Manche Diplomarbeitsthemen überraschen mich doch immer wieder (und das, wo ich als angehende Germanistin mit Diplomarbeiten wie "Die Verwendung der Vorsilbe ge- auf den ersten zehn Seiten von Goethes Faust" durchaus vertraut bin ;-). Ich bin gerade zufällig auf die Arbeit "Toilettengraffiti im Lauf der Zeit. Die Entwicklung geschlechtsspezifischer und politischer Unterschiede" von Monika Bauer gestoßen (Uni Wien, 2000). Vorläufer davon war die Diplomarbeit "Geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich Häufigkeit und thematischer Inhalte bei Toilettengraffiti" von Norbert Siegl (Uni Wien, 1992) - vgl. vom selben Autor "Kommunikation am Klo. Graffiti von Frauen und Männern, erschienen 1993 im Verl. für Gesellschaftskritik.
In der Reihe "Graffiti-News" des Wiener Instituts für Graffiti-Forschung erschien außerdem "Toilettengraffiti aus einem Wiener Institutsgebäude. Vollständige Bestandsaufnahme aller Graffiti in 46 Toilettenkabinen der Wiener Universität", herausgegeben von Norbert Siegl. Uns erzählte ein Professor mal, dass er und Kollegen das Uniklo mit teils mittelhochdeutschen Klogedichten zieren - allerdings brav auf aufgeklebten Zetteln, die der Prof. sogar regelmäßig photographisch festhält. Also eher nix für die Graffitiforschung.
Dann gibt es noch die Diplomarbeit "Toiletteninschriften und -zeichnungen als Abbild der Gruppenstrukturen Jugendlicher" von Thomas Schöller (Uni Wien, 1995). Und auch noch entdeckt: das Werk "Abort-Anlagen gewerblicher Betriebe" von 1937. Verfasser: Deutsche Arbeitsfront / Amt Schönheit der Arbeit.
Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Friday, August 11, 2006
Blogging Profs
Der Emerald LibraryLink-Newsletter widmet sich diesmal unter anderem dem Thema "Blogging for Scholars". Unter anderem wird auf die Seite Professors who blog verwiesen, die von Andrew R. Cline bis Mai 2005 gepflegt wurde. Weblogs von potentiellen zukünftigen ProfessorInnen gibt es auf phdweblogs.net, das (Stand heute) 443 Weblogs von DissertantInnen - immerhin zwei davon aus Österreich - verzeichnet. Vom Titel her finde ich zum Beispiel "blogito-ergo-sum" nett. Auffällig ist, dass etliche PhD-BloggerInnen über Weblogs schreiben und bloggen.
Thursday, August 10, 2006
Ö1-Pflichtprogramm
An sich könnte ich das gesamte Ö1-Programm hier als wichtig und interessant anführen, aber ich werde wohl doch lieber nur auf einige "Pflicht"-Sendungen im August hinweisen:10. August: Heute um 19.05 Uhr in den Dimensionen geht es um "Auto-Biographische Konstruktionen". Dabei wird unter anderem der Leiter des ho. schon öfters erwähnten Boltzmann-Instituts für Geschichte und Theorie der Biographie, Bernhard Fetz, zu Wort kommen. 11. August: In der Tonspuren-Sommerserie "Literarische Außenseiter" stellt Wendelin Schmidt-Dengler Jura Soyfer und sein Romanfragment "So starb eine Partei" vor (22.15 - 22.55 Uhr). 12. August: In Diagonal, dem Radio für Zeitgenossen, geht es um "Sammeln - die Manie des Aufbewahrens. Seltsamerweise wurde ich als Expertin dazu nicht befragt ;-) (ab 17.05 Uhr) 13. August: Matrix um 22. 30 Uhr widmet sich der Photo-Community Flickr. Die Sendung werde ich wahrscheinlich für meine Lehrveranstaltung über social software aufzeichnen. 16. August: In den Radiogeschichten um 11.40 Uhr liest Helmut Berger Theodor Däublers Erzählung "Der Werwolf". 17. August: Michael Kerbler ist "im Gespräch" mit dem Architekten und Stadtplaner Albert Speer jun. (21.01 - 22 Uhr) 18. August: In der Reihe "Literarische Außenseiter" stellt Wendelin Schmidt-Dengler die burgenländische Autorin Hertha Kräftner vor (22.15 - 22.55 Uhr). 22. August: Das Hörspielstudio befasst sich mit Raymond Queneaus "Stilübungen". Das weckt Erinnerungen - den Text habe ich mir im Rahmen des Proseminars "Stil" vor vielen Semestern ausführlich zu Gemüte geführt. 25. August: Heutiger "Literarischer Außenseiter" ist Konrad Bayer (22.15 Uhr). 31. August: Die Holographie steht im Mittelpunkt der Dimensionen um 19.05 Uhr.
Star trek inspirational posters
"Kirk, Spock, McCoy, and Ensign Ricky are beaming down to the planet. Guess who's not coming back"
;-) Mehr davon mit ansprechenden Kalenderblättern versehen auf echosphere.net.
;-) Mehr davon mit ansprechenden Kalenderblättern versehen auf echosphere.net.
Happy Laurentius!
Bibliothekarinnen und Bibliothekare feiern heute, am 10. August, den Namenstag ihres Schutzpatrons, des Märtyrers Laurentius. Laurentius lebte im 3. Jahrhundert nach Christus als einer der sieben Diakone der Christengemeinde in der Stadt Rom. Er wird meist mit mehreren Attributen dargestellt:Rost: Laurentius schwor auch nach langer Folter nicht seinem Glauben ab und wurde der Legende nach auf Geheiß des römischen Kaisers Valerian schließlich über einem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode gemartert. Selbst in diesen Qualen scherzte er mit dem Henker, er solle ihn auf dem Feuer wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon durch... Buch: Laurentius war Verwalter der liturgischen Kirchenbücher. Kelch mit Goldstücken: Laurentius war als Diakon für die Finanzen der christlichen Kirche in Rom zuständig und verteilte kurz vor seinem Tod den gesamten Kirchenschatz an Leidende und Arme. Laurentius ist nicht nur der Schutzpatron der BibliothekarInnen und ArchivarInnen, sondern unter anderem auch der SchülerInnen und Studierenden, der Feuerwehr, der Wirte, KonditorInnen und KöchInnen, er sorgt für das Gelingen der Weintrauben und hilft gegen Augenleiden, Fieber und Hexenschuss. Er ist auch der Namensgeber der Rebsorte St. Laurent. Entsprechende Spenden von Wein und Mehlspeisen zu Ehren von Laurentius werden vom Bibliothekspersonal gerne entgegengenommen :-)
Bauernregeln mit Laurentius-Bezug: "Laurentius im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein". - "Kommt St. Lorenz mit heißem Hauch, füllt er dem Winzer Fass und Bauch". - "Regnet's am St.-Laurenz-Tag, gibt es große Mäuseplag".
Quellen: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon - AEIOU- Catholic Encyclopedia - Heiligenlexikon
Dank einer Kooperation mit unserer IT-Abteilung wird heute bei uns auf jedem PC nach dem Einloggen eine von der Bibliothek gestaltete Laurentius-Seite angezeigt. Wir werden uns vielleicht mit einer Aktion am Namenstag des Internet-Schutzpatrons Isidor von Sevilla bedanken.
Bauernregeln mit Laurentius-Bezug: "Laurentius im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein". - "Kommt St. Lorenz mit heißem Hauch, füllt er dem Winzer Fass und Bauch". - "Regnet's am St.-Laurenz-Tag, gibt es große Mäuseplag".
Quellen: Biographisch-bibliographisches Kirchenlexikon - AEIOU- Catholic Encyclopedia - Heiligenlexikon
Dank einer Kooperation mit unserer IT-Abteilung wird heute bei uns auf jedem PC nach dem Einloggen eine von der Bibliothek gestaltete Laurentius-Seite angezeigt. Wir werden uns vielleicht mit einer Aktion am Namenstag des Internet-Schutzpatrons Isidor von Sevilla bedanken.
Tuesday, August 08, 2006
Lesen als Beruf
Über "Lesen als Beruf" berichtete Ö1 kürzlich und stellte darin den stv. Leiter des Österreichischen Literaturarchivs, Volker Kaukoreit, vor: "So erfüllend das Lesen für ihn auch größtenteils ist: Durch eine übermäßige Beschäftigung mit gedruckten Worten kann so manches in Mitleidenschaft gezogen werden, weiß Volker Kaukoreit aus Erfahrung. Nacken und Augen etwa".
Weitere Ö1-Sendungen rund um das Lesen zum Nach-Lesen bzw. Nach-Hören: Der Reiz des Vorlesens, Nicht mehr lesen können, Literatur, die durch den Magen geht, Romane als Reiseführer.
Weitere Ö1-Sendungen rund um das Lesen zum Nach-Lesen bzw. Nach-Hören: Der Reiz des Vorlesens, Nicht mehr lesen können, Literatur, die durch den Magen geht, Romane als Reiseführer.
Hard-boiled wonderland
Am 22. August erscheint bei Dumont das Buch "Hard-boiled Wonderland und Das Ende der Welt" von Haruki Murakami (Neuauflage eines seiner frühen Werke). Laut einem Artikel in der Märkischen Allgemeinen handelt es sich um eine Art Dystopie mit Bibliothekarin: "Die Geschichte erzählt von einer perfekt organisierten und dafür aber auch sehr seelenlosen Kolonie: Die Stadt sichert jedem ihrer Bewohner Zufriedenheit mit sich und den ihm zugeteilten Pflichten. Es gibt keinen Neid, keine Konkurrenz, kein Leid, aber auch keine Leidenschaft. Beim Eintritt ins Paradies verloren die Bewohner ihren Schatten, eine Rückkehr gibt es nicht. Schließlich kommt, was kommen muss: Ein Mensch, der Traumleser, unternimmt mit einer leider schon sehr entseelten Bibliothekarin einen Fluchtversuch aus dieser unmenschlich perfektionierten Welt".
Ich sollte ergänzen, dass die Beschreibung auf der Dumont-Website doch etwas anders klingt - ob das wirklich dasselbe Buch ist? - Nachtrag: Das kann daher rühren, dass die Märkische Allgemeine über das Theaterstück "a city called paradise" berichtet, das "nach Motiven von Haruki Murakami" zusammengestellt wurde.
Ich sollte ergänzen, dass die Beschreibung auf der Dumont-Website doch etwas anders klingt - ob das wirklich dasselbe Buch ist? - Nachtrag: Das kann daher rühren, dass die Märkische Allgemeine über das Theaterstück "a city called paradise" berichtet, das "nach Motiven von Haruki Murakami" zusammengestellt wurde.
Monday, August 07, 2006
Programm der Kommission für Sacherschließung
Die VÖB-Kommission für Sacherschließung hält ihre Treffen immer öffentlich ab, und für die nächste Sitzung, die am 19. September 2006 ab 12 Uhr im Rahmen des Bibliothekartages stattfindet, stellte die Vorsitzende Margit Sandner wieder ein interessantes Programm zusammen:Kurzbericht über den Abschluss des Projekts zur AMS-Klassifikation von Hans-Dominik Schwabl: "Strukturierte verbale Suche im Aleph-OPAC unter Benützung der Fachklassifikation für Mathematik" Gastvortrag von Klaus Lepsky: "Automatisches Indexieren mit der Open Source Software Lingo" Gastvortrag von Jens Wille: "Automatisches Klassifizieren bibliografischer Daten mit COBRA" "Runder Tisch" zur inhaltlichen Erschließung von Musikalien und Musiktonträgern. Impulsreferat von Stefan Wolf: "Kooperative Inhaltserschließung von Musikalien im SWB"
Law & order in der Bibliothek
In der Folge "Der Callgirl-Ring" / "Girlfriends" der Serie "Law & order" (1996), die kürzlich auf ORF gezeigt wurde, wurde eine Leiche in einer Bibliothek gefunden, und zwar eine Kunstgeschichtestudentin mit Stipendium im Abschlussjahr. Die Folge begann so: Zwei Studenten gingen in die Bibliothek, um für eine Arbeit Literatur zu suchen. Plötzlich bemerkte der eine: "Da sind einige falsch eingeordnet", ging bass erstaunt um die Ecke und - da lag sie, die Leiche. Sie war mit dem Kopf auf ein Lesepult gefallen, nicht ganz von selbst, versteht sich. Interessant war, dass in der gesamten Folge nur die Campuswache, aber keine einzige Form von Bibliothekspersonal vorkam. Man erfuhr nur, dass in diesen Bereich der Bibliothek StudentInnen, aber auch AbsolventInnen zugelassen seien: "Im Grunde kann jeder einen Ausweis beantragen". Kein Wunder, dass da Bücher verreiht waren ;-)
Kardinal König-Archiv
Die Erzdiözese Wien errichtet ein Archiv für den 2004 verstorbenen Kardinal Franz König. Die Diözesanarchivarin Annemarie Fenzl, langjährige Sekretärin Königs und Nachlassverwalterin, berichtet in einem Artikel in der Wiener Zeitung vom 5. August, dass das entstehende Archiv bereits jetzt 700 Schachteln umfasse. Man werde versuchen, die Archivalien früher als in der Archivordnung vorgesehen zu öffnen: "Frühestens könne das Archiv in fünf Jahren der Öffentlichkeit zugänglich sein. Mindestens so lange werde die Aufarbeitung sowie die Klärung der Fragen des Datenschutzes bezüglich der im Archiv genannten Personen dauern".
Quelle: N.N.: "Erzdiözese Wien errichtet Archiv für Kardinal König". In: Wiener Zeitung, Wissen, 5. August 2006, S. 10
Quelle: N.N.: "Erzdiözese Wien errichtet Archiv für Kardinal König". In: Wiener Zeitung, Wissen, 5. August 2006, S. 10
Dokumentationsassistent
Laut Kurier vom 30. Mai 2006 fordert Ärztekammer-Präsident Reiner Brettenthaler "einen Dokumentationsassistenten in den Spitälern, der die besonders mit Verwaltungsarbeit überfrachteten Turnusärzte entlasten soll". Na denn, wie wär's mit dem Einsatz von qualifizierten medizinischen DokumentarInnen? "Klinische Dokumentation im Krankenhaus" ist eines der Berufsfelder, die auf der Website des deutschen Fachverbands für Berufstätige in der Medizinischen Dokumentation beschrieben werden. Dafür müsste aber wohl erst eine entsprechende Ausbildung in Österreich geschaffen werden.
Friday, August 04, 2006
Wikis erstellen
Aus Inetbib: "Die neueste Checkliste der Kommission für One-Person-Librarians des BIB von Edlef Stabenau und Jürgen Plieninger behandelt das Thema 'Wikis erstellen', führt Sie ein in die Merkmale von Wikis, ihre Erstellung und ihren Einsatz" (pdf). Die anderen Checklisten.
come together @ your library
Ich nehme nicht an, dass wir dieses Plakat bei uns jemals aufhängen dürften , dabei wer weiß - vielleicht ist es viel lesefördernder als so manche andere Plakate ;-)
Thursday, August 03, 2006
The paper quivers, as if it's alive
Im Kinderbuch-Newsletter des Carl Hanser Verlages wird auf ein neues Jugendbuch mit Bibliotheksbezug hingewiesen: Endymion Spring. Die Macht des geheimen Buches von Matthew Skelton: "Das spannende Erstlingswerk des Autors Matthew Skelton erzählt die Geschichte des 12-jährigen Blake, der in der Bibliothek von Oxford auf ein mysteriöses Buch stößt, dass ein uraltes Geheimnis hütet. Dabei führt die Handlung den Leser auch in das mittelalterliche Mainz zur Zeit Johannes Gutenbergs und der Erfindung des Buchdrucks".
Das Original erschien im März 2006 bei Penguin/Puffin: "Blake is visiting Oxford with his academic mother and his kid sister. While their mum immerses herself in olde worlde volumes, Blake feels trapped in the dusty air of the college library. Until one day, Blake is running his finger along the shelf and feels something pierce his finger, drawing blood - like a bite. The book responsible is a battered old volume, with a strange clasp like a serpent's head - with real fangs. Printed on its front are two words: Endymion Spring. Its paper is almost luminous - blank, wordless, but with a texture that seems to shine, and fine veins running through it. The paper quivers, as if it's alive. And as Blake looks, words begin to appear on the page - words meant only for him; words no one else can see. The book has been waiting five-hundred years for the right boy; now it must fulfill its destiny..."
Das Original erschien im März 2006 bei Penguin/Puffin: "Blake is visiting Oxford with his academic mother and his kid sister. While their mum immerses herself in olde worlde volumes, Blake feels trapped in the dusty air of the college library. Until one day, Blake is running his finger along the shelf and feels something pierce his finger, drawing blood - like a bite. The book responsible is a battered old volume, with a strange clasp like a serpent's head - with real fangs. Printed on its front are two words: Endymion Spring. Its paper is almost luminous - blank, wordless, but with a texture that seems to shine, and fine veins running through it. The paper quivers, as if it's alive. And as Blake looks, words begin to appear on the page - words meant only for him; words no one else can see. The book has been waiting five-hundred years for the right boy; now it must fulfill its destiny..."
Wednesday, August 02, 2006
writing your first scholarly article
In NexGenLib, people talked about getting published in the field of library science and writing their first scholarly articles. The following articles, URLs or books may provide help:Rachel Singer Gordon's regular column "Publish, Don't Perish!" at Emerald Elsevier pamphlet on "How to Get Published in LIS Journals: A Practical Guide", edited 2003 by L. Hinchliffe and J. Dorner [pdf] Rachel Singer Gordon: The Librarian's Guide to Writing for Publication. Lanham: Scarecrow 2004 the LISAuthor Wiki NMRTWriter, "an e-mail discussion group managed by the New Writers' Support Ad Hoc Committee that is dedicated to supporting librarians looking to write and publish articles, books, grant narratives, or other scholarly communications" Walt Crawford: First have something to say: writing for the library profession. Chicago: American Library Association 2003 Scott Nicholson: "Writing your First Scholarly Article: A Guide for Budding Authors in Librarianship". In: Information Technology and Libraries 25 (2006) 2, S. 108 - 111 Steven J. Bell: "What works for me: 10 tips for getting published". In: ExLibris, #225, September 3, 2004
Tuesday, August 01, 2006
assisting disabled patrons
On Youtube, I discovered the 20 minute training video "Training for Librarians on Working with Special Needs Patron" which "focuses on assisting local public library staff in addressing needs of the disability community. It will provide information about mental illness and developmental disabilities as well as provide resources for additional information on serving this clientele".
Youtube hosts a lot of funny and/or useful videos featuring librarians, such as Matthew Broderick singing "Marian the Librarian" in the 2003 remake of "The Music Man" and "The Librarian, Episode 5: The Tell-Tale Kidney", but also a video by filipinolibrarian "as my contribution to the effort to change the stereotypes that have been associated with my profession over the years".
Youtube hosts a lot of funny and/or useful videos featuring librarians, such as Matthew Broderick singing "Marian the Librarian" in the 2003 remake of "The Music Man" and "The Librarian, Episode 5: The Tell-Tale Kidney", but also a video by filipinolibrarian "as my contribution to the effort to change the stereotypes that have been associated with my profession over the years".
librarians in films
Steven J. Schmidt compiles a database of films featuring libraries, librarians and the book arts at filmlibrarian.info. Users can browse by title, actor/actress, and rating.
reading diary
Last life in the universe
Letzte Woche war wieder ein Film mit Bibliothekar im Fernsehen, diesmal aus Thailand. Leider konnte ich ihn mir mangels Sat nicht anschauen: "Leben nach dem Tod in Bangkok" bzw. "Last life in the universe" bzw. im Original "Ruang rak noi nid mahasan". Zitat aus TV-Media: "Depressiver Bibliothekar wird so lange beim Selbstmord gestört, bis seine Lebensgeister wieder erwachen und er mit einer Nutte, deren Schwester bei einem seiner Suizidversuche umkam, ein neues Leben anfängt". Die Hauptfigur, der japanische Bibliothekar Kenji, arbeitet in Bangkok als Bibliothekar bei der Japan Foundation. Kenji wird gespielt von Tadanobu Asano.
Monday, July 31, 2006
solider Kellner
"War der Bibliothekar früher wenn schon nicht wirklich der Hüter der Schatzkammer des menschlichen Geistes doch wenigstens ein solider Kellner der Konventionen der Verwaltung von Wissenschaft, so ist er heute zahlender Gast auf Workshops, in denen er von arbeitslosen Pädagogen lernt, dass es für das Wirtschaftsleben besser ist, wenn niemand mehr das tut, was er am besten kann, sondern alle Berufstätigen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner justiert werden".
Quelle: Rainer Strzolka: "Der Bibliothekar – ein Beruf im Zustand des Genichteten Nichts. Eine ontologische Feldforschung auf den Spuren Heideggers". Sonderdruck aus: Blätter zur Berufskunde N.F.: Berufe, die auf den Hund gekommen sind ; 3. In: Libreas 6 (2006), www.ib.hu-berlin.de/~libreas/libreas_neu/ausgabe6/008strz.htm.
Quelle: Rainer Strzolka: "Der Bibliothekar – ein Beruf im Zustand des Genichteten Nichts. Eine ontologische Feldforschung auf den Spuren Heideggers". Sonderdruck aus: Blätter zur Berufskunde N.F.: Berufe, die auf den Hund gekommen sind ; 3. In: Libreas 6 (2006), www.ib.hu-berlin.de/~libreas/libreas_neu/ausgabe6/008strz.htm.
Friday, July 28, 2006
Neues von den Kribibi-Frauen
Es gibt Neuigkeiten vom Herbstseminar "BücherFrauenBibliotheken" der Kribibi - wir werden folgende Themen behandeln:die Komponente "Frau" im Berufsalltag Bibliothekarinnen auf der Flucht Bibliothekarin als Hauptberuf, Nebenberuf, Ehrenamt Bibliothekarinnen in anderen Ländern Darstellung von Bibliothekarinnen in Literatur und Film Das Seminar findet von Freitag, 10. November 2006 (abends), bis Sonntag, 12. November 2006 (mittags), im Renner-Institut, Hoffingergasse 26-28, 1120 Wien, statt. Anmeldung immer vormittags bei Kornelia Heißl unter 01/8046501-33 oder via heissl@renner-institut.at.
Zur letzten Frühjahrstagung "Lernort Bibliothek" ist nun übrigens ein Tagungsbericht von Heimo Gruber online verfügbar.
Zur letzten Frühjahrstagung "Lernort Bibliothek" ist nun übrigens ein Tagungsbericht von Heimo Gruber online verfügbar.
Thursday, July 27, 2006
Digital restoration workbook
Soeben erschien ein Digital Restoration Workbook (pdf, 58,2 MB): "The Digital Image Archive of Medieval Music has pioneered the use of mainstream commercial software to recover damaged and obscured readings from manuscript sources which have been captured by high-resolution digital imaging. As the facilities required to create high quality digital images become more widely available in libraries and other repositories, increasing numbers of scholars are looking to this medium to reveal information that has either been obscured by conventional document restoration processes, or has proved beyond the capacity of conventional restoration to reveal. The main advantage of digital restoration is the lack of invasive procedure on the original document, and the provision of an image that may be more revealing than the original".
Quelle: Mail von James Cummings in TEI-L bzw. ursprünglicher Hinweis von Hazel Gardiner in der Digital Medievalist Community list.
Quelle: Mail von James Cummings in TEI-L bzw. ursprünglicher Hinweis von Hazel Gardiner in der Digital Medievalist Community list.
Ja, derfen's denn des?
Gestern fuhr ein ca. dreißigjähriger Mann mit mir im Lift, der am rechten Oberarm eine Tätowierung mit folgenden Bestandteilen hatte: schwarzer Hund (ich schätze Dobermann), Stahlhelm mit eindeutig zu erkennender SS-Rune und darunter noch ein Eisernes Kreuz :-O
Und der rennt damit einfach so herum! Unglaublich eigentlich. Übrigens: Dieser Tatbestand ist weder im Verbotsgesetz noch im Uniform-Verbotsgesetz enthalten, aber man könnte es wohl unter das Abzeichengesetz von 1960 subsumieren: "Abzeichen, Uniformen oder Uniformteile einer in Österreich verbotenen Organisation dürfen öffentlich weder getragen noch zur Schau gestellt, dargestellt oder verbreitet werden. Als Abzeichen sind auch Embleme, Symbole und Kennzeichen anzusehen" [§ 1 (1)]. Strafmaß: "Wer einem Verbot des § 1 zuwiderhandelt, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde, im Amtsbereich einer Bundespolizeibehörde von dieser, mit Geldstrafe bis zu 10.000 S oder mit Arrest bis zu einem Monat zu bestrafen. Überwiegen erschwerende Umstände, so können Geld- und Arreststrafen auch nebeneinander verhängt werden" [§ 3].
Und der rennt damit einfach so herum! Unglaublich eigentlich. Übrigens: Dieser Tatbestand ist weder im Verbotsgesetz noch im Uniform-Verbotsgesetz enthalten, aber man könnte es wohl unter das Abzeichengesetz von 1960 subsumieren: "Abzeichen, Uniformen oder Uniformteile einer in Österreich verbotenen Organisation dürfen öffentlich weder getragen noch zur Schau gestellt, dargestellt oder verbreitet werden. Als Abzeichen sind auch Embleme, Symbole und Kennzeichen anzusehen" [§ 1 (1)]. Strafmaß: "Wer einem Verbot des § 1 zuwiderhandelt, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde, im Amtsbereich einer Bundespolizeibehörde von dieser, mit Geldstrafe bis zu 10.000 S oder mit Arrest bis zu einem Monat zu bestrafen. Überwiegen erschwerende Umstände, so können Geld- und Arreststrafen auch nebeneinander verhängt werden" [§ 3].
private Dinge
"Nach den überwiegenden Erfahrungen sind Frauen für gleichförmige Tätigkeiten gut geeignet, weil sich dann ihre Gedanken mit privaten Dingen beschäftigen können" (S. 9)
"Die Aussagen darüber, ob die Frauen ausreichendes technisches Verständnis hätten, um beispielsweise eine Maschine einwandfrei bedienen zu können, sind unterschiedlich: Ein Teil der Befragten hält die Frauen für geeignet, ein anderer meint, sie seien vor komplizierten Maschinen hilflos und bei gefährlichen Maschinen... leichtsinnig" (S. 6)
Rationalisierungs-Kuratorium der deutschen Wirtschaft: Frauenarbeit. Ergebnisse einer Befragung. Berlin: Beuth 1959
"Die Aussagen darüber, ob die Frauen ausreichendes technisches Verständnis hätten, um beispielsweise eine Maschine einwandfrei bedienen zu können, sind unterschiedlich: Ein Teil der Befragten hält die Frauen für geeignet, ein anderer meint, sie seien vor komplizierten Maschinen hilflos und bei gefährlichen Maschinen... leichtsinnig" (S. 6)
Rationalisierungs-Kuratorium der deutschen Wirtschaft: Frauenarbeit. Ergebnisse einer Befragung. Berlin: Beuth 1959
versuche, möchte, habe vor
Ich habe gerade eine Umfrage zum Thema Open Access aus Sicht von WissenschaftlerInnen ("International Study on the Acceptance and Use of Open Access Publishing") beantwortet. Dabei gab es bei einer Frage folgende Auswahlmöglichkeiten:"Ich werde versuchen, innerhalb der nächsten sechs Monate in Form von Open Access zu publizieren" "Ich möchte innerhalb der nächsten sechs Monate in Form von Open Access publizieren" "Ich habe vor, innerhalb der nächsten sechs Monate in Form von Open Access zu publizieren" Hmmh. Der genaue Unterschied zwischen diesen drei Möglichkeiten erscheint mir doch zumindest erklärungsbedürftig... Vielleicht beim Übersetzen aus dem Englischen passiert. Ich hätte jedenfalls noch ein paar:Ich werde mich bemühen... Ich werde alles daran setzen... Ich habe mir ganz fest vorgenommen... Ich plane... Ich beabsichtige... Ich rechne damit... Ich bin entschlossen...
Tuesday, July 25, 2006
reading diary
Monday, July 24, 2006
Chainsaw librarian
Gerade bei IMDB entdeckt: "Chainsaw Sally" aus dem Jahr 2004. Inhalt: "Sally is a young woman living in a small Maryland town who lives two lives: a calmly librarian by day, and a brutal serial killer by night where she randomly targets any man or woman whom even slightly upsets her" - schmunzel. Quelle: IMDB, Matt Patay. - Bei IMDB kann man auch in der Beschreibung des Plots suchen, und da wird man wesentlich umfangreicher fündig als bei der Suche nach Charakteren, da nicht immer Bibliothekar oder Bibliothekarin dabei steht.
Collecting Librariana
Schon lange bestellt und bezahlt, heute endlich gekommen: "A guide to collecting Librariana" von Norman D. Stevens "with bibliographic contributions by Valerie Oliver", erschienen 1986 bei Scarecrow.
Das Durchblättern macht einmal mehr Lust auf die Schaffung eines Bibliotheks- bzw. BibliothekarInnenmuseums - Mäzene und Gönnerinnen bitte bei mir melden! Außerdem gibt es einen interessanten Abschnitt über "Fiction about librarians and libraries", dessen Literaturangaben ich gleich in meine Bibliographie einbauen werde.
Das Durchblättern macht einmal mehr Lust auf die Schaffung eines Bibliotheks- bzw. BibliothekarInnenmuseums - Mäzene und Gönnerinnen bitte bei mir melden! Außerdem gibt es einen interessanten Abschnitt über "Fiction about librarians and libraries", dessen Literaturangaben ich gleich in meine Bibliographie einbauen werde.
Digital divide report
Der "Digital divide report: ICT diffusion index 2005", herausgegeben von der United Nations Conference on Trade and Development, erschien vor kurzem und kann kostenlos im Web heruntergeladen werden (Report-Nummer UNCTAD/ITE/IPC/2006/5). - Hinweis von Mohamed Abida in egov@wu-wien.ac.at.
Zitat aus dem Bericht: "There is an immense information and communication technology (ICT) gap, a 'digital divide', between developed and developing countries. A person in a high-income country is over 22 times more likely to be an Internet user than someone in a low-income country. Secure Internet servers, a rough indicator of electronic commerce, are over 100 times more common in high-income than in low-income countries. In high-income countries, mobile phones are 29 times more prevalent and mainline penetration is 21 times that of low-income countries. Relative to income, the cost of Internet access in a low-income country is 150 times the cost of a comparable service in a high-income country. There are similar divides within individual countries. ICT is often non-existent in poor and rural areas of developing countries".
Zitat aus dem Bericht: "There is an immense information and communication technology (ICT) gap, a 'digital divide', between developed and developing countries. A person in a high-income country is over 22 times more likely to be an Internet user than someone in a low-income country. Secure Internet servers, a rough indicator of electronic commerce, are over 100 times more common in high-income than in low-income countries. In high-income countries, mobile phones are 29 times more prevalent and mainline penetration is 21 times that of low-income countries. Relative to income, the cost of Internet access in a low-income country is 150 times the cost of a comparable service in a high-income country. There are similar divides within individual countries. ICT is often non-existent in poor and rural areas of developing countries".
Sci Fi Stories
Im Freiraum des Quartier21 im Museumsquartier ist noch bis 20. August die Ausstellung "Sci Fi Stories" zu sehen: "Ausgewählte Themen und ein reichhaltiger Fundus an Bild-, Objekt- und Tonmaterial werden erläutert, kommentiert und erweitert, um einen Einblick in das künstlerische und gesellschaftskritische Potential der Science Fiction zu geben".
Beiträge von Thomas Ballhausen, Richard Brem, Günther Friesinger und Johannes Grenzfurthner (monochrom), Elisabeth Fritz, Kalle Laar und Stefan Tiron. Graphische Gestaltung: Veronika Winkler. Künstlerische Leitung: Vitus Weh.
Beiträge von Thomas Ballhausen, Richard Brem, Günther Friesinger und Johannes Grenzfurthner (monochrom), Elisabeth Fritz, Kalle Laar und Stefan Tiron. Graphische Gestaltung: Veronika Winkler. Künstlerische Leitung: Vitus Weh.
"Dialogstelle zum Publikum"
"Die Wienbibliothek im Rathaus will sich in Zukunft verstärkt über ihre Funktion als wissenschaftliche Institution hinaus als 'Dialogstelle zum Publikum' positionieren", heißt es in einer Presseaussendung vom 20. Juli.
Brot und Spiel und Bibliothek
In letzter Zeit habe ich ein glückliches Händchen, was die Zufallsauswahl bei Flohmärkten betrifft - über die erfreuliche Erwerbung von A.E. van Vogts "Zeit der Androiden", in dem eine Erzählung mit einer Bibliothekarin als Hauptfigur enthalten ist, habe ich ja bereits geschrieben. Nun habe ich bei einem Thalia-Abverkauf zum Buch "Brot und Spiel" des Österreichers Heinz Riedler gegriffen - erschienen als Band 327 der Phantastischen Bibliothek und nur mehr antiquarisch erhältlich - und fand darin folgende Passage, die ich mir erlaube in extenso zu zitieren:
Der Torso schwieg einige Minuten lang und musterte mit nachdenklichen Blicken die Hügelketten zerrissener Bücher und angesengter Papiere, die in dem langgestreckten Trog hinter dem Dickicht aufgeworfen waren. Wie oft schon hatte er mich mit der Kraft seines Wortes gezwungen, hineinzusteigen in diesen See ineinanderverkletteter Seiten, gebrochener Buchdeckel und Abermillionen wogender und raschelnder schwarzer Zeichen, bis zum Mund darin unterzutauchen, meine Augen über die Wellen der gedruckten Wörter schweifen zu lassen und den Geruch der zerfallenen Gedankenfossilien einzuatmen. - "Bücher", sagte er tonlos; "Rasierklingen. Pferdewägen. Computerdisketten. Brillengläser. Ritterrüstungen. Herzoperationen. Zukunftsperspektiven. Kamrads, torkelnde Nachbildungen. Uranusexpedition. Klosettpapier. Und wieder Bücher, Bücher. - Ja, sieh es dir an. - Der Bücherschatz, den man mir nachgeworfen hat. Nutzloses Zeug, Fossilien. - Du hast lesen gelernt, Kalfaktor. - Dann lies und vergiß es. Diese Bücher", sagte der Torso mit schmalem Haienmund und drehte den Kopf hin und her, um mich auf die Sternenunzahl gedruckter Wörter hinzulenken, "dieser Trog, der Sarkophag für einen epochalen Irrweg. - Hast du dir Gedanken gemacht, wie glücklich die anderen auf der Erde leben, und wie glücklich die Desperados in ihren Dämmerschlaf sind, ohne jemals ein Buch gesehen zu haben?" (1. Aufl. 1995, S. 142)
Der Torso schwieg einige Minuten lang und musterte mit nachdenklichen Blicken die Hügelketten zerrissener Bücher und angesengter Papiere, die in dem langgestreckten Trog hinter dem Dickicht aufgeworfen waren. Wie oft schon hatte er mich mit der Kraft seines Wortes gezwungen, hineinzusteigen in diesen See ineinanderverkletteter Seiten, gebrochener Buchdeckel und Abermillionen wogender und raschelnder schwarzer Zeichen, bis zum Mund darin unterzutauchen, meine Augen über die Wellen der gedruckten Wörter schweifen zu lassen und den Geruch der zerfallenen Gedankenfossilien einzuatmen. - "Bücher", sagte er tonlos; "Rasierklingen. Pferdewägen. Computerdisketten. Brillengläser. Ritterrüstungen. Herzoperationen. Zukunftsperspektiven. Kamrads, torkelnde Nachbildungen. Uranusexpedition. Klosettpapier. Und wieder Bücher, Bücher. - Ja, sieh es dir an. - Der Bücherschatz, den man mir nachgeworfen hat. Nutzloses Zeug, Fossilien. - Du hast lesen gelernt, Kalfaktor. - Dann lies und vergiß es. Diese Bücher", sagte der Torso mit schmalem Haienmund und drehte den Kopf hin und her, um mich auf die Sternenunzahl gedruckter Wörter hinzulenken, "dieser Trog, der Sarkophag für einen epochalen Irrweg. - Hast du dir Gedanken gemacht, wie glücklich die anderen auf der Erde leben, und wie glücklich die Desperados in ihren Dämmerschlaf sind, ohne jemals ein Buch gesehen zu haben?" (1. Aufl. 1995, S. 142)
Friday, July 14, 2006
"digital libraries" von World Vision
"First digital library opened in Aceh, Indonesia" meldete AlertNet gestern. Im Rahmen des Programms "asia tsunami response" von World Vision wurden drei "digital libraries" an zwei High Schools in Aceh und die Öffentliche Bibliothek übergeben. Letztere bekam auch 5800 "analoge" Bücher überreicht. Die Provinz Aceh mit der Hauptstadt Banda Aceh liegt im Norden von Sumatra. Diese Region wurde vom Tsunami am schlimmsten getroffen. World Vision verteilt dort auch Essen, schafft kinderfreundliche Räume und Aktivitäten, unterstützt Schulen, LehrerInnen und SchülerInnen, ist in der Gesundheitsversorgung tätig und errichtet Häuser und Notunterkünfte.
Zuerst war mir nicht ganz klar, was unter "digital libraries" zu verstehen ist, aber der Artikel zeigt ein Bild mit einem Mädchen an einem Computer, und in der Jakarta Post ist nachzulesen: "The agency has donated more than 50 computers plus a network and tower installation, and is cooperating with a local government information technology agency to provide free Internet access".
Zum Nachlesen: Auf der ALA-Website gibt es einen "Report of expedition to various types of library in the province of Aceh" vom 27. bis 30. Jänner 2005 und einen Überblick über "Tsunami Library Relief Efforts". Über das Phänomen Tsunami kann man sich erschöpfend auf der Website des "Center for Tsunami Research" der "National Oceanic and Atmospheric Administration und beim "International Tsunami Information Center" informieren.
Hinweis aus shrplist.
Zuerst war mir nicht ganz klar, was unter "digital libraries" zu verstehen ist, aber der Artikel zeigt ein Bild mit einem Mädchen an einem Computer, und in der Jakarta Post ist nachzulesen: "The agency has donated more than 50 computers plus a network and tower installation, and is cooperating with a local government information technology agency to provide free Internet access".
Zum Nachlesen: Auf der ALA-Website gibt es einen "Report of expedition to various types of library in the province of Aceh" vom 27. bis 30. Jänner 2005 und einen Überblick über "Tsunami Library Relief Efforts". Über das Phänomen Tsunami kann man sich erschöpfend auf der Website des "Center for Tsunami Research" der "National Oceanic and Atmospheric Administration und beim "International Tsunami Information Center" informieren.
Hinweis aus shrplist.
Thursday, July 13, 2006
Vertrauenswürdige Archive - Kriterien
Hinweis aus Inetbib: Die nestor-Arbeitsgemeinschaft "Vertrauenswürdige Archive - Zertifizierung" erarbeitete einen Kriterienkatalog, der zur "Bewertung der Vertrauenswürdigkeit eines digitalen Langzeitarchivs sowohl in organisatorischer als auch in technischer Hinsicht" verwendet werden und als Leitfaden, "um ein vertrauenswürdiges digitales Langzeitarchiv zu konzipieren, zu planen und umzusetzen", dienen soll. Dieser Katalog wird nun bis 31. Oktober 2006 in der Fachöffentlichkeit zur Diskussion gestellt.
"nestor" steht für "Network of Expertise in long-term STorage and availability of digital Resources in Germany" und ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördetes Projekt, bei dem ein Kompetenznetzwerk für Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit aufgebaut werden soll.
"nestor" steht für "Network of Expertise in long-term STorage and availability of digital Resources in Germany" und ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördetes Projekt, bei dem ein Kompetenznetzwerk für Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit aufgebaut werden soll.
Bye, bye, womeniss
Die Sektion Women's issues der IFLA wurde mit Dezember 2005 aufgelöst, damit wurde auch die Mailingliste womeniss eingestellt. Leider werden auf der Website keine Gründe dafür genannt, man wird nur auf's Archiv verwiesen. Gewesene Ziele:concerns itself with questions and issues that have special relevance for women in the library profession and in the user community develops programmes designed to enhance the opportunities and the image of these two groups of women promotes the collection, research, publication and dissemination of information on the status of women in librarianship strives to identify discrimination in all forms, including disparities in resources, programmes, and opportunities relating to women in librarianship
Der Mann im Off
In "Nachtschicht Kultur" zeigte der ORF kürzlich Michael Palms Dokumentation "Edgar G. Ulmer - der Mann im Off". War wirklich spannend. Der US-amerikanische Regisseur, aus Olmütz gebürtiger "Altösterreicher", war der "King of the B's" - er musste zeit seines Lebens "aus einer Ratte ein Festmahl machen. Nicht mit 40 Millionen. Der Trick ist, mit 40.000 zu drehen, in 6 Tagen" (Zitat aus Doku). Mit minimalem finanziellem und zeitlichem Aufwand gedrehte Filme, aus heutiger Sicht Klassiker. Zu seinen Werken zählen Horror-Filme wie The black cat und Science Fiction wie The Man from Planet X und The Amazing Transparent Man, aber auch "jiddisch-ukrainisch-afroamerikanische Außenseiterfilme" (Zitat filmmuseum.at) wie Green Fields. Sein berühmtester Film dürfte aber Detour sein.
Die weltweit erste Ulmer-Biographie überhaupt stammt übrigens von Stefan Grissemann: "Mann im Schatten. Der Filmemacher Edgar G. Ulmer" und erschien 2003 bei Zsolnay. Rezensionen von Michael Omasta beim Falter und von Helmut G. Asper bei IASL.
Die weltweit erste Ulmer-Biographie überhaupt stammt übrigens von Stefan Grissemann: "Mann im Schatten. Der Filmemacher Edgar G. Ulmer" und erschien 2003 bei Zsolnay. Rezensionen von Michael Omasta beim Falter und von Helmut G. Asper bei IASL.
Tuesday, July 11, 2006
Free government information
Über einen Hinweis auf librarian.net bin ich auf das Weblog "Free Government Information" gestoßen, nach der Selbstbeschreibung "a place for initiating dialogue and building consensus among the various players (libraries, government agencies, non-profit organizations, researchers, journalists, etc.) who have a stake in the preservation of and perpetual free access to government information".
Monday, July 10, 2006
Living dead librarian
Bei Youtube und Google Video gibt das erheiternde und ziemlich schräge Video "Night of the living dead librarian" des dänischen Bibliothekars e-klumme zum Download. Hintergrund: "Copenhagen Institute for Futures Studies (2006) have predict that in year 2021 jobs like librarians don't will be there any more. This small movie is a satire about how two librarians in year 2021 got their revenge over the Copenhagen Institute for Futures Studies with help from a Super Blogger Girl" :-))
Fußball-Quellen
Neuerwerbungen
TEI by example
Die Finanzierung eines neuen Instrument zur Einführung in die Text Encoding Initiative wurde vor kurzem sichergestellt: "TEI by example". Das Centre for Scholarly Editing and Document Studies in Gent, das Centre for Computing in the Humanities und die School for Library, Archive, and Information Studies sind an der Entwicklung dieser Online-Ressource beteiligt. "Featuring freely available online tutorials walking individuals through the different stages in marking up a document in TEI, these online tutorials will provide examples for users of all levels. Examples will be provided of different document types, with varying degrees in the granularity of markup, to provide a useful teaching and reference aid for those involved in the marking up of texts".
Das Projekt insgesamt und der initial report vom 9. Juni 2006 können auf der TEI training SIG-Mailingliste diskutiert werden.
Das Projekt insgesamt und der initial report vom 9. Juni 2006 können auf der TEI training SIG-Mailingliste diskutiert werden.
Friday, July 07, 2006
Librarian as alchemist
"Like a medieval alchemist, a good librarian can make magic by bringing together the right book and the right reader"
William Mullen: "Sharing keeps rare books public". In: Chicago Tribune, 6. Juli 2006. Quelle: topix.net.
William Mullen: "Sharing keeps rare books public". In: Chicago Tribune, 6. Juli 2006. Quelle: topix.net.
Ich mag nicht mehr
Refugium Bibliothek
"Es darf nicht mehr vorkommen, daß der Bibliotheksberuf als Refugium für Existenzen betrachtet wird, die an anderen Sparten gescheitert sind. Es muß offen gesagt werden, daß eine Politik der mitleidigen Unterbringung körperlich und geistig nicht qualifizierter Menschen im Bibliothekswesen nicht sozial, sondern unsozial ist: unsozial gegenüber den Betroffenen, da nicht qualifizierte Menschen den großen Aufgaben, die sie eigentlich erwarten würden, nicht gewachsen sind und daher abermals scheitern, und unsozial gegenüber den Kollegen, die (oft zusätzlich zu ihrer eigenen Arbeitsbelastung) die Arbeit derjenigen Mitarbeiter übernehmen müssen, die ihren Posten nicht ausfüllen".
Otto Mazal: "Die geistige Umwelt des Bibliothekars". In: Der österreichische Bibliothekartag 1978. Vorträge und Kommissionssitzungen. Wien: Vereinigung Österreichischer Bibliothekare 1978, S. 69 - 70
Otto Mazal: "Die geistige Umwelt des Bibliothekars". In: Der österreichische Bibliothekartag 1978. Vorträge und Kommissionssitzungen. Wien: Vereinigung Österreichischer Bibliothekare 1978, S. 69 - 70
Thursday, July 06, 2006
Toy library
In der Brooklyn Branch der Cuyahoga County Public Library gibt es eine "Toy Library", berichtet Leana Donofrio heute in den Sun News: "Every time the library is open, toy library workers stock, clean and hand out toys to children and adults alike". Hier werden nicht nur Spiele, sondern unter anderem auch Fingerpuppen, Puppenhäuser, Spielzeugautos und Baseball-Sets ausgeliehen.
i2010 und Bibliotheken
Staatssekretär Franz Morak weist pressemeldend auf die Initiative "i2010 Österreich" hin. Bibliotheken, Archive und Museen kommen auch vor, und zwar im Zusammenhang mit Langzeitarchivierung, mit europaweiten "Informationsinfrastrukturen für den Zugang zu digitalen kulturellen und wissenschaftlichen Ressourcen" und in der Phrase "digitale Bibliotheken" als eine von drei IKT-Initiativen auf dem Gebiet "Lebensqualität" (da schau her!) - vgl. pdf-Broschüre.
"Top-Sehenswürdigkeit" Bibliothek
Wie die Rathauskorrespondenz gestern meldete, ist auch im Jahr 2005 der Prunksaal der Nationalbibliothek unter den dreißig meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens: und zwar an 26. Stelle mit 132.633 BesucherInnen.
Wie wichtig der Kulturtourismus für Wien ist, lässt sich aus dieser Liste leicht ersehen - der Großteil sind Museen und andere kulturelle Einrichtungen: Albertina, Österreichische Galerie Belvedere, KunstHausWien, Leopold Museum, Naturhistorisches Museum, Schatzkammer, Technisches Museum, BA-CA-Kunstforum, MAK, MUMOK, Liechtenstein Museum, Wien Museum, Haus der Musik, Kunsthalle Wien, Zoom Kindermuseum und die Secession. Die ersten drei Plätze werden von Schloss Schönbrunn, dem Tiergarten Schönbrunn und dem Kunsthistorischen Museum eingenommen.
Wie wichtig der Kulturtourismus für Wien ist, lässt sich aus dieser Liste leicht ersehen - der Großteil sind Museen und andere kulturelle Einrichtungen: Albertina, Österreichische Galerie Belvedere, KunstHausWien, Leopold Museum, Naturhistorisches Museum, Schatzkammer, Technisches Museum, BA-CA-Kunstforum, MAK, MUMOK, Liechtenstein Museum, Wien Museum, Haus der Musik, Kunsthalle Wien, Zoom Kindermuseum und die Secession. Die ersten drei Plätze werden von Schloss Schönbrunn, dem Tiergarten Schönbrunn und dem Kunsthistorischen Museum eingenommen.
Tuesday, July 04, 2006
Wortsuche
Interessant, wieviele Wörter einem einfallen, wenn man ein einziges sucht. Ich suche nach einem Wort für ein gemeinsames, ein k-xxx Literaturverzeichnis in einer Aufsatzsammlung. Wie nennt man dieses Verzeichnis? Mir fällt ein: konzertiert, konzipiert, kontingentiert, koordiniert, kooperativ, komparativ, kompiliert, kontextualisiert, komprimiert, konzentriert, aber das alles ist es nicht. Vielleicht bilde ich mir die Existenz des passenden Begriffes auch nur ein, oder er beginnt gar nicht mit k?
Schließlich hätte ich ja auch schon mal beschwören können, dass es den Begriff "ohnedrein" gibt, bis ich entdecken musste, dass ich den aus "obendrein" und "ohnehin" selbst zusammengebastelt hatte.
Nachtrag 6.7.: "konsolidiert" war das Wort, das ich gesucht habe.
Nachtrag 13.7.: nein, doch nicht, ich meinte "kumuliert".
Schließlich hätte ich ja auch schon mal beschwören können, dass es den Begriff "ohnedrein" gibt, bis ich entdecken musste, dass ich den aus "obendrein" und "ohnehin" selbst zusammengebastelt hatte.
Nachtrag 6.7.: "konsolidiert" war das Wort, das ich gesucht habe.
Nachtrag 13.7.: nein, doch nicht, ich meinte "kumuliert".
Geld für Hochschulbibliothek
Die Niederösterreichische Landesregierung unterstützt die "Privat-Universität für Kreativwirtschaft" in den Jahren 2006, 2007 und 2008 mit bis zu 110.000 Euro "zur Verbesserung der Bibliothek und der EDV-Ausstattung". Quelle: NÖ Landeskorrespondenz via APA OTS.
Tipp: Seneca Falls Inheritance
"Gordon Walker seated himself in her wing chair; he appeared to be studying her.
'Forgive me, Miss Tryon, but may I say that you do not look at all like my idea of a librarian. Not in the least.' His smile indicated this was fortunate.
'Dare I ask, Mr. Walker, what that idea might be?' Glynis's smile was internal: she had not played this game for a long time.
'My experience in Boston,' he said, 'has been that there the few female librarians are dry old ladies with steel-framed spectacles, and hair pulled back so tightly their lips scarcely move when they talk. And they wear black, black dresses which button up over their chins.' (S. 129)
Das Buch "Seneca Falls Inheritance" von Miriam Grace Monfredo, das ich kürzlich fertiggelesen habe, ist einer der spannendsten Bibliothekskrimis, den ich kenne. Historischer Hintergrund ist die erste "Women's Rights Convention", die 1848 in Seneca Falls stattfand. Das Zusammenführen von historischen Persönlichkeiten wie Elizabeth Cady Stanton und Frederick Douglass mit fiktiven Figuren wie der Bibliothekarin Glynis Tryon, die "has chosen a life of independence over marriage and family" (Klappentext), ist wirklich sehr gut gelungen. Aus derselben Reihe habe ich auch einen der Fortsetzungsbände - "North Star Conspiracy" - gelesen, der sich besonders mit der Thematik Sklaverei und Zivilcourage befasst.
Angaben: Miriam Grace Monfredo: Seneca Falls Inheritance. Berkley Prime Crime 1994
'Forgive me, Miss Tryon, but may I say that you do not look at all like my idea of a librarian. Not in the least.' His smile indicated this was fortunate.
'Dare I ask, Mr. Walker, what that idea might be?' Glynis's smile was internal: she had not played this game for a long time.
'My experience in Boston,' he said, 'has been that there the few female librarians are dry old ladies with steel-framed spectacles, and hair pulled back so tightly their lips scarcely move when they talk. And they wear black, black dresses which button up over their chins.' (S. 129)
Das Buch "Seneca Falls Inheritance" von Miriam Grace Monfredo, das ich kürzlich fertiggelesen habe, ist einer der spannendsten Bibliothekskrimis, den ich kenne. Historischer Hintergrund ist die erste "Women's Rights Convention", die 1848 in Seneca Falls stattfand. Das Zusammenführen von historischen Persönlichkeiten wie Elizabeth Cady Stanton und Frederick Douglass mit fiktiven Figuren wie der Bibliothekarin Glynis Tryon, die "has chosen a life of independence over marriage and family" (Klappentext), ist wirklich sehr gut gelungen. Aus derselben Reihe habe ich auch einen der Fortsetzungsbände - "North Star Conspiracy" - gelesen, der sich besonders mit der Thematik Sklaverei und Zivilcourage befasst.
Angaben: Miriam Grace Monfredo: Seneca Falls Inheritance. Berkley Prime Crime 1994
Monday, July 03, 2006
reading diary
Friday, June 30, 2006
moose content
| altbekannter moose content, aber immer wieder nett - bei uns wären ja eher die Bären-Warnschilder relevant gewesen, wenn der Bruno seinen Streifzug überlebt hätte |
Neue Bibliothek in Bad Sauerbrunn
Normalerweise werden heutzutage ja mehr Bibliotheken geschlossen als eröffnet - siehe bibliothekssterben.de. In Bad Sauerbrunn wird aber am 7. Juli die neue Bibliothek im GesundheitsZentrum eröffnet, die sowohl den GemeindebürgerInnen als auch den Kurgästen offen stehen wird: "Vor der Wiedereröffnung musste viel Arbeit investiert werden. Der Bestand wurde gesichtet und veraltete Bücher aussortiert. Mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde und das Gesundheitszentrum konnten viele neue Bücher angeschafft werden". Ein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Gesundheit.
Das Bibliotheksteam besteht aus Barbara Petutschnig, Barbara Felleitner, Renate Mugrauer, Irene und Hans Lupinski, Melitta Neuwirth. Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag von 10 – 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 17 – 19 Uhr. Die Bibliothek ist unter bibliothek@die-heiltherme.at zu erreichen.
Das Bibliotheksteam besteht aus Barbara Petutschnig, Barbara Felleitner, Renate Mugrauer, Irene und Hans Lupinski, Melitta Neuwirth. Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag von 10 – 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 17 – 19 Uhr. Die Bibliothek ist unter bibliothek@die-heiltherme.at zu erreichen.
Thursday, June 29, 2006
SF Reader's Advisor
Die Sachem Public Library hat auf ihrer Website einen umfangreichen "Reader's Advisor". Im Abschnitt "Science Fiction & Fantasy", der von Lynne M. Kennedy und Denise Heid betreut wird, gibt es zum Beispiel die Beiträge "Invasion Earth! Novels about Alien Incursions, Raids, and Other Assorted Nasty Sneak Attacks" und "It's About Time: Tales of Time Travel". Besonders gefällt mir aber der Titel "The Force Is With Us... The Star Wars Universe in Fiction" - der tut nämlich so, als wäre das Star Wars-Universum keine Fiktion. Ich kann mich ja schließlich auch über Figuren aus Star Trek unterhalten, als wären es reale Personen :-)
Tuesday, June 27, 2006
Neuerwerbungen
Monday, June 26, 2006
Orientalische Kalligraphie
Die Library of Congress hat "Selections of Arabic, Persian, and Ottoman Calligraphy" digitalisiert: "During the late 1920s, early 1930s, and 1990s the Library of Congress acquired a large collection of Arabic script calligraphy sheets. This presentation exhibits 355 Arabic calligraphy sheets, ranging from the 9th to the 19th centuries. A majority of the calligraphy sheets were written on paper, however, a group of Qur'anic fragments from the 9th and 10th centuries were executed on parchment". Das Online-Angebot kann durchsucht oder nach KalligraphIn, Titel oder Subjects durchbrowst werden. Ergänzt werden die Datensätze durch Nützliches wie "Understanding the Collection", "Working with the Collection", "How to View" etc. - Quelle: librarian wannabes.
Preis für Ausbildungsprojekt
Vergangenen Freitag wurden die Ausbildungsprojekte der Studiengänge Informationsberufe und Angewandtes Wissensmanagement präsentiert. In der Kategorie der zweisemestrigen Projekte gewann dabei eines der von mir betreuten Projekte den 2. Preis. Eine Gruppe von acht Studentinnen hatte für die Volkshochschule-Stadtbibliothek Linz eine Linksammlung mit Lokalbezug - prototypisch für die Bereiche "Gesundheit" und "Sprachen. Verstehen und verstanden werden" - inkl. Kriterienkatalog zur Bewertung von Websites erarbeitet und die fertigen Seiten im Content Management-System der Stadt Linz angelegt. Was sich so leicht anhört, erforderte viele Stunden Arbeit, kreative Recherchemethoden, tiefgehende Auseinandersetzung mit den Themen, das Kennenlernen des CMS RedDot und vieles mehr. Herzlichen Glückwunsch!

Bild: Peter Rauchecker
Bild: Peter Rauchecker
Neun Millionen
"Neun Millionen Gesichter. Neun Millionen Namen. Neun Millionen Geschichten: die Flüchtlingskinder, die die Welt vergessen hat". Die UN-Flüchtlingsbehörde UNHCR startete am Mittwoch die internationale Kampagne ninemillion.org, um diesen Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Sport eine Chance auf eine bessere Zukunft zu bieten.
Unter den Projekten, die gemeinsam mit Unternehmenspartnern abgewickelt werden, gibt es auch ein bibliothekarisches: "Merck & Co, Inc. sorgt in Zusammenarbeit mit der UNHCR und dem International Council of Nurses (ICN) durch ein Projekt mit Bibliotheken über mobile Pflege für Fachkenntnisse und Ausbildung des Pflegepersonals in Flüchtlingslagern in Tansania und Sambia. Die Bibliotheken werden den Zugang zu den neuesten Informationen über Pflege und Gesundheit verbessern, damit den vorrangigen medizinischen Bedürfnissen der Flüchtlinge Genüge getan werden kann". - Quelle: media.ninemillion.org.
Unter den Projekten, die gemeinsam mit Unternehmenspartnern abgewickelt werden, gibt es auch ein bibliothekarisches: "Merck & Co, Inc. sorgt in Zusammenarbeit mit der UNHCR und dem International Council of Nurses (ICN) durch ein Projekt mit Bibliotheken über mobile Pflege für Fachkenntnisse und Ausbildung des Pflegepersonals in Flüchtlingslagern in Tansania und Sambia. Die Bibliotheken werden den Zugang zu den neuesten Informationen über Pflege und Gesundheit verbessern, damit den vorrangigen medizinischen Bedürfnissen der Flüchtlinge Genüge getan werden kann". - Quelle: media.ninemillion.org.
Politisches Feuer?
Vor einer Woche wurde ein Feuer in der LGBT-Sektion einer öffentlichen Bibliothek in Chicago gelegt. Wie sich nun herausstellte, richtete sich die Brandstiftung anscheinend nicht gegen Homosexuelle, sondern war als Protest gedacht gegen "the library's treatment of the homeless", berichtet der Nachrichtendienst 365gay.com heute. Erin Antonietti von der Staatsanwaltschaft "said that Graham has admitted to setting the fire. Antoinietti told the court that Graham has given police a written statement saying she set the fire because she was angry that a librarian for telling her she could not sleep in the facility". Zum Nachlesen:"Fire Destroys Gay Book Collection", 365gay.com, 15. Juni 2006 Eric Zorn: "Hatred or no, library arson sparks action", Chicago Tribune, 20. Juni 2006 Josh Noel: "Police: Library arsonist wasn't targeting gays", Chicago Tribune, 22. Juni 2006 "Homeless Protest Behind Gay Book Fire", 365gay.com, 23. Juni 2006 Josh Noel: "Gays glad book fire not about prejudice. Cops say homeless suspect felt ill-used", Chicago Tribune, 23. Juni 2006
Friday, June 23, 2006
Fuchserde
Das Literaturhaus Mattersburg und die Volkshochschule der Burgenländischen Roma laden zur Vorstellung des Buches "Fuchserde" von Thomas Sautner ein: "Der Roman berichtet von den Jenischen, den Angehörigen einer in Österreich nur wenig bekannten Minderheit. Der 1970 in Gmünd geborene Journalist und Historiker Thomas Sautner erzählt die Geschichte zweier 'fahrender' Familien, deren Schicksale durch die Liebe ihrer Kinder miteinander verknüpft sind und deren Alltag vom tiefen Verstehen der Natur geprägt ist. In die Erzählung eingeflochten sind Informationen über Geschichte und Kultur der Jenischen, über ihre Sprache und über Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Welt der Jenischen in ihrer Einfachheit und Naturverbundenheit steht in krassem Gegensatz zur maschinellen Tötungsindustrie der NS-Diktatur".
Ort & Zeit: Freitag, 30. Juni 2006, 20 Uhr, Literaturhaus Mattersburg.
Ort & Zeit: Freitag, 30. Juni 2006, 20 Uhr, Literaturhaus Mattersburg.
Giftige Bücher?
Die Ballard Library in Seattle wurde evakuiert, weil "an employee complained her hands were tingling after she reached into a book drop", berichtete der Seattle Post Intelligencer am Dienstag.
Thursday, June 22, 2006
Werbespot für Leseförderung
Vier Studenten der Hochschule der Medien Stuttgart haben im Rahmen eines Projekts einen originellen Werbespot zur Leseförderung konzipiert und produziert. Ich überlege schon, ob ich den nicht auf unseren "Screens" auf den Gängen laufen lassen soll, um unsere StudentInnen zum Bibliotheksbesuch zu motivieren - obwohl wir uns in den letzten Tagen eh nicht beklagen konnten, unter anderem weil die Bibliothek der einzige angenehm klimatisierte Raum im ganzen FH-Gebäude war ;-) Den Spot gibt es auf Deutsch und auf Englisch im wmv-Format - dankenswerterweise zur freien Verwendung.
Tuesday, June 20, 2006
Concerned librarians
Eben entdeckt: Concerned Librarians of British Columbia - "An advocacy group of British Columbia librarians formed in 2004 whose goal is to heighten awareness on current issues as they pertain to the profession". - Aktueller Artikel: "Failing Dinosaurs or Thriving Mammals - Escaping the Business Model of the Public Library" von Bill Crowley.
IM a librarian
Die Bibliothekarin Cynthia Wilson hat die Website IMalibrarian ins Leben gerufen - dort werden jene Bibliotheken verzeichnet, bei denen man die BibliothekarInnen mit einem Instant Messager erreichen kann. Quelle: nexgenlib-l.
Gehirnaustausch
A: I've changed my mind.
B: Thank heavens! Does it work better now?
aus dem Buch "English jokes and puns", hrsg. von Winfried Ulrich, erschienen 2006 bei Reclam, 3-15-019700-7
B: Thank heavens! Does it work better now?
aus dem Buch "English jokes and puns", hrsg. von Winfried Ulrich, erschienen 2006 bei Reclam, 3-15-019700-7
Neuerwerbungen - Comics
Monday, June 19, 2006
Gefängnisbibliotheken
Die Bibliothekarin jumbledpile stellt unter dem Titel jail finds bei Flickr "things I find abandoned in books or stuffed on the book cart at the jail where I volunteer" zusammen. Das reicht von Rechnungen über Notizen bis zu Zeichnungen und nicht so freundlichen Sprüchen. Quelle: librarian.net. - In jumbledpiles Weblog gibt es einen eigenen Bereich "prison library journal".
Tuesday, June 13, 2006
Fußballphilosophie
In den aktuellen mini-Annals of Improbable Research ("mini-AIR") wird auf interessante Aufsätze im Bereich des Fußballs hingewiesen. Meine Favoriten:B. Zeren / H.H. Oztekin: "Score-Celebration Injuries Among Soccer Players: A Report of 9 Cases". In: American Journal of Sports Medicine 33 (2005) 8, S. 1237 - 1240 John Hughson / David Inglis: "Inside the Beautiful Game: Towards a Merleau-Pontian Phenomenology of Soccer Play". In: Journal of the Philosophy of Sport 29 (2002) 1
Die bloße Existenz eines "Journal of the Philosophy of Sport" wäre ja schon witzig, aber dann findet man noch folgende Informationen: "The Journal of the Philosophy of Sport (JPS) is the most respected medium for communicating contemporary philosophic thought with regard to sport. It contains stimulating articles, critical reviews of work completed, and philosophic discussions about the philosophy of sport. JPS is published twice a year for the International Association for the Philosophy of Sport" und das seit 1974! Bisherige Aufsätze umfassen unter anderem "Sport and Utopia", "Mediations on Sport: On the Trail of Ortega y Gasset's Philosophy of Sportive Existence", "Is Sport Unique? A Question of Definability", "The Killing Game: An Ecofeminist Critique of Hunting", "Is Our Admiration for Sports Heroes Fascistoid?", "Schadenfreude in Sport: Envy, Justice, and Self-esteem", und plötzlich kommt man drauf, dass das eigentlich gar nicht so unspannend klingt.
Die bloße Existenz eines "Journal of the Philosophy of Sport" wäre ja schon witzig, aber dann findet man noch folgende Informationen: "The Journal of the Philosophy of Sport (JPS) is the most respected medium for communicating contemporary philosophic thought with regard to sport. It contains stimulating articles, critical reviews of work completed, and philosophic discussions about the philosophy of sport. JPS is published twice a year for the International Association for the Philosophy of Sport" und das seit 1974! Bisherige Aufsätze umfassen unter anderem "Sport and Utopia", "Mediations on Sport: On the Trail of Ortega y Gasset's Philosophy of Sportive Existence", "Is Sport Unique? A Question of Definability", "The Killing Game: An Ecofeminist Critique of Hunting", "Is Our Admiration for Sports Heroes Fascistoid?", "Schadenfreude in Sport: Envy, Justice, and Self-esteem", und plötzlich kommt man drauf, dass das eigentlich gar nicht so unspannend klingt.
Gestern unterzeichnete Österreich ein Programm über die Zusammenarbeit im Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturbereich mit Montenegro: "Das für die Jahre 2006 bis 2009 geltende Protokoll erfasst Fragen der Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Institutionen, von Hochschulen, der Anerkennung von Diplomen, des Stipendienangebots, der Allgemein-, Berufs-, und Erwachsenenbildung, einschließlich des Sprachunterrichts sowie auch die Zusammenarbeit im multilateralen Bereich und im Rahmen von Institutionen der Europäischen Union". Unter anderem wird die Einrichtung einer Österreich-Bibliothek angestrebt.- Quelle: bmaa.gv.at.
Eine Klagenfurter Bibliothekarin rettete eine Boa, die ihr unerwarteterweise vors Auto "gelaufen" war, meldet die Kleine Zeitung.
Jippie - es gibt einen neuen Miss Zukas-Krimi von Jo Dereske: "Bookmarked to Die", gerade bei Avon Books erschienen - "Librarian extraordinaire Miss Wilhelmina 'Helma' Zukas wakes up on the morning of her forty-second birthday in the throes of more than one midlife crisis"...
Monday, June 12, 2006
Klingt interessant: "Virtual Slavica. Digital Libraries, Digital Archives", herausgegeben von Michael Neubert, erschienen 2006 bei Haworth Press. "Digital technology has provided great opportunities as well as colossal challenges for information professionals at Slavic libraries, collections, and archives. Virtual Slavica: Digital Libraries, Digital Archives presents leading information experts exploring the monumental task of converting Slavic manuscripts and books for presentation in the digital realm. Readers get a clear inside view of how to conquer the various challenges that arise within digital library and archive projects through detailed descriptions of specific projects discussed in easy-to-understand language" (Inhaltsverzeichnis).
Hubertus Czernin +
Der Publizist Hubertus Czernin ist am Samstag verstorben. Nachrufe im Standard, in der Presse, in den Salzburger Nachrichten, im ORF, Kurier, in der Kleinen Zeitung und anderen.
Aus diesem Anlass sei auch auf den Selbsthilfeverein Mastozytose e.V. und die Mastocytosis Society verlinkt und auf den Czernin-Verlag hingewiesen.
Aus diesem Anlass sei auch auf den Selbsthilfeverein Mastozytose e.V. und die Mastocytosis Society verlinkt und auf den Czernin-Verlag hingewiesen.
Convergence and professional identity
Neuer Berufsbild-Artikel: In der Ausgabe 38 (2006) 2 der Zeitschrift Journal of librarianship and information science erschien der Artikel "Convergence and professional identity in the academic library" von Kerry M. Wilson: "This paper discusses the effects of operational convergence, and the subsequent growth of the hybrid library model, upon the professional selfidentity of academic library staff. The role of professionalism as a concept and motivational driver within contemporary academic librarianship is examined" (Abstract).
Welzig-Nachfolge
Roland Innerhofer hält im Rahmen des Berufungsverfahrens zur Besetzung einer Universitätsprofessur für Neuere deutsche Literatur (Nf. Welzig) einen Vortrag mit dem Titel: "Schriftbilder - Lautmaterial. Zur Poetologie der historischen Avantgarde". Ort und Zeit: Aula am Universitätscampus (Spitalgasse 2, Hof 1), 16. Juni 2006, 8.30 Uhr.
Neuerwerbungen (Geschenke :-)
Friday, June 09, 2006
Digitale Präsidentenbibliothek
Wie der Boston Globe gestern berichtete, wird die/das Bostoner John F. Kennedy Presidential Library and Museum ein riesiges Digitalisierungsprojekt in Angriff nehmen: "The digital technology project, expected to take a decade, involves the copying of 48 million pages of documents, 400,000 photos, 7.5 million feet of motion-picture film, 9,000 hours of audio recordings and 1,200 hours of video recordings, said Allan B. Goodrich, the library's chief archivist". Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt für alle Präsidentenbibliotheken - Carter, Hoover, Truman, Clinton, Johnson, Eisenhower, Roosevelt, Ford, Reagan, Bush senior.
Martin Luther King Archives
Für die Library of Congress zu teuer: "After years of trying to sell the Rev. Dr. Martin Luther King Jr.'s archives to a library or university, the King family will instead put them up for auction on June 30, Sotheby's announced Thursday", berichten die NY Times, "Mrs. King had tried in vain to sell the papers, first to the Library of Congress for $20 million (...) The Library of Congress sale fell through when questions were raised by lawmakers about the price". Vgl. auch Western Star, Chicago Tribune, BBC und andere. Quelle: Topix.
Punxsutawney Phyllis
Hinweis für Fans des Filmklassikers "Und täglich grüßt das Murmeltier": Das Buch "Punxsutawney Phyllis" von Susanna Leonard Hill, erschienen 2005 bei Holiday House, bringt eine neue Sichtweise. "Courageous woodchuck Phyllis aspires to be the next official weather-predicting groundhog despite the fact that it's always been a male job". Illustrationen von Jeffrey Ebbeler. Quelle: Amelia Bloomer List.
Bibliothekarin Miß Tilsit
Bei einem Flohmarkt habe ich - mehr oder weniger per Zufall, weil es schon eine fixfertig gepackte Kiste mit Science Fiction gab - das Buch "Die Zeit der Androiden" von A.E. van Vogt erworben. Darin sind die drei Kurzromane "Die Doppelgänger" (The reflected men), "Die Zeit der Androiden" (All the loving antroids) und "Projekt Omega" (Research Alpha; gemeinsam mit James H. Schmitz) enthalten. Und als ich dann das Buch wenig später zur Gute-Nacht-Lektüre erkor, schlug ich es auf und der allererste Satz lautet: "Für Edith Price war der gut gekleidete Mann, der in ihre Bücherei kam, typisch für die Sommerurlauber, die jedes Jahr in Harkdale erschienen".
Nicht nur, dass eine Bibliothekarin vorkommt, sie ist auch die Hauptfigur. Ediths Kollegin wird so beschrieben: "Miß Tilsit war eine lange, zu dünne Blondine mit einer Hornbrille, hinter deren Gläsern ungewöhnlich kleine, aber sehr wache graue Augen blitzten". Die Leiterin der Bibliothek ist Miß Davis, über die man nicht viel mehr erfährt.
Nicht nur, dass eine Bibliothekarin vorkommt, sie ist auch die Hauptfigur. Ediths Kollegin wird so beschrieben: "Miß Tilsit war eine lange, zu dünne Blondine mit einer Hornbrille, hinter deren Gläsern ungewöhnlich kleine, aber sehr wache graue Augen blitzten". Die Leiterin der Bibliothek ist Miß Davis, über die man nicht viel mehr erfährt.
"Beim Recherchieren über ein historisches Thema ist es meist unabdingbar, über eine gewisse Hartnäckigkeit und stoische Haltung zu verfügen. Man sollte sich auch nicht von der Frage irritieren lassen, ob man denn etwa beabsichtige, mit den 60 ausgeliehenen Büchern zu Hause eine dauerhafte Zweigstelle der Landesbibliothek zu eröffnen".
Oliver M. Pidcha: "Von der Leidenschaft bis zur Fußnote", erschienen im Wiesbadener Tagblatt am 31. Mai.
Oliver M. Pidcha: "Von der Leidenschaft bis zur Fußnote", erschienen im Wiesbadener Tagblatt am 31. Mai.
Thursday, June 08, 2006
Das Wort des Tages bei den WordSmiths ist "floccinaucinihilipilification". Bedeutung: "Estimating something as worthless". Herkunft: "This word was coined by combining four Latin terms flocci, nauci, nihili, pili, all meaning something of little or no value". Will man in einer Konversation Wörter einstreuen, die höchstwahrscheinlich sonst niemand versteht, empfiehlt sich ein Abonnement des "A word a day" via eMail oder RSS feed. - Dazu passt auch die Seite World Wide Words, die man ebenfalls via eMail oder RSS abonnieren kann.
Neuerwerbungen (Geburtstagsgeschenke)
Tuesday, June 06, 2006
Nahezu die gesamte letzte Woche war ich beruflich unterwegs: Den Dienstag verbrachte ich im Zug und nutzte die Zeit, um ein Buch über Weblogs für eine Rezension zu lesen. Am Mittwoch nahm ich an der Sitzung des Redaktionsteams für die Zeitschrift "AKMB news" im Kunstmuseum Wolfsburg teil, da ich seit kurzem in der Redaktion mitarbeite. Über Nacht fuhr ich dann nach Linz zu einer zweitägigen eGovernment-Konferenz, wo ich am Freitag einen Vortrag hielt. Samstag und Sonntag hab ich dann noch privat in Linz verbracht. Ich hab unter anderem die große Gottfried Helnwein-Ausstellung im Lentos angeschaut und bin im 3D-Cave des Ars Electronica Centers durchs Weltall geflogen. Außerdem hab ich bei der Bushaltestelle mit einem Sandler diskutiert, ob es moralisch verwerflich ist, dass Günther Nenning im Alter von 79 noch einen Sohn gezeugt hat ;-)
Resümee:Es ist eine angenehme Überraschung, auf einer Tagung über elektronische Verwaltung mit jemandem ins Gespräch zu kommen, der weiß, was social fiction ist und was man unter einem Thesaurus versteht Es ist witzig, auf derselben Konferenz jemanden kennenzulernen, der mit einer Studienkollegin in die Volksschule gegangen ist Es ist schön, Freundinnen zu treffen, die man seit Monaten nicht mehr irl gesehen hat Man soll nächtliche acht Stunden-Zugstrecken nicht in einem Sitzwagen verbringen Wenn ein Tagungsorganisator sagt, dass er deine Präsentation auf den PC im Vortragssaal spielt, verlass dich nicht drauf Wenn dein Vortrag in eine Session verlegt wird, wo er thematisch überhaupt nicht hinpasst, ärgere dich nicht
Jede Menge Photos aus Braunschweig, Wolfsburg, Hannover und Linz - auch von Bibliotheken und Archiven - gibt es bei Flickr zu sehen, unter anderem dieses:
Resümee:
Jede Menge Photos aus Braunschweig, Wolfsburg, Hannover und Linz - auch von Bibliotheken und Archiven - gibt es bei Flickr zu sehen, unter anderem dieses:
Der gestern im ORF und im "Ersten" gezeigte Krimi "Blutschrift", Folge 634 der Reihe Tatort, spielte im Umfeld von Antiquariaten, Bibliotheken und Privatsammlungen. Das Buch stammt von Holger Jancke. Die Folge war nicht schlecht - aber die einzige Bibliothekarin, die in der ganzen Sendung vorkam (sieht man von einem Wachmann für das Notlager der Bibliotheca Albertina ab), musste doch prompt "psst" sagen... Außerdem wurde das "Notlager" einmal der UB Leipzig, einmal der Deutschen Bücherei zugeschrieben. Laut ARD (Seite inkl. Bildergalerie) war die Figur des Professor Berg "Chefbibliothekar der Deutschen Bücherei", während er meiner Meinung nach eigentlich nur als Professor und nicht als Bibliothekar bezeichnet wurde.
Am kommenden Freitag spricht Larissa Buchholz über "Widerspenstige Netzwerke und der Prozess der 'kreativen Konstruktion'": "Larissa Buchholz setzt sich mit drei verschiedenen Ansätzen zu Netzwerk und Innovation auseinander, versucht den Aufstieg des Mythos Netzwerk hypothetisch nachzeichnen und einen Forschungsansatz zu den 'dunklen Seiten' von Netzwerken und deren Innovationspotential zu skizzieren". Ort und Zeit: Freitag, 9. Juni 2006, 17.15 Uhr, Kepler-Universität Linz, Hörsaal 12, TNF-Turm, Erdgeschoss. Eine Veranstaltung des Kulturinstituts.
P.S.: Bei der Eingabe von "Larissa Buchholz" in Google kommt doch tatsächlich ein Link zum Fahrplan der Deutschen Bahn. Was ich für einen Bug hielt, ist keiner - man kann tatsächlich mit dem Zug von Larissa (Griechenland) nach Buchholz (Baden) fahren, es nimmt aber rund vierzig Stunden in Anspruch. Wäre doch nett als Dokumentarfilm - Larissa Buchholz auf der Fahrt von Larissa nach Buchholz...
P.S.: Bei der Eingabe von "Larissa Buchholz" in Google kommt doch tatsächlich ein Link zum Fahrplan der Deutschen Bahn. Was ich für einen Bug hielt, ist keiner - man kann tatsächlich mit dem Zug von Larissa (Griechenland) nach Buchholz (Baden) fahren, es nimmt aber rund vierzig Stunden in Anspruch. Wäre doch nett als Dokumentarfilm - Larissa Buchholz auf der Fahrt von Larissa nach Buchholz...
Dirk Lewandowski bloggt seit kurzem über Suchmaschinenforschung - siehe dirklewandowski.edublogs.org. - Quelle: jobz.
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