Tuesday, May 22, 2007

Orte des Okkulten

Die Ausgabe 14 (2003) 4 der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG), herausgegeben von Alexander C.T. Geppert und Andrea B. Braidt, trägt den Titel "Orte des Okkulten". Die Ausgabe ist online abzurufen. Inhalt:
  • Alexander C.T. Geppert, Andrea B. Braidt: Moderne Magie: Orte des Okkulten und die Epistemologie des Übersinnlichen, 1880 - 1930
  • Thomas Laqueur: Cemeteries and the Decline of the Occult: From Ghosts to Memory in the Modern Age
  • Diethard Sawicki: Spiritismus und das Okkulte in Deutschland, 1880 - 1930
  • Albert Kümmel, Justyna Steckiewicz: Leipzig 1877: Medienepistemologische Zugänge zu Karl Friedrich Zöllners Experimenten mit Henry Slade
  • Logie Barrow: Plebeian Spiritualism: Some Ambiguities of England's Enlightenment, Reformation, and Urbanisation
  • Helmut Zander: Theosophische Orte: Über Versuche, ein Geheimnis zu wahren und öffentlich zu wirken
  • Gespräch / Peter Mulacz, Manfred Omahna, Ulrike Spring: Rationalisierung des Außersinnlichen? Zur Wissenschaftlichkeit der Parapsychologie
  • Zu Gast in anderen Blogs

    In den letzten Wochen war ich zweimal "zu Gast" bei anderen Blogs: Laurie the Librarian hat für Zeiten ihrer Abwesenheit vom Computer featured visitors eingeladen, um Antworten auf mindestens fünf von zehn Fragen rund um Bibliothek(swes)en zu geben. Zum Beispiel "What's the strangest, funniest, or most unusual question you've ever had while working in a library?" und "What do you think is the most important issues affecting librarians today?". - Und im Weblog Duftender Doppelpunkt wurden Beiträge zum 1. Mai gesucht. Dafür habe ich eine kleine Erinnerung an diesen Tag aus jener Gemeinde, in der ich aufgewachsen bin, beigesteuert. Es gibt aber auch Gedichte und theoretische Beiträge rund um den "Tag der Arbeit".

    Gefährlicher Beruf

    "Nach einer Veranstaltung im Leseraum der Bücherei wollte sie die Lampe wieder nach oben hängen, kletterte auf das Möbelstück. Doch dieses kippelte, die Büchereileiterin stürzte und verletzte sich schwer an Knie und Schulter", schreibt der Nordschleswiger am 19. Mai über die Leiterin der Deutschen Bücherei Tingleff. Der Sturz, der sie seit über einem Jahr außer Gefecht setzt, hat aber in gewisser Weise auch sein Gutes gehabt: Die Bibliothekarin hat ihr malerisches Talent entdeckt.
    Es gibt übrigens einen 1949 gegründeten Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig: "Die deutschen Büchereien in Nordschleswig entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts zunächst in den Städten, später auch im ländlichen Bereich meist in Verbindung mit den örtlichen Schulen. Nach 1920 baute die Deutsche Volksgruppe unter dem Dach des Wohlfahrts- und Schulvereins ihr eigenes Bibliothekswesen auf und brachte es bis zum Ende des 2. Weltkrieges auf insgesamt 71 Büchereien. Nach Ende des 2. Weltkrieges musste das Büchereiwesen völlig neu aufgebaut werden".

    Monday, May 21, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Thea S. Allen: Transformation of the Cataloging Profession Over the Past Thirty Years, 1976 to 2006. University of North Carolina at Chapel Hill, School of Information and Library Science, 2007
  • Kathleen de la Peña McCook / Kate Lippincott: "Library schools and diversity: who makes the grade?". in: Library Journal 122 (1997), S. 30 - 32
  • Katerine Feinstein: "La formation des bibliothécaires pour la jeunesse". in: Bulletin des Bibliothèques de France 44 (1999) 3, S. 80 - 84
  • VT Jean-Philippe Accart: "Bibliothécaire, documentaliste - même métier?". In: Bulletin des Bibliothèques de France 45 (2000) 1
  • Buch - mehrsprachig

    Auf der Website www.buch-mehrsprachig.at des Bildungsministeriums kann man mehrsprachige Kinder- und Jugendbücher "nach Sprache, Inhalt und Alterseignung auswählen und suchen", hat aber auch die Möglichkeit, "diese Bücher zu kommentieren, einen Buchtipp auszudrucken oder selbst ein Buch zu empfehlen". Es gibt die Rubriken Bilderbuch, Lieder & Reime, Märchen & Sagen, Roman, Sachbuch, Serie, Wörterbuch, Zum Vorlesen. - Hinweis von Werner Schöggl.

    "Männermythos vom arischen Gralsritter"

    Brigitte Borchhardt-Birbaumer spricht am 24. Mai um 19 Uhr im Wiener Jüdischen Museum über "Antifeminismus und Antisemitismus. Der Männermythos vom arischen Gralsritter und seinem Kampf gegen die vertierte Frau". Der Vortrag ergänzt die bis 11. November laufende Ausstellung "Beste aller Frauen. Weibliche Dimensionen des Judentums".
    Aus der Ankündigung: "Die Kunstwissenschaft hat erst zaghaft begonnen, die best vermarkteten Avantgarde-Künstler und ihr Werk einer genaueren ikonologischen Beobachtung zu unterziehen. Dabei stellt sich heraus, dass Antifeminismus und Antisemitismus sich wie zwei parallele rote Fäden durch die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts ziehen. Neben Richard Wagners Text zu Beethovens 9. Symphonie bestimmten den Inhalt des Frieses von Gustav Klimt 1902 auch ariosophische Theorien voll Rassismus und Frauenhass mit, die sich im goldenen Ritter manifestieren. Wie Arnold Böcklins und Franz von Stucks Gemälde, ist auch die Secession mit Alfred Roller und Gustav Klimt wichtig für die Ästhetik der Nationalsozialisten. Da sich solche dunklen inhaltlichen Vorboten aber in Ausstellungsevents schlecht vermarkten lassen, wird das Weißwaschen die Oberhand behalten".

    Suggestions instead of rules?

    Miss Information ist verärgert über die ihrer Meinung nach zu laxe Handhabung der Verhaltensregeln in ihrer Bibliothek: "The library where she works is very friendly and wants everyone to be happy. (...) Instead of rules there are suggestions. The library encourages you to not get into fist fights with other patrons. The library recommends that you not eat near the computers. The library thinks it would be nice if you turned your cell phones off while you were in the library, but whatever".

    Friday, May 18, 2007

    Rate your students

    "Welcome to Rate Your Students, a public forum where faculty and students can work out the tricky dynamic of the modern classroom. Students can tell us why they won't take the iPod out during a lecture, and professors can tell us why their clothes are so frumpy". - Ein witziges, seit 2006 bestehendes Weblog für alle, die an Hochschulen unterrichten oder sonst mit Studierenden zu tun haben.

    Wettbewerb "schönster erster Satz"

    "Im Anfang war das Wort! Und dann folgte gleich der erste Satz. Eine Jury sucht den schönsten Beginn eines deutschsprachigen Romans, Leser können Vorschläge übers Internet machen", schreibt die Welt. Dankenswerterweise ist gleich darunter ein Photo von zwei Frauen, die in Bibliotheksregalen stöbern, und der Bildtext "Liebe Leser, bitte suchen sie sofort ihren Lieblingssatz aus der Bibliothek heraus". - Eine kleine Auswahl der "Welt": "Lauter schöne erste Sätze" und "Noch viel mehr schöne erste Sätze". - Bis 21. September werden Einreichungen entgegengenommen; die Jury besteht aus Jutta Limbach, Elke Heidenreich, Marietta Slomka, Thomas Brussig, Paul Maar und Heiner Brand.
    Über meinen liebsten ersten Satz habe ich mir hierorts schon einmal Gedanken gemacht.

    Wikis in der Lehre

    Das Podcampus-Weblog verzeichnet Podcasts aus verschiedensten Fachgebieten, die für die Lehre an Hochschulen angefertigt wurden. Betrieben wird Podcampus vom Multimedia Kontor Hamburg. - Einer der aktuellen Podcasts beschäftigt sich mit dem Einsatz von Wikis in der Lehre.

    Tuesday, May 15, 2007

    Bibliothek bittet Kunden um Abstand...

    ...berichtet das Solinger Tagblatt: Die Stadtbibliothek Solingen hat nämlich seit kurzem eine Wartelinie am Ausleihschalter gezogen - zu oft kam es zu Verwechslungen von Ausweisen oder vertauschten Büchern, weil sich die BenutzerInnen so an die Theke drängten... Außerdem sei Lesen Vertrauenssache.
    Die Bibliothek betreibt übrigens auch ein Weblog für Jugendliche unter dem Titel "Lesen, gucken, hören", bei dem die jungen LeserInnen selbst Bücher bewerten und rezensieren können. Es gibt Kategorien wie "lange her" und "erwachsen werden", "Vorurteile" und "Manga".

    Monday, May 14, 2007

    Neuerwerbungen

    Geschenke:
  • J.G. Ballard: Die Tausend Träume von Stellavista und andere Vermilion-Sands-Stories. 1. Aufl. Frankfurt: Suhrkamp 1982 (= Phantastische Bibliothek 79)
  • Tor Åge Bringsværd: Die Stadt der Metallvögel. Roman. 1. Aufl. Frankfurt: Suhrkamp 1988 (= Phantastische Bibliothek 208)
  • Neuartige Fehlermeldungen

    Die Warrior librarian hat einige sehr unterhaltsame "Computer error messages for library OPACs" zusammengestellt. Mein Favorit ist eindeutig "We would like to be able to supply that item, but there are no funds for its purchase. Would you like to make a cash donation?". - Via IB-Weblog.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • David P. Fisher: "Are librarians burning out?" In: Journal of Librarianship and Information Science 22 (1990) 4, S. 216 - 235
  • Judith Elkin / Clare Nankivell: "Wastage within the library and information profession: a report". In: Journal of Librarianship and Information Science 24 (1992) 2, S. 71 - 77
  • Indra Mary David: A study of the occupational interests and personality types of librarians. Wayne State University, PhD, 1990
  • Larry D. Dorrell / V. Lonnie Lawson: "What Are Principals' Perceptions of the School Library Media Specialist?". In: NASSP Bulletin 79 (1995) 573, S. 72 - 80
  • Bukky O. Omotayo: "Women and Conflict in the New Information Age". In: IFLA Journal 32 (2006) 4, S. 325 - 332
  • William R. Maidment: "Trade Unionism in Public Libraries". In: Journal of Librarianship and Information Science 8 (1976) 3, S. 143 - 152
  • G.C.K. Smith / J.L. Schofield: "A General Survey of Senior and Intermediate Staff Deployment in University Libraries". In: Journal of Librarianship and Information Science 5 (1973) 2, S. 79 - 96
  • David P. Fisher: "Is the librarian a distinct personality type?". In: Journal of Librarianship and Information Science 20 (1988) 1, S. 36 - 47
  • Ibrahim Ramjaun: "The Library Profession in Mauritius: improving its status and image". In: Information Development 13 (1997) 3, S. 135 - 141
  • Ruth Simpson: "Masculinity at Work. The Experiences of Men in Female Dominated Occupations". In: Work, Employment & Society 18 (2004) 2, S. 349 - 368
  • Ian Kirkpatrick: "Workplace assimilation and conflict in professional service organisations: the case of university libraries". In: Public Policy and Administration 14 (1999) 4, S. 71 - 86
  • James G. Ollé: "Arundell Esdaile: a centenary tribute". In: Journal of Librarianship and Information Science 12 (1980) 4, S. 217 - 228
  • Sarah C. Garcia: We Are Individuals: Librarians' Demonstration of Individuality on the World Wide Web. University of North Carolina at Chapel Hill, School of Information and Library Science, MLIS Thesis, 2006
  • Frances E. Wood: "Scientists in Librarianship and Information Work. A survey of former information studies students of the Postgraduate School of Librarianship and Information Science, University of Sheffield,
    1964 - 1973". In: Journal of Librarianship and Information Science 7 (1975) 1, S. 31 - 48
  • Anne Goulding: / Beth Bromham / Stuart Hannabuss / Duncan Cramer: "Professional Characters: The Personality of the Future Information Workforce". In: Education for Information 18 (2000), S. 7 - 32
  • John Agada: "Profiling Librarians with the Myers-Briggs Type Indicator: Studies in Self Selection and Type Stability". In: Education for Information 16 (1998), S. 57 - 69
  • Alan Johns: Survey of Librarians Using the Myers-Briggs Type Indicator (Form G Self-Scorable). Report 1990
  • Sarla R. Murgai: "Attitudes toward women as managers in library and information science". In: Sex Roles 24 (1991) 11+12, S. 681 - 700
  • D.L. Lee / J.E. Hall: "Female library school students and the occupational stereotype: fact or fiction?". In: College and Research Libraries 34 (1973), S. 265 - 267
  • S.T. Por: Why Librarianship? A survey of students’ reasons for choosing librarianship. Loughborough, MSc Thesis, 1992
  • R. Stoakley: "The selection and appointment of professional staff". In: Public Library Journal 5 (1990), S. 115 - 117
  • Klonk! Literaturwelten für Kinder & Erwachsene

    Bis 9. Oktober ist die Ausstellung Klonk!, ein "Streifzug durch Literaturwelten für Kinder und Erwachsene", im StifterHaus in Linz zu sehen: "Bücher, Lesen, Literatur – diesmal wieder für Kinder! Unser neues Projekt versteht sich nicht nur als Ausstellung zum Thema Kinderliteratur, sondern will auch Werk- und Erfahrungsraum sein zum spielerischen Umgang mit Texten. Hier kann man Geschichten anhören, lesend und schreibend eintauchen in eine bunte Welt der Märchen, Comics, Abenteuergeschichten. Spielerisch und selbsttätig wird erfahrbar, wie Texte entstehen. Die klassischen HeldInnen der Kinderliteratur (von Max und Moritz bis Pippi Langstrumpf) winken als Leitfiguren am Horizont".

    WikiHow

    Gerade entdeckt: "wikiHow is a collaborative writing project to build the world's largest how-to manual". Derzeit gibt es schon fast 20.000 "How to"-Einträge, die von "How to Look Approachable" bis zu "How to Build a Social Life as a Senior Citizen" reichen. In unserem Bereich sind das zum Beispiel "Locate a Book in a Library", "How to Organize Books", "Write a Note Commending Library Staff" (das geschieht sowieso viel zu selten) und "Become a Librarian". Die Texte sind im Regelfall in eine kurze Einführung, zu befolgende "Steps", Tips, Warnings und externe Links gegliedert.
    Hinweis aus: Thomas Pack: "Can a Wiki Help You Master Almost Anything?" In: Information Today 24 (2007) 5

    Friday, May 11, 2007

    Golden retrievers

    Die Society of Indexers feiert heuer ihr 50jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung in London unter dem Titel "Golden retrievers" - hihi.

    Zur Topologie der Findbarkeit

    "Information online: gesucht. gefunden! relevant? - Zur Topologie der Findbarkeit" ist der Titel eines Seminars der Österreichischen Computergesellschaft. 24. Mai 2007, 16.15 bis 18.30 Uhr, Heinz Zemanek-Saal, Wollzeile 1-3, 1010 Wien. Anmeldung bei Christine Haas (christine.haas (at) ocg.at).
    Beschreibung: "Seit dem systematischen Sammeln von Dokumenten und ganz besonders mit dem dramatischen Anwachsen der Dokumentenmengen im elektronischen Medium wird das gezielte Suchen nach relevanten Fundstellen zu einer wachsenden Herausforderung. Unbeschadet einer Vielzahl verschiedener Vorschläge zur Organisation und Indizierung großer Dokumentenmengen sind bislang immer nur aufgaben- und anwendungsspezifisch effiziente Lösungen entwickelt worden. Ausgehend von einer Übersicht zum Gebiet des Information Retrieval diskutiert das Seminar zwei ausgewählte Zugänge zur (Re-)Organisation schwach strukturierter bzw. textbasierender Informationsspeicher, die in der einen oder anderen Form auf Domänenwissen zurückgreifen, um die Ergebnispräzision zu verbessern".
    Referenten sind Karl Fröschl (Einführung in das Thema), Livio Costantini (Grundlagen des Information Retrieval / Konzeptbasierendes Retrieval am Beispiel von Topic Trees) und Ron Stockinger (Indexikalische Suchumgebung).

    Web 2.0-Tools für AutorInnen

    "In an increasingly connected, Web 2.0 world, librarian writers can choose from a number of online tools to help them do everything from become better organized to collaborate with coauthors across the country - or the globe". Und genau solche stellt Rachel Singer Gordon in der neuesten Ausgabe ihrer Kolumne "Publish, don't perish" vor.

    ArchivarInnen in Second Life: Mission Statement

    Wie Christian van der Ven, Betreiber des Weblogs "De Digitale Archivaris", in der Google-Group "Alliance Second Life" berichtet, hat eine Gruppe von ArchivarInnen in Second Life ein Mission Statement verabschiedet:
  • to promote the profession of records/archives preservation and records/archives access in and through Second Life
  • to provide education, research and networking opportunities for archivists in and through Second Life
  • to provide leadership in the identification of records/archives of historical value to the residents of Second Life
  • Übrigens gibt es jetzt bei Ning auch eine "Archivist 2.0"-Gruppe.

    Federal libraries Wiki berichtet über Schließungen

    Das ALA-Washington Office and das ALA-Committee on Legislation haben ein "Federal libraries wiki" geschaffen, dessen Zweck es ist, "to share and track information on federal library threats, re-organizations, and closings. Based on discussions with members, the main focus is to facilitate reporting of threats or closings that will enable users to make comments about that specific library's situation". Wie die bisherigen Einträge zeigen, sind die Einschränkungen für die Bibliotheken vielfältig: Sie reichen von einer vollständigen Auflösung über die Schließung der Lesesäle für die Öffentlichkeit bis zu einer drastischen Verkleinerung von Fläche und Bestand. - Hinweis aus Library Juice.

    Thursday, May 10, 2007

    "grundhäßlicher Grobian"

    Im IB-Weblog zitiert Ben heute als ein Beispiel für "Bibliotheken in der Weltliteratur" Primo Levis "Das periodische System". Dort wird der Bibliothekar als "unwissender, frecher, grundhäßlicher Grobian, den man an den Eingang gesetzt hatte, damit er mit seinem Aussehen und seinem Geschimpfe die um Einlaß Bittenden abschreckte", beschrieben.

    Tuesday, May 08, 2007

    Product placement für Bibliotheken

    Wie eine Kollegin aus Wolfsburg mitteilte, sah man in dem Romantik-Heimatfilm "Lilly Schönauer: Liebe gut eingefädelt" mehrmals das Plakat der Aktion "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek". Auch wenn das wahrscheinlich Zufall war, wäre die Idee des product placement für Bibliotheken und bibliothekarische Dienstleistungen gezielt einzusetzen, durchaus ausbaubar.

    Eisenstadtgeflüster

    Wer sich über meinen Arbeitsort Eisenstadt aus studentischer Perspektive unterrichten will, kann dies nun einfach tun: Unter dem Titel "Eisenstadtgeflüster" gestalten die Studierenden des Studiengangs Informationsberufe, die das Modul "Online-Publishing" gewählt haben, ein Weblog mit journalistischen Beiträgen aus und über Eisenstadt. Es gibt fünfzehn verschiedene Ressorts, von Essen & Trinken bis zur Umweltpolitik, zu denen während des laufenden Semesters mehrere Artikel geschrieben werden. Kommentare sind herzlich willkommen. - Betreut werden sie dabei von der externen Lehrbeauftragten Irene Stuiber.

    Progressive LIS search

    Paul Catherall, Webmaster der Zeitschrift Information for Social Change, hat eine "Radical and Progressive Library and Information Site Search" kreiert, bei der von einem einfachen Suchfenster aus alle von ISC verlinkten und für gut befundenen Seiten durchsucht werden können. Das umfasst Links zu den Themenbereichen Copyright and Patents, Corporate and Global Trade Issues, Environmental Issues, (e)Journals, Library & Information Groups / Organisations, Personal Blogs and Web Sites, Political Movements and Campaigns, Portals and Gateways, Publishers and Booksellers und Radical Libraries. - Hinweis aus Library Juice.

    Monday, May 07, 2007

    reading diary

  • recently finished: Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte; Paul S. Ulrich (ed.): The library as a public place and public space
  • currently reading: Paul Fechter: Alle Macht den Frauen
  • Librarians & personality types

    Es gibt einige Aufsätze zur Frage, ob Bibliothekarinnen und Bibliothekare vermehrt bestimmten Persönlichkeitstypen entsprechen.
  • David P. Fisher: "Is the librarian a distinct personality type?". In: Journal of Librarianship and Information Science 20 (1988) 1, S. 36 - 47
  • Jeanine Williamson: "Jungian/Myers-Briggs personality types of librarians in films". In: The Reference Librarian 78 (2002), S. 47 - 59
  • Mary Jane Scherdin: "Vive la Difference: Exploring Librarian Personality Types Using the MBTI". In: Mary Jane Scherdin (Hrsg.): Discovering Librarians: Profiles of a Profession. Chicago: Association of College and Research Libraries 1994
  • Michael Afolabi: "Holland's typological theory and its implications for librarianship and libraries". In: Librarian Career Development 4 (1996) 3, S. 15 - 21
  • Michael Afolabi: "A study of the personality characteristics of library science students in one Nigerian university". In: International Librarian 2 (1986) 1, S. 1 - 8
  • Michael Afolabi: "The application of Holland’s theory to the personality types of library science students". In: Library Scientist 11 (1984), S. 1 - 23
  • Sophie Sabatier / Charles Oppenheim: "The ILS professional in the City of London. Personality and glass ceiling issues". In: Journal of Librarianship and Information Science 33 (2001) 3, S. 145 - 156
  • Mary Jane Scherdin / Anne Beaubien: "Shattering Our Stereotype: Librarians' New Image". In: Library Journal 12 (1995), S. 35 - 38
  • Anne McMahon: The Personality of the Librarian: Prevalent Social Values and Attitudes Towards the Profession. Adelaide: Libraries Board of South Australia 1967
  • Anne Goulding / Beth Bromham / Stuart Hannabuss / Duncan Cramer: "Professional Characters: The Personality of the Future Information Workforce". In: Education for Information 18 (2000), S. 7 - 32
  • John Agada: "Profiling Librarians with the Myers-Briggs Type Indicator: Studies in Self Selection and Type Stability". In: Education for Information 16 (1998), S. 57 - 69
  • Indra Mary David: A study of the occupational interests and personality types of librarians. Wayne State University, PhD, 1990
  • Alan Johns: Survey of Librarians Using the Myers-Briggs Type Indicator (Form G Self-Scorable). Report 1990
  • R.R. Douglass: The Personality of the Librarian. Chicago: University of Chicago 1957
  • H. Clayton: An Investigation of Personality Characteristics Among Library School Students at one midwestern University. Washington: United States Department of Health Education and Welfare 1968

  • Update 25.7.2007: Karen Woodworth-Roman: "Personality Type in the School Library".

    My darling diary

    Die Österreicherin Inga Pollak Joseph kam während des zweiten Weltkrieges mit 12 Jahren im Rahmen eines Kindertransports nach Großbritannien, wo sie später unter anderem als Bibliothekarin und Buchhändlerin arbeitete. Ihre Erinnerungen hat sie in ihrem "darling diary" niedergeschrieben, wovon unter dem Pseudonym Ingrid Jacoby zwei Bände erschienen sind:
  • My Darling Diary: A Wartime Journal – Vienna 1937-39, Falmouth 1939-44". United Writers 1998
  • My Darling Diary 2: Girl in and Out of Love. United Writers 2006
  • Zu Ingrid Jacoby forscht die Literaturwissenschaftlerin Susanne Blumesberger, unter anderem im Rahmen von Biografia.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Wilfried Sühl-Strohmenger: "Zur Gruppenzugehörigkeit des wissenschaftlichen Bibliotheksdienstes in der Hochschule: die Problematik aus der Sicht des Vereins Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB)": In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderheft, 81 (2001), S. 167 - 178
  • Meerabai Gosine-Boodoo: "Profiling the Caribbean Special Librarian: demography, skills and professional progress". In: Information Development 22 (2006) 4, S. 292 - 299
  • W. J. Goode: "The librarian: from occupation to profession?". In: The Library Quarterly 31 (1961), S. 306 - 320
  • Charlie Potter / Shelly Franklin: "Getting Started: Employment Opportunities for Graduate Students in Library and Information Programs". In: LIScareer, Mai 2007
  • Catherine Fraser Riehle: "Teaching Tips from the Instruction Front: Insights of a New Librarian". In: LIScareer, Mai 2007
  • M.S. Sridhar: "Skill requirements of LIS professionals in the new e-world". In: Library Science With a Slant to Documentation and Information Studies 36 (1999) 3, S. 141 - 149
  • Alexander Birchall / Anthony Deakin / Roy Rada: "Knowledge automation and the need for intermediaries". In Journal of Librarianship and Information Science 26 1994) 4, S. 181 - 192
  • Nick Moore: "The employment market for librarians and information specialists in the United Kingdom". In: Journal of Information Science 13 (1987) 6, S. 327 - 333
  • Moosa N. Al-Mufaraji: "Libraries and library education in Oman". In: Journal of Information Science 18 (1992) 6, S. 471 - 479
  • James G. Ollé: "W.C. Berwick Sayers, librarian and teacher". In: Journal of Librarianship and Information Science 13 (1981) 4, S. 232 - 247
  • C.J. Armstrong / J.A. Large: "Employment criteria in the library and information sector: A British Survey". In: Education for Information 4 (1986), S. 191 - 217
  • Friday, May 04, 2007

    Wikimedia verleiht Zedler-Medaille für GeWi-Lexikoneintrag

    Gerade in H-Germanistik gelesen: "Erstmalig schreibt Wikimedia Deutschland gemeinsam mit der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur die 'Zedler-Medaille' aus. Im laufenden Wissenschaftsjahr 2007 'Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit' wird die Zedler-Medaille für die allgemeinverständliche Vermittlung eines Themas aus dem Gebiet der Geisteswissenschaften vergeben. Der Preis wird dabei für einen Beitrag für das Enzyklopädieprojekt Wikipedia ausgelobt". Einsendeschluss ist der 15. Juli, die genauen Teilnahmebedingungen gibt es nur "auf Anfrage" per eMail oder Telephon (passt nicht zu einem offenen Projekt, oder?). Die Jury kennt jedenfalls die Namen der Einreichenden nicht.

    Eilige Studentin

    Jetzt fragte mich gerade eine Studentin, wo sie ein Buch über Konzernrechnungslegung finde. Keine ungewöhnliche Frage, weil etliche StudentInnen lieber uns fragen als selber zu recherchieren, auch wenn sie wüssten, wie's geht, aber die Begründung gefiel mir: Unsere Recherche-PCs seien so langsam, und sie habe nicht so lange Pause.

    Thursday, May 03, 2007

    Ein Mann in (fast) allen Klassen

    Nette Anfrage in nexgenlib: Jemand wollte wissen, ob es einen Autor gebe, der Bücher in allen zehn Hauptklassen der Dewey Decimal Classification geschrieben hätte. Und es gibt angeblich einen: nämlich Isaac Asimov. Nur stimmt das gar nicht, obwohl diese Information es sogar in die dritte Auflage des "The New York Public Library Desk Reference"-Handbuches geschafft habe, melden die Isaac Asimov FAQ - die 100er fehlen. Und dann stimmt es doch wieder, denn Asimov ist mit einem Video unter den 100ern vertreten, deckt das Dewey-Blog unter dem Titel "Isaac and Melvil: The truth" auf: "There is one record in WorldCat that lists Isaac Asimov as a main personal-name entry and that gives a DDC number in the 100s. But the work in question is a video, not a book".

    reading diary

  • recently finished: Jeannie Ebner: Figuren in Schwarz und Weiß (in short: great stuff; the best Ebner text I've read so far); Jakob Michael Perschy: Ich als Russe (great stuff, too - my favourites are the stories "Ich als Russe" and "Einen Finger breit"; makes me smile)
  • currently reading: Jasper Fforde: Im Brunnen der Manuskripte (I don't want to use "great stuff" to an inflationary extent, but I can't do anything against it - Fforde created an imaginative world of texts, letters, characters and books, and the adventure of Thursday Next is highly entertaining)
  • Monday, April 30, 2007

    "unter einigermaßen verständiger Leitung gut verwendbar"

    "Es gibt in diesen Bibliotheken eine Fülle von Arbeit, für die das weibliche Personal sich gut eignet: bei den Zugangsverzeichnissen, dem Signierdienst, in der Ausgabe, beim Kollationieren antiquarischer Erwerbungen, beim Verzetteln deutscher, englischer usw. Schriften, überall ist es unter einigermaßen verständiger Leitung gut verwendbar (…)“ - Aus: Adalbert Hortzschansky: "Replik". In: Zentralblatt für Bibliothekswesen XXIV (1907), S. 13 – 15

    I want to be a librarian

    Schwarz-weiß-Video der Musikerinnen Rainy McMaster and Geva Downey ("Haunted Love") - Kamera: Claudia Babirat, Regie: Don Ferns. Ein Kommentator meinte dazu: "Best use of compact movable shelving in a music video, ever..."

    Entschuldigung für Madam Pince

    Bei einer Lesung 2006 entschuldigte sich Joanne K. Rowling für die Darstellung der Bibliothekarin Madam Pince: "I would like to apologize for you and any other librarians (crowd laughs) present here today and my get-out clause is always if they'd had a pleasant, helpful librarian, half my plots would be gone. 'Cause the answer invariably is in a book but Hermione has to go and find it. If they'd had a good librarian, that would have been that problem solved. So, sorry" (die Bibliothekarin wird u.a. als "thin, irritable woman who looked like an underfed vulture" beschrieben). - Zitat aus dem Transkript auf Accio Quote, Hinweis aus dem HP Lexicon.

    Sunday, April 29, 2007

    ORF: "'Leseratten' vereiteln Einbruch"

    Wozu Lesen gut sein kann, berichtete der niederösterreichische ORF gestern: Drei Männer, die um 3 Uhr früh in eine Schule in Oberwaltersdorf einbrachen, um Computer zu stehlen, fanden das Gebäude nicht wie erwartet leer vor - dort fand nämlich gerade eine Lesenacht statt. Die Einbrecher wurden von Lehrerin, SchülerInnen und Schulwart in die Flucht getrieben und wenig später von der Polizei festgenommen.

    Saturday, April 28, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Anne Woodsworth: "The plight of library assistants". In: Library Journal 123 (1998) 13, S. 60
  • M.H. Mirfakhrai: "Correlates of job satisfaction among academic librarians in the United States". In: Journal of Library Administration 14 (1991) 1, S. 117 - 131
  • P. Kreitz / A. Ogden: "Job responsibilities and job satisfaction at the University of California Libraries". In: College and Research Libraries 51 (1990) 4,S. 297 - 312
  • G.E. McClenney: Why Students Choose Careers in Information and Library Science: Factors That Affect the Decision-Making Process. University of North Carolina at Chapel Hill, MSc thesis, 1989
  • P.A. Whitten / V.A. Nozero: "The impact of first careers on 'second career' academic reference librarians: a pilot study". In: Reference Librarian 59 (1997), S. 189 - 201
  • L. Wood / M. Head: "Employment trends in the LIS sector". In: Library Association Record 98 (1996) 10, S. 528 - 529
  • Barbara Anne Burd: Work values of librarians in academic libraries: Exploring the relationships between values, job satisfaction, commitment, and intent to leave. Regent University, PhD Thesis, 2002
  • Howard F. McGinn: An investigation into factors that influence job satisfaction of African American librarians in some urban public library systems in the United States. Emporia State University, PhD Thesis, 2003
  • Kerry D Carson / Paula Phillips Carson / C William Roe / Betty J Birkenmeier / Joyce C Phillips: "Four commitment profiles and their relationships to empowerment, service recovery, and work attitudes". In: Public Personnel Management 28 (1999) 1, S. 1 - 13
  • Denise M. Davis: "Librarian salaries in the USA: the impact of revenue redistribution on library recruitment". In: VINE 35 (2005) 4, S. 188 - 195
  • Michael Rogers: "Where Are All the Library Jobs?". In: Library Journal 129 (2004) 15, S. 14 - 15
  • Linda Ashcroft: "Raising issues of salaries and status for library/information professionals". In: New Library World 104 (2003) 4+5, S. 164 - 170
  • David Bryant: "Working cheap: Librarians do it for love". In: Library Journal 122 (1997) 18, S. 55
  • Jesse H. Shera: "Handmaidens of the learned world". In: Library Journal 118 (1993) 11, S. S1
  • reading diary

  • just finished: Jeannie Ebner: Aktäon (published 1983, really interesting, as the author describes her erotic fascination by a man 18 years younger - I think this is an unusual book for a female author of 65 in the early 1980s. By the way, she talks about existing persons and real life, just a bit veiled by literature. I have to find out who the "feinfühliger Jäger" is - I guess it's obvious for connaisseuses of the 1980's literary world in Austria, anyway, but I have to search for it)
  • just finished: Jo Dereske: Catalogue of Death (As a lover of Miss Zukas mysteries, I was a bit disappointed about that one. I think it's my least favourite of the series. Maybe I expected a stronger reconciliation of Helma and Wayne - in one of the other volumes, he introduced her to his children, and now they are on "Miss Zukas"-terms again. But there are certain hints that there will be a next volume...)
  • Friday, April 27, 2007

    Les livres que l'on n'a pas lus

    Wir haben gerade das Buch "Comment parler des livres que l'on n'a pas lus" von Pierre Bayard in die Bibliothek bekommen - es verspricht heitere Lektüre. Bayard unterscheidet dabei folgende "manières de ne pas lire": les livres que l'on ne connaît pas (Bücher, die man nicht kennt), les livres que l'on a parcourus (die man nur flüchtig durchgelesen hat) und les livres que l'on a oubliés (die man vergessen hat). Als Situationen, in denen man in die Verlegenheit kommen kann, über nicht gelesene oder vergessene Bücher zu sprechen, behandelt er dans la vie mondaine (im Gesellschaftsleben), face à un professeur (mit einem Professor), devant l'érivain (mit dem Autor, der Autorin) und avec l'être aimé (mit dem geliebten Wesen). Was gilt es dabei jedenfalls zu berücksichtigen? ne pas avoir honte (keine Angst haben), imposer ses idées (eigene Ideen durchdrücken), inventer les livres (Bücher erfinden), parler de soi (über sich sprechen). - Das Buch ist bei Éditions de minuit erschienen.

    Bücher zu Library 2.0

    Die Bibliotheksverlage sind auf das Thema "Library 2.0" bzw. "Web 2.0 in Bibliotheken" aufgesprungen, und so sind für die nächsten Wochen bzw. Monate mehrere Bücher angekündigt:
  • Nancy Courtney (Hrsg.): Library 2.0 and beyond. Innovative technologies and tomorrow's user. Westport: Libraries Unlimited 2007 (Wikis and podcasts and mashups, oh my! Does everyone seem to know what they mean, except you? Or are you reasonably well informed but wondering what challenge to take on next? Nancy Courtney has assembled some of the most forward looking thinkers in the library world to describe the next generation of online tools. Each contributor introduces his or her favorite technology, outlines its use and discusses its potential in today's library environment) - wenn das so gut wird, wie "Technology for the rest of us", ein
  • Meredith Farkas: Social Software in Libraries. Building Collaboration, Communication, and Community Online. Information Today 2007 (Social software lets libraries show a human face online, helping them communicate, educate, and interact with their communities. This nuts-and-bolts guide provides librarians with the information and skills necessary to implement the most popular and effective social software technologies: blogs, RSS, wikis, social networking software, screencasting, photo-sharing, podcasting, instant messaging, gaming, and more)
  • Michael E. Casey / Laura C. Savastinuk: Library 2.0. A guide to participatory library service. Medford: Information Today 2007 (Two of the first and most original thinkers on Library 2.0 introduce the essential concepts and offer ways to improve service to better meet the changing needs of 21st century library users. Describing a service model of constant and purposeful change, evaluation and updating of library services, and user participation, the book both outlines the theoretical underpinnings of Library 2.0 and provides practical advice on how to get there. From incorporating technology to reaching the long tail, from getting buy-in to maintaining momentum, all aspects of Library 2.0 are covered)
  • Phil Bradley: How to Use Web 2.0 in Your Library. Facet Publ. 2007 (This new book takes a clear and practical approach as it explains exactly how to use the different types of Web 2.0 technologies, and shows how libraries can get the most out of them, using case studies)
  • bereits im Oktober erschienen: Michael P. Sauers: Blogging and RSS: A Librarian's Guide. Information Today 2006 (Libraries increasingly use blogs and RSS feeds to reach out to users, while librarians blog daily on a range of personal and professional topics. The way has been paved by the tech-savvy and resource-rich, but any library or librarian can successfully create and syndicate a blog today)
  • David Parkes / Liz Hart: Web 2.0 and Libraries. Impacts, technologies and trends. Chandos 2007 (explores how libraries can exploit the potential of emerging technologies and provides strategies and techniques for supporting learners in the virtual and physical environment)
  • Thursday, April 26, 2007

    Abenteurer - von Bibliothekar niemals vorstellbar

    Die TAZ berichtet heute unter dem Titel "Ein zweiter Schliemann für Preußen" über die kolportierte Neubesetzung des Präsidentenamtes der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Archäologen Hermann Parzinger. Darin heißt es: "Es gibt ein Foto von Parzinger, wie es vom 'Bibliothekar' Lehmann niemals vorstellbar gewesen wäre. Parzinger ist darauf mit Bart, sonnenverbrannt und mit aufgerissenem Hemd abgebildet. Hinter ihm weitet sich eine asiatische Steppe. Ein lässiger Abenteurer, mit einem Hauch von Reinhold Messner, guckt in die Kamera".
    Vgl. auch Artikel "Goldstiefel in der Eisenzeit" in der Zeit. - Hinweis aus Netbib. - Das erwähnte Photo.

    Continuum medicum

    Beim landeskundlichen Diskussionsnachmittag, der am 8. Mai um 14 Uhr im Großen Saal des burgenländischen Landesarchivs in Eisenstadt stattfindet, stellt Monika Grass das Projekt Continuum Medicum, ein "virtuelles Archiv für die Geschichte des Gesundheitswesens in Mitteleuropa", vor.
    Laut der Beschreibung in Die Universität Online ist Ziel des Projektes, "Quellen, die den alltäglichen Umgang mit Gesundheit und Krankheit veranschaulichen, im virtuellen Raum zusammen zu führen, zu erschließen und mit Erklärungen zu versehen, um diese für verschiedene Zielgruppen zugängig zu machen". Partner im Projekt sind die Abteilung für kulturelles Erbe der Medizinischen Universität Wien, das Archiv der Karlsuniversität Prag und die Erzabtei Pannonhalma. - Presseinformation (pdf).

    Tuesday, April 24, 2007

    Weblogs about cataloguing

    Information services librarian Stephen Francoeur from Baruch College in New York compiled a list of weblogs about catalogues and cataloguing. Found via cataloging futures.

    Librarianship as Charity Work

    "Librarianship as Charity Work", so betitelt Annoyed Librarian einen pessimistischen Eintrag über den nagelneuen LIBRARIAN Act (Librarian steht hier übrigens für "Librarian Incentive to Boost Recruitment and Retention in Areas of Need" - wer lässt sich das bloß immer einfallen). Anscheinend geht es darum, dass jenen Personen, die "public service as librarians in low-income schools and public libraries" leisten, ihre "Perkins Loans" erlassen werden sollen. Perkins loans sind anscheinend zinsgestützte Studierendendarlehen für finanziell Bedürftige. Die Kritik von Annoyed Librarian richtet sich vor allem dagegen, dass in diesem Zusammenhang wieder eine "librarian shortage" betont wird, während so viele jüngere BibliothekarInnen in dem USA sehr lange nach einem Job suchen, obwohl sie gut ausgebildet und zu Ortswechseln bereit sind. Darüber wird derzeit in Listen wie nexgenlib und librarian wannabes viel diskutiert - die next gens fühlen sich teilweise von der ALA im Stich gelassen, da die angekündigte Welle von Pensionierungen und damit offenen Stellen, mit denen man junge Leute angelockt hat, sich anscheinend bisher nicht eingestellt hat. - Mehr darüber auch bei der ALA und bei Library Juice.

    Google can't satisfy every search

    Google can't satisfy every search - photo of a church's sign
    God vs Google, originally uploaded by dcancel.

    Es gibt bei Flickr noch zwei verwandte Slogans von anderen Kirchen: "There are some questions that can't be answered by Google" (Claude Presbyterian Church) und "Need answers to life's difficult questions? When Google fails, God takes over!" (St. Giles Presbyterian Church, Ottawa). - Hinweis aus Library Stuff via IB-Weblog.

    Monday, April 23, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • A. Clarke: "Few and far between: women librarians in the nineteenth century". In: M. Wise (Hrsg.): One Hundred Years. A Collection to Celebrate the Library Association Centenary. Aberystwyth: College of Librarianship 1977
  • M. Fuge (Hrsg.): Careers and Vocational Training. A Guide to the Professions and Occupations of Educated Women and Girls. 12. Aufl. London: Women's Employment Publishing Company 1951
  • M. Reed: "Women's work in libraries". In: The Librarian 2 (1911), S. 115 - 116
  • A. Day: "Those library ladies". In: New Library World, 74 (1974), S. 5 - 6
  • M. Wildenhart: "Women in librarianship". In: Assistant Librarian, 49 (1956), S. 78 - 80
  • M.S.R. James: "Women Librarians and their Future Prospects". In: Library Association Record (June 1900), S. 291 - 304
  • Anne Goulding / Evelyn Kerslake: "Training the flexible library and information workforce: problems and practical solutions". In: Information Services and Use 17 (1998) 4, S. 261 - 272
  • Monique Lloyd: "The underrepresented Native American student: Diversity in Library Science". In: Library Student Journal, February 2007
  • Michael JD Sutton: "Accepting Knowledge Management into the LIS fold: an interdisciplinary approach". In: Library Student Journal, February 2007
  • María del Rosario Banda Martínez: Educación bibliotecológica en Nuevo León. MLIS Thesis, Universidad Autónoma de Nuevo León, Facultad de Filosofía y Letras, 2000
  • Friday, April 20, 2007

    Infektionszulage

    Der Rechnungshof fordert eine Überprüfung und Straffung des 4600 Positionen umfassenden Zulagen- und Nebengebührenkataloges im öffentlichen Dienst (wobei er sich übrigens nicht gegen solche Zulagen generell ausspricht, da sie eine gerechtere Entlohnung innerhalb des starren Gehaltsschemas mit sich bringen würden). Dazu schreibt der ORF heute: "Nicht mehr angewandte oder notwendige Nebengebühren (etwa die Bücherzulage) sollten gestrichen, andere sollten zusammengefasst werden. Außerdem sollten die Anspruchsvoraussetzungen definiert und an das aktuelle Arbeitsbild angepasst werden. So ist derzeit die Voraussetzung für eine 'Infektionszulage' nur aus mehr als 30 Jahre alten Akten im Staatsarchiv zu eruieren".
    Vgl. dazu auch den Artikel ""Rechnungshofkritik: Kassieren für tote Katzen" im gestrigen Standard. Der Titel bezieht sich übrigens auf die 1,38 Euro, die ein beamteter Jäger als "Schuss- und Fangpauschale wildernde Katze" bekomme und die rund 25 Euro an Verwaltungsaufwand mit sich bringe.

    oesta.gv.at in neuem Gewande

    Die Website des österreichischen Staatsarchivs, www.oesta.gv.at, wurde grundlegend überarbeitet und ist nun wesentlich übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet (das könnte schon länger her sein, aber ich habe die Seite jetzt nach langem wieder einmal aufgerufen). - In der Online-Abfrage auf www.archivinformationssystem.at, die derzeit noch im Aufbau ist, habe ich übrigens den verheißungsvoll klingenden Akt mit dem Titel "Vergütung von 100 Gulden für den Bibliothekar" aus dem Bereich "Reichskanzlei und Taxamt" gefunden. Hier kann auch der Archivplan eingesehen werden.

    Thursday, April 19, 2007

    Archivtheorie in den Lehrplänen

    Nachtrag: Bei der KOOP-LITERA-Tagung, die in der letzten Woche in Innsbruck stattfand, gab es eine Podiums- und Plenumsdiskussion "Zur Vermittlung und Verankerung von Archivtheorie und -praxis in Hochschul-Lehrplänen" mit VertreterInnen germanistischer und bibliothekarisch-dokumentarischen Ausbildungen. Leider verpasst, aber vielleicht gibt's irgendwo ja einen Bericht.

    Über Fußball und Literatur

    Das papiererne Fußballerleben - Warum pilgern weltweit Millionen Menschen jedes Wochenende auf den Fußballplatz, warum schreiben so viele österreichische Literaten gerne über Fußball und welche Geschichten werden Woche für Woche rund um den Fußball erzählt? Fragen wie diese werden am Mittwoch, dem 25. April, in der Reihe "Toujours Literatur" um 19.30 Uhr im Literaturhaus Mattersburg zur Diskussion gestellt. Gastgeberin Sabrina Hergovich spricht mit dem Literaturwissenschaftler Wendelin Schmidt-Dengler und dem Standard-Journalisten sowie Autor zahlreicher Fußballer-Biographien Wolfgang Weisgram über die Faszination des Fußballs und seine Darstellung in den Medien.

    Wednesday, April 18, 2007

    Zusätzliche Mittel für Bibliotheken?

    In einem Bericht der Parlamentskorrespondenz über die Behandlung des Kapitels Kunst im Budget-Unterausschuss kommen zweimal Bibliotheken vor - ich zitiere: "Abgeordneter Peter Sonnberger (V) interessierte sich für die Zukunft der Bibliotheken und regte eine Erhöhung der Mittel für Medienkunst an, sich auch zu Linz 2009 und Ars Electronica äußernd". Und: "Für die Bibliotheken, die ihr [= Bundesministerin Claudia Schmied] gleichfalls ein wichtiges Anliegen seien, seien entsprechende Mittel vorgesehen". Dass Mittel vorgesehen sind, will ich ja hoffen - eine Erhöhung wäre schön gewesen. Mal sehen, was dabei herausschaut.

    Tuesday, April 17, 2007

    Zeit ist mehr als Geld

    Erfreuliche Bibliothekserlebnisse aus Berlin schildert Daniel Klaus in seinem TAZ-Artikel "Kostbare Lesezeit. Die Bibliothekarin" vom 17. April 2007: "Wenn wenig los ist, sitzt die Bibliothekarin hinter ihrem Tresen und liest in einem Buch. Neben dem Buch liegt ein Lesezeichen, das sie behutsam zwischen die Seiten legt, sobald man zu ihr kommt und eine Frage hat. Es ist ein sehr schönes Lesezeichen. Ich mag die Bibliothekarin. Sie gibt mir das Gefühl, dass Zeit nicht Geld, sondern etwas viel Kostbareres ist".

    Monday, April 16, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Claudia Hohmann: Margaret Camilla Leiteritz. Baukünstlerin und Bibliothekarin. Frankfurt: Museum für Angewandte Kunst 2004
  • Gertrud Seydelmann: Von der Kinderbewahranstalt zur Bibliothekarin. Schulerlebnisse von 1916-1935 im katholischen Köln. Schwäbisch Gmünd: Pädagogische Hochschule 1989 (= Gmünder Hochschulreihe 7)
  • Hans Hofmann (Hrsg.): Der Volksbibliothekar. Seine Aufgabe, sein Beruf, seine Ausbildung. Leipzig 1927 - beinhaltet: W. Renken: "Der nebenamtliche Voksbibliothekar"; Elise Hofmann-Bosse: "Die Frau im Dienste der volkstümlichen Bücherei"; R. Reuter: "Die Aufgabe des Volksbibliothekars in der kommunalen Bildungsarbeit"; Helene Nathan: "Das volksbibliothekarische Personal für die Großstadtbücherei"; R. Angermann: "Die Aufgaben der Büchereiberatungsstellen und die Anforderungen an ihre Mitarbeiter"; W. Hofmann: "Die volkstümliche Bücherei: ihr Sinn, ihr Buch und ihre Bibliothekare"
  • Martha Rodríguez Cruz / Zoia Rivera: "María Villar Buceta: la primera profesora de biblioteconomía en Cuba". In: ACIMED 14 (2006) 4
  • Yanelis González Pérez / Yorbelis Rosell León / Yelina Piedra Salomón / Osvaldo Leal Labrada / Franklin Marín Milanés: "Los valores del profesional de la información ante el reto de la introducción de las nuevas tecnologías de la información y la comunicación" In: ACIMED 15 (2006) 5
  • Zoia Rivera / Aimee Silva Crespo: "José Antonio Ramos, el autor del Manual de biblioeconomía y uno de los más ilustres intelectuales de la República en Cuba". In: ACIMED 14 (2006) 6
  • Evelyn Kerslake / Janine Liladhar: "'Jolly Good Reading' for Girls: discourses of library work and femininity in career novels". In: Women's History Review 8 (1999) 3, S. 489 - 504
  • Biblioblogosphärenklänge

    Im Libreas-Beitrag "Biblioblogosphärenklänge" gehen Ben Kaden, Maxi Kindling und Manuela Schulz auf die Ergebnisse einer Kurzumfrage unter deutschsprachigen BibliobloggerInnen ein. Ich habe es schändlicherweise verabsäumt, meine Antworten rechtzeitig zu schreiben, das hole ich hiermit nach, bevor ich den Artikel lese.
  • Aktueller Stand: Welche Funktion übernimmt im deutschen Bibliothekswesen die hiesige Biblioblogosphäre? Ich persönlich würde zunächst sagen, dass Netbib Pflichtlektüre für BibliothekarInnen sein sollte, dass ich von zahlreichen Fach-Weblogs für meine tägliche Arbeit sehr profitiere, mir dadurch viel Recherchearbeit erspare bzw. viele Hinweise bekomme, die ich ansonsten nicht gefunden hätte. Ich denke aber, dass wir Web 2.0-Freaks die Breitenwirkung dieser Tools im Bibliothekswesen noch sehr überschätzen. Die Skepsis bzw. das Unwissen bzw. Desinteresse ist noch sehr groß (was ich niemandem vorwerfe).
  • Zukünftige Entwicklung: Wie wird sich die Biblioblogosphäre in Deutschland entwickeln bzw. wie sollte sie sich entwickeln? Ich denke, es wird eine "Flurbereinigung" geben, sprich, viele Weblogs werden wieder verschwinden; "offizielle" Weblogs von Verbänden werden zunehmen; zielgruppenspezifische Weblogs von Bibliotheken als Organisationen werden auch zunehmen. Es fehlen in bestimmten Nischen noch Weblogs, wo ich mir welche wünsche bzw. wo ich (noch) keine kenne, z.B. Museumsbibliotheken oder Behördenbibliotheken.
  • Motivation: Welche Motivation steht für Dich persönlich hinter dem Phänomen des Bloggens? Rebecca Blood nennt in ihrem Buch "The weblog handbook" vier Motivationen für das Führen von Weblogs: self-expression, keeping in touch, information sharing und reputation building. Für mich spielt keeping in touch nur eine untergeordnete Rolle, die anderen drei Punkte sind alle beteiligt. Begonnen habe ich mit meinem Weblog als Versuch, eine Art Chronik aktueller Geschehnisse im Bibliothekswesen zu schreiben, bzw. als kommentierte Linksammlung, als Notizzettel für mich selbst.
  • Verhältnis zur Zielgruppe: Welche Rolle spielt der Leser für Dich/Sie? Wie definierst/en Du/Sie Deine/Ihre Zielgruppe und wie denkst/en Du/Sie, dass Du/Sie sie erreichst/en? Darüber habe ich mir anfangs gar keine Gedanken gemacht, weil ich eher nur für mich selbst geschrieben habe. Im Lauf der Zeit haben mich aber immer mehr Leute auf mein Weblog angesprochen, von Fremden, die ich bei einer Fortbildung kennenlerne, bis zu Personen aus meinem Bekanntenkreis, wo ich gar nicht weiß, wie sie darauf gestoßen sind. Manchmal will ich FreundInnen etwas erzählen, und sie unterbrechen mich mit den Worten: "das hab ich eh schon in Deinem Weblog gelesen". Das beeinflusst mich schon ein bisschen ;-) ich halte mich mittlerweile eher zurück, wenn ich über meine Arbeit schreibe, und manchmal schreibe ich auch etwas, wo ich denke, dass das jemand bestimmten unter meinen "gesicherten" LeserInnen interessiert. Eine Zielgruppendefinition, die über "für BibliothekarInnen" hinausgeht, habe ich aber nicht.
  • Desiderate: Was fehlt Deiner Ansicht nach in der deutschen Biblioblogosphäre? siehe oben: Weblogs in Nischen wie Museums- und Behördenbibliotheken; Breitenwirkung und Akzeptanz
  • Bibliothek 2.0: Ist die deutsche Biblioblogosphäre Teil der so genannten "Bibliothek 2.0" bzw. welche Rolle spielt sie bei der Debatte zu diesem Thema? Schwierige Frage. Teil der Bibliothek 2.0: ja, natürlich; Rolle: da kann ich im Moment nichts sagen.
  • Digital Divide und Bibliotheken

    Die Frühjahrstagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die von 4. bis 6. Mai stattfindet, beschäftigt sich mit dem Thema "Digital divide und Bibliotheken". Zum Inhalt: Die digitale Spaltung in der Wissens- und Informationsgesellschaft hat primär globale Konsequenzen und verbreitert die Kluft zwischen entwickelten Ländern und der Dritten Welt. Daneben gibt es innerhalb der einzelnen Gesellschaften ungleiche Zugangsbedingungen zu Information, wobei Faktoren wie Einkommen, Bildung und Geschlecht eine Rolle spielen. Welche Funktion fällt dabei den Bibliotheken zu? Können diese Garanten für die Chancengleichheit bei digitalem Zugang zu Wissen und Kommunikation sein und zugleich angesichts der wachsenden Unübersichtlichkeit von elektronischer Information die Rolle verlässlicher Navigatorinnen übernehmen? - Kribibi-Website, Programm, Renner-Institut, Gartenhotel Altmannsdorf.

    In diesem Zusammenhang sei auch auf die Arbeitsbibliographie "Digital Divide and Libraries: Equity and the Internet" von Joe Ryan verwiesen (viele der Links funktionieren nicht mehr, aber die Literaturhinweise sind recht interessant).

    Was man aus Büchern machen kann

    Siehe die Websites der Künstlerinnen Georgia Russell, Cara Barer, Tracy Hicks und das Center for book arts. Einer meiner persönlichen Favoriten: das "Swiss Army Book", gestaltet von Molly Van Nice. - Hinweise u.a. aus der librarian wannabes-Liste.

    Fachblogs für BibliothekarInnen

    Wie auch schon andernorts zu lesen war, ist die Churer Abschlussarbeit "Fachblogs von und für BibliothekarInnen – Nutzen, Tendenzen. Mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum" von Heidi Stieger online abzurufen. Nun hat es mich natürlich gefreut, auch mein eigenes Weblog darin wiederzufinden, auch wenn ich mir eigentlich gewünscht hätte, dass Frau Stieger mit mir Kontakt aufnimmt. Kleine Anmerkung: Die Notiz "Das Weblog lässt sich nicht mittels RSS-Feeds abonnieren" stimmt nicht. Das hat von Anfang an funktioniert.
    Update 29.5.07: Ich muss mich teilweise korrigieren - ich habe bei der Durchsicht alter eMails entdeckt, dass mich Frau Stieger im Juli 2006 wegen meines Weblogs kontaktiert hat. Das nehme ich also zurück!

    Bücher wie der Frühling

    "Bücher sind wie der Frühling oder wie die Liebe. Die erlebt man auch immer wieder, und trotzdem freut man sich jedes Mal von Neuem daran", sagte der in Österreich lebende bulgarische Schriftsteller Dimitré Dinev in einem Interview mit Barbara Petsch für die Tageszeitung "Die Presse".

    Friday, April 13, 2007

    WebHarvest für .gov-Seiten

    "Millions and Millions of Government and Military Web Pages Archived by NARA and The IA", titelt Gary Price im Weblog "Free government information". Die National Archives & Records Administration (NARA) grast in regelmäßigen Abständen alle .gov-Seiten ab, speichert sie und stellt diese Momentaufnahmen online zur Verfügung: "Those harvests are currently conducted at the end of each Presidential term (4 years) and Congress (2 years) to provide a macro view of how the government's web presence changes with the election cycles". Mehr siehe www.webharvest.gov/collections/.

    Neuerwerbung

  • Jo Dereske: Catalogue of death. A Miss Zukas mystery. Avon Books 2007
  • Lesetagebuch

  • derzeit lese ich: Charlaine Harris: Last scene alive. An Aurora Teagarden mystery
  • gerade beendet: E. Tanne: Die Frauenwelt auf dem Mars
  • Thursday, April 12, 2007

    Ruhe vor dem Sturm

    Heute ist für mich ein sehr angenehmer Tag gewesen: Ich bin in unserer Zweigstelle in Pinkafeld und katalogisiere retro (oder retrokatalogisiere?). Das ist im Vergleich zu meinem sonstigen Bibliotheksalltag entspannend - keine Rechnungen, keine Fernleihepackerl, keine Ausleihe... morgen ist wieder ein Freitag, an dem die berufsbegleitenden Studierenden kommen, da wird es sich eh wieder ordentlich abspielen. Nach solchen Tagen liegen bei uns so viele Bücher, die gleich zurückzustellen wir nicht dazukommen, dass ich schon glaube, dass ich irgendwann in Papier ersticke oder von einem umstürzenden Bücherberg erschlagen werde. Stilgerecht, aber beides nicht anstrebenswert.

    Tuesday, April 10, 2007

    Schwerpunktheft Library 2.0

    Die neueste Ausgabe der Zeitschrift "El Profesional de la Informacion" steht (fast) ganz im Zeichen von Library 2.0:
  • Web & lib 2: a sceptic's view / Thomas Krichel
  • Conceptos de web 2.0 y biblioteca 2.0: origen, definiciones y retos para las bibliotecas actuales / Dídac Margaix Arnal
  • Microformatos: web 2.0 para el Dublin Core / Eva Méndez, Alejandro Bravo, Leandro Mariano López
  • Evaluación formal de blogs con contenidos académicos y de investigación en el área de documentación / Sonia Jiménez Hidalgo, Javier Salvador Bruna
  • "365 días de libros": blog para la promoción de la lectura / Francisco López Hernández, Honorio Penadés de la Cruz
  • Experiencia con el blog colectivo de Sedic / Virginia Becerril, María Jesús Butera, Nuria Escudero, Julio Igualador, Elisa Prieto, Luis Rodríguez Yunta
  • Hacia la library 2.0: blogs, rss y wikis / Leticia Paula Dobrecky
  • Entrevista con José Antonio Millán sobre el blog de El futuro del libro / Tomàs Baiget
  • Zukunft des Buches in Weblogs

    Eoin Purcell erstellte in seinem Weblog eine Liste mit den "Top Ten Blogs on the future of books, media and publishing", die auch im Library Journal veröffentlicht wurde. Unter Purcells Best-Of sind zum Beispiel Plagiarism today, if:book (Weblog des Institute for the future of the book) und Peter Subers Open Access News zu finden.

    Is There a Future for Bibliographic Databases?

    Vor kurzem habe ich über eine in Arbeit befindliche Dissertation geschrieben, die sich mit der Zukunft der Bibliographie beschäftigt. Im Michael Cairns Weblog Personanondata stellt Gastautor John Dupuis nun die Frage: "Is There a Future for Bibliographic Databases?".

    Dupuis startete übrigens in seinem eigenen Weblog "Confessions of a science librarian" die interessante Serie "My Job in 10 years".

    March of the librarians, by Nick Baker

    Beschreibung vom Filmer und Erzähler: "Didn't you wonder where your librarians disappeared to last January? Ten thousand of them were in Seattle for an American Library Association convention, and I was there to capture the bizarre congregation on video".

    Leihbibliotheksforschung

    Gerade darüber gestolpert: "Die Leihbibliotheksforschung in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Ergebnisse und Perspektiven" von Kurt Habitzel und Günter Mühlberger, erschienen im Internationalen Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur und auch online abrufbar.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Maryam Sarrafzadeh, Bill Martin, Afsaneh Hazeri: "LIS professionals and knowledge management: some recent perspectives". In: Library Management 27 (2006) 9, S. 621 - 635
  • Hope Marie Cook: "The Emerging Technology: 21st Century Web Based Environments and Their Resultant Effect on the Work Responsibilities of Academic Reference Librarians. Were the Predictions Correct?". In: Electronic Journal of Academic and Special Librarianship 7 (2006) 2
  • Louise Feldmann: "Subject Librarians in the Changing Academic Library". In: Electronic Journal of Academic and Special Librarianship 7 (2006) 3
  • Brett Spencer / Allyson R. Ard: "Nurturing New Careers: Preparing Future Librarians for Their Careers Through Pre-Professional Development Sessions at The University of Alabama Libraries". In: Electronic Journal of Academic and Special Librarianship 7 (2006) 2
  • Sally Carroll / Sandra Stokley: "A Model Job Training Program for Summer Youth: Library Interns at Grambling State University A. C. Lewis Memorial Library, Grambling, Louisiana". In: Journal of Southern Academic and Special Librarianship 1 (1999) 2
  • Lucy Eleonore Lyons: "The Dilemma for Academic Librarians with Collection Development Responsibilities: A Comparison of the Value of Attending Library Conferences versus Academic Conferences". In: The Journal of Academic Librarianship 33 (2007) 2, S. 180 - 189
  • Skye Hardesty / Tammy Sugarman: "Academic Librarians, Professional Literature, and New Technologies: A Survey". In: The Journal of Academic Librarianship 33 (2007) 2, S. 196 - 205
  • Toni Samek: "Unbossed and Unbought: Booklegger Press, the First Women-Owned American Library Publisher". In: James P. Danky and Wayne A. Wiegand (Hrsg.): Women in print. Essays on the print culture of American women from the nineteenth and twentieth centuries. Madison: Univ. of Wisconsin Press 2006 (= Print culture history in modern America)
  • Wikimania 2007

    Im August findet die dritte internationale und interdisziplinäre Wikimedia-Tagung, Wikimania 2007, in Taipei statt; "Being both a scientific conference and a community event, Wikimania brings together members of various Wikimedia projects in order to exchange ideas, build relationships, and report on research and project efforts. It also provides an opportunity for Wikimedians and the general public alike to meet and share ideas about free and open source software, free knowledge initiatives, and wiki projects worldwide".

    Friday, April 06, 2007

    Ich als DAU

    Es ist durchaus nützlich, als BibliothekarIn andere Bibliotheken zu besuchen - so kann man feststellen, dass man sich auch nach mehrjähriger Ausbildung wie ein DAU vorkommen kann, und so kann man etwas mehr Verständnis für die eigenen BenutzerInnen entwickeln. Beispiel zur Illustration: Ich besorgte mir am Mittwoch wieder Bücher aus einer großen Wiener Bibliothek und kopierte mir gleich neben der Leihstelle einige Seiten heraus. Als die Kopierkarte zur Neige ging, las ich auf einem Schild über dem Kopierer "Automat Foyer/Lesesaal". Gut, ich stapfte den Halbstock zum Lesesaaleingang hinauf - allein, kein Automat zu erblicken. Was macht man da? Man fragt natürlich den Bibliothekar, der sich dann besonders freut, dass er mit seiner Ausbildung (s.o.) den ganzen Tag solche Dummy-Fragen beantworten muss, für die man wahrscheinlich auch einen trainierten Affen einsetzen könnte (was der Tierschutz natürlich zurecht niemals zulassen würde). Der war aber sehr höflich und es blitzte auch nur ein minimales Verzweifeln aus den Augen - für Eingeweihte wie mich leicht zu erkennen ;-) Der Automat sei "unten neben der Glastür". Von dort kam ich ja gerade. Sprich: Ich hätte mich am Kopierer nur um ca. 100 Grad drehen müssen. Aaah! Zu meiner Ehrenrettung (oder auch nicht) muss ich sagen, dass ich den Automaten von der Entfernung auch nicht als solchen identifiziert hätte - er hatte eher Ähnlichkeit mit einem Sicherungskasten... Ich sollte mich wohl nie wieder aufregen, wenn Leute mich fragen, ob wir auch Zeitschriften haben, wenn sie direkt vorm Zeitschriftenregal stehen.

    The Book Thief

    Neal Wyatt schreibt in seinem Artikel "You Don't Have To Be Jewish..." im Library Journal, Ausgabe 132 (2007) 6, über die Sophie Brody Medal, die jährlich für herausragende Beiträge zur jüdischen Literatur für Erwachsene verliehen wird. Eine "Honorable Mention" erhielt 2005 das Buch "The Book Thief". Wyatt schreibt dazu: "In Markus Zusak's beautifully wrought young adult novel, The Book Thief (...), Death narrates the story of Liesel, a young foster child in Germany during World War II. Liesel has a particular obsession - books stolen, borrowed, and homemade - that sustains her through overwhelming tragedy".
    Es gibt anscheinend eine Version für Erwachsene und eine für Jugendliche. Laut der optisch ansprechenden Website zum Buch wurden die Rechte für die deutsche Übersetzung bereits verkauft, eine solche scheint aber noch nicht erschienen zu sein.

    Wieder: Öffentlicher Raum

    Ich habe kürzlich einen Artikel über "Bibliotheken als Obdachlosenasyle" aufgegriffen, und nun gibt es eine Radiosendung, die sich des Themas "öffentlicher Raum" annimmt: Im Salzburger Nachtstudio (25. April, 21.01 Uhr) wird der "Konflikt um den öffentlichen Raum" thematisiert: "Der öffentliche Raum scheint aktuell in der Krise: Öffentliche Flächen in der Stadt werden zunehmend privatisiert, die Nutzung der verbliebenen öffentlichen Räume durch bauliche Eingriffe und neue Überwachungstechnologien kontrolliert. Kritiker/innen dieser Entwicklung sehen damit die Utopie des öffentlichen Raums als Idealbild durchgesetzter Demokratie in Gefahr (...) Was macht also Räume wirklich zu öffentlichen Räumen? Wie wirken sich aktuelle Tendenzen der Privatisierung des Öffentlichen und der Veröffentlichung des Privaten auf die Herstellung von öffentlichem Raum aus? Bilden sich dort, wo alte öffentliche Räume schwinden, neue Öffentlichkeiten heraus?". Bin schon gespannt, ob Bibliotheken darin auch vorkommen. - Siehe auch den Eintrag Homeless and libraries bei Jessamyn West.

    Thursday, April 05, 2007

    Dubletten aus Prawy-Nachlass werden versteigert

    Am Donnerstag, den 12. April, werden in der Wienbibliothek im Rathaus Dubletten aus dem Marcel Prawy-Nachlass gegen Bares versteigert: "Die Auktion übernimmt ein erfahrener Auktionator, nämlich Otto Hans Ressler, Geschäftsführer der Kinsky Kunstauktionen. Zu erwerben gibt es um die 150 Exponate, zumeist Bücher aus den verschiedensten Fachbereichen aus dem Besitz des großen Musik-Liebhabers und -Vermittlers. Weiters befinden sich neben einigen Notendrucken auch berühmt gewordene Plastiksackerl Prawys, die entsprechend seinem originellen Ordnungssystem seine Original-Handschrift aufweisen. Das ersteigerte Geld wird für die weitere Erforschung und Aufarbeitung des umfangreichen Nachlasses von Marcel Prawy verwendet". Quelle und Details: Rathauskorrespondenz.

    Happy First Contact Day

    Genau heute in 56 Jahren wird der erste Warp-Flug und somit auch der erste Kontakt zwischen Menschen und VulkanierInnen stattfinden - und so begehen Trekkies weltweit heute den "First Contact Day": "On that day, Zefram Cochrane successfully tested his warp drive engine and the resulting warp signature attracted the attention of a nearby Vulcan starship which immediately initiated contact with the slightly inebriated Cochrane". - Zitat aus Startrek.com, Hinweis aus M-Star-Trek.

    Patientenbücherei auf Briefmarke

    Ben Kaden hat eine Briefmarke der Belgischen Post aufgestöbert, die eine Patientenbibliothek zeigt. Sie wurde von Chris Vandendriessche gestaltet. Die dargestellte Krankenschwester ist allerdings mehr als klischeehaft - jung, blond, Kindchenschema, kurzes Rockerl, streckt den Hintern raus (viel anders kann man es nicht sagen). Die Bibliothekarin ist mittelalterlich, rothaarig und eher rundlich, es sieht aber nicht nach Dutt aus. Sie hat auch was auf der Nase, was ich aber auch bei vergrößertem Bild nicht identifizieren kann. Der Patient hat gewisse Ähnlichkeit mit Abraham Lincoln. - Mehr dazu im IB-Weblog.

    Wednesday, April 04, 2007

    Lesetagebuch

  • gerade fertiggelesen: John Lanchester: Mr Phillips von 6 bis 7 (ein Buchhalter, der seiner Familie nicht sagen will, dass ihm gekündigt wurde, irrt einen Tag durch London und begegnet einer Reihe interessanter oder irritierender Personen; unterhaltsame Lektüre)
  • gerade fertiggelesen: Frances H. Bachelder: The iron gate ("William Crampton, a somewhat shy librarian with artistic leanings, returns to his New England hometown in the early 1920s, to pursue his dream of establishing his close-knit community's first library" - ein optimistisches Buch: trotz verschiedener Rückschläge lässt sich William von seinem Ziel nicht abbringen und findet auch seine große Liebe, was uns das Buch leider schon auf dem Klappentext verrät. Manchmal auch ein wenig zu sanft oder zu "eingeebnet" wie eine Nulllinie auf einem Monitor - man spricht prinzipiell ohne Rufzeichen und ist generell verständnisvoll und höflich, es gibt anscheinend keinen Streit, sogar die Verbrecher sind freundlich)
  • Tuesday, April 03, 2007

    Traumfrau verzweifelt gesucht

    Aus der Beschreibung der Komödie "Traumfrau verzweifelt gesucht!" im Stuttgarter Wochenblatt: "In der wunderbaren Komödie von Tony Dunham wird Hauptdarsteller Harald von seiner Freundin verlassen. Nachdem er sich bei seiner Nachbarin Henriette ausgeheult hat, entscheidet er, sein Liebesglück per Kontaktanzeige zu suchen und es melden sich die unterschiedlichsten Frauen! Er wird sie alle kennen lernen - die schüchterne Bibliothekarin und das sexbesessene Cowgirl, die attraktive Krankenschwester, die Zirkusartistin". Nett wäre ja, wenn sich zum Schluss herausstellt, dass es sich in Wirklichkeit bei all diesen Frauen um die Bibliothekarin handelt ;-)

    Monday, April 02, 2007

    Online-Kooperation im Test

    Das mag ich an meinem Job: dass ich soviel ausprobieren kann. Derzeit haben wir zwei Tools zur Online-Zusammenarbeit im Test.
  • Am Dienstag haben wir für eine Lehrveranstaltung live.eMeeting getestet, mit dem man Webkonferenzen abhalten kann. Das Tool ermöglicht es, auf den Schirmen der anderen TeilnehmerInnen nicht nur Dateien anzeigen zu lassen, sondern auch kooperativ an Dokumenten zu arbeiten, auch wenn gar nicht alle über die jeweilige Software verfügen. Man kann sich zu Wort melden bzw. jemandem das Wort erteilen, man kann Photos oder Webcam-Bilder einblenden. Man kann auch den anderen das eigene Browserfenster zeigen, was für unsere geplante virtuelle Auskunft an sich nicht schlecht wäre. Leider fallen für das Tool Kosten pro Minute und TeilnehmerIn an, das heißt für uns in der Bibliothek, dass die Kosten für ein Jahr Online-Auskunft relativ schwer zu kalkulieren sind, und vor allem müssten die Studierenden das Tool installieren, was zwar nur sehr kurz dauert und automatisch geschieht, aber dennoch eine Hürde darstellen könnte. Für ein Treffen von virtuellen Arbeitsgruppen ist es aber gut geeignet.
  • Alle Studierenden unseres Studiengangs Angewandtes Wissensmanagement bekommen von Anfang an eigene Online-Plattformen als sogenannte ePortfolios zur Verfügung gestellt. Bei uns ist der Factline Community Server im Einsatz. Nun bekommen auch alle MitarbeiterInnen ePortfolios, und ich war sozusagen die Pilotuserin. Eine wirklich zufriedenstellende Definition auf Deutsch finde ich auf die Schnelle nicht, in der englischsprachigen Wikipedia steht: "a collection of electronic evidence (artifacts, including inputted text, electronic files such as Word and PDF files, images, multimedia, blog entries and Web links etc.) assembled and managed by a user, usually online. ePortfolios are both demonstrations of the user's abilities and platforms for self-expression". - Als Administratorin meiner eigenen Plattform kann ich nahezu alle Optionen ausprobieren, und ich sehe erst jetzt, wieviel Arbeit dahinter steckt, vor allem wenn ich das auf unsere große Lernplattform CampusIB umlege, die meine Kollegin seit Jahren betreut. Ich verwende die Plattform bisher einfach als persönliche Dokumentenablage, aber auch zur Außendarstellung und zur Kooperation: Ich kann Benutzergruppen definieren, bestimmte Inhalte für bestimmte Gruppen freischalten und so z.B. mit zwei KollegInnen an einem Artikel arbeiten oder für eine Arbeitsgruppe immer die aktuellste Version eines Textes zur Verfügung stellen. - Wer sehen will, was ich bisher herumgebastelt habe: siehe campusib.fh-burgenland.at/p/1044.
  • Bibliotheken als Obdachlosenasyle?

    Der Bibliothekar Chip Ward schreibt unter dem Titel "America Gone Wrong: A Slashed Safety Net Turns Libraries into Homeless Shelters" in AlterNet vom 2. April: "A dirty little secret about America is that public libraries have become de facto daytime shelters for the nation's street people while librarians are increasingly our unofficial social workers for the homeless and mentally disturbed". Ward schreibt am Beispiel der Saltlake City Public Library, dass Bibliotheken oft als einzige "öffentliche Räume" übrigbleiben und dass BibliothekarInnen auf den Umgang mit Obdachlosen und psychisch Kranken nicht vorbereitet sind. Fazit: "None of this was covered in library school".
    Der ausführliche Artikel, den ganz zu lesen sich lohnt, passt sehr gut zu einem Buch, das ich gerade für eine Rezension lese - "Die Bibliothek als Öffentlicher Ort und Öffentlicher Raum", erschienen 2006 bei BibSpider: "Dem Rückzug des Öffentlichen Raumes und seines Konzeptes als Ort der Gemeinschaft setzen viele Länder neue und moderne Bibliotheksbauten, neue Konzepte und Strategien ihrer Bibliotheken entgegen: In diesem Buch beleuchten internationale Bibliothekare verschiedene Facetten dieses Themas".

    Eine Kommentatorin zum AlterNet-Artikel verwies übrigens auf den Text "The ideological librarians" von Rich Lowry in Townhall.com, wo dieser über die Weigerung von BibliothekarInnen, Obdachlose aus der Bibliothek zu weisen, schreibt: "A Shakespeare character famously said, 'Let's kill all the lawyers.' This gibe has lost none of its relevance through the centuries. But today we might reply to that acerbic line, 'Sure - but only if we can kill all the librarians next'". - Und weiter: "Librarians have recently let down their hair - usually wrapped in a tight bun, of course - to become some of the most vocal opponents of the Bush administration and the USA Patriot Act, prompting Attorney General John Ashcroft to take a public swipe at them. Librarians now constitute one of the country's main centers of thoughtless and unreconstructed leftism. It is the sort of ideology that you expect to find among naive college students and destitute Latin American peasants. But librarians?" Harte Worte. - Einerseits ist für mich klar, dass BibliothekarInnen allein aufgrund ihrer Ausbildung nicht die Aufgaben von medizinischem Personal oder SozialarbeiterInnen wahrnehmen können und sollen. Andererseits verschwinden ja eben die öffentlichen Räume ohne Konsumzwang immer mehr. Vielleicht wäre in Großstadtbibliotheken die Einstellung von SozialarbeiterInnen durchaus angebracht, auch im Hinblick auf "schwierige" Jugendliche.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Christine Pawley: "Advocate for access: Lutie Stearns and the traveling libraries of the Wisconsin Free Library commission, 1895-1914". In: Libraries & culture 35 (2000) 3, S. 434 - 458
  • Shanti Mishra: Voice of Truth: Challenges and Struggles of a Nepalese Woman. Books Faith 1995 ("Autobiography of a librarian, Central Library, Tribhuvan University, Kathmandu, Nepal")
  • Zoia Horn: Zoia!: Memoir of Zoia Horn, Battler for the People's Right to Know. McFarland 1995
  • Louis Shores: Quiet World: A Librarian's Crusade for Destiny: The Professional Autobiography of Louis Shores. Linnet Books 1975
  • Helen Hayden / Clare Blount: "Library student shelvers at Waterford Institute of Technology". In: New Library World 107 (2006) 5+6, S. 247 - 257
  • Ralph E. Ellsworth: Ellsworth on Ellsworth: An Unchronological, Mostly True Account of Some Moments of Contact Between "Library Science" and ME, Since Our Confluence in 1931, with Appropriate Sidelights. Scarecrow 1980
  • Chris Dodge / Jan DeSirey: Everything You Always Wanted to Know About Sandy Berman But Were Afraid to Ask. McFarland 1995
  • Adele M. Fasick / Margaret Johnston (Hrsg.): Lands of Pleasure. Scarecrow 1990
  • Evelyn Kerslake: "'They have had to come down to the women for help!' Numerical feminization and the characteristics of women's library employment in England, 1871-1974". In: Library History 23 (2007) 1, S. 17 - 40
  • Christine DeZelar-Tiedman / Beth Picknally Camden / Rebecca Uhl: "Growing Our Own: Mentoring the Next Generation of Catalog Librarians". In: Cataloging & Classification Quarterly 43 (2006) 2, S. 19 - 35
  • Allyson Washburn: "Career Paths of Distance Education Librarians: A Profile of Current Practitioners Subscribed to the OFFCAMP Listserv". In: Journal of Library Administration 45 (2006) 3+4, S. 483 - 509
  • Mary Cassner / Kate E. Adams: "Assessing the Professional Development Needs of Distance Librarians in Academic Libraries". In: Journal of Library Administration 45 (2006) 1+2, S. 81 - 99
  • Linda Frederiksen: "Access Services Librarians: A Content Analysis of Job Advertisements, 1977-2004". In: Journal of Access Services 3 (2006) 2, S. 15 - 27