Friday, March 16, 2007

Bloggers Need Not Apply...

...heißt es in einem Artikel im Chronicle of higher education. Geschildert wird der Prozess der Besetzung einer akademischen Stelle im geisteswissenschaftlichen Bereich, bei dem die KandidatInnen sich anscheinend ganz anders präsentierten als in ihrem Weblog: "Our blogger applicants came off reasonably well at the initial interview, but once we hung up the phone and called up their blogs, we got to know 'the real them' -- better than we wanted, enough to conclude we didn't want to know more". - Artikel ist schon von 2005, aber nicht uninteressant.

Thursday, March 15, 2007

UnSuggester

Bei LibraryThing, dem nützlichen Online-Katalogisierungstool "für die Massen", gibt es eine witzige Funktion: den UnSuggester. Hier wird das bekannte Schema "Leute, die dieses mögen, mögen auch jenes" auf den Kopf gestellt - man bekommt also Bücher empfohlen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passen. Beispiel: Zu Shakespeares Hamlet empfiehlt der Unsuggester an erster Stelle das Buch "Elizabeth Zimmermann's knitting workshop".

Entlehnte Bücher in Wien

Nikola Langreiter vom sciblog, dem Weblog für Wissenschaftskommunikation, weist darauf hin, dass es neue Leuchtschriften in der Passage beim Wiener Karlsplatz gibt, die auf verschiedene statistische Informationen hinweisen, darunter auch "Entlehnte Bücher in Wien 1793602".

Action Plan Library 2.0

Laura B. Cohen veröffentlichte in ihrem Weblog "Library 2.0: An Academic's Perspective" einen "Actionplan for a 2.0 library" - lesenswert und ambitioniert! Unter den Schritten finden sich zum Beispiel "Encourage blogging by library administration" und "Incorporate widgets, Web services and other technologies into our online spaces to enhance their functionality". Cohen schlägt auch vor, dass Erfahrung im Umgang mit Web 2.0-Tools als Anforderung in Stellenausschreibungen aufgenommen werden sollte. Der Punkt gefällt mir besonders; nachdem die meisten größeren Bibliotheken aber immer noch in einem eher starren Schema organisiert sind, werden wir darauf wohl noch länger warten müssen.

Update: Das IB Weblog verweist auf den Entwurf einer/s "Library Director 2.0" von Tasha Saecker.

Monday, March 12, 2007

BBB news

  • Dennie Heye: Characteristics of the Successful 21st Century Information Professional. Oxford: Chandos 2006
  • Michelle Knudsen / Kevin Hawkes [Ill.]: Library lion. Candlewick Press 2006 / Walker Books 2006
  • Yohannis Martí Lahera: "Implicaciones del enfoque interdisciplinar en la enseñanza de la gestión de información". In: ACIMED 15 (2007) 2
  • Ian Sansom: The Case of the Missing Books. Harperperennial 2006 (= The Mobile Library 1)
  • Ian Sansom: Mr Dixon disappears. Harperperennial 2006 (= The Mobile Library 2)
  • María del Rosario Banda Martínez: Cursos técnicos en bibliotecología celebrados en la Capilla Alfonsina Biblioteca Universitaria (CABU) de la Universidad Autónoma de Nuevo León (UANL) de 1980 a 1999. Report. 2006
  • John Bellairs: The treasure of Alpheus Winterborn. Skylark 1985 / Harcourt Brace Jovanovich 1978
  • Pat Mora: Tomas and the Library Lady. Knopf Books for young readers 1997 ("Tomás is a son of migrant workers. Every summer he and his family follow the crops north from Texas to Iowa, spending long, arduous days in the fields. At night they gather around to hear Grandfather's wonderful
    stories. But before long, Tomás knows all the stories by heart. "There are more stories in the library," Papa Grande tells him. The very next day, Tomás meets the library lady and a whole new world opens up for him")
  • Erika Sauerwald: "Zum Berufsbild des wissenschaftlichen Bibliothekars. Eine Erwiderung". In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 75 (1961) 3, S. 130 - 132
  • Ilse Reinprecht: "Der Bibliothekar - Berufsbild im Wandel". In: Bulletin der Ligue des Bibliothèques Européennes de Recherche LIBER 32+33 (1989), S. 81 - 84
  • Prisoner 4099

    "William Towers was sentenced to one month's hard labour in Wandsworth prison. His crime was stealing two rabbits. It was 1872, and William, now Prisoner 4099, was just 12 years old". Die neue Website "Prisoner 4099" der britischen National Archives stellt die Geschichte des jungen William jugendgerecht dar, unter anderem anhand von Archivalien wie Williams Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunde und eines Briefs von Oscar Wilde über die schlechte Behandlung von Kindern in viktorianischen Gefängnissen.
    Außerdem erarbeiteten SchülerInnen des RNIB New College Worcester und Kinder von LOOK, der "National Federation of Families with Visually Impaired Children", gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der National Archives ein Hörspiel über den jungen Gefangenen: "From January to March 2006, all the students visited The National Archives. We arranged 'behind the scenes' tours of the vast repositories where the documents are kept. We talked about our famous documents, ran workshops on Victorian child crime and experimented with document handling sessions. The students also researched the subject during classroom sessions and in their spare time". Die Archivalien waren in Braille bzw. Großschrift transkribiert worden, damit die blinden bzw. sehbehinderten Kinder auch damit arbeiten konnten; die Radiosendung wurde von SchülerInnen und LehrerInnen des New College erarbeitet und dann von Youthcomm Radio aufgezeichnet und bearbeitet. - Eine großartige Idee, finde ich.

    Sunday, March 11, 2007

    Neuerwerbungen (Pfarrflohmarkt)

  • Das große Theodore Sturgeon-Lesebuch. Achtzehn ausgezeichnete Kurzgeschichten in einem Band. 1. Aufl. München: Goldmann 1986
  • Hans Stremnitzer: Atom - Atomenergie. Tafelzeichnungen und Skizzen. Heft 4 der Naturlehre (8. Schuljahr). Wien: Birken-Verl. 1957
  • Ulrich Weinzierl (Hrsg.): Versuchsstation des Weltuntergangs. Erzählte Geschichte Österreichs 1918 - 1938. Wien & München: Jugend & Volk 1983
  • Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht aus Pommern 1944 bis 1947. München: dtv 1991
  • Ulla Küster (Hrsg.): Kleine Geschichten für Bücherfreunde. Stuttgart. Engelhorn o.D.
  • Andrea Reichart, Peter Gustav Bartschat: Bücher welken nicht. 319 Stilblüten, 86 bibliographische Quizfragen und 6 Kurzgeschichten aus dem und über den Buchhandel, garantiert ohne Vor- und Nachwort. Frankfurt: Eichborn 1986
  • Machtlose Bibliothekare

    In der Folge "Der gestörte Hochbegabte" ("Dewey's Special Class") aus der Serie "Malcolm mittendrin" versuchte der zweitälteste Sohn, Reese, verzweifelt, etwas zu finden, in dem er wirklich gut ist - seine Erfolgsmeldung: "Jungs, Jungs, ich hab noch mal drüber nachgedacht, worin ich genial bin, und ich hab endlich rausgefunden, dass ich in die Bibliothek gehen sollte. Und wisst Ihr was? Da könnt Ihr Euch Internet-Pornos runterladen, und die Bibliothekare sind dagegen machtlos. Oh Gott, ich liebe dieses Land!"

    Friday, March 09, 2007

    Berufsbild in Fiktion & Wirklichkeit

    Werbung in eigener Sache: Am 11. April um 16 Uhr findet in der Universitätsbibliothek Wien die erste VÖB-Runde des heurigen Jahres statt - gewidmet dem "Berufsbild der Bibliothekarinnen in Fiktion und Wirklichkeit". Die Programmpunkte:
  • "Show me yours": Ein Dokumentarfilm über BibliothekarInnen - dieser Kurz-Dokumentarfilm von Martin Kolenz, Adele Kuenrath und Christiane Schnalzer entstand als Abschlussarbeit des Grundlehrganges MSc LIS an der Universität Wien. Er zeigt mit bewusst einfachen Mitteln und auf Kommentare verzichtend drei BibliothekarInnen an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer Privatbibliothek. Bilder aus dem Berufsalltag in der Universitätsbibliothek werden ergänzt durch Interviews über die Beziehung der BibliothekarInnen zu (ihren) Buechern.
  • Geschlechtslos, reizlos, humorlos. Das Los der Bibliothekarinnen in Buch und Film - Still und spröde. Arm und unscheinbar. Freudlos und langweilig - so werden Bibliothekarinnen häufig in Belletristik und Film beschrieben. Monika Bargmann und Martina Lammel laden zu einer Reise durch die Welt der Stereotype und Klischees. Sie erklären den "Entfessle-die-Bibliothekarin"-Moment, machen halt bei der Bibliothekarin als Kinderschreck und Monster und verlieren bei alldem nicht den Humor.
  • Vor und nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, an einem von den beiden Präsentatorinnen vorbereiteten Büchertisch selbst in den Welten der fiktionalen Bibliothekarinnen und Bibliothekare zu schmökern.
  • Für die Teilnahme ist eine persönliche Anmeldung bei Bruno Bauer unter bruno.bauer (at) meduniwien.ac.at erforderlich.

    BlogHer

    Rund um eine Reihe von Tagungen für Bloggerinnen hat sich eine Community namens BlogHer entwickelt.

    BlogHer.org Logo

    Thursday, March 08, 2007

    Hofnamen in der Buckligen Welt

    Heute habe ich meine Seminararbeit "Hofnamen in der Buckligen Welt. Ein Beitrag zur Namenkunde in den Bezirken Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen" fertiggestellt; sie wird auch online nachzulesen sein, sobald ich die darin enthaltenen Photos verkleinert habe und das ganze pdf-isiert ist. - Das ist meine allerletzte Seminararbeit in meinem gesamten Studium. Irgendwie bin ich erleichtert, wieder zwei fehlende Semesterwochenstunden abgehakt (womit nur mehr vier übrigbleiben, außer ich krieg einen Fünfer, aber das glaub ich nun wirklich nicht), aber es ist schon auch ein eigenartiges Gefühl... Wahrscheinlich studiere ich schon so lange, dass ich es mir anders gar nicht vorstellen kann ;-)

    Alternative cover contest

    Bei Flickr läuft gerade der "Social Software in Libraries Alternative Book Cover Contest". Worum geht's? "What do you think the cover of a book called Social Software in Libraries should look like? Create an alternative cover for the book and add it to this group". Mehr über das Buch von Meredith Farkas auf der dazugehörigen Website sociallibraries.com.

    Library 2.0 network

    Bill Drew, Systembibliothekar am Morrisville State College, hat beim social software-Tool ning.com ein Library 2.0-Netzwerk angelegt. Eine nette Sache mit derzeit schon über dreihundert Mitgliedern (wenn ich mich nicht verzählt habe). Die Seite bietet diverse Mashups, zum Beispiel mit Flickr und FaceBook, ist allerdings etwas langsam.

    Neuerwerbungen...

    ...von Buchhandlungen und Abverkäufen
  • Stanislaw Lem: Memoiren, gefunden in der Badewanne. Mit einer Einleitung des Autors. Frankfurt: Suhrkamp 1979 (= Phantastische Bibliothek 25)
  • Dan Gutman / Jim Paillot (Ill.): Mrs Roopy is loopy! HarperTrophy 2004 ("A.J. and his classmates are convinced that new school librarian, Mrs Roopy, has multiple personality disorder because she keeps pretending to be famous people")
  • Michel Houellebecq: Extension du domaine de la lutte. Éditions Maurice Nadeau 1994
  • Kathy Lette: Drei sind ein tolles Paar. München: Heyne 2006
  • Karl-Markus Gauß: Die Hundeesser von Svinia. München: dtv 2006
  • Karl Bruckner: Nur zwei Roboter. Jugend und Volk 1975
  • Ror Wolf: Raoul Tranchirers Taschenkosmos. Wagenbach 2005
  • Open House

    Wir haben nächsten Freitag und Samstag Tag der offenen Tür in der Fachhochschule - die Bibliothekstür ist ihrer Zeit voraus und lässt sich nicht mehr schließen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass der Türstock völlig schief ist und dass es eigentlich verwunderlich ist, dass die Tür drei Jahre lang relativ problemlos zuging. Ich hoffe, der Schlosser wird das bis 21 Uhr repariert haben, sonst wird mir vielleicht noch eine Schicht als Nachtwächterin aufs Aug gedrückt... Ich liebe zwar die Bibliothek, aber zuhause ist es doch auch schön (und gibt es auch viele Bücher).

    P.S. Da hab ich gleich mal nach dem passenden Wort gegoogelt - also, "verwordackelt" erzielt ungefähr 47 Treffer, "verwordagelt" 77, "verwortagelt" 19, "verwordakelt" 49, "verwortakelt" 21. Highlight: "verworrtakelt" erzielt "Ergebnisse 1 - 1 von ungefähr 2" ;-)

    Tuesday, March 06, 2007

    BBB news

    Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Stanislaw Lem: Memoiren, gefunden in der Badewanne. Mit einer Einleitung des Autors. Frankfurt: Suhrkamp 1979 (= Phantastische Bibliothek 25)
  • Fantasy-Trilogie von Dan Callander: Dragon Companion. Mundania 2005 - Dragon Rescue. Ace Books 1995 - Dragan Tempest. Ace Books 1998 (A librarian transported to a fantasy world is befriended by a dragon)
  • John J. Doherty: "Towards Self-Reflection In Librarianship: What Is Praxis?". In: Progressive librarian 26 (2005/2006)
  • Margaret F. Maxwell: "The Lion and the Lady: The Firing of Miss Mary Jones". In: American Libraries 9 (1978), S. 270
  • Julie Herrada / Tom Hyry: "Agnes Inglis: Anarchist Librarian". In: Progressive librarian 16 (1999)
  • Wayne A. Wiegand: "The Lion and the Lady Revisited: Another Look at the Firing of Mary L. Jones as Los Angeles Public Librarian in 1905". In: Library and Information Science Resources 5 (1983), S. 273 - 290
  • Papyrolyse in Bao-Blyo-Theken

    "Von einer der frühorbitalen Entdeckungsexpeditionen... versehentlich auf die Erde verschleppt, rief der Hartius-Faktor einen lawinenartig fortschreitenden Verfall des Papyrs auf dem ganzen Globus hervor. (...) Nach mündlichen, erst im vierten Galaktium kristallisierten Überlieferungen waren große Sammelstellen wissensträchtiger Papyre, sogenannte Bao-Blyo-Theken, die Zentren der Epidemie. Die Reaktion erfolgte fast momentan. Aus den unschätzbaren Lagerstätten des kollektiven Gedächtnisses wurden Haufen grauen Staubs, leicht wie Asche".

    Aus: Stanisław Lem: Memoiren, gefunden in der Badewanne. Mit einer Einleitung des Autors. Suhrkamp 1979 (= Phantastische Bibliothek 25), S. 6 (P.S. Ein Archivar kommt auch vor)

    Index des "Progressive librarian"

    Kathleen de la Peña McCook hat einen Index der 1990er-Ausgaben der Zeitschrift "Progressive librarian" ("a forum for critical perspectives in Librarianship") erstellt und in ihrem Weblog veröffentlicht. Dieser umfasst vier Aspekte:
  • veröffentlichte Artikel
  • Buchbesprechungen
  • verwendete Abkürzungen, von AAAS bis WTO
  • veröffentlichte Dokumente, wie zum Beispiel "A Program for Library Change in Sweden" und "Remarks on Racism, International Relations and Librarianship"
  • Einige Artikel aus der Zeitschrift können auch online nachgelesen werden. - Hinweis aus Library Juice.

    Women, business & blogging

    Am 8. Juni findet die Tagung "Women, Business and Blogging an der De Montfort University in Leicester statt: "find out how blogging by women and for women builds networks, improves customer reach, monetizes creativity and infuses your business with Web 2.0 goodness". Hinweis aus cybersociology.

    Monday, March 05, 2007

    Lern was G'scheit's

    Interessantes Erlebnis: Heute saß mir eine ältere Dame in der U-Bahn gegenüber. Plötzlich beugte sie sich zu mir, tippte mit dem Zeigefinger auf meine Bibliothekartag-Tasche (die mit dem Schlangenbuch aus Bregenz) und sagte: "Besser ein Schwesterndiplom machen und Tag und Nacht hackeln". Und auf meinen fragenden Blick: "Jo, des is so, da brauchen's gar net schauen". Hm.

    Tuesday, February 27, 2007

    Second Life und Unterricht

    In meiner Social Software-Lehrveranstaltung möchte ich im kommenden Jahr auch Second Life vorstellen. Wir sind gerade dabei, die Kompabilität meines Rechners zu testen - registriert bin ich schon, mein Screenname ist übrigens Wilhelmina Whitfield. Für Second Life und Unterricht gibt es einige interessante Online-Ressourcen:
  • das Second Life Education Wiki. Dort heißt es zum Beispiel: "Second Life provides a unique and flexible environment for educators interested in distance learning, computer-supported cooperative work, simulation, new media studies, and corporate training. Second Life provides an opportunity to use simulation in a safe environment to enhance experiential learning, allowing individuals to practice skills, try new ideas, and learn from their mistakes."
  • die Second Life Educators-Mailingliste
  • der "Education"-Bereich auf der Second Life-Website
  • Bibliothekarinnen und Bibliothekare dürfen auch nicht fehlen - siehe zum Beispiel InfoIsland, das Weblog und die Website der "Second Life Library 2.0" - sogar die American Library Association hat nun hier ihren eigenen Platz.
  • es gibt einen Second Life Library Pool bei Flickr, der derzeit fast fünfhundert Photos versammelt
  • Principles of Public Life

    Das britische Committee on Standards in Public Life Committee hat "Seven Principles of Public Life" erarbeitet:
  • Selflessness: Holders of public office should act solely in terms of the public interest. They should not do so in order to gain financial or other benefits for themselves, their family or their friends.
  • Integrity: Holders of public office should not place themselves under any financial or other obligation to outside individuals or organisations that might seek to influence them in the performance of their official duties.
  • Objectivity: In carrying out public business, including making public appointments, awarding contracts, or recommending individuals for rewards and benefits, holders of public office should make choices on merit.
  • Accountability: Holders of public office are accountable for their decisions and actions to the public and must submit themselves to whatever scrutiny is appropriate to their office.
  • Openness: Holders of public office should be as open as possible about all the decisions and actions that they take. They should give reasons for their decisions and restrict information only when the wider public interest clearly demands.
  • Honesty: Holders of public office have a duty to declare any private interests relating to their public duties and to take steps to resolve any conflicts arising in a way that protects the public interest.
  • Leadership: Holders of public office should promote and support these principles by leadership and example.
  • Bibliothekar und Albanologe

    In der Zeitschrift "die Universität" schrieb Simone Kremsberger den Artikel "Wiener Linguisten erforschen Balkansprachen". Darin ist ein interessanter Absatz über die Albanologie in Wien zu finden: "Norbert Jokl, Professor und Bibliothekar an der Universität Wien, gilt als 'Vater der Albanologie'. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde Jokl 1938 aus dem Dienst entlassen. 1942 wurde er deportiert und kam ums Leben. Seine wertvolle Privatbibliothek wurde beschlagnahmt und ging an die Österreichische Nationalbibliothek".

    Monday, February 26, 2007

    "Spaß am sanften Gequältwerden"

    Aus einem Interview mit Harald Schmidt, das in der Ausgabe 50 (2006) der "Bunten" auf Seite erschien:

    "Welcher Typ Frauen fliegt denn auf Sie?"
    "Ich glaube, Bibliothekarinnen mit so einer Attraktivität auf den zweiten Blick, die auch Spaß haben am sanften Gequältwerden".

    Herzlichen Dank für den Hinweis an meine Kollegin Martina Lammel.

    Fee or free?

    Mike Clark befasst sich in seinem Aufsatz "Fee or free? The hidden costs of free public sector information", erschienen in der Ausgabe 24 (2007)1 der Business Information Review, mit den Argumenten, die für und gegen einen kostenlosen Zugang zu Informationen des öffentlichen Sektors sprechen.

    "a sinecure office"

    "I am frequently asked what in the world a librarian can find to do with his time, or am perhaps congratulated on my connection with Harvard College Library, on the ground that 'being virtually a sinecure office (!) it must leave so much leisure for private study and work of a literary sort.' Those who put such questions, or offer such congratulations, are naturally astonished when told that the library affords enough work to employ all my own time, as well as that of twenty assistants (...)".

    John Fiske: "A librarian's work". In: The Atlantic Monthly 38 (1876) 228. Zitiert nach: Rory Litwin (Hrsg): Library Daylight. Tracings of modern librarianship, 1874 - 1922. Duluth: Library Juice Press 2006, S. 17

    Neuerwerbungen

  • Library Juice Concentrate. Edited and mostly written by Rory Litwin. Duluth: Library Juice Press 2006
  • Library Daylight. Tracings of modern librarianship, 1874 - 1922. Edited by Roty Litwin. Duluth: Library Juice Press 2006
  • Bibliotheks-'Sekretär' oder Bibliothekar?

    "Wir sind im Laufe der Zeit als 'Sekretäre' sowohl in Gehalts- als auch in Ehrenansprüchen längst sehr bescheiden geworden. Wird uns die Berufsbezeichnung Bibliothekar amtlich nicht zugebilligt - außeramtlich wird sie niemand beanstanden können -, so werden wir auch mit Geringerem zufrieden sein. Etwa folgendes wäre ein Ersatz: Assistenz-Bibliothekar, Kustos, Bücher(ei)-Wart. In letzter Linie kämen die Amtsbezeichnungen der Verwaltungs-Beamten entsprechender Gruppen in Frage: Ober-Sekretär, Inspektor, Ober-Inspektor. Daß trotz der offensichtlichen Billigkeitsgründe Alles beim Alten bleiben wird, in Ihrem Sinne, kann leicht sein. Denn wer sollte sich um unser Wohl kümmern, außer uns selbst, und das ist wenig".

    Bruno Haas: "Bibliotheks-'Sekretär' oder Bibliothekar?". In: Bücherei und Bildungspflege 2 (1922) 1/2, S. 19 - 20

    BBB news

    Neue Einträge in der Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Anna Maria Tammaro: "Quality Assurance in Library and Information Science (LIS) Schools: Major Trends and Issues". In: Advances In Librarianship 30 (2006), S. 389 - 423
  • Michael Boyd / Shi-Ming Huang / James J. Jiang / Gary Kleine: "Discrepancies between desired and perceived measures of performance of IS professionals: Views of the IS professionals themselves and the users". In: Information & Management 44 (2007) 2, S. 188 - 195
  • Lernen und Bibliotheken

    In der Ausgabe 33 (2007) 1 des "Journal of Academic Librarianship" gibt es mehrere Artikel aus dem Bereich Bibliotheken und Lernen, passend für mein "Virtuelle Bibliothek"-Projekt:
  • Scott Bennett: "First Questions for Designing Higher Education Learning Spaces", S. 14 - 26
  • Alan Bailin / Aisha Peña: "Online Library Tutorials, Narratives, and Scripts", S. 106 - 117
  • Shikha Sharma: "From Chaos to Clarity: Using the Research Portfolio to Teach and Assess Information Literacy Skills", S. 127 - 135
  • Verlags-Spitznamen

    Matt Hodgkinson schreibt in seinem Weblog Journalology über Spitznamen von Verlagen - beispielsweise "Elseviley" :-)

    Thursday, February 22, 2007

    Öffentlicher Bücherschrank

    Auf welche Arten man Bücher, die man nicht mehr braucht oder einfach nicht mehr haben möchte, weitergeben statt wegwerfen kann, beschreibt Archivalia. Dabei wird auf den "Öffentlichen Bücherschrank" in Bonn verwiesen, der auf der Website von Gunther Krauss zu sehen ist. Er schreibt dazu: "Hier kann jeder Bücher reinstellen oder kostenlos entnehmen. Dank großzügiger Bürger finden sich gelegentlich auch wirklich gute Bücher darin, die die übliche Kost aus Trivialliteratur und Broschüren aufwerten. Außerdem kann man am Schrankinhalt immer gut erkennen, wenn umfangreichere Gesetzesänderungen in Kraft getreten sind oder ein Soziologiestudent mit seinem Studium fertig geworden ist".

    Büchermüll

    Der Artikel "Universität Eichstätt: 83 Tonnen Bücher als Müll" von Klaus Graf ist am 20. Februar in der FAZ erschienen. Archivalia dokumentiert die Angelegenheit ausführlich und versieht mit zahlreichen Hintergrundinformationen.

    Podcasts über Open Access

    Podcasts und Präsentationen vom BioMed Central Open Access Colloquium zum Thema "Open Access: How Can We Achieve Quality and Quantity?", das am 8. Februar in London stattfand, sind nun online. - Quelle: FirstAuthor*.

    Say everything

    "Say Everything"? Emily Nussbaum schreibt im NY Magazine über die Bereitschaft, das eigene Leben in Anwendungen der sozialen Software völlig offenzulegen: "As younger people reveal their private lives on the Internet, the older generation looks on with alarm and misapprehension not seen since the early days of rock and roll. The future belongs to the uninhibited".

    Tuesday, February 20, 2007

    Charakterliche Eignung

    Im Dokument "Einstellung von Bewerberinnen und Bewerbern für die Laufbahn des höheren Bibliotheksdienstes bei den wissenschaftlichen Bibliotheken in Bayern" (pdf) wird als eine der Voraussetzungen für die Einstellung genannt, dass die BewerberInnen "nach ihren charakterlichen, geistigen und körperlichen Anlagen für den höheren Bibliotheksdienst geeignet sind". Würde mich sehr interessieren, welche charakterlichen Anlagen da gemeint sind.

    PhD Thesis on Open Access

    The PhD Thesis "Evaluating Research Impact through Open Access to Scholarly Communication" by Timothy David Brody, that was written at the University of Southampton's School of Electronics and Computer Science, can be downloaded here (pdf).

    Monday, February 19, 2007

    Library Juice Press

    Soeben über Library Thing entdeckt: "Library Juice Press is a new publishing company specializing in books about theoretical and practical issues in libraries from the point of view of the political left". Dazu gibt es auch ein entsprechendes Weblog. Bisher sind vier Bücher erschienen.
  • Ich habe mir gleich das von Rory Litwin herausgebene "Library Daylight: Tracings of Modern Librarianship, 1874-1922" bestellt. Das Buch ist "an eclectic collection of thirty-six articles about libraries and librarianship published between 1874 and 1922" in frühen ALA-Tagungsbänden, Ausgaben des Library Journal und anderer Zeitschriften, Magazine und Zeitungen und behandelt unter anderem Ausbildung, Frauenfragen, Image, politischer Aktivismus von BibliothekarInnen, zum Beispiel "Women in Libraries: How They are Handicapped" von Melvil Dewey und "Librarianship as a Profession for Women" von Miss Richardson.
  • "Library Juice Concentrate" ist eine Zusammenstellung der besten Beiträge von Rory Litwins eZine "Library Juice", das zwischen 1998 und 2005 erschien: "The book includes essays and other artifacts that investigate professional neutrality, intellectual freedom, alternative literature, the social effects of technological change, the cultural identity of the librarian, 'anarchist librarianship,' the Cuba debate, Google's scanning project, subject heading reform, and other issues".
  • Vom Philosophieprofessor und Bibliothekar Ed D'Angelo stammt "Barbarians at the Gates of the Public Library: How Postmodern Consumer Capitalism Threatens Democracy, Civil Education and the Public Good".
  • Byron Anderson stellte das Nachschlagewerk "Alternative Publishers of Books in North America" zusammen, das nun in seiner 6. Auflage erhältlich ist.
  • Checkliste Weblogs

    Ausgabe 18 der Checklisten, die von der deutschen Kommission für One-Person Libraries seit 2003 veröffentlicht werden, befasst sich mit dem Thema Weblogs, Ausgabe 16 mit dem Anlegen von Wikis (beide pdf).

    BBB news

    Unter dem Titel "BBB news", also Neuigkeiten aus der Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn, werde ich in Zukunft neue Einträge in eben jene Bibliographie auch hier veröffentlichen.

  • David Kaser: Just Lucky, I Guess: My Adventurous Life As a Hoosier Librarian. Vantage Press 2000
  • Gerard E. Dempsey / Janet N. Petsche: "Library Law: Library Dress Codes: Keeping Up Appearances", North Suburban Library System, 8. Februar 2007
  • Overend Howard: Book guy: A librarian in the Peace. Horsdal & Schubert 2001
  • Maureen Sullivan: "Learning as an Investment, Not a Cost", North Suburban Library System, 1. Jänner 2006
  • Roger Stoddard: George Parker Winship as Librarian, Typophile, and Teacher. Houghton Library of the Harvard College Library 2005
  • William McCully: "Value of Professional Development", North Suburban Library System, 1. Jänner 2006
  • Kirsten Dinnall Hoyte: Black Marks. Akashic Books 2006
  • Sharon Ball: "Reaping the Benefits of Professional Organizations", North Suburban Library System, November 2005
  • Philipp Vandenberg: Das vergessene Pergament. Lübbe 2006
  • Guy Redvers Lyle: Beyond My Expectation: A Personal Chronicle. Scarecrow Press 1981
  • Ronald C. Benge: Confessions of a Lapsed Librarian. Scarecrow Press 1984
  • John Bankston: Michael L. Printz and the Story of the Michael L. Printz Award. Mitchell Lane 2003
  • Wayne A. Wiegand: Irrepressible Reformer: A Biography of Melvil Dewey. American Library Association 1996
  • Claud Glenn Sparks: Doyen of Librarians: A Biography of William Warner Bishop. Scarecrow Press 1993
  • Stephen Akey: Library. Orchises Press 2002
  • Dale M. Bentz: Reflections on a Lifetime. Maecenas Press 1991
  • Sydell Waxman: Believing In Books: The Story Of Lillian Smith. Napoleon Press 2002
  • Friday, February 16, 2007

    Bibliothek im "Haus der Zukunft"

    Das "Haus der Zukunft" am Rabbiner-Schneerson-Platz in Wien wird "Beratungs-, Förder- und Bildungsprogramme speziell für Frauen" bieten und eine "Bildungs-, Schaffens- und Freizeitstätte für die Jugend" darstellen. Diese Begegnungsstätte wird am kommenden Sonntag eröffnet werden: "Dem Grundgedanken folgend - Integration, Kultur und Begegnung auf fünf Etagen - werden auch das Seniorencafé und die internationale Bibliothek mehrsprachig geführt". Quelle: Presseaussendung.

    Where 2.0

    Am 29. und 30. Mai findet in Kalifornien die Tagung "Where 2.0" statt: "For two days, Where 2.0 will be the most important location in the world of location-based technology. Where 2.0 will bring together the speakers, the sessions, the events, and the attendees that promise to map out the future of the geospatial industry".

    Neuerwerbung

    Ben Schoen, Emerson Spartz, Andy Gordon, Gretchen Stull, Jamie Lawrence: MUGGLENET.com's What will happen in Harry Potter 7. Who lives, who dies, who falls in love and how will the adventure finally end? Unauthorized predictions from the #1 Harry Potter fan site. Berkeley: Ulysses Press 2006

    Thursday, February 15, 2007

    Jeannie Ebner-Weblog

    Ich habe in der letzten Woche ein eigenes Weblog für meine Diplomarbeit angelegt und lagere die Berichterstattung darüber hiermit aus. Alle Interessierten lade ich herzlich ein, auch das andere Blog zu lesen.

    reading diary

  • recently finished: Thomas R.P. Mielke: Das Geheimnis des ersten Planeten. Reinbek: Rowohlt 1997
  • currently reading: Carine Kleiber, Erika Tunner (eds.): Beiträge des Internationalen Kolloquiums Frauenliteratur in Österreich von 1945 bis bis heute. Bern: Lang 1986
  • Ein Intellektueller...

    ... ist einer, der in einer Bibliothek geht, selbst wenn es nicht regnet (André Roussin). Gelesen auf einer Postkarte der Stadtbücherei Neunkirchen.

    Hesse-Ausstellung in Wien

    Die groß angelegte Ausstellung "Hermann Hesse - Dichter und Maler" wird am 22. Februar 2007 im Wiener Leopold-Museum eröffnet und bis 3. Juni zu sehen sein: "Volker Michels hat für diese Ausstellung im Leopold Museum neben 100 Aquarellen eine große Auswahl an Original-Briefen, Fotos und Gedichten zusammengestellt" (Quelle: Presseaussendung).

    Tuesday, February 13, 2007

    reading diary

  • currently reading: Thomas R.P. Mielke: Das Geheimnis des ersten Planeten. Reinbek: Rowohlt 1997
  • recently finished: Jeannie Ebner: Der Genauigkeit zuliebe. Tagebücher 1942 - 1980. Graz: Styria 1993. - Pedro Fernández: Das Geheimnis des Malers. btb 2002
  • Neuerwerbung

    Sharon Marcus: Between women. Friendship, desire, and marriage in Victorian England. Princeton: Princeton University Press 2007

    "Vielseitigkeit des Berufs"

    "Von Anfang an habe sie die Vielseitigkeit dieses Berufs fasziniert. Zum Studium gehören Grundlagen in Natur-, Geisteswissenschaften und Technik. Schließlich muss ein Bibliothekar, um Besucher beraten zu können, in der Lage sein, Begriffe einordnen zu können. Wer jedoch nur gern Bücher liest, sei fehl am Platz. Denn ein Bibliothekar sei hauptsächlich ein Medienverwalter, der für eine Bibliothek ein Ordnungssystem entwickeln müsse", schreibt Steffen Göttmann am 9. Februar 2007 in der Märkischen Oderzeitung über die Pensionierung einer Bibliotheksleiterin nach vierzig Dienstjahren.

    Friday, February 09, 2007

    Suche in ancient petitions

    Die britischen National Archives haben wieder eine neues kostenlos zugängliches Angebot: Die Ancient Petitions aus der Zeit von Henry III bis James I, also aus einer Zeitspanne von vier Jahrhunderten, können nun online abgefragt werden. Was steht da drinnen? "Generally the petitions fall into two categories: some ask for the redress of grievances which could not be resolved at common law; others are straightforward requests for a grant of favour". Die Petitionen sind in den Sprachen Anglo-Normannisch, Latein oder Englisch gehalten; eine Suche ist nach Name, Ort, Beruf, Thema und anderen Stichwörtern möglich. Das image-file bekommt man dann an eine eMail-Adresse zugesandt.

    Neuer Blogger

    Gestern habe ich nun doch den Schritt gewagt und bin auf die neue Blogger-Version umgestiegen. Es missfällt mir, dass ich nun meinen Blogger- mit meinem Google-Account mergen musste (das gleiche gilt für Yahoo!/Flickr), gleichzeitig gibt es ein paar neue Features, die den Umgang mit dem neuen Blogger wesentlich erleichtern: Zunächst die Labels, die mir wirklich gefehlt haben. Nun muss ich nur aufpassen, dass ich sie konsequent und einheitlich vergebe und mich nicht verzettele. Der zweite große Pluspunkt ist, dass sich das Publizieren von Posts und von Template-Änderungen wesentlich beschleunigt hat.

    Die Reduktionsfunktion

    "Die soziale Kompetenz der Bibliothekarin und des Bibliothekars liegt in der Fähigkeit der Redimensionierung, der Datenreduktion, der Komprimierung der Information - und nicht im besinnungslosen Herbeischaufeln immer größerer Datenmengen".

    Hans Zotter: "Erlebnisräume, gebaut aus Erinnerungen. Die Sondersammlung als Teaching Library". In: AKMB-news 12 (2006) 1, S. 26 - 31

    Thursday, February 08, 2007

    Book and text in France

    Neu bei Ashgate: Adrian Armstrong / Malcolm Quainton (Hrsg.): Book and Text in France, 1400 - 1600. Poetry on the page. Inhalt: "Contributors to this volume analyze layout, illustration, graphology, paratext, typography, anthologization, and other such elements in works by a variety of writers. They demonstrate how those elements play a crucial role in shaping the relationships between authors, texts, contexts, and readers, and how these relationships change as the nature of the book evolves".

    Neuerwerbungen

  • Götz von Coburg: Lesen in Berlin. Geschichte der öffentlichen Bibliotheken von 1850 bis 1980. Berlin: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin 1980 (= Berliner Forum 3/80)
  • J. Vallinkoski: The history of the university library at Turku. Bd. II: 1722 - 1772. Helsinki 1975 (= Helsingin yliopiston kirjaston julkaisuja 37)
  • Vorschlag zu einer Lesebibliothek für junge Frauenzimmer. Ein bibliographisch-erotisches Curiosum vom Jahre 1780. Mit Anmerkungen und einem Verzeichnis scherzhafter Cataloge (livres imaginaires) herausgegeben von Hugo Hayn. Borna: Jahnke 1889 [vielleicht schreibe ich ja doch einmal meine Dissertation über Hugo Hayn, und dafür beginne ich nun schrittweise zu sammeln. Die Bände sind teilweise recht teuer]
  • Tuesday, February 06, 2007

    Bibliotheks-Neuerwerbungen

  • Helmut Hüller, Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. 7., überarb. Aufl. Frankfurt: Klostermann 2006
  • Rafic Kuzbari, Reinhard Ammer: Der wissenschaftliche Vortrag. Wien: Springer 2006
  • Steven Gilbar: Bibliomania. Ein listenreiches Buch über Bücher. 2. Aufl. Zürich: Dörlemann 2007
  • Klaus Walther: Kleine Philosophie der Passionen: Bücher sammeln. 2. Aufl. München: dtv 2005
  • Jaroslav Drtina: Der Schlagwortkatalog. Leipzig: Verlag für Buch- und Bibliothekswesen 1961
  • Vanessa Diemand, Michael Mangold, Peter Weibel (Hrsg.): Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen. 1. Aufl. Hannover: Heise 2007
  • Michael Knoche: Die Bibliothek brennt. Ein Bericht aus Weimar. 2. Aufl. Göttingen: Wallstein 2006
  • Charles Lipson: Doing honest work in college. How to prepare citations, avoid plagiarism and achieve real academic success. Chicago: University of Chicago Press 2004
  • Fredi Gertsch: Das Moodle-Praxisbuch. Online-Lernumgebungen einrichten, anbieten und verwalten. München: Addison-Wesley 2006
  • Kornelia Maier-Häfele, Hartmut Häfele: Open-Source-Werkzeuge für e-Trainings. Übersicht, Empfehlungen und Anleitungen für den sofortigen Seminareinsatz. Bonn: managerSeminare 2005
  • Norbert Meder: Web-Didaktik. Eine neue Didaktik webbasierten, vernetzten Lernens. Bielefeld: Bertelsmann 2006 (= Wissen und Bildung im Internet 2)
  • Närrin und Maus

    Zweimal Bibliothekarin in Zeitungsberichten: 1. Oberberg aktuell meldet, dass Dorita Kohl, Bibliothekarin in der Stadtbücherei Gummersbach, mit der "Goldenen Narrenkappe" ausgezeichnet wurde. 2. Der Wiesbadener Kurier berichtet über Till Löfflers Liederabend "Abgetaucht", bei dem "eine mausgraue Bibliothekarin (Friedericke Bellstedt) 'In einem kühlen Grunde' trällert".

    Monday, February 05, 2007

    "Vernünftige Sprache"

    Geniale Begebenheit aus dem Weblog "Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn":

    Kundin: "Haben Sie das Buch 'Die Weber' von Hauptmann in einer vernünftigen Sprache?"
    Ich: "Was ist denn für Sie eine vernünftige Sprache?"
    Kundin: "Naja. Deutsch. Aber halt richtiges Deutsch. Nicht so'n Altes".

    Windows to the world

    "The libraries I biked to were, indeed, an air conditioned paradise for kids in the summer. Perhaps they remain a heated place for the retired in other seasons. Libraries of today offer not just computers, but technical help in mastering the machinery. Older citizens suddenly have a home with thousands of newly installed windows to the world".
    Beverly C. Lucey: "Liberty and the Librarian". Commentary of the Day in the Irascible professor-weblog, November 10, 2006.

    Regierungsprogramm-Wiki

    Die Wiener Grünen laden auf der heute gestarteten Seite neuverhandeln.at ein, das ÖVP-SPÖ-Regierungsprogramm nach Wiki-Art gemeinsam umzuschreiben. Ich bin gespannt, ob hier wirklich auch eine Diskussion in Gang kommt und ob die Regierungsparteien da auch fleißig mitschreiben werden. - Hinweis aus derstandard.at.

    Bibliodominatrix or Information Goddess

    There is a poll at David Rothman's weblog about "hat title should replace 'Librarian'?". As of the time I write this, the "information goddess" is in pole position. Background.

    "Blogosfera" in Spain

    A "commented compilation of the Spanish LIS-blogosphere, including personal blogs, and blogs managed by Spanish libraries, professional associations and institutions of the Library and Information Science sector", is now available at E-LIS (in Spanish). It was published 2006 in the journal "Revista Española de Documentación Científica".

    Vloggy library

    Unter dem Titel "Library Gets Vloggy on YouTube" berichtet das Library Journal vom 1. Februar, dass die Arlington Heights Memorial Library in Illinois ein Videoblog führt, "to inform patrons about new services and ongoing programs". Das Vlog wird drei Mal in der Woche aktualisiert. - Gefunden über ABI/Inform.

    Friday, February 02, 2007

    Der Leseverein empfiehlt


    ""Der Leseverein in Aspang empfiehlt den P.T. Sommergästen die reichhaltige Bibliothek (2000 Bände) zur Benützung. Gebühr per Saison K 3,- Anmeldung bei Herrn J. Schütt, Bahnstraße Nr. 65. Bibliothekar: Herr Lehrer Wittek, Neugasse Nr. 104. Bibliotheksstunden jeden Montag von 2 bis 3 Uhr nachmittags (Wochesländers Gasthaus)"

    Das Inserat stammt aus Eduard Nemeczeks "Führer und Chronik von Aspang mit Berücksichtigung des Wechselgebietes und der Buckligen Welt". Aspang: Pelnitschar 1912 - waren das noch Zeiten, als in Veröffentlichungen der Tourismuswirtschaft mit dem Vorhandensein einer Bibliothek geworben wurde...

    Thursday, February 01, 2007

    Bully und Bibliothek

    "Online past can bite"

    "Online past can bite", titelt Sara Newman in prospects.ac.uk vom Jänner 2007: "When Paris Hilton's down and dirty exploits hit the web her career took off, but for the rest of us, the smallest indiscretion posted on the internet can seriously jeopardise our career". Newman berichtet über einen britischen Blogger, der wegen seines Blogs aufgrund von "gross misconduct" entlassen wurde. Leider steht nicht dabei, was er da eigentlich veröffentlicht hat, und somit könnte das zwischen Nacktphotos und Firmengeheimnissen alles sein.

    Why libraries and librarians are still extremely important

    33 Gründe, warum Bibliotheken und BibliothekarInnen immer noch wichtig sind, nennt Will Sherman im Degreetutor. Auch wenn ich selbst nicht allen Punkten zustimme, gefallen mir doch einige sehr gut, zum Beispiel "Libraries are stable while the web is transient" und "Library attendance isn't falling – it's just more virtual now". via librarian.net.

    Tuesday, January 30, 2007

    Work @ your library

    Bei Youtube gibt es eine interessante Werbung der Nebraska Library Commission für den BibliothekarInnenberuf. Entdeckt beim Driving Insane-Weblog via dem Librarian Woes-Weblog.

    Library Tattoos

    Archie McPhee bietet nun unter dem Titel "The Illustrated Librarian" eine geniale Zusammenstellung von nicht-dauerhaften Tattoos für BibliothekarInnen an. Zum Preis von 7,95 Dollar erhält man eine Kollektion von zwölf Tattoos mit Inschriften wie "read or die" und "librarians rule". Eine nette Idee für die Sommerzeit. - Hier ist übrigens auch die berüchtigte Librarian Action Figure nach dem Vorbild von Nancy Pearl erhältlich.

    Rethinking information work

    Bei Greenwood ist ein neues Buch zum Berufsbild von InformationsexpertInnen erschienen: "Rethinking Information Work. A Career Guide for Librarians and Other Information Professionals" von G. Kim Dority, Mitarbeiterin des Library and Information Science Program der University of Denver.
    Aus der Beschreibung: "Create the rewarding, engaging, and resilient information career you dreamed of in grad school with this practical yet inspiring step-by-step guide. Today, information work offers you an unprecedented number of career options. Whether you are a student working towards a career in librarianship, a mid-careerist considering the next professional step, or a seasoned information professional looking for new directions; if you're looking for work in the field, this guide can help you sort through the options".

    Drehbuch für Star Trek XI bald fertig?

    Laut Trekzone, der IMDB und trekmovie.com ist das Drehbuch für Star Trek XI praktisch fertig. Der Film könnte "schon" im Winter 2008 in die Kinos kommen.

    Monday, January 29, 2007

    Bumm, bumm

    Mit Konzentration ist heute nichts bei mir. Bei unserem Büro hängen zwei einzelne Metall-Lamellen der Außenjalousie nur mehr an einer Seite fest, und da nur am "seidenen" Faden. Die losen Enden donnern sturmbedingt permanent ans Fenster oder an die Wand. Kreisch!
    Bei diesem Wind kann man natürlich auch von niemandem erwarten, auf eine Leiter zu steigen und sie zu entfernen (man hätte sie zwar auch schon vor dem Sturm entfernen können, aber die sind so oft kaputt, dass unsere Haustechniker gar nicht mehr nachkommen). Immerhin befindet sich unter unserem Büro nur eine fast nie verwendete Notstiege, also würden die Teile sicher niemanden treffen, wenn sie doch hinunterfallen sollten - und den Kyrill haben die Metallschienen ja schließlich auch überstanden. Es hört sich aber so an, als würden sie jeden Moment durchs Glas hereinfliegen.

    Neuerwerbung

    Frances H. Bachelder: The iron gate. London: Minerva Press 2000 ("William Crampton, a somewhat shy librarian with artistic leanings, returns to his New England hometown in the early 1920s, to pursue his dream of establishing his close-knit community's first library" - Williams Hund, ein schwarzer Cocker-Spaniel, heißt übrigens Bodleian)

    Friday, January 26, 2007

    Nachtrag: Bibliotheken & Studiengebühren

    Als Nachtrag zu meinem Eintrag vom 12. Jänner: Wie der Geschäftsführer des Büchereiverbandes, Gerald Leitner, heute bekanntgab, wurde die neue Bildungsministerin Claudia Schmied bei ihrem Amtsantritt ersucht, "die Befreiung von ehrenamtlich in Bibliotheken arbeitenden Studentinnen und Studenten von den Studiengebühren zu ventilieren. Von den 11.500 in Öffentlichen Bibliotheken tätigen MitarbeiterInnen sind ca. 8.500 ehrenamtlich tätig, darunter zahlreiche Studentinnen und Studenten, die einen wertvollen – bisher unhonorierten - Beitrag für das Gemeinwohl leisten". Nun da alle gemeinnützigen Organisationen ihre Begehrlichkeiten kundtun, befürwortet der neue Wissenschaftsminister Johannes "Gio" Hahn in einem ORF-Interview eine Einschränkung dieser Regelung auf den Bildungsbereich. Nun, da würden ja die Bibliotheken hineinfallen.

    Tuesday, January 23, 2007

    Schattenseiten von Social Software

    Ich habe einige interessante Artikel gefunden, die sich mit negativen Aspekten bzw. potentiellem Missbrauch von sozialer Software auseinandersetzen:
  • Harald Taglinger: "Social Phishing. Die dunklen Möglichkeiten der Social Software – ein Szenario": In: Telepolis, 5. April 2006
  • Rudolf Maresch: "Die Bühnen des Mobs und der Wichtigtuer": In: Telepolis, 21. Jänner 2007
  • Wolf-Dieter Roth: "'Web 2.0' ist ein Paradies für Hacker. Vor lauter Jubel über den Nutzen des Kartographierens und Zusammenführens von Daten wird die Sicherheit vergessen". In: Telepolis, 12. Mai 2006
  • LaJean Humphries: "The Impact of Social Networking Tools and Guidelines to Use Them". In: LLRX, 15. Jänner 2007
  • Monday, January 22, 2007

    Vom Text, den die Bibliothek schreibt

    Der Wiener Germanistik-Professor Franz Eybl spricht am Donnerstag "Vom Text, den die Bibliothek schreibt": "Seit dem Spätmittelalter (und bis zur Entsorgung der Karteikästen) organisiert der geschriebene Katalog den Bücherspeicher. Der Vortrag unternimmt eine kleine Philosophie des Bibliothekskatalogs als ein ausgelagertes Gedächtnis der Bibliothek und eine lebendige Choreographie der Wissenszirkulation".
    Ort und Zeit: Donnerstag, 25. Jänner 2007, 19 Uhr c.t., Übungsraum 1 des Instituts für Germanistik, Hauptgebäude der Universität, 1010, Dr. Karl Lueger-Ring 1, Stiege 9, 2. Stock.

    Sunday, January 21, 2007

    Life vs. literature

    "In Morris Zapp's view, the root of all critical error was a naive confusion of literature with life. Life was transparent, literature opaque. Life was an open, literature a closed system. Life was composed of things, literature of words. Life was what it appeared to be about: if you were afraid your plane would crash it was about death, if you were trying to get a girl into bed it was about sex. Literature was never about what it appeared to be about, though in the case of the novel considerable ingenuity and perception were needed to crack the code of realistic illusion (...). Even the dumbest critic understood that Hamlet wasn't about how the guy could kill his uncle, or the Ancient Mariner about cruelty to animals, but it was surprising how many people thought that Jane Austen's novels were about finding Mr Right".

    Quelle: David Lodge: Changing places. In: A David Lodge Trilogy. Penguin 1993, S. 40 (ich lese gerade den dritten Teil, "Nice work", mit ebenso großem Vergnügen wie "Changing places" und "Small world". Zufallstreffer in einer Wiener Buchhandlung, als ich eigentlich nur die Zeit bis zu einer Verabredung "herumbiegen" wollte).

    Blogmonitoring mit Opinmind

    Bei der Vorbereitung meiner Lehrveranstaltung über social software bin ich auf das Blogmonitoring-Tool Opinmind gestoßen. Opinmind zeigt links positive und rechts negative Ergebnisse an und verfügt über den sogenannten Sentimeter: "The Sentimeter displays the relative number of positive and negative opinions identified by Opinmind's automated search processes". Die Zuordnung ist nicht immer korrekt, aber doch in überraschend vielen Fällen.
    Ich habe es gleich einmal mit dem Suchbegriff librarian ausprobiert, was recht interessante Ergebnisse zeitigt, übrigens immerhin 80 Prozent positive Meldungen. Die Eigenschaften "sexy" und "stupid" kommen dabei häufig vor. Mich irritiert allerdings die Häufigkeit von Phrasen wie "I hate the librarian".

    Friday, January 19, 2007

    Blogger out of beta

    Blogger hat vor kurzem seine neue Version gelauncht, die einige wünschenswerte Features aufweist: zum Beispiel kann man endlich "labels" für einzelne Beiträge vergeben, sie also klassifizieren bzw. beschlagworten, somit können auch Feeds für bestimmte Kategorien abonniert werden. Außerdem kann man nun auch Weblogs nur für bestimmte Personen zugänglich machen.
    Warum ich dann noch nicht umgestiegen bin? Der Wechsel zur neuen Version setzt verpflichtend einen Google-Account voraus. Ich habe ja als Gmail-Nutzerin schon seit längerer Zeit einen solchen, aber ich verspüre dennoch ein leichtes Unbehagen bei dieser Verknüpfung verschiedener Anwendungen. Was kauft Google noch alles?

    Bulgarische Bücher aus Wien

    Die Direktorinnen der österreichischen und der bulgarischen Nationalbibliothek, Johanna Rachinger und Boriana Christova, eröffnen gemeinsam die Ausstellung "In Wien gedruckte bulgarische Bücher 1845 - 1878". Ort und Zeit: 8. Februar 2007, 19 Uhr, Prunksaal der ONB. Die Ausstellung wird bis 25. Februar 2007 zu sehen sein, jeweils Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 21 Uhr.
    Aus der Einladung: "Die Österreichische Nationalbibliothek verfügt über einen sehr speziellen Bestand an bulgarischen Büchern aus dem 19. Jahrhundert, die in Wiener Druckereien gedruckt wurden. In der Mehrzahl sind es Sach- und Lehrbücher aus den Bereichen Volksbildung und Wissenschaft. Diese Bücher dokumentieren anschaulich, welch großen Anteil der Wiener Buchdruck am Aufbau des bulgarischen Bildungswesens im 19. Jahrhundert hatte".

    Institutional review Blog

    Zachary M. Schrag, Assistant Professor für Geschichte an der George Mason University, hat ein Weblog gestartet, das sich kritisch mit den Praktiken von "nstitutional review boards" (IRB), vor allem im Bereich der Geisteswissenschaften, auseinandersetzt: "It seeks to inform the debate over IRBs by collecting breaking news, commentary, and background information on the subject".
    Hinweis aus einem Artikel von Paul D. Thacker in Inside Higher Ed vom 19. Jänner.

    Auf Schrags Website habe ich dann übrigens einen Link zum Mason Historiographiki gefunden, einem Wiki "written and edited by graduate students in history at George Mason University who are preparing for written or oral comprehensive examinations". Ein interessantes Beispiel für den Einsatz von Wikis im Bildungsbereich.

    Thursday, January 18, 2007

    Ich bin I+D

    Auf der "FachBlogs für BibliothekarInnen"-Website des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg ist dieses Weblog - neben den ganz großen wie Netbib und Archivalia - gelistet, was mich natürlich sehr freut. Interessant ist die Zuordnung zum "Bereich I + D".

    "a legion of angry librarians"

    "I love librarians. The stereotypical image of these people is that of a middle-aged woman with calf-length tweed skirt, hair tied back in a bun, thick-rimmed glasses, sharp features and a personality to match. But that's way out of date", steht im neuseeländischen Aardvark Daily-Weblog zu lesen.
    Der Eintrag berichtet über die (erfolgreichen) Proteste gegen eine "bibliotheks-feindliche" Fernsehwerbung der dortigen Telecom. Der Autor oder die Autorin gibt der Anzeige jedenfalls inhaltlich recht: "Maybe Google doesn't have the wit, charm and friendly mannerisms of your local librarian but, when used properly, it's a damned quick and efficient way to track down that information you're looking for. What's more, Google's plan to digitise an incredible array of printed works makes the library even less relevant to a generation brought up behind a keyboard rather than the printed page. Don't get me wrong, I'm not advocating the elimination of libraries or those whose job it is to pinpoint the information held in them (heaven forbid that *I* incur the wrath of the librarian-army) -- but I am stating the obvious".

    Open Access-Petition

    Derzeit läuft eine EU-weite Petition, die sich für "guaranteed public access to publicly-funded research results" einsetzt. Bitte "register your support for free and open access to European research and for the recommendations proposed in the EU's 'Study on the Economic and Technical Evolution of the Scientific Publication Markets of Europe'" (Studie als pdf).
    Kurz gesagt: Die EU soll endlich das umsetzen, was in Bezug auf Open Access in durch die EU finanzierten und in Auftrag gegebenen Studien herausgekommen ist. Das beinhaltet zum Beispiel: "The following actions could be taken at the European level: (i) Establish a European policy mandating published articles arising from EC-funded research to be available after a given time period in open access archives, and (ii) Explore with Member States and with European research and academic associations whether and how such policies and open repositories could be implemented". - Ein nachvollziehbarer Wunsch, würde ich meinen. DIe Petition wurde seit 14. Jänner von 1723 Personen unterzeichnet.

    Wednesday, January 17, 2007

    Bibliothekshumor vom Feinsten

    Der Beitrag "Aus grauen Mäusen bunte Vögel! Bahnbrechende Ideen zu einer PR für Bibliotheken" von Peter Klien bzw. Jochen G. Schwafel (aus der Festschrift für Peter Kubalek) ist nun erfreulicherweise bei E-LIS online gestellt worden. - Ich habe selten Tränen gelacht über einen Beitrag aus der Bibliothekswelt, bei diesem aber schon. Es wird aber sicher KollegInnen geben, die das Geschilderte aus der eigenen Erfahrung kennen und den Artikel daher gar nicht komisch finden. Es ist schon was Wahres dran...

    Tuesday, January 16, 2007

    Informationsmanagement bei der Polizei

    Das neueste JurPC-Webdokument stammt von Jürgen Glodek und heißt "POLIZEI-ONLINE – das Wissensportal". Zum Inhalt: "Die Polizei des Landes Baden-Württemberg stellt sich der Herausforderung der Verfügbarkeit aktueller und umfangreicher Informationen mit dem im Intranet der Polizei betriebenen Wissensmanagement-System POLIZEI-ONLINE. Über ein landesweites Portal stehen den an über 700 Standorten verteilten 30.000 Bediensteten rund um die Uhr u.a. aktuelle Informationen, Handlungsanleitungen, Rechtsvorschriften und gerichtliche Entscheidungen zur Verfügung".
    Laut der Projektwebsite ist POLIZEI-ONLINE übrigens "Bestandteil einer Public Private Partnership zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Deutschen Telekom AG": " Die Polizei nimmt die Rolle des Schrittmachers und Pilotanwenders für die gesamte Landesverwaltung ein. Sie entwickelt und erprobt hierbei die dem Projekt zu Grunde liegenden Gesamtkonzepte zur Unterstützung von Personal- und Organisationsentwicklung". - An so einem Projekt würde ich gerne mitarbeiten!

    Regeln der Gelassenheit

    In einer Weihnachtsausgabe der Salzburger Nachrichten schrieb der "Steinkauz" über die zehn Regeln von Papst Johannes XXIII; die auch die "Regeln der Gelassenheit" genannt werden. Drei davon haben mich besonders angesprochen:
  • Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
  • Nur für heute werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen. Ich werde niemanden kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern. Nur mich selbst.
  • Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen. Und ich werde es niemandem erzählen. Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe es zu tun. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.

  • Und eine freut mich besonders:
  • Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, so ist die Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
  • Monday, January 15, 2007

    Beauty is nothing without brains...

    ... muss die junge blonde Frau in einer sehr witzigen Mercedes-Werbung feststellen, die in einer Bibliothek spielt. Die Bibliothekarin könnte aber trotzdem ein bisschen netter sein, finde ich... Hinweis aus Lezbrian.

    Bibliothekarin bei David Lodge

    "Mrs Simpson, the British Council librarian at Istanbul, a pleasant, if reserved lady, with shapely buttocks and beautiful blond hair" (David Lodge: Small World. In: A David Lodge Trilogy. Penguin 1993, S. 445)

    Neuerwerbungen

  • Charlaine Harris: Last Scene alive. An Aurora Teagarden mystery. MIRA Books 2002 (Hobby-Ermittlerin Aurora Teagarden ist Bibliothekarin)
  • Lewis B. Frumkes: How to raise your IQ by eating gifted children. toExcel 1976/2000
  • Friday, January 12, 2007

    Gemeinnützige Arbeit statt Studiengebühren

    Einem Bericht in der Presse ist zu entnehmen, dass in Zukunft die Studiengebühren auch durch ehrenamtliche soziale Arbeit abgeleistet werden können. Eine Stunde wird dabei mit sechs Euro gegenverrechnet. - Wo kann man diese Stunden ableisten? In der Presse steht "etwa bei Zivildienstorganisationen oder in der Altenbetreuung". Wenn die Anrechnung hier großzügig gehandhabt würde, was ich leider nicht glaube, könnte das auch eine "Belohnung" für ehrenamtlich Arbeitende in öffentlichen Bibliotheken darstellen. Ich nehme aber an, dass da eher das Gesundheitssystem unterstützt werden soll und nicht das Bildungssystem.
    Update 12.1.2007: noch einige notwendige Ergänzungen:
  • Es schaut leider nicht so aus, als wäre das als Belohnung für Studierende, die sich bereits jetzt ehrenamtlich engagieren, sondern schon eine Art Vorbote der Abschaffung des Wehr- und damit auch Zivildienstes, also ein Ersatz für die damit vergleichsweise günstig eingekauften Sozialdienste.
  • Studierendenorganiationen und Parteijugend geben zu bedenken, dass Leute auf dem "freien Markt" doch mehr verdienen können.
  • Bernhard Felderer schlug vor, die Studierenden in den Schulen für die Betreuung von SchülerInnen mit schlechten Deutschkenntnissen, sozusagen als StützlehrerInnen, einzusetzen. Ist das nicht in gewisser Weise eine Diskreditierung des LehrerInnenberufs bzw. anderer sozialer Berufe, wenn man davon ausgeht, dass einfach jede/r ohne entsprechende Ausbildung da arbeiten kann?
  • Eine Idee aus meinem Freundeskreis: Wenn schon gemeinnützige Arbeit statt Studiengebühren, dann direkt auf den Universitäten. Es gebe genügend Projekte, wo man anpackende Hände gebrauchen könnte.
  • Thursday, January 11, 2007

    Casino Royale & Bibliothek

    Im neuesten James Bond-Film "Casino Royale" sieht man M durch einen bis zur Decke mit alten Büchern gefüllten Raum gehen. Leider nicht sehr gutes Photo in der IMDB.

    Companion to digital humanities online!

    Das empfehlenswerte Buch "A Companion to Digital Humanities", herausgegeben von Susan Schreibman, Ray Siemens und John Unsworth und erschienen bei Blackwell im Jahr 2004, ist nun zur Gänze online abrufbar! - Hinweis aus TEI-L.

    Wednesday, January 10, 2007

    reading diary

    currently finished: Leslie Silbert: The intelligencer. B&T 2005 (thrilling novel featuring a renaissance scholar turned private investigator, Christopher Marlowe as spy and historical aspects of British secret service)

    Tuesday, January 09, 2007

    five things you didn't know about library mistress

    There's kind of a game going on in the scene of "liblogarians" (term first seen at Rambling librarian's weblog) - confess five things blog readers don't know about you and get other library bloggers to do the same. I've been "tagged" by Michael Casey (LibraryCrunch) who was tagged by Michael Stephens (Tame the web) who was tagged by Phil Bradley who was tagged by Danny Sullivan (Daggle). Because breaking the chain causes misfortune ;-) I'll comply.
    1. in my journalist era, many years ago, I once wrote a critique about a recently established choir that was unfair, and I still have regrets about that because I privileged a not-even-very-funny pun over the singers' feelings. They called themselves "singing circle" (Singkreis), and I wrote they should better circle than sing.
    2. I had applied for a library job years before I started my LIS studies and I was rejected because of being "overqualified" - it was a "c" position, and I didn't know what that means at that time. In retrospect, my rejection was good - I was very disappointed, though, because I urgently wanted to move out from my parents' house at that time and needed money.
    3. I owe my current life to McDonald's. How come? I worked one month at McDonald's, and it was that terrible that I vowed to never work there again, so next year (1994) I applied to one of the local newspapers and was accepted. During an appointment for this newspaper, I learned to know a young man with whom I became (not only) friends, and he happened to visit the 1998 education fair in Vienna and brought me a leaflet of the then new LIS study programme in Eisenstadt because he thought I would be interested. And I was, and so here I am.
    4. During a seminar, the trainer asked us to write down things we would want to deal with if we knew we died tomorrow. Top on my list was to reconcile with my sister who doesn't talk to me anymore, the reason for which is not really my fault.
    5. The places I can concentrate best are the cafeteria near the department of ancient history and the cafeteria at the so-called "philosophers' staircase", both at the University of Vienna. You see the problem: I don't work there.
    I myself nominate Andreas Hepperger; one of the contributors to the IB Weblog and Netbib; the vampire librarian and Miss Information.

    Monday, January 08, 2007

    blogging librarians

    "Teenagers are doing it. So are those who follow politics. And in increasing numbers, librarians are, too. Blogging, that is", schrieb die NY Times am 24. Dezember. Auch die Nutzung von MySpace und Flickr durch Bibliotheken wird beschrieben. Zugang zum Artikel über bugmenot.com. - Dazu noch eine Ergänzung: Bei Frappr gibt es eine Karte mit blogging librarians, die ich hier einbinden kann:

    Homosexuellenarchiv durch Gerichtsirrtum vernichtet?

    Wie die Homosexuelle Initiative Wien heute meldet, wurde das "vermutlich wichtigste Archiv zur österreichischen Homosexuellengeschichte der 1960er bis 1980er Jahre" vernichtet. Die HOSI kritisiert das mit sehr harten Worten, die in der Presseaussendung nachzulesen sind - demnach dürfte es sich um einen Fehler des mit der Verlassenschaft betrauten Gerichtes handeln, das eine Wohnung mit einem für die Homosexuellengeschichte bedeutenden Nachlass zwangsräumen lassen habe.
    Zur Bedeutung des Archivs heißt es: Der Rechtsanwalt Franz Xaver Gugg, um dessen Nachlass es geht, "besaß nicht nur eine umfassende, auch wissenschaftliche Bibliothek, darunter zahlreiche im Buchhandel nicht mehr erhältliche und zum Teil auch in österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken und/oder Archiven nicht vorhandene sexualwissenschaftliche, sexualjuristische und ähnliche Titel, insbesondere aus den 1950er und 1960er Jahren, sondern auch ein umfangreiches Privatarchiv (Protokolle, Akten, Behördenstellungnahmen; aber auch Briefe, Fotos, Erinnerungen und Erinnerungsstücke), die sehr gute Einblicke in das weitgehend verborgene Leben schwuler Männer während der Zeit der Kriminalisierung und zugleich in die damalige homosexuelle Subkultur sowie in die Formen juristischer Verfolgung gewährten".
    Quellen: HOSI-Presseaussendung, Artikel in den Lambda-Nachrichten 107 und 302.

    Friday, January 05, 2007

    Mobile Bibliothek einmal anders

    Interessanter Hinweis im Dutch libraries-Weblog: Unter dem Namen "Knotenpunkt" (Knooppunt) hat die Schiedam-Bibliothek ein Programm gestartet, bei dem die Bibliothek immer gemeinsam mit einer Partnerorganisation ihre Arbeit außerhalb des eigentlichen Gebäudes vorstellen will. Erster - durchaus ungewöhnlicher - Partner: das lokale Krematorium. Dafür wurde vom Architekturbüro Van Velzen La Feber Bonneur eine Art Bibliothekskoffer, "Bieb in the Box", entwickelt: "It is a large folding box that can be placed anywhere. The box contains books, periodicals, brochures and a pc with digital information". Photo siehe Dutch libraries-Weblog.

    Thursday, January 04, 2007

    EU-Informationsveranstaltung Rechtsinformation

    In zwei Wochen findet in Wien wieder die empfehlenswerte EU-Informationsveranstaltung zu Rechtsinformation und Rechtsinformatik statt. Ort und Zeit: Mittwoch, 17. Jänner 2007, 9 bis 17 Uhr, Großer Vortragssaal des Neuen Amtsgebäudes, Minoritenplatz 9, 1014 Wien. Zum Programm:
  • Eröffnung - Georg Lienbacher
  • Bericht über die Tagung der EU-Ratsarbeitsgruppe Rechtsinformatik - Peter Kustor, Martin Schneider, Helga Stöger
  • Jüngste allgemeine politische Entwicklungen in der EU - Andrea Itzlinger
  • Informationsdienste der EU - Bernhard Kühr
  • Stand der RIS-Reform - Helmut Weichsel
  • Rolle der Intermediäre in der Rechtsinformatik - Margit Vetter
  • Trends der Rechtsinformatik - Harald Hoffmann, Friedrich Lachmayer
  • Neue eGovernment-Projekte des BMF - Arthur Winter
  • Roundtable: Rechtliches Wissensmanagement - Moderation: Günther Schefbeck. Impulsreferat: Josef Makolm. TeilnehmerInnen:
    Nikolaus Forgo, Doris Liebwald, Balazs Ratai, Angela Stöger-Frank, Gudrun Gaedke.
  • Wednesday, January 03, 2007

    Frauen-Geschichte(n) in progress

    Das "Museum unter der Lupe" im Jüdischen Museum Wien widmet sich Frauen-Geschichte(n): "Kuratorin Gabriele Kohlbauer-Fritz bereitet gerade die Ausstellung 'Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen im Judentum' vor. Schauen Sie ihr doch bei ihrer Arbeit über die Schulter und erleben Sie die Sammlungen des Jüdischen Museums in einem etwas anderen Licht: Was erzählen uns die Objekte über Frauen und ihre Geschichte?". - JMW, Dorotheergasse 11, 1010 Wien, Donnerstag, 25. Jänner 2007, 18 Uhr (pünktlich), Eintritt frei.
    Die Ausstellung "Beste aller Frauen" wird von 16. Mai 2007 bis 14. Oktober 2007 zu sehen sein. Aus der Ankündigung: "In der Ausstellung soll die Rolle der jüdischen Frau im religiösen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Kontext reflektiert werden. Dabei soll gezeigt werden, wie der weibliche bzw. der männliche Blick oft zu völlig unterschiedlichen Wahrnehmungen von Geschichtsbildern führt".