Wednesday, March 13, 2013

Der Papst - ein Bibliothekar #librarianpope

Auf Twitter werden ausgehend von Andy Woodworth Ideen gesammelt, was ein Bibliothekar als Papst anders machen würde, und da sind einige sehr witzige Ideen darunter - hier eine kleine Auswahl :-) Hashtag: #librarianpope.

mein absoluter Favorit :-))

wird wahrscheinlich ersetzt durch "pray all day"...

Sunday, March 10, 2013

Herrschaft durch Sprache #leseliste

"Herrschaft durch Sprache wird heutzutage viel weniger durch das Behördendeutsch ausgeübt als durch Computerprogramme, deren Sprache, von nicht immer kommunikativ begabten Fachleuten ersonnen, ein Heer von Nutzern zu einem manchmal aberwitzigen Sprachgebrauch zwingt" (Löffler: Germanistische Soziolinguistik, 4. Aufl., Erich Schmidt Verlag 2010, S. 109) *schmunzel*

Friday, March 08, 2013

Mein Prüfungsstoff im Nebenfach

Am Montag hab ich Diplomprüfung, und ich hab beschlossen, den Stoff festzuhalten. Hier Teil 2 für mein Nebenfach, "Sprachwissenschaft". Namenkunde ist wirklich interessant - ich werde ja ab Mai den Lehrgang "Forst und Kultur" besuchen und überleg mir, als Projekt irgendwas mit Flurnamen im Zusammenhang mit Wald zu machen. - Die Leseliste für das Hauptfach ist übrigens hier nachzulesen.

Namenkunde

  • Nübling / Fahlbusch / Heuser: Namen. Eine Einführung in die Onomastik
  • Familiennamen-Duden Einführung
  • Wiesinger, Peter: Mehrsprachige Ortsnamen. Theorie – Gebrauch – Konflikt. In: Eller, Nicole et al. (Hrsg.): Namen und ihr Konfliktpotential im europäischen Kontext (2007)
  • Kürzinger, Martina: Haus- und Hofnamen im Spiegel der Zeiten (in: Miscellanea Onomastica)
  • Mitterauer, Michael: Vom "Judenkind" zur "Schloßmoidl". Lebensgeschichten als Quelle der Namensforschung
  • Hornung, Maria: Die soziopolitische Bedeutung der Eigennamen in gemischtsprachigen Gebieten Oberitaliens (in: Kleine namenkundliche Schriften)
  • Hornung, Maria: Die Flurnamenforschung in Niederösterreich. Neue Perspektiven durch die Vorarbeiten am Niederösterreichischen Flurnamenbuch (in: Kleine namenkundliche Schriften)
  • Löffler, Heinrich: Probleme der Flurnamengebung aus namenkundlicher Sicht
  • Windberger-Heidenkummer, Erika: Mikrotoponyme im Spannungsfeld onomastischer Konzeptionen (in: Namenarten in Österreich und Bayern)
  • Dialektologie

  • Löffler, Heinrich: Probleme der Dialektologie
  • Löffler, Heinrich: Varietäten(linguistik) des Deutschen (Kapitel aus "Germanistische Soziolinguistik")
  • Niebaum, Hermann / Macha, Jürgen: Synchrone gesellschaftsbezogene Dialektologie; Areale Alltagssprachenforschung; Angewandte Dialektologie (Kapitel aus "Einführung in die Dialektologie des Deutschen")
  • Wandl-Vogt, Eveline: ...wie man ein Jahrhundertprojekt zeitgemäß hält: Datenbankgestützte Dialektlexikografie am Institut für Österreichische Dialekt- und Namenlexika (I DINAMLEX) (in: Bausteine zur Wissenschaftsgeschichte der Dialektologie)
  • Bickel, Hans: Das Internet als Quelle für die Variationslinguistik (in: Vom Umgang mit sprachlicher Variation)
  • Thinnes, Norbert: Dialektologie und Unterricht. Didaktisch-methodische Bemerkungen zur Beschäftigung mit Dialekten an der Universität und im Gymnasium
  • Hutterer, Claus-Jürgen: Sprachinseldialektologie (in: Dialektologie des Deutschen. Forschungsstand und Entwicklungstendenzen)
  • Thursday, March 07, 2013

    Mein Prüfungsstoff im Hauptfach

    Am Montag hab ich Diplomprüfung, und ich hab beschlossen, den Stoff festzuhalten. Hier Teil 1 für mein Hauptfach, "Neuere deutsche Literatur".

    Epoche: Expressionismus

    Lyrik
  • Gottfried Benn: Kleine Aster; Schöne Jugend; Kreislauf
  • Claire Goll: Der Mensch ist tot
  • Georg Heym: Der Gott der Stadt; Der Krieg I; Ophelia; Die Tote im Wasser
  • Jakob van Hoddis: Weltende
  • Else Lasker-Schüler: Weltende
  • Ernst Stadler: Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht
  • August Stramm: Sturmangriff; Schlachtfeld
  •  Georg Trakl: Grodek
  • Epik
  • Gottfried Benn: „Rönne-Novellen“ (Gehirne; Die Eroberung; Die Reise; Die Insel; Der Geburtstag)
  • Georg Heym: Der fünfte Oktober; Der Irre; Ein Nachmittag
  • Dramatik
  • Georg Heym: Die Revolution
  • August Stramm: Rudimentär
  • Ernst Toller: Hinkemann
  • Motiv/Genre: Satire

  • Abraham a Sancta Clara: Wunderlicher Traum von einem großen Narrennest (1703)
  • Christian Dietrich Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung (1827)
  • Johann Nestroy: Der Zerrissene (1844)
  • Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit (1915-1922)
  • Karl Kraus: Die dritte Walpurgisnacht (1933)
  • Heimito von Doderer: Die erleuchteten Fenster oder Die Menschwerdung des Amtsrates Julius Zihal (1950)
  • Erich Kästner: Die Schule der Diktatoren (1956)
  • Otto Basil: Wenn das der Führer wüßte (1966)
  • Erich Möchel, Tex Rubinowitz: Verschollen in der Anstalt. Aufzeichnungen des Volontärs Schubal (1993)
  • Timur Vermes: Er ist wieder da (2012)
  • Spezialgebiet: Buchwissenschaft

  • Roger Chartier: The order of books. Readers, authors, and libraries in Europe between the fourteenth and eighteenth centuries
  • Elizabeth L. Eisenstein: Die Druckerpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa
  • Gérard Genette: Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches
  • Beispiel: Abraham a Sancta Clara
  • Wednesday, March 06, 2013

    Ringvorlesung "Archive lesen. 650 Jahre Sprach- und Textkulturen"

    In diesem Semester findet an der Uni Wien die Ringvorlesung "Archive lesen. 650 Jahre Sprach- und Textkulturen" von Franz Eybl, Stephan Müller und Annegret Pelz statt, und zwar von 12. März bis 25. Juni 2013 jeden Dienstag von 18.30 bis 20 Uhr im Hörsaal 28. "'Archive lesen' ist eine Ringvorlesung im Rahmen des Projektes '650 Jahre Sprach- und Textkulturen. Das materielle und immaterielle Erbe der Universität Wien'. Ein Projekt am Institut für Germanistik unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Unescokommission. Themenschwerpunkt in diesem Semester ist 'Materialität und Raum'".

    Tuesday, March 05, 2013

    Workshop "Identifizierung und Datierung von illustrierten Postkarten"

    Von 22. bis 24. April 2013 findet in der Reihe "Im Fokus: Archiv und Fotografie" des Steiermärkischen Landesarchivs ein dreitägiger Workshop zum Thema "Identifizierung und Datierung von illustrierten Postkarten" statt. Die vier Module des Workshops greifen die unterschiedlichen medialen Ebenen der illustrierten Postkarte auf und bieten Anleitungen und Hilfestellungen bei deren Identifizierung und Datierung. Erlernt werden sollen die Identifizierung und Bestimmung von Bildformen und Bildinhalten (Timm Starl), gängigen Reproduktionsverfahren (Andreas Gruber), Texten, Vordrucken und Schrift (Eva Tropper) sowie der auf Postkarten verwendeten Wertzeichen und Stempel (Herbert Nessler).
    Der von Eva Tropper und Timm Starl konzipierte Workshop ist Teil des vom Photoinstitut Bonartes getragenen und in Zusammenarbeit mit dem GrazMuseum durchgeführten Projekts "Mehr als Bilder. Illustrierte Postkarten in Sammlungen, Archiven, Museen". - Hinweis aus dem VÖA-Newsletter.

    Friday, March 01, 2013

    Karl Kraus, erschreckend aktuell

    Heute hab ich Karl Kraus' "Die letzten Tage der Menschheit" fertiggelesen, das ich auf meiner Leseliste für die Diplomprüfung habe. Die 25. Szene im dritten Akt erinnerte mich stark an die Wahlen in Niederösterreich und Kärnten am Sonntag...

    Vor dem Kriegsministerium. [Ersetze durch beliebiges Ministerium oder andere Stelle].
    Ein junger Mann: Servus! Wo gehst hin?
    Zweiter: Hinauf.
    Erster: Wozu?
    Zweiter: Mirs richten. Und du?
    Erster: Ich auch.
    Zweiter: Gehn mr halt mitanander. (Ab.)

    Recherche im 21. Jahrhundert: CD-ROM-Datenbank ;-)

    Zitat aus dem 2012 erschienenen Lehrbuch "Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat" von Berit Sandberg: "Literaturdatenbanken sind meistens auf ein Fachgebiet beschränkt und auf Trägermedien wie CD-ROM oder online verfügbar. Für bestimmte Fachgebiete existieren Datenbanken und Informationssysteme, deren Nutzung allerdings in der Regel kostenpflichtig ist" (S. 68).

    Geschlechtergerechte Sprache werde heute in der Wissenschaft erwartet, und das generische Maskulinum erfülle diese Anforderung nicht, aber "Kunstkonstruktionen mit großem 'I' in der Mitte sollten Sie aus sprachlichen und ästhetischen Gründen vermeiden. (...) Eine elegante Lösung ist eine Anmerkung zum Text, die am Anfang der Arbeit platziert wird, genauer gesagt, an derjenigen Stelle, an der dieses sprachliche Problem zum ersten Mal auftaucht. In einer Fußnote wird mit einer passenden Formulierung angemerkt, dass maskuline Personenbezeichnungen für beide Geschlechter gelten" (S. 82-83).

    Bei diesen Passagen stellen sich mir alle Haare auf... Ansonsten macht das Buch aber einen nützlichen Eindruck, weil sehr viele Übungen enthalten sind. Für nächstes Semester werde ich mir den Abschnitt übers Zitieren noch genauer anschauen.

    Sunday, February 17, 2013

    Bibliothekarin im Bann geheimer Wünsche

    Beim Stöbern im Bücherregal des hiesigen Spar-Marktes hab ich ein neues Buch von Portia da Costa entdeckt: "'Ich gehöre ganz Ihnen, mit meinem Körper und meiner Seele'. Das und mehr steht in einem Liebesbrief, den die Bibliothekarin Gwendolynne in ihrer Inbox findet. Und: 'Kommen Sie für mich'. Wer ist der mysteriöse Schreiber? Und wie kann er von ihren geheimsten Fantasien wissen und Wort für Wort niederschreiben?".
    Der Roman erschien ursprünglich unter dem Titel "Komm für mich", im Original lautet der Titel "In too deep". Von da Costa besitze ich außerdem den ebenfalls erotischen Roman "Die Lektion" ("The tutor").

    Monday, February 11, 2013

    zum Thema #pontifexit

    Friday, February 08, 2013

    Today's flea market acquisitions

    I bought some books at the flea market in the university library today:

  • Heinrich Hempel: Gotisches Elementarbuch. Grammatik, Texte mit Übersetzung und Erläuterungen. Berlin: de Gruyter 1966 (= Sammlung Göschen 79/79a)
  • Martin Hutter, Wolfgang R. Langenbucher: Buchgemeinschaften und Lesekultur. Studie zum Programmangebot von sechs Buchgemeinschaften (1972 - 1977). Berlin: Verlag Volker Spiess 1980 (= AfK-Studien 16)
  • Mary Flanagan: The blue woman and other stories. New York, London: W. W. Norton 1995
  • Ed Krol: The whole Internet. User's guide & catalog. Sebastopol: O'Reilly 1993. The book is available at the Internet archive where it is described as follows: "he first comprehensive user guide to the Internet, this book sold over 1,000,000 copies and was named one of 100 Books of the 20th Century by the New York Public Library".
  • Wolfram D. Sexauer: Frühneuhochdeutsche Schriften in Kartäuserbibliotheken. Untersuchungen zur Pflege der volkssprachlichen Literatur in Kartäuserklöstern des oberdeutschen Raums bis zum Einsetzen der Reformation. Bern u.a.: Peter Lang 1978 (= Europäische Hochschulschriften 247) [already promised to my former boss who is interested in monastic libraries)
  • Sunday, February 03, 2013

    I don't hate you...

    Saturday, February 02, 2013

    Goethe und die Frauen

    "Ich weiß noch, wie wir, eine Mädchenklasse, im Deutschunterricht Missfallen an Goethes herrischem Frauen­konsum äußerten, worauf die Deutschlehrerin mit bebender Stimme erklärte, jede Frau, die von einem Genie (wahr)genommen würde, könne sich geadelt fühlen".

    Elfriede Hammerl: "Mädchen, Profil, 2. Februar 2013

    librarymistress: Reading Goethe in front of his home, Weimar, 16. August 2008 (Flickr, CC-BY-SA)

    Tuesday, January 22, 2013

    Connotea wird am 12. März eingestellt

    Nachdem Connotea, das Social Bookmarking-Tool von Nature, seit mindestens zwei Jahren extrem unzuverlässig war (*) und das Connotea-Blog plötzlich verschwand, wundert es nicht wirklich, dass nun auf der Website zu lesen ist: "Connotea will discontinue service on March 12, 2013. Please export your bookmarks before that date". Mir tut das leid, weil Connotea eindeutig mein liebstes System war. Ich werde jetzt wohl auf CiteULike wechseln. Dort hab ich ohnedies einen Account, weil ich ja Social Bookmarking bei Brainpool unterrichte. Gut, dass Connotea eine gute Exportfunktion hat. Was mich nun aber zusätzlich irritiert, ist die Meldung "Please note that your export file is a snapshot and can only be generated once. You will not be able to export any new bookmarks added to your Library once you have exported your previous bookmarks collection".

    (*) Ich schrieb im Mai 2011 an den Nature-Support: "after having tested several bookmark systems, I decided for Connotea and haven't regret it as I still prefer the interface, the handling and the Nature background to other tools. But for several months, Connotea works erraticly for me. In about a third of all attempts to bookmark, I receive extremely long loading times, timeouts, maintenance messages (e.g. three minute ago), 503 errors with 'heavy traffic exceeding the server's capacity' (e.g. four and two minutes ago) and so on. Users are referred to the blog, but there is never any information about it, even when the error message is 'maintenance'. I also commented on the post http://blogs.nature.com/connotea/2011/01/19/connotea-status-update a few weeks ago but the comment seems to have disappeared. Is there really maintenance going on or is the user load to heavy or could there be something wrong with my Firefox options or...?"

    Am 21. September 2012 schrieb ich: "I'd like to ask if there is something wrong with Connotea. It has become quite difficult to bookmark something because the number of 'server downs' and 'capacity overloads' (really?) are constantly increasing. I didn't receive any answer when mailing to the Connotea team or commenting on the Connotea blog which obviously has now completely disappeared from the web. Are there plans to discontinue the service? I just want to know so I could export my bookmarks on time. I really like the functionalities which distinguish Connotea from other bookmarking services and hope it will be still available in the future".

    Ich habe nie eine Antwort erhalten. Auf einen Tweet an Nature hin bekam ich von dort zumindest die Antwort, sich an das Connotea-Team zu wenden, was aber anscheinend auch nie geschah. Als langjährige Nutzerin - mein erstes Bookmark hab ich auf den Tag genau vor sieben Jahren abgelegt - fühle ich mich gelinde gesagt im Stich gelassen, nicht einmal eine Erklärung zu bekommen.

    Preisträgerinnen des VFI-Preises stehen fest

    Wie Martin Hekele gerade in Inetbib geschrieben hat, hat die Vergabekommission des Vereins zur Förderung der Informationswissenschaft (VFI) entschieden, in diesem Jahr in der Kategorie "Dissertations-Preis" einen Anerkennungspreis und in der Kategorie "Master-Preis" drei Anerkennungspreise zu vergeben.

    Dissertations-Preis (500 Euro)

  • Elke Greifeneder. Does it matter where we test? Online user studies in digital libraries in natural environments. Doktorarbeit, Humboldt-Universität zu Berlin, 2012. (Überzeugende empirische Untersuchung des Einflusses des Faktors Ablenkung bei der Erforschung des Benutzerverhaltens in natürlichen Situationen, mit methodischem Wert für die künftige Forschung auf diesem Sektor.) [Volltext/pdf]
  • Master-Preise (je 300 Euro)

  • Gabriele Pätsch. Frustration im Information Seeking. Explorative Studie zu negativ wahrgenommenen Situationen bei der Internetsuche. Magisterarbeit, Universität Hildesheim, 2011. (Gut gelungene qualitative Studie zu negativen Gefühlen bei der Webrecherche, angesiedelt im Schnittbereich von Informationswissenschaft und Psychologie.) [Volltext/pdf]
  • Petra Heidenkummer. Schwankungen des Impact Factors: Untersuchung der Ursachen und Hintergründe. Masterarbeit, Universität Graz, 2012. (Untersuchung zu einem bibliometrischen Thema, das üblicherweise nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, dennoch aber von hoher Aktualität und Bedeutung ist.)
  • Verena Maria Schaffner. FRBR in MAB2 und Primo – ein kafkaesker Prozess? Möglichkeit der FRBRisierung von MAB2-Datensätzen in Primo, exemplarisch dargestellt an Datensätzen zu Franz Kafkas "Der Process". Masterarbeit, Universität Wien, 2011. (Gut gelungene Aufarbeitung des State-of-the-art, hohe Praxisrelevanz des Themenbereichs.) [Volltext/pdf]
  • Friday, January 18, 2013

    Ausschreibung: Marianne-Englert-Preis

    Der Verein für Medieninformation und Mediendokumentation – vfm schreibt den Marianne-Englert-Preis für drei qualitativ hochwertige und damit auszuzeichnende studentische Beiträge aus (Quelle: medienarchive.at-Newsletter). Studierende oder AbsolventInnen einer Ausbildung in den Bereichen Information, Dokumentation, Archiv oder Bibliothek können (als Team oder alleine) die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte vor einem interessierten Fachpublikum präsentieren: Im newcomer-forum der Frühjahrstagung des vfm am 23. April 2013 in Ravensburg.
    Wir suchen Vorschläge von Studierenden, die in ihrem Studium vorzeigenswerte Projektberichte oder Abschlussarbeiten fertig gestellt haben und darüber in einer Präsentation von bis zu 20 Minuten Dauer berichten möchten. Etwas Besonderes sollten die geplanten Beiträge schon sein. Aber wer monatelang geforscht, geschuftet, gesucht, gesammelt und geschrieben hat, der sollte auch darüber berichten dürfen.

    Wir bieten

  • die Möglichkeit einer Präsentation im Rahmen der kommenden Jahrestagung der vfm vor interessiertem Fachpublikum
  • die Übernahme der Reisekosten inkl. einer Übernachtung am Tagungsort Ravensburg für die drei ausgewählten Studierenden
  • eine Veröffentlichung des Beitrags in der Fachzeitschrift info 7
  • Jury: Ute Essegern (Sächsische Zeitung Dresden, Dokumentation/Redaktionsarchiv), Frank Dürr (WDR Funkhaus Düsseldorf, Dokumentation und Archive), Heiko Linnemann (Greenpeace Deutschland, Film- und Fernseh-Dokumentation). Der Marianne-Englert-Preis ist mit je 500 Euro Preisgeld dotiert.

    Teilnahmebedingungen: Senden Sie bitte ein Exposé des Beitrags (maximal eine DIN A4-Seite als PDF-Datei) mit der Angabe von Autorennamen, Hochschule / Studiengang, Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse sowie ein kurzes persönliches Profil per E-Mail an: heiko.linnemann@greenpeace.de. Einsendeschluss 1. März 2013.

    Tuesday, January 15, 2013

    Hamburger Abendblatt: Bibliothekare schauen nicht dauernd aufs Smartphone

    "Bibliothekare, zumal wenn sie in einem Museum arbeiten, haben gemeinhin ein anderes Tempo als die überwiegende Mehrheit. Im Gegensatz zu ihren gehetzten Mitmenschen sind sie nicht ständig online oder blicken auf ihr stets eingeschaltetes Smartphone, sie sehen dem Besucher in die Augen, um sich dann wieder ohne Hast ihren Lieblingen, den Büchern, zuzuwenden", schreibt Katja Engler in ihrem Artikel "Buchkunst als Kontrast zur digitalen Welt" über die Bibliothek des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe, der am 9. Jänner 2013 im Hamburger Abendblatt erschienen ist.

    Regale. librarymistress, Museumsbibliothek Duesseldorf, 20. Jaenner 2011, Flickr, CC-BY-SA  Der Artikel ist jedenfalls lesenswert, auch wenn der Anfang ein wenig zu sehr auf einen vermeintlich beschaulichen Beruf hinweist ;-)

    Bild aus der Bibliothek des Theatermuseums in Düsseldorf - aufgenommen am 20. Jänner 2011 (Flickr, CC-BY-SA)

    Monday, January 14, 2013

    Bibliothekar bei "Agentin mit Herz"

    In der Episode "Das Syndikat" ("Promises to keep") der 80er-Serie "Agentin mit Herz" kommt eine Art Bibliothekar vor: T. P. Aquinas (was für ein Name!), arbeitet im Innendienst, und zwar bei der Library of Congress. Was genau er dort tut, hat sich mir nicht erschlossen, einmal hieß es: "Er ist kein Agent, er ist Antiquar". Zwischendurch sieht man ihn Pasteten für ein Mittelalterfest backen, und zwar 29 Stück, von denen jedes für eine bestimmte Person aus den "Canterbury Tales" steht.
    Aquinas steht im Verdacht, für einen Drogenboss zu arbeiten, mit dem er regelmäßigen Kontakt hat und der ihn "Professor" nennt. Lee Stetson und Amanda King müssen herausfinden, ob das wirklich stimmt. Wie sich herausstellt, wurden seine Frau und sein Sohn aus Versehen bei einem Bandenkrieg erschossen. Um sich zu rächen, hat er sich bei dem Drogenboss eingeschlichen und sein Vertrauen gewonnen. Stetson rät ihm: "Du bist ein Bücherwurm, überlass das den Profis". Letztlich arbeiten sie aber doch zusammen und können den Bösen überführen.

    Thursday, January 10, 2013

    Was Apoll mit YouTube zu tun hat

    Rob Bricken fragte am 8. Jänner in io9: "Can we bring the Greek Gods back, please?". Und er führt einige überzeugende Argumente dafür an. Zitat:

       
    Jacqueline Poggi: "Tête d'Apollon lauré, musée archéologique de Vaison-la-Romaine", Flickr, 28. Dezember 2012,
    CC-BY-NC-ND
    "They're easily adaptable to modern life. Most major religions haven't had a serious update for at least a millennium or so. As such, it can be hard to truly integrate these religions into modern times. But thanks to their diversity, the Greek gods would snap right into place. Hermes is obviously the god of cellphones, emails and text messages. As a craftsman, Hephaestus would probably handle all computers and network issues, while Demeter would watch over restaurants. Apollo, the god of YouTube videos. You can't tell me that life wouldn't be at least a little bit easier if we had a god specifically handling YouTube videos".

    Sunday, January 06, 2013

    Hörbuch über Jugend im Widerstand

    Cover, Hoerbuch 'Nicht nur in Worten, auch in der Tat', Suppose-VerlagMorgen wird in der Wiener Hauptbücherei das Hörbuch "Nicht nur in Worten, auch in der Tat" von Käthe Sasso präsentiert (erschienen im Berliner Verlag supposé Berlin - Cover links vom Verlag).

    Als 16-jährige Widerstandskämpferin wurde Käthe Sasso 1942 von der Gestapo verhaftet; ihr Leidensweg führte sie durch Gefängnisse und Arbeitserziehungslager bis in das KZ Ravensbrück. Angeklagt wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", bewahrte nur das jugendliche Alter Käthe Sasso vor der Todesstrafe. Nach der Räumung des KZ Ravensbrück rettete sich Sasso 1945 durch Flucht aus dem Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen und konnte nach Wien zurückkehren. Anschaulich und lebendig erzählt Käthe Sasso im Hörbuch von einer glücklichen Kindheit in einem burgenländischen Dorf, der Schulzeit in Wien und der politischen Prägung durch das familiäre Umfeld. Nach dem frühen Verlust der Mutter hielt sie die Verbindungen zum Widerstand aufrecht; durch einen Spitzel wurde die Gruppe verraten. Es ist auch dem Einsatz Sassos zu danken, dass der Begräbnisstätte der hingerichteten WiderstandskämpferInnen am Wiener Zentralfriedhof ("Gruppe 40") die angemessene und würdige Pflege zuteil wird. Mit enormem Engagement nimmt Sasso bei vielen Veranstaltungen die Verpflichtung zur Zeitzeugenschaft wahr und beindruckt vor allem durch ihre Authentizität, mit der sie den schlichten Heroismus der Solidarität im Lebensalltag unter barbarischen Bedingungen vermitteln kann. Im Oktober 2011 wurde sie mit dem Bundesverdienstzeichen in Gold ausgezeichnet. Die Burgenlandkroatin stammt ursprünglich aus Nebersdorf/Šuševo, einem Ortsteil von Groß Warasdorf / Veliki Borištof, und wohnt mittlerweile in Winzendorf.

    Programm: Einleitung: Hannah Lessing (Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus). Evelyn Steinthaler: Zur Entstehungsgeschichte des Hörbuchs. Käthe Sasso im Gespräch mit Rudolf Gelbard.
    Ort und Zeit: Montag, 7. Jänner, 19 Uhr, Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz (U6 Burggasse Stadthalle, 49 Urban-Loritz-Platz).

    Wednesday, January 02, 2013

    Meine SantaThing-Bücher 2013 :-)

    Heuer habe ich wieder am SantaThing-Wichtelspiel von LibraryThing teilgenommen und habe von meinem Secret Santa folgende Bücher (rechtzeitig vor Weihnachten) bekommen:

  • Susanna Clarke: Jonathan Strange & Mr Norrell. London: Bloomsbury 2005 - den tausend-Seiten-Ziegel heb ich mir für die Zeit nach dem Studium auf ;-)
  • Alberto Manguel: The library at night. New Haven / London: Yale University Press 2006 - wunderte mich selbst, dass ich das noch nicht habe, ich habe es nämlich für die AKMB-News 13 (2007) 2 rezensiert und auch wirklich gelesen ;-) Anscheinend hab ich es mir damals von der FH-Bibliothek ausgeliehen.
  • Edward O. Wilson: Consilience. The Unity of Knowledge. New York: Vintage Books 1998
  • Sunday, December 23, 2012

    Library Juice Academy offers online instruction online course in January

    In January, the Library Juice Academy (LJA) offers a course about Online Instruction (online, of course) with John Doherty, an instructional designer with the Northern Arizona University's e-Learning Center. I attended another LJA online course in November and enjoyed it :-)
    "This four-week online seminar will help instructors new to online learning develop content, assessments, and activities that are aligned to particular standards, expectations, or outcomes. Participants will work on developing their own unit of learning through five phases of instructional design and teaching: analysis, design, development, implementation, and evaluation. The emphasis will be on technological agnostic units, but the focus will be on delivery through Moodle. The seminar will be highly interactive, with an expectation of peer mentoring and frequent interactions".

    Friday, December 21, 2012

    Rudolf Brunngraber - der vergessene Superstar

    "Brunngraber war während der Nachkriegsjahre der ›meistgelesene deutsche Autor in den öffentlichen Büchereien. Seine Romane wurden in 18 Sprachen übersetzt und in Millionenauflagen gedruckt. Dennoch gilt er heute als nahezu vergessen". Anlässlich der Neuauflage von zwei seiner bekanntesten Romane, "Karl und das Zwanzigste Jahrhundert" und "Prozess auf Tod und Leben" (beide Milena Verlag), sprechen Klaus Kastberger und Peter Zimmermann über den Autor und lesen aus seinen Texten. Moderation: Manfred Müller.

    Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien, Donnerstag, 17. Jänner 2013, 19 Uhr.

     
    Cover: Milena Verlag

    Thursday, December 20, 2012

    Do you TEI? Survey in libraries

    Michelle Dalmau and Kevin Hawkins wrote in TEI-L: "Following on papers, presentations and discussions that resulted from the theme of the 2009 Conference and Members' Meeting of the TEI Consortium, 'Text Encoding in the Era of Mass Digitization,' the launch of the AccessTEI program in 2010, and the recent release of the 'Best Practices for TEI in Libraries' in 2011, it behooves us—stewards of text encoding initiatives in academic libraries—to better understand if and how text encoding practices have changed as a result of mass digitization by Google, declining budgets, and an increased emphasis on streamlined digital library services in support of speedier and more voluminous online content production and publishing.
    If you work in a library, and have worked or currently work with text encoding projects, please take our survey: http://www.surveymonkey.com/s/tei_in_libraries. We are hoping for at least 200 responses and are about half way there. We definitely want to hear from folks who work in libraries big and small, and here, there and everywhere. It's not about a singular institutional perspective. We want to hear from *every one who has worked or currently works with text encoding projects in ANY capacity* (i.e., web development, project management, etc.). Please reach out to your colleagues across your library and colleagues at other libraries, and encourage them to also take the survey.
    The survey closes on January 31, 2013. I hear this is a great-time of year for survey-taking".

    Wednesday, December 19, 2012

    CfP Elektronische Publikationen: Sammlung, Erschließung, technische Umgebung, Nutzung

    Im Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung wird momentan eine Fachtagung zum Thema "Elektronische Publikationen: Sammlung, Erschließung, technische Umgebung, Nutzung" vorbereitet. Die Tagung findet am 05. Juli 2013 in Berlin statt, Einreichungen für Vorträge sind bis zum 15.02.2013 möglich.
    Das Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung archiviert seit 2004 die Internetseiten von Bündnis 90/Die Grünen, der Heinrich-Böll-Stiftung und anderer Aktengeber/innen. Internetseiten sind eine relativ neue Form von Publikation, sie dienen aber auch als Plattform für einzelne Publikationen. 2004 waren die politischen Stiftungen Vorreiter bei der Archivierung von Internetseiten - heute ist die Webarchivierung eine anerkannte Aufgabe von Bibliotheken und Archiven. Die formale und sachliche Erschließung der Web-Contente steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.
    Die über das Internet veröffentlichten Publikationen sind eine weitere Form von elektronischen Publikationen, von denen es bereits unterschiedliche gibt (z.B. die bekannten E-Books). Sie müssen wie alle anderen Publikationen gesammelt und bibliothekarisch erschlossen werden. Das Thema wurde bereits viel besprochen, doch noch immer gibt es besonders technische Probleme, für die es zum Teil noch keine Lösungen gibt. Auf Bibliotheken sind durch den Umgang mit elektronischen Publikationen neue Aufgaben zugekommen, die in ihrer gesamten Breite Gegenstand der Fachtagung sein sollen: von der Sammlung über den technischen Kontext bis zur Zugänglichkeit und Nutzung. Dabei sollen Lösungen besprochen werden, die bisher gefunden worden sind und Probleme, deren praktische Lösung noch ansteht.

    Es wird zu jedem der vorgesehenen Themen Sammlung, Erschließung, technische Umgebung und Nutzung von elektronische Publikationen eine Sektion mit maximal drei Inputs geben, so dass genügend Zeit für Diskussionen bleibt. Interessierte Bibliotheken sind dazu eingeladen, ihre Praxiserfahrungen in diesem Rahmen vorzustellen.

    Folgende Themen aus dem Bereich "elektronische Publikationen" sind vorgesehen:

  • Sammlung: Welche Arten von elektronischen Publikationen gehören zum Sammelauftrag Ihrer Bibliothek und wie wird dieser im elektronischen Bereich umgesetzt? Auf welche Art werden die Publikationen bezogen (gekauft, "abgeliefert" , kostenfrei heruntergeladen)? Gibt es eine Lizenzproblematik?
  • Erschließung: Welche Besonderheiten gibt es bei der Erschließung von elektronischen Publikationen? Welche Regelwerke werden genutzt - gibt es Alternativen zu RAK-WB und RAK-NBM? Welche Erfahrungen bestehen mit Ihrer Bibliothekssoftware? Konnten die besonderen Anforderungen zur Katalogisierung elektronischer Publikationen erfüllt werden?
  • Technische Umgebung: In welchen Dateiformaten werden elektronische Publikationen bezogen und was für Formate kommen für die dauerhafte Sammlung und Bereitstellung in Frage? Unterscheiden sich Speicher- und Nutzungsformate? Welche Anforderungen ergeben sich aus dem Anspruch, dass die elektronischen Publikationen eindeutig zitierbar sein sollten und die Authentizität digitaler Objekte gewährleistet sein sollte? Ist dieser Anspruch umsetzbar?
  • Nutzung: Wie werden die Publikationen in Ihrer Bibliothek angeboten? Kann die Nutzung nur vor Ort erfolgen oder auch von zu Hause aus? Werden die elektronischen Publikationen im OPAC nachgewiesen und können sie von dort aus aufgerufen werden? Wie ist die Resonanz bei den Nutzern und Nutzerinnen?
  • Die Veranstaltung richtet sich an alle Bibliotheken und Informationseinrichtungen, die mit digitalen Ressourcen zu tun haben oder in Zukunft zu tun haben werden. Ausdrücklich sind auch kleinere Bibliotheken dazu eingeladen, sich als Gast oder Referent/in an der Tagung zu beteiligen. Für Verpflegung vor Ort wird gesorgt, Fahrtkosten und Unterkunft können leider nicht übernommen werden.
    Vorschläge für Inputs von ca. 10 Minuten können zu allen genannten Themenschwerpunkten bis zum 15.02.2013 eingereicht werden. Die organisatorische Vorbereitung der Tagung liegt in den Händen von Eva Sander. Bitte senden Sie bis zu 15.02.2013 ein kurzes Abstract Ihres Beitrags an folgende E-Mail-Adresse: sander@boell.de.

    Monday, December 17, 2012

    CfP: TA13 - Sicherheit als Technik

    Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften lädt herzlich zur internationalen Konferenz "TA13 - Sicherheit als Technik" am 3. Juni 2013 in Wien (ÖAW-Hauptgebäude, 1010 Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 2) ein. Die TA13 widmet sich vor allem den Chancen und Grenzen von Sicherheitskonzepten entlang der im Call for Papers (siehe unten) angeführten Themenbereiche.
    Das ITA lädt ausdrücklich nicht nur die TA-Community, sondern auch alle Kolleginnen und Kollegen aus angrenzenden Bereichen der Forschung und Entwicklung zur Einreichung von Abstracts im Ausmaß von 500-1000 Wörtern ein! Einreichungen (bis 1. März 2013) senden Sie bitte an: tamail@oeaw.ac.at.

    "Wir leben in einer Sicherheitsgesellschaft. Einerseits haben wir uns daran gewöhnt, dass unsere Lebenswelt sicher ist; andererseits fürchten wir die Unsicherheit komplexer Systeme. Hier zeigt sich, dass Sicherheit nicht absolut besteht, sondern erst geschaffen und immer wieder neu ausverhandelt werden muss. Technik spielt in der Produktion von Sicherheit traditionell eine große Rolle. Hier ist Technikfolgen- abschätzung (TA) gefragt, unabhängig von Partikularinteressen mögliche Konsequen- zen für die Gesellschaft und deren Sicherheit aufzuzeigen.
    Die widersprüchlichen Sichtweisen, die Sicherheit als prädominantes gesellschaftliches Gut darstellen, tun dies, ohne ihren Sicherheitsbegriff gegen andere gesellschaftliche Werte (Recht auf Privatsphäre, soziale Gerechtigkeit, demokratische Freiheitsrechte etc.) abzuwägen. In solchen Problematisierungsweisen wird Sicherheit auf militärische, politische oder ökonomische Aspekte reduziert. Andere ebenso wichtige Aspekte von Sicherheit (z.B. soziale Sicherheit, Versorgungssicherheit etc.) genießen weniger Beachtung.
    Die TA13 widmet sich vor allem den Chancen und Grenzen von Sicherheitskonzepten entlang der unten angeführten Themenbereiche, wobei insbesondere die Rolle der TA zu erörtern ist:

  • 1. Sicherheit und Freiheit: Im Zuge verstärkter Sicherheitsbemühungen ist es in den letzten Jahren zunehmend zu Einschränkungen demokratischer Freiheitsrechte gekommen. Als Beispiele dienen die auffälligen Versuche, gesellschaftliche Sicherheit durch Technik herzustellen. Welche Folgen kann das für die Entwicklung einer Gesellschaft haben? Sind Sicherheit und Freiheit tatsächlich als Trade-off zu denken oder sind beide vielmehr auch gemeinsam zu verwirklichen?
  • 2. Sicherheit und die Utopie vom Null-Risiko: Viele technische Neuentwicklungen werden von deren Protagonisten als technische Allheilmittel angepriesen. Sie unterstellen damit, in Zukunft einen höheren Grad an Sicherheit garantieren zu können. Können die Versprechungen, Sicherheit schaffen bzw. für Sicherheit sorgen zu können, einer kritischen Überprüfung standhalten?
  • 3. Sicherheit als Quelle von Gefahr: Oft stellen Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit (z.B. Versorgungssicherheit durch AKW oder präventive Maßnahmen in der Kriminalitätsbekämpfung) selbst ein Sicherheitsrisiko dar. Inwieweit können Sicherheitssysteme selbst zur Bedrohung werden? Wie müssen Sicherheitssysteme konzipiert werden, um nicht-beabsichtigte Folgen zu vermeiden?
  • 4. Sicherheit und Vertrauen: BürgerInnen moderner Gesellschaften vertrauen auch in der Frage der Herstellung von Sicherheit auf ExpertInnen. Welche Rolle nehmen die verschiedenen Akteure in der Sicherheitsdebatte ein? Welche Funktionen erfüllen Vertrauen und besonders Misstrauen im Zusammenhang mit Sicherheit in demokratischen Gesellschaften?
  • 5. Sicherheit und Interdisziplinarität bzw. Transdisziplinarität: Sicherheit ist als gesellschaftliches Gut eine Querschnittsmaterie. Sie kann daher nicht auf die Logik von Einzeldisziplinen reduziert werden. Wie können TA und Sicherheitsforschung hier zu einer ganzheitlichen Sichtweise beitragen? In welchen akademischen Disziplinen und Bereichen des praktischen Wissens ist sicherheitsrelevantes Wissen vorhanden, das bislang nicht genutzt wurde? Wie können herkömmliche Sicherheitsverfahren von Beiträgen anderer Bereiche profitieren?"
  • Sunday, December 16, 2012

    Ausschreibung: Karenzvertretung Bregenzerwald-Archiv

    Für die Betreuung des Bregenzerwald Archivs in Egg (Vorarlberg/Österreich) suchen wir in Karenzvertretung eine/n Archivar/in. Das Bregenzerwald Archiv ist im Auftrag seines Trägers, der REGIO Bregenzerwald, für die Übernahme von Registratur- und historischem Schriftgut der 24 Kommunen des Bregenzerwaldes zuständig. Zur Bewahrung der Überlieferung berät das Archiv die kommunalen Verwaltungen in Fragen der analogen und digitalen Ablage. Neben kommunalem Schriftgut sammelt das Archiv private Foto- und Aktenbestände, um die regionale, historische Überlieferung zu ergänzen. Das Archiv bietet Benutzern professionelle Beratung an und wendet sich mit Ausstellungen, Vorträgen und Kulturprojekten an die interessierte Öffentlichkeit.

    Aufgaben:
  • Interimistische Leitung des Bregenzerwald Archivs
  • Bearbeitung der Archivbestände der Bregenzerwälder Kommunen
  • Weiterführender Ausbau der Sammlung regionaler Quellenbestände
  • Benutzerservice
  • Vernetzung in der Vorarlberger Archivlandschaft und mit den regionalen Kulturanbietern
  • Organisation von Kultur-, Forschungs- und Vermittlungsprojekten
  • Anforderungen:
  • Fachhistorische und hilfswissenschaftliche Ausbildung
  • Erfahrung im Umgang mit regionalgeschichtlichem Quellenmaterial
  • Interesse an der Bregenzerwälder Geschichte
  • Kooperatives Wesen mit sicherem Auftreten
  • Rahmenbedingungen:
  • Stundenausmaß bis zu 80%
  • Anstellungszeitraum: ehest möglicher Eintritt bis Ende Dezember 2014

  • Die Entlohnung erfolgt gemäß Vorarlberger Gemeindeangestelltengesetz. Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per Email oder per Post bis 10. Jänner 2013 an die Regionalentwicklung Bregenzerwald GmbH, z.H. Mag. Katrin Netter, Impulszentrum 1135, 6863 Egg oder an regio@bregenzerwald.at.

    Photo von Dominik Bartenstein, Blick ins Tal, Nebel, Berge, Wiese
    Dominik Bartenstein: imgp2056.jpg, aufgenommen am 12. August 2007, Flickr, CC-BY-NC-ND

    Archivar = alle in der Bibliothek?

    Beim Zeitung-Nachlesen entdeckt: Im Standard vom 7./8./9. Dezember schreibt der Leserbeauftragte Otto Ranftl in der Rubrik "Errata":

    "Eine reduzierte Sprache bietet Stoff für Missverständnisse. Wir schrieben über den Prozess nach einem Kunstdiebstahl im Stift Klosterneuburg, die Meldung trug den Titel 'Archivar verurteilt'. Die Ausbildung für den Bibliotheksdienst reicht vom Lehrberuf bis zum Master, in der Umgangssprache sind mit Archivar aber alle umfasst, die in einer Bibliothek arbeiten" [kursive Hervorhebungen im Original]. Vielleicht bin ich nur von Wissenden umgeben, aber ich hab überhaupt noch nie (*) gehört, dass jemand zu Bibliotheksbediensteten "Archivar" und nicht naheliegenderweise "Bibliothekar" sagt. Wie schaut das bei Euch aus?

    (*) außer von JournalistInnen österreichischer Tageszeitungen - in einem Bericht des Kurier über die Nationalbibliothek, den ich vor kurzem gelesen habe, wurde sogar die Magazinsarbeiterin als "Archivarin" bezeichnet.

    Friday, December 14, 2012

    Workshop "RDA für Archive?"

    Der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare lädt zum Workshop "RDA und Semantic Web. Standardisierung im Bibliotheksbereich von Bedeutung für Archive?" am Montag, dem 4. März 2013, von 13 bis 16 Uhr im Sitzungssaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Sitzungssaal, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, A-1010 Wien.
    "Am 10. Mai 2012 hat die Vollversammlung des Österreichischen Bibliothekenverbunds beschlossen, innerhalb des OBV auf den neuen bibliothekarischen Standard RDA umzusteigen. Die Abkürzung RDA steht für »Resource Description and Access« und ist der Titel eines neuen Regelwerks für die Erschließung, das auf die digitale Welt ausgerichtet ist und einen flexiblen Rahmen zur Beschreibung analoger und digitaler Ressourcen liefert. Mit RDA wird ein hohes Maß an Übereinstimmung mit Metadatenstandards von Archiven, Museen, Verlagen und des Semantic Webs angestrebt. Die deutsche Übersetzung des Regelwerks kann derzeit von der Website der Deutschen Nationalbibliothek heruntergeladen werden."


    ALA - The American Library Association: Celebrating the launch of RDA and RDA Toolkit at ALA10, 28. Juni 2010, Flickr, CC-BY-NC-SA

    Referentinnen: Mag. Roswitha Müller, MSc, Bibliothek der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, und Mag. Verena Schaffner, MSc, Österreichischer Bibliothekenverbund, Arbeitsgruppe "Implementierung RDA" im Österreichischen Bibliothekenverbund.
    Formlose Anmeldung im VÖA-Kurssekretariat erbeten: Michaela Follner, c/o Österreichisches Staatsarchiv, michaela.follner@oesta.gv.at.

    Tuesday, December 11, 2012

    Tweeting about Facebook outage

    Facebook seems to be down - obviously computer says no... What to do? Of course tweet about it! Some of the funniest or most spot-on tweets I discovered:

  • @_collegeproblem Facebook is down just when I wanted to continue putting off studying for finals. #failbook #collegeproblems
  • @FarahSaafan So Facebook is down! I was so in denial that I restarted my laptop 3 times, and internet router twice!.. Okay.. we can survive this!
  • @_getl0w Facebook being down is the first sign of the end of the world. It appears the Internet is the first to fall.
  • @Queen_UK Ed Miliband on the phone, worried about Facebook being down. Thankfully he's got the numbers of his five friends in his phone too.
  • @jmerriman FACEBOOK IS DOWN PLEASE EXIT THE INTERNET IN A CALM AND ORDERLY FASHION
  • @Adipositivity FACEBOOK IS DOWN. Quick! Everyone run to Twitter and tweet about Facebook being down! Hurry!
  • @lexcanroar apparently Facebook is down. PROCRASTINATION IS THREATENED. MAN THE BOUNDARIES, PROTECT US
  • @DiscoDemons Facebook down. Lots of babies going to be born in 9 months.
  • @Yzgeneration #Facebook est down. Nous n'avons officiellement plus aucune raison d'exister.
  • @andrew_gunsberg Facebook is down. Emerges into sunlight. Squints. Breathes air. Speaks to actual human. Is this what I did in the olden days?
  • @RichieOfficial I was about to login in my facebook to comment that facebook is down and then i realized how stupid that thought was
  • @Jason_Pollock BREAKING: Facebook being down right now has forced the FarmVille addicts outside to see that they have dying gardens in their real yards.
  • Sunday, December 09, 2012

    Mond: Entspannung pur

    Video "NASA | Moon Phase & Libration 2013: Moon Only" vom YouTube-Kanal NASAexplorer, Hinweis von Maria Popova auf Twitter

    Thursday, December 06, 2012

    Mitarbeiter = Mitarbeiterin

    Ich habe schon mehrmals (1, 2, 3) erwähnt, dass ich diese Sätzchen sammle, mit denen die Verweigerung geschlechtergerechter Sprache begründet wird. Jetzt hab ich wieder eins gefunden:

    "In dieser Arbeit wird der Einfachheit halber die bisher gebräuchliche Terminologie in der männlichen Form verwendet, was selbstverständlich keine Diskriminierung der weiblichen bedeuten soll. So bedeutet 'Mitarbeiter' grundsätzlich auch die Mitarbeiterin, die Form 'man' schließt ebenso auch die weibliche Form mit ein. Grundsätzlich bezieht sich alles in dieser Arbeit auf Frauen wie Männer gleichermaßen" (Quelle (pdf)).

    Thursday, November 29, 2012

    Buchpräsentation: Mario Wimmer, Archivkörper

    Cover: Mario Wimmer: Archivkoerper, Konstanz University PressAm 5. Dezember um 18 Uhr wird am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften das Buch "Archivkörper. Eine Geschichte historischer Einbildungskraft" von Mario Wimmer vorgestellt. Im Zentrum steht die Begegnung zweier Figuren, eines ungewöhnlich theorieinteressierten Archivars und eines Historikers, der durch seine Leidenschaft für das Gewesene zum Dieb wurde.

    Nachdem der passionierte Privatgelehrte Karl Hauck im Frühjahr 1924 des Diebstahls von tausenden Dokumenten aus europäischen Archiven überführt worden war, gestand er seine dunkle Leidenschaft für alte Handschriften. "Archivkörper" nimmt diese Schlüsselepisode der Kulturgeschichte zum Ausgangspunkt für eine breit angelegte Darstellung historischer Einbildungskraft in der Moderne und gibt Einblicke in einen faszinierenden Ort unserer Gesellschaft: das Archiv, und dessen Geheimnisse. Der Autor liest aus seinem Buch und spricht im Anschluss daran mit Reinhard Sieder über Entstehung und Hintergründe der Studie.

    Friday, November 23, 2012

    Video: 25 Jahre Grüne in den Wiener Bezirksvertretungen

    Zum Nachschauen: die Dokumentation zu einer Diskussionsveranstaltung, die das Grüne Archiv am 8. November im Festsaal des Amtshauses Neubau organisiert hat. Am Podium: Andrea Binder-Zehetner, Herbert Sburny, Herbert Tamchina, Heribert Steinbauer. Moderation: Silvia Nossek.
    Die Grünen sind die bislang einzige dauerhafte Parteineugründung der II. Republik. ZeitzeugInnen und ExpertInnen versuchen im Rückblick auf 25 Jahre grün-alternative Bezirkspolitik in Wien eine Bewertung: Welchen Beitrag haben die Grünen zur politischen Kultur geleistet? Wie haben die anderen Parteien die ersten grünen BezirksrätInnen wahrgenommen? An welchen gesellschaftlichen Bruchstellen entstehen neue politische Bewegungen? Wann wird eine Bewegung zu einer Partei?

    Wednesday, November 21, 2012

    Der Online-Citoyen

    Im Rahmen der Hedy Lamarr Lectures 2012 spricht Caja Thimm zum Thema "Der Online-Citoyen: Mediatisierung, Demokratie und Social Media". Thimm ist Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Onlinemedien und Soziale Netzwerke. Deren Auswirkungen auf politische Kommunikation und Wahlen sind Thema ihres Vortrags.
    Ort und Zeit: Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien; 26. November 2012, 18:15 Uhr.

    Saturday, November 17, 2012

    IWK-Vortragsreihe "Um:Druck-Gespräche. Polit- und Kulturplakate in der jüngeren Geschichte Österreichs"

    Die Vortragsreihe Um:Druck-Gespräche wurde von Philipp Maurer konzipiert und in Kooperation des IWK mit dem Künstlerhaus Wien und "Um:Druck – Zeitschrift für Druckgraphik und visuelle Kultur" abgehalten: "Die Um:Druck-Gespräche vermitteln Geschichte und Theorie von Druckgraphik und Bildmedien und analysieren deren soziale und politische Botschaften, um so zu einem rationalen und kontroversiellen Diskurs über Kunst und Gesellschaft beizutragen. Heute verstehen wir unter Druckgraphik die vervielfältigten und verbreiteten Bilder. Daher sind auch Plakate, die in die Öffentlichkeit wirken wollen und künstlerischen Anspruch haben, Gegenstand der Diskussion über Druckgraphik". Die nächsten Termine:

    Donnerstag, 22.11.2012, 18.00 Uhr, Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien: Zeichnet Kriegsanleihen! Wie im Ersten Weltkrieg mit Plakaten, Postkarten und Ehrenzeichen für Heldentum, Kampfesmut und Opferbereitschaft geworben wurde. Mit Peter Enne, Kurator der Bildsammlung des Heeresgeschichtlichen Museums.

    Je mehr der Mittel zur kraftvollen Wehr - Umso früher die Wiederkehr! Zeichnet 8. Kriegsanleihe! Allgemeine Depositen-Bank. Wien: Gesellschaft für graphische Industrie, 1918, 1 Bogen. Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung, Sign. P-8135

    Donnerstag, 29.11.2012, 18 Uhr, Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien: Wählet sozialdemokratisch-christlich-national! Wie die Aufrufe, Argumente und Symbole auf politischen Plakaten der Ersten Republik Stimmung machten, warum sie wirkten und welchen Erfolg sie hatten. Mit Brigitte Pellar, Historikerin, freie Autorin, Projektmitarbeiterin im Österreichischen Gewerkschaftsbund.

    Donnerstag, 13.12.2012, 18 Uhr, Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien: Rettet die Auen! Warum Friedensreich Hundertwassers ökologisch engagierte, in teilweise sehr hohen Auflagen erschienene Druckgraphiken und seine Plakate zu Hainburg u. a. auch heute noch zu Diskussionen über Kunst, Politik und Erfolg führen.Mit Andrea Fürst, Autorin des Gesamtkatalogs Hundertwassers, Mitarbeiterin der Hundertwasser Privatstiftung.

    Tuesday, November 13, 2012

    Lieblingsmusik am Handy, Stand November 2012

    Ich hab derzeit über neunzig Lieder auf meinem Handy als "Favourites" gekennzeichnet und dachte, dass ich gerne hier festhalten möchte, was ich im November 2012 als solche betrachtet habe ;-) es steht aber fest, dass ich nur eine sehr kleine Auswahl meiner Tonträger auf dem Handy habe und mobil viele "temporäre Favoriten" mithabe, die ich also im Moment einfach gerne höre. Deshalb der Versuch einer Gliederung (innerhalb dessen alphabetisch nach Liedtitel), wobei künftige Wechsel zwischen den Kategorien durchaus wahrscheinlich sind:

    All-Time-Highs = Lieblingslieder seit vielen Jahren, wichtige Lieder

  • Beneath a phrygian sky - Loreena McKennitt [An ancient muse]
  • Durch die Nacht - Philipp Poisel [Wo fängt dein Himmel an?]
  • Eccomi - Vincenzo Bellini, gesungen von Anna Netrebko [I Capuleti e i Montecchi]
  • Fascination Street - The Cure [Disintegration]. "Let's move to the beat like we know that it's over..."
  • From Adam to Eve - Nigel Kennedy [Kafka]
  • From the edge of the deep green sea - The Cure [Disintegration]. Hat auch innerhalb der All-Time-Highs eine Sonderstellung. "And all i want is to keep it like this | You and me alone | A secret kiss | And don't go home | Don't go away | Don't let this end | Please stay | Not just for today..."
  • Incendiary Lover - Gitane Demone [Gothic Rock]. Ziemlich sicher das Höchste der All-Time-Highs, allerdings nur in dieser Version, nicht in jener aus der Zeit, als Gitane Demone noch bei Christian Death war. Darauf bin ich über einen Sampler mit Gothic Rock gestoßen, den ich mir mit 16 Jahren bei einem Sprachaufenthalt in Schottland gekauft habe. "Miasma, seduction | Slow and innocent corruption" - zumindest laut einer Onlinequelle, ich hab seit zwanzig Jahren "miles, miles" und nicht "miasma" gesungen ;-)
  • It is all tears - HIM [Uneasy listening 1]
  • King's Cross - Pet Shop Boys [Actually]
  • Komm oh Tod du Schlafes Bruder - Johann Sebastian Bach [Schlafes Bruder]
  • M - The Cure [Seventeen Seconds]. Muss ich ja mögen - ist schließlich nach mir benannt.
  • Miss Perfumado - Cesaria Evora [Miss Perfumado]
  • One - Metallica [...and Justice for all]
  • Salt in our wounds (Thulsa Doom Version) - HIM [Uneasy listening 1]
  • Solvejgs Sang - Edvard Grieg, gesungen von Anna Netrebko [Peer Gynt]. Überirdisch schön.
  • Tragedy - Christian Death [Sex and drugs and Jesus Christ]. Mein Lieblingslied von dieser einer meiner Lieblingsbands wäre ja "We fall like love", und nachdem ich seit kurzem wieder eine funktionierende Plattennadel habe, kann ich sie mir jetzt mal überspielen :-)
  • Under the ivy - Kate Bush [Hounds of love]
  • What I am - Edie Brickell & the New Bohemians [Shooting rubberbands at the stars]
  • Lieder mit Chance, All-Time-Highs zu werden

  • Addio del passato - Giuseppe Verdi, gesungen von Anna Netrebko [La Traviata]
  • Air of December - Edie Brickell & the New Bohemians [Shooting rubberbands at the stars]
  • Andauernd verliebt - Tanz Baby! [Liebe]
  • Animal nitrate - Suede [Singles]
  • Bittersweet Symphony - The Verve [Cruel intentions]
  • Casta Diva - Vincenzo Bellini, gesungen von Anna Netrebko [Norma]
  • Cloudbusting - Kate Bush [Hounds of love]
  • Close to the flame - HIM [Uneasy listening 1]
  • The English Ladye and the Knight - Loreena McKennitt [An ancient muse]
  • Englishman in New York - Sting [Nothing like the sun]
  • Feel (Radio Edit) - Robbie Williams [In and out of consciousness]. Früher hätte ich mich dafür geniert ;-) aber er singt schon wirklich gut, und bei diesem Lied liebe ich Passagen wie "I sit and talk to god, and he just laughs at my plans" und "my head speaks a language I don't understand"
  • Feel so perfect (Radio Edit) - Cape
  • The Gates of Istanbul - Loreena McKennitt [An ancient muse]
  • The golden age of grotesque - Marilyn Manson [The golden age of grotesque]
  • Hades "Pluton" - Sopor Aeternus & the Ensemble of Shadows [Dead Lovers Sarabande]
  • Ich bin traurig ("normal" und akustisch) - Tanz Baby! [Liebe]
  • Lament - The Cure [Japanese Whispers]
  • Now I'm feeling zombified - Alien Sex Fiend [Gothic Rock]
  • Nur Du - Tanz Baby! [Liebe]
  • Running to the edge of the world - Marilyn Manson [The golden age of grotesque]
  • Sieh, mein Geliebter, hier hab ich Gift - Sopor Aeternus & the Ensemble of Shadows [Dead Lovers Sarabande]
  • Solitude Standing - Suzanne Vega [Solitude Standing]
  • Song 2 - Blur [Blur]
  • Photo Klarinette auf Musiknoten
    Nina Matthews: The challenge begins day 1/5, aufgenommen am 5. August 2009, Flickr, CC-BY.

    hör ich einfach immer wieder gerne

  • Abschied von Eschberg - Hubert von Goisern [Schlafes Bruder]
  • Ace of Spades - Motörhead
  • And dreams of sheep - Kate Bush [Hounds of love]
  • Autumn regrets - Nigel Kennedy [Kafka]
  • Billy Boola - Bono, Gavin Friday [In the name of the father] - eines der Lieder, wo ich immer tanzen muss ;-)
  • Bird of passage - The Mission [Grains of sand]
  • Blue rodeo - Ann-Margret? [aus dem gleichnamigen Film]
  • Fallen forest - Nigel Kennedy [Kafka]
  • Filmstar - Suede [Singles]
  • For you (Unplugged Radio Live) - HIM [Uneasy listening 1]
  • Gypsy - Suzanne Vega [Solitude Standing]
  • I do - Edie Brickell & the New Bohemians [Shooting rubberbands at the stars]
  • Irgendwo im Süden - Stefan Waggershausen [Unterm Cajun-Mond]. So eine Art deutsche Variante von "Und irgendwann bleib i dann dort".
  • Junge Römer - Falco [Junge Römer]. Die tanzen eben anders.
  • Kingdom come - The Mission [Grains of sand]
  • Laurenziberg - Yaga T. [Yaga T.]. Moderne Volksmusik.
  • Lichtgestalt - Lacrimosa [Lichtgestalt]
  • Love - The Mission [Grains of Sand]
  • Lovely - The Mission [Carved in Sand]
  • Maybe someday - The Cure [Bloodflowers]
  • Mein Herz - Tanz Baby! [Liebe]
  • Mother stands for comfort - Kate Bush [Hounds of Love]
  • New Road - Nigel Kennedy [Kafka]
  • One more chance - Pet Shop Boys [Actually]
  • Sklave der Liebe - Albert Morawitz [What a treat]. Auf einem Sampler aus Wiener Neustadt, den die Bürgerliste Schreiner im Gemeinderatswahlkampf 1995 finanziert hat... Mei, ist das lang her, da hab ich noch bei der NÖN gearbeitet.
  • Sodade - Cesaria Evora [Miss Perfumado]
  • Solitude - Nigel Kennedy [Kafka]
  • Stairway to Heaven - Led Zeppelin [Led Zeppelin IV]
  • Suffragette City - David Bowie [The rise and fall of Ziggy Stardust]
  • Zärtliche Liebe - Ludwig van Beethoven, gesungen von Fritz Wunderlich [Wunderlich privat]
  • Where the wild roses grow - Nick Cave & The Bad Seeds feat. Kylie Minogue [Murder Ballads]
  • Temporäre Favoriten, die ich derzeit besonders gerne höre

  • Bhairavi - Anoushka Shankar [Traveller]
  • Dogs - Christian Death [Deathwish]
  • Get back Jack - Redstone Hall [Elephant]. Das war auf meinem Handy vorinstalliert und hat mir gleich gefallen.
  • The golden age - The Asteroids Galaxy Tour [Fruit]. Kenn ich aus der Heinekenwerbung und finde ich witzig.
  • I lost my star in Krasnodar - Lacrimosa [Sehnsucht]. Mir gefallen "Seele in Not" und "Ich bin der brennende Komet" ja um einiges besser, aber das hab ich nicht am Handy, und so find ich das gerade auch sehr okay ;-)
  • Ch'io mi scordi di te? - Wolfgang Amadeus Mozart, gesungen von Magdalena Kožena [Idomeneo]
  • Immer weiter - Budzillus [Auf Gedeih & Verderb] - die Band hab ich bei einem "Polizeiruf" gehört, und dieses Album ist das erste (und vorläufig auch einzige), das ich mir nur digital gekauft habe.
  • Ka-Boom Ka-Boom - Marilyn Manson [The golden age of grotesque]
  • Kanya - Anoushka Shankar [Traveller]
  • Là ci darem la mano - Wolfgang Amadeus Mozart, gesungen von Anna Netrebko und Thomas Quasthoff [Don Giovanni]
  • Lady Stardust - David Bowie [The rise and fall of Ziggy Stardust]
  • Lied an den Mond - Antonín Dvořák, gesungen von Anna Netrebko [Rusalka]
  • Si no puedo verla - Anoushka Shankar [Traveller]
  • Skyfall - Adele. Super Lied zu super Film.
  • Starman - David Bowie [The rise and fall of Ziggy Stardust]
  • The Whistleman - Thomas Quasthoff [Tell it like it is]
  • Wo bist du - Tanz Baby! [Liebe]
  • You made me the thief of your heart - Sinead O'Connor [In the name of the father]
  • Vortrag: Medientheorie des Papiers

    Am Montag, dem 19. November, um 18 Uhr spricht Lothar Müller im IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften) über "Das Blatt und das Netz. Überlegungen zu einer Medientheorie des Papiers".


    librarymistress: Bibel, aufgenommen am 15. September 2010 im Eisenstädter Dom, Flickr, CC-BY-SA

    "Die Debatten über die aktuelle Medienrevolution, zumal über das künftige Verhältnis zwischen papiergebundenen Medienformaten und elektronischen Formaten, leiden unter der verkürzten Wahrnehmung der Medienrevolution der Frühen Neuzeit. Wie auch immer die Prognosen ausfallen, eines scheint gewiss: Die Welt, die wir hinter uns zu lassen beginnen, ist die Gutenbergwelt. Schon ihr Begriff, zu dessen Popularisierung die Medientheorie Marshall McLuhans maßgeblich beigetragen hat, signalisiert, dass der perspektivische Fixpunkt ihrer Wahrnehmung die Druckerpresse ist. Die allgegenwärtige rhetorische Opposition von Buch (Herkunftswelt) und Netz (Zukunft) entspringt dem gängigen Bild der Gutenbergwelt. Die darin enthaltene Marginalisierung des Papiers als eine Art Benzin der Druckerpresse lässt sich innerhalb dieses Standardmodells nicht aufheben. Ausgangspunkt einer Medientheorie des europäischen Papiers kann nur die Einsicht sein, dass bei der Einführung der Druckerpresse zwei Medien miteinander fusionieren, die jeweils ihre eigene Logik haben: Presse und Papier. Weder das Buch noch die Druckerpresse sind daher ihr perspektivischer Fixpunkt, sondern die technologische Grundeinheit des Papiers selbst: das Blatt".

    Saturday, November 10, 2012

    25 Jahre Grüne in der Bezirksvertretung - Ausstellung des Grünen Archivs

    Das Grüne Archiv (also ich ;-) hat heuer gemeinsam mit der Bezirkekonferenz und mehreren grünen Bezirksorganisationen eine Wanderausstellung zum Thema "Da wernma noch lang sitzen. 25 Jahre Grüne in den Wiener Bezirksvertretungen" gestaltet. Am 8. November 1987 sind nämlich in alle 23 Bezirksvertretungen grüne BezirksrätInnen eingezogen. Darüber hab ich ja hierorts schon mal geschrieben. Ich hab aber vor lauter Arbeit daran ganz vergessen, an dieser Stelle die Prototypausstellung in Wien-Währing und die große Eröffnung der Ausstellung in Wien-Neubau anzukündigen. Hier ein kleiner audiovisueller Eindruck von der Veranstaltung in Neubau am Donnerstag:

    Das soll mir mit den nächsten Stationen nicht passieren! Also: herzliche Einladung zur nächsten Ausstellung in Hernals! "Material aus dem Archiv der Hernalser und Wiener Grünen zu den Wurzeln und der Geschichte der Grünen, zu bürgerlichen und grün-alternativen Aktivitäten von der Arena-Besetzung bis zur Rot-Grünen Koalition in Wien". Ort und Zeit: H:49, Bezirkslokal der Hernalser Grünen, Hernalser Hauptstraße 49, Freitag, 23. November, ab 19 Uhr. Eröffnung mit Gemeinderat Rüdiger Maresch (Facebook-Event).

    Zum Vormerken: Am 6. Dezember folgt Leopoldstadt, am 12. Dezember Brigittenau. Details folgen.

    Saturday, November 03, 2012

    Neuerwerbungen

    Eine Freundin hat mir eine Kiste mit Büchern vom Flohmarkt der Stadtbibliothek Linz mitgebracht :-) unter den edlen SpenderInnen muss wohl ein Star Trek-Fan gewesen sein...

  • Diane Carey: Die Katakombe. Heyne 1998 (Star Trek: Deep Space Nine 16)
  • David Bischoff: Die Epidemie. 3. Aufl. Heyne 1997 (Star Trek: Die nächste Generation 29)
  • Dafydd Ab Hugh: Gleichgewicht der Kräfte. Heyne 1997 (Star Trek: The next generation 43)
  • Simon Hawke: Die Rückkehr der Despoten. Heyne 1997 (Star Trek: The next generation 46)
  • Jean Lorrah: Überlebende. 6. Aufl. Heyne 1996 (Star Trek: Die nächste Generation 4)
  • Peter David: Vendetta. 4. Aufl. Heyne 1995 (Star Trek: Die nächste Generation 20)
  • Michael Jan Friedman: Das verschwundene Juwel. 5. Aufl. Heyne 1996 (Star Trek 17)
  • Bill McCay / Eloise Flood: Ketten der Gewalt. 2. Aufl. Heyne 1995 (Star Trek: Die nächste Generation 25)
  • Diane Carey: Der Weg des Kriegers. Heyne 1998 (Star Trek: Deep Space Nine 15)
  • Diane Carey: Gespensterschiff. 6. Aufl. Heyne 1995 (Star Trek: Die nächste Generation 5)
  • Michael Jan Friedman: Relikte. Heyne 1996 (Star Trek: The next generation 37)
  • Dafydd Ab Hugh: Invasion 4. Die Raserei des Endes. Heyne 1998 (Star Trek: Voyager 9)
  • L.A. Graf: Invasion 3. Der Feind der Zeit. Heyne 1998 (Star Trek: Deep Space Nine 19)
  • Donald F. Glut: Das Imperium schlägt zurück. Filmbuch mit Fotos. Goldmann 1980
  • Jean-François Lyotard: Das postmoderne Wissen. Ein Bericht. 4. Aufl. Passagen Verlag 1999 (Edition Passagen 7)
  • Neil Postman: Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie. 17. Aufl. Fischer 2006
  • Hugo von Hofmannsthal: Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes. 14. - 17. Tausend. Fischer 1994
  • Hugo von Hofmannsthal: Der Tor und der Tod. 39. Aufl. Insel 1992 (Insel-Bücherei 28)
  • Friday, November 02, 2012

    Fünf Gründe für Bewegungsarchive

    Basierend auf einem Text von Rick Prelinger, gestalteten die Activist Archivists und Mitglieder der OWS Archive working group eine Karte mit den wichtigsten Argumenten, warum Bewegungen ihre Materialien archivieren sollen: "the card spells out the importance of groups taking responsibility for the record of their activity in simple terms". Sie kann hier als pdf-Druckvorlage runtergeladen werden. Ich versuche hier einmal, den Text zu übersetzen, und freue mich über Verbesserungsvorschläge:

    Warum archivieren?

  • Verantwortung: Archive sammeln Beweismaterial, mit dem die Mächtigen zur Verantwortung gezogen werden können.
  • Zugänglichkeit: Archive machen die reichhaltigen Belege unserer Bewegungen zugänglich. Diese können wir verwenden, um Transparenz sicherzustellen, Diskussion anzuregen und direkte Aktionen zu ermöglichen.
  • Selbstbestimmung: Wir definieren unsere eigenen Bewegungen selbst. Wir müssen unsere eigenen Aufzeichnungen kreieren und erhalten.
  • Bildung: Videos, Flyer, Websiten und Schilder von heute bilden Material für Erfahrungsaustausch, Lehre und Mobilisierungen von morgen.
  • Kontinuität: So wie frühere Bewegungen uns inspirieren, werden neue AktivistInnen aus den Erfahrungen, die wir festhalten, lernen.
  • Sterbende Orte. Verödende Städte

    Am 13. November findet im Vortragssaal der Nö Landesbibliothek das Symposion "Sterbende Orte. Verödende Städte. Welche Zukunft haben Niederösterreichs Zentren?" statt (Hinweis aus einer Presseaussendung).
    "So gut wie alles, was seit jeher und noch bis vor wenigen Jahrzehnten in den Innenbereichen der Städte und Dörfer Platz fand, ja diese erst zu Zentren machte, ist heute an die Peripherie abgewandert - fein säuberlich nach Funktionen getrennt: das Wohnen in die Einfamilienhausgebiete, das Arbeiten in die Gewerbegebiete, das Einkaufen an die Kreisverkehre und Ortseinfahrten an den Siedlungsrändern. Die Siedlungskerne dagegen sind zunehmend von Leerstand und Niedergang betroffen.
    Darunter leiden zum einen das soziale und kulturelle Leben insbesondere im ländlichen Raum. Darunter leiden zum anderen Grünraum und Umwelt, zumal diese Randwanderung enorm viel Boden verbraucht und nur durch den Autoverkehr ermöglicht wird. Und darunter leiden das Stadt- und Ortsbild beziehungsweise die Kulturlandschaft - die Visitenkarten unserer Zeit und unserer Gesellschaft.
    ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich widmet sich im Rahmen seines alljährlichen Raumplanungssymposiums 2012 dieser Thematik. Dabei werden die regionalen und überregionalen Ursachen dieser weit über Niederösterreich hinausgehenden Entwicklung diskutiert und modellhafte Beispiele für vitale oder revitalisierte Städte und Dörfer vorgestellt".

    Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten. Ort und Zeit: 13. November 2012, 13:30 bis 18 Uhr, NÖ Landesbibliothek Vortragssaal, Landhausplatz 1, 3100 Sankt Pölten.

    Die Schenkel der Bibliothekarin

    Im Text "Fritz! Es ist ein Traum!", der in der Presse vom 26. Oktober erschien, schildert Frederic Morton seine Erinnerungen, als er als Jugendlicher nach Manhattan kam, unter anderem wie aufregend es war, die Public Library in der 145th Street zu besuchen:

    "Dabei ging es um eine gewisse Bibliothekarin der Öffentlichen Bibliothek in der 145th Street. 'Miss Harriet Poynton' stand auf dem Schild auf ihrem Tisch, doch unter dem Tisch quollen schokoladebraune Schenkel hypnotisierend unter ihrem kurzen Rock hervor, die wilde Fantasien auslösten; diese begannen immer mit sehr viel feuchter Zungenberührung (...). Doch abgesehen von ihrem heißen Körper, hatte Miss Poynton auch einen Schlüssel, der ebenso heiß war, den Schlüssel zu einer Vitrine, in der Webster's Unabridged Dictionary stand. Wenn sie sich bückte und mit dem Schlüssel das Schloss penetrierte, entfachte sie in mir eine zweifache Libido. Die zweite war meine Lust auf Wortschatz".

    Thursday, November 01, 2012

    Als der Ofen kalt blieb

    Eine frühere Kollegin von mir hat an der neuen Ausstellung im Brennpunkt° Museum der Heizkultur mitgearbeitet. Sie widmet sich dem Thema Als der Ofen kalt blieb. Improvisierter Haushalt um 1945" und wird bis 29. Mai 2013 gezeigt.

    Aussenaufnahme Museum der Heizkultur Wien
    Bild: Brennpunkt° Museum der Heizkultur

    "Die Ausstellung setzt ein mit dem Krieg, der Versorgungslogistik und der nationalsozialistischen Propaganda rund um den Kohlenklau, der vor Energieverschwendung warnte. Sie reicht bis in die 1950er-Jahre, als sich die Energieversorgung stabilisierte und Zuwachs an Energieverbrauch als positives Zeichen des Wachstums verstanden wurde".

    Ungarn: Politik im Kinderbuch

    Ein Kollege hat mich auf diesen interessanten Beitrag über ein ungarisches Kinderbuch aufmerksam gemacht, der am 5. Oktober im Pester Lloyd erschienen ist: "Höhepunkt des Machwerks ist die Darstellung der evolutionären und rassischen Überlegenheit der Magyaren. (...) Dieses 'Kinderbuch', das dem Beobachter zunächst als ein singulärer Ausrutscher eines Radikalinskis erscheinen könnte, ist jedoch Ausdruck des neuen ideologischen Mainstreams in Ungarn, daher ist es auch in den meisten Buchhandlungen erhältlich".

    In diesem Zusammenhang weise ich auf die Veranstaltung "Rechtspopulismus in Europa" hin, die einen Fokus auf Ungarn haben wird:
    "Ganz Europa sieht sich mit erstarkenden politischen Gruppierungen konfrontiert, die für sich beanspruchen im Namen "des Volkes" zu sprechen. Diese populistischen Parteien denunzieren die anderen als elitär und greifen kulturelle, ethnische und religiöse Minderheiten an. Grundlagen des Zusammenlebens wie Respekt und Toleranz, Freiheit und Vielfalt werden in Frage gestellt". Die Grüne Bildungswerkstatt Wien, Grüne Bildungswerkstatt Burgenland und die Grünen 55plus Burgenland laden zur Diskussion mit Zoltán Zarándy von den ungarischen Grünen und Birgit Meinhard-Schiebel (stv. Obfrau Gplus Österreich, vice chair woman ENGS). Im Fokus: Politischer Populismus und extremistische Tendenzen in Ungarn. Ort und Zeit: Samstag, 17. November 2012, 17.30 Uhr, Arche Jennersdorf, Hauptplatz 2.

    Tuesday, October 30, 2012

    Film in der Landwirtschaft als historische Quelle

    Das Archiv für Agrargeschichte in Bern veranstaltet am 9. November ein Symposion zum Thema "Der Film in der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft im Film":
    "Das Archiv für Agrargeschichte erschloss in den vergangenen zehn Jahren zahlreiche filmische Quellen. Dieses audiovisuelle Archivgut, das oft aus sogenannten Gebrauchsfilmen besteht, die zu Lehr-, Dokumentar- oder Werbezwecken hergestellt wurden, stellt nicht nur spezielle Anforderungen an die Aufbewahrung, sondern auch an die Vermittlung und die Interpretation. Für die Archive und die historische Forschung sind audiovisuelle Archivalien insofern eine besondere Herausforderung, als sowohl ihre Aufbewahrung als auch ihre Vermittlung und Auswertung technisch erheblich komplexer und methodisch anders sind als dies bei schriftlichen Quellen der Fall ist. Zudem ist es für die wissenschaftliche Kritik – die genauso zur Forschung gehört wie die Quellen, Methoden und Theorien – heute aufgrund des schwierigen Zugangs zum Material und der noch wenig entwickelten Methoden der Auswertung audiovisueller Quellen noch kaum möglich, Einsichten, Aussagen und Argumentationen, die auf der Auswertung von Film- und Tondokumenten basieren, anhand der verwendeten Quellen selber zu überprüfen. Die Fragen zur Produktion, Konservierung und Auswertung von Filmen werden an diesem wissenschaftlichen Kolloquium thematisiert".

    Programm:

  • 09.00-09.30 Mehr als ein dankbares Sujet: Bedeutung und Funktion der Landwirtschaft für die Filmproduktion im 20. Jahrhundert (Peter Moser, Archiv für Agrargeschichte)
  • 09.45-10.15 Sammeln, Aufbewahren und Konsultieren von Filmmaterial im Lichtspiel Bern (David Landolf, Lichtspiel Bern)
  • 10.30-11.45 Vom Glarnerland in die Welt hinaus: eine filmhistorische Spurensuche (Anita Gertiser, Seminar für Filmwissenschaft, Universität Zürich)
  • 12.00-13.15 Mittagspause
  • 13.30-15.30 Von der Suche über die Erschliessung und Reproduktion bis zur Interpretation. Der Umgang mit Filmmaterial im Archiv für Agrargeschichte. Dargestellt am Beispiel historischer Aufnahmen (Martina Ineichen & Thomas Schibli, Archiv für Agrargeschichte)
  • 16.00-18.15 Filmvorführung: "Les petites fugues" von Yves Yersin. Einleitung und Diskussion (Christian Iseli, Filmemacher; Le terroriste Suisse; Der Stand der Bauern; Das Album meiner Mutter u.a.)
  • Hinweis aus h-soz-u-kult.


    librarymistress: "Blick von unten", aufgenommen am 7. Juni 2012 in Blumau, Flickr, CC-BY-SA

    Monday, October 29, 2012

    Susan Sarandon als Bibliothekarin

    Dorian Waller stellt im Standard vom 25./26.Oktober unter dem Titel Der alte Mann und die Maschine den neuen Film "Robot & Frank" vor, und da gibt es einen Bezug zu Bibliothek und Bibliothekarin :-)
    Frank, früher ein erfolgreicher Einbrecher, genießt seinen Ruhestand: "Seine kleinen Alltagsfreuden beschränken sich auf das Flirten mit der nicht gänzlich abgeneigten Bibliothekarin Jennifer (Susan Sarandon) und gelegentlichen Ladendiebstählen". Frank bekommt dann von seinem Sohn einen Roboter als Pfleger geschenkt: "Franks zunehmende Demenz wird durch das Verschwinden des gedruckten Wortes gespiegelt. Als er erfahren muss, dass seine geliebte Bücherei als unzeitgemäße Institution geschlossen wird, besinnt der Bibliophile sich auf seinen alten Brotberuf. Praktischerweise ist auch der Roboter, der alles tut, um Frank eine belebende Aktivität zu ermöglichen, ein formidabler Schlösserknacker. Folglich ziehen die beiden aus, um zunächst eine alte Ausgabe von, ausgerechnet, Don Quixote und später ein paar Juwelen einzusacken".

    reading diary

    recently finished
    Judith Van Gieson: The stolen Blue. A Claire Renier Mystery. Penguin 2000
    Eva Leipprand: Politik zum Selbermachen. Eine Gebrauchsanweisung. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2011 (Lizenzausgabe von Suhrkamp)
    David Lodge: Therapy. Penguin 1995
    Erika Feigl-Burghart: Mädchenjahre hinter Stacheldraht. Sowjetunion 1945 - 1949. Hermannstadt: hora Verlag 2011
    Gerhard Trommer: Schön wild. Warum wir und unsere Kinder Natur und Wildnis brauchen. München: Oekom 2012
  • Dirk Vogt: Der Bahnpendler. Das leidensfähige Wesen als solches oder Der reine Bahnsinn! BoD 2008 (Kindle ed.)
  • Flugblätter der Weißen Rose (Kindle ed.)

    currently reading

  • Lisabeth Shatner: Captain's Log. William Shatner's personal account of the making of Star Trek V The final frontier. New York: Pocket Books 1989
  • Nicholas Meyer: The view from the bridge. Memories of Star Trek and a life in Hollywood. London: Plume 2010
  • K. Bruhns (Hrsg.): Briefe zwischen A. v. Humboldt und Gauss. Zum hundertjährigen Geburtstage von Gauss am 30. April 1877. Leipzig: Wilhelm Engelmann 1877 (Kindle ed.)
  • e-only für Nomenklatur okay

    In der Zeitschrift Polar Research (erfreulicherweise unter der Lizenz CC-BY-NC) steht: "The International Commission on Zoological Nomenclature has passed an amendment to the International Code of Zoological Nomenclature so that electronic-only publication of nomenclatural acts for animals are accepted as legitimate if the electronic-only journal meets criteria of archiving and the article is registered on the ICZN's official online registry, ZooBank. (...) The International Code of Nomenclature for Algae, Fungi and Plants (formerly the International Code of Botanical Nomenclature) also permits the publication of names of new taxa in electronic-only journals: it is not required to deposit paper copies in libraries".

    Photo von vier bräunlichen Pilzen
    Pilze, aufgenommen in Lindgrub am 26. Oktober 2012, Flckr, CC-BY-SA

    Sunday, October 28, 2012

    Mein erster Archivtag, Teil 1

    Am 24. September habe ich an meiner ersten Archivtagung teilgenommen, und zwar am 37. österreichischen Archivtag in Krems. Da ich ja von der Ausbildung her keine Archivarin, sondern Bibliothekarin bin, ist mein Bericht eindeutig aus der Sicht der Newcomerin zu verstehen. Vielleicht hab ich also manches nur falsch verstanden - ich nehme daher gerne Feedback von archiverfahrenen LeserInnen entgegen. Die Diskussionsthemen kamen mir jedenfalls aus dem Bibliothekswesen durchaus bekannt vor. - Zunächst ist mir der enorme Unterschied in Dauer und TeilnehmerInnenzahl zum Bibliothekar*tag aufgefallen. Der Archivtag dauert nur einen Tag, direkt anschließend findet der mehrtägige Historikertag statt. Aber wenn ich mich richtig erinnere, haben früher bibliothekarische Tagungen immer wieder im Rahmen von Philologenkongressen stattgefunden, und es wurde die Frage gestellt, ob wissenschaftliche Bibliothekare Philologen sein sollen.

    Der erste Programmpunkt war ein Workshop über Records Management, der nur auf Einladung besucht werden konnte, aber das ist ohnehin im Moment kein Thema für mich.

    Den Eröffnungsvortrag "Der Wert archivalischer Quellen - aktuell oder doch nicht?" hielt Martin Scheutz, ao.Prof. am Institut für Geschichte der Universität Wien. Ehrlich gesagt ließ mich das Referat etwas ratlos zurück, und ich bin froh, dass der Vortragende zum Schluss zusammengefasst hat, was er uns eigentlich sagen wollte. Zunächst stellte Scheutz Bauten des Schweizer Architekten Peter Zumthor vor, wie die Gedenkstätte für Hexenverbrennung im nordnorwegischen Vardø, die Zumthor gemeinsam mit der Künstlerin Louise Bourgeois gebaut hat. Das Gebäude wirkt wie ein Kajak, der in eine Holzkonstruktion eingebettet ist, und symbolisiert so die lokalen Traditionen Fischfang und Fischtrocknung. Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang die Bezeichnung "boshaftes Gedächtnis" (ich hatte mir den Urheber des Begriffs nicht gemerkt, aber dank Archivalia und dem Archiv der Mailingliste Hexenforschung weiß ich nun wieder, dass er vom Volkskundler Karl-Sigismund Kramer stammt).
    Danach berichtete Scheutz von der NÖ Qualitätsoffensive für Gemeindearchive. Als positives Beispiel wurde das Stadtarchiv Zwettl vorgestellt: Transkriptionen der Ratsprotokolle wurden online gestellt, die Schriftenreihe Zwettler Zeitzeichen mit Bänden wie "Geschlechterrollen im Zwettl der Frühen Neuzeit" oder "Jüdisches Leben in Zwettl" ins Leben gerufen.
    Dann stellte Scheutz die Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung" vor, und zwar jeden. einzelnen. Band. von. neun. Um zu zeigen, wie verschiedenartig die Quellen sein können, mit denen sich die Geschichtswissenschaft beschäftigt, hätten drei sicher auch gereicht. Zum Schluss zitierte er Lessing, dass ein Archivar nicht dazu da sei, jedem Esel das Heu auf die Raufe zu stecken.
    Die Aussage des Moderators, dass es ja normalerweise nach einer Keynote nicht üblich sei, Fragen zu stellen, aber wenn jemand unbedingt wolle, könne er/sie ja, führte wie erwartet nicht wirklich zu einer Diskussion ;-)

    Die nächste Vortragende war Eva Blimlinger [Disclaimer: Blimlinger ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für das Grüne Archiv, was aber meinen Bericht meiner Meinung nach nicht beeinflusst], der Vortrag trug den Titel "'Digital-analog' - das Digitalisat und der Akt in Forschung und Lehre". Blimlinger verglich, wie sich das Thema Reproduktion / Digitalisierung in der Benutzungsordnung des Österreichischen Staatsarchivs in den letzten Jahren entwickelt hat, zum Beispiel in Hinblick auf das eigenständige Photographieren, u.a. für die Lehre. Sie betrachtete die Kritik und große Skepsis der Archive gegenüber der Digitalisierung als nicht nachvollziehbar und forderte eine Open-Access-Politik und den freien Zugang zu Quellen unter freien Lizenzen. Die Ausgangsquelle solle dabei aber unbedingt erhalten bleiben, nur das Digitalisat aufzubewahren, sei eine fatale Vorgangsweise, da keine Reproduktion das Original ersetzen könne. Die Lehre dürfe sich nicht nur auf "desk research" stützen, es sei auch erforderlich, die Studierenden zu Archivbesuchen anzuhalten und ihnen Quellenkritik - bei "physischen" ebenso wie bei digitalen Quellen - beizubringen. Schlusssatz: "Nicht nur das Staatsarchiv, auch das Internet ist ein Archiv".
    Bei der Diskussion fühlte ich mich bei zwei Aussagen wieder stark ans Bibliothekswesen erinnert: 1. Man könne ja nichts unter freie Lizenzen stellen, weil dann könnten ja auch Firmen damit Geld verdienen. Abgesehen davon, dass es ja auch NC-Lizenzen gibt: warum sollen die Firmen das auch nicht, wenn es die Archive nicht selber tun. Auch in der dort erwähnten PublicSectorInformation-Richtlinie ist die kommerzielle Verwendung ein wesentlicher Punkt. Erinnert mich auch ein bisschen an Museen, die das Photographieren auch ohne Blitz verbieten, aber keine Postkarten von den Objekten anbieten, die man ja gerne kaufen würde, weil sie im Normalfall eh viel besser sind als die eigenen Bilder mit Handy oder Pimperlkamera. 2. Man sei auf die Einnahmen aus Reproduktionen angewiesen. Wenn ich jetzt an meine Bibliothekserfahrungen zurückdenke, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir die Auftragskopien / -scans zu einem annähernd kostendeckenden Preis anbieten hätten können, das wäre für die BenutzerInnen viel zu teuer gewesen.