugang zu Informationen in der eigenen Sprache. […] Bibliothekarinnen und andere im Informationssektor Beschäftigte lehnen Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund von Alter, Staatsangehörigkeit, politischer Überzeugung, physischem oder geistigem Vermögen, Geschlecht, Familienstand, Herkunft,
ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder sexueller Orientierung ab".
Margit Hauser und Marius Zierold stellen den "Meta-Katalog des I.D.A.-Dachverbandes" vor. Diese neue zentrale Datenbank auf Basis von VuFind ermöglicht einen Einblick in die Bestände von dreißig FrauenLesben-Informationseinrichtungen im deutschen Sprachraum.
Katelyn Browne präsentiert das "Women of library history project", in dem die Feminist Task Force der American Library Association bedeutende, berühmte und zu Unrecht vergessene Bibliotheksmitarbeiterinnen ins Rampenlicht rückt.
Abgerundet wird der Schwerpunkt durch einen Bericht über die Präsentation von "biografiA: Lexikon österreichischer Frauen", der auch die Reden von Edith Stumpf-Fischer, Waltraud Heindl und Ilse Korotin über das Zustandekommen und die Bedeutung dieses Werkes für die feministische Geschichtsschreibung in Österreich beinhaltet.
Auch außerhalb des Themenschwerpunkts haben wir spannende Beiträge in diesem Heft: Johanna Felsner, David Fließer, Valentino Massoglio, Livia Neutsch und Anna Spitta berichten über eine Vorstudie zur "Erschließung der Exilbibliothek" von Charlotte und Karl Bühler, die 2014 an die Universität Wien kam.
Wie wirkt sich der Klimawandel in Städten aus? Wie ändert sich das Mobilitätsverhalten im urbanen Bereich? Und wo kann auf Bezirks- und Stadtebene angesetzt werden? Lernen Sie dazu mehr beim Urbanen Klimaschutzlehrgang!
Ort und Zeit
Do/ Fr 3./ 4.November, 8-17:30 Uhr
Do/ Fr 24./25. November, 8-17:30 Uhr
Mo 12. Dezember, 16-18:30 Uhr
1010 Wien, Stubenbastei 5, Festsaal des BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Inhalte
Die Inhalte des Lehrgangs beleuchten verstärkt die städtischen Gegebenheiten und Besonderheiten in den Bereichen:
Klimawandel allgemein & globaler Klimaschutz
Urbanes Grün
Ökologisch, soziale Beschaffung und Events
Mobilität
Urbane Siedlungsentwicklung und Energie
Öffentlichkeitsarbeit & Beteiligungsprozesse
Förderungen
Erarbeitung einer eigenen praktischen Projektarbeit
Fotos: Klimabündnis Österreich / Grüne Bildungswerkstatt
Ziele
Ziel dieses Lehrgangs ist die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen in den Bereichen Klimawandel und Klimaschutz mit besonderem Augenmerk auf den urbanen Raum. Renommierte ExpertInnen präsentieren wissenschaftliche Grundlagen zum Thema Klimaschutz. Die Handlungsmöglichkeiten im urbanen Klimaschutz werden im Zuge von Exkursionen und abwechselnden Diskussionsformaten vermittelt. Außerdem steht die Förderung der Motivation und Kreativität der TeilnehmerInnen zur Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzprojekten, -aktivitäten und -maßnahmen im Vordergrund.
Kosten und Förderungen
inkl. Materialien + Kaffeepausen
€ 780,- für Klimabündnis-Gemeinden und Bezirke
€ 880,- (inkl. Ust.) für alle anderen
verschiedene Förderungen je nach Bundesland/Gemeinde möglich.
In den letzten Wochen und Monaten war ich immer wieder mit dem Themenheft "Gender & Diversity" beschäftigt, das als Ausgabe 2 (2016) der VÖB-Mitteilungen erschien. Juhu, nun ist es endlich online! :-D Alle Beiträge abzurufen unter: https://ojs.univie.ac.at/index.php/voebm/issue/view/168. Danke an alle Autor_innen und Reviewer_innen für ihre Mitarbeit und an unseren Layouter Andi Ferus für seine große Unterstützung.
18.00 Uhr Eröffnung: Edith Bernhofer, Tomas Friedmann, Robert Huez. Präsentation der Anthologie "Zwischen Schreiben und Lesen"
Podiumsgespräch "Welche Literatur in welcher Gesellschaft?" mit Sandra Csillag, György Dalos, Walter Grond, Margit Schreiner, Jochen Jung, moderiert von Kristina Pfoser
Freitag, 30. September 2016
9.15 Uhr: Begrüßung und Moderation: Ulrike Längle, Regina Pintar
9.30 Uhr: Kulturpolitik, Literaturförderung - mit Daniel Terkl, Michael Wimmer, moderiert von Manfred Müller
10.30 Uhr Literaturvermittlung - mit Manfred Müller, Stephan Porombka, Gesa Schneider, moderiert von Tomas Friedmann
12.00 Uhr Jugend, Bildung, Schule - mit Karin Haller, Andrea Karimé, Erwin Krottenthaler, moderiert von Gabriele Stöger
Moderation: Peter Fuschelberger, Barbara Mayer
14.30 Uhr Medien - mit Peter Klein, Michael Pilz, Brigitte Schwens-Harrant, moderiert von Klaus Kastberger
15.30 Uhr Publikum, Rezeption - mit Volker Kirchberg, Doris Moser, Katharina Perschak, Regina Pintar, moderiert von Ursula Ebel
17.00 Uhr Zusammenfassung, Publikumsreaktionen mit Markus Köhle und Mieze Medusa
Podiumsgespräch "Literatur im Umbruch / Aufbrüche" mit Bundesminister Thomas Drozda (angefragt), Klaus Kastberger, Doris Moser, Gerhard Ruiss, Margit Schreiner, Daniela Strigl, Michael Wimmer, moderiert von Kristina Pfoser
VeranstalterInnen
mitSprache 2016 veranstaltet von: Literaturhaus Mattersburg, Robert Musil-Institut/Musilhaus Klagenfurt, OÖ. Literaturhaus im StifterHaus Linz, Literaturhaus Salzburg, Literaturhaus Graz, Literaturhaus am Inn, Innsbruck, Franz-Michael-Felder-Archiv, Bregenz, Alte Schmiede, Wien, Literaturhaus Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Wien.
Ich habe hierblogs schon einmal darüber geschrieben, dass wir derzeit daran arbeiten, das Amtsblatt der Stadt Wien in unsere Digitale Bibliothek zu bringen. Dafür müssen die Digitalisate mit VLM Visual Library strukturiert werden. Ich habe dabei viele Artikel und Bilder abgespeichert. Manchmal sind es die kleinen Notizen, die mir ins Auge gestochen sind. Am 1. September 1948 erschien zum Beispiel dieser Beitrag, der mich sehr berührt hat:
Ein Erholungsheim für Naziopfer
In der Nähe der bekannten Lungenheilstätte Grimmenstein, in Hochegg, befindet sich in landschaftlich schöner und ruhiger Umgebung ein Erholungsheim, das die Stadt Wien von der "Volkssolidarität" übernommen hat. Das Heim, das im Krieg ein Luftwaffenlazarett gewesen ist, beherbergt gegenwärtig rund 70 Männer und Frauen, die lange Zeit im KZ waren und in 850 Meter Höhe bei zureichender Verpflegung die Folgen ihrer schweren Haftzeit überwinden sollen. Die Pfleglinge in Hochegg, die durch den Magistrat ausgewählt werden, erhalten die Verpflegung eines Schwerarbeiters und bekommen außerdem täglich Vollmilch. So sind bei einem dreiwöchigen Kuraufenthalt durchschnittlich Gewichtszunahmen von 5 kg zu verzeichnen.
Bürgermeister Dr. h.c. Körner und Vizebürgermeister Honay besuchten vor kurzem das Heim, um sich über seine Führung und das Wohlbefinden seiner Gäste zu informieren.
Recording of a webinar entitled "Gender Inclusivity in Special Libraries" presented by Travis Wagner, a PhD student in Library and Information Science at the University of South Carolina, sponsored by the South Carolina chapter of the Special Libraries Association (SLA)
In der Zeitschrift "Cultural Anthropology" ist der interessante Artikel "Why Don't Students Read?" von Angela Jenks erschienen. Wie geht man damit um, wenn Studierende nie die vorgegebene Literatur, die im Präsenzunterricht diskutiert werden sollte, gelesen haben? Viele der genannten Ursachen kenne ich selber - als Studentin sowieso, aber auch als Vortragende an einer Fachhochschule, wo meine KollegInnen mich bei einem Vernetzungstreffen ganz überrascht angeschaut haben, als ich vorgeschlagen habe, unsere Abgabetermine untereinander abzusprechen, damit die berufsbegleitend Studierenden nicht am selben Tag drei Aufgaben abgeben und einem Onlinevortrag lauschen müssen...
Academic journal articles and monographs are not the only sources of anthropological insights and, frankly, they are not always well written. Can your goals be achieved by assigning news stories, op-ed pieces, memoirs, fiction, or poetry? What about multimedia resources (podcasts, videos, Storify stories, etc.)?
Es spricht sicher einiges dafür, AUCH solche Quellen einzubeziehen - auch um zu zeigen, welche Rolle die Kultur- und Sozialanthropologie (oder jede andere Wissenschaft) im Alltag spielt. Aber ausschließlich, um die Studierenden nicht zu überfordern? Holt sie das nicht spätestens bei der Abschlussarbeit ein oder akzeptieren wir dann wieder eine Arbeit, die nur auf Zeitungsartikeln beruht? Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur erst postgradual? - Was meint Ihr dazu?
Ich habe gerade eine Rezension aus dem Jahr 2011 wiedergefunden und stelle sie hier ins Blog - das Buch ist auch fünf Jahre später immer noch lesenswert :-)
"The omnivore's dilemma" (Das Allesfresser-Dilemma) von Michael Pollan ist sicher eines der augenöffnendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe, und das, obwohl er etwas ganz Einfaches beschreibt, nämlich vier Mahlzeiten. Aber er lässt es sich nicht einfach schmecken, sondern macht sich auf, herauszufinden, wo das Essen auf seinem Teller eigentlich herkommt. Die erste Mahlzeit ist ein industriell gefertigtes Fast-Food-Menü. Die Lebensmittel für Essen Nummer 2 und 3 stammen aus biologischer Landwirtschaft – einmal aus dem Biosupermarkt und einmal direkt von kleineren Bauernhöfen. Für Mahlzeit Nummer 4 verwendet Pollan nur Zutaten, die er höchstpersönlich erlegt, gesammelt oder angebaut hat.
Beeindruckend plastisch und lebendig wird der Zusammenhang gezeigt von Agrarpolitik, industrieller Tierhaltung, industriellen "Lebens"-Mitteln, Bodenausbeutung und dem Erdöl, das wir alle – indirekt und zum Großteil wohl unbewusst – für unsere tägliche Nahrung verbrauchen. Pollan gelingt es dabei, die Leserinnen und Leser auf seine Erkenntnisreise mitzunehmen, ohne sie dabei mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren. Und – es ist nicht zuletzt einfach spannend geschrieben.
Ein Satz, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist: "'You are what you eat' is a truism hard to argue with, and yet it is, as a visit to a feedlot suggests, incomplete, for you are also what what you eat eats, too" – "Die Binsenweisheit 'Du bist, was Du isst' trifft es nicht ganz, denn Du bist auch, was das, was Du isst, isst" (S. 86).
Die Millionen Toten des Holocaust übersteigen mein geistiges Fassungsvermögen, das kann ich mir gar nicht wirklich vorstellen. Die Schikanen, Grauslichkeiten und Unmenschlichkeit im Alltag, wie in dem folgenden Beispiel aus Berlin dargestellt, schon eher.
Eine Zeitlang durfte er [der Theaterwissenschaftler Max Herrmann, Anm.] noch die Universitätsbibliothek nutzen, dann nur die Staatsbibliothek [...] Von ihr [seiner Schülerin und Assistentin Ruth Mövius, Anm.] wissen wir, daß Max Herrmann den Lesesaal nicht mehr betreten durfte, aber "- eine Sondervergünstigung - noch Bücher ausleihen". [...] Max Herrmann durfte, nachdem ihm auch das Mitnehmen von Büchern verboten worden war, in der Ausleihe einige Bücher einsehen. Am Stehpult. Ruth Mövius, oft an seiner Seite, hat den Weg des mittlerweile halbblinden Gelehrten in die Staatsbibliothek beschrieben, den Fußweg, denn er durfte als Jude keine Verkehrsmittel benutzen. Er ging von der Eislebener Straße 9, wo die Familie zuletzt wohnte, nicht abkürzend durch den Tiergarten, denn Juden durften keine Grünanlagen betreten, sondern auf Umwegen nach Unter den Linden. Ausruhen kam nicht in Frage, weil Träger des gelben Sterns sich nicht auf eine Bank setzen durften. "Und so kam er", berichtet Ruth Mövius, "nach mehr als zweistündigem Weg völlig erschöpft in der Ausleihe an. Ich sehe ihn noch, tief aufatmend, in eines der Ledersofas sinken - wenige Sekunden später kam ein Beamter der Ausleihe auf ihn zu und erklärte dem Fünfundsiebzigjährigen, er möchte aufstehen, als Jude habe er nicht das Recht, irgendwo im Haus der Staatsbibliothek zu sitzen".
Zitat aus: Heinz Knobloch: Der Max-Herrmann-Preis - Erinnerung an einen großen Gelehrten. In: "Biete Weisheit, suche Freunde!" Die Neugründung des Vereins der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin. Berlin 1999 (Veröffentlichungen der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin, 1), S. 22-23
Otmar Lahodynsky berichtet im neuen "profil" unter dem Titel "Aufgedeckt: Der Spion in der SPÖ-Zentrale" von einem Mann, der in der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße arbeitete - neben seiner eigentlichen Tätigkeit als Bibliothekar fungierte er bis 1988 als Spion für die Geheimdienste Ungarns und der Tschechoslowakei. Der ungarische Historiker Lajos Gecsényi hatte das bei seiner Arbeit im Historischen Archiv des ungarischen Nachrichtendienstes aufgedeckt.
Besonders interessant fand ich, wie ihn seine Kollegen und Vorgesetzten beschrieben, nämlich ein bissi als wandelndes bibliothekarisches Klischee:
"fiel nur durch Freundlichkeit auf"
"unauffälliger Mensch, der immer freundlich grüßte"
"sehr belesen und ein wandelndes Lexikon"
"[hauste] alleine in einer mit Büchern zugeräumten Gemeindewohnung"
"sein ganzes Interesse galt seinen Büchern und leider auch dem Alkohol".
// Medical librarians have developed a large and complex repertoire of methods in the context of EBM. While some large medical libraries provide extensive training and mentoring for newcomers to the profession, other colleagues find it hard to acquire the specialist knowledge they need for their job. So, is there a need for a postgrad programme in 'Medical Librarianship'? If so, what should that include? And how could it be delivered - by distance learning? Or with some residential modules? The Bern conference will have presentations around this issue, then enter into a panel discussion which will also allow the audience to voice their thoughts and ideas. We’ll follow up with an on-line survey, and a themed issue of the Journal of EAHIL in December.
Other topics of the conference include the Swiss national license to the Cochrane Library, systematic searching, and new developments in Open Science. There is also a small exhibition with stalls of the major publishers.
The conference takes place at Bern university on Sep. 9th. For details and to register, please see http://www.samw.ch/de/Aktuell/Agenda.html?p=00. There is no registration fee; coffee/tea and lunch are provided. //
Me: I have so much to get done - I need to write a paper and a review, finally decide on the archives' tectonics, clean up the house, weed the garden, make chutney out of the tomatoes - but no time to do it.
Friend: You played FarmVille two hours today, read the newspaper, and watched TV.
Von 7. bis 9. September findet an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München die Tagung "Bilderwelten erschließen. 30 Jahre 'Katalog der deutschsprachigen illustrierten Handschriften des Mittelalters'" statt.
Literarische Stoffe (im Französischen: matières) können im Mittelalter nicht nur durch ihre Verarbeitung im Text, sondern auch durch ihre Illustration und Übertragung in die Volkssprache neu interpretiert und aufgefasst werden. Bei der Deutung von Texttraditionen spiegeln sich unter anderem aktuelles Wissen, moralische Auslegungen, neueste Reflexionen oder sogar Umdeutungen wider. Dieser Text- und Bilderschließung von literarischen Traditionen im deutschsprachigen Raum sollen sich Vortragende bei der Jubiläumstagung des KdiH widmen. Dabei können langfristig wirkende, ikonographische und literarische Traditionen oder kurzfristig auftauchende Einzelphänomene oder Experimente Gegenstand sein. Die Übertragung von Bildern und deutschsprachigen Texten in den frühen Buchdruck kann ebenso betrachtet werden wie mittelalterliche Text-Bild-Kombinationen, die über das Medium der Handschrift hinaus auf andere Objekte oder Medien verweisen (Kleinplastiken, Kleidung, Wandmalerei, Einblattholzschnitte etc.). Ausgangspunkt der Überlegungen soll jedoch der in Handschriften überlieferte Text – von Gebrauchsliteratur über literarische Stoffe bis zu sakralen Texten – mit seinen möglichen Visualisierungs- und Erschließungsstrategien im deutschsprachigen Kontext bleiben. //zitatende//
Nationalität, Muttersprache, Sprachkenntnisse der Polizeibeamten (1879)
Die Wienbibliothek im Rathaus legt bei der Digitalen Bibliothek einen Schwerpunkt auf Verwaltungsliteratur. So können z.B. das "Handbuch der Stadt Wien" und der "Wiener Kommunal-Kalender und städtisches Jahrbuch" online nachgelesen werden. Im Herbst wird das Amtsblatt online gehen. "Verwaltungsliteratur" klingt zunächst vielleicht nicht so prickelnd. Aber alleine über die Freuden des Amtsblatts, das ich gerade mit einer Kollegin bearbeite, könnte ich stundenlang schreiben - und tue es auch immer wieder auf unserer Facebookseite.
Heute hab ich noch etwas Interessantes entdeckt. Ich habe zum ersten Mal in "Die Polizeiverwaltung Wiens im Jahre..." reingeschaut. Dieser Bericht wurde vom Präsidium der K.K. Polizei-Direction zusammengestellt und erschien von 1876 - 1892. Darin wird beispielsweise über die Anzahl von inspectionirenden Organen bei Circusvorführungen, Bicycle-Preisrennen, Productionen durch Gymnastiker, Tanzkränzchen, Mastviehausstellungen, Affentheater und anderen oeffentlichen Belustigungen berichtet.
Nichtsperrung des Hausthores
Man kann aber auch nachlesen, wie oft strafbare Handlungen wie unanständiges Benehmen im Amte, Theater- oder Circusbilleten-Agiotage, Betteln mit verstellten körperlichen Gebrechen, zu frühes Oeffnen der Kaffee- und Branntweinschenken, Curpfuscherei, Baden an verbotenem Orte, Nichtsperrung des Hausthores, Einmengung in den Vollzug öffentlicher Dienste, Ausstauben von Tüchern und dergleichen aus dem Fenster, Nichtfolgeleistung den behördlichen Anordnungen bei einem Auflaufe, Beleidigung der Mitglieder des kaiserlichen Hauses, unbefugtes Halten einer Winkelpresse oder Thierquälerei vorkamen. Wie oft gegen "arbeitsscheue Individuen" amtsgehandelt wurde, wie oft Menschen wegen Bettelns "der häuslichen Züchtigung" und Obdachlose "dem Gericht als Vagabunden übergeben" wurden. Inkludiert ist eine Aufstellung über "persönliche Verhältnisse und Provenienz der Arretirten".
Es sprechen Englisch: 2
Interessant finde ich auch die statistischen Daten zu den Polizei- und Verwaltungsbeamten. Da stoße ich zum Beispiel auf Bezeichnungen wie "Hilfsämterdirections-Adjuncten" oder "Diurnisten". Bei den Fremdsprachenkenntnissen (Bild) fällt auf, dass praktisch niemand Englisch konnte.
"Das Bücherboot steuert wieder die Strandbäder Loretto und Maiernigg in Klagenfurt sowie das Parkbad und Bad Stich in Krumpendorf an. Aktion "Badebuch" wieder im Strandbad Klagenfurt. (...) Vier Strandbäder werden bis Ende August angelaufen. Erste Anlegestelle ist das Loretto-Bad um 10.15 Uhr. Ab 11.45 Uhr macht das 'Bücherboot' in Maiernigg Station und fährt anschließend weiter nach Krumpendorf, wo die Gäste des Parkbades (13.45 Uhr) und von Bad Stich (15.15 Uhr) frischen Lesestoff erhalten. Somit bleibt bei jedem Halt eine Stunde Zeit zum Schmökern und Ausleihen. Die fixe Außenstelle, das 'Badebuch' der AK-Bibliotheken, hat im Strandbad Klagenfurt sieben Tage die Woche von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Im vorigen Jahr wurden über 3.200 Medien zur Verfügung gestellt und über 477 neue Lesekarten vergeben". - Quelle: APA OTS. Ein wunderbares Bild gibt es auf meinbezirk.at.
Ich lese immer wieder das Theaterstück "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" von Christian Dietrich Grabbe, das seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Es ist sicher nicht jedermenschs Sache, aber ich finde es großartig und kichere jedes Mal aufs Neue :-) Eine meiner Lieblingspassagen:
"...du steckst, ehe du aus dem Hause gehst, eine tote Katze in die Uhrtasche; wenn du dann nachher in Gesellschaft eines schönen Fräuleins spazierst und mit ihr in der Abenddämmerung die Sterne betrachtest, so ziehst du auf einmal deine tote Katze heraus und führst sie an die Nase, als wenn du dich hineinschnupfen wolltest; da wird denn das Fräulein leichenblaß aufschreien: 'Sackerlot, eine tote Katze!' du aber erwiderst wie zerstreut: 'ach Gott, ich meinte, es wäre ein Gestirn!' – So etwas bringt dich in den Ruf der Originalität...".
Das Rote Kreuz versendet per eMail interessante und nützliche Erste-Hilfe-Tipps. Angesichts der heutigen Hitze wurde folgender Tipp versandt:
"Kühle oder klimatisierte Orte wie Kirchen, Büchereien, Schwimmbäder, Supermärkte, Einkaufszentren, Kinos, Plätze im Uferbereich von Gewässern oder auch einfach schattige Grünflächen oder Parks (Brunnen!) bieten sich für Abkühlung an".
Buchhandlungen dagegen, wie mir eine Freundin aus langjähriger Erfahrung bestätigte, sind besonders bei Regen beliebt ;-)
Donbib wurde von Veselin Popovic über seine Arbeit in einer Schulbibliothek interviewt (hier nachzulesen). Darin gibt es eine besonders schöne Passage über das Image von Bibliothekar_innen:
//zitat// Schulbibliothek, also Bücher und anderes Zeugs hin oder her, mindestens 50 Prozent meiner Arbeit ist soziale Arbeit.
...mit dem gefühlten Bild von Bibliothekaren, die dienstlich viele Bücher lesen, sich Dutts in die Haare drehen und Katzen kraulen, hat das alles nur sehr wenig zu tun.
Die verstecken sich ganz bestimmt auch noch irgendwo. Aber eigentlich schwimmt der Berufsstand ein bisschen zwischen den Resten des Althergebrachten, Informationsmanagement und sozialer Arbeit. //zitatende//