Saturday, August 02, 2008

Mindestlohn für Staatsangestellte in Kalifornien

Gerade habe ich in der heutigen "Presse" gelesen, dass der Beschluss über das Budget im Bundesstaat Kalifornien seit einem Monat ausständig ist und dass deswegen Gouverneur Arnold Schwarzenegger vorübergehend die Gehälter der öffentlich Bediensteten auf den Mindestlohn von 6,55 Dollar (derzeit 4,20 €) senken und 22.000 Teilzeitbeschäftigte entlassen will. Auch wenn der Lohn nachbezahlt werden soll, sobald über das Budget entschieden wurde, frage ich mich, was das zum Beispiel für jüngere BibliothekarInnen bedeutet, die die Studiengebühren von einem Bachelor- und oft zwei Masterstudien abbezahlen müssen, und das in einer der teuersten Gegenden der USA. Die Bank interessiert sich wahrscheinlich herzlich wenig dafür, dass das Gehalt so jäh reduziert wurde. In der ContraCosta Times steht allerdings, dass "professional and supervisorial employees" davon ausgenommen sein sollen, vielleicht fallen die BibliothekarInnen mit MLIS auch darunter. Das ist aber dann eigentlich auch wieder unfair. - Kalifornien hat anscheinend eine sehr große Budgetlücke aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung, und Republikaner und Demokraten konnten sich bisher noch nicht auf ein Budget einigen. Wie dann aber der Lohn nachbezahlt werden soll, ist mir unklar. Gleichzeitig bin ich froh, dass ich nicht entscheiden muss, was in so einer Situation zu tun ist.
Siehe u.a. "Workers union files suit to block Schwarzenegger's layoff order" (Los Angeles Times), "Budget crisis: cut legislators' pay" (San Francisco Chronicle), "The law backs Schwarzenegger's pay-cut plan. But state controller says he won't go along" (Mercury News), "State employees bracing for steep pay cuts" (ContraCosta Times), "Wirtschaftskrise. Schwarzenegger streicht 22.000 Arbeitsplätze" (Die Welt), "Etatkrise in Kalifornien. Schwarzenegger verordnet öffentlichem Dienst Mindestlohn" (Financial Times Deutschland), "Schwarzenegger streicht tausende Arbeitsplätze" (Der Standard), "Haushaltskrise in Kalifornien. Schwarzenegger kürzt Gehälter" (Süddeutsche Zeitung), "Haushaltskrise im Sonnenstaat. 'Arni' kürzt Gehälter" (n-tv).
Zitate aus dem Schwarzenegger-Executive Order: "whereas ... on May 1, 2003, the California Supreme Court, in White v. Davis, issued a decision that, in conjunction with other pre-existing court orders, clarified that during a period that there is no state budget in place, federal labor laws require the State to pay its nonexempt FLSA employees either federal minimum wage ... ir is ordered that the services and functions of state government directly related to the preservation and protection of human life and safety, including but not limited to emergency and disaster response activities and the provision of 24-hour medical care, shall be deemed critical and exempt from this Order. It is further ordered that except for services and functions of state government deemed critical and exempt by this Order, all State agencies and departments under my direct executive authority take immediate action effective July 31, 2008 to cease and desist hiring of employees (except in instances in which there is a bona fide offer and acceptance prior to the effective date of this Order), transferring employees between State agencies and departments, promoting employees, and contracting for individuals to perform services".

Friday, August 01, 2008

Neuerwerbung

Jo Dereske: Index to murder. A Miss Zukas mystery. New York: Avon 2008, ISBN 978-0-06-079086-8

Neu: LibraryThing-Common Knowledge-API

In der Liste NGC4LIB mailte LibraryThing-Denker Tim Spalding gerade: "LibraryThing just released a free, CC-attribution-licensed Web Services XML API to our 'Common Knowledge' system, including series data, fictional characters, author dates and much else. I'm particularly stoked about the series data. I think it's of exceptional quality, suitable for use in OPACs (eg., http://www.librarything.com/series/Star+Wars). Anyway, in a catalog or not, there are a lot of cool things to do with it. Have fun!"

Archiv mit strengem Handyverbot

In der "Fall für zwei"-Folge "Der Tod und das Mädchen", die gerade auf ORF2 lief, kam eine Szene in einem Zeitungsarchiv vor. Man sah einige Benutzerinnen und Benutzer, Regale mit vielen Ordnern und ein aufgeklebtes Handyverbotsschild. Matula suchte Berichte von einem mordverdächtigen Musikkritiker, als sein Handy läutete. Da kam eine junge, durchaus attraktive und gut gekleidete junge Dame und sagte in eher eisigem Tonfall: "Ich habe Sie doch darauf hingewiesen, dass Handys im Lesesaal und im Zeitungsarchiv verboten sind". Matula entschuldigte sich und - wie könnte es anders sein - lud die Frau zum Essen ein. Sie antwortete sinngemäß: "Ich verabrede mich nicht mit Fremden, die das Handyverbot nicht einhalten". Dann lässt Matula den Stapel Zeitungen fallen, was die Archivarin (oder Journalistin?) gleich als billigen Trick aus einem Hollywoodfilm enttarnt, aber die Zeitung schlägt zufällig bei einem Artikel auf, dessen Inhalt wesentlich zur Aufklärung des Mordes beiträgt. - Das Mordopfer, der arrogante Dirigent Benjamin Spangenburg, wurde übrigens in seiner Privatbibliothek erschlagen.

Thursday, July 31, 2008

Bibliotheksbestand des Tages

Die Brille der Erkenntnis für blöde Augen der Könige. Ein Märchen in zwei Theilen. London: [o.V.] 1787
Signatur A 101022; Provenienz: Bibliothek Portheim bzw. Bibliothek Gugitz. Eine Kurzbeschreibung aus der Allgemeinen deutschen Bibliothek gibt's bei dem digitalen Angebot der UB Bielefeld.

Jäger, Friedrich: Die egyptische Augenentzündung. Wien: Mösles Witwe & Braumüller 1840 [Signatur A 7543]

Kemper, Jakob: Oden auf die Augengenesung des Kaisers in fünf Sprachen. Wien: [o.V.] 1782 [Signatur A 37494]

Veith, Johann Emanuel: Der Augenarzt. Ein Singspiel in zwei Aufzügen. 2. Aufl. Wien: J.B. Wallishausser 1812 [Signatur A 138938]

Beer, Georg Joseph: Pflege gesunder und geschwächter Augen. Wien: Weidmann 1800 [Signatur A 7710]

Wundersame Begebenheit der mirakulosen Augenwendung des gnadenreichen Vesperbildes in der St. Peters Pfarrkirche zu München. [S.l.]: [o.V.] 1783 [Signatur A 94809]

Wednesday, July 30, 2008

Bibliothekare am Spielfeld

Wer einen meiner lieben Bibliotheks-Kollegen fußballspielenderweise sehen will, kann sich die Bildergalerie vom bibliothekarischen - international besetzten - Match anlässlich 450 Jahre Bayerische Staatsbibliothek anschauen. Dabei haben wir uns, naja, wacker geschlagen. Wie VÖB-Präsident Harald Weigel es formuliert: "Österreich belegte einen ehrenvollen 4. Platz hinter Bayern, Deutschland, Italien".

Bibliothekarin mit 100 Jahren

Die Salzburger Nachrichten berichten heute unter dem Titel "Bibliothekarin mit 100 Jahren" über Elisabeth Bauer, die in ihrem hohen Alter noch immer ehrenamtlich die Bibliothek der Katholischen Sozialakademie betreut. Seit 1958 hat die ausgebildete Lehrerin die Bibliothek der gerade gegründeten Akademie aufgebaut. Auf der Website der KSÖ ist zu lesen: "Die Freundlichkeit von Studienrat Bauer ist ebenso legendär wie ihre Strenge. Selbst Kardinal Franz König wurde gemahnt, als er einmal ein Buch nicht retourniert hatte. 'Schlampereien' mag sie gar nicht".

Tuesday, July 29, 2008

reading diary

  • recently finished: David Lodge: The British Museum is falling down. New ed. London: Secker and Warburg 1981
  • recently re-read: Jo Dereske: Miss Zukas and the stroke of death. New York: Avon 1995
  • Schweizerische Nationalbibliothek archiviert Euro08-Webseiten

    Die Schweizerische Nationalbibliothek wird die wichtigsten Webseiten rund um die Euro 2008 archivieren. "Während der Europameisterschaft hat ein Roboter vom 7. – 29. Juni zweimal wöchentlich die Webseiten der UEFA eingesammelt und ins Langzeitarchivierungssystem der NB eingespiesen [Anm. das steht wirklich so da, aber ich habe noch nie etwas anderes als "eingespeist" gehört]. Dieses stellt sicher, dass sie auch in einigen Jahrzehnten noch gelesen werden können. Neben den offiziellen UEFA-Seiten werden rund 40 weitere Webauftritte aufbewahrt, darunter diejenigen der Host Cities, solche von Schweizer Fussballvereinen, touristische Seiten und solche, die sich mit der Sicherheit befassen" (news.admin.ch). - Zuerst gelesen in der Netzwoche via Google Alert.

    Die meisten Zugriffe hat die Bibliothek

    "Anhaltend groß ist das Interesse der Menschen am umfangreichen Internet-Angebot des Landes. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verzeichnete der Webauftritt www.vorarlberg.at wiederum beachtliche Zugriffszahlen. (...) Die höchsten Zugriffszahlen verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres die Landesbibliothek, gefolgt von den Themenbereichen 'Wirtschaft', 'Schule' und 'Familie'". Quelle: Aussendung der Landespressestelle über APA OTS vom 29. Juli 2008.

    Sunday, July 27, 2008

    Balsam für die Staubhand

    Eine kleine Werbeeinschaltung. Normalerweise halte ich mich bei Produktempfehlungen hierorts zurück, aber diese hat in gewisser Weise auch was mit Bibliotheksarbeit zu tun. Für Leute, die den ganzen Tag mit Bibliotheksstaub in Kontakt sind und bei denen Ringelblumen- und Teebaumölsalbe nicht richtig helfen, kann ich aus mittlerweile eigener Erfahrung den "Sensitiv Hand- & Nagelbalm Nachtkerze-Hafer" von Aldo Vandini empfehlen. Zieht so schnell ein, dass man ohne Gefahr für das Papier recht zügig weiterarbeiten kann. Riecht gut. Ist zu vernünftigen Preisen, die auch das BibliothekarInnengehalt erlaubt, bei DM erhältlich.

    Sieger des SF-Wettbewerbs "Am Ende der Leitung" stehen fest

    Der Verein q/uintessenz schrieb den Science Fiction-Wettbewerb "Am Ende der Leitung" aus, bei dem sich Autorinnen und Autoren mit Bürgerrechten, Überwachung und Datenschutz auseinandersetzten. Aus knapp dreihundert Einsendungen wählte eine Jury drei Gewinner und 27 Beiträge, die in einer Anthologie erscheinen werden. Die Preisverleihung und Buchpräsentation findet am 30. September 2008 im Museumsquartier Wien statt.
    Die Preisträger sind Florian Bayer mit "EWE (Everybody watches everybody)", Reinhold Schrappeneder mit "Abteilung ÜBLDA" und Uwe Protsch mit "Null Punkte". Jurymitglieder waren Adrian Dabrowski, Obmann von q/uintessenz, Franz Rottensteiner, Science Fiction-Herausgeber und -Kritiker, und Christian Schmaus, Menschenrechts-Anwalt.

    Friday, July 25, 2008

    reading diary

    started recently, because it takes place in a famous library - David Lodge: The British Museum is falling down. New ed. London: Secker and Warburg 1981: "about a 25 year-old poverty-stricken student of English literature who, rather than working on his thesis (entitled 'The Structure of Long Sentences in Three Modern English Novels') in the reading room of the British Museum, is time and again distracted from his work and who gets into all kinds of trouble instead" (Wikipedia).

    Till Eulenspiegel und Stetigförderer

    Heute musste ich wieder schmunzeln - ich habe das Zeitschlagwort "Geschichte 27 v. Chr.-476" aus dem Normdatenpool importiert und in einem Warnhinweis folgende "Dubletten" dazu angezeigt bekommen: Till Eulenspiegel, Stetigförderer, Stereotaktische Bestrahlung, Tieropfer (das wird anscheinend immer als Schlagwort-Dublette angezeigt), Paperback, Papier / Restaurierung, Primitive Kunst, Peptidsynthese, Pyromanie, Psychische Belastung. Da stimmen nicht mal Systematiknummer oder übergeordnete Begriffe überein...

    Wednesday, July 23, 2008

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Lori Copeland: Monday Morning Faith. Zondervan 2006
  • J. J. Murray: I'm Your Girl. Kensington 2006
  • Ludima Gus Burton: The Wedding Cake. Avalon 2005 (= Avalon Romance)
  • Candace Havens: Like a Charm. Berkley Pub Group 2008
  • Lynne Sharon Schwartz: The Writing on the Wall: A Novel. B&T 2006
  • Sheila Simonson: Buffalo Bill's Defunct: A Latouche County Mystery. Perseverance Press 2008
  • Curtis Sittenfeld: American Wife. Random House 2008
  • Bibliotheksbestand des Tages

    Jahrgang 1915. Gegen Allgemeine Wehrpflicht, Krieg und Faschismus, für das Recht der Jugend auf Arbeit, Freiheit und Brot (Signatur A 293765). "Geboren im zweiten Jahre des imperialistischen Weltgemetzels, aufgewachsen während die Väter verbluteten, ernährt von Maisbrot und Dörrgemüse, wirst Du, Jugend von 1915, zum Dienst für das Vaterland gerufen" (S.1). Diese vierseitige Zeitschrift ist anscheinend nur einmal, nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht 1936, erschienen. Darin wird nicht die Verweigerung des Wehrdienstes vertreten, sondern zur antifaschistischen Arbeit innerhalb des Heeres aufgerufen: "Darum Rekrut, junger Soldat steht vor dir die Aufgabe, dieses Heer, das die Gewehrläufe auf Kommando der Offiziere gegen die Arbeiterviertel und armen Bauern richtet, für diesen Zweck unbrauchbar zu machen. Deine Aufgabe, im Verein mit den kämpfenden Werktätigen wird es sein, in dieses Heer den antifaschistischen Geist hineinzutragen, um es untauglich zu für die verbrecherischen Pläne der heutigen 'Herren' in Oesterreich, welche unser Land und das Volk in einen neuen, in seinen Folgen und Schrecken unerdenklichen Krieg hineinzerren" (S. 3).

    reading diary

    Last weekend, I took Friday off and went to Styria to hike, find mushrooms, sleep late and read (and to work, but I didn't do that, as I should have expected). I started and read Britta Stengls university novel "Stiftlingen" and I finished Kirsten Dinnall Hoytes "Black marks". I really like novels in an academic setting - I immediately requested some David Lodge novels in the university library. I have already enjoyed the trilogy of "Changing places. A tale of two campuses", "Small world. An academic romance", and "Nice work".
    Besides, last week, I started to re-read or re-browse several books starring librarians (because I currently write an article about "sensible shoes") such as Jo Dereskes "Miss Zukas shelves the evidence", Charlaine Harris' Aurora Teagarden mystery "Last scene alive" and Veronica Stallwoods "Oxford exit". One paragraph in the latter made me smile: "'Brain-dead,' she said to Andrew, when they were sitting in the Crypt for a relaxing end-of-day drink. 'That's how I'm feeling. I'd forgotten the effect that hours of cataloguing have on you. My eyes are focused at a point eighteen inches away and I cannot uncross them. My fingers are stiff from hitting the same small selection of keys. My mind is numb from concentrating on those flickering green words and puzzling over trivial problems such as whether the main entry is or is not in the body" (Veronica Stallwood: Oxford exit. Headline 2005, p. 79). Familiar ring? ;-)
    update: On Monday, while commuting, I read "Okkulte Erlebnisse" by Bianca Beck-Rzikowsky, a report based on personal experience about parapsychological phenomena.

    Tuesday, July 22, 2008

    Picard liest

    Captain Jean-Luc Picard in der Star Trek: TNG-Folge "The perfect mate" ("Eine hoffnungslose Romanze"): "Ich schlafe jede Nacht mit einem alten Buch in der Hand ein".

    Drei Minuten in die Bibliothek

    Vor dem Stift Admont weisen mehrere Hinweistafeln auf die Bibliothek hin, die nach der Generalsanierung nun in neuem Glanze erstrahlt. 70000 Bände wurden abgestaubt und teilweise restauriert. Bis 9. November ist übrigens noch die Ausstellung "Die Bibliothek - Geistreiche Fülle in kostbarer Hülle" zu sehen - da waren einige Bilder bzw. Installationen dabei, die ich gerne für die eigene Bibliothek eingesackt hätte.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Marybeth F. Grimes / Paul W. Grimes: "The Academic Librarian Labor Market and the Role of the Master of Library Science Degree: 1975 through 2005". In: The Journal of Academic Librarianship 34 (2008) 4, S. 332 - 339
  • Marion Moore Hill: Death Books a Return. Pemberley Press 2008 (= Scrappy Librarian Mystery)
  • Li Zhang: "Foreign Language Skills and Academic Library Job Announcements: A Survey and Trends Analysis, 1966–2006". In: The Journal of Academic Librarianship 34 (2008) 4, S. 322 - 331
  • Kristina Lloyd: Split. Black Lace 2008
  • Philip C. Howze: "Search Committee Effectiveness in Determining a Finalist Pool: A Case Study". In: The Journal of Academic Librarianship 34 (2008) 4, S. 340 - 353
  • Monday, July 21, 2008

    Katalogisierungen des Tages

  • Verlag: "Steyrermützl". Gemeint: Steyrermühl - immer diese Frakturschrift ;-)
  • Titel: "Sprichwörtliche Redensarten aus Sage". Sage? Wo ist denn das? Oder Aussage? Untertitel: "Geschichte und Mythologie". Ahja - aus Sage, Geschichte und Mythologie. Wieso letzteres im Untertitel gelandet ist, ist mir unklar - typographisch ist da kein Unterschied.
  • Lesen und Lernen

    Eine Benutzerin, die in unserer Brockhaus-Ausgabe in der Handbibliothek unerwartet fündig wurde, erzählte gerade: "Meine Großmutter hat immer gesagt: Wenn Du ein Buch liest und nicht mindestens drei Nachschlagewerke brauchst, gib es gleich weg, es zahlt sich nicht aus".

    Bücherei in Gaishorn am See

    Was so eine gesperrte Autobahnauffahrt alles bewirkt - ohne diese wären wir sicher nie an der Bücherei Gaishorn vorbeigekommen. Auf der Gemeindewebsite wird über die Neueröffnung des Gemeindeamtes und der Bibliothek im Juni berichtet (inklusive Photo-Galerie, wo auch die Bibliotheksleiterin Brigitte Rainer zu sehen ist). Die Bücherei hat sechzig Quadratmeter, was für einen Ort in Österreich mit 1100 EinwohnerInnen gar nicht schlecht ist.

    Saturday, July 19, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    ...ist der Jahresbericht des Vereines Säuglingsschutz für das Jahr 1906 (Signatur A 49842). Dieser Verein betrieb Milchabgabestellen, eine Säuglingsabteilung und eine Pflegerinnenschule im St. Anna-Kinderspital. Auf dem Plan der "Schutzstelle" des Vereins am Zimmermannplatz in Wien-Alsergrund sind Flaschenwaschraum, Abtropfraum, Milchküche, Sterilisation, Kühlraum, Eiskeller, Milchabgabe und Gesinderaum eingezeichnet (S. 5): "Der Kühlapparat kühlt stündlich 1200 Flaschen von 80° auf 3 bis 4° C. bei einem wöchentlichen Verbrauch von 2 bis 3 Blöcken Eis und 2 bis 3 Kilogramm Salz. Die Flaschenwaschanlage mit motorischem Betrieb wäscht stündlich 2500 bis 3000 Flaschen". Außerdem stand Mutterberatung auf dem Programm: "Unser Verein hat sich von Anfang an die Abhaltung von Vorträgen für Mädchen und Frauen besserer Stände zur Aufgabe gesetzt" (S. 8).
    Bei einer Ausstellung in der Rotunde wurden u.a. folgende Gegenstände gezeigt: "Brutkammer nach Prof. Escherich", "Apparat zur Längenmessung der Säuglinge", "Vorrichtung zur Erwärmung der Windeln" ("nur für lebensschwache Säuglinge notwendig"), "Handtuchhalter mit Abwurfbecken", "Brausesäuglingsbad nach Dr. Shaw" und - mein Favorit - "Baby läutet. Signalapparat nach Prof. Pfaundler. Elektrische Klingel mit Trockenelement. Sobald das Kind sich benäßt, wird die Leitung zwischen den an die Windeln eingelegten Drahtnetzen hergestellt. Es ertönt ein lautes Glockensignal, bis die nassen Windeln entfernt werden" (S. 12). Pawlow'sches Kind...
    Auch die richtige Ausstattung eines Kinderzimmers wird beschrieben. Ferner finden sich Statistiken über die versorgten Kinder (Herkunft nach Bezirk, Alter bei der Aufnahme, ehelich/unehelich, Dauer der Brusternährung, Sterblichkeit/Ernährungsform). Darauf folgen ein Mitgliederverzeichnis und der Rechnungsabschluss. Den Abschluss bildet ein Bericht über das Weihnachtsfest in der Schutzstelle, und da musste ich kurz den Kopf beuteln: "Herrn Hofrat Escherichs Ansprache mahnte die armen Mütter der Freude und Dankbarkeit nicht zu vergessen, und so war es auch ein lohnender Anblick, als die 'Mühseligen und Beladenen' mit glückstrahlenden Augen ihre Gabe aus dem mildtätigen Händen der Prinzessin [Rosa Croy-Sternberg, Anm.] empfingen" (S. 68).

    Friday, July 18, 2008

    5 Jahre Library Mistress

    Heute vor genau fünf Jahren habe ich meinen ersten Eintrag in dieses Weblog geschrieben. Seitdem sind über 2350 Posts dazugekommen (unfassbar, denke ich gerade) - nach Kategorien: 96 acquisitions, 99 archives, 144 books and reading, 55 education, 84 government information, 207 humanities, 777 libraries, 158 miscellanea, 40 museums, 44 my studies, 70 online searching, 42 open access, 474 profession, 71 reading diary, 167 science fiction, 96 social software, 106 weblogs und 131 women (Mehrfachnennungen und ungelabelte Posts möglich).
    Ich möchte das Blog(gen) nicht mehr missen - eigentlich schade, dass ich es nicht schon während meines Bibliotheksstudiums betrieben habe. Wenn mich bei Fortbildungskursen oder Tagungen Leute, die ich noch nie gesehen habe, fragen, ob ich library mistress bin, ist das zwar manchmal schon fast ein wenig gruselig, aber auch erfreulich - bisher standen ja die Fans noch nicht vor meiner Büro- oder Wohnungstür ;-)

    Thursday, July 17, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    Heute ist mir etwas ganz Besonderes untergekommen: "Quo usque tandem!", eine "illustrierte Zeitschrift für das Kriegsgefangenenlager Knockaloe, Isle of Man". Wir haben die Ausgabe von Oktober 1916 im Bestand (Signatur B 64997). In diesem an der Westseite der Insel gelegenen Lager waren während des Ersten Weltkrieges rund 25.000 Personen interniert. Das professionell aussehende Heft umfasst Reflektionen des Lagerlebens, Gedichte, eine Anleitung zum Bau eines gemütlichen Sessels aus einem Strohsack und Holzresten, eine Kritik über eine Aufführung des Lagertheaters, Illustrationen, einen Feuilleton-Teil, Briefe an die Redaktion und (galgen-)humorvolle "Stacheldrahtsplitter" ("Manch einer wünscht sich eine drahtlose Erfindung auf dem Gebiete der Internierungstechnik"; "Die Bayern im Camp behaupten: Ihr koennt uns olle oamal! - und die Preussen: Uns kann keener!").
    Außerdem wird über die Ergebnisse eines Garten- und Gemüsebau-Wettbewerbs berichtet - Kategorien "Anlagen am Lagereingang", "Privatbeete ausserhalb der Comp.", "Blumenbeete", "Gemüse" und "Gartengeräte usw." Auch über sportliche und kulturelle Veranstaltungen kann man nachlesen, und in der Camp-Schule werden verschiedenste Fächer von Esperanto und Dänisch über Stenographie und Maschinenbau bis zu Buchführung und Staatsverfassungen unterrichtet.

    Wednesday, July 16, 2008

    reading diary

    currently read (while doing some research for an article): Kirsten Dinnall Hoyte: Black marks. New York: Akashic Books 2006 ; Gudule: La bibliothécaire. Paris: Hachette Jeunesse 2001

    Nicht zu viel lesen!

    "Das Verhältnis von Jahresleserzahl und Jahresausleihe soll 15 bis 18 Bände betragen. Das heisst: es soll jeder Leser, der während des Jahres Büchereimitglied ware, nicht mehr als die angegebene Bandanzahl lesen dürfen. Die Erfahrung in den Wiener Arbeiterbüchereien hat allerdings gezeigt, dass diese Zahl auch mit äusserster Anstrengung nicht zu erreichen ist, weil die Arbeiterbüchereien eine grosse Zahl von Arbeitslosen als Leser haben, die sehr viel Zeit für ihre Lektüre besitzen und dementsprechend mehr Bücher verlangen. Das Verhältnis in den Arbeiterbüchereien betrug im Jahre 1935 die doppelte Zahl, nämlich 36".

    Ferdinand Wernigg: Büchereiverwaltungslehre, S. 31 [Signatur B 141730]

    Neues Normdaten-Weblog

    Lois Reibach hat ein neues Weblog über Normdaten und kontrolliertes Vokabular gestartet: "Collocate and Disambiguate. Currents in authority control and authority data". - Hinweis aus NGC4LIB.

    Staubige Krankenhausarchive

    Neulich bei "Diagnose Mord", in der Folge "A History of Murder" bzw. "Mord verjährt nicht": Amanda empfiehlt Jesse, für die Ermittlung in einem Mordfall Personalakten im Krankenhausarchiv zu suchen. Er darauf: "Sie meinen die Archive in der 4. Straße? Ich hasse dieses Haus. Es ist dreckig, und es stinkt dort". Er geht dann doch hin und durchsucht Kisten mit einer dicken, dicken Staubschicht. Schließlich wirft die Mörderin einen Kistenstapel auf ihn und er wird unter Akten begraben. Archivpersonal ist weit und breit keines zu sehen.

    Mozart zu Gast in der Bibliothek?

    Von Mozart gibt es eine Anekdote, die mir kürzlich wieder eingefallen ist: Ein Pianist beschwerte sich bei Mozart über eine Stelle mit einer sehr hohen, einer sehr tiefen und einer mittleren Note, die man unmöglich spielen könne, worauf Mozart vorzeigte, wie es geht: Die mittlere Taste musste man einfach mit der Nase anspielen... Daran muss ich immer denken, wenn ich das Rollo bei mir im Büro herunterlassen will. Wir haben nämlich meterhohe Schiebefenster, wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt, und das linke bleibt nie dort, wo man es hinschiebt, sondern rattert immer ganz hinauf. Für das Herunterziehen des Rollos nimmt man aber besser beide Hände, und so empfahl meine Kollegin, einfach den Fenstergriff mit dem Kinn festzuhalten - das funktioniert, ich hab's getestet ;-) Von oben bekommt man als Normalgroße das Fenster nämlich nur mittels Sessel und Regenschirmgriff wieder herunter.

    Tuesday, July 15, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    Ich bearbeite gerade die Jahresberichte des Wiener Vereines "Central-Bibliothek" (Signatur A 46748), die von 1897 bis 1923 in einem ungebundenen Konvolut vorliegen *hatschi* . Das erste Heft, Bericht über die Jahre 1897 bis 1899, ist mit einer Stempelmarke von dreißig Hellern versehen. Darin heißt es: "Die Central-Bibliothek wird allgemein als ein wichtiges und wertvolles Institut anerkannt und die Bevölkerung gewährt dementsprechend bedeutende Beisteuern".
    Der Bericht von 1899 spricht etwas an, was uns heute auch bekannt vorkommt, zumindest der erste Teil: "die Commune [entzog] den Volksbibliotheken die Subvention", aber "gerade unter dem Eindruck dieser Massregel hat sich die Bürgerschaft aufgerafft und zeigt sich entschlossen, dies culturelle Werk, dessen Bedeutung in den bildungsbedürftigen Kreisen der Bevölkerung voll anerkannt wird, kraftvoll zu fördern".
    Im Bericht über 1900 steht: "Die Bedeutung der Volksbibliotheken brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht neuerdings hervorzuheben. Ein grosser Teil unserer städtischen Bevölkerung ergänzt und erweitert in diesen Anstalten sein Wissen, unsere bildungsbedürftigen Mitbürger holen sich dort reiche Anregung, sie anerkennen den Segen der Bibliotheken freudig und tragen nach Kräften bei, diese Anstalten zu erhalten und zu bereichern. Inmitten erbitterter Kämpfe wurde hier in voller Ruhe ein Culturwerk geschaffen, welches die Beachtung aller jener verdient, die noch Sinn für positive Arbeit bewahrt haben".

    Auch die MitarbeiterInnen werden erwähnt: z.B. Anna Schwabe ("half uns im Jahre 1903 bei der Anlage des neuen Katalogs") und Dr. Isidor Himmelbaur, der "die Generalrevision aller Filialen sowie die Klageführung gegen unordentliche Leser übernahm". U.a. von 1903 und von 1904 gibt es Gesamtübersichten, die ich hierzusammenführe (nicht alle sind in beiden Jahren):

  • Die Beamten der Zentralbibliothek: Frl. Betti Fendrich ("Verkehr mit Filialen und Abgabestationen"), Frl. Anna Kappermann (Parteienverkehr), Frl. Rosa Kappermann ("Arbeiten des Bibliothekars in der Zentrale im Einvernehmen mit dem Referenten", Buchführung), Frl. Therese Kappermann (Parteienverkehr), Fr. Fauni Kotrch, Fr. Frida Laube, Fr. Fanni Nowack, Helene Reitermaier, Fr. Paula Rotter, Samek Josefine.
  • Die Beamten der Filialen: Frl. Leopoldine Aichberger, Frl. Karoline Altmutter, Frl. Johanna Altmutter, Frl. Anna Berolja, Frl. Paula Brody, Thomas Danner (1903 Frl. T. Danner!?), Frl. Marie Dokulil, Frl. Anna Fuchs, Frl. Marie Gabat, Frau Anna Gross, Frl. Paula Kagerhuber, Klara Katzler (1903 Frl. A. Katzler!?), Frl. Anna Kleinitzer, Frl. Antonie Kleinitzer, Josefine Krause, Frl. R. Menschik, Frl. Anna Müller, Frau Emilie Neumann, Frl. G. Neumann, Grete Parisis, Anna Prager, Frl. L. Redlich, Frl. Hermine Ripper, Alma Rodler, Frl. Marie Winter, Frl. Auguste Wünsch.
  • Die Diener der Zentralbibliothek: Hr. Alexander Dangl, Hr. J. Jerzabek, Frau Marie Jerzabek, Anna Krause.

  • 1904 heißt es dann noch: "Die Gehalte der Beamten wurden im Jahre 1904 auf Grund der bewilligten Kommunalsubvention erhöht. Die Beamten beziehen außer einem festen Gehalt eine Tantieme von den Einnahmen, ferner eine Zulage für den jährlichen Urlaub und ein Weihnachtsgeschenk, die Zentrale begleicht die Gebühren für die Krankenkasse, die Bediensteten erhalten im Falle der Erkrankung eine Vertretung. Die weiblichen Oberbeamten sowie die Hilfskräfte besorgen ihr Amt sowie die Kasse gewissenhaft und eifrig. Die Frauen eignen sich unseren Erfahrungen gemäß für diesen Beruf ausgezeichnet". Und 1917: "Es hat sich, wie schon so oft, neuerlich gezeigt, daß das Gedeihen der Filialen zu großem Teil von der Persönlichkeit der Filialleiterinnen und ihrer Tüchtigkeit abhängt, und der Vorstand hat daher bei der Neuregulierung der Gehalte hierauf besonders Bedacht genommen".

    Unter den Kuratoren, Revisoren und Vorstandsmitgliedern der Zentral-Bibliothek ist übrigens viele Jahre keine einzige Frau zu finden. Ab 1912 entdecke ich durchaus bekannte Namen im "Bibliothekskomitee für den wissenschaftlichen Katalog": Dr. Elise Richter und Helene Richter; mit dem Musik-Katalog beschäftigt sich u.a. Dr. Elsa Bienenfeld.

    Monday, July 14, 2008

    Stadt / Land: Zweierlei Maß

    Kürzlich habe ich einer Freundin kopfschüttelnd erzählt, dass es so viele FH-Absolventinnen gibt, die laut eigener Aussage am liebsten bei ihren Eltern wohnen bleiben und direkt in ihrem Heimatort oder maximal im ca. fünf Kilometer entfernten Eisenstadt arbeiten wollen, auch wenn der Job, den sie dort kriegen, nichts mit ihrer Ausbildung zu tun hat. Motto: nur ja nicht in die Wienerstadt! Später ist mir aufgefallen, dass ich da eigentlich mit zweierlei Maß messe - denn gerade ich möchte ja eigentlich wirklich gerne am Land arbeiten, und zwar nicht in der mittelgroßen Stadt, sondern wirklich am Land. Was diese Pendlerei von hunderttausenden Menschen für eine Zeit- und Ressourcenverschwendung ist! Wenn man diese Zeit einsparen und nur ein Viertel davon für ehrenamtliche Arbeit im eigenen Wohnort verwenden könnte - für die kleine öffentliche Bücherei, für die Nachbarschaftshilfe, für die Integrationsaktivitäten der Pfarre! Oder einfach länger schlafen, weil - wer schläft, sündigt nicht ;-)
    Gut, ich möchte wirklich nicht mehr bei meinen Eltern wohnen, weil mein Auszug wesentlich zu unserem sehr guten Verhältnis beigetragen hat ;-) Mein Problem liegt darin, dass ich wahrscheinlich nicht so bald eine meiner Qualifikation entsprechende Stelle am Land finde (es will einfach niemand die "Bucklige Welt-Bibliothek" für mich gründen; so gesehen hatte die NÖN-Hacklerei schon was Gutes...); was man am Land braucht, kann ich dafür nicht. Mein seit längerem gehegter Wunsch, Forstwirtschaft zu studieren, kommt, denke ich mittlerweile, nicht nur von einer Überdosis "Forsthaus Falkenau"... Ich gebe zu, das eine Zeitlang wirklich sehr gerne geschaut zu haben - man hat immer ein wenig Lerneffekt über Landwirtschaft, Tier- und Pflanzenwelt, und die Probleme werden immer durch Reden gelöst - letzteres habe ich vor Jahren kurze Zeit auch an der "Himmlischen Familie" geschätzt, bis ich die Ami-Holzhammer-Moralkeule beim besten Willen nicht mehr ausgehalten habe. Aus dem Studium wird aber mangels berufsbegleitendem Angebot wahrscheinlich nix, wenn ich nicht einen Lottogewinn mache, und das wird schwierig, weil ich nicht Lotto spiele ;-) Also wird's auch nix mit dem Designen von Waldlehrpfaden für Naturparks und dem Forstjournalismus...
    Ich lese auch immer wieder gerne Jessamyn Wests Blogeinträge über ihre Arbeit in "rural Vermont". Dennoch sehe ich einen Unterschied zu den erwähnten 21jährigen: Ich kenne es auch anders. Ich fürchte mich nicht vor der großen Stadt, weil ich ihre Vorteile jeden Tag sehe (ich habe mich zum Beispiel recht schnell dran gewöhnt, dass die Öffis alle zehn Minuten und nicht alle zwei Stunden fahren...). Auf der anderen Seite bin ich von den WienerInnen genervt, die alle von außerhalb für (geistige, nicht geographische) Provinzler halten und sie als "aus den Bundesländern" bezeichnen, als wäre Wien kein Bundesland, und die ihr Orientierungsvermögen aus Prinzip an der Wien-Ende-Ortstafel abgeben (sind eh nicht alle, das will ich wirklich nicht behaupten). Ich stimme auch der Ansicht, am Land und in der Kleinstadt sei "alles so eng", nicht (ganz) zu - da muss man sich eben selbst die Weite schaffen, die wahren Abenteuer sind schließlich im Kopf...

    Sunday, July 13, 2008

    Bei uns gewinnen immer die Gäste

    Rumänien - bei uns gewinnen immer die Gäste

    Mir hat gefallen, wie verschiedene Organisationen und Firmen, die keine offiziellen Sponsoren waren, während der Euro das Thema "Fußball" auf ihren Plakaten und in ihren Produkten aufgegriffen haben. Ich erinnere an den Ströck-Schokoschiri und die Radatz-Cordobaplatte (von beiden habe ich leider kein Bild). Ich fand auch witzig, dass in Wien sowohl die ÖVP als auch die SPÖ mit manchmal mehr, manchmal weniger gelungenen Fußball-Slogans warben. Ich habe versucht, viele dieser Plakate zu dokumentieren - die Photos gibt's in meinem Flickr-Set "Football ads, Vienna 2008" zu sehen.

    Friday, July 11, 2008

    Dupré: obsession with librarians' stereotypes is the problem

    "Obsession with image and internalization of negative stereotypical images have caused librarians to doubt the worthiness of the profession as a whole. It's not the stereotype that's the problem, it's the obsession with the stereotype".

    Deirdre Dupré: "The Perception of Image and Status in the Library Profession". In: New Breed Librarian 1 (2001) 4, S.

    "battalions of people in sensible shoes"

    "if you've ever attended an ALA meeting in Chicago, San Francisco, or New York, you know what I'm talking about — battalions of people in sensible shoes marching ten wide down the sidewalk, toting Baker & Taylor bags full of vendor souvenirs".

    Aus: Steven L. Hensen: "Revisiting Mary Jane, or, Dear Cat: Being Archival in the 21st Century". In: American Archivist 65 (2002) 2, S. 168 – 175

    Thursday, July 10, 2008

    reading diary

  • currently read: Kai Brodersen (ed.): Asterix und seine Zeit. Die große Welt des kleinen Galliers. München: Beck 2001
  • recently finished: Joan Sargent: Kitsy Babcock. Düsseldorf: Dörner 1960 ; Lilian Peake: The library tree. London: Mills & Boons 1980
  • Geschmack an den sonderbaren Titeln

    "Beim Antiquariatsbuchhändler sowie in öffentlichen Bibliotheken kann man nicht selten Männer beobachten, die mit größtem Eifer beflissen sind, nach möglichst alten, seltenen oder seltsamen Büchern zu stöbern. 'Bücherwürmer', 'Bücherratten', 'Büchernarren', 'Flibustiers' und andere Ehrentitel sind es, womit sie belegt werden, je nach der Art und dem Zwecke ihrer Neigungen. Der Eine sucht alte Bücher, um sie an andere Liebhaber solcher mit Gewinn weiter zu verkaufen; der Andere, um aus den alten Scharteken neue 'Werke' zu machen; ein Dritter benutzt sie gewissenhaft nur als 'Quellen' für seine literarischen Darstellungen; ein Vierter liebt die alten Bilder und Initialen in den antiquarischen Werken; ein Fünfter findet Geschmack an den sonderbaren Titeln, welche die alten Bücher oft führen. Der gewöhnliche Händler mit dergleichen macht es sich leicht, er stellt seine Schätze gesichtet und gesondert in Reihe und Glied und läßt den 'Bücherwurm' wählen nach Herzenslust, aber den Bedienern öffentlicher Bibliotheken sind die Antiquare oft wahre Quälgeister, indem sie sie immer und wieder nach den Repositorien hetzen, um ihr Begier zu befriedigen. Es giebt auch Fälle, in denen die Leidenschaft solcher Freunde alter seltsamer oder kostbarer Buchwerke so groß ist, daß sie solche, oder gewisse Bestandtheile daraus, Titelblätter etc. stehlen"

    Quelle: N.N.: "Zu unseren Bildern". In: Ost und West. Illustrirtes Familienblatt 6 (1888) 4, S. 109 [Signatur C 117176]

    Zeitschrift des Tages: passend zum Sommer ;-)

    Eisenberger Schweißnachrichten. Technisch-wissenschaftliche Zeitschrift der Oerlikon-Elektrodenfabrik Eisenberg GmbH. Erscheinungsverlauf: 1.1955 - 6.1960. Nachfolge: "Oerlikon-Schweißmitteilungen". ZDB-Nummer: 163669-8.

    Tuesday, July 08, 2008

    Katalogisat des Tages

    "Jahresbericht des miederösterreichischen Sängerbundes" (A 30832). Da wird das mit dem Resonanzraum wohl nix... Aber jetzt weiß ich immerhin, woher der Ausdruck "gepresste Stimme" kommt.

    Monday, July 07, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    ...ist heute Kulinarisches rund um den Erdapfel, die Kartoffel, die Bramburi, Solanum tuberosum, Krumpirn, Pommes de terre und wie man noch sagt. Diesmal ausnahmsweise inklusive Zeitschriften, die die Wienbibliothek nicht hat, aber die haben mir so gut gefallen.

    Oesterreichische Zeitschrift für Kartoffelbau. Organ des Kartoffelfachausschusses der landwirtschaftlichen Bundes-Versuchsanstalten in Wien. Wien: 1927 - 1931. ZDB-Nummer: 2343905-1

    Bericht über die Anbauversuche der Deutschen Kartoffel-Kultur-Station im Jahre... Berlin 1888(1889) - 1916(1917). ZDB-Nummer: 2238541-1

    Kartoffelbau. Die Fachzeitschrift für den Kartoffelanbauer. Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA) ; Förderungsgemeinschaft der Kartoffelwirtschaft ; KTBL-Versuchsstation Dethlingen und Verband der Kartoffel-Lager-Abpack- und Schälbetriebe e.V. (KLAS). Gelsenkirchen-Buer: Mann 1950 -. ISSN: 0022-9156. ZDB-Nummer 500563-2

    Die Häufigsten an der Kartoffel vorkommenden Blattlausarten in farbiger Darstellung. Braunschweig und Berlin: Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft 1954 - 1965. ZDB-Nummer 583572-0

    Werner, Hugo: Der Kartoffelbau nach seinem jetztigen rationellen Standpunkte. 7., neubearb. Aufl., hrsg. von C. v. Eckenbrecher. Berlin: P. Parey 1917 (= Thaer-Bibliothek 28) [Signatur A 117928]

    Glock, Heinrich: Die Kartoffellagerung in Städten. Ein Ratgeber für Nicht-Landwirte. Hannover: M. & H. Schager 1916 [Signatur A 63099]

    Lautenbach, Wilhelm: Die Kartoffeltrocknung im Kriege. Berlin: Verlag der Beiträge zur Kriegswirtschaft 1919 (= Beiträge zur Kriegswirtschaft 54/55) [Signatur A 65151]

    Malfatti von Monteregio, Johann: Berichte über die zweijährigen günstigen Versuche zur Ergründung und Beseitigung der Kartoffel-Krankheit, wie sie auf der Villa Malfatti bei Hietzing gemacht wurden. Wien: C. Gerold 1853 [Signatur A 190613]

    Tragau, Karl: Die Kartoffel und ihre Kultur (= Sammlung gemeinnütziger Vorträge, hrsg. vom Deutschen Vereine zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag, 97) [Signatur A 32775]

    Franck, Martha: Die Kartoffel in der deutschen Volkswirtschaft. Berlin: A. Pulvermacher 1918 [Signatur A 66330]

    Mein Favorit: Der Text "Kartoffeln in der Schale" von Heinrich Clauren wurde zweimal katalogisiert - einmal davon als "Kartoffeln in der Schule" [Signatur A 29213]. Was lernen sie da? Vielleicht Augen machen. Oder es ist eine Kartoffelschule, analog zur Baumschule.
    Wer auf den Geschmack gekommen ist, wird auch im Open Access-Repositorium "Organic Eprints", bei der AMA, in der Bio-Saatgutdatenbank und der Beschreibenden Sortenliste fündig. Zum Thema "couch potato" gibt es allerhand auf Flickr. Auch nett: das Thüringer Kloßmuseum.

    Thursday, July 03, 2008

    Neuerwerbung

    Joan Sargent: Kitsy Babcock. Düsseldorf: Dörner 1960 (Im Original Kitsy Babcock, Library Assistant)

    Es ist mir nun gelungen, schon die zweite der "librarian career romances", die Jen Wolfe auf ihrer Website anführt, zu erwerben. Ich habe früher schon einmal danach gesucht, aber damals bei Amazon, Abebooks und ZVAB nichts gefunden. Nun habe ich "The Library Tree" und eben "Kitsy Babcock", und letzteres zu meiner Überraschung in einer deutschen Übersetzung. Wolfe schreibt über dieses Genre: "The 'career romance' or 'career girl novel' that appeared during the 1940s through the 1960s, as women entered the workplace in increasing numbers. Publishers of juvenile fiction sought to exploit this demographic trend with books featuring accomplished and attractive young women simultaneously pursuing their professional and romantic goals". Auf ihrer Website, die leider mittlerweile nur mehr im Internet Archive abzufragen ist und anscheinend durch das Weblog "The loveliest librarian" ersetzt wurde, verzeichnet sie "23 examples of the latter, often written by librarian authors, and starring heroines (sorry man librarians - you're left out in the cold as usual) who find love amidst the glamour of card catalogs, microfilm readers, and bookmobiles. Like many teen novels from this period, library career romances tend to have nearly identical bildungsroman plots (girl wants city job, gets stuck with country job, grows to appreciate small-town American values), give or take the occasional mystery storyline (girl hones information-seeking skills on the reference desk, tracks down kidnap victim, donates reward money to the city for library improvements)". Da hab ich ja noch was vor mir.

    Wednesday, July 02, 2008

    Provenienzforschung an der Meduni-Bibliothek

    Im Standard von heute ist ein großer Artikel über die Provenienzforschung und Restitution an der Universitätsbibliothek der Medizinischen Universität Wien erschienen: siehe "Autopsie am Bibliotheksregal" von Karin Krichmayr.

    Tuesday, July 01, 2008

    Neuerwerbung

    Lilian Peake: The library tree. London: Mills & Boons 1980 (=Mills & Boons Classics)

    pictures of pretzels on stamps

    Beim Katalogisieren der Zeitschrift "Die Briefmarke" des Verbands österreichischer Philatelistenvereine (Signatur B 188846) bin ich auf die Website askphil gestoßen und habe dort diesen netten Absatz gefunden: "One person collected pictures of pretzels on stamps in addition to saving stamps of his own country. He was very proud to have every stamp ever issued that showed a pretzel. There were three of them in the entire world. It took him a lot of work to find those three but no one ever doubted that he had a complete collection".

    Monday, June 30, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages...

    ...ist heute der "Pfarrerbrief der Vereinigung österreichischer Industrieller" (Signatur B 147257). Als ich diesen Datensatz im Katalog entdeckt habe, habe ich einmal gestutzt. Jetzt hab ich mir die Zeitschrift ausheben lassen, um die Inhaltserschließung zu ergänzen, und es ist tatsächlich das, wonach es klingt. So heißt es in der Ausgabe vom Dezember 1957: "Die vielen ermunternden und zustimmenden Zuschriften aus Ihrem Kreise beweisen uns, daß der richtige Weg beschritten wurde, auch wenn die Herausgabe eines wirtschaftspolitischen Informationsbriefes für Seelsorger anfänglich ein Wagnis gewesen sein mochte". - Behandelt werden u.a. Themen wie "Ist Werbung 'Konsumterror'?", "Der Arbeiter als Unternehmer", "Unaufhaltsamer Kollektivismus?" und "Sozialisten glauben nur an den Apparat". Wir haben die Ausgaben aus den Jahren 1957 bis 1959.

    Die Seuche der Comic-Hefte

    "Ja, wie eine Seuche haben sich diese grellen Bilderhefte innerhalb einiger Jahre verbreitet. In anscheinend harmloser Form begann es. Es war die durch den Film schon so beliebt gewordene 'Mickymaus', die das Herz der Kinder - und oft auch die Geldtasche der Eltern (denn diese Hefte sind nicht billig!) - eroberte. Wir Erzieher wollen offen gestehen: Wenn es nur die Mickymaus-Hefte gewesen wären, hätten wir zwar gesagt: Schade, daß die Kinder um so viel Geld so wenig Nutzen haben (denn der groteske Humor ist auch nicht kindgerecht!), doch darüber hinaus hätten wir uns kaum aufgeregt. Nun aber leitet dieses Bilderhaschen auch im anscheinend harmlosen Heft eine Gewohnheit ein, die nach immer grelleren Farben, nach immer kürzeren Sätzen, nach immer gröberer Kost verlangt. Und so steigt die Gefahr... (...) Die Wirkung der Comic-Hefte und unserer Schundliteratur ist weniger - wie man allgemein annimmt - an der Jugendkriminalität zu messen (wenngleich manche Familie ohne Schundheft und Film nicht ins Unglück kommen würde!). Kriminell werden meist nur Menschen, bei denen die Anlage, die Umgebung und äußere Einflüsse zusammenwirken. Bei allen Kindern aber werden die schlechten Eigenschaften durch die schlechten Einflüsse gestärkt, ihre Phantasie wird abgestumpft, sie werden geistig träge, ihr Wille wird nach falschen Vorbildern gerichtet. Entscheidend aber ist, daß die guten Anlagen im Menschen, die Liebe zum Schönen, Guten und Wahren, unterdrückt werden, daß sie auch die Freude an wertvoller Lektüre verlieren und so nie die helfenden Kräfte des guten Wortes verspüren können".

    Richard Bamberger: Dein Kind und seine Bücher. Von guten und schlechten Büchern für unsere Kinder. Jugend & Volk 1957, S. 11

    BibliothekarInnen als Standesbeamte

    Im Profil vom 22. Juni war zu lesen, dass aufgrund der endgültigen Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in Kalifornien ein großer Ansturm an Braut- und Bräutigamspaaren erwartet wird und dass daher Bibliothekarinnen und Feuerwehrmänner in Schnellkursen zu Standesbeamten ausgebildet werden. Eine gute Sache! Interessant aber, dass gerade das Profil - gerade bei diesem Artikel - an stereotypen Zuschreibungen von Berufen zu Geschlechtern festhält: Bibliothekarinnen und Feuerwehrmänner.

    Taschendiebstahl versus Tasche / Diebstahl

    Was es alles gibt: Das Schlagwort "Taschendiebstahl" wird "benutzt für den Diebstahl aus Taschen. Für den Diebstahl von Taschen verknüpfe Tasche oder engeres SW mit Diebstahl".

    Volkshochschule als Teilmenge der Neuen Medien

    Mir ist aufgefallen, dass das Schlagwort Volkshochschule zweimal in unserem Katalog vorhanden war. Als ich beide Datensätze mal genauer unter die Lupe genommen habe, habe ich entdeckt, dass Volkshochschule einmal als "zusammenfassende Bezeichnung für die Teilmenge der Neuen Medien, die digital, interaktiv und im Online-Betrieb genutzt werden (z.B. Internet, Online-Dienste, Mailboxen, Video on demand u.ä.)" definiert wurde. Ein Check im Verbundkatalog ergab das Schlagwort zur Definition: Online-Medien. Anscheinend hat da irgendetwas beim Import der Normdaten nicht hingehauen.

    Sunday, June 29, 2008

    Neuerwerbungen

    Neuerwerbungen beim Bücherflohmarkt der SPÖ Floridsdorf zugunsten der Gruft, einer Einrichtung der Caritas für Obdachlose.

  • Hellmuth Lange: Blumen wachsen im Himmel. Ein klassischer Science Fiction-Roman. Heyne 1976 (gestempelt mit "Leihbücherei Christa Hradsky, 1100 Wien, Knöllgasse 44, Tel. 64 12 31")
  • Robert Silverberg (Hrsg.): Die Mörder Mohammeds. Zeitreise-Stories. 2. Aufl. Heyne 1973
  • Isaac Asimov: Die nackte Sonne. Science Fiction-Roman. Heyne 1976
  • William Shakespeare: Wintermärchen. Nachdichtung und Spielfassung von Manfred Vogel. Wien: Jugend & Volk 1970
  • Friday, June 27, 2008

    "diese schrulligen Typen"

    "gibt es in der ÖNB noch diese schrulligen typen (ein bisschenlangsam im denken, schmudeliges äusseres ...) , die in der privatwirtschaft ansonsten nicht vorkommen?" - aus einem Kommentar zu einem Interview mit Johanna Rachinger im Standard.

    Verbot zum Quadrat

    "Dieses Material und seine Inhalte sind geistiges Eigentum der stadt wien marketing und prater service gmbh (STWM). Kein Teil dieses Materials darf ohne vorheriger schriftlicher Genehmigung der STWM verwendet werden (in welcher Form auch immer). Es ist strengstens verboten, dieses Material ohne die schriftliche Genehmigung der STWM zu vervielfältigen, vermieten, verkaufen, öffentlich darzustellen, senden, verteilen, auszustellen, übertragen oder in anderer Weise zu verwenden". Was ist "dieses Material" - die Formel für das Heilmittel gegen Krebs, die noch nicht patentiert ist? Der endgültige, unwiderlegbare Beweis für die Existenz von Außerirdischen? Nein, die Haus- und Platzordnung für die Wiener Fanzone. Ich hoffe, ich kriege jetzt keine Probleme, weil ich diesen Vermerk veröffentlicht habe.

    Professorin-Titel für Bibliothekarin

    Bundesministerin Claudia Schmied hat gestern den Berufstitel "Professorin" für "langjährige außerordentliche Verdienste um Bildung, Wissenschaft und Kultur" an die Bibliothekarin Geneviève Geffray verliehen: "Die französische Sprachwissenschafterin Geneviève Geffray kam nach dem Studium an der Universität Paris-Nanterre und einer ersten beruflichen Stellung als Produktionsassistentin für klassische Musik einer Münchener Schallplattenfirma 1973 nach Salzburg, wo sie seither als Chef-Bibliothekarin [den Ausdruck habe ich im Bibliothekswesen auch noch nie gehört] die Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum leitet". - Quelle: APA OTS.

    Auf Drehpunkt Kultur ist ein Portrait von Geffray nachzulesen, das 2007 anlässlich der Verleihung des "Ordre des Arts et des Lettres" geschrieben wurde: "Die Bibliotheca Mozartiana der Internationalen Stiftung Mozarteum war 1973 noch eine Leih- und keine wissenschaftliche Bibliothek. Reine Bibliotheksarbeit stand denn zunächst auch auf der Tagesordnung der neuen Bibliothekarin. Dazu kam für gut zwölf Jahre die Mitbetreuung der damals jährlich wechselnden Ausstellungen in Mozarts Geburtshaus. (...) Als Bibliothekarin der Internationalen Stiftung Mozarteum ist Geneviève Geffray auch für die unschätzbare Sammlung von Mozart-Handschriften verantwortlich". - Siehe auch Landeskorrespondenz vom 10. Juli 2007. Geffray hat anscheinend auch einen Auftritt in Kurt Palms Mozart-Film "Der Wadenmesser".

    Thursday, June 26, 2008

    Bücherei-Ecke in der Meinl-Kaffeewelt

    Heute habe ich die Meinl Kaffeewelt zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum besucht. Das war wirklich eine gute Idee, mit der der "Erfinder" Franz X. Brunner sicher zuerst ungläubige Blicke und "bist deppat, des geht nie, waunn då jeder kammat"-Kommentare geerntet hat. Man hat wirklich eine schöne Aussicht. Die Preise lassen zwar auch auf einen Euro-Zuschlag schließen, aber Kaffee und Mehlspeise waren, wie zu erwarten war, sehr gut. Der Kellner war ausgesprochen freundlich, kann daher eigentlich kein Wiener gewesen sein ;-) Hat uns auf die Sturmwarnung hingewiesen und uns einen Vorschlag für ein überdachtes Alternativprogramm gemacht, falls es noch während unseres Besuches zu regnen und zu stürmen beginnen sollte. Helmut Gansterer hat im Profil vorgeschlagen, das Bauwerk auch nach der Euro beizubehalten. Ich stimme ihm zu, auch die Ringstraße als Fußgängerzone bzw. zumindest ohne Autoverkehr wäre als Dauerlösung wünschenswert. Schließlich kommt man auf dem derzeit als Fanzone gewidmeten Abschnitt von einer baulichen Sehenswürdigkeit zur anderen: von der Hofburg über das Burgtheater bis zur Universität. Schön wäre auch, entlang dieser Zone Standeln mit österreichischen Spezialitäten aufzustellen. Glaube aber nicht, dass man das politisch durchbringt - die Wiener Grünen versuchen es jedenfalls gerade.
    Die Leseecke der Büchereien Wien (siehe Post vom 4. Juni) hab ich natürlich auch besucht:

    Noch ein paar vermischte Bemerkungen zur Euro: Sooo schlecht ist Carlsberg auch wieder nicht, aber in einem Bierland wie Österreich schmerzt es schon, wenn man dänisches Leichtbier ausschenken muss. In einer Zeitung fiel sogar das Urteil "Kaltgetränk ohne erkennbaren Geschmack". Ich glaube nicht, dass Carlsberg bei uns den Marktanteil nach der Euro erhöhen kann. - Ich bin offensichtlich ein Unglücksengel, denn alle Mannschaften, zu denen ich gehalten habe, sind ausgeschieden: Rumänien, Kroatien, Italien, Schweden, Russland... - Als gebürtige und gelernte Österreicherin fällt es mir etwas schwer, für Deutschland zu sein, aber, wie eine Freundin und ich festgestellt haben, hat der spielerische Erfolg unserer Lieblingsnachbarn den angenehmen Nebeneffekt, dass uns - hach - der überaus erfreuliche Anblick des deutschen Teamchefs noch etwas länger erhalten bleibt ;-)

    Is Personal Blogging Fast-Fading?

    ...fragt Rob Peters in Alternet: "Gone are the days when 'I already read that on your blog' was a common conversation killer. So what's happened?"

    Senate House Library vor dem Aus?

    Leslie Crang, den ich als Autor des Weblogs librarytwopointzero kenne, hat ein Weblog namens Save Senate House gestartet, in dem die mögliche Schließung der Senate House Library der University of London: "My reasons for starting this blog is not to save my own job (well maybe slightly), but to give a view point and to stop the closure of a fantastic academic resource, which has many students, researchers and writers coming there". Das Higher Education Funding Council for England hat nämlich den "review of special funding for research libraries" verfasst und darin das Budget von Senate House drastisch gekürzt, weil die Bibliothek nicht ausreichend von Nicht-Londonern verwendet werde.

    Tuesday, June 24, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    Neu-Wien im Jahre Zweitausend. Eine Vision. Leipzig: Literarische Anstalt August Schulze 1891 (in Wien gedruckt, anonym erschienen, der Website von Ivo Gloss zufolge von Eduard Loewenthal, einem Friedensaktivisten und Freidenker). Signatur A 7248. Zitat:

    Mit Ernst und Würde
    Doch baar besond'rer Zierde,
    Präsentiret sich die Universität.
    Sie will von Innen nur heraus erglänzen,
    Und der Welt credenzen,
    Worin die höchste Wissenschaft besteht. (...)

    In den Hörsälen der Professoren
    Gibt's kein Lärmen, kein Rumoren,
    Und doch gibt es hier nicht einen leeren Sitz!
    Stolpert g'rad' der Vortrag,
    Wird widerkäut auch das vom Vortag,
    Verstummet doch ein jeder Witz. (...)

    Zu des Geistes Erfrischung
    Dient hier nur die Arbeits-Mischung,
    Und vornehmer Sport.
    Willst Du bei Tag, bei Nacht durchgehen
    Bibliotheken und Museen,
    Du findest sicher die Studenten dort.

    Lesen und Studiren,
    Seh'n und Memoriren,
    Präparate, Apparate
    Alles dieses ja erweitert
    Den Gesichtsblick und erheitert
    Den künft'gen Doctor wie Abbate.

    "Haus der Weisheit" in Dubai

    Muhammad Bin Raschid al-Maktum, Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, will in die Wüste von Dubai eine neue Stadt bauen lassen. Darin soll sich neben dem Haus der Menschlichkeit mit gemeinnützigen Einrichtungen, dem Haus des Handels und dem Haus der Natur auch ein "Haus der Weisheit" befinden, das "Übersetzungseinrichtungen, eine große Bibliothek, einen Garten des Wissens, internationale Universitäten, Hochschulen für Geschichte und Naturwissenschaften und eine Moschee sowie Büros etlicher internationaler akademischer Einrichtungen" umfassen soll.- Quelle: APA OTS vom 23. Juni 2008.

    Monday, June 23, 2008

    Ich und die Zeitschriften. Statusbericht

    Heute habe ich die Karteikarten, die ich im Depot überprüfen muss, in fünf Stapel geteilt:
  • einzelne Bände sind nicht im Katalog aufgenommen - das ist reine Katalogisierungs-Nacharbeit
  • im Katalog sind gar keine Bände angeführt, es gibt keine Bestellmöglichkeit (das kommt häufig bei dünnen Zeitschriften vor, die nur sehr selten erschienen sind, sodass es sich bisher nicht ausgezahlt hat, sie binden zu lassen - es werden aber nur Bände in den Katalog aufgenommen)
  • es gibt Dubletten - entweder laufen verschiedene Hefte derselben Zeitschrift unter verschiedenen Signaturen (Rekord: vier Signaturen) oder dieselbe Signatur wurde zweimal für unterschiedliche Zeitschriften vergeben
  • Sonderhefte sind zwar auf den Karteikarten, nicht aber im Katalog vermerkt. Diese gehören angeführt (dazu muss ich nachschauen, wo sie dann wirklich beigebunden wurden) und sacherschlossen bzw. mit dem Haupteintrag verknüpft.
  • Zeitschriften sind nur auf den Karten und nicht im OPAC zu finden.

  • Heute habe ich übrigens einen Datensatz gefunden, der nur aus einer Signatur besteht... (für größeres Bild einfach klicken)

    Friday, June 20, 2008

    Bestand des Tages

    Neulerchenfeld. Daguerrotypirt von einem frohsinnigen Wiener zum Besten der Kinderbewahranstalt daselbst. - Wien : A. Pichler's Witwe, 1854

    Thursday, June 19, 2008

    "schwere Polizey-Uebertretung"

    "Der Mißbrauch der Presse durch Verbreitung unzüchtiger Schriften oder Dar­stellungen, oder zu andern gröblichen Angriffen auf die Sittlichkeit ist als schwere Polizey-Uebertretung mit Arrest von drey Tagen bis zu Einem, nach Umständen bis zu drey Monathen zu bestrafen" (Preßgesetz 1848, § 22). Passt zu unserer Kribibi-Tagung im November.

    Neuerwerbungen

    Frisch vom Bücherflohmarkt in der Bücherei Erdbergstraße sind folgende Werke in meine Sammlung geflattert:
  • Michele Weldon: Writing to save your life. How to honor your story through journaling. Center City: Hazelden 2001
  • Anne Lamott: bird by bird. Some instructions on writing and life. New York: Anchor Books 1995
  • Bruce Sterling (Hrsg.): Spiegelschatten. Die große Cyberpunk-Anthologie. Heyne 1988
  • Arthur C. Clarke: Der Hammer Gottes. Heyne 2000
  • H.D. Klein: Googolplex. 2. Aufl. Heyne 2006
  • Da haben BibliothekarInnen gefehlt - oder gefehlt

    Im EM-Blog der Sportredaktion der Kleinen Zeitung schreibt Thomas Plauder über eine Fehlleistung des Schweizer Fernsehens: "Wer die Teletextseite 777 wählte, bekam bei den Hymnen, am unteren Rand des Bildschirms, die Texte geliefert. Karaoke für Eidgenossen quasi. Bei den Deutschen stand zu lesen: Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt. . . Die erste Strophe des Deutschlandliedes, sie war die Hymne der Nazis und ist seither in Deutschland verboten. Man singt nur die dritte Strophe (Einigkeit und Recht und Freiheit). Offizielle Erklärung des Schweizer Fernsehens. 'Zwei Mitarbeiterinnen haben bei der Recherche versagt".

    Wednesday, June 18, 2008

    reading diary

  • recently finished (private): J.B. Stanley: Fit to die; J.B. Stanley: Chili con corpses
  • recently finished (studies): Hilde Spiel, die grande dame. Gespräch mit Anne Linsel in der Reihe "Zeugen des Jahrhunderts"
  • currently reading (job): Übersichten Dewey-Dezimalklassifikation DDC 22 Deutsch
  • Bibliothekarin, allein übrig

    "Aber Beate, das ist doch nicht wahr! Zwei hast du schon abgewiesen –"
    "Die waren auch danach. Und den ich wollte, kriegte ich nicht ..." Sie seufzte noch einmal. ... "Na, mir soll's recht sein. Bei dir wird's ja auch nicht mehr lange dauern. Ist's nicht der Emmingen, ist's ein andrer. Vielleicht ein Italiener. Dann bleibe ich allein übrig – und werde doch noch Bibliothekarin..." Sie sprang wieder auf.

    Fedor von Zobeltitz: Drei Mädchen am Spinnrad (abrufbar beim Projekt Gutenberg)

    Madchen's Uniform

    Ich dachte bei diesem Filmtitel zuerst an "Mädchen in Uniform", aber damit scheint es nichts zu tun zu haben: "When the fast food restaurant where Madchen works closes, she spirals into depression and despair. Her new library job provides little consolation, until she decides to make a change in her appearance, much to the surprise of her new boss" (IMDB).

    Mindkiller with manuscript

    Bei der Recherche zum Thema "Bibliotheken und BibliothekarInnen in der Science Fiction" bin ich auf den Film "Mindkiller" (USA 1987) gestoßen, dessen Plot in der IMDB wie folgt zusammengefasst wird: "A lonely library clerk stumbles across a manuscript that he uses to develop psychic powers, which make him irresistible to women. Soon, his powers get out of control, just as they start showing up in his friends". Noch besser gefällt mir ja die ebenfalls dort zu findende Zusammenfassung des Users mit dem Nickname frankfob2: "A horny but nerdy librarian learns to use the power of his mind to control the minds of women and make them have sex with him. However, an alien 'brain creature' takes over the mind of one of the girls. Complications ensue". Der Film ist offensichtlich nicht in die Horror- oder Science Fiction-Filmgeschichte eingegangen ;-)

    Tuesday, June 17, 2008

    Monday, June 16, 2008

    BibliothekarInnen als Trauzeugen ausgeliehen

    Eine nette Geschichte bringt der Western Telegraph: Ein Bibliothekar und eine Bibliothekarin der Haverfordwest Library mussten bei einer Hochzeit im Standesamt gegenüber der Bibliothek als TrauzeugInnen einspringen, weil die richtigen zwei im Stau steckten. - Via LISNews.

    Sunday, June 15, 2008

    Per i amici del calcio

    Eigentlich wollte ich schreiben, dass mein Lieblingswort der EM eindeutig "Schoko-Schiri" ist; dass ich es mag, wenn in der Straßenbahn Informationen "per i amici del calcio" durchgesagt werden, weil Wien dann richtig international wirkt; dass mir jemand, der sein Auto für einen Monat mit österreichischen Fähnchen schmückt, lieber ist als einer, der Österreich als eine "ideologische Missgeburt" bezeichnet; dass ich es, auch wenn ich keine große Fußballanhängerin bin, lässig finde, dass so viele Menschen aus so vielen Ländern bei uns ein großes Fest feiern; dass ein Fußballreporter, der Schiedsrichter-Entscheidungen gegen Österreich beim Spiel gegen Kroatien resignierend damit begründet, dass eben immer die "Großen" gewinnen, mal in den Fischer Weltalmanach schauen sollte; dass ich es sehr passend finde, wenn ein Fußballer Golanski heißt. Und dann steh ich am Tag des Spieles Österreich - Polen im Bus neben zwei Frauen, die über Fußball reden, und die eine sagt: "In der U-Bahn, in der Straßenbahn, im Bus, lauter Polacken! Wie a Seuche", und diese Manifestation des "goldenen Wienerherzens" hat mich dann gleich ordentlich grantig gemacht.

    Thursday, June 12, 2008

    Lesesäle im Falter-Test

    Joseph Gepp vergleicht im Falter unter dem Titel "Gekommen, um zu lernen" Lesesäle von Wiener Bibliotheken. Über den unsrigen steht zu lesen: "Ein Geheimtipp: Versteckt in den zahllosen Gängen des Wiener Rathauses liegt die Wienbibliothek mit prachtvollem neugotischem Lesesaal. Er ist modern ausgestattet und nicht sonderlich gut besucht. Allerdings: extrem stickiges Raumklima, kein W-Lan. Öffentlich zugänglich".

    Satz des Tages

    "E-Books können nicht als Geschenk verpackt werden". Gefunden auf der Amazon-Website.

    Wednesday, June 11, 2008

    BBB News

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick, diesmal hauptsächlich Belletristik aus der romantischen Ecke.

  • Jacqueline Diamond: Unlikely Partners. Harlequin 1987 (= American Romance 218)
  • Jeanne Glidewell: Leave No Stone Unturned. Five Star 2008 (Five Star Mystery Series)
  • Sharon and Ton Curtis: Lightning that Lingers. Loveswept 1991
  • Caroline Cross: The Notorious Groom. Silhouette 1998 (= Silhouette Desire 1143) - "Lovely but shy Norah Jane Brown has definitely accepted her fate as an old maid. She doesn't date, she twists her long hair into a bun on top of her head, she wears baggy lace-collared granny dresses, and she works as a librarian. Worst of all, she's still a virgin at almost thirty-four"
  • Dallas Schulze: A Summer To Come Home. Harlequin 1990 (= American Romance 368)
  • Sandy Lynn: Eye Candy. Samhain 2006
  • Diana Duncan: Full Exposure. Harlequin 2008 (= Mediterranean Nights 8) - "To the passengers aboard the cruise ship Alexandra's Dream, Ariana Bennett appears to be an unassuming librarian. But her real mission is to probe the underworld of antiquities smuggling and find the criminals who framed her father and caused his death"
  • Allison Leigh: The Bride And The Bargain. Silhouette 2008 (= Special Edition 1882)
  • Joan Elliott Pickart: The Parker Project. Silhouette 2004 (= Family Secrets 10)
  • The M.J. Rodgers: The Adventuress. Harlequin 1994 (= American Romance 520) - scheue Bibliothekarin kriegt bei Flugzeugabsturz eine auf den Schädel, verliert das Gedächtnis und hält sich für die abenteuerlustige Heldin der von ihr geschriebenen Romane
  • Marie Nicole: Thick As Thieves. Harlequin 1985 (= Intrigue 21)
  • Rebecca Flanders: Second Sight. Harlequin 1984 (= American Romance 58)
  • Tracy Montoya: Next Of Kin. Harlequin 2005 (= Intrigue 883)
  • Margaret Malcolm: Jan Marlowe, Hospital librarian. Harlequin 1961 (= Harlequin 600)
  • Als sehr hilfreich bei der Suche hat sich das RomanceWiki erwiesen: Hier gibt es die Kategorien "Librarian" und "Librarian turned author".

    First Monday: Critical Perspectives on Web 2.0

    Die Ausgabe 13 (2008) 3 der Zeitschrift First Monday steht unter dem Titel "Critical Perspectives on Web 2.0". Inhalt:
  • Preface / Michael Zimmer
  • Market Ideology and the Myths of Web 2.0 / Trebor Scholz
  • Web 2.0: An argument against convergence / Matthew Allen
  • Interactivity is Evil! A critical investigation of Web 2.0 / Kylie Jarrett
  • Loser Generated Content: From Participation to Exploitation / Søren Mørk Petersen
  • The Externalities of Search 2.0: The Emerging Privacy Threats when the Drive for the Perfect Search Engine meets Web 2.0 / Michael Zimmer
  • Online Social Networking as Participatory Surveillance / Anders Albrechtslund
  • History, Hype, and Hope: An Afterward / David Silver
  • Bibliotheksbestand des Tages

    Anlässlich der Euro werden heute unsere Bestände über Toto zum Bibliotheksbestand des Tages erklärt.

  • Berechnungstabelle Sport-Toto . - Wien: Österr. Staatsdruckerei 1980. Signatur: A 187819
  • Gamblers' Rationality in Parimutuel Soccer Betting: Strategisches Spielverhalten bei Totalisatorspielen mit nicht-gleichwahrscheinlichen Spielausgängen wie Toto und Torwette / Ursula Hauser, Ulrich König, Elizaveta Krylova. Wien : Institut für Höhere Studien 2000. Signatur: B 224753
  • Sport und Toto: Sie gewinnen im Sporttoto, wenn Sie nach einem System wetten! Zahlreiche Beispiele für Kürzungsschlüssel und praktische Anleitung für systematisches Tippen / Redakteur: Richard H. Quapil. Wien: Österreichischer Verl. 1950. Signatur: A 127102
  • Der richtige Totozwölfer / Alexander B. Szanto. Wien: Verl. Perlen-Reihe o.J. (Perlen-Reihe 636). Signatur: A 196303
  • Teilnahmebestimmungen für Sporttoto-Wettbewerbe. Wien: Dienststelle für Staatslotterien, Abt. Sporttoto 1949. Signatur: A 133589
  • Wohin rollt der Totoschilling? Ein Rechenschaftsbericht der österreichischen Sportverbände. Erstattet von den im Sporttoto-Beirat vertretenen Sportverbänden ÖFB, ASKÖ, Union / Redaktionskomitee Leo Schidrowitz, Jaro E. Nettel, Hans Gastgeb, Hans Fuchs. Wien: C. Gerold's Sohn 1954. Signatur: A 133912
  • Tuesday, June 10, 2008

    Venerable and calm

    "Here I was actually at the door which leads into the library itself. I must have opened it, for instantly there issued, like a guardian angel barring the way with a flutter of black gown instead of white wings, a deprecating, silvery, kindly gentleman, who regretted in a low voice as he waved me back that ladies are only admitted to the library if accompanied by a Fellow of the College or furnished with a letter of introduction. That a famous library has been cursed by a woman is a matter of complete indifference to a famous library. Venerable and calm, with all its treasures safe locked within its breast, it sleeps complacently and will, so far as I am concerned, so sleep for ever. Never will I wake those echoes, never will I ask for that hospitality again, I vowed as I descended the steps in anger" (Aus: "A room of one's own" von Virginia Woolf, online abrufbar bei eBooks@Adelaide)

    "Bibliothek" im Morse-Code

    Wörter in Morse-Code umwandeln kann man auf der Website von "Zeitpunkt Lesen". Das ist eine Aktion zur Leseförderung des Landes Niederösterreich (um Nachfragen vorzubeugen: Nein, das umfasst keine Gratisexemplare vom "Schatz im Silbersee"). Auch diese Website schafft es übrigens, unter dem Punkt "Die Initiative" das Wort "Bibliothek" oder "Bücherei" nicht zu streifen. Das hole ich hiermit also nach.

    Monday, June 09, 2008

    Neuerwerbungen

  • Patricia Lakin, John Manders: Clarence the Copy Cat. New York: Dragonfly Books 2002
  • Margret Rey, H.A. Rey, Martha Weston: Curious George visits the Library. Boston: Houghton Mifflin 2003
  • J.B. Stanley: Fit to die. 1st printing. Woodbury: Midnight Ink 2007 (A supper club mystery 2)
  • J.B. Stanley: Chili con corpses. 2nd printing. Woodbury: Midnight Ink 2008 (A supper club mystery 3)
  • Wednesday, June 04, 2008

    Büchereien an der Fanzone

    Eines der Angebote rund um die Euro, das ich sicher wahrnehmen werde, ist die "Meinl Kaffeewelt" auf einer Plattform zwischen dem Kunst- und dem Naturhistorischen Museum. Abgesehen davon, dass ich die Idee, einen ganzen Platz samt Bäumen zu überplatten, ziemlich originell und auch ein bisschen irre finde, werden sich auch die Büchereien daran beteiligen, und das will ich natürlich auch sehen: "Vom 7. bis zum 29. Juni kann man auf 1000 Sitzplätzen nicht nur Kaffee trinken und dabei aus 6 Metern Höhe einen Blick auf das Geschehen in der Fanzone werfen, sondern sich mit einer Reihe von den Büchereien Wien zur Verfügung gestellten Büchern informieren und entspannen. Zur Auswahl stehen eine Melange aus Fußballbüchern für Erwachsene und Kinder, Wien-Reiseführern und Büchern über die Wiener Kaffeehauskultur. Möglich wurde dieses Angebot durch eine Kooperation zwischen der Julius Meinl Industrieholding GmbH und den Büchereien Wien" (Quelle: Rathauskorrespondenz vom 3. Juni 2008).

    Tuesday, June 03, 2008

    "wonderful Obsessive Compulsive Disorder"

    Aus einem Kommentar bei Flickr: "You have such a PASSION for libraries! It's like a wonderful Obsessive Compulsive Disorder--great!" ;-)

    Monday, June 02, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages: Adressbücher

    Abgesehen vom häufig nachgefragten "Lehmann" verfügt die Wienbibliothek noch über eine Reihe anderer interessanter Adressbücher aus mehreren Jahrhunderten. Suchtipp: Fachgruppe "83.8 - Adressbücher" oder Handbibliotheksnotation "26 - Adressbücher, Kompass, Behördenschematismen". Im folgenden ein paar Beispiele.

  • Jean Gaggiém: Guide des étrangers à Vienne pendant le congrés, contenant les noms des souverains ainsi que ceux des ministres et chargés d'affaires au mois de janvier 1815. Wien: PP. Arméniens Mechitaristes 1815
  • Kurzgefaßtes Künstler- und Handwerks-Taschenlexikon in welchen die Professionen so auf Erwerb, Nahrung, Gesundheit, Unterhalt, Bequemlichkeit, Nutzen und Vergnügen abzielen. Wien: J. Gerold 1795
  • Oesterreichisches Mercantill-Schema oder Verzeichniß aller Künstler, Manufakturisten, Fabrikanten und Profeßionisten nebst allen in Wien befindlichen Niederlaagsverwandten, samt Kauf- und Handelsleuten. Wien: J.T.v. Trattner 1766
  • Verzeichniß der k.k. privilegirten, bürgerlichen und befugten Herren Seidenzeug-, Sammt- und Dünntuch-Fabrikanten in der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien 1829. Wien: F. Hagenauer 1829
  • Anton Ziegler: Adressen-Buch von Tonkünstlern, Dilettanten, Hof-Kammer-Theater- und Kirchenmusikern, Vereinen in Wien. Wien: A. Strauß 1823
  • Adressbuch der Verwaltungsräte und Direktoren. Wien / Prag: Compass Verl. 1915
  • Franz Rittler (Hrsg.): Adreß-Buch ehrsamen Handwerks-Innungen in der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien für das Jahr 1827. Enthaltend ein genaues Nahmens-Verzeichnis aller dermahligen Herrn Vorsteher und bürgerlichen Meister. Wien: L. Grund 1827
  • Adressenbuch der Rübenzucker-Fabriken und Colonialzucker-Raffinerien aller Länder Europa's und Nordamerika's mit Angabe der gegenwärtig in diesen Ländern bestehenden Zuckerzölle und Steuern, nebst drei Kt., welche die Standorte der Fabriken in der österreichischen Monarchie enthalten. Gesammelt und hrsg. von J.C. Rad. 3. Ausg. Wien: Selbstverl. 1868
  • "someplace where writing is the only option"

    Claire B. Potter schreibt in ihrem sehr interessanten Weblog Tenured Radical über Arbeitsphasen in der New York Public Library:

    "It has long been my belief that the best way to get a piece of writing done is to go someplace where writing is the only option. Because of this, I am using a portion of my weekend in New York to come to the main branch of the New York Public Library, one of my favorite institutions in the world, to finish off a chapter of my book. I started coming here regularly when I was in graduate school at Potemkin University. One day in the reading room back in the 1980's, prior to the invention of laptop computers and a set of rules imposed by the Giuliani administration to prevent vagrants from coming to the library in the winter to thaw out, my friend Barbara pointed out a number of people sitting at one of the long tables and said: 'Just try to guess which are the historians and which are the homeless.' And indeed, each person at the table was wrapped in odd layers of grimy clothing and shuffling index cards and scraps of paper around. Upon closer inspection, some were scholars and others were -- well, just shuffling scraps of paper, trying to find a pattern".

    never leaving college

    Randall Tex Cobb schreibt in gawker.com: "Always be afraid of people with graduate degrees in two unrelated fields. They usually end up getting a Masters in Library Science so they will never have to leave college".

    Sunday, June 01, 2008

    Bibliotheksbestand des Tages

    Carl Hermann Unthan: Das Pediskript. Aufzeichnungen aus dem Leben eines Armlosen. 3. Aufl. Stuttgart: R. Lutz 1927

    Unthan, der ohne Arme geboren wurde, schildert in diesem faszinierenden Text sein bewegtes Leben. Das Buch beinhaltet auch dreißig Photographien, die ihn beim Verrichten alltäglicher Dinge wie beim Schreiben, Schachspielen oder beim Aufsetzen eines Hutes zeigen, und eine Seite mit seiner "Handschrift" bzw. eigentlich Fußschrift. Unthan hat laut IMDB auch in zwei Filmen mitgespielt. Siehe auch das Kapitel "Disability in the Culture of the Weimar Republic" (pdf) in Carol Poores Buch "Disability in Twentieth-Century German Culture", erschienen 2007 bei der University of Michigan Press, wo es heißt: "Unthan was born without arms in 1848 in East Prussia to a loving family that encouraged him as much as possible. As an adult, he traveled with various impresarios and fairs throughout Europe, the United States, Mexico, Cuba, and Russia, displaying to the public what he could do with his feet. (...) He recounted going to military hospitals and speaking to veterans whose arms had been amputated".

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Shaheen Majid, Azim Haider: "Image problem even haunts hi-tech libraries: Stereotypes associated with library and information professionals in Singapore". In: Aslib Proceedings 60 (2008) 3, S. 229 - 241
  • Joan Welsby: "A job worth doing?". In: Librarian Career Development 7 (1999) 6, S. 67 - 69
  • Niels Ole Pors: "The education of librarians and the labour market". In: New Library World 93 (1992) 4
  • Kornelija Petr, Tatjana Aparac-Jelusic: "Public perception of the role and tasks of library and information science professionals in Croatia: an overview of recent activities". In: New Library World 103 (2002) 10, S. 364 - 375
  • A.T. Agboola: "Non-tenured leadership appointments in Nigerian university libraries: problems and prospects". In: Library Management 22 (2001) 6+7, S. 288 - 296
  • Graeme A. Muirhead: "Current requirements and future prospects for systems librarians". In: The Electronic Library 12 (1994) 2, S. 97 - 107
  • Elisa F. Topper: "Stress in the library workplace". In: New Library World 108 (2007), 11+12, S. 561 - 564
  • Abigail Luthmann: "Librarians, professionalism and image: stereotype and reality". In: Library Review 56 (2007) 9, S. 773 - 780
  • Agnes Koreny: "A young librarian's career development: personal notes from Hungary". In: Librarian Career Development 5 (1997) 2, S. 46 - 51
  • Qi (Kerry) Wu: "Win-win strategy for the employment of reference graduate assistants in academic libraries". In: Reference Services Review 31 (2003) 2, S. 141 - 153
  • Alanna Aiko Moore, Michael J. Miller, Veronda J. Pitchford, Ling Hwey Jeng: "Mentoring in the millennium: new views, climate and actions". In: New Library World 109 (2008) 1+2, S. 75 - 86