Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Thursday, September 11, 2008
Social software in "First Monday"
"das ganze Glück für einen anderen Menschen"
Aus: Lili Grün: Herz über Bord. Wien: Paul Zsolnay 1933, S. 31
Bibliotheksbestand des Tages
Kreativität in der Bücherei nutzen
Wednesday, September 10, 2008
Bücherverbrennung
Tuesday, September 09, 2008
Wendelin Schmidt-Dengler +
Update: Auf Ö1 ist heute um 21 Uhr eine Sendung aus der Reihe "Literarische Außenseiter" über Thomas Bernhard zu hören, die Schmidt-Dengler gestaltete; am Donnerstag um 21 Uhr wird die Sendung "Im Gespräch" wiederholt. Auf ORF2 wird heute um Mitternacht ein dreiviertelstündiges Portrait gezeigt. Der Bericht im heutigen Morgenjournal kann online nachgehört werden.
Monday, September 08, 2008
reading diary
Sunday, September 07, 2008
Sozialhilfeempfänger: Ab in die Bibliothek! Kronelektüre 2
Die FAZ formuliert so: "Wenn ein Leistungsbezieher etwa ein verbilligtes Jahresabonnement der Stadtbibliothek für 12 Euro nutze, entstünden demnach für Internet, Bücher und Zeitungen monatliche Kosten von einem Euro". Der Spiegel zitiert Klaus Schäfer, Verteilungsforscher der Hans-Boeckler-Stiftung: "Möglich, dass es in Chemnitz eine öffentliche Bibliothek in Jedermanns Nähe gibt. Das zu verallgemeinern, halte ich jedoch für sehr gewagt".
Zum Nachlesen: Presseaussendung der TU Chemnitz mit Links zur Studie und zu einer Kurzfassung, aus der ich den Bereich "Freizeit und Kultur" zitieren möchte. Die Ziele der Sozialhilfe sind recht allgemein formuliert, und so haben die Forscher sie einmal eng und einmal weiter ausgelegt. Als Minimum wird folgendes angesehen: "Pauschale für Stadtbibliothek. Ermöglicht Zugang zu Internet, Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Unterstellt wird darüber hinaus eine Freizeitgestaltung in Form von Gesprächen, Spaziergängen, Nutzung von Parks, Teilnahme an öffentlichen Festen etc.." (geschätzte 1 Euro pro Monat). Maximum: "Radio, TV. Vier Besuche von Freizeiteinrichtungen p.M. zur Teilhabe am soziokulturellen Leben einer Region. Kino, Stadtbibliothek, Theater, Schwimmbad. Pauschale für Stadtbibliothek mit Zugang zu einer Vielzahl weiterer Kommunikationsmittel" (geschätzte 14 Euro pro Monat).
Armer schwarzer Kater, Kronelektüre 1
Saturday, September 06, 2008
BBB news
Thursday, September 04, 2008
Libreas Nr. 13 zur Popkultur & Bibliothek
Bibliotheksbestand des Tages
Da werden Erinnerungen wach - ich glaube, aus meiner Generation wissen die meisten noch, wie das Titellied nach "Am dam des" weitergeht... Laut Wikipedia basiert das auf einem tschechischen Auszählreim.
Ich erinnere mich auch noch, dass in der Sendung keine Produktnamen verwendet werden sollten, und so sagten die "Tanten" statt dem auch unter Kindern gebräuchlichen "Uhu" und "Tixo" immer rätselhafte Dinge wie "Flüssigklebstoff"... "so, jetzt nehmen wir mal den Flüssigklebstoff" --> "Du, Mama, was hat sie gesagt soll ich nehmen???" --> "na, das Uhu" --> "heureka!" (oder so ähnlich).
Hab ich schon mal erwähnt...
Vielleicht ist es auch nicht gut, dass wir am Studiengang unsere StudentInnen so gut kennen. Ich versuche immer, genau zu überprüfen, ob ich zu einer Note aufgrund bisheriger Leistungen neige - wenn jemand immer gut war, tendiere zumindest ich leicht dazu, Fehler nicht so grob zu werten, während ich bei einer (im Sinne der Studienleistung) "schlechteren" Studentin mir dann gleich denke, "aha, eh nix anderes erwartet". Nachdem mir das aber bewusst ist, hab ich das mittlerweile ganz gut im Griff bzw. berate mich bei Zweifelsfällen auch mit KollegInnen, um meine Entscheidung einschätzen zu können. Wenn ich hauptberuflich unterrichten würde, würde ich am Semesterende aber regelmäßig auszucken ;-) Mir hat mein letztes Semester auf der FH gereicht, wo ich rund 120 Noten in einer Woche vergeben musste (um dann Fragen wie "nur weil ich zwei Mal meine Hausaufgabe nicht gemacht habe, nie aufgepasst, schon gar nie mitgearbeitet und drei Stunden unentschuldigt gefehlt habe, geben Sie mir kein 1A?" zu ernten ;-) jaja, ich übertreibe. So lange ist ja meine FHIB-Zeit auch noch nicht her, als dass ich das Studentinnendasein gänzlich verdrängt hätte.
Frage an hier eventuell mitlesende KollegInnen, die schon länger in diesem Feld tätig sind: Wird die Notenvergabe jemals leichter?
Giftschrank oder Freihand? Tagungsprogramm
Freitag, 7. November 2008, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
19.30 Uhr Bücher, die man nur mit einer Hand liest. Über erotische Literatur in Bibliotheken.
Sylvia Mattl-Wurm: Begrüßung.
Andreas Brunner: Kunst versus Pornographie. Über den Umgang mit Sex und Erotik im bibliothekarischen Alltag.
Alfred Pfoser, Monika Bargmann: Vergitterte Regale. Ausgewähltes aus der Secreta-Sammlung der Wienbibliothek im Rathaus.
Samstag, 8. November 2008, Renner-Institut
9 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde
9.30 Uhr Herbert Rosenstingl (Bundesprüfstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen): Vom Killerspiel zum Jobpilot – Computerspielen als Lernprozess
12 Mittagessen
14 Uhr Peter Karall (Universität Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie): Der Comic – zwischen Schund und "neunter Kunst"
16.30 Uhr Ernst Seibert (Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung / Universität Wien, Institut für Germanistik): Schmutz und Schund und die Folgen
Sonntag, 9. November 2008, Renner-Institut
9.30 Uhr Fazit – Seminarkritik – Programmplanung
12 Uhr Mittagessen und Tagungsende
Wednesday, September 03, 2008
Vergleich: LISA, LISTA, Library Lit
Tuesday, September 02, 2008
never allow...
Monday, September 01, 2008
Hedwig ist nicht die Kameliendame
"Hedwig ohne Schminke, im Spitalskittel, mit mageren Armen, spitzen Schultern, keine Zigarette zwischen den Lippen. Es ist auf den ersten Blick zu sehen, daß Hedwig nicht die Kameliendame ist. Es ist nicht poetisch, lungenkrank zu sein, es ist nicht poetisch, in einem langen, freudlosen Spitalssaal zu liegen, zwischen hustenden, spuckenden Menschen. Es ist nicht die Krankheit, die Elli aus der schönen Literatur kennt, es ist eine arme, arme Proletarierkrankheit, es ist ein häßliches Siechtum. Keiner von ihnen wird mit ein bißchen Blut auf den Lippen und einem Lächeln sterben. Auf diesen Gesichtern steht mit großen Buchstaben: Elend, Hunger, ewige Entbehrungen. Elli möchte sich verkriechen können, um dies alles nicht sehen zu müssen. So ist das also, so!" (S. 133 - 134).
BBB news
Windkraft auf 1900 Meter

Die letzten Tage meines Urlaubs habe ich in der Steiermark verbracht und dabei außer Kühen, einem zahmen Reh, Giftpilzen, blubbernden Bergseen und Gipfelkreuzen auch die beeindruckende Anlage des Tauernwindparkes in Oberzeiring gesehen. Die dreizehn Windräder auf 1900 Meter bilden den derzeit höchsten Windpark Europas, erzeugen Strom für bis zu 15000 Haushalte und sollen in Kürze durch eine Photovoltaikanlage ergänzt werden. Das Vorhaben wurde u.A. im Rahmen des Altener-Programms der Europäischen Union gefördert, und auch heute finden neben der Energiegewinnung am Berg verschiedene Forschungsprojekte statt. Mich hat das Projekt abgesehen von der ökologischen Komponente beeindruckt, weil da sicher genug Leute gesagt haben, dass das doch nie funktionieren kann, und sich der Ideenhaber davon offenbar nicht irritieren lassen hat.
Dazu passt auch das Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing, dem wir im Rahmen eines Betriebsausfluges auf der FH einen Besuch abgestattet haben. Hat mich zutiefst beeindruckt - "eine andere Welt ist möglich", habe ich mir damals gedacht. 1990, als der Bezirk Güssing die ärmste Region Österreichs war, beschloss der Gemeinderat der burgenländischen Stadt, zu hundert Prozent aus der fossilen Energie auszusteigen, und investierte auf vielfältige Art in Alternativenergie: Biodieselgewinnung aus Rapsöl, Biomasse-Kraftwerke mit Holz aus dem Bezirk und Solarenergie. Damit wurde nicht nur Energieautarkie erreicht, es siedelten sich auch neue Betriebe, Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen an. Pro Woche besuchen allein vierhundert Menschen das Zentrum.