Friday, March 24, 2006

"Beschützen Sie ein deutsches Wort und übernehmen Sie dafür die Verantwortung: Entwickeln Sie das Wort weiter, pflegen Sie es, hüten Sie es vor Missbrauch oder Verdrängung! Schreiben Sie Gedichte mit Ihrem Wort, tauschen Sie sich aus mit anderen Wortpaten und schaffen Sie Wörterbiotope oder -museen, ertüfteln Sie Wortspielereien. Und helfen Sie gleichzeitig mit einer kleinen Spende dem gemeinnützigen Verein Deutsche Sprache" - dieser lädt zur Übernahme einer Wortpatenschaft ein, was fünf Euro kostet. Welches Wort würde ich nehmen? Schwere Entscheidung. Gut, dass es auch eine "Zufallsfunktion" gibt, die liefert: Leseschüler, Bucharzt, Lohnschreiberei, aber auch Heringsblick, Leilachfochter und Nasenbrand. Muss man eigentlich wissen, was das Wort bedeutet, dessen Patin man wird? - Quelle: Der Standard via Volltext.

Thursday, March 23, 2006

Die österreichische "virtuelle Immobilienbibliothek" wurde heute online eröffnet: "Erstmals werden fast alle Diplomarbeiten der immobilienbezogenen Studiengänge der Fachhochschulen Kufstein, Wien und Wiener Neustadt sowie der TU Wien und die entsprechenden Abschlussarbeiten der Donau-Universität Krems unter einem elektronischen Dach zu finden sein", heißt es in einer Presseaussendung des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich. Die bisher verzeichneten Diplomarbeiten sind teilweise mit Abstracts, teilweise mit pdf-Volltext drinnen.
Ich, die ich am liebsten Tag und Nacht ein "Proud to be a librarian"-Leiberl anzöge, hatte zum ersten Mal seit langem nicht die geringste Lust, in die Arbeit zu fahren. Irgendwie kam mir vor, ich tue nichts anderes mehr als ausleihen und zurücknehmen, Rechnungen bearbeiten (bääh!!) und Fernleihebestellungen bearbeiten. Und da hatte ich kurz Zweifel, ob das wirklich das ist, was ich noch länger tun will. Bitte: Ich sehne mich sogar richtig nach Katalogisieren!!!
Aber jetzt liest neben mir ein Vater seinem Kind gerade aus dem "Library Dragon" vor - sogar unsere Buchsicherungsanlage wurde zur Erklärung vorgeführt :-)) Außerdem waren fast alle BenutzerInnen heute freundlich, ich konnte einigen helfen, und die Rechnungen und Fernleihen hielten sich auch in Grenzen. Also bin ich wieder nicht nur "proud", sondern auch "happy to be a librarian".
Die Studienbibliothek der Pädagogischen und der Berufspädagogischen Akademie in Graz lädt zur Eröffnung der Ausstellung "Shape. Impressionen der weiblichen Erotik" von Andrea Körpert und Jean Oliver Kubbilun im Lesesaal. Termin: Donnerstag, 30. März, 19 Uhr.
Der UniversitätslehrerInnenverband lädt zum Pressegespräch im Rahmen seines Schwerpunktes "Reparaturwerkstatt Universität". Ort und Zeit: Montag, 27. März 2006, 11 Uhr, Marietta Blau-Saal, Hauptgebäude der Universität Wien.
Gegenstand des Pressegesprächs sind dringende Reparaturmaßnahmen am Universitätsgesetz 2002. Der UniversitätslehrerInnenverband wird an die Adresse der Politik zehn Punkte einfordern, die einer gesetzlichen Änderung bedürfen, weil sie innerbetrieblich (über die Satzung) überhaupt nicht oder nur völlig unzureichend gelöst werden können.

Wednesday, March 22, 2006

Klaus Graf hat in Netbib darauf hingewiesen, dass man mit einem Ausweis der Koninklijken Bibliotheek in Den Haag deren Datenbanken (wie MUSE und JSTOR) auch von zuhause nutzen kann und dass man diesen Ausweis auch online bestellen kann. Für ein Jahr fallen fünfzehn Euro an. Diesem wertvollen Hinweis bin ich gefolgt, und heute kam mein "Gebruikerspas" per Post.
In MUSE hab ich einige interessante Artikel zu meinem Seminararbeitsthema gefunden, das ich jetzt einmal "Lebenszeichen im Netz. Online-Tagebücher, private Websites und ePortfolios als biographische Quellen" betitelt habe. Und in Österreich bietet keine einzige Bibliothek einen Zugriff.

Neuerwerbungen

  • Sylvie Kurtz: Mask of a hunter. Harlequin 2004 ("Desperate to find her missing sister, librarian Aurora Cates hadn't counted on being dragged into the arms of the dark, unpredictable hunter")
  • Jennifer LaBrecque: Barely mistaken. Harlequin 2002 ("Librarian Olivia Cooper, daughter of the town drunk, will do almost anything to gain respectability - even marry wealthy, but oh-so-dull, Adam Rutledge. But the night of the local costume party, Adam shows another side: daring, dangerous and very, very sexy. Only, Oivia never guesses that the right chemistry will lead her into the wrong bed...")
  • Tuesday, March 21, 2006

    Das Cybersoc-Weblog von Robin Hamman wird diese Woche von GastbloggerInnen befüllt. Bisher schrieben Richard Sambrook über citizen journalism und Nancy White über online group interaction.
    Die Tübinger Autorin Evelyne Okonnek wurde für ihren Debütroman "Die Tochter der Schlange" mit dem Wolfgang Hohlbein-Preis ausgezeichnet. Ihr Buch wurde unter achthundert Einsendungen ausgewählt. Quelle: Stuttgarter Nachrichten.
    Tippfehler in Online-Katalogen? Wer hat sich darüber nicht schon einmal geärgert (was nicht automatisch bedeutet, dass man selbst keine macht). Ich habe nun mehrere Texte gefunden, die sich dieses leidigen Themas annehmen:
  • Tina Gunther: "LibTypos: Playground for a Compulsive Proofreader". In: Associates. The Electronic Library Support Staff Journal 12 (2006) 3 (Link)
  • Wendee Eyler: "Paradise Lost is Found: Typographical Errors in Online Catalogs". In: Associates. The Electronic Library Support Staff Journal 10 (2004) 3 (Link)
  • Libtypos-L: "For librarians or other database managers who are interested in sharing information about common typographical errors. The goal is to maintain an effective file of the most likely problem words"
  • Terry Ballard, Tina Gunther: "Typographical Errors in Library Databases" (Link)
  • Phalbe Henriksen: "More Typographical Errors in Library Databases" (Link)
  • Jeffrey Beall: "Metadata and Data Quality Problems in the Digital Library". In: Journal of Digital Information 6 (2005) 3 (Link) - ob die Notiz des Herausgebers "The original version has been removed because it had typos" ein Scherz ist, konnte nicht herausgefunden werden ;-)
  • Sylvia A. Gardner: "Spelling Errors in Online Databases: What the Technical Communicator Should Know". In: Technical Communication, Vol. 39 (1992), S. 50 - 53

  • Ergänzung 23.3.2006: Terry Ballard schreibt in seinem Weblog "Librarian on the edge" über "Typorgaphical errers and me". Er berichtet unter anderem, wie er zu dem Thema kam. Die oben erwähnte Liste "Typographical Errors in Library Databases" ist anscheinend ein Gemeinschaftsprodukt von über hundert BibliothekarInnen.

    "Readers are forbidden to mutilate", heißt es auf diesem "well, mutilated label from a 19th Century periodical volume in Tutt Library" aus der Flickr-Sammlung der Colorado College Tutt Library.
    "Library science jargon that sounds dirty" hat Aaron J. Enright auf McSweeney's zusammengestellt und rückt so Fachausdrücke wie "subject entry" und "access point" in ein neues Licht.

    Monday, March 20, 2006

    Schattengesetze

    Die Schattengesetze, aus: Klaus Hümmerich, Peter Gola: Der Mensch im Netz der Datenwelt. München: Knaur 1981, S. 144
  • 1. Im Computer bleibt unsere Vergangenheit ein Leben lang abrufbereit (Ewigkeitseffekt)
  • 2. Wem Computerinformationen offenstehen, greift auf sie zu, ob er darf oder nicht. Die Zahl der Menschen, die dadurch Näheres über uns erfährt, bleibt uns unbekannt (Publizitätseffekt)
  • 3. Durch Computer entstehen Fehler, die einem Menschen so leicht nicht passieren würden (Roboter-Effekt)
  • 4. Der Computer lenkt den Menschen von seiner wahren Verantwortung ab (Allah-Effekt)
  • 5. Daten gewinnen durch Computer eine Bedeutung, die sie bei ihrer Entstehung nicht hatten (Lawineneffekt)
  • 6. Derjenige, den eine Computerinformation angeht, erfährt sie regelmäßig als letzter (Geheimniseffekt)
  • 7. Mit dem Verlust seiner Daten wird der Mensch zum wehrlosen Objekt (Marionetteneffekt)
  • 8. Die etappenweise Ablösung des Menschen durch den Computer führt zum Verlust menschlicher Fähigkeiten und der Gefühlsverwirklichung. Dieser Vorgang wird ständig gesteigert (Amputationseffekt)
  • "Wissen & Management" ist eine Veröffentlichungsreihe der Studiengänge Informationsberufe und Angewandtes Wissensmanagement, die seit 2003 von Sebastian Eschenbach und mir herausgegegeben wird. In der aktuellen Ausgabe befasst sich Michael Zeiller mit Wissensvisualisierung.
    Zum Inhalt: Wie kann Wissen dargestellt werden? Der Beitrag nähert sich den vielfältigen Möglichkeiten der visuellen Darstellung von Wissen über einen Forschungsansatz, der auf Fallstudien beruht. Eine einheitliche Struktur für Fallstudien wird vorgestellt, auf deren Basis eine vergleichende Analyse einer Sammlung von Fallstudien und eine systematische Evaluierung der eingesetzten Visualisierungstechniken durchgeführt werden kann.
    Das Working Paper mit dem Titel "Visualisierung im Wissensmanagement. Ein Fallstudien-basierter Forschungsansatz" kann als pdf abgerufen werden. Einen Überblick über die bisher erschienenen Papers gibt es hier.
    "Vorbehaltlich der budgetären Bedeckbarkeit gelangt folgende Stelle zur Ausschreibung: Rektor".
    Diese Formulierung gefällt mir immer in den Mitteilungsblättern von Universitäten - wär ja auch zu witzig, wenn das Rektorat einmal für sich selbst kein Geld vorsehen würde...
    accession list (flee market)
  • Richard Bamberger: Lese-Erziehung. Wien: Jugend & Volk 1973 (= Pädagogik der Gegenwart 903)
  • Klaus Hümmerich, Peter Gola: Der Mensch im Netz der Datenwelt. München: Knaur 1981
  • G.C. Thornley: An outline of English literature. London: Longman 1973 (= Longman background books)
  • "Da lacht die Sonne". Lektüre für die Ferien zuhaus und unterwegs. Salzburg: Residenz 1986
  • George Langelaan: Denkende Roboter. Erzählungen aus der phantastischen Wirklichkeit. Frankfurt: Fischer Taschenbuch 1989
  • Friedrich Schiller: Wilhelm Tell. Schauspiel. Burgtheater-Programmbuch 44, Saison 1988/89
  • Nora und Dieter Schäfer-Elmayer: Der neue Elmayer. Gutes Benehmen immer gefragt. Wien: Zsolnay 1969

  • reading diary
  • finished on the weekend: Miriam Grace Monfredo: North star conspiracy
  • Die neue Ausgabe der Zeitschrift Cultural Studies (Taylor & Francis) widmet sich zu einem großen Teil dem Thema "geistiges Eigentum":
  • Ted Striphas, Kembrew McLeod: "Strategic improprieties: cultural studies, the everyday, and the politics of intellectual properties: Introduction"
  • Adrian Johns: "Intellectual property and the nature of science"
  • McKenzie Wark: "Information wants to be free (but is everywhere in chains)"
  • Andrew Herman, Rosemary J. Coombe, Lewis Kaye: "Your second life? Goodwill and the performativity of intellectual property in online digital gaming".
  • Eva Hemmungs Wirtén: "Out of sight and out of mind: On the cultural hegemony of intellectual property" - Hemmungs Wirtén ist auch Autorin des Buches "No Trespassing: Authorship, Intellectual Property Rights, and the Boundaries of Globalization", erschienen 2004 bei der University of Toronto Press
  • Siva Vaidhyanathan: "Afterword. Critical information studies: A bibliographic manifesto" - "This paper takes measure of an emerging scholarly field that sits at the intersection of many important areas of study. Critical Information Studies (CIS) considers the ways in which culture and information are regulated by their relationship to commerce, creativity, and other human affairs. CIS captures the variety of approaches and bodies of knowledge needed to make sense of important phenomena such as copyright policy, electronic voting, encryption, the state of libraries, the preservation of ancient cultural traditions, and markets for cultural production". - Der Medien- und Kulturhistoriker Vaidhyanathan hat auch die Bücher "Copyrights and Copywrongs: The Rise of Intellectual Property and How it Threatens Creativity" und "The Anarchist in the Library" verfasst.
  • Sunday, March 19, 2006


    old_town_shops
    Originally uploaded by chatirygirl.
    Chatirygirl has a collection of really nice photos from bookshops in various areas.

    Saturday, March 18, 2006

    Im Film "I, Robot" wurde die Skepsis des Polizisten Del Spooner gegenüber Robotern mit folgendem Satz kommentiert: "Sie hätten wohl auch das Internet verboten, um die Büchereien am Leben zu erhalten". Bibliotheken als Metapher für Fortschrittsfeindlichkeit und Rückständigkeit und ein Hinweis auf eine Zukunft ohne Büchereien...
    Das Archiv der Diskussionsliste des TEI Council wurde vor kurzem öffentlich zugänglich gemacht, berichtete Christian Wittern in der Mailingliste TEI-L. Damit soll die Entwicklung der Text Encoding Initiative Guidelines nachvollzogen werden können: "These discussions started in early 2002, but due to a change in the listserv software apparently the conversations prior to August 2004 are lost". Eine Suchfunktion ist geplant.

    Friday, March 17, 2006

    Heute in der Bibliothek:
  • Mein Chef katalogisierte ein Buch über ungarische Volksbräuche, das auf der Titelseite einen Teufel zeigt. Es bekam zufällig die Signatur - 6666.
  • Beim Fernleihe-einpacken hab ich einen klassischen bibliothekarischen Arbeitsunfall gehabt: Ich habe mich mit Papier geschnitten. Leider genau auf der Spitze des Fingers, über die ganze Breite und ziemlich tief, was das Tippen im Moment ziemlich erschwert. Wenn ich in den USA leben würde, könnte ich jetzt sicher den Hersteller des Kuverts verklagen.
  • Ich habe letzte Woche einer Studentin den meiner Meinung nach genialen Spionage-Film "Die drei Tage des Kondors" mit Robert Redford und Faye Dunaway empfohlen, den wir in der Bibliothek auf DVD haben. Heute brachte sie ihn zurück und meinte, sie habe ihn nicht verstanden. Sie ist damit nicht allein. Das versteh ich wieder nicht.
  • Thursday, March 16, 2006

    Die American Library Association hat eine "Policy on Governmental Intimidation": "The American Library Association opposes any use of governmental prerogatives that lead to the intimidation of individuals or groups and discourages them from exercising the right of free expression as guaranteed by the First Amendment to the U.S. Constitution. ALA encourages resistance to such abuse of governmental power and supports those against whom such governmental power has been employed. - Adopted February 2, 1973; amended July 1, 1981; June 30, 2004, by the ALA Council".
    Apropos "free expression": Ich führte gerade mit US-amerikanischen BibliothekarInnen auf der Liste nexgenlib-l eine interessante Diskussion darüber, ob das Urteil im Fall Irving im speziellen und das Verbot der "Holocaust-Leugnung" im Sinne einer NS-Wiederbetätigung generell gerechtfertigt sei oder nicht. Die Meinungen der KollegInnen reichen von "As soon as we say the Nazis cannot march in Skokie, or white supremacists cannot put up Internet sites, or whatever, we become like them ourselves. That is just not worth it" bis zu "The fact is, we *do* limit speech. Hate speech can be prosecuted. So can yelling 'fire' in a crowded theatre. Given Austria and Germany's history, I can understand their decisions. It's not our place to castigate them for it".
    Am Institut für Germanistik gibt es im heurigen Semester das "Projekt Phantastik - Einführung in phantastische Literatur und Film". Leider kann ich an dem nicht teilnehmen, weil ich am Freitag im Normalfall bis 18 Uhr arbeite, aber vielleicht wird das ja im nächsten Semester weitergeführt - es klingt jedenfalls toll:
    "Zum 1. Mal findet im Sommersemester 2006 am Institut für Germanistik wöchentlich das 'Projekt Phantastik' statt - ein freiwilliges Projekt von und für Studierende. Ziel soll es sein, den TeilnehmerInnen einen Einblick in das Genre zu bieten, der zu einer weiterführenden Beschäftigung mit der Phantastik anregen möchte. Hierzu werden nicht nur Klassiker des Genres, sondern auch Texte der deutschen Phantastik (mit bekannten und noch unbekannteren österreichischen Vertretern) und genrespezifische Werke (Horror, Fantasy, Science Fiction u.a.) gemeinsam in Diskussionen erarbeitet und besprochen. Gleichzeitig soll das Projekt eine einführende Retrospektive in den phantastischen Film ermöglichen. Zu diesem Zweck werden jede zweite Woche Filme des Genres gezeigt, die auch in Bezug zu den eine Woche zuvor besprochenen Texten stehen und somit das unterschiedliche Vorkommen der Phantastik in Literatur und Film verdeutlichen sollen".
    "Evidence Based Library and Information Practice" heißt ein neues Open Access-Journal, das vierteljährlich von der University of Alberta herausgegeben werden soll: "The purpose of the journal is to provide a forum for librarians and other information professionals to discover research that may contribute to decision making in professional practice". Die erste Ausgabe ist gerade erschienen. Quelle: OA Librarian Weblog.
    Zu diesem Thema haben wir auch folgendes Buch in der Bibliothek: "Evidence-based Practice for Information Professionals: a handbook", herausgegeben von Andrew Booth und Anne Brice, 2004 bei Facet erschienen.

    Tuesday, March 14, 2006

    Der Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll, übernimmt die Buchpatenschaft für den "Codex Miniatus 65", eine wertvolle Sammlung von Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, in der Österreichischen Nationalbibliothek, meldet die NÖ Landeskorrespondenz heute. Was insofern lustig ist, als ja Pröll vor einigen Jahren mit seiner durchwegs koketten Aussage, als einziges Buch den "Schatz im Silbersee" von Karl May gelesen zu haben, durch die Medien ging (vgl. Artikel "Hohe Stirn, flaches Land" im Falter vom August 2002).
    José-Marie Griffiths, Dekanin der School of information and library science an der University of North Carolina at Chapel Hill, leitet die Studie "The Future of Librarians in the Workforce", über die man sich auf der Website libraryworkforce.org informieren kann. Die Erhebung soll "identify the nature of anticipated labor shortages in the library and information science (LIS) field over the next decade; assess the number and types of library and information science jobs that will become available in the U.S. either through retirement or new job creation; determine the skills that will be required to fill such vacancies; and recommend effective approaches to recruiting and retaining workers to fill them".
    Dazu passt auch das neue Buch von Rachel Singer Gordon, "The NextGen Librarian’s Survival Guide", das im März 2006 bei Information Today erscheint.
    accession list
  • Helmut Nachtigall / Alicia Sancha (Ill.): Willi der Bücherhamster. 1. Aufl. Frankfurt: Insel-Verlag 1986
  • Jan Philipp Reemtsma: Das unaufhebbare Nichtbescheidwissen der Mehrheit. Sechs Reden über Literatur und Kunst. München: C.H. Beck 2005
  • reading diary
  • currently reading: Miriam Grace Monfredo: North Star Conspiracy. A Glynis Tryon mystery. New York: Berkley Crime 1995

  • Dating und Kennenlernen verwandter Seelen für den Science Fiction-Fan: das ist möglich auf der Seite trekpassions.com: "Find others who share your passion for Sci Fi. Meet people who read Asimov, Bova, Heinlein, Adams, Clarke & more". Quelle: Mensa SciFi- and Fantasy Fanforum.
    In dem Lokal, wo wir vor Existenz unserer Mensa meistens essen gingen, gab es beim Mittagsteller sehr oft dieselbe, wenn auch leckere Sauce. Nur der Name änderte sich je nach Jahreszeit. Ich hab gerade die Liste wiedergefunden: Sie wurde unter anderem als Basilikum-Petersiliendip, Kräutercreme, Bärlauchdip, Frühlingssauce, Kräuterrahm, Joghurt-Rahmdressing oder Frühlingscreme bezeichnet. Als Deskriptor würde ich Kräutersauce vorschlagen ;-)

    Monday, March 13, 2006

    Gerade entdeckt: die Datenbank Rombase der Universität Graz, die Informationen in den Themenbereichen "Ethnologie und Gruppen", "Geschichte und Politik", "Sprache", "Literatur", "Musik" und "Persönlichkeiten" bietet.
    "Rombase offers information on the socio-cultural and socio-historical situation of the Roma, a European nation without its own state. By presenting well-researched material, Rombase will contribute to the decrease of prejudice and thus help combat stigmatization and discrimination. It furthermore aims at improving the educational situation of the Roma by giving them an opportunity to seriously deal with their own culture and history". Siehe auch Kulturdokumentation ROMA 2000.
    Das ist wohl Rekord: Wie das Law Librarian Blog und das National Security Archive berichten, wartet William Aceves seit siebzehn Jahren auf die Beantwortung einer Anfrage im Rahmen des Freedom of Information Act. Er stellte das Ansuchen zum "U.S. 'freedom of navigation' program" als Jus-Student und ist mittlerweile ordentlicher Professor. Fünfzehn Jahre Wartezeit dürften anscheinend aber keine Seltenheit sein.
    reading diary - finished on the weekend:
  • Miriam Grace Monfredo: Murder at the Library of Congress - spannend, mit viel Einblick in die Geschäfte der zweitgrößten Bibliothek der Welt und sympathischer, glaubwürdiger Hauptfigur. Die BibliothekarInnen werden nicht einseitig klischeehaft geschildert, sondern in ihrer Vielfalt. Förderer der LoC und berühmter Forscher sind in kriminelle Handlungen rund um die Tagebücher eines Columbus-Zeitgenossen verstrickt, die die amerikanische Geschichte grundlegend verändern könnten.
  • Josephine Carr: The Dewey Decimal System of Love - eine reizende Liebesgeschichte, romantisch und witzig, vergleichsweise unkitschig. Die unkonventionelle Ally Sheffield, Bibliothekarin der Free Library of Philadelphia, verliebt sich in einen finnischen Dirigenten, der vor kurzem die Leitung eines Orchesters in Philly übernommen hat. Er scheint ihre Gefühle zu erwidern, aber da kommt alles doch ganz anders, und Ally entdeckt sich, ihre Freundinnen und Kollegen ganz neu.
  • An der Universität Bielefeld sind gerade zwei DoktorandInnenstipendien für das Graduiertenkolleg "Archiv, Macht, Wissen – Organisieren, Kontrollieren, Zerstören von Wissensbeständen von der Antike bis zur Gegenwart" ausgeschrieben. Bewerbungen um Aufnahme in das Kolleg müssen einen Lebenslauf, eine Übersicht zum Studienverlauf, Kopien der Zeugnisse und eine Beschreibung des geplanten Dissertations- bzw. Forschungsvorhabens im Umfang von 10 bis 15 Manuskriptseiten enthalten. Bewerbungsfrist 31. März 2006.
    In der Tate Gallery in London ist noch bis 1. Mai 2006 die Ausstellung Gothic Nightmares zu sehen, die sich mit "the taste for fantastic and supernatural themes which dominated British culture from around 1770 to 1830" mit Fokus auf Henry Fuseli und William Blake befasst. Hinweis aus dem Adresscomptoir.

    Friday, March 10, 2006

    Unlängst hatten wir ein nettes Erlebnis: In der Mensa lag eines Tages die Neue Zürcher Zeitung auf. Wir überlegten dann gleich, dass wir das Abonnement der Bibliothek jetzt kündigen könnten, da die Zeitung eigentlich nur von einem einzigen Mitarbeiter regelmäßig gelesen wird und er das ja ruhig auch in der Mensa tun könnte. Aber als wir die Ausgabe näher anschauten, stand die Bibliotheksadresse drauf... *schmunzel*
    Am 30. März findet in Köln die Tagung "Digitale Medien und Wissenschaftskulturen" statt: "Unter dem Eindruck der zunehmenden Bedeutung der digitalen Medien in den Wissenschaften möchte die Tagung erstens die aus dem Medieneinsatz resultierenden Wandlungsprozesse in den Geisteswissenschaften umreißen, um in einem zweiten Schritt Probleme und Perspektiven der veränderten Wissenschafts- und Publikationskulturen kritisch zu diskutieren". Unter anderem spricht Markus Krajewski, der in Bibliothekskreisen unter anderem wegen des Buches "Zettelwirtschaft. Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek" bekannt ist, "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Speichern". Quelle: h-germanistik.
    Warrior Librarian Biblia verzeichnet "vital Latin phrases for librarians". Ich glaube, ich muss mir "Re vera, cara mea, mea nil refert" merken ;-)
    "A bill is heading to the state Oklahoma House that would withhold state money from public libraries if they don't move books with gay themes and on sexuality out of children's areas", meldet der Nachrichtendienst 365gay.com am 9. März.

    Thursday, March 09, 2006

    Nächste Woche gibt es bei uns einen spannenden Gastvortrag: Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Informationsvermittlung II" spricht Oberst Gerald Hesztera, Pressesprecher des Bundeskriminalamts, über polizeiliches Informationsmanagement. Auf dem Programm stehen unter anderem Kriminalanalyse, Schengen-Informationssystem, DNA-Datenbank und Krisen-PR-Arbeit. Ort: Hörsaal 4. Zeit: Donnerstag, 16. März 2006, 10:30 Uhr.
    Im Catalogablog wird auf die neue Version des "Catalog of U.S. Government Publications" (CGP) hingewiesen: "The CGP is the finding tool for federal publications that includes descriptive records for historical and current publications and provides direct links to those that are available online". Der Katalog verzeichnet derzeit rund 500.000 Publikationen, die nach 1976 entstanden sind, und soll sukzessive um Einträge bis ins späte 19. Jahrhundert zurück ergänzt werden.

    Wednesday, March 08, 2006

    Am Internationalen Frauentag, der seit 1911 im März begangen wird, haben wir in der Bibliothek Bücher und Zeitschriften rund um das Thema Frau aufgelegt, Broschüren des Frauenbüros organisiert und Plakate gestaltet. Außerdem weisen im ganzen Gebäude Plakate auf das Thema hin und laden in die Bibliothek ein.
    Mit einer Gedenktafel im Boden des Salzburger Residenzplatzes möchte der Salzburger Historiker Gert Kerschbaumer an die einzige Bücherverbrennung der Nationalsozialisten in Österreich erinnern. Diese wurde am 30. April 1938 von Karl Springenschmid in Salzburg initiiert. Quelle: derstandard.at.
    Kerschbaumer veröffentlichte in der Reihe "Bibliothek des Raubes" des Czernin-Verlages den Band "Meister des Verwirrens. Die Geschäfte des Kunsthändler Friedrich Welz". Außerdem ist die Biographie "Stefan Zweig. Der fliegende Salzburger" (Fischer 2005) lieferbar.

    Tuesday, March 07, 2006

    Bibliothekarische Hitzesperre im Winter: "The Muskogee Public Library may have to shut its doors on warm afternoons until the City of Muskogee can fix the building's air conditioner, head librarian Jan Bryant said", schreibt der Muskogee Phoenix.

    Monday, March 06, 2006

    "A popular children's book about two male penguins who raise a baby penguin has been moved out of the children's sections of two local libraries after parents complained it promoted homosexuality", berichtet der US-amerikanische Nachrichtendienst 365gay.com am 4. März.

    Sunday, March 05, 2006

    Die secrecy news berichten, wie es mit dem "Reklassifikationsprojekt" weitergeht, bei dem der Zugriff auf bereits freigegebene Dokumente wieder beschränkt wurde: "In a rather vigorous response to the controversy over the withdrawal of thousands of declassified historical records from the National Archives on purported national security grounds, the Archivist of the United States announced that such withdrawals would be halted, at least temporarily, while an audit and investigation of the matter is conducted".
    Zur Vorgeschichte siehe Posts vom 21. Februar und vom 23. Februar. Die NY Times, die mit ihrem Artikel vom 21. Februar 2006 weite Kreise auf dieses "Projekt" aufmerksam machten, griffen die Geschichte wieder auf: "Archivist Urges U.S. to Reopen Classified Files", schreibt Scott Shane am 3. März (Zugriffsdaten). Würde mich interessieren, ob bei uns die Archiv- und BibliotheksdirektorInnen in ähnlichen Fällen ebenso deutliche Worte finden würden wie Allen Weinstein.

    Friday, March 03, 2006

    Folgender Beitrag aus den "Advances in Library Administration and Organization" 2006 klingt interessant: "Contracting Public Library Management to Private Vendors: The New Public Management Model" von Robert C. Ward und Michael Carpenter. Leider gibt es keinen Abstract dazu.

    Thursday, March 02, 2006

    Heute bekamen wir ein Mail des "Studienprogrammleiters" Wynfrid Kriegleder, der uns über unerfreuliche Einsparungen am Institut für Germanistik informierte. Dass in diesem Semester vierzig Lehrveranstaltungen gestrichen werden mussten, haben wir ja schon Ende Jänner erfahren - übrigens auch nicht früher als die MitarbeiterInnen des Instituts. Aber es wird in den nächsten Semestern auch nicht besser, wie Kriegleder schreibt - wenn man es drastisch formulieren will, kommt es in unserem Fach zu einer defacto-Abschaffung des freien Hochschulzugangs:
    "Angesichts der Budgetsituation rechne ich allerdings damit, dass es im kommenden Wintersemester erneut zu Engpässen kommen wird und dass sich erneut lange Wartelisten bilden werden. Es wird insbesondere kaum Lehrveranstaltungen für Erstsemestrige geben, da wir die knappen Ressourcen dafür verwenden müssen, all jenen Studierenden einen planmäßigen Fortgang ihres Studiums zu ermöglichen, die bereits mit dem Studium der Deutschen Philologie begonnen haben. Ich wollt', ich hätt’ frohere Mär'!"
    BibliothekarIn Leslie Kay Swigart stellt seit 2002 eine Liste von "Science Fiction, Fantasy, Horror, Utopian, and Dystopian Theses and Dissertations" zusammen.
    Octavia E. Butler, "considered the first black woman to gain national prominence as a science fiction writer", starb am 25. Februar an Verletzungen, die sie sich bei einem Sturz zugezogen hatte. Quelle: u.a. Seattle Times und Seattle Post Intelligencer. Siehe auch Butler-Bibliographie.
    Gestern fand das Seminar "Zur Interpretation der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm" bei Helmut Birkhan zum ersten Mal statt. Mein Thema ist: "Die andere Welt. Horizontale Dislozierung im Märchen". Da fiel mir doch gleich Star Trek V, "The final frontier", ein - das muss ich irgendwie einbauen.
    accession list
  • Hailey North: Love: undercover. Avon 2004 ("Just because small-town librarian and single mom Jenifer Wright does not need a man doesn't mean she doesn't want one. She'd love to meet the right guy who'd been willing to explore the naughty and unknown with her - sensible, capable, practical Jenifer Janey Wright... Undercover agent Eric Hamilton is in Doolittle, Arkansas, only long enough to break up a funny-money ring. He's certain this sexy librarian is involved in some way...")
  • Larry Beinhart: The librarian. Nation Books 2004 ("How did nebbish university librarian David Goldberg end up hunted by homeland security and on Virginia's ten most wanted list for bestiality?")
  • reading diary
  • finished today: Samantha Connolly: I will survive
  • Tuesday, February 28, 2006

    Der Österreichische Staatspreis für Literaturkritik wurde an Paul Jandl, seit 1998 fixer Kulturkorrespondent der Neuen Züricher Zeitung in Wien, verliehen.
    Noch ein klein bisschen Bibliotheksrecht, dann reichts für heute...
    OGH-Gesetz, § 21, in Kraft getreten am 1. September 2001: "Die Aufsicht über die Führung der Geschäfte der Bibliothek des Obersten Gerichtshofes (Zentralbibliothek im Justizpalast) obliegt dem Präsidenten. Er wird hiebei von einer Bibliothekskommission unterstützt, die er aus Mitgliedern des Obersten Gerichtshofes mit deren Zustimmung bestellt. Der Präsident bestellt den Leiter der Bibliothek".
    Habe gerade im RIS den "Lehrplan des Institutes für Österreichische Gerichtsforschung" und in der Linksammlung des LFRZ das "Institut für Österreichische Gesichtsforschung" entdeckt. Diese dürften sich dann der Einfachheit halber zum "Institut für Österreichische Geschichtsforschung" zusammengetan haben...
    Wenn ich schon dabei bin, im Bibliotheksrecht zu stöbern: Art. 1 § 272 der Geschäftsordnung für die Gerichte I. und II. Instanz (BGBl.Nr. 264/1951), in Kraft getreten mit 1. Jänner 1953
    Amtsbücherei
    (1) Der Bestand der Amtsbücherei ist nach Sachgruppen zu ordnen, etwa in Gesetz- und Verordnungsblätter, Gesetzesausgaben, Werke des Fachschrifttums, Entscheidungssammlungen, Zeitschriften, ausländisches Recht u. a. Hiebei sind die einzelnen Abteilungen bei Bedarf nach Rechtsgebieten weiter zu gliedern. Größere Büchereien sind nach wissenschaftlichen Grundsätzen einzurichten. Über jede Bücherei ist ein Bücherverzeichnis zu führen.
    (2) Die Aufsicht über die Bücherei ist, wenn sie nicht vom Gerichtsvorsteher selbst geführt wird, einem Richter zu übertragen.
    (3) Die Bücherei ist sorgfältig in Ordnung zu halten, die Bücherverzeichnisse sind fortlaufend zu ergänzen; über die Entlehnungen sind geeignete Vormerke zu führen.
    Nachtrag: Im Kurier vom 10. Februar steht, dass David Irving seine eigenen Bücher in Gefängnisbibliotheken vorfand und dass nun der Historiker Oliver Rathkolb im Auftrag des Justizministeriums alle 180.000 Bände der Bibliotheken in österreichischen Gefängnisbibliotheken sichten soll. Wie diese und ähnliche Bücher dorthin gekommen sind: "Justizsprecher Christoph Pöchinger führt es auf 'zeitgeschichtliches Unwissen' der Bibliotheksleiter zurück, bei denen es sich um speziell ausgebildete Beamte handle, denen allerdings die Zeit für inhaltliche Auseinandersetzungen mit den angeschaffenen Büchern fehle".
    Quelle: Ricardo Peyerl: "Historiker sucht in Österreichs Gefängnissen nach NS-Literatur. U-Häftling David Irving fand eigene Werke". In: Kurier, Chronik, 10. Februar 2006, S. 12

    Die Einrichtung von Gefängnisbibliotheken ist im § 59 des Strafvollzugsgesetzes geregelt: "In jeder Anstalt zum Vollzug von Freiheitsstrafen ist eine Bücherei einzurichten, aus der die Strafgefangenen Bücher und Zeitschriften entlehnen können. Bei der Ausstattung der Büchereien ist auf den Standard öffentlicher Büchereien Bedacht zu nehmen". § 65a ergänzt diesen Teil: "Bei der erzieherischen Betreuung und der Beschäftigung der Strafgefangenen, insbesondere bei der Ausstattung der Büchereien, der Beschaffung von Büchern und Zeitschriften und bei der Abhaltung von Fortbildungs- und Sprachkursen sowie von Veranstaltungen, ist nach Möglichkeit auch auf die Bedürfnisse von Strafgefangenen Bedacht zu nehmen, deren Muttersprache nicht deutsch ist". Und in § 60 heißt es unter anderem: "Die Strafgefangenen dürfen sich zum Zwecke ihrer Fortbildung oder Unterhaltung auf eigene Kosten Bücher beschaffen und eine Zeitung oder Zeitschrift halten, soweit davon keine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung in der Anstalt oder des erzieherischen Zwecks der Strafe zu befürchten ist". Quelle: RIS.
    "Virtually every group that has opposed disclosure has contended that the dissemination of information is not a good solution because the public won't be able to understand the published information. That argument holds little merit. If understanding is a problem, then nonprofits and governments need to improve the clarity of the information. The public funds these organizations and deserves a clear accounting of how its money is spent".
    Regina E. Herzlinger: "Can Public Trust in Nonprofits and Governments be restored?". In: Harvard Business Review on Nonprofits, S. 17
    Neuerwerbung
  • E. M. Forster: Die Maschine versagt. Übertragung: Hermen von Kleeborn. Wien: Amandus-Edition 1947 (deutschsprachige Erstausgabe von "The machine stops", das 1909 im Oxford and Cambridge Review erstmals publiziert wurde)

  • reading diary
  • recently finished (private): Wieland Freund: Lisas Buch; E. M. Forster: Die Maschine versagt
  • Jürgen Habermas wird für sein literarisches und publizistisches Gesamtwerk mit dem Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch 2005 ausgezeichnet. Ort und Zeit: Donnerstag, 9. März 2006, 18.30 Uhr, im Großen Festsaal der Universität Wien.
    Oliver Rathkolb wurde für sein Buch "Die paradoxe Republik" ausgezeichnet. Anerkennungspreise gingen an Michael Amon für das Buch "Kollateralschäden" (Verein Alltag Verlag), an die Herausgeber Nikolaus Dimmel und Josef Schmee für den Band "Politische Kultur in Österreich 2000 - 2005" (Promedia Verlag), an BEIGEWUM, den Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen, für das Buch "Mythen der Ökonomie - Anleitung zur geistigen Selbstverteidigung in Wirtschaftsfragen" (VSA Verlag), an Helmut Kramer und Vedran Dzihic für "Die Kosovo-Bilanz. Scheitert die internationale Gemeinschaft?" (LIT Verlag) und an Hamid Sadr für seinen Roman "Der Gedächtnissekretär" (Deuticke Verlag).

    Monday, February 27, 2006

    Gerade über Connotea entdeckt: die engagierte Gruppe Librarians without borders, "an organization that was born in February 2005 by a group of socially-minded librarians who wanted to address the vast information resource inequity existing between different regions of the world. Our vision is to build sustainable libraries and support their custodians and librarians". Derzeit unterstützt Librarians without borders die Ausstattung der Biblioteca Tutangi in Angola, "a desperately needed medical and nursing library that will support the learning needs of university and college students in Huambo".
    Dieses Semester werde ich das Seminar "Zur Interpretation der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm" bei Helmut Birkhan besuchen. Ich habe mich in den ersten fünf Sekunden angemeldet und habe Platz 14... (mittlerweile sind 57 auf der Liste). Derzeitiges "Highlight" (gibt es eigentlich den Begriff "Lowlight"?) ist ein Konversatorium zu Literaturgeschichte 1500-1770/80 mit 131 Anmeldungen für 30 Plätze.
    Dieses Mal gibt es einige interessante Lehrveranstaltungen, die sich leider zeitlich nicht ausgehen oder die ich nicht mehr brauche:
  • "Von alten Handschriften, neuen Theorien und unendlichen Widersprüchen" bei Florian Kragl
  • "Väter und Söhne in der Literatur des Mittelalters" bei Matthias Meyer
  • "Ausgewählte Runeninschriften als Quellen der Sprachgeschichte" bei Hermann Reichert
  • "Schubladentexte: Zensur und unterdrückte Literatur in der DDR 1945-1989" bei Susanne Hochreiter
  • "Deutschsprachige Nachkriegsliteratur der Kinder von Tätern und Kinder von Opfern" bei Eva Schobel
  • "Gotische Texte" bei Helmut Birkhan
  • "Theoderich - Dietrich von Bern in der ma. Literatur" bei Lydia Miklautsch - mit einwöchiger Exkursion nach Norditalien (das wäre mein Favorit gewesen, aber das kann ich mir einfach nicht leisten)
  • "Literarische Beschimpfung - ein österreichisches Genre" bei Franz Eybl
  • "Übungen an Originalen: Ödön von Horváth" bei Klaus Kastberger im Österreichischen Literaturarchiv
  • "Die dritte Walpurgisnacht II" bei Werner Welzig (wäre auch "topgesetzt", aber zeitlich geht sich das nicht aus)
  • "Theoriepositionen in der Kinder- und Jugendliteratur-Forschung" bei Ernst Seibert
  • Vielleicht hänge ich ja doch noch ein paar Semesterchen dran...
    Seit kurzem nenne ich meine eigene Domain mein eigen: www.library-mistress.net. Es gibt noch einige andere, die ich gerne hätte, aber das würde dann doch etwas teuer... jetzt fehlt wirklich nur mehr der private Online-Katalog.
    Über "The Haves and Have-Nots of the Blogging Boom" schreibt Clive Thompson im New York Magazine. Stephen Clift betitelt seinen Kommentar zum Artikel mit "Fighting the E-ristocracy". Quelle: do-wire.
    "Dressed sharply in a pinstripe suit in her large office, Clara Mounce looks more like a hard-nosed businesswoman on Wall Street than the community librarian", schreibt Courtney Grafft am 26. Februar 2006 in ihrem Artikel "Bryan-College Station librarian an open book".

    Friday, February 24, 2006

    Aus einem gerade erhaltenen Newsletter: "[Firma X] hat sich von Anfang an auf die Entwicklung innovativer technischer Lsungen fr die Herausforderungen spezialisiert, die Ihr Unternehmen tagtglich bewltigen muss". Umlaute in eMails sind da wohl ausgenommen...
    Links aus aktuellem Anlass:
  • WADA - World Anti-Doping Agency
  • FIS - Fédération Internationale de Ski (inklusive Photos und Kurzbiographien aller WettbewerbsteilnehmerInnen!)
  • ÖSV - Österreichischer Skiverband
  • Österreichische Sporthilfe
  • ÖOC - Österreichisches Olympisches Comité (Seite nicht besonders aktuell, "Sportler des Monats" ist von November)
  • IOC - International Olympic Committee ("official website of the Olympic movement")
  • Anti-doping Centre Torino 2006
  • Greek Olympic Games - History for Kids
  • offizielle Seite von Turin 2006
  • World Curling Federation ;-)
  • *seufz* schade, dass er nicht mehr fährt
  • Neuerwerbungen
  • John Scotney: Ireland. Kuperard 2003 (Culture Smart! A Quick Guide to Customs and Etiquette)

  • reading diary
  • recently finished (private): Anne D. LeClaire: Sideshow
  • currently reading (private): Wieland Freund: Lisas Buch
  • currently reading (university): Susan Schreibman (ed.): A companion to digital humanities; Gunnthórunn Gudmundsdóttir: Borderlines. Autobiography and fiction in postmodern life writing
  • Thursday, February 23, 2006

    Am Dienstag habe ich über ein "Reklassifikationsprogramm" in den USA berichtet, das bereits zugängliche Dokumente wieder aus dem Archivverkehr zog. Nun haben die National Archives mit einer Presseaussendung reagiert - leider war wohl eher der Artikel in der NY Times der Auslöser als mein Posting ;-) Der Archivist of the United States, Allen Weinstein, sagt darin:
    "Inappropriate declassification can subject our citizens, our democratic institutions, our homeland security, and our interactions with foreign nations to potential harm. Inappropriate classification (and reclassification) needlessly disrupts the free flow of information and can undermine our democratic principles which require that the American people be informed of the activities of their Government. This is not an either/or challenge. Deliberate, continuous effort is required to succeed at both".
    Auf jeden Fall wird das Information Security Oversight Office in Kooperation mit den betroffenen Behörden und WissenschaftlerInnen die Vorfälle untersuchen und voraussichtlich binnen zwei Monaten einen öffentlich zugänglichen Bericht darüber verfassen.
    Das Musikvideo "Everytime we touch" von Cascada spielt in einer Bibliothek: Die blonde Sängerin tanzt in der Bibliothek auf den Tischen und wirft einzelne Kärtchen aus dem Zettelkasten, was den bebrillten Bibliothekar ziemlich aus der Fassung bringt. Nach einiger Zeit tanzen dann aber alle BenutzerInnen und auch der Bibliothekar mit, und letztlich verlassen Bibliothekar und Sängerin gemeinsam die Bibliothek. Das Video kann bei Yahoo! kostenlos abgerufen werden. Photos vom Video Shooting in New York gibt es auf der offiziellen Website von Cascada. Zur Musik kann ich mich nicht äußern, weil der Computer, an dem ich gerade sitze, keine Soundkarte hat. Hinweis aus nexgenlib-l.
    Klaus Kastberger spricht im Rahmen der 4. Wiener-Karl-Kraus-Vorlesung der Wiener Vorlesungen zum Thema "Im Assessment Center. Sprache im Zeitalter von Coaching, Controlling und Monitoring". Dienstag, 28. Februar, Festsaal des Wiener Rathauses, 19 Uhr. Eintritt frei. - Auch wenn ich selbst keine Faschingsnärrin bin, frage ich mich, ob der höchst interessant klingenden Vorlesung nicht ein anderer Termin als gerade der Faschingdienstag besser getan hätte...
    Im März erscheint ein neues bibliothekarisches Kinderbuch: "Winston der Bücherwolf" von Marni McGee - in der Übersetzung von Kerstin Schöps beim Berlin Verlag. Das Original "The Book Wolf" erscheint voraussichtlich im April bei Bloomsbury. Inhalt: "Winston der Wolf hat einen sehr großen Appetit. Am liebsten mag er Bücher. Jeden Tag schleicht er sich in die Bibliothek und frisst dort ein paar Seiten. Bis er lernt, dass man Wörter auch anders genießen kann".
    Am Freitag, dem 10. März, widmet sich die Sendereihe Tonspuren auf dem Radiosender Ö1 unter dem Titel "Ein Wärter dieser besonderen Welt" dem Innsbrucker Bibliothekar und Schriftsteller Helmuth Schönauer (22.15 bis 22.55 Uhr).

    Wednesday, February 22, 2006

    Über SHERPA (Securing a Hybrid Environment for Research Preservation and Access) bzw. RoMEO (Rights MEtadata for Open archiving) kann man herausfinden, welche Politik einzelne Verlage bzw. Zeitschriften bezüglich Selbstarchivierung verfolgen: Liste. Es wird zwischen green (erlaubt Preprints und Postprints), yellow (nur Preprint), blue (nur Postprint) und white publishers (keines von beiden) unterschieden. Außerdem wird angeführt, welche Bedingungen es für die Selbstarchivierung gibt - manche Verlage gestatten nur eine Veröffentlichung auf der persönlichen Website der Autorin, manche das Einstellen in fachspezifische Repositorien, manche gar nichts...

    Tuesday, February 21, 2006

    Maria Effinger und Jörg Ebeling haben 2004 eine Anleitung für die Recherche nach Auktionskatalogen zusammengestellt: "Wanted!! Vom Suchen und Finden von Auktionskatalogen". Der Text beinhaltet einige sehr interessante Links, zum Beispiel zur "Lost Art Internet-Datenbank" der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste und zum Getty Provenance Index.
    Versüßte meinen Abend: Lloyd the Library Llama sings the Blogga Song von Brian Smith, dem laughing librarian, eine musikalische tour de force durch verschiedenste Weblogs amerikanischer BibliothekarInnen. Hihi. Hinweis aus librarian.net.
    Über Proquest kann das "Digital National Security Archive" bezogen werden: "The National Security Archive and Chadwyck-Healey at ProQuest Information and Learning Company have joined forces to produce the most comprehensive collection available of significant primary documents central to U.S. foreign and military policy since 1945. Over 58,000 of the most important, declassified documents — totaling more than 450,000 pages — are included in the database. Many are published now for the first time".
    Die Datenbank umfasst Sammlungen zu Themenbereichen wie "The U.S. Intelligence Community", "U.S. Military Uses of Space, 1945–1991" und "Presidential Directives on National Security from Harry Truman to George W. Bush". Über den Preis erfährt man auf der Website nicht direkt etwas, ohne den sales representative zu kontaktieren.
    Was öffentlich ist, bleibt öffentlich? Keineswegs. Matthew M. Aids Bericht "Declassification in Reverse. The Pentagon and the U.S. Intelligence Community's Secret Historical Document Reclassification Program" ist auf der Website des National Security Archive der George Washington University zu finden. Quelle: secrecy news. Mehr dazu:
  • "US 'reclassifying' public files". In: BBC News, 21. Februar 2006
  • Scott Shane: "U.S. Reclassifies Many Documents in Secret Review". In: NY Times, 21. Februar 2006 (Registration erforderlich)
  • Neuer Artikel über fictional librarians: Sally Maynard / Fiona McKenna: "Mother Goose, Spud Murphy and the Librarian Knights. Representations of librarians and their libraries in modern children's fiction". In: Journal of Librarianship and Information Science 37 (2005) 3, S. 119 - 129 [Abstract/html]
    Das Literaturhaus Mattersburg setzt die Reihe "Literatur aus dem Burgenland" auch in diesem Jahr fort. Am Donnerstag, dem 2. März, um 19 Uhr kommt Gertrud Zelger–Alten mit ihrem neuen Erzählband ins Literaturhaus. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin beschreibt in "Seltsame Tage" Erinnerungen an längst vergangene Tage. Ihre erlebten Geschichten sind geprägt von Einfühlsamkeit und einer konsequenten ethischen Haltung, in der auch "seltsame" Tage als Geschenk wahrgenommen werden.
    Die Lesung, eine Kooperation mit dem burgenländischen Verlag edition lex liszt, wird stimmungsvoll von Gabriele Burjan auf der Zither begleitet und findet im anschließenden Gespräch bei einem Glas Wein einen gemütlichen Ausklang.
    Terry Allen schreibt in Alternet über "The Life and Death of Public Records": "Buried in a 2004 law on terrorism is text that could bar public access to birth and death certificates for up to 100 years" (in "In these times" unter dem Titel "Information is power" erschienen).

    Monday, February 20, 2006

    Der Wiener Historiker Anton Tantner spricht bei University meets Public über "Vom Adressbüro zum Fragamt. Eine Vorgeschichte der Internet-Suchmaschine". Ort: VHS Wien-West. Zeit: Dienstag, 21. Februar 2006, 18 Uhr. Leider habe ich den Vortrag beim ersten Mal versäumt und kann auch dieses Mal nicht hingehen, weil ich genau um 18 Uhr ein Telephoninterview führe. Schade, vielleicht im nächsten Jahr... Quelle: Adresscomptoir.
    In der Folge Graun an der Traun (1995/96) der Krimiserie Stockinger, die letzten Sonntag auf ORF zu sehen war, war das erste Mordopfer, Dr. Lendl, Stiftsbibliothekar im Stift Lambach. Seine Witwe über ihn: "Mein Mann war Bücher, Natur, Stille". Er habe ihr erst einen Heiratsantrag gemacht, als sie das Motorbootfahren auf dem See im Familienbesitz verboten habe. Die Witwe verkaufte unmittelbar nach dem Tod ihres Mannes alle Liegenschaften, und der Erlös kam nach ihrer Ermordung der Stiftsbibliothek zugute.
    "What if Wal-Mart Ran a Library?" fragt Joseph Esposito in der neuen Ausgabe des Journal of Electronic Publishing. Hinweis aus John Hubbards Library Link of the day.

    Friday, February 17, 2006

    Im Tanzfilm "Wonder man" von 1945, basierend auf einer Geschichte von Arthur Sheekman, kommt auch eine Bibliothekarin vor, gespielt von Virginia Mayo.
    Zum Inhalt: "Musical comedy about identical twins and the misunderstandings that occur when the spirit of one enters the other's body in order to avenge his murder. Popular nightclub entertainer Buzzy Belew is murdered before he can testify against gangster Ten Grand Jackson. Buzzy's ghost draws his long-lost twin brother, genius bookworm Edwin Dingle, to Brooklyn's Prospect Park, where he comically convinces Edwin that he is indeed dead. When Edwin refuses to impersonate Buzzy and testify, Buzzy enters his body and forces Edwin to perform at the club. Meanwhile, Edwin is also busy with trying to explain the situation to his librarian girlfriend Ellen, keeping the truth from Buzzy's fiancee Midge, and running from Buzzy's killers who believe they have botched the job. In the zany finale, Edwin hides from the killers by disguising himself as an opera singer, and 'sings' his testimony against Jackson to the district attorney in the audience".
    Schlagwörter aus dem sehr sorgfältig angelegten Katalogeintrag: Twins, New York (State), New York, Impersonation, Spirit possession, Ghosts, Murder, Entertainers, Dancers, Gifted persons, Librarians, Balinese dance, Opera, Tap dancing, Drama.
    Pflichttermin am Samstag: Morgen, Samstag, wird um 20.15 Uhr auf ATV+ der Film "The Librarian: Quest for the Spear" unter dem deutschen Titel "The Quest - Jagd nach dem Speer des Schicksals" gezeigt. Der Bibliothekar wird von Noah Wyle dargestellt. Ich habe bisher nur Christopher Tracys Prosafassung des Drehbuches namens "The Adventures of the Librarian: The Return of the Spear of Destiny" gelesen, die war ziemlich amüsant. - Danke für den Hinweis an Michi.
    Für meine kleine sammlung "Bibliothek International" (noch in Arbeit) hab ich gerade im Eurodicatom nach dem finnischen Wort für Bibliothekar gesucht. Dabei erhielt ich folgende Definition von "librarian": "a program that manages a library of files" :-)
    "wissenschaftlicher Bibliothekar" wird übrigens mit "a librarian who is trained for work in scientific libraries" definiert und als "science librarian" übersetzt, was eigentlich auch nicht richtig ist, denn ein "academic librarian" muss sich ja nicht automatisch mit Naturwissenschaften befassen.
    Naja, man muss eben aufpassen, wenn man Wörterbücher verwendet.
    Reading diary
  • recently finished: Veronica Stallwood: Oxford Exit
  • currently reading: Anne D. LeClaire: Sideshow
  • Erlebnisse und Lektüren der letzten Tage zum Thema Frauen, die mich ein wenig nachdenklich machten:
  • Der Leiter eines Arbeitskreises, bei dem ich Mitglied bin, erklärt, er werde die Leitung in Zukunft gemeinsam mit zwei anderen Personen leiten. Sein Stellvertreter sei Herr Mag. X. Außerdem sei Frau Dipl.-Ing. Y ins Leitungsgremium berufen worden. Nachsatz: "Wir brauchen ja jemanden, der die Protokolle schreibt".
  • Bericht der Frankfurter Neuen Presse vom 31. Jänner 2006 über die Stadtbibliothek in Neu-Isenburg: "Herbert Hunkel [hatte] den Erfolg des Frauenteams in der Bibliothek gelobt. Er zitierte den Zukunftsforscher Matthias Horx, der eine Feminisierung der Gesellschaft voraussieht. Die Stadtbibliothek mit insgesamt 13 Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter ist somit ihrer Zeit voraus. (...) Jutta Duchmann ihrerseits lobte die Zusammenarbeit mit Herbert Hunkel als Kämmerer. Zwar seien die Frauen in der Bibliothek in der Überzahl, doch würden die Finanzen in Neu-Isenburg von einem Mann verwaltet".
  • Kapitel "Were men meant for librarianship?" im Buch "Someday I'll be a librarian" von Sarah Splaver (1967): "Until very, very recently library service was considered to be a profession essentially for girls and women. (...) Times have changed. (...) Librarians' salaries jumped upward. The field of library service started to become an attractive one for young men... Male librarians are especially wanted for the top jobs in public library systems. They will continue to be sought for administrative positions in this profession for a long time to come".
  • Neuerwerbungen
  • Samantha Connolly: I will survive. Harlequin 2004 ("When mild-mannered librarian Jessie Banks ends up as a finalist on the hot reality-TV show Survive this!, her whole world turns upside down")
  • Miriam Grace Monfredo: North Star Conspiracy. Berkley 1995 ("Glynis Troin joined forces with Elizabeth Cady Stanton a few years back in the fight for women's rights. Now the independent librarian-sleuth finds herself embroiled in an equally compelling campaign against injustice - helping to lead fugitive slaves to freedom along the historical Underground Railroad")
  • Sarah Splaver: Some day I'll be a librarian. Hawthorn 1967 (Kapitel: Libby and Larry visit the library; When did book collecting and borrowing begin?; Who are the librarians?; What are librarians like?; How do you prepare for a library career?; Which public does the public librarian serve?; Who are the school and college librarians?; What is special about the special librarians?; Were men meant for librarianship?; Why be in the library profession?")
  • Margaret Truman: Murder at the Library of Congress. Ballantine 1999
  • Christian Death: Only theatre of pain. Frontier Records 1982
  • The best of Alien Sex Fiend. Anagram Records 2001
  • Thursday, February 16, 2006

    Nächsten Mittwoch besuche ich mit einer Freundin einen Kochkurs namens "Mittelalterliche Küche" in der Urania: "Erleben Sie das Mittelalter mit allen Sinnen! Lernen Sie kochen wie ein Ritter, Bauer oder Mönch. Kochen Sie mit den Zutaten, die die jeweiligen Jahreszeiten bietet. Unternehmen Sie eine kulinarische Entdeckungsreise ins Mittelalter und lernen Sie alte Rezepte kennen. Erleben Sie die Vergangenheit kulinarisch. Menü: Gebackene Weißbrotscheiben (Arme Ritter); Fleischbällchen, dazu Preiselbeersauce; Kletzenmus".
    Die Kursleiterin Dr.in Doris Hecht-Aichholzer hat übrigens 1998 ihre Dissertation über "Die deutschsprachigen mittelalterlichen Kochbücher der ÖNB. Edition, Übersetzung und kulturhistorische Untersuchung" geschrieben...
    "Damals musste ich mich fragen, was haben Bibliotheksberufe mit Wirtschaftsinformatik, Semantischen Technologien oder Wissensmanagement zu tun. Heute ist mir klar, der gemeinsame Nenner liegt im eContent Bezug, erweitert um die Metadaten-Expertise in den Informationsberufen, der diese und andere technologiegetriebenen Branchenfelder im Semantic Web verbindet", sagt Attila Kosa, neuer Lehrgangsleiter der Semantic Web School, in einem Interview.
    derStandard.at|Literatur meldete am Montag, dass eine umfangreiche Sammlung von Manuskripten des Dichters Heinrich Heine digitalisiert und frei zugänglich gemacht werden soll. Rund 4500 Manuskriptblätter sind im Besitz der Französischen Nationalbibliothek in Paris, wo Heine ab 1831 lebte.- Hinweis aus Volltext.
    Alycia Sellie erstellt für die School of Library and Information Studies Library at the University of Wisconsin-Madison eine Sammlung von Zines "that is entirely devoted to works by, for and about library workers and libraries. This collection will work to share information by and about librarians and library workers for the students of our library school and with the greater library community". Hier ihr Aufruf: "Are you a zinester librarian? Do you make a zine about your life as a librarian, about your library or about what you do when you are not busy daydreaming about Dewey? Please send a brief description of your zine as well as ordering information to: aasellie@wisc.edu". Sellie initiierte auch das Madison Zine Fest. Quelle: nexgenlib-l.
    Charles Wankel from St. John's University, New York has started a new discussion list for disabled-faculty and those interested in them as a research topic: "DISABLED-FACULTY is a place for networking and exchange of information on the reasonable accommodations requested by faculty at universities and other higher educational institutions in which they teach and research. Topics will include discussions of the legal and social contexts that germane issues are nested within and specific cases and situations. This discussion forum is co-sponsored by the Academy of Management HR, MED and SIM divisions. However, faculty members from all disciplines are explicitly sought to join us. Although just established, we already have scores of members from several continents". Quelle: computer-ethics.

    Tuesday, February 14, 2006

    Im kooperativen IB Weblog gibt es eine eigene Kategorie Bibliophilatelie, in der Ben Kaden über bibliothekarisch relevante Briefmarken (mit kleinen Ausflügen zu Geldscheinen und Münzen, also zur "Biblionumismatik") schreibt. Und ich hab schon gedacht, ich sammle alles Bibliothekarische ;-)
    Dazu passen auch die polnische Seite bibliofilatelia.org.pl und Bens Artikel über Libriana in der Zeitschrift Libreas.

    Monday, February 13, 2006

    The Austrian Presidency of the European Union invites to the international conference on the digitisation of cultural heritage: "An Expedition to European Digital Cultural Heritage. Collecting, Connecting - and Conserving?". Venue: Salzburg, 21 and 22 June 2006.
    The conference starts from the practical challenges at collecting, connecting and digitally conserving cultural treasures and scientific information, and invites for an expedition to the vision of a common European digital cultural heritage space. The conference thus builds on the efforts of the European Union to make the diversity of the European cultural heritage accessible to all citizens and to preserve it for future generations. It aims at contributing to the implementation of the Dynamic Action Plan for the EU co-ordination of digitisation activities, and at fostering discussion on the i2010 initiative for a European Digital Library. Target groups are experts from cultural heritage institutions, public administrations, EU institutions and the economy.
    Quelle: digicult, wine.
    Silvio Berlusconi empfiehlt linken Politikern, die er für Kommunisten und somit nicht vertrauenswürdig hält, Bibliothekare zu werden: "They should change their job, work as librarians or shopkeepers" (im Original: "dovrebbero come minimo cambiare mestiere, andando a fare i bibliotecari o i commercianti"). Quelle: italienische Nachrichtenagentur AGI online und La Repubblica.
    "Today, there are very few job seekers aspiring to become librarians and fewer still are the number of schools willing to appoint these guardians of books. At least 21 schools in Fujairah do not feel the need to fill this position. Accordingly, the skills of scientific book research have deteriorated, and there is hardly anybody qualified to advise students on reading books outside the syllabus", schreibt Salah Al Deberky unter dem Titel "Librarians a dying breed in Fujairah" in der arabischen Zeitung Khaleej Times.
    "Belgian Librarians Use Love to Get Readers", schreibt Constant Brand für Associated Press. Eric Van der Straeten und Danny Theuwis haben Speed-Dating an Bücherwürmer angepasst und "lib-dating" geschaffen: In raschem Wechsel unterhalten sich alleinstehende BibliotheksbenutzerInnen mit ihrem Gegenüber über ihre Lieblingsbücher: "The informal setting and two people huddling to discuss their favorite books was all that was needed to break the ice and let relationships blossom". Die beiden Erfinder haben nun Schulungen für BibliothekarInnen von über dreihundert belgischen Bibliotheken darüber abgehalten, wie sie am besten solche "lib-dating sessions" abhalten können. Eine liebe Geschichte.
    Bei einem kleinen Streifzug durch die Presse kann man genau sehen, wer die Agenturmeldung wörtlich übernommen hat und wer sich zumindest einen neuen Titel hat einfallen lassen ;-)
  • Constant Brand: "Belgian Librarians Use Love to Get Readers". In: Hartford Courant, 13. Februar 2006
  • "Belgian librarians play Cupid with books?". In: Zee News, 12. Februar 2006
  • Dan Viens: "Single bookworms try library dating". In: 9news.com, 13. Februar 2006
  • Constant Brand: "Speed dating with a literary twist as libraries offer love". In: The Independent, 13. Februar 2006
  • "Romancing the book, Belgian librarians play Cupid". In: The Hindu, 11. Februar 2006
  • Ich habe gerade einen Hinweis auf ein Dokument erhalten, das recht gut zu dem neuen "Weißbuch über eine europäische Kommunikationspolitik" der EU passt, über das ich am Freitag geschrieben habe und in dem ja kurz digitale Bibliotheken angesprochen werden: nämlich die Stellungnahme (pdf) des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. zur Online-Befragung der EU-Kommission zum Programm "i2010: Digitale Bibliotheken". Die Stellungnahmen im Rahmen des Konsultationsprozesses sind online abrufbar, was ich gut finde, allerdings zum Großteil im .doc-Format, was ich weniger gut finde.