Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Thursday, July 17, 2008
Bibliotheksbestand des Tages
Außerdem wird über die Ergebnisse eines Garten- und Gemüsebau-Wettbewerbs berichtet - Kategorien "Anlagen am Lagereingang", "Privatbeete ausserhalb der Comp.", "Blumenbeete", "Gemüse" und "Gartengeräte usw." Auch über sportliche und kulturelle Veranstaltungen kann man nachlesen, und in der Camp-Schule werden verschiedenste Fächer von Esperanto und Dänisch über Stenographie und Maschinenbau bis zu Buchführung und Staatsverfassungen unterrichtet.
Wednesday, July 16, 2008
reading diary
Nicht zu viel lesen!
Ferdinand Wernigg: Büchereiverwaltungslehre, S. 31 [Signatur B 141730]
Neues Normdaten-Weblog
Staubige Krankenhausarchive
Mozart zu Gast in der Bibliothek?
Tuesday, July 15, 2008
Bibliotheksbestand des Tages
Der Bericht von 1899 spricht etwas an, was uns heute auch bekannt vorkommt, zumindest der erste Teil: "die Commune [entzog] den Volksbibliotheken die Subvention", aber "gerade unter dem Eindruck dieser Massregel hat sich die Bürgerschaft aufgerafft und zeigt sich entschlossen, dies culturelle Werk, dessen Bedeutung in den bildungsbedürftigen Kreisen der Bevölkerung voll anerkannt wird, kraftvoll zu fördern".
Im Bericht über 1900 steht: "Die Bedeutung der Volksbibliotheken brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht neuerdings hervorzuheben. Ein grosser Teil unserer städtischen Bevölkerung ergänzt und erweitert in diesen Anstalten sein Wissen, unsere bildungsbedürftigen Mitbürger holen sich dort reiche Anregung, sie anerkennen den Segen der Bibliotheken freudig und tragen nach Kräften bei, diese Anstalten zu erhalten und zu bereichern. Inmitten erbitterter Kämpfe wurde hier in voller Ruhe ein Culturwerk geschaffen, welches die Beachtung aller jener verdient, die noch Sinn für positive Arbeit bewahrt haben".
Auch die MitarbeiterInnen werden erwähnt: z.B. Anna Schwabe ("half uns im Jahre 1903 bei der Anlage des neuen Katalogs") und Dr. Isidor Himmelbaur, der "die Generalrevision aller Filialen sowie die Klageführung gegen unordentliche Leser übernahm". U.a. von 1903 und von 1904 gibt es Gesamtübersichten, die ich hierzusammenführe (nicht alle sind in beiden Jahren):
1904 heißt es dann noch: "Die Gehalte der Beamten wurden im Jahre 1904 auf Grund der bewilligten Kommunalsubvention erhöht. Die Beamten beziehen außer einem festen Gehalt eine Tantieme von den Einnahmen, ferner eine Zulage für den jährlichen Urlaub und ein Weihnachtsgeschenk, die Zentrale begleicht die Gebühren für die Krankenkasse, die Bediensteten erhalten im Falle der Erkrankung eine Vertretung. Die weiblichen Oberbeamten sowie die Hilfskräfte besorgen ihr Amt sowie die Kasse gewissenhaft und eifrig. Die Frauen eignen sich unseren Erfahrungen gemäß für diesen Beruf ausgezeichnet". Und 1917: "Es hat sich, wie schon so oft, neuerlich gezeigt, daß das Gedeihen der Filialen zu großem Teil von der Persönlichkeit der Filialleiterinnen und ihrer Tüchtigkeit abhängt, und der Vorstand hat daher bei der Neuregulierung der Gehalte hierauf besonders Bedacht genommen".
Unter den Kuratoren, Revisoren und Vorstandsmitgliedern der Zentral-Bibliothek ist übrigens viele Jahre keine einzige Frau zu finden. Ab 1912 entdecke ich durchaus bekannte Namen im "Bibliothekskomitee für den wissenschaftlichen Katalog": Dr. Elise Richter und Helene Richter; mit dem Musik-Katalog beschäftigt sich u.a. Dr. Elsa Bienenfeld.
Monday, July 14, 2008
Stadt / Land: Zweierlei Maß
Gut, ich möchte wirklich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen, weil mein Auszug wesentlich zu unserem sehr guten Verhältnis beigetragen hat ;-) Mein Problem liegt darin, dass ich wahrscheinlich nicht so bald eine meiner Qualifikation entsprechende Stelle am Land finde (es will einfach niemand die "Bucklige Welt-Bibliothek" für mich gründen; so gesehen hatte die NÖN-Hacklerei schon was Gutes...); was man am Land braucht, kann ich dafür nicht. Mein seit längerem gehegter Wunsch, Forstwirtschaft zu studieren, kommt, denke ich mittlerweile, nicht nur von einer Überdosis "Forsthaus Falkenau"... Ich gebe zu, das eine Zeitlang wirklich sehr gerne geschaut zu haben - man hat immer ein wenig Lerneffekt über Landwirtschaft, Tier- und Pflanzenwelt, und die Probleme werden immer durch Reden gelöst - letzteres habe ich vor Jahren kurze Zeit auch an der "Himmlischen Familie" geschätzt, bis ich die Ami-Holzhammer-Moralkeule beim besten Willen nicht mehr ausgehalten habe. Aus dem Studium wird aber mangels berufsbegleitendem Angebot wahrscheinlich nix, wenn ich nicht einen Lottogewinn mache, und das wird schwierig, weil ich nicht Lotto spiele ;-) Also wird's auch nix mit dem Designen von Waldlehrpfaden für Naturparks und dem Forstjournalismus...
Ich lese auch immer wieder gerne Jessamyn Wests Blogeinträge über ihre Arbeit in "rural Vermont". Dennoch sehe ich einen Unterschied zu den erwähnten 21jährigen: Ich kenne es auch anders. Ich fürchte mich nicht vor der großen Stadt, weil ich ihre Vorteile jeden Tag sehe (ich habe mich zum Beispiel recht schnell dran gewöhnt, dass die Öffis alle zehn Minuten und nicht alle zwei Stunden fahren...). Auf der anderen Seite bin ich von den WienerInnen genervt, die alle von außerhalb für (geistige, nicht geographische) Provinzler halten und sie als "aus den Bundesländern" bezeichnen, als wäre Wien kein Bundesland, und die ihr Orientierungsvermögen aus Prinzip an der Wien-Ende-Ortstafel abgeben (sind eh nicht alle, das will ich wirklich nicht behaupten). Ich stimme auch der Ansicht, am Land und in der Kleinstadt sei "alles so eng", nicht (ganz) zu - da muss man sich eben selbst die Weite schaffen, die wahren Abenteuer sind schließlich im Kopf...
Sunday, July 13, 2008
Bei uns gewinnen immer die Gäste
![]() | Rumänien - bei uns gewinnen immer die Gäste |
Mir hat gefallen, wie verschiedene Organisationen und Firmen, die keine offiziellen Sponsoren waren, während der Euro das Thema "Fußball" auf ihren Plakaten und in ihren Produkten aufgegriffen haben. Ich erinnere an den Ströck-Schokoschiri und die Radatz-Cordobaplatte (von beiden habe ich leider kein Bild). Ich fand auch witzig, dass in Wien sowohl die ÖVP als auch die SPÖ mit manchmal mehr, manchmal weniger gelungenen Fußball-Slogans warben. Ich habe versucht, viele dieser Plakate zu dokumentieren - die Photos gibt's in meinem Flickr-Set "Football ads, Vienna 2008" zu sehen.
Friday, July 11, 2008
Dupré: obsession with librarians' stereotypes is the problem
Deirdre Dupré: "The Perception of Image and Status in the Library Profession". In: New Breed Librarian 1 (2001) 4, S.
"battalions of people in sensible shoes"
Aus: Steven L. Hensen: "Revisiting Mary Jane, or, Dear Cat: Being Archival in the 21st Century". In: American Archivist 65 (2002) 2, S. 168 – 175
Thursday, July 10, 2008
reading diary
Geschmack an den sonderbaren Titeln
Quelle: N.N.: "Zu unseren Bildern". In: Ost und West. Illustrirtes Familienblatt 6 (1888) 4, S. 109 [Signatur C 117176]
Zeitschrift des Tages: passend zum Sommer ;-)
Tuesday, July 08, 2008
Katalogisat des Tages
Monday, July 07, 2008
Bibliotheksbestand des Tages
Oesterreichische Zeitschrift für Kartoffelbau. Organ des Kartoffelfachausschusses der landwirtschaftlichen Bundes-Versuchsanstalten in Wien. Wien: 1927 - 1931. ZDB-Nummer: 2343905-1
Bericht über die Anbauversuche der Deutschen Kartoffel-Kultur-Station im Jahre... Berlin 1888(1889) - 1916(1917). ZDB-Nummer: 2238541-1
Kartoffelbau. Die Fachzeitschrift für den Kartoffelanbauer. Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) ; Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft ; KTBL-Versuchsstation Dethlingen und Verband der Kartoffel-Lager-Abpack- und Schälbetriebe e.V. (KLAS). Gelsenkirchen-Buer: Mann 1950 -. ISSN: 0022-9156. ZDB-Nummer 500563-2
Die Häufigsten an der Kartoffel vorkommenden Blattlausarten in farbiger Darstellung. Braunschweig und Berlin: Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft 1954 - 1965. ZDB-Nummer 583572-0
Werner, Hugo: Der Kartoffelbau nach seinem jetztigen rationellen Standpunkte. 7., neubearb. Aufl., hrsg. von C. v. Eckenbrecher. Berlin: P. Parey 1917 (= Thaer-Bibliothek 28) [Signatur A 117928]
Glock, Heinrich: Die Kartoffellagerung in Städten. Ein Ratgeber für Nicht-Landwirte. Hannover: M. & H. Schager 1916 [Signatur A 63099]
Lautenbach, Wilhelm: Die Kartoffeltrocknung im Kriege. Berlin: Verlag der Beiträge zur Kriegswirtschaft 1919 (= Beiträge zur Kriegswirtschaft 54/55) [Signatur A 65151]
Malfatti von Monteregio, Johann: Berichte über die zweijährigen günstigen Versuche zur Ergründung und Beseitigung der Kartoffel-Krankheit, wie sie auf der Villa Malfatti bei Hietzing gemacht wurden. Wien: C. Gerold 1853 [Signatur A 190613]
Tragau, Karl: Die Kartoffel und ihre Kultur (= Sammlung gemeinnütziger Vorträge, hrsg. vom Deutschen Vereine zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag, 97) [Signatur A 32775]
Franck, Martha: Die Kartoffel in der deutschen Volkswirtschaft. Berlin: A. Pulvermacher 1918 [Signatur A 66330]
Mein Favorit: Der Text "Kartoffeln in der Schale" von Heinrich Clauren wurde zweimal katalogisiert - einmal davon als "Kartoffeln in der Schule" [Signatur A 29213]. Was lernen sie da? Vielleicht Augen machen. Oder es ist eine Kartoffelschule, analog zur Baumschule.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, wird auch im Open Access-Repositorium "Organic Eprints", bei der AMA, in der Bio-Saatgutdatenbank und der Beschreibenden Sortenliste fündig. Zum Thema "couch potato" gibt es allerhand auf Flickr. Auch nett: das Thüringer Kloßmuseum.
Thursday, July 03, 2008
Neuerwerbung
Es ist mir nun gelungen, schon die zweite der "librarian career romances", die Jen Wolfe auf ihrer Website anführt, zu erwerben. Ich habe früher schon einmal danach gesucht, aber damals bei Amazon, Abebooks und ZVAB nichts gefunden. Nun habe ich "The Library Tree" und eben "Kitsy Babcock", und letzteres zu meiner Überraschung in einer deutschen Übersetzung. Wolfe schreibt über dieses Genre: "The 'career romance' or 'career girl novel' that appeared during the 1940s through the 1960s, as women entered the workplace in increasing numbers. Publishers of juvenile fiction sought to exploit this demographic trend with books featuring accomplished and attractive young women simultaneously pursuing their professional and romantic goals". Auf ihrer Website, die leider mittlerweile nur mehr im Internet Archive abzufragen ist und anscheinend durch das Weblog "The loveliest librarian" ersetzt wurde, verzeichnet sie "23 examples of the latter, often written by librarian authors, and starring heroines (sorry man librarians - you're left out in the cold as usual) who find love amidst the glamour of card catalogs, microfilm readers, and bookmobiles. Like many teen novels from this period, library career romances tend to have nearly identical bildungsroman plots (girl wants city job, gets stuck with country job, grows to appreciate small-town American values), give or take the occasional mystery storyline (girl hones information-seeking skills on the reference desk, tracks down kidnap victim, donates reward money to the city for library improvements)". Da hab ich ja noch was vor mir.
