Tuesday, May 05, 2009

Kalte EU

Mit "Daham statt Islam" hat die FPÖ ja wohl den inhaltlichen Tiefpunkt eines Wahlslogans erreicht, aber gute Chancen auf den sprachlichen Tiefpunkt hat meiner Meinung nach "Soziale Wärme statt EU der Konzerne". Ouch.

"pursue my curiosity about a million different subjects"

Rory Litwin über seine Berufswahl: "I considered other careers, but none of them was such a good fit. When it occurred to me to become a librarian, all of the switches clicked into place. It has all the things I really wanted when I was in my twenties and unsatisfied with the paths that I tried. I can serve the public, work with ideas, pursue my curiosity about a million different subjects, support democracy, make a really decent living (in an absolute sense), and not work for capitalists".

Quelle: Interview von Marylaine Block mit Rory Litwin. In: Ex Libris. A weekly e-zine for librarians #90, March 9, 2001, marylaine.com/exlibris/xlib90.html.

Monday, May 04, 2009

Mordopfer Bibliothekarin

"Freddy Schenk von der Kripo Köln versucht vergeblich, seinen Kollegen Max Ballauf für den Karneval zu begeistern. Aber schon bald ist Schluß mit lustig: Birgit Lagerhoff, das Tanzmariechen aus Freddys Karnevalsverein, wird ermordet aufgefunden. Der Tatort befindet sich in unmittelbarer Nähe einer psychiatrischen Klinik, und der Täter hat offensichtlich ein Anstaltsfahrrad benutzt" (Beschreibung von tatort-fundus.de).
Zitat: "Ich hab die Frau Lagerhoff vor einem halben Jahr hergeholt. Sie hat die Stadtteilbibliothek geleitet, bevor wir sie schließen mussten wegen Sparmaßnahmen". - Tatort-Folge "Restrisiko" aus Köln (Erstausstrahlung 1999, zuletzt am 18. April 2009 auf HR zu sehen).

Sunday, May 03, 2009

Bibliotheken zum Sparen

Sara Mansour Fallah rät in der "passt!"-Beilage des Standard unter dem Titel "Spar dich froh!" zum Bibliotheksbesuch: "Bibliotheken nutzen: Bibliotheken sind für Krisensituationen wie geschaffen. Sie bieten CDs, DVDs und einen Ersatz für den Treffpunkt Café mit Freunden - also Alternativen zu Geldfressern".

Bibliothekarin berichtet über Dauerschmerz

"Angefangen hatte es schon mit meiner Ausbildung zur Bibliothekarin an der Technischen Universität Berlin. Damals hatten wir noch keine Computer. Wir schrieben jedes Karteikärtchen auf der Schreibmaschine. Buch für Buch tippte ich ein, jeden Tag viele Stunden. Nach ein paar Wochen fühlten sich meine Schultern an wie in einen Schraubstock gepresst, es war ein dumpfer Dauerschmerz. Manchmal fuhr mir auch ein grelles Stechen zwischen die Schulterblätter".

Nicole Heißmann: "'Wie schlimm sich das wirklich anfühlt, kann keiner verstehen'. Die Berliner Bibliothekarin Petra Tismer beschreibt, wie der Schmerz nach und nach ihr Leben eroberte". In: Stern, 2. Mai 2009

"unintended cataloging humor" bei LibraryThing

Die größte Interessensgruppe bei LibraryThing bilden mit über sechstausend Mitgliedern die "Librarians who LibraryThing", und dort habe ich mich gerade königlich (königinnenlich?) über den Thread "unintended cataloging humor" amüsiert. Dort werden seltsam klingende Schlagwortketten bzw. Fachgruppen gesammelt. Einige Beispiele:

  • "Boring--Standards"
  • "Corn--Electric properties"
  • "Child collectors" - habe dazu im LoC-Katalog noch die "child consumers" gefunden...
  • "Heathrow Airport (London, England)--Antiquities" - hoffentlich sind nicht die Flugzeuge gemeint
  • "One-leg resting position"
  • "Plants--Effect of prayer on"

    Ich kann aus meiner eigenen Bibliothek die weniger witzige Fachgruppenbezeichnung "Deutsche Okkupation, Widerstand, Emigration" (klar, "wir" können ja nix für diese deutschen Nazis, "wir" waren ja alle im Widerstand) beitragen, muss aber zur Ehrenrettung sagen, dass die Fachgruppen gerade überarbeitet werden. Eine interessante Kombination finde ich auch "Familie und Frauen, Homosexuelle".

  • Neuerwerbungen

    Vladimir Vertlib: Letzter Wunsch. Roman. München: DTV 2006

    Wolfgang Millendorfer: Stammgäste. 1. Aufl. Oberwart: edition lex liszt 12 2007

    Arthur Miller: Incident at Vichy. New York: Penguin 1985 [1965]

    Albert Camus: Le malentendu. Pièce en trois actes. Editée et annotée par Rolf Massin. 1. Aufl. Stuttgart: Klett 1971 [1955]

    Enid Blyton: Hanni und Nanni - Sammelband 1. München/Wien: Schneider 1970 (=Hanni und Nanni sind immer dagegen; Hanni und Nanni schmieden neue Pläne; Hanni und Nanni in neuen Abenteuern)

    Saturday, May 02, 2009

    Lesung zum Literaturpreis "Der Duft des Doppelpunktes"

    Hier treffen sie auf Maschinenlärm, Wertgutscheine, Knapp-Entlassungen, Jungfrauen-Shows und Bibliothekarinnen-Alltag. Der Ort dieser auf den ersten Blick seltsamen Begegnungen: die Arbeitswelt. AutorInnen des 1. Literaturpreises "Der Duft des Doppelpunktes – Literatur der Arbeitswelt" lesen aus der Anthologie "Rote Lilo trifft Wolfsmann". Dieser Abend bildet auch den Auftakt zum 2. Literaturpreis.
    Ort und Zeit: Freitag, 8. Mai 2009, 19.30 Uhr. Lhotzkys Literaturbuffet, Rotensterngasse 2 (Ecke Taborstraße 28), 1020 Wien. Bitte um Anmeldung, da begrenzte Platzanzahl.

    Lesung mit Ausblick - Wiesenglück

    Das Literaturhaus Mattersburg geht auf die Wiese und zwar am Ruster Berg bei St. Margarethen. Im Gepäck mit dabei sind Geschichten, Gedichte, Reime und Lieder über den Frühling, Blumen, Tiere, Sonnenstrahlen und das Glück, auf einer Frühlingswiese zu sitzen. Ausgangspunkt ist beim Opernfestspiel-Parkplatz, von wo aus die Wanderung über den Ruster Hügel zu einer schönen Wiese mit Ausblick auf den Neusiedler See geht - ein literarischer Ausflug für Kinder und Erwachsene. Die Radio Burgenland-Redakteurin und Ex-Wetterfee Veronika Berghofer liest von 16-17 Uhr vor, das sechsköpfige a cappella Ensemble Stimmbande aus Eisenstadt lädt zum Mitsingen.

    Literarischer Ausflug "Wiesenglück", Samstag, 9. Mai, Treffpunkt 15.30 Uhr beim Opernfestspiel-Parkplatz in St. Margarethen. Bei Schlechtwetter im Literaturhaus Mattersburg. Tel. Auskunft: 0699/11970667.

    Waschküchen und Bibliotheken

    Interessante Reihenfolge: "Schon in der Planungsphase legten die Stadt Wien und die ausführenden Architekten besonderes Augenmerk auf die Schaffung von Gemeinschaftsräumen. Durch die ergänzende Ausstattung der Gemeindebauten mit Kindergärten, Versammlungsräumen, Waschküchen oder Bibliotheken sollten die Nachbarschaft und die Kommunikation in der Wohnhausanlage angeregt und gefördert werden". - Presseaussendung des Wiener Vizebürgermeisters Michael Ludwig vom 1. Mai 2009.

    "Sie sammeln, was das Zeug hält"

    "Die Archivare kommen aus Stiefenhofen, Weißensberg, Bodolz oder einem der 17 anderen Städte, Märkte oder Gemeinden des Landkreises. Sie sammeln, was das Zeug hält und engagieren sich mit viel Zeit und Hingabe für ihren Ort. Damit sie nicht im stillen Kämmerlein versauern, fand in Nonnenhorn der Startschuss zu regelmäßigen Treffen der Ortsarchivare statt". - Aus: Schwäbische Zeitung, 29. April 2009

    Thursday, April 30, 2009

    Neuerwerbungen

    the money I got back this month due to the tax reform must be invested in books at once :-)

    Leon Wall, William Morgan: Navajo-English Dictionary. 9th printing. New York: Hippocrene 2007

    Sharyn November (ed.): Firebirds rising. An anthology of original science fiction and fantasy. New York: Firebird 2008 (incl. Ellen Klages: "In the house of the seven librarians")

    Charles N. Brown, Jonathan Strahan: The Locus Awards. Thirty years of the best in science fiction and fantasy. New York: Eos 2004

    J.K. Rowling, Andrew Wilson [translator]: Αρειοσ Ποτηρ καì η του φιλοσοφου λιθος (=Harry Potter and the philosopher's stone, Ancient Greek edition). London: Bloomsbury 2004

    Neuerwerbungen Musik

    Apocalyptica plays Metallica by four Cellos. Polygram Finland / Zen Garden 1996

    The Cure: The Cure. Geffen Records 2004

    Nigel Kennedy: Kafka. EMI 1996

    Twitter-Auslese 27.-30.4.

  • 1237x "Normdatensatz", 179x "zur Lieferung an die DNB", zig Dubletten bereinigt - ein guter Tag beginnt mit einem sanierten Katalog ;-)
  • Outlook überrascht mich mit der Option "Ein- oder Ausblenden des Mondkalenders, von Tierkreiszeichen oder Rokuyou-Symbolen im Kalender"
  • nette IMDB-Suche: "place name in title", http://www.imdb.com/keyword/place-name-in-title/ (Casablanca, Boston legal, LA confidential...)
  • PND-t gerade die Personen, die an den Star Trek-Filmen mitgewirkt haben :-) Shatner, McDowell, Stewart...
  • Verkündigung 2.0. Studie zu kirchlichen Sinnangeboten im Web 2.0 - http://www.kirche-im-web20.de/
  • Emerald "Journal of the week" is back "by popular demand": http://info.emeraldinsight.com/jotw/
  • summt gerade das passende Lied zum Filmplakatekatalogisieren: "I am a cinematographer" von Will Oldham
  • Tageszeitung "Der Standard" mit Twitter-Ressort http://derstandard.at/?ressort=Twitter
  • Jank: "Wiener Technologien zur Buchrestauration Weltspitze", http://tinyurl.com/d73sog
  • Land Niederösterreich erwirbt Vorlass von Peter Turrini für geplantes "Archiv der Zeitgenossen", http://tinyurl.com/cm7uh3
  • habe mir als 1000. genormte Person in unserem Katalog Katharine Hepburn (mitsamt Verweisungsform Ketrin Khepbern) ausgesucht
  • witzige Wikipedia-Formulierung: "aufgrund widriger Umstände in Chemnitz geboren" (im Artikel über Margitta Scherr)
  • RT @library2 Idolize Ranganathan's Laws and call them a "perpetual beta"
  • Tuesday, April 28, 2009

    Neuerwerbungen

    Mindy Klasky: Sorcery and the single girl. Ontario: Red Dress Ink 2007 (Fortsetzung von "Girl's guide to witchcraft", in dem eine Bibliothekarin entdeckt, dass sie Zauberkräfte besitzt)

    Amanda Eyre Ward: Loves stories in this town. New York: Ballantine 2009 (Geschichtensammlung, eine davon: "Annie, a librarian in a small mining town, must choose between the only home she's ever known and the possibility of a new life")

    reading diary

    finished today while commuting: Max de Bruijn: Wie werde ich Bill Gates? Aufzucht und Lebensweise des gemeinen Nerd. Frankfurt: Fischer Taschenbuch 2000 (Orig. Handboek voor de nerd. Amsterdam: Prometheus 1997)
    partly really funny and to-the-point, partly so-so - I especially like that there is also a paragraph about the occurrence of nerds in libraries and archives, although it's clichéd (p. 48):

    Der Keller einer mittelgroßen Bibliothek / ein Antiquariat / ein Gemeindearchiv
    Der Raum ist dunkel, riecht feucht und wirkt verlassen. Doch plötzlich wird man sich der Anwesenheit eines menschlichen Wesens bewußt, das an dem einzigen vorhandenen, kleinen Tisch hinter dem windschiefen Schrank sitzt. In einem Antiquariat steht dieser Tisch notgedrungen nicht weit von der Tür oder der Kasse entfernt. Eine Tasse mit lauwarmem Öko-Kaffee oder -Tee steht zwischen Stapeln aufgeschlagener Werke herum. Die Luft im Raum ist konzentrationsgeschwängert. Wehe dem, der die Ruhe stört, die Ordnung in einer Reihe von Nachschlagewerken verändert oder es wagt, ein Buch zum Bezahlen vorzulegen.

    Monday, April 27, 2009

    300. Eintrag im VÖB-Blog

    Just am Welttag des Buches wurde der dreihundertste Eintrag im Weblog der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) veröffentlicht - zu funden auf www.univie.ac.at/voeb/blog/.

    reading diary

    John Elder Robison: Schau mich an! Mein Leben mit Asperger. Köln: Fackelträger Verlag 2007 ("Look me in the eye. My life with Asperger's")

    Elizabeth J. Wood, Rush Miller and Amy Knapp: Beyond survival. Managing academic libraries in transition. Westport: Libraries Unlimited 2007

    Wendy Lawson: Friendships. The Aspie way. London: Jessica Kingsley Publ. 2006

    Neuerwerbung

    Wendy Lawson: Friendships. The Aspie way. London: Jessica Kingsley Publ. 2006

    Das lachende Pärchen

    Meine Lieblingspassage aus unserem Handbuch zur Katalogisierung und Beschreibung von Plakaten :-)

    "Keine Interpretation des Dargestellten, sondern eine Beschreibung. z.B. 'Mann und Frau lachend', NICHT 'Frau über einen guten Witz des Mannes lachend'".

    Sunday, April 26, 2009

    Lyrikabend im Literaturhaus Mattersburg mit Bibliothekar

    Beim Lyrikabend im Literaturhaus Mattersburg am Donnerstag, den 30. April, um 19.30 Uhr werden Eleonora Schulmeister, Michael Hess (Bibliothekar in der Burgenländischen Landesbibliothek) und David Stifter aus ihren Werken lesen: "Sinnlich, unkonventionell und schön antiquiert - so sind die Gedichte der drei burgenländischen LyrikerInnen, die im Literaturhaus Mattersburg zu hören sind. Eleonora Schulmeister spricht in ihren verzaubernden Gedichten Erotik und Körperlichkeit an. Die Dialektgedichte und Sprachspiele von Michael Hess wirken alltäglich, folgen dabei dem Witz der Worte und bleiben manchmal im Hals stecken. David Stifter sorgt mit Übersetzungen von Liedtexten Nick Caves ins Heanzische oder Gedichten, die sich mit dem Keltischen und anderen alten Sprachen auseinandersetzen, für Überraschungen. Zu hören ist an diesem Abend auch Saxophonmusik von Sándor Rigó, einem ungarischen Musiker".

    Twitter-Auslese 19.-26.4.

  • Christoph Ransmayr in der "Presse" zur Ausstellung "Annäherungen an die Ferne" in der Österr. Nationalbibliothek http://tinyurl.com/dkf8g3
  • Kinski-Anwalt fordert Entschuldigung von Berliner Archivar, http://tinyurl.com/c2vuxw
  • lipstick librarian twittert auf http://twitter.com/LipstickLib
  • Tweeting as new literacy practice - Umfrage https://www.surveymonkey.com/s.aspx?sm=hWaEBZnOEbL2VZM2G5DnCg_3d_3d
  • mein 33er naht mit Riesenschritten - das ist das richtige Lied dafür! ♫ http://blip.fm/~4yr3z
  • :-) A Librarian's Guide to Etiquette über "In, Blending": libetiquette.blogspot.com/2009/04/in-blending.html
  • "Start a 'No Shushing' Policy in Your Library", gettingboystoread.com
  • My Twitter personality: likeable sociable cautious My style: quiet academic ROBOT http://twanalyst.com/librarymistress
  • unser System zeigt mir "Egger, Ingeborg Gertrud Josefine" als Dublette zu "Egger, Josef" an - das ist wohl zu viel des guten
  • #TEI revised Guidelines for Best Encoding Practices open for public comment till May 6 at http://tinyurl.com/dbuhq2
  • gestern fragte mich einer, ob ich als Bibliothekarin auch mit Metadaten zu tun hätte. Sagte ihm "wir haben's erfunden" ;-)
  • ich hab eine Namensgenossin in Flensburg - monikabargmann.com
  • Linuxwochen in Eisenstadft heuer am 8. und 9. Mai, http://tinyurl.com/dh87qs
  • "After a 9-month hiatus, the Google Librarian Newsletter has returned!" http://tinyurl.com/69gact
  • Used books can green your reading, http://tinyurl.com/cj3lcq
  • Annoyed librarian über unconferences: http://tinyurl.com/cjvcjx
  • Just joined a twibe. Visit http://twibes.com/librarians to join
  • Papousek-Bibliothek am MCI

    Aus dem FH-Standard vom April 2009, S. F 13: "Das Management Center Innsbruck (MCI) erhält die Privatbibliothek des langjährigen AUA-Vorstandsdirektors Hubert Papousek. Für das MCI bedeutet die umfangreiche Sammlung zu Themen der zivilen Luftfahrt, des Tourismus sowie zu Fragen des Rechts und des Managements eine wertvolle Ergänzung zur bereits bestehenden Fachbibliothek". - Siehe auch MCI-Presseaussendung.

    Saturday, April 25, 2009

    Mein neuer Schreibtisch

    Anfang des Monats bin ich in die Plakatsammlung übersiedelt und habe nun mein eigenes Büro - ganz ohne Kassettendecke und denkmalgeschützter Ledertapete, dafür mit eigenem Mikrofilmlesegerät, mit angenehm geringer Distanz zu einer Teeküche und mit Platz für meine Mr. Spock-Pappfigur :-) Im Moment katalogisiere ich unter anderem Filmplakate aus den 80ern und 90ern, korrigiere bzw. normiere Datensätze, überarbeite das Katalogisierungshandbuch für unsere freien MitarbeiterInnen und schau mir die Abläufe an.

    Thursday, April 23, 2009

    q/talk, 28.4.: Zahlen Sie für Ihren guten Namen

    Beim q/talk am Dienstag, dem 28. April, diskutieren Karl Kollmann, Arbeiterkammer Wien, Walter Hager, VKI, Zeitschrift Konsument, und Ute Elena Egermaier, Lyoness Holding Europe AG (angefragt) zum Thema "Zahlen Sie für Ihren guten Namen. Auf der Jagd nach dem willigen Kunden".
    Ort und Zeit: Di 28. April 2009, 20 Uhr, quartier21, Raum D, Museumsquartier Wien.

    "Kundenkarten gelten als chic, zeichnen die neue Elite der Konsumtempel aus - gute und brave KundInnen bekommen bessere Karten, und jene, die nicht mitspielen und sich nicht verkaufen, werden ausgeschlossen aus der Welt des sinnlosen Konsums. Die Kooperation der KundInnen wird durch bunte Kärtchen und vermeintliche Vorteile erkauft. Der brave Kunde lässt sich beobachten, analysieren und bewerten. 'Data Mining' heißt die neue Wissenschaft, die aus unseren Kaufgewohnheiten, aus den Daten über uns, Geld und Macht gewinnt. Sie haben doch nichts zu verbergen, wenn Sie als sparsamer Mensch bei dem einen oder andern Schnäppchen zuschlagen - zumindest so lange, bis Sie Ihr Kundenbetreuer der Bank anruft, um zu überprüfen, ob Ihre Kreditwürdigkeit noch vorhanden ist, da Sie ja jetzt sparsamer einkaufen... Sie haben doch nichts zu verbergen, wenn Sie ein guter Gastgeber sind und Ihre FreundInnen auf das eine oder andere Gläschen Wein bei sich zu Hause einladen - zumindest so lange bis Sie Ihr Arbeitgeber wegen Alkoholmissbrauchs entlässt, da sie ja öfters Alkohol einkaufen..."

    Die Verkäuferin in der Bibliothek

    "Hallo ich bin Maria und 12 Jahre alt ich schreibe für mein Leben gerne Bücher oder Gedichte und Kurzgeschichten ich habe es mal in einer Bibilotet bei uns in der nähe ab gegeben aber die Verkäuferin meinte das ich zu jung sei".

    Aus einem Kommentar zu: Franziska Goldmann: "Buch schreiben und veröffentlichen". Redaktionsbüro Goldmann [2005]

    Wednesday, April 22, 2009

    Bildungsberatung in Wiener Bibliotheken

    In der Bücherei am Schöpfwerk und der Bücherei Schlingerhof findet am 27. April 2009 von 16 bis 19 Uhr "BürgerInnennahe Bildungsberatung" statt: "Für eine bessere Orientierung im Bildungs-Dschungel: Information und persönliche Beratung zu Bildung und Beruf durch AMS, WAFF, AK Wien, VHS GesmbH und viele andere - ohne Voranmeldung. Thementische zu: Bildung und Beruf, Weiterbildung finden".

    Von Buch bis Twitter

    Schon witzig... Früher schrieb man Bücher. Dann dauerte das einfach zu lange bis zur Publikation, deswegen veröffentlichte man in Fachzeitschriften und sprach auf Konferenzen. Dann suchte man nach schnelleren Möglichkeiten, Gedanken zu "Papier" zu bringen, und startete ein Weblog. Und jetzt hat man manchmal keine Zeit für einen ausgefeilten Blogeintrag und twittert. What's next?

    Dipl.Arb. über StudiVZ & Co.

  • Grossfurtner, Christof : Entscheidungen zu Selbstveröffentlichungshandlungen auf Social Network Sites. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2008 (World Wide Web 2.0 / Selbstdarstellung / Psychologie)
  • Paulischin, Kathrin Anna: Mediaanthroplogy@work: social software und soziale online Netzwerke im Web 2.0. Eine ethnographische Untersuchung im studiVZ. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2008 (Medien / Sozialanthropologie; Software / Onlinegemeinde / Sozialanthropologie)
  • Lanner, Christina: Die Geburt und der Tod des Subjekts im StudiVZ : derZwang zur Individualität und die Freiheit zur Normierung im Kontext der Untersuchungen von Michel Foucault. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2008
  • Mara, Martina: Narziss im Cyberspace? Online-Befragung zur Beziehung zwischen narzisstischer Persönlichkeitsveranlagung und Nutzung der Social Network Site studiVZ. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2008 (Cyberspace / Narziss / Online-Befragung; studiVZ / Narzisstische Persönlichkeitsstörung / Online-Befragung)
  • Tuesday, April 21, 2009

    another annoyed librarian

    Miss Information is annoyed by people and (as I can easily comprehend after having studied for four years at a University of Applied Sciences) by group work ;-)

    Friday, April 17, 2009

    PND nimmt's ganz genau

    Ich frage mich, ob die PND mit Verweisformen nicht manchmal etwas übertreibt - ich sage nur "Patelike-Jusijinde" oder "Hsi-chü-kao-k'o". Wer erkennt die Namen?

    grauenfruppe in Wienbibliothek

    Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Stadt und Frauen. Eine andere Topografie von Wien" mit Daniela Beuren, Elke Papp, Karin Seidner und Martina Sinowatz. Ort und Zeit: 23. April 2009, 19.30 Uhr, Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus, 1010 Wien. Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6 (Lift), 1. Stock.

    Frauenstadt? Stadtfrauen? Vier Frauen erleben die Stadt. Frei nach dem Motto "The Second Sex and the City" untersucht die grauenfruppe, ob und wo die Stadt Platz hat für das andere Geschlecht. Am Beispiel Wiens gehen vier stadterprobte Autorinnen und Performerinnen der Frage nach, wie sich Frauen aus der Rolle der ewigen Zweiten und Urbanisierungsverliererinnen befreien können, und weisen auf gefährliche Phallen der patriarchalen Urbanität hin. In (stillen und bewegten) lebenden Bildern fordert die grauenfruppe das Publikum auf, sie auf ihren Wegen zu begleiten, von einer Station zur nächsten. Sich zum Anachronismus bekennend entdecken sie einen der wenigen verbliebenen Paternoster, eine schöne Bibliothek mit Galerien, die Nischen einer Ausstellung.

    Bibliotheksbestand des Tages

    Katalog der Bibliotheks-Abtheilung des k.u.k.Kriegs-Archivs. Wien: Verl.des.k.u.k.Reichs-Kriegs-Ministerium, 1896 (Signatur B 30423)

    Thursday, April 16, 2009

    Spezialführungen in Wienbibliothek

  • Mittwoch, 22. April 2009, 15.00-15.45 Uhr: Die Judaica-Sammlung der Wienbibliothek
  • Mittwoch, 17. Juni 2009: 10.00-10.45 Uhr: Rechts- und Verwaltungsliteratur in der Wienbibliothek
  • Information und Anmeldung zu den Führungen bei Mag. Isabella Wasner-Peter, 01/4000-84961 bzw. isabella.wasner-peter (at) wienbibliothek.at.

    Tuesday, April 14, 2009

    reading diary

    started with yesterday: Jon Fasman - The geographer's library. London: Hamish Hamilton 2005

    Update April 22: finished recently. A good read, the ending disappointed me a bit. The library mentioned in the title is not a collection of books, but a collection of arcane magic objects, but one character's wife is a librarian.

    Sunday, April 12, 2009

    Warum das Paper Paper heißt

    Ich besuchte diese Woche zwei Vorführungen der "Science Busters" im Rabenhof, und zwar am Freitag "Crucifixion Party. Die Physik des Christentums" und am Samstag "Wieviel Eier hat der Osterhase? Ein physikalisches Osterkörbchen". Jetzt weiß ich, welche Kreuzigungsart ich mir im Fall des Falles aussuchen sollte, dass Christi Himmelfahrt durch einen Antimateriejesus erklärt werden kann und wie man Blutwunder am heimischen Herd nachbaut. Die fast witzigste Passage stammt allerdings aus der Einleitung:

    Werner Gruber über sein Hobby Kulinarische Physik: "Jedes Mal Kochen ist ein Experiment, jedes Mal Essen eine Messung". Frage von Martin Puntigam: "Und jedes Mal aufs Klo gehen ist dann eine Publikation?". Gruber: "Naja, Sie kennen ja den Begriff des Papers".

    reading diary

    finished yesterday: Philip K. Dick - A Scanner darkly (2006, Orig. 1977)

    Friday, April 10, 2009

    Archivarin bei der Queen

    Auf der offiziellen Website des britischen Königshauses royal.gov.uk werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgestellt, darunter Rachel Bellinger, Assistant Archivist. Ihre Antwort auf die Frage, was das Beste an ihrem Job sei: "The best thing about working in the Royal Archives is the privilege of being able to handle unique items such as King George III's essays or Queen Victoria's Journals and making use of them as part of my daily work. The sense of satisfaction I feel when I find the answer to an obscure query through researching papers held in the archives, some of which are well over two hundred years old, is also a really great part of this job".

    Thursday, April 09, 2009

    How to contact a member of The Royal Family

    "There is no strict protocol about how a letter should be written, though some people wish to observe the traditional forms. In which case, people may write to The Queen with the formal opening 'Madam' and close the letter with the form 'I have the honour to be, Madam, Your Majesty's humble and obedient servant'" :-)
    Quelle: royal.gov.uk.

    Neu: UFO-Seite der National Archives

    "The files contain a wide range of UFO-related documents covering the years 1987–1993. If you want to find out more about close encounters over Heathrow Airport, alien abductions, stray satellites - and what the UK Government thought of it all - then this is the place to be" - siehe ufos.nationalarchives.gov.uk. Zusätzlich zu den neu freigegebenen Akten gibt es einen Research Guide, einen Videocast auf YouTube mit dem UFO-Historiker David Clarke und eine Auswahl bereits früher freigebener Akten rund um fliegende Untertassen, Kornkreise und Wesen von anderen Sternen. - Quelle: National Archives News vom April 2009.

    Fiktive Bibliothekarin in Film mit Clark Gable

    Gerade entdeckt im Clark Gable-Artikel in der Wikipedia: "Sein [nach dem Zweiten Weltkrieg, Anm.] erster Streifen Adventure paarte ihn mit der damals regierenden Königin der Kinokassen, Greer Garson, in einem Melodrama um eine Bibliothekarin, ein Mädchen mit leichtem Lebenswandel und einen hartgesottenen Reporter". - Die IMDB nennt als Plot dieses Streifens: "Sea-going roustabout falls for meek librarian" und bei den Trivia: "The film was a critical and commercial disaster upon release, effectively ending its star Clark Gable's reign as 'The King of Hollywood'".

    Wednesday, April 08, 2009

    Kribibi: Angriff auf die historische Erinnerung

    Die Frühjahrstagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare widmet sich dem Thema "Angriff auf die historische Erinnerung". Aus der Ankündigung: "Politische Strategien mit antidemokratischen, rechtsextremen, geschichtsrevisionistischen, rassistischen, antisemitischen und weltverschwörerischen Inhalten bedienen sich einer Vielfalt traditioneller und moderner Medien. Damit sind auch Bibliotheken als klassische Orte der Informationsvermittlung herausgefordert. Wie gehen Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit jenen Tendenzen um, die unter dem Vorwand der 'Meinungsfreiheit' die Demokratie missbrauchen?"
    Die Tagung wird von Heimo Gruber (Büchereien Wien) und Niki Staritz (UB Wien, Fachbereichsbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft) geleitet. Die Programmpunkte am Freitag finden im Veranstaltungszentrum des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands statt, die Programmpunkte am Samstag und Sonntag im Ziegelzimmer des Renner-Instituts. Information über Anmeldung etc. in Kürze auf der Kribibi-Website. Das Programm im Detail:

    Freitag, 15. Mai 2009
  • 17.30 Uhr Heribert SCHIEDEL (DÖW) stellt die Arbeit des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes vor – Führung durch das DÖW
  • 19.30 Uhr Erinnerung als Widerstand? Zur Aktualität von Literatur über die Shoa. Podiumsdiskussion mit Erich HACKL, Doron RABINOVICI, Susanne SCHOLL und Renate WELSH - Moderation: Siglinde BOLBECHER. Ggemeinsam veranstaltet mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik und der Theodor Kramer Gesellschaft.

  • Samstag, 16. Mai 2009
  • 9.00 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde
  • 9.30 Uhr Heribert SCHIEDEL (DÖW): Zwischen Macht und Kriminal – Rechtsextremismus in Österreich. Geschichte, Strukturen, Erfolgsbedingungen und (Gegen-)Strategien
  • 12.00 Uhr Mittagessen
  • 13.30 Uhr Roman SCHWEIDLENKA (LOGO ESO.INFO Steiermark): Runenmagier, Außerirdische und Weltverschwörer. Rechte Esoterik und ihre literarische Verbreitung
  • 15.30 Uhr Ines AFTENBERGER (Graz): "...und er zog selbst Furchen für andere" (Leopold Stocker–Verlag). Verlage als rechtsextreme AkteurInnen in Österreich
  • 17.00 Uhr Drei Workshops zu den jeweiligen Themenbereichen der Referate
  • 18.30 Uhr Abendessen

  • Sonntag, 17. Mai 2009
  • 9.00 Uhr Berichte aus den Workshops
  • 10.00 Uhr Fazit – Seminarkritik
  • 11.00 Uhr Programmplanung für das Herbstseminar 2009
  • 12.00 Uhr Mittagessen
  • 14.00 Uhr Ende der Tagung
  • Jugendkulturarchiv in Frankfurt

    Bin gerade über das "Jugendkulturarchiv" am Institut für Kunstpädogik der Uni Frankfurt gestoßen. Hintergrund: "Auch wenn es widersinnig erscheint, sind Bestrebungen der Bewahrung des flüchtigen Modischen, speziell von jugendkulturellen Stilen, die einen großen Einfluß auf Medien, Design, Mode und Kunst der Gesamtgesellschaft ausüben, kein vergebliches oder sinnloses Unterfangen. Ein kleiner exemplarischer Teil einer Kulturgeschichte des Alltags wird so sichergestellt. Von Theoretikern der Kunst- und Designtheorie wird er wenig beachtet, obwohl er wesentliche Erklärungsmuster für die Genese zeitgenössischer Formen zur Verfügung stellt". - Interessant ist zum Beispiel die Seite mit Photos einiger Exponate, leider ohne nähere Beschreibung.

    Neu: Virtual Reference Bibliography

    Marie L. Radford berichtet: "I am delighted to announce that a team of faculty and students at Rutgers have just launched the long awaited, highly anticipated Virtual Reference Bibliography designed to be used by librarians, students, scholars, and others who are interested in publications dealing with all aspects of virtual reference". - Hinweis aus Jesse.

    Mail des Tages

    Ich liebe Spam: "Sie haben eine neue Nachricht auf dem eBay-Forum. Klicken Sie hier, zu und um die Mitteilung! GrБЯe".

    reading diary

    currently I read:
  • Philip K. Dick - A Scanner darkly (2006, Orig. 1977)

  • over the last weeks, I finished:
  • Barbara Jacobs - Loving Mr Spock. Understanding an Aloof Lover - could It Be Asperger's Syndrome? (2006)
  • Sean McMullen - Souls in the great machine (2002)
  • J.B. Stanley - The battered body (2009)
  • J.B. Stanley - A fatal appraisal (2006)
  • John Vornholt - Tunnel through the stars (= Star Trek TNG: The Dominion War III) (1998)
  • Tuesday, April 07, 2009

    Die Ordnung der letzten Dinge

    "Do you think," he said aloud as he painstakingly drove, "that when we die and appear before God on Judgment day, that our sins will be listed in chronological order or in order of severity, which could be ascending or descending, or alphabetically?" (...) "I think they're cross-referenced," Luckman said. "And they just hand you a computer printout that's the total of a long column that's been added up already".

    Zitat aus: Philip K. Dick: A Scanner darkly. London: Gollancz 2006, S. 74

    Überwachungs-Flashmob

    Ich weiß nicht, von dem das ausgeht, das ist vielleicht auch der Schmäh, aber es ist eine witzige Idee, deshalb kündige ich es hier an: Am 17. April findet bei den Gemeindebauten am Schöpfwerk ein Überwachungs-Flashmob statt, und zwar von 16 bis 16.05 Uhr (Platz vor dem Hochhaus, zwischen Apotheke und Friseurin).
    Was dort geschieht: "Lass für fünf Minuten den Überwacher oder die Überwacherin raus. Installiere Dich ab dem Pfeifsignal statisch als Überwachungskamera und dokumentiere das Geschehen im genannten (Zeit)Raum. Bleibe fünf Minuten lang an Ort und Stelle und überwache alles, was in Deinem Operationsradius liegt. Der Flashmob startet und endet mit einem Pfeifsignal. Danach verlassen die Teilnehmer/innen den Ort des Geschehens und gehen wieder alle ihrer Wege. Damit wäre dann - jedenfalls für den 17. April 2009 - die Überwachung im Gemeindebau wieder vorüber".

    News-Cover: aaaaaahhh!

    Einen Rappel krieg ich beim neuen Cover von News. Es geht um katholische Pfarrer, die in Beziehungen leben. Und wie wird das illustriert? Ein Mann im Priestergewand, an den sich eine attraktive, nackte Frau anschmiegt. Ja, klar, es kann ja keine gleichberechtigte Partnerschaft auf dem Titelblatt sein, das wär ja kein Hingucker - es muss ja eine Frau sein, die den eigentlich eh zölibatär leben wollenden Pfarrer unter Einsatz aller körperlichen Reize daran hindert, sein Gelübde einzuhalten. Sowas nervt (mich zumindest).

    CIA gewährt nur "halben" Zugang

    Secrecy News meldet, dass die CIA ihre "CREST"-Datenbank mit freigegebenen Dokumenten nicht online zugänglich machen will und zitiert aus dem Artikel "Inside the CIA's (Sort of) Secret Document Stash" von Bruce Falconer, der am 3. April im Mother Jones magazine" erschienen ist: "In a quiet, fluorescently lit room in the National Archives' auxiliary campus in suburban College Park, Maryland, 10 miles outside of Washington, are four computer terminals, each providing instant access to the more than 10 million pages of documents the CIA has declassified since 1995. There's only one problem: these are the only publicly available computers in the world that do so. (...) Among the CIA's concerns, says a National Archives librarian who oversees CREST, is that an online database would undermine the agency's ability to protect the information from hackers and others who might wish to alter its contents". - Secrecy News kommentiert: "By refusing to place the CREST database online (or to release it to others who will do so), the CIA is undermining the 'effective utilization' of this existing agency database".

    Auf der Website der National Archives liest man zu CREST folgendes: "CIA Records Search Tool (CREST) is the name of the CIA database of declassified intelligence documents. The database, searchable by title, data, and text content, includes Directorate of Operations reports on the role of intelligence in the post WW-II period; material on the creation, organization, and role of the CIA within the U.S. Government; a collection of foreign scientific articles, ground photographs and associated reference materials; and the CIA's first release of motion picture film. This database is available in the Archives II Library (Room 3000)".

  • CIA: "10 Million Pages of CIA Declassified Records Available", 5. Juni 2007
  • CIA: "CIA Releases Five Million Pages of Historical Records", 20. November 2003
  • Steven Aftergood: "CIA's CREST Leaves Cavity in Public Domain". In: Secrecy News, 6. April 2009
  • Archives Library Information Center: "Searchable Databases in the Library", o.J.
  • Steven Aftergood: "CIA Updates Digital Archive, Restricts Access. In: Secrecy News, 26. März 2009
  • Bruce Falconer: "Inside the CIA's (Sort of) Secret Document Stash". In: Mother Jones Magazine, 3. April 2009
  • Monday, April 06, 2009

    Theissingsche Leihbibliothek

    Etikett der Theissingschen Leihbibliothek

    Etikett der Theissingschen Leihbibliothek, gefunden in einem Buch von 1795

    Berufsbild Bib bei Popular Culture-Tagung

    Bei der Tagung der Popular Culture Association and American Culture Association, die von 8. bis 11. April in New Orleans stattfindet, stehen in der Session "Image: Analysis and Control" auch Vorträge über das Image der BibliothekarInnen auf dem Programm:
  • Beyond the Stacks: Shifting Images of the Librarian in Popular Media / Jamie M. Graham and Sara A. Brallier, Coastal Carolina University
  • The Image of the Librarian in Advertising / Kathrin Dodds, Texas Tech University
  • Perceptions of a Profession: How Librarians are Embracing or Challenging Stereotypes through Self-Created Online Videos / Ramirose Attebury, University of Idaho
  • SPÖ und Arbeitsplätze

    "Mit der SPÖ um die Arbeitsplätze kämpfen" - ja, schon mühsam, wenn die SPÖ die Arbeitsplätze einfach nicht hergeben will...

    Friday, April 03, 2009

    Bibliothek 2.0-News

  • Joe Murphy: "Better Practices From the Field: Micro-Blogging for Science & Technology Libraries". In: Science & Technology Libraries 28 (2008) 4
  • Rich Gazan: "Social Annotations in Digital Library Collections". In: D-Lib Magazine 14 (2008) 11+12
  • Richard J. Cox et al.: "Machines in the archives: Technology and the coming transformation of archival reference". In: First Monday 12 (2007) 11
  • BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Marta Mestrovic Deyrup: "Is the Revolution Over? Gender, Economic, and Professional Parity in Academic Library Leadership Positions". In: College & Research Libraries, May 2004, pp. 242-250
  • Marie F. Jones: Feminine and Feminist Organizations: A Study of Three Academic Libraries. VDM 2009
  • Linda Ashcroft: "Predictions for the Future World of Work: Challenges for Information Professionals". Vortrag beim 17th annual BOBCATSSS symposium (Bobcatsss 2009), Porto, 28. bis 30. Jänner 2009
  • Hanadi Buarki / Mark Hepworth / Ian Murray / Cliff McKnight: "Educating Library and Information Science Professionals in Kuwaiti Higher Education". Vortrag beim 17th annual BOBCATSSS symposium (Bobcatsss 2009), Porto, 28. bis 30. Jänner 2009
  • E-LIS auf Twitter

    Neue Dokumente in E-LIS, dem "international open archive for LIS", werden nun auch getwittert: siehe twitter.com/EprintsELIS.

    Lesen auf der Enterprise - auf ein neues

    Robert Buchschwenters und mein Vortrag "Lesen auf der Enterprise. Bibliotheken und BibliothekarInnen in Science Fiction und Fantasy" wird alles Voraussicht nach am Montag, dem 16. Juni, im Rahmen der Wiener Bezirksfestwochen wiederholt :-) und zwar um 19 Uhr in der Musiksammlung der Wienbibliothek. Falls sich mit der Uhrzeit oder dem Ort noch etwas ändert, werde ich es natürlich rechtzeitig bekanntgeben.

    Wednesday, April 01, 2009

    Falls mich Bibliothekarin nicht mehr freut...

    Programmierer: Beruf im Vormarsch? Kriterien der Eignung und der Ausbildung (Umschulung) von Fachkräften für die kommerzielle Datenverarbeitung

    Plakat eines Vortrags in der Wiener Urania am 14. Jänner 1969, Plakatsammlung der Wienbibliothek, Signatur P 104989

    Twitter und Facebook

    In letzter Zeit bin ich viel auf Facebook und Twitter unterwegs und befülle mein Weblog etwas weniger. Schon witzig - bei Twitter habe ich immer noch in meinem Skriptum für meinen Unterricht an der FH Burgenland stehen, dass die Person, die mir zuerst eine sinnvolle Verwendung nennen kann, einen Schokoriegel von mir kriegt, und bei Facebook hatte ich mich aus beruflichem Interesse registriert, es dann aber schnell als Spielerei abgetan. Irgendwann dachte ich mir dann "wenn Du das Zeug schon unterrichtest, musst Du es auch verwenden", beschäftigte mich mehr damit, und jetzt gefällt mir beides. Für mein Skriptum muss ich nun endlich ein Twitter-Kapitel schreiben...

    Sunday, March 29, 2009

    Bajoranische Bibliothek

    Wie mir gerade zum ersten Mal aufgefallen ist, kommt in der Deep Space Nine-Folge "Die Erforscher" ("Explorers") eine Bibliothek vor - allerdings nur in einem Gespräch zwischen Commander Benjamin Sisko und seinem Sohn Jake.

    Jake: "Wie war's auf Bajor?"
    Benjamin: "Mann, das war klasse. Du hättest dabei sein sollen".
    Jake: "Die Eröffnung irgendeiner alten Bücherei ist nicht gerade das, was ich mir unter Spaß vorstelle".
    Benjamin: "Hör mal, das war nicht irgendeine alte Bücherei! Wir reden hier von der größten Sammlung antiker bajoranischer Bücher des ganzen Planeten. Ich habe Manuskripte gesehen, die noch aus der Zeit vor dem Niedergang der ersten Republik stammen".

    Saturday, March 28, 2009

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • William Fietzer: "World enough, and time: Using search and screen committees to select personnel in academic libraries". In: The Journal of Academic Librarianship 19 (1993) 3, S. 149 - 153
  • Dana Hanson-Baldauf / Sandra Hughes Hassell: "The information and communication technology competencies of students enrolled in school library media certification programs". In: Library & Information Science Research 31 (2009) 1, S. 3 - 11
  • John H. Heinrichs / Jeen-Su Lim: "Emerging requirements of computer related competencies for librarians". In: Library & Information Science Research, in Druck
  • Ruth Sara Connell: "Survey of Web Developers in Academic Libraries". In: The Journal of Academic Librarianship 34 (2009) 2, S. 121 - 129
  • Molly R. Flaspohler: "Librarian Sabbatical Leaves: Do We Need to Get Out More?". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 2, S. 152 - 161
  • John A. Lehner: "Reconsidering the personnel selection practices of academic libraries". The Journal of Academic Librarianship 23 (1997) 3, S. 199 - 204
  • Belinda Boon: "The professional development of small community librarians in Texas: A qualitative study of the female experience". In: Advances in Library Administration and Organization 26 (2008), S. 209 - 264
  • Susan K. Martin: "The changing role of the library director: Fund-raising and the academic library". In: The Journal of Academic Librarianship 24 (1998) 1, S. 3 - 10
  • Terrence Mech: "Leadership and the evolution of academic librarianship". In: The Journal of Academic Librarianship 22 (1996) 5, S. 345 - 353
  • Bibliothek 2.0-News

  • Peter Fernandez: "Online Social Networking Sites and Privacy: Revisiting Ethical Considerations for a New Generation of Technology". In: Library Philosophy and Practice 2009
  • Samuel Kai-Wah Chu: "Using Wikis in Academic Libraries". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 2, pp. 170 - 176
  • Friday, March 27, 2009

    Un-Wort des Tages

    Finaler Rettungsschuss: "der gezielte tödliche Einsatz von Schusswaffen im Dienst von Polizisten, um im Sinne der Nothilfe Gefahr von Dritten genau dann abzuwenden, wenn keine anderen Mittel zur Abwendung verfügbar sind" (Wikipedia). Bin in einem kürzlich gesehenen Münchner Tatort auf diesen Begriff gestoßen. Im österreichischen Waffengebrauchsgesetz wird diese Maßnahme etwas weniger euphemistisch "Lebensgefährdender Waffengebrauch" genannt. Dabei neigen wir doch normalerweise zum blumigen Formulieren und Beschönigen.

    Thursday, March 26, 2009

    Sprachliche Gleichberechtigung?

    Ich sammle ja diese Phrasen, die gerne an den Anfang von Publikationen gestellt werden, mit denen begründet werden soll, warum sich der Autor oder die Autorin nicht um geschlechtergerechte Sprache bemüht - die "Lesbarkeit" zum Beispiel. Heute habe ich ein neues "Highlight" in einer Master Thesis entdeckt: "Laut Verfassung sind in Österreich Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle maskulinen Bezeichnungen in dieser Arbeit gelten somit für Frauen und Männer in derselben Weise". Logisch, oder?

    Ö1 über Suchen und Finden

    Übernächste Woche im Ö1-Radiokolleg: die vierteilige Sendung "Vom Suchen und Finden". Irgendwas an der Ankündigung finde ich ein wenig seltsam: "Täglich werden allein vom Suchmaschinenbetreiber Google Hunderttausende Suchanfragen ausgewertet. Und im Gegensatz zu analogen Bibliothekssystemen lässt sich eine Antwort dort schnell finden. Irgendeine Antwort (...) Allen Unkenrufen zum Trotz gehen - wie früher in den Bibliotheken - auch im Netz Informationen verloren. Obwohl die Kunst des Versteckens dort noch wenig ausgeprägt ist". Na, da bin ich schon gespannt. - Hinweis aus dem Adresscomptoir.

    Wednesday, March 25, 2009

    Manchmal fragt man sich...

    ... was da los ist, wenn auf der Packung eines Produkts, das laut Zutatenliste Weizenprotein, Weizenmehl, Hühnereiklarpulver und Senf enthält und "auf Basis von Weizen" hergestellt wird, steht: "Kann [!] Spuren [!] von Weizen, Senf und Ei enthalten".

    "Librarians" im Art & Architecture Thesaurus

    Ich finde immer interessant zu sehen, wie der bibliothekarische Beruf in nicht-facheinschlägigen Nachschlagewerken und Klassifikationen zugeordnet wird - z.B. wenn man auf einer Jobsuchseite überlegt, in welcher Branche man jetzt nach passenden Stellenangeboten suchen soll: Bildung? Forschung? Informatik? Redaktion und Kommunikation?
    Im Getty-Art & Architecture Thesaurus finden sich BibliothekarInnen in der Hierarchie unter People > People by occupation > People in the social sciences and related occupations > People in social science-related occupations > People in communications > information scientists. In dieser Kategorie gibt es dann die Unterscheidung zwischen catalogers, indexers und librarians. Die "librarians" werden dann wieder in "audiovisual librarians", "circulation librarians", "reference librarians" und "special librarians" gegliedert, wobei letztere noch die "government librarians" als Untergruppe haben.

    Diese Bibliothekare...

    Manchmal frage ich mich, wie wir einem Benutzer oder einer Benutzerin erklären würden, wieso dieselbe Körperschaft in der GKD "Modeschule <Wien>" und in der SWD "Wien / Modeschule Wien" heißt.

    "Steckt die Milliarden in Schulbibliotheken"

    "'Jede Schule ist so gut wie ihre Bibliothek', sagte Peter Hübner listig, denn er weiß, es gibt kaum Bibliotheken in deutschen Schulen. Diese Orte aber sind die versinnbildlichte Störung, die deutsche Schulanstaltsbauten brauchen - pädagogisch wie architektonisch. Steckt die Milliarden in Schulbibliotheken, sie bringen Lern- und Leseanlässe in die Schulhäuser - und den Zwang, die Schulkatakomben endlich umzubauen. Verfassung hin oder her".

    Aus: Christian Füller: "Schul-Architekt übt Kritik an Schulen. Schulen sehen aus wie Strafanstalten". In: TAZ, 24. März 2009. - Hinweis von danilola via Twitter.

    Doktorat für BibliothekarInnen

    "Someone forwarded me parts of a listserv conversation last week about academic libraries beginning to require PhDs for all librarian jobs and not just directorships. Some already do for directorships, especially some of the smaller libraries, because if you're going to run a library it's absolutely crucial that you've spent a few years writing a tedious dissertation on Hitler's haberdasher or the novels of Wordsworth". - Mehr dazu bei Annoyed Librarian, seit einiger Zeit ja höchst offiziell im Library Journal.

    A heart for librarians

    done with the Word Mosaic from www.imagechef.com

    Drei neue Artikel über Government Information

    alle erschienen in der Ausgabe 18 (2009) 1 der Zeitschrift "Information & Communications Technology Law" von Routledge

  • National security, individual privacy and public access to government-held information: the need for changing perspectives in a global environment / Shannon Martin und Debbie Rabina, S. 13 - 18
  • The protection of personal information in public registers: the case of urban planning information in Ireland / Maeve McDonagh, S. 19 - 38
  • Preserving and ensuring long-term access to digitally born legal information / Sarah Rhodes und Dana Neacsu, S. 39 - 74
  • Tuesday, March 24, 2009

    Bibliothekswesen im Nationalrat

    Die Parlamentskorrespondenz berichtet gerade via APA OTS von der Behandlung des Kunstberichts und des Kulturberichts im Nationalrat: "Zudem gab es eine allgemeine Aussprache, in welcher eine breite Themenpalette von der Museumslandschaft über die Jugendkultur bis zu den Musikschulen abgedeckt wurde. (...) Weiters thematisierten in dieser Runde der Abgeordnete Walter Rosenkranz (F) die Kunst- und Kulturvermittlung, die Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (S) das öffentliche Bibliothekswesen, der Abgeordnete Johann Höfinger (V) die Musikschulen und der Abgeordnete Jochen Pack (V) den Themenbereich Museen aus tourismuspolitischer Sicht".

    Monday, March 23, 2009

    Stilgerechter Bus für den "National Library Workers Day"

    Kreiert mit dem "Bus Slogan Generator". Mehr über den "National Library Workers Day", der in den USA am 14. April begangen wird, auf der Website der ALA Allied Professional Association.

    Sunday, March 22, 2009

    Da hat wohl wer in Statistik nicht aufgepasst

    Aus der Ankündigung einer "Am Schauplatz"-Sendung über Hochbegabte (wird am 27. März um 21.20 Uhr auf ORF2 gezeigt): "Nur zwei Prozent der Bevölkerung sind überdurchschnittlich intelligent".
    Hm, wäre interessant, was für ein Mittelwert hier dem "Durchschnitt" zugrundegelegt wird. Normalerweile müssten ja zumindest 49 Prozent der Bevölkerung überdurchschnittlich intelligent sein, denn bei Intelligenz geht es ja um eine Normalverteilung. Richtig wäre gewesen, dass man nur zwei Prozent der Bevölkerung als "hochbegabt" bezeichnet.

    YouTube gaaaanz logisch

    "Deine hochgeladenen Videos enthalten keine Videos" - hm, was soll man da machen...

    Friday, March 20, 2009

    Bücher für den National Autism Awareness Month

    Im April wird in den USA der "National Autism Awareness Month" begangen, "in order to highlight the growing need for concern and awareness about autism" und als "special opportunity for everyone to educate the public about autism and issues within the autism community". Im Library Journal sind einige Artikel erschienen, die einen Überblick über Belletristik und Sachbücher zum Thema Autismus und Asperger-Syndrom geben:
  • Neal Wyatt: "The Reader's Shelf: Fiction on the Spectrum". In: Library Journal, 15. April 2007
  • Lisa Jordan: "Fiction for National Autism Awareness Month: 12 Titles for Adults and YAs". In: Library Journal, 9. März 2009
  • Corey Seeman: "Sending Postcards from the Airport". In: Library Journal, 15. Juli 2003
  • Corey Seeman: "More Postcards from the Airport: Playing Catch-Up with Autistic Spectrum Disorders". In: Library Journal, 11. April 2006
  • Wie fessele ich meinen Mann mit Fisch

    "Strahlende Laune des Mannes ist selten geworden in diesen Zeiten, und die 'Sorgenfalten von seiner Stirn zu streicheln mit zarter Hand' gelingt nur noch in Romanen und Flitterwochen. Der Zauberstab, der auch im Alltag nie versagt, ist der Kochlöffel. Wer mit ihm umzugehen versteht, wird auch mit den Schwierigkeiten der Ehe fertig, zumal wenn Küchentalent und Rechengenie sich vereinen. (...) Man nehme... daher dies kleine Buch zur Hand als Wegweiser des häuslichen Glücks. Man erwarte von ihm mehr als nur die ewige Langeweile von Kochvorschriften, mehr als die hundertfältige Wiederholung des stereotypen 'Man nehme...', sondern eine gute Auswahl aus den unerschöpflichen Rezepten der Frauen in Abwicklung der ewig neuen Fragen: Wie fessele ich meinen Mann? Wie mache ich mein Haus für meine Familie zum Mittelpunkt der Weltgeschichte? und Wie bleiben wir alle gesund und schön?".

    Aus: Eugenie von Garvens: Fisch auf den Tisch. Ein Seefischkochbuch als Wegweiser zum Herzen des Mannes. 3. Aufl. Wesermünde-Bremerhaven: Seefischmarkt A.G. 1933, S. [3], Signatur A 301326

    Wednesday, March 18, 2009

    Wechsel in die Plakatsammlung

    Am 1. April werde ich von der Druckschriftensammlung (oder Drucksortensammlung, wie jemand von der Personalabteilung bei meinem Aufnahmegespräch so schön sagte) in die Plakatsammlung wechseln (kein Scherz).
    Hier einige Informationen über meine künftige Arbeitsstätte: "Die 1923 begründete Plakatsammlung umfasst derzeit rund 250.000 Plakate. Sie archiviert alle in Wien affichierten Plakate und hat 1975 das gesamte historische Plakatarchiv der Firma GEWISTA übernommen. Die ältesten Bestände sind Ankündigungsplakate, die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreichen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Flugschriften zur Revolution von 1848 und Wahlplakate aller politischen Parteien zu den Wahlen in der 1. und der 2. Republik. Darüber hinaus verfügt die Plakatsammlung über einen sehr umfangreichen Bestand an Produktwerbungs-, Künstler-, Theater- und Filmplakaten quer durch das gesamte 20. Jahrhundert".

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • M.O. Salaam / F. N. Onifade: "Academic Status and the Doctoral Degree Requirement for Promotion of Librarians in Nigerian University Libraries". In: Library Philosophy and Practice 2009
  • Catherine J. Minter: "The Classification of Libraries and the Image of the Librarian in Nineteenth and Early Twentieth-Century Germany". In: Library History 25 (2009) 1, S. 3 - 19
  • "Freundlichkeit und Fachkompetenz"

    Die heutige Rathauskorrespondenz berichtet über die "KundInnen"-Befragung bei den Büchereien Wien. Zitat: "Gelobt wird besonders die Freundlichkeit und Fachkompetenz der MitarbeiterInnen. Besonders wichtig ist den LeserInnen die persönliche Beratung und der Kontakt zu den BibliothekarInnen".


    Photo: Eva Engelberth, Quelle: rk-Fotodienst.

    "shelving is actually a lot of work"

    "I've never been a big fan of shelving. It is actually a lot of work. It's amazing how many books are on the very bottom row of the collection, or the very top, and how many neighboring books can slip sideways during a one-month checkout span. Inevitably, I end up breaking fingernails (when mine are long enough to break; maybe there's a reason that I routinely chew them to the quick)".

    Aus: Mindy Klasky: Girl's Guide to Witchcraft. Ontario: Red Dress Ink 2006, S. 150 - 151. Ein unterhaltsames Buch über eine Bibliothekarin, die plötzlich entdeckt, dass sie Zauberkräfte besitzt. 2007 ist der zweite Band, "Sorcery and the Single Girl", 2008 der dritte Band "Magic and the Modern Girl" erschienen. Die Autorin ist übrigens selbst Bibliothekarin.

    Tuesday, March 17, 2009

    Satz des Tages

    "Der Bürger kann sein Anbringen einbringen". Das Wort "Anbringen" scheint überhaupt aus dem Little Shop of Language Horrors entliehen zu sein, wenngleich mir auch nix Besseres dafür einfällt. Definition laut help.gv.at: "Kontaktaufnahme eines Beteiligten oder einer Beteiligten mit der Behörde aus eigenem Anlass".

    Saturday, March 14, 2009

    "verbeamtete Langeweile"

    "Bibliotheken und Archive strahlen nur eine mehr oder weniger gediegene, verbeamtete Langeweile aus. An ihnen wird sich unsere Kultur nicht erneuern", schreibt der Antiquar Rainer Friedrich Meyer unter dem Titel "Ein Wort zum Sammeln, aus gegebenem Anlass" im Börsenblatt und schickt dem Text folgende "Einsicht" voraus: "Völlig falsch ist es, anzunehmen, die Kultur habe einen Vorteil davon, dass alles hinter Schloss und Riegel in Bibliotheken, Archiven und dergleichen verstaut sei". Als ich das letzte Mal in meine Bibliothek geschaut habe, waren die Bestände für die BenutzerInnen noch kostenlos zugänglich, und nicht so "hinter Schloss und Riegel", wie es dieser Artikel suggeriert, während private Sammlungen meines Wissens nach oft nicht (so leicht) benutzt werden können. - Der Autor setzt dann fort: "Es scheint mir typisch für Leute, die vieles in ihren Bannkreis ziehen wollen, dies dann weder bewältigen noch sicher aufbewahren zu können". Hmpf. Als hätten die ArchivarInnen in Köln ihr Haus selbst zum Einsturz gebracht. - Hinweis aus Archivalia. Siehe auch Berichterstattung von Klaus Graf auf Twitter.

    Friday, March 13, 2009

    Frauen, Kinder und Tiere zuerst

    Haftgrund berichtet heute über die Neueröffnung der Bücherei in Wien-Aspern und weist auf eine äußerst schräge Formulierung in der dazugehörigen Rathauskorrespondenz hin... Lesen lohnt sich.

    Abenteuer (National-)Bibliothek

    Wanderte gerade über meinen Schreibtisch: "Abenteuer Bibliothek. Ein Ort des Wissens und der Fantasie", eine von Evelyne Polt-Heinzl herausgegebene Anthologie von literarischen Texten über die Österreichische Nationalbibliothek, erschienen 2009 im Christian Brandstätter Verlag. Beinhaltet u.a. Texte von Sir Galahad, Gina Kaus, Frances Trollope, Anton Kuh.

    Klassifizierung des Tages

    Das "Lexikon deutscher Frauen der Feder" wurde der Fachgruppe 86 (Kriegswissenschaften) statt 87 (Biographien) zugeordnet. Na, man sagt ja, die Feder ist mächtiger als das Schwert.

    Thursday, March 12, 2009

    Neue Gender-Bibliothek an der Musikuni

    dieStandard berichtet heute über die Neueröffnung einer Bibliothek für Gender Studies am Institut für Kulturmanagement der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Die Vizerektorin Claudia Walkensteiner-Preschl, die sich dafür stark gemacht hat, wird wie folgt zitiert: "Diese Fachbibliothek ist ein neuer Schwerpunkt der Musikuni-Bibliothek. Hier wollen wir Werke aus verschiedensten interdisziplinären Bereichen, die sich mit Gender und Kultur befassen, zusammentragen. Dabei soll nicht nur die Musik an sich im Vordergrund stehen, sondern es sollen auch sämtliche anderen Bereiche der Universität, wie Schauspiel, Musiksoziologie oder -Pädagogik, berücksichtigt werden".

    Wednesday, March 11, 2009

    Neuerwerbung

    Schon lange bestellt, heute gekommen: Joan Marie Verba: Boldly Writing. A Trekker Fan and Zine History, 1967-1987. 2. Aufl. Minnetonka: FTL Publications 2003

    Bradburys "ideale Ausbildung": zehn Jahre Bibliothek

    "Ich glaube weder an Lehrer noch an Universitäten, ich glaube an Bibliotheken. Die ideale Ausbildung besteht in meinen Augen darin, dass man sich zehn Jahre in eine Bibliothek setzt, ein Buch nach dem anderen liest und auf diese Weise allmählich zu Sinn und Verstand kommt", sagte der Science Fiction-Autor Ray Bradbury letztes Jahr in einem Interview.

    Denis Scheck: "Begrabt mich auf dem Mars! Der Schriftsteller Ray Bradbury über Medien, Außerirdische – und ein erfülltes Leben". In: Der Tagesspiegel, 20. August 2008

    Frauensolidarität zieht um

    Gerade per Mail bekommen: "Ab September 2009 finden Sie die Frauensolidarität - gemeinsam mit den PartnerInnenbibliotheken Baobab und ÖFSE - am neuen Standort Sensengasse 3b, 1090 Wien. Die Frauensolidarität bleibt für die Dauer der Übersiedlung von 26. Juni bis Ende August 2009 geschlossen. Sie haben die Möglichkeit, ab dem 15. Juni 2009 über den gesamten Schließzeitraum bis zu 15 Bücher zu entlehnen". Die derzeitigen Öffnungszeiten der Bibliothek: Montag bis Mittwoch 10 bis 17 Uhr, Donnerstag 10 bis 19 Uhr, Freitag 9 bis 12 Uhr.

    Fehl(er)alarm

    "Ein Fehler ist aufgetreten, der nicht behoben werden kann", meldete heute meine freundliche Office-Assistentin Minki. Ich glaube, ich weiß, was das für ein Fehler ist - ich habe Windows installiert...

    Monday, March 09, 2009

    tweety info pros

    Im LIS-Wiki gibt es eine neue Kategorie "Microblogs" mit Links zu den Twitter- oder identi.ca-Accounts deutschsprachiger InformationsspezialistInnen. - Hinweis aus Bibliothek 2.0 und mehr.

    Über Handschriften

    Eine Besucherin beim "Offenen Rathaus" schlendert an unserem Stand vorbei, ihr Blick fällt auf unsere neue Publikation "Handschriften aus fünf Jahrhunderten", und sie sagt: "Das ist ja interessant, sind Sie Graphologin?" Ich verkneife mir mit Mühe das Grinsen und sage, dass ich nicht Graphologin, sondern Bibliothekarin bin. Besucherin fährt unbeirrt fort: "Ja, wissen Sie, meine Freundin sagt, sie kann an der Handschrift erkennen, ob einer ein Mörder ist, nur das Umfeld muss sie schon auch kennen". Außerdem stecke in allen ein Mörder (oder eine Mörderin), und sie verstehe nicht, warum manche so geschockt seien, wenn sie sage, sie würde viele Leute gerne umbringen. Sie sah eigentlich nicht gefährlich aus, aber ihre Handschrift hab ich natürlich nicht gesehen...

    Sunday, March 08, 2009

    Friday, March 06, 2009

    Reminder: Einladung zu "Lesen auf der Enterprise"

    "Whenever the Enterprise made rendezvous with any other starship or starbase, or returned to Starfleet Command, the ship’s librarian automatically requested updates and upgrades for all library sections, freely trading whatever unclassified information was requested in exchange. The Enterprise also routinely gathered libraries from other sources as well, particularly from whatever alien cultures they encountered in their patrols" (David Gerrold: The galactic whirlpool. Bantam 1997, S. 81)

    Der Aktionsradius Wien und die Wienbibliothek im Rathaus laden herzlich zur Veranstaltung "Lesen auf der Enterprise. Bibliotheken in der Science Fiction und Fantasy", die im Rahmen des Aktionsmonats "La bibliotheca total" stattfindet. Von Batgirl bis zum Roboter-Bibliothekar, von den Jedi-Archiven bis zur USS Enterprise Library, von der Stadt der träumenden Bücher bis zur zerebralen Bibliothek - ein audiovisueller Ausflug zu utopischen Bibliotheken und phantastischen BibliothekarInnen, gestaltet von Robert Buchschwenter und mir. - Ort und Zeit: 12. März 2009, 19.30 Uhr, Lesesaal der Wienbibliothek (Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6, 1. Stock).

    Wednesday, March 04, 2009

    "toe-curlingly sensual emails" an Bibliothekarin

    Die Protagonistin des neuen Buches von Portia da Costa, "In Too Deep", ist wieder Bibliothekarin (so wie jene im recht unterhaltsamen Roman "Die Lektion"): "Librarian Gwendolyne Price starts finding indecent proposals and sexy stories in her suggestion box. Shocked that they seem to be tailored specifically to her own deepest sexual fantasies, she begins a tantalising relationship with a man she's never met. But, pretty soon, erotic letters and toe-curlingly sensual emails just aren't enough. She has to meet her mysterious correspondent in the flesh".

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Shari Low: My best friend's life. Oxford: ISIS 2008
  • Portia Da Costa: In too deep. London: Black Lace 2008
  • Gaetan M. Benoit: Eugene Morel. Pioneer of public libraries in France. Duluth: Library Juice Press 2008
  • Svetlana Mirč̌ov: Jovan N. Tomić. Bibliotekar i naučnik. Beograd: Narodna biblioteka Srbije 2007
  • Fiona Brand: Blind instinct. Don Mills: MIRA 2008 ("Within hours of finding a Nazi WWII codebook in her father's attic, librarian, Sara Fischer, becomes a target")
  • Peter Hernon / Joan Giesecke / Camila A. Alire (Hrsg.): Academic librarians as emotionally intelligent leaders. Westport: Libraries Unlimited / Oxford: Harcourt Education 2007
  • Kristina Lloyd: Split. London: Black Lace 2007 ("A visit to Heddlestone, a remote village on the Yorkshire moors of England, changes librarian Kate Carter's life forever. The place has an eerie yet erotic charge, and when Kate is offered a job in its puppet museum, she leaves London and her boyfriend to take up the position")
  • Rebecca Watson-Boone: A good match. Library career opportunities for graduates of liberal arts colleges. Chicago: American Library Association 2007
  • Lyn Denison: Past remembering. Tallahassee: Bella Books 2007
  • Amanda Stevens: Her stolen past. Richmond: Mills & Boon 2005 (Cooper's Corner Series 11)
  • Robert Sergean / J.R. McKay / Cynthia M. Corkill: The Sheffield Manpower Project. A survey of staffing requirements for librarianship and information work. Final report on a project funded by British Library Research and Development Department. Sheffield: Postgraduate School of Librarianship and Information Science, University of Sheffield 1976
  • Ruth Perkinson: Vera's still point. Midway: Spinsters Ink 2006 ("Vera Curran is in love with her own repression. She’s a forty-year-old Republican lesbian librarian from a rural county in Virginia who gladly sustains her life by doing the same insipid routine day in and day out")
  • Mary Virginia Gaver: A braided cord. Memoirs of a school librarian. Metuchen / London: Scarecrow 1988
  • Carrie Alexander: Black velvet. Richmond: Mills & Boon 1999
  • Serena Stier: Deadly illumination. A gilded age mystery. Dallas: Durban House / St. Albans: Verulam 2001
  • Cara Summers: Flirting with temptation. Richmond: Mills & Boon 2004
  • Science Fiction: "sneaky, eccentric, addictive"

    "We asked children's librarians for SF and they said 'Oh, we do not allow children to read escapist literature.' We asked adults' librarians for it and they said 'Oh, we do not carry children's books on this side of the building.' We had to put the books down face down because of the cover, which showed a purple squid carrying off a fainting maiden in a large bronze bra. We had the difficulty and the pleasure of doing something which, if not actually illicit, was sneaky, eccentric, addictive, and splendidly disreputable".

    Aus: Ursula K. Le Guin: The Language of the Night: Essays on Fantasy and Science Fiction. Ultramarine Publishing 1980, S. 225