Wednesday, September 21, 2011

Einladung: Gutes Essen für alle

Der aktuelle Jahresschwerpunkt der Grünen Bildungswerkstatt lautet "gutes Leben für alle". Unser kost-barer Nachmittag für alle, die an einer sozialen und ökologischen Neugestaltung unseres Lebensmittelsystems Interesse haben, steht unter dem Motto "gutes Essen für alle".
Wie entwickelt sich unser gemeinsames Essen? - Was bedeutet Ernährungssouveränität? - Wie hängen gesunde Lebensmittel und eine vielfältige, lebenswerte Umwelt zusammen?

Photo einer Aloe Vera im Schaugarten der Arche Noah, aufgenommen von Monika Bargmann, via FlickrRund um diese Fragen laden wir zu einem Austausch- & Informationsforum in den Markt der Erde-Stadel, mit BiobäuerInnen und GärtnerInnen aus der Region, mit Menschen aus der Praxis. Was es braucht, ist ein Paradigmenwechsel im Lebensmittelsystem, der das LEBEN wieder in den Mittelpunkt stellt. Von der Saatgutgewinnung bis zur Produktion und Verarbeitung, bis hin zur Verteilung. Vom eigenen Biogartl über Gemeinschaftsgärten bis hin zu einer vielfältigen, lokal angepassten und an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichteten Landwirtschaft. - Programm:

  • Einleitung: NRAbg. Wolfgang Pirklhuber (Grüner Agrarsprecher, Biobauer)
  • Kurzreferate & Miniworkshops mit: Arche Noah, Slow Food Burgenland, ÖBV Via Campesina Austria, Markt der Erde, u.a.
  • Büchertisch & Kurzfilmecke
  • Erfahrungsaustausch & Diskussion
  • Und nicht zuletzt: Gutes Essen verkosten, gute Lebensmittel und viele gute Ideen mit nach Hause nehmen!
  • Ort und Zeit: Sonntag, 9. Oktober 2011, 13:00 - 17:00. Markt der Erde, 7111 Parndorf, Schulgasse 1g

    Monday, September 19, 2011

    Freie Software für Videodigitalisierung

    Die Österreichische Mediathek hat eine Software zur Digitalisierung und Archivierung von Videomaterial entwickelt: "DVA-Profession ist eine Gesamtlösung für die Digitalisierung von Video-Material für den Archivgebrauch. Sie verwaltet den gesamten Workflow von der Digitalisierung über Analyse, Erstellen von Vorschaubildern und einer Sichtungskopie (MPEG), manueller Qualitätsüberprüfung, Dokumentation aller anfallenden Metadaten bis hin zum Ablegen in einen digitalen Massenspeicher. Die Arbeitsschritte sind auf ökonomischen Betrieb und Vorbereitung für die Langzeit-Archivierung hin entworfen und optimiert".

    Erfreulicherweise steht das Produkt unter einer freien Softwarelizenz (GPLv3) und kann auf www.dva-profession.mediathek.at herunter geladen werden.

    Friday, September 16, 2011

    Blick aufs Dachsteinmassiv

    Farbphoto Blick aufs Dachsteinmassiv

    Mein diesjähriges Lieblings-Urlaubsphoto kommt aus der Steiermark: ein Blick auf den Dachstein vom Hauser Kaibling aus, bei sonnenbrandverursachendem Bilderbuchwetter ;-)

    Friday, September 09, 2011

    Die beideaugenzudrückende Frau Katalog

    "[...] während des letzten Jahres hatte ich mir nach Lust und Laune Bücher aus der Schulbibliothek ausgeliehen (üblicherweise aus der Sonderabteilung, über der stand: "Nur für Lehrpersonal"). Die Bibliothekarin, Frau Katalog, drückte bei mir immer beide Augen zu. Sie trug ebenfalls eine Brille, machte immer ein ernstes Gesicht und war sehr ordnungsliebend, was die Leute dazu veranlasste, sich über sie lustig zu machen. Mir hatten meine Freunde und Freundinnen dementsprechend den Spitznamen 'Katalog junior' gegeben"".

    Aus: Abha Dawesar: Die Physik des Vergnügens. Zaglossus 2011, S. 157 - 158 [Orig.: Babyji. Anchor Books 2005]

    reading diary

    in Arbeit:
    Cover von Babyji, Quelle: WorldcatAbha Dawesar: Die Physik des Vergnügens. Zaglossus 2011 [Orig.: Babyji. Anchor Books 2005] - Durch einen glücklichen Zufall kam ich zu diesem Buch: Bei meinem Dienst am Infoschalter wurde das Pflichtexemplar abgegeben, und weil mich der Titel interessiert hat, hab ich reingeblättert. Nach zwei Seiten hab ich meinen Kollegen gebeten, mir das Buch gleich nach dem Katalogisieren zur Seite zu legen :-)

    "Babyji" wurde 2005 mit dem Lambda Literary Award (Kategorie "Lesbian Fiction") and 2006 mit dem Stonewall Book Award (Kategorie "Barbara Gittings Literature Award") der ALA ausgezeichnet.

    kürzlich fertiggelesen:

  • Jo Dereske: Farewell Miss Zukas. June Creek Books 2011 - ich werde sie vermissen, die unterschrockene Bibliothekarin und Hobbydetektivin Wilhelmina Zukas. Das ist der zwölfte und letzte Teil der Krimiserie. Dereske gelingt es, die Geschichten, die sich über Jahre entwickelt haben, zu einem Ende zu bringen, ohne dass wie bei einer billigen Komödie in den letzten fünf Minuten alle mit plötzlich auftretenden potentiellen Ehemännern/-frauen versorgt werden ;-)
  • Paul Ladewig: Katechismus der Bücherei. Simon Verlag für Bibliothekswissen 2011
  • May Sarton: The Education of Harriet Hatfield. Norton 1993 - Geschichte einer Frau, die nach dem Tod ihrer langjährigen Lebensgefährtin plötzlich auf eigenen Beinen stehen muss. Sie entschließt sich, eine Frauenbuchhandlung zu eröffnen, sorgt damit in der konservativen Nachbarschaft für Aufregung und wird sogar bedroht und attackiert. Sie lässt sich aber nicht unterkriegen und bekommt von unerwarteter Seite Hilfe.
  • Daniela Boremski, Kerstin Morgenstern, Renate Zimmermann (Hrsg.): Heiteres aus dem Bibliotheksalltag: Leserwünsche und Leseraussprüche. Simon Verlag für Bibliothekswissen 2010 - zum Schmunzeln. Vielleicht gut geeignet als Weihnachtsgeschenk!
  • Thursday, September 08, 2011

    Look up

    Photographie: Blick auf Baumkronen von unten

    eines meiner Lieblingsphotos, aufgenommen bei einem Spaziergang im niederösterreichischen Wöllersdorf.

    Tuesday, September 06, 2011

    Neu: Jobbörse des Bundes

    "Die (neue) Jobbörse des Bundes kann seit Mai 2011 über das Internet (www.jobboerse.gv.at) aufgerufen werden und bietet für externe BewerberInnen Transparenz und einen einheitlichen Außenauftritt des Bundes bei öffentlichen Stellenausschreibungen". - Quelle: Newsletter des Bundeskanzleramts, Bereich IKT-Strategie des Bundes, August 2011.

    Einschränkung: Leitungsfunktionen, Richter- und Richterinnenstellen und Lehrer- und Lehrerinnenstellen sind nicht über die Anwendung zu finden. Diese werden gemäß dem Ausschreibungsgesetz im Amtsblatt der Wiener Zeitung veröffentlicht und können unter Stellenausschreibungen im Amtsblatt abgerufen werden.

    Ich beobachte gerne den "Markt", auch in Hinblick auf unsere AbsolventInnen-Mailingliste, und habe mich gleich registriert. Was mir daran nicht gefällt, ist die Auswahlmöglichkeit bei den "Branchen" und den "Funktionsbereichen". Bei den Branchen fehlt alles, was irgendwie mit Bildung und Forschung zu tun hat, es gibt nur das allgemeine "öffentlicher Dienst". Hauptsächlich gibt es Branchen der Industrie in der Liste (von "Bergbau und Energiegewinnung" bis "Erzeugung / Verarbeitung von Materialien und Metallen").

    Friday, September 02, 2011

    20h-Stelle bei Ariadne/ONB

    Die Österreichische Nationalbibliothek sucht eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Abteilung Ariadne - frauenspezifische Information und Dokumentation, und zwar für zwanzig Wochenstunden vormittags.

    Anforderungen:
    * Abgeschlossenes geisteswissenschaftliches Studium, vorzugsweise mit Schwerpunkt Gender Studies
    * Abgeschlossene bibliothekarische Ausbildung mit Dokumentationserfahrung
    * Ausgezeichnete Englischkenntnisse
    * Erfahrung mit Content Management Systemen
    * Bereitschaft zu Vortragstätigkeiten und zur Erstellung fachspezifischer Artikel
    * Interesse an internationalen Vernetzungs- und Projektarbeiten

    Bewerbungen vorzugsweise per Email unter dem Kennwort: "Ariadne" an bewerbung@onb.ac.at bis spätestens 23. September 2011.

    Wednesday, August 31, 2011

    Neues Evangelium entdeckt

    In den Salzburger Nachrichten vom 29. August ist eine nette Kolumne erschienen, die einen jungen Mann in der U-Bahn beschreibt: "Ein flüchtiger Blick auf das Display – nein, das kann nicht sein. Paulus Evangelium steht da. Der Junge liest die Bibel. Mit der praktischen Bibel-App auf seinem Handy hat er die Heilige Schrift immer dabei. Gott ist definitiv im 21. Jahrhundert angekommen". - Problem: Es gibt zwar wirklich Bibel-Apps, aber es gibt kein Paulus-Evangelium in der Bibel. Es handelt sich vielmehr um einen Roman von Wolfgang Hohlbein ;-)

    Monday, August 29, 2011

    Neuerwerbungen

    Erzählungen: Zerbin. Der Waldbruder. Der Landprediger - Jakob Michael Reinhold Lenz

    Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte - Kurt Tucholsky [✓]

    Die Unterrichtsstunde: Komisches Drama in einem Akt - Eugène Ionesco

    Sämtliche Erzählungen und andere Prosa - Heinrich von Kleist

    Farewell, Miss Zukas - Jo Dereske

    Gespräche unter den Fabrikschornsteinen. Roman - Lev Detela

    Leichtfüßig - Jeannie Ebner [✓]

    Am Ort der Handlung. Schauplätze der Weltliteratur - Otto Brusatti und Walter Obermaier

    Hans Weigel, Leben und Werk. Zum 80. Geburtstag - Walter Obermaier [✓]

    Karl Emil Franzos 1848 - 1904. Der Dichter Galiziens. Zum 150. Geburtstag - Hermann Böhm

    Kleist in meiner Küche: Eine moderne Novelle - Miriam Sachs [✓]

    schädelmagie: Ausgewählte Gedichte - Thomas Kling

    Harald Schmidt: Eine Biografie - Miriam Lau [✓]

    Tuesday, August 23, 2011

    Ich kann nix. Nur spielen.

    Wohl mein Lieblingsdialog diverser Sommergespräche, die ich in verschiedenen Printmedien verfolgt habe, ist jener zwischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Schauspieler Gregor Seberg in einem der gelungenen 2+1-Interviews im "Standard":

    zitat
    STANDARD: Herr Seberg, Sie spielen in "Soko Donau" einen Polizisten. Wäre...
    Mikl-Leitner: Was haben Sie gelernt? Schauspielerei?
    Seberg: Ja. Polizist hab ich nicht gelernt.
    Mikl-Leitner: Aber haben Sie sonst noch einen Beruf gelernt?
    Seberg: Das ist ein richtiger Beruf! Haben Sie Innenministerin gelernt?
    Mikl-Leitner: Es gibt Schauspieler, die haben einen anderen Beruf gelernt.
    Seberg: Ich nicht. Ich kann nix. Nur spielen".
    zitatende

    Quelle - Sascha Jungnikl [Interviewer]: "'Haben Sie Innenministerin gelernt?'". In: Der Standard, Inland, 13./14./15. August 2011, S. 15

    Wertschätzungsbeitrag

    Kosten? Pah, Kosten. Man nennt das jetzt "Wertschätzungsbeitrag" oder gar "Energieausgleich".

    Monday, August 22, 2011

    Wiederholter Wikipedia-Eintrag

    "Es gibt Journalisten, die, im Gegensatz zu Ihnen, extrem schlecht vorbereitet sind. Da wiederholt man in Prinzip seinen eigenen Wikipedia-Eintrag und fragt sich nachher, was eigentlich der Sinn des Gesprächs war. Es hätte auch gereicht, wenn dieser Mensch sich diesen Eintrag einfach ausdruckt" - Hape Kerkeling in einem Interview mit Thomas Joppig für den Weser-Kurier.

    Tuesday, August 16, 2011

    Archivsuche bei "Tatort"

    Im Konstanzer Tatort "Seenot" sucht Klara Blum Akten im Archiv der Staatsanwaltschaft Thurgau. Man sieht auch einen Archivar, bepackt mit Kartons, vorbeigehen. Blum kann unbeaufsichtigt blättern und klatscht die Akten einfach auf den Kopierer, der sich praktischerweise direkt im Magazin befindet.

    Merksätzchen gesucht

    Vor kurzem bin ich über den Spruch "Feldspat, Quarz und Glimmer, / die drei vergess ich nimmer" (für die Zusammensetzung von Granit) gestoßen und hab mich an andere Merksätzchen aus meiner Schulzeit erinnert, hauptsächlich aus dem Lateinunterricht. Beispiele: "Im Ablativ stehen ab, ex, de, / cum und sine, pro und prae" ; "cadaver, iter, ver / sind Neutra auf -er" ; "os, oris Mund, os ossis Bein / müssen immer sächlich sein" oder auch "in die Semmel biss der Kater" (zum Merken von "semel bis ter quater"). Fallen Euch auch spontan solche Sprüche aus Schul- oder Studienzeit ein? Ohne in der Wikipedia-Liste von Merksprüchen nachzuschauen? ;-)

    Bibliotheksgedicht

    John G. Marr wies in ngc4lib darauf hin, dass im Buch "Some times" des walisischen Autors Harry Guest ein Gedicht mit dem Titel "An open letter to librarians with closed minds" enthalten ist. Hat das Buch zufällig jemand?

    Friday, August 12, 2011

    Bibliothekarin und Country-Star

    "Seit acht Jahren arbeitete meine Mutter in der Buchausgabe der Stadtbücherei von Milwaukee", heißt es in Pauls Toutonghis Roman "Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war", Rowohlt 2009, ISBN 978-3-87134-634-7 [im Original "Red Weather", erschienen 2006 bei Shaye Areheart Books und 2007 bei Three Rivers Press]. - Danke, Nina, für den Hinweis!

    Wednesday, August 03, 2011

    Falter kein "linkes Hetzblatt"

    Geniale Presseaussendung "FPÖ irrt in Bezug auf Falter" der Falter Zeitschriften GmbH (Hinweis von danimrich):

    "Der Falter ist kein 'linkes Hetzblatt', wie die FPÖ behauptet, sondern ein 'Bolschewiken-Blattl', wie die Kronen Zeitung wiederholt festgestellt hat (zuletzt am 21. Juli). Herr Strache möge sich an die Vorgaben halten".

    dauertwitternde Werkstudenten

    "Zu Beginn feiern die ersten Unternehmen fantastische Erfolge mit ihrer Präsenz in Twitter, Facebook oder Second Life – bis die Unternehmensberater mit PowerPoints schweres Geld verdienen, auf denen sie allen Unternehmen suggerieren, sie könnten mit ein paar dauertwitternden Werkstudenten den Shareholder-Value steigern". - Gunter Dueck in Daily Dueck 145, Juli 2011)

    Tuesday, August 02, 2011

    Bücherflohmarkt in der UBTUW

    Das ist ja schon ein bisschen gemein, wenn man einfach nur Bücher zurückbringen will und dann gleich beim Eingang die Flohmarkt-Regale sieht, wie in der UB der TU Wien im Moment. Es gibt ältere Bücher, natürlich mit dem Schwerpunkt auf das Ingenieurwesen, und jüngere, aber trotzdem veraltete Bücher wie "So funktioniert das Internet" und "ISDN - das Einsteigerhandbuch" ;-) Leider war die Auswahl an Physikbüchern sehr bescheiden, aber vielleicht wird da nach Fachgebieten sortiert nachgefüllt, und ich sollte nächste Woche nochmal hingehen. Nett finde ich den Zettel "Handeln ist erlaubt", der mir nur gar nichts hilft, weil ich Handeln hasse. Ich bin da auf jeder Art Flohmarkt ein willkommenes Opfer. Ich möchte einen fairen Preis genannt bekommen und den bezahlen statt herumzudiskutieren. Sogar bei meinem Hausumbau hab ich die Skonto-Aushandlung meinem Vater überlassen (wobei man wirklich blöd ist, wenn man da nicht handelt - bei 30.000 Euro für den Baumeister sind zwei Prozent Skonto auch ein hübsches Sümmchen, und das kriegt man schon mit einfachem Fragen).
    Außerdem gibt es thematisch sortierte "Überraschungssäckchen" zu einem sehr günstigen Preis - ich hab eines zu den Themen Umwelt, Abwasser, Recycling mit gefühlten zehn Kilo um drei Euro erworben.

    Monday, August 01, 2011

    VöB goes ÖB

    Innerhalb der Vereinigung österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) wurde eine Arbeitsgruppe für öffentliche Büchereien gegründet. Damit wird weiter versucht, die Abgrenzungen zwischen ÖB und WB aufzuweichen, die ja sogar auf Ministerienebene bestehen (im wesentlichen ÖB: Bildung; WB: Wissenschaft), aber auch im Selbstverständnis, in der Ausbildung, in Beschäftigungsart und -ausmaß. Erste Annäherungen gibt es ja bereits durch die Kongresse, die von VÖB und Büchereiverband (BVÖ) gemeinsam veranstaltet werden. Wieviele Leute aus ÖBs sich dann aber tatsächlich in die WB-Sektionen setzen und umgekehrt, kann ich nicht beurteilen. Im Jahr 2005 veranstaltete der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (Kribibi) eine Tagung mit dem Titel "Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Österreich – Netzwerk als Ziel?" (Bericht von Heimo Gruber, pdf). Es gibt in Österreich keinen eigenen Personenverband für ÖB-MitarbeiterInnen (der Büchereiverband vertritt die Trägerorganisationen), deswegen ist eine der Aufgaben der Arbeitsgruppe, die VÖB als eine solche Vertretung zu etablieren.

    Mehr dazu auf www.univie.ac.at/voeb/kommissionen/ag-oeffentliche-buechereien/. Kontaktperson ist Nikolaus Hamann (nikolaus.hamann@gmx.at), MitarbeiterInnen aus beiden Bibliothekstypen werden gesucht!

    Friday, July 29, 2011

    CfP Bibliotheken in der Literatur

    "Bibliotheken gelten als Zentren der Wissensverbreitung oder Wissensvereitlung, sind Symbole unserer Kultur und zugleich Orte mit geheimnisvoller Ausstrahlung: Diese Kathedralen des Geistes und Speicher kollektiven Wissens umweht ein Hauch sakraler Feierlichkeit oder auch Unheimlichkeit. Allerdings sind die vielfältigen Aufgaben einer Bibliothek mit der Ordnung, Systematisierung und Aufbewahrung von Wissen nur kurz skizziert. In der Literatur bietet die Gelehrsamkeit der fiktionalen Bibliothek vor allem den Weltfremden, Außenseitern und Heimatlosen eine Zuflucht, die sich hier der eigenen Phantasie und Einsamkeit hingeben oder ihrer Identität versichern. Zugleich begegnet uns die Bibliothek als Spiegel konkreter Machtgefüge zwischen Bibliothekaren, Lesern und Besuchern. So lassen sich gerade literarische Bibliotheken nicht allein als architektonische Kunstwerke zur Bewahrung von Wissen, sondern vorwiegend als Wissenskatalysator, Imaginationsraum und Sozialbiotop lesen" [Mehr dazu].

    Für den Sammelband "Wissensräume: Bibliotheken in der Literatur" können Exposés zu folgenden Schwerpunkten eingereicht werden, wobei weitere relevante Themenvorschläge natürlich willkommen sind:

    1. Die Bibliothek als Machtfaktor
    2. Topographien des Wissens
    3. Funktionen und Ordnung - Bibliothek als ambivalente Wissensordnung
    4. Bibliothek als Utopie, Heterotopie oder Gegenwelt
    5. Die Bibliothek als Imaginationsraum literarischer Figuren
    6. Sonderformen und Wandlungen literarischer Bibliotheken

    Auf diese Schwerpunkte aber auch darüber hinausgehende Fragen möchte der Sammelband Antworten geben. Vorschläge für Beiträge werden bis zum 15. Oktober 2011 per E-Mail erbeten (Abstract ca. 500 Wörter), kurze bio-bibliographische Angaben bitte extra).
    Abgabetermin für die vollständigen Beiträge (6.000 bis 8.000 Wörter) ist der 29. Februar 2012. Der Sammelband wird im Wissenschaftsverlag Ripperger & Kremers im Sommer 2012 erscheinen. Vorschläge und Beiträge werden erbeten an: Dr. Mirko Gemmel (mirko.gemmel@hu-berlin.de) und Dr. Margrit Vogt (margrit.vogt@hu-berlin.de).

    reading diary

    Alan Hollinghurst: The spell. Vintage 1999 - Ich liebe Hollinghurst unter anderem für Sätze wie "the ghost of an old back injury warned him away from some of the more demanding sex holds" oder "the photo album..., a big optimistic-looking thing designed to house a whole family's sentimental history, but reverting, after the first few cheerful episodes, to thirty or forty pages of charcoal vacancy". Auf diesen britischen Autor bin ich über das Buch "The swimming-pool library" gestoßen, bei dem mich zunächst vor allem der Name interessiert hatte ;-)

    Heinrich von Lenk: Über Bibliothek und Bibliothekar. Zwei Vorträge gehalten im "Christlichen Verein junger Männer" in Wien, am 15. und 17. Dezember 1912. Separat-Abdruck aus "Evangelischer Hausfreund". Wien: Ludwig Schönberger 1913

    Müssen Sie alle Bücher lesen?

    Ein Bibliothekar berichtet über das Unwissen vieler darüber, was er in seinem Beruf eigentlich so macht:

    "'Müssen Sie alle Bücher lesen?' oder: 'Müssen Sie alle Bücher selbst abstauben?' Also im ersten Falle eine kolossale, aber doch nicht kränkende Überschätzung meines Berufes, im letzteren Falle eine tief beschämende Unterschätzung desselben, in beiden Fällen aber ein schlagender Beweis dafür, daß man in weiten Kreisen von unserer Tätigkeit wirklich keine Ahnung hat".

    Aus: Heinrich von Lenk: Über Bibliothek und Bibliothekar. Zwei Vorträge gehalten im "Christlichen Verein junger Männer" in Wien, am 15. und 17. Dezember 1912. Separat-Abdruck aus "Evangelischer Hausfreund". Wien: Ludwig Schönberger 1913, S. 4 [UB Wien, Signatur I 403.546)

    Thursday, July 28, 2011

    Hüter des Schweigens

    "Die Beamten haben darüber zu wachen, dass die Besucher sich des lauten Sprechens sowie jeder anderen Störung enthalten, die ihnen ausgefolgten Werke nicht Anderen zur Benützung übergeben, die Lesetische nicht mit Kleidungsstücken oder anderen hindernden Gegenständen belegen und die Werke nicht beschädigen" - § 32 der "Instruction für die Beamten der städtischen Bibliothek" aus dem Jahr 1886 (Signatur B 22373).

    Saturday, July 23, 2011

    Künstlerisches Statement

    Für den Fall, dass man anlässlich der Ausstellung der kunstvollsten Karteikarten oder der elegantesten ini-Dateien in einem Interview gefragt wird, wie man die eigene Kunst beschreiben würde, gibt es "Arty Bollocks Generator" (Hinweis aus dem Generator Blog).

    "My work explores the relationship between the body and emotional memories. With influences as diverse as Blake and Francis Bacon, new synergies are created from both traditional and modern layers. Ever since I was a child I have been fascinated by the theoretical limits of the mind. What starts out as vision soon becomes corroded into a dialectic of greed, leaving only a sense of what could have been and the inevitability of a new reality. As temporal phenomena become frozen through diligent and critical practice, the viewer is left with a glimpse of the inaccuracies of our condition". - Alles klar?

    Friday, July 22, 2011

    reading diary

    Miriam Grace Monfredo: Must the maiden die, 2000

    Miriam Grace Monfredo: The stalking horse, 1999

    Liz Cook: So, What Do You Eat? A Practical Guide to Healthy Animal-free Nutrition and Easy Family Meals, 1999

    Interviewreihe mit "Führungsfrauen" im Kulturbereich

    Wien International hat eine Interviewreihe mit weiblichen Führungskräften im Kulturbereich gestartet, wo u.a. die Leiterinnen der Nationalbibliothek, UB Wien und Wienbibliothek befragt wurden. Jeweils unten finden sich die Links zu den anderen Interviews.

    Tuesday, July 19, 2011

    wie wichtig ist Schreibschrift?

    Im Artikel "Sprach-Vereine fürchten Aussterben der Schreibschrift" von Manuel Bewarder in der "Welt online" wird über die Entscheidung der Hamburger Schulbehörde berichtet, dass die Grundschulen selbst auswählen können, ob sie Schreib- oder nur mehr Druckschrift unterrichten. Zwei Kommentare sind mir dabei besonders aufgefallen (leider kein direkter Link möglich):

    "Verzicht auf Schreibschrift geht zu Lasten der 'Individualität'? Ich hätte nichts dagegen, wenn mehr Menschen ein halbwegs einheitliches Schriftbild hätten, der Lesbarkeit wegen. Wer sich individuell ausdrücken möchte, kann doch Bilder malen. Schrift ist für mich in erster Linie ein Mittel zur Kommunikation" (BenutzerIn "Meisterlein")

    "Menschen die ihre Individualität durch eine besonders geschwungene Handschrift ausdrücken sind in der Regel außerhalb von öffentlichem Dienst und Berufsbeamtentum lebensunfähig" (BenutzerIn "Klaue").

    Wie seht Ihr das? Ich erinnere mich noch sehr genau an den Zeitpunkt, wo sich im Gymnasium meine "Kinderschrift" über die Ferien zur "Erwachsenenschrift" gewandelt hatte, was meinem Deutschlehrer gar nicht zusagte, wie ich in meinem Hausübungsheft nachlesen konnte. Für mich war es aber ein wichtiger Schritt. Aber spielt das für die Generationen nach mir noch irgendeine Rolle?

    VDM revisited

    "Wenn öffentliche Bibliotheken Steuergelder für Content verschwenden, den sie kostenfrei downloaden können, finde ich das peinlich" - VDM-Verlagsleiter Wolfgang Müller über die aus der Wikipedia kompilierten und unredigierten Bücher seines eigenen Verlags, nachzulesen im Blog für wissenschaftliche Redlichkeit" von Stefan Weber. Da im offiziellen VDM-Blog darauf verwiesen wird, ist das wohl authentisch. Zum VDM-Verlag siehe auch die früheren und derzeit laufenden Diskussionen auf Inetbib und in Archivalia.

    Bibliothekskatze einmal anders

    "the secret life of Venice: a world in which salty-tongued mermaids run subversive printing presses, ghosts good and bad patrol the streets and librarians turn fluidly into cats" - hier spielt das Buch "The Undrowned Child" von Michelle Lovric.

    Monday, July 18, 2011

    Neuerwerbungen

    Stanislaw Lem: Die Jagd - Neue Geschichten des Piloten Pirx, 1976

    Stanislaw Lem: Die Untersuchung, 1979

    Miriam Grace Monfredo: Must the maiden die, 2000
    Miriam Grace Monfredo: The stalking horse, 1999
    zwei Bände aus der Reihe "Seneca Falls Historical Mysteries", mit der Bibliothekarin Glynis Tryon als Hauptfigur, geschickt eingebettet in die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, der Sklaverei und der Frauenrechtsbewegung rund um Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton (siehe dazu auch Seneca Falls Convention). Sehr empfehlenswert!

    ausgestorbener Bücherwurm

    Ich habe vor kurzem den 2008 erworbenen Roman "Kitsy Babcock" von Joan Sargent fertiggelesen (auf Deutsch erschienen 1960 bei der Dörnerschen Verlagsgesellschaft in Düsseldorf, übersetzt von Lyddi Overhoff; Original 1958 bei Avalon Books in New York). Es handelt sich dabei um das Genre der "librarian career novel", wie man auf auf Jennifer Wolfes Seite "Library Career Romances" via Wayback Machine ausführlicher nachlesen kann. Darin sind einige witzige Passagen enthalten:

    Bei der Stellenvermittlung für Studierende: "Nach tiefem Aufseufzen sagte Miss Perkins: 'Ich fürchte, da ist im Augenblick nichts anderes für Sie als die Bibliothek'" (S. 16).

    Im Gespräch mit einer Studienkollegin: "Dann wandte sie [Kitsy] sich um und meinte: 'Weißt Du, eigentlich möchte ich gern Bibliothekarin werden'. Maggi war entsetzt. 'Bist Du verrückt? Das ist doch die langweiligste Arbeit, die es gibt, immer bloß Bücher ein- und ausräumen! Außerdem wird es schlecht bezahlt, und Männer lernst Du da überhaupt nicht kennen'" (S. 40).

    Im Lesesaal: "Als Angestellte der Stadtbibliothek durfte Kitsy nichts tun, was den Regeln widersprach" (S. 71).

    Bei einem Fernsehinterview: "Jack Boseman machte ein Gesicht, als ob er sich seiner Unkenntnis schäme. 'Und ich habe immer gedacht', sagte er, 'daß ein Bibliothekar oder eine Bibliothekarin ein Mensch ist, der im grauen Kittel hinter einem Schreibtisch sitzt und Mitgliedskarten stempelt!' 'Das habe ich auch gedacht', versicherte sie [Kitsy], 'bis ich zum erstenmal meine Nase in die Stadtbücherei steckte. Aber so ist es nicht. (...) Wenn Sie also meinen, wir täten alle das gleiche, dann sind Sie im Irrtum, und Sie werden ebensogut umlernen wie ich. Ich habe nämlich auch geglaubt, ein Bibliothekar sei unbedingt ein Bücherwurm - nun, das ist er heute nicht mehr. Dieser Typ ist wohl ausgestorben" (S. 134 - 135).

    Best of Speisekarte (work in progress)

    Die "Speiselokale, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Außendienst gemäß Punkt 8 des Erlasses der Magistratsdirektion vom 7.Juni 1989, MD-1290-1/89, zum Mittagessen aufgesucht werden können, wenn sie um die Mittagszeit in unmittelbarer Nähe Dienst zu verrichten haben" (sprich, jene Lokale, die unsere Essensmarkerl akzeptieren) haben zumeist auch Online-Speisekarten und -Menüpläne. Die zu lesen ist immer wieder amüsant. Ein paar Beispiele aus den letzten Wochen (die Liste soll laufend ergänzt werden):

    Königsberger Klöbse - Klopse, Leute, Klopse!
    Rahmgurgensalat - kann kein Versehen sein, den gab's in zwei aufeinanderfolgenden Wochen
    Spaghetti Bolognaise - der Klassiker
    Holhipphen - hmpf
    Mozarella und Ruccola - das kommt ja sooo oft vor!
    Update 25.2. 2009: Pertersielkartofflen
    Update 25.2. 2009: Salatbuquett
    Update 25.2. 2009: gebackene Champigons - immerhin keine Champions, klingt eher nach Epigonen
    Update 27.3. 2009: Nougatknödel in Kokoset
    Update 22.6. 2009: Spagetthi Bolognese, Gogonzolasauce
    Update 28.9. 2009: Esterhazy-Schnitty. Gnochhi. Feckerl. Salatboquet
    Update 8.4.2010: Salatbouget
    Update 18.7.2011: Barbaceau-Sauce, Erdäpfel-Lauch-Auflauf auf Roten Beeten, magares Zwiebelfleisch, Potatoe Wedges

    Friday, July 15, 2011

    Theaterzettel im Querschnitt der Zeit

    Die Ausstellung "Theaterzettel im Querschnitt der Zeit" ist noch bis 31. Juli in der Musiksammlung der Wienbibliothek zu sehen.

    Die Wienbibliothek verfügt über eine sehr umfangreiche Theaterzettelsammlung. Aus Anlass der Theaterzettel-Tagung in Zusammenarbeit mit dem Don Juan-Archiv wurde in den Räumen der Musiksammlung eine kleine Ausstellung eingerichtet, welche eindrucksvoll dreihundert Jahre Wiener Theatergeschichte dokumentiert. Gezeigt werden dabei nicht nur Theaterzettel der Hof- und Vorstadttheaterhäuser Wiens - wie beispielsweise der älteste Theaterzettel aus den Beständen der Wienbibliothek aus dem Jahr 1720 -, sondern auch Ankündigungszettel von Feuerwerken, Bällen, Zirkusauftritten und Tierhetzen.

    Ort und Zeit: Wienbibliothek im Rathaus, Musiksammlung, Bartensteingasse 9 / 1. Stock, 1010 Wien. Geöffnet bis 31. Juli 2011, Montag bis Freitag, 9 bis 15 Uhr. Eintritt frei. - Am Donnerstag, dem 21. Juli, um 15 Uhr führen Julia Danielczyk und Franz Gangelmayer durch die Ausstellung.

    Thursday, July 14, 2011

    Bücher von Frauen? Bäh!

    "Bis Anfang dieses Jahrhunderts war in den Erwerbungsgrundsätzen der Königlichen Bibliothek in Berlin explizit festgeschrieben, daß von Frauen verfaßte Bücher nicht anzuschaffen seien".

    Dagmar Jank: "Wissenschaftliche Bibliothekarinnen in Deutschland 1921-1945. Bericht aus einem Forschungsprojekt". In: Bibliothek. Forschung und Praxis 18 (1994), S. 230 - 235 [Zitat auf S. 232]

    Genderfragen am Bibliothekar*tag

    Für den Bibliothekar*tag in Innsbruck hat die Kommission für Genderfragen zwei Sessions zusammengestellt, was mich sehr freut - hier das Programm. Unter anderem werden wir den Film "'Die geschätzte Kollegin vom festgezurrten Haupthaar'. Geschlecht - (k)eine Frage in Bibliotheken? Vier Momentaufnahmen" von Danilo Vetter zeigen können.

    Ich selbst werde einen Vortrag namens "Frauen im Centralblatt für Bibliothekswesen. Eine berufsgeschichtliche Betrachtung" halten. Hier der Abstract: "Das 'Centralblatt für Bibliothekswesen' (CfB), eine ab 1884 erscheinende deutsche Bibliothekszeitschrift, beschäftigt sich schon in der Einführung zum ersten Heft mit dem bibliothekarischen Berufsbild. Die Aufsätze und Berichte, aber auch Rubriken wie das 'Personalverzeichniss deutscher Bibliotheksbeamten' und die 'Personalnachrichten' im CfB können als umfassende Quelle für die Berufsgeschichte dienen. Zum Beispiel wird die Frage, ob 'Damen' überhaupt für die Bibliotheksarbeit und im speziellen für den höheren Bibliotheksdienst geeignet seien, im Laufe der Jahre immer wieder gestellt und stark unterschiedlich beantwortet. Der Vortrag beschäftigt sich vor allem mit Frauen als Bibliothekarinnen, aber auch mit ihrer Darstellung als Leserinnen, Mäzeninnen und 'relative Wesen' (z.B. Ehefrauen von Bibliothekaren) mit Schwerpunkt auf den ersten dreißig Jahrgängen".

    Wenn jemand Literatur kennt, wo jemand etwas Ähnliches versucht hat oder sich generell mit dem CfB beschäftigt, freue ich mich über den Hinweis. Ich kann mich dunkel an etwas erinnern, wurde aber nicht mehr fündig und weiß nun gar nicht mehr, ob ich mir das nur einbilde...P.S. Den Aufsatz "Der VDB und das Zentralblatt für Bibliothekswesen" von Kornelia Richter hab ich gerade wiedergefunden.

    Monday, July 11, 2011

    Frauenzeitschrift sucht Mitarbeiterinnen

    Aus dem Newsletter des Arbeitskreises Emanzipation und Partnerschaft, der übrigens seit 1979 eine Frauenbibliothek in Innsbruck betreibt:

    <zitat> Die AEP-Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft" erscheint seit 1974 ununterbrochen und ist eine der ersten Frauenzeitschriften der Neuen Frauenbewegung in Österreich. Sie wird von den Redakteurinnen und Autorinnen ehrenamtlich gestaltet.
    Unser Anspruch ist es, Hierarchien in den Geschlechterverhältnissen aufzudecken sowie der Marginalisierung und Diskriminierung von Frauen und den gewalttätigen Strukturen in Ökonomie, Politik und Gesellschaft entgegenzuwirken. Damit wenden sich die AEP-Informationen gegen alle Gewalt- und Herrschaftsverhältnisse, die weibliche Lebensmöglichkeiten einschränken, und streben eine umfassende Veränderung des von Herrschaft gekennzeichneten Geschlechterverhältnisses an. Die Zeitschrift "AEP-Informationen" ist in ihrer Berichterstattung besonders der unabhängigen Frauenbewegung und auch den widerständigen Praktiken von Fraueneinrichtungen und Initiativen in Tirol verpflichtet.
    Nach vielen Jahrzehnten der Schaffung einer feministischen Gegenöffentlichkeit ist das zukünftige Erscheinen der "AEP-Informationen" aus personellen Gründen ungewiss. Wie lange die AEP-Informationen noch auf der Bildfläche erscheinen werden, hängt auch vom Engagement vieler Frauen ab!

    Um das Fortbestehen der Zeitschrift auch weiterhin zu gewährleisten, werden daher neue Mitarbeiterinnen gesucht: Als Redaktionsmitglied hat frau die Möglichkeit zur inhaltlichen Gestaltung der Zeitschrift (Festlegung der Themenschwerpunkte, Einladung von Autorinnen etc.) und kann eigene Ideen einbringen sowie selber Beiträge verfassen. Es gibt jedoch auch andere, weniger zeitintensive Formen der Mitarbeit (gelegentliches Verfassen von Beiträgen oder Rezensionen oder Kurzmeldungen, Korrekturlesen, ...).

    Bei Interesse an einer Mitarbeit – in welcher Form auch immer – bitte mit uns Kontakt aufnehmen: informationen@aep.at.<zitatende>

    Wednesday, June 29, 2011

    Am Infoschalter

    "Er, zu dessen einsamer Höhe die vorbeiwandelnden Schulkinder nur scheu emporblickten, er, der sich schon in seiner Kraft und Herrlichkeit leicht verletzt fühlte, wenn er in Ausübung seines Dienstes von den Parteien nach Stiege, Stockwerk und Büro gefragt wurde? Er, der seine Auskünfte nur mit eisig gedämpfter Stimme gab, nachdem er vorher den Frager ein schmerzlich-nachsichtiges Ohr geneigt hatte?"

    Karl Fiala in Franz Werfels "Der Tod des Kleinbürgers" (Reclam 1969, S. 7) ist natürlich kein Bibliothekar, sondern zu diesem Zeitpunkt Portier bei der Finanzlandesdirektion, aber irgendwie passt die Beschreibung auf manche Bibliothekare, die ich kenne.

    Sunday, June 26, 2011

    WC-Anlagen und Bücherei

    Aus einer Presseaussendung des NÖ Pressediensts zur Eröffnung des Kommunikationszentrums in Wienerherberg: "Das Bauwerk mit einer Grundfläche von 160 Quadratmetern (...) umfasst Küche, WC-Anlagen, einen Multifunktionsraum inklusive Bücherei sowie Räumlichkeiten für Schulungen, Vereine und Veranstaltungen". Stellt die Reihenfolge eine Wertung dar?

    Friday, June 24, 2011

    Was ich beim Ausmisten gelernt habe

    Abgesehen davon, dass Leimfarbe Teufelswerk ist und dass Silikon eine der ekligsten Substanzen auf Gottes Erdboden ist, hab ich zwei wichtige Sachen beim Umzug und dem damit verbundenen Ausmisten gelernt:

    1. Gewand, bei dem im Geschäft der leiseste Zweifel oder Gedanken wie "irgendwann wird mir das schon passen" oder "ich sollte nicht immer schwarz tragen" auftauchen, sollte nicht gekauft werden. Irgendwann landet es nämlich mitsamt dem Preisschild im Altkleidercontainer.

    2. Es hat keinen Sinn, Nahrungsmittel "für besondere Anlässe" aufzuheben. Ich denke da an besondere Sachen, die man sich einmal gönnt, oder auch Urlaubsmitbringsel - in den letzten Jahren waren das zum Beispiel Blaubeersuppe aus Finnland, Spreewaldgurken aus Deutschland, Fisch-Suppenwürfel aus Schweden und Ice Jelly aus Singapur. Irgendwann landet es vermottet und/oder abgelaufen und/oder von selbst gehend mitsamt der Originalverpackung in der Mülltonne. Lebe den Augenblick :-)

    Wednesday, June 15, 2011

    Jugendliche Filme zur Stadtbibliothek

    Aus dem Newsletter der Stadtbibliothek Stuttgart vom 15. Juni: "Auf ganz unterschiedliche Weise haben sich Stuttgarter Jugendliche in den letzten Monaten der neuen Stadtbibliothek angenähert und ihre Ideen kreativ in Effektfilmen, Musikvideos oder als Green Screen umgesetzt. Die in Kooperation mit dem Jugendhaus Mitte der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft entstandenen Kurzfilmclips zeigen markante Plätze, Gebäude, Skulpturen und Wasserlandschaften zwischen dem Wilhelmspalais und der neuen Stadtbibliothek am Mailänder Platz - mit poetischen Texten unterlegt. Beteiligt waren Jugendgruppen des Jugendhauses Mitte und Ausdrucksreich e. V. sowie der Deutschen Angestellten Akademie und der Caritas unter Anleitung von Marcel D'Apuzzo, Nikita Gorbunov und Ufuk Gacipa.
    Präsentiert und prämiert werden die Filme am Freitag, 8. Juli, um 17.30 Uhr im Max-Bense-Saal der Zentralbibliothek im Wilhelmspalais".

    Monday, June 13, 2011

    Militärbibliothekar

    "Bibliothekar, Metereologe, Wirtschaftswissenschaftler: Kaum ein Arbeitgeber bietet ein breiteres Job-Spektrum als die Streitkräfte", schreibt Kristin Kruthaup in der Welt über die Berufsaussichten bei der deutschen Bundeswehr. Wer also als Bibliothekar doch lieber Schwert UND Feder hat, ist dort vielleicht richtig ;-)

    Saturday, June 04, 2011

    BBB news

    Die neuesten Einträge in meiner Bibliographie Berufsbild BibliothekarIn, die ich langsam wirklich mal in eine Datenbank eingeben sollte...

  • Alois Brandstetter: So wahr ich Feuerbach heiße. dtv 1992
  • Theodosia S. A. Adanu / John-Oswald Amekuedee: "Factors influencing the choice of librarianship as a course of study at the diploma level in Ghana". In: Information Development 26 (2010) 4, S. 314 - 319
  • Clemens J. Setz: "Condillac". In: Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes. Suhrkamp 2011
  • Anjali Gulati: "Diversity in librarianship: The United States perspective". In: IFLA Journal 36 (2010) 4, S. 288 - 293
  • Amy Hartman / Meg Delaney: "Wait! You Can’t Retire Without Sharing That with Us. Retaining the institutional knowledge of librarians who will soon leave the profession". In: American Libraries, 26. Oktober 2010
  • Strange new worlds

    Hab ich schon erwähnt, dass ich mein Diplomarbeitsthema liebe? ;-) Ich lese gerade die Fan Fiction-Anthologie "Strange new worlds", herausgegeben von Dean Wesley Smith. Der Text "What went through Data's mind 0.68 seconds before the satellite hit" von Dylan Otto Krider ist einfach großartig!

    Mordopfer Bibliothekarin

    Im gerade auf MDR laufenden Tatort "Abschaum" spielt Monica Bleibtreu eine Bibliothekarin.

    Friday, June 03, 2011

    Der Bücher- und Müllsammler

    "Ein Mann macht Abitur, studiert, wird Bibliothekar. Dann verliert er alles. Heute sammelt er Müll – und kauft von seinem Hartz-IV-Geld alte Bücher. Die Geschichte von einem, der nicht aufgibt". - Mehr bei Friederike Haupt: "Herr Tautorat fängt neu an". In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. Juni 2011

    Zoophiler Bibliothekar

    "K. ist 50, Bibliothekar und lebt seit seiner Scheidung zusammen mit einer Schäferhündin und zwei Katzen irgendwo im Grünen in Süddeutschland. Er betreibt zwei einschlägige Websites und setzt sich vehement dafür ein, dass Zoophile nicht als krank oder abartig abgetan werden". - Bettina Weber: "Das letzte Tabu". In: TagesAnzeiger, 1. Juni 2011

    Thursday, June 02, 2011

    Kevin allein in der Klasse

    "People judge how smart you are based solely on your name", schreibt Alasdair Wilkins in ihrem Artikel in io9. Anscheinend traut man Katherines und Samuels wesentlich mehr zu als Ambers und Travises.
    Erinnert mich an die Lehrerin, die über ihre Schüler sagte: "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose". Ich weiß aber nicht mehr, wo ich das gelesen habe - ich glaube, diese Feststellung wurde bei einer der letzten Kribibi-Tagungen aus einer Studie zitiert.

    Wednesday, May 25, 2011

    Lesen in Schubhaft

    Aus einem Artikel des Standard über das Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände: "Und in der Bücherei gibt es zwar jede Menge Lektüre auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch - doch auf Chinesisch beispielsweise gibt es nur die Bibel". Angesichts der Tatsache, dass nur rund vier Prozent der chinesischen Bevölkerung einer christlichen Religion angehören, wahrscheinlich wirklich kein Reißer... Vielleicht wäre es an der Zeit, die Diplomarbeit über Bibliotheken in Justizanstalten, die ich 2007 betreut habe, mit Informationen über die bibliothekarische Versorgung in Anhaltezentren, Erstaufnahmezentren und dergleichen zu ergänzen.

    Tuesday, May 24, 2011

    BID-Treffen am 1.6.

    Das nächste BID-Treffen - Stammtisch der StudentInnen und AbsolventInnen des Studiengangs Informationsberufe - findet am 1. Juni ab 16:30 Uhr im Weltcafé statt. Ich freue mich über Besuch und bitte um Anmeldung, da das Lokal normalerweise sehr gut ausgelastet ist!

    Monday, May 23, 2011

    Human Memory in the Digital Age

    Die britische Wissenschaftlerin Abigail Sellen spricht demnächst auf der TU über "Human Memory in the Digital Age":

    "Can computers ever completely capture our past experiences? As more and more photos, videos, documents, texts, email and Facebook content is produced, how will we see ourselves and look back on our lives in the future? This talk will look at the fate of human memory in the Digital Age and examine new trends such as life-logging, in which wearable devices allow you to continuously record events in your everyday life. I will argue that these technologies are not capturing memories per se, but rather are capturing data which can trigger memory in different ways. Further I will argue that to understand the relationship between technology and memory, we should turn to the psychology of memory as well as examine how people use digital materials to look back at their lives. I will finish with an exploration of such questions as: How do we manage these vast archives in the future? And, what happens to all of that data when someone dies? Here the focus is not just on the technology, but what all of this will mean into the future, including the social and even ethical issues this raises".

    Ort und Zeit: Technische Universität Wien, Seminarraum Zemanek, Favoritenstraße 11 / Erdgeschoß, 1040 Wien, 15. Juni 2011, 15 Uhr. - Da ich mich selber schon mal mit Lifelogging beschäftigt habe (siehe E-LIS), finde ich das sehr interessant!

    Out Behind the Desk

    Neu bei Library Juice Press ist das Buch "Out Behind the Desk: Workplace Issues for LGBTQ Librarians", herausgegeben von Tracy Nectoux. Es bildet die erste Nummer der Reihe "Gender and Sexuality in Librarianship" und ist "an anthology of personal accounts by librarians and library workers relating experiences of being gay, lesbian, bisexual, transgendered, or queer at work. A broad spectrum of orientations and gender identities are represented, highlighting a range of experiences of being and/or coming out at work".

    Friday, May 20, 2011

    Die wichtigen Briefe

    Beim Ausräumen des Abstellraumes hab ich meine sogenannte "Kiste mit den wichtigen Briefen" wiedergefunden, die ich schon viele Jahre nicht mehr in der Hand hatte. Jetzt beim Stöbern schwanke ich zwischen Lachen und Weinen... Da ist zum Beispiel ein Liebesbrief auf einer Karte zur Ausstellung "Folterinstrumente im Mittelalter". Da ist ein Schreiben eines langjährigen Brieffreundes mit dem Satz "demnächst ausführlich", aber danach kam nie wieder etwas. Die Postkarte des besten Freundes aus Italien: "Frauenkörper noch und nöcher. Glaube nicht, dass ich es hier noch viel länger aushalte, da ich sonst platze!". Das Musiktelegramm zu meiner Matura, das - nach siebzehn Jahren!! - immer noch spielt. Oder ein ausgedrucktes Mail eines deutschen Onlinefreundes aus meiner Intensiv-Chat-Phase 1998 mit dem Satz: "Wenn Du wirklich meine Freundin 1.0 sein wirst, Du fehlerfrei funktionierst und mit mir kompatibel bist, dann bekommen wir gemeinsam auch das Update zur Ehefrau 1.0 hin" (da konnte der ja noch nicht wissen, dass ich es unter 2.0 nicht tue). Da ist ein Liebesgedicht nur für mich - jaja, das interessiert Euch wahrscheinlich, aber das ist zu persönlich, um daraus zu zitieren. Und da sind Postkarten von Menschen, wo ich nicht mehr weiß, wer sie sind, oder wo ich die Unterschrift nicht mehr lesen kann (zum Beispiel eine, auf der steht "für das süßeste Wesen auf der ganzen Welt")... nicht zuletzt die Karten und Briefe von Menschen, die nicht mehr leben oder die ich schon vor vielen Jahren aus den Augen verloren habe. Ein nachdenkliches Blättern ist das.

    Wege der Frauen durchs Rathaus

    Zum 100. Internationalen Frauentag haben die Wienbibliothek im Rathaus und die Frauenabteilung der Stadt Wien neun Stationen zu den "Wegen der Frauen durchs Rathaus" erarbeitet. Anhand von Abbildungen von Plakaten, Zeitungsausschnitten, Zeitschriften und Büchern werden Schlaglichter auf die Zusammenhänge der Themen Frauen und Politik, Sichtbarkeit von Frauen in Straßenbenennungen, Selbstbestimmungsrecht über Körper und Sexualität, Eherecht und alternative Wohnformen, Gewaltschutz, Frauenbildung und Frauen am Arbeitsmarkt, Frauen in Krieg und Faschismus und die Bedeutung von Frauenpolitik für Frauen geworfen.

    gerasterte Darstellung von Frauenkoepfen

    Im Namen der VÖB-Kommission für Genderfragen lade ich alle interessierten Kolleginnen und Kollegen herzlich zu einer kostenlosen Führung ein. Ort und Zeit: Dienstag, 28. Juni 2011, 16.30 Uhr, Treffpunkt im Stadtinformationszentrum (direkt beim Eingang am Friedrich-Schmidt-Platz). Anmeldung bis Freitag, 24. Juni, an monika.bargmann@gmail.com, als Blogkommentar oder via Facebook erbeten, kurzfristig Entschlossene herzlich willkommen!

    Monday, May 16, 2011

    "historical recordings may contain offensive language"

    Die Library of Congress hat das Projekt "National Jukebox" gestartet, bei dem historische Aufnahmen des Packard Campus for Audio Visual Conservation kostenlos im Netz angehört werden können: "The goal of the Jukebox is to present to the widest audience possible early commercial sound recordings, offering a broad range of historical and cultural documents as a contribution to education and lifelong learning".

    Interessant ist dabei der Disclaimer: "These selections are presented as part of the record of the past. They are historical documents which reflect the attitudes, perspectives, and beliefs of different times. The Library of Congress does not endorse the views expressed in these recordings, which may contain content offensive to users". Auf der Startseite steht kurz gefasst "WARNING: Historical recordings may contain offensive language". - Hinweis von library_pirate.

    sherpa, teacher, interface

    "The librarian isn't a clerk who happens to work at a library. A librarian is a data hound, a guide, a sherpa and a teacher. The librarian is the interface between reams of data and the untrained but motivated user".

    Seth Godin: "The future of the library". In: Seth Godin's Blog, 16. Mai 2011

    Studiengang "Austrian Studies"

    Im Wintersemester startet der Masterstudiengang AUSTRIAN STUDIES am Institut für Germanistik der Universität Wien. Der Schwerpunkt des Studiengangs liegt auf österreichischer Sprach-, Kultur und Literaturgeschichte, er enthält jedoch auch Module bzw. Lehrveranstaltungen aus den Bereichen Geschichte und Politologie, verbunden mit einer Einführung in eine andere zentraleuropäische Philologie (nach Wahl) und, in Hinblick auf mögliche Berufsfelder, mit einem Inlands- und einem Auslandspraktikum an österreichischen Kulturinstitutionen.
    Zur Einführung gibt es eine Informationsveranstaltung: Mittwoch, 15. Juni 2011, 17.30 Uhr, Hörsaal 23 (Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 5). Kurze Übersicht (pdf), Studienplan (pdf).

    Sunday, May 15, 2011

    Neuerwerbungen

  • Kühnel, Annette: Patois für Jamaika - Wort für Wort. Bielefeld: Reise-Know-How-Verl. 2009
  • Wurmdobler, Christopher: Kaffeehäuser in Wien: Ein Führer durch eine Wiener Institution. Klassiker, moderne Cafés, Konditoreien, Coffeeshops. Wien: Falter 2010
  • Thursday, May 05, 2011

    Sexuelle Orientierung & Firmengründung

    Bei einem Forschungsprojekt an der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema "Lesbische / Schwule UnternehmerInnen in Wien - Chancen, Risiken, Hindernisse" wird untersucht, welche Rolle eine homosexuelle Orientierung der UnternehmerInnen bei der Geschäftsgründung und -führung spielt. Die Ergebnisse der Studie werden zur Weiterentwicklung der zielgruppengerechten Angebote der Wirtschaftskammer Wien für lesbisch-schwule UnternehmerInnen verwendet. Fragebogen auf http://ww2.unipark.de/uc/WU-Wien.

    Friday, April 29, 2011

    Nur nicht lesen?

    "Wer gerne liest, sollte alles mögliche werden, aber nicht Bibliothekar. Dieser Meinung ist Claudia Lux, Generaldirektorin der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). 'Ein Bibliothekar, der liest, ist verloren', sagt sie, 'Bücherwürmer scheitern in diesem Beruf'", schrieb die Berliner Zeitung im August 2002 (wahrscheinlich in Anspielung auf das berühmte Zitat im Kapitel 100 des "Mann ohne Eigenschaften").

    Ich stimme dem so eigentlich nicht zu - ich denke, dass ziemlich viele Menschen diesen Beruf wählen, weil sie gerne mit Büchern zu tun haben. Vorausgesetzt, man merkt rechtzeitig, dass es mindestens genauso viel um den Umgang mit Menschen geht und dass man im Beruf nicht nur liest, finde ich das nicht einmal die blödeste Motivation. Was meint Ihr?

    Thursday, April 28, 2011

    Ich bin im falschen Film Buch

    Nachdem ein Benutzer gegrantelt hatte, dass meine Kollegin und ich die Öffnungszeiten der nächstgelegenen BAWAG-Filiale nicht auswendig wissen (Zitat: "wer im Rathaus geht denn nicht zur BAWAG?". Na, ich zum Beispiel), bat er mich, ich möge ihm das doch im "Wurzbach" nachschauen... Zur Info: Unter "Wurzbach" versteht man gemeinhin das "Biographische Lexikon des Kaiserthums Oesterreich 1856–1891". Ich hab dann doch die BAWAG-Website bevorzugt ;-)

    Zahlen bitte! KRIBIBI-Frühjahrstagung

    "Zahlen bitte!" heißt die Frühjahrstagung des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (Website; Facebook-Seite): "Bibliotheken - öffentliche wie wissenschaftliche - geraten in Zeiten der Ökonomisierung aller Lebensbereiche ebenso wie andere Bildungseinrichtungen zunehmend unter Druck, ihre Leistung anhand quantitativer Kennzahlen unter Beweis stellen zu müssen. So werden - von Trägerorganisationen, Behörden, Dachverbänden, aber auch privaten Institutionen - zahlreiche Kriterien und statistische Größen ersonnen, deren Messung sich Bibliotheken regelmäßig zu unterziehen haben, um ihre Existenzberechtigung als rentable und effiziente Dienstleistungsbetriebe nachzuweisen. Werden die vorgegebenen Bedingungen nicht erfüllt, drohen Budget- bzw. Förderungskürzungen, die im schlimmsten Fall sogar zur Schließung führen können. Das Seminar wird sich mit dieser Problematik auf verschiedenen Ebenen auseinandersetzen, wobei sowohl die dahinter stehende Ideologie analysiert als auch konkrete Auswirkungen beleuchtet werden sollen". Das Programm:

    Freitag, 6. Mai 2011, Kulturzentrum Cafe 7*stern

  • Buchvorstellung mit Jörn Klare: Was bin ich wert? Eine Preisermittlung
  • Samstag, 7. Mai 2011, Renner-Institut

  • Karsten Schuldt: Zählen, Standardisieren, Wettbewerb erzeugen. Wird die Bildung besser, wenn sie ökonomisiert wird? (Referat und Diskussion)
  • Podiumsdiskussion: Christian Dandl (angefragt), Armin Gatterer, Gerald Leitner, Herlinde Lugstein: Modelle der Büchereiförderung
  • Sonntag, 8. Mai 2011, Renner-Institut

  • Ulrike Retschitzegger: Evaluation, die weiterhilft - das Qualitätssiegel des EB-Forums Öberösterreich für Öffentliche Büchereien (Referat und Diskussion
  • Reflexion, Vorschläge zum nächsten Seminar
  • Tuesday, April 26, 2011

    Katalogisieren, was ist das?

    Sind Basiskenntnisse im Katalogisieren wesentlicher Bestandteil einer MLIS-Ausbildung? J. McRee Elrod veröffentlichte auf der Mailingliste Autocat einen Leserbrief an American Libraries (via Karen Weaver auf stanleyk):

    "Periodically there is a post on Autocat, the cataloguer e-discussion list, with some variation on 'as a single professional in a <fill in type of library>, I am faced with having to catalogue. I did not take a cataloguing course in library school. How can I ...?'
    I've just been corresponding with one librarian with that problem, who did not even know that the Library of Congress Classification existed as a print publication. Fortunately, she is writing her Library School to express her dissatisfaction at being placed in this situation.
    Apart from knowing something about cataloguing making a better reference librarian or administrator, cataloguing is a basic skill of librarianship which every holder of an MLS or MLIS should have.
    Isn't it past time the American Library Association made providing a
    basic introduction to cataloguing a required course, as part of accreditation requirements?".

    Bibliothekarin will schlafen

    "I'd go to a workshop on our new CD-ROM databases, which seemed destined never to function properly, or enter data about the library's new acquisitions into our new online catalogue, which was also always on the blink, and all I could think about was that I wanted to lie down on the floor behind the circulation desk where no one could see me and take a nap, or maybe cry".

    Aus: Abby Bardi: The book of Fred. New York: Washington Square Press 2001, S. 58

    Saturday, April 23, 2011

    Ef-Ha und A - das alte Leiden

    In der neuen Ausgabe der FSG-Zeitschrift "teamwork" ist der Artikel "Gleich und gleicher" von Norbert Pelzer erschienen, in dem es zum Thema A-Wertigkeit von FH-Studien u.a. heißt: "Der Bachelor-Titel (...) findet zur Überraschung aller keinen Niederschlag im Gehalts- bzw. Besoldungssystem [des Magistrats der Stadt Wien]. (...) Gesetzlich sind FH-Abgänger als Bachelors Akademiker. Trotzdem dürfen sie aus noch undurchsichtigen Gründen nicht in den A-Dienst aufsteigen". Das Problem, das hier angesprochen wird, besteht aber schon seit zehn Jahren, kommt also zumindest für mich keineswegs überraschend - es betrifft ja nicht nur AbsolventInnen der (dreijährigen) Bachelorstudiengänge, sondern auch jene der (vierjährigen!) Diplomstudiengänge. Die anscheinend geplante Initiative erfreut mich als Betroffene grundsätzlich, kommt aber vielleicht doch etwas spät...

    Friday, April 22, 2011

    Verlage versagen im Marketing

    "With publishing houses slashing their marketing budgets, it often falls to writers themselves to make the most of every reading opportunity, from cozy gatherings of just a few fans at smaller booksellers to major events at chain stores that can draw upwards of 10 people". Schriftstellerin Francine Massey im Artikel "Author Promoting Book Gives It Her All Whether It's Just 3 People Or A Crowd Of 9 People" auf TheOnion.com ;-)

    Die Titanic und die Monarchie

    Das Österreichische Staatsarchiv hat einige interessante Archivalien zu den österreichischen Opfern der Titanic-Katastrophe im April 1912 online bereitgestellt. Interessant finde ich zum Beispiel, dass im "Bericht des österreichischen Generalkonsuls" so genau unterschieden wird, ob die Reisenden in Ungarn oder in Österreich wohnten und innerhalb dessen noch, ob sie Kroaten, Ungarn oder Slowenen waren. Die bei weitem größte Gruppe stellten übrigens die Kroatinnen und Kroaten aus Ungarn.

    Wanderweg nach Bibliothekar benannt

    "Er wurde von den meisten Kolobrzegern (Kolbergern) einfach nur Opa genannt, egal, in welchem verwandtschaftlichem Zusammenhang man stand: Der Bibliothekar Jan Frankowski", schreibt Jens Hansel in der Touristiklounge, "nicht nur, dass er in 'seiner' Stadt vor seinem Tod 1972 sehr beliebt war, er hat auch einige Dinge beeinflusst. Unter anderem deswegen wurde ein Wanderweg nach ihm benannt".

    Thursday, April 21, 2011

    QR-Codes in Bibliotheken

    Auf Inetbib wird gerade eine interessante Diskussion über die Verwendung von QR-Codes in Bibliotheken geführt.

  • Die Stadtbibliothek Springe verwendet die Codes probeweise auf Veranstaltungsplakaten anstelle einer URL, berichtet Tibor Maxam.
  • Die Bibliothek der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg nutzt "QR-Codes um die E-Books neben die fachlich zugehörigen Print-Exemplare ins Regal zu stellen: Die Regalbeschriftung zu bestimmten Systemstellen wird um einen Code ergänzt, der zu den E-Books führt, die mit der entsprechenden Notation erschlossen sind. So sollen die Bibliotheknutzer beim Stöbern am Regal mit dem Smartphone auch den elektronischen Content zu Ihrem Fachgebiet entdecken", schreibt Christoph Ackermann.
  • In der Zentral- und Landesbibliothek Berlin verlinken QR-Codes an den Menütafeln der Freihandregale zur Eingabemaske für den Auskunftsdienst.
  • Eine umfangreiche Beispielsammlung findet sich im Library Success Wiki, zum Beispiel "Contra Costa County Library is using QR codes to market downloadable audiobooks to people using public transit".

    Update: Viola Voß hat die vielen Beispiele in Netbib zusammengefasst.

    Wednesday, April 20, 2011

    Alte Jungfer, die x-te

    The Annoyed Librarian schreibt in der heurigen Kolumne über eine Bibliothekarin in der Werbung: "In 1972, Nabisco placed advertisements in McCall's, Redbook, and Better Homes and Gardens for Korkers, Flings, and Corn Diggers, which were snack foods at the time, though forty years on they all sound rather rude. Some of the ads were full of beautiful people fondling Korkers, having Flings, and munching on Corn Diggers. Well, they weren't completely full of beautiful people. One person in particular was old, withered, scowling, and dressed like a nineteenth century spinster. She was identified as 'Mildred Mason, town librarian'".

    Tuesday, April 19, 2011

    Staubige Archivluft

    Ich hab gerade zufällig ARD aufgedreht und bin wegen Johannes Silberschneider (*seufz*) bei "Die göttliche Sophie - Das Findelkind" hängengeblieben. Da warnte Silberschneider als Pfarrer gerade einen Kollegen vor einer Strafversetzung: "Die Luft in unseren Kirchenarchiven kann staubig sein. Sehr staubig sogar".

    Bibliothekar Feuerbach

    Das schöne am Bücherübersiedeln ist, wie ich gerade feststellen kann, dass man Bücher wieder in die Hand nimmt, die man schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Mir war z.B. bisher gar nicht aufgefallen, dass der Erzähler in Alois Brandstetters Roman "So wahr ich Feuerbach heiße" Bibliothekar ist: "ich, Primus Feuerbach, Bibliothekar in der bescheidenen Volksbibliothek einer mittleren Kleinstadt im Kleinstaat Österreich" (dtv, 1992, S. 5). Über das Gehalt im Vergleich zu Würstelstandlbesitzern schreibt Brandstetter: "Ein Volksbibliothekar ist, verglichen mit diesen, ein armer Schlucker, sozusagen ein Feuerschlucker oder überhaupt ein Hungerkünstler und Bettler neben dem Kotelettkönig oder Burenwurstkaiser" (S. 43).

    "an sich bin ich ein Buchfan"

    "Also an sich bin ich ein Buchfan und habe daher natürlich auch eine sehr hohe Affinität zu Büchern als physische Objekte. Daher stöbere ich auch immer sehr gerne in Bibliotheken. Allerdings ist es zunehmend so, dass ich über das Internet recherchiere, weil für mich quasi alle relevante Fachliteratur über das Internet, also elektronisch verfügbar ist". Aus einem Interview mit dem Informatiker Günther Haring, Leiter des wissenschaftlicher Leiter des Universitätslehrganges "Library and Information Studies". - Hm.

    Saturday, April 16, 2011

    Hamlet und Faust

    Photo aus dem Theatermuseum: Schädel, Krone, Spiegel, Buch auf einem Tisch

    Photo aus dem Düsseldorfer Theatermuseum, aufgenommen am 20. Jänner 2011.

    Friday, April 15, 2011

    reading diary

    Last week, I began relocating my books starting with the science fiction shelve. As I can't pack books without at least looking at them I'm currently always seen with a Star Trek novel in my hands ;-)


  • recently finished: Esther Friesner: Kriegskind. Heyne 1996 (= Star Trek Deep Space Nine ; 7) [Warchild]

  • recently started reading: Dean Wesley Smith / Kristine Kathryn Rusch: The escape. Pocket Books 1995
  • Thursday, April 14, 2011

    Bibliotheksbestand des Tages

    Bei der Suche nach Lehrmittelkatalogen für einen Benutzer bin ich im Druckschriftenkatalog auf folgende interessant klingende Lehrmittel gestoßen:

    Verzeichnis der mit dem Erlasse des k.k. n.-ö. Landesschulrathes vom 16. Februar 1887, Z. 849, in sämmtlichen Bürger- und allgemeinen Volksschulen des städtischen Schulbezirkes Wien zum Gebrauche vorgeschriebenen Schreibhefte, Linienblätter, Zeichenhefte, Blocks und Schiefertafeln (1887) // Sign.: A 309301

    Amalie Kamler: Kostümkunde. Zum Gebrauche an Frauengewerbeschulen für Weißnähen und Kleidermachen sowie an fachlichen Fortbildungsschulen für Lehrmädchen des Kleidermacherinnen-Gewerbes und ähnlichen Lehranstalten (1912) // Sign.: A 295442

    Johann S. Petri: Anweisung zum regelmäßigen und geschmackvollen Orgelspielen ür neuangehende Organisten und solche Klavierspieler, welche dieses wichtige Instrument oder das Positiv spielen lernen, es ordentlich stimmen, behandeln, und in Ermangelung eines Orgelbauers, kleine Fehler an demselben verbessern wollen (1802) // Sign.: A 202617

    Heinrich Maresch: Der Schulgarten als landwirtschaftliches Lehrmittel an der Volksschule (1897) (= Handbuch der speciellen Methodik ; 14) // Sign.: A 289050

    G. Escher: Noth- und Hilfsbüchlein für Mütter, die ihre Kinder selbst lesen lehren wollen. Nebst Fibel und Buchstabentafel (1833) // Sign.: A 190842

    Facebook und die Diätprodukte

    Ich habe mir gerade durchgelesen, welche Inhalte in Werbeanzeigen Facebook verbietet. Neben den zu erwartenden Punkten wie Werbung für alkoholische Getränke, die sich an unter21jährige US-AmerikanerInnen richtet, und Tabakprodukte generell finde ich den Abschnitt "Health and diet" sehr interessant:

    "The text and image on a diet ad should present realistic accurate information about weight in a neutral manner. Content may not depict health conditions in a derogatory or inflammatory manner. Health ads may not:
    * single out individuals or degrade the viewer of the ad.
    * guarantee or claim specific weight loss results.
    * imply that certain body types are more desirable than others.
    * present weight conditions or any other health conditions in a negative light".

    Zumindest den Abschnitt mit "guarantee or claim specific weight loss results" würde ich mir von anderen Medien auch wünschen. Ich meine vor allem die inflationären "Essen Sie weiter wie bisher und nehmen Sie 20 Kilo in einem Monat ab"- und "Mein Mann schaut mich nicht mehr an, weil ich nach fünf Geburten ein wenig zugenommen habe"-Inserate. Aber das ist halt "gutes" Geld, und wo macht man Halt? Akzeptiert man auch keine "Wenn Sie dieses Rasierwasser kaufen, fallen die Engel vom Himmel"-Anzeigen, wenn sie den Wahrheitsbeweis nicht antreten können? Und dass "Red Bull verleiht Flügel" auch gar nicht stimmt, schrieb ein Twitterer mal, der sich dort vergeblich ein Klavier borgen wollte.

    Wednesday, April 13, 2011

    Achtung Blumenwiese

    Ein Kollege von der Grünen Bildungswerkstatt hat mich auf einen interessanten Artikel in der Zeitschrift Die Landwirtschaft, herausgegeben von der niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, aufmerksam gemacht: "Aus ungedüngten Wiesen werden schnell Blumenwiesen - mit unrentablen Unkräutern, Wild- und Giftpflanzen. Und solche Flächen laufen Gefahr, unter Naturschutz gestellt zu werden. Düngen zahlt sich daher aus vielen Gründen aus".

    Tuesday, April 12, 2011

    Raumfahrt in der Wienbibliothek

    Zum fünfzigjährigen Jubiläum von Juri Gagarins Erdumrundung hat die Wienbibliothek im Rathaus eine Galerie mit Beständen zur Raumfahrt auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht.
    Links Rütters' Plakat "SOS Raumschiff" aus dem Jahr 1958 zum US-amerikanischen Film "The invisible boy", in dem ein Bub mit Robby, dem Roboter, einen Supercomputer bekämpfen muss, der von einem Satelliten aus die Erde in seine Gewalt bringen will.

    P.S. Das ist mein 3500. Eintrag in diesem Weblog. Okay, genau genommen ist es der 3501., aber ich habe das Jubiläum übersehen, und deswegen erkläre ich ihn zum 3500., okay? :-)

    Bibliothek, Empfang, Sekretariat

    Interessante Stellenausschreibung von HWP Planungsgesellschaft, die gerade über Inetbib lief: "Zu Ihrem Aufgabengebiet in der firmeneigenen Bibliothek gehört die Zeitschriften- und Loseblattverwaltung, die vollständige Medienbearbeitung sowie die Durchführung von Internet- /und Datenbankrecherchen. Sie sind zuständig für die Pflege unseres Bibliothekssystems Library, der Literaturbeschaffung aus externen Bibliotheken sowie der Normenbereitstellung. Daneben übernehmen Sie - im Wechsel mit einer Kollegin - alle anfallenden Aufgaben an unserer Telefonzentrale und den Empfang. Unser Sekretariat im Geschäftsbereich Architektur und Technik unterstützen Sie mit allgemeinen Sekretariatsaufgaben bis hin zur Verwaltung des Archivs".

    Hm. Einerseits schon eine seltsame Kombination, andererseits wird so immerhin eine Vollzeitstelle daraus, was ja auch nicht zu verachten ist. Und es wird explizit eine Diplombibliothekarin gesucht. Häufig ist es ja umgekehrt - dass das Sekretariat die Bibliothek mitbetreut ;-)

    reading diary

    recently finished:
  • Achim Schwarze: Dünnbrettbohrer in Bonn: aus den Dissertationen unserer Elite. Frankfurt am Main: Eichborn 1984 - aus den Dissen deutscher Politiker von Kohl bis Geißler - unterhaltsam, wenngleich durch die aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate ein wenig manipulativ

  • Patricia Barnes-Svarney: Loyalitäten. München: Heyne 1999 (= Star Trek Starfleet Kadetten ; 18) - junge Beverly und junger Data :-) [Loyalties, 1996]
  • Monday, April 11, 2011

    Zeit ist Geld

    In der Episode "Gefangen" der Serie "Soko Leipzig" sagte eine Bibliothekarin abschätzig über Studierende: "Erst bringen sie die Bücher zu spät zurück und dann jammern sie über zu wenig Bafög". Außerdem gibt sie bereitwillig Auskunft darüber, wem die gefundene Mahngebühr-Quittung gehört, und kommentiert: "vier Bände Wirtschaftsrecht schon wieder".

    Sunday, April 10, 2011

    Küche zu verschenken

    Da ich umziehe und am neuen Standort eine Küche vorhanden ist, verschenke ich meine jetzige gegen Selbstabholung (in der Nähe von Wiener Neustadt). Sie ist neun Jahre alt, von Kika, beinhaltet Spüle, Kühlschrank mit Gefrierfach und einen Herd mit Backrohr. Sie ist gut in Schuss, nur das mittlere Brett des breitesten Kastls hängt mittlerweile ein wenig durch. Das sieht man hinter dem Türl aber eh nicht ;-) Auf Anfrage sende ich gerne Photos und genaue Maße zu!

    Auch meinen Mini-Durchlauferhitzer aus der Küche schenke ich gerne her. Den hab ich gebraucht, weil es in meiner Küche sonst kein Warmwasser gegeben hätte :-0

    Saturday, April 09, 2011

    Improvisiertes Home Office ;-)

    Photo: Bank und Sessel mit Telephon, Computer, Bildschirm, Anrufbeantworter und vielen Kabeln

    Wie aufmerksame LeserInnen dieses Blogs wissen, bin ich gerade am Übersiedeln. Am Donnerstag hab ich Telephon und Internet bekommen, aber da das Arbeitszimmer noch nicht fertig ist, ist das Home Office noch provisorisch - den Kabelsalat muss ich noch unter Kontrolle bekommen ;-)

    Thursday, April 07, 2011

    Von gegenderten Archilexemen

    Neues Exemplar für meine Sammlung von Phrasen, die erklären sollen, warum keine geschlechtergerechte Schreibung verwendet wird: "Sämtliche Personsbezeichnungen sind als Archilexeme zu verstehen. Sie bezeichnen demnach Personen männlichen und weiblichen Geschlechts in gleicher Weise". Quelle: Dissertation Von der Sprache der Klassiker zum heutigen Deutsch: Verständnisprobleme durch Sprachwandel von Susanne Brandsteidl (rtf).

    Musikbibliothekarische Workshops

    Die Kommission für Musik der VÖB bietet in Zusammenarbeit mit dem BVÖ und der ÖNB zwei kostenlose Workshops zu musikbibliothekarischen Themen an:

  • Workshop 1: Formalerschließung von Musikalien
    Der Workshop dauert zwei Tage und gliedert sich in zwei ganztägige Blöcke: Formalerschließung Musikdrucke und Formalerschließung AV-Medien und jeweils in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei unterschiedliche Bibliothekssysteme berücksichtigt werden (Aleph bzw. Bibliotheca). Der Besuch nur eines Blocks ist möglich. RAK-Grundkenntnisse wünschenswert.
    Ort: Ausbildungszentrum der Österreichischen Nationalbibliothek und Ausbildungsraum des Büchereiverbands Österreich (BVÖ). Zeit: 20.-21.9.2011, 9.00–17.00 Uhr.

  • Workshop 2: Informationsvermittlung in Musikbibliotheken
    Inhalt: Musikbibliotheken und Musikinstitutionen in Österreich, wichtige Recherchetools (Kataloge, Nachschlagewerke, Datenbanken), wichtige Editionen, Zeitschriften, Fragen des Urheberrechts etc.
    Ort: Ausbildungszentrum und Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Zeit: 22.9.2011, 9.00–17.00 Uhr

    Mehr dazu auf www.univie.ac.at/voeb/kommissionen/musik/anmeldung. Anmeldung bis 1. September, die TeilnehmerInnenzahl ist beschränkt.

  • Wednesday, April 06, 2011

    Amtstafel 2.0 - wie geht das?

    Wie die Rathauskorrespondenz am 1. April meldet, startete der Städtebund eine Social Network-Plattform für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Städten. Deren Titel "Amtstafel 2.0" finde ich etwas missverständlich, denn schließlich kommunizieren die Gemeindebediensteten untereinander ja üblicherweise nicht via Amtstafel, oder? Ist nicht eine Amtstafel ein hoheitliches Informationsmedium, das nur in die Richtung von "oben" nach "unten" funktioniert, und somit genau das Gegenteil von freiem gegenseitigem Austausch? [und nein, ich glaube nicht, dass das etwas mit dem 1. April zu tun hat, es gab nämlich auch eine Pressekonferenz dazu].

    Nun gut, als Gemeindebedienstete und Social Software-Interessierte wollte ich mich da natürlich sofort registrieren. Ja, das schaffe ich aber nicht. Ich komme immer nur zur Anmeldemaske #fail. Und als ich über "Kontakt" eine Anfrage schreiben wollte, erhielt ich nur die Rückmeldung, ich müsse mich einmalig registrieren. Anscheinend kann man unregistriert keinen Kontakt aufnehmen, und ohne Kontakt kann ich mich nicht registrieren :-o Dass die "News" in einem Popup-Fenster im Miniaturformat aufgehen, ist unpraktisch as unpraktisch can be. Und ist diese Seite wirklich barrierefrei? Eure Meinung zu www.amtstafel.at?

    Update: Heute komme ich zur Registrierungsmaske!

    Der Tonbandbrief

    Der halbjährliche Flohmarkt in der Apostelpfarre ist normalerweise mein Versorgungsort für blau-weißes Geschirr, dass ich ja - nebst anderen Dingen - sammle. Diesmal war außer drei Untertassen nix Passendes dabei, deswegen hab ich mich auf die Bücher konzentriert und u.a. die Broschüre "Heiteres Tonband-Brevier" von BASF erworben. Es steht kein Jahr drinnen, aber laut Angaben diverser Onlinebuchhändler dürfte das Büchlein so um 1970 erschienen sein. Die vielen Möglichkeiten, die dem Magnetophonband dabei zugesprochen werden, unterscheiden sich nicht wesentlich von früheren eLearning- und Web-Lobeshymnen ;-) siehe z.B. den Abschnitt "Tonband in Forschung und Technik".

    Eine Anwendungsmöglichkeit finde ich besonders interessant, und zwar den Tonbandbrief. "Wie lange schreibt man an einem fünfseitigen Brief, wie schnell dagegen ist der gleiche Text auf Band gesprochen! Aber das ist noch nicht alles. So ein gesprochener Brief trägt den Klang der Stimme selbst über die sieben Weltmeere hinweg. Mit all dem, was sich 'zu Hause' zugetragen und ereignet hat. Zusammen mit Geräuschen und Musik vermittelt er Verwandten, Bekannten und Freunden eine eigene, lebendige Atmosphäre. Aber auch Grüße aus dem Urlaub - auf Band gesprochen - geben den Daheimgebliebenen ein echtes Stimmungsbild von den unbeschwerten Ferientagen, mit eingeblendetem Vogelgezwitscher, der Dorfglocke oder der Dialektstimme des Wirtes" (S. 50). Es gab eine praktische Verpackung und einen günstigen Posttarif dafür: "Das BASF Briefband hat die ideale Brieflänge von 71/2 Minuten je Spur bei 9,5 cm/sec Bandgeschwindigkeit. Die Packung dient gleichzeitig als Versandkarton. (...) Das BASF Briefband wiegt weniger als 50 Gramm und kann... als Warensendung verschickt werden. (...) Außer Drucksachen dürfen keine schriftlichen Mitteilungen von mehr als fünf Worten beiliegen. (...) Am Anfang des Bandes sollte man Empfänger und Absender nochmals mit den genauen Adressen aufsprechen, damit die Post, falls die Verpackung stark beschädigt wird oder gar verlorengeht, sie durch Abhören des Bandes ermitteln kann" (S. 50/51).
    Kann sich jemand von meinen LeserInnen noch daran erinnern? Wir haben in der Familie sowas leider nie gemacht. Auf der Website der Norderstedter Erinnerungswerkstatt hab ich einen interessanten Text von Fritz Schukat dazu gefunden: "Wir produzierten von 1985 bis 1990 jedes Jahr, und zwar immer am ersten Weihnachtsfeiertag für unsere Verwandten im fernen Australien eine 'rundfunkmäßige' Gesprächsrunde mit viel Weihnachtsmusik und blendeten manchmal auch vorher aufgenommene Telefongespräche von Schwiegermutter oder anderen Verwandten ein, so dass das Ganze durchaus einen profihaften Eindruck machte".

    Tuesday, April 05, 2011

    Twitter-Auslese März 2011

    Hier bloggt dein Autor: Cornelia Travnicek über Schriftsteller*blogs http://www.bvoe.at/~publikationen/perspektiven/bp1_11/16_17.pdf (pdf)

    RT @dieternuhr Pulverkaffee mit Kaffeeweißer ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte.

    laut Website von Eisenstadt gibt es für die Themen "Friedhöfe, Verwaltung" und "Friedhofsverwaltung" unterschiedliche Ansprechpartner :-0

    hat gerade Weblog von Karin Lach (UB Wien) entdeckt: Info literacy for English etc. - http://infoliteracyforenglishetc.wordpress.com/

    Tippfehler zu nicht witzigem Thema im Katalog: "Novemberprogramm 1938 in Wien"

    "Read it you must" - ist das Yoda-Spam?

    interessanter Beitrag von @lambo - Warum ich das Konvertieren von Websites ins PDF-Format problematisch finde: http://bit.ly/hpf1yp

    Satz des Tages: "Vor dem Griffregister sind alle Eingetragenen gleich" (aus unserem neuen Buch "Andere Seiten" über private Adressbücher)

    Hinweis aus ngc4lib: Website der Herzog August Bibliothek (zumindest teilweise) auch auf Latein verfügbar http://www.hab.de/index-la.htm

    Bibliothekar*tag für Dummies - wie kann man Leute unterstützen, die das erste Mal an einer Bibl.-Konferenz teilnehmen? http://bit.ly/g69HYi

    "Ihr Reichtum an Quellen versetzt mich immer wieder in Erstaunen" (Picard zu Data in "Unification I")

    "Österreich-Ungarn sieht sich gleichfalls als im Kriegszustande mit Rußland befindlich an" #plakat #katalogisieren

    RT @noxvobiscum "Guttenberg will ein Buch schreiben." Reicht das schon als Pointe oder muss ich noch "no comment" oder gar "wtf" dazuschreiben?

    "Bachelor als Regelabschluss passt haargenau ins postfordistische Getriebe der kurzen Produktionszyklen" / TAZ http://bit.ly/gefkjd

    Library Consortia Begin To Vote Against HarperCollins Ebook Checkout Policy http://bit.ly/fpJKh6

    müsste es eigentlich "something's rotten in the state of Ireland" heißen? Collinson: "A New Etymology for Hamlet?" http://bit.ly/esSUxs

    so nett - Kollegin ruft an: "Komm schnell zum Infoschalter, da ist ein Benutzer, der schaut aus wie Jack aus Men in Trees" ;-)

    erinnert sich an erste journalistische Erfahrungen, als wir noch vom Festnetztelephon beim Modem in der Zentrale anrufen mussten... #1994

    RT @leseband: Oh, Guttenberg hat sein Amt wohl abgeschrieben. (via @v_i_o_l_a)

    Jeff McLaughlin on Facebook: "Coincidentally, yesterday was 'International beat a Librarian with a Thesaurus day'" #hugalibrarianday

    Libreas: CfP Zensur & Ethik

    "Zensur und Ethik" ist das Thema des aktuellen Call for Papers der Zeitschrift Libreas (pdf). Redaktionsschluss ist der 19. Juni 2011. - Ein Auszug: "Zensur liegt nicht nur vor, wenn Meinungen direkt unterdrückt und in den Untergrund gedrängt werden; Zensur bedeutet auch, dass einige Meinungen über- und andere unterrepräsentiert werden. Es wird auch argumentiert, dass unkritischer Lobbyismus eine Form von Zensur darstellen kann. Es scheint, als würde die Kraft des besseren Arguments durch die Kraft des Lauteren ersetzt. So stellen sich Fragen an Bibliotheken: Reflektiert der Bestandsaufbau, die Repräsentation in Medienaufstellung und Katalog diese Problematik? Müssen Bibliotheken thematisch alles anbieten, müssen sie im inhaltlichen Mainstream wenig vertretene Meinungen repräsentieren? Ist die teilweise Übergabe von Bestandsentscheidungen bei der Standing Order eine gewisse Form von Zensur, da die enthaltenen Medien in den Beständen deutscher Bibliotheken überrepräsentiert werden?"

    "Lehmann" als Quelle für die NS-Forschung

    Adressverzeichnisse und Meldescheine sind hier­zu­lande bis­lang kaum von der Holocaust-Forschung beach­tet wor­den. Dabei ver­wei­sen sie nicht nur auf ein spe­zi­fi­sches Denk- und Handlungssystem, auf ange­wandte Techniken und Praktiken im historisch-politischen Kontext, son­dern erlau­ben als "Speichergedächtnis" auch Fragen im Rahmen eines erin­ne­rungs­ge­schicht­li­chen Diskurses.

    Birgit Johler vom Öster­rei­chi­schen Museum für Volkskunde wird in der Wienbibliothek über "Adressbücher und Meldescheine als Gedächtnisstütze und Speicher von Ereignissen" spre­chen. Ort und Zeit: Montag, 11. April, 19 Uhr, Lesesaal der Wienbibliothek (Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6, 1. Stock).

    Buchseite, auf der steht 'Ein Blick und ich weiß alles'Mehr zum Thema im VÖB-Blog ; das Wiener Adressbuch "Lehmann's Allgemeiner Wohnungsanzeiger" ist online auf Wienbibliothek digi­tal abrufbar.

    In der (Raum-)Schiffsbücherei

    Ich mag, wenn ich SF-Bücher auf einem Flohmarkt kaufe und dann beim Lesen draufkomme, dass darin Bibliotheken oder BibliothekarInnen vorkommen:

    "Conway durchquerte den Raum bis zur gegenüberliegenden Wand, wo sich zwei Türen befanden. Einer davon stand einen Spalt weit offen, Licht schien dahinter. Als er neben ihr zum Stillstand kam, wußte er, daß es sich um die Schiffsbücherei handelte. Es waren nicht nur die langen Reihen der Bücher und Bandspulen, die die Wände des kleinen Raums bedeckten, oder die Leseeinrichtungen, die mitten im Raum standen, auch nicht die modernen Bandaufzeichnungsgeräte der Tenelphi, die nun achtlos im Raum umherschwebten. Er wußte, es war die Bücherei, als er den Schriftzug auf der Tür hatte lesen können...".

    Hintergrund: Das Ambulanzschiff Rhabwar hatte einen verstümmelten Funkspruch empfangen, bei dem u.a. "einzige Hoffnung ist... zin Biblio" zu verstehen war - gemeint eben die "medizinische Bibliothek". - Aus: James White: Das Ambulanzschiff. Moewig 1980, S. 69

    Perlen-Reihe neu belebt

    Die Perlen-Reihe wird neu belebt, berichten die Salzburger Nachrichten am 23. März: "Die Ratgeberbüchlein im Postkartenformat waren im Nachkriegs-Österreich der 50er-Jahre in jedem Haushalt vertreten. Verlagsgründer Adalbert Pechhan brachte ab 1948 rund 400 Titel auf den Markt, darunter auch heute noch durchaus Aktuelles wie 'Kochkunde für Junggesellen und Strohwitwer'. Damals, als es noch keine Fahrschulen gab, stand auch das Auto im Mittelpunkt des Verlegerinteresses. 'Viele Österreicher haben mit der Perlen-Reihe den Führerschein gemacht', sagt Ulla Harms". Siehe dazu auch Wiener Zeitung. Die ersten neuen Ausgaben beschäftigen sich mit Patiencen, Tarock und Bridge und mit "Laufen in Wien".

    Monday, April 04, 2011

    Tatort-Tagebuch März 2011

  • 3.3.: ...und dann ist Zahltag - Hannover
  • 8.3.: Fortuna III - Essen
  • 12.3.: Blechschaden - Kiel
  • 19.3.: Schattenspiele - Hamburg
  • 20.3. Mord in der ersten Liga - Hannover
  • 23.3. Schattenwelt - München
  • 26.3. Ausgespielt - Hamburg
  • Zombies im Science-Fiction-Land

    Peter Hiess von Evolver Books zu Gast bei der Science Fiction-Gruppe Wien. Wer genau schaut, wird mich auch entdecken ;-)