Monday, March 20, 2006

Schattengesetze

Die Schattengesetze, aus: Klaus Hümmerich, Peter Gola: Der Mensch im Netz der Datenwelt. München: Knaur 1981, S. 144
  • 1. Im Computer bleibt unsere Vergangenheit ein Leben lang abrufbereit (Ewigkeitseffekt)
  • 2. Wem Computerinformationen offenstehen, greift auf sie zu, ob er darf oder nicht. Die Zahl der Menschen, die dadurch Näheres über uns erfährt, bleibt uns unbekannt (Publizitätseffekt)
  • 3. Durch Computer entstehen Fehler, die einem Menschen so leicht nicht passieren würden (Roboter-Effekt)
  • 4. Der Computer lenkt den Menschen von seiner wahren Verantwortung ab (Allah-Effekt)
  • 5. Daten gewinnen durch Computer eine Bedeutung, die sie bei ihrer Entstehung nicht hatten (Lawineneffekt)
  • 6. Derjenige, den eine Computerinformation angeht, erfährt sie regelmäßig als letzter (Geheimniseffekt)
  • 7. Mit dem Verlust seiner Daten wird der Mensch zum wehrlosen Objekt (Marionetteneffekt)
  • 8. Die etappenweise Ablösung des Menschen durch den Computer führt zum Verlust menschlicher Fähigkeiten und der Gefühlsverwirklichung. Dieser Vorgang wird ständig gesteigert (Amputationseffekt)
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