Wednesday, February 10, 2010

Tätigkeiten von Mann und Frau

Ich studiere gerade die "Liste der zugelassenen Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen" (pdf) für die Personennamendatei und finde interessant, welche der Berufe und Tätigkeiten nur in _einem_ grammatikalischen Geschlecht angeführt werden. Beispiele: Zuhälter, Weinkönigin, Woiwode. Einen weiblichen Torero gibt es übrigens in der Liste - und jetzt weiß ich auch, dass das männliche Pendant zu einer Hebamme ein "Entbindungspfleger" ist.

Bibliotheksbestand des Tages

Ich hab hierblogs schon einmal und noch einmal darauf verwiesen, aber immer wieder schaue ich mir gerne unseren Bestand an "Circularen" oder amtlichen Rundschreiben an, diesmal jene des Kreisamts im Viertel ober dem Wienerwald (Signatur C 243090). Ich finde großartig, dass diese Einblattdrucke zu einem großen Teil einzeln erfasst wurden. Manchmal "pfusche" ich beim Infodienst ein bisschen im Katalog der Druckschriftensammlung und beschlagworte oder klassifiziere die Circulare, um die Chance auf Zufallsfunde durch BenutzerInnen zu erhöhen. Beispiele:
  • Holzschlägerknechte sind nicht von der Stellung vor der Militärskommission befreit. 11. Juni 1802
  • Erhöhung des Atzungsgeldes für Schüblinge. 4. März 1802
  • Womit die neuerlichen Bestimmungen in Absicht auf die Abtragung der trigonometrischen Zeichen bekannt gemacht werden. 17. Oktober 1826
  • Es hat von der jährlichen Wiederholung und Einsendung der Reverse hinsichtlich der Gesellschaft für Beamten abzukommen. 29. Januar 1802
  • Fähnrich Joseph Fodri ist über den abgeführten Ediktalprozess ehrlos kassiert worden. 30. Januar 1802
  • Über die wirksame Herstellung der Sicherheit und Festnahme der Räuber. 25. Jänner 1802
  • Unterrichtung über die Unnutzbarkeit der Nußbäume. 20. Juni 1802
  • Zustellung der Kreisschreiben über verbotene Bücher im Nachlass. 29. März 1802
  • Update:

  • "Sooft ein Pfarrer mit dem Tod abgeht hat die betreffende Obrigkeit dessen Steuerrückstand zu ermitteln. 9. März 1832" (kk. Kreisamt des Viertels ober dem Manhartsberg)
  • Sunday, February 07, 2010

    Maybe a librarian

    "The man in front of me was shaking, I could see that now. His head was bent as if to ward off a blow. It was a big balding head, but not unnaturally big. I might have taken him for a civil servant, if I'd passed him in the street, or maybe a librarian. 'Peur,' he said faintly, distinctly. 'J'ai peur.' He was afraid. What was he afraid of?".

    Emma Donoghue: "The sanctuary of hands". In: Touchy subjects. London: Virago 2006, S. 133

    Neulich im Lokal

    "Wir hätten gerne einen Tisch für zwei Personen".
    "Raucher oder Nichtraucher?"
    "Nichtraucher".
    "Nichts mehr frei".
    "Dann Raucher".
    "Auch nicht".
    ---

    Erinnerte mich ein wenig an Google, das manchmal fragt "Meinten Sie XY?", und wenn man draufklickt, gibt es null Treffer.

    Thursday, February 04, 2010

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Miss Richardson: "Librarianship as a profession for women". In: The Library 6 (1894), reprinted in Rory Litwin (Hrsg.): Library Daylight. Tracings of modern librarianship, 1874 - 1922. Duluth: Library Juice Press 2006
  • Wiltraut Zick: "Berufsschulunterricht für 5 Fachrichtungen - ein weites Feld". In: Sabine Schütte (Hrsg.): 10 Jahre FaMI - Ein Beruf emanzipiert sich!? Eine Festschrift. Bock+Herchen 2009, S. 58 - 64
  • Roswitha Hoge: "10 Jahre Berufsausbildung von Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste aus der Sicht einer zuständigen Stelle". In: Sabine Schütte (Hrsg.): 10 Jahre FaMI - Ein Beruf emanzipiert sich!? Eine Festschrift. Bock+Herchen 2009, S. 43 - 46
  • Graeme Muirhead (Hrsg.): The Systems Librarian. The role of the library systems manager. London: Library Association 1994
  • Hazel Woodward / Jack Meadows: "The training of systems librarians". In: Graeme Muirhead (Hrsg.): The Systems Librarian. The role of the library systems manager. London: Library Association 1994, S. 173 - 188
  • Shelagh Fisher: "What's the use of systems? The role of library systems in the education of young professionals". In: Graeme Muirhead (Hrsg.): The Systems Librarian. The role of the library systems manager. London: Library Association 1994, S. 189 - 212
  • Dialog am Infoschalter

  • "Sind Sie [druckst herum] Bibliothekarin?"
  • "Ja" [wen haben Sie in einer Bibliothek am Infoschalter erwartet?]
  • "Na, das ist auch ein staubiger Beruf".
  • "Ganz im Gegenteil!"
  • "Nein, nein, ich meine nicht von der Materie, sondern von den Objekten her" ;-)
  • irgendwie eh alles

    Ich schätze die Newsletter bzw. Informationsmails von Amazon durchaus. Ja, es interessiert mich häufig, wenn eine Autorin, von der ich ein Buch gekauft habe, ein neues herausbringt. Aber manchmal ist der Zusammenhang schon sehr an den Haaren herbeigezogen: "Kunden, die Bücher von Franz Kafka gekauft oder bewertet haben, haben auch Frau Jenny Treibel: Rettungstüte 'safer abi': Textausgabe, Lektüreschlüssel, Erläuterungen und Dokumente von Theodor Fontane bestellt. Daher freut es Sie sicher, dass Frau Jenny Treibel: Rettungstüte 'safer abi': Textausgabe, Lektüreschlüssel, Erläuterungen und Dokumente am Februar 2010 erscheint". Oh ja! Ich bin außer mir vor Freude! Noch besser ist, dass ich überhaupt noch nie ein Kafka-Buch bei Amazon gekauft habe! Geschweige denn eines von Fontane! (Betonung liegt auf "bei Amazon")

    Wednesday, February 03, 2010

    "Nutzenmotive" des Buches

    "Das Buch ist ein hochemotionales Produkt – gerade in schwierigen Zeiten ist es besonders beliebt, weil es zentrale Nutzenmotive wie Sicherheit, Orientierung und Abwechslung vom Alltag bedient", sagt der Geschäftsführer von Thalia, Josef Pretzl. - Quelle: Hauptverband des österreichischen Buchhandels und buchreport.de.

    Tuesday, February 02, 2010

    huch - Inhaltsverbreitung

    Antwort eines Zeitschriftenverlags auf die Frage nach einem Online-Zugang für die Bibliothek, der im normalen Abopreis enthalten ist: "Wir vergeben grundsätzlich keine Online-Zugänge an Bibliotheken und Institutionen, da es in diesen Einrichtungen zu einer vermehrten Verbreitung der Inhalte kommt". Hihi. Fairerweise muss man ergänzen, dass "ohne Campus-Lizenz" gemeint ist, aber die Formulierung find ich schon süß (und bezeichnend). - Danke für den Hinweis an einen lieben Berufskollegen!

    Saturday, January 30, 2010

    "Kids practice organizing, sharing, borrowing, returning"

    Amazon Little Librarian toy

    Ich überlege immer noch, ob das ein Scherz oder ein Must-Have für Kinder von BibliothekarInnen ist: "Little Librarian will provide book lovers with everything they need to transform their book collection into a library. Kids can practice the important skills of organizing, sharing, borrowing, and returning".

    Friday, January 29, 2010

    Follow a Museum-Day

    Am 1. Februar findet der erste "Follow a museum-Tag statt. Hintergrund: "Over one million people are following museums on Twitter. What if each of these people told a friend about a museum that they enjoy following? What if someone who hasn't visited a museum for years was inspired to engage with art by Twitter? What if more people used Twitter to tell museums what they think about their exhibitions?"

    Logo Follow a Museum Day

    Deswegen sind alle Tweeple aufgerufen, an diesem Tag mittels Hashtag #followamuseum auf ein Museum ihrer Wahl hinzuweisen. Es gibt auf der Website auch ein Verzeichnis von twitternden Museen, in dem derzeit zwölf österreichische Museen aufgeführt werden. Weitere können via Twitter an followamuseum gemeldet werden. Hier nur ein paar Beispiele:

  • Kindermuseum Schönbrunn: kindermuseum
  • Österreichisches Jüdisches Museum, Eisenstadt: JewishMuseumAT
  • Museo de Arte Contemporáneo, Lima: museomaclima
  • Pinakotheken München: pinakotheken_de
  • Salisbury Museum: SalisburyMuseum
  • The Jewish Museum, New York: TheJewishMuseum
  • AfrikaMuseum, Berg en Dal (NL): AfrikaMuseum
  • Osaka Museum of National History: osaka_shizenshi
  • Kinomuseum Klagenfurt: kinomuseum
  • Wednesday, January 27, 2010

    Ein FamilienERWerbstück

    Ich habe letzte Woche auf Ebay zufällig ein Buch gefunden, das mein Großvater geschrieben hat, und musste es natürlich gleich erwerben :-)) Rudolf Janisch: Werken - aber richtig! Ein Handbuch für Schule und Haus. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1951. Das Buch gliedert sich in vier Abschnitte: Werkzeugkunde, Werkstoffkunde, kleine Motorenkunde und Unfallschutz. Laut Vermerk auf der letzten Seite stammen die "Strichzeichnungen und Skizzen aus der Hand des Verfassers".
    Eine zufällige Namensübereinstimmung halte ich für äußerst unwahrscheinlich - mein Opa war Berufsschullehrer, der "Ingenieur" stimmt auch, also passt da alles zusammen.

    Buchcover, Rudolf Janisch, Werken - aber richtig

    "lively and interesting people"

    "I cannot believe that libraries can be lively and interesting places unless they are run by lively and interesting people who find it hard to suppress their views"

    Aus: William R. Maidment: Librarianship. Newton Abbot, North Pomfret, Vancouver: David & Charles 1975 (= The Professions)

    Tatort-Tagebuch Jänner 2010

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von Dezember, November, Oktober, September, August, Juli, Juni und April/Mai.

  • 9.1. Alles umsonst - Braunschweig / Hannover
  • 11.1.: Himmelfahrt - Kiel
  • 14.1.: Acht Jahre später - Essen
  • 19.1.: Blutwurstwalzer - Berlin
  • 20.1.: Weil sie böse sind - Frankfurt
  • 23.1.: Ein Glücksgefühl - Hamburg
  • 24.1.: Zweikampf - Essen
  • 24.1.: Money! Money! - Dresden
  • 24.1.: Hilflos - Saarbrücken
  • 31.1.: Vergessene Erinnerung - Hannover
  • Tuesday, January 26, 2010

    Neuerwerbungen

  • Mary Daly, Jane Caputi (Mitarb.), Sudie Rakusin (Ill.): : Websters' First New Intergalactic Wickedary of the English Language. London: The women's press 1988
  • Darlene E. Weingand: Customer Service Excellence: A Concise Guide for Librarians. Chicago, London: American Library Association 1997 (= ALA Editions)
  • Walt Crawford: Technical Standards: Introduction for Librarians. White Plains: Knowledge Industry Publ. 1986 (= Professional Librarian Series)
  • William R. Maidment: Librarianship. Newton Abbot, North Pomfret, North Vancouver: David & Charles 1975 (= The Professions)
  • Graeme Muirhead (Hrsg.): The Systems Librarian: Role of the Library Systems Manager. London: Library Association 1994 [enthält Aufsätze wie "Dazed and confused: System management at Hillingon Borough Libraries" von Duncan Westlake und "More by accident than design, or, The rise and rise of a chief cataloguer?" von Angela Warlow]
  • George Garry Warren: The Handicapped Librarian: A Study in Barriers. Metuchen, London: Scarecrow 1979
  • E. J. Josey (Hrsg.): The Black Librarian in America. Metuchen: Scarecrow 1970 [Anthologie von Essays; enthält u.a. "ALA and the black librarian: Strategies for the Seventies" von Robert Wedgeworth und "Hiring practices in lw libraries" von Magdalene O'Rourke)
  • Gillian A. Burrington: Equally Good: Women in British Librarianship. Association of Assistant Librarians 1993 [enthält allgemeine Kapitel und autobiographische Schilderungen von Bibliothekarinnen]
  • Alle oder keiner

    "King George V once described the public library system as a national university that all may attend and none need ever leave. A notable comment this, just the kind of thing chief librarians like to quote in their annual reports. (...) By contrast, people can and do live the whole of their lives without seeing the inside of a public library, a museum or an art gallery; librarians always have to remember that the public library is an institution that none need ever attend and all may leave alone".

    Aus: William R. Maidment: Librarianship. Newton Abbot, North Pomfret, Vancouver: David & Charles 1975 (= The Professions), S. 9

    Monday, January 25, 2010

    Neuerwerbung

    Sascha Mamczak / Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction-Jahr 2007. München: Heyne 2007

    Beim Kauf dieses Buches ärgerte ich mich ein bisschen. Es lag in der Wühlkiste einer bekannten Buchhandelskette um vier Euro. Aus Versehen wurde aber der Originalpreis, zweiundzwanzig Euro, berechnet. Gut, kann passieren. Als ich die Verkäuferin darauf hinwies, reagierte sie sehr freundlich und schuldbewusst ;-) Aber: Ich bekam nicht etwa mein Geld zurück, sondern eine Gutschrift, die nur in dieser Filiale und auch nur für ein Jahr gilt. Und das, obwohl es eindeutig nicht meine Schuld war. Ich war aber nicht zum Streiten aufgelegt.

    Sunday, January 24, 2010

    Neuerwerbungen

    Der Flohmarkt im Böhmischen Prater wirkte zunächst nicht vielversprechend - ein Haufen Militaria und Dinge wie eine Hitler-Plastikfigur und eine Biographie von Frau Göring, also eher was für den Verfassungsschutz als für mich. Dann aber entdeckte ich links hinten doch noch die "normale" Bücherecke. Ergebnis:
  • Peter Griese (Hrsg.): Unternehmen PSI. Von Parakräften und Mutanten. Preisgekrönte Stories aus dem Perry Rhodan-Leserwettbewerb. Rastatt: Pabel 1978
  • Ian Wallace: Der Flug nach Ligeria. München: Heyne 1978 [Orig.: Deathstar Voyage, 1969]
  • Stuart Gordon: Gesang der Mutanten. Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe 1980 [Orig.: Two-Eyes, 1980]
  • Ursula K. Le Guin: Malafrena. München: Heyne 1984 [Orig.: Malafrena, 1979]
  • A.E. Van Vogt: Planeten zu verkaufen. Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe 1984 [Orig.: Planets for sale, 1953]
  • Niels Haislund, Aage Salling: Engelsk-dansk ordbog. Odense: Skandinavisk Bogforlag 1985
  • Dorotheum: Plakate, Reklame, Comics, Film- und Fotohistorika. 7. Mai 2008
  • Dorotheum: Plakate, Reklame, Comics, Film- und Fotohistorika. 6. Juni 2007
  • Dorotheum: Plakate, Reklame, Comics, Film- und Fotohistorika. 2. Juni 2009
  • Tatort-Tagebuch Dezember 2009

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von November, Oktober, September, August, Juli, Juni und April/Mai.

  • 2.12.: Schwarzer Advent - München
  • 3.12.: Die unscheinbare Frau - Bremen
  • 4.12.: Bermuda - Köln
  • 9.12.: Mord hinterm Deich - Hamburg
  • 13.12.: Wir sind die Guten - München
  • 20.12.: Einsatz in Leipzig - Dresden
  • 21.12.: Bienzle und der Zuckerbäcker - Stuttgart
  • Tuesday, January 19, 2010

    Plakat-Werbespruch des Tages

    Der Spruch stammt von einem österreichischen Plakat aus dem Jahr 1924, Signatur P 21658:

    "Mensch! Der Du eine Aktentasche trägst,
    ganz sicherlich dich manchmal frägst:
    Was wäre meinem Frauchen heut' genehm?
    Bring' ihr nach Hause Baumer-Jam"

    Bibliothek der Grünen Bildungswerkstatt

    Die Bibliothek der Grünen Bildungswerkstatt Wien umfasst rund zweitausend Bücher und Zeitschriften zu den Themen Gesellschaftstheorie, Friedenspolitik, Rechtsextremismus und Nationalsozialismus, Bildung, Integration, Politik, Feminismus, Ökologie und Nachhaltigkeit, Globalisierung und Grüne Literatur. Die Medien können im Onlinekatalog reserviert und dann jeweils am Dienstag von 10 bis 13 Uhr und am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr abgeholt werden. Adresse: Neubaugasse 8, 1070 Wien. Entlehnfrist: 1 Monat, danach werden pro Woche 5 Euro Versäumnisgebühr eingehoben. Informationen bei Oswald Kuppelwieser (oswald.kuppelwieser at gbw-wien.at).

    Monday, January 18, 2010

    Mehr Bedeutung für die Museumsbibliothek

    Die neue Leiterin des Museums Moderner Kunst Kärnten, Christine Wetzlinger-Grundnig, "sprach auch die vorhandene große Lücke im Wissenschaftsbereich an, die es zu schließen gelte. Weiters werden der elektronischen Inventarisierung, der Erstellung einer informativeren Homepage und der öffentlich zugänglichen Bibliothek mehr Bedeutung beigemessen". Quelle: APA OTS.

    Sunday, January 17, 2010

    Katalogisieren mehr was für die Stillen

    "Some go in for cataloguing as a speciality; this is suited to the quiet, shy women, who, though fully qualified for the work, prefer to do that part of it which may be accomplished away from public view. Others, who do not shine in cataloguing, are well fitted to meet amd aid those who come to consult the books under their charge. Some combine both qualities, and are fitted to take control of a library".

    Aus: Miss Richardson: "Librarianship as a profession for women". In: The Library 6 (1894), reprinted in Rory Litwin (Hrsg.): Library Daylight. Tracings of modern librarianship, 1874 - 1922. Duluth: Library Juice Press 2006

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Gary Neil Fitsimmons: "Academic library directors in the eyes of hiring administrators: A comparison of the attributes, qualifications, and competencies desired by chief academic officers with those recommended by academic library directors". In: Advances in Library Administration and Organization 26 (2008), S. 265 - 315
  • Jane Fama / Elaine Martin: "One Model for Creating a Career Ladder for Library Support Staff". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 5, S. 475 - 481
  • Michael Garland: Miss Smith and the Haunted Library. Dutton Juvenile 2009
  • Walter K. Ludwig: Die Wandlitz-Papiere. Hillesheim: KBV 2007
  • Lihong Zhu: "Employers' expectations for head of technical services positions in academic libraries". In: Library Collections, Acquisitions, and Technical Services 33 (2009) 4, S. 123 - 131
  • Richard J. Cox: The Demise of Library School: Personal Reflections on Professional Education in the Modern Corporate University. Library Juice Press 2010 [erwartet für Frühjahr 2010]
  • Toni Samek / Moyra Lang / Katia R. Roberto (Hrsg.): She Was a Booklegger: Remembering Celeste West. Library Juice Press 2010 [erwartet für Frühjahr 2010]
  • Juris Dilevko: The Politics of Professionalism: A Retro-Progressive Proposal for Librarianship. Library Juice Press 2009
  • Danny P. Wallace: "The iSchools, Education for Librarianship, and the Voice of Doom and Gloom". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 5, S. 405 - 409
  • Kathleen DeLong: "The Engagement of New Library Professionals in Leadership". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 5, S. 445 - 456
  • Youngok Choi / Edie Rasmussen: "What Qualifications and Skills are Important for Digital Librarian Positions in Academic Libraries? A Job Advertisement Analysis". In: The Journal of Academic Librarianship 35 (2009) 5, S. 457 - 467
  • Unterrichten im Online-Raum

    Am Mittwoch habe ich zum ersten Mal einen Vortrag in einem Online-Raum von iVocalize gehalten. Das hat mir trotz gewisser Aufregung vorher großen Spaß gemacht. Ein paar "Plusse" (Pli? Plura?) und "Minusse":

    + Orts- und Zeitunabhängigkeit. Gerade bei berufsbegleitend Studierenden, die sehr wenig Präsenzphasen haben, ist es angenehm, einen Gastvortrag auch außerhalb dieses engen Zeitraums abhalten zu können.
    + Nur Audio. Hat schon Vorteile, wenn man einen Vortrag in der Jogginghose halten oder anhören kann ;-) bzw. wenn man sich rein auf die Stimme konzentrieren kann und nicht auch noch auf Gestik und Mimik achten muss. Es ist aber auch möglich, bei akustischen Wortmeldungen ein Bild via Webcam einzublenden, wenn man das möchte. Fiel bei mir von vornherein aus, weil ich keine habe.
    - kein unmittelbares Feedback. Es ist ein bisschen seltsam, zu sprechen und zu sprechen und nicht zu wissen, wie humorvolle Bemerkungen ankommen, ob die Studis schon dahindämmern oder ob sie überhaupt noch anwesend sind ;-) Nachdem die Chatantworten bei meinen Fragen in die Runde aber sehr schnell eintrudelten, dürfte das Eingeloggtsein auch mit geistiger Anwesenheit einhergegangen sein ;-)
    + Es war nicht so schwierig wie erwartet, während des Vortrags das Chatfenster und die Wortmeldungen im Auge zu behalten.
    + Sogar mein eher antiker Rechner hat den Online-Raum überraschenderweise problemlos ausgehalten (danke, Compi).

    Screenshot von iVocalize

    Ich habe nicht alle Funktionen von iVocalize genutzt, weil das schließlich mein erster Online-Vortrag war. Hier das wichtigste (zur Vergrößerung auf das Bild klicken):

    1: Fenster für die Anzeige allgemeiner oder persönlicher Chatnachrichten.
    2: Fenster für das Hinterlassen von Chatnachrichten an alle oder einzelne Personen.
    3: Namensliste. Neben den Namen werden verschiedene Symbole angezeigt: abc-Symbol, wenn jemand gerade Text eintippt; eine Sprechblase für die Person, die gerade am Wort ist; eine Sprechblase mit Nummer, wenn sich mehrere Personen gleichzeitig zu Wort melden.
    4: Im großen Fenster rechts kann man Präsentationen hochladen oder synchronisiert browsen. Man kann mit dem Laserpointer zeigen, Hakerl setzen, reinschreiben etc.

    Friday, January 15, 2010

    Neuerscheinungen bei Library Juice Press

    Der Verlag Library Juice Press von Rory Litwin kündigt für 2010 einige interessante Neuerscheinungen an, die ich gerne lesen und vielleicht auch rezensieren möchte:


    Tracy Nectoux (Hrsg.): Out Behind the Desk: Workplace Issues for LGBTQ Librarians. "Out Behind the Desk: Workplace Issues for LGBTQ Librarians is an anthology of personal accounts by librarians and library workers relating experiences of being gay, lesbian, bisexual, transgendered, or queer at work. A broad spectrum of orientations and gender identities are represented, highlighting a range of experiences of being and/or coming out at work".

    Richard J. Cox: The Demise of Library School: Personal Reflections on Professional Education in the Modern Corporate University. "In The Demise of Library School, Richard J. Cox places the present and future of professional education for librarianship in the debate on the modern corporate university. It is a series of meditations on critical themes relating to the education of librarians, archivists, and other information professionals, playing off of other commentators analyzing the nature of higher education and its problems and promises".

    Martin Wallace, Erik Estep, Rebecca Tolley-Stokes (Hrsg.): Gen-X Perspectives on Librarianship. "The objective of this book is to view, critique and analyze what makes Gen-X librarians unique among other generations of librarians, what is unique or different about the professional situation of Gen-X librarians, what have Gen-X librarians contributed to the field, and what have they changed about the profession. In order to fully understand the X-Generation and librarianship, a variety of perspectives is needed".

    Wednesday, January 13, 2010

    Technische Sensation in Wien

    Gerade wiederentdeckt: "Aus dem Newsletter der Stadt Wien: Müssen Sie in Ihrer unmittelbaren Umgebung einen Baum entfernen? Das ist ab sofort auch online möglich. - Um diese technische Sensation wird Wien wahrscheinlich weltweit beneidet".

    Quelle: Herbert Hufnagl: "Wundersames". In: Kurier, Chronik Wien, Kopfstücke am Sonntag, 7. März 2004, S. 9

    Tuesday, January 12, 2010

    Ritueller Abschluss

    Ich würde so etwas natürlich nie tun (Skripten sind Büchern doch irgendwie zu ähnlich), aber ich könnte jetzt :-)) Eineinhalb Tage hab ich gebraucht, aber jetzt bin ich bereit, das Kapitel Dienstprüfung für mich abzuschließen - auch wenn am Donnerstag noch alle KurskollegInnen gemeinsam feiern, und zwar in der Pizzeria Fiorino, wo wir an Kurstagen gerne mittagessen waren.

    My year in first lines

    Auf die nette Idee "The first line of the first post for each month of the last year" bin ich bei Kathryn Greenhill von Librarians matter gestoßen, und die hat sie von Ruminations. Vgl. die Jahre 2003, 2007, 2008.

    Jänner: Einige Publikationen zum Thema "Faculty Status for librarians" aus der Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn
    Februar: Das Metalab lädt herzlich zum Metaday #18 am Freitag, den 6. Februar 2009, um 19.30 Uhr: "Hacken auf dem Info-Layer 1.1" mit Erich Moechel
    März: "We asked children's librarians for SF and they said 'Oh, we do not allow children to read escapist literature.'"
    April: In letzter Zeit bin ich viel auf Facebook und Twitter unterwegs und befülle mein Weblog etwas weniger.
    Mai: "Die Archivare kommen aus Stiefenhofen, Weißensberg, Bodolz oder einem der 17 anderen Städte, Märkte oder Gemeinden des Landkreises".
    Juni: Mehr moose content mit Henri, meinem nach Henri Dunant benannten Ikea-Stoffelch, aus dem Urlaub bei Flickr.
    Juli: Frühstücks-Smoothie, Indioweckerl und Kaffee sind eindeutig vegan.
    August: Lolcats + Librarians = Liblols! - see Flickr: http://www.flickr.com/search/?q=liblols.
    September: Mein neuer Lieblings-Personendatensatz in unserem Katalog ist "Ignaz Schnitzer, Maurus Jókais von".
    Oktober: Nicht nur beim Kinogang, auch beim Katalogisieren von Filmplakaten bin ich immer wieder überrascht, wie Filmtitel übersetzt werden.
    November: Am Mittwoch, dem 4. November 2009, um 18.30 Uhr wird im Jüdischen Museum Wien das Buch "Die ehemalige jüdische Gemeinde Kobersdorf" von Erwin Hausensteiner vorgestellt.
    Dezember: Mir ist aufgefallen, dass ich hierblogs kaum etwas über den Dienstprüfungskurs geschrieben habe - das meiste dazu habe ich anscheinend auf Facebook gepostet.

    Neu von Ian Sansom: The bad book affair

    In der "Mobile Library Mystery"-Reihe von Ian Sansom ist - nach "Mr Dixon disappears" und "The Book Stops Here" [ergänze: "The delegates' choice"] - der dritte vierte Band "The Bad Book Affair" erschienen. Mir hat der erste Band gut und der zweite [oder dritte?] Band nicht gut gefallen, ich lasse mich vom dritten vierten also gerne überraschen: "Israel Armstrong — the hapless duffle coat wearing, navel-gazing librarian who solves crimes and domestic problems whilst driving a mobile library around the north coast of Ireland — finds himself on the brink of thirty. But any celebration, planned or otherwise, must be put on hold when a troubled teenager — the daughter of a local politician — mysteriously vanishes".

    Neuerwerbungen

  • Zoe Fairbairns: Der Frauenturm. Eine Apokalypse. Rotbuch Verlag 1988 ("a future history of women in Britain")
  • Nancy Warren: Drive Me Crazy. Kensington 2004 ("In the town of Swiftcurrent, Oregon, things are heating up. Dead bodies and missing masterpieces, family secrets and dangerous threats, a man who likes to feel his way around a problem and a woman who enjoys being the problem [= librarian] ...it's all adding up to the kind of steamy sleuthing that just may lead them both beyond temptation and put their desires in drive...")
  • Monday, January 11, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 40. Fenster

    Nachdem ich die Dienstprüfung heute mit sehr gutem Erfolg hinter mich gebracht habe, wird dieses schriftliche Anbringen das letzte diesbezügliche Adventfensterl sein - auch wenn man mich wahrscheinlich noch einige Zeit mitten in der Nacht aufwecken und ohne Probleme die Prinzipien der Verwaltung und die Rechtsgrundlagen des Haushaltswesens aus mir rauskriegen können wird ;-)
    Zum Abschluss bringe ich noch ein Merkwort, mit dem sich eine Büchereikollegin die Hauptbestandteile eines Rechnungsabschlusses (für jene, die's gerade nicht parat haben: Kassenabschluss, Haushaltsrechnung, Vermögensnachweisung) merkt: Karl Heinz Vrasser.

    Update 12.1.2010: Nachdem ich ja kein Fenster mehr öffnen will, ergänze ich hier noch meine Merksätze für die Unterscheidung von Soll und Haben: Was SOLL ich denn kaufen? (Mittelverwendung) - HABEN wir das Geld dafür? (Mittelherkunft)

    Update 12.1.2010: Juhu, wir sind alle durchgekommen. Das liegt natürlich nur an der Genialität unseres Kurses und nicht im geringsten an der Milde der PrüferInnen ;-)

    Saturday, January 09, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 39. Fenster

    "Sache ist alles, was von der Person verschieden ist und zum Gebrauch durch den Menschen dient. Keine Sache ist, was nicht beherrschbar ist (z.B. die Luft)".

    Aus: Skriptum "Bürgerliches Recht" für den technischen Dienst

    Dienstprüfungsadvent, 38. Fenster

    Beim Begriff "Gemeindevermittlungsamt" dachte ich zunächst an die Telephonzentrale, dabei ist das eine Einrichtung zur Streitschlichtung in der jeweiligen Bezirksvertretung.

    Friday, January 08, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 37. Fenster

    "Die Vollstreckung ist jene behördliche Tätigkeit, die den Zustand bewirkt, der dem obrigkeitlichen Willen entspricht" (Verwaltungsverfahren)

    Thursday, January 07, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 36. Fenster

    Die beste Staatsverfassung

    Diese nur kann ich dafür erkennen, die jedem erleichtert,
    Gut zu denken, doch nie, daß er so denke, bedarf.

    Aus: Friedrich Schiller: Dramatische Dichtungen III. Gedichte. Bertelsmann o.J., S. 429 (= Gesammelte Werke in fünf Bänden ; 3)

    Dienstprüfungsadvent, 35. Fenster

    Mittlerweile schwankt meine Stimmung stündlich zwischen Panik ("was war nochmal der Unterschied zwischen Betrieben gewerblicher Art und Betrieben mit marktbestimmter Tätigkeit?") und Übermut. In den Übermutszeiten frage ich mich beispielsweise, ob es auch eine Zessionarsstellung gibt und wie die wohl aussehen würde. Oder ob Damons tapferer Freund ein "Bürge und Zahler" oder ein "Ausfallsbürge" war.

    "Mich, Henker!" ruft er, "erwürget,
    Da bin ich, für den er gebürget".

    Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass die Verpflichtungserklärung eines Bürgen der Schriftform bedarf, und die beiden machen es doch glatt nur durch konkludente Willenserklärung:

    Und schweigend umarmt ihn der treue Freund,
    Und liefert sich aus dem Tyrannen,
    Der andere ziehet von dannen.

    Wednesday, January 06, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 34. Fenster

    Begriff des Tages: "Verkürzung über die Hälfte". "Hat bey zweyseitig verbindlichen Geschäften ein Theil nicht einmahl die Hälfte dessen, was er dem andern gegeben hat, von diesem an dem gemeinen Werthe erhalten; so räumt das Gesetz dem verletzten Theile das Recht ein, die Aufhebung und die Herstellung in den vorigen Stand zu fordern" (§ 934 ABGB)

    Dienstprüfungsadvent, 33. Fenster

    Trifft die Eigenschaft der "grundsätzlichen Allzuständigkeit" auch auf die NASA zu? (Verfassungsrecht und EU)

    Dienstprüfungsadvent, 32. Fenster

    Folgende Passage aus dem Skriptum "Verfassung und Europäische Union" zitiere ich, obwohl sie natürlich JEGLICHEN aktuellen Bezugs entbehrt: "[Bei öffentlichen Mitteln] ist wegen des fehlenden wirtschaftlichen Risikos sowie des politischen Einflusses auf die Gebarung die Gefahr einer Fehlverwendung besonders groß" (S. 42).

    Tuesday, January 05, 2010

    Die ersten Neuerwerbungen 2010

  • Nancy H. Kleinbaum: Dead poets society. Based on the motion picture written by Tom Schulman. New York: Hyperion 1989
  • Margaret Atwood: Oryx and Crake. Repr. London: virago 2009
  • Vikas Swarup: Q & A. London: Black Swan 2006 [verfilmt als "Slumdog Millionaire"]
  • Dienstprüfungsadvent, 31. Fenster

    "Bei der Kapitalwertmethode wird der für die einzelnen Jahre erwartete Nettonutzen auf den Anschaffungstag mittels Kalkulationszinssatz abgezinst, also der jeweilige Barwert ermittelt" (Finanzrecht und -controlling)

    Monday, January 04, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 30. Fenster

  • Gewässersohlstufen (Wasserbauten) 808 Stk
  • Sonderbauwerke 4 Stk
  • Brücken 444 Stk
  • Ruinen 1 Stk
  • Kirchen, Kapellen 2 Stk
  • Personenwaagen 10 Stk
  • Bunker 7 Stk
  • Schlösser 1 Stk
  • Hochwertige Bekleidungsstücke 2 Stk
  • Ställe, Scheunen und andere Wirtschaftsgebäude 2.812 m2
  • Aquarien 4 Stk
  • Nähmaschinen (Motor- oder Fußantrieb) 495 Stk
  • Pistolen 145 Stk
  • Handbibliotheken 201 Bibl
  • Müllsammelgefäße 110.827 Stk
  • Wiesenhobel 4 Stk
  • Bolzenschußapparate, Dübelapparate 21 Stk
  • Lochkartengeräte (Leser, Stanzer) 1 Stk
  • Kultgegenstände 30 Stk
  • Schallschluckhauben 3 Stk
  • Klaviere 717 Stk
  • Sonstiges kulturelles Anlagevermögen 4 Stk
  • (Auszug aus dem Mengeninventar der Stadt Wien zum 31. Dezember 2008)

    Sunday, January 03, 2010

    Einteilungssache

    Ich schmunzle beim Lernen gerade über das Kapitel "Einteilung der strafbaren Handlungen"... "ja, wart, i schau schnell in den Kalenda, jo, Montag hätt i Zeit für an Einbruch, und da Bankraub geht si am Mittwoch vurmittog aus, zwischndurch kriag ma no a poar Handtaschn unta...".

    Ergänzung: "hearst, wos is, host Zeit fia an Sochverhoid, der wos wia a gesetzliches Tatbüd is?" (inspiriert durch den Satz "Vorsätzlich handelt, wer einen Sachverhalt verwirklichen will, der einem gesetzlichen Tatbild entspricht")

    Wie wird man Journalist des Jahres?

    "Die Mutter schreibt die Familie in die städtische Bücherei ein, sodass sich der Sohn Woche für Woche ein neues Buch ausleihen kann. Und Herbert Lackner ist ein Viel-Leser".

    Elisabeth Horvath: "Uneitel und hoch gebildet. Herbert Lackner, Chefredakteur und Ressortleiter Politik im 'profil', ist Journalist des Jahres". In: Der österreichische Journalist 12/2009 + 1/2010, S. 41

    Dienstprüfungsadvent, 29. Fenster

    Wenn die Stadt Wien der Wegehalterhaftung unterliegt, unterlag dann Atlas der Planetenhalterhaftung?

    Dienstprüfungsadvent, 28. Fenster

    Zu Hülfe, zu Hülfe! Zufällig entdeckt bei einer RIS-Suche zum Thema Notstand: "Ein Kind kann enterbt werden: wenn es den Erblasser im Nothstande hülflos gelassen hat; (...) wenn es eine gegen die öffentliche Sittlichkeit anstößige Lebensart beharrlich führet" (§ 768 ABGB, aus dem Jahr 1811).

    Saturday, January 02, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 27. Fenster

    "Sittenwidrigkeit hat nichts mit Angelegenheiten des Sex zu tun" (Vortragender im Zivilrecht).

    Dienstprüfungsadvent, 26. Fenster

    Aus dem Dienstrechtsskriptum: "die Person (Einzahl!), die mit dem/der Bediensteten in verschieden- oder gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft lebt" - prust! Einzahl!! Nix mit Polyamory bei der Pflegefreistellung.

    Friday, January 01, 2010

    Dienstprüfungsadvent, 25. Fenster

    Eine Eheschließung ist ein antragsbedürftiger Verwaltungsakt.

    Abwechslung garantiert

    Liebe LeserInnen, die Ihr Euch nicht für meine Dienstprüfung interessiert (ich vermute, es könnte den einen oder die andere solche geben ;-) Keine Sorge, am 11. Jänner ist die Prüfung vorbei, und dann wird hier auch wieder etwas anderes zu lesen sein als Auszüge aus unseren Skripten und Kursanekdoten. Bis dahin nimmt das Lernen der sechs Prüfungsfächer allerdings einen sehr großen Teil meiner Gehirnkapazität und damit auch dieses Blogs ein.

    Neuerwerbung

    Aleister Crowley: Diary of a drug fiend. Reprint. Red Wheel/Weiser 2008 [1922; diese Ausgabe 1979] - "the story of a young man and woman who fall madly in love and whirl through Europe in a frenzied haze of heroin/cocaine adventure. Their ecstasy is brought to an uprupt end when their drug supply is cut off and despair replaces joy. Through the guidance of King Lamus, a master Adept, they free themselves from the entanglements of addiction by the application of practical Magick".

    Dienstprüfungsadvent, 24. Fenster

    Ich glaube, dieser Satz hat berechtigte Chancen auf das Alltimehigh: "Den Verwaltungsverfahrensgesetzen ist jeglicher Formalismus fremd".

    Tuesday, December 29, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 23. Fenster

    "Anbringen, die sich auf keine bestimmte Angelegenheit beziehen, muss die Behörde nicht in Verhandlung nehmen" (Verwaltungsverfahren)

    Dienstprüfungsadvent, 22. Fenster

    "Das Wesen der Befangenheit besteht in der Hemmung einer unparteiischen Entscheidung durch unsachliche psychologische Motive" (Verwaltungsverfahren)

    Monday, December 28, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 21. Fenster

    Phrase des Tages: "Ort der gelegenen Sache"

    Dienstprüfungsadvent, 20. Fenster

    "Bundessache ist die Gesetzgebung, Landessache die Vollziehung in folgenden Angelegenheiten: (...) Binnenschifffahrt hinsichtlich der Schifffahrtskonzessionen, Schifffahrtsanlagen und Zwangsrechte an solchen Anlagen, soweit sie sich nicht auf die Donau, den Bodensee, den Neusiedlersee und auf Grenzstrecken sonstiger Grenzgewässer bezieht; Strom- und Schifffahrtspolizei auf Binnengewässern mit Ausnahme der Donau, des Bodensees, des Neusiedlersees und der Grenzstrecken sonstiger Grenzgewässer" (Art. 11 B-VG).

    Sunday, December 27, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 19. Fenster

    Reinhard Mey sucht "einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars" (Verwaltungsverfahren)

    Saturday, December 26, 2009

    SantaThing Update

    Update zu SantaThing: Mein "Santee" (ich liebe dieses Wort), der sich "evil stuff" und "weird stuff" gewunschen hat, hat sich gemeldet und hat sich sehr über seine Bücher gefreut :-) Als "evil" hab ich "The Weiser Concise Guide to Aleister Crowley" ausgewählt, als "weird" "The Zombie Survival Guide: Complete Protection from the Living Dead" und "Pride and Prejudice and Zombies: The Classic Regency Romance, Now with Ultraviolent Zombie Mayhem!".

    Satz des Tages

    Diskussion im Freundinnenkreis über die Kompatibilität verschiedener politischer Ansichten in einer Beziehung. Freundin: "Naja, man muss da unterscheiden. Wenn einer aus naiv-herziger Verblendung heraus immer noch SPÖ wählt, ist das schon akzeptabel".

    Friday, December 25, 2009

    I like SantaThing

    Heuer habe ich das erste Mal bei SantaThing von LibraryThing teilgenommen. Dabei bezahlt man 25 Dollar, bekommt einen "Wichtel" zugewiesen, der hoffentlich Geschmack und Wünsche nachvollziehbar beschrieben hat, sucht für diesen Bücher aus und wird auch selbst von einem anderen "secret Santa" überraschungsbeschenkt. Für mich wurden folgende Bücher ausgesucht und rechtzeitig vor Weihnachten geliefert:

  • Kally Jo Surbeck: Sie blinded me with science fiction. Samhain Publ. 2009
  • Robert Anton Wilson: Prometheus rising. 21. pr. New Falcon Publ. 2009
  • Dienstprüfungsadvent, 18. Fenster

    Wir haben bereits genügend Normen
    die uns zu Eisfiguren formen

    (Stefanie Werger: "Wan amoi")

    Wednesday, December 23, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 17. Fenster

    "Der Inhalt dieses Skriptums grenzt den Stoff für die A-Prüfung rechtskundiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezüglich des Bundesverfassungsrechtes näher ein. Darin nicht angeführte Themen dürfen deshalb jedoch nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Ein durchschnittliches Wissen, wie es ein Akademiker aufzuweisen hat, darf auch hier bei der Dienstprüfung vorausgesetzt werden" (Skriptum Bundesverfassungsrecht für den rechtskundigen Dienst)

    "Warum hat er es denn nicht einfach regnen lassen"

    Für eine Biographie lese ich gerade wieder in den von Renate Schreiber herausgegebenen Erinnerungen "Es geschah in Wien" von Elsa Björkman-Goldschmidt (Rezension der Wiener Zeitung). Eine Episode daraus möchte ich hier zitieren, weil sie mich auch beim x-ten Mal Lesen noch berührt. Zeitpunkt: kurz nach dem "Anschluss".

    "Die kleine Liesel (von Z.), die in eine Klosterschule ging, erlebte in diesen Tagen ihren ersten Glaubenskampf. 'Mama, ich glaube Gott ist Nazi', brach es plötzlich zum Erstaunen der Familie aus ihr heraus. 'Warum hat er es denn nicht einfach regnen lassen, als Hitler einzog. Das hätte er doch machen können, Papa', rief sie und brach in Tränen aus" (S. 371).

    Dienstprüfungsadvent, 16. Fenster (leicht in Verzug)

    Wort des Tages: Rückstandsausweis

    Tuesday, December 22, 2009

    Mode der Gefängnisbibliothekarinnen

    Nico in "Lipstick Jungle" ist aufgeregt, weil sie die Mutter ihres um etliches jüngeren Freundes kennenlernen soll. Als sie ihre Freundin Victory nach ihrer Meinung zu einem sehr dezenten, braven Outfit fragt, antwortet diese: "Ja, das wird ihr gefallen. Zumindest wenn sie Bibliothekarin in einem Frauengefängnis ist".

    "What catalogers do goes on behind doors"

    "What catalogers do goes on behind doors, in basements and workrooms, away from the public eye. Ideally, the tasks we perform make library functionality seamless and transparent. Many do not understand what is we do all day, or how it applies to tangible library services or manifests in patron services. Patrons rarely (if ever) see us, yet we touch so many of them directly though records, indexes, subject headings, and other services. Patrons don’t bring us gifts for making their searching easier. Every thank you note I've ever received has been for instructional presentations, never for increasing findability".

    "have you hugged your cataloger today?". In: From the catalogs of babes, 19. Dezember 2009

    Monday, December 21, 2009

    "Akademisches Proletariat"

    "Student oder Studentin zu sein war viele Jahre quasi ein Übergangsritus in der Biografie, eine Passage im Lebenslauf, ein Versprechen auf die Zukunft: Lerne etwas, bilde dich, und du wirst belohnt mit gesellschaftlichem Aufstieg, sozialem Prestige und hohem Einkommen. Nur, das gilt für viele der jetzt Studierenden nicht mehr. Ihre Zukunftsverheißung lautet: Praktikum, Volontariat, Werkvertrag, Kettenverträge, Armut", konstatiert Lisa Nimmervoll im Standard. - Hinweis von Michael Rosecker.

    BibCamp im Mai 2010

    Werbebanner fuer das BibCamp in Hannover

    Am 7. und 8. Mai findet das "BibCamp3 – Wir entern die Bibliothek" in Hannover statt. Nachdem ich da in der Nähe Geburtstag habe, bin ich wild entschlossen, mir das selber zu schenken :-)

    Plakatwerbung für Weihnachtskarpfen

    Werbeplakat fuer WeihnachtskarpfenAlso, von mir hat er nichts zu befürchten und kann in Ruhe Fischweihnachten mit Algenbaum feiern - meine bisherigen kulinarischen Erfahrungen mit Karpfen waren nicht so, dass ich nicht mehr ohne leben kann ;-) (Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung, Signatur P 99849)

    Friday, December 18, 2009

    Neuerwerbungen

  • David Sedaris: When you are engulfed in flames. Abacus 2009
  • Elahe Haschemi Yekani, Beatrice Michaelis (Hrsg.): Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory. Querverlag 2005 (enthät den Artikel "The old man in Dax's body. Queer readings of Star Trek" von Svenja Derichs)
  • Michael Hemmingson: Star Trek: A post-structural critique of the original series. Borgo Press 2009
  • Wednesday, December 16, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 15. Fenster

    Wir sprachen in der Pause beim Paukerkurs über einen unserer Vortragenden, und ich sagte: "Er war ja recht launig". Darauf schaute mich eine Kollegin überrascht an und sagte: "Aber was hast Du denn gegen ihn, er war doch sehr nett". Worauf ich dann überrascht zurückschaute. Merke: launig /= launisch ;-)

    Dienstprüfungsadvent, 14. Fenster

    "Auch die eigene Fantasie kann ein starker Motivator sein. Nervt etwa das Büffeln für die Zusatzausbildung, hilft es, im Kopfkino einen Film ablaufen zu lassen, in dem man selbst die Hauptrolle spielt. Und dank der Zusatzausbildung beruflich und privat alle Ziele erreicht" (Wohnzeit. Das Magazin für Bauen Wohnen Leben der s Bausparkasse, 4/2009, S. 5). Ein Film, in dem ich dank der Dienstprüfung privat alle Ziele erreiche, braucht beim Wettbewerb "realistischste Doku" wohl nicht eingereicht zu werden ;-)

    Monday, December 14, 2009

    Bibliotheksbestand des Tages

    Giovanni Frusta (i.e. Carl August Fetzer): Der Flagellantismus und die Jesuitenbeichte. Historisch-psychologische Geschichte der Geisselungs-Institute, Kloster-Züchtigungen und Beichtstuhl-Verirrungen aller Zeiten. Neudr. der Orig.-Ausg. (Leipzig - Stuttgart, Scheible, 1834). Wien: Privatdr. des Wiener Bibliophilen-Verl. 1925 [Signatur A 294138]

    Die Geschenksidee: Plakat-Reprints

    Plakat 'Blütenfein wird dein Teint', Wienbibliothek im RathausPlakat 'Ulka 1957', Wienbibliothek im Rathaus

    Als Mitarbeiterin der Plakatsammlung muss ich ja darauf hinweisen, dass wir seit kurzem ein ganz tolles Angebot haben: In unserem Online-Shop kann man alle Plakate, die in unserem neuen Buch "50er Plakate" abgebildet sind, als Reprints bestellen. Informationen zu den Preisen, zum Ablauf und zu den Formaten gibt's hier.

    Update: Ist der Reprint als Weihnachtsgeschenk gedacht, wären heute oder morgen gute Tage für die Bestellung - es dauert ca. eine Woche.

    Sunday, December 13, 2009

    Bibliothek 2.0-News

  • Lili Luo: "Effective training for chat reference personnel: An exploratory study". In: Library & Information Science Research 31 (2009) 4, pp. 210 - 224
  • Janet Harrison: "Twitter ye not! Health Sciences Librarians are using it /2.0 for themselves". In: New Review of Academic Librarianship 15 (2009) 2, pp. 143 - 144
  • Katharina Regulski: "Aufwand und Nutzen beim Einsatz von Social-Bookmarking-Services als Nachweisinstrument für wissenschaftliche Forschungsartikel am Beispiel von BibSonomy". In: Bibliothek. Forschung und Praxis 31 (2008) 2, pp. 177 - 184
  • Jack M. Maness: "A Linguistic Analysis of Chat Reference Conversations with 18–24 Year-Old College Students". In: The Journal of Academic Librarianship 34 (2008) 1, pp. 31 - 38
  • Jeffrey Pomerantz / Lili Luo / Charles R. McClure: "Peer review of chat reference transcripts: Approaches and strategies". In: Library & Information Science Research 28 (2006) 1, pp. 24 - 48
  • Die Tricks von FarmVille

    René Seifert beschreibt in seinem Artikel "Farmville zieht alle Register von Social Gaming" im Holtzbrinck-eLab sehr gut, was das Suchtpotential des Facebook-Spiels FarmVille ausmacht, zum Beispiel die geringe Einstiegshürde, der grundsätzlich leicht zu durchschauende Spielablauf und die immer neuen Tiere, Bonusgeschenke, Dekorationsgegenstände, Pflanzen, Levels, die dazu verleiten, trotz bester Vorsätze immer wieder auf dem eigenen Bauernhof vorbeizuschauen. Nicht zu vergessen: "Irgendwie hat das Spiel auch was von sozialer Gleichheit: So düngt mir der CEO der indischen Niederlassung eines großen deutschen Automobilkonzerns regelmäßig den Acker und ist ansonsten auch ganz vorne dabei, täglich sein Feld in Schuss zu halten :-)"
    Ich wäre ja froh, wenn ich mich nicht von einer Kollegin dazu überreden hätte lassen ("da schaust Du halt alle paar Tage mal vorbei", jaja), aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es mich irgendwann einmal langweilt, meine Kühe zu melken, Hühnereier und Entendaunen einzusammeln, meine Rentiere zu striegeln und die Obstbäume zu ernten. - Siehe dazu auch library-mistress.blogspot.com/2009/09/das-kleingedruckte.html.

    Saturday, December 12, 2009

    Weihnachten in Weimar

    "De Winter in Gänze, im Besondere awwer die vor uns liegende Feierdaach sinn e günstische Zeit, die Neischung zu unnerstütze, ein gudes Buch zur Hand zu nämme". Wer das zu wem sagt, kann man der heurigen bibliothekarischen Weihnachtsgeschichte "Damals in Weimar" von Rainer Pörzgen entnehmen. Die früheren Geschichten sind hier nachzulesen. Jedes Jahr freue ich mich schon darauf. Ich hoffe, dem Kollegen macht die jährliche Erwartungshaltung von tausenden LeserInnen nicht zu sehr zu schaffen :-)

    Dienstprüfungsadvent, 12. Fenster

    Merke: Deckungsfähigkeit ist kein Begriff aus der Tierzucht (Finanzrecht und Controlling).

    Friday, December 11, 2009

    Lost in the stacks

    Graphik mit dem Super Mario Generator

    Das Bild wurde mit Thank You Mario, dem "animated Super Mario Brothers text screen generator", erzeugt - erinnert mich an das Computercamp in Kirchschlag, das ich mit dreizehn Jahren besuchte und bei dem ich nicht nur ernsthafte Dinge lernte, sondern auch Super Mario-Cheatcodes...

    Wieder mal was Neues: Formspring.me

    Anonymes Fragenstellen auf formspring.me. Zuerst gesehen bei Klaus Werner-Lobo und dann bei Lambo auf Twitter.

    Dienstprüfungsadvent, 11. Fenster

    "Die Bediensteten sind (über dienstliche Weisung) verpflichtet, an Lehrveranstaltungen teilzunehmen, in denen sie für die Bewältigung ihrer Aufgaben Wichtiges lernen können" (Dienstrecht). Es steht aber im Skriptum nix davon, dass Vorgesetzte verpflichtet sind, ihre Bediensteten an Lehrveranstaltungen teilnehmen zu lassen ;-)

    Thursday, December 10, 2009

    "Bibliothekarin nur bis zum Jahr 2015"

    Der Gießener Anzeiger berichtet über Personaleinsparungsmaßnahmen in der Stadt Lich - der Systemadministrator wurde abgeschafft, seine Aufgaben werden durch eine - anscheinend letztlich teurere - externe Firma übernommen; die Bibliothekarin wird auf fünf Jahre befristet halbtags eingestellt und soll danach durch Ehrenamtliche ersetzt werden.

    "Für die SPD brachte Udo Liebich dann den Antrag ein, die Bibliothekarin nur befristet einzustellen. (...) Die Grüne Ulla Limberger fand den Antrag 'ein bisschen problematisch', weil die Tätigkeit einer Fachkraft erklärte Voraussetzung für die Zentralstelle hessischer Bibliotheken gewesen sei, einen namhaften Zuschuss für die Licher Bücherei zuzusagen. Das sei geprüft, beruhigte Udo Liebich sie. Die fünfjährige Festanstellung einer Halbtagskraft reiche für das Abrufen der Zuschüsse aus. Werde die Stelle nicht befristet, könne man die Inhaberin später nicht mehr entlassen, nur weil sie nicht gebraucht werde: 'Wir haben sie sonst für immer und ewig'".

    Dienstprüfungsadvent, 10. Fenster

    Wort des Tages: Fahrnisexekution (Zivil- und Strafrecht)

    Wednesday, December 09, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 9. Fenster

    Warum bloß bringt der Einschreiter ein Anbringen ein und nicht einfach der Anbringer ein Anbringen an (Verwaltungsverfahren)? Als ich das kürzlich in die Runde fragte, erhielt ich zur erheiternden Antwort: "Besser wär's überhaupt, wenn der Anschreiter sein Einklingen ausschreit" - danke, Katharina, hoffentlich sage ich das nicht so bei der Prüfung :-)

    Tuesday, December 08, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 8. Fenster

    Gerüchten aus gut informierten Kreisen zufolge dürfen Menschen, die die Dienstprüfung mit mindestens sehr gutem Erfolg abschließen, im Dienst dieses Abzeichen tragen.

    Monday, December 07, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 7. Fenster

    Heute möchte ich nicht zum Schmunzeln über einen (abseits der Verwaltungs- und JuristInnenwelt) erheiternd klingenden Begriff aufrufen und wende mich daher vom diesbezüglich sehr ergiebigen Verwaltungsverfahren-Skriptum zum Verfassungsrecht-Skriptum. Ich empfehle das "Staatsgrundgesetz vom 21. December 1867, über die allgemeinen Rechte der Staatsbürger für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder" zur ernsthaften Lektüre. Zwei Auszüge:

    "Artikel 7. Jeder Unterthänigkeits- und Hörigkeitsverband ist für immer aufgehoben. Jede aus dem Titel des getheilten Eigenthumes auf Liegenschaften haftende Schuldigkeit oder Leistung ist ablösbar, und es darf in Zukunft keine Liegenschaft mit einer derartigen unablösbaren Leistung belastet werden".

    "Artikel 13. Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zu äußern. Die Presse darf weder unter Censur gestellt, noch durch das Concessions-System beschränkt werden. Administrative Postverbote finden auf inländische Druckschriften keine Anwendung".

    Sunday, December 06, 2009

    Saturday, December 05, 2009

    Frauen katalogisieren

    "Die Frage ist, wie man die Frauen katalogisiert - nach Nationalitäten, sexuellen Vorlieben oder Stimmlagen?" Liefert Donna Leon im "Venezianischen Finale" etwa eine Idee für ein neues Betätigungsfeld von BibliothekarInnen? Erinnert doch ein wenig an Leporello. Die Frage ist, ob man dafür in Dublin Core das Element Type="InteractiveResource" verwenden würde ;-)

    Neuerwerbungen

  • Gayaka Voßmann: Nepali Wort für Wort. 3. Aufl. Bibliotheks- und Sammlerausg. Bielefeld: Reise-Know-How-Verlag 1995 (Kauderwelsch ; 9)
  • Cathéreine Raisin: Német szórol-szóra. 1. Aufl. Bielefeld: Reise-Know-How-Verlag 2005 (Kauderwelsch ; 182)
  • Walter K. Ludwig: Die Wandlitz-Papiere. Hillesheim: KBV 2007 - "Was sollte im Leben einer Bibliothekarin schon Außergewöhnliches passieren? Einem Leben zwischen Bücherregalen, Katalogisieren und Kundenkartei. Zwischen Leihgebühren und Benutzerordnung. Noch dazu in der Kinderbuchabteilung" (S. 34) - was da alles passieren kann, erkennt die Bibliothekarin Angelika Maiwald, als auf sie ein Mordanschlag verübt wird und sie von einem Kollegen, "vierzig Jahre alt, mittelgroß, Hornbrille auf der Nase, Strickjacke", gerettet wird.
  • William Gibson, Bruce Sterling: The difference engine. London: Gollancz 2003 - "a prime example of the steampunk sub-genre", Wikipedia
  • Yun, Vina: FAQ Arbeitsrechte für Frauen in der informellen Wirtschaft. Wien: Frauensolidarität 2008
  • Magnus Mills: The Scheme for Full Employment. HarperPerennial 2004
  • Dienstprüfungsadvent, 5. Fenster

    "'Aufhalten' heißt körperlich anwesend sein" (Verwaltungsverfahren)

    Friday, December 04, 2009

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Lisa K. Hussey: "Why librarianship? An exploration of the motivations of ethnic minorities to choose library and information science as a career". In: Advances in Library Administration and Organization 28 (2009), S. 153 - 217
  • Bella Karr Gerlich: "Work in motion/assessment at rest: an attitudinal study of academic reference librarians – a case study at mid-size university (MSU A)". In: Advances in Library Administration and Organization 28 (2009), S. 323 - 371
  • Donald L. Gilstrap: "Librarians and the complexity of individual and organizational change: Case study findings of an emergent research library". In: Advances in Library Administration and Organization 28 (2009), S. 1 - 58
  • Stephen H. Aby: "Library faculty and collective bargaining: An exploration". In: Advances in Library Administration and Organization 28 (2009), S. 283 - 321
  • Maria Haigh: "Two steps forward, one step back: Ideological and historical aspects of library and information science education in independent Ukraine". In: Advances in Library Administration and Organization 27 (2009), S. 1 - 24
  • Tatort-Tagebuch November 2009

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von Oktober, September, August, Juli, Juni und April/Mai.

  • 3.11. Unter Brüdern - Düsseldorf (wenig aufregendes Crossover mit Polizeiruf 110)
  • 3.11. Starkbier - München
  • 4.11. Tanz auf dem Hochseil - Dresden
  • 5.11. Automord - Frankfurt
  • 11.11. Teufelskreis - Saarbrücken
  • 16.11. Engel der Nacht - Konstanz
  • 17.11. Schüsse auf der Autobahn - Hamburg
  • 18.11. Außer Kontrolle - Leipzig
  • 24.11. Die dunkle Seite - Ludwigshafen
  • 26.11. Bittere Trauben - Saarbrücken
  • Dienstprüfungsadvent, 4. Fenster

    "Bescheide können berichtigt werden bei Vorliegen von offenbar auf technisch mangelhaftem Betrieb einer automationsunterstützten Datenverarbeitungsanlage beruhenden Unrichtigkeiten" (Verwaltungsverfahren)

    Thursday, December 03, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 3. Fenster

    Produktname des Tages: Kostenrechnungssystem KNAST - "Kostenrechnung mit Nachweisung der Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträger" (Finanzrecht und Controlling)

    Wednesday, December 02, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 2. Fenster

    "Die aufschiebende Wirkung einer Berufung kommt Berufungen gegen einen bescheidmäßigen Ausspruch der Aberkennung der aufschiebenden Wirkung einer Berufung nicht zu" (Verwaltungsverfahren)

    Tuesday, December 01, 2009

    Dienstprüfungsadvent, 1. Fenster

    "Unter den Begriff des Ereignisses fallen auch so genannte psychologische Vorgänge, wie vergessen, verschreiben, sich irren" (Verwaltungsverfahren)

    Dienstprüfungskurs, Kapitel 4

    Ich hätte im Dienstprüfungskurs lieber nicht naiv fragen sollen, ob das Wort "Schwachsinnige" aus dem Skriptum tatsächlich noch als juristischer Fachbegriff verwendet wird, wo man es doch sonst nicht mehr gebraucht - die daraufhin entstehende Diskussion endete dann mit dem entschiedenen Hinweis "hier wird wirklich niemand diskriminiert" ;-)
    Ich habe dann zuhause nachrecherchiert, und in der Wikipedia steht das recht schön beschrieben: "Der Begriff wird heutzutage allerdings nicht mehr verwendet und gilt als veraltet und diskriminierend. (...) In der juristischen Verwendung ist aufgrund der Tatsache, dass die Gesetzgebung sich nur mit Verzögerung dem medizinischen Wissen oder der Umgangssprache anpasst, das Wort noch in Verwendung". Eine Freundin hat mir aber versichert, dass in ihren juristischen Skripten dieser Begriff nicht mehr verwendet wird...

    Dienstprüfungskurs, Kapitel 3

    Mir ist aufgefallen, dass ich hierblogs kaum etwas über den Dienstprüfungskurs geschrieben habe - das meiste dazu habe ich anscheinend auf Facebook gepostet. Nun, der offizielle Kurs ist vorbei, der "Paukerkurs" hat gestern begonnen, und da ist ein guter Zeitpunkt, hier ab morgen den "Satz des Tages" einzuführen (so eine Art Adventkalender)! Die Bewertung der didaktischen Qualitäten unserer Vortragenden samt Angabe von Name und Adresse heb ich für die Zeit nach der Prüfung auf ;-) Zunächst beantworte ich aber noch häufig gestellte Fragen:
    Wozu musst Du diesen Kurs machen? Hmpf. Gute Frage. Der Gedanke ist wohl, dass man innerhalb des Magistrats in allen Bereichen einsetzbar ist und sich auf andere Stellen bewerben kann. Ich bin ja im sogenannten "Fachverwaltungsdienst" eingestuft und könnte theoretisch jederzeit auf einen entsprechenden Posten beim Erhebungs- und Vollstreckungsdienst, bei der Müllabfuhr oder beim Sozialamt versetzt werden.
    Hat das etwas mit Deiner tagtäglichen Arbeit zu tun? Im Moment nicht wirklich. Wenn ich in der Bibliothek bleibe, werde ich wohl in meinem ganzen Leben keinen Bescheid ausstellen, aber man weiß ja nie, was kommt. Manche Fächer sind für mich als mündige Staatsbürgerin, politisch Aktive und Privatperson aber durchaus von Interesse und von Nutzen. Außerdem habe ich "Sätze des Tages" für Monate ;-)
    Welche Prüfungsfächer gibt es? Finanzrecht und Controlling; Zivil- und Strafrecht; Verwaltungsverfahren; Verfassungsrecht und EU; Vergabewesen; Dienstrecht.
    Was magst Du am liebsten? Inhaltlich Verfassungsrecht und - schlagt mich nicht! - Verwaltungsverfahren. Von den Vortragenden her siehe Punkt "nach der Prüfung" ;-)
    Bekommst Du eine Gehaltserhöhung / Beförderung, wenn Du die Prüfung abgelegt hast? Eine putzige Frage :-) Nein, aber ich darf meinen Job behalten, was ja auch nicht so schlecht ist - die Absolvierung der Dienstprüfung innerhalb von drei Jahren ist dafür Voraussetzung. Wenn ich aber eine Auszeichnung schaffe, gibt es eine schöne Prämie, und da ich immer schon ein Strebschwein war, strebe ich diese natürlich an. Das wichtigste ist natürlich, die Prüfung überhaupt zu schaffen (das sag ich jetzt so, aber wenn ich nicht zumindest ein "Sehr Gut" kriege, weine ich dann in mein Skriptum).
    Welche Auswirkung hat die Note auf die weitere Karriere beim Magistrat? Die diesbezüglichen Aussagen unserer Vortragenden schwanken, die meisten haben sich gewunden, hier etwas Klares dazu zu sagen. Mein inoffizieller Eindruck: Man kann eine schlechte Note mit Vitamin P durchaus ausgleichen ;-)