Monday, October 02, 2006

What shall I do with the master thesis...

Letzten Mittwoch war ein Treffen mit meinem voraussichtlichen Diplomarbeitsbetreuer angesetzt. Der Beginn war nicht gerade optimal - denn ich wartete an einem anderen Ort als der Professor... Vor Peinlichkeit hätte ich mich am liebsten irgendwo hinter einem großen Bücherberg vergraben, auch wenn es nicht meine Schuld, sondern eben ein beiderseitiges Missverständnis war. - Das Gespräch lief dann aber überraschenderweise doch gut. Nur stehe ich jetzt vor einer schweren Entscheidung zwischen zwei konkreten Themen:
  • Thema 1: überschaubar - Materialien leicht zu beschaffen, da gesamter Nachlass in Wien - die Schriftstellerin, um die es geht, ist noch nicht stark "beackert", aber durchaus eine interessante Figur in der österreichischen Nachkriegsliteratur - Briefwechsel mit interessanten Personen. Fazit: durchaus interessant, organisatorisch leicht bewältigbar - aber eben "durchaus" ;-)
  • Thema 2: "Outcome" unsicher - Nachlassmaterialien in Berlin, Marbach, Dresden... verteilt - Sekundärliteratur einstweilen sehr spärlich - persönliches Interesse sehr groß. Fazit: sehr spannend, organisatorisch schwierig bewältigbar, finanziell eventuell auch aufwendig, aber eben "sehr".
  • Nun hat mir gestern sogar meine "verwandte Seele", die meine sämtlichen "Spinnereien" aus eigener Erfahrung kennt und nachvollziehen kann, zum ersten Thema geraten und mir vorgeschlagen, das zweite Thema einfach für die Dissertation aufzuheben (wenngleich sie selbst auch eher ein Dissertationsthema als Diplomarbeit beackert...) Dieser Gedanke war mir auch gekommen, auch weil sich Thema 2 sowohl für Germanistik als auch für Bibliothekswissenschaft eignet, aber wer sagt denn, dass ich jemals eine Diss schreibe? Aber ich kann ganz sicher keine schreiben, wenn ich keine Diplomarbeit fertig habe. Wahrscheinlich sollte doch die Vernunft siegen, oder?

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