Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Friday, May 14, 2010
Eindrücke vom Bibcamp #bib3
Peter Klien: Geist ist geil
Zu sehen ab 1. Juni im Theater am Alsergrund: "Viele Dinge gibt es, von denen jeder glaubt, zu wenig davon zu haben: Ruhm, Geld, Affären, Urlaubstage. Da ist es umso tröstlicher zu wissen, dass eine Sache existiert, bei der sich jeder sicher ist, im Übermaß damit gesegnet zu sein: Intelligenz. Grund genug also, sich einen Abend lang geistigen Freuden hinzugeben - mit Peter Kliens erstem Kabarettprogramm".
Thursday, May 13, 2010
Das Allesfresser-Dilemma
![]() | Ich lese gerade "The omnivore's dilemma" von Michael Pallon. Sicher eines der augenöffnendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe - und das sag ich schon nach dem ersten Drittel. Zeigt anhand von vier Mahlzeiten (von industriell über biologisch bis selbst gejagt/angebaut) unheimlich plastisch und lebendig den Zusammenhang von Agrarpolitik, industrieller Tierhaltung, industriellen "Lebens"-Mitteln, Maisüberschuss, Bodenausbeutung und dem Erdöl, das wir alle - zum Großteil wohl unbewusst - mit unserer täglichen Nahrung zu uns nehmen. |
Beispiel aus dem Kapitel "Corn": Man muss keine Vegetarierin sein, dass einem das Grausen bei dem Gedanken kommt, dass wir Rinder mit Mais vollstopfen, den sie normalerweise nie fressen würden, und dass wir sie dann mit Medikamenten vollstopfen müssen, damit sie das überhaupt irgendwie vertragen.
"'You are what you eat' is a truism hard to argue with, and yet it is, as a visit to a feedlot suggests, incomplete, for you are also what what you eat eats, too" (S. 86)
"Part of the appeal of hamburgers and nuggets is that their boneless abstractions allow us to forget we're eating animals" (S. 114)
Tuesday, May 11, 2010
Bibliothekarische Fachkommunikation: Mailinglisten, Weblogs #bib3
"Ein sehr lustiger Einwand. Wo bekommt man denn 'qualitätsgesicherte' Informationen? Im Bibliotheksdienst? In BIT Online? Oder den anderen, einem knallhartem Double-Blind-Peer-Review unterworfenen Cutting-Edge-Zeitschriften im deutschsprachigen Raum?" :-)
Der Artikel verlinkt übrigens auch zur Session "Bibliothekarische Fachkommunikation" am Bibcamp. #bib3
Monday, May 10, 2010
Offiziell = neutral?
Bibliothek vor zweitausend Jahren
Anonymer Kommentar zum Artikel "Miss Information has a close encounter with the law" von Miss Information vom 8. Mai 2010.
Neuerwerbungen
Bibliothek als Kompetenzzentrum für Web 2.0? #bib3
Wie können Bibliothek und BibliothekarInnen sich - hochschulintern, in der bibliothekarischen Ausbildung und bei BenutzerInnen-Schulungen - als Web 2.0-ExpertInnen etablieren? Zwei Beispiele aus anderen Bereichen zur Verdeutlichung, was ich meine: Beim Thema Open Access KANN eine Bibliothek hochschulintern als Kompetenzzentrum für wissenschaftliches Publizieren anerkannt sein. Oder, damit verwandt: Eine Bibliothek KANN die Stelle sein, wo sich WissenschaftlerInnen für szientometrische Analysen hinwenden. Wie sieht das bei Web 2.0 aus? Kauft man uns das ab? Wenn wir Web 2.0-Schulungen für BenutzerInnen anbieten, verstehen diese, warum gerade WIR das Thema behandeln?
Hintergrund meiner Frage: Ich unterrichte selber ja seit acht Jahren in verschiedensten Settings Social Software, auch an einem bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengang. Bei jüngeren Studierenden habe ich zunehmend die Erfahrung gemacht, dass sie nur schwer zu motivieren sind, sich mit dem professionellen Umgang mit Social Software zu beschäftigen - vielleicht weil die Studis privat ohnedies mit diesen Tools umgehen und der Ansicht sind, dass sie eh schon alles wissen, und/oder weil es mir anscheinend nicht gelingt, den Unterschied klar zu machen. Nach dem, was ich bei Tagungen so mitbekomme, nehmen Studierende Schulungsangebote der Unibibliotheken im Bereich Literaturverwaltung sehr gut an - würde das mit Web 2.0 auch funktionieren?
Merkel über Informationsbeschaffung in der DDR
Evelyn Roll: "Angela Merkel über Antisemitismus". In: Süddeutsche Zeitung, 8./9. Mai 2010, S. V2/8
Sunday, May 02, 2010
Neuerwerbungen
Thursday, April 29, 2010
Die Liebe nur aus Büchern kennen
Für Antworten siehe Katalog?
Tuesday, April 27, 2010
Ausstellung "Menschen in der Hauptbücherei"
Wir lesen und hören Musik, arbeiten und spielen am Computer, lernen und suchen was, treffen uns und reden, schauen und beobachten, lernen Leute kennen, wie in einem großen Wohnzimmer sitzen wir zusammen und tun was allein oder gemeinsam, auf jeden Fall ein guter Platz für Gedanken, Bilder, Bücher. Ein Jahr lang hat die Wiener Fotografin Petra Rainer regelmäßig die Hauptbücherei besucht, mit LeserInnen und MitarbeiterInnen geredet, die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Daraus entstand eine Serie ganz besonderer Porträts, die das große Spektrum der Nutzungen des "Bücherschiffs" ebenso darstellen wie die Vielfalt der BesucherInnen aller Altersgruppen, Sprachen, Kulturen...
Thursday, April 22, 2010
"Begriffsverwirrung um vermeintlich unbekannte Tiere"
Blättern und träumen in Berkeleys Bibliotheken
Christine Landfried: "Was wir von Berkeley lernen können". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. April 2010 (Hinweis von Eric Steinhauer)
Wednesday, April 21, 2010
Mahngebühren "ablesen"
Entschleunigung mit #ashtag
"emotionale Suche" nach Musik
Bei einer Abfrage nach "nicht zu schnell", "romantisch/idyllisch", "Schönes und Bekanntes" und "Österreich" wird u.a. Schuberts "Wandern" und "Der Einsame" gefunden; bei "flott", "heiter/fröhlich" und "Humor und Spaß" kommen Treffer von Bronner, Kreisler, Benatzky und Rossini.
Video zur Bibliotheksbenützung in Gebärdensprache
Eines der Videos aus dem YouTube-Channel der Büchereien Wien. Weitere Videos in Österreichischer Gebärdensprache behandeln u.a. die Entlehnung, die Angebote für Kinder, die Computerwerkstatt und den Onlinekatalog.
Tuesday, April 20, 2010
The Particular Sadness of Lemon Cake
Von Bender besitze ich bereits den schrägen, empfehlenswerten Geschichtenband "The Girl in the Flammable Skirt", wo es in einem Text darum geht, dass "A grief-stricken librarian decides to have sex with every man who enters her library".
Ungelesen an Ort und Stelle
Monday, April 19, 2010
ZARA Talk: Rassismus und Medien
"Geht es um die Produktion und Reproduktion von rassistischen Stereotypen in Medien, denken die meisten Menschen an die Kronen-Zeitung, doch sind Qualitätsmedien wirklich davor gefeit? Mit welchen Armuts-Klischees operiert ein Journalismus des Mitgefühls? Können folkloristische oder exotische Erzählungen des Andersseins ungewollt Rassismus bedienen? Oder verhindert 'political correctness' wichtige Diskussionen über reale Probleme? Stets mitgedacht und mitdiskutiert wird auch die Nutzbarmachung ebendieser Stereotype zu unterschiedlichen politischen Zwecken".
Friday, April 16, 2010
reading diary
Jo Dereske: Miss Zukas and the library murders. Avon 1994
Christian Wagenknecht (Hrsg.): Karl Kraus für Gestreßte. Aphorismen. Insel 1997
recently finished::
Julia Harper: Hot. Forever 2008
Masterarbeit über Image im dt.-nl. Vergleich
Zum Inhalt: "Bibliothekarinnen und Bibliothekare haben bezüglich ihres Berufes immer wieder mit Imageproblemen zu kämpfen, was sicherlich einer der Gründe dafür ist, dass die Auseinandersetzung mit dieser Thematik für den Berufsstand dauerhaft interessant bleibt. Images entstehen und verfestigen sich unter anderem durch Massenmedien, zu denen in diesem Zusammenhang auch die belletristische Literatur zu zählen ist. In diesem Buch wird deswegen untersucht, welches Bild von BibliothekarInnen die zeitgenössischen belletristischen Darstellungen aufzeigen und inwiefern dieses mit dem in der Gesellschaft vorherrschenden Bild des bibliothekarischen Berufsstandes übereinstimmt. Des Weiteren wird ein Vergleich zwischen Deutschland und den Niederlanden gezogen, um festzustellen, ob BibliothekarInnen in beiden Ländern ein unterschiedliches Image anhaftet, und ob sich dieses in der Literatur widerspiegelt. Abschließend führt die Autorin Katharina Perlbach einige Überlegungen dazu auf, wie es möglich sein könnte, der Gesellschaft dauerhaft ein positiveres und aktuelleres Bild von BibliothekarInnen zu vermitteln".
Leider kostet die Arbeit 49 Euro, und das übersteigt im Moment meinen Etat. Schade, dass die Arbeit anscheinend nicht bei einem fachspezifischen Online-Repositorium eingestellt wurde. Vielleicht kommt das ja noch!
Läuterung durch Lektüre
Thursday, April 15, 2010
Bibliotheksverbote
- Il y a des choses qu'on a le droit de faire?
- Baisser la tête et faire semblant de travailler, j'ai connu pire, chuchota la jeune fille".
Aus: Sophie Avon: La bibliothécaire. Roman. Paris: arléa 2006, S. 15 - 16
Wednesday, April 14, 2010
Bücher - wohin damit?
Comics als Literatur?
Literaturgeschichte des Burgenlandes
"Beiträge zu einer Literaturgeschichte des Burgenlandes" am Dienstag, den 20. April, um 19 Uhr.
Seit kurzem verfügt auch das Burgenland über eine chronologisch gesammelte Literaturgeschichte. Das Wissen über die Literatur in unserem Raum, das bislang nur punktuell vorhanden war, wurde vom burgenländischen P.E.N.-Club unter der Leitung von Helmut Stefan Milletich zusammengetragen und im heurigen Frühjahr herausgegeben. Von mittelalterlichen Augenzeugen über die Reformation bis zu den vielfältigen Publikationsmöglichkeiten in den 70er- und 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts reicht die Palette der Beiträge. Dabei wird vor allem die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Landes berücksichtigt. Im Literaturhaus werden neben Helmut Stefan Milletich, auch Karl Hofer, Sabine Milletich und Gerhard Winkler lesen.
Tuesday, April 13, 2010
Neu: Beirat der Wirtschaftskammer zur sexuellen Orientierung
Monday, April 12, 2010
The Library Gingerbread Man
Friday, April 09, 2010
Freud'scher (?) Verhörer
Laufkunde geringer einzuschätzen als "wahrhaftiger Bücherfreund"
München : R. Oldenbourg Verlag, 1990
Im letztgenannten Buch - "Das Plakat im Schaufenster" - gibt es einen Abschnitt für Buchhandlungen: "Der sogenannte Laufkunde ist geringer einzuschätzen als der wahrhaftige Bücherfreund, der in regelmäßigen Abständen vorspricht, um sich nach Neueingängen zu erkundigen. Auf diese Leute muß aber ganz besonders eingewirkt werden, ihnen gehört eine besondere Ecke im Schaufenster und ein sehr nachhaltiger Hinweis durch das Schaufensterplakat. (...) Ein sehr wichtiges Moment in der Werbung der Buchhandlung ist die Behandlung des Käufers. Nur keine Schablone. Jeder will vollkommen individuell behandelt werden. Man stürze sich nicht wie ein Habicht auf jenen Menschen, der selber suchen will und der sich Zeit läßt, das richtige Buch herauszufinden. Man werde nicht nervös, wenn dieser Besucher nun schon eine Stunde lang in Büchern herumkramt, man meine nicht, daß er in so kurzer Zeit 'das Beste aus den Büchern herausgelesen habe'. Verständnisvolles Fragen, Hilfsbereitschaft und - notabene! - die eigene Belesenheit wirken Wunder" (S. 77).
Biegel schlägt auch einige Werbeslogans für die Schaufensterplakate vor: "Wenn Sie Bücher von den Freunden entleihen - so bringen Sie sich um die eigene Besitzfreude. Das Buch, das Ihnen gehört, ist Ihnen weit wertvoller" (S. 78). Oder: "Prüfen Sie sich selbst! Wollen Sie teilnehmen am geistigen Leben ihres Landes, so müssen Sie auch Bücher lesen. Bücher bilden und bereichern das Allgemeinwissen" (S. 78). Und: "Können Sie mitreden? Es ist peinlich, in einer Gesellschaft zu sein, wenn gerade über neue Bücher gesprochen wird. Sie können nur zuhören - denn Sie kaufen ja keine Bücher! Besser ist es, Sie opfern monatlich einen kleinen Betrag, um ein gutes Buch zu erwerben!" (S. 77) :-)
Interessant ist aber auch, welche Geschenke den Frauen und welche den Männern zugedacht werden: "Was kann man Männern schenken? Einen Rauchverzehrer? Fein! Einen elektronischen Anzünder? Praktisch! Eine schöne Leselampe? Wundervoll! Sehen Sie - das sind Geschenke, über die sich Männer wirklich freuen können" (S. 48), "Eine gute Zigarre gibt jeder Unterhaltung die freundliche Note! Wo Männer beieinander sind: Die 'Saide" anbieten!" (S. 33), "Ach - wie reizend! Das hört jede Mutter gern. Mit Kleidern von ... sieht jedes Kind reizend aus" (S. 37), "Was für die Frau der entzückende Schirm - das ist für den Mann der praktische Spazierstock" (S. 43), "Aerger macht häßlich! Und Aerger mit einem schlechten Herd macht vorzeitig alt. Daran denken und von vornherein einen XY-Herd kaufen. Der XY-Herd sorgt stets für die gute Laune der Hausfrau" (S. 49). Schmunzeln musste ich auch beim Hinweis: "Daß man allen Verlobten (Aushänge an den Standesämtern auswerten!) selbstverständlich Matratzen anbietet, braucht hier wohl kaum betont zu werden" (S. 47).
Thursday, April 08, 2010
reading diary
Bibliothekarin und Polizist - das kommt so oft vor, dass ich darüber mal einen Artikel schreiben sollte. Beispiele: Jo Dereske: Miss Zukas Mystery-Reihe; Marion Moore Hill: Scrappy Librarian-Reihe; Linda Howard: Auch Engel mögen's heiß; Tracy Montoya: Next Of Kin; Miriam Grace Monfredo: Glynis Tryon-Reihe... Die umgekehrte Geschichte - also Bibliothekar und Polizistin - gibt es bei der Supper Club Mystery-Reihe von J. B. Stanley.
Wednesday, April 07, 2010
Rätsel Garderobekasten
Unlängst kam ein pensioniertes Ehepaar zu einer Führung, der Mann stürmte herein und beschwerte sich, dass seine Münze feststeckt. Kein Problem, kommt öfters vor - ich bewaffnete mich also wie gewohnt mit einer langen Schere und versuchte, die Münze aus dem Münzschlitz zu stochern. Die beiden schauten mir dabei etliche Minuten zu. Irgendwann wurde ich skeptisch und fragte vorsichtig, ob es denn sicher dieses Schließfach gewesen sei. Darauf sie: "Schon, aber ich hab die Münze nicht da oben reingesteckt". Sondern? "Na, ins Schloss". Ins Schloss? Ah. Tatsächlich. Dort in den schmalen Raum, wo sich das Ding dreht, das dann zusperrt. Dort, wo man die Münze nur mit Gewalt reinkriegt. Dort, wo ich mit der Schere nicht hinkomme. Dort, wo man was reinsteckt und dann den Schlosser rufen muss. Dem Mann, der dann noch ewig herummoserte, hätte ich übrigens gerne die Rechnung für den Handwerker geschickt...
Ich habe übrigens großes Verständnis dafür, dass man mal auf der Leitung stehen kann oder sich unsicher fühlt, wenn man das erste Mal in einer Bibliothek ist (siehe dazu "Ich als DAU"), ich halte mich für grundsätzlich geduldig und hilfsbereit, und ich liebe Infodienst, aber mich nervt, wenn genau die Leute, die nicht recht haben, gleich von vornherein diesen unwirschen Tonfall an den Tag legen...
Neuerwerbungen
Tuesday, April 06, 2010
Einladung zur Tagung "Aus Spaß an der Freud'"
Im Bibliotheksbereich spielt ehrenamtliche Arbeit eine wesentliche Rolle - nicht nur was ihre quantitative Verbreitung sondern auch was ihre Verknüpfung mit Fragen von Geschlechterverhältnissen, kapitalistischer Arbeit und Neoliberalismus betrifft. Das Ehrenamt bewegt sich im Spannungsfeld von behaupteter Selbstverwirklichung jenseits von Lohnarbeit - durchaus nicht frei von Hierarchie und Weisungsgebundenheit - und (Selbst-)Ausbeutung, die nicht zuletzt eine Öffentlichkeit aus der (finanziellen) Verantwortung nimmt, indem wichtige bildungspolitische und emanzipatorische Arbeit "freiwillig", jedenfalls aber ohne Bezahlung, geleistet wird. Gerade im Kontext aktueller Debatten um "Selbstverantwortung", "BürgerInnengesellschaft" und andere neoliberale Schlagworte scheint also eine Auseinandersetzung mit dem Ehrenamt wichtig. Diese und ähnliche Fragen, sowie eigene (auch verschiedene) Umgänge, Zugänge und Betroffenheiten, aber auch die Suche nach Veränderungen und Utopien im Anschluss an eine Analyse und Kritik aktueller Arbeitsverhältnisse, werden deshalb Thema des KRIBIBI-Frühjahrsseminars 2010 sein. Da Ehrenamtlichkeit aber nur ein Aspekt ist, wird uns das Überthema "Arbeitsverhältnisse" auch im Herbstseminar dieses Jahres weiter beschäftigen. Dort werden wir uns dann spezifischer den Prekären Arbeitsverhältnissen widmen, die gerade auch in Form von immer neuen befristeten und wenig abgesicherten Projekten die Arbeitswelt verunsichern.
Freitag, 7.5.2010
Ort: AK Bibliothek für Sozialwissenschaften, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20-22
19.30 Uhr Vortrag und Diskussion - Magdalena Freudenschuß (Politologin, schreibt in Berlin ihre Doktorarbeit in Soziologie zu Prekarisierungsdiskursen und arbeitet als Referentin in der politischen Bildungsarbeit): Geld oder Ehre/namt? Paradoxe Konstellationen von Arbeit im Neoliberalismus
Samstag, 8.5.2010
Ort: Renner-Institut, 1120 Wien, Eingang Hoffingergasse 26
09.00 Uhr: Begrüßung und Vorstellungsrunde
09.45 Uhr: Referat und Diskussion - Nikolaus Hamann (Büchereien Wien): Freiwilligenarbeit in Österreich. Begriffe - Fakten - Schlussfolgerungen
10.30 Uhr: Referat und Diskussion - Franz Pascher (Büchereiverband Österreichs): Österreichische Büchereien zwischen Hauptberuf und Ehrenamt
12.30 Uhr: Mittagessen
14.30 Uhr: Arbeitsgruppen zu den drei Themenbereichen: Ehrenamts-Biographien; Ausgebildetes Ehrenamt? Die (Re-)Produktion von Haupt- und Ehrenamtlichkeit in der Ausbildung; Mehr als Verbesserungen. Versuche über (Arbeits-)Utopien
17.00 Uhr: Diskussion der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen
18.30 Uhr: Abendessen
Sonntag, 9.5.2010
Ort: Renner-Institut, 1120 Wien, Eingang Hoffingergasse 26
09.00 Uhr: Asghar Eslami, Ferdos Mirabadi, Sorur Sahebi (Iranische Bibliothek Hannover): "Auf dem Weg zu einer weltoffenen und lebendigen Bibliothek" - Iranische Bibliothek und Dokumentationszentrum in Hannover - die Geschichte und Entwicklung
10.30 Uhr: Fazit, Seminarkritik
12.00 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Ende der Tagung
Beim Auskunftsdienst
Ich: "Welchen Jahrgang?"
Benutzer: "Ach, ist das nach Jahr sortiert, nicht nach Adressen?"
Friday, April 02, 2010
Thriller mit Bibliothekarin
Thursday, April 01, 2010
Neuerwerbungen
Wednesday, March 31, 2010
Tatort-Tagebuch März 2010
Go get a life
Tuesday, March 30, 2010
Bibliotheksaushilfe, schrecklich schüchtern
Richard Haymon: Das Spiel. 8. Aufl. München: Heyne 2009, S. 9 (Neuerwerbung)
Was die Bibliothekarin ihm hingelegt hatte
Die dicke Bibliothekarin
Aus dem Artikel "Sixpack-Mann verliebt sich in XXL-Frau", Südkurier, 6, März 2010, über eine Aufführung der Tragikomödie "Fettes Schwein" von Neil LaBute, Eurostudio Landgraf
Lieblingslehrer weinten bei Keats
Aus: Tanya Gold: "How I became a fully qualified gravedigger". In: The Guardian, 28. März 2010 (Hinweis von LonelyLibrarian)
Monday, March 29, 2010
Dutt und Brille: attraktiv und kompetent
Musik, Gebet, täglicher Sport
Social Software ist Thema beim Eurasian Media Forum
Quelle: Presseaussendung "Beim Kasachstan Media Forum wird der Iran im Mittelpunkt stehen" via APA OTS.
Siehe dazu auch Dan Kennedy: "Free the Kazakhstan Internet"; Dauren Akhmetbayev: "Eurasian Media Forum begins with a scandal"; Reporter ohne Grenzen über Kasachstan: auf Deutsch und auf Englisch.
Thursday, March 25, 2010
Neuerwerbungen
Weil's dazu passt: Eberhardt Gering: Biographische Skizze zu Dr. Ing. Otto Frank, In: Die Gründer und Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Dokumentation im deutschen NS-Staat, 2007 (pdf).
Wednesday, March 24, 2010
"Frauenliteratur ist sicher ganz wichtig" - Subventionsstreichung
In der Tiroler Tageszeitung vom 23. März 2010 wird Zoller-Frischauf wie folgt zitiert: "Frauenliteratur ist sicher ganz wichtig. Sie kann aber auch in anderen Büchereien stehen".
Monday, March 22, 2010
Bibliotheksbestand des Tages
reading diary
Lydia Millet: Oh pure and radiant heart. Vintage Books 2007
abgeschlossene Lektüre:
Magnus Mills: The Scheme for Full Employment. HarperPerennial 2004
Wien: Frage an Lehrlinge nach Ehe der Eltern
Saturday, March 20, 2010
reading diary
Lydia Millet: Oh pure and radiant heart. Vintage Books 2007 ("the three geniuses who were key to the invention of the atom bomb--physicists J. Robert Oppenheimer, Enrico Fermi and Leo Szilard--are displaced to contemporary America at the moment history's first mushroom cloud rises over the New Mexico desert in July 1945. When the scientists appear in Santa Fe in 2003, Ann, a reference librarian, and her doting husband Ben take them in, and with the long-dead physicists for houseguests are swept up in a quixotic and calamitous quest")
Magnus Mills: The Scheme for Full Employment. HarperPerennial 2004
Linda Bacon: Health at every size. The surprising truth about your weight. Benbella 2008
abgeschlossene Lektüre:
Maj Sjöwall / Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal. 2. Aufl. Rowohlt 2009
Wednesday, March 17, 2010
Kinderlose Bibliothekarinnen
Aus: Gerda Neyer, Jan M. Hoem, Gunnar Andersson: "Kinderlosigkeit, Bildungsrichtung und Bildungsniveau. Ergebnisse einer Untersuchung schwedischer Frauen der Geburtsjahrgänge 1955-59". In: Dirk Konietzka, Michaela Kreyenfeld (Hrsg.): Ein Leben ohne Kinder. Kinderlosigkeit in Deutschland. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2007, ISBN 978-3-531-14933-2, S. 130. - Siehe dazu auch die Lönestatistik auf der Website des schwedischen Verbandes DIK, "a professional association and a trade union for university graduates in the fields of documentation, information and culture".
Tuesday, March 16, 2010
noch ein bibliothekarisches Mordopfer
Christy Evans: Sink Trap. Berkley 2009 (= Georgiana Neverall mysteries)
Monday, March 15, 2010
Mordopfer: nymphomanische Bibliothekarin
P: (...) Sie gab sich wirklich alle Mühe, scheußlich auszusehen. Bestenfalls lief sie in langen weiten Hosen und sackartigen Pullovern herum. Mit knapper Not konnte sie sich durchringen, ein Kleid anzuziehen, wenn sie zur Arbeit ging. (...) Sie hat so getan, als wüsste sie nicht, dass es so etwas wie Kosmetik, Friseusen oder Nylonstrümpfe gab. In anderen Dingen dagegen war sie fast pedantisch, vor allem mit ihren Büchern.
K: War Miss McGraw eine attraktive Frau?
P: Ganz und gar nicht, das dürfte Ihnen doch deutlich geworden sein, wenn Sie zugehört haben. Aber sie war mannstoll, und das macht eine Menge wett.
Aus: Maj Sjöwall / Per Wahlöö: Die Tote im Götakanal. 2. Aufl. Rowohlt 2009, S. 109
Saturday, March 13, 2010
BBB news
Thursday, March 11, 2010
BibliothekarInnen in tragenden Rollen
"A black-and-white film from 1930 showing librarians moving the 1742 Collection of books from the Old Library (now Dwight Chapel) to the newly-completed Sterling Memorial Library" - aus dem Youtube-Channel der Yale University!
"Chunky" und "lonely" - Bibliothekarinnen im Liebesroman
"Chunky and unpopular in high school, Ellie Stepp was often the brunt of hurtful remarks and other cruel behavior. Now a librarian in the very town where she had such a miserable adolescence, Ellie has resigned herself to being overweight and single". - Kathy Love: Wanting what you get. Zebra Books 2004
Wednesday, March 10, 2010
"RDA: why it won't work"
Monday, March 08, 2010
"Nichtwissen um den Weltzustand"
Frechheit: Bibliotheken als Belohnung ;-)
Na, wenn das so ist, sollten wir einfach die Präsenzdiener einsperren, oder? Das blöde dran ist, dass die auch schon Bibliotheken haben: "Um den bei der Truppe dienenden Soldaten das Lesen als sinnvolle Freizeitgestaltung nahe zu bringen, sind 44 Soldatenbüchereien und Freizeitbörsen, in auf das gesamte Bundesgebiet verteilten Kasernen eingerichtet, deren zentrale Verwaltung ebenfalls der Österreichischen Militärbibliothek obliegt". - In diesem Zusammenhang weise ich auch gerne auf die 2007 von mir betreute Diplomarbeit "Bibliotheken in österreichischen Justizanstalten" von Verena Kern hin.
Einladung: Themenführung "Frauenleben in der Wienbibliothek"
Saturday, March 06, 2010
Statistik, Statistik
P.S. Noch was: 57,3 Prozent verwenden Firefox, 5,3 Prozent Safari und 4 Prozent Opera. Nicht schlecht, oder?
Neuerwerbung
Das Buch wurde uns beim Training mit Herbert Langthaler von der Asylkoordination empfohlen und enthält nicht nur Argumentationshilfen, sondern auch eine Anleitung für Menschen, die selbst Argumentationstrainings halten wollen.
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten
Friday, March 05, 2010
BBB news
Thursday, March 04, 2010
Weitere Aufgabe für den Auskunftsschalter...
Wednesday, March 03, 2010
reading diary
Seth Lloyd: Programming the universe. A quantum computer scientist takes on the cosmos. London: Vintage Books 2006
abgeschlossene Lektüre:
Jakob Michael Perschy: Sprechen Sie Burgenländisch?. Ueberreuter 2004
hab das Buch gemeinsam mit einer Oberösterreicherin gelesen und mich vor allem über die Umschreibungen der weniger schmeichelhaften Ausdrücke und die Unterschiede im Verständnis zwischen Oberösterreichisch und Burgenländisch/Niederösterreichisch amüsiert. Viele Wörter hab ich zuletzt in meiner Kindheit gehört gehabt. Außerdem wurde mir einmal mehr klar, wie armselig das Vokabular der Hochsprache teilweise ist - oft wäre mir beim besten Willen keine hochsprachliche Entsprechung eingefallen. Und ich beneide hiesige (oder "dasige") DeutschlernerInnen nicht - es gehört schon was dazu, um von "gmua" auf genug und von "gmoa" auf Gemeinde zu kommen ;-)
Tracy Montoya: Next Of Kin. Harlequin 2005 (= Intrigue 883)
ein Buch mit nahezu klassischer Bibliothekarin/Polizist-Liebesgeschichte, von dem man nach fünf Seiten weiß, wie es ausgehen wird; spielt an der Saint Xavier University; man erfährt relativ wenig über die Arbeit der Bibliothekarin Dr. Celia Viramontes, aber sie dürfte beliebt bei den Studierenden sein. Es kommt kein einziges Mal etwas wie "she wasn't your typical librarian" vor, und dafür gibt es Pluspunkte.
"Vertrieben und Vergessen" online abrufbar
Tuesday, February 23, 2010
Tatort-Tagebuch Februar 2010
Monday, February 22, 2010
Vertrieben und vergessen: Judentum im Burgenland
Zeit und Ort: Donnerstag, 25. Februar 2010, 19 Uhr, Österreichisches Jüdisches Museum, Unterbergstraße 6, 7000 Eisenstadt (Anreise). - Um Anmeldung via Mail an direktion.bgld@orf.at, via Telephon unter 02682/700-27211 oder via Facebook wird gebeten. - Mehr zur Sendung und zur Veranstaltung im Museums Weblog Koschere Melange.
Sunday, February 21, 2010
reading diary
Seth Lloyd: Programming the universe. A quantum computer scientist takes on the cosmos. London: Vintage Books 2006
recently finished:
Terry Pratchett: Moving pictures. Corgi Books 1991
Oliver Polak: Ich darf das, ich bin Jude. Kiepenheuer & Witsch 2009
Peter Jacobi: Mein Leben als Buch. Hamburg: Edition Nautilus 2000
Friday, February 19, 2010
Krimis lesen aus Angst?
Die zitierte Co-Autorin Amanda Vicary beschäftigt sich übrigens nicht nur mit "Women's attraction to crime and criminals", sondern auch mit "Facebook usage in response to tragedy". Um welche Studie es sich genau handelt, wird in dem Zeitungsbericht nicht angegeben, aber ich nehme an, es ist folgende: Amanda M. Vicary / R. Chris Fraley: "Captured by True Crime: Why are women drawn to tales of rape, murder, and serial killers?" In: Social Psychological and Personality Science 1 (2010) 1, S. 81 - 86 (Preprint/pdf). Darin heißt es: "Regardless of the reasons behind women's heightened fear of crime, the characteristics that make these books appealing to women are all highly relevant in terms of preventing or surviving a crime. For example, by understanding why an individual decides to kill, a woman can learn the warning signs to watch for in a jealous lover or stranger. By learning escape tips, women learn survival strategies they can use if actually kidnapped or held captive. In addition, the finding that women consider true crime books more appealing when the victims are female supports the notion that women may be attracted to these books because of the potential life-saving knowledge gained from reading them" (S. 85).
Thursday, February 18, 2010
Bibliotheksbestand des Tages
Aschermittwoch: "Wie ich sehe, hat er sich auch hübsch fremder Sünden theilhaftig gemacht?"
Fasching: "Die machen fast den Hauptteil meines Sündenpackes aus. Ich bin Schuld an so vielen tausend und tausend Wein- und Bierräuschen, und allen den Folgen, die aus übermäßigem Genuße hitziger Getränke entstehen. (...) Endlich bin ich auch Schuld an so mancher verschlafenen Tagsatzung der Advokaten, an so manchen versäumten Concilien der Ärzte, an so manchen liegen gebliebenen Referaten, Bescheiden oder Resolutionen der Beamten" (S. 10/12)
Aus: Der reumüthige Fasching am Beichtstuhle des Aschermittwochs. Wien: In Kommißion bey Peter Rehm 1796 (Signatur A 11446)
Wednesday, February 17, 2010
reading diary
currently reading:
recently finished:
Setzen wir Tiere an?
(*) Bei Harry Potter (122613139) finde ich die Bemerkung "Geburtsjahr unbekannt" witzig, und bei Kriemhild (118919601) ärgert mich ein bisschen, dass bei "Daten zur Person" nicht mehr steht als "Siegfrieds Frau". Die Frau, das relative Wesen.
CfP: Der Vampir in den Kinder- und Jugendmedien
Monday, February 15, 2010
Vorschlag für ein T-Shirt
Friday, February 12, 2010
Schulbibliothek: Nur zum Herumhängen?
Siehe dazu auch Kerry Benefield: "Santa Rosa may cut school year, spring sports" vom 8. Februar 2010, Nancy A. Persons' Leserbrief vom 7. November 2009 und Connie Williams: "Don't leave students without librarians" vom 2. November 2009. - Via LISNews.
Thursday, February 11, 2010
How to write badly well
One of my all-time favourites (so far) is "Select words for their impressiveness rather than their relevance": "As it was after eight of the clock and I was in a particularly ecbatic frame of psyche, I decided to oscillate by the publican's place of business and masticate the rind for a short sojourn" :-))
P.S.: Stickley is also on Twitter and Google Profiles. - Other recommended weblogs giving writing advice: Write to done and some entries in 101 reasons to stop writing.
BBB news
Wednesday, February 10, 2010
Tätigkeiten von Mann und Frau
Bibliotheksbestand des Tages
Update:
Sunday, February 07, 2010
Maybe a librarian
Emma Donoghue: "The sanctuary of hands". In: Touchy subjects. London: Virago 2006, S. 133
Neulich im Lokal
"Raucher oder Nichtraucher?"
"Nichtraucher".
"Nichts mehr frei".
"Dann Raucher".
"Auch nicht".
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Erinnerte mich ein wenig an Google, das manchmal fragt "Meinten Sie XY?", und wenn man draufklickt, gibt es null Treffer.






