Für die achte Ausgabe der Zeitschrift "Libreas - Library Ideas" läuft bis 22. Jänner der Call for Papers: "Die Lesejahre sind vorbei? Die Öffentliche Bibliothek und die Stadtgesellschaft".
Aus dem Ausschreibungstext: "Die nächste Ausgabe von LIBREAS wird sich mit der Fragestellung, welche Rolle Bibliotheken innerhalb einer Stadtgesellschaft übernehmen können und sollten und welche Herausforderungen dabei auf sie zukommen, befassen. Dabei interessieren uns neben Problemlagen besonders auch Erfolgsmodelle, Best-Practice-Erfahrungen und gelingende (und die Ursachen für misslingende) Wechselwirkungen zwischen Bibliothek und Stadtgesellschaft. - Neben konkreten Erfahrungen interessieren uns Betrachtungen der Bibliothek als soziale Institution und ihre Korrelation mit der Öffentlichkeit, der städtischen Öffentlichkeit und schließlich die architektonische Einbettung der Bibliothek in das Stadtbild".
Monika Bargmann aka library mistress postet über Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Bibliotheken, Archive, Bücher und Datenbanken, Grünzeug, Lesen und Schreiben - vor allem Science Fiction (meistens auf Deutsch, manchmal auf Englisch, seltener auch in anderen Sprachen)
Monday, November 20, 2006
Friday, November 17, 2006
Avoid working with the public
Einer der lustigeren bibliothekarischen Posts in letzter Zeit - die annoyed librarian stellte unter dem Titel "Annoyed Librarian's Guide to Public Service" fest: "Obviously the goal of any public service librarian is to avoid working with the public. The public is annoying. We all know this to be true, no matter how we try to sugarcoat our feelings by pretending we really want to serve. We don't want to serve. We want to get paid and go home. Better yet, get paid without even having to come to work". - Mit den folgenden Regeln zum Umgang mit BibliotheksbenutzerInnen bezieht sie sich auf den Eintrag "20 points on excellent library customer service" aus dem Blog about Libraries.
Thursday, November 16, 2006
Psychopathin als Bibliothekarin
In der Folge "Grow" ["Die Hormonfalle"] der Serie Criminal Intent kam erneut die Figur der mehrfachen Mörderin und Psychopathin Nicole Wallace vor, wieder dargestellt von Olivia D'Abo. Diesmal arbeitete sie in einer Bibliothek, und zwar in der Middleborough Community College Library - sie wurde erkannt an einem ausgeliehenen Buch.
Detective Goren sah im Haushalt eines Verdächtigen ein Buch, das er zielgerichtet auf einen Bibliotheksstempel überprüfte, und ging in die Bibliothek, um nachzufragen, wer das Buch ausgeliehen habe. Allen bibliothekarischen Ethik-Codices zuwiderlaufend gab die Bibliothekarin am Schalter ohne Umschweife Auskunft und verwies die Polizisten gleich noch auf den Schreibtisch ihrer Kollegin Nicole Wallace. Nicoles Mutter sei auch Bibliothekarin gewesen, gab sie dann noch an.
Zwei nette Sätze, beide von der Mörderin: "Bibliotheken waren immer eine Zuflucht für mich. Ich liebe Bücher!" und "Es überrascht mich, dass Sie einer Bibliothekarin nicht vertrauen".
Detective Goren sah im Haushalt eines Verdächtigen ein Buch, das er zielgerichtet auf einen Bibliotheksstempel überprüfte, und ging in die Bibliothek, um nachzufragen, wer das Buch ausgeliehen habe. Allen bibliothekarischen Ethik-Codices zuwiderlaufend gab die Bibliothekarin am Schalter ohne Umschweife Auskunft und verwies die Polizisten gleich noch auf den Schreibtisch ihrer Kollegin Nicole Wallace. Nicoles Mutter sei auch Bibliothekarin gewesen, gab sie dann noch an.
Zwei nette Sätze, beide von der Mörderin: "Bibliotheken waren immer eine Zuflucht für mich. Ich liebe Bücher!" und "Es überrascht mich, dass Sie einer Bibliothekarin nicht vertrauen".
CfP: Sacred leaves
Die Tagung "Sacred Leaves: The book between manuscript & print" findet im Februar 2007 in Tampa, Florida statt. Aus dem Call for papers: "The Special Collections Department of the Tampa Library, University of South Florida seeks papers from graduate students and recent MA or PhD recipients for its First Annual Graduate Symposium, Sacred Leaves. This year's theme is The Book Between Manuscript & Print".
"We encourage interdisciplinary topics considering the history of the book, with particular emphasis on the shift from script to print. Subjects for proposals may include, but are not limited to: Readership, Production techniques, Word and image relations, The book as art, Methodologies in the history of the book. - Deadline: 5. Jänner 2007. - Abstracts mit maximal 250 Wörtern an den Koordinator des Symposions, Lesley T. Stone unter lstone@lib.usf.edu.
"We encourage interdisciplinary topics considering the history of the book, with particular emphasis on the shift from script to print. Subjects for proposals may include, but are not limited to: Readership, Production techniques, Word and image relations, The book as art, Methodologies in the history of the book. - Deadline: 5. Jänner 2007. - Abstracts mit maximal 250 Wörtern an den Koordinator des Symposions, Lesley T. Stone unter lstone@lib.usf.edu.
Überraschung
Heute näherte sich ein Student zögernd dem Infoschalter. "Gehörst Du zur Bibliothek?" fragte er. - Ich: "Ja". - Er: "Aha, ein neues Gesicht". Hm?! Ich sitze doch seit über drei Jahren an diesem Infoschalter in diesem Gebäude...
Interessante Preisangabe
Laut buchhandel.de kostet das Buch "SSH - kurz und gut" von Sven Riedel "19,90 Eur[D] / 12,45 Eur[A] / 12,00 sFr". Ich glaub, da nehm ich die Franken.
Literarische Nachtwanderung
Am Friedhof der Namenlosen findet morgen ab 20 Uhr eine "Literarische Nachtwanderung" statt, zu der die Autorengruppe "Literatur an anderen Orten" einlädt. "Auf Schleichwegen der schwarzen Fantasie, eine Literatour in vier Stationen: Ein nächtlicher Parkplatz an der Donau. Vorbeiziehende Lastkähne, die dunkle Wellen ans Ufer werfen. Ein Gasthaus am Friedhof und ein Wald mit 478 Toten". -- Über die Eignung dieser Gegend für den Hintergrund eines John Sinclair-Romans habe ich schon einmal geschrieben.
Neuerwerbungen
Monday, November 13, 2006
Wieder mal "entfessle die Bibliothekarin"
"Aimee Bender takes a normally sedate librarian through a licentious afternoon". In: J.H. Blair (Hrsg.): "The Hot Spots: The Best Erotic Writing in Modern Fiction". New York: Berkley 2001
Der genaue Titel des Textes ist noch zu eruieren, evtl. handelt es sich um einen Auszug aus dem Buch "The Girl in the Flammable Skirt", erschienen 1998 bei Doubleday bzw. 1999 bei Anchor Books. Zitat: "She has her hair back and the glasses on but everyone has a librarian fantasy, and she is truly a babe beneath. I have a fantasy, he says, of a librarian".
Der genaue Titel des Textes ist noch zu eruieren, evtl. handelt es sich um einen Auszug aus dem Buch "The Girl in the Flammable Skirt", erschienen 1998 bei Doubleday bzw. 1999 bei Anchor Books. Zitat: "She has her hair back and the glasses on but everyone has a librarian fantasy, and she is truly a babe beneath. I have a fantasy, he says, of a librarian".
Unser Land und keine Zeitung
Auf der Website www.oesterreichistunserlandundkeinezeitung.at protestiert der Bad Vöslauer Hans Böck gegen die Bezeichnung der neuen Fellner-Tageszeitung als "Österreich" - er hat einen Markenlöschungsantrag beim Patentamt eingebracht. -- Laut WHOIS ist die Domain oesterreich.at übrigens von der Wiener Zeitung GmbH registriert, während österreich.at einer "Zeitungsprojekt Verlags GmbH" = Fellner-Zeitung gehört.
Polaroid-Firmenarchiv geht an Harvard
Karen M. Cheung berichtet am 7. November auf digitalcamerainfo.com, dass die Firma Polaroid ihr Firmenarchiv mit "1.5 million items" an die Baker Library der Harvard Business School spendet: "The Polaroid collection is the single largest collection at the Harvard Business School Library. If all the shelves that house the Polaroid archives were placed next to each other, the collection would measure 4000 linear feet, equivalent to over 13 football fields". -- Derzeit ist in der Baker Library übrigens die Ausstellung "The Human Factor - introducing the industrial life photograph collection" zu sehen.
Bibliothekarin als Mordopfer
Ellery Queen [i.e. Frederic Dannay / Manfred Bennington Lee]: "Feigenblatt Kaliber .32". Ullstein 1970
"Sieben Opfer stehen auf der Abschussliste: das alte Ehepaar kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben - der Fahrer wird in den Hinterkopf geschossen - die Bibliothekarin stirbt an einer Gasvergiftung - der Lehrer wird zu Tode gefoltert - die Sekretärin ist in den Händen der Killer. Und das siebente Opfer soll die schöne und bezaubernde Fotografin werden. Oder scheint es nur so? Steht sie in Wirklichkeit auf der Seite der Jäger? Edward Tollman weiß es nicht. Er weiß nur eins: Diese Frau muss er retten - vor den Mördern. Oder vor sich selbst") - eh klar, dass nicht die Bibliothekarin gerettet wird, oder? ;-)
"Sieben Opfer stehen auf der Abschussliste: das alte Ehepaar kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben - der Fahrer wird in den Hinterkopf geschossen - die Bibliothekarin stirbt an einer Gasvergiftung - der Lehrer wird zu Tode gefoltert - die Sekretärin ist in den Händen der Killer. Und das siebente Opfer soll die schöne und bezaubernde Fotografin werden. Oder scheint es nur so? Steht sie in Wirklichkeit auf der Seite der Jäger? Edward Tollman weiß es nicht. Er weiß nur eins: Diese Frau muss er retten - vor den Mördern. Oder vor sich selbst") - eh klar, dass nicht die Bibliothekarin gerettet wird, oder? ;-)
Doderers Preinblicke
Das Buch "Heimito von Doderers Preinblicke" ist soeben in der Österreichischen Verlagsgesellschaft erschienen. Aus der Presseaussendung: "Claudia und Michael Girardi kombinieren in diesem Doderer-Textband erstmals systematisch einschlägige Stellen aus dem Werk mit alten und neuen Bildern der realen Orte - darunter finden sich auch bisher unveröffentlichte Bilder aus Privatbesitz. So entsteht ein nicht nur für Doderer-Kenner reizvolles Vademecum, das zugleich in das Werk eines der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller und in einen der 'Quellgründe' dieses Werks, die Kulturlandschaft des Semmering-Rax-Gebietes, einführt". - Das Buch wird am Donnerstag, dem 23. November, um 20 Uhr im Wiener Literaturhaus vorgestellt. Es liest Martin Loew-Cadonna.
Thursday, November 09, 2006
Komik des Augenblicks
Gestern, bei der Vorlesung über die Vorlesung: Der Vortragende spricht gerade über das Hören und Zuhören. In der zweiten Reihe sitzt eine Studentin und führt über mehrere Minuten ungerührt ein einige Reihen weit zu vernehmendes Gespräch am Handy.
Lesetagebuch
| gestern fertiggelesen: Andreas Steinhöfel: Die Mitte der Welt. Süddeutsche Zeitung | Junge Bibliothek Band 24, 2006 - eines jener Bücher, die ich zwischendurch aus der Hand lege, damit sie nicht so schnell vorbei sind, und die ich trotzdem an einem Tag beende. Übrigens: eine Bibliothekarin kommt auch vor ("meine Kollegin vom festgezurrten Haupthaar"), das war eigentlich der Grund, warum ich das Buch gekauft habe, aber das Buch bietet viel mehr als das. |
Isadore Gilbert Mudge R. R. Bowker Award
"Do you know someone who has influenced reference significantly?" Dann gleich anmelden für den Preis mit dem etwas sperrigen Titel "Isadore Gilbert Mudge R. R. Bowker Award". - "An annual cash award of $5,000 and a citation to an individual who has made a distinguished contribution to reference librarianship may include programming in a particular library, authorship of a significant book or articles in the reference field. The award is presented by the Reference and User Services Association (RUSA). To nominate an individual, write a letter of nomination explaining why the individual is deserving of this recognition and citing specific achievements. Each nomination packet must include three to five letters of recommendation, a copy of the nominee's resume or curriculum vitae, and any other appropriate documentation".
Nominierungen bis 15. Dezember an Donald J. Kenney, Chair des Isadore Gilbert Mudge R.R. Bowker Award Committee, p.A. University Libraries, Virginia Tech, P.O. 90001, Blacksburg, VA 24061-9001. - Quelle: nexgenlib-l.
Nominierungen bis 15. Dezember an Donald J. Kenney, Chair des Isadore Gilbert Mudge R.R. Bowker Award Committee, p.A. University Libraries, Virginia Tech, P.O. 90001, Blacksburg, VA 24061-9001. - Quelle: nexgenlib-l.
Tuesday, November 07, 2006
OII Working Papers
Das Oxford Internet Institute verweist auf zwei neue Working Papers von Gastprofessor Yorick Wilks:What is the Semantic Web and what will it do for eScience? [pdf] Artificial Companions as a new kind of interface to the future Internet [pdf]
BKA-Wiki
Das österreichische Bundeskanzleramt betreibt ein Wiki, in dem Diskussionen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen Q-LA (digitale Langzeitarchivierung), EDIAKT II (elektronischer Aktenaustausch), Q-KA (Kommunikationsarchitektur) und Q-Reg (Register) festgehalten werden. Derzeit noch in Arbeit ist das eGovernment-Portal.
Monday, November 06, 2006
TEI bibliography
Susan Schreibman, Bibliothekarin an der McKeldin Library der University of Maryland, stellt eine "Bibliography of Publications related to the Text Encoding Initiative" zusammen, die auf der TEI-Website veröffentlicht wird und Publikationen zur Theorie von XML und Markup und zur Praxis der TEI vereint.
Geschlechtslos, reizlos, humorlos
Herzliche Einladung: Der Eröffnungsabend der Tagung BücherFrauenBibliotheken widmet sich dem Thema "Geschlechtslos, reizlos, humorlos. Das Los der BibliothekarInnen in Buch und Film — ein trotz allem heiterer Abend" und wird von Martina Lammel und mir gestaltet. - Die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung zu besuchen. Ort und Zeit: Freitag, 10. November 2006, 19.30 Uhr, Kreisky-Saal im Gartenhotel Altmannsdorf.
"Still und spröde. Arm und unscheinbar. Gewöhnlich und langweilig. Grau und freudlos - so werden Bibliothekarinnen häufig in Belletristik und Film beschrieben. Martina Lammel und Monika Bargmann laden die Zuseher- und ZuhörerInnen zu einer Reise durch die Welt der Stereotype und Klischees. Sie machen halt bei der Bibliothekarin als Kinderschreck und Monster, erklären den "Entfessle-die-Bibliothekarin"-Moment, sehen Bibliotheksmitarbeiterinnen aus den Augen ihrer Chefs, lassen Eltern und Kinder von Bibliothekarinnen zu Wort kommen, beschreiben die wesentlichen Attribute einer fiktionalen Bibliothekarin und verlieren bei alldem nicht den Humor".
"Still und spröde. Arm und unscheinbar. Gewöhnlich und langweilig. Grau und freudlos - so werden Bibliothekarinnen häufig in Belletristik und Film beschrieben. Martina Lammel und Monika Bargmann laden die Zuseher- und ZuhörerInnen zu einer Reise durch die Welt der Stereotype und Klischees. Sie machen halt bei der Bibliothekarin als Kinderschreck und Monster, erklären den "Entfessle-die-Bibliothekarin"-Moment, sehen Bibliotheksmitarbeiterinnen aus den Augen ihrer Chefs, lassen Eltern und Kinder von Bibliothekarinnen zu Wort kommen, beschreiben die wesentlichen Attribute einer fiktionalen Bibliothekarin und verlieren bei alldem nicht den Humor".
Friday, November 03, 2006
Deutsche FRBR
The gifted reader's bill of rights
Quelle: Bertie Kingore: "Reading Instruction for the Primary Gifted Learner". In: Understanding Our Gifted 15 (2002) 1, S. 12 - 15
Drogentest für Ehrenamtliche
Das Levy County Public Library System in Florida hat ein Problem, ehrenamtliche MitarbeiterInnen zu finden, seitdem das County Drogentests für alle MitarbeiterInnen und Ehrenamtliche vorschreibt. Die Direktorin, Bonnie Tollefson, wird im Library Journal wie folgt zitiert: "'An 80-year-old woman is not about to pee in a cup,' Tollefson told the Williston Pioneer Sun News. 'It is an affront to her dignity'". - Quelle: Library Journal 131 (2006) 18, S. 15, via ABI/Inform.
Thursday, November 02, 2006
"stereotype of the buttoned-up librarian"
"Colleen Harris doesn't fit the stereotype of the buttoned-up librarian. Her arms are covered with a pirate queen motif and black scrolling tattoos, which extend down the side of her body to her ankle. A black rose and the words 'Dangerous Magic' adorn the back of her left hand, and the words "Anam Cara" (old Gaelic for 'soul friend') letter her knuckles. The 27-year-old - who has multiple master's degrees and a job at the University of Kentucky's research library - feels no pressure to cover up. 'It's not really possible at this point, unless I wore gloves', Harris said, adding that she thinks academia has been more accepting of her body art than the corporate world would be. 'I think my qualifications should speak for themselves'."
Der Artikel ""Workplace re-examines body art" aus den El Paso Times vom 29. Oktober berichtet auch, wie an anderen Arbeitsstätten mit Körperkunst umgegangen wird. - via topix.net.
Der Artikel ""Workplace re-examines body art" aus den El Paso Times vom 29. Oktober berichtet auch, wie an anderen Arbeitsstätten mit Körperkunst umgegangen wird. - via topix.net.
After Every War
![]() | In der Princeton University Press erschien soeben der Band "After Every War. Twentieth-Century Women Poets", eine Anthologie ins Englische übersetzter Texte von neun deutschsprachigen Autorinnen: "They are nine women with much in common - all German speaking, all poets, all personal witnesses to the horror and devastation that was World War II. Yet, in this deeply moving collection, each provides a singularly personal glimpse into the effects of war on language, place, poetry, and womanhood. After Every War is a book of translations of women poets living in Europe in the decades before and after World War II: Rose Ausländer, Elisabeth Langgässer, Nelly Sachs, Gertrud Kolmar, Else Lasker-Schüler, Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz, Dagmar Nick, and Hilde Domin". |
Revolution in the stacks
Neu bei E-LIS: Kevin Stranack: "Revolution in the Stacks: A Bibliography of Selected Multimedia Anarchist Resources in English". In: Collection Building 23 (2004) 3, S. 110 - 117 -- dazu noch den Hinweis auf die "Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus" und das wiki-basierte, im Aufbau begriffene "Lexikon der Anarchie".
Monday, October 30, 2006
Vorlesung zum Nachlesen
Im Uni-Standard wird regelmäßig über die Ringvorlesung Vorlesung2 berichtet, die in diesem Semester immer mittwochs um 18 Uhr c.t. im jüngst renovierten AudiMax stattfindet.
Bücher verleihen
"Sie verleihen also Bücher?" fragte Papa Mathilde (...). -- "Ich verleihe sie und ordne sie wieder ein, wenn die Leute sie zurückbringen, das ist alles". -- "Und wenn die Leute sie nicht zurückbringen?" -- "Die Leute bringen sie immer zurück". -- "Verdammt noch mal!" rief er und richtete sich auf, das beeindruckte ihn am meisten. "Und ich muß mich auf dem Markt bloß umdrehen, schon lösen sich meine Tomaten in Luft auf".
Aus: Jean-Marie Gourio: Die Bibliothekarin. München: List 2000, S. 184 - Mehr über Bibliothekarinnen in Literatur und Film gibt es am 10. November bei der Tagung "BücherFrauenBibliotheken" in Wien zu hören. Herzliche Einladung - zur Anmeldung ist noch nicht zu spät!
Aus: Jean-Marie Gourio: Die Bibliothekarin. München: List 2000, S. 184 - Mehr über Bibliothekarinnen in Literatur und Film gibt es am 10. November bei der Tagung "BücherFrauenBibliotheken" in Wien zu hören. Herzliche Einladung - zur Anmeldung ist noch nicht zu spät!
Tuesday, October 24, 2006
Neuerwerbungen
Unerkannte Minderheit?
Die annoyed librarian hat eine sträflich unterrepräsentierte Minderheit beim Bibliothekspersonal identifiziert: "Aren't there any men, you ask? Sure, a handful. But they're all gay, even the married ones. Or they're really old and seedy looking. Or they suffer from the masculine variety of Librarian's Bottom. Or they haven't washed their hair in a week. Or they dress like hippies on laundry day". Also, ihr attraktiven, "freien", heterosexuellen Bibliothekare da draußen - meldet Euch bei annoyed librarian, um sie vom Gegenteil zu überzeugen!
Monday, October 23, 2006
Biographien von BibliothekarInnen
(Auto-)biographische Texte von und über BibliothekarInnen - wie Nachrufe, Memoiren, Würdigungen in Festschriften, Portraits - liefern häufig aufschlussreiche Informationen über Karriereverläufe und Berufsbilder. Deshalb habe ich in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn einen eigenen Bereich für solche Texte eingerichtet. Es gibt natürlich zahllose solche Texte, deswegen möchte ich zunächst den Schwerpunkt auf weibliche Pionierinnen des Bibliothekswesens legen. Für jegliche Hinweise bin ich dankbar.
Web-Montag in Wien
Der Web Montag "bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Venture Capitalists, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0" zusammen. Der erste Web Montag fand am 7. November 2005 in Köln statt, die Organisation erfolgt dezentral über ein Wiki. -- Heute, am 23. Oktober, findet ein entsprechendes Treffen in Wien statt, und zwar um 19 Uhr im Metalab. Beim nächsten Mal würde ich als Library 2.0-Interessentin und Bloggerin gerne daran teilnehmen. -- Vergleiche dazu auch den Wiki Wednesday.
Friday, October 20, 2006
Goldenes Kleeblatt
Das "Forum Gewaltfreies Burgenland" veranstaltet heuer einen Literaturwettbewerb rund um das Thema Gewalt, zu dem vor allem Burgenländerinnen und Burgenländer, grundsätzlich aber alle Menschen, die sich literarisch mit der Gewaltthematik auseinandersetzen möchten, eingeladen sind. "Der Gewaltbegriff ist im Rahmen dieses Literaturwettbewerbes sehr weit gefasst und reicht von direkten psychischen und physischen Gewalthandlungen an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis hin zu struktureller Gewalt. Das heißt, auch Themen wie Diskriminierung, Ausbeutung und Übervorteilung, also Handlungen, welche, egal ob sie von konkreten Personen, Institutionen oder der Gesellschaft gesetzt werden, zu einer umfassenden Form der Gewalt, nämlich der Armut, führen können, sind in dieser Begriffsdefinition von Gewalt enthalten". -- Einreichfrist: 15. Dezember 2006. Details (pdf).
Dem 2002 gegründeten "Forum Gewaltfreies Burgenland" gehören verschiedene Organisationen - von der Katholischen und Evangelischen Kirche über den Landesschulrat bis zur Kriminalpolizei - an.
Dem 2002 gegründeten "Forum Gewaltfreies Burgenland" gehören verschiedene Organisationen - von der Katholischen und Evangelischen Kirche über den Landesschulrat bis zur Kriminalpolizei - an.
Bibliotheks-McJob
In einem deutschen Literaturarchiv werden "Fachkräfte für die EDV-Katalogisierung" von Nachlässen gesucht. Arbeitsbedingungen: Werkvertrag -- sechs Minuten = 0,80 € pro Datensatz (ergibt Stundenlohn von 8 €), Arbeitszeit vier Stunden pro Tag (keine Wochenend- oder Abendarbeit möglich). Und nun zu den Voraussetzungen: "Bereitschaft, diese Tätigkeit idealerweise zwei, drei Jahre ausüben zu können -- Fortgeschrittene Kenntnisse von Datenbanken im Allgemeinen -- Kenntnis der Sütterlinschrift bzw. Bereitschaft, sie lesen zu lernen -- Fremdsprachenkenntnisse -- Gute Allgemeinbildung -- Überdurchschnittliche Kenntnisse der Kultur- und Literaturgeschichte -- Gründliche, gewissenhafte Arbeitsweise und ein gewissenhafter Umgang mit den wertvollen Originalmaterialien -- Zuverlässigkeit -- Selbständige Arbeitsweise bei gleichzeitiger Anwendung der verbindlichen Regeln für das Katalogisierungsteam -- Flexibilität in der Arbeitszeit (vormittags/nachmittags)".
Ein Praxisbeispiel für das Lehrbuch "McJobs für arbeitslose GeisteswissenschaftlerInnen" - anspruchsvolle Voraussetzungen, schlechte Bezahlung, keine soziale Absicherung, keine wirklich freie Arbeitszeitgestaltung - und sicher genügend BewerberInnen, sicher teilweise auch promoviert.
Ein Praxisbeispiel für das Lehrbuch "McJobs für arbeitslose GeisteswissenschaftlerInnen" - anspruchsvolle Voraussetzungen, schlechte Bezahlung, keine soziale Absicherung, keine wirklich freie Arbeitszeitgestaltung - und sicher genügend BewerberInnen, sicher teilweise auch promoviert.
Thursday, October 19, 2006
academicblogs.net
academicblogs.net ist ein wiki-basierendes Verzeichnis von Weblogs im akademischen Umfeld, dem hier sogenannten "invisible college". Es gibt eine Seite für Weblogs von university librarians und eine für LIS-Weblogs. Teilweise haben auch einzelne Weblogs eigene Seiten.
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke: "Herbsttag". Aus: Hans Bender (Hrsg.): Herbstbuch. Gedichte und Prosa. 1. Aufl. Insel-Taschenbuch 1982, S. 9
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
Rainer Maria Rilke: "Herbsttag". Aus: Hans Bender (Hrsg.): Herbstbuch. Gedichte und Prosa. 1. Aufl. Insel-Taschenbuch 1982, S. 9
Bibliothekare als Ersatz für Spione?
Bei der Tagung "IOP '07", der 15. internationalen Konferenz für Information Operations (IO), Open Source Intelligence (OSINT) und Peacekeeping Intelligence (PKI), werden unter anderem die Themen "Information Economy Meta Language" und "die Rolle von Bibliothekaren als Alternative zu Spionen" verhandelt. - Quelle: Presseaussendung vom 17. Oktober 2006.
Monday, October 16, 2006
Queer reading
Die Tagung "Queer Reading in den Philologien – Modelle und Anwendungen" findet von 2. bis 5. November auf der Universität Wien statt. Die Konferenz wird von Susanne Hochreiter und Anna Babka geleitet und von Meri Disoski, Ursula Knoll, Renaud Lagabrielle, Julia Malle und Maria Katharina Wiedlack mitorganisiert.
Zum Konzept: "Eröffnet wird die Tagung mit einer wissenschaftstheoretischen Einheit, die das wissenschaftliche Erkenntnispotenzial der Queer Studies, auch bezüglich ihrer inhärenten Wissenschaftskritik erörtert. Der zweite Block ist den 'Grundlagen' von Queer Reading gewidmet: Fragen der Repräsentation, der Performativität von Gender und Sexualitäten, von Sprache und Textstrukturen sind hier zentral. Der dritte Abschnitt stellt konkrete 'Anwendungen' vor. Wir laden Vortragende und Workshop-LeiterInnen ein, die eine queere Lektüre eines konkreten Textes vorstellen und mit den TeilnehmerInnen diskutieren. Im vierten Abschnitt werden die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert und Perspektiven für die weitere Kooperation und mögliche Forschungsprojekte entwickelt.
Zum Konzept: "Eröffnet wird die Tagung mit einer wissenschaftstheoretischen Einheit, die das wissenschaftliche Erkenntnispotenzial der Queer Studies, auch bezüglich ihrer inhärenten Wissenschaftskritik erörtert. Der zweite Block ist den 'Grundlagen' von Queer Reading gewidmet: Fragen der Repräsentation, der Performativität von Gender und Sexualitäten, von Sprache und Textstrukturen sind hier zentral. Der dritte Abschnitt stellt konkrete 'Anwendungen' vor. Wir laden Vortragende und Workshop-LeiterInnen ein, die eine queere Lektüre eines konkreten Textes vorstellen und mit den TeilnehmerInnen diskutieren. Im vierten Abschnitt werden die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert und Perspektiven für die weitere Kooperation und mögliche Forschungsprojekte entwickelt.
VÖB-Arbeitsgruppe für Informationsethik
Seit September 2006 gibt es im Rahmen der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) eine Arbeitsgruppe für Informationsethik, die interessierte Kolleginnen und Kollegen herzlich einlädt, sich am Diskussionsprozess zu folgenden Themen zu beteiligen:
Freier Zugang zu Information -- Copyright- und DRM-Fragen -- Datenschutz und Persönlichkeitsrechte -- Informationsethische Aspekte bei Erwerbung und Sacherschließung -- Soziale Aspekte, LeserInnenbetreuung und –schulung -- Digital divides -- Kulturelle Vielfalt -- Versteckte Zensur, Selbstzensur -- Internationale Verschiedenheiten der Library Ethics Codices -- Aktivitäten von IFLA und FAIFE zum Thema Informationsethik
Die geplante Plattform auf der VÖB-Website soll "zu einem sich entwickelnden Dialog mit erwartungsgemäß positiven Ergebnissen für Österreichs Bibliotheken" führen. Die Arbeitsgruppe plant außerdem, "das Thema Informationsethik in Österreich durch Einladung international bekannter Fachleute zu Vorträgen, Podiums-Diskussionen und Interviews bekannter zu machen". Provisorische Website: www.nadaku.net/infoethik.htm -- Weblog: infoethic.blogspot.com.
Freier Zugang zu Information -- Copyright- und DRM-Fragen -- Datenschutz und Persönlichkeitsrechte -- Informationsethische Aspekte bei Erwerbung und Sacherschließung -- Soziale Aspekte, LeserInnenbetreuung und –schulung -- Digital divides -- Kulturelle Vielfalt -- Versteckte Zensur, Selbstzensur -- Internationale Verschiedenheiten der Library Ethics Codices -- Aktivitäten von IFLA und FAIFE zum Thema Informationsethik
Die geplante Plattform auf der VÖB-Website soll "zu einem sich entwickelnden Dialog mit erwartungsgemäß positiven Ergebnissen für Österreichs Bibliotheken" führen. Die Arbeitsgruppe plant außerdem, "das Thema Informationsethik in Österreich durch Einladung international bekannter Fachleute zu Vorträgen, Podiums-Diskussionen und Interviews bekannter zu machen". Provisorische Website: www.nadaku.net/infoethik.htm -- Weblog: infoethic.blogspot.com.
Friday, October 13, 2006
Slowenischer Zentralkatalog für Public Sector Information
"The Slovenian Ministry for Public Affairs has established a central on-line catalogue of public information. The catalogue provides rapid access to the information libraries of all public institutions, in accordance with the Act on Access to Public Information which requires all public information to be accessible centrally.
The Central Catalogue of Public Information is available on www.ckijz.gov.si and also through the State e-Government Portal e-uprava.gov.si. It is designed to allow direct access to the information records of different state institutions. This information is made freely available both to citizens and companies. There are no particular restrictions on the access to this information or its further use. In addition, as all information is provided directly from the source, the highest possible level of authenticity is ensured.
The Central Catalogue of Public Information is not only intended for people or companies seeking public information, but also for all bodies involved in providing public information, whether they be State bodies, local government offices, public agencies or public service contractors.
The portal may be used to access important sector-specific legislation and the public information libraries of individual bodies. It monitors the performance of the Information Commissioner and provides links to a wide range of websites and news services that may be of public interest".
Source: eGovernment News / European Communities, 11. September 2006. "Reproduction is authorised provided the source is acknowledged".
The Central Catalogue of Public Information is available on www.ckijz.gov.si and also through the State e-Government Portal e-uprava.gov.si. It is designed to allow direct access to the information records of different state institutions. This information is made freely available both to citizens and companies. There are no particular restrictions on the access to this information or its further use. In addition, as all information is provided directly from the source, the highest possible level of authenticity is ensured.
The Central Catalogue of Public Information is not only intended for people or companies seeking public information, but also for all bodies involved in providing public information, whether they be State bodies, local government offices, public agencies or public service contractors.
The portal may be used to access important sector-specific legislation and the public information libraries of individual bodies. It monitors the performance of the Information Commissioner and provides links to a wide range of websites and news services that may be of public interest".
Source: eGovernment News / European Communities, 11. September 2006. "Reproduction is authorised provided the source is acknowledged".
Thursday, October 12, 2006
Bibliotheksbeats für Kurzentschlossene
Leider erst jetzt durch Zufall erfahren :-( In der Wienbibliothek im Rathaus findet heute um 19 Uhr die Veranstaltung "Word Up! Filme und Musik zum Lesen" mit DJ Drehli Robnik statt: "Beats zu Büchern und Lieder übers Lesen / Die ärgsten Bibliotheksszenen aus 70 Jahren Filmgeschichte". "Wir sehen, hören und entlehnen uns am 12. Oktober in der Wienbibliothek, denn: 'Libraries gave us power', wie die Manic Street Preachers sungen, oder aber: 'Treffen sich drei oide Bücher...' (Die Spitzbuben)" (Robnik). Die wirklich interessanten Dinge kommen wohl über keinen Verteiler...
Maladies of the information age...
...von Jen Sorensen in der Comic-Serie Slowpoke vom März 2006: googlitis, archivaholism, compulsive news binging, metamania. Gelungener Comic!
Bibliotheks-Manga
Gerade entdeckt: den (das?) Manga "Kokoro Library". Beschreibung: "Das niedliche Mädchen Kokoro und ihre zwei älteren Schwestern Iina und Aruto arbeiten als Bibliothekarinnen in der Kokoro Library, die sie nach dem Tod ihrer Eltern weiterführen. Dort widmen sie sich hingebungsvoll ihren Büchern und den wenigen Buchliebhabern, die ab und an vorbeischauen".
Zum Wachsen gebracht nach zweihundert Jahren
Eine schöne Geschichte in der neuen Ausgabe der "National Archives News": Gastforscher Roelof van Gelder aus den Niederlanden hatte unter den Akten ein zweihundert Jahre altes Notizbuch gefunden, in dem vierzig kleine Pakete mit Samen verschiedener Pflanzenarten enthalten waren. ExpertInnen von der Millennium Seed Bank der Royal Botanic Gardens haben diese Samen wieder zum Leben erweckt: "The notebook was inscribed with the name Jan Teerlink, a Dutch merchant who is believed to have collected the seeds during a trip to the Cape of Good Hope in 1804".
Das weltweit angelegte Millennium Seed Project "aims to safeguard 24,000 plant species from around the globe against extinction. It has already successfully secured the future of virtually all the UK's native flowering plants".
Das weltweit angelegte Millennium Seed Project "aims to safeguard 24,000 plant species from around the globe against extinction. It has already successfully secured the future of virtually all the UK's native flowering plants".
Mein Semester
Dieses Semester besuche ich drei Lehrveranstaltungen:VO "Buchdruck und Textzirkulation zwischen Gutenberg und Goethe" bei Franz Eybl. Mir fehlt noch eine Vorlesung im Fach Neuere deutsche Literatur, und diese bietet sich an, da sie erstens viele Themen anschneidet, mit denen ich als Bibliothekarin durchwegs vertraut sein sollte, und ich zweitens beim selben Vortragenden bereits die Vorlesungen "Grundprobleme frühneuzeitlicher Textzirkulation" und "Das Buch als Gegenstand der Forschung" besucht habe - nebenbei bemerkt in den Jahren 1995 und 1997... *seufz* SE "Namenkunde des Deutschen" bei Peter Ernst - mein letztes Seminar. Hier werde ich mich auf eigenen Vorschlag mit "Vulgonamen in der Buckligen Welt" befassen. Mich haben Vulgonamen schon länger interessiert, und als frühere Lokalzeitungsmitarbeiterin und Bucklige Welt-Bewohnerin bin ich mit den Namen und Gegebenheiten halbwegs vertraut. Flurnamen wären übrigens auch eine interessante Möglichkeit gewesen - würde gern einmal der Herkunft des Rottennamens "Hölle" in Wiesmath nachspüren (das Hinweisschild muss ich auch endlich mal photographieren). Ringvorlesung "vorlesung2" (eigentlich Wurzel aus Vorlesung zum Quadrat, aber das kann ich hier nicht wiedergeben), aus Anlass der Neueröffnung des AudiMax, konzipiert von Arno Dusini und Lydia Miklautsch. Die graphische Darstellung lässt sowohl die Deutung zu, dass die Vorlesung zuerst quadriert und dann die Wurzel gezogen, als auch dass die Wurzel aus der Vorlesung gezogen wird und die dann quadriert wird. "Mathematisch" dasselbe Ergebnis, von den Interpretationsmöglichkeiten natürlich gaaanz anders ;-)
Tuesday, October 10, 2006
Passionate librarian
Soeben entdeckt: "Der Marquis kehrt zurück" von Lisette Ashton, erschienen 2006 bei Passion Publishing, ISBN 3-9809942-8-7. Zum Inhalt: "Die Bibliothekarin Justine erhält von ihrer Chefin, der strengen Mrs. Weiss, den Auftrag, eine bislang unveröffentlichte Erzählung des Marquis de Sade zu beschaffen. Das ist nicht so einfach - sie muss sich zuerst als würdig erweisen... Bald stellt sie fest, dass sie für 'La Coste' alles tun würde. Im Bann des Meisters gerät sie in einen Taumel von Macht, Bestrafung und Unterwerfung".
"Zeitgeistsatire" mit Bibliothekarin
Im Stadttheater Heidelberg wird noch am 13. und 28. Oktober Katharina Schmidts Theaterstück "Maxi Singles" gezeigt. "Jens Koch, Alexander Peutz, Annette Wunsch und Monika Wiedemer pointieren die flotte Typenkomödie als Psychiater und Bibliothekarin, Reptilienforscher und Heilsarmistin zwischen Speed-Dating und Baggerei an der Bar". - Quelle: Echo Online.
Traurig, aber wahr
Am Wochenende habe ich den satirischen Politthriller "The librarian" von Larry Beinhart gelesen - sehr spannend, aber auch - in diesem Fall leider - sehr realistisch. Kurz gesagt geht es darum, wie der mächtigste Politiker der Welt im Amt bleiben kann, ohne die Wahl zu gewinnen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen nicht ganz zufällig. -- Auf der Website zum Buch, www.thelibrarian.biz, gibt es den Stummfilm "The Terrors of Tess the Librarian" als "special feature for librarians" zum Download. Außerdem kann man die ersten beiden Kapitel online lesen.-- Beinhart hat übrigens mit "American Hero" (1993) auch die Vorlage für den Film "Wag the Dog" geschrieben.
Dazu passt ein Buch, das ich gerade entdeckt habe: "Was the 2004 Presidential Election Stolen? Exit Polls, Election Fraud, and the Official Count" von Joel Bleifuss und Steve Freeman, erschienen 2006 bei Seven Stories Press.
Dazu passt ein Buch, das ich gerade entdeckt habe: "Was the 2004 Presidential Election Stolen? Exit Polls, Election Fraud, and the Official Count" von Joel Bleifuss und Steve Freeman, erschienen 2006 bei Seven Stories Press.
What the Amish Are Teaching America
Lesenswerter Artikel "What the Amish Are Teaching America" von Sally Kohn in AlterNet - über Vergebung statt Rache nach einer schrecklichen Tat.
Monday, October 09, 2006
BücherFrauenBibliotheken
Der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (und ich als Mitorganisatorin) lädt herzlich zum Herbstseminar "BücherFrauenBibliotheken" ein, das vom 10. bis 12. November im Wiener Renner-Institut stattfinden wird. Das Programm:
Freitag, 10. November 2006
Themenkreis Bibliothekarinnen in Buch und Film: Geschlechtslos, reizlos, humorlos. Das Los der BibliothekarInnen in Buch und Film — ein trotz allem heiterer Abend, gestaltet von Monika Bargmann und Martina Lammel (öffentliche Veranstaltung - keine Anmeldung erforderlich) Samstag, 11. November 2006
Themenkreis Verfolgte Bibliothekarinnen: Renate Obadalek: "Frauen im Volks- und Arbeiterbüchereisystem — Ehre, Leidenschaft und Verfolgung" / Barbara Kintaert: "Vertrieben und vergessen — Bibliothekarinnen in der Arbeiter- und Kinderfreundebewegung" / Ilse Korotin: "'... vorbehaltlich eines jederzeit zulässigen Widerrufes genehmigt'. Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Wissenschaftlerinnen und Bibliothekarinnen am Beispiel von Amalia Rosenblüth, Marianne Schmidl und anderen" / Susanne Blumesberger: "Schreibend Wurzeln finden. Am Beispiel der Bibliothekarin und (Tagebuch–)Autorin Inga Joseph" Themenkreis Bibliothekarin als Frauenberuf: Christina Köstner: "Bibliothekarinnen in der Österreichischen Nationalbibliothek" / "Die Bücherei ist weiblich" (Kribibi-Seminar 1996) — Zehn Jahre danach: Entwicklung oder Enttäuschung? Sonntag, 12. November 2006Themenkreis Bibliothekarinnen auf dem Berg und auf der Ebene: Brigitte Weninger: "Bücher auf Litera-Tour. Die erste Gipfelbibliothek der Welt" / Irén Borbála Elekes: "Bibliothekarinnen in Ungarn"
Genaue Informationen über Ort, Zeit und Pausengestaltung des Seminars, Anmeldungsmodalitäten, Referentinnen, Organisatorinnen und Abstracts finden Sie auf der Kribibi-Website www.bvoe.at/~kribibi.
Freitag, 10. November 2006
Genaue Informationen über Ort, Zeit und Pausengestaltung des Seminars, Anmeldungsmodalitäten, Referentinnen, Organisatorinnen und Abstracts finden Sie auf der Kribibi-Website www.bvoe.at/~kribibi.
Vertonter Shakespeare
Photos vom Bibliothekartag
![]() | Meine Photos vom Bibliothekartag in Bregenz - inklusive Bilder von der Vorarlberger Landesbibliothek und der Stadtbücherei Bregenz - finden sich sämtlich bei Flickr. |
Friday, October 06, 2006
Show your librarian some love
"Many academic librarians feel unloved and underappreciated on their campuses, and the main reason is that they sense they are viewed as second-class citizens by members of the teaching faculty", schreibt Todd Gilman unter dem Titel "Show your librarian some love" im Chronicle of Higher Education vom 3. Oktober (Hinweis aus Netbib). Ich kenne dieses Gefühl - auch wenn Bibliothekarin mein Traumberuf ist, ich wirklich gerne unterstützende Dienstleistungen für die "faculty" durchführe und unsere Fachkompetenz von vielen MitarbeiterInnen durchaus geschätzt wird, kommt mir in "schlechten Phasen" doch hie und da der Gedanke, dass ich nicht ewig der "Hiwi" für die Profs sein will. Außerhalb dieser Phasen finde ich, dass meine Berufswahl eine der schlaueren Entscheidungen in meinem Leben war ;-)
Thursday, October 05, 2006
Die sterbende Stadt
Morgen, Freitag, wird das Buch "Die sterbende Stadt. Vom Leben in Wiener Neustadt 1933 - 1938. Wirtschaftslage – Sozialpolitik – Alltagsbilder" von Werner Sulzgruber präsentiert, erschienen 2006 im Verein Alltag-Verlag. Ort & Zeit: 6. Oktober 2006, 19 Uhr, BORG, Herzog Leopold-Straße 32, 2700 Wiener Neustadt. Aus der Beschreibung: "In mühevoller Arbeit hat der Autor eine Vielzahl bislang unveröffentlichter Quellen aus Archiven ausgewertet und mit Zeitzeugen gesprochen. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage kann der Leser ein Bild über die historische Wirklichkeit gewinnen und erhält Antworten auf Fragen nach der ökonomischen Situation und ihren Auswirkungen, den Ursachen für die Stagnation und dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit in der Bevölkerung, aber auch die Motive für eine Faszination für den so genannten 'Anschluss'".
Von Werner Sulzgruber erschien übrigens 1995 bei Mandelbaum das Buch "Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt. Von ihren Anfängen bis zu ihrer Zerstörung".
Von Werner Sulzgruber erschien übrigens 1995 bei Mandelbaum das Buch "Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt. Von ihren Anfängen bis zu ihrer Zerstörung".
Tuesday, October 03, 2006
Kaltwasseranstalt Bibliothek
"Ein an mich vor einigen Tagen gerichtetes Gesuch eines gelehrten augenblicklich stellenlosen Schulmannes um Aufnahme als Bibliothekar, um in Ruhe ein begonnenes Werk zu vollenden und seine durch die Zeitläufe angegriffenen Nerven zu beruhigen, beweist uns, daß auch heute noch in den Vorstellungen gelehrter, mit dem Bücherwesen vertrauter Leute unsere Bibliotheken etwas von Kaltwasseranstalten an sich haben (...) Für den Bibliotheksdienst, von dem die meisten Menschen, darunter sogar akademische Lehrer, eine unklare Vorstellung haben, bedeutet aber solch ein Examen [Anm: gemeint ist eine staatliche Fachprüfung für BibliothekarInnen], ganz gleich ob fachmännischen oder allgemeinen Inhaltes, eine Art Schutzimpfung gegen schädliche in den Beamtenkörper eindringende Bakterien und Parasiten und gegen die Auffassung von Bibliotheken als Pfründner- und Siechenhäuser"
Jacob Wille 1921 in einem Brief an das Ministerium des Kultus und des Unterrichts in Karlsruhe, zitiert nach Carl Wehmer: "Eine Äußerung Jacob Willes über die Vorbildung der Bibliothekare aus dem Jahre 1921". In: Bernhard Sinogowitz (Hrsg.) / Hannelore Petz-Gebauer (Mitarb): Aus der Arbeit des Bibliothekars. Aufsätze und Abhandlungen Fritz Redenbacher zum 60. Geburtstag dargebracht. Erlangen: Universitäts-Bibliothek 1960, S. 21 - 31
Jacob Wille 1921 in einem Brief an das Ministerium des Kultus und des Unterrichts in Karlsruhe, zitiert nach Carl Wehmer: "Eine Äußerung Jacob Willes über die Vorbildung der Bibliothekare aus dem Jahre 1921". In: Bernhard Sinogowitz (Hrsg.) / Hannelore Petz-Gebauer (Mitarb): Aus der Arbeit des Bibliothekars. Aufsätze und Abhandlungen Fritz Redenbacher zum 60. Geburtstag dargebracht. Erlangen: Universitäts-Bibliothek 1960, S. 21 - 31
Neuerwerbungen
Wieder mal: Vertrocknete Bibliothekarin
Im "Event-Programm" des Kurier findet sich folgende Ankündigung für ein Kabarettprogramm: "Erni und Hermi ... in der Bar der verklemmten Herzen. Ein heiterer Abend für Partnersuchende. Sie sind Mitte 30 - und haben es noch nicht 'geschafft'. Keine steile Karriere, kein Einfamilienhaus, kein Family-Van und natürlich keine Kinder - und vor allem kein Mann! Die naive Wurstverkäuferin Erni und die vertrocknete Bibliothekarin Hermi haben in Torschlusspanik auf ein Heiratsinserat geantwortet. Zur selben Zeit ins selbe Tanzlokal bestellt, warten sie nun vergeblich auf den selben Mann..."
Interessant, dass auf der Website des Kabarett-Lokals Spektakel und in der Online-Zeitschrift "Klein&Kunst" von einer "konservativen Bibliothekarin" die Rede ist - keine Spur von "vertrocknet" wie im Kurier und auf kabarett.cc. - Jedenfalls wird Erni von Ute Walluschek-Wallfeld und Hermi von Andrea Schramek dargestellt.
Interessant, dass auf der Website des Kabarett-Lokals Spektakel und in der Online-Zeitschrift "Klein&Kunst" von einer "konservativen Bibliothekarin" die Rede ist - keine Spur von "vertrocknet" wie im Kurier und auf kabarett.cc. - Jedenfalls wird Erni von Ute Walluschek-Wallfeld und Hermi von Andrea Schramek dargestellt.
Literaturarchiv-Geburtstag in den Medien
Monday, October 02, 2006
Bibliotheksfledermaus
![]() | Ich möchte gerne auf das neue Buch eines Kollegen von der Burgenländischen Landesbibliothek hinweisen: Jakob M. Perschy: Balthasar und die Bibliotheksfledermaus. Annette Betz 2006, ISBN 3-219-11257-9. Illustrationen von Hans-Günther Döring. - Zum Inhalt: "Balthasar, der Sohn des Grafen, liebt es, in den vielen Büchern der alten Bibliothek zu blättern. Eines Tages begegnet ihm dort die Fledermaus Cölestine, die so gerne liest wie er. Bald tauchen Cölestines Fledermaus-Freunde auf, die wild durch die Mondnacht fliegen. Das stellt die Freundschaft auf eine harte Probe". |
What shall I do with the master thesis...
Letzten Mittwoch war ein Treffen mit meinem voraussichtlichen Diplomarbeitsbetreuer angesetzt. Der Beginn war nicht gerade optimal - denn ich wartete an einem anderen Ort als der Professor... Vor Peinlichkeit hätte ich mich am liebsten irgendwo hinter einem großen Bücherberg vergraben, auch wenn es nicht meine Schuld, sondern eben ein beiderseitiges Missverständnis war. - Das Gespräch lief dann aber überraschenderweise doch gut. Nur stehe ich jetzt vor einer schweren Entscheidung zwischen zwei konkreten Themen:Thema 1: überschaubar - Materialien leicht zu beschaffen, da gesamter Nachlass in Wien - die Schriftstellerin, um die es geht, ist noch nicht stark "beackert", aber durchaus eine interessante Figur in der österreichischen Nachkriegsliteratur - Briefwechsel mit interessanten Personen. Fazit: durchaus interessant, organisatorisch leicht bewältigbar - aber eben "durchaus" ;-) Thema 2: "Outcome" unsicher - Nachlassmaterialien in Berlin, Marbach, Dresden... verteilt - Sekundärliteratur einstweilen sehr spärlich - persönliches Interesse sehr groß. Fazit: sehr spannend, organisatorisch schwierig bewältigbar, finanziell eventuell auch aufwendig, aber eben "sehr". Nun hat mir gestern sogar meine "verwandte Seele", die meine sämtlichen "Spinnereien" aus eigener Erfahrung kennt und nachvollziehen kann, zum ersten Thema geraten und mir vorgeschlagen, das zweite Thema einfach für die Dissertation aufzuheben (wenngleich sie selbst auch eher ein Dissertationsthema als Diplomarbeit beackert...) Dieser Gedanke war mir auch gekommen, auch weil sich Thema 2 sowohl für Germanistik als auch für Bibliothekswissenschaft eignet, aber wer sagt denn, dass ich jemals eine Diss schreibe? Aber ich kann ganz sicher keine schreiben, wenn ich keine Diplomarbeit fertig habe. Wahrscheinlich sollte doch die Vernunft siegen, oder?
Star Trek-Auktion
Von 5. bis 7. Oktober findet bei Christie's in New York eine große Star Trek-Auktion statt. Den Katalog gibt es in einer limitierten Version um 500 Euro und in einer "normalen" Version um 90 Euro: "a beautifully photographed, two-volume catalogue, featuring behind-the-scenes commentary and footnotes by award-winning scenic artists and authors of the Star Trek Encyclopedia, Mike and Denise Okuda".
Friday, September 29, 2006
Dichten oder Kochen?
Das Literaturhaus Mattersburg startet mit seiner neuen Diskussionsreihe "Toujours Literatur. Vom Schreiben und Lesen". Am 3. Oktober um 19 Uhr sprechen der Ö1-Literaturjournalist und Gastrokritiker Konrad Holzer, die Geschäftsführerin der Wiener Kochbuchhandlung Babette's, Nathalie Pernstich, und der burgenländische Schriftsteller Peter Wagner mit Sabrina Hergovich über das Thema "Dichten oder Kochen?".
Dichten oder Kochen? - Zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden mit einem Augenzwinkern in einen diskursiven Zusammenhang gebracht. Sabrina Hergovich rückt an diesem ersten Abend zwei sehr kreative Metiers in den Mittelpunkt ihrer Gesprächsrunde: Haben Schreiben und Kochen etwas gemeinsam? Was fasziniert an berühmten SchriftstellerInnen und was an bekannten KöchInnen? Warum ist das Interesse an Kochbüchern so groß? Können SchriftstellerInnen von KöchInnen lernen? Nach welchen kreativen Methoden entstehen Texte und Gerichte? Erzählen Gerichte Geschichten? Welche Bedürfnisse deckt die Literatur? Was können uns Bücher geben? Machen Bücher glücklich?
Dichten oder Kochen? - Zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden mit einem Augenzwinkern in einen diskursiven Zusammenhang gebracht. Sabrina Hergovich rückt an diesem ersten Abend zwei sehr kreative Metiers in den Mittelpunkt ihrer Gesprächsrunde: Haben Schreiben und Kochen etwas gemeinsam? Was fasziniert an berühmten SchriftstellerInnen und was an bekannten KöchInnen? Warum ist das Interesse an Kochbüchern so groß? Können SchriftstellerInnen von KöchInnen lernen? Nach welchen kreativen Methoden entstehen Texte und Gerichte? Erzählen Gerichte Geschichten? Welche Bedürfnisse deckt die Literatur? Was können uns Bücher geben? Machen Bücher glücklich?
Open Access Policy des FWF
Der österreichische Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) verfolgt eine Open Access Policy. Auszug: "Der FWF erwartet, dass die mit seinen Mitteln finanzierten Forschungsergebnisse publiziert und dabei möglichst auch digital veröffentlicht und für den entgeltfreien Zugriff im Internet (Open Access) verfügbar gemacht werden. Die entsprechenden Beiträge sollten dazu entweder zusätzlich zur Verlagspublikation in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive (Repositorien) gestellt oder direkt in referierten bzw. renommierten Open Access Zeitschriften publiziert werden".
Quelle: FWF-Newsletter vom 29. September 2006
Quelle: FWF-Newsletter vom 29. September 2006
Bibliotheks-Neuerwerbungen
Ich werde in Zukunft hier nicht nur meine persönlichen Neuerwerbungen, sondern auch die Anschaffungen unserer Bibliothek im Bereich des Bibliotheks- und Archivwesens posten. Wenn man BibliothekarInnen ausbildet, ist man eben auch in der schönen Lage, entsprechende Literatur anschaffen zu können... Diese steht nebenbei bemerkt auch per Fernleihe zur Verfügung.J. McGrath Cohoon, William Aspray (Hrsg.): Women and information technology. Research on underrepresentation. MIT Press 2006 Ian C. Ellis: Book finds. How to find, buy, and sell used and rare books. 3. Aufl. Perigee 2006 John Feather (Hrsg.): Managing preservation for libraries and archives. Current practice and future developments. Ashgate 2003 Nancy Courtney (Hrsg.) Technology for the rest of us. A primer on computer technologies for the low-tech librarian. Libraries unlimited 2005 (dieses Buch kann ich wirklich empfehlen - es behandelt in einfachen Worten die wichtigsten technischen Bereiche, von denen auch eine Nicht-Systembibliothekarin grundlegende Ahnung haben sollte: Netzwerke, RSS, RFID, Computersicherheit, WLAN, OpenURL, XML, OAI Protocol...) J.H. Bowman: Essential Dewey. Facet 2005 Anke Heimberg (Hrsg.): "...das erste und einzige feministische Archiv in Marburg". 15 Jahre Feministisches Archiv Marburg. Ein Projekt der Studentinnen- und Frauenbewegung. BdWi 2005 Murray G. Hall / Christina Köstner: "...allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern...". Eine österreichische Institution in der NS-Zeit. Böhlau 2006 Römer, Helga (Hrsg.): Gefangene Leser. 20 Jahre Buch- und Medienfernleihe für Gefangene und Patienten. Kirschverlag 2006
Tuesday, September 26, 2006
Digital reference services bibliography
Bis September 2004 führte Bernie Sloan von der Graduate School of Library and Information Science der University of Illinois at Urbana-Champaign eine Digital reference services bibliography. Die Bibliographie enthält mehr als siebenhundert Beiträge in alphabetischer Reihenfolge.
Handschriftenausverkauf
Die Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbandes, Claudia Lux, fordert in einer Presseaussendung: "Kein Verkauf der Handschriften und Drucke der Badischen Landesbibliothek". Und weiter: "Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. fordert die Baden-Württembergische Landesregierung auf, den notwendigen Betrag durch Stiftungen und andere Zuwendungen aufzubringen und als Ablösesumme an das Haus Baden zu übergeben, um die wertvollen Handschriften und Drucke der Badischen Landesbibliothek vollständig und dauerhaft als Eigentum des Landes und damit als öffentliches Eigentum zu sichern". - Siehe dazu vor allem die umfangreiche Berichterstattung von Klaus Graf im Archivalia-Weblog und in Netbib!
Monday, September 25, 2006
Ich bin mehrsprachig!
"'Kärnten wird einsprachig!" plakatiert Jörg Haider. Wir hingegen sind stolz darauf, mehrsprachig zu sein! Tragen Sie sich ein für ein offenes und freundliches Österreich" unter www.ichbinmehrsprachig.at! - Derzeit sind unter den 2778 eingetragenen FremdsprachensprecherInnen zehn BibliothekarInnen.
Bibliothekare fragen - Politiker antworten
Der Büchereiverband Österreichs erhob unter den Klubobleuten der Parlamentsparteien, durch welche Maßnahmen sie "die augenscheinlichen Defizite und Mängel [im Bibliothekswesen] zu beheben und die österreichischen Öffentlichen Bibliotheken auf europäisches Niveau heranzuführen" beabsichtigen. Die Antworten auf "Bibliothekare fragen - Politiker antworten". Wenn ein Minimum vom hier Angekündigten verwirklicht wird, kann man schon ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft sehen ;-)
Bibliothekarische Zauberflöte
In den Salzburger Nachrichten von letztem Donnerstag wird über eine Aufführung der Zauberflöte im Salzburger Landestheater berichtet, die einen Bezug zum Bibliothekswesen, im speziellen zur Anna-Amalia-Bibliothek, hat:
"In Erinnerung an dieses tragische Ereignis des Verlusts eines erheblichen Teils einer zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Sammlung siedelte Halmen seine 'Zauberflöte' in der Anna-Amalia-Bibliothek an. Die verbrannte Stätte des Geistes wird zur schwarzen, finsteren Welt der Königin der Nacht, das Wiedererstrahlen der unversehrten Sammlung ist der Ort für Sarastros Reich. (...) Angelegt ist das Regiekonzept, wie Halmen verrät, als Traum Taminos. Er flieht am Anfang aus dem brennenden Haus, rettet wichtige Bücher, die ihm zur Waffe werden. (...) Die drei Damen sind Bibliothekarinnen (...)"
Quelle: Karl Harb: "Ein besonderer Spielort". In: Salzburger Nachrichten, Kultur, 21. September 2006, S. 15 (zum Nachlesen)
"In Erinnerung an dieses tragische Ereignis des Verlusts eines erheblichen Teils einer zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Sammlung siedelte Halmen seine 'Zauberflöte' in der Anna-Amalia-Bibliothek an. Die verbrannte Stätte des Geistes wird zur schwarzen, finsteren Welt der Königin der Nacht, das Wiedererstrahlen der unversehrten Sammlung ist der Ort für Sarastros Reich. (...) Angelegt ist das Regiekonzept, wie Halmen verrät, als Traum Taminos. Er flieht am Anfang aus dem brennenden Haus, rettet wichtige Bücher, die ihm zur Waffe werden. (...) Die drei Damen sind Bibliothekarinnen (...)"
Quelle: Karl Harb: "Ein besonderer Spielort". In: Salzburger Nachrichten, Kultur, 21. September 2006, S. 15 (zum Nachlesen)
Einführung in VoIP, SIP und ENUM
Am Freitag, dem 29. September 2006, lädt VIBE!AT, der Verein für InternetbenutzerInnen Österreichs, zu einem Voice-over-IP-Informationsabend mit Otmar Lendl, einem ausgewiesenen Experten, ins Metalab (Wien 1., Rathausstraße 6). Das Programm von Teil 1 behandelt: VoIP-Grundlagen, Codecs, RTP, SIP, ENUM. Was ist das und was kann ich damit machen? Wie funktionieren 0780-Nummern? - Start 19 Uhr. - Die Teilnahme steht allen Interessierten kostenfrei offen. - Anmeldung ist nicht erforderlich.
Gekränkter Pluto?
"Die Atmosphäre des Zwergplaneten kollabiert plötzlich und unkontrolliert", heißt es heute auf wissenschaft.de. Vielleicht kränkt er sich doch ein wenig, weil ihm der Planetenstatus aberkannt wurde.
Neuerwerbungen
Thursday, September 21, 2006
Bibliothekartag-Impressionen, Tag 2
Update: Wie Tanja Haberkorn von Ex Libris Deutschland mir mitteilte (siehe Kommentar), gibt es anscheinend weder für Aleph noch für Alephino einen Entwicklungsstopp... Interessant, dass das aber nicht nur ich so verstanden habe.
Wednesday, September 20, 2006
Bibliothekartag-Impressionen, Tag 1
Ich werde während des Bibliothekartags hier meine Eindrücke festhalten. Hier Notizen für Tag 1, Dienstag.Die Sitzung der "Kommission für Bibliothek und Öffentlichkeit" war nicht öffentlich ;-) Mag.a Andrea Zemanek wurde einstimmig als Vorsitzende der "Kommission für Fachhochschulbibliotheken" bestätigt. Der Gastredner der Eröffnung, Roger de Weck, rief eindringlich dazu auf, sich dem "Diktat der Flüchtigkeit" zu widersetzen. Unsere Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer, betonte bei ihrer Ansprache: "Ohne sinnerfassendes Lesen sind alle anderen Bildungsanstrengungen umsonst". - Sie berichtete auch über ihre Zeit als Landesrätin in Vorarlberg, in der ein erfolgreiches Programm zur Kooperation von Schul- und öffentlichen Bibliotheken durchgeführt wurde. Ich frage mich, was sie in ihrer über zehnjährigen Amtszeit als Ministerin davon abgehalten hat, dieses Erfolgsmodell auf ganz Österreich auszudehnen. Über zehn AbsolventInnen unseres Studiengangs nehmen am Bibliothekartag teil. Für Donnerstag haben wir ein Treffen arrangiert, darauf freue ich mich schon, weil ich - geographisch bedingt - nur wenige aus dieser Gruppe regelmäßig sehe.
Monday, September 18, 2006
Digitale Nachlässe
"Was hinterlassen uns Dichter, wenn sie ihre Manuskripte nur noch auf dem Computer schreiben?" fragte Norbert Kron im Jänner in der Welt. Titel: "Flammen des Digitalen". - "'Wie man digitale Nachlässe von Wissenschaftlern, Schriftstellern oder Musikern retten soll, ist ein völlig ungelöstes Problem', sagt Oliver Brandt vom Forschungsprojekt Kopal der Deutschen Bibliothek", berichtet Alexandra Bröhm unter dem Titel "Flüchtige Schätze" in Facts Online. - Ich liebäugele im Moment mit der Idee, meine Diplomarbeit über digitale Vor- und Nachlässe zu schreiben. Das würde den literaturwissenschaftlichen Aspekt der digitalen (auto-)biographischen Formen und den bibliothekarischen bzw. archivarischen Aspekt der Langzeitarchivierung und Bestandserhaltung beinhalten. Mal sehen - nächste Woche habe ich ein Gespräch mit einem potentiellen Diplomarbeitsbetreuer bzw. -begutachter, bis dahin sollte ich meine Gedanken und hunderttausenden Ideen geordnet haben...
Bibliothekartag
Von 19. bis 22. September bin ich beim Bibliothekartag in Bregenz. Ich werde versuchen, von dort zu berichten, weiß aber noch nicht, wie die Infrastruktur sein wird.
Neuerwerbungen
Gutenberg zu groß
Über der AmerikanerInnen mangelndes Verständnis für Ironie beklagt sich Eva Male im Spectrum der Presse vom 16. September 2006 (Titel: "Nation 'decaf'"): "In der Library of Congress in Washington wird man nicht nur vor, sondern auch nach dem Besuch durchleuchtet und gefilzt. (...) Wehe dem, der am Ausgang den halblustigen Scherz wagt, dass die Gutenberg-Bibel für seine Tasche ohnehin zu groß sei und er daher von der Idee, sie mitgehen zu lassen, wieder Abstand genommen habe. Ironie ist das, was viele Amerikaner nicht verstehen". - Weiterlesen kann man im neuen Buch Eva Males: "Amerika all inclusive. Von Air-Condition bis Zero-Tolerance", das diese Woche bei Molden erscheint (ISBN 3-85485-180-4).
Österreichisches Literaturarchiv wurde 10
Das Österreichische Literaturarchiv an der österreichischen Nationalbibliothek feierte am Donnerstag sein zehnjähriges Bestehen mit einem Symposion, das drei spannende Podiumsdiskussionen zu den Themen Kanonbildung, wissenschaftliche Aufarbeitung und Erwerbsstrategien umfasste. Hier einige Häppchen, die ich mir dabei notiert habe:
KanonbildungKonstanze Fliedl meinte, dass Kanonfragen zunehmend nach finanzieller Machbarkeit und weniger nach inhaltlicher Bedeutung entschieden werden müssten; ihren DissertantInnen müsse sie Themen vorschlagen, die sie einfach und ohne großen finanziellen Aufwand bewältigen könnten. Ulrich Raulff sprach von einer "urwüchsigen" Kanonisierung durch die Preise auf dem Autographenmarkt, wo Dokumente von "Weltnamen" als Spekulations- bzw. Anlageobjekte gehandelt würden, und durch den Kalender, wo "Schutzpatrone" für ganze Jahre andere im Dunkeln versinken lassen würden. Für Drittmittel brauche man große Namen, aber Archive müssten auch Halbberühmte und Vergessene sammeln. Wendelin Schmidt-Dengler meinte mit einem Augenzwinkern, dass die Betonung des Sammelns der Breite auch einen gewissen Trost darstelle, wenn man die großen Namen nicht bekomme. Es gebe in Österreich zweitausend offiziell akkreditierte SchriftstellerInnen - wenn da jede/r zwanzigtausend Blatt hinterlassen würde, hätte man vierzig Millionen Blatt und müsste die gesamte österreichische Bevölkerung zu ArchivarInnen umschulen. Der Kanon beginne zunehmend ins Kapitale umzuschlagen - wenn Schriftsteller A für seinen Vorlass Summe x bekam, verlange Schriftsteller B garantiert die Summe 2x. Irmgard Wirtz Eybl berichtete über spezielle Probleme der Kanonisierung schweizerischer Literatur angesichts der Viersprachigkeit. Außerdem wurde - angesichts der Umbenennungen in "Deutsche Nationalbibliothek" und "Schweizerische Nationalbibliothek" - über den Begriff des Nationalen diskutiert. Wendelin Schmidt-Dengler plädierte dafür, den Begriff zu verwenden, solange es keinen besseren gebe, denn das bringe mit sich, dass der Staat sich nicht aus der Verantwortung ziehen könne für das kulturelle Erbe, das innerhalb seiner Grenzen geschrieben wurde. Konstanze Fliedl ergänzte, dass die Inhalte eines Literaturarchivs ja subversiv den Begriff des Nationalen unterlaufen würden. Bernhard Fetz brachte die Edition als Möglichkeit zur Kanonisierung zur Sprache und erwähnte die Albert Drach-Ausgabe, mit der der österreichische Autor wieder in den Kanon der deutschen Literatur "eingebaut" werden soll.
wissenschaftliche AuswertungDer Schriftsteller Josef Haslinger hat einen Teil seines Vorlasses dem Literaturarchiv verkauft und berichtete darüber mit gemischten Gefühlen: Er habe manchmal den Eindruck, seinen Kindern etwas entzogen zu haben, was sie später selbst verkaufen hätten können. Ein schlechter Roman, den er 1981 geschrieben und dessen Überarbeitung er mittlerweile endgültig aufgegeben habe, scheine nun in einem öffentlichen System auf - im Nachhinein gesehen hätte er die Unterlagen vor der Übergabe durchsehen sollen. Er habe aber dem Archiv nichts vorenthalten, denn seine vollkommene Demontage sei ihm wesentlich lieber als eine, die zitzerlweise über Jahrzehnte erfolgen würde. Johann Holzner hob hervor, dass im Archiv ja nicht nur demontiert, sondern auch Texte, die zu Unrecht im Dunkeln schlummern, hervorgehoben würden. Klaus Amann berichtete, während seines Studiums in den 70ern kein einziges Mal auf die Existenz eines Literaturarchivs und die Möglichkeit, dort wissenschaftlich zu arbeiten, hingewiesen worden zu sein. Er gab die existentielle Situation der Studierenden zu bedenken - diese müssten meist schnell fertig werden, die Archivarbeit sei aber eine intensivere und ungewissere Form des Arbeitens. Daniela Strigl regte an, die Öffentlichkeit auf den unzulänglichen Umgang mancher ErbInnen mit Archivgut aufmerksam zu machen. - Klaus Kastberger sprach in diesem Zusammenhang von der "Psychopathologie des literarischen Erbens". Josef Haslinger berichtete, sein Privatleben, das sich rund um den PC entwickelte, auch für das Archiv abzuspeichern - zum Beispiel eMail-Korrespondenz, iTunes-Dateien, Filme, digitale Photos -, was Daniela Strigl dazu veranlasste, vom "gläsernen Autor" zu sprechen.
Kanonbildung
wissenschaftliche Auswertung
Neue Ausgabe von "Recordkeeping"
Soeben ist die neue Ausgabe des RecordKeeping magazine erschienen, wird im Newsletter der National Archives gemeldet. In der aktuellen Ausgabe befasst sich die Zeitschrift unter anderem mit "The Digital Archive Regional Pilot (DARP)" und "Paradigm: hands-on curation and preservation of born-digital personal archives". - Diese Zeitschrift ist "a quarterly publication from The National Archives for archivists, records managers, and all involved and interested in archives and records", enthält "news, case studies and examples of best practice from The National Archives and the wider archives and records management communities" und kann kostenlos als pdf heruntergeladen werden.
Jutta Treiber ganz neu entdecken
Die vielfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin Jutta Treiber stellt am 21. September 2006 um 19 Uhr im Literaturhaus Mattersburg ihren neuen Roman für Erwachsene vor. "Die Zeit und Hannah" ist 2006 in der edition lex liszt 12 erschienen.
Friday, September 15, 2006
Was in Harvard besser ist
"Einer, den unter den gegebenen Bedingungen in Österreich keine zehn Pferde zurückbringen könnten, ist der Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger. (...) In Österreich, lautet seine Kritik, seien große Büros für Professoren wichtig. 'Dafür gibt Harvard kein Geld aus, sondern dafür, dass etwa Bibliotheken Samstag und Sonntag offen haben. Alles, was bei uns in Harvard als gut gilt, soll uns helfen, effizienter zu arbeiten. Ein großes Büro tut das nicht'."
Quelle: Christiane Stegfellner, Karin Zauner: "Jagd auf die besten Köpfe". In: Salzburger Nachrichten, Wirtschaft, 11. September 2006, S. 13
Quelle: Christiane Stegfellner, Karin Zauner: "Jagd auf die besten Köpfe". In: Salzburger Nachrichten, Wirtschaft, 11. September 2006, S. 13
Wahlbeobachtung
Man nenne mich Hellseherin: Ich denke, ich konnte bereits Wochen vor der Nationalratswahl den dümmlichsten Wahlslogan identifizieren: "Daham statt Islam" (Urheber-Partei leicht zu identifizieren). Aaaaaaaah! --- Interessante Beobachtung in Wien: Gut gekleideter Anzugträger mit riesigem SPÖ-Button steht vor dem Leitl-Schüssel-Plakat und diskutiert lautstark mit ihm. Dem Plakat.
me @ library thing
Zum Geburtstag habe ich ein Jahr LibraryThing geschenkt bekommen (merkt man, dass viele meiner Freundinnen Bibliothekarinnen sind?), und nun habe ich es endlich geschafft, gleichzeitig den Geschenkcode und einen Internetzugang parat zu haben und mich des Passworts wieder zu erinnern. Und nachdem ich bis 2001 meine Bücher in einer Access-Datenbank katalogisiert habe, habe ich gleich die praktische Import-Funktion von LibraryThing genutzt und eine Liste von ISBNs hochgeladen. Immerhin 884 Bücher wurden erkannt, und auch wenn ich noch die nicht erkannten und die nach 2001 erworbenen Bücher (und das sind viele) eintragen muss, kann ich nun mit Fug und Recht behaupten, dass ich einen eigenen Online-Katalog habe. - Übrigens gibt es bei LibraryThing auch Gruppen, und die mit 761 Mitgliedern weitaus größte ist "Librarians who LibraryThing". An nächster Stelle kommt mit 392 Mitgliedern die Gruppe der "Science Fiction Fans". Natürlich bin ich beiden sofort beigetreten ;-)
Monday, September 11, 2006
Madame Stephanè
"Madame Stephanè war zu der damaligen Zeit die Bibliothekarin. Sie wachte mit Argusaugen über ihre Bücher und es gab Gerüchte, dass sie in einem Hinterzimmer schlief, um ihre Schätze Tag und Nacht persönlich zu bewachen. (...) Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Bibliothekarin fast sechzig war? Sie trug immer ein Kostüm, das an ihr wie eine Rüstung wirkte, ihre Haare waren zu einem straffen Knoten am Hinterkopf zusammengefasst und eine Eule wäre stolz auf ihre Brille gewesen".
Aisling: "Evenings at Joe's – Mach mir den Tiger!" = Highlander Fan Fiction aus dem Jahr 2006
Aisling: "Evenings at Joe's – Mach mir den Tiger!" = Highlander Fan Fiction aus dem Jahr 2006
Das Wunder eines Augenblicks
Neues von den fiktionalen Bibliothekarinnen: Das Buch "True believer" von Nicholas Sparks ist nun auf Deutsch unter dem Titel "Das Wunder eines Augenblicks bei Heyne erschienen.
Zum Inhalt: "As a science journalist with a regular column in Scientific American, Jeremy Marsh specializes in debunking the supernatural and has a real nose for the strange and unusual. A born skeptic, he travels to the small town of Boone Creek, North Carolina, determined to find the real cause behind the ghostly apparitions that appear in the town cemetery. What he doesn't plan on, however, is meeting and falling hopelessly in love with Lexie Darnell, granddaughter of the town psychic [= Bibliothekarin, Anm.]. Now, if the young lovers are to have any kind of future at all, Jeremy must make a difficult choice: return to the life he knows, or do something he could never do before—take a giant leap of faith" (Verlag).
Zum Inhalt: "As a science journalist with a regular column in Scientific American, Jeremy Marsh specializes in debunking the supernatural and has a real nose for the strange and unusual. A born skeptic, he travels to the small town of Boone Creek, North Carolina, determined to find the real cause behind the ghostly apparitions that appear in the town cemetery. What he doesn't plan on, however, is meeting and falling hopelessly in love with Lexie Darnell, granddaughter of the town psychic [= Bibliothekarin, Anm.]. Now, if the young lovers are to have any kind of future at all, Jeremy must make a difficult choice: return to the life he knows, or do something he could never do before—take a giant leap of faith" (Verlag).
Information privacy
"Information privacy is so abstract. It doesn't have neat physical boundaries and it isn't buried like ideas in our head. Information about you doesn't even have to come from you. Most of the computerized information is just bits and pieces, which individually don't seem very important. Unless the loss of privacy does you some immediate harm or irritation, you’re likely to ignore it" - Aus: Nelson King: "Pursuit of Privacy", August 2001
Friday, September 08, 2006
reading diary
"Lesezeichen" für Christine Busta
Wie derStandard.at gestern berichtete, wird die Autorin Christine Busta, die von 1950 bis 1975 als Bibliothekarin in den Büchereien Wien arbeitete, ab morgen mit einer Säule im Margaretener Klieberpark geehrt.
Thursday, September 07, 2006
Grabstellensuche
Die Stadt Wien bietet auf ihrer Website eine Grabstellensuche an. Das ist recht nützlich, zum Beispiel wenn man wissen will, wie lange die Laufzeit des Familiengrabs noch ist, wann berühmte Leute gestorben sind und wo genau sie begraben liegen. - Mein Urgroßvater allerdings würde sich im Grabe umdrehen - hat er, norddeutscher Herkunft und namentlich leidgeprüft, doch Zeit seines Lebens in sämtlicher Korrespondenz angeführt: "Hinrich Bargmann, NICHT Heinrich Bergmann". Und was steht da bei der Grabauskunft? Natürlich Heinrich... Wundert mich irgendwie gar nicht, da ich selbst ausgiebige Erfahrungen als Wagner, Augmann, Sargmann, Bergmann, Bagmann, Bargman etc. habe ;-)
Update 7.11.2006: Nach einem eMail meines Vaters wurde der Name rasch und unbürokratisch richtiggestellt.
Update 7.11.2006: Nach einem eMail meines Vaters wurde der Name rasch und unbürokratisch richtiggestellt.
Obdach als Bibliothekar
"Der adelige Exzentriker scheint leider auszusterben. (...) Auch die großen Tage des Mäzenatentums sind vorüber, obgleich es hier und da noch Landhäuser gibt, die einem sanftmütigen Literaten Obdach als Bibliothekar gewähren".
Nancy Mitford: "Die englische Aristokratie". In: Reinhard Kaiser (Hrsg.): Böse Gedanken einer englischen Lady. Reinbek: rororo 1996, S. 32
Nancy Mitford: "Die englische Aristokratie". In: Reinhard Kaiser (Hrsg.): Böse Gedanken einer englischen Lady. Reinbek: rororo 1996, S. 32
Neuerwerbungen
Tuesday, September 05, 2006
Der Student, das unbekannte Wesen
"Er lebt in einem Durcheinander von Schule, Universität, Freundin, Eltern, Vorlesungen, Prüfungen, Seminarien, Ferienjobs und Ferienreisen, Geldmangel, 2 CV oder Käfer oder Uralt-Jaguar, Fahrrad oder Moped, Emotionen und Depressionen - und bei alledem muß er auch noch Bibliotheken besuchen und sich mit Bibliothekaren herumschlagen: Diese haben Mühe mit jenem, jener hat Mühe mit diesen. Im Lebensabschnitt Studium kann ein Brillant geschliffen werden, ein Professor, ein Nobelpreisträger, ein Wirtschaftskapitän, ja sogar ein Bibliothekar: Geschliffen wird der in mannigfacher Beziehung rohe(!) Diamant namens Student, einen Teil des Schleifmittels Diamantsand liefern die Bibliotheken in Form von Bibliothekaren. Keiner kennt sich da wirklich aus, was vorgeht, und wer sich auskennt, der kann's wenigstens nicht erklären".
Hermann Köstler: "Studenten aus der Sicht eines alten Bibliothekars. Der Student - das bekannte Wesen?". Vortrag beim 25. Österreichischen Bibliothekartag 1998 in St. Pölten 1998
Hermann Köstler: "Studenten aus der Sicht eines alten Bibliothekars. Der Student - das bekannte Wesen?". Vortrag beim 25. Österreichischen Bibliothekartag 1998 in St. Pölten 1998
Monday, September 04, 2006
Neues von Familie Katz
In Thomas Hürlimanns neuem Buch "Vierzig Rosen", erschienen im August bei Ammann, erfahren wir Neues über die Familie Katz, die wir in "Fräulein Stark" kennenlernen konnten. Im Mittelpunkt des Romans steht die Pianistin Marie Katz, jüngere Schwester des Stiftsbibliothekars, der sie, so Klaus Zeyringer im Freitags-"Standard", zu einem "strengen Katholizismus" verpflichten will.
Podcast-Blog
Melanie Cizmadia postet unter dem Titel "Hör mal zu" über Hörbücher und Podcasts - allerdings in Textform ;-) Das Blog gibt es seit 9. August. Frau Cizmadia schrieb übrigens ihre mit 1,7 bewertete Diplomarbeit über den "Bestandsaufbau von Worttonträgern in Öffentlichen Bibliotheken. Marktsichtung, Informationsquellen und Bewertungskriterien" - wenn das nicht zusammenpasst. Die Arbeit ist im genannten Blog im Volltext abzurufen.
Tagung der Österreich-Bibliotheken
"Das Österreichische Ost- und Südosteuropa-Institut veranstaltet vom 5. bis 15. September im Auftrag des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten und mit Unterstützung der NÖ Landesakademie im Stift Klosterneuburg ein Seminar für die Mitarbeiter der 51 Österreich-Bibliotheken", meldet die NÖ Landeskorrespondenz heute.
Die unsterbliche Welt der Bücher
"Wer sich in der unsterblichen Welt der Bücher etwas heimisch gemacht hat, der wird bald nicht nur zum Inhalt der Bücher, sondern zum Buch selbst in ein neues Verhältnis treten. - Man findet heute viele junge Menschen, denen es lächerlich und unwürdig scheint, statt lebendigen Lebens Bücher zu lieben, sie finden, dafür sei unser Leben allzu kurz und allzu wertvoll, und finden dennoch Zeit, sechsmal in der Woche viele Stunden bei Kaffeehausmusik und Tanz hinzubringen" (Hermann Hesse: Lektüre für Minuten. Gedanken aus seinen Büchern und Briefen. 1. Aufl. Suhrkamp 1971, S. 121)
Friday, September 01, 2006
Buchhändlerin Nikita
In der Nikita-Folge "No one lives forever" wird Nikita ihr Agentinstatus aberkannt, sie muss die Sektion verlassen und soll wieder ein "normales" Leben führen. Und wo arbeitet sie dann? Nein, leider nicht in einer Bibliothek, sondern in einer Buchhandlung (mit Brille, ohne Dutt).
"Inwastigation"
Detlef Guertler schreibt in seinem taz-Weblog "Wortistik" unter dem Titel "Müll-Marktforschung" über die Methode von Marktforschungsinstituten, mittels Durchsuchung von Mülltonnen Rückschlüsse auf das VerbraucherInnenverhalten zu ziehen, und schlägt für diese Tätigkeit unter anderem die Begriffe "waste mining" und "Inwastigation" vor :-)
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