Peter Bichsel: Der Leser. Das Erzählen. Frankfurter Poetik-Vorlesungen. Luchterhand 1982, S. 36 - 37 - erworben am Dienstag beim Offenen Bücherschrank Alsergrund :-)
Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Wednesday, May 01, 2013
Die verwunderten Bibliothekare
Monday, April 29, 2013
Professorentitel für Stiftsbibliothekar
![]() | Quelle: Presseaussendung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur vom 29. April 2013. - Photo: librarymistress, Flickr, aufgenommen am 18. Juli 2008, CC-BY-SA |
Saturday, April 27, 2013
Wednesday, April 24, 2013
The end of the world
This is how the world ends. Not with a bang, but with Yahoo buying it and then unceremoniously turning it off several years later.
— tjowens (@tjowens) April 24, 2013
Monday, April 22, 2013
Bier am Sonntag
Als radikaler Kapitalismuskritiker trinke ich Sonntag Abend besonders viel Bier. So steigere ich meine Wettbewerbsunfähigkeit.
— Adel vernichtet (@von_bronkhorst) April 14, 2013

librarymistress: Collect your drinks at the bar, aufgenommen am 1. Juni 2007 in Salzburg, Flickr, CC-BY-SA
Friday, April 19, 2013
MAK-Hauszeitschriften online
Thursday, April 18, 2013
Auf der Suche nach der Stadtbibliothek
"FPK zog während slowenischsprachiger Rede aus" - In die nicht existierende Klagenfurter Stadtbibliothek, um ein Wörterbuch auszuleihen?
— Christian Koellerer (@Philoponus) April 18, 2013
Wednesday, April 17, 2013
Der Kärntnerische Sumpf

Arkomas: The swamp bar sign - New Orleans, aufgenommen am 13. November 2011, Flickr, CC-BY-NC
Sunday, April 14, 2013
Leseliste VII: Gottfried Benn: Kleine Aster / Schöne Jugend / Kreislauf
Kleine Aster
Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.
Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt
in das nebenliegende Gehirn.
Ich packte sie ihm in die Brusthöhle
zwischen die Holzwolle,
als man zunähte.
Trinke dich satt in deiner Vase!
Ruhe sanft,
kleine Aster!
Schöne Jugend
Der Mund eines Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte,
sah so angeknabbert aus.
Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig.
Schließlich in einer Laube unter dem Zwerchfell
fand man ein Nest von jungen Ratten.
Ein kleines Schwesterchen lag tot.
Die andern lebten von Leber und Niere,
tranken das kalte Blut und hatten
hier eine schöne Jugend verlebt.
Und schön und schnell kam auch ihr Tod:
Man warf sie allesamt ins Wasser.
Ach, wie die kleinen Schauzen quietschten!
Kreislauf
Der einsame Backenzahn einer Dirne,
die unbekannt verstorben war,
trug eine Goldplombe.
Die übrigen waren wie auf stille Verabredung
ausgegangen.
Den schlug der Leichendiener sich heraus,
versetzte ihn und ging für tanzen.
Denn, sagte er,
nur Erde soll zur Erde werden.
Zitiert nach: Dieter Wellershoff (Hrsg.): Gottfried Benn. Auswahl aus seinem Werk. Darmstadt: Moderner Buchclub 1962, S. 7 - 8. Mein Exemplar wurde von der Linzer Stadtbücherei ausgeschieden. Hinten klebt noch der Ausleihzettel dran, und da sieht man, dass das Buch zwischen 1963 und 1968 nicht ausgeliehen wurde ;-)
Leseliste VI: Erich Möchel, Tex Rubinowitz: Verschollen in der Anstalt. Aufzeichnungen des Volontärs Schubal.
Leseliste V: Else Lasker-Schüler: Weltende
Leseliste IV: Abraham a Sancta Clara: Wunderlicher Traum von einem großen Narrennest
Leseliste III: Damaris Nübling, Fabian Fahlbusch, Rita Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik.
Leseliste II: Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Literaturrecherche in den 1980ern
- Computerunterstützte Literatursuche: Anwendung in Naturwissenschaft, Technik, Kunst (1985)
- Postwegzeiten der Offline-Prints von computerisierten Literaturinformationsdiensten: Erfahrungswerte aus drei österreichischen Informationsvermittlungsstellen (1984, gemeinsam mit Alexander Nevyjel und Heinz Hauffe) - das erinnerte mich gleich an den kürzlich hierblogs in einem Kommentar verlinkten Blog-Beitrag von Peter Mayr (@hatorikibble), wo er einen Satz der Pirate University zitiert: "A similar service is available between libraries as 'Interlibrary loan' or ILL-service. However, these schemes are slow and expensive". So einfach wie heute war das damals aber nicht...
- Gleiche Fragestellung – unterschiedliche Ergebnisse: Eine Fallstudie an fünf Online-Versionen der Chemical Abstracts (1983, gemeinsam mit Alexander Nevyjel)
- Grundbegriffe der computerunterstützten Literatursuche: Eine kurzgefasste Einführung (1983)
- Persönliche Literaturdateien am Personalcomputer: Kriterien für Softwareauswahl und -einsatz (1987)
- CD-ROM in der Benutzung: Ein Erfahrungsbericht aus Bibliothekars- und Benutzersicht (1989)
Leseliste VI: Erich Möchel: Verschollen in der Anstalt
Leseliste V: Else Lasker-Schüler: Weltende.
Leseliste IV: Abraham a Sancta Clara: Wunderlicher Traum von einem großen Narrennest
Leseliste III: Damaris Nübling, Fabian Fahlbusch, Rita Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik.
Leseliste II: Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Saturday, April 13, 2013
Leseliste V: Else Lasker-Schüler: Weltende
Es ist ein Weinen in der Welt,
als ob der liebe Gott gestorben wär,
und der bleierne Schatten, der niederfällt,
lastet grabesschwer.
Komm, wir wollen uns näher verbergen...
Das Leben liegt in aller Herzen
wie in Särgen.
Du, wir wollen uns tief küssen...
Es pocht eine Sehnsucht an die Welt,
an der wir sterben müssen.
Leseliste IV: Abraham a Sancta Clara: Wunderlicher Traum von einem großen Narrennest
Leseliste III: Damaris Nübling, Fabian Fahlbusch, Rita Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik.
Leseliste II: Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Literaturbeschaffung mittels Hashtag: #icanhazpdf
Hier ist eine schöne Erklärung: "#icanhazpdf is a Twitter hashtag used to coordinate the exchange of scholarly papers. Suppose that Alice needs a certain journal article for her research, but neither Alice nor her employer have a subscription to the journal which contains it. (Alice could be a research scientist at a small nonprofit organization, or even a cancer patient trying to educate herself about her disease.) The article is not Open Access, nor is it available in an institutional repository, nor does a version exist on PubMed Central or the arXiv. Alice posts a link to the paper on her Twitter account, marking it with the "hashtag" #icanhazpdf. Anyone who notices checks to see if they have access, such as via their university's institutional subscriptions, and if they do, they download the article and send it to Alice. In February 2012, it is becoming standard practice to delete the request tweet after the request has been fulfilled" (Quelle: Eureka Journal Watch, CC-BY)
Eine ähnliche Sache gibt es auch auf Reddit: "This reddit is for requesting and sharing articles available in various databases, as well as discussion relating to the material".#icanhazpdf etiquette may prevent me from naming the tweeps who sent me the Science pdf I needed, but it can’t stop me from thanking them.
— Karen James (@kejames) April 10, 2013
Karl Emil Franzos über Hofnamen
"Begegnen zwei Leute einander, so reicht ihre Zeit, auch wenn sie noch so eilig sind, zu einem Gruß und einem Spaß, und wenn's auch nur das Zurufen des Spitznamens wäre. Solche Namen wachsen ja naturgemäß in jedem Dorf wie die Brombeeren; beim Familiennamen ruft man sich da niemals, sondern bezeichnet einander nach dem Hof, dem Gewerbe oder hervorstechenden Eigenschaften. Die Spitznamen sind also anderwärts keineswegs zugleich immer Necknamen; hier oben, soweit ich's erkunden konnte, fast immer. Viele sind harmlos, wie zum Beispiel Scharbsheiner, Veigelemarie; der Heinrich liebt eben Pfannkuchen und die Marie Veilchen; auch Linsenschlingerfritz bedeutet keine ehrenrührige Gewohnheit. Noch weniger Stöckelmartin; der alte Mann, der so hieß, hatte sich eben einst im Stöckelnspiel (was die Schweizer Pflöcklispiel nennen) ausgezeichnet, und Schwatzmarthe vollends könnte jede Frau im Tal heißen. Andere Namen bezeichnen körperliche Eigenschaften; angenehm sind sie ja für die Träger nicht, aber doch auch dem Leumund nicht abträglich: Hinkehanne, Ohrenmatthes; zwei gleichnamige, aber sehr verschiedene Kusinen bei Oelze werden als Steckenliese und Schmalzliese unterschieden; letzteres nach dem im Tal geltenden Schönheitsideal entschieden ein epitheton ornans. Und nach den dort herrschenden Ansichten können auch Mädelkarle und Kußgrete nicht niederdrücken. Andere Spitznamen wieder sind ohne alle Spitze, nur eben Bezeichnungen, so zum Beispiel Löffelsimshannematthes, was, wie ich glaube, bedeutet: der Matthias, der Sohn der Hanne, welche die Tochter des Löffelsimon war; einen andern, Sauerteigsbalzer, lasse ich aus dem nicht untriftigen Grunde unerklärt, weil ich's selber nicht weiß. Viele Namen aber sind recht unangenehm, und wollte man nach ihnen schließen, so stünden zahlreiche Leute im Tale bei ihren Nebenmenschen in üblem Geruch, moralisch, aber auch körperlich. Solche Namen nehmen sich in Druckerschwärze schlecht aus, würden zudem leicht zu falschen Schlüssen verführen. Die Leute sind spottlustig und nicht eben fein, aber allzu böse gemeint ist derlei nie".
Mit Hofnamen bzw. Vulgonamen hab ich mich ja vor einigen Jahren in einer Seminararbeit beschäftigt, und sie lassen mich nicht los :-) Links ein Photo vom Fuchshof in Hollenthon in der Buckligen Welt, rechts ein Photo aus dem steirischen Pusterwald, wo sogar die Bushaltestelle den Namen "Steinmetz" trägt!
Friday, April 12, 2013
Bücherei im Schubhaftzentrum
Im Ort selbst, der wie viele Industrieorte in der Steiermark von starker Abwanderung betroffen ist, gibt es übrigens anscheinend keine Bücherei. Apropos Vordernberg - ein Besichtigungstipp, zum Beispiel im Rahmen der Langen Nacht der Museen: das Montanhistorisches Museumsensemble Radwerk IV.
Wednesday, April 10, 2013
Symposion zur Bibliothekarinnengeschichte am 12. April
Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er-Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet, und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.
Im Workshop wird der lange und hindernisreiche Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe »Bibliothekarinnen« thematisiert. Die Berufsgruppe der Bibliothekarinnen ist dafür besonders geeignet, weil dieser Tätigkeitsbereich ein breitgefächertes Spektrum umfasst: Dieses reicht von öffentlichen Bibliotheken mit kommunaler und kirchlicher Trägerschaft, der des ÖGB und der Arbeiterkammern über Schulbibliotheken bis zu den wissenschaftlichen Bibliotheken. Dementsprechend vielfältig sind die beruflichen Anforderungen und die ausbildungsmäßigen Voraussetzungen.
Programm
- 9.00–9.30 Uhr: Begrüßung und Einleitung
- 9.30–10.00 Uhr: Ingrid Roitner (Wien): Die Etablierung des Amtes der Bibliothekarin am Beispiel des Klosters Nonnberg in Salzburg. Das Wirken zweier (resignierender) Äbtissinnen: Maria Magdalena von Schneeweiß (1620–1625) und Eva Maria Fleisch von Lerchenberg
- 10.00–10.30 Uhr: Manfred Mugrauer (Wien): "Sowjetischer Informationsdienst" (SID) und "Österreich-Sowjetische Gesellschaft" (ÖSG) - Bibliothekarinnen im Umfeld der sowjetischen Österreichpolitik
- 11.00–11.30 Uhr: Veronika Pfolz (Wien): "Direktor" des Archivs, der Bibliothek und des Museums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Dr. Hedwig Kraus (1895–1985)
- 11.30–12.00 Uhr: Barbara Kintaert (Wien): Zwei antifaschistische Frauen: Dr. Wanda Lanzer (Bibliothekarin in der AK-Wien) – Dr. Selma Steinmetz (Bibliothekarin des DÖW)
- 13.30–14.00 Uhr: Kathrin Pokorny-Nagel (Wien): Bibliothekarinnen in Museumsbibliotheken
- 14.00–14.30 Uhr: Nastasja Stupnicki (Wien): Bibliothekarinnen an der Graphischen (Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt) Wien
- 15.00–15.30 Uhr: Gisela Kolar (Wien): "Gefertigte bittet ergebenst um Anstellung": Bibliothekarinnen und Mitarbeiterinnen bei den Arbeiterbüchereien der Stadt Wien (1936–1938) / "Ein Schritt zur Professionalisierung?" Zur Situation der Bibliothekarinnen bei den Wiener Städtischen Büchereien nach dem "Anschluss"
- 15.30–16.00 Uhr: Sigrid Reinitzer (Graz): Klischee und Wirklichkeit: Bibliothekarinnen bei der EDV-Anwendung
- 16.00–17.00 Uhr: Buchpräsentation: Frauke Mahrt-Thomsen (Berlin) stellt vor: Bona Peiser – Die erste deutsche Bibliothekarin: Wegbereiterin der Bücher- und Lesehallen-Bewegung und der Frauenarbeit in Bibliotheken (BibSpider, Berlin, 2013)
Tuesday, April 09, 2013
Lehrgang "Barrierefrei im öffentlichen Raum"
Seminarinhalt ist das barrierefreie Planen im öffentlichen Raum mit Schwerpunkt auf den öffentlichen Nah- und Personenverkehr. Neben der theoretischen Wissensvermittlung (Vorträge) werden auch praktische Übungen im öffentlichen Raum (Stationsbegehungen) durchgeführt. Das Erlernte wird durch Übungsaufgaben vertieft und überprüft. Erfolgreiche KursteilnehmerInnen erhalten das Zertifikat "Barrierefrei Planen im Öffentlichen Raum". Zielgruppe sind VerkehrsplanerInnen in Stadt und Land bzw. Personenverkehrsbetreiber sowie alle Interessierte.
Information über die Mailingliste des Verkehrsstammtisch Wien erhalten.
Symposion "Social Media & neue soziale Bewegungen" in Linz
Workshop 1: Ägyptischer Frühling
Fr., 19.4. 2013, 15 Uhr s.t., Kaffee & Kekse ab 14.30
BeiträgerInnen: Andrea Ghoneim, Kairo & Wien / Maha El Hissy, München / Bernhard Seyringer, Wien
Themen: Information - Emotion - Revolution; Bild - Abbild - Trugbild. Macht der Bilder bei Gemeinschaftsgründungen im arabischen Frühling; Gefühlslagen statt Information. Der 'Arabische Frühling' und die Zukunft der Medien.
Workshop 2: Akademische Frühlinge
Sa., 20.4. 2013, 10 Uhr s.t.
BeiträgerInnen: Gerhard Fröhlich, Linz / Ulrich Herb, Saarbrücken / Terje Tüür-Fröhlich, Linz/Tallinn
Themen: Wissenschaftskritische Blogs, Petition Elsevier & Waffenhandel, Elsevier-Boykott-Bewegungen, Petitionen & Initiativen contra Libel Law (Verleumdungsrecht), pro OpenAccess, pro Open Data, Blogs von Wissenschaftlerinnen, Crowdfunding
Workshop 3: Schattenseiten
Sa., 20.4. 2013, 14 Uhr s.t. (pktl.)
BeiträgerInnen: Daniela Fürst, Wien / Carsten Müller, Leipzig
Themen: Trivialisierte Intimität; Internet-Kriminalität aus kriminologischer Sicht
Monday, April 08, 2013
Zertifikatslehrgang "Forst und Kultur" beginnt im Mai

librarymistress: "Jungkultur. Betreten und Weiden ausnahmslos verboten", aufgenommen am 17. März 2013 in Würflach, Flickr, CC-BY-SA
Migration im österreichischen Schulbuch
Wednesday, April 03, 2013
Feldforschung in der Unibibliothek
Aus: Eduard Gugenberger, Roman Schweidlenka: Mutter Erde, Magie und Politik. Zwischen Faschismus und neuer Gesellschaft. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik 1987, S. 206
Leseliste IV: Abraham a Sancta Clara: Wunderlicher Traum von einem großen Narrennest
![]() | Titelblatt von Projekt Gutenberg, gutenberg.spiegel.de |
Ich konnte ja lange Zeit gar nichts mit Barockliteratur anfangen. In der fünften Klasse Gymnasium habe ich den abenteuerlichen Simplicissimus gelesen und fand ihn schrecklich (das hat sich mittlerweile geändert). Erst auf der Uni bei den buchwissenschaftlichen Vorlesungen von Franz Eybl kam ich wieder mit Barock in Kontakt, eben mit Abraham a Sancta Clara. Dieses Buch ist eines der witzigsten Bücher, die ich je gelesen habe - nicht im Sinne von Schenkelklopfer, sondern von einfach genialen Formulierungen.
Abraham stellt darin zwölf Typen von Narren - vom einfältigen über den versoffenen bis zum eifersüchtigen Narren - vor. Beispiele für närrisches Verhalten liefern ihm Herrscher ebenso wie einfache Leute. Meine Lieblingspassage betrifft den verliebten Narren: "Amnon ein Sohn deß Davids hat sich dergestalten verliebt in sein Schwester die Thamar, daß er vor lauter Lieb ist kranck / und bethlägerig worden; es hat ihme weder Essen noch Trincken geschmeckt; das Gesicht ist ihme gantz und gar eingefallen / daß er ausgesehen / wie ein außgeblassene Sackpfeiffen; Tag und Nacht hat er geseufftzet nicht anderst / als wie ein ungeschmierte Hauß-Thür; er war dergestalten entzündt in der Lieb / daß er ohne Gefahr noch Schaden nicht hette können bei einem Stroh-Dach vorbei gehen" :-)
Der "Clou" liegt im zwölften Abschnitt, beim lobwürdigen Narren, nämlich dem Christen, der auf irdische Güter verzichtet, fastet, in einfachster Kleidung auftritt und deswegen vielen wie ein Narr vorkommt ("Ein soler Narr / sagt mancher Welt-Mensch / bin ich nicht / ich will gleichwohl in Himmel kommen / es heist ja / du sollst deinen Nechsten lieben; wer ist mir nähender als mein Leib?"), aber, so Abraham, "dise Narrheit ist bei GOtt ein Weißheit".
Leseliste III: Damaris Nübling, Fabian Fahlbusch, Rita Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik.
Leseliste II: Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Tuesday, April 02, 2013
Leseliste III: Namen. Eine Einführung in die Onomastik
![]() | Als Nummer III auf meiner Leseliste für die Diplomprüfung möchte ich das Lehrbuch "Namen. Eine Einführung in die Onomastik" von Damaris Nübling vorstellen (Mitarbeit: Fabian Fahlbusch und Rita Heuser, erschienen im April 2012 bei Narr in Tübingen in der Reihe "Narr Studienbücher", ISBN 978-3-8233-6685-0). |
Ich war sehr froh, dass mir mein Zweitprüfer dieses Buch empfohlen hat. Es ist ganz neu, berücksichtigt auch Namenarten, die nicht oft in Lehrbüchern erwähnt werden (Namen von Tieren, historischen Ereignissen, Objekten, Naturerscheinungen), geht auf Gebärdensprache ein und liest sich wesentlich leichter als die Buchbeschreibung auf der Verlagswebsite ;-) Zumindest habe ich es verstanden, und da ich nicht die Supersprachwissenschaftlerin bin, will das was hei&ßen ;-) Die 25,70 Euro sind jedenfalls meiner Ansicht nach gut angelegt.
Leseliste II: Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht.
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Monday, April 01, 2013
Leseliste II. Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht
Leseliste I: Georg Heym: Die Tote im Wasser.
Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht
Der Schnellzug tastet sich und stößt die Dunkelheit entlang.
Kein Stern will vor. Die ganze Welt ist nur ein enger, nachtumschienter Minengang,
Darein zuweilen Förderstellen blauen Lichtes jähe Horizonte reißen: Feuerkreis
Von Kugellampen, Dächern, Schloten, dampfend, strömend .. nur sekundenweis
Und wieder alles schwarz. Als führen wir ins Eingeweid der Nacht zur Schicht.
Nun taumeln Lichter her.. verirrt, trostlos vereinsamt.. mehr .. und sammeln sich.. und werden dicht.
Gerippe grauer Häuserfronten liegen bloß, im Zwielicht bleichend, tot - etwas muß kommen.. o, ich fühl es schwer
Im Hirn. Eine Beklemmung singt im Blut. Dann dröhnt der Boden plötzlich wie ein Meer:
Wir fliegen, aufgehoben, königlich durch nachtentrissne Luft, hoch übern Strom. O Biegung der Millionen Lichter, stumme Wacht,
Vor deren blitzender Parade schwer die Wasser abwärts rollen. Endloses Spalier, zum Gruß gestellt bei Nacht!
Wie Fackeln stürmend! Freudiges! Salut von Schiffen über blauer See! Bestirntes Fest!
Wimmelnd, mit hellen Augen hingedrängt! Bis wo die Stadt mit letzten Häusern ihren Gast entläßt.
Und dann die langen Einsamkeiten. Nackte Ufer. Stille. Nacht. Besinnung. Einkehr. Kommunion. Und Glut und Drang
Zum Letzten, Segnenden. Zum Zeugungsfest. Zur Wollust. Zum Gebet. Zum Meer. Zum Untergang.
Die geschätzte Kollegin vom festgezurrten Haupthaar
Hier die Beschreibung: "In dem Dokumentarfilm werden mögliche Fragestellungen der Geschlechterforschung an die Informations- und Bibliothekswissenschaft aufgezeigt und die Bibliothek als ein Ort gekennzeichnet, an dem auf vielfältige Weise Geschlecht ver- bzw. behandelt und konstruiert wird. Der Film gibt vier Expertinnen Raum, aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachzugehen, welche Rolle Geschlecht in Bibliotheken spielen kann bzw. welche Bedeutung Geschlecht für die Berufsgruppe der Bibliothekar_innen hat. Helga Lüdtke zeigt aus einer historischen Perspektive die Entwicklung des bibliothekarischen Berufs zu einem Frauenberuf auf und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Ort Bibliothek und den bibliothekarischen Beruf insgesamt. Margit Hauser stellt dar, warum die Einrichtung feministischer Bibliotheken und Archive in den 1970er Jahren notwendig war und welche Rolle diese Einrichtungen in unserer Zeit spielen. Monika Bargmann setzt sich mit Vergeschlechtlichungen von Bibliothekar_innen und Stereotypen von Bibliothekar_innen in Filmen und Büchern auseinander. Elisabeth Wiesbaum berichtet von praktischen Erfahrungen, die bei der Implementierung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in einer Öffentlichen Bibliothek in Berlin gewonnen werden konnten.".
Das Titelzitat stammt übrigens aus dem Roman "Den Kopf in den Wolken" (im Original "The Giant's House") von Elizabeth McCracken.
Sunday, March 31, 2013
Leseliste I. Georg Heym: Die Tote im Wasser
Das Sujet des Gedichts ist für den Expressionismus und seine "Ästhetik des Hässlichen" als typisch anzusehen. Eine ganze Reihe von "Wasserleichenpoesie" wurde von Arthur Rimbauds Gedicht "Ophelie" inspiriert (Quelle).
Georg Heym: Die Tote im Wasser
Die Masten ragen an dem grauen Wall
Wie ein verbrannter Wald ins frühe Rot,
So schwarz wie Schlacke. Wo das Wasser tot
Zu Speichern stiert, die morsch und im Verfall.
Dumpf tönt der Schall, da wiederkehrt die Flut,
Den Kai entlang. Der Stadtnacht Spülicht treibt
Wie eine weiße Haut im Strom und reibt
Sich an dem Dampfer, der im Docke ruht.
Staub, Obst, Papier, in einer dicken Schicht,
So treibt der Kot aus seinen Röhren ganz.
Ein weißes Tanzkleid kommt, in fettem Glanz
Ein nackter Hals und bleiweiß ein Gesicht.
Die Leiche wälzt sich ganz heraus. Es bläht
Das Kleid sich wie ein weißes Schiff im Wind.
Die toten Augen starren groß und blind
Zum Himmel, der voll rosa Wolken steht.
Das lila Wasser bebt von kleiner Welle.
- Der Wasserratten Fährte, die bemannen
Das weiße Schiff. Nun treibt es stolz von dannen,
Voll grauer Köpfe und voll schwarzer Felle.
Die Tote segelt froh hinaus, gerissen
Von Wind und Flut. Ihr dicker Bauch entragt
Dem Wasser groß, zerhöhlt und fast zernagt.
Wie eine Grotte dröhnt er von den Bissen.
Sie treibt ins Meer. Ihr salutiert Neptun
Von einem Wrack, da sie das Meer verschlingt,
Darinnen sie zur grünen Tiefe sinkt,
Im Arm der feisten Kraken auszuruhn.
Maureen Shields: Due to Morrow
Friday, March 29, 2013
CfP: The Women of James Bond
The release of Skyfall in 2012 marked the 50th anniversary of the James Bond film franchise. The 23rd film in the series, Skyfall earned over one billion dollars (USD) in the worldwide box-office and won two Academy Awards (Best Sound Editing and Best Song). Amidst such popular and critical acclaim, many have questioned the representation of women in the film, viewing Skyfall in relation to the Bond film franchise at large. From the representation of an aging and disempowered M, to the limited role of the Bond Girl, to the characterization of Miss Moneypenny as a defunct field agent, Skyfall arguably develops the legacy of James Bond at the expense of women in the film. While the character of James Bond has historically been defined by his relationship with women (and particularly through heterosexual romantic conquest) and the franchise has long been accused of being sexist (among other things), the treatment of women in Skyfall recalls the media-driven backlash against feminist gains in the 1970s, which impacted the representation of women in the series—with the disempowering of female villains and the domestication of the Bond Girl.
Since the prequel Casino Royale (2006) and its sequels Quantum of Solace (2008) and Skyfall (2012) constitute a rebooting of the franchise, it leads many scholars, like myself, to question if there is a place for women in the new world of James Bond and, if so, what role will these women play in the future of series?
This book seeks to answer these questions by examining the role that women have historically played in the Bond franchise, which greatly contributed to the international success of its films. This collection constitutes the first book-length academic study of the women of James Bond that moves beyond the discussion of a single character type (such as the Bond Girl) or group of films (such as the Connery era). This anthology will redress this critical oversight by providing a comprehensive examination of feminism and femininity in the Bond franchise. It not only focuses on the representation of women on screen (via casting, characterization, and aspects of stardom), but also includes a consideration of the role women have played in producing and marketing the franchise, female fandom and spectatorship, female scholarship on the franchise, and the widespread influence of the Bond series on the representation of female characters in other (non-Bond) films. This collection will offer a timely and retrospective look at the franchise, in light of the 50 year anniversary of the series, and provide new scholarly perspectives on the subject.
Proposals are welcomed on the following topics:
i) Female Representation
ii) Women Producing/Marketing Bond
iii) Female Fandom and Spectatorship
iv) Female Scholarship on Bond
v) Influence of the Bond Films on Women in Other Films
Please send a 500-word abstract (with bibliography and filmography) and an author bio as email attachments by May 15, 2013 to Lisa Funnell (lfunnell@ou.edu). - Quelle: Fanstudies-Mailingliste.
Thursday, March 28, 2013
Kinderzeichnungen im Bankarchiv
Wednesday, March 27, 2013
Massenhaft Bibliothekarinnen am #Kindle
∗∗∗ (freu mich auf weitere Bände)
Charity Martin: Buried in the backlog (A cozy cataloger mystery)
Terrie Curran: All booked up (A Hortense and Basil Killingsley Mystery)
∗∗ (nette Lektüre)
Marie Green: The library ladies and the body behind the library
Gay Toltl Kinman: Death at the Huntington Library
Chantilly White: Pearls of passion
∗ (ok)
Helen Keating: The librarian and the rare book collector (A quirky, magical, ghostly, mystery romance short story)
Lillian Snow: Quickie with the kinky librarian
Pamela Downs: Diet another day
Tuesday, March 26, 2013
Abgeschoben ins Polizeiarchiv
![]() | Das Buch (der erste Fall der Inspectora Delicado) habe ich heute per Zufall im Roman Center am Reumannplatz entdeckt. Im Wühltisch vor der Tür habe ich nämlich den Schriftzug "Raumschiff Enterprise" herausblitzen sehen, und als ich reingegangen bin, um das Buch zu bezahlen, hab ich mich ein bisschen umgesehen, bis die Besitzerin kam, und dabei diesen Roman entdeckt. Das ist übrigens wirklich ein sehr nettes Geschäft für Science-Fiction-Fans und LeserInnen von Romanheftln aller Art. |
Sunday, March 24, 2013
The Library Ladies and the Body behind the Library
One funny paragraph about one of the library ladies prone to telling unlikely stories: "They were all so used to Matilda's yarns that no one bothered to sort the fiction from non fiction any more - shocking for library staff really, with classification being so important for the books". And about a suspect in the library: "He spent forty minutes with Mrs Bellard trying to find a book on goldfish depression - there is no way he is a criminal".
Tuesday, March 19, 2013
Der Bachelor und die Mindeststudiendauer
Saturday, March 16, 2013
Neuerwerbungen
Barbara Nolte, Jan Heidtmann: Die da oben. Innenansichten aus deutschen Chefetagen. Suhrkamp 2009
Wilhelm Genazino: Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman. 6. Aufl. dtv 2010
Martina Backed (Auswahl, Übers., Hrsg.): Tagelieder des deutschen Mittelalters. Mittelhochdeutsch - Neuhochdeutsch. Reclam 2007 [1992]
Evelyne Polt-Heinzl, Christine Schmidjell (Hrsg.): Grüne Gedichte. Reclam 2012
Peter Gaymann: Von Hühnern und Menschen. Reclam 2000
Buchhandlung Hikade
Eoin Colfer: Artemis Fowl: Das Zeitparadox. List 2008
Jakob van Hoddis: Weltende. Die zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte. Arche 2001
Monika Biermaier: Vorgärten einladend gestalten. Agrarverlag 2010
Uwe-K. Ketelsen (Hrsg.): Technische Zeit. Dichtungen. Aisthesis 2008 (= Literaturkommission für Westfalen. Reihe Texte ; 10) [Reprint der Ausgabe von 1929]
Seamus Heaney: Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965 - 2006. Fischer Taschenbuch 2011
August Stramm: Gedichte. Dramen. Prosa. Briefe. Reclam 1997
Ernst Toller: Hinkemann. Reclam 2003
Ernst Toller: Masse – Mensch. Ein Stück aus der sozialen Revolution des 20. Jahrhunderts. Reclam 2003
Georg Heym: Gedichte. Eine Auswahl. Reclam 2008
Meine liebsten Tiergeschichten. Bilderbuchverlag Otto Moravec 2003
div. Onlinebuchhandlungen
T.C. Van Adler: St. Agatha's Breast. St. Martin's Press 1999
Arturo Perez-Reverte: The nautical chart. Harvest 2002
J.M. Dillard: Star Trek Nemesis. Pocket Books 2002
Timur Vermes: Er ist wieder da. Eichborn 2012
Wednesday, March 13, 2013
Der Papst - ein Bibliothekar #librarianpope
mein absoluter Favorit :-))#librarianpope would enforce his edicts using the church's secret society, Opus Dewey.
— Andy Woodworth (@wawoodworth) March 12, 2013
My first request to #librarianpope would be to excommunicate publishers who use DRM and/or refuse the sell to libraries.
— Andy Woodworth (@wawoodworth) March 13, 2013
#librarianpope will decree that Ranganathan's Five Laws will now be referred to as Saint Ranganathan's Five Commandments.
— Andy Woodworth (@wawoodworth) March 12, 2013
habent sua fata, popelli #librarianpope
— Monika Bargmann (@librarymistress) March 13, 2013
wird wahrscheinlich ersetzt durch "pray all day"...#librarianpope will not have to hear how "it must be nice to have a job where all you do is read all day."
— Super-ish Librarian(@bookgirl1209) March 13, 2013
A #librarianpope can never be officially announced because smoking is prohibited in the library...
— Monika Bargmann (@librarymistress) March 13, 2013
.@wawoodworth 245 |a Sermon /|c #librarianpope 650 |aLibrary science |x Moral and ethical aspects. 700 |a God.
— Ryan Vernon (@RyanLibrarian) March 12, 2013
A librarian Pope would have the easiest reference shifts ever, being all infallible and such. @wawoodworth #librarianpope
— Marie Harris (@NettlesMarie) March 12, 2013
As a show of respect you would kiss the bookmark of the #librarianpope
— Super-ish Librarian(@bookgirl1209) March 13, 2013
In the name of the Work and the Entity and the Manifestation... #librarianpope #frbr
— Giso Broman (@giso6150) March 12, 2013
#librarianpope would reassign the saints so that cats, cardigans, and alcohol get more divine interventions.
— Andy Woodworth (@wawoodworth) March 13, 2013
Sunday, March 10, 2013
Herrschaft durch Sprache #leseliste
Friday, March 08, 2013
Mein Prüfungsstoff im Nebenfach
Namenkunde
Dialektologie
Thursday, March 07, 2013
Mein Prüfungsstoff im Hauptfach
Epoche: Expressionismus
Lyrik
Motiv/Genre: Satire
Spezialgebiet: Buchwissenschaft
Wednesday, March 06, 2013
Ringvorlesung "Archive lesen. 650 Jahre Sprach- und Textkulturen"
Tuesday, March 05, 2013
Workshop "Identifizierung und Datierung von illustrierten Postkarten"
Der von Eva Tropper und Timm Starl konzipierte Workshop ist Teil des vom Photoinstitut Bonartes getragenen und in Zusammenarbeit mit dem GrazMuseum durchgeführten Projekts "Mehr als Bilder. Illustrierte Postkarten in Sammlungen, Archiven, Museen". - Hinweis aus dem VÖA-Newsletter.
Friday, March 01, 2013
Karl Kraus, erschreckend aktuell
Vor dem Kriegsministerium. [Ersetze durch beliebiges Ministerium oder andere Stelle].
Ein junger Mann: Servus! Wo gehst hin?
Zweiter: Hinauf.
Erster: Wozu?
Zweiter: Mirs richten. Und du?
Erster: Ich auch.
Zweiter: Gehn mr halt mitanander. (Ab.)
Recherche im 21. Jahrhundert: CD-ROM-Datenbank ;-)
Geschlechtergerechte Sprache werde heute in der Wissenschaft erwartet, und das generische Maskulinum erfülle diese Anforderung nicht, aber "Kunstkonstruktionen mit großem 'I' in der Mitte sollten Sie aus sprachlichen und ästhetischen Gründen vermeiden. (...) Eine elegante Lösung ist eine Anmerkung zum Text, die am Anfang der Arbeit platziert wird, genauer gesagt, an derjenigen Stelle, an der dieses sprachliche Problem zum ersten Mal auftaucht. In einer Fußnote wird mit einer passenden Formulierung angemerkt, dass maskuline Personenbezeichnungen für beide Geschlechter gelten" (S. 82-83).
Bei diesen Passagen stellen sich mir alle Haare auf... Ansonsten macht das Buch aber einen nützlichen Eindruck, weil sehr viele Übungen enthalten sind. Für nächstes Semester werde ich mir den Abschnitt übers Zitieren noch genauer anschauen.
Sunday, February 17, 2013
Bibliothekarin im Bann geheimer Wünsche
Monday, February 11, 2013
zum Thema #pontifexit
The Pope is hardly the first person to lose interest in their real job so soon after joining Twitter.
— Sixth Form Poet (@sixthformpoet) February 11, 2013
Die Formulierung "Rücktritt aus heiterem Himmel" find ich bei einem Papst sehr witzig. #pontifexit
— Monika Bargmann (@librarymistress) February 11, 2013
Russland erobern. Flughafen Berlin bauen. Pontifikat durchziehen. Diese Deutschen bringen NICHTS zu Ende, was sie anfangen. #pontifexit
— Dominik Sinnreich (@dsinnreich) February 11, 2013
nun: fränk wird beim Konklave antreten. mit der Einschränkung, dass er gern gewählt werden, das Mandat aber nicht annehmen will. #pontifexit
— Dominik Sinnreich (@dsinnreich) February 11, 2013
Friday, February 08, 2013
Today's flea market acquisitions
Sunday, February 03, 2013
I don't hate you...
I don't hate you, I'm just not necessarily excited about your existence.
— Grumpy Cat (@ExtraGrumpyCat) February 2, 2013
Saturday, February 02, 2013
Goethe und die Frauen
![]() | "Ich weiß noch, wie wir, eine Mädchenklasse, im Deutschunterricht Missfallen an Goethes herrischem Frauenkonsum äußerten, worauf die Deutschlehrerin mit bebender Stimme erklärte, jede Frau, die von einem Genie (wahr)genommen würde, könne sich geadelt fühlen". Elfriede Hammerl: "Mädchen, Profil, 2. Februar 2013 librarymistress: Reading Goethe in front of his home, Weimar, 16. August 2008 (Flickr, CC-BY-SA) |
Tuesday, January 22, 2013
Connotea wird am 12. März eingestellt
(*) Ich schrieb im Mai 2011 an den Nature-Support: "after having tested several bookmark systems, I decided for Connotea and haven't regret it as I still prefer the interface, the handling and the Nature background to other tools. But for several months, Connotea works erraticly for me. In about a third of all attempts to bookmark, I receive extremely long loading times, timeouts, maintenance messages (e.g. three minute ago), 503 errors with 'heavy traffic exceeding the server's capacity' (e.g. four and two minutes ago) and so on. Users are referred to the blog, but there is never any information about it, even when the error message is 'maintenance'. I also commented on the post http://blogs.nature.com/connotea/2011/01/19/connotea-status-update a few weeks ago but the comment seems to have disappeared. Is there really maintenance going on or is the user load to heavy or could there be something wrong with my Firefox options or...?"
Am 21. September 2012 schrieb ich: "I'd like to ask if there is something wrong with Connotea. It has become quite difficult to bookmark something because the number of 'server downs' and 'capacity overloads' (really?) are constantly increasing. I didn't receive any answer when mailing to the Connotea team or commenting on the Connotea blog which obviously has now completely disappeared from the web. Are there plans to discontinue the service? I just want to know so I could export my bookmarks on time. I really like the functionalities which distinguish Connotea from other bookmarking services and hope it will be still available in the future".
Ich habe nie eine Antwort erhalten. Auf einen Tweet an Nature hin bekam ich von dort zumindest die Antwort, sich an das Connotea-Team zu wenden, was aber anscheinend auch nie geschah. Als langjährige Nutzerin - mein erstes Bookmark hab ich auf den Tag genau vor sieben Jahren abgelegt - fühle ich mich gelinde gesagt im Stich gelassen, nicht einmal eine Erklärung zu bekommen.
Preisträgerinnen des VFI-Preises stehen fest
Dissertations-Preis (500 Euro)
Master-Preise (je 300 Euro)
Friday, January 18, 2013
Ausschreibung: Marianne-Englert-Preis
Wir suchen Vorschläge von Studierenden, die in ihrem Studium vorzeigenswerte Projektberichte oder Abschlussarbeiten fertig gestellt haben und darüber in einer Präsentation von bis zu 20 Minuten Dauer berichten möchten. Etwas Besonderes sollten die geplanten Beiträge schon sein. Aber wer monatelang geforscht, geschuftet, gesucht, gesammelt und geschrieben hat, der sollte auch darüber berichten dürfen.
Wir bieten
Jury: Ute Essegern (Sächsische Zeitung Dresden, Dokumentation/Redaktionsarchiv), Frank Dürr (WDR Funkhaus Düsseldorf, Dokumentation und Archive), Heiko Linnemann (Greenpeace Deutschland, Film- und Fernseh-Dokumentation). Der Marianne-Englert-Preis ist mit je 500 Euro Preisgeld dotiert.
Teilnahmebedingungen: Senden Sie bitte ein Exposé des Beitrags (maximal eine DIN A4-Seite als PDF-Datei) mit der Angabe von Autorennamen, Hochschule / Studiengang, Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie ein kurzes persönliches Profil per E-Mail an: heiko.linnemann@greenpeace.de. Einsendeschluss 1. März 2013.
Tuesday, January 15, 2013
Hamburger Abendblatt: Bibliothekare schauen nicht dauernd aufs Smartphone
Monday, January 14, 2013
Bibliothekar bei "Agentin mit Herz"
Aquinas steht im Verdacht, für einen Drogenboss zu arbeiten, mit dem er regelmäßigen Kontakt hat und der ihn "Professor" nennt. Lee Stetson und Amanda King müssen herausfinden, ob das wirklich stimmt. Wie sich herausstellt, wurden seine Frau und sein Sohn aus Versehen bei einem Bandenkrieg erschossen. Um sich zu rächen, hat er sich bei dem Drogenboss eingeschlichen und sein Vertrauen gewonnen. Stetson rät ihm: "Du bist ein Bücherwurm, überlass das den Profis". Letztlich arbeiten sie aber doch zusammen und können den Bösen überführen.
Friday, January 11, 2013
Thursday, January 10, 2013
Was Apoll mit YouTube zu tun hat
Jacqueline Poggi: "Tête d'Apollon lauré, musée archéologique de Vaison-la-Romaine", Flickr, 28. Dezember 2012, CC-BY-NC-ND | "They're easily adaptable to modern life. Most major religions haven't had a serious update for at least a millennium or so. As such, it can be hard to truly integrate these religions into modern times. But thanks to their diversity, the Greek gods would snap right into place. Hermes is obviously the god of cellphones, emails and text messages. As a craftsman, Hephaestus would probably handle all computers and network issues, while Demeter would watch over restaurants. Apollo, the god of YouTube videos. You can't tell me that life wouldn't be at least a little bit easier if we had a god specifically handling YouTube videos". |
Sunday, January 06, 2013
Hörbuch über Jugend im Widerstand
![]() | Morgen wird in der Wiener Hauptbücherei das Hörbuch "Nicht nur in Worten, auch in der Tat" von Käthe Sasso präsentiert (erschienen im Berliner Verlag supposé Berlin - Cover links vom Verlag). |
Als 16-jährige Widerstandskämpferin wurde Käthe Sasso 1942 von der Gestapo verhaftet; ihr Leidensweg führte sie durch Gefängnisse und Arbeitserziehungslager bis in das KZ Ravensbrück. Angeklagt wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", bewahrte nur das jugendliche Alter Käthe Sasso vor der Todesstrafe. Nach der Räumung des KZ Ravensbrück rettete sich Sasso 1945 durch Flucht aus dem Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen und konnte nach Wien zurückkehren. Anschaulich und lebendig erzählt Käthe Sasso im Hörbuch von einer glücklichen Kindheit in einem burgenländischen Dorf, der Schulzeit in Wien und der politischen Prägung durch das familiäre Umfeld. Nach dem frühen Verlust der Mutter hielt sie die Verbindungen zum Widerstand aufrecht; durch einen Spitzel wurde die Gruppe verraten. Es ist auch dem Einsatz Sassos zu danken, dass der Begräbnisstätte der hingerichteten WiderstandskämpferInnen am Wiener Zentralfriedhof ("Gruppe 40") die angemessene und würdige Pflege zuteil wird. Mit enormem Engagement nimmt Sasso bei vielen Veranstaltungen die Verpflichtung zur Zeitzeugenschaft wahr und beindruckt vor allem durch ihre Authentizität, mit der sie den schlichten Heroismus der Solidarität im Lebensalltag unter barbarischen Bedingungen vermitteln kann. Im Oktober 2011 wurde sie mit dem Bundesverdienstzeichen in Gold ausgezeichnet. Die Burgenlandkroatin stammt ursprünglich aus Nebersdorf/Šuševo, einem Ortsteil von Groß Warasdorf / Veliki Borištof, und wohnt mittlerweile in Winzendorf.
Programm: Einleitung: Hannah Lessing (Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus). Evelyn Steinthaler: Zur Entstehungsgeschichte des Hörbuchs. Käthe Sasso im Gespräch mit Rudolf Gelbard.
Ort und Zeit: Montag, 7. Jänner, 19 Uhr, Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz (U6 Burggasse Stadthalle, 49 Urban-Loritz-Platz).











