Monday, August 30, 2010

Förderung der heimischen Wirtschaft

Georg Gesellmann im Kurier über den Niedergang der Eisenstädter Weinkost: "Abteilungen der Landesregierung, die zuhauf in die Orangerie pilgerten, kamen längst nicht mehr". Würde mich wirklich interessieren, auf welches Produkt die das im SAP gebucht haben...

Thursday, August 26, 2010

"Datum" besucht Archivar im Austropopmuseum

"Der Archivar" - so betitelt Gerhard Stöger seinen Beitrag über den Austropop-Sammler Franz Christian "Blacky" Schwarz, der für Musiker wie Georg Danzer, Konstantin Wecker und Rainhard Fendrich arbeitet(e), bei Polydor tätig war und sein eigenes Label Ambra Music gründete:

"Eine gewisse Muffigkeit hängt im Raum. Eine Muffigkeit aber, die weniger abstoßend als vielmehr einladend wirkt, zum Blick unter die Staubschicht anregt. (...) Vor allem aber ist das Büro von Blacky Schwarz ein Tonträgerarchiv des Austropop, gefüllt mit schwarzen und silbernen Scheiben. Rund viertausend Langspielplatten besitzt er, ähnlich viele Vinylsingles, etwa dreitausend CDs und an die tausend CD-Singles, dazu kommt ein eigenes Archiv mit Samplern". - Ein interessantes Portrait eines Mannes und seiner Leidenschaft.

BibliothekarInnen: "Bookish. Nerdy. Brainy."

"Bookish. Nerdy. Brainy. All seemingly negative terms that revolve around one concept: intelligence. When you tell people 'I'm a librarian', by default people attribute a higher level of intelligence to you. (Note: this is a first impression, subject to revision on the basis of future actions and utterances.)"

Andy Woodworth: "How do you feel about the Librarian Image?", erster Gastbeitrag im Weblog "Will Unwound" von Will Manley.

Tuesday, August 24, 2010

Das Bibliotheks-Ehepaar

"Als ich in der Stadtbücherei verkündete, ich wolle heiraten, sobald mein Praktikum beendet sei, versammelten sich die Bibliothekarinnen um meinen Tisch und begannen unverzüglich zu rechnen. Es scheint, dass Hochzeit und Rechnen auf geheimnisvolle Weise verknüpft sind. Ich dachte, wenn ich von Ehe sprach, an Romeo und Julia mit verteilten Rollen, an verzauberte Sonnenuntergänge, an abenteuerliche Mahlzeiten und beschwingte Feste, an eine Art Entdeckung der Welt – aber das schien nicht auszureichen. Frau Mieze stellte fest, dass wir weder Strumpf noch Schuh haben würden, in spätestens einem halben Jahr seien wir verhungert, und wovon ich denn beispielsweise Nylons zu kaufen gedächte? Eine Frau brauche so etwas, zumal, wenn sie verheiratet sei; irgendetwas müsse sie doch schließlich davon haben!"

Aus: Hannsferdinand Döbler: Ein Achtel Salz. Die Geschichte einer jungen Ehe. München: Ernst Heimeran 1960 - ein reizendes Buch

Monday, August 23, 2010

Einladung: Führung durch das QWIEN-Archiv, 3.9., 17 Uhr

Im Namen der VÖB-Kommission für Genderfragen lade ich alle interessierten Kolleginnen und Kollegen zu einer Führung durch das Archiv von QWIEN - Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte ein.

Zu den Beständen: "Durch fast das ganze 20. Jahrhundert galt es für Lesben und Schwule, alle Hinweise auf ihr sexuelles Begehren und ihre Beziehungen zu verstecken oder zu vernichten. Über weite Strecken der Geschichte besitzen wir fast keine Materialien aus dem Besitz der Betroffenen, sondern lediglich Unterlagen ihrer Verfolgungsbehörden. (...) Die Bestände des QWIEN Archivs gehen auf mehrere Initiativen und Einzelleistungen zurück. Grundstock des Archivs bildet die 'Sammlung Ecce Homo', mit den Materialien, die für die Ausstellung 'geheimsache:leben. Schwule und Lesben im Wien des 20. Jahrhunderts' gesammelt wurden. Dabei handelt es sich entweder um Originale oder Kopien, die zu Recherchezwecken angefertigt wurden und die oft schwer zugänglich sind, sodass eine eigene Archivierung für die Forschung zu schwul-lesbischen Themen sinnvoll ist. Auch die Bestände privater Forschungen wurden dem Verein zur Verfügung gestellt. (...) Durch den Ankauf der Zeitschriftensammlung aus dem Nachlass des österreichischen Literaten Erich Lifka im Jahr 2009 ergab sich ein neuer Sammlungsschwerpunkt auf homosexuelle Periodika, von denen schon heute ein umfangreicher Bestand zugänglich ist".

Ort: QWIEN, Große Neugasse 29, 1040 Wien, http://www.qwien.at/ (verbindet Margaretenstraße und Wiedner Hauptstraße, erreichbar z.B. mit U4 Kettenbrückengasse, 59A und 1/62/Badner Bahn).
Zeit: Freitag, 3. September, 17 Uhr (Treffpunkt kurz vor 17 Uhr vorm Eingang)
Anmeldung: erwünscht bis 2. September an Monika Bargmann, monika.bargmann@wienbibliothek.at oder 01/4000-84962, Kurzentschlossene herzlich willkommen.
Danke im vorhinein an Andreas Brunner und Hannes Sulzenbacher für die Gastfreundschaft!

Saturday, August 07, 2010

Neuerwerbungen

Heute konnte ich wieder nicht bei der Wühlkiste der Buchhandlung Hikade vorbeigehen, und wenn ich schon dabei war, musste ich natürlich auch was Neues erwerben. Ein Buch ist blau - nur herborgen wollten die dort nix ;-)

  • Maximilian Huber / Michael Rosecker [Ill.]: Verletzt wurde niemand: Pumageschichten aus dem Dunkelsteinerwald - Ein Erziehungsbuch. Wiener Neustadt: Verein Alltag Verlag 2006 [wenn die Buchhändler selber schreiben, muss man das ausnutzen!]
  • Hermes Phettberg: Frucade oder Eierlikör. München: Knaur 1996 [wörtliche Mitschriften der "Nette Leit Show"]
  • Heinrich Jürgens: Die Wünschelrute und ihr Gebrauch. 7. Aufl. Freiburg im Breisgau: Bauer 1983 [hab einen Wünschelrutengeher in der Verwandtschaft, deswegen interessiert mich das]
  • Oskar Jan Tauschinski: Wer ist diese Frau? 3. Aufl. Wien: Verlag Jungbrunnen 1960 [dass es sich um eine Biographie von Marie Curie handelt, hab ich erst beim Lesen entdeckt - mich hat einfach die erste Seite angesprochen]
  • Maria Bali / Luciana Ziglio: Espresso 3. Ein Italienischkurs. Lehr- und Arbeitsbuch. Mit CD. Ismaning: Hueber 2003 [mal schauen, was vom Schulitalienisch noch hängen geblieben ist ;-]
  • Friday, August 06, 2010

    Wie man Hochzeitsratgeber auswählt

    Im LibraryJournal-Newsletter gibt Douglas Lord Hinweise, wie man in der Bücherei den richtigen Hochzeitsratgeber auswählt: "First, avoid anything with high-gloss pictures of brides in soft focus. Second, steer clear of anything by an author whose name rhymes with Partha Blewart. Last, walk away from titles containing the words lavish, lush, or sumptuous".

    Thursday, August 05, 2010

    Der Winter stimmt

    Ich katalogisiere gerade Plakate und Theaterzettel aus dem Nachlass Fritz Imhoff. Auf dem Theaterzettel zur Operette "Die Kinokönigin" steht "Musik von Hans Winterstein". Der Arme heißt aber Max Winterfeld ;-)

    Web2.0-Tools: Tipps vom Bibliothek 2.0-Stammtisch

    Beim gestrigen Bibliothek 2.0-Stammtisch haben wir über unsere Lieblings-Web2.0-Tools gesprochen. Hier ist die Liste, die hoffentlich zum Ausprobieren einlädt:

  • Evernote: "Use Evernote to save your ideas, things you see, and things you like. Then find them all on any computer, phone or device you use". Zum Anlegen, Ordnen und Verwalten von Notizen inkl. Bilder und Dateien.
  • LibraryThing: "Enter what you're reading or your whole library. It's an easy, library-quality catalog". Zum einfachen Verwalten der privaten Bibliothek. Und wenn man FreundInnen hat, die das konsequent machen, schenkt man ihnen nie wieder Bücher, die sie schon haben ;-)
  • XMarks (was: Foxmarks): "Offers bookmark synchronization, search enhancement and web discovery based on sites bookmarked by users". Kann auf mehreren Rechnern installiert werden und synchronisiert die Bookmarks.
  • Google Reader: "Google Reader constantly checks your favorite news sites and blogs for new content. Whether a site updates daily or monthly, you can be sure that you won't miss a thing". Feedreader.
  • Mindmeister / Gliffy: Tools zum gemeinsamen Arbeiten an Diagrammen und Mindmaps. Als Nicht-Online-Tool wird XMind empfohlen.
  • Facebook: "Facebook is a social utility that connects people with friends and others who work, study and live around them". Als Tor zur Welt, als virtuelle Abbildung des bibliothekarisches Netzwerks
  • LinkedIn: "LinkedIn strengthens and extends your existing network of trusted contacts". Netzwerken, funktioniert beispielsweise mit Verlags-MitarbeiterInnen sehr gut.
  • Twitter: zum Beziehen von Kurznachrichten, wenn man die lange Version nicht lesen möchte, für zwischendurch, zum Austausch.
  • Firefox Add-ons, wie beispielsweise der Scholar H-Index Calculator: "This useful Firefox addon will automatically display some of the most known citation indices (h-index, g-index, e-index) for any author (or any arbitrary query regarding journals, keywords, etc.), when querying on Google Scholar".
  • Dropbox: "sync your files online and across computers". Zum gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten, mit Versionierung für ein Backup, funktioniert einfach über Ordner auf dem lokalen Rechner. Siehe dazu auch c't-Artikel über Online-Speicher im Heft 15/10.
  • Zoho: Online-Office, mit Textverarbeitung, Projektmanagement, Kalender, Tabellenkalkulation, aber auch mit ruckzuck aufgesetztem Wiki. Beispielsweise zum gemeinsamen Arbeiten an einer Projektdokumentation.
  • Bloglines: "online service for subscribing, creating and sharing news feeds, blogs and rich web content". Feedreader.
  • Instapaper / Read it later: Tools, um Websites abzuspeichern, um sie später zu lesen, wenn man mehr Zeit hat, auch wenn das vielleicht nie passieren wird ;-)
  • Doodle: einfaches Abstimmen, vor allem von Terminen.
  • Google Wave: "Google Wave is a new web application for real-time communication and collaboration". Wer das schwer zu beschreibende Tool ausprobieren will, muss sich beeilen - Google Wave wird nämlich eingestellt.
  • Wednesday, August 04, 2010

    Autofahren für Dummies

    Gestern habe ich mich sehr gut amüsiert - bei der Lektüre der Betriebsanleitung für mein neues Auto.

  • "Vermeiden Sie abruptes Anfahren oder Bremsen, wenn der Becherhalter in Gebrauch ist, um das Getränk nicht zu verschütten. Wenn das Getränk heiß ist, könnten Sie oder Ihre Mitfahrer sich verbrühen".
  • "Halten Sie den Intelligent Key fern von Handys" - hm, wo gebe ich den Autoschlüssel praktischerweise hin? In die Handtasche. Was befindet sich noch dort? Das Handy.
  • "Verschmutzung des Gurtgewebes insbesondere mit Batteriesäure muss vermieden werden" - ich denke, wenn sich einmal Batteriesäure in meinem Auto befindet, ist das Gurtgewebe mein geringstes Problem.
  • "CDs, die schmutzig, verkratzt oder von schlechter Qualität sind, oder Fingerabdrücke oder kleine Löcher aufweisen, funktionieren möglicherweise nicht richtig" - es gibt Hinweise darauf, dass dieses Phänomen nicht nur bei Autoradios auftritt.
  • "Stellen Sie den Fahrersitz nicht während der Fahrt ein. Der Sitz könnte sich plötzlich bewegen und dadurch könnten Sie die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren". - "Verstellen Sie das Lenkrad nicht während der Fahrt. Sie könnten die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren und einen Unfall verursachen". - "Das Sitzfach sollte nicht während der Fahrt verwendet werden, um die ganze Aufmerksamkeit dem Fahren widmen zu können" - Nissan bemüht sich wirklich um abwechslungsreiche Formulierung.
  • Ist "Kinderrückhaltevorrichtung" ein Synonym für Kondom?
  • "Legen Sie nie etwas auf die hintere Gepäckablage - egal, wie klein der Gegenstand ist. Jeder Gegenstand auf der Gepäckablage kann bei einem Unfall oder einer Vollbremsung Verletzungen verursachen" - stimmt zweifellos. Ich frag mich nur, warum das Ding dann "Gepäckablage" heißt.
  • "Das Betätigen des Zündschalters oder das Einschalten des Geräts bei maximaler Lautstärke kann zu Hörschäden füren".
  • Geschlechtergerechte Sprache in der PND?

    Musiker Hilde

    und das, obwohl in der "Liste der zugelassenen Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen" der DNB auch weibliche Bezeichnungen drinnenstehen...

    Tuesday, August 03, 2010

    Ich bin ein Fake

    Ich habe gerade ein Mail an einen Verteiler geschickt, auf dem ich selbst auch drauf bin, und habe folgende Fehlermeldung erhalten: "Sie sind nicht berechtigt, Nachrichten an diesen Empfänger zu senden. Wenden Sie sich an den Systemadministrator. Sender address rejected: Faked sender address! Gefaelschte Absenderadresse oder unzulaessige Weiterleitung!" Oh, nein, ich bin ein Fake! Nein, warte, eh nur meine Adresse.

    Friday, July 30, 2010

    Tatort-Tagebuch Juni 2010

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von Mai, April, März, Februar und Jänner 2010.

  • 5.6. Der kalte Tod - Ludwigshafen
  • 5.6. Rechnung mit einer Unbekannten - Essen
  • 11.6. Verraten und verkauft - Köln
  • 17.6. Der Tod fährt Achterbahn - Frankfurt
  • 24.6. Grenzgänger - Duisburg
  • 26.6. Kunstfehler - Berlin
  • 26.6. Das Mädchen von gegenüber - Essen
  • Tatort-Tagebuch Mai 2010

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von April, März, Februar und Jänner 2010.

  • 2.5. Gelegenheit macht Liebe - Hamburg
  • 3.5. Ein Hauch von Hollywood - Berlin
  • 10.5. Ein Schuß zuviel - Essen
  • 19.5. Freitagsmörder - Frankfurt
  • 21.5. Stille Tage - Bremen
  • 26.5. Blutschrift - Leipzig
  • Tatort-Tagebuch April 2010

    Zum Nachlesen: die Tatort-Tagebücher von März, Februar und Jänner 2010.

  • 4.4. Tango für Borowski - Kiel
  • 5.4. Vermisst - Ludwigshafen
  • 7.4. Flieder für Jaczek - Frankfurt
  • 13.4. Du hast keine Chance - Saarbrücken
  • 16.4. Lockruf - Essen
  • 22.4. Bienzle und der Tote in der Markthalle - Stuttgart
  • Thursday, July 29, 2010

    Library day in the life, Part Two

    What's this all about? Read part one and explanation here or visit the Library day in the life Wiki to read other articles and posts.

  • setting myself a deadline: at 12.30, I lunch with a colleague. Review must be finished by then #twoff
  • trying to find inspiration for the book review I should have finished last Friday
  • drinking coffee with fair trade spice mix "asian fire" (white pepper, ginger, cardamom, clove, mace, chili) http://bit.ly/9zWpRK
  • updating press releases and press photos on our website
  • listening to colleagues discussing mould
  • jumping up and down like Rumpelstiltskin after I let a bottle of water drop on my toe - at least I'm not at the reference desk ;-)
  • explaining why the library remains closed for three weeks in August
  • answering reference questions such as "do you have this book?" or "how can I find newspaper articles about lawsuits?"
  • changing coins for the locker
  • Wednesday, July 28, 2010

    Library day in the life

    "Whether you are a librarian or library worker of any kind, help us share and learn about the joys and challenges of working in a library. Join us by sharing details of your day for a week on your blog..Not only is this a great way for us to see what our colleagues are doing and how they spend their days but it’s a great way for students who are interested in the library profession to see what we really do" - well, so I did, and here are my tweets concerning my library days so far. For more info, have a look at http://librarydayinthelife.pbworks.com/ - it's round five, tagged with #librarydayinthelife or #libday5 on Twitter.

  • wondering why I should pay 30$ for an article without seeing the abstract before 10.1080/00497878.2010.490716 #libday5
  • tweeting
  • blättert gerade im "Mädchenhort", Zeitschrift des "Humanitätsvereins zur Ausstattung heiratsfähiger Mädchen" http://bit.ly/b4QDIX
  • planning assignments for the summer intern in the poster collection
  • fire alarm due to colleague cooking in the staff room [L_OS_Cymru commented: "Someone was cooking a colleague in the staff room? That's not good!"]
  • retrieving microfilms of Max & Moritz posters for a patron
  • writing review of mystery novel "Ohne Engel"
  • updating our website
  • cataloguing posters from the 80s and 90s
  • inviting people to library 2.0 round table in Vienna
  • preparing guided library tour for japanese exchange students
  • cataloguing posters donated by the Austrian artist Roman Scheidl
  • Und wo arbeitest Du?

    "Bundesbeamte bleiben kraft Gesetz der Österreichischen Postbus AG 'dienstzugewiesen'; aber alle Bundesbeamten werden bei der ÖBB-Postbus GmbH 'verwendet'". Na, klar, oder? (Quelle)

    Wien Umweltgut

    Das digitale kommentierte Kartenverzeichnis Wien Umweltgut der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), das den Online-Zugang zu umweltrelevanten Informationen ermöglicht, steht für Sachverständige, Behörden, PlanerInnen sowie BürgerInnen zur Verfügung. Siehe www.wien.gv.at/umweltschutz/umweltgut/index.html. Es ist in folgende Bereiche gegliedert:

  • Naturschutz: Detailinformationen und Karten zu Europa-Schutzgebieten - Natura 2000, Nationalpark Donauauen, geschützten Landschaftsteilen, geschützten Biotopen, ökologischen Entwicklungsflächen, Naturdenkmälern, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten, Ramsar-Gebiet und Biosphärenpark Wienerwald (Wiener Teil).
  • ÖkoBusinessPlan: Übersicht der Betriebe aus Gastronomie und Beherbergung, die mit dem Umweltzeichen Tourismus ausgezeichnet wurden.
  • Lebensraum Tiere und Pflanzen: Karten und Informationen über seltene Tier- und Pflanzenarten sowie naturnahe Lebensräume in Wien. Das Netzwerk Natur hat eine dauerhafte Erhaltung der Lebensvielfalt in Wien zum Ziel.
  • Wiener Luftmessnetz: Lage und weiterführende Informationen zu den Wiener Luftmessstellen. Es wird die Luftqualität in dichtbesiedelten Stadtteilen, im Stadtrandbereich sowie im Grüngürtel von Wien überwacht.
  • Angst vor Kommentaren

    Ulrike Schmid: "Manche Kultureinrichtungen habe Angst vor sehr kritischen Kommentaren. Wie lösen Sie das?"
    Johannes Reiss: "Wenn ich Angst vor kritischen Kommentaren habe, muss ich im Schneckenhäuschen bleiben und hoffen, dass mich niemand sieht und liest. Ich weiß um diese Angst mancher Einrichtungen, kann sie aber nicht nachvollziehen. Wie soll ein fruchtbarer Dialog, wie soll Kommunikation möglich sein, wenn ich mich davor fürchte, dass jemand nicht meiner Meinung ist?"

    Aus einem Interview von Ulrike Schmid mit Johannes Reiss (Österreichisches Jüdisches Museum): "Wir plädieren im Ganzen für einen Blickwechsel", erschienen am 28. Juli im Weblog Kultur 2.0. Hinweis aus Twitter.

    Ich denke, dieses Thema betrifft einige von uns, die in eher hierarchischen Organisationen mit dem Grundsatz der Amtsverschwiegenheit arbeiten, was sich auf den ersten Blick mit den Grundsätzen der Bibliothek 2.0 wie Offenheit und einer gewissen Unbeschwertheit nicht so leicht vereinbaren lässt - vielleicht auch ein Diskussionsthema für den nächsten Bibliothek 2.0-Stammtisch!

    Killerbibliothekare aus Köln

    Im Standard ist ein Bericht über eine Schlägerei in Hermagor erschienen, an der u.a. ein 34jähriger Bibliothekar aus Köln beteiligt war (herzlichen Dank für den Hinweis an hatorikibble): "Fans des 1. FC Köln machten Hermagor unsicher". In: Der Standard, Sport, 27. Juli 2010. Die Kommentare sind dabei teilweise wirklich zum Schießen und geben Aufschluss darauf, welches Image Bibliothekare in der Öffentlichkeit haben - ich sag mal zusammenfassend, es ist nicht das des Schlägertypen ;-) Hier einige Beispiele:

    "Es fängt ja oft schon in der frühen Kindheit an. Bilderbücher, TKKG oder irgendwas vom Brezina. Irgendwann kommt dann das erste Abo für die Spatzenpost und der Beitritt zu einem Buchklub. Als Elternteil bekommt man das oft nicht mit, wenn das Kind schleichend in einen Lesezirkel abdriftet. Dann ist es oft schon zu spät und eine "Karriere" in der Bibliothekaren-Szene scheint vorprogrammiert. Und irgendwann "kracht" es dann, wie hier in Hermagor..." (Runder Fisch, 27. Juli 2010, 14:01)

    "Dieses gewaltbereite Bibliothekaren-Gesindel ist wirklich nicht auszuhalten" (Runder Fisch, 27. Juli 2010, 12:15)

    "diese grauslige szene wird in der Öffentlichkeit zwar totgeschwiegen und bestenfalls verurteilt, doch aus Insiderquellen weiß ich, daß die Brillenindustrie und die Optikerzunft im Hintergrund die Fäden ziehen. Auch die Gesellschaft ist daran nicht unschuldig. Solange es als 13, 14jähriger Halbwüchsiger cool ist mit einem Buch unterm Arm herumzulaufen und in Reclam-Heften versunken in diversen Parks herumzulungern, wird sich nix ändern. Wünschenswert wäre beispielsweise ein europaweites Leseverbot in Lokalen und auf öffentlichen Plätzen. Nur durch radikale Maßnahmen könnte sich an der unbefriedigenden Gesamtsituation etwas ändern" (Everchange, 27. Juli 2010, 15:36)

    "Der Bibliothekar hat wahrscheinlich tagtäglich Killerbücher gelesen ... Verbietet bitte in Zukunft alle Killerbücher um dieses Grauen zu beenden!" (GRohnePunkte, 27. Juli 2010, 13:12)

    "Auf die Saualm mit den Bibliothekaren!" (Aux armes, citoyens, 27. Juli 2010, 13:05)

    Tuesday, July 27, 2010

    Einladung: Bibliothek 2.0-Stammtisch

    Der Wiener Bibliothek 2.0-Stammtisch soll der Vernetzung der Community von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren dienen, die an diesen neuen Technologien interessiert sind. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch darüber, was funktioniert, wo es Schwierigkeiten gibt oder auch nur welche Tools wie eingesetzt werden. Unser Vorbild ist der erfolgreiche Berliner Bibliothek 2.0-Stammtisch. "Premierengäste" im Juli waren vierzehn Kolleginnen und Kollegen aus Fachhochschul-, Universitäts-, Landes-, Spezial- und Stadtbibliotheken und vom Verbund, aus Wien, Linz, Eisenstadt, Klosterneuburg und St. Pölten. Den zweiten Termin haben wir auf nächsten Mittwoch gelegt.
    Ort und Zeit: Hollerei, Hollergasse 9, 1150 Wien, Mittwoch, 4. August, 19 – ca. 22 Uhr (erreichbar mit U4 Schönbrunn bzw. 57A Hollergasse).

    Bitte um Anmeldung oder Interessensbekundung an Patrick Danowski (patrick.danowski@gmail.com) oder Monika Bargmann (monika.bargmann@gmail.com)! Eine Facebook-Eventseite wird wieder folgen, allerdings erst am Abend, da an meinem Arbeitsplatz der Zugriff nicht erlaubt ist ;-)

    Update: http://www.facebook.com/event.php&eid=139842669372224

    Monday, July 26, 2010

    Wenn man nicht mehr weiterweiß

    "Ich tat das, was ich Ihnen auch rate, wenn Sie nicht mehr weiterwissen: Ich ging in die Bibliothek und wälzte Bücher". Dr. Miranda Bailey in Grey's Anatomy.

    Thursday, July 22, 2010

    Wassereinbruch in Innsbrucker Bibliothek

    Im VÖB-Blog ist ein illustrierter Bericht über die von einem Wassereinbruch betroffene Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum erschienen, in dem Kustos Roland Sila nicht nur die aktuelle Lage schildert, sondern auch reflektiert, wie gut oder schlecht die Bibliothek auf diese Situation vorbereitet war bzw. was die MitarbeiterInnen daraus gelernt haben. Sicher auch für andere Bibliotheken nützlich. Erinnert mich an eine Erkenntnis aus der Diplomarbeit "Katastrophenplanung in Bibliotheken. Notfallvorsorge und Schadensbehebung für österreichische Informationseinrichtungen" von Elisabeth Raicher (online bei E-LIS), nämlich dass Wasserschäden häufiger als Brände auftreten, dass aber die meisten Bibliotheken besser auf Brände vorbereitet sind.

    Ich denke auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlen würde, wenn zum Beispiel in unseren Plakatspeicher Wasser eindringen würde (dreimal auf Holz geklopft). Silas Nachwort: "Momentan funktionieren wir, was auch unbedingt notwendig ist, aber wahrscheinlich wird die verdrängte Emotion sich am Wochenende, wenn wir uns die erste Ruhepause gönnen, ihren Weg bahnen".

    Tuesday, July 20, 2010

    Das Planarchiv der Stadtvermessung

    "Die Stadtvermessung Wien (MA 41) verfügt über ein umfangreiches Archiv von technischen und rechtlichen Plänen, die in Zusammenhang mit städtischen Bauvorhaben beziehungsweise in Verbindung mit Grenzvermessungen oder Grundstückstransaktionen der Stadt Wien erstellt wurden. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges wurde mit der systematischen Sammlung aller Lage-, Höhenpläne und Teilungspläne, die die Bauvorhaben der Stadt Wien beziehungsweise ihre Grundstücke betreffen, begonnen. So liegen heute weit über 70.000 Pläne zur Einsicht bereit und bieten somit ein Service, das vor allem der Stadt Wien selbst zu Gute kommt". Die Pläne werden auf Folie, Papier, Mikrofilm bzw. digital aufbewahrt. Das Planarchiv ist Dienstag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr bzw. nach Voranmeldung geöffnet.

    Übrigens: Auch die Wiener Baupolizei führt ein Planarchiv mit bewilligten Bauplänen und statischen Unterlagen für 160.000 Gebäude. Hier können EigentümerInnen, Hausverwaltungen oder Ermächtigte gegen Entrichtung einer Verwaltungsabgabe von fünfzehn Euro Einsicht nehmen - inkludiert sind dabei Schwarzweiß-Kopien von fünf A3-Bögen. Die Pläne können für Ausstellungszwecke entliehen werden.

    Beweis in der Bibliothek?

    Aus einer Presseaussendung des Vereins gegen Tierfabriken zum Tierschutzprozess: "Gleichzeitig hat Dr. Plank zugegeben, dass jene Texte eines Pelzflugblatts und eines Briefes an den seinerzeitigen Landesrat von NÖ, Wagner, die später für ein Bekennerschreiben verwendet worden sind, von ihm stammen. Sie befinden sich im Übrigen sogar unter seinem Namen in der österreichischen Nationalbibliothek".

    Monday, July 19, 2010

    I was born weird

    "I was born weird - this terrible compulsion to behave normally is the result of childhood trauma".

    Diese Signatur hab ich auf Wrong Planet entdeckt.

    Bücherflohmarkt der Kulturabteilung

    Bücher aus dem Fundus der Referate Bildende Kunst, Film, Kino, Neue Medien, Literatur und Wissenschaft der Kulturabteilung der Stadt Wien werden gegen eine Spende zugunsten des Vereins Sonnensegel powered by pro mente wien abgegeben. Auch Kataloge des MUSA Museum auf Abruf sind zu stark reduzierten Preisen erhältlich. - "Sonnensegel" ist ein Ausstellungs- und Projektraum für Kunst, Kulturtheorie und Soziales. Er beinhaltet ein Atelier für KünstlerInnen mit psychischen Erkrankungen, deren Arbeiten in Ausstellungen gezeigt werden.

    Ort und Zeit: 29. bis 31. Juli 2010, Do 11-20 Uhr | Fr 11-18 Uhr | Sa 11-16 Uhr, Museum auf Abruf, Felderstraße 6-8, 1082 Wien.

    Buch nach Leselevel finden

    "WorldCat has teamed up with MetaMetrics to offer 'Find a Book' to help connect readers with books appropriate for their reading level, using the popular Lexile Framework® for Reading. Readers can either enter their Lexile measure or their grade and if they find reading materials difficult or easy. Once they find the books they're interested in, they connect to your library through WorldCat.org and check availability". Siehe http://www.lexile.com/tools/find-a-book/find-a-book-user-guide/ (Hinweis aus dem OCLC Worldcat-Newsletter).

    Ich habe mich zuerst gefragt, ob es sinnvoll ist, auf dem Level, auf dem man sich ohnedies befindet, zu lesen und nicht darüber hinaus zu wachsen, aber dazu gibt es auch eine gute Antwort auf der Seite "Reading outside your Lexile® range": "Higher-level books provide a great opportunity for reading growth. If a student is highly motivated to read a particular book, he or she will attempt to read that book regardless of its Lexile level. Books above a reader's Lexile level can help to stimulate growth when its topic is of extreme interest to the reader" und "Struggling and reluctant readers can use Lexile measures to find easier books to practice with on topics they're interested in or required to read about". Vielleicht kann man das Tool auch verwenden, um entspannende Sommerlektüre auszuwählen.

    Ich habe mich auch gefragt, welche Bücher denn enthalten sind. Antwort: "We do not choose the books that we measure. We measure books at a publisher's request". Es wird empfohlen, sich im Falle eines noch nicht bewerteten Buches direkt an den Verlag zu wenden. Außerdem kann man nach Registrierung den Lexile Analyzer dazu benutzen, um anhand eines Ausschnittes eine Basisbewertung für ein Buch zu bekommen.

    reading diary

    finished yesterday: Fatih Cevikkollu: Der Moslem-TÜV: Deutschland, einig Fatihland. 2. Aufl. Rowohlt 2008

    reading: Sophie Brookover, Elizabeth Burns: Pop Goes the Library. Using Pop Culture to Connect With Your Whole Community. Information today 2008

    Zum Archiv der Salzburger Festspiele

    "Den Museen ist das Forschen – neben Sammeln und Vermitteln – sowieso in die Verfassung geschrieben. Die Salzburger Festspiele führen ein Archiv voller Autografen und Dokumente. Was wird daraus gemacht? Welche Publikation? Welche Ausstellungen zu Spezialthemen? Welche Autografenankäufe? Welche Symposien? Welche Beteiligung an EU-Forschungsprojekten? Ist je aufgefallen, dass das Archiv der Salzburger Festspiele 1996 mit der Max-Reinhardt-Forschungs- und Gedenkstätte fusioniert worden ist und somit Hotspot der Theaterwissenschaft sein müsste? Auf all die Fragen gibt es zwei Antworten: 'Zu wenig Zeit.' Und: 'Es fehlt das Geld.'"

    Hedwig Kainberger: "'Keine Zeit, kein Geld!' ist ein gefährliches Symptom. Die Festspiel-Ausstellung signalisiert Schwäche in Kultur- und Wissenschaftspolitik". In: Salzburger Nachrichten, Kultur, 19. Juli 2010, S. 10

    Neuer Job für Miss Information?

    "The interview followed the standard format. Sensible questions, incoherent answers followed by Miss Information begging pathetically to get the job, if only to prove that she isn’t always a babbling maniac". Aus: Miss Information is undone by an old nemesis, 16. Juli 2010.

    Saturday, July 17, 2010

    "Alles per Knopfdruck und von zu Hause aus"

    "Der Bildschirm und sein Besitzer werden Teilnehmer in einem Informationssystem. Das bringt neueste Nachrichten, Sonderangebote im Einzelhandel oder Sportmeldungen auf den Bildschirm. Es kann auch darüber informieren, wann das örtliche Schwimmbad geöffnet hat. Man kann damit im Versandhandel bestellen, eine Reise buchen und mit dem eigenen Konto in der Bank umgehen. Alles per Knopfdruck und von zu Hause aus".

    Ist da die Rede vom Internet? Denkste - BTX! Davon redet heutzutage auch keiner mehr. Aus: Rolf Lohberg, Theo Lutz: BTX für jedermann. Esslingen: Schreiber [1984], S. 5 (=Schreibers Schlüssel zur Computerwelt) - mitgenommen beim Gratisbüchertisch der öffentlichen Bücherei St. Lorenzen am Wechsel.

    Neuerwerbungen

  • Jan Weiler: In meinem kleinen Land. 9. Aufl. rororo 2008 - Tage, Wochen, Monate verbrachte Jan Weiler damit, seine Heimat zu erkunden: Von Wyk auf Föhr, über Borgholzhausen, wo die Züge bremsen, indem sie einer Kuh gegen das pralle Euter fahren, bis nach Passau, der größten Kleinstadt, reiste er in alle Ecken Deutschlands. Liebevoll und nachdenklich hat er seine Erlebnisse aufgeschrieben - - und kommt zu dem Schluss: Unser kleines Land ist eine Reise wert!
  • Fatih Cevikkollu, Sheila Mysorekar: Der Moslem-TÜV: Deutschland, einig Fatihland. 2. Aufl. Rowohlt 2008 - Deutsche Heimatkunde einmal anders: Finden Sie die schönsten Wanderwege durch No-go-Areas, wecken Sie in sich die Lust am Beten in einer katholikenkompatiblen Moschee und entdecken Sie die ultimative Verschwörung: al-Qaida unterwandert die Bundesliga.
  • Friedrich Schmidt-Bleek: Nutzen wir die Erde richtig? Die Leistungen der Natur und die Arbeit der Menschen. S. Fischer Verlag 2008 - Der hohe Ressourcenverbrauch für unseren Wohlstand führt zu großen Schwierigkeiten mit der Umwelt. Zudem besteht eine gravierende Ungleichverteilung: Derzeit kommen 80 % des Naturverbrauchs nur etwa 20 % der Menschheit zugute. Mehr als zwei Planeten Erde wären nötig, um allen Menschen einen materiellen Lebensstil zu ermöglichen, wie er heute in westlichen Ländern üblich ist.
  • Tuesday, July 13, 2010

    Von der beruhigenden Wirkung einer Bibliothek

    "In der Bowery Lane hielt Tonneman an, um ein Flugblatt zu lesen, das an eine Kastanie genagelt war. Ein gewisser Samuel Louden gab bekannt, daß seine Leihbibliothek inzwischen zweitausend Bände enthielt und daß ein Katalog an alle Abonnenten geschickt würde. Tonneman atmete zufrieden durch. Solche Dinge waren es, die ihn inmitten des ganzen Wahnsinns wissen ließen, daß die Welt noch normal war".

    Aus: Annette Meyers, Martin Meyers: Das Kingsbridge-Komplott. Ein Kriminalroman aus dem 18. Jahrhundert. Düsseldorf: Econ 1995, S. 314

    Ein-Euro-Jobberin im Museum

    "Die Leiterin verlangte von mir Recherchen, aber wollte nichts preisgeben von dem Wissen, das sie schon besaß, auf daß ich es hätte mehren können. Je kundiger ich im Laufe der Monate wurde, um so eifersüchtiger reagierte sie, verschloß gar die Schränke der Museumsbibliothek vor mir".

    Ulrike Köpp: "Als Ein-Euro-Jobberin im Dienst des Holocaust-Gedenkens". In: Das Blättchen. Zeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft - Hinweis von Marcus Anhäuser.

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn.

  • Debbi Dinkins / Susan M. Ryan: "Measuring Referrals: The Use of Paraprofessionals at the Reference Desk". In: The Journal of Academic Librarianship 36 (2010) 4, S. 279 - 286
  • Yu-Ping Peng / Shiuh-Nan Hwang / Jehn-Yih Wong: "How to Inspire University Librarians to Become 'Good Soldiers'? The Role of Job Autonomy". In: The Journal of Academic Librarianship 36 (2010) 4, S. 287 - 295
  • Younghee Noh: "A study Analyzing the Career Path of Librarians". In: The Journal of Academic Librarianship 36 (2010) 4, S. 329 - 346
  • Briggs C. Nzotta: "A comparative study of the job satisfaction of Nigerian librarians". In: International Library Review 19 (1987) 2, S. 161 - 173
  • Faye R. Leibowitz: "Serials Staffing for the Twenty-First Century and Beyond". In: Serials Review 28 (2002) 3, S. 195 - 200
  • A. A. Alemna: "Librarians in Ghana: a survey of their social origins and status". In: International Library Review 23 (1991) 4, S. 401 - 411
  • Im Schatten des Birnbaums

    mein Wochenende: grillen, im Schatten des Birnbaums dösen, Pathétique im Radio hören, historischen Krimi lesen, beim Boccia zuschauen, Bowle trinken, tratschen, schlafen, baden in der Aist, Reste vom Grillen vertilgen, Fußball schauen, schlafen, schwimmen im Steinbrunner See, Blumen gießen, im Schanigarten sitzen - ich liebe Urlaub :-)

    Friday, July 09, 2010

    Bibliothek 2.0-Stammtisch mit vierzehn Leuten

    Eine schöne Sache war der erste Wiener Bibliothek 2.0-Stammtisch gestern - ich freue mich sehr über vierzehn Gäste und zahlreiche "diesmal geht's nicht, aber das nächste Mal unbedingt"-Meldungen. Ich denke, dass auch einige BibliothekarInnen, die einander normalerweise bei der Alltagsarbeit nicht begegnen, hier die Gelegenheit haben, ihre Erfahrungen auszutauschen. Der nächste Termin wird im August stattfinden - Details zu Zeit und Ort folgen!

    Gerät mit Eigenleben

    Gerade als Fehlermeldung bekommen: "The server understood the request, but is refusing to fulfill it". Muss ich wohl akzeptieren ;-)

    Gehet hin und krieget mehr Personal

    "Mehr Personal und mehr Qualität: Das fordern amerikanische Wissenschaftler von Bloggern". Zuerst schüttelte ich den Kopf über diese Zusammenfassung, aber anscheinend sind "journalistische" Weblogs gemeint, denen das Personal fehle, um "Geschichten angemessen recherchieren zu können".
    Aus: jmö: "Blogger müssen besser werden". In: Spiegel, Netzwelt, 9. Juli 2010

    Thursday, July 08, 2010

    Ich liebe meinen Job

    Wer von meinen LeserInnen ärgert sich nicht hie und da über den Beruf oder die Arbeitsstelle? Da tut es manchmal gut, zu sehen, womit andere Leute ihren Lebensunterhalt verdienen. Dieses Fundstück hat ein Freund von mir gestern beim Durchsehen alter Jahrgänge der Monatshefte für Chemie entdeckt. Wäre eigentlich was für NCBI-ROFL, aber dort werden wohl nur englischsprachige Texte veröffentlicht.

    "In dem letzten Hefte dieser Berichte findet sich die Mittheilung von M. Nencki und N. Sieber in Bern, dass bei der Gährung des Eiweisses oder des Leims unter den gasförmig auftretenden Producten sich constant Methylmercaptan vorfindet. Diese Beobachtung, die mir übrigens schon früher brieflich durch meinen Bruder mitgetheilt wurde, veranlasste mich, auch den menschlichen Darminhalt daraufhin zu untersuchen, da, wie bekannt, ein Theil des Speisebreies in unserem Darmcanal, namentlich im Dickdarm, durch die Microben zersetzt wird. (...) Da ... ich augenblicklich nicht im Besitze der Apparate zum Aufsammeln der Darmgase war, so habe ich mich auf die Untersuchung der menschlichen Exkremente beschränkt, die ich mir von den Patienten des hiesigen Spitals zum heiligen Geist leicht verschaffen konnte. Frisch gelassene Exkremente wurden mit Wasser zu einem dünnen Brei angerührt und aus tubulirten Retorten unter Zusatz von Oxalsäure (auf je 0.5 K. 15 g Oxalsäure), genau in der gleichen Weise, wie dies in der Mittheilung meines Bruders beschrieben ist, destillirt".

    Quelle: Leon Nencki: "Das Methylmercaptan als Bestandtheil der menschlichen Darmgase". Vorgelegt in der Sitzung am 10. October 1889. In: Monatshefte für Chemie / Chemical Monthly 10 (1889) 1, S. 862-863 (DOI 10.1007/BF01516485). Leider nicht frei zugänglich (oder ich hab's nicht gefunden), bei SpringerLink um irre 34 Dollar erhältlich.

    Wednesday, July 07, 2010

    Luxus Museumsbesuch

    Hedwig Kainberger schreibt anlässlich der Präsentation des Kulturberichts 2009: "Im Bildungsauftrag sind Museen den Bibliotheken ähnlich. Aber Eintrittspreise pro Erwachsenem von 12 Euro (KHM) oder 14 Euro (Belvedere) machen für viele den Museumsbesuch zum Luxus. Hingegen ist in öffentlichen Bibliotheken das kostenlose Lesen für jeden, der will, selbstverständlich. Das KHM mit der Jahreskarte um 29 Euro und der freie Eintritt in alle Bundesmuseen für Jugendliche sind Anfänge. Das Ziel muss aber sein: Staatliche Museen sollen für alle Österreicher so zugänglich sein wie Bibliotheken".

    Aus: Hedwig Kainberger: "Museumsbesuch ist Luxus". In: Salzburger Nachrichten, Kultur 6. Juli 2010, S. 9

    Neues Buch mit vermeintlicher "Librarian murderess"

    "Twelve years ago librarian Betsy Treading was convicted of murdering her neighbor, the bohemian loner Linda Sue. After DNA testing finally exonerates Betsy, she returns to her suburban community determined to salvage her life and find the true killer. As she begins to pick apart the web of secrets, lies, and love affairs uncovered in the wake of her trial, Betsy suspects that her tight-lipped neighbors may know something that she has denied even to herself".

    Cammie McGovern: Neighborhood Watch: A Novel. Viking Adult 2010

    Tuesday, July 06, 2010

    Sommerkleidung in der Bibliothek

    Ich habe gerade gehört, dass bei uns unerwünscht ist, dass Kollegen bei ihrem Dienst am Infoschalter kurze Hosen tragen (trotz lamperlbedingter Extremhitze an eben diesem Ort). Gibt es auch in anderen Bibliotheken solche Vorschriften spezifisch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Benutzerkontakt? Z.B. keine Flip-Flops für die weiblichen Bibliothekswesen?

    You think she's an open book

    Da wünscht man sich dann manchmal hin... Aufgenommen von Giulio Bernardi am 15. Juli 2009 in Blankenberge (Creative Commons).

    Photo Strandbibliotheek Katwijk

    "De bibliothecaresse van de Katwijkse Strandbibliotheek doet haar werk op het terrasje, voor de bibliotheek", Wikimedia Commons (GNU Free Documentation License), 5. Juli 2006.

    Monday, July 05, 2010

    Neuerwerbung

    Kurt Lüthi: Gottes neue Eva. Wandlungen des Weiblichen. Stuttgart: Kreuz-Verlag 1978

    Friday, July 02, 2010

    ÖH Innsbruck: Bibliothek als Lernort

    "In vielen Heimen oder Wohngemeinschaften ist ein ungestörter Lernerfolg unmöglich. Nur die Bibliotheken geben den Studierenden Rückzugsmöglichkeiten", sagt der Vorsitzende der ÖH Innsbruck, Florian Ritter, heute in einer Presseaussendung und fordert: "Es braucht mehr Mittel seitens der Universität und des Landes um die Bibliotheken offen zu halten".

    Trauerspiel Ankaufsbudget

    Auf Forumoeb berichtete gerade eine Bibliothekarin aus einer Stadtbücherei (*), dass aufgrund des bescheidenen Ankaufsbudgets der Stadtrat der Großen Kreisstadt mit 52.000 Einwohnern vorgeschlagen habe, "dass die Bücherei neuwertige gebrauchte Bücher von Bürgern unter Ladenpreis abkauft". Ein Kollege kommentierte das mit "armes Deutschland, wie tief sind wir gesunken !!!" und sandte "mitfühlende[n] Grüsse[n]".

    (*) Welche Bibliothek das ist, spielt eigentlich keine Rolle, da geht es ums Prinzip...

    Thursday, July 01, 2010

    Einladung: Bibliothek 2.0-Stammtisch

    Der erste Wiener Bibliothek 2.0-Stammtisch soll der Vernetzung der Community von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren dienen, die an diesen neuen Technologien interessiert sind. Ziel ist ein Erfahrungsaustausch, was funktioniert, wo es Schwierigkeiten gibt oder auch nur welche Tools wie eingesetzt werden. Unser Vorbild ist der erfolgreiche Berliner Bibliothek 2.0-Stammtisch. Übrigens: WM gilt nicht als Ausrede, dieser Tag ist – extra für uns – matchfrei!

    Ort und Zeit: Hollerei, Hollergasse 9, 1150 Wien, Donnerstag, 8. Juli, 19 – ca. 22 Uhr (erreichbar mit U4 Schönbrunn bzw. 57A Hollergasse).

    Bitte um Anmeldung via Kommentar auf diesen Eintrag, per Mail bei Patrick Danowski (patrick.danowski@gmail.com) oder Monika Bargmann (monika.bargmann@gmail.com), um das Lokal nicht in die eine oder andere Richtung völlig zu überraschen ("vielleicht" ist auch okay)! Anmeldung auch über Facebook oder sonstige Web 2.0-Tools möglich ;-)

    Tatort Hauptbücherei

    Am Sonntag, dem 4. Juli, wird auf ORF2 und ARD die Tatort-Folge "Operation Hiob" ausgestrahlt, die teilweise in der Wiener Hauptbücherei gedreht wurde. Zum Inhalt: "Der Mord am Finanzchef jenes Syndikats, das den Heroinhandel in Österreich kontrolliert, wird zum Anlass genommen, Moritz Eisner einer verdeckten Operation des Bundeskriminalamtes, der 'Operation Hiob', zuzuteilen. Mit Eisners Hilfe soll der verdeckte Ermittler, der seit Jahren im Drogensyndikat arbeitet, an den Kopf der Organisation herangeführt werden, um diesen endlich zu Fall zu bringen".

    Hinweis von Christian Jahl. Mehr dazu auf tv.orf.at/program/orf2/20100704/477009601/294768/, alles für Tatort-Fans generell auf www.tatort-fundus.de.

    "gut auskennen mit Restriktionen"

    Keine guten Erfahrungen in Archiven und Bibliotheken dürfte eine Berliner Studentin (oder ein Student) dem Blogbeitrag "Sommerhitze im Archiv" gemacht haben und aufgrund eben dieser Hitze auch gleich zu groben Verallgemeinerungen zurückgreifen: "Das [BibliothekarInnen] sind die unfreundlichsten, genervten Servicemitarbeiter, die sich zwar sehr gut mit den Restriktionen auskennen, aber kaum mit ihrer Arbeit. Sie arbeiten unzuverlässig und einfach nur schlecht". - Hinweis von EiserfeldWolf, siehe dazu auch Archivalia.

    Tuesday, June 29, 2010

    reading diary: queer movies and traffic planning

    Jenni Olson: The Queer Movie Poster Book. Chronicle Books 2004 - mehr dazu

    Hermann Knoflacher: Landschaft ohne Autobahnen. Für eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung. Böhlau 1996 - ein ausgesprochen hellsichtiges Buch, bei dessen Lektüre ich mich ständig frage, warum niemand auf Knoflacher hört. "Die Bevölkerung und die Fremdenverkehrsbetriebe wurden belogen, weil man den seinerzeitigen Stau auf der schmalen Bundesstraße dazu mißbrauchte, um ihnen eine Autobahn einzureden, die in der Zwischenzeit die Lebensqualität des ganzen Tales zerstört hat und die Brieftaschen und die Urlauber an den Betrieben vorbeiführt" (S. 80).

    Neuerwerbung

    Ich bin gerade dabei, den Handapparat in der Plakatsammlung auszubauen, und dabei entdecke ich einiges, das ich mir dann auch privat kaufe, wie zum Beispiel Jenni Olson: The Queer Movie Poster Book. Chronicle Books 2004.
    afterellen.com nennt das Buch "a colorful and often amusing look back at many of the images that have represented — or misrepresented — queer people over the past century". Sogar "Mädchen in Uniform" ist drinnen :-)

    Zweierlei Maß

    "Schon bald sei ihm aufgefallen, dass die Bauern zwei Arten der Produktion betreiben: Mit Chemie gedüngte Ware liefern sie im Lagerhaus ab, unbehandelte Lebensmittel aus dem eigenen Garten essen sie selbst".

    Fritz Pessl in den Salzburger Nachrichten über Johannes Gutmann, den Gründer von Sonnentor.

    Monday, June 28, 2010

    Café au fair

    Leicht veräppelt komme ich mir vor, wenn wir folgendes eMail kriegen: "Durch die Programme PUMA und 'ÖkoKauf Wien' wird angestrebt, dass im Magistrat möglichst nur effiziente und umweltfreundliche Geräte eingesetzt werden. Dies gilt auch für Espressomaschinen. Folgende Aspekte sollen beachten werden: (...) Einsatz von Kaffee aus fairem Handel und möglichst 'bio'", wenn mein Vorschlag, die Kaffeeautomaten im Rathaus mit Fairtrade-Kaffee auszustatten, abgelehnt wird mit der Begründung, man "könne das den Firmen nicht vorschreiben", obwohl es auf fairtrade.at eine Liste von Firmen gibt, die "Ihren Automat gerne mit FAIRTRADE Kaffee oder Kakao befüllen" und unser Anbieter darunter ist.

    Bücher vor Gericht

    "Dieser an Seltsamkeiten und kafkaesken Absurditäten überreiche Tierschutz-Prozess hat nun auch was für uns BibliothekarInnen: Der Hauptangeklagte musste über seine privaten Bücher Rede und Antwort stehen", schreibt Wolfgang Kauders in Haftgrund und zitiert dabei aus tierschutzprozess.at/tierschutzprozess-34-tag/. Wenn sich also in der Privatbibliothek eines Angeklagten fünfzig von eintausenddreihundert Büchern mit dem Nationalsozialismus befassen, kann das anscheinend für die Richterin relevant sein, auch wenn man wegen eines ganz anderen Delikts angeklagt wurde...

    Sunday, June 27, 2010

    Festplattenplatzräuber

    17 MB Update, "um bei der Installation von .NET Framework 4 und späterer Versionen die Notwendigkeit eines Neustart in den meisten Fällen zu verhindern". Argl.

    Friday, June 25, 2010

    Wasserbibliothek

    Eine Freundin hat mir geschrieben, dass sie bei ihrem Island-Urlaub in der Wasserbibliothek war. Bei einer schnellen Googelei bin ich darauf gestoß:en: "Mit der SIMATIC Wasserbibliothek V7.1 bietet Siemens eine kostenfreie Bausteinbibliothek als effiziente Engineeringunterstützung für das Prozessleitsystem SIMATIC PCS 7 V7.1 und das Visualisierungssystem SIMATIC WinCC V7.0" (Quelle).

    Okay, das ist es wohl nicht ;-) Über den Marco Polo-Reiseführer Island in Google Books und die Marco Polo-Website bin ich auf die richtige "Vatnasafn" gestoßen. "VATNASAFN / LIBRARY OF WATER is a long-term project conceived by Roni Horn for a former library in the coastal town of Stykkishólmur in Iceland. The building stands on a promontory overlooking the ocean and the town, and houses three related collections - of water, words and weather reports - which reflect Roni Horn's intimate involvement with the singular geography, geology, climate and culture of Iceland... Water, Selected is a constellation of 24 glass columns containing water collected from ice from some of the major glaciers around Iceland. The glass columns refract and reflect the light onto a rubber floor embedded with a field of words in Icelandic and English which relate to the weather – inside or outside". Quelle und mehr dazu siehe www.libraryofwater.is.

    Thursday, June 24, 2010

    Boden als Archiv der Kulturgeschichte

    Coverbild Buch Boden-MarkierungenIch lese gerade Gerlind Weber (Hrsg.): Boden-Markierungen. Ausgabe 8 (2004) der Zeitschrift Wissenschaft & Umwelt interdisziplinär - erfreulicherweise als pdf downloadbar. Interessant u.a. der Beitrag "Boden als Archiv der Kulturgeschichte" von Christoph Blesl.

    Widerstand durch Bildung

    "Wir leisten Widerstand durch Bildung" - so heißt ein Beitrag (pdf) der Vorstandsmitglieder der Grünen Bildungswerkstatt in der Zeitschrift Planet Burgenland. Mein Teil: "Barrieren bei der Suche nach Information und Wissen sind vielfältig: Kosten, Zensur, mangelnde Unterstützung, Nichternstgenommenwerden, bewusstes Kleinhalten, Unwissen über Rechte, technische und räumliche Hürden. Widerstand durch Bildung zu leisten bedeutet für mich als Bibliothekarin, Menschen den barrierefreien Zugang zu Literatur - auch zu widerständiger - zu ermöglichen".

    BibliothekarInnen und Modebewusstsein

    "Try to bear this in mind. Lady Gaga didn't get famous dressing like a librarian. Some people dress fashionably and other people create their own fashion. It ain’t always a bad thing. Could be worse". Mechelle Fogelsong in ihrem Blog Passing Love Notes.

    Die hohe Kunst der Selbstablenkung

    "Es nutzt auch nichts, von Twitter loszukommen, weil man dann bei Facebook herumlungert. Es nutzt nichts, die Kartenspiele auf dem Computer zu löschen, weil man dann halt bunte Kügelchen abschießt. Wer ein Aufschieber ist, wird immer etwas finden". Und weiter über das Los der Freiberuflerin, die zuhause arbeitet: "Die protestantische Ethik sitzt tief, scheint's, und wer nicht um acht irgendwo sein muss, um einem Chef zu dienen, der arbeitet nicht. Da muss man sich dann schon mal Sätze anhören, die mit 'solange du Hausfrau bist' anfangen. Oder solche, in denen die Formulierung 'ein bisschen was dazuverdienen' vorkommt".

    Zitat aus: Isabel Bogdan: "Lotterleben". In: Titel Kulturmagazin, 10. Mai 2010 (via digiwis).

    Monday, June 21, 2010

    Neuerwerbungen

  • Frank Wedekind: Mine-Haha: or On the Bodily Education of Young Girls. Hesperus Press 2010 (Hesperus Modern Voices) [gewonnen bei der Aktion Early Reviewers von LibraryThing]
  • Angelo Giuseppe Roncalli: Für das Glück geschaffen: Die zehn Regeln der Gelassenheit. St. Benno 2006
  • Mark Reinfeld, Jennifer Murray: The 30-Minute Vegan: Over 175 Quick, Delicious, and Healthy Recipes for Everyday Cooking. Da Capo Lifelong Books 2009
  • George M. Eberhart: The Librarian's Book of Lists. ALA 2010
  • Mathias Ullmann: Ohne Engel. Verlag André Thiele 2009 [Rezensionsexemplar für die AKMB-News]
  • Benutzungsordnung für ORF-Archiv ab 1. Juli

    Vor kurzem hab ich über die fehlende Zugänglichkeit des ORF-Archivs geschrieben, weil die Publikumsrätin Eva Blimlinger bei einer Veranstaltung am Samstag darauf aufmerksam gemacht hat, und nun hat mich ein Kommentator darauf hingewiesen, dass in der Wiener Zeitung eine Benutzungsordnung veröffentlicht wurde, die am 1. Juli in Kraft tritt: "Das Archiv des ORF ist ein reines Arbeitsarchiv auf Basis des ORF-Gesetzes, das audiovisuelle Werke, wie Film- und Videomaterial, Lichtbilder (Bildmaterial), Werke der Tonkunst (Tonmaterial), aber auch rein literarische Werke, Schriftgut iS des Bundesarchiv- bzw. Denkmalschutzgesetzes, welche in Wahrnehmung seiner Aufgaben anfallen, für den zum Zugang berechtigten Personenkreis, unter Einhaltung gerechtfertigter Interessen der Zutrittsberechtigten (einerseits zur Erfüllung ihrer Arbeitsaufgaben bzw. zur Darlegung der Legitimation gemäß Punkt IV), bereit hält. (...) Der ... legitimierte Personenkreis, der berechtigte Interessen als Betroffener nachweist, hat für die Benutzung des ORF-Archives im Anlassfall ein dem Arbeits- und Materialaufwand des ORF-Archivs entsprechendes Entgelt zu bezahlen (...) Archivbenützer, die wissenschaftliche, universitäre und schulische Zwecke verfolgen, müssen einen Antrag auf Archivzugang beim Administrator der zuständigen Direktion stellen". Immerhin, aber ganz zufrieden kann mich das noch nicht stimmen - nach welchen Kriterien entscheidet denn der "Administrator der zuständigen Direktion" über die Benutzung? Mit dem Argument "nicht vertretbarer Verwaltungsaufwand" kann man doch ziemlich viel abwürgen...

    Bibliothek im Flüchtlingslager?

    In einer Presseaussendung über eine Ausstellung von Marlene Hausegger in der MUSA-Startgalerie wird über das Buch "Traiskirchen" (Metro Verlag, Erscheinungstermin: August 2010) berichtet, bei dem ein Teil des Erlöses "dem Aufbau einer Bibliothek im dortigen Flüchtlingslager dienen" soll. Gute Idee! Da muss aber wohl noch mehr investiert werden...

    Sunday, June 20, 2010

    Bücher, die man nicht liest

    "Eines wurde an diesem Bloomsday deutlich; Kaum ein Buch wird so gern nicht gelesen wie der 'Ulysses' von James Joyce! Er habe zur Vorbereitung auf den von Wien live organisierten Abend im Café Korb noch einmal kurz hineinlesen wollen, erklärte Erich Schirhuber - und als Lektoratschef der Städtischen Büchereien sitzt er ja an der Quelle. Siehe da: Der Band war tatsächlich nicht entlehnt!"

    Aus: "'I did it': Wer Ulysses wirklich gelesen hat", in: Die Presse, Menschen, 19. Juni 2010, S. 14

    Öffnung des ORF-Archivs für die Wissenschaft?

    "Der ORF hätte daher dem Bundesarchivgesetz folgend seit dessen Inkrafttreten im Jahr 2000 unverzüglich mit der Erfassung, Ordnung, Erschließung und Nutzbarmachung seiner Archivbestände beginnen und diese Tätigkeiten im Hinblick auf frei zugängliches Material so bald wie möglich abschließen müssen. Nichts ist passiert, denn Informationen zum Archiv gibt es für potenzielle Benützer und Benützerinnen nicht, eine Internetrecherche bleibt ohne Ergebnis, unter orf.at findet sich alles mögliche, nur kein Hinweis aufs Archiv, nirgendwo sind Standort, Zugangsmöglichkeiten, Öffnungszeiten oder gar Nutzungsbedingungen veröffentlicht", schrieb die ORF-Publikumsrätin Eva Blimlinger in ihrem Standard-Artikel "Das Phantom-Archiv des ORF" - am 25. März 2009. Anscheinend hat sich seitdem - trotz neuer Leitung - immer noch nicht viel getan...

    Dazu noch der Hinweis auf ein Kamingespräch mit dem früheren Leiter Peter Dusek an der Donau-Uni im Jahr 2005: "Derzeit lagern bereits über 2 Mio. Bewegtbilder und Fotografien im audiovisuellen Archiv, 15.000 Fotografien werden in Kooperation mit der Nationalbibliothek digitalisiert. Das Bewusstsein, dass das Archiv einen Wert darstellt, musste erst geschaffen werden. Im Vergleich zu den Kosten der Produktion stellt die Nutzung von Archivmaterial nun einen Bruchteil dar, deshalb dürfe Archivierung und die Benutzung des Archivs auch nicht kostenlos sein".

    21. Juni 2010: Update!

    Saturday, June 19, 2010

    Bodenmanagement in der Gemeinde

    Ich besuche gerade den Lehrgang "Bodenmanagement in der Gemeinde", der von Klimabündnis und Umweltberatung organisiert und gestaltet wird und mit dem Zertifikat "Kommunale Bodenbeauftragte" abschließt. Der erste intensive Block, in dem die Grundlagen vermittelt werden, fand Donnerstag und am Freitag in Purkersdorf statt; für den zweiten Block fahren wir im Oktober nach Oberösterreich, und dazwischen erarbeiten wir ein Konzept für ein Bodenschutzprojekt in einer Gemeinde. Das bisherige Programm:

  • Europäisches Bodenbündnis und Aktivitäten der Länder OÖ und NÖ / Christian Steiner
  • Grundlagen Bodenkunde, Bodenfunktionen / Gerald Stradner
  • Bodenschutz, Bodengefährdung, Klimaschutz, Bodenrechte: national und international / Nora Mitterböck
  • Böden als Kohlenstoffspeicher – Chancen und Risiken / Alex Dellantonio
  • Vom Regen zum Hochwasser. Die Gefahren, Folgen und Gegenmaßnahmen der Bodenversiegelung beispielhaft erklärt / Ulrike Pitha und Bernhard Scharf
  • Regenwassermanagement / Anita Peintner
  • Örtliche Raumplanung und Hochwasserschutz / Walter Seher
  • Wasserschutzgebiete / Martina Kainz
  • Raumplanung, Besiedelung, Infrastruktur / Gerlind Weber
  • Handlungsfelder und Instrumente für Bodenmanagement in der Gemeinde / Gerlind Weber
  • Energieausweis für Siedlungen – Optimierung in der Siedlungsentwicklung anhand von Beispielen aus NÖ / Hans Emrich
  • In der Ankündigung des Lehrgangs heißt es: "Die Gemeinde hat dank ihrer Entscheidungskompetenzen wesentlichen Einfluss auf den Flächenverbrauch, die Bodengüte und den vorsorgenden Hochwasserschutz". Mir war gar nicht klar, wieviele Themen mit dem Boden zu tun haben - Natur-, Landschafts-, Hochwasser-, Klimaschutz, Ernährung, Mobilität. Bei Prof. Webers Vortrag über Raumplanung erfuhren wir zum Beispiel, dass der Transport einer Person mittels PKW ZEHNMAL so viel Fläche beansprucht wie mit Bahn oder Bus, dass in Österreich zwölf Prozent der Wohnungen Zweitwohnsitze sind und dass in Österreich 4,9 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen sind.
    Auch die Arbeitsatmosphäre beim Kurs ist sehr angenehm, und es ist eine sehr vielseitige Gruppe - von der Landschaftsplanerin über die Umweltjuristin und die Umweltgemeinderätin bis zum Bürgermeister, vom Vorarlberger bis zur Burgenländerin.

    Friday, June 18, 2010

    Einblick ins fürstliche Archiv

    Beim "Expert Day" auf Burg Forchtenstein am Samstag, dem 26. Juni 2010, geben "die wissenschaftlichen Experten der Esterházy Privatstiftung interessierten Besuchern detaillierte Einblicke in die reichhaltigen Sammlungen, die Burg Forchtenstein beherbergt. Sehen Sie Burg Forchtenstein aus dem Blickwinkel eines Wissenschaftlers: erfahren Sie Interessantes aus der Welt der kunsthistorischen Forschung, Wissenswertes zu einzelnen Exponaten und besichtigen Sie Bereiche der Burg, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind".

    Führungen und Termine:

  • Wandermalereien im Spiegel von 400 Jahren Burggeschichte - Dr. Florian Bayer. Beginn: 11.00 und 13.00 Uhr
  • Fürstliches Archiv der Burg Forchtenstein - Dr. Gottfried Holzschuh. Beginn: 11.15 und 13.15 Uhr
  • Das ungarische Insurrektionsdepot auf Burg Forchtenstein - Dr. Herbert Zechmeister. Beginn: 11.30 und 13.30 Uhr
  • Wednesday, June 16, 2010

    Nationalbibliothek und Google Books

    Ich verweise auf die umfangreiche Berichterstattung im VÖB-Blog (www.univie.ac.at/voeb/blog/?cat=54) und zitiere aus dem Artikel "Der große Coup in der Nationalbibliothek" von Norbert Mayer, der in der heutigen Presse erschien: "Wer noch mithilfe von Zettelkästen ergründen musste, was Weltbewegendes über 'Das Insekt bei Goethe' geschrieben wurde, wer wissen wollte, ob Schopenhauer Hegel erwähnt hat und in welchem Kontext oder warum auch nicht, weiß: Es kommen goldene Zeiten für die Philologie".

    Tuesday, June 15, 2010

    Alter Bücherbus zu verkaufen

    "Die Stadt Wien mustert mehrmals im Jahr alte Fahrzeuge und Geräte, die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und für den städtischen Intensivbetrieb nicht mehr geeignet sind, aus. Diese werden jedoch nicht sofort verschrottet oder entsorgt, sondern zuerst zwei- bis dreimal jährlich privaten Interessenten zum Verkauf angeboten. (...) Die Highlights der jetzigen Aktion sind u.a. ein Büroanhänger - als Campinganhänger durchaus vorstellbar - , ein Omnibus, ehemals verwendet als fahrbare Bücherei und eine auf einem LKW montierte Hubarbeitsbühne".

    Hinweis aus einer Presseaussendung der MA48, mehr zum Verkauf auf www.wien.gv.at/umwelt/ma48/fuhrpark/fahrzeugverkauf/.

    Monday, June 14, 2010

    ABC No Rio Zine Library braucht Geld

    "The ABC No Rio Zine Library is one of the best keep secrets around. Located in ABC No Rio, New York City's Lower East Side radical community center, the library houses over 12,000 items. While the focus of the collection is fanzines, it also contains thousands of publications from anarchist, left anti-authoritarian and grassroots community groups. It is one of the very few places in the US (alongside KSL and the Labadie collection) where anarchist print publications from 1970 to the present are actively collected and made accessible to the public. All of the librarians are volunteers, and everything in the library has been donated - the library has no budget. But it desperately needs to purchase preservation materials to help protect the collection; specifically acid-free boxes and plastic sleeves for the periodicals. So we're holding a party to help raise money".

    Hinweis aus Infoshop via Google Alert.

    Friday, June 11, 2010

    Die politische Gesichtslosigkeit

    "Wahrscheinlich trifft die Medien aber auch ein Teil der Schuld an der akuten Gesichtslosigkeit. Wer den verunglückten Nebensatz eines Politikers über ganze Legislaturperioden wiederkäut, muss sich nicht wundern, wenn menschgewordene Sprechautomaten leichter den Weg nach oben schaffen. Wo schon kleine Sünden die Karriere gefährden können, gehört die Welt den grauen Erbsenzählern, denen zum Sündigen die Fantasie fehlt".

    Rosemarie Schwaiger: "Joachim Gauck: Die gar nicht graue Eminenz". In: Die Presse, Außenpolitik, 9. Juni 2010

    Die Bücherei: ein Ort zum Lernen in Goma

    "Vor allem die Bücherei wird dringendst benötigt, da Bücher in dieser Region schwer zu bekommen sind und 95% der Bevölkerung sich diese nicht leisten können. Da die meisten Familien in Einraumhäusern leben - was ein konzentriertes Lernen zu Hause fast unmöglich macht - ist die Bücherei auch der einzige Ort, an dem die Kinder in Ruhe studieren können", schreibt die Caritas über das Jugendzentrum in Goma im Kongo.

    Tuesday, June 08, 2010

    Einsparen bei der Bibliothek

    "Libraries face funding challenges – in that they are more discretionary than other services, usage has declined, the unit cost of lending a book can be more expensive than the wholesale price of a book and customers have new book and information media and services (e.g. Amazon, social networking sites, etc) [...] Giving councils total freedom on libraries could mean that they create huge social value from engaging a community in running its own library, backed up with some modern technology, whilst also saving large amounts of money on over-skilled paid staff, poor use of space and unnecessary stock".

    Aus: Alan Downey, Paul Kirby and Neil Sherlock: Payment for Success (pdf), KMPG, Juni 2010 (via SmilyLibrarian).

    Monday, June 07, 2010

    Feminismus: "a word that for 40 years has been kicked around"

    "Take 'feminism' itself, a word that for 40 years has been kicked around by the right, especially by women on the right. The word, which indicates a movement that enfranchised and liberated women - professionally, personally, socially, sexually and economically - was, in the hands of its opponents, efficiently inverted to indicate sexlessness, humorlessness, and something fundamentally unfeminine".

    Rebecca Traister: "Sarah Palin's grab for feminism". In: salon.com, 1. Juni 2010, http://www.salon.com/life/broadsheet/2010/06/01/palin_feminism (Hinweis von Diedre Conkling)

    Frauenforschungsbibliothekswesenforschungsbibliographie

    Hinweis von Jennifer Gilley (via Kathleen de la Peña McCook): "The Bibliography of Scholarship on Women's Studies Librarianship has been updated! It is available from the Women's Studies Section homepage or directly at: http://www.libr.org/wss/committees/research/bibmain.html. Titles have been added for 2008, 2009, and 2010. Please take a look and see what exciting new research is available in our field. (...) I compile the list by searching Library Literature and LISA, so book chapters don't show up unless I find out about them some other way. Please let me know!"

    Premiere

    Notar sieht meinen akademischen Titel und fragt: "Was haben Sie denn für eine FH besucht?". Ich: "Ich habe Bibliothekswesen studiert". Er: "Na, da sind Sie ja sicher auch eine EDV-Fachfrau". Diese Assoziation kam mir bisher noch nie unter ;-)

    Beförderungsfall

    Der scheidende Magistratsdirektor Ernst Theimer über die in seiner Amtszeit vorgenommene Restrukturierung der Wiener Stadtwerke: "Als man dort erstmals von Fahrgästen statt von Beförderungsfällen sprach, wusste ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind". Quelle: Rathauskorrespondenz, 7. Juni 2010, http://www.wien.gv.at/rk/msg/2010/06/07015.html

    Friday, June 04, 2010

    Wer will mit zu "Dingen, die im Kopf passieren"?

    Ich habe aufgrund verschiedener Absagen noch eine Karte für Peter Kliens Kabarett "Geist ist geil" (Theater am Alsergrund, Samstag, 5. Juni, 19.30 Uhr, 12€) übrig. Es gibt nur mehr Restkarten für diesen Termin - eine einmalige Chance also ;-) wer sich kurzfristig entschließt, mitgehen zu wollen, bitte kommentieren! Bei mehreren InteressentInnen lose ich unter notarieller Aufsicht aus und gebe so schnell wie möglich Bescheid - fürs Schneuzen und Kampeln soll ja genügend Zeit bleiben.

    Zum Programm: "Viele Dinge gibt es, von denen jeder glaubt, zu wenig davon zu haben: Ruhm, Geld, Affären, Urlaubstage. Da ist es umso tröstlicher zu wissen, dass eine Sache existiert, bei der sich jeder sicher ist, im Übermaß damit gesegnet zu sein: Intelligenz. Grund genug also, sich einen Abend lang geistigen Freuden hinzugeben.
    Nur soviel sei vorab verraten:
    Wir werden gemeinsam Intelligenz gebrauchen.
    Wir werden aber auch zum Zahnarzt müssen.
    Es geht um Dinge, die im Kopf passieren".

    Schallplatten in der Schulbibliothek

    Bettina Balàka beschreibt in den Salzburger Nachrichten vom 22. Mai 2010 ihre Schulzeit bei den Ursulinen in Salzburg: "In der gemütlichen Bibliothek gab es nicht nur Bücher, sondern auch Schallplatten von Deep Purple, den Rolling Stones oder Boney M.".

    Die aktiven Latzhosen

    Beim Altpapieraufräumen bin ich auf den Artikel "Initiativ sind nicht nur Latzhosenträger" von Conrad Seidl gestoßen (Der Standard, Inland, 20. Mai 2010, S. 7), in dem der BIV vorgestellt und die Erfolge von Bürgerinitiativen gegen Verkehrsprojekte beschrieben werden. "Das wird von den Grünen gern gesehen - ist aber längst nicht nur ein grünes Anliegen, sagt Ennöckl: 'Das Vorurteil, dass Bürgerinitiativen aus latzhosentragenden Bio-Lehrern bestehen, stimmt nicht mehr. Da sind jetzt oft Wirtschaftsanwälte und Höchstrichter dabei'.". Abgesehen davon, dass ich mich frage, was an latzhosentragenden Bio-Lehrern so schlimm sein soll, frage ich mich auch, ob Wirtschaftsanwälte und Höchstrichter nicht grün sein können...

    Monday, May 31, 2010

    Eduard Paryzek: Buchpräsentation & Filmnacht

    Wien nach 1945: Bunte Filmplakate durchbrechen die graue Umgebung der von Schutt und Ruinen gezeichneten Stadt. An den Bretterzäunen der eingeplankten Baustellen, an den Fassaden der in Eile wiedereröffneten Kinos, an immer mehr Orten sind jene großformatigen Ankündigungen zu sehen, die ersehnte Abwechslung im für viele schwierigen Alltag verheißen. Die Plakate stammen nicht selten aus dem Atelier von Eduard Paryzek (1915–1998), einem der produktivsten Filmplakatmaler der Nachkriegszeit. Als Vertreter eines heute ausgestorbenen Berufsstandes gehörten seine charakteristischen Pinselstriche bis Anfang der 1970er-Jahre zu den eindrucksvollsten "Eyecatchern" in der Stadt. Sie begleiteten Aufstieg und Niedergang der Wiener Kinolandschaft und sind nicht zuletzt beredtes Zeugnis der sich ausbreitenden Populärkultur US-amerikanischen Zuschnitts.

    Im Juni 2010 erscheint das Buch "Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek im Salzburger Verlag Anton Pustet (ISBN 978-3-7025-0622-3). Es wird von Peter Payer herausgegeben und enthält Beiträge von Robert Buchschwenter, Robert Gokl, Julia König-Rainer, Christian Maryska und Ilse Nerber. Die Publikation, die in enger Kooperation mit der Plakatsammlung der Wienbibliothek im Rathaus entstand, analysiert Leben und Werk des heute vergessenen Filmplakatmalers vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Populärkultur. Dabei spielt auch der Aufstieg und Niedergang der Wiener Kinolandschaft eine wichtige Rolle.

    Am 22. Juni 2010 werden im Filmarchiv Austria / Metro Kino (Johannesgasse 4, 1010 Wien) das Buch präsentiert und drei Filme gezeigt, zu denen Paryzek die Plakate gestaltete. Plätze sind begrenzt (vor allem für die ersten beiden Filme liegen schon viele Anmeldungen vor), Anmeldung für Präsentation und Filme am besten sofort bei Barbara Brunner, office@barbara-brunner.at. Kartenausgabe ab 17.30 Uhr.
    Programm:
    * 18.30 Uhr Buchpräsentation "Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek"
    * 20.00 Uhr: Schuss durchs Fenster (Ö 1950)
    * 21.45 Uhr: The man in the iron mask (US 1939, OF)
    * 00.00 Uhr: Bob le flambeur (F 1956, OmU)

    "Lehre für 21,40 Euro Stundenlohn"

    "Für das, was viele Hochschuldozenten pro Stunde bekommen, würden die meisten Handwerksmeister nicht einmal ihr Werkzeug auspacken", schreibt Susanne Kailitz heute im Unispiegel.

    Tuesday, May 25, 2010

    Der diskrete Charme des Formulars

    Peter Becker spricht am IFK zum Thema "Der diskrete Charme des Formulars. Kommunikation und Verwaltungsrationalisierung aus technologiegeschichtlicher Perspektive". Ort und Zeit: 31. Mai 2010, 18 Uhr c. t. am IFK, Reichsratsstraße 17, 1010 Wien. Freier Eintritt.

    "Formulare sind ein unverzichtbares Instrument der modernen Verwaltung. Sie hatten deshalb einen wesentlichen Anteil an der Entwicklung des modernen Staates. Heute sind Formulare komplexe Instrumente, mit denen die Verwaltungsabläufe innerhalb der Behörde rationalisiert und gesteuert werden. Im Vortrag von Peter Becker geht es nicht nur um einen historischen Blick auf die Entwicklung dieses "Fließbandes" der Verwaltung, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit der Kommunikationsfunktion des Formulars. Der Steuer- und Sozialstaat der Nachkriegszeit benötigte neue Instrumente für die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Erledigung massenhafter Verwaltungsaufgaben. Das Formular war dazu hervorragend geeignet, weil es ein formalisiertes Interview mit AntragstellerInnen und Auskunftspersonen ermöglichte. Der Charme des Formulars besteht in dieser Perspektive in der Übertragung von Kompetenzen an die BürgerInnen. Das stellt Männer wie Frauen vor erhebliche Herausforderungen, weil sie ihre Anliegen in die abstrakten Kategorien der Verwaltung übersetzen müssen, ohne die Folgen hinreichend beurteilen zu können. Das Formular behält daher den Reiz des Relikts einer autoritativen Einstellung der Verwaltung gegenüber dem Publikum, die dem Beamten eine absolute und uneingeschränkte Deutungshoheit zugestand".

    Friday, May 21, 2010

    Grüne Straßenbibliothek in Eisenstadt eröffnet, Teil 2

    In Ergänzung zu meinem vorigen Eintrag hier noch die "Anleitung" für die Grüne Straßenbibliothek von der Website der Grünen Bildungswerkstatt, deren Motto ja "Widerstand durch Bildung" ist.

    Wie funktioniert's?
    Nimm Dir ein Buch. Ja, greif zu. Einfach so. Ohne Kosten, ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung. Und dann: Lies los! Oder blättere – oder schau Dir einfach nur die Bilder an!
    Wie geht's weiter?
    Wir freuen uns, wenn Du dafür bei Gelegenheit ein anderes gutes Buch in den Kasten stellst – so kann der Bücherschrank auch für später kommende Leseratten offen bleiben.
    Wer macht's?
    Die Grünen und die Grüne Bildungswerkstatt Burgenland stiften für den Offenen Bücherschrank Bücher, die ihnen wichtig sind. Deswegen findest Du in manchen Büchern auch eine persönliche Widmung. Im Lauf der Zeit entsteht eine bunte Mischung aus Literatur für alle Interessensrichtungen und jedes Alter.

    Grüne Straßenbibliothek in Eisenstadt eröffnet

    Ich weise sehr gerne auf die neue Grüne Straßenbibliothek in Eisenstadt hin, die gestern eröffnet wurde, nachdem ich an der Entstehung nicht ganz unbeteiligt war :-) Ich würde mich freuen, wenn dieser Offene Bücherschrank gut angenommen wird und wenn wir ihn vielleicht einmal als offizielle Bookcrossing-Zone anmelden können, derer es im Burgenland noch keine gibt.
    Aus der Presseaussendung: "Unter dem Motto 'Bildung zählt!' eröffneten die Burgenländischen Grünen die erste Straßenbibliothek in der Eisenstädter Fußgängerzone, direkt vor dem Café Steiner, Hauptstraße 33. 'Die Eröffnung der ersten Grünen Straßenbibliothek ist nicht nur ein Angebot für Interessierte, sondern auch ein symbolischer Akt für freie Bildung', erklärte Spitzenkandidat Michel Reimon. Bildung werde in der Gesellschaft immer wichtiger und dürfe nicht vernachlässigt werden. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise müsse in die Bildungsmöglichkeiten in allen Bereichen investiert werden, daher wolle man mit dieser Straßenbibliothek ein Zeichen setzen".

    Photo Grüne Straßenbibliothek Eisenstadt
    Bild (von links): Klubobfrau Grete Krojer, Spitzenkandidat Michel Reimon, Jugendkandidatin Julia Tinhof.

    Tuesday, May 18, 2010

    Publizistik: zu wenig Platz für die Bibliothek

    "Die Mitarbeiter des Instituts sind momentan auf drei Adressen aufgeteilt. Das macht die Kommunikation unter den Mitarbeitern schwer. Für die Studierenden bedeutet es, dass sie ununterbrochen pendeln müssen, weil die Lehrveranstaltungen an vielen unterschiedlichen, zum Teil sehr weit voneinander entfernten Orten stattfinden. Das dritte Problem im Haus ist die Bibliothek. Wir haben Kapazitätsprobleme, allein was den Bestand der Bücher und Zeitschriften betrifft", sagt Institutsvorstand Hannes Haas im Interview "Publizistik ist seit über 20 Jahren überlaufen" mit Fabian Kretschmer, erschienen im Standard vom 14. Mai 2010.

    Studis: besser mehr Zeit in der Bibliothek

    "Ich würde den Universitäten empfehlen, ihren Studenten weniger Semesterwochenstunden in den Seminaren zu verordnen und dafür mehr in den Bibliotheken".

    Aus: "Master-Studium. 'Ich kann nicht monatelang Foucault lesen'". Interview mit dem Studenten Jörn Meyn von Lydia Harder und Eckart Lohse, erschienen in der FAZ vom 18. Mai 2010. - Hinweis von Eric Steinhauer.

    Friday, May 14, 2010

    BibcÖmp in Wien? #bib3

    Beim Bibcamp kam von verschiedenen Seiten die Idee, einmal ein Bibcamp in Wien zu organisieren (also vielleicht ein BibcÖmp), und Patrick Danowski und ich haben während unseres gemeinsamen Rückfluges nach Wien einen Bibliothek 2.0-Stammtisch hierorts angedacht. Wer ist dabei?