Monday, October 29, 2007

Neuerscheinung: Alien gender

Diese Neuerscheinung kommt gleich auf meinen Wunschzettel: "Alien Gender. Die Inszenierung von Geschlecht in Science-Fiction-Serien" von Nadja Sennewald, erschienen 2007 bei transcript.
Zum Inhalt: "'Ma'am Captain', Action Girls und Dritte Geschlechter – die Studie
beschäftigt sich mit der Inszenierung von Geschlecht in der populären Kultur am Beispiel von sechs Science-Fiction-Serien. Das hegemoniale Bild heldischer Männlichkeit wird nach wie vor reproduziert, gleichzeitig treten auch neue, weibliche Figurentypen auf. Anhand geschlechtsspezifisch kodierter Themen wie Macht, Autorität, Gewalt, Partnerschaft, Sexualität und Elternschaft werden die narrativen und visuellen Strategien der Geschlechterinszenierung beleuchtet". -- Hinweis aus SF-Polit.

Vortrag: Phonogrammarchiv - burgenländische Bestände

Beim Landeskundlichen Diskussionsnachmittag am 6. November spricht Christine Fennesz-Juhasz über "Das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seine 'burgenländischen' Bestände". Fennesz-Juhasz ist Kustodin für Ethnomusikologie und Romistik am Phonogrammarchiv.
Ort und Zeit: 6. November, 14 Uhr, Großer Saal des Burgenländischen Landesarchivs, Landhaus, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt. - Klingt interessant, aber um 14 Uhr...

Recherchehilfen für jüdische Studien

Das eben gegründete Weblog "Jüdische Studien" von Frank und Dajena Schlöffel will Hilfsmittel zur Online-Recherche im Bereich der jüdischen Studien, der Judaistik bzw. der jüdischen Geschichtsforschung zusammenstellen, und zwar in den Kategorien "Digitalisierte Medien", "Literatur- und Archivaliensuche", "Archivalische Bestände in Deutschland", "Archivalische Bestände in Israel/International", "Bibliotheken mit (Sonder-)sammelgebiet Judaika in Deutschland", "Bibliotheken mit (Sonder-)sammelgebiet Judaika in Israel/International" und "Aktuelle wissenschaftliche Projekte". Dazu gibt's auch eine gleichnamige Google Group. - Hinweis aus Archivalia.

Neuerwerbungen

Eine Kollegin hat einen Preis für eine Posterpräsentation bekommen, und da ich ihr dabei ein bisschen geholfen habe, hat sie netterweise den gewonnenen Büchergutschein mit mir geteilt. Daher habe ich folgende Neuerwerbungen im Regal:
  • Michael Pöschl: Bretonisch Wort für Wort. Bielefeld: Reise-Know-How 2005 (Kauderwelsch Band 195)
  • Stanisław Lem: Der Schnupfen. Kriminalroman. Frankfurt: Suhrkamp 1979 (Phantastische Bibliothek 33)
  • Umberto Eco: Come viaggiare con un salmone. Das Hörbuch zum Sprachen lernen. München: digital publishing 2006
  • Bartholomäus Figatowski (Red.): Sonne, Klon und Sterne. Eine Science-Fiction-Anthologie. Stuttgart: Klett Schulbuchverlage 2006
  • Saša Stanišić: Wie der Soldat das Grammofon repariert. 3. Aufl. München: Luchterhand 2006
  • Thomas Berger: Abenteuer einer künstlichen Frau. Berlin: Tropen Verlag 2006 (Trojanische Pferde 17)
  • BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Ai Young Uma / John Feather: "Education for information professionals in the UK". In: The International Information & Library Review 39 (207) 3+4, S. 260 - 268
  • Jeff Luzius: "Academic Librarian's Career Choice". In: Advances in Library Administration and Organization 23 (2006), S. 245 - 262
  • Mary Lynn Rice-Lively / J. Drew Racine: "The role of academic librarians in the era of information technology". In: The Journal of Academic Librarianship 23 (1997) 1, S. 31 - 41
  • April Bohannan: "Acculturation problems: An alternative remedy". In: The Journal of Academic Librarianship 19 (1993) 5, S. 284 - 288
  • Phillip J. Jones: "Academic graduate work in academic librarianship: Historicizing ACRL's terminal degree statement". In: The Journal of Academic Librarianship 24 (1998) 6, S. 437 - 443
  • W. Michael Havener / Philip Worrell: "Environmental factors in professional development activities: Does type of academic library affiliation make a difference?". In: Library & Information Science Research 16 (1994) 3, S. 219 - 23
  • Stanley J. Wilder: "Perspectives on... Generational change and the niche for librarians". In: The Journal of Academic Librarianship 22 (1996) 5, S. 385 - 386
  • Mary Catherine Bushing: "Academic Librarians: Perceptions of the acculturation process". In: Library Acquisitions: Practice & Theory 19 (1995) 1, S. 33 - 41
  • Karl Korinek: Defensor libertatis

    Der "Big Brother Award" ist normalerweise ein Negativ-Preis, den man nicht gerne bekommt und schon gar nicht gerne abholt - außer in der Positiv-Kategorie "Defensor libertatis", mit der heuer der Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Karl Korinek, ausgezeichnet wurde. In seinen Dankesworten kommt sehr gut heraus, worum es beim Big Brother Award und der dahinterliegenden Arbeit geht:

    "Bei aller Anerkennung der Notwendigkeit von Maßnahmen, die den Staat in die Lage setzen, die Sicherheit seiner Bewohner zu garantieren und so eine seiner wichtigsten Staatsaufgaben zu erfüllen, müssen wir immer trachten, dass dies nicht einseitig zu Lasten der Freiheit der Menschen geht. In diesem Sinn sollte jeder ein 'defensor libertatis' sein. Jeder Eingriff in eine grundrechtlich geschützte Freiheit erfordert daher eine gesetzliche Ermächtigung und die Verhältnismäßigkeit des Eingriffs, wobei der Zweck des Eingriffs und die Intensität der Grundrechtsbeeinträchtigung in vernünftiger Relation zueinander stehen müssen. Denn Grundrechtsbeschränkungen sind nur erlaubt, wenn sie für einen bestimmten Zweck erforderlich und zur Zweckerreichung auch geeignet sind und wenn es keine Möglichkeit gibt, den legitimen Zweck anders zu erreichen. Es ist ganz wichtig, dass die Öffentlichkeit in diesem Bereich aufgeklärt und sensibilisiert wird; und dazu trägt auch diese Auszeichnung bei. Denn die Vision vom Überwachungsstaat ist eine beängstigende".

    Finanzkapitalismus und die Krise des Sozialstaats

    Dem Thema "Finanzkapitalismus und die Krise des Sozialstaats" widmet sich ein Diskussionsabend mit Stephan Schulmeister (WIFO), der in meiner Heimatgemeinde stattfindet. Zum Thema: "Warum konnten 'wir' uns den Sozialstaat vor 30 oder 40 Jahren leisten und sogar ausbauen, obwohl Österreich damals weniger reich war als heute? Warum ist er in eine Krise geraten - leben 'wir' über unsere Verhältnisse oder gibt es andere, systemisch wirkende Ursachen für die Krise des Europäischen Sozialmodells? Als eine dieser Ursachen sieht Stephan Schulmeister den Wandel vom Realkapitalismus in der ersten Hälfte der Nachkriegszeit zum Finanzkapitalismus der letzten drei Jahrzehnte. Darüber und welche Rahmenbedingungen der Sozialstaat für sein Funktionieren braucht, kann am Vorabend des Weltspartags ausführlich diskutiert werden".
    Ort und Zeit: Dienstag, 30. Oktober, Neudörfl, Bors-Villa, Kirchenplatz 2, 19 Uhr. Eine Veranstaltung der Grünen Bildungswerkstatt Burgenland.

    reading diary

  • recently finished: Jeannie Ebner: Die Wildnis früher Sommer
  • currently reading: Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frisst; Kurt Vonnegut: Slapstick
  • Tuesday, October 23, 2007

    Tagung Offene Bibliothek <?function=>

    Der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Renner-Institut und die Erwachsenenbildungskommission des Bundesbildungsausschusses der SPÖ laden ein zur Tagung "Offene Bibliothek <?function=>", die vom 16. bis 18. November im Renner-Institut stattfinden wird. Zum Thema: "Information, Wissen und Kultur werden durch die technische und ökonomische Entwicklung in steigendem Maß zu teuer gehandelten Waren. Im gleichzeitigen Bestreben, diese Leistungen als öffentliche Güter zu erhalten und durch freien Zugang und Zugriff allen zur Verfügung zu stellen, sehen sich auch Bibliotheken zunehmend als Schnittstellen gegensätzlicher Interessen. Die Bibliothek als öffentlicher und sozialer Platz verlangt nicht nur im Zuge der Digitalisierung nach einer Neudefinition als physischer und virtueller Ort, sondern mehr denn je nach einer Funktionsbestimmung und -sicherung durch Gesellschaft und Politik. (...) In der Diskussion zwischen VertreterInnen verschiedener Bereiche des österreichischen Bibliotheks-, Archiv- und Dokumentationswesens und politisch Verantwortlichen sollen Impulse für künftige Entwicklungen und Aktivitäten gewonnen werden". Detailprogramm:

  • Freitag, 16. November 2007: 19.30 Uhr Bibliotheken – politische Perspektiven. Podiumsdiskussion mit Josef Broukal (Bereichssprecher für Wissenschaft im Parlamentsklub der SPÖ), Gerald Leitner (European Bureau of Library, Information and Documentation Associations), Michael Ludwig (Erwachsenenbildungskommission der SPÖ), Heike Merschitzka (Stadtbibliothek Linz), Christa Prets (Kultursprecherin der SPE-Fraktion im Europäischen Parlament), Maria Seissl (Universitätsbibliothek Wien). Moderation: Christian Jahl (Büchereien Wien). Gemeinsam veranstaltet mit der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik).
  • Samstag, 17. November 2007: 9.00 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde. 9.45 Uhr Helmut Hartmann (Kooperation E-Medien Österreich): Offene Bibliotheken im Internet. 12.00 Uhr Mittagessen. 14.00 Uhr Isolde Müller (Forschungsmanagement und -service der Universität Graz): Die offene Bibliothek vor dem Tor zum Immaterialgüterrecht (Urheberrecht). 16.00 Uhr Verena Kern (JC Media Multimedia Studio): Offene Bibliothek – geschlossener Vollzug. Informationsversorgung in Gefängnisbibliotheken. 18.00 Uhr Abendessen. 19.30 Uhr 25 Jahre KRIBIBI – wir feiern. Seppo Gaube (AK-Bibliothek Graz): Jubiläumskabarett "Kikeriki des reinen Wahnsinns". Orgiastisch-vielosoffischer Festvortrag von Immanuel Krant (1724–1804), rematerialisiert von Seppo Gaube (1948–S.o.E.*) S.o.E. = Spaß ohne Ende
  • Sonntag, 18. November 2007: Exkursion in die Gefängnisbibliothek der Justizanstalt Wien-Simmering. 9.45 Uhr Treffpunkt im Wartezimmer der Justizanstalt Wien-Simmering, Kaiser-Ebersdorfer-Straße 297 (Zugang Münnichplatz), 1110 Wien Straßenbahn Linie 71 (Endstelle). Dafür ist eine gesonderte Anmeldung und die Mitnahme eines Lichtbildausweises notwendig! TeilnehmerInnen an der Exkursion werden gebeten, sich bei Heimo Gruber unter 01/71134-03160 oder 01/5132193 oder -Mail heimo.gruber@wien.gv.at anzumelden. 12.30 Uhr Mittagessen im Restaurant "Zum schwarzen Adler", Kaiser-Ebersdorfer-Straße 330, 1110 Wien

    Anmeldung bis spätestens 9. November 2007 bei Kornelia Heißl unter 01/8046501-33 (vormittags) oder heissl (at) renner-institut.at.

  • "Word up!" in der Wienbibliothek: Ernst Molden zu Gast

    Zitat aus einer Presseaussendung: "Die Reihe 'Word up! Musik+Lesen', die seit letztem Jahr regelmäßig in der Wienbibliothek veranstaltet wird, ist für besonders Junge und 'Junggebliebene' gedacht, aber auch für Literatur- und Musikbegeisterte ansprechend gestaltet. Die Lesung findet am Mittwoch, 24. Oktober, mit Ernst Molden statt. Beginn ist um 19 Uhr in der Wienbibliothek im Rathaus". Außerdem an diesem Abend: Großprojektionen der Schwarzweiß-Photographien von Nikolaus Similache und Musik mit Hannes Wirth.

    Jungen lesen (nicht)

    "Die Lesekompetenz von Kindern und insbesondere Jungen hat in den letzten Jahren abgenommen", stellt der Verein manndat fest und beklagt gleichzeitig die Dominanz des weiblichen Geschlechts in der Kinder- und Jugendliteratur, was sowohl Hauptfiguren als auch Lektorat, Lehrerschaft und BibliothekarInnen betrifft. Unter dem Titel "Jungen lesen" wurden Informationen zu den folgenden Bereichen zusammengestellt: Gute Literatur über Jungen - für Eltern, Lehrer/innen, Erzieher/innen; Leseaktion für Jungs in Zusammenarbeit mit ax-o; Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Lesekompetenz von Jungen; Lesekompetenz fördern - Tipps für Eltern; Liste - Bücher für Jungen; Liste - Literaturklassiker für Jungen (Hinweis von Magdalena Pisarik).

    Mit der Kritik am Männermangel in den Basisbildungseinrichtungen hat der Verein meiner Ansicht nach durchaus recht, aber wieso werden denn nicht mehr Männer Kindergärtner oder Volksschullehrer? Vielleicht weil die Bezahlung dann doch zu bescheiden ist? Ich meine das gar nicht sarkastisch, das würde mich wirklich interessieren. Dazu ist am 17. Oktober ein Artikel in dieStandard erschienen: "Kindergärtner, der etwas andere Männerberuf". Die Presse berichtete im März unter dem Titel "Quotenregelung für Männer. Kindergärtner sind gefragt" darüber. 2006 schreibt Bettina Steiner in der Presse unter dem Titel "Her mit dem Quotenmann!?": "Männer machen nicht deshalb einen Bogen um diesen Beruf, weil sie als Männer schlechtere Chancen haben oder gar, weil eine Lobby verbissener Kuschelpädagoginnen den Kerlen in diesem Beruf das Leben schwer macht. Männer werden keine Volksschullehrer, weil der Job zu wenig Renommee verspricht und zu schlecht bezahlt wird, wobei sie sogar recht haben. Was so ein Lehrer verdient, ist angesichts der Verantwortung, die er trägt, und dem Engagement, das er braucht, ein Skandal". Darüber würde ich gerne mehr und differenziertes lesen. - Siehe auch "HTL-Lehrerinnen statt Kindergärtnern" (2007), Job-Vergabe: Männerquote in der Schule (2006), Mehr Männer braucht die Schule (Gastkommentar von Kurt Scholz, 2001), "Gehrer: Männer ermutigen, Lehrer zu werden" (2006), "Todor mag Kim, Rosa mag Spiderman. Über Buben und Mädchen, Vorbilder und Geschlechterrollen" (2006), "Oberösterreich will mehr männliche Lehrer" (2006), "Der Kindermann von Jedlesee" (über einen SOS-Kinderdorf-Vater, 2007).

    Die "Jungen lesen"-Seite ist durchaus empfehlenswert, vor allem weil Buben oft als Bibliotheksleser wegfallen und dagegen etwas getan werden muss, aber dass die Vielzahl an "starken Mädchen" in der Kinder- und Jugendliteratur auch eine Reaktion darauf sein könnte, dass früher meistens Buben die Helden waren, wird nicht berücksichtigt. Die Anliegen des Vereins manndat sind auf der einen Seite nachzuvollziehen, andererseits sind manche Passagen auf der Website so pampig formuliert - kann man diese Anliegen nicht auch ohne Feministinnenbashing vertreten oder ist das wiederum wieder eine Reaktion auf das teilweise wohl geübte "Männerbashing"?

    Tatort Bibliothek

    "Chaos in der Unibibliothek: Studenten verschmutzen Bücher, legen sich Geheimverstecke an oder lassen Literatur einfach mitgehen". Darüber berichtet unicum.de unter dem Titel "Tatort Bibliothek". Je nach Fachgebiet wird damit unterschiedlich umgegangen: "'Bei den Germanisten gibt's nur ein ernstes Wörtchen vom Dekan, wir Juristen setzen im Ernstfall auf die Rechtsabteilung', betont Böttcher". Die Mathematiker müssen wahrscheinlich dafür bezahlen, und die Botaniker kriegen eines auf die Rübe...

    Monday, October 22, 2007

    Halbe/halbe Buchpräsentation

    Das Buch einer frida-Kollegin wird präsentiert: Hildegard Steger-Mauerhofers "Halbe/Halbe. Utopie Geschlechterdemokratie?" ist 2007 beim Milena-Verlag erschienen und wird am 7. November um 19.30 Uhr im ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien, vorgestellt. Dabei findet eine Podiumsdiskussion mit Rechtsanwältin Helene Klaar, Frauenministerin a.d. Helga Konrad (Ideenlieferantin der Kampagne "Ganze Männer machen halbe/halbe"), Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und der Autorin.

    Zum Buch aus der Verlagsaussendung: "Die Kampagne "Ganze Männer machen halbe/halbe" sorgte für Aufregung wie keine andere Kampagne zuvor oder danach. Das Vorhaben der damaligen Frauenministerin Helga Konrad: partnerschaftliche Teilung der Versorgungsarbeit durch gesetzliche Maßnahmen im österreichischen Ehe- und Familienrecht festzulegen. Medien und Koalitionspartner reagierten heftig. Nach der Abberufung Konrads in Folge des Regierungswechsels griff ihre Nachfolgerin Barbara Prammer das ehrgeizige Vorhaben auf und führte es 1999 einer gesetzlichen Regelung zu. Zehn Jahre nach der umstrittenen Kampagne zeichnet Hildegard Steger-Mauerhofer den politischen Prozess von der Gesetzesinitiative bis zur Gesetzwerdung eindrucksvoll nach und zeigt in ihrer packenden Analyse, welche Rollen die politischen Parteien und ihre RepräsentantInnen einnahmen. Dabei gelingt es der Autorin, die brisante Thematik mit spannenden Einblicken hinter die Polit-Kulissen zu verknüpfen".

    "Österreich liest"-Nachlese

    Über das Gelingen der ersten gemeinsamen Veranstaltung der Burgenländischen Landesbibliothek und der Bibliothek der Fachhochschulstudiengänge Burgenland (im Rahmen von Österreich liest) freue ich mich sehr. Am Dienstag stellten zwölf Burgenländerinnen und Burgenländer bei uns im Fachhochschulzentrum ihre Lieblingsbücher vor. Unser größter Seminarraum war mit runden Tischen und Lese-Postern ansprechend gestaltet worden. Viele Mitwirkende konnten sich gar nicht auf eines festlegen, und die Bandbreite der vorgestellten Bücher war besonders beeindruckend: von Marlen Haushofers "Die Wand" über "Pu der Bär" bis Thomas Bernhards "Alte Meister", von Gedichten Georg Paulmichls über eine Kurzgeschichte von Michael Köhlmeier bis zu Jakob Michael Perschys Erzählband "Nichte Gaby". Ich musste mich glücklicherweise nicht entscheiden, sondern konnte mich in die Moderation "flüchten" ;-)

    Alle Mitwirkenden
    Alle Mitwirkenden: Sitzend (von links nach rechts): Karla Stifter, Michaela Schöller, Simon Pavlovic. Stehend (von links nach rechts): Christine Rörner, Ria Treppo, Jakob Perschy, Maria Stadlmann, Gert Polster, Kurt Safrata, Ingrid Schwab-Matkovits, Fritz Krutzler, Johann Praith, Elke Perlaky-Reimann, Monika Bargmann, Yoda. - Bild von Christiane Kerbl. - Weitere Bilder der Veranstaltung gibt es natürlich bei Flickr.

    Update 20. Oktober: Photos nun auch bei der BF.
    Update 22. Oktober: Gestern war ein fünfzehnminütiger Bericht über unsere Veranstaltung auf Radio Burgenland zu hören.

    Friday, October 19, 2007

    Leseverhalten und Bibliotheksnutzung hochbegabter Kinder

    Die von mir heuer betreute Diplomarbeit "Leseverhalten und Bibliotheksnutzung von hochbegabten Kindern. Eine Untersuchung anhand von Südtiroler Kindern mit besonderen sprachlichen Fähigkeiten" von Sabine Laimer ist nun auch bei E-LIS abzurufen. Die Arbeit gibt einen Einblick in mögliche Angebote von (Schul-)Bibliotheken, außerdem wurden sechs sprachlich hochbegabte Kinder zu ihrem Leseverhalten und ihrer Bibliotheksnutzung befragt. In diesem Zusammenhang darf ich gleich auf die zum Thema passende Literaturliste zum Thema "Bibliotheksarbeit für hochbegabte Kinder und Jugendliche" hinweisen.
    Zwei Zitate aus der Arbeit: "Eines der gravierendsten Vorurteile ist die Annahme, dass hochbegabte Kinder keine besondere Förderung bräuchten, da sich ihre Begabungen früher oder später im Leben durchsetzen. Dieser Irrglaube ist nicht vertretbar, da gerade besonders kluge Kinder eine besondere Förderung brauchen, damit sie sich gesund entwickeln und sich ihre hohen Fähigkeiten entfalten können" (S. 12; vgl. dazu Joelle Huser: Lichtblick für helle Köpfe. Ein Wegweiser zur Erkennung und Förderung von hohen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen auf allen Schulstufen. Zürich 2002). Und: "Jonas denkt, dass es nicht eigens eine Bibliothekarin brauche, weil die müsse 'eh nur die Bücher in Ordnung halten' und das könne die Lehrerin auch machen. Dass eine Bibliothekarin auch andere Aufgaben haben könnte, kann er sich nicht vorstellen" (S. 57).

    Wikipedia : ein Diktat der AdministratorInnen?

    In E-LIS ist vor kurzem ein interessant klingender Artikel eingestellt worden ("klingend" deswegen, weil ich ihn noch nicht gelesen habe und daher nicht beurteilen kann): Klemens Auinger: "Wikipedia: ein Diktat der AdministratorInnen?". In: Public Observer 5 (2007) 42: "Dieser Text analysiert eine oft übersehene Schwachstelle von Wikipedia: die Kompetenz der Administratoren. Der Artikel zeigt anhand von nicht repräsentativen Versuchen die Problematik auf und stellt eine erste Annäherung an eine Studie über die Legitimation und Steuerung des Projektes dar".

    Thursday, October 18, 2007

    Allgemeine Sekretariatstätigkeiten

    Aus einer Stellenausschreibung: "Durchführung von allgemeinen Sekretariatstätigkeiten wie zum Beispiel das Verfassen von Protokollen, Bibliotheksorganisation und Datenbankverwaltung". Seufz.

    Reading diary

  • currently enjoying: John Sladek: Die Menschen sind los! Stories. Ullstein 1984. - Johanna Braun, Günther Braun: Der Fehlfaktor. Utopisch-phantastische Erzählungen. Suhrkamp 1981
  • recently finished: Nancy Garden: Annie on my mind. Commemorative edition. Farrar, Straus and Giroux 2007. - Rod Waleman: The young librarian. Reprint. Olympia Press 2007
  • recently re-read: Joanne K. Rowling: Harry Potter and the half-blood prince; Harry Potter and the chamber of secrets; Harry Potter and the goblet of fire. - Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott.
  • Wort und Unwort des Jahres

    Unter der Webadresse www.oewort.at kann man bis zum 21. Novenber an der Vorwahl zum österreichischen Wort und Unwort bzw. Ausspruch und Un-Spruch teilnehmen. Die eigentliche Wahl findet von 23. November bis 10. Dezember statt. Die Website wird von der Forschungsstelle Österreichisches Deutsch am Institut für Germanistik der Universität Graz betreut, die Auswahl gemeinsam mit der Austria Presseagentur und einer Fachjury vorgenommen.
    Zu den Preisträgern 2006 zählten übrigens der Problembär, der Penthousesozialismus, die Raucheroase und der Pflegenotstand, 2005 schafften es u.a. der Schweigekanzler und die Vogelgrippe ins Ranking, 2004 waren es das Kampflächeln (da muss wohl die Bundespräsidentenwahl stattgefunden haben), die Tortung und die Pensionsharmonisierung. 1999 gab es den Schübling, den Gutmenschen und die Überfremdung, 2000 folgte der Schulterschluss auf die Sanktionen. Das Unwort 2001 waren Nichtaufenthaltsverfestigte, 2002 dazu passend die Rückkehrberatung. 2003 gab es Reform, kranke Kassen, Hacklerregelung und Besitzstandswahrer. Die Auswahl fasst trefflich die österreichische Politik zusammen.

    "It's our choices, Harry..."

    Ich habe gerade Harry Potter 2, 4 und 6 wiedergelesen und bin dabei wieder auf einen Satz gestoßen, der mich schon bei der ersten Lektüre sehr bewegt hat und den ich fürderhin zu meinen Lieblings-HP-Sätzen zählen werde. Albus Dumbledore sagt im Band "Harry Potter and the chamber of secrets" (Scholastic 2000, S. 333):

    It's our choices, Harry, that show what we truly are, far more than our abilities.

    Tuesday, October 16, 2007

    Buchpräsentation: "Stammgäste" von Wolfgang Millendorfer

    Ein früherer Kollege von mir aus alten NÖN-/BVZ-Zeiten hat seinen literarischen Erstling bei der edition lex liszt herausgebracht, und auf die Präsentation dieses Buches weise ich gerne hin: "Sie sind die wahren Helden und zumeist tun sie, was sie wollen. Lustige Gesellen, seltsame Wesen, Cowboys und traurige Gestalten – Stammgäste eben. Und die dürfen sich auch so richtig austoben. Wolfgang Millendorfer erlaubt es ihnen. In seinem ersten Buch, in 28 Geschichten und Gschichtln. Mit Millendorfers 'Stammgästen' lässt die edition lex liszt 12 zugleich auch eine neue Reihe für junge Autoren vom Stapel". Das wird gemeinsam gefeiert.

    Ort und Zeit: Donnerstag, 25. Oktober 2007, 20 Uhr, Cselley-Mühle in Oslip. Text: Wolfgang Millendorfer. Musik: Snake & Sean Paul. Party: DJ Clemens Peck. Eintritt frei.

    Thursday, October 11, 2007

    Verbotland bei Flickr


    in Flickr eingestellt von Lunochod.

    Bei Flickr gibt es eine amüsante Gruppe namens Verbotland, bei der bislang an die vierhundert Verbotsschilder aus dem deutschsprachigen Raum gesammelt wurden, die teilweise unglaublich absurd, umständlich oder einfach ungewohnt sind. Ich habe selbst gleich mein "Keine Einfahrt für Autos und Fuhrwerke"-Schild (im Jahr 2007 im zehnten Wiener Gemeindebezirk aufgenommen) eingestellt. Wahrscheinlich wurde es trotz geringer Fuhrwerkdichte in Wien für den Fall, dass sich ein Fiaker nach Favoriten verirrt, beibehalten.

    Stigma und Produktivität

    Hinweis auf den Vortrag eines Kollegen: Fritz Betz spricht in der Reihe "Produktivität" des IWK zum Thema "Stigma und Produktivität. Zur medialen Darstellung von Behinderung": "In letzter Zeit treten in leistungsorientierten medialen Inszenierungen wie etwa 'Reality Shows' vermehrt Menschen mit körperlichen Handicaps, nach Goffman sogenannte 'Stigmatisierte' auf. Die ProduzentInnen und TeilnehmerInnen dieser massenmedialen Formate verbinden damit den Anspruch, in der Interaktion zwischen Stigmatisierten und Nicht-Stigmatisierten emanzipatorische Images zu schaffen, die sich gegen traditionelle paternalistische Denkfiguren wenden. Handelt es sich dabei tatsächlich um Strategien sozialer Inklusion? Wenn ja, um welchen Preis? Und: Was ist die Botschaft, die dabei an das Publikum der mehrheitlich und vermeintlich Nicht-Behinderten geht? Der Vortrag versucht, Thesen zu diesen Fragen zu entwickeln, und wird sich dabei an Goffmans Arbeiten zum 'Stigma', an Foucaults Analyse moderner Disziplinarmechanismen sowie an Theorien orientieren, die technischen Artefakten (dabei vor allem Medientechnologien) grundsätzlich die Funktion von 'Prothesen' zuschreiben (Freud, McLuhan, Stone)".
    Ort und Zeit: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17/1 , 1090 Wien, Donnerstag, 18. Oktober 2007, um 18.30 Uhr.

    Antikörperbibliothek

    Kürzlich habe ich über die Fliegenbibliothek berichtet, und nun kam mir in einer Presseaussendung über die Biotechnologiemesse BIOTECHNICA wieder eine Bibliothek der "anderen Art" unter: "Eine humane Antikörperbibliothek (Tebu-Bio) ist als Schritt in Richtung eines humanen Protein-Chips zu sehen, der sowohl schnelles Screening von Wirkstoffen als auch von krankheitsauslösenden Faktoren ermöglichen wird". Auf der Website von Tebu Bio gibt es übrigens einen Link zum "online catalog": "Search among our 420110 reagents... y name, reference, description, manufacturer...
    y gene name, accession number or protein name". In der Primer Set Search Engine kann man dann noch nach der Auswahl der Spezies (Mensch, Ratte, Maus) nach Gene Name, RefSeq Number und Protein Name suchen.

    Monday, October 08, 2007

    Luise und die Todesfalle Bibliothek

    Ein gutes Beispiel für die "Todesfalle Bibliothek" habe ich heute zufällig gefunden, als ich für eine Lehrveranstaltung wieder einmal Technorati und Blogdigger testete: "Die Bibliothekarin" im Weblog Schreibmappe. Der Autor bezeichnet sich nur als "Netzmeister".
    Schon den Beginn mag ich: "Luise mochte den Geruch nach altem Papier und die Ausdünstung zarten Leders, zu denen sich eine moderig riechende Staubnote stahl, die – wie sie schon früh eingesehen hatte – unvermeidliche Ingredienz war, die sich nicht bändigen, sondern mit Lappen und Pinsel bloß zähmen ließ, so dass der Staub ein dürftiges Dasein in den dämmrigen Fluren der Bibliothek fristete".

    Verstaubte Bibliotheken versus Tagging

    "Die Begriffe Verschlagwortung und Indexierung, beide bekannt aus dem Information Retrieval, verbindet man häufig mit verstaubten Bibliotheken und umfangreichen Archiven. Dort ist in der Regel eine Person, der Bibliothekar, dafür verantwortlich, dass Besucher und Benutzer im riesigen Fundus der Institution die gesuchten Informationen anhand bestimmter Schlagwörter finden. Diese Deskriptoren werden zunächst für einzelne Bücher und danach für die komplette Sammlung in Katalogen zusammengestellt. Anhand dieser Schlagwort-Sammlungen lassen sich einzelne Inhalte der Bibliothek oder des Archivs suchen und finden. Oder auch nicht – denn wer stellt sicher, dass ein Individuum genau auf die gleiche Art und Weise sucht, wie es der Bibliothekar vorgesehen hat? Wer garantiert, dass die wirklich relevanten Inhalte gefunden werden können?" schreibt Markus Tressl im Content Manager-Magazin vom Oktober 2007 unter dem Titel "Tagging, die andere Indexierung des Internets". Da frag ich mich: Muss es immer gleich eine "verstaubte Bibliothek" sein, der die kollaborative Inhaltserschließung gegenübergestellt wird? Von den Vorteilen eines kontrollierten Vokabulars, die dieses ja zweifelsohne hat, ist in dem Artikel auch keine Rede.

    Friday, October 05, 2007

    Einladung: ...da hörst zum lesen gar nimmer auf...

    Eine herzliche Einladung im Namen der Bibliothek der Fachhochschulstudiengänge Burgenland und der Burgenländischen Landesbibliothek:

    ...da hörst zum lesen gar nimmer auf... Burgenländerinnen und Burgenländer präsentieren ihre Lieblingsbücher

    Dienstag, 16. Oktober 2007, 19.30 Uhr, Fachhochschul-Studienzentrum, Campus 1, 7000 Eisenstadt.
  • Begrüßung durch Ingrid Schwab-Matkovits, Geschäftsführerin Fachhochschulstudiengänge Burgenland.
  • Lieblingsbücher von Judith Beck, Winzerin, Gols; Fritz Krutzler, ehem. Landesschulratspräsident, Oslip; Michaela Schöller, ORF-Journalistin, Eisenstadt; Kurt Safrata, Pressesprecher von Landeshauptmann-Stv. Franz Steindl, Eisenstadt; Karla Stifter, Psychotherapeutin und Bibliothekarin, Bad Sauerbrunn; Gert Polster, Büroleiter von Landesrat Helmut Bieler, Eisenstadt/Sulzriegel; Elke Perlaky-Reimann, Lehrerin, Siegendorf; Ria Treppo, Künstlerin, Breitenbrunn; Maria Stadlmann, Kulturmanagerin, St. Margarethen; Johann Praith, Hochschullehrer, Eisenstadt und andere
  • Im Anschluss laden wir bei einem Glas burgenländischen Weins zum Plaudern über Ihre Lieblingsbücher ein.
  • Moderation: Jakob Michael Perschy – Bibliotheksleiter Burgenländische Landesbibliothek. Monika Bargmann – Bibliothek Fachhochschulstudiengänge Burgenland.
  • Büchertisch der Firma Nentwich-Lattner

  • Wegen der Platzplanung bitten wir um Anmeldung unter bibliothek (at) fh-burgenland.at bzw. 05/9010-60970, uns sind aber auch spontane Gäste willkommen!

    Thursday, October 04, 2007

    Linuxprofi mit MS Word gesucht

    Auf der Boku wird gerade ein/e Linuxadministrator/in gesucht. Detaillierte Informationen über die Stelle gibt es nur in einem Microsoft Word-Dokument... hihi.

    EcoLibris für gutes Gewissen von LeserInnen

    "Every book you read was once a tree. Now you can plant a tree for every book you read" ist der Slogan des Unternehmens Eco-Libris. Nach Überweisung einer bestimmten Summe pro Buch - bis zu 10 Büchern ist je ein Dollar zu berappen, ab 25 Büchern gibt es Rabatt - werden um dieses Geld Bäume in Entwicklungsländern angepflanzt, um den Holzverbrauch für das Papier wettzumachen: "Our planting partners are organizations that work in developing countries. Their planting and conservation activities are an integral part of their efforts to help local communities in these countries move towards a sustainable future. We make sure that your trees will be planted where they provide significant value for both the environment and the local communities, who are very much involved and play an important part in the planting projects" ("How we do it"). Dann bekommt man einen EcoLibris-Sticker, den man auf die solchermaßen abgegoltenen Bücher kleben kann. Eco-Libris setzt sich aber auch für die Verwendung von Recycling-Papier bzw. Papier aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern aus und will mit Verlagen, BibliothekarInnen und KonsumentInnen zusammenarbeiten. - Hinweis von Librarian in black via michapu. Aktuelles auch im Eco-Libris-Weblog.

    FH-Bibliothek in Library 2.0-Buch

    Das war eine Überraschung: Als ich das Buch "Library 2.0. A guide to participatory library service" von Michael E. Casey und Laura C. Savastinuk durchblätterte, fiel mein Blick auf einen Screenshot der Flickr-Gruppe "Libraries and librarians". Und beim genaueren Hinsehen erkannte ich, dass da zufällig zwei Photos vom Ferienspiel in unserer Bibliothek aus dem Jahr 2006 auf der Startseite waren. Wir sind Buch!

    Strong meat and better health

    "With the passing years Lady Amelia had grown increasingly fond of novels, and of novels of a particular type. They were what the assistant in the circulating library termed 'strong meat' and kept in a hidden place under her desk. It was Miss Myers's duty to fetch and return them. 'Have you anything of the kind Lady Amelia likes?' she would ask sombrely. 'Well, there's this just come in', the assistant would answer, fishing up a volume from somewhere near her feet. (...) 'Women of my age always devote themselves either to religion or novels', [Lady Amelia] said. 'I have remarked among my few surviving friends that those would read novels enjoy far better health'".

    Evelyn Waugh: "Period piece". In: Mr Loveday's little outing and other sad stories. Leipzig: The albatross 1937 (= The albatross modern continental library 334), S. 40

    Wednesday, October 03, 2007

    Quod erat demonstrandum

    Schmunzeln muss ich, wenn man vom Senior Customer Manager Sales Consultant einer Firma, deren Software wir auf der FH seit Jahren im Einsatz haben, ein Mail mit folgendem Inhalt bekommt: "Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Produkt. Anbei finden Sie einen Link zu einer Demoversion".

    Monday, October 01, 2007

    Hüttenbücherei

    "Die Hüttenbücherei soll allen, auch künftigen Besuchern, dienen. Die Bücher sind daher pfleglich zu behandeln und nach Benutzung unverzüglich an ihren Platz zurückzustellen. Sie dürfen nicht außerhalb des Hüttenumkreises mitgenommen werden", heißt es in der Hüttenordnung des österreichischen Alpenvereins vom 1. Dezember 2000.

    3. Wikiposium in Wien

    Das dritte österreichische Wikiposium findet am 23. November 2007 in Wien statt. Alle Themen mit Wiki-Kontext sind willkommen - "bei Interesse können auch eigene Sessions zum Thema Wikis an Schulen oder Wikinomics, etc. einplant werden bzw. Workshops und Tutorials angeboten werden. Vortragsthemen und Vorschläge können direkt in das Symposiums-Wiki eingepflegt oder per E-Mail an stockinger@ocg.at übermittelt werden. Für normale Vorträge sind ca. 25 Minuten vorgesehen, für Kurzvorträge bzw. Präsentationen ca. 15 Minuten". Einreichfrist bis 10. Oktober.

    ÖGDI-Preis an Verena Kern

    Schon kurz in meinem ODOK-Bericht angedeutet: Unsere Absolventin Verena Kern wurde für ihre Diplomarbeit "Bibliotheken in österreichischen Justizanstalten" mit dem ersten Platz beim ÖGDI-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wurde von Prof. Walter Koch gestiftet und wurde erstmals heuer für die beste studentische Arbeit im Bereich des Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesens und des Informations- und Wissensmanagements verliehen. Die Diplomarbeit kann bei E-LIS nachgelesen werden.

    Aus der Ausschreibung: "Teilnahmeberechtigt sind Bachelor-, Master- und umfangreiche Projektarbeiten, die an einer österreichischen Hochschule (FH-Studiengang Informationsberufe, Interuniversitärer Universitätslehrgang Library and Information Studies, Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement, Institut für Informationswissenschaft,...) oder einer facheinschlägigen Aus- und Weiterbildungseinrichtung (Lehrgang für Information und Dokumentation) angefertigt wurden". Sofern der Preis im kommenden Jahr - beim sogenannten "kleinen Bibliothekartag" in Krems - wieder verliehen wird, werde ich rechtzeitig die Ausschreibung veröffentlichen und die Werbetrommel am Studiengang auch ein bisschen fester rühren. Heuer gab es von uns nur zwei Einreichungen.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • David Fox: "A Demographic and Career Profile of Canadian Research University Librarians". In: The Journal of Academic Librarianship 33 (2007) 5, S. 540 - 550
  • Mindy Klasky: Girl's guide to witchcraft. Red Dress Ink 2006
  • Mindy Klasky: Sorcery and the single girl. Red Dress Ink 2007
  • Die Frau am Ende der Straße. Deutschland 2006. NDR-Fernsehfilm. Claudia Garde [Regie], Thomas Schwank [Drehbuch], Maren Eggert [Darstellerin]. "Martina Schneider (Maren Eggert) ist in dem NDR-Fernsehfilm 'Die Frau am Ende der Straße' so eine hypersensible Künstlerseele. Im Kunst- und Kulturbetrieb fiele sie nicht auf. Als teilzeitbeschäftigte Bibliothekarin, Ehefrau eines liebevollen, aber hauptsächlich praktisch veranlagten Lageristen und Mutter eines Sohnes ist sie eine glatte Fehlbesetzung" (Heike Hupertz: "Wenn das Leben nicht passt". In: FAZ, 19. September 2007). IMDB.
  • Friday, September 28, 2007

    Fortbildung: Recherche / Provenienzforschung

    Die Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken bietet gemeinsam mit der Initiative Fortbildung eine Fortbildungsveranstaltung zu Datenbanken und Internetrecherchen mit dem Schwerpunkt Provenienzforschung an: "Wir geben eine detaillierte Einführung in die wesentlichen kunsthistorischen und die für die Provenienzforschung relevanten Datenbanken, zeigen deren Systematik und besprechen spezifische Such-, Speicher- und Exportfunktionen. Außerdem vermitteln wir Möglichkeiten zur systematischen Internetrecherche, indem wir relevante Web Sites, wie zum Beispiel Fachportale oder Suchmaschinen, exemplarisch vorstellen". Referentinnen sind Maria Effinger (Universitätsbibliothek Heidelberg) und Ute Haug (Hamburger Kunsthalle).

    Neu: das Gov Gab-Weblog

    Hinweis aus nexgenlib: Fünf MitarbeiterInnen des Office of Citizen Services and Communications der U.S. General Services Administration haben ein gemeinsames Weblog über Government Information gegründet - Gov Gab: "Gov Gab offers a new post each weekday, and readers are encouraged to join the conversation by leaving comments or sending e-mails. The Gov Gab team will key off the conversation going on in the blogosphere and use their own experiences and expertise as government information managers to blog about the services and great information from the U.S. government that are helpful to Americans in their everyday lives".

    Popularmusik in der digitalen Mediamorphose

    Regina Sperlich, mit der ich während meines Praktikums am Institut für Technikfolgenabschätzung ein Büro geteilt habe, hat nun ihre Dissertation überarbeitet und als Buch beim Deutschen Universitätsverlag herausgebracht. Darauf weise ich hier gerne hin. "Popularmusik in der digitalen Mediamorphose. Wandel des Musikschaffens von Rock- und elektronischer Musik in Österreich" hat 322 Seiten und kostet 39,90 Euro (ISBN 978-3-8350-6074-6). Zum Inhalt: "Mediamorphosen stellen im sozialen Wandel des Kulturschaffens dem aktuellen Stand der Kommunikationstechnologien entsprechende dominante kommunikative Transformationen dar. Die digitale Mediamorphose hat entscheidende Auswirkungen auf die Produktions- und Kommunikationsbedingungen vor allem im Bereich der digitalen Popularmusik.
    Regina Sperlich untersucht die Folgen der digitalen Mediamorphose für das österreichische Musikschaffen in Rock- und elektronischer Musik. Sie zeigt, wie die damit verbundene Demokratisierung der Produktions- und Kommunikationsmittel zu einer Marktöffnung führt, die aber auch mit einer zunehmenden Konkurrenz einhergeht. Durch kostengünstigere technische Produktions- und Kommunikationsmittel wird der Heimstudioproduzent zur wesentlichen und relativ autonomen Figur des Produktionsprozesses. Zugleich lässt der Wegfall der Fixierung auf den Tonträger, dem ein Winner-Takes-it-All-Markt zu Grunde lag, neue Chancen für mittelständische Musikschaffende entstehen. Der Untersuchung liegen 41 qualitative Interviews mit Musikschaffenden, Labelbetreibern und Experten der Musikindustrie sowie umfassende Sekundärdaten zum österreichischen Musikmarkt zugrunde".

    Thursday, September 27, 2007

    Bibliotheken und MySpace

    Der Artikel "Prevailing Practices for Libraries on MySpace" von Paula Webb ist in der neuen Ausgabe der College & Undergraduate Libraries erschienen: "This paper is a study of academic libraries with sites at MySpace. From a selection of academic libraries with MySpace sites, the author brings to light the most common types of information and styles used to attract and inform patrons".

    Tuesday, September 25, 2007

    Älteste Französin war Bibliothekarin

    Die älteste Französin, Simone Capony, starb vergangenen Samstag mit 113 Jahren. N-TV titelt "Unverheiratet und kinderlos", und da ist der Beruf ja schnell erraten: ja, genau, Bibliothekarin: "Im Ersten Weltkrieg verlor Simone Capony ihren Verlobten, geheiratet hat die Bibliothekarin nie. Sie hatte neun Brüder und Schwestern, aber keine Kinder". Capony lebte und arbeitete in Cannes. - Siehe auch International Herald Tribune.

    Option in der Unternavigation zur Metasuchmaske

    Kurz ausgestiegen? Ich auch. Das Zitat stammt aus den Hilfeseiten der neuen ViFa Sport: "Die Einfache Suche ist neben der Erweiterten Suche eine Option in der Unternavigation zur Metasuchmaske - einige Bibliotheken bieten diese Ihren Kunden als bevorzugte Einstiegsansicht an" ;-)

    Preis für Lutz/Guggisberg

    Der internationale Kunstpreis des Landes Vorarlberg ging an das Künstlerduo Lutz/Guggisberg. "Lutz/Guggisberg [gestalteten] beispielsweise eine permanent mutierende Bibliothek mit lauter fiktiven Buchtiteln: Lexika, Belletristik, wissenschaftliche Publikationen - z.B. Werner K. Scheinwerfers 'Wie werde ich gebührend wahrgenommen?' - oder so wunderbar trashige Dreigroschenromane wie die Geschichte des Raubritters Unbert. Ihre Büchersammlung hinterfragt in lustvoller Weise traditionelle Kunstbegriffe und bildet einen eigenen bibliophilen Kosmos als Sinnbild permanenter Welthaltigkeit". Quelle: Presseaussendung vom 24. September.

    Monday, September 24, 2007

    Zauberhafte Bibliothekarin

    Es kann ja doch nützlich sein, die bei Amazon mit "librarian" getaggten Bücher zu abonnieren: So habe ich gerade den Hinweis auf Mindy Klaskys "Girl's Guide To Witchcraft" und "Sorcery And The Single Girl" bekommen, "Jane Madison, a somewhat timid, fashion-challenged librarian living in Washington, D.C., is none too pleased when she learns her salary is being cut by a quarter. Her supervisor eases the blow by offering to let Jane live rent-free in a small cottage on the library's property. Jane gets more than she bargained for when she discovers a hidden key that unlocks the door to the basement, which is filled with a wide array of witchcraft books" (Zitat von Kristine Huntley aus Booklist). - Laut Website spendet die Autorin "ten percent of all income from GIRL'S GUIDE to First Book, an international nonprofit organization that provides children from low-income families the opportunity to read and own their first new books".

    Noch ein Fund bei Amazon: Der pornographische Roman "The young librarian" von Rod Waleman recte Dan Marlowe, 2007 neu aufgelegt bei Olympia Press (vgl. auch "The librarian's naughty habit").

    Odok-Bericht, Tag 3

    Am Vormittag stehen Vorträge über Aus- und Weiterbildungseinrichtungen auf dem Programm. Den ersten verpassen wir, weil wir etwas länger auf unsere Hotelrechnung warten mussten, obwohl wir nach nur zweieinhalb Stunden Schlaf um sieben Uhr aufgestanden waren (obwohl wir am ersten Tag bereits darauf hingewiesen hatten, dass wir getrennte Rechnungen brauchen, war es für den Rezeptionisten anscheinend eine Überraschung).
  • Helga Zotter-Straka: "ULG Library and Information Studies, MSc - die maßgeschneiderte Ausbildung für wissenschaftliche Bibliotheken"
  • Petra Wimmer: "Die berufsbegleitenden Masterprogramme der Donau-Universität Krems im Bereich des Wissens- und Informationsmanagements"
  • Jutta Bertram, Christoph Kugler, Hans Wögerer: "10 Jahre BID-Ausbildung am Hochschulstandort Eisenstadt - Bilanz, Status Quo und Perspektiven"
  • Juhu, der erste Platz beim ÖGDI-Preis geht an meine Diplomandin Verena Kern für ihre Arbeit "Bibliotheken in österreichischen Justizanstalten". Der Preis wurde von Walter Koch gestiftet und wurde heuer erstmals für die "beste studentische Arbeit im Bereich des Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesens und des Informations- und Wissensmanagements" vergeben.
  • Odok-Bericht, Tag 2

  • Mein erster Vortrag heute: Günther Mühlberger: "Die elektronische Abgabe von Dissertationen und Diplomarbeiten an der Universität Innsbruck. Ein Werkstattbericht". - Gute Idee: Die Ablieferung in elektronischer Form wurde dort vor kurzem im Rahmen des elektronischen Aktes, also der bürokratischen Formalitäten vor der Sponsion bzw. Promotion, vorgeschrieben. So müssen alle Abschlusswilligen die Datei elektronisch abgeben und sind vielleicht auch gewillter, das Einverständniserklärung für das Online-Bereitstellen zu unterzeichnen.
  • Dirk Willinghöfer: "Lösungsstrategien im Digital Asset Management mit DigiTool". - Paul Fertl: "Trusted Repositories - Digital Archives - Tools & Standards". - Bei diesen beiden Vorträgen sitze ich zwar drinnen, kritzle aber dabei meinen Vortrag auf meine ausgedruckten Handzettel. Wird auch langsam Zeit. Klingt vielleicht so, als wäre ich vor Vorträgen nicht nervös - stimmt aber nicht. Der Hörsaal 15.03 scheint der größte im ganzen Gebäude zu sein, wie ich schon am Vortag feststellen konnte *schluck*. Das Herzflattern ist nur glücklicherweise immer dann schlagartig vorbei, wenn ich aufstehe und zum Pult gehe.
  • Okay, meine Session "Informationsdienstleistungen IV" naht. Helmut Hartmann: "Das verflixte 3. Jahr oder die Praxistauglichkeit der Kooperation E-Medien Österreich".- Ein Bericht über die Gründung, Erfolge und "pitfalls" der Konsortienstelle, die in Österreich Forschungseinrichtungen ebenso wie National-, Landes-, FH- und Universitätsbibliotheken betreut.
  • Ich bin dran: "Wein predigen und Wasser trinken? Theorie und Praxis von Open Access im österreichischen Bibliothekswesen" (gemeinsam mit Michaela Putz vorbereitet). Wir haben uns mit möglichen Gründen für die Zurückhaltung der BibliothekarInnen bei der Selbstarchivierung ihrer Schriften auseinandergesetzt (siehe Blogeintrag). - Michael Katzmayr: "Zwei Jahre österreichische Beteiligung am Open Access-Archiv E-LIS: Status quo und Perspektiven". - Die Diskussion unserer beiden Vorträge wird zusammengefasst. Das Feedback bringt uns neue Sichtweisen auf E-LIS und Selbstarchivierung allgemein, an die wir bisher nicht gedacht haben. Mehr dazu in Kürze hier. Und, dieser Vorgriff sei gestattet: als wir nachhause kommen, wartet schon ein neues Dokument in E-LIS auf uns *nochmalsfreu*
  • Frank Bertsch: "E-Books - Mehrwert für Bibliotheken". - Erst auf der letzten Folie erkenne ich, warum ein Mitarbeiter von Ebsco eBooks von Springer und Elsevier vorstellt. Die vertreiben die ja. Anscheinend stand nicht nur ich auf der Leitung. - Klingt leider nicht so, als würde es den Kotler endlich als eBook geben. Wir haben schon so viele Auflagen in Mehrfachexemplaren mit weichen Umschlägen und daraus resultierender Umfallneigung herumstehen, da würden wir beim Kauf eines eBooks nicht lange zögern.
  • Michael Bracsevits: "Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (Richtlinie 2006/24/EG)". - Habe beim Vortragenden 1997 einen Polycollege-Kurs über "Internet für BibliothekarInnen und Literatursuchende" besucht. Mit dem Thema habe ich mich schon beschäftigt (für vibe bzw. BBA), aber es noch nie aus Bibliothekssicht gesehen. Interessant.
  • Die für den ÖGDI-Preis nominierten Arbeiten werden präsentiert. Und eine meiner Diplomandinnen ist dabei *freu* ... Michael Kuhn: "Informetrische Analyse auf der Basis von Patentdatenbanken am Fallbeispiel von österreichischen Unternehmen". Verena Kern: "Bibliotheken in österreichischen Justizanstalten". Bernhard Wenzl: "RFID in der Hauptbücherei Wien". - Was mich ein wenig ärgert, ist die geringe Anteilnahme der Bibliothekswelt an den Vorträgen der nächsten Generation. Nicht einmal alle Jurymitglieder haben es in den Vortragsraum geschafft (gibt sicher zumindest teilweise gute Gründe dafür, aber es macht kein gutes Bild).

  • Abends begeben wir uns zu einem von Minerva gesponserten Abend mit Jazz in die Hochspannungshalle der TU Graz. Mit dieser Beleuchtung eine traumhafte Kulisse. Leider dürfen wir nicht in den Faradayschen Käfigen auf der Galerie Platz nehmen, heute abend finden keine Experimente statt. - Am Gang ist ein beeindruckendes Photo von Nikola Tesla in seinem Labor: Er sitzt auf einem Sessel und schreibt seelenruhig etwas in sein Heft, während über ihm die Blitze zucken. - Immer wieder finde ich nett, wie viele unterschiedliche Personen man auf solchen Tagungen kennenlernt. Da treffen die "brennenden Kometen" auf die "kontrollierten Bibliothekare" - und spätabends bzw. frühmorgens auf die schon eher unkontrollierten Ausgaben ;-)

    Odok-Bericht, Tag 1

    19. September. Der Tag beginnt damit, dass ich bis kurz nach Mitternacht meine Folien für den Vortrag zusammenbaue. Warum damit einmal früher anfangen, wenn es doch bisher immer so gut geklappt hat ;-) Dann, auch typisch, kann ich zuhause nicht einschlafen und schaue mir noch ein aufgenommenes "Wege zum Glück" und ein direktes "Caroline in the city" an. Für ersteres geniere ich mich eh ein wenig, aber nichts entspannt mich so... Um 6 Uhr geht's los Richtung Graz. Hotel ist nicht ganz so, wie wir es uns vorstellen, aber wir haben keine Zeit und keine Lust, auf die freundliche Empfehlung des Rezeptionisten - wenn es uns nicht zusagt, können wir gerne wieder ausziehen - einzugehen. Gehörte Vorträge bei der Odok:
  • Monika Hagedorn-Saupe: Zugang zu vernetztem Wissen. - Immer wieder interessant zu sehen, an wieviel verschiedenen Portalen im BAM-Bereich derzeit gebaut wird. Möge das beste gewinnen.
  • Walter Koch, Heinz Hauffe: Keine Zukunft ohne Vergangenheit - ein Abriss der Geschichte der Datenbanken und ihrer Nutzung. - Ein unterhaltsamer Streifzug zweier Datenbank-Pioniere, der die Entwicklung der Programmiersprachen ebenso behandelt wie die allerersten Onlinerecherchen in Österreich.
  • Peter Mayr: Für uns sind Sie keine (Ticket-)Nummer! Anfragemanagement und virtueller Auskunftsverbund - das Projekt DigiAuskunft. - Vorträge von Studienkollegen sind Pflichtprogramm, und außerdem fühle ich mich gleich wieder daran erinnert, dass wir ab Herbstsemester mit einem Chatauskunft-Test beginnen wollten.
  • Jan Steinberg: Gebündeltes Wissen - kooperative Auskunft im Geschäftsgang und Verbund. - Alternative zu DigiAuskunft.
  • Christine Krätzsch: Optimierung von Dienstleistungen an Hochschulbibliotheken auf der Basis von Web 2.0-Technologien. - Interessanter Bericht. Die UB Mannheim hat ein Weblog und bietet die Möglichkeit an, Rezensionen im Online-Katalog zu veröffentlichen. Ich finde das eine nette Idee, diskutiere aber dann mit einer Freundin, ob die BenutzerInnen diese Rezensionen eigentlich wirklich wollen oder ob wir nur glauben, dass sie sie wollen.
  • Michaela Putz: Wikis als Wissensmanagementtools für Bibliotheken - ein Praxisbericht. - Hat mich inspiriert, auch endlich etwas in diese Richtung zu unternehmen. Auf der UB der WU Wien gab es das Problem, wie die BibliothekarInnen, die in einem Radeldienst den Infoschalter besetzen, miteinander kommunizieren sollen. Einige Hinweise waren in einer Mappe, andere auf dem Server oder auf Post-Its, einige nur in den Gehirnen. Nun sind die Informationen (z.B. wer ist zuständig, wenn... und was mache ich, wenn...) zentral im Wiki erfasst, alle anderen "Ablagerungen" werden nach der Einpflege skartiert. Entsprechende Schulungen erfolgen in Kleingruppen.
  • Dirk Willinghöfer: Primo - leading your library systems into the future. - Klang ja schon wesentlich konkreter als in Bregenz. Muss mir das Ding mal in Echtbetrieb anschauen. Eine gemeinsame Anfrage für mehrere Datenbanken und Kataloge gefällt mir, aber anscheinend braucht man für nicht Z39:50- oder OAI-fähige/willige Datenbanken zusätzlich Metalib. Primo-Kritik von Lambert Heller in Netbib 1 und 2 und von Patrick Danowski in Bibliothek 2.0 und mehr.
  • Es folgt ein sehr netter steirischer Abend im Großen Lesesaal der UB Graz, bei dem Kernöl und Schilchersekt nicht fehlen dürfen.

    Bibliothekarinnen auf der Flucht: Buchpräsentation

    Der von Ilse Korotin herausgegebene Sammelband "Österreichische Bibliothekarinnen auf der Flucht. Verfolgt, verdrängt, vergessen?", ist nun als Band 40 der Reihe "biografiA – Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung" im Präsens-Verlag erschienen. ISBN 978-3-7069-0408-7, ca. 150 Seiten, €[A] 25,00.
    Zum Inhalt: "Das Buch beschäftigt sich mit Frauen, die in einer Phase ihres Lebens als Bibliothekarinnen beschäftigt waren und aus unterschiedlichen Gründen ausgegrenzt, verfolgt, ins Exil getrieben und im schlimmsten Fall ermordet wurden. Die heute der Öffentlichkeit zum Teil unbekannten Frauen und deren Wirkungsvielfalt sollen so wieder ins Bewusstsein zurückgeholt werden. Schwerpunktmäßig wird das Leben und Wirken der wissenschaftlichen Bibliothekarinnen, der Frauen, die in Arbeiterbibliotheken und den jeweiligen Nachfolgeinstitutionen tätig waren und jener die im staatlichen Bereich arbeiteten, diskutiert. Zentral behandelt werden dabei die Schicksale der politisch/rassisch verfolgten und ins Exil getriebenen Frauen. Bei jenen Exilantinnen, die erst in einem fremden Land diesen Beruf ergriffen, wird nach deren Motiven und Schwierigkeiten gefragt. Das Selbstverständnis der in Bibliotheken tätigen Frauen, aber auch die Tatsache, dass dieser Berufszweig sehr oft als Zwischenlösung oder – von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen – zur Sicherung des Lebensunterhaltes gewählt wurde, wird in einer hier publizierten Diskussion mit Zeitzeuginnen verdeutlicht".

    Präsentation: 22. Oktober 2007, 18.30 Uhr, Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17/1, 1090 Wien.

    Tuesday, September 18, 2007

    So furchtbar, das behalt ich

    "A Lewiston woman who was upset by the content of an acclaimed sex education book published 14 years ago has checked out copies from two libraries and refuses to give them back", schreibt der Boston Globe am 18. September 2007. Die Dame schrieb der Lewisham Library und der Auburn Public Library, dass sie "sufficiently horrified of the illustrations and the sexually graphic, amoral abnormal contents" sei und deswegen die Bücher nicht zurückgebe, und legte einen Scheck in der Höhe der Buchkosten bei. - Hinweis aus Topix, siehe auch Sun Journal.

    Wordie

    "Like Flickr, but without the photos" - so ist Wordie, eine Seite, die ich durch einen Link des LibraryThing-Gründers Tim Spalding entdeckt habe. Dort kann man Wörter eintragen, die einen besonders ansprechen, kann sie zu Favoriten erkiesen, in Listen aufnehmen, kommentieren, Zitate dafür anführen und sehen, wer sie noch eingetragen hat. Eine Spielerei für die Sprachfreaks unter uns. So schreibt zum Beispiel annabethblue: "I started a list of words that my dogs recognize".
    Ich habe gestartet mit allgemeinen Wörtern, die ich einfach so mag (wie groovy, marygold und lachrymose), und teilweise erfundenen Wörtern aus der Science Fiction und Fantasy, die ich genial finde (wie Quantenslipstream, Stasiskammer, morsmordre, Heisenbergkompensator und alohomora). Meine Wörter.

    Monday, September 17, 2007

    BibliothekarInnen und Selbstarchivierung: Kommentare erbeten

    Ich arbeite gerade an einem Vortrag namens "Wein predigen und Wasser trinken. Theorie und Praxis von Open Access im österreichischen Bibliothekswesen", den ich am Donnerstag mit meiner Studienkollegin und Freundin Michaela Putz bei der Odok halten werde. Wir haben uns ausführlich damit befasst, welche Gründe es gibt, dass BibliothekarInnen zwar häufig Open Access von WissenschaftlerInnen fordern, aber selbst bei der Selbstarchivierung ihrer Texte nicht so eifrig sind. Wir werden uns dabei auf den "grünen Weg" beschränken, da der "goldene Weg" uns in Bezug auf das österreichische Bibliothekswesen nicht als praktikabel erscheint. Übrigens gibt es da noch mehrere Spielarten: siehe "Ten flavors of open access to journal articles". In: John Willinsky: The access principle. The case for open access to research and scholarship. MIT Press 2006, S. 212 - 213.

    Die Ursachen lassen sich im wesentlichen in fünf Bereiche gliedern, die sich teilweise natürlich überschneiden - ich nenne einige Beispiele aus unserer Liste:

  • Klima: z.B. Ansicht, Publizieren generell bzw. Online-Publizieren bringe nichts für die Karriere, die eigenen Artikel seien nicht wichtig genug, mangelnde institutionelle Verankerung bibliotheks- / informationswissenschaftlicher Forschung in Österreich, mangelnde Wahrnehmung der Bibliothekswissenschaft als Wissenschaft
  • Zeit: Einstellen dauert zu lange, Vertrautmachen mit dem Repository dauert zu lange, "allgemeines Phlegma" (Zitat Klaus Graf), Abstractschreiben dauert zu lange
  • Wissen: z.B. man kennt sich gar nicht mit Open Access aus, kennt den Begriff vielleicht gar nicht, man weiß nicht, welche Repositories es gibt, weiß nicht, in welches fachliche Repository man einstellen soll (E-LIS, DOIS, Infodata eDepot, dLIST, Portal Informationswissenschaft...), hat generell mangelndes Selbstbewusstsein beim Umgang mit dem Internet
  • Recht: man weiß nicht, ob der Verlag und/oder die MitautorInnen zustimmen, hat Furcht vor Plagiaten oder restriktive Verlagsverträge (kg)
  • Interface: z.B. Interface des OA-Archivs ist nicht in vertrauter Sprache, man kennt die verwendeten Begriffe nicht, hat Schwierigkeiten bei der Zuordnung zu den Fachgebieten
  • Frage an die hier Mitlesenden: Welche Gründe gibt es Eurer Meinung nach noch? Ich freue mich über Kommentare.

    Klaus Graf fasst in seinem Archivalia-Beitrag "Open Access nicht nur aus Kostengründen" vom 19. Jänner 2006 die Vorteile auf einleuchtende Weise zusammen, hier seien nur die Überschriften wiedergegeben:

  • "1. OA verhilft - insbesondere entlegenen - Publikationen zu mehr Aufmerksamkeit" - ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen: Ich habe kürzlich auf einen bei E-LIS eingestellten Artikel Feedback von einer neuseeländischen Bibliothekarin bekommen, das wäre wohl nicht passiert, wenn der Aufsatz nur gedruckt und/oder nur kostenpflichtig erschienen wäre. Gerade bei E-LIS, das ich als Co-Editorin für Österreich von den LIS-Archiven am besten kenne, gefällt mir die Internationalität der Beiträge.
  • "2. OA kann Disparitäten bei der Erwerbungspolitik von Bibliotheken ausgleichen". Das finde ich besonders im Bibliothekswesen wichtig, wo es viele kleinere Bibliotheken gibt, die sich meist nicht mehr Fachliteratur als die Zeitschrift des jeweiligen Verbandes leisten können.
  • "3. OA fördert den Pluralismus"
  • "4. OA-Volltexte unterstützen die Internationalisierung der Wissenschaft" - und durchaus auch der praktischen Anwendung!
  • "5. OA-Volltexte ermöglichen das Auffinden von Fachliteratur unabhängig von Metadaten", weil der Volltext ggf. durchsuchbar ist.
  • "6. OA-Publikationen partizipieren an den allgemeinen Vorteilen digitaler Publikationen" - Dokumente in offenen Archiven sind rund um die Uhr von jedem internetfähigen Gerät abrufbar, werden von den Suchmaschinen bzw. OAIster gut erfasst und mit nützlichen Metadaten versehen. Das ist auch etwas, was für die Einstellung in einem Archiv und nicht für die ausschließliche Bereitstellung auf der eigenen Website spricht. In Österreich werden beispielsweise die Büchereiperspektiven und die VÖB-Mitteilungen kostenlos als pdf-Gesamtdokument zur Verfügung gestellt, was sehr löblich ist, aber noch nicht optimal.
  • "7. OA-Publikationen partizipieren an den allgemeinen Vorteilen freier Inhalte"
  • graffiti.rechts.extrem

    Die Ausstellung graffiti.rechts.extrem, die die Wienbibliothek in Kooperation mit dem Institut für Graffiti-Forschung veranstaltet, wird am Freitag um 19.30 Uhr eröffnet und ist dann bis 30. November zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 bis 18.30 Uhr, Freitag bis 16.30 Uhr, Eintritt frei.
    Zur Ausstellung: "Die Ausstellung in der Wienbibliothek präsentiert in konzentrierter Form eine Auswahl an Graffiti aus dem Wiener Stadtraum, die rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische und neofaschistische Botschaften transportieren. Die in Wien an den 'Hotspots' interkultureller Kommunikation (Bahnhöfe, Parks, Fassaden, Stationen öffentlicher Verkehrsmittel, wichtige Sehenswürdigkeiten etc.) befindlichen Texte, Zeichen und Symbole visualisieren vielfältige rechtsextreme Einstellungsmuster, gesellschaftspolitische 'Hochspannungsfelder' und sind damit nicht nur Informations- und Forschungsquellen, sondern bedeutende Zeitdokumente".

    Rahmenprogramm:

  • Eröffnung: 20. September um 19.30 Uhr. Begrüßung: Sylvia Mattl-Wurm, Bibliotheksdirektorin. Zur Ausstellung spricht der Kulturwissenschaftler Dieter Schrage.
  • Führungen: 17. bis 18. November, jeweils 14 Uhr, Treffpunkt: Stand der Wienbibliothek auf der Buchmesse (Steinsaal II des Wiener Rathauses)
  • 21. September 2007, ab 17.30 Uhr: Symposium. Lesesaal Wienbibliothek im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 4 (Lift), 1. Stock, Eintritt frei. Programm.
  • Saturday, September 15, 2007

    Librarians who LibraryThing - die Vorlieben

    Ich sitze gerade - wieder einmal viel zu spät - an der Gruppeneinteilung der Lehrveranstaltung "Online-Moderation und -Kommunikation", die ich gemeinsam mit meiner Kollegin Martina Jelinek am Studiengang Angewandtes Wissensmanagement halte - sie beginnt heute um 9 Uhr ;-). Zwei StudentInnen werden sich dabei mit LibraryThing befassen. Und beim Durchblättern ist mir aufgefallen, dass bei der Gruppe "Librarians who LibraryThing" zu den "most commonly shared books" alle sieben Harry Potter-Bände zählen. Außerdem "The time traveler's wife" von Audrey Niffenegger, "Jane Eyre" von Charlotte Bronte und Tolkiens "The Hobbit".

    Friday, September 14, 2007

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn im Überblick.

  • Ella Gaines Yates: "Sexism in the library profession". In: Library Journal 104 (1979) 22, S. 615 - 619
  • Cinzia Fortuzzi: "I bibliotecari: 'lavoratori della conoscenza' e locomotiva di riqualificazione nella P.A.". In Proceedings 53. Congresso nazionale AIB, Roma 2006.
  • James V. Carmichael: "Innovation in Library Education: Historical X-Files on Technology, People, and Change". In: North Carolina Libraries 56 (1998) 1, S. 28 - 35
  • Syed Jalaluddin Haider: "Pioneers of Library Movement in Pakistan". In: Pakistan Journal of Library and Information Science 8 (2007), S. 1 - 14
  • Svetlana Mirčov: "Dragiša Stanojević kao bibliotekar Narodne biblioteke u Beogradu". In: Glasnik Narodne biblioteke Srbije 6 (2004) 1, S. 101 - 106.
  • Cinzia Fortuzzi / Maria Pia Scarafoni / Alessandra Cornero: "Censimento sullo stato delle carriere all'interno delle biblioteche dell'Amministrazione centrale". In: Le biblioteche dell'amministrazione centrale in Italia. Associazione italiana biblioteche - Sezione Lazio: 2004, S. 77 - 93
  • Kroski: Web 2.0 for librarians

    Im November wird das Buch "Web 2.0 for Librarians and Information Professionals" von Ellyssa Kroski bei Neal-Schuman erscheinen: "Here is a book that will help public, school, and academic librarians take advantage of Web 2.0 technologies. Using an easy-to-understand writing style, author Ellyssa Kroski provides librarians and information professionals with a detailed look at the latest and hottest technologies". Kroski ist die Autorin des sehr empfehlenswerten Blog-Eintrages "The hive mind: Folksonomies and user-based tagging".

    Thursday, September 13, 2007

    Fashion consulting for librarians

    New Zealand fashion expert Paula Ryan was invited to hold a workshop about "personal transformation" on the Library & Information Association of New Zealand's conference mid-September. Obviously, there was a lot of discussion in advance. Due to a recent newspaper article, Ryan "said the stereotype of a square and stuffy librarian was dated and the well-dressed librarians she saw yesterday were proof of that. Take Ms Waqanimaravu, for example [there's a photo] - no one would ever guess she was a librarian. She's never worn her hair in a bun in her life. Ms Ryan said the stereotype stemmed from films: 'They'd dress like that then whip it off and turn into a sexy nymphomaniac'". Thus, Ryan exactly describes what I've always called the fictional "unleash the librarian"-theme (or "entfessle die Bibliothekarin"-Motiv). Sources and links:
  • Hint by Maxine Ramsay
  • Kelly Mahika: "Librarians throw the book at stereotype". In: Daily Post, Sept. 13, 2007
  • Charlie Gates: "Staff smock it to Ryan". In: Stuff.co.nz, Sept. 5, 2007
  • birdie: "NZ Librarians Get a Fashion Makeover and the Bookworms are Aghast". In: LISnews, Sept. 4, 2007
  • Mary Jane Boland: "Bookworms' backs up". In: Sunday Star Times. Sept. 2, 2007
  • Have a look at "Librarians in smocks" over at Flickr - the Christchurch city library's staff's answer to Ryans workshop.
  • When talking about fashion, don't miss the weblogs of Fashionista librarian and Lipstick librarian.
  • Google crawling brains?

    In his Google Scholar Weblog, Dean Guistini comments on Facebook's announcement to make its public content crawlable by search engines: "Perhaps anonymizers will eventually be needed for our communication spaces like Facebook, e-mail, wikis and instant messaging. Either that, or Google will insert a special chip at birth and crawl your thoughts - even before you have them - making them searchable".

    Tuesday, September 11, 2007

    Fliegen-Bibliothek

    Man bekommt schon witzige Treffer, wenn man bei APA OTS Presseaussendungen mit dem Suchbegriff "Bibliothek" abonniert hat: In einer Presseaussendung zur Europäischen Drosophila-Konferenz in Wien heißt es: "Die an der Taufliege gewonnenen Erkenntnisse sind in vielen Fällen auch für den Menschen relevant - etwa 70% der genetischen Ausstattung von Fliege und Mensch sind ident. Diese Übereinstimmung erklärt auch das große Interesse an der weltweit einzigartigen 'Fliegen-Bibliothek', die von IMBA und IMP in einer gemeinsamen Initiative eingerichtet wurde. Sie besteht aus einer Sammlung von über 22 000 unterschiedlichen Fliegen-Stämmen, die es den Forschern ermöglichen, jedes beliebige Gen zu experimentellen Zwecken auszuschalten und damit auf dessen Funktion zu schließen. Seit die Fliegen-Bibliothek mit angeschlossenem Versandservice im Juli 2007 der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt wurde, gingen bereits über 20 000 Bestellungen ein".

    Preis für Molodjoschnaja Gaseta

    Der Sonderpreis zum Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch 2006 wird heuer in memoriam Anna Politkowskaja verliehen und geht an Heda Saratowa und Sarina Subiraewa für den Aufbau der gesellschaftspolitischen Jugendzeitung "Molodjoschnaja Gaseta" und die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten in Tschetschenien.
    Ort und Zeit: Montag, 17. September 2007, 19.00 Uhr, Aula im Universitätscampus, 1090 Wien. Redebeiträge auf Deutsch und Russisch mit Simultanübersetzung in beide Sprachen. Anmeldung unter 01/8040874 oder post@renner-institut.at erforderlich.

    Open Access für Kurzentschlossene

    Bruno Bauer, Leiter der Bibliothek der Medizinischen Universität Wien, spricht heute im Institut für Technikfolgen-Abschätzung über Open Access-Publishing in Österreich. Ort und Zeit: ITA, Strohgasse 45, 3. Stock, 1030 Wien, 16 Uhr.
    Abstract: "Die Zukunft des wissenschaftlichen Publikationswesens hat sich seit einigen Jahren als wichtiges Thema für Wissenschaftler, Verleger und Bibliothekare etabliert; nicht wenige forcieren als Ausweg aus der Krise Open Access Publishing, wie es etwa in den so genannten BBB- Deklarationen (Budapest, Bethesda, Berlin) gefordert wird: Open Access bezeichnet dabei das Ziel, wissenschaftliche Literatur im Internet frei - nämlich kostenlos und ohne Lizenzbeschränkungen - zugänglich zu machen. Zwei Wege werden vorgeschlagen, um dieses Ziel zu erreichen: die Publikation in einer Open Access-Zeitschrift ('Golden Road to Open Access') sowie die Selbstarchivierung in einem institutionellen Repositorium ('Green Road to Open Access'). Der Vortrag bietet einen Überblick über die Entwicklung von Open Access Publishing. Neben den wichtigsten internationalen Initiativen, Projekten und Statements werden auch die österreichischen Beiträge der 'Golden Road' bzw. der 'Green Road' to Open Access vorgestellt".

    Monday, September 10, 2007

    Gesundes Lesen / Essen

    Witziges Erlebnis in Wien: Hinter dem Rathaus kommt mir ein Mann entgegen - in ein Buch vertieft, langsam einen Fuß vor den anderen setzend. Okay. Aber: Mit der freien Hand schiebt er einen Kinderwagen. Einen leeren Kinderwagen. Ob er so vertieft war, dass er nicht merkte, dass er sein Kind unterwegs "angebaut" hatte, oder ob er den Buggy gerade gekauft hatte und in einem "Vater 1.0"-Ratgeber las, konnte ich leider nicht herausfinden.

    Noch ein netter Dialog zwischen Mutter und Sohn, belauscht in der Straßenbahn. Mutter: "Iss deinen Doughnut auf". - Sohn: "Kann ich den nicht in der Schule essen?" - Mutter: "Nein, die wollen doch nur Obst". Erinnerte mich an die Berichte über Jamie Olivers Versuche, gesundes Essen in den Schulküchen durchzusetzen, wo die Eltern dann in den Pausen den Kindern Burger und Pommes durch den Zaun durchreichten.

    Partnersuche im Vatikan

    Ruft man im Tagesspiegel den Artikel "Wer ist Georg Gänswein?" (Privatsekretär des Papstes) auf, bekommt man zunächst die Anzeige "Partnersuche bei parship.de" zu sehen *schmunzel*

    Lesen oder Leben?

    Das Literaturhaus Mattersburg lädt zur Diskussion über das Leben mit und in Büchern: "Toujours Literatur: Lesen oder Leben?" TeilnehmerInnen: Katharina Tiwald, Autorin (Burgenland); Cornelius Hell, Journalist und Autor (Wien); Jaromir Konecny, Autor und Slammer (München). Moderation: Sabrina Hergovich.
    In der Diskussion "Lesen oder Leben?" geht es um die vielschichtigen Bezüglichkeiten zwischen Leben und Lesen, zwischen Lektüre und Welt, zwischen Leser/in, Autor/in und Text. In der Diskussion fragt Sabrina Hergovich ihre Gäste und das Publikum, wie "lebensnotwendig" das Lesen wirklich ist oder ob wir uns, indem wir lesen, nicht viel mehr vor der Welt und ihrer Unmittelbarkeit verstecken.
    Termin: Mittwoch, 12. September 2007, 19 Uhr, freier Eintritt.

    Google kauft wieder

    Einem Bericht in der aktuellen Ausgabe von Information Today zufolge hat Google die Firmen Postini und GrandCentral Communication gekauft. Siehe auch The official Google blog und InternetNews.

    In diesem Zusammenhang auch interessant: List of Google Products und List of Google Acquisitions bei der Wikipedia.

    Friday, September 07, 2007

    Strom vom eigenen Dach

    And now to something completely different: Über Photovoltaik im Burgenland informieren Dr. Günther Wind und Dipl.-Ing. Rudolf Raymann am kommenden Dienstag, dem 11. September, um 19.30 Uhr im Rathausstüberl / Martinihof, Neudörfl. Alle, die sich für Strom vom eigenen Dach interessieren, sind herzlich eingeladen: "Die Fachreferenten informieren Sie grundlegend über die Funktion der Stromerzeugung aus Sonnenlicht und geben Tipps zur bestmöglichen Umsetzung der Solaranlage. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihre spezifischen Fragen einzubringen, um sich Klarheit über die Möglichkeiten zur Errichtung Ihrer eigenen Stromerzeugungsanlage zu verschaffen".

    AmazType und books2eat

    Über den B2I-Feed bin ich auf folgende Seite gestoßen: Bibliomanie im WWW. Erfindungen, Gadgets, Links für den Bücherfreund, und über diese Seite wiederum auf Amaztype ("Spielerei, bei der Wörter-Bilder generiert werden, die sich aus Büchern aus der Amazon-Datenbank zusammensetzen"). Habe es gleich ausprobiert:

    Musikalische Bibliothekare

    Bei Amazon habe ich zusätzlich zum Album "The Pathetic Aesthetic" von The Librarians, das ich bereits seit Jahren mein eigen nenne, folgende CDs entdeckt: "Alright Easy Candy Stranger" von Librarians (2007), "God Of Rain" (2001) und "Uncle Joe" (2003) von Shave Librarian und "The Jose Canseco EP" von Wes Burdine & The Librarians.
    Zum Namen "Shave librarian" heißt es auf der Band-Website übrigens: "I pictured a shave librarian as someone who catalogs, organizes and presents shave (surreally perfect) experiences".

    Bibliothekarin ruft zum Frühstückstisch

    Bei Google Books kann man nun Einträge zur eigenen "Bibliothek" hinzufügen, die auch anderen zur Verfügung steht und als RSS-feed abonniert werden kann. Bei der Suche nach "Bibliothekarin" bin ich auf folgenden netten Text gestoßen: "Schon Schnaase schildert in seinen berühmten Niederländischen Briefen den Genuss, in den würdigen stillen Bäumen der Haager Bibliothek zu arbeiten, und doch ward ihm nicht einmal das Glück zu Theil, dass ihm die Arbeit ausser durch die Aufmerksamkeit der Bibliothekare auch durch die Freundlichkeit der Bibliothekarin erleichtert wurde, welche durch einen gewissen heiseren Glocken-Ton besonders Bevorzugte von dem stillen Büchertisch zum belebten Frühstückstisch abrufen lässt. Wie angenehm ist mir dadurch die Eintönigkeit des monatelangen Excerpirens unterbrochen worden!" (Quelle: Preisschriften gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich Jablonowski'schen Gesellschaft zu Leipzig, 1863).

    Bei der Suche ist mir aber aufgefallen, wie schlecht die Erfassung teilweise ist - so wird "Bibliothekariat" und "Bibliothekar in" häufig als "Bibliothekarin" wiedergegeben, was zu "Theodor Mayer, Bibliothekarin Melk", "wenn der Bibliothekarin der Stadt anwesend ist" und und "Aspiranten auf ein Bibliothekarin" führt. - Siehe dazu auch Archivalia.

    Thursday, September 06, 2007

    OPAC 2.0

    Die aktuelle Bachelorarbeit "OPAC 2.0 - mit Web 2.0-Technologie zum Bibliothekskatalog der Zukunft?" von Ester Steiner habe ich gerade auf dem Publikationsserver der Hochschule der Medien in Stuttgart entdeckt (pdf/Volltext). Steiner untersucht unter anderem PennTags, Relvyl, den WordPress OPAC und Bibtip.