Thursday, June 14, 2007

It's a (wo)men's world

Für einen Artikel im Juni-Magazin beschäftige ich mich gerade mit utopischen Frauen- und Männerwelten - ich lese daher Bücher, die entweder reine Frauenwelten oder reine Männergesellschaften behandeln oder bei denen Frauen und Männer in getrennten Lebenssphären wohnen.
In der letzten Woche habe ich dafür (teilweise nochmals) gelesen:
  • Katherine V. Forrest: Daughters of an amber noon
  • Katherine V. Forrest: Daughters of an emerald dusk (beides Fortsetzungen zu den schon in der Seminararbeit behandelten Daughters of a coral dawn)
  • E. Tanne: Die Frauenwelt auf dem Mars
  • Gerhart Hauptmann: Die Insel der großen Mutter oder Das Wunder von Île des Dames
  • William Tenn: Venus - Planet für Männer

    Neu gekauft und teilweise gelesen habe ich:

  • Edmund Cooper: Das Regime der Frauen. Heyne 1969 (Five to twelve, 1968) - lese ich gerade, seufz. Werde ich wohl nicht behandeln
  • Philip Wylie: Das große Verschwinden. Heyne 1969 (The disappearance, 1951) - Tipp von einem Bekannten, schon gelesen, nett, wird sicher behandelt. Frauen und Männer werden durch eine Art Dimensionsverschiebung auf der Erde für vier Jahre voneinander getrennt
  • Day Keene / Leonard Pruyn: Welt ohne Frauen. Heyne 1970 (World without women, 1960) - schon gelesen, bis kurz vorm Schluss durchaus brauchbar, dieser und die Szene im Frauengefängnis sind jedoch zum Andenkopfgreifen
  • Suzette H. Elgin: Amerika der Männer. Heyne 1987 (Native tongue, 1984) - noch nicht gelesen, wird sich auch nicht mehr ausgehen
  • Forrest J. Ackerman / Pam Keesey (Hrsg.): SciFi Womanthology. Sense of wonder press 2003 - diese Anthologie enthält die Kurzgeschichte "A small planet of our own" von T.E. Merritt-Pinckard, die das Thema Fortpflanzung auf einem reinen Lesbenplaneten thematisiert
  • Unglaublich, dass unsere Proseminararbeit über lesbische Figuren in der Science Fiction schon vier Jahre her ist (diese und andere Texte sind auf meiner Website abzurufen). Davon wird auf jeden Fall auch noch einiges einfließen (z.B. "Das Geheimnis des Mandelplaneten" und "Die Midlandprophezeiung"). Wir hatten damals einen Fragenkatalog erarbeitet, der unter anderem Themen wie "Soziologische Darstellung der Sexualität" und "Fortpflanzung" beinhaltet; diesen werden wir wohl auch auf die neu dazugekommene Literatur anwenden. - Ach ja, der Redaktionsschluss ist übrigens am 30. Juni. Also bleibt gar nicht mehr viel Zeit...

    Vampir-Podcast

    Bei Podcampus ging vor kurzem folgender Podcast online: "Vampire! Ein südosteuropäischer Beitrag zur internationalen Kulturgeschichte" von Jutta Nowosadtko. - Zum Inhalt: "Die meisten Menschen haben sehr genaue Vorstellungen davon, wie ein Vampir aussieht. Auch über die Entstehungshintergründe des Mythos glaubt man sich gut informiert. Der Vortrag möchte diese Gewissheiten erschüttern und über die Entdeckung des Vampirs in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf dem Balkan sowie über den Prozess der Nobilitierung informieren, den die Figur in der Folgezeit durchlief". Der Vortrag wurde während der zweiten "Nacht des Wissens" am 9. Juni gehalten.

    Wednesday, June 13, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Pamela Baer: Assistenten als Informationsvermittler? Chancen und Probleme beim Einsatz von Bibliotheksassistenten im Auskunftsdienst von Öffentlichen Bibliotheken. Hochschule der Medien, Bibliotheks- und Medienmanagement, Diplomarbeit, 1998
  • Gabriele Pum / Gabriele Mauthe / Ingrid Schramm: Eröffnung des Ausbildungszentrums für das Wissenschaftliche Bibliothekswesen an der Österreichischen Nationalbibliothek am 22. Oktober 1992. Wien: Österreichische Nationalbibliothek 1992
  • Annette Moschner: Die Kunst der Mitarbeiterführung: Aspekte eines bibliotheksspezifischen Anforderungsprofils für Führungskräfte. Stuttgart, Hochschule der Medien, Bibliotheks- und Medienmanagement, Masterarbeit, 2003
  • Monday, June 11, 2007

    Verena Stefan im Schweizerischen Literaturarchiv

    Das Schweizerische Literaturarchiv, angesiedelt an der Schweizerischen Nationalbibliothek, erwarb vor kurzem das Archiv der Autorin Verena Stefan. "Mit ihrem 1975 erschienenen Erstling 'Häutungen' schreibt sie das Kultbuch der deutschsprachigen Frauenbewegung, in dem sie ein neues Frauenbewusstsein propagiert (...) Das Archiv von Verena Stefan umfasst Notizen und Materialien zu den Werken, Typoskripte der Werke, Traumnotizen und Tagebücher sowie Briefe, Lebensdokumente, Fotografien, Audio- und Videokassetten sowie eine Sammlung von Rezensionen". - Quelle: news.admin.ch.

    Neuerwerbungen

    I. John Granger (Hrsg.): Who killed Albus Dumbledore? What really happened in Harry Potter and the half-blood prince? Six expert Harry Potter detectives examine the evidence. Wayne: Zossima Press 2007
  • John Granger: Why half-blood prince is the best Harry Potter novel
  • Wendy B. Harte: The curse of the Black family tree
  • Sally M. Gallo: How Dumbledore and Slughorn used magic - and stage magic - and fooled us all
  • Daniela Teo: The locket, the cup, Nagini, Harry, and the mirror of erised
  • Swythyv: Mourning for her own true love
  • Joyce Odell: Welcome to my murder: Act 1
  • The usual suspects: Brandy and the revelations in the library
  • II. Jeannie Ebner: Und hat sein Geheimnis bewahrt. Graz: Styria 1991 ("Ein Roman über den bunten Teppich Leben, über Gott, über Menschen, über Tiere und Pflanzen")

    Putting my degree to work

    Heute trifft die bibliothekarische Cartoon-Reihe Unshelved wieder den Nagel auf den Kopf.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick. Dieses Mal die Artikel aus dem Sonderheft "Library and Information Science Education in Developing Countries" der International Information & Library Review = Ausgabe 39 (2007) 2:
  • Eustache Mêgnigbêto: "LIS curriculum in French-speaking West Africa in the age of ICTs: The case of Benin and Senegal", S 158 - 165
  • Wondimeneh Mammo: "Demise, renaissance or existence of LIS education in Ethiopia: Curriculum, employers' expectations and professionals' dreams", S. 145 - 157
  • John N. Gathegi / Peter G. Mwathi: "Creating a needs-responsive LIS curriculum in a developing country: A case study from Kenya", S. 134 - 144
  • Lukman I. Disoa / Ifeanyi Faith Njoku: "Library and information science education in Nigeria: Curricula contents versus cultural realities", S. 121 - 133
  • Eva M. Méndez / Aida E. Montero: "Assessing information professionals in Dominican Republic: Are they prepared to deal with the new democratic libraries?", S 89 - 102
  • Bernadette Welch / Janet Murray: "Delivering LIS education into Viet Nam: A narrative of teaching, interpreting, and translating", S. 80 - 88
  • Catherine A. Johnson: "Library and information science education in developing countries", S. 64 - 71
  • Maria Haigh: "Escaping Lenin's library: Library and Information Science education in independent Ukraine", S. 72 - 79
  • Johannes J. Britz / Peter J. Lorc / Theo J. Bothma: "Building library leadership in Africa: A proposed education initiative", S. 103 - 108
  • Kendra Albright / Dick Kawooya: "Libraries in the time of AIDS: African perspectives and recommendations for a revised model of LIS education", S. 109 - 120
  • Mary Nassimbeni / Peter G. Underwood: "Two societies: Duality, contradictions…and integration: A progress report on South Africa", S. 166 - 173
  • Leon D. Megrian: "Library education in the higher educational systems of Australia and Canada, 1960–1970". In: International Library Review 6 (1974) 4, S. 387 - 396
  • Philosophen-Café geschlossen

    Mit Bedauern musste ich feststellen, dass das sogenannte Philosophen-Café an der Wiener Uni, benannt nach seiner Lage an der "Philosophen-Stiege", benannt nach ihrer Lage am früher hier ansässigen Institut für Philosophie, geschlossen ist. Damit verschwindet eine Einrichtung, in der ich während meines hauptberuflichen Studiums schon viel Zeit verbracht hatte und auch in den letzten Jahren des öfteren einen "respektablen Mokka" (Doderer) zu mir nahm - wie hierorts schon einmal festgestellt, kann ich im Kaffeehaus sehr gut lernen. Die beiden Damen waren mir schon direkt ans Herz gewachsen.

    Tuesday, June 05, 2007

    Virginia Tech Launches April 16 Archive

    "Virginia Tech's Center for Digital Discourse and Culture is pleased to announce the launch of the April 16 Archive (www.april16archive.org). This new online archive assists artists, humanists, social scientists, and all other scholars who seek, today and in the future, to develop a better understanding of the violent events of April 16, 2007 at Virginia Tech". - Quelle: Mail von Jeremy Hunsinger in computer ethics.

    Archiv der EU-Delegation in den USA wird digitalisiert

    Wie die University of Pittsburgh meldet, übergab die Delegation der Europäischen Kommission in den USA "its entire depository collection" an das Archive of European Integration (AEI), das an der Pittsburgher Universitätsbibliothek angesiedelt ist: "This depository collection begins in the early 1950s and is easily the largest EU collection in the Western Hemisphere. Over the next several years, the AEI will digitize many documents from this collection and upload them". Das AEI ist ein "electronic repository and archive for research materials on the topic of European integration and unification". - Das ist so eine Sache: Zuerst habe ich mich gefragt, warum diese Materialien nicht einer Bibliothek in der Europäischen Union vermacht wurden, aber da würden sie wahrscheinlich nicht (so schnell) digitalisiert, und wenn das mal geschehen ist, spielt der physische Ort ohnedies keine große Rolle mehr...
    Quelle: Eurodoc via Free government information.

    Gov Docs 4 children

    Vier Bibliothekarinnen der Emporia State University, des Johnson County Library System und der National Archives haben ein Programm namens "govdocs4children" ins Leben gerufen. Ziel: "to promote government information in order to engage K-12 students in learning about history, culture, science, and government through games and other interactive activities; to assist teachers and school librarians with locating teaching aids, lesson plans, and exciting tools to enhance students' learning, and to provide librarians with a collection of free government resources to advance their reference interview and collection development decisions".
    Dafür gibt es auch ein Wiki, wo unter anderem Hinweise auf die Kinderwebsites verschiedener Behörden verzeichnet werden, z.B. "Make or break a code at National Security Agency", "Try a disguise at Central Intelligence Agency" oder "Test your memory at Defense Intelligence Agency". - Via nexgenlib.

    Harry Potter-Park in Florida?

    Pat Kane berichtet im Guardian, dass die Universal Studios in Florida einen Themenpark namens "The Wizarding World of Harry Potter" eröffnen wollen, und er fragt sich schon im Titel: "Are they potty?" Seiner Meinung nach kann ein solcher Park nur in Schottland angesiedelt werden: "For those parents who, through sheer diligence, have found themselves immersed in J K Rowling's world - fielding debates like 'what is the seventh horcrux?' or 'is Snape really evil?' with casual ease - this news clangs badly, like Quidditch armour dropped on a flagstone floor". - Hintergrundartikel von James Sturcke ebenfalls im Guardian.

    Monday, June 04, 2007

    Einladung: Gastvortrag Creative Commons

    Was ist/macht Creative Commons (CC)? Autorinnen, Musiker, Komponistinnen, Fotografen und Gestalterinnen hatten bislang wenige Wahlmöglichkeiten, um die Nutzungsrechte an ihren Werken differenziert zu regeln. Jedes kreative Werk ist automatisch geschützt, egal ob die UrheberInnen diesen Schutz brauchen oder nicht. Creative Commons möchte möglichst viele InformationsproduzentInnen dazu motivieren, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vorhandene Inhalte sollen einfacher genutzt werden, darauf aufbauend soll wiederum Neues entstehen.
    Um das zu erreichen, stellt Creative Commons eine Palette von einfachen Lizenzmodellen zur Verfügung. Sie erlaubt allen Menschen, die Texte, Bilder oder Musik im Web veröffentlichen, selbst zu bestimmen, ob ihre Werke kopiert, verändert oder vermarktet werden dürfen.
    Der Leiter des österreichischen CC-Arbeitskreises, Mag. Georg Pleger, wird Creative Commons vorstellen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wahlmoduls "Online Publishing" am Studiengang Informationsberufe statt (teilweise in englischer Sprache). Alle InteressentInnen sind herzlich dazu eingeladen: Mittwoch, 13. Juni, 11.30 bis 13 Uhr, im SE 2.20.

    Bibliothek der Bundesstelle für Sektenfragen

    In einer Parlaments-Korrespondenz über die Bundesstelle für Sektenfragen wird auch deren Bibliothek erwähnt: "Über die Informations- und Beratungstätigkeit hinaus stand auch im Jahr 2004 das Sammeln und Dokumentieren von Informationen im Mittelpunkt der Tätigkeit der Sektenstelle. So umfasst etwa die Fachbibliothek mittlerweile bereits 3.639 Bände". - Die Bundesstelle wurde 1998 als "selbstständige Anstalt öffentlichen Rechts" eingerichtet, ist am Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend (BMGFJ) angesiedelt und befindet sich in der Wiener Wollzeile 12/2/19. Die Website www.sektenfragen.at funktioniert derzeit nicht.

    Zettels Traum

    Die Bibliothek der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) sammelt mit originellen Werbematerialien Geld für die Digitalisierung des Zettelkataloges. Auf der Titelseite des vierseitigen, querformatigen, A6-großen Folders sieht man einen Zettelkatalog von oben, die Überschrift "Zettels Traum" und die Unterschrift "Digitalisierung des ÖFSE-Zettelkataloges". Auf den beiden inneren Seiten werden das Projekt und die Kosten - es sind 9000 Einheiten à 90 Cent zu konvertieren - erläutert. Auf der Rückseite sieht man einen Zettelkatalog mit dem Karteireiter "Soforthilfe" und die Bankverbindung, die ich hier auch bekannt gebe: Bankhaus Schelhammer & Schattera, Kontonummer 241406, Bankleitzahl 19190. Das Projekt soll Ende 2008 abgeschlossen sein.
    Die ÖFSE wurde 1967 gegründet, die Bibliothek ist mit 62.000 Bänden die größte wissenschaftliche Fachbibliothek zu Fragen der Internationalen Entwicklung und der Entwicklungsländer in Österreich und nimmt seit 2006 mit Alephino am Bibliothekenverbund teil.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Justine Alsop / Karen Bordonaro: "Multiple Roles of Academic Librarians". In: Electronic Journal of Academic and Special Librarianship 8 (2007) 1
  • Jeffrey Pomerantz / Sanghee Oh / Seungwon Yang / Edward A. Fox / Barbara M. Wildemuth: "The Core. Digital Library Education in Library and Information Science Programs". in: D-Lib Magazine 12 (2006) 11
  • Leon D. Megrian: "Library education in the higher educational systems of Australia and Canada, 1960–1970". In: International Library Review 6 (1974) 4, S. 387 - 396
  • Youngok Choi / Edie Rasmussen: "What Is Needed to Educate Future Digital Librarians. A Study of Current Practice and Staffing Patterns in Academic and Research Libraries". In: D-Lib Magazine 12 (2006) 9
  • Henry J. Gartland: "The training of hospital librarians in the U.S.A". In: International Library Review 1 (1969) 2, S. 201 - 208
  • Countess I. G. Du Monceau de Bergendal: "Education and training for hospital libraries in Belgium". In: International Library Review 1 (1969) 2, S. 209 - 212
  • Bloggin' Pneumonia

    Mit der "Bloggin' Pneumonia" hat sich Antoinette Powell angesteckt, die darüber in der Ausgabe 132 (2007) 10 des Library Journal schreibt. Die Musikbibliothekarin an der Seeley G. Mudd Library der Lawrence University schildert den Weg ihrer Bibliothek von erfolglosen Weblogs, die sich von den normalen News kaum unterschieden, hin zu den zwei erfolgreichen Blogs "News from the Mudd" und "Lawrence Archives".

    Sunday, June 03, 2007

    Forderung nach Bibliotheksgesetz

    Vor kurzem haben wir in einem Gespräch festgestellt, dass die einzigen Bibliotheken in Österreich, deren Existenz gesetzlich vorgeschrieben ist, die Gefängnisbibliotheken sind - die sind im Strafvollzugsgesetz geregelt. Die Universitätsbibliotheken sind seit dem UG2002 anscheinend vom guten Willen des Rektorates abhängig, und bei den Fachhochschulen heißt es überhaupt nur, dass zur Akkreditierung "die erforderliche Personal-, Raum- und Sachausstattung für die Dauer der Genehmigung des Fachhochschul-Studienganges" vorhanden sein müsse (wenngleich es in der Evaluierungsverordnung heißt, die Bibliothek müsse "hochschulischen Anforderungen" entsprechen). Für ein Gesetz für öffentliche Bibliotheken wird seit langem vergeblich gekämpft; hier hieß es zumeist, dass das in die Kompetenzen der Gemeinden falle und der Bund aufgrund des Föderalismus den Gemeinden nichts vorschreiben könne.
    Nun hat die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Österreichs an ihrem 16. Gewerkschaftstag am 24. Mai 2007 die Forderung nach einem österreichischen Bibliotheksgesetz angenommen, berichtete Wolfgang Kauders in Bibmail (zu empfehlen auch sein Weblog Haftgrund). Auf der Website der Gewerkschaft findet man leider (noch) nichts dazu, aber Kauders führte auch den Text des Beschlusses an, aus dem ich zitiere: "Der 16. Gewerkschaftstag der GdG fordert daher ein Bibliotheks­entwicklungs­konzept, welches sich an folgenden Kriterien orientiert:
  • Gesellschaftliches Basiswissen muss frei für alle zur Verfügung stehen. Die Teilung der Bevölkerung in jene, die leichten und breiten Zugang zu Information finden, und jene, die über diesen Zugang nicht verfügen ('information rich' gegen 'information poor') muss als soziales, ökonomisches und kulturelles Problem erkannt und bekämpft werden.
  • Die Vermittlung von Lese-, Medien- und Informationskompetenz muss als gesellschaftliche Aufgabe erkannt werden, welche von Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen wahrzunehmen ist.
  • Die erforderliche räumliche, personelle und technische Infrastruktur muss bereitgestellt werden.
  • Die Qualität der verpflichtenden Aus- und Fortbildung der BibliothekarInnen muss gewährleistet werden.
  • Große Informationseinrichtungen müssen unabhängig von den Zwängen des Marktes als kollektive Wissensspeicher bestehen können. Bibliotheken müssen den Zugang zu elektronischen Informationsquellen ausbauen.
  • Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten tritt daher für die Schaffung eines Bibliotheksgesetzes ein, welches als verbindliche Grundlage für eine stärkere Verankerung des Bibliothekswesens in den Ländern, Städten und Gemeinden dienen soll.
  • Dieses Gesetz muss Bestimmungen über die Errichtung und Finanzierung, sowie Richtlinien über die Standards der Ausstattung, der Dienstleistungen und der Qualifikationen der BibliothekarInnen enthalten. Die Bedeutung der Bibliothek bei der Gewährleistung von Informations- und Meinungsfreiheit und die Kooperation innerhalb eines Bibliotheksnetzwerkes ist darin festzuschreiben".

  • Das würde ich auch unterschreiben.

    Gerhard Fritsch im Radio

    In den kommenden Monaten bringt Ö1 jeweils sonntags von 9.30 bis 10 Uhr die Sendereihe "Literarische Außenseiter" von Wendelin Schmidt-Dengler. Dabei wird auch Gerhard Fritsch, Jeannie Ebners Redaktionskollege bei Literatur & Kritik, vorgestellt. Hier das Programm: 17. Juni: Christoph Martin Wieland; 24. Juni: Jean Paul; 1. Juli: Charles Sealsfield; 8. Juli: Nikolaus Lenau; 15. Juli: Else Lasker-Schüler; 22. Juli: Gerhard Fritsch; 29. Juli: Brigitte Reimann; 5. August: Thomas Bernhard.

    Friday, June 01, 2007

    ONB kauft Wittgenstein-Briefe

    Presseaussendung von heute: "Die Österreichische Nationalbibliothek erwarb aus Privatbesitz ein umfangreiches Konvolut von Briefen des Philosophen Ludwig Wittgenstein (1889-1951) an den Architekten und Loos-Schüler Paul Engelmann (1891-1965). Die 40 Briefe und 13 Postkarten von Ludwig Wittgenstein an seinen Freund Paul Engelmann sind eine wichtige Ergänzung für den bedeutenden, bereits vorhandenen Wittgensteinbestand der Handschriften-, Autographen- und Nachlass-Sammlung".