Thursday, September 11, 2008

Social software in "First Monday"

The September issue of the great open access journal "First Monday" offers several articles about social software:
  • Whose space is MySpace? A content analysis of MySpace profiles / Steve Jones, Sarah Millermaier, Mariana Goya-Martinez, Jessica Schuler
  • Obfuscatocracy: A stakeholder analysis of governing documents for virtual worlds / Justin M. Grimes, Paul T. Jaeger, Kenneth R. Fleischmann
  • Medical students' and residents' use of online social networking tools: Implications for teaching professionalism in medical education / Richard E Ferdig, Kara Dawson, Erik W Black, Nicole M. Paradise Black, Lindsay A. Thompson
  • Rip, mix, burn ... sue ... ad infinitum: The effects of deterrence vs voluntary cooperation on non-commercial online copyright infringing behaviour / Peter James Allen
  • Early response to false claims in Wikipedia / P.D. Magnus
  • Exploring characteristics and effects of user participation in online social Q&A sites / Chirag Shah, Jung Sun Oh, Sanghee Oh
  • "das ganze Glück für einen anderen Menschen"

    "Es ist manchmal ein bißchen anstrengend für Robert, das ganze Glück für einen anderen Menschen zu bedeuten".
    Aus: Lili Grün: Herz über Bord. Wien: Paul Zsolnay 1933, S. 31

    Bibliotheksbestand des Tages

    Über das Verhältniss des Bergkrystall-Kilogrammes, welche bei Einführung des metrischen Maasses und Gewichtes das Urgewicht in Österreich bilden soll, zum Kilogramme der kaiserlichen Archive zu Paris, und über das Verhältniss der in der österreichisch-ungarischen Monarchie gegenwärtig gesetzlich bestehenden Gewichte zum metrischen Gewichte... Wien: K.k. Hof- und Staatsdruckerei 1870 (Signatur B 1738)

    Kreativität in der Bücherei nutzen

    Im Urban Library Journal, Ausgabe 15 (2008) 1, ist der Artikel "Fun Precedes Function: Fostering a Creative Workplace in the Public Library" von Tony Tallent erschienen. Aus dem Abstract: "The public library is full of creative people. Many library employees flourish in library systems that encourage them to move forward with their creative muses. A scan of the blogosphere quickly proves the public library attracts many creative minds and innovative thinkers to join its ranks. Once they have signed on to serve, what do we do to keep these creative types inspired, dreaming and channeling this creative energy into crafting experiences that benefit our users? What are we doing to consciously create a workplace that keeps fresh thinkers and risk-takers encouraged and empowered?".

    Wednesday, September 10, 2008

    Bücherverbrennung

    Georg Schober hat für das Literaturblog "Der duftende Doppelpunkt" Informationen über den Jahrestag der Bücherverbrennung zusammengetragen: "Zu diesem Anlaß habe ich eine Liste mit den Namen von über 100 AutorInnen zusammengestellt. Allen SchriftstellerInnen sind in Form von Links weiterführende Infos beigefügt. Ergänzt wird die Zusammenstellung durch eine Literaturliste und eine Liste mit Links zu Sites, die sich mit den Themen Bücherverbrennung bzw. Exilliteratur beschäftigen".

    Tuesday, September 09, 2008

    Wendelin Schmidt-Dengler +

    Gestern habe ich zu meiner Bestürzung erfahren, dass Wendelin Schmidt-Dengler am Sonntag verstorben ist. Da mir im Moment noch die Worte fehlen, verweise ich auf die Nachrufe, die sich unter anderem in der Presse, im Standard, auf ots.at, in der Welt, im Kurier, in den Salzburger Nachrichten und auf orf.at finden. Ein Zitat aus dem Standard, das "wsd" gut beschreibt: "Ich habe mir vorgenommen, täglich 80 Seiten zu lesen - die Hälfte Belletristik und die Hälfte Wissenschaft - sowie ein bis zwei Typoskriptseiten pro Tag zu verfassen".

    Update: Auf Ö1 ist heute um 21 Uhr eine Sendung aus der Reihe "Literarische Außenseiter" über Thomas Bernhard zu hören, die Schmidt-Dengler gestaltete; am Donnerstag um 21 Uhr wird die Sendung "Im Gespräch" wiederholt. Auf ORF2 wird heute um Mitternacht ein dreiviertelstündiges Portrait gezeigt. Der Bericht im heutigen Morgenjournal kann online nachgehört werden.

    Monday, September 08, 2008

    Wörter des Tages

    Desinfektionsjuxte. - Bejahendenfalls. - SAPHIR-Dienststelle.

    reading diary

  • Theodor Storm: Immensee und andere Novellen
  • Lili Grün: Loni in der Kleinstadt
  • Erich Möchel, Tex Rubinowitz: Verschollen in der Anstalt. Aufzeichnungen des Volontärs Schubal
  • Sunday, September 07, 2008

    Sozialhilfeempfänger: Ab in die Bibliothek! Kronelektüre 2

    In der heutigen Krone wird über eine Studie zweier Wissenschaftler von der TU Chemnitz berichtet, in der der sogenannte Regelsatz, den SozialhilfeempfängerInnen zusätzlich zu Wohn- und Heizkosten beziehen, neu berechnet wurde, und das nach Ansicht der Gegner skandalös niedrig, zum Beispiel könne man sich mit 68 Euro pro Monat "ausreichend und abwechslungsreich" ernähren, heißt es. Wir haben nun schon eine Stunde überlegt, was und wo man einkaufen muss, um damit auszukommen. Warum ich aber den Artikel ausgeschnitten habe, ist der Abschnitt "'ein geselliges, gesellschaftsbezogenes Leben' empfehlen sie den Sozialhilfeempfängern durch die kostenlose Nutzung von Büchern, Zeitungen und Internet in Bibliotheken".
    Die FAZ formuliert so: "Wenn ein Leistungsbezieher etwa ein verbilligtes Jahresabonnement der Stadtbibliothek für 12 Euro nutze, entstünden demnach für Internet, Bücher und Zeitungen monatliche Kosten von einem Euro". Der Spiegel zitiert Klaus Schäfer, Verteilungsforscher der Hans-Boeckler-Stiftung: "Möglich, dass es in Chemnitz eine öffentliche Bibliothek in Jedermanns Nähe gibt. Das zu verallgemeinern, halte ich jedoch für sehr gewagt".
    Zum Nachlesen: Presseaussendung der TU Chemnitz mit Links zur Studie und zu einer Kurzfassung, aus der ich den Bereich "Freizeit und Kultur" zitieren möchte. Die Ziele der Sozialhilfe sind recht allgemein formuliert, und so haben die Forscher sie einmal eng und einmal weiter ausgelegt. Als Minimum wird folgendes angesehen: "Pauschale für Stadtbibliothek. Ermöglicht Zugang zu Internet, Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Unterstellt wird darüber hinaus eine Freizeitgestaltung in Form von Gesprächen, Spaziergängen, Nutzung von Parks, Teilnahme an öffentlichen Festen etc.." (geschätzte 1 Euro pro Monat). Maximum: "Radio, TV. Vier Besuche von Freizeiteinrichtungen p.M. zur Teilhabe am soziokulturellen Leben einer Region. Kino, Stadtbibliothek, Theater, Schwimmbad. Pauschale für Stadtbibliothek mit Zugang zu einer Vielzahl weiterer Kommunikationsmittel" (geschätzte 14 Euro pro Monat).

    Armer schwarzer Kater, Kronelektüre 1

    Am Wochenende lese ich, so gestehe ich, die Kronenzeitung. Man muss ja seine Feinde kennen, und auch die unpackbare Faymann-Lobes-Kampagne, die sich durch alle Ressorts zieht, wäre sonst spurlos an mir vorübergegangen... Jedenfalls stolperte ich bei der Lektüre in der Tierecke über eine interessante doppeldeutige Formulierung: "Diese bezaubernde Katzendame heißt 'Lillifee', ist 3-j., kastr. und sollte von ihren Besitzern erschossen werden. Wer will die anfangs schüchterne Schmuserin aufnehmen?". Wir haben dann überlegt, ob man die benötigte Schusswaffe dann gleich kostenlos dazubekommt, wenn man die Katze nimmt.

    Saturday, September 06, 2008

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Betty Jo Irvine: "Women in academic-library, higher-education, and corporate management: a research review". In: Kathleen M. Heim (Hrsg.in): The Status of Women in Librarianship: Historical, Sociological and Economic Issues. New York: Neal-Schuman 1983
  • Janet Freedman: "The Liberated Librarian? A Look at the Second Sex in the Library Profession". In: Library Journal 95 (1970), S. 1709 - 1711
  • F.B. Field: "Technical services and women". In: Women in the library profession. Leadership roles and contributions. Ann Arbor: University of Michigan School of Library Science 1971, S. 11 - 15
  • Janice Clinedinst Fennell: "The woman academic-library administrator: a career profile". In: Kathleen M. Heim (Hrsg.in): The Status of Women in Librarianship: Historical, Sociological and Economic Issues. New York: Neal-Schuman 1983, S. 207 - 241
  • M. Hughes: "Sex-based discrimination in law libraries". In: Law Library Journal 64 (1971) 1, S. 13 - 22
  • Judith Schiek Robinson: "Geographic mobility and career advancement of male and female librarians". In: Kathleen M. Heim (Hrsg.in): The Status of Women in Librarianship: Historical, Sociological and Economic Issues. New York: Neal-Schuman 1983
  • Sue Galloway: "Discrimination and affirmative action: Concerns for women librarians and library workers". In: John Harvey / Elizabeth M. Dickinson (Hrsg.): Librarians affirmative action handbook. Metuchen: Scarecrow 1983, S. 154 - 176
  • Thursday, September 04, 2008

    Libreas Nr. 13 zur Popkultur & Bibliothek

    Die neue Libreas-Sommerausgabe ist da - vollgepackt nicht nur mit Aufsätzen rund um das Thema Bibliothek/Pop/Kultur, sondern auch mit Photos von Schuh- und Brillenmode, Audio- und Videodateien, Liedtexten!

  • Najko Jahn und Hannah Maischein: Hans Dampf hält Einzug ins Archiv der Zivilisation – die Zweite Moderne in Bibliothek und Museum
  • Karsten Schuldt: Moderne Subkulturen und der kulturelle Auftrag Öffentlicher Bibliotheken
  • Christoph Deeg: Möglichkeiten einer Kooperation zwischen der Musikindustrie und Musikbibliotheken. Ein Kommentar
  • Karen Schumann: Lifestyle of Open Access
  • Monika Bargmann: "Sensible Shoes" – die Kultkleidung der Bibliothekswelt :-) danke an alle, die mir Photos geschickt haben oder welche von sich machen lassen haben!
  • Lacey Prpic Hedtke: Crafty Librarians / Librarian Crafts
  • Marc-Oliver Borgstedt: Library Songs – Eine Compilation
  • Christian Spließ: Librarian versus Technopagan – "Buffy the Vampire Slayer" und das Rollenbild des Bibliothekars
  • Juliane Henrich: Brillenmode für Bibliothekare
  • Mali Lazell: Literaturgöttin
  • Audio: Interview with Britta Lejon
  • Audio: Interview with Haunted Love
  • Sabine Kobold, Ingo Caesar und Anastasia Schadt: Eine bibliothekarische Unkonferenz – das Bibcamp 2008
  • Bibliotheksbestand des Tages

    Am dam des: Die Zeitschrift zur Fernsehserie. Wien: Österreichischer Rundfunk 1977 - 1982 [Signatur B 176047]

    Da werden Erinnerungen wach - ich glaube, aus meiner Generation wissen die meisten noch, wie das Titellied nach "Am dam des" weitergeht... Laut Wikipedia basiert das auf einem tschechischen Auszählreim.
    Ich erinnere mich auch noch, dass in der Sendung keine Produktnamen verwendet werden sollten, und so sagten die "Tanten" statt dem auch unter Kindern gebräuchlichen "Uhu" und "Tixo" immer rätselhafte Dinge wie "Flüssigklebstoff"... "so, jetzt nehmen wir mal den Flüssigklebstoff" --> "Du, Mama, was hat sie gesagt soll ich nehmen???" --> "na, das Uhu" --> "heureka!" (oder so ähnlich).

    Hab ich schon mal erwähnt...

    ...wie sehr ich Notenvergeben hasse? Am meisten drückt es mich, wenn ich weiß, jemand hat sich sehr angestrengt, aber das Ergebnis ist einfach nicht besser als ein Dreier. Aber Zweier herschenken ist unfair gegenüber denen, die sich den Zweier tatsächlich verdient haben. Ich sage mir dann immer, dass ein Dreier ja eh nicht so schlecht ist, dass das eben eine okaye (was für ein Wort ;-) Leistung ist, aber selber wollte ich immer nur Einser haben, ich Streberin (ein einziges Mal war mir meine Note wirklich wurscht, und zwar mein FH-Vierer in Rechnungswesen). Ich gebe ja auch meinen Diplomandinnen weise Ratschläge, die ich bei meiner eigenen Diplomarbeit nicht im geringsten befolge - da fehlen anscheinend ein paar Synapsen zwischen Wissenszentrum und Tun-Hirn.
    Vielleicht ist es auch nicht gut, dass wir am Studiengang unsere StudentInnen so gut kennen. Ich versuche immer, genau zu überprüfen, ob ich zu einer Note aufgrund bisheriger Leistungen neige - wenn jemand immer gut war, tendiere zumindest ich leicht dazu, Fehler nicht so grob zu werten, während ich bei einer (im Sinne der Studienleistung) "schlechteren" Studentin mir dann gleich denke, "aha, eh nix anderes erwartet". Nachdem mir das aber bewusst ist, hab ich das mittlerweile ganz gut im Griff bzw. berate mich bei Zweifelsfällen auch mit KollegInnen, um meine Entscheidung einschätzen zu können. Wenn ich hauptberuflich unterrichten würde, würde ich am Semesterende aber regelmäßig auszucken ;-) Mir hat mein letztes Semester auf der FH gereicht, wo ich rund 120 Noten in einer Woche vergeben musste (um dann Fragen wie "nur weil ich zwei Mal meine Hausaufgabe nicht gemacht habe, nie aufgepasst, schon gar nie mitgearbeitet und drei Stunden unentschuldigt gefehlt habe, geben Sie mir kein 1A?" zu ernten ;-) jaja, ich übertreibe. So lange ist ja meine FHIB-Zeit auch noch nicht her, als dass ich das Studentinnendasein gänzlich verdrängt hätte.

    Frage an hier eventuell mitlesende KollegInnen, die schon länger in diesem Feld tätig sind: Wird die Notenvergabe jemals leichter?

    Giftschrank oder Freihand? Tagungsprogramm

    Gestern haben wir das Programm für das Kribibi-Herbstseminar im wesentlichen fixiert (für Sonntag sind wir noch in Verhandlungen). Wir beschäftigen uns dieses Mal mit dem Thema "Giftschrank oder Freihand? Über 'Schmutz und Schund' in Bibliotheken": Im bibliothekarischen Alltag bewegen wir uns immer an der Grenze zwischen Auswahl und Zensur, im Spannungsfeld von Bildungsanspruch und Entlehnzahlen. Die bibliothekarische (Be-)Wertung verschiedener Genres oder Medientypen und der literarische Anspruch verändern sich aber mit der Zeit: Thekenbibliotheken, in denen die BibliothekarInnen bestimmten, was den LeserInnen zumutbar sei, gehören der Vergangenheit an. Science Fiction-Literatur, Comics und Computerspiele galten lange Zeit als nicht sammelwürdig, sind heute aber aus dem Bestand vieler Bibliotheken nicht wegzudenken. Der Umgang mit erotischer Literatur aus dem „Giftschrank“ wurde früher nur verheirateten, moralisch gefestigten Bibliothekaren fortgeschrittenen Alters zugemutet.

    Freitag, 7. November 2008, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus
    19.30 Uhr Bücher, die man nur mit einer Hand liest. Über erotische Literatur in Bibliotheken.
    Sylvia Mattl-Wurm: Begrüßung.
    Andreas Brunner: Kunst versus Pornographie. Über den Umgang mit Sex und Erotik im bibliothekarischen Alltag.
    Alfred Pfoser, Monika Bargmann: Vergitterte Regale. Ausgewähltes aus der Secreta-Sammlung der Wienbibliothek im Rathaus.

    Samstag, 8. November 2008, Renner-Institut
    9 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde
    9.30 Uhr Herbert Rosenstingl (Bundesprüfstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen): Vom Killerspiel zum Jobpilot – Computerspielen als Lernprozess
    12 Mittagessen
    14 Uhr Peter Karall (Universität Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie): Der Comic – zwischen Schund und "neunter Kunst"
    16.30 Uhr Ernst Seibert (Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung / Universität Wien, Institut für Germanistik): Schmutz und Schund und die Folgen

    Sonntag, 9. November 2008, Renner-Institut
    9.30 Uhr Fazit – Seminarkritik – Programmplanung
    12 Uhr Mittagessen und Tagungsende

    Wednesday, September 03, 2008

    Vergleich: LISA, LISTA, Library Lit

    Susan E. Searing, Library and Information Science Librarian an der University of Illinois, hat einen Vergleich zwischen den Datenbanken LISA, LISTA und Library Lit angestellt, der als pdf heruntergeladen werden kann. LISA (Library and Information Science Abstracts) wird von ProQuest CSA angeboten; LISTA wird von Ebsco kostenfrei angeboten, es gibt aber auch eine kostenpflichtige Version mit Volltexten; Library Lit (Library Literature & Information Science Full Text) stammt von H.W. Wilson. In Illinois hat die Bibliothek übrigens die Möglichkeit, alle drei Datenbanken anzubieten. Ich verwende die ersten beiden regelmäß - LISA über die FH-Bibliothek, LISTA ist ja sowieso frei zugänglich, aber Library Lit muss ich erst noch ausprobieren...

    Tuesday, September 02, 2008

    never allow...

    ...someone to be your priority while allowing yourself to be their option (gelesen, als ich auf Isis' Suppe daherschwamm)

    Monday, September 01, 2008

    Hedwig ist nicht die Kameliendame

    Nachdem ich "Der Fall Jane Eyre" ziemlich schnell fertig gelesen habe, lese ich gerade den berührenden Roman "Herz über Bord" von Lili Grün, erschienen 1933 bei Paul Zsolnay. Darin wird die Geschichte der jungen Schauspielerin Elli geschildert, die, aus Wien stammend, in Berlin ihr Glück versucht, aber zwischen einzelnen kurzen Engagements immer wieder von Mietrückständen, Hunger und Zukunftsängsten geplagt ist.
    "Hedwig ohne Schminke, im Spitalskittel, mit mageren Armen, spitzen Schultern, keine Zigarette zwischen den Lippen. Es ist auf den ersten Blick zu sehen, daß Hedwig nicht die Kameliendame ist. Es ist nicht poetisch, lungenkrank zu sein, es ist nicht poetisch, in einem langen, freudlosen Spitalssaal zu liegen, zwischen hustenden, spuckenden Menschen. Es ist nicht die Krankheit, die Elli aus der schönen Literatur kennt, es ist eine arme, arme Proletarierkrankheit, es ist ein häßliches Siechtum. Keiner von ihnen wird mit ein bißchen Blut auf den Lippen und einem Lächeln sterben. Auf diesen Gesichtern steht mit großen Buchstaben: Elend, Hunger, ewige Entbehrungen. Elli möchte sich verkriechen können, um dies alles nicht sehen zu müssen. So ist das also, so!" (S. 133 - 134).

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • American Library Association: The racial, ethnic and sexual composition of library staff in academic and public libraries. Chicago: ALA 1977
  • K.S. Ambrose: "Power, women, and men". In: Bulletin of the Medical Library Association 66 (1978), S. 67 - 68
  • Wanda Auerbach: "Discrimination against women in the academic library". In: University of Wisconsin Library News 17 (1972), S. 1 - 11
  • Ethelene Whitmire: "Breaking the color barrier: Regina Andrews and the New York Public Library". In: Libraries & The Cultural Record 42 (2007) 4, S. 409 - 421
  • M. Biggs: "Librarians and the women question: an inquiry into conservation". In: Journal of library history 17 (1982), S. 411 - 428
  • Sophie Sabatier / Charles Oppenheim: "The ILS professional in the City of London: personality and glass ceiling issues". In: Journal of Librarianship and Information Science 33 (2001) 3, S. 145 - 156
  • A. Harrold: "'Bright ribbons and thin shoes'". In: Library Association Record 96 (1994) 2, S. 90
  • Judith Schiek Braunagel: "Job mobility of men and women librarians and how it affects career advancement". In: American Libraries 10 (1979), S. 643 - 647
  • A.J. Anderson: "'I'm being sexually harassed'".In: Library Journal 111 (1986), S. 44 - 47
  • Norman D. Holman: "Comparable worth and library employment". In: Drexel Library Quarterly 17 (1981) 3, S. 27 - 34
  • S. Creth: "The impact of changing life styles on library administration". In: Southeastern Librarian 30 (1980), S. 74 - 81
  • Wendy DeFichy: "Affirmative Action: Equal Opportunity for Women in Library Management". In: College and Research Libraries 34 (1973), S. 195 - 201
  • M.A. Drake: "Women in librarianship: jobs and careers". In: Library Management Bulletin 2 (1979), S. 7 - 8
  • James W. Milden: "Women, public libraries, and library unions: the formative years". In: Journal of Library History 12 (1977) 2, S. 150 - 158
  • Windkraft auf 1900 Meter

    Die letzten Tage meines Urlaubs habe ich in der Steiermark verbracht und dabei außer Kühen, einem zahmen Reh, Giftpilzen, blubbernden Bergseen und Gipfelkreuzen auch die beeindruckende Anlage des Tauernwindparkes in Oberzeiring gesehen. Die dreizehn Windräder auf 1900 Meter bilden den derzeit höchsten Windpark Europas, erzeugen Strom für bis zu 15000 Haushalte und sollen in Kürze durch eine Photovoltaikanlage ergänzt werden. Das Vorhaben wurde u.A. im Rahmen des Altener-Programms der Europäischen Union gefördert, und auch heute finden neben der Energiegewinnung am Berg verschiedene Forschungsprojekte statt. Mich hat das Projekt abgesehen von der ökologischen Komponente beeindruckt, weil da sicher genug Leute gesagt haben, dass das doch nie funktionieren kann, und sich der Ideenhaber davon offenbar nicht irritieren lassen hat.
    Dazu passt auch das Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing, dem wir im Rahmen eines Betriebsausfluges auf der FH einen Besuch abgestattet haben. Hat mich zutiefst beeindruckt - "eine andere Welt ist möglich", habe ich mir damals gedacht. 1990, als der Bezirk Güssing die ärmste Region Österreichs war, beschloss der Gemeinderat der burgenländischen Stadt, zu hundert Prozent aus der fossilen Energie auszusteigen, und investierte auf vielfältige Art in Alternativenergie: Biodieselgewinnung aus Rapsöl, Biomasse-Kraftwerke mit Holz aus dem Bezirk und Solarenergie. Damit wurde nicht nur Energieautarkie erreicht, es siedelten sich auch neue Betriebe, Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen an. Pro Woche besuchen allein vierhundert Menschen das Zentrum.